Thomas Cook Touristik GmbHLiquidiert

Thomas-Cook-Platz 1, 61440 Oberursel (Taunus), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 4617
Vorher
TC Touristik GmbH
Eingetragen
23.7.2003
Branche
ReiseveranstalterErbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Reisebüros
Gegenstand
Die Veranstaltung, Vermittlung und Durchführung von Reisen jeder Art, insbesondere von Flug-, Schiffs- und Bahnreisen sowie von touristischen Arrangements in Verbindung mit diesen Reisen; ferner der Betrieb von Reisebüros und Agenturen für den Verkauf von Personenbeförderungsleistungen und sämtlicher damit im Zusammenhang stehender Geschäfte.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Steffen Patzak
seit 16.5.2018
Geschäftsführer
Carsten Dr. Seeliger
seit 29.10.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thomas Cook GmbH
Germany
21.731.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Thomas Cook Touristik GmbH

Oberursel (Taunus)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Künftige strategische Schwerpunkte - Einführung von NUMO (New Operating Model)

Mit der Einführung von NUMO soll eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft von Thomas Cook erzielt werden. Im Zuge dessen sollen die Produktionsabläufe weiter harmonisiert und Veranstalteraktivitäten quellmarktübergreifend vereinheitlicht und teilweise zusammengefasst werden (OTO - One Tour Operator). Vorbild hierfür sind die gruppenweit gemeinschaftlich agierenden Thomas Cook Airlines. Künftig soll das Veranstaltergeschäft stärker von Querschnittsfunktionen gesteuert werden und die Märkte sollen Teile ihrer Verantwortung abgeben. Die verschiedenen Funktionen sollen dabei nicht geographisch zentralisiert werden, sondern die Teams über die lokalen Grenzen hinweg zusammenarbeiten ("Hubs"). Die Einführung des neuen Veranstaltermodells soll neben der stärkeren Fokussierung auf eigene und Partnerhotels, bekannt als "Differentiated Holidays", ergänzt um ein breites Zusatzsortiment ("Complementary Products"), auch zu einer stärkeren Harmonisierung des Langstrecken- und Premiumprodukts über alle Märkte hinweg führen.

Personelle Veränderung in der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende personelle Veränderungen innerhalb der Geschäftsführung: Der Leiter eCommerce, Marketing & Eigenvertrieb, Mark Ryan, wurde mit Ablauf des 31. Dezember 2014 als Geschäftsführer abberufen (Eintragung im Handelsregister am 23. Januar 2015), da die Position aufgrund der vertriebsseitigen Neuausrichtung der Gesellschaft hin zu einer stärkeren partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Reisebürovertrieb und der damit verbundenen Integration der vorgenannten Bereiche in die gesamtvertriebliche Steuerung nicht mehr benötigt wird. Ebenso hat Michael Tenzer, bisher Vorsitzender der Geschäftsführung, mit Wirkung vom 20. Mai 2015 das Unternehmen auf eigenen Wunsch hin verlassen (Eintragung im Handelsregister am 26. Juni 2015); ihm folgte zum 1. Oktober 2015 Stefanie Berk, die zuvor den Bereich Product & Yield von Thomas Cook UK geleitet hat. Die Geschäfte wurden interimsmäßig von Thomas Cook AG (TC AG) Vorstand Christoph Debus geführt. Des Weiteren ist seit dem 1. Oktober 2015 Günter Geske Mitglied der Geschäftsleitung und zeichnet für den Bereich Product & Yield Central Europe verantwortlich. Herr Geske war zuletzt als Geschäftsführer von Bucher Reisen GmbH (BUCHER) in Meerbusch tätig.

Tunesien Anschlag, Griechenland Krise und politische Entwicklungen in der Türkei

Der Anschlag von Sousse in Tunesien, bei welchem 38 Touristen durch einen Anhänger der islamistischen Terrormiliz IS getötet worden sind, und die damit verbundenen Reaktionen in den europäischen Ländern führte im Geschäftsjahr 2014/15 konzernweit zu Ergebnisverlusten in zweistelliger Millionenhöhe. Mehr als 15.000 vornehmlich britische und belgische Gäste mussten aus dem Land ausgeflogen werden und Thomas Cook bot seinen Kunden auch in Deutschland kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an. Daher hat das Zielgebiet durch diesen Vorfall für potentielle Gäste deutlich an Attraktivität verloren.

Auch die Griechenland-Krise führte zur Verunsicherung bei potentiellen Kunden. Die Berichterstattung über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone und der Wiedereinführung der Drachme, sowie die Darstellung Deutschlands im Zusammenhang mit dieser Krise in den griechischen Medien, schreckte viele Urlauber ab und führte kurzfristig zu Buchungsausfällen.

Einen kurzfristigen Einfluss auf das Buchungsverhalten der türkischen Ziele im Jahresverlauf hatten auch die Entwicklungen an der türkisch-syrischen Grenze sowie die damit in Zusammenhang stehenden Anschläge durch die PKK auf Ziele in der Türkei. Dennoch verlief das Lastminute Geschäft letztlich sehr gut. Jedoch zeigen sich erneut Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2015/16.

Verkauf des Geschäftsbereichs "City & Domestic" an die Thomas Cook International AG (TCI)

Per 1. November 2014 verkaufte die TCT den Geschäftsbereich "City & Domestic" für den Quellmarkt Deutschland an die TCI in der Schweiz. Die TCI ist eine eigens für den "City & Domestic" Bereich gegründete Gesellschaft, auf die bereits im Wirtschaftsjahr 2012/13 das niederländische und belgische "City & Domestic" Geschäft übertragen wurde. Der Geschäftsbereich "City & Domestic" umfasst dabei Reiseprodukte, bei welchen der Kunde die An- und Abreise zum überwiegenden Teil selbst organisiert. Typisches Merkmal für Reisen aus dem Bereich "City" ist der Besuch von Städten wie London, Paris oder Hamburg. Der Bereich "Domestic" umfasst typischerweise den Wellness-, Wander- oder Skiurlaub sowie Sommerdestinationen wie bspw. Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland mit zumeist Anreise mit eigenem PKW, soweit die Hotels im entsprechenden Katalog vertreten sind.

Verkauf Anteile Aldiana GmbH

Mit Datum vom 8. Oktober 2012 hat die TCT die Möglichkeit der Ziehung der Put Option zum Verkauf der restlichen Anteile an der Aldiana GmbH (24,9 Prozent) an die Grupo Santana Cazorla wahrgenommen. Der Verkaufspreis betrug 10,0 Mio. EUR. Ursprünglich wurde kein Veräußerungserlös in dieser Höhe erfasst, da von einer Uneinbringlichkeit des Kaufpreises ausgegangen wurde. Nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Titel in Höhe von 1,0 Mio. EUR erwirkt werden konnte, wird davon ausgegangen, dass auch der restliche Kaufpreis in Höhe von 9,0 Mio. EUR eingebracht werden kann, weshalb eine Gesamtforderung in Höhe von 10,0 Mio. EUR ertragswirksam bilanziert wurde.

1.2. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem verhaltenen Aufschwung" so die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten 2015. Die Ökonomen sagen für das Jahr 2015 ein konjunkturelles Wachstum von 1,8 Prozent voraus und korrigieren damit ihre Wachstumsprognose von ursprünglich 2,1 Prozent nach unten. Die meisten Impulse kommen von der positiven Inlandskonjunktur, da die Verbraucher dank Rekordbeschäftigung ihre Konsumausgaben in diesem und im nächsten Jahr deutlich um knapp 2 Prozent steigern dürften.

Der Flüchtlingszustrom führt laut den Instituten dazu, dass die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Jahr erstmals seit 2013 wieder zunimmt - und zwar um rund 75.000 auf knapp 2,9 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent auf 6,5 Prozent.

1.3. Entwicklung der Tourismusbranche

Die deutsche Reisebranche blickt auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr zurück, auch wenn zum Teil schwierige politische Situationen in manchen Zielgebieten sowie der hohe Dollarkurs die Branche vor große Herausforderungen stellte. Gemäß den Berechnungen des Branchenverbandes deutscher Reiseveranstalter (DRV) konnten Anbieter ihren Gesamtumsatz zwischen 3,0 bis 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern, wodurch der Branchenumsatz auf die Bestmarke von 27 Mrd. EUR kletterte (Vorjahr 25,8 Mrd. EUR).

Leicht gestiegen ist die Zahl der Gäste, die mit Reiseveranstaltern in den Urlaub verreisten - und zwar um fast 1,0 Prozent. Damit bewegt sich die Nachfrage für den organisierten Urlaub mit Reiseveranstaltern weiterhin auf einem hohen Niveau.

Auf der DRV-Jahrestagung 2015 wurde hervorgehoben, dass sich die Entwicklung von Tourismusströmen und damit die Nachfrage immer schwerer vorhersehen lässt. Politische Umbrüche, Naturkatastrophen oder Anschläge haben Auswirkungen auf die Entscheidung potentieller Gäste. Dementsprechend haben sich die einzelnen Segmente der Touristik in den vergangenen zwölf Monaten unterschiedlich entwickelt.

Die Bilanz des Reisejahres zeigt, dass dies ein Fernreisejahr war - der Anteil ferner Traumziele in der Touristik steigt demnach von 7,6 auf fast 8,0 Prozent. Gleichzeitig konnte eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich von 5,0 Prozent gegenüber Vorjahr erzielt werden. Zu den Gewinnern zählen hierbei allen voran Kuba mit einem Umsatzplus von 25,0 Prozent, sowie die Dominikanische Republik und Mexiko, wie die Auswertungen des Marktforschungsunternehmens GfK zeigen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (plus 15,0 Prozent), USA (plus 11 Prozent) sowie Asien - und hier insbesondere Thailand - konnten an Beliebtheit zulegen. Als Grund wird hier der günstige Preis von Pauschalreiseangeboten gesehen, da sich die Veranstalter frühzeitig beim Einkauf der Hotel- und Flugkontingente gegen Währungsschwankungen absichern konnten.

Zuwächse gab es jedoch auch im Bereich der klassischen Badeziele (Mittelstrecke) rund um das Mittelmeer mit einem Umsatzplus von 3,0 Prozent. Spitzenreiter hier ist Portugal mit einem Umsatzplus von 14,0 Prozent und auch die Türkei legt mit 4,0 Prozent sowie Ägypten im zweistelligen Prozentbereich zu. Weniger Gäste als im Vorjahr gab es, aus den einleitend beschrieben Gründen (Kapitel 1.1 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres) in Tunesien. Ebenso von einem Gästerückgang betroffen sind die Kanaren und die südlich der Sahara gelegenen Länder Afrikas, wobei hier jedoch bereits eine Erholung vom Ebola-Effekt erkennbar ist.

Die sogenannten erdgebundenen Reisen (Anreise mit Auto, Bus oder Bahn) schneiden auf Vorjahresniveau ab. Eine ungebrochen hohe Nachfrage mit leichtem Zuwachs ergibt sich dabei für Deutschland, während die angrenzenden Länder einen leichten Rückgang verzeichnen. Städtereisen dagegen bleiben für ganz Europa gefragt.

Der Anteil des Hochsee- und Fluss-Kreuzfahrtmarktes am Gesamtumsatz des Veranstaltermarktes wächst ungebrochen und liegt nun bei rund 13,0 Prozent. Im Berichtsjahr konnten Reisen dieser Art ein hohes einstelliges Umsatzplus verzeichnen, so erste Hochrechnungen des DRV-Ausschusses für Statistik und Marktforschung. Insbesondere das Kreuzfahrt-Segment ist ein dynamischer Markt mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten.

Die Buchungen für die Wintersaison 2015/16 sind bisher gut angelaufen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für eine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr 2016 ist es jedoch noch zu früh. Fest steht schon mal, dass sich an der Tendenz der Mittelmeerländer als gefragteste Reiseziele in den Sommermonaten, nichts ändern wird.

1.4. Geschäftsverlauf der TCT

Die Gesamtumsätze der Branche im touristischen Jahr 2014/15 sind (November 2014 bis Oktober 2015) um rund 3 - 4 Prozent gestiegen. Für den Vergleich mit dem Jahr 2013/14 wird die Verlagerung des deutschen "City & Domestic" Geschäfts in die TCI und die Vereinbarung mit der Condor Flugdienst GmbH (CFG) die Pro-Rata-Kapazitäten nicht mehr über die TCT zu vermarkten, unberücksichtigt gelassen. Um diese Effekte bereinigt verzeichnete die TCT einen Umsatzrückgang von 7,3 Prozent. Die Gästeanzahl sank um 5,0 Prozent und die Schnitterlöse reduzierten sich um 2,4 Prozent.

