Microsoft Mobile Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ansgar Baums seit 10.12.2025 | Prokura |
Edith Wittmann seit 7.7.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Gaertner seit 6.5.2025 | Prokura |
Steffen Schlecht seit 9.1.2025 | Prokura |
Agnes Heftberger seit 17.4.2024 | Geschäftsführer |
Reinhard Nißl seit 25.9.2023 | Prokura |
Inga Henrike von Bibra seit 23.5.2023 | Prokura |
Oliver Guido Gürtler seit 30.11.2020 | Prokura |
Christian Schätz seit 30.11.2020 | Prokura |
Thomas Kowollik seit 2.2.2017 | Prokura |
Benjamin Orndorff seit 7.2.2007 | Geschäftsführer |
Keith Dolliver seit 23.3.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Microsoft Ireland Research Unlimited Company | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Whale Communications GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
Sybari Germany Software GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 2.50% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Microsoft Deutschland GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023Die Microsoft Deutschland GmbH, München, wird im Folgenden in der Regel als "wir" oder "Gesellschaft" und die Microsoft Corporation, Redmond/Washington (USA), als "Microsoft" bezeichnet. I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1. Rechtliche und organisatorische Struktur der Microsoft Deutschland GmbH Gegründet wurde die Microsoft Deutschland GmbH 1983 als deutsche Tochtergesellschaft der Microsoft Corporation, USA. Die Microsoft Corporation ist ein weltweit führender Hersteller von Standard-Software, Services und Lösungen. Microsoft strukturiert seine Prozesseglobal und ist gleichzeitig mit seinen Landesgesellschaften in allen wichtigen Märkten präsent. Die Landesgesellschaften konzentrieren sich auf wesentliche unternehmerische Kernbereiche - insbesondere die Kundenbetreuung, Marketing und Akquisition während übergreifende betriebliche Funktionen zentral wahrgenommen werden. So werden sämtliche Rechte zur Produktvervielfältigung und -lizenzierung von Microsoft an einige wenige Operations-Center übertragen, die wiederum berechtigt sind, Nutzungsrechte zu übertragen. Die Microsoft Deutschland GmbH ist in Deutschland für das Marketing der Produkte und die Betreuung von Kund*innen und Partnern zuständig. Dazu kooperiert die Microsoft Deutschland GmbH mit rund 30.000 lokalen Partnerunternehmen. Neben der Firmenzentrale in München-Schwabing ist die Microsoft Deutschland GmbH bundesweit mit sechs weiteren Regionalbüros (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Stuttgart, Walldorf) vertreten. 1 Die Gesellschaft betätigt sich nicht im Bereich Forschung und Entwicklung. Mitarbeiter*innen, die die Gesellschaft in diesem Bereich beschäftigt, sind ausschließlich im Auftrag der Microsoft Corporation tätig. 2. Allgemeine Konjunkturlage in Deutschland Die deutsche Wirtschaft stagnierte in der zweiten Jahreshälfte 2022. Die hohe Inflation beeinträchtigte die Kaufkraft der privaten Haushalte und führte zu Zinserhöhungen seitens der Europäischen Zentralbank. Engpässe, die die Produktion im vergangenen Jahr noch spürbar hemmten, verloren zwar an Bedeutung, aber die weltweite Konjunkturschwächung machte sich vor allem seitens der Nachfrage bemerkbar. Zahlreiche Zentralbanken griffen mit schnellen und starken Zinserhöhungen ein, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Darüber hinaus blieb trotz deutlich gesunkener Energiepreise eine spürbare Erholung der energieintensiven Industriezweige Deutschlands bisher aus. 2
1
https://news.microsoft.com/de-de/features/microsoft-deutschland-das-sind-wir/
In absoluten Zahlen lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten und im vierten Quartal 2022 mit 1.983 Mrd. Euro 6,02 Prozent über dem Vorjahresniveau. In den ersten zwei Quartalen 2023 betrug das BIP insgesamt 2.018 Mrd. Euro, was einem Anstieg um etwa 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau entspricht. Aufgrund der zunehmenden Inflation lag der preisbereinigte Index im 2. Quartal 2023 mit 106,07 Punkten allerdings niedriger als im Vorjahres-Quartal (in Q2/2022 betrug der Index 106,73 Punkte). 3 Das Wirtschaftswachstum im 3. Quartal 2022 wurde vor allem vom privaten Konsum getragen, nach dem Wegfall fast aller Corona-Beschränkungen. Insgesamt ist die Bruttowertschöpfung im dritten Quartal 2022 gegenüber dem zweiten Quartal um 1,4 Prozent gestiegen. Der Arbeitsmarkt blieb währenddessen stabil. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf ein neues Rekordhoch. Der Wert lag bei insgesamt 45,6 Millionen Menschen, das sind 490.000 mehr Erwerbstätige als im Vorjahr. Aufgrund des Zuwachses durch Geflüchtete aus der Ukraine, stieg auch die Arbeitslosenquote an und lag im 3. Quartal 2022 bei rund 2,5 Millionen Personen. 