DocuWare GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martina Wienke seit 7.4.2025 | Prokura |
Hermann Schäfer seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Benedikt Dischinger seit 7.4.2025 | Geschäftsführer |
Michael Dr. Berger seit 24.7.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ricoh Europe Holdings PLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DocuWare Europe GmbHGermeringJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024der DocuWare Europe GmbHGermeringI. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum DocuWare Konzern Die DocuWare Europe GmbH wurde am 14. Dezember 2011 als 100%-ige Tochtergesellschaft der DocuWare GmbH, Germering, gegründet. Zum 1. Januar 2012 wurde der Geschäftsbereich "Vertrieb und Services" von der DocuWare GmbH ausgegliedert und im Rahmen einer Kapitalerhöhung von nominal Euro 75.000,00 als Sacheinlage mit einem Gesamtwert von Euro 275.000,00 in die DocuWare Europe GmbH eingebracht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 19. September 2012. Am 5. August 2019 wurde der DocuWare-Konzern durch den Ricoh-Konzern erworben. 2. Geschäftsmodell der DocuWare Europe GmbH Seit seiner Gründung 1988 ist der DocuWare-Konzern ein weltweit agierender Hersteller von Content-Services-Lösungen und unterstützt Kunden in mehr als hundert Ländern mit seinen Produkten für Dokumentenverwaltung und digitale Workflows. Die Anfangsidee der Firmengründer, die Produktivität der Anwender durch komfortable Standard-Lösungen zum Dokumenten-Management zu erhöhen, bildet auch heute noch den Kern der DocuWare-Philosophie. In diesem Zusammenhang spielt für DocuWare seit vielen Jahren das Potential der Cloud-Technik eine wichtige Rolle. Der DocuWare- Konzern stellt seinen Kunden seine Lösungen mit allen Funktionen sowohl auf einer Cloud-Plattform als auch On-Premises zur Verfügung. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Benutzerfreundlichkeit der Produkte durch intuitive und einfache Bedienbarkeit. Technisch möchten wir durch die DocuWare-Lösungen eine hohe Sicherheit bieten und uns durch eine flexible Skalierbarkeit besonders für das große Marktsegment der kleinen und mittleren Unternehmen interessant machen. Zum 31. März 2024 waren knapp 21.600 DocuWare-Lösungen im Einsatz. Die DocuWare Europe GmbH ist für Vertrieb und Service der DocuWare-Produkte in Europa (bis auf Großbritannien, Frankreich und Spanien), Afrika, Asien und in den Emerging Markets verantwortlich. Die DocuWare Europe GmbH arbeitet mit einem Netz von ca. 410 Vertriebspartnern zusammen, das durch einen Direktvertrieb ergänzt wird. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen im DocuWare-Konzern zentral bei der DocuWare GmbH, Germering. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 war weiterhin von den Auswirkungen und anhaltenden Krisen der vorherigen Jahre geprägt. Der Energiepreisanstieg schlug sich unter anderem auf die Verbraucherpreise nieder und sorgte so für erhebliche Kaufkraftverluste und Straffungen in der Geldpolitik. 1 Diese Entwicklung spiegelte sich auch im preis-, saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukt wider, welches im Kalenderjahr 2023 um 0,3% sank. 2 Im ersten Quartal des Kalenderjahres 2024 zeigte sich eine leichte Belebung der Wirtschaft. So stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 um 0,2%. Dies lässt sich vor allem auf erhöhte Bauinvestitionen zurückführen. 3 Laut dem Branchenverband Bitkom wuchs das Geschäft mit IT-Dienstleistungen um 4,5%. 4 2. Steuerungsgrößen Im finanziellen Bereich wurden im Rahmen der Analyse der Ertragssituation die Höhe der Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern als Steuerungsgrößen definiert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanzmanagement zentral im Ricoh-Konzernverbund erfolgt. Im nichtfinanziellen Bereich stellt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen eine wichtige Steuerungsgröße dar. Die Messung und Bewertung der Mitarbeiterzahlen ermöglicht es dem Unternehmen, die Wirksamkeit der eigenen Personalstrategien und Maßnahmen zu analysieren und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Ziel ist es, kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, ihr Potenzial zu fördern und sie gezielt einzusetzen.
Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Jahr 2023/2024 liegt somit bei 10,38% im Vergleich zum Vorjahr. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr geht vor allem mit der Ausweitung unserer Vertriebsaktivitäten einher. Die Erhöhung liegt allerdings unterhalb unserer Planungen (Planwert: Anstieg von 20,3%), was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass in den Bereichen Professional Services und Support mehr Einstellungen und somit höhere Personalkosten geplant wurden, als tatsächlich für das Jahr 2023/2024 erfolgt sind. Dies ist auf Verzögerungen bei der Stellenbesetzung und die herausfordernde Arbeitsmarktsituation zurückzuführen.
4 ITK-Marktzahlen (bitkom.org)
3. Geschäftsverlauf 3.1 Ertragslage Die Umsätze der DocuWare Europe GmbH betragen im Geschäftsjahr 2023/2024 50,78 Mio. € (Vorjahr 41,42 Mio. €). Dies ist neben den oben beschriebenen Entwicklungen in der Wirtschaft und IT-Branche vor allem auf die Ausweitung unserer Vertriebsaktivitäten zurückzuführen, welche ebenfalls zu einer Erhöhung des Verkaufs von DocuWare Lösungen und der Kundenanzahl im Cloud Geschäft führten. Die allgemeine Belebung der Wirtschaft zum Ende der Geschäftsperiode sorgten zusätzlich dafür, dass sich die Umsätze über unseren Erwartungen entwickelten und deutlich über dem Planungsniveau von 47,48 Mio. € liegen. Die Materialaufwandsquote (definiert als prozentuales Verhältnis des Materialaufwandes zu den Umsatzerlösen) liegt mit 54,4 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (53,4 %). Der Großteil des Materialaufwandes entfällt dabei auf Aufwendungen für Lizenzen, die von der DocuWare GmbH bezogen werden. Die Erhöhung des Materialaufwandes beruht vor allem auf einer weitergehenden Verschiebung im Produktmix hin zu Cloud Dienstleistungen. Der Personalaufwand beträgt 11,58 Mio. € (Vorjahr 9,92 Mio. €). Zurückzuführen ist der Anstieg zum Vorjahr vor allem auf eine Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Im Geschäftsjahr 2023/2024 beschäftigte die DocuWare Europe GmbH durchschnittlich 117 Mitarbeiter (Vorjahr: 106). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit 6,69 Mio. € deutlich über dem Vorjahr (Vorjahr 5,59 Mio. €). Diese Entwicklung resultiert in erster Linie wachstumsbedingt aus höheren Ausgaben im Bereich Personalgewinnung und Personalbindung. Zusammengenommen führten die oben beschriebenen Effekte zu einem Anstieg des Ergebnisses vor Steuern auf 5,22 Mio. € (Vorjahr 4,13 Mio. €) und dieses liegt somit deutlich über dem Niveau unserer Planungen (3,9 Mio. €). Für das Jahr 2023/2024 wurden 3,9 Mio. € als zu erzielendes Ergebnis vor Steuern angesetzt. Die deutliche Abweichung zum tatsächlichen Ergebnis ist darin begründet, dass vor allem in den Bereichen Professional Services und Support mehr Einstellungen und somit höhere Personalkosten geplant wurde, als tatsächlich für das Jahr 2023/2024 erfolgt sind. Dies ist auf Verzögerungen bei der Stellenbesetzung und die herausfordernde Arbeitsmarktsituation zurückzuführen. Das Jahresergebnis von 5,22 Mio. € wird aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die DocuWare GmbH abgeführt. 3.2 Finanzlage Zum 31. März 2024 bestehen liquide Mittel von 0,12 Mio. € (Vorjahr: 0,11 Mio. €) sowie kurzfristige Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen von 10,00 Mio. € (Vorjahr: 0,00 Mio. €). Vor allem aufgrund der Zahlungsmittelabflüsse aus Darlehensvergabe im Konzernverbund bestehen zum Stichtag Forderungen aus Cash-Pooling von 2,31 Mio. € nach 13,44 Mio. € im Vorjahr. Der Cash-Pool wird von der Ricoh Europe Finance Limited, London, Großbritannien, geführt. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zahlungsmittelabflüsse ergaben sich hauptsächlich für Investitionen in das Anlagevermögen. Hier wirkte sich vor allem der Erwerb der Anteile an der DocuScan GmbH, Erftstadt aus. Zudem ergaben sich Zahlungsmittelabflüsse (-4,12 Mio. €) aus der zahlungswirksamen Erfüllung der Gewinnabführungsverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2022/2023 an die Muttergesellschaft DocuWare GmbH (Organträger), Germering. Mittelerhöhend wirkten sich bei einem positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 5,22 Mio. € hingegen die zahlungswirksamen Effekte aus der Erhöhung der passiven Rechnungsabgrenzung um 7,72 Mio. € aus, denen Zahlungsmittelabflüsse aus der Erhöhung der aktiven Rechnungsabgrenzung um 4,97 Mio. € entgegenstehen. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme bewegt sich mit 36,80 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (26,84 Mio. €). Folgende Entwicklungen haben hierzu wesentlich beigetragen: Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhte sich das Anlagevermögen um 5,45 Mio. €. Dies ist vor allem auf den oben beschriebenen Erwerb der DocuScan GmbH zurückzuführen, welcher zu einer Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen führte. Im Zusammenhang mit der Ausweitung der Umsatzerlöse haben sich die Vorauszahlungen für Lizenzbezüge im Konzernverbund erhöht. Im Wesentlichen erhöhte sich hierdurch die aktive Rechnungsabgrenzung um 4,97 Mio. €. Das Umlaufvermögen reduzierte sich insgesamt um 0,47 Mio. €. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,44 Mio. €) aufgrund der Ausweitung der Umsatzerlöse und einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (0,91 Mio. €). Auf der Passivseite der Bilanz erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen vor allem aufgrund höherer Mitarbeiterprämien um 0,68 Mio. €. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahresvergleich um 1,56 Mio. € erhöht, was vor allem auf die Erfüllung der Gewinnabführungsverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2023/2024 (5,22 Mio. €) zurückzuführen ist. Im Zusammenhang mit der Ausweitung der Umsatzerlöse haben sich auch die Vorauszahlungen der Kunden erhöht. Hierdurch erhöhte sich die passive Rechnungsabgrenzung um 7,72 Mio. €. 3.4 Zusammenfassung der Lage Im Geschäftsjahr haben sich unsere Leistungsindikatoren deutlich über unsere Vorstellungen entwickelt. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagement Sämtliche Gesellschaften des DocuWare-Konzerns sind in ein Reportingsystem integriert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts nutzen wir ein detailliertes Kontrollsystem mit Berichtswesen und unternehmenseinheitlichen Strategie- und Planungsprozessen. Das interne Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken frühzeitig zu erkennen. Dies wird insbesondere durch die Überwachung von geschäftstypischen Kennzahlen erreicht. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein differenziertes internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden dabei monatlich aufgezeigt und untersucht. 2. Prognosebericht und Chancenbericht Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese zukunftsorientierten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder Ähnliches. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen sowie bestimmten Annahmen und sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Gesellschaft liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der Gesellschaft. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der Gesellschaft wesentlich von den hier getroffenen Prognosen abweichen, was entsprechende Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach sich ziehen kann. Das ifo Institut rechnet für Deutschland für das laufende Kalenderjahr mit einer Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes. In den kommenden beiden Jahren wird jedoch davon ausgegangen, dass allmählich eine Erholung einsetzt. Auch die Wachstumsprognose des ifo Instituts wurde um 0,4% für das laufende Jahr und um 0,6% für das Jahr 2025 gesenkt. 5 Damit wurde die Wachstumsprognose gegenüber der ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 deutlich um 0,4 Prozentpunkte für das laufende Jahr und um 0,6 Prozentpunkte für das Jahr 2025 gesenkt. Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für die Unternehmen die effiziente Gestaltung und Abwicklung der Geschäftsprozesse immer mehr ein wettbewerbsentscheidendes Kriterium. Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen befindet sich mitten in der Umsetzung digitaler Transformationsprozesse. Parallel dazu erfordert eine zunehmende Regulierung die Umsetzung strenger Datenschutzvorschriften. Der Trend zu Cloud-Computing und virtuellen Datenplattformen setzt sich aus unserer Sicht fort. Die Cloud-Dienste bieten den Kunden passende Produkte zur Digitalisierung, Automatisierung und Transformation ihrer Geschäftsprozesse. Das hohe Marktpotential bei kleinen und mittleren Unternehmen ist nach wie vor nicht ausgeschöpft und bietet aus unserer Sicht weiterhin Wachstumsfelder. Hier setzt besonders das Angebot der "preconfigured Solutions" an, welche für die Kunden mit wenig Beratungsbedarf schnell einsatzbereit sind. Neben Investitionen mit dem Ziel der Entwicklung modernster, marktgerechter Produkte hat DocuWare auch den Vertrieb weiter differenziert und ausgebaut. Insbesondere Inside Sales soll den Ausbau des Cloudgeschäfts weiter unterstützen. DocuWare verfügt mit seinen Produkten, die sowohl in der On-Premises-Version als auch in der Cloud-Version die gleichen Funktionen anbieten (code and feature parity), über eine Lösung, die aus unserer Sicht einen Wettbewerbsvorsprung bietet. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 ein Umsatzvolumen von 57,73 Mio. € und ein Ergebnis vor Steuern in einer Größenordnung von 6,9 Mio. €. Unsere Prognose bezüglich der Umsatzerlöse fußt dabei auf der Annahme, dass der Trend zum Cloud-Computing sich weiter fortsetzen wird. Das im Vergleich zum Umsatzvolumen überproportional steigende Ergebnis vor Steuern ist darin begründet, dass das Unternehmen von den getätigten Personalinvestitionen der vergangenen Jahre profitieren kann, was sich in einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Personalaufwendungen und damit positiv auf das Ergebnis auswirkt. Vor diesem Hintergrund planen wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im unteren zweistelligen Prozentbereich. 3. Risiko- und Chancenbericht a. Risiken Die folgende Übersicht bietet einen Gesamtüberblick über die wesentlichen Risiken und wie diese im DocuWare-Konzern bewertet und eingestuft werden: Einstufung des möglichen Schadenspotenzials
Einstufung der Eintrittswahrscheinlichkeit
Finanzwirtschaftliche Risiken Ausfallrisiko Grundsätzlich besteht bei jedem Unternehmen das Risiko, dass operative Verluste oder fehlende Liquidität zu einer Insolvenz führen - so auch für die DocuWare Europe GmbH. Daher wird das Schadenspotenzial als "wesentlich" eingestuft. Die DocuWare Europe GmbH ist mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattet. Ein Ausfallrisiko bei der Ricoh Europe Finance Limited, London, Großbritannien sehen wir aufgrund von deren Einbindung in den Ricoh-Konzern nicht und stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit als "gering" ein. Des Weiteren achten wir auf den Einsatz einer qualifizierten Geschäftsführung, damit eine angemessene Steuerung und Überwachung der wirtschaftlichen Verhältnisse erfolgt. Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Soweit bei Finanzanlagen Wertminderungen erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Möglichen Risiken durch Wertverluste wird grundsätzlich durch die konzernweiten Mechanismen zur Risikoabwägung begegnet. Somit besteht lediglich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit, dass sich daraus negative Auswirkungen für das Unternehmen ergeben könnten. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt durch Liquiditätsbündelung ("Cash Pooling Agreements") sowie der Möglichkeit der Finanzierung über Darlehen von der Ricoh Europe Finance Ltd. Das Schadenspotenzial des Liquiditätsrisikos wird daher als "unwesentlich" eingestuft. Obwohl Zahlungsstromschwankungen generell zu finanziellen Beeinträchtigungen führen können, wird das Risiko als "mittel" eingeschätzt, da Maßnahmen zur Liquiditätssteuerung vorhanden sind, um den genannten Herausforderungen zu begegnen. Zins- und Währungsrisiken Auf Ebene der Einzelgesellschaft bestehen allenfalls geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaft derzeit keine zinstragenden Verpflichtungen aufgenommen hat. Die Zinsentwicklung wird jedoch nachverfolgt, um etwaige Zinsrisiken in Bezug auf die Bewertung von Finanzanlagen frühzeitig erkennen zu können. Währungsrisiken bestehen auf Gesellschaftsebene nur in unwesentlichem Umfang, da die Fakturierung ausschließlich in Euro erfolgt. Die bezogenen Waren und Dienstleistungen werden ebenfalls zum größten Teil in Euro abgerechnet. Aus diesem Grund wird das Schadenspotenzial als "unwesentlich" und Eintrittswahrscheinlichkeit mit "gering" bewertet. Risiken aus dem operativen Geschäft Für die Risikobeurteilung der operativen Geschäftstätigkeit stehen die Faktoren: Markt- und Wettbewerbsrisiken, Datenschutz und Datensicherheit und Personalrisiken im Fokus unserer Betrachtung: Markt- und Wettbewerbsrisiken Wesentliche Risiken für unser Unternehmen ergeben sich aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Neben der allgemeinen Konjunkturlage können vor allem branchenspezifische Risiken und der schnelle technologische Wandel den Geschäftsverlauf beeinflussen. Die wesentlichen Einflüsse für künftige Erfolge sind die Entwicklung marktgerechter Produkte und ein tragfähiges Vertriebskonzept. Sollten unsere Produkte nicht die Anforderungen des Marktes erfüllen, drohen uns entsprechende Umsatz- und Ertragseinbußen durch den Verlust von Marktanteilen. Daneben können die Lieferengpässe und Marktpreisänderungen, die sich aus den anhaltenden Krisen der vorherigen Jahre ergaben, bei unseren Kunden und Interessenten zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen, die dann auch ihre Liquidität oder Kaufentscheidung negativ beeinflussen können. Der Ricoh-Konzern setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungsrisiken und die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Wir ordnen diese Risiken als "wesentlich" ein und versuchen sie innerhalb der Docu- Ware-Gruppe mit der stetigen Weiterentwicklung der DocuWare-Produkte und intensiven Qualitätstests vor der Auslieferung gering zu halten. Zudem begegnen wir diesen Risiken durch eine Ausweitung unserer Absatzmärkte sowie eine weitergehende Einbindung in den Ricoh-Konzern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird daher als "mittel" eingestuft. Datenschutz und Datensicherheit Die von uns vertriebenen Produkte und Dienstleistungen unterliegen Risiken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit, vor allem in Verbindung mit dem Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten durch Unbefugte. Die Sicherheit und der Schutz dieser Daten haben für uns höchste Priorität. Vor diesem Hintergrund stufen wir das Schadenspotenzial in Bezug auf den Datenschutz und die Datensicherheit als "wesentlich" ein, da es für das Vertrauen unserer Kunden in unsere Produkte und Dienstleistungen elementar ist. Der DocuWare-Konzern begegnet dem Risiko des Datendiebstahls durch ein umfangreiches Sicherheitskonzept, zu dem regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen gehören. Hierdurch sehen wir uns angemessen aufgestellt, um dem Risiko des Datendiebstahls zu begegnen und eine entsprechende Datenintegrität zu gewährleisten. Aufgrund der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit im Grunde als "gering" ein. Durch die allgemeine verschärfte Risikosituation aufgrund zunehmender Cyberangriffe kann das Risiko jedoch auch als "mittel" bewertet werden und wird daher im Unternehmen genau verfolgt und überwacht. Personalrisiken Der wirtschaftliche Erfolg unserer Gesellschaft wird maßgeblich vom Erhalt und dem Gewinn qualifizierter Mitarbeiter geprägt. Das Fehlen von qualifiziertem Personal hätte wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit. Wir schätzen jedoch, dass die erwarteten finanziellen Auswirkungen eines solchen Risikos unter TEUR 500 liegen würden und kategorisieren somit das Risiko als "unwesentlich" ein. Dennoch wird auf die Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter großen Wert gelegt. Zudem streben wir an durch unsere Arbeitsweisen, Mitarbeiterbetreuung und Vergütungsmodelle als interessanter Arbeitgeber auf dem Bewerbermarkt wahrgenommen zu werden. Hierdurch sehen wir eine angemessene Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft und stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit der oben erläuterten Risiken als "mittel" ein. Zusammenfassung der Risikolage Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die o.g. Risiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. b. Chancen Der DocuWare-Konzern hat durch seine Cloud-Produkte und die bereits mit Cloud- Lösungen gewonnene Erfahrung seine Marktposition, auch in Hinblick auf das zukünftige Geschäft, aufgebaut. Die geringe Marktausschöpfung vor allem im Mittelstand, der im Bereich der Digitalisierung zunehmend aufholt, bietet aus unserer Sicht weiterhin Wachstumschancen. Zusätzliche Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aus dem strategischen Ausbau des Vertriebs der DocuWare-Produkte mit Unternehmen des Ricoh-Konzerns sowie aus der verstärkten Zusammenarbeit mit der DocuScan GmbH, Erftstadt, nach dem Erwerb der Anteile an dieser Gesellschaft. Der Al-Trend eröffnet Unternehmen die Möglichkeiten, ihre Prozesse durch Automatisierung und