Der sogenannte Web-Anteil stellt eine nicht finanzielle Steuerungskennzahl dar und misst die Entwicklung der Gäste über den Vertriebskanal eigener E-Commerce anteilig an der Gesamtgästeentwicklung über alle Vertriebskanäle der TCT. Das Online-Geschäft von Thomas Cook Reisen, Neckermann Reisen und Air Marin wird aus der TCT heraus operativ verantwortet und in der TC AG rechtlich abgebildet. Der Web-Anteil belief sich im Geschäftsjahr auf 4,6 Prozent. Im Geschäftsjahr 2013/14 betrug der Web-Anteil noch 6,1 Prozent, aber unter Berücksichtigung der Verlagerung des deutschen "City & Domestic" Geschäfts in die TCI wäre der Web-Anteil 2013/14 nur 5,0 Prozent gewesen. Im Vorjahr wurde ein Web-Anteil für Zentraleuropa in Höhe von 9,9 Prozent prognostiziert. Effektiv lag die Zielerreichung im Geschäftsjahr 2014/15 bei 5,6 Prozent. Grund für die Nichterreichung des prognostizierten Web-Anteils ist unter anderem die im Laufe des Geschäftsjahres beschlossene Fokussierung auf die Entwicklung der OneWeb-Plattform des britischen Geschäfts, wodurch keine Weiterentwicklung der deutschen Webseite der TCT erfolgte.

Die Entwicklung der einzelnen Bereiche im gesamten touristischen Jahr 2014/15 stellt sich im Vorjahresvergleich (touristisches Jahr 2013/14) wie folgt dar:

Der größte Produktbereich, die Kurz- und Mittelstrecke, verzeichnete einen Rückgang der Gästezahlen zum Vorjahr von 4,9 Prozent. Die volumenstärkere Marke Neckermann Reisen hatte dabei einen Rückgang in Höhe von 2,8 Prozent und die Marke Thomas Cook Reisen einen Rückgang von 25,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Tunesien verzeichnete auf Grund der Anschläge Ende Juni den größten Gästerückgang mit 48,9 Prozent. Ebenfalls schlechter im Vergleich zum Vorjahr schlossen die Länder Bulgarien, Kroatien und Malta ab (Rückgang insgesamt 34,1 Prozent). Die Länder Griechenland, Ägypten und Spanien Festland konnten im Vorjahresvergleich insgesamt 12,9 Prozent mehr Gäste gewinnen. Bei der Unterscheidung nach Produktarten entwickelte sich das dynamisch paketierte X- und Y-Produkt mit 16,7 Prozent Gästezuwachs deutlich besser als das traditionelle Katalogprodukt (Abnahme um 10 Prozent). Die durchschnittlichen Reisepreise im Bereich Kurz- und Mittelstrecke sind mit 802 EUR/Gast nahezu auf Niveau des Vorjahres. Während die Marke Neckermann Reisen den durchschnittlichen Reisepreis um 8 EUR pro Gast steigern konnte (1,0 Prozent), verzeichnete die Marke Thomas Cook Reisen einen Rückgang von durchschnittlich 5 EUR pro Gast (entspricht 0,4 Prozent).

Der Bereich Fernstrecke & Selection schloss mit einem Gästeplus von 20,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. Während die Region Karibik/Lateinamerika ein Gästeplus von 20,6 Prozent erzielte, gewannen Afrika/Nahost 10,2 Prozent und Asien/Pazifik 16,7 Prozent. Auch Nordamerika verzeichnete ein Gästeplus von 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positiv entwickelte sich weiterhin das Luxus-Produkt "Selection", welches eine Steigerungsrate von 52,5 Prozent zu verzeichnen hatte. Insgesamt sanken die durchschnittlichen Reisepreise um 7,2 Prozent je Gast.

Der Flugmarkt musste einen Gästeverlust von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen, jedoch bei einem höheren durchschnittlichen Reisepreis (1,6 Prozent). Der höhere Reisepreis resultiert aus einem Zuwachs bei Fernzielen (2,4 Prozent) bzw. Rückgang bei Nahzielen (6,0 Prozent).

Der Bereich Last Minute verzeichnete im abgelaufenen touristischen Jahr einen Gästezuwachs von 2,1 Prozent. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Wachstum der Marke Neckermann Reisen (3,6 Prozent). Der durchschnittliche Reisepreis stieg dabei um 0,3 Prozent.

Das Spezialprodukt Schiffsreisen der Marke Thomas Cook Reisen musste im Touristikjahr 2014/15 einen Gästeverlust von 1,4 Prozent hinnehmen. Hierzu hat sich der durchschnittliche Reisepreis entwickelt, der um 5,8 Prozent auf ca. 1.407 EUR je Gast gesunken ist.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 12,9 Prozent auf 938,4 Mio EUR gesunken. Grund hierfür ist ein massiver Rückgang in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, v.a. gegen die Muttergesellschaft TC AG. Bei unverändertem Eigenkapital in Höhe von 270,0 Mio. EUR erhöht sich die Eigenkapitalquote auf 28,8 Prozent (Vorjahr 25,1 Prozent). Aufgrund eines nur geringfügigen Anstiegs des Anlagevermögens bleibt die Anlagendeckung nahezu unverändert bei 118,5 Prozent (Vorjahr 118,6 Prozent).

Das Anlagevermögen der TCT beträgt 227,8 Mio. EUR (Vorjahr 227,7 Mio. EUR). In diesem Geschäftsjahr haben die Sachanlagen um 1,6 Mio. EUR zugenommen. Dieser Wert entspricht der Nettoveränderung aus der Ausbuchung des alten Parkdecks und der Inbetriebnahme und damit Aktivierung des neuen Parkdecks. Der Rückgang unter den Finanzanlagen geht primär auf die Rückzahlung von Hoteldeposits zurück; ein kleinerer Teil auf Wertberichtigungen selbiger.

Die Vorräte (unfertige Leistungen aus nicht beendeten Reisen) haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert und betragen nun 27,1 Mio. EUR (Vorjahr 31,5 Mio. EUR). Der Wert entspricht 50 Prozent aller touristischen Aufwendungen, zuzüglich eines Gemeinkostenzuschlags, die für Gäste erbracht werden, die über den Bilanzstichtag verreist sind. Die Abgrenzung erfolgt aufgrund der Umsatzrealisierung nach HGB zum Reiseende.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr um 143,6 Mio. EUR auf 663,7 Mio. EUR gesunken. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein Rückgang unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen - v.a. gegen die Muttergesellschaft TC AG. Die Forderungen gegen die TC AG setzen sich aus den Cash Pool-Forderungen und damit aufrechenbaren kurzfristigen Verbindlichkeiten, die unter anderem aus der Gewinnabführung an die TC AG sowie aus Lieferungen und Leistungen resultieren zusammen. Die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung an die TC AG beträgt 115,0 Mio. EUR.

Die Rückstellungen haben sich um 8,3 Mio. EUR auf 49,2 Mio. EUR reduziert. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich mit der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen für Erfolgsbeteiligungen und Sonderzahlungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR, sowie einem Rückgang der Flugrückstellungen in Höhe von 5 Mio. EUR, aufgrund von tieferen Schnittpreisen und geringerem Geschäftsvolumen, erklären.

Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2014/15 geht mit 16,6 Mio. EUR auf die Übertragung des Geschäftsbereichs "City & Domestic" auf die TCI zurück; darüber hinaus ergeben sich wesentliche Effekte aus der verstärkten Umstellung auf Lastschriftverfahren und aus geänderten Anzahlungskonditionen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben gegenüber dem Vorjahr um 24,2 Mio. EUR abgenommen und bestehen im Wesentlichen gegenüber Hotels. Hiervon wurden 18 Mio. EUR im Rahmen des Verkaufs des "City & Domestic" Geschäfts auf die TCI übertragen. Der übrige Effekt lässt sich mit dem normalen Geschäftsverlauf erklären.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 59,2 Mio. EUR auf 129,8 Mio. EUR ergibt sich im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber der Condor Flugdienst GmbH (CFG) (0 EUR, Vorjahr 62,3 Mio. EUR). Grund hierfür ist eine Verlustübernahme im Vorjahr, wohingegen die CFG im Berichtsjahr einen Gewinn erwirtschaftet hat.

2.2 Finanzlage

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 37,2 Mio. EUR (Vorjahr positiver Cashflow 78,7 Mio. EUR) und resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen und Hotelverbindlichkeiten. Sowohl bei den erhaltenen Anzahlungen und Hotelverbindlichkeiten liegt der wesentliche Grund im Verkauf des "City & Domestic" Geschäfts an die TCI; für den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen sind außerdem geänderte Anzahlungsbedingungen verantwortlich.

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 2,0 Mio. EUR ergibt sich im Wesentlichen aus der Investition in das neue Parkdeck.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 13,3 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnabführung des Jahresergebnisses 2013/14 an die TC AG (0,4 Mio. EUR) sowie aus den Gewinn- (14,8 Mio. EUR) und Verlustübernahmen 2013/14 (0,5, Mio. EUR) der Tochtergesellschaften. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr Tilgungszahlungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR für Darlehen geleistet.

Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag 531,3 Mio. EUR (Vorjahr 557,2 Mio. EUR) und besteht neben Kassen- und Bankbeständen im Wesentlichen aus Cash Pool Forderungen gegen die TC AG und weiteren Cash Pool Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool mit den Tochtergesellschaften BUCHER, Gesellschaft für Reisevertriebssysteme mbH (GfR), Thomas Cook Vertriebs GmbH (TCV) und Neckermann Urlaubswelt GmbH (NUW).

Aufgrund des vorliegenden Gewinnabführungsvertrages mit der TC AG und des ebenfalls bei der TC AG bestehenden Cash Pools hängt die Liquidität der TCT unmittelbar von der Liquidität der Muttergesellschaft ab, die wiederum in die Konzernfinanzierung der Thomas Cook Group eingebunden ist. Dabei ist die Haftung der TCT für die im Konzern aufgenommenen Kredite von insgesamt 1.729 Mio. EUR (Vorjahr 1.473 Mio. EUR) per Ende September 2015 zu berücksichtigen. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Abschnitt Risikobericht verwiesen.

2.3 Ertragslage

Die Zahl der Gäste hat sich um 2,2 Prozent auf 2.030 Tsd. - exklusive TCI - reduziert. Gemäß Vorjahresprognose wurde von einer Gästeanzahl auf Vorjahresniveau ausgegangen (Vorjahr 2.076 Tsd. exklusive TCI). Die prognostizierte Gästezahl konnte damit knapp erreicht werden. Zufriedenstellender wäre die Situation ohne die Zwischenfälle in Tunesien ausgefallen. Hierzu haben die Umsatzerlöse um 15,1 Prozent von 2.165,2 Mio. EUR auf 1.837,9 Mio. EUR abgenommen. Die Umsatzabnahme ist einerseits auf einen niedrigeren erzielten Schnittpreis (748,4 EUR) und andererseits auf eine gesunkene Anzahl von Gästen zurückzuführen.

Die gesamten Aufwendungen für touristische Leistungen in Höhe von 1.539,7 Mio. EUR (Vorjahr 1.810,8 Mio. EUR) verzeichneten unter Einbezug der Bestandsveränderung für unfertige Leistungen mit 15,0 Prozent einen proportionalen Rückgang im Vergleich zu den Umsatzerlösen. Die größten Rückgänge sind hierbei im Bereich der beiden größten Aufwandsblöcke - den Aufenthaltskosten mit 20 Prozent auf 727,9 Mio. EUR und den Flugkosten mit 10,5 Prozent auf 743,3 Mio. EUR - zu verzeichnen.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung ergibt sich nach Abzug der Aufwendungen für touristische Leistungen von den Umsatzerlösen ein Rohertrag in Höhe von 293,9 Mio. EUR (Vorjahr 353,6 Mio. EUR) und daraus resultierend eine Rohertragsmarge in Höhe von 16,0 Prozent (Vorjahr 16,3 Prozent). Als Steuerungskennzahl wird der mit IFRS-Werten ermittelte Gross Profit verwendet. Der Gross Profit umfasst den Rohertrag abzüglich des Provisionsaufwandes und beträgt im Geschäftsjahr 2014/15 131,5 Mio. EUR (Vorjahr 171,7 Mio. EUR). Der mit HGB-Werten ermittelte Rohertrag in Höhe von 140,6 Mio. EUR weicht um 9,1 Mio. EUR vom Gross Profit gemäß IFRS ab, was zum einen auf die unterschiedlichen Realisationszeitpunkte der Umsatzerlöse aus Reiseveranstaltungen zurückzuführen ist. Eine weitere wesentliche Abweichung besteht in der unterschiedlichen Behandlung von Gewinnen und Verlusten aus der Absicherung von Fremdwährungen. Diese werden nach IFRS auf Gruppenebene erfasst, während sie nach HGB im Rohertrag abgebildet werden. Im Vorjahr wurde ein Gross Profit, basierend auf IFRS-Werten, in Höhe von 18 - 25 Mio. EUR über Vorjahr prognostiziert. Tatsächlich liegt der Gross Profit um 40,2 Mio. EUR unter Vorjahr. Grund hierfür sind die Krisen im Mittelmeerraum - v.a. in der Türkei, Tunesien, Ägypten und Griechenland - weshalb Gäste auf Destinationen mit geringeren Margen ausweichen mussten und außerdem Preisabschläge in Kauf genommen wurden, um diese Gäste als Kunden zu halten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 53,2 Mio. EUR auf 80,9 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf des "City & Domestic" Geschäfts an die TCI in der Schweiz in Höhe von 24,6 Mio. EUR. Des Weiteren ist eine Forderung aus dem Verkauf von Anteilen an der Aldiana GmbH (Aldiana) in Höhe von 10 Mio. EUR bilanziert. Weitere Effekte resultieren aus höheren Gemeinkostenumlagen (Anstieg um 15,0 Mio. EUR auf 28,1 Mio. EUR) sowie gestiegenen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (2,7 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR).