4 Zum Jahresende 2022 ist die Dynamik der deutschen Wirtschaft deutlich abgeschwächt. Trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Bedingungen konnte das Bruttoinlandsprodukt in Quartal 3 2022 mit 0,5 Prozent zulegen. Das preis-, kalender- und saisonbereinigte BIP im vierten Quartal 2022 nahm allerdings mit einer Veränderungsrate von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal ab. Die starken Preisanstiege und die Energiekrise belasteten die deutsche Wirtschaft zum Jahresende. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm um 1,1 Prozent zu, das sind 429.000 Menschen mehr als im Vorjahr. 5 Im ersten Quartal 2023 nahm das preis-, kalender- und saisonbereinigte BIP gegenüber dem Vorquartal erkennbar ab, mit einer Veränderungsrate von -0,3 Prozent. Definitionsgemäß befand sich die deutsche Wirtschaft seitdem in einer Rezession, aufgrund der zwei negativen Quartalsraten in Folge. Die Wirtschaft war weiterhin belastet durch die hohe Inflation. Bedingt durch den russischen Angriffskrieg sind Nahrungsmittel und Energiepreise drastisch gestiegen. Das führte zu massiven Verlusten der Kaufkraft privater Haushalte. Auf der staatlichen Seite haben sich die wegfallenden Ausgaben für coronabedingte Aufwendungen, wie Masken, Tests und Impfungen, bemerkbar gemacht.6 Das BIP ist im zweiten Quartal 2023 gegenüber dem ersten Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - nicht weiter gesunken (0,0 Prozent). Der private Konsum sank nicht weiter und stabilisierte sich. Auch die Konsumausgaben des Staates erholten sich. Die Bruttowertschöpfungskette entwickelte sich je nach Branche unterschiedlich. Insgesamt war sie mit 0,5 Prozent niedriger als im Vorquartal. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm zwar zu, insgesamt ist sie jedoch nicht so stark angestiegen wie im Vorjahr. Die Rate lag bei 0,5 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 0,7 Prozent (nicht saisonbereinigt). Damit lag die Zahl im 2. Quartal 2023 bei rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen (im Vorjahr waren es 45,5 Millionen). 7
3
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/08/PD23
336 811.html#:~:text=InProzent20jeweiligen-
Prozent20PreisenProzent20gerechnetProzent20war,QuartalProzent202022.
3. Entwicklung im ITK-Markt Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bedingt durch den russischen Angriffskrieg, Lieferengpässe, Inflation und Fachkräftemangel zeigte der ITK-Markt weiterhin ein Wachstum. 8 Die Digitalbranche zeigte sich insgesamt stabil und erzielte weiterhin ein Umsatzplus und schuf neue Jobs. Laut Digitalverband Bitkom hat sich die Digitalisierung als krisenfest bewährt. 9 2022 stieg der Umsatz auf dem ITK-Markt, das Volumen wuchs um 4,3 Prozent auf 180,7 Milliarden Euro. Die Umsätze in der Informationstechnik lagen 2022 bei 118,9 Milliarden Euro und die der Telekommunikation bei 68,9 Milliarden Euro. Das Software-Segment wuchs 2022 auf 32,4 Milliarden Euro. Wie im Vorjahr ist auch der Umsatz der IT-Hardware angestiegen, von 34,7 Milliarden Euro (2021) auf 37 Milliarden Euro Umsatz 2022. 10 Im Cloud-Monitor 2022 von Bitkom Research und KPMG gaben 84 Prozent der befragten Unternehmen an, Cloud-Computing zu nutzen, was einem Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 11 Laut Bitkom wuchsen im Kalenderjahr 2023 die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2022 um 2,1 Prozent und erreichten ein Volumen von 213,2 Milliarden Euro. 12 Ende 2023 wurden 1,31 Millionen Erwerbstätige in der Branche beschäftigt. Damit wurden 11.000 weitere Jobs geschaffen. 13 Die unterschiedliche Entwicklung der Bereiche IT und Telekommunikation schlug sich in der Beschäftigungsstatistik nieder. Dabei sank die Zahl derer, die im Bereich der Telekommunikation erwerbstätig sind, seit Jahren beständig (2022 um rund 1 Prozent), während die Zahl der Erwerbstätigen in der Informationstechnik stetig steigt (2022 um etwa 4 Prozent und 2023 um etwa 1 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten, die für Software und IT-Services zuständig sind, stieg im Jahr 2023 mit einem Wachstum von 1 Prozent nicht so stark wie im Vorjahr (4 Prozent). 14 Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom (602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland) sehen sich etwa zwei Drittel als Nachzügler in Sachen Digitalisierung (64 Prozent), als Vorreiter sehen sich hingegen ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen. Obwohl 87 Prozent der Befragten überzeugt sind, dass digitale Technologien eine bedeutende Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen spielen, beklagen 76 Prozent, dass deutsche Unternehmen digitale Technologien zu wenig einsetzen. Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). Die Mehrheit (72 Prozent) geht davon aus, dass KI für die künftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands eine große Rolle spielen wird. Tatsächlich nutzen aber nur 15 Prozent der Unternehmen KI im eigenen Unternehmen. 15
8
https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland
Die ITK-Branche zeigt weiterhin stabile Wachstumszahlen und bewegt sich auf einem deutlich höheren Niveau als die Gesamtwirtschaft. Allerdings verschlechtert sich das Geschäftsklima in der Digitalbranche weiterhin, laut dem Bitkom-ifo-Digitalindex. Die Geschäftslage ist mit 28,3 Punkten weiterhin auf hohem Niveau, gab aber auf Jahresbasis um 1,9 Zähler nach. Das ifo Geschäftsklima Deutschland gab im August 2023 gegenüber dem Vorjahr/Vormonat um 3,1 Zähler auf 8,9 Punkte nach. 16 Es lässt sich daher festhalten, dass der ITK-Markt weiterhin ein stabiles Wachstum zeigt und die Anzahl der Beschäftigten steigen wird. Die Unternehmen erkennen das Potenzial der Digitalisierung und passen ihre Geschäftsmodelle an. Der corona-bedingte Digitalisierungsschub hat einige Schwachstellen in verschiedenen Bereichen aufgedeckt. Betroffen davon sind die hohen Preise, der Mangel an Chips, Lieferkettenverzögerungen und der Fachkräftemangel. Das alles beeinflusst das Digitalisierungstempo Deutschlands. Sobald sich die Lage entspannt, eröffnen sich nach unserer Auffassung enorme Wachstumspotenziale. Dazu muss Deutschland neben der Vernetzung und weltweiten Arbeitsteilung auch seine digitale Souveränität voranbringen und eigene Schlüsseltechnologien, Geschäftsmodelle sowie digitale Ökosysteme entwickeln. 17 II. Steuerungssystem Zur Messung und Beurteilung unserer Unternehmensziele sowie zur Steuerung der Gesellschaft dienen finanzielle und nichtfinanzielle Indikatoren und Kennzahlen. Im Bereich der nichtfinanziellen Ziele haben wir die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen sowie Kunden und Partnerzufriedenheit als Messgrößen definiert. Im letzten Geschäftsjahr wurde eine neue, halbjährliche Befragung der Mitarbeiter*innen zur Messung ihrer Zufriedenheit eingeführt (Employee Signals und Leadership Signals). Diese Befragungen haben das bisherige Instrument (MSPoll) ersetzt. Employee Signals kann inhaltlich als Nachfolger für den MSPoll angesehen werden - auch wenn sich die Inhalte geändert haben und die Ergebnisse der beiden Befragungen nicht vergleichbar sind. Der Employee Signals richtet sich an die komplette Belegschaft und wird zweimal pro Geschäftsjahr durchgeführt. Der Leadership Signals ist eine Befragung explizit zu den leitenden Führungskräften bei Microsoft und wird einmal pro Geschäftsjahr durchgeführt. Im Kunden- und Partnerbereich erfolgt eine Erhebung anhand weltweit durchgeführter Befragungen. Die Mitarbeitendenzufriedenheit wird dabei in einem Index gemessen, dem Thriving Index. Dieser ist von 0 bis 100 Prozent definiert. Zwischen 100 Prozent und 85 Prozent ordnen wir die Mitarbeitendenzufriedenheit dabei als "sehr gut" ein, zwischen 85 Prozent und 70 Prozent als "gut", bis 55 Prozent als "befriedigend", zwischen 55 Prozent und 40 Prozent als "ausreichend", darunter stufen wir die Mitarbeitendenzufriedenheit als "nicht ausreichend" ein.
16 https://www.bitkom.org/Digitalindex
Microsoft führt weltweit und in Deutschland halbjährlich eine Kunden- und Partnerzufriedenheitsumfrage durch und errechnet daraus einen Net-Satisfaction (NSAT) Score wie auch einen Account Team Quality (ATQ) Score zwischen Null und 200, wobei 200 den Bestwert darstellt. Diese Werte werden für Kundenals auch Partnersegmente ermittelt, sobald es eine ausreichend große Stichprobengröße gibt. Microsoft betrachtet den NSAT- und ATQ-Wert als positiv / negativ, nicht nur in der Hinsicht, ob diese den Mittelwert von 100 übertroffen haben, sondern sieht sich zudem die Entwicklung über die vergangenen Jahre an. Ab dem Geschäftsjahr 2023/2024 werden keine Ziele mehr definiert werden, jedoch bleibt die Erhebung der Werte und daraus resultierende Maßnahmen erhalten. Aus den Ergebnissen der Umfrage werden Maßnahmen erarbeitet, welche zur Steigerung der Kunden- und Partnerzufriedenheit führen sollen. Im finanziellen Bereich haben wir im Rahmen der Analyse der Ertragslage die Höhe der Umsatzerlöse und Operative Aufwendungen (Aufwendungen vor Finanzergebnis und Steuern) als Ziele definiert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanzmanagement sowie das Forderungsmanagement zentral im Konzernverbund erfolgen. Die Kennziffern beruhen auf den für den Microsoft-Konzern erstellten Reporting Packages nach US-GAAP. Die Überleitung von der Rechnungslegung nach US GAAP auf HGB stellt sich wie folgt dar: Umsatzerlöse: Die Messung der Zielerreichung erfolgt hierbei nicht auf Ebene der Gesellschaft und nicht anhand der im handelsrechtlichen Abschluss der Microsoft Deutschland ausgewiesenen Umsatzerlöse. Als Konzernunternehmen folgen wir den von der Microsoft Corporation vorgegebenen Strukturen. Umsatz wird hierbei nur für die zur Microsoft Customer und Partner Solutions (MCAPS) Organisation gehörenden Unternehmenseinheiten gemessen. Die zur Messung der Zielerreichung maßgebliche Umsatzgröße ist hierbei der insgesamt auf dem deutschen Markt erzielte Umsatz, unabhängig von der Gesellschaft, in deren Büchern