Effizienzsteigerung zu optimieren. Durch den Einsatz von KI- Technologien können datengesteuerte Entscheidungen getroffen und personalisierte Kundenerlebnisse geschaffen werden. Dies ermöglicht es Unternehmen, einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, ihre Produktivität zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. DocuWare sieht im Al-Bereich klare Wettbewerbsvorteile und Chancen für das eigene Unternehmenswachstum. Der Erwerb des Start-ups Natif.ai durch die Muttergesellschaft, soll es DocuWare ermöglichen ihre Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln, kundenindividuelle Lösungen zu bieten und somit die Kundenexperience weiterhin zu verbessern und die Effizienz durch automatisierte Prozesse zu steigern.
Germering, 31. Oktober 2024 DocuWare Europe GmbH Die Geschäftsführung Max Ertl Martina Wienke Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024der DocuWare Europe GmbHGermeringI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss der DocuWare Europe GmbH ist auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242ff. und §§ 264ff. HGB) und des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr. Das Geschäftsjahr läuft jeweils vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, hierbei wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewendet. Die entgeltlich erworbenen Schutzrechte und ähnlichen Rechte wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen aktiviert und über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Sie werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 14 Jahren linear abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert von bis zu netto EUR 800, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Im Anlagengitter werden diese Vermögensgegenstände als Zugänge und Abgänge des laufenden Geschäftsjahres ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalbeträgen bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit Nennbeträgen angesetzt. Als aktivische Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Als passivische Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Ertragsrealisation im Lizenzgeschäft unterliegt den Regelungen des Mietvertragsrechtes. Es erfolgt demnach eine ratierliche Umsatzrealisierung über den jeweiligen Vertragszeitraum. Diese einzelvertraglich vereinbarten Zeiträume betragen zwischen 1 und 5 Jahren. Erlöse aus Beratungsleistungen, welche im Rahmen von geschlossenen Dienstverträgen erbracht werden, werden nach erbrachter Leistung realisiert. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Mitzugehörigkeit zu anderen Posten Zum 31. März 2024 enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Cashpooling in Höhe von EUR 2.313.157,39 (Vorjahr: EUR 13.438.252,77), Forderungen aus kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von EUR 10.000.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 694.188,95 (Vorjahr EUR 482.839,77). 3. Stammkapital Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,00 und wurde vollständig erbracht. 4. Kapitalrücklage Zum 31. März 2024 beträgt die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB unverändert EUR 200.000,00. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten a. Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von beweglichem Anlagevermögen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 168.731,29 (Vorjahr: EUR 134.447,65) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 23.074,11 (Vorjahr: EUR 15.724,48) ausgewiesen. b. Mitzugehörigkeit zu anderen Posten Zum 31. März 2024 enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. insgesamt EUR 7.274.998,09 (Vorjahr: EUR 5.711.806,17). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verpflichtungen aus Ergebnisabführung (EUR 5.215.049,55; Vorjahr: EUR 4.122.226,30), Verbindlichkeiten aus dem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis in Höhe von EUR 1.369.900,83 (Vorjahr: EUR 1.005.939,79) sowie Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (EUR 690.047,71; Vorjahr: EUR 693.486,17). 7. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte von Bedeutung ergeben sich wie folgt:
Das Kfz-Leasing wird genutzt aufgrund des daraus resultierenden Liquiditäts- und Zinsvorteils, aber auch um den Verwaltungsaufwand bei Beschaffung und Austausch der Fahrzeuge so gering wie möglich zu halten. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Verteilung der Umsatzerlöse nach Kontinenten Umsätze, die über Vertriebspartner erzielt wurden, werden dem Sitz des jeweiligen Partners zugeordnet. Bei einem Direktgeschäft erfolgt die Angabe des Standortes, in dem sich der Kunde befindet. Die Umsätze lassen sich somit folgendermaßen unterteilen:
2. Verteilung der Umsatzerlöse nach DocuWare-Lösungen Die Umsatzerlöse lassen sich folgenden Produktgruppen zu ordnen:
V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden 117 Angestellte beschäftigt (im Vorjahr 106). Die Mitarbeiterzahl setzt sich wie folgt zusammen:
2. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung der Gesellschaft
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf insgesamt 27.250,00 Euro. Dieses entfällt komplett auf Abschlussprüfungsleistungen. 4. Beteiligungsunternehmen Anteilsbesitz der DocuWare Europe GmbH An folgendem Unternehmen ist die DocuWare Europe GmbH zum 31. März 2024 beteiligt:
5. Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die DocuWare GmbH, Germering. Über die Docu- Ware GmbH wird unsere Gesellschaft in den Konzernabschluss der Ricoh Europe Holdings PLC, London, Großbritannien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss kann beim britischen Companies House unter der Registernummer 06273215 eingesehen werden. Der befreiende IFRS-Konzernabschluss und -lagebericht der Ricoh Europe Holdings PLC, London, Großbritannien ist von der Ricoh Deutschland GmbH, Hannover, an die das Unternehmensregister führende Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt worden. Die DocuWare Europe GmbH ist damit nach § 292 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Zudem wird unsere Gesellschaft in den Konzernabschluss der Ricoh Company Ltd, Tokio, Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss kann bei der japanischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (EDINET) unter der Registernummer E11852 eingesehen werden. 6. Steuerliche Organschaft Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Fürstenfeldbruck unter der Steuernummer 117/115/20149 veranlagt. Es besteht seit dem 1. Januar 2012 eine umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der DocuWare GmbH, Germering, als Organträgerin. 7. Mindestbesteuerung Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Ricoh-Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Der Ricoh Konzern fällt ab dem 1. Januar 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Auf der Ebene der obersten Muttergesellschaft in Japan werden diese Regeln und Gesetze derzeit mit Steuerspezialisten auf Relevanz für den Ricoh-Konzern untersucht. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand könnten die zusätzlichen Steuern von einigen Ländern geltend gemacht werden, in denen Ricoh-Tochtergesellschaften ansässig sind. Auswirkungen auf die DocuWare Europe GmbH als Tochtergesellschaft im Ricoh-Konzern sind uns derzeit nicht bekannt. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 9. Ergebnisverwendung Am 9. August 2012 wurde zwischen der DocuWare Europe GmbH und der alleinigen Anteilseignerin (Muttergesellschaft) DocuWare GmbH, Germering, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der DocuWare GmbH als herrschender Gesellschaft abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde von der DocuWare Europe GmbH aufgrund dieses Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ein Ergebnis in Höhe von EUR 5.215.049,55 (Vorjahr: EUR 4.122.226,30) an die DocuWare GmbH abgeführt. Daher weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) aus.
Germering, 31. Oktober 2024 DocuWare Europe GmbH Die Geschäftsführung Max Ertl Martina Wienke Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
3 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 der DocuWare Europe GmbH, Germering, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DocuWare Europe GmbH, Germering Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DocuWare Europe GmbH, Germering, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DocuWare Europe GmbH, Germering, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Oktober 2024 Deloitte
GmbH
gez. Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Booms, Wirtschaftsprüfer" sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.01.2025 festgestellt. |
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