Der Personalaufwand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Mio. EUR (23,8 Prozent) auf 25,8 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert aus dem rückläufigen Mitarbeiterbestand. Die TCT beschäftigte zum Bilanzstichtag insgesamt 488 Mitarbeiter gegenüber 549 Mitarbeitern im Vorjahr. Im Vorjahr wurde eine Mitarbeiteranzahl in Höhe von 535 prognostiziert. Grund für die Abweichung ist im Wesentlichen die Verlagerung des Central Product Unit Bereichs von der TCT in die TC AG.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich um 196 TEUR auf 1,9 Mio. EUR erhöht. Hintergrund für die Zunahme ist die mit der Fertigstellung des Parkdecks begonnene Abschreibung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 35,0 Mio. EUR auf 283,0 Mio. EUR verringert. Hierfür sind insbesondere die gesunkenen Provisionsaufwendungen verantwortlich, die um 24,3 Mio. EUR auf 153,3 Mio. EUR gesunken sind. Weiterhin ist ein Rückgang in den EDV-Aufwendungen um 10,5 Mio, EUR, in den Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von 2,9 Mio. EUR, in den Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 4,3 Mio. EUR sowie in den Verwaltungsumlagen Shared Services in Höhe von 2,1 Mio. EUR festzustellen.

Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 79,6 Mio. EUR auf 50,9 Mio. EUR verbessert. Maßgeblich wird das Beteiligungsergebnis durch die Gewinnabführung (im Vorjahr Verlustübernahme) der CFG geprägt, die sich im aktuellen Geschäftsjahr auf 30,5 Mio. EUR (Vorjahr Verlustübernahme 47,4 Mio. EUR) beläuft. Das Ergebnis des Vorjahres war stark durch flottenaltersbedingte Maintenance-Kosten sowie Kundenforderungen aus Kompensationszahlungen für Flugverspätungen - auch aus Vorjahren - belastet. Im Geschäftsjahr wurde bei der Condor erstmalig für die handelsrechtliche Abbildung des Treibstoffsicherungsgeschäftes eine Bewertungseinheit mit dem zugrundeliegenden Beschaffungsgeschäft gebildet.

Das negative Zinsergebnis (Vorjahr positives Zinsergebnis 0,3 Mio. EUR) hat sich um 0,6 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR reduziert. Dies ist primär dem aktuell historisch niedrigen Zinsniveau geschuldet.

Die TCT erzielt ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 114,7 Mio. EUR. Das positive Ergebnis nach Steuern beträgt 115,0 Mio. EUR. Das Ergebnis wird vollständig an die TC AG basierend auf einem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag abgeführt und ist zum Bilanzstichtag saldiert unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Als Steuerungskennzahl des Unternehmens wird das nach IFRS ermittelte EBIT vor Sondereffekten verwendet, welches sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 24,7 Mio. EUR (Vorjahr 36,6 Mio. EUR) beläuft. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr liegt im Gross Profit begründet. Unterhalb des Gross Profits konnte durch Gemeinkosteneinsparungen (Projekt "CORE") gegengesteuert, der Einbruch im operativen Geschäft jedoch nicht vollständig kompensiert werden. Das vergleichbare HGB-Ergebnis weist einen Gewinn von 64,1 Mio. EUR auf. Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Beträgen liegt in den nach IFRS ausgewiesenen Sondereffekten aus dem Verkauf des "City & Domestic" Geschäfts an die TCI (24,6 Mio. EUR) sowie der erstmaligen Erfassung einer Forderung aus dem Verkauf von Aldiana-Anteilen in Höhe von 10 Mio. EUR. Im Vorjahr wurde ein EBIT vor Sondereffekten von 22 - 30 Mio. EUR über Vorjahr prognostiziert. Tatsächlich liegt das EBIT vor Sondereffekten basierend auf IFRS-Werten 11,9 Mio. EUR unter Vorjahr. Grund hierfür sind die Krisen im Gebiet rund um das Mittelmeer. Dies führte dazu, dass Gäste auf margenschwächere Produkte ausgewichen sind und zudem Preiseinbußen hingenommen werden mussten, um Kunden zu halten. Auch Einsparungen im Bereich der Gemeinkosten konnten dies nicht auffangen.

3. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten, haben nicht stattgefunden.

4. Umwelt- und Sozialengagement, Mitarbeiterbelange und Kundenzufriedenheit

Umweltengagement

Beim Hoteleinkauf wird vor allem auf die Einhaltung ökologischer Standards geachtet. Potentielle Partner, die einen Neubau planen, werden darauf hingewiesen, dass die Hotels unter ökologischen Gesichtspunkten und der Umgebung angepasst gebaut werden müssen. Konkret bedeutet dies den Einsatz von Solarenergie, energiesparenden Klimaanlagen, nachwachsenden Rohstoffen (keine Tropenhölzer aus Raubbau) und den Anschluss an die öffentlichen Zu- und Abwassersysteme. So stehen die Einkäufer und Agenten des Thomas Cook Konzerns beispielsweise in unserer mit Abstand größten Destination Spanien in ständigem Kontakt mit Architekten und Bauunternehmen, die sich auf umweltfreundliche Hotelbauten spezialisiert haben.

Bei bereits bestehenden Anlagen wird bei Vertragsabschluss auf die Berücksichtigung von Umweltaspekten geachtet. Dazu zählen etwa Maßnahmen wie die Einschränkung von Verpackungen, ein gewissenhafter Umgang mit den Naturressourcen wie Wasser, die Einrichtung von Nichtraucherzonen sowie die Bevorzugung lokaler, saisontypischer Nahrungsmittel. Bei Neuverträgen gelten diese Punkte als Grundlage für eine mögliche Partnerschaft. In den meisten Zielgebieten der Mittelmeerregion gibt es inzwischen so genannte Ökosiegel, die von lokalen oder Bundesverbänden vergeben werden. So waren bei den Marken Neckermann Reisen, Thomas Cook Reisen und Öger Tours für den Sommer 2014 bereits mehr als 230 Hotels von Travelife, ein international anerkanntes Zertifizierungssystem, das die Nachhaltigkeit von Hotels auf der ganzen Welt überprüft und bewertet, zertifiziert. Für die Sommersaison 2015 konnte der Anteil der zertifizierten Häuser nochmals auf 254 Hotels gesteigert werden. Besonders in den Hotels der Marke Sentido achtet Thomas Cook auf die umfassende Umsetzung des Nachhaltigkeitsanspruchs. Gesetztes Sentido-Ziel ist es, dass alle Hotels eine Travelife-Auszeichnung erhalten - momentan trägt bereits über ein Drittel der Hotels das Travelife-Siegel.

Thomas Cook ist Mitglied in der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V., die weltweit gemeinnützige Projekte in den drei Bereichen soziokulturelle Verantwortung, Umwelt- & Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt fördert. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Projekte in Kuba und in Kambodscha unterstützt wurden, hat Thomas Cook im März 2014 das neue Futouris-Projekt "Wertvolles Wasser" auf Rhodos gestartet. Ziel des Projektes ist es, durch den Aufbau eines optimierten Wassermanagements den Wasserverbrauch in unseren Konzepthotels sowie den wichtigsten Partnerhotels nachhaltig zu reduzieren. Der Thomas Cook Konzern hat weiterhin den globalen Ethikkodex für den Tourismus der Welttourismusorganisation (UNWTO) unterzeichnet. Der Kodex besteht aus zehn Grundsätzen, die Handlungsempfehlungen für ein respekt- und verantwortungsvolles Verhalten gegenüber den eigenen Mitarbeitern, den Menschen in den Gastländern sowie gegenüber Natur- und Kulturerbe beinhalten.

Die TCT engagiert sich aktiv für den Umweltschutz am Unternehmensstandort in Oberursel. Im Rahmen des Umwelt-Kooperationsprojekts ÖKOPROFIT Hochtaunus mit der Stadt Oberursel und der Beratungsgesellschaft Arqum, wurden verschiedene Energie- und Umweltschutzmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So tragen beispielsweise die effizientere Beleuchtung des Hauses und die Installation von Bewegungsmeldern zu Energieeinsparungen bei. Seit 2012 ist Thomas Cook "ausgezeichneter Ökoprofit-Hochtaunus-Betrieb 2011/2012". Über die Ökoprofit-Maßnahmen hinaus werden am gesamten Standort ausschließlich Recycling-Papier für alle Drucker und Kopierer sowie umweltfreundliche Büromaterialien eingekauft. Zudem bezieht Thomas Cook am Standort Oberursel seit 2013 nur noch reinen Ökostrom, um so den CO2-Ausstoß des Unternehmens und damit die Belastung der Umwelt zu senken. Die Umstellung weiterer deutscher Unternehmensstandorte auf Ökostrom erfolgte schrittweise bis 2015.

Soziales Engagement

Thomas Cook engagiert sich auch im sozialen Bereich. So unterstützt der Konzern in Deutschland den Verein "Kinder in Not e.V.". Dabei handelt es sich um eine Privatinitiative von Mitarbeitern des Unternehmens, die sich in ihrer Freizeit und ihrem Urlaub seit mehr als 35 Jahren um ca. 400 tibetische Flüchtlingskinder und Kinder aus bedürftigen nepalesischen Familien in der Nähe von Katmandu kümmern. Der Verein ermöglicht die Schulausbildung und sorgt für die medizinische Betreuung. Finanziert wird das Engagement durch Patenschaften, die Mitarbeiter des Thomas Cook Konzerns und deren Familien und Freunde übernommen haben, monatliche Spendenbeiträge der Mitarbeiter sowie durch Erlöse aus verschiedenen Sonderaktionen.

Die TCT unterstützt die Ziele von ECPAT, einem internationalen Bündnis gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus (End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes). Zudem ist die Thomas Cook Group Unterzeichner von "The Code", dem Kinderschutzkodex der internationalen Reisebranche. Kinderprostitution ist ein Verbrechen und wird weltweit strafrechtlich verfolgt; auch im Heimatland, selbst wenn die Tat im Ausland begangen wurde. Dass viele Kinder zur Prostitution gezwungen und auch Touristen angeboten werden, liegt an der bitteren Armut einzelner Länder, aber auch an skrupellosen Geschäftemachern. Zur Vermeidung setzt Thomas Cook gemeinsam mit ECPAT Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung um.

Zudem hat Thomas Cook im Norden Sri Lankas den Bau von zwei Schulen durch die Welthungerhilfe finanziert, da im Bürgerkrieg die vorhandenen Schulen zerstört wurden. Die Schulen wurden in 2013 und 2014 eröffnet und schaffen für 500 Kinder ein angenehmes Lernumfeld und weitere Perspektiven für die Zukunft. Eine erneute Kooperation mit der Welthungerhilfe für einen Schulwiederaufbau nach dem großen Erdbeben in Nepal ist bereits in Planung.

Weiterhin unterstützt Thomas Cook örtliche Betriebe und Einheimische in Urlaubsländern über das Local Label Ausflugs- und Rundreiseprogramm. Die Ausflüge, die seit Sommer 2013 mit dem Local Label gekennzeichnet sind, fördern einheimische Traditionen und deren Kultur in besonderem Maße. Das Logo steht zudem für die Unterstützung von Betrieben und Einrichtungen, die einen besonderen Wert auf lokale Produkte legen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Urlaubsdestination und ihren Ressourcen leisten. Geeignete Ausflüge werden nach Prüfung mit dem Thomas Cook eigenen Local Label gekennzeichnet und besonders empfohlen. Im Programm Fernreisen 2015 ist die erste Rundreise mit dem Label buchbar, weitere sollen folgen.