der jeweilige statuarische Ausweis erfolgt. Hierbei werden die drei Segmente "Intelligent Cloud", "More Personal Computing" sowie "Productivity and Business Processes" unterschieden. Des Weiteren ist beachtlich, dass es sich bei dem für die interne Beurteilung der Zielerreichung durch das Management maßgeblichen Umsatz nicht um eine Umsatzgröße handelt, welche den handelsrechtlichen Regelungen zur Umsatzrealisation und Definition entspricht, sondern um eine nach US-GAAP Regeln ermittelten Umsatzgröße. Unterschiede zur Rechnungslegung nach HGB liegen, bezogen auf das Geschäftsjahr 2022/2023, vor allem darin, dass Umsatzerlöse für Lizenzverkäufe nach US GAAP grundsätzlich sofort erfasst werden, wohingegen nach HGB Umsatzerlöse aus Lizenzverkäufen für bestimmte Lizenzarten über die Vertragslaufzeit erfasst werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Überleitung der Umsatzerlöse wie folgt dar:
Operative Aufwendungen: Die operativen Aufwendungen (Aufwendungen vor Finanzergebnis und Steuern) werden ebenfalls unternehmensübergreifend nach Organisationseinheiten gemessen. Auch hier erfolgt eine gesellschaftsübergreifende Betrachtung. Da die Microsoft Deutschland GmbH innerhalb dieser Betrachtung jedoch den größten Anteil ausmacht, stellen wir im Folgenden auf die operativen Aufwendungen der Microsoft Deutschland GmbH ab. Auch hier erfolgt die Messung der Zielerreichung durch das Management nicht anhand des handelsrechtlichen Zahlenwerks bzw. der Angaben in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung, sondern anhand von Daten der externen Rechnungslegung nach den Regelungen der US-GAAP. Wesentliche Unterschiede bestehen hierbei vor allem in der Bewertung von langfristigen Rückstellungen, des Erfassungszeitpunktes von Restrukturierungs- bzw. Abfindungsaufwendungen, den Aufwandseffekten im Zusammenhang mit der unterschiedlichen Erlösrealisation und einem unterschiedlichen Ausweis von operativen Aufwendung vs. operativen Erträgen nach HGB und US GAAP. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Überleitung der operativen Aufwendungen für die Microsoft Deutschland GmbH wie folgt dar:
III. Entwicklungen, Ereignisse und Produkte bei Microsoft a) Strategische Entwicklungen und Produkte Im Berichtszeitraum hat Microsoft in enger und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit OpenAI die KI-Forschung vorangetrieben und Fortschritte in der Entwicklung von zahlreichen KI-Diensten präsentiert. 18 Diese gingen mit einer Reihe neuer strategischer sowie der Intensivierung bestehende Partnerschaften und spannender Use Cases unter anderem mit Mercedes-Benz 19 20 und Siemens 21 einher. b) Die wichtigsten neuen Produkte im Berichtsjahr Microsoft arbeitet intensiv daran, Dienste rund um künstliche Intelligenz in seine Plattformen wie Azure und Microsoft 365 zu integrieren. Die Einführung von Copilot in Teams, Windows, Dynamics 365 und Microsoft 365 soll Prozesse sowie die Interaktion zwischen Mensch und Computer vereinfachen.
18
https://blogs.microsoft.com/blog/2023/01/23/microsoftandopenaiextendpartnership/
Microsoft Azure Microsoft Azure ist in mehr als 60 Azure-Regionen 22 und mehr als 140 Ländern verfügbar 23. Azure soll als globale Cloud-Plattform durchgehend konsistente lokale sowie Hybrid-, Multi- oder Edge-Cloud-Szenarien ermöglichen und die Entwicklung eigener Cloud-Anwendungen vereinfachen. 24 Ankündigungen im Berichtszeitraum waren unter anderem:
Microsoft 365 Microsoft 365 umfasst Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Teams und mehr. Sie sollen Anwender*innen bei ihren Tätigkeiten unterstützen und die Produktivität steigern. Ankündigungen im Berichtszeitraum waren unter anderem:
Windows Auch für Windows verkündete Microsoft KI-Unterstützungen:
Surface-Produktfamilie Im Berichtszeitraum hat Microsoft unter anderem folgende Ankündigungen gemacht:
22
https://azure.microsoft.com/de-de/global-infrastructure/services/
Bing und Edge Im Berichtszeitraum hat Microsoft unter anderem folgende Ankündigungen zur Integration von künstlicher Intelligenz in Microsoft Bing und Edge gemacht:
Microsoft Gaming Im Gaming-Bereich legt Microsoft weiterhin den Schwerpunkt auf den Xbox Game Pass 36 sowie den PC Game Pass. 37 Die Abo-Modelle enthalten Hunderte von Spielen. Darüber hinaus setzt Microsoft seine Bemühungen fort, die Gaming-Welt so zugänglich und barrierefrei wie möglich zu gestalten. 38 Im Berichtszeitraum hat Microsoft unter anderem folgende Ankündigungen gemacht:
b) Ereignisse Im Januar 2023 hat Microsoft auf die zunehmend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert und ein Strukturänderungsprogramm angekündigt. Zielsetzung des Programmes ist es, den Fokus auf die Wachstumsbereiche wie künstliche Intelligenz zu konzentrieren. Dies führte auch zu einer Überarbeitung des Hardware-Portfolios. Alle Änderungen, inklusive Abfindungen, sollen Microsoft zufolge den Konzern rund 1,2 Milliarden Dollar kosten.