Am Standort Oberursel hat sich die TCT auch an Weihnachten 2014 wieder sozial engagiert und die Aktion "Schenken Sie Zeit und ein Tannenbäumchen" fortgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für den Hochtaunuskreis e.V. wurden wieder alleinstehende Senioren besucht und ihnen mit einem Tannenbäumchen eine Freude bereitet. Aufgrund der positiven Rückmeldungen und schönen Erfahrungen wurde die Aktion dieses Jahr zum ersten Mal in ähnlicher Form auch an Ostern wiederholt und unterstützt. Darüber hinaus werden die Kontakte mittlerweile auch unterjährig mit hohem persönlichen Engagement weitergepflegt - zur Freude aller Beteiligten.

Mitarbeiterbelange

Die TCT - als integraler Bestandteil des Thomas Cook Konzerns - sowie alle ihre Mitarbeiter richten ihr Handeln an der Vision des Konzerns aus: "To be the world's best loved holiday company, delighting our customers, staff and shareholders". Im Bewusstsein, verantwortlich für die schönsten Tage unserer Kunden zu sein, unternehmen wir alle Anstrengungen für ein optimales Urlaubserlebnis unserer Kunden.

Diese Vision wird durch fünf Unternehmenswerte näher konkretisiert, die die Leitlinien für die tägliche Arbeit bilden:

 

Als Team erfolgreich sein

 

Kundenorientierung leben

 

Kollegen einbinden

 

Ergebnisorientiert vorgehen

 

Integer handeln

Diese Unternehmenswerte wurden im Jahr 2013 vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung neu definiert. Sie wurden von den Top 100 Führungskräften, dem Thomas Cook Leadership Council/Thomas Cook Group formuliert und durchgängig im Unternehmen kommuniziert. Seitdem sind sie Bestandteile der täglichen Prozesse, der Geschäftsführungsvorlagen, der Mitarbeitergespräche und Leistungsbeurteilungen sowie der Auswahl von neuen Kollegen. Sie sollen den Mitarbeitern auf diese Weise Orientierungspunkt und Richtlinie für das Arbeiten bei Thomas Cook sein.

Zur Bewertung der Mitarbeiterzufriedenheit wurde im September 2015 erneut eine konzernweite Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Die Fragen sind konzernweit einheitlich, so dass segmentübergreifende Vergleiche sowie das Erkennen von "Best Practices" ermöglicht werden. Die Beteiligungsquote dieser Online-Befragung für das Segment Zentraleuropa steigerte sich nochmal gegenüber dem Vorjahr auf 78 Prozent. Der Gesamtzufriedenheitsindex (Core-Index) des Segments Zentraleuropa ist von 71 Prozent im Vorjahr auf 74 Prozent gestiegen. Die Ergebnisse wurden im November veröffentlicht und bis Januar 2016 im Detail analysiert sowie mit den Teams aufgearbeitet, diskutiert und Handlungsfelder abgeleitet.

Um die Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen zu können, ist ein online Mitarbei-terbeurteilungs-Tool - MyPAD (Management Perfomance Development) - im Einsatz. MyPAD stellt eine zeitgemäße Möglichkeit zur Erfassung und Bewertung von Leistungen, Zielerreichungen und damit zur Potentialdiagnose sowie zu einer leistungsgerechten Entlohnung dar. Des Weiteren werden über MyPAD die Entwicklungsziele aller Mitarbeiter sowie die individuelle Weiterentwicklungsplanung dokumentiert.

In dem Bestreben, dass Mitarbeiter der Thomas Cook Group im Rahmen ihrer Mitarbeitergespräche wertvolle und individuelle Entwicklungspläne erhalten, wurde die Führungskultur bei Thomas Cook weiterentwickelt, indem alle Führungskräfte in Grundlagen des Coachings geschult wurden. Hierfür wurden gruppenweit Workshops mit allen Führungskräften zum Thema "Leaders as a Coach" durchgeführt.

Thomas Cook ist bewusst, dass Führungskräfte, die ihr Führungshandwerk beherrschen, ein zentrales Element für den Unternehmenserfolg sind. Daher nahmen auch im Berichtsjahr gruppenweit eine Reihe von oberen Führungskräften am Executive Development Programm teil. Im Rahmen dieses Programms erhalten die Führungskräfte eine Standortbestimmung orientiert an den konzernweiten Leadership Behaviours und ausgehend von den Ergebnissen individuell angepasste weiterführende Entwicklungsmaßnahmen.

Um Talente gruppenweit sichtbar zu machen und eine stringente Nachfolgeplanung auch segmentübergreifend zu ermöglichen, wurde das gruppenweite Talentmanagement überarbeitet und vereinheitlicht. Talente sollen in der Thomas Cook Group bestmöglich gefördert und in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden. Hierfür wurde auch im Berichtsjahr erneut das gruppenweite Talentprogramm "Navigator" durchgeführt.

Kundenzufriedenheit

Mit dem Ziel, die Kundenzufriedenheit stetig zu verbessern, wird kontinuierlich eine online Kundenzufriedenheitsstudie durchgeführt, bei der gereiste Gäste detailliert nach Kunden-beziehung, Image- und Leistungsmerkmalen, Kundenkontaktpunkten und Kundendialog befragt werden. Daneben werden weitere Informationen aus einer Benchmark Studie des renommierten Marktforschungsinstitutes tns bezogen, die jährlich veröffentlicht wird und die die Möglichkeit bietet, sich mit den Wettbewerbern im Veranstaltermarkt zu vergleichen. Weiterhin werden Kunden zu "Customer Sounding Boards" eingeladen, um dort in direktem Kontakt mit den Mitarbeitern und dem Management der TCT Erfahrungen, Eindrücke und Verbesserungsvorschläge auszutauschen.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Allgemeines zum Chancen- und Risikomanagementsystem

Beim Verfolgen seiner unternehmerischen Pläne und Zielsetzungen ist das Geschäft von Thomas Cook Risiken, Unsicherheiten, aber auch Chancen ausgesetzt. Die Thomas Cook Group hat aus diesem Grund ein Chancen- und Risikomanagement-System etabliert, welches gruppenweit einheitlich angewendet wird. Dieses Chancen- und Risikomanagementsystem umfasst die Identifikation von Chancen und Risiken, die Etablierung eines internen Kontrollsystems, um die Risiken zu steuern sowie eine entsprechende Berichterstattung. Die TCT ist in das Risiko-Monitoring der Deutschen Holding, der TC AG, eingebunden. Die Zielsetzung des Chancen- und Risikomanagementsystems der Thomas Cook Group geht über reine Compliance hinaus - vielmehr soll es einen Mehrwert und Wettbewerbsvorteil schaffen, indem Chancen optimiert und Risiken minimiert werden. Es dient v.a. dazu, den Fortbestand des Unternehmens und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und die Interessen aller weiteren Stakeholder langfristig zu sichern.

Auf Gruppenebene ist die Risiko-Management Struktur wie folgt aufgebaut: Die Chancen und Risiken werden mittels eines Top-down/Bottom-up-Ansatzes identifiziert, bewertet und gesteuert. Um die Sichtweise der Segmente in die Chancen- und Risikobetrachtung einzubringen, werden quartalsweise Risikoeinschätzungen vorgenommen und in sogenannten Segment-Risk-Committees diskutiert und die Ergebnisse an die Risk Matters Group übermittelt (Bottom-up). Das Risk & Disclosure Committee überprüft das Chancen- und Risikoprofil der Gruppe fortlaufend und schlägt Strategien vor. Die Konzernführungsebene leistet hier ebenso ihren Beitrag wie eine zur Transformation ins Leben gerufene Expertengruppe (TMO). Das vom Tagesgeschäft unabhängige Audit Committee überwacht im Auftrag des Board of Directors die Wirksamkeit und Effektivität der internen Kontrollen (Top-down).

Aus diesem Prozess wurde eine sogenannten "Heatmap" - hier für das Segment Kontinentaleuropa - abgeleitet, welchem die TCT angehört. In Quadranten sind die Schlüsselrisiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß eingeordnet. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, als auch das Ausmaß lassen sind in die Stufen "hoch", "mittel" und "gering" einteilen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bemisst sich nach der erwarteten Häufigkeit (bspw. ein Ereignis tritt nur alle 1 - 10 Jahre auf) und Wahrscheinlichkeit (zwischen 1 - 100 Prozent). Das Ausmaß bemisst sich einerseits nach der betragsmäßigen Höhe, aber auch nach dem Gewicht eines möglichen Reputationsschadens oder regulatorischen Risikos.

Die Heatmap ist Basis für das Risikoregister, in welchem die Schlüsselrisiken sowohl brutto, als auch netto, sowie entsprechende Gegenmaßnahmen und eine Risikozahl, welche das Gesamtausmaß widerspiegelt, enthalten sind.

Die Risiken auf der Heatmap unterteilen sich in die Kategorien Rechtsrisiken, Transformationsrisiken, finanzielle und operative Risiken. Die im Folgenden dargestellten Risiken folgen einer Nettobetrachtung.

5.2 Chancenbericht

Transformation

Die bereits in den letzten Jahren begonnene Transformation der Thomas Cook Group wird auch in den nächsten Jahren unter dem Namen NUMO fortgesetzt werden, was einen positiven Effekt auf den deutschen Markt und somit die TCT haben wird. Die Transformation berührt alle Bereiche des Unternehmens, u. a. das Hotel und Airline Yield Management, die IT, Finanzen, Marketing und Personal. Dabei sollen durch die Bündelung von bisher dezentral organisierten Funktionen an einer Stelle im Konzern die Möglichkeiten geschaffen werden, Kosten zu reduzieren, doppelte Tätigkeiten zu vermeiden, Synergien zu heben und effektiver zu arbeiten. Des Weiteren sollen Investitionen in die IT zur Standardisierung unserer Systeme beitragen und eine konsistente IT Plattform schaffen, die es uns ermöglicht, die besten Preise und Yields in allen Märkten zu erzielen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als hoch beurteilt.

Steigerung der Umsätze auf eigenen Websites

Durch die Verbesserung und Vereinheitlichung der Thomas Cook-eigenen Websites sollen die Onlineumsätze gesteigert werden. Gleichzeitig vermindert dies die starke Abhängigkeit von externen Vertriebspartnern und wird entsprechend zu einer Reduzierung von Provisionen führen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als mittel beurteilt.

Konzepthotels

Mit der weiteren Expansion unserer Konzepthotels (u.a. Sentido, Smartline, Sunconnect) bis 2018, die ein exklusives Produkt unseres Portfolios darstellen, sollen den Kunden Hotels mit sehr guter Qualität bzw. einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis angeboten werden, wobei durch Garantien und Deposits günstige Einkaufskonditionen und somit letztlich höhere Margen durchgesetzt werden sollen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als hoch beurteilt.

Ausbau des Longtail-Geschäfts

Mit dem konzernweiten Ausbau des Longtail-Geschäfts soll mittels einer einfachen und schnellen systembasierten Produktion ein breites Hotelangebot zur Verfügung stehen. Dies erfolgt durch die Anbindung von Hotelketten und Bettenbanken. In der Vergangenheit konzentrierte man sich hauptsächlich auf die "Top Seller" ("Fattail"), da mit einer geringeren Anzahl an Produkten ein hoher Umsatz erzielt wurde. Da das Hotelangebot im Gesamtmarkt jedoch viel größer ist, sollen mit neuer Technik auch die vielen Nischen des Longtails genutzt werden, die man bisher nicht im Angebot hatte. Dieses erweiterte Angebot an den Kunden führt zu höheren Erlösen. Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß werden hier als mittel beurteilt.

Neue Markenstrategie

Seit dem 1. Oktober 2015 tritt auch die Marke Neckermann unter dem Sunny Heart auf und fügt sich somit stärker in das Gesamtunternehmensbild der Thomas Cook Gruppe ein. Um überall wiedererkennbar zu sein, wird das Herz die Kunden unserer beiden Hauptmarken Thomas Cook und Neckermann auf ihrer kompletten Reise begleiten - bei der Buchung, an Bord der Flugzeuge, während des Aufenthalts und auf dem Weg nach Hause. Es wird ihre Auswahl erleichtern, indem es für Sicherheit und Flexibilität steht und sie daran erinnert, dass sie in guten Händen sind. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass unser neuer Markenauftritt verstärkt wahrgenommen wird, als auch das Ausmaß werden als mittel beurteilt.