35
https://news.microsoft.com/de-de/neue-ki-innovationen-in-microsoft-bing-und-edge/
IV. Analyse der nicht finanziellen Leistungsindikatoren Zur Messung unserer nicht finanzbezogenen Leistungen verwenden wir die folgenden Indikatoren:
Der Thriving Index beim Employee Signals beinhaltet unter anderem die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen im Team, subjektiv empfundene weitere Karrieremöglichkeiten bei Microsoft und Vertrauen in den*die direkte*n Vorgesetzte*n. Er beinhaltet zudem Enthusiasmus, die Bereitschaft, weiterhin bei Microsoft Deutschland oder bei Microsoft zu verbleiben und die subjektive Wahrnehmung der gelebten Kultur in der Firma. Bei der im März 2023 durchgeführten Mitarbeitenden-Befragung ergab sich für den Thriving Index eine Zufriedenheit mit einem Wert von 70 Prozent. Die Ergebnisse lagen im Rahmen unserer Erwartungen - jedoch ist eine Verschlechterung um -6 % festzustellen. Stets kundenzentriert zu handeln und Kunden und Partner kontinuierlich in den Mittelpunkt zu stellen, ist nach den Leitsätzen des Microsoft CEO Satya Nadella auch für die Microsoft Deutschland GmbH eine der Hauptprioritäten. Um dies zu gewährleisten, werden u.a. halbjährlich die Zufriedenheit der Kunden und Partner im Rahmen einer Umfrage gemessen. Hierbei wird nicht nur erhoben, welchen Gesamteindruck Kunden und Partner von Microsoft haben, sondern auch gezielte Fragen zu einzelnen Wahrnehmungen und Teilbereichen - etwa Datenschutz, Supportqualität und Lizensierung - abgefragt. Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage, welche lokal halbjährlich ausgewertet werden, liegen hinsichtlich der Kunden- und Partnerzufriedenheit (NSAT) bei Werten um die 120. Diese Entwicklung lag annähernd im Rahmen unserer Erwartungen (120+). Eine weitere Kennzahl ist die Account Team Qualität (ATQ), welche die Zufriedenheit von den direktbetreuten Kunden und Partnern mit ihren Microsoft Account Teams misst. Über das Jahr hinweg sind diese auf den aktuellen Wert von 128 gesunken und liegen damit leicht über dem Niveau unserer Planungen (124) allerdings unter dem weltweiten Durchschnitt von derzeit 142. In Hinblick auf die Zukunft spiegeln die Kunden und Partner Microsoft wider, dass Datensicherheit und Schutz weiterhin oberste Priorität für sie haben und Microsoft hier in der Verantwortung sehen. Auf diesem Trend aufbauend ist es nun Ziel, auch im kommenden Fiskaljahr kontinuierlich an den Privacy- und Security-Lösungen zu arbeiten, um die Anforderungen deutscher Kunden, Partner und auch Politik zu erfüllen. Zukunftsblickend ist es weiterhin wichtig, Kunden und Partnern in diesem Gebiet Hilfestellung zu geben und sich dem Thema proaktiv zu widmen, offene Fragen zu beantworten und Unsicherheiten auszuräumen. V. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Microsoft Deutschland GmbH haben sich per saldo gegenüber dem Vorjahr von 5.497 Millionen Euro um 1.352 Millionen Euro auf 6.849 Millionen Euro erhöht. Als "Limited Risk Distributor" (LRD) schließt die Microsoft Deutschland GmbH im eigenen Namen und auf eigene Rechnung direkt Verträge mit Kunden und Partnern innerhalb Deutschlands ab. Dazu besteht mit der Microsoft Ireland Operations Limited, Dublin, Irland, (MIOL) eine konzerninterne nicht exklusive Vertriebs- und Dienstleistungsvereinbarung, die vorsieht, dass die Microsoft Deutschland GmbH alle von ihr auf dem lokalen Markt vertriebenen Produkte zu definierten Kosten von der MIOL bezieht. Da die Microsoft Deutschland GmbH auch Leistungen erbringt, die über den Vertrieb von Software und Hardware hinausgehen bzw. nicht vertriebsunterstützende Funktionen unterhält, besteht ein Commission Agreement, so dass ein Ersatz von Aufwendungen für nicht vertriebsorientierte Funktionen gewährleistet ist. Die Umsätze aus dem Direktvertrieb von Software, Hardware und Services betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 6.113 Millionen Euro (Vorjahr: 4.787 Millionen Euro). Das Umsatzwachstum in Höhe von 1.326 Millionen Euro resultiert aus einem Anstieg der Erlöse im Segment "Intelligent Cloud" um 656 Millionen Euro auf 2.718 Millionen Euro (Vorjahr: 2.061 Millionen Euro). Diese Entwicklung beruht darauf, dass nach unserer Wahrnehmung Server-Produkte und Cloud Dienstleistungen vom deutschen Markt immer mehr akzeptiert und in Anspruch genommen werden. Das Segment "More Personal Computing" verzeichnete ebenfalls einen geringen Anstieg von 91 Millionen Euro auf 955 Millionen Euro (Vorjahr: 863 Millionen Euro), bedingt durch stärkere Windows Verkäufe, jedoch reduziert durch geringere Hardware-Verkäufe von Surface Produkten. Das Segment "Productivity and Business Processes" wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 569 Millionen Euro auf 2.238 Millionen Euro (Vorjahr: 1.669 Millionen Euro) getrieben durch den