Stärkere Fokussierung auf kundenorientiertes Handeln

Anfang 2014 wurde das "A Million Hearts" Programm als ein Handlungspunkt aus der Mitarbeiterbefragung 2013 abgeleitet. Der Schwerpunkt dieses Programms liegt daher auch in der Mitarbeitereinbindung und v. a. Kundenorientierung. Der Name "A Million Hearts" symbolisiert, dass alle Mitarbeiter der Thomas Cook Gruppe daran arbeiten sollen den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen, um ihm ein optimales Reiseerlebnis bieten zu können. Dieses Programm wird nun unter dem Namen "Customer at our heart" weitergeführt. Es wurden im Detail vier Bereiche definiert, in welchen Thomas Cook nach Verbesserung streben möchte: Kundenerfahrung, Digitalisierung des Geschäfts, Verbesserung interner Prozesse und Führungskultur. Innerhalb eines jeden Bereichs gibt es Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele beitragen wie - in Bezug auf die Kundenorientierung - z. B. verstärkte Nutzung von Kundenzufriedenheitsumfragen, Investition einer Stunde pro Woche und Mitarbeiter auf dieses Thema, direkter Kundenkontakt aller Führungskräfte in Call Centern, Reisebüros etc. Diese Maßnahme wird als Chance gesehen, unsere Produkte stets auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden und am Markt als innovatives und kundenorientiertes Unternehmen wahrgenommen zu werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier als mittel, das Ausmaß als hoch beurteilt.

5.3 Risikobericht

Rechtsrisiko

Das Management von Rechtsrisiken erfolgt durch die interne Rechtsabteilung. Die TCT ist gegenwärtig an keinem Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, welches einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Situation des Unternehmens haben könnte. Aktuelle Gesetzesinitiativen, die bei der EU anhängig sind bzw. dort beschlossen, aber deren Umsetzung in nationales Recht noch aussteht, können die Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Rechtsrisikos wird als gering, das Ausmaß als mittel eingestuft.

Transformationsrisiken

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Thomas Cook einem starken Druck, die an den Markt kommunizierten Zielsetzungen zu erreichen. Dabei konkurriert das Unternehmen auch mit inhabergeführten Veranstaltern, die in ihrer Preisgestaltung wesentlich flexibler sind bzw. geht die Tendenz dahin, dass immer mehr Hotels und Airlines über eigene Seiten an den Markt gehen, um ihr Produkt preisgünstig anbieten zu können (Direktvertrieb). Am Markt ist auch erkennbar, dass die gegenwärtigen Marktteilnehmer versuchen, im stagnierenden Pauschalreisemarkt Anteile von Wettbewerbern zu gewinnen und dies teilweise auch öffentlich kommunizieren. Dies führt zu erhöhtem Margendruck. Die Margen werden vom Produktmanagement täglich überprüft und mit historischen Daten vom Vorjahr bzw. Plandaten abgeglichen, um entsprechend margensensitive Hebel betätigen zu können. In Anbetracht der Konkurrenzsituation ist auch Kosteneffizienz unerlässlich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie das Ausmaß des Risikos werden als hoch eingestuft.

Geschäftsstrategische Entscheidungen zur Positionierung oder unerwartete Veränderungen der Markt- und Umweltbedingungen können sich negativ auf die Ertragslage auswirken - dieses Risiko wird als strategisches Risiko bezeichnet. In der jüngsten Vergangenheit ist die Tendenz erkennbar, dass neue Wettbewerber in den Markt drängen, welche ihre Stärken wie bspw. bestehende Infrastruktur und Kundenstamm ausnutzen, um ein für sie neues Geschäftsfeld zu erkunden. Zu nennen sind an dieser Stelle "Google Hotel Finder" oder das Hotelangebot über "Amazon" in den USA. Zur Steuerung dieses Risikos werden ausgewählte Steuerungskennzahlen und die Umsätze wöchentlich überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier als mittel, das Ausmaß als hoch eingestuft.

Beim Vertrieb seiner Produkte ist Thomas Cook von externen Partnern wie bspw. Franchise-Reisebüros oder nicht firmeneigenen Websites abhängig. Könnte die Zusammenarbeit künftig nicht wie geplant fortgeführt werden, bestünde ein Risiko bei der Erreichung der geplanten Umsatzziele. Im Rahmen der Transformation wurde als Steuerungskennzahl der Anteil des beeinflussbaren Vertriebs kommuniziert, welcher u.a. die Vertriebsanteile über die eigenen Webseiten oder eigenen Reisebüros umfasst. Unter dem Anteil wird in diesem Zusam-menhang der Teil der abgereisten Gäste bzw. Umsätze verstanden, welche über Thomas Cook-eigene oder -nahe Vertriebswege generiert worden sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird als gering eingestuft, während das Ausmaß beim Wegfall wesentlicher Vertriebspartner als hoch zu beurteilen ist.

Operative Risiken

Da einige der wichtigen touristischen Zielgebiete in Regionen mit politisch und/oder religiös motiviertem Terror liegen, ist der Thomas Cook Konzern diesen Risiken ebenfalls ausgesetzt. Risiken mit vergleichbarer Auswirkung auf das touristische Geschäft sind Naturkatastrophen, Epidemien oder andere Ereignisse höherer Gewalt. Bedingt durch diese Risiken können die Gästezahlen in den betroffenen Destinationen zurückgehen. Außerdem haben die Risiken häufig auch höhere Kosten zur Folge - etwa wenn Urlauber aus Katastrophengebieten in ihre Heimatländer zurückgeholt werden müssen. In das Thomas Cook Geschäftsmodell ist ein gewisses Maß an Flexibilität eingebaut, welches es ermöglicht, den Gästen im Katastrophenfall eine Ausweichdestination anzubieten. Die geopolitische und meteorologische Situation in den Zielmärkten wird zudem proaktiv überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer politischen oder Umweltkatastrophe wird als hoch eingeschätzt, das Schadensausmaß wird dagegen als mittel eingestuft. Prominente Beispiele im zu berichtenden Geschäftsjahr sind die einleitend erwähnten Krisen in Tunesien und Griechenland (Kapitel 1.1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres).

Vorkommnisse wie Unfälle in Zielgebietshotels, die zu Personenschäden führen, stellen weitere Risiken dar. Diese Risiken sind in einer Veranstalterhaftpflichtversicherung finanziell abgedeckt. Thomas Cook hat mit dem TÜV Süd eine Kooperation, um in Eigeninitiative Sicherheitsüberprüfungen vor Ort durchführen zu können und so in noch stärkerem Maße präventiv zu wirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Unfallrisikos wird als mittel eingestuft, das Schadensausmaß als gering.

Weitere bedeutende Risiken liegen in der möglichen Unterauslastung vorhandener Flug- und Hotelkapazitäten. Die kontrahierten Hotelkapazitäten sind nach wie vor sehr flexibel. Dabei wurde die Vergabe von Deposits und Auslastungsgarantien erhöht, um insbesondere einen Ausbau von Exklusivitäten zu erreichen. Bei den Flugkapazitäten wurden durch eine veränderte Flugplanungs- und Einkaufsstrategie die Risikokapazitäten und somit das Auslastungsrisiko gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering, das Ausmaß als hoch beurteilt.

Dem bestehenden Risiko von Betriebsstörungen jedweder Art wird durch entsprechende Maßnahmen Rechnung getragen. Die identifizierten Schwachstellen bei den bereits existierenden Backup-Lösungen sind inzwischen vollständig beseitigt und es konnten mittlerweile auch für alle wesentlichen Systeme in den beiden Rechenzentren in Kelsterbach und Essen Backup-Systeme implementiert werden. Grundsätzlich besteht ein latentes Risiko von Systemausfällen, die sich negativ auf das operative Geschäft auswirken können. Dieses Risiko wird in einem Lenkungsausschuss, welchem auch Dr. Peter Fankhauser angehört, überwacht und gemanagt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier - ebenso wie das Schadensausmaß - als mittel eingestuft.

Finanzielle Risiken

Als international agierender Konzern ist Thomas Cook einer Fülle von Preisänderungsrisiken ausgesetzt, die einerseits aus den Währungs- und Zinsmärkten, andererseits aus der Entwicklung der Treibstoffkosten resultieren. Die finanziellen Auswirkungen dieser Risiken werden durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente gemindert. Grundlage für das gesamte Risiko-Management von Thomas Cook in diesem Bereich sind zentrale Richtlinien, die den Umfang und die Kompetenzen zur Durchführung der erforderlichen Geschäfte festlegen. Sowohl für den Winter 2015/16 als auch für den Sommer 2016 lag die Absicherung bei Erstellung des Jahresabschlusses innerhalb des geforderten Umfangs vor. In diesem Zusammenhang meldete die TCT im abgelaufenen Geschäftsjahr monatlich ihren aktuellen und geplanten Bedarf an Fremdwährungen an die Thomas Cook Group Treasury Ltd. (TCGTL). Diese Informationen bilden die Grundlage für die Durchführung von Sicherungsgeschäften durch die Gruppe. Ausgehend vom Umfang gegenwärtiger und geplanter Grundgeschäfte werden diese durch Termingeschäfte, Swaps und Optionsgeschäfte bei Kreditinstituten gesichert. Die Kalkulationskurse für die Winter- und Sommersaison orientieren sich dabei an den Währungssicherungen. Am Ende des Geschäftsjahres erfolgt eine Endabrechnung zu den Kosten der tatsächlich durchgeführten Sicherung. Die Devisenplanung wird eng durch ein Devisenboard für den deutschen Veranstaltermarkt gesteuert und beobachtet. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, als auch das Ausmaß dieses Risikos werden als mittel eingestuft.

Bedingt durch das Buchungs- und damit Anzahlungsverhalten sind traditionell die Wintermonate durch eine niedrige Liquidität gekennzeichnet. Aus diesem Grund kommt dem Liquiditätsmanagement weiterhin eine starke Bedeutung zu. Die TCT ist in das Berichtswesen des kurz- und langfristigen Cashforecasts des Thomas Cook-Konzerns eingebunden, in dem die Liquiditätssituation überwacht und der zukünftige Liquiditätsbedarf prognostiziert wird. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Liquidität, insbesondere des Working Capitals, diskutiert und umgesetzt. Der kurzfristige Cashforecast umfasst eine wochenweise Planung für die nächsten sechs Monate und wird rollierend erstellt. Der langfristige Cashforecast erfolgt im Rahmen der jährlichen Budgetplanung und umfasst die drei Folgejahre. Zwischen den Budgetplanungen erfolgen unterjährige Aktualisierungen in Form von Hochrechnungen. Aufgrund der Einbindung in den Cash Pool der Thomas Cook Gruppe ist die TCT dabei direkt von der Liquiditätssituation des Konzerns abhängig.

Die Gesellschaft ist einem Kreditvertrag über einen maximalen Kreditrahmen von 800 Mio. GBP mit einer Laufzeit bis Mai 2019 sowie Anleihen in Höhe von 300 Mio. GBP, 400 Mio. EUR und 525 Mio. EUR der Thomas Cook Group plc (TCG) als Garantiegeber beigetreten. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die emittierten Anleihen (umgerechnet 1.331 Mio. EUR) sowie für alle Ziehungen unter dem Kreditvertrag. Zum Stichtag waren dies 0 Mio. GBP Barziehungen und 294 Mio. GBP Bürgschaften (398 Mio. EUR).

Die Gesellschaft hat Garantien zur Rückabsicherung von an die TCG gewährten Sicherheiten gegenüber dem Sicherungsgeber AIG Europe Limited (AIG) übernommen.

Die AIG stellt zweckgebundene Sicherheitsfazilitäten in einer Höhe von insgesamt maximal 26 Mio. GBP (aktuell mit 15,5 Mio. GBP in Anspruch genommen) der TCG und ihren Tochterunternehmen zur Verfügung, die zur Rückabsicherung der von der ABTA (Association of British Travel Agents), der CAI (irische Entsprechung der CAA) und der International Air Transport Association (IATA) gewährten Bürgschaften eingesetzt werden. Diese sind zur Sicherstellung der geschäftlichen Tätigkeit in UK und Irland erforderlich.

Die kurzfristige Liquiditätshochrechnung der Gruppe sieht für die kommenden sechs Monate und auch für das nächste Geschäftsjahr einen ausreichenden finanziellen Headroom und die Einhaltung der Covenants der Kreditvereinbarung vor. Auf Basis der neuen Finanzierungsstruktur, des deutlich erweiterten Kreditrahmens und der aktuell vorliegenden Prognoserechnungen der TCG erachtet die Geschäftsführung die zukünftige Zahlungsfähigkeit des Thomas Cook-Konzerns und damit auch der TCT für sichergestellt und geht daher davon aus, dass die Gesellschaft aus den hingegebenen Garantien nicht in Anspruch genommen wird.

Zusätzlich zu der Finanzierung des Geschäftsbetriebes besteht das gesetzliche Erfordernis der Absicherung der Kundenanzahlungen. Sofern diese Sicherung nicht erbracht werden könnte, wäre die Grundvoraussetzung für die Ausübung der Geschäftstätigkeit als Veranstalter nicht gegeben. Diese Absicherung liegt vor. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering, das Ausmaß als hoch beurteilt.

Die internationale Ausrichtung des Tourismusgeschäftes bringt es mit sich, dass eine Vielzahl an Regelungen von nationalen und internationalen Finanzbehörden zu beachten sind. Es besteht das Risiko einer fehlenden Berücksichtigung von steuerrechtlichen Vorschriften, der unterschiedlichen Würdigung von Sachverhalten und Transaktionen oder Gesetzesänderungen mit rückwirkender Wirkung. In der Folge kann eine steuerliche Betriebsprüfung und sich daraus ergebende Prüfungsfeststellungen mit entsprechender Zinswirkung und Steuernachzahlungen zu einer Belastung führen. Aktuelles Beispiel ist die Diskussion um die gewerbesteuerliche Hinzurechnung des Reisevorleistungseinkaufs im Hotelbereich, wobei diese Vorschrift rückwirkend ab 2008 anzuwenden wäre. Die steuerrechtlichen Risiken werden regelmäßig durch die Steuerabteilung überprüft und bewertet. Risiken aus steuerlichen Betriebsprüfungen bei den deutschen Teilkonzerngesellschaften werden durch Rückstellungen im Jahresabschluss der Muttergesellschaft TC AG berücksichtigt.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand stellt keines der oben genannten Risiken eine Bestandsgefährdung der TCT dar.

6. Prognosebericht

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht in seiner Herbstprognose für das Jahr 2016 von einem Wachstum von 1,8 Prozent für die Gesamtwirtschaft aus. .Die Terroranschläge von Paris sowie die Reaktionen auf mögliche Gefährdungslagen in Hannover und Brüssel und die entsprechende Berichterstattung haben zu einer Verunsicherung bei den Konsumenten geführt. Auch die geopolitischen Entwicklungen in der Türkei beeinflussen derzeit das Buchungsverhalten. Für die Tourismusbranche wird dennoch auch weiterhin mit einem moderaten Zuwachs gerechnet.

Für das kommende Geschäftsjahr 2015/16 erwartet die TCT weiterhin ein schwieriges Wettbewerbsumfeld mit preisaggressiven Mitbewerbern. Für die meisten Kunden wird der Reisepreis auch in Zukunft das entscheidende Auswahlkriterium bleiben. Die hohe Preissensibilität und begrenzte Reisebudgets veranlassen den Kunden bei Reisepreiserhöhungen vermehrt zur Buchung von preisgünstigeren Reisen. Der konsequente Ausbau des Geschäftes ist und bleibt weiterhin erklärtes Ziel der TCT.

Um diese Themen zu adressieren und die Gesellschaft für die kommenden Herausforderungen richtig aufzustellen, wurden bereits verschiedenste Projekte auf- und teilweise auch schon umgesetzt, welche sowohl das Thema profitables Wachstum als auch kostengünstige Produktion und Geschäftsprozesse als Ziel haben. Neben dem klassischen Pauschalprodukt wird weiterhin Augenmerk auf den steigenden Markt der dynamischen Paketierung gelegt, bei dem flexibel Produkte aus den am Markt befindlichen Hotel- und Flugangeboten beliebig miteinander kombiniert und an den Kunden verkauft werden können. Hierbei tritt man bewusst in Wettbewerb mit den vielen kleinen Veranstaltern, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind. Diesem stark durch Angebote und Verfügbarkeiten getriebenen Geschäftsfeld wird durch die Anbindung von Bettenbanken Rechnung getragen. Die Bettenbankanbindungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter vorangetrieben. Auch der Verkauf von Einzelreisekomponenten wie bspw. reine Hotel- oder Flugbuchungen gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Ein Hauptpunkt für den profitablen Wachstum ist die Einführung von NUMO (siehe auch Kapitel 1.1 Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres). Hierdurch wird das Kerngeschäft mit differenzierten Produkten und Kundennähe noch stärker in den Fokus genommen. Die Strategie der Differenzierung wird mit den Projekten "Select Hotels" und den Hotels mit eigener Marke, dem Ausbau von Exklusivitäten, Special Interest Produkten sowie zielgruppenorientierten Angeboten, verfolgt. In diesen Bereichen können im Vergleich zum Commodity-Produkt höhere Margen durchgesetzt werden. Diese Projekte sind fester Teil der gruppenweiten Strategie und stehen immer mehr im Fokus. So werden im kommenden Jahr 192 Hotels unter den eigenen Marken Sentido, Smartline, Sunprime, Sunwing und Sunconnect sowie weitere Partnerhotels angeboten, welche unseren Kunden Mehrwertleistungen wie zum Beispiel schnelleren Transfer vom Flughafen zum Hotel, kostenloses WLAN oder Late Check Out bieten. Alle diese Hotels werden unter dem Label "Select Hotels" vermarktet. Unter der Marke Sunprime Resorts wurden exklusiv Hotels für Erwachsene in das Programm aufgenommen. Weiterhin wurden die Hotelmarken Sunwing von Thomas Cook Northern Europe dem deutschen Markt zugänglich gemacht sowie die neue Hotelmarke Sunconnect gegründet. Insgesamt wird mit der gesamten Ausrichtung der Tendenz der Kunden zu mehr Individualität in der Gestaltung der eigenen Reisen und den gewachsenen Ansprüchen Rechnung getragen. Gleichzeitig wird den preisbewussten Kunden durch das Franchisekonzept der Smartline-Hotels Rechnung getragen, deren Leistungsversprechen eine gute Leistung zum günstigen Preis ist.

Der zukünftige Absatz soll durch eine umfassende Vertriebsstrategie sichergestellt werden. Wie in den vergangenen Jahren wird sich auch künftig der Trend zu Onlinebuchungen fortsetzen. Durch neue Internettechnologien wird es möglich sein, auf den Internetbesucher zugeschnittene Angebote zu bewerben. Diese Entwicklung mitzugehen und mitzugestalten, gehört ebenfalls zu den strategischen Zielsetzungen der Thomas Cook Gruppe und somit zu den Themenschwerpunkten der Gesellschaft. Zusätzlich zum Online-Vertrieb (Vorjahr Kennzahl "Web-Anteil") liegt ein weiterer Fokus auf den direkt beeinflussbaren Vertriebswegen. Diese umfassen die eigene Reisebürokette, den Franchisebereich und Kooperationen. Um den Erfolg dieses strategischen Ziels messbar zu machen, wurde der sogenannte "Anteil beeinflussbarer Vertrieb" eingeführt. Diese Steuerungskennzahl misst die Entwicklung der gereisten Gäste dieser vier Vertriebswege anteilig an der Entwicklung des Gesamtvertriebs. Für das Geschäftsjahr 2015/16 wird der Online Bereich durch die geplante Einführung einer eigenen Internet Booking Engine (Projekt "Golden Gate") wieder gestärkt. Insgesamt soll der für Zentraleuropa ausgegebene "Anteil beeinflussbarer Vertrieb" im einstelligen Prozentbereich gesteigert werden. Aktuell liegt dieser bei 23 Prozent.

Weiterhin von starker Bedeutung wird der Anteil der Verkäufe über dritte Vertriebskanäle, sowohl online als auch stationär, sein. Hier strebt die TCT ein partnerschaftliches Verhältnis mit den Vertriebspartnern an, von welchem beide profitieren sollen, z.B. durch die gemeinsame zielgruppengenauere Vermarktung von Produkten an den Endkunden. Die Investitionen für die zuvor genannten Initiativen sollen zur weiteren Verbesserung des Ergebnisses der Gesellschaft beitragen und sollen über Kosteneinsparungen in anderen Bereichen finanziert werden.

Gemäß der gegenwärtigen Planung geht die TCT davon aus, dass die Anzahl der Gäste im kommenden Geschäftsjahr 2015/16 um ca. 3 Prozent wachsen wird. Der geplante IFRS Gross Profit soll vor allem durch das Projekt NUMO und die damit verbundene Margenfokussierung um ca. 10 - 15 Mio. EUR über Vorjahr gesteigert werden. Weitere Kosteneinsparungen und -effizienzen sollen neben der vorgenannten Steigerung des IFRS Gross Profits auch das IFRS EBIT vor Sondereffekten um ca. 15 - 20. Mio. EUR wachsen lassen.

Im kommenden Geschäftsjahr 2015/16 wird mit einer Mitarbeiteranzahl in Höhe von 502 geplant.

 

Oberursel (Taunus), den 14. Dezember 2015

Die Geschäftsführung

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Thomas Cook Touristik GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.

Bilanz zum 30. September 2015

Aktiva

Anhang Textziffer 30.09.2015
EUR
30.09.2014
TEUR
A. Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände   19.999,00 363
Sachanlagen   20.368.273,88 18.783
Finanzanlagen   207.405.591,45 208.537
  01 227.793.864,33 227.683
B. Umlaufvermögen      
Vorräte 02 27.075.447,50 31.496
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 03 663.736.380,27 807.357
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   16.454.459,69 9.709
    707.266.287,46 848.562
C. Rechnungsabgrenzungsposten   3.308.476,91 1.381
    938.368.628,70 1.077.625

PASSIVA

     
  Anhang Textziffer 30.09.2015
EUR
30.09.2014
TEUR
A. Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital   43.461.000,00 43.461
Kapitalrücklage   166.824.865,43 166.825
Gewinnrücklagen   33.233.972,28 33.234
Gewinnvortrag   26.484.919,45 26.485
  04 270.004.757,16 270.005
B. Rückstellungen 05 49.196.834,09 57.538
C. Verbindlichkeiten 06 617.829.169,13 748.199
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1.337.868,32 1.884
    938.368.628,70 1.077.625

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015

Anhang Textziffer 2014/2015
EUR
2013/2014
TEUR
1. Umsatzerlöse      
Umsätze brutto   1.852.671.334,44 2.187.133
Umsatzsteuer   (14.725.000,00) (21.925)
Umsätze netto 09 1.837.946.334,44 2.165.208
2. Verringerung des Bestands unfertiger Leistungen   (4.420.344,41) (839)
3. Sonstige betriebliche Erträge 10 80.941.261,39 27.786
4. Aufwendungen für touristische Leistungen 11 1.539.659.534,93 1.810.819
5. Personalaufwand 12 25.834.301,36 33.913
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13 1.890.521,07 1.694
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 282.493.073,22 318.012
8. Beteiligungsergebnis 15 50.903.489,12 (28.746)
9. Zinsergebnis 16 (339.565,16) 291
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen   500.000,00 0
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   114.653.744,80 (738)
12. Außerordentliche Aufwendungen BilMog   42.573,00 43
13. Außerordentliches Ergebnis 17 (42.573,00) (43)
14. (Erstattete) Sonstige Steuern 18 (375.742,46) (1.136)
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsver-      
trages abgeführter Gewinn 19 (114.986.914,26) (355)
16. Jahresergebnis   0,00 0,00

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2014 bis 30. September 2015

der Thomas Cook Touristik GmbH, Oberursel (Taunus)