Bereich Office 365 Commercial. hauptsächlich getrieben durch den Bereich Office und hier speziell durch Erlöse von Microsoft 365, welches aufgrund eines erweiterten Funktionsumfang entsprechend höherpreisig ist. Daneben haben wir in diesem Segment aber auch einen verstärkten Absatz im deutschen Mittelstand festgestellt. Einhergehend mit der Ausweitung der Produkterlöse haben sich auch die Erlöse der Bereiche Microsoft Consulting Services und Premier mit 202,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (193,7 Millionen Euro) erhöht. Die Erlöse aus der Vermittlung von Handelsgeschäften für andere Konzernunternehmen und für den Ersatz von Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 25,4 Millionen Euro von 710,4 auf 735,8 Millionen Euro gestiegen. Dies liegt primär an den im Vorjahresvergleich gestiegenen Personalaufwendungen, die im Zuge konzerninterner Vereinbarungen erstattet wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 0,6 Millionen Euro auf 21,3 Millionen Euro (Vorjahr: 20,7 Millionen Euro) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge ergeben sich vornehmlich aus Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen i.H.v. 13,3 Millionen Euro (Vorjahr: 8,1 Millionen Euro) sowie aus Erträgen aus der Währungsumrechnung i.H.v. 5,9 Millionen Euro (Vorjahr: 7,3 Millionen Euro). Die Kostenumlage im Konzernverbund i.H.v. 2,0 Millionen Euro ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Vorjahr: 2,4 Millionen Euro). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um 1.269,8 Millionen Euro auf insgesamt 5.706,7 Millionen Euro (Vorjahr: 4.436,9 Millionen Euro). Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für den Bezug von Produkten und Dienstleistungen von der MIOL unter dem Vertriebsmodell eines "Limited Risk Distributor". Im Geschäftsjahr 2022/2023 fielen Aufwendungen in Höhe von 5.649,8 Millionen Euro (Vorjahr: 4.390,9 Millionen Euro) an, die sich direkt auf die Umsätze mit Produkten und Services und somit dem Bezug dieser Produkte und Services zuordnen lassen. Zusätzliche 56,9 Millionen Euro (Vorjahr: 45,9 Millionen Euro) resultieren aus angefallenen Aufwendungen für bezogene Leistungen externer Beratungsunternehmen zur Unterstützung bei der Abwicklung von Consulting-Projekten (Microsoft Consulting Services) bei Großkunden. Der Personalaufwand in Höhe von 551,3 Millionen Euro (Vorjahr: 498,1 Millionen Euro) bewegt sich über dem Vorjahresniveau. Bei den Gehaltsaufwendungen ist eine Steigerung von 53,9 Millionen Euro zu verzeichnen, was vor allem auf die gestiegene durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 2.962 auf 3.169 sowie unterjährige Gehaltserhöhungen und höhere Bonuszahlungen zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung i.H.v. 78,7 Millionen Euro sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Millionen Euro gesunken, was hauptsächlich auf eine Reduzierung in der Altersversorgung von 2,6 Millionen Euro gegenüber Vorjahr zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 225,2 Millionen Euro sind im Vergleich zum Vorjahr um 25,2 Millionen Euro gesunken. Dies resultiert vor allem aus deutlich geringeren Marketingaufwendungen (-74,0 Millionen Euro). Demgegenüber stehen vor allem gestiegene Abfindungsverpflichtungen (+50,2 Millionen Euro). Beide Entwicklungen resultieren aus dem oben beschriebenen konzernweiten Strukturänderungsprogramm des Microsoft Konzerns. Das Finanzergebnis ist mit 10,7 Millionen Euro per saldo positiv. Davon entfallen 13,2 Millionen Euro auf Zinserträge aus Cash-Pooling-Guthaben. Dem gegenüber stehen Zinsaufwendungen in Höhe 1,7 Millionen Euro aufgrund der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen sowie 0,8 Millionen Euro sonstige Zinsen. Der Steueraufwand beträgt 137,0 Millionen Euro und hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 32,3 Millionen Euro erhöht. Dies resultiert vor allem aus dem höheren Ergebnis vor Steuern. Der Jahresüberschuss erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 35,3 Millionen Euro auf 254,6 Millionen Euro (Vorjahr: 219,3 Millionen Euro). Der Anstieg des Jahresergebnisses ist hauptsächlich auf gestiegene Umsatzerlöse und die höhere Marge auf eigene Umsätze mit Produkten und Services zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund haben sich die finanziellen Leistungsindikatoren der Ertragslage wie folgt entwickelt: Die im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Microsoft Deutschland GmbH ausgewiesenen Umsatzerlöse liegen mit 6,8 Mrd. Euro leicht über den Erwartungen (Mrd. EUR 5,8 bis Mrd. EUR 6,3) und um rund 1,4 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahres. Dies resultiert vor allem auf dem Wachstum im Bereich der Server-Produkte und Cloud-Dienstleistungen. Die Operativen Aufwendungen (d.h. Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen ohne Finanzergebnis und Steuern) gemäß der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung belaufen sich auf 783 Millionen Euro nach 755 Millionen Euro im Vorjahr und bewegen sich damit leicht unter unseren Erwartungen (792 Millionen Euro). Ausschlaggebend hierfür sind deutlich rückläufige Marketingausgaben, denen gestiegene Abfindungsaufwendungen entgegenstanden. VI. Finanzlage Das Finanzmanagement der Microsoft Deutschland GmbH orientiert sich an den allgemeinen Konzerngrundsätzen für Tochtergesellschaften der Microsoft Corporation. Demgemäß dürfen von der Gesellschaft keine Fremdmittel aufgenommen werden und es erfolgen auch keine Ausleihungen an Dritte. Nicht benötigte liquide Mittel werden zusammengefasst und zentral vom Treasury Department der Microsoft Corporation verwaltet. Dies ermöglicht eine effizientere Barmittelverwaltung und ist zugleich ein Instrument zur Risikominimierung. Die Entwicklung des Finanzmittelfonds lässt sich wie folgt darstellen:
Aus Investitionen in das Anlagevermögen und den Einzahlungen für Anlagenabgänge resultiert eine zahlungswirksame Mittelverwendung in Höhe von 20,3 Millionen Euro (Vorjahr: 9,0 Millionen Euro), die sich neben Anschaffungen im Bereich Sachanlagen für IT- und Geschäftsausstattung vor allem auf das Microsoft Experience Center am Standort in München beziehen. Durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22. Mai 2023 wurde ein Betrag von 500,0 Millionen EUR an die Microsoft Ireland Research Unlimited Company, Dublin, Irland, ausgeschüttet, was zu einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in gleicher Höhe führte. Aus der operativen Geschäftstätigkeit resultiert ein Mittelzufluss in Höhe von 37,8 Millionen EUR, der im laufenden Geschäftsjahr generiert wurde (Vorjahr: 255,9 Millionen Euro). Dieser hat nicht ausgereicht um den Finanzierungsbedarf für Investitionszwecke und für die Ausschüttung zu erwirtschaften. Dies führte zu einer Verringerung des Finanzmittelfonds um 482,6 Millionen EUR. VII. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen bestehend aus Computer-Hardware, Büroausstattung und Einbauten in angemieteten Bürogebäuden liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Austauschrate bei Computer-Hardware entwickelt sich kontinuierlich. Neuanschaffungen wurden im üblichen Umfang getätigt. Darüber hinaus wurden Investitionen in ein im Mai 2023 eröffnetes Experience Center am Standort in München getätigt. Unter den Vorräten in Höhe von 3,1 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro) werden unfertige Leistungen aus Consulting-Verträgen ausgewiesen, welche nach Werkvertragsrecht ausgestaltet sind und für die noch keine Abnahme durch die Kunden vorliegt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen aufgrund der Ausweitung der Umsatzaktivitäten mit 1,880 Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (1.247,0 Millionen Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1,890,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2.007,7 Millionen Euro) haben sich im Berichtszeitraum per saldo um 117,2 Millionen Euro reduziert. Die Forderungen aus LRD (Limited Risk Distributor) Transaktionen gegenüber der MIOL haben sich aufgrund der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten von 853,6 Millionen Euro auf 1.214,9 Millionen Euro erhöht. Die Forderungen aus Cash-Pooling haben sich vor allem aufgrund der Ausschüttung über 500,0 Millionen EUR auf insgesamt 590,8 Millionen Euro (Vorjahr: 1.073,4 Millionen Euro) gegenüber der Microsoft Global Finance Ltd., Dublin, Irland, reduziert. Die Forderungen aus Kommissionserlösen haben sich von 78,2 Millionen EUR auf 82,6 Millionen Euro erhöht. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5,9 Millionen Euro (Vorjahr: 4,2 Millionen Euro) betrifft Vorauszahlungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Versicherungsprämien. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von 1.003,5 Millionen Euro per saldo um 245,4 Millionen Euro auf rund 758 Millionen Euro reduziert. Bei einem Jahresüberschuss von 254,63 Millionen Euro (Vorjahr: 219,3 Millionen Euro) beruht diese Entwicklung auf einer am 22. Juni 2023 erfolgten Ausschüttung von 500 Millionen Euro. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus unverfallbaren Anwartschaften auf Todesfallkapitalleistungen sowie Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrenten ausgeschiedener Mitarbeiter. Diese belaufen sich auf 24,1 Millionen Euro nach 25,8 Millionen Euro im Vorjahr. Die Steuerrückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 um 51,5 Millionen Euro auf 52,8 Millionen Euro (Vorjahr: 104,3 Millionen Euro). Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 270,3 Millionen Euro (Vorjahr: 256,5 Millionen Euro) ergibt sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr eine Erhöhung um 13,8 Millionen Euro. Wesentlichen Anteil daran tragen höhere Rückstellungen für Abfindungen resultierend aus der Umsetzung eines konzernweiten Strukturänderungsprogrammes. Unter den Verbindlichkeiten sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von 0,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3,5 Millionen Euro) ausgewiesen, die Vorauszahlungen für Dienstleistungsverträge im Bereich Consulting und Support beinhalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 4,7 Millionen Euro auf 11,6 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 152,5 Millionen Euro (Vorjahr: 125,9 Millionen Euro) und beinhalten ausschließlich langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber MIOL. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 2.200,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1.462,1 Millionen Euro) betrifft Kundenvorauszahlungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag. Neben Kundenvorauszahlungen auf Produkt Support und Services in Höhe von 74,0 Millionen Euro verzeichnete die Gesellschaft auch höhere Kundenvorauszahlungen auf Produkte und Services in Höhe von 2.126,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1.409,2 Millionen Euro). VIII. Zusammenfassung der Lage Die Budgetziele der Microsoft Deutschland GmbH hinsichtlich des Umsatzes wurden insgesamt wie erwartet erreicht, die Budgetziele für die Operativen Aufwendungen wurden trotz der Umsetzung eines konzernweiten Strukturänderungsplanes wie erwartet getroffen. Die Geschäftsführung war aufgrund des Umsatzwachstums in den für uns wichtigsten Produktbereichen und mit dem Geschäftsverlauf sowie mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres insgesamt sehr zufrieden. Vor allem das Segment "Intelligent Cloud" mit den Produkten Azure, Power BI und EMS wird aus unserer Sicht vom deutschen Markt vermehrt in Anspruch genommen. IX. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Risikomanagementsystem Als ein international auf sehr vielen Märkten tätiger Konzern mit einem breiten Spektrum von Produkten, Geräten und Dienstleistungen ist Microsoft vielfältigen Risiken ausgesetzt. Als ein Teil des Konzerns unterliegt die Microsoft Deutschland GmbH in ihrer Rolle als Limited Risk Distributor in einem begrenzten Maße ebenfalls Teilen dieser Risiken. Ein detailliertes und zeitnahes Reporting nach Segmenten und Geschäftsbereichen unterstützt uns dabei, Marktentwicklungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und hierauf angemessen zu reagieren. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt gemäß dem Geschäftszweck der Microsoft Deutschland GmbH durch den liquiditätswirksamen Erhalt von Vergütungen für erbrachte Vermittlungsleistungen von der Microsoft Ireland Operations Ltd. sowie aus der Erzielung von Eigenumsätzen durch Lieferung von Software und Hardware und der Leistungserbringung in den Bereichen Consulting Services und Support. Aus der Vermittlungstätigkeit resultiert dabei mindestens ein monatlicher Ersatz aller Aufwendungen durch die MIOL, sodass eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Gesellschaft jederzeit gewährleistet sein soll und ein Marktpreisrisiko begrenzt ist. Ebenso resultieren für uns keine Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die von Bedeutung wären, da wir Zahlungsstromschwankungen über das konzernweite Cash-Pooling-System abfedern können. Es werden keine Transaktionen in Form von Sicherungsgeschäften durch die Microsoft Deutschland GmbH abgeschlossen. Die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Eventuelle Zahlungsausfallrisiken werden mittels Vorauszahlungen gesichert. Fremdwährungskursrisiken werden nicht durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Effekte der Finanzlage werden nicht lokal, sondern ausschließlich auf Konzernebene gesteuert. Die ergebniswirksamen Auswirkungen aus Fremdwährungsumrechnungen sehen wir jedoch als nicht materiell an. Das gestiegene Zinsniveau betrachten wir als geringes Risiko. Unter Finanzierungsaspekten ist der Einfluss von Zinsänderungen aus unserer Sicht aber zu vernachlässigen. Über den konzerninternen "Cash Pool" haben wir zudem Zugriff auf Finanzierungsressourcen zur Abdeckung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Operative Chancen und Risiken Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung, dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, wobei ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > 30 Millionen Euro im Falle seines Eintretens, definiert ist. Alle anderen Risiken ordnen wir als gering ein. Absatz Unsicherheiten für die weitere Entwicklung im Absatz von Softwareprodukten, Geräten und Dienstleistungen liegen allgemein in der deutschen Binnennachfrage sowie den