Anschaffungskosten
01.10.2014
Zugänge
Umbuchung
Abgänge
30.09.2015
Entgeltlich erworbene gewerbliche 23.287.912,68 0,00 0,00 0,00 23.287.912,68
Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte          
Immaterielle Vermögensgegenstände 23.287.912,68 0,00 0,00 0,00 23.287.912,68
Grundstücke, Gebäude und Einbauten in fremden Gebäuden 57.374.641,95 3.065.439,24 1.419.394,34 5.097.350,79 56.762.124,74
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.947.692,11 67.897,49 0,00 102.760,27 2.912.829,33
Geleistete Anzahlungen 1.420.946,44 0,00 -1.419.394,34 0,00 1.552,10
Sachanlagen 61.743.280,50 3.133.336,73 0,00 5.200.111,06 59.676.506,17
Anteile an verbundenen Unternehmen 205.939.145,14 0,00 0,00 0,00 205.939.145,14
Beteiligungen 590.374,32 0,00 0,00 0,00 590.374,32
Sonstige Ausleihungen 4.298.061,00 185.692,50 0,00 834.845,03 3.648.908,47
Finanzanlagen 210.827.580,46 185.692,50 0,00 834.845,03 210.178.427,93
Summe Anlagevermögen 295.858.773,64 3.319.029,23 0,00 6.034.956,09 293.142.846,78
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2014
Zugänge
Zuschreibung
Abgänge
30.09.2015
Entgeltlich erworbene gewerbliche 22.924.834,68 343.079,00 0,00 0,00 23.267.913,68
Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte          
Immaterielle Vermögensgegenstände 22.924.834,68 343.079,00 0,00 0,00 23.267.913,68
Grundstücke, Gebäude und Einbauten in fremden Gebäuden 40.758.371,17 1.412.070,58 0,00 5.097.134,79 37.073.306,96
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.202.314,11 135.371,49 0,00 102.760,27 2.234.925,33
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 42.960.685,28 1.547.442,07 0,00 5.199.895,06 39.308.232,29
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.635.568,94 0,00 0,00 0,00 1.635.568,94
Beteiligungen 340.374,32 0,00 0,00 0,00 340.374,32
Sonstige Ausleihungen 314.414,44 500.000,00 0,00 17.521,22 796.893,22
Finanzanlagen 2.290.357,70 500.000,00 0,00 17.521,22 2.772.836,48
Summe Anlagevermögen 68.175.877,66 2.390.521,07 0,00 5.217.416,28 65.348.982,45
Buchwert
30.09.2015
30.09.2014
Entgeltlich erworbene gewerbliche 19.999,00 363.078,00
Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte    
Immaterielle Vermögensgegenstände 19.999,00 363.078,00
Grundstücke, Gebäude und Einbauten in fremden Gebäuden 19.688.817,78 16.616.270,78
Betriebs- und Geschäftsausstattung 677.904,00 745.378,00
Geleistete Anzahlungen 1.552,10 1.420.946,44
Sachanlagen 20.368.273,88 18.782.595,22
Anteile an verbundenen Unternehmen 204.303.576,20 204.303.576,20
Beteiligungen 250.000,00 250.000,00
Sonstige Ausleihungen 2.852.015,25 3.983.646,56
Finanzanlagen 207.405.591,45 208.537.222,76
Summe Anlagevermögen 227.793.864,33 227.682.895,98

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 30. September 2015

der Thomas Cook Touristik GmbH, Oberursel (Taunus)

Kapitalanteil
%
Währung Eigenkapital nach Ergebnisabführung Landeswährung Ergebnis vor Ergebnisabführung Landeswährung Euro-Mittel- Kurs zum 30.09.2015
Verbundene Unternehmen /            
Consolidated Companies            
Bucher Reisen GmbH, Meerbusch 100,00 EUR 931.452   10.889.920 -
Condor Berlin GmbH, Schönefeld 100,00 EUR 2.045.168   7.021.581 -
Condor Flugdienst GmbH, Kelsterbach 100,00 EUR 140.205.419   30.526.744 -
Condor Technik GmbH, Kelsterbach 100,00 EUR 750.000   2.173.732 -
Gesellschaft für Reise-Vertriebssysteme mbH, Bochum 100,00 EUR 251.000   3.931.833 -
Jet Fueling Services GmbH, Schönefeld 100,00 EUR 25.000   -3.784 -
Neckermann Polska BP Sp. z o.o., Warschau /Polen 100,00 PLN 40.606.681   4.611.079 4,25
Neckermann Slovakia s.r.o., Bratislava / Slovakei 60,00 EUR 220.390 2 91.217 -
NeckermannUrlaubswelt GmbH, Frankfurt am Main 100,00 EUR 33.244   1.044.514 -
N-U-R Neckermann-utazás Szolgáltató Kft., Budapest / Ungarn 100,00 HUF 3.235.851.097   547.114.164 313,58
Société Touristique et Hotelière du Sénégal S.A.,Niaming M'Bour / Senegal 100,00 XAF 0 3 0 -
Thomas Cook Air Kereskedelmi és Szolgáltató Kft.,Budapest /Ungarn 100,00 HUF 358.318.043   27.939.209 313,58
Thomas Cook Austria AG, Wien / Österreich 100,00 EUR 9.899.119   794.522 -
Thomas Cook s.r.o., Prague / Tschechien (ehemals Travel Plus s.r.o.) 100,00 CZK -2.448.059   14.420.680 27,20
Thomas Cook Vertriebs GmbH, Oberursel 100,00 EUR 1.560.088   -861.363 -
Beteiligungen / Participations Alpha Reisebüro Partner GmbH, Oberursel 50,00 EUR 1.415.548 1 914.264
Plotin Travel S.A., Athen / Griechenland 45,00 EUR in Liquidation   in Liquidation  
Travel Alliance a.s., Prague 40,00 CZK 2.240.016 2 176.204
          1 Stand 30.09.2014  
          2 Stand 31.12.2014  
          3 nicht operativ tätig  

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Thomas Cook Touristik GmbH (TCT) für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 29. Mai 2009 und des GmbH-Gesetzes erstellt.

In der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; diese Posten werden mit den erforderlichen Erläuterungen im Anhang und Anlagespiegel gesondert ausgewiesen. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Um die Aussagefähigkeit und den Informationsgehalt des Abschlusses zu erhöhen, wurden die Umsatzerlöse weiter aufgegliedert und die gesetzliche Bezeichnung "Materialaufwand" entsprechend dem wesentlichen Posteninhalt in die Bezeichnung "Aufwendungen für touristische Leistungen" umbenannt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Thomas Cook AG (TC AG) besteht neben der umsatzsteuerlichen Organschaft auch eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft, so dass insoweit bei der TCT kein originärer Steueraufwand entsteht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Nutzungs- und Markenrechte. Sie sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die verwendeten Nutzungsdauern orientierten sich dabei bis zum 30. September 2010 grundsätzlich an den AfA-Tabellen der Finanzbehörden. Für Anlagezugänge seit dem 1. Oktober 2010 wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zur Festlegung des Abschreibungsplans herangezogen.

Das im Jahr 1992 fertiggestellte Verwaltungsgebäude wird nach § 7 Abs. 5 EStG in Stufen degressiv abgeschrieben. Das im März 1997 fertiggestellte Verwaltungsgebäude und der im März 2001 fertiggestellte Gebäudeteil (Appendix) werden nach § 7 Abs. 4 Nr. 1 EStG linear über 25 Jahre abgeschrieben.

Seit dem 1. Januar 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 150 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden als Sammelposten geführt und über 5 Jahre abgeschrieben. Es wird ein Abgang nach fünf Jahren unterstellt.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Ausleihungen werden zum Nominalwert (Anschaffungskosten) bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem Wertaufholungsgebot wird ggf. durch Zuschreibung Rechnung getragen, sofern die Gründe für die Abschreibung wegfallen.

Die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Aufwendungen für Reisegäste, die über den Bilanzstichtag verreist sind, werden pauschal mit 50 Prozent der Einzelkosten der jahresübergreifenden Reisen zuzüglich eines Gemeinkostenzuschlags als Unfertige Leistungen für nicht beendete Reisen innerhalb der Vorräte ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten, ggf. zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Dabei ist allen einzeln erkennbaren Risiken Rechnung getragen worden. Außerdem besteht zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei Hotelvorauszahlungen eine pauschal ermittelte Wertberichtigung.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalwert (Anschaffungskosten) bewertet.

Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt in Höhe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Ausgaben, soweit sie auf künftige Perioden entfallen.

Die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 4,05 Prozent p.a. auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen wurden unveränderte Lohn- und Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen von jährlich 1,25 Prozent zugrunde gelegt sowie eine unveränderte Fluktuation unterstellt.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Oktober 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 30. September 2010 von 639 T EUR. Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr 43 TEUR (1/15 des zum 1. Oktober 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt, der als außerordentlicher Aufwand erfasst wurde. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf 426 TEUR.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren ergibt. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,36 Prozent p.a. und auf der Grundlage der Richttafel 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 Prozent zugrunde gelegt.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 4,05 Prozent p.a. auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Jubiläumsrück-stellungen wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von jährlich 2,5 Prozent zugrunde gelegt sowie eine unveränderte Fluktuation unterstellt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des abgezinsten (sofern Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungsverpflichtungen für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen wurden eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,0 Prozent p.a. zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen in Höhe von Einnahmen, soweit sie auf künftige Perioden entfallen.

Grundsätzlich sind latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge zu ermitteln. Aufgrund der mit der TC AG bestehenden Organschaft werden die sich ergebenen Steuern beim Organträger erfasst.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bzw. bei gesicherten Positionen zum Sicherungskurs bewertet.

Das Kriterium für die Umsatzrealisierung sowie für die Leistungsabgrenzung im Veranstaltergeschäft ist das Reiseende.

Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Durchschnittskurs des Vormonats bzw. bei gesicherten Positionen mit dem entsprechenden Sicherungskurs umgerechnet. Sie werden im Posten Aufwendungen für touristische Leistungen ausgewiesen, da sie originär diesen Aufwendungen zuzurechnen sind.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, gesondert dargestellt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der TCT zum 30. September 2015 ist aus einer gesonderten Aufstellung zu entnehmen, die Bestandteil des Anhangs ist.

2. Vorräte

Die Vorräte beinhalten ausschließlich unfertige Leistungen für nicht beendete Reisen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.09.2015
TEUR
30.09.2014
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.802 19.011
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 0 (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 524.771 688.426
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 0 (0)
(davon gegen Gesellschafter) (474.425) (651.105)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 0 (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 120.163 99.920
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (16.012) (9.229)
  663.736 807.357

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf die TC AG mit 474.425 TEUR (Vorjahr 651.105 TEUR), Thomas Cook Austria AG (TC Austria) mit 6.718 TEUR (Vorjahr 7.372 TEUR) sowie Öger Tours GmbH (Öger) mit 14.822 TEUR (Vorjahr 16.627 TEUR).

Die Forderungen gegen die TC AG resultieren aus Cash Pool Forderungen in Höhe von 668.095 TEUR (Vorjahr 688.206 TEUR) und damit aufrechenbaren kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 193.670 TEUR (Vorjahr 37.234 TEUR), die unter anderem aus der Gewinnabführung (114.987 TEUR, Vorjahr 355 TEUR) an die TC AG sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 78.683 TEUR (Vorjahr 36.879 TEUR) resultieren. Weiterhin bestehen Cash Pool Forderungen in Höhe von 1.176 TEUR (Vorjahr 753 TEUR) gegenüber der Thomas Cook Vertriebs GmbH (TCV) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 522 TEUR. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 383 TEUR (Vorjahr 37.321 TEUR) Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Hotelvorauszahlungen in Höhe von 56.258 TEUR (Vorjahr 45.845 TEUR) und Sollsalden von Lieferanten in Höhe von 21.958 TEUR (Vorjahr 20.408 TEUR). Die Sollsalden von Lieferanten enthalten Provisionsvorauszahlungen an Reisebüros und debitorische Kreditoren. Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 16.012 TEUR (Vorjahr 9.229 TEUR) resultieren aus Körperschaftssteuerguthaben (115 TEUR) und Hoteldeposits (15.897 TEUR).

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 43.461 TEUR und ist voll eingezahlt. Sowohl die Kapitalrücklage (166.825 TEUR) als auch die Gewinnrücklage (andere Gewinnrücklagen, 33.234 TEUR) haben sich zum Vorjahr nicht verändert.

Der Gewinnvortrag beträgt unverändert 26.485 TEUR. Der Jahresüberschuss in Höhe von 114.987 TEUR wurde aufgrund des am 1. Oktober 2009 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die TC AG abgeführt.

5. Rückstellungen

30.09.2015
TEUR
30.09.2014
TEUR
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.568 2.507
Sonstige Rückstellungen 46.629 55.031
  49.197 57.538

In den sonstigen Rückstellungen sind die zum Bilanzstichtag bestehenden bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausgewiesen. Sie beinhalten insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (36.202 TEUR), Personalrückstellungen (7.090 TEUR), Drohverlustrückstellungen (974 TEUR) und Rückstellungen für Kulanzen (1.186 TEUR). Die Drohverlustrückstellungen berücksichtigen Verlustübernahmeverpflichtungen in Höhe von 974 TEUR aus der Restlaufzeit des Ergebnisabführungsvertrags mit der TCV.

6. Verbindlichkeiten

- davon Restlaufzeit -
30.09.2015
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
30.09.2014
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.390 672 3.662 12.056 16.984
(davon grundpfandrechtlich gesichert) 16.390 -672 -3.662 -12.056 -16.984
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 276.275 276.275 0 0 321.341
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 190.731 190.731 0 0 214.960
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 129.765 129.765 0 0 188.974
(davon gegenüber Gesellschafter) 0 0 0   0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 418 418 0 0 1.642
Sonstige Verbindlichkeiten 4.250 4.250 0 0 4.298
(davon aus Steuern) -342 -342 0   -389
(davon im Rahmen der soz. Sicherheit) 0 0 0   0
  617.829 602.111 3.662 12.056 748.199

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ausschließlich ein Darlehen der Barmenia Krankenversicherung a.G., Wuppertal, in Höhe von 16.390 TEUR (Vorjahr Valovis Bank AG, Essen, 16.984 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Cash Pool Verbindlichkeiten (154.383 TEUR, Vorjahr 123.115 TEUR) und aus Lieferungen und Leistungen (2.551 TEUR, Vorjahr 18.876 TEUR); Im Vorjahr waren zudem Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen der Condor Flugdienst GmbH und der Thomas Cook Vertriebs GmbH (47.994 TEUR) enthalten. Die Cash Pool Verbindlichkeiten wurden mit kurzfristigen Forderungen (12.347 TEUR, Vorjahr 9.249 TEUR) und den Ergebnisübernahmen von Bucher Reisen GmbH und der Gesellschaft für Reisevertriebssysteme (14.822 TEUR, Vorjahr 14.821 TEUR) saldiert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

7. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft ist einem Kreditvertrag über einen maximalen Kreditrahmen von 800 Mio. GBP (500 Mio. GBP Cash und 300 Mio. GBP Garantien) mit einer Laufzeit bis Mai 2019 sowie Anleihen in Höhe von 300 Mio. GBP (bis 2017), 525 Mio. EUR (bis 2020) und 400 Mio. EUR (bis 2021) der Thomas Cook Group plc (TCG) als Garantiegeber beigetreten. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die emittierten Anleihen (umgerechnet 1.331 Mio. EUR) sowie für alle Ziehungen unter dem Kreditvertrag. Zum Stichtag waren dies 0 Mio. GBP Barziehungen und 294 Mio. GBP Bürgschaften (zusammen umgerechnet 398 Mio. EUR).

Die Gesellschaft hat Garantien zur Rückabsicherung von an die TCG gewährten Sicherheiten gegenüber dem Sicherungsgeber AIG Europe Limited (AIG) übernommen.

Die AIG stellt zweckgebundene Sicherheitsfazilitäten in einer Höhe von insgesamt maximal 26 Mio. GBP (aktuell mit 15,5 Mio. GBP in Anspruch genommen) der TCG und ihren Tochterunternehmen zur Verfügung, die zur Rückabsicherung der von der ABTA (Association of British Travel Agents), der CAI (irische Entsprechung der CAA) und der International Air Transport Association (IATA) gewährten Bürgschaften eingesetzt werden. Diese sind zur Sicherstellung der geschäftlichen Tätigkeit in UK und Irland erforderlich.

Für die zu Nominalwerten angeführten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft aufgrund des erweiterten Kreditrahmens und der gelockerten Covenants auf Basis der konzernweiten Unternehmensplanung der Thomas Cook Group plc nicht gerechnet wird.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

30.09.2015
TEUR
30.09.2014
TEUR
Mietraten für Gebäude (für die nächsten 5 Jahre) 18 40
Verpflichtungen aus Patronatserklärungen gegenüber Verbundenen Unternehmen 21 21
Leasingverpflichtungen für Kfz 412 302
Hotelgarantien 66.621 56.844
Sonstige Leasingverpflichtungen 3 1
  67.075 57.208

Die Hotelgarantien dienen der Sicherheit von Bettenkapazitäten und sind mit einem entsprechenden Mittelabfluss verbunden. Risiken bestehen ggf. in einer mangelnden Auslastung.

Die britische Thomas Cook Group Treasury Limited (TCGTL) sichert für die TCT zur Begrenzung von Preisänderungsrisiken den Devisenbedarf mit garantierten internen Kalkulationskursen. Das Volumen für die Wintersaison 2014/15 beträgt umgerechnet 121,0 Mio. EUR, das für die Sommersaison 2015 umgerechnet 99,0 Mio. EUR. Aufgrund der vertraglichen Regularien mit der TCGTL ist die Angabe der Marktwerte nicht erforderlich.

IV Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

9. Umsatzerlöse

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Reiseveranstaltungen 1.567.519 1.883.041
Provisionen für die Vermittlung von Reisen fremder Veranstalter und Versicherungen 15.983 16.890
Übrige 269.169 287.202
Umsatzsteuer (14.725) (21.925)
  1.837.946 2.165.208

Die Umsatzerlöse beinhalten periodenfremde Erträge aus Reiseveranstaltungen in Höhe von 6.291 TEUR (Vorjahr 7.545 TEUR). Die übrigen Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus der Weiterberechnung von Flugaufwand sowie aus Werbekostenzuschüssen.

Reiseteilnehmer Gäste 2014/15 Gäste 2013/14
  1.939.540 2.972.163
Aufteilung der Umsätze aus Reiseveranstaltungen nach Zielgebieten 01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Spanien 651.357 675.552
Türkei 170.065 194.422
Griechenland 145.667 148.422
Sonstiger Mittelmeerbereich 42.556 123.0029
  1.009.645 1.141.425
Übrige Gebiete 557.874 741.616
  1.567.519 1.883.041

10. Sonstige betriebliche Erträge

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Erträge aus der Umlage von Gemeinkosten 28.074 13.091
Erträge aus Vorjahren 3.186 5.526
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (periodenfremd) 703 937
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) 4.964 2.276
Übrige Erträge 44.014 5.956
  80.941 27.786

Die Erträge aus Vorjahren resultieren u.a. aus Gutschriften für Leistungsaufwand in Höhe von 585 TEUR (Vorjahr 1.915 TEUR) und aus der Ausbuchung von Gutscheinen in Höhe von 583 TEUR (Vorjahr 317 TEUR). Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus dem Verkauf des "City & Domestic" Geschäfts an die TCI in der Schweiz in Höhe von 24.578 TEUR. Weiterhin sind periodenfremde Erträge aus der Einbuchung einer Forderung aus dem Verkauf von Anteilen an der Aldiana GmbH (Aldiana) in 2012 in Höhe von 10.000 TEUR bilanziert.

11. Aufwendungen für touristische Leistungen

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Aufenthaltskosten 727.930 910.185
Flugaufwand 743.325 830.645
Transfer- und sonstige Beförderungskosten 32.360 33.081
Übrige 36.045 36.908
  1.539.660 1.810.819

In den übrigen Aufwendungen sind im Wesentlichen Reiseleiterkosten enthalten.

12. Personalaufwand

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Löhne und Gehälter 21.967 29.390
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.867 4.522
(davon Aufwendungen für Altersversorgung) (0) (0)
  25.834 33.913
Mitarbeiter 30.09.2015 Anzahl 30.09.2014 Anzahl
zum Stichtag 488 549
im Jahresdurchschnitt 494 565

Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 343 341
Grundstücke, Gebäude und Einbauten in fremden Gebäuden 1.412 1.231
Betriebs- und Geschäftsausstattung 136 123
  1.891 1.694

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Provisionsaufwendungen 153.311 177.597
Werbeaufwendungen 31.941 26.443
Verwaltungsumlagen Shared Services 47.300 49.465
Personalkostenweiterbelastungen 13.246 12.658
EDV-Aufwendungen 6.262 16.783
Aufwendungen aus Vorjahren 4.973 7.902
Abschreibungen auf Gegenstände und Forderungen des Umlaufvermögens 4.698 8.949
Übrige Aufwendungen 21.262 18.216
  282.993 318.012

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 1.370 TEUR (Vorjahr 3.361 TEUR), Verwaltungskostenumlagen in Höhe von 1.355 TEUR (Vorjahr 966 TEUR), sonstige Versicherungsaufwendungen in Höhe von 3.182 TEUR (Vorjahr 3.815 TEUR) sowie übrige Gemeinkosten in Höhe von 1.841 TEUR (Vorjahr 1.886 TEUR). Die Aufwendungen aus Vorjahren bestehen im Wesentlichen aus einer Weiterbelastung von Verwaltungskosten durch die TC AG.

15. Beteiligungsergebnis

01.10.2014 30.09.2015
TEUR
01.10.2013 30.09.2014
TEUR
Erträge aus Beteiligungen 5.372 4.427
(davon aus verbundenen Unternehmen) (4.915) (4.000)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen    
CFG 30.527 0
Bucher 10.890 11.952
TCV 183 0
GFR 3.932 2.869
  45.532 14.821
Aufwendungen aus Verlustübernahme    
CFG 0 47.449
TCV 0 545
    47.994
  50.904 (28.746)

Mit der Bucher, der GFR, Bochum, der CFG sowie der TCV besteht jeweils ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

16.Zinsergebnis

01.10.2014 -30.09.2015
TEUR
01.10.2013 -30.09.2014
TEUR
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 57 927
(davon aus verbundenen Unternehmen) (4) (846)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.293 1.960
(davon aus verbundenen Unternehmen) (595) (487)
(davon Erträge aus der Abzinsung) 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.690 2.596
(davon an verbundene Unternehmen) (1.430) (1.454)
(davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (389) (311)
  (340) 291

17. Außerordentliches Ergebnis

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Oktober 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 30. September 2010 von 639 TEUR. Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr 43 TEUR (1/15 des zum 1. Oktober 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt, der als außerordentlicher Aufwand erfasst wurde.

18. (Erstattete) Sonstige Steuern

Die erstatteten Steuern beinhalten im Wesentlichen die USt Erstattung aus der Jahreserklärung 2014 (470 TEUR).

19. Ergebnisübernahme

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014/15 wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die TC AG abgeführt.

V Sonstige Angaben

20. Abschlussprüferhonorar

Für Abschlussprüfungsleistungen wurden im Geschäftsjahr einschließlich Auslagenersatz 150 TEUR aufgewandt.

21. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Als nahestehende Unternehmen kommen im Wesentlichen 100-prozentige Tochterunternehmen der Thomas Cook Group plc. in Betracht. Diese Beziehungen werden auf Konzernebene konsolidiert. Eine Angabe kann daher unterbleiben.

22. Mutterunternehmen

Die TCT ist ein Tochterunternehmen der TC AG. Die TCT und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Thomas Cook Group plc, London (Großbritannien), zum 30. September 2015 einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen entsprechend den Vorschriften der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufstellt. Gemäß § 291 HGB wurde kein Teilkonzernabschluss erstellt.

Der Konzernabschluss der Thomas Cook Group plc wird beim Companies House in Großbritannien (www.companieshouse.gov.uk) eingereicht werden und auch dort erhältlich sein. Die deutsche Übersetzung dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wird im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt werden.

23. Geschäftsführer

Ralf Teckentrup, Vorstand Airline der TC AG

Michael Tenzer, Vorsitzender, Direktor Veranstalterreisen, bis 20. Mai 2015

Dr. Carsten Seeliger, Veranstaltervertrieb, Service und Qualität

Mark Ryan, eCommerce, Marketing, Eigenvertrieb, bis 31. Dezember 2014

Andreas Würfel, Direktor Finanzen

Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung & Managing Director Thomas Cook Central Europe, East, seit 1. Oktober 2015

Günter Geske, Managing Director Product & Yield Central Europe, seit 1. Oktober 2015

24. Gesamtbezüge der Organmitglieder und der ehemaligen Organmitglieder

Sämtliche Geschäftsführer sind bei der Thomas Cook AG angestellt. Die Bezüge der im Geschäftsjahr aktiven Geschäftsführungsmitglieder (ohne die Bezüge für die Tätigkeit bei der Muttergesellschaft oder bei Tochterunternehmen) werden von der Thomas Cook AG an die Thomas Cook Touristik GmbH weiterbelastet und belaufen sich für das Jahr 2014/15 auf 990 TEUR. Die Bezüge der ehemaligen Geschäftsführer belaufen sich im Jahr 2014/15 auf 231 TEUR. Der gebildete Rückstellungsbetrag für Pensionen und unverfallbare Anwartschaften für ehemalige Geschäftsführer beträgt zum 30. September 2015 1.983 TEUR.

 

Oberursel, den 14. Dezember 2015

Ralf Teckentrup

Andreas Würfel

Dr. Carsten Seeliger

Stefanie Berk

Günter Geske

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thomas Cook Touristik GmbH, Oberursel (Taunus), für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt wer- den. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 15. Dezember 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brigitte Dreßel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Georg Rogowski, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30. September 2015 wurde am 18. Mai 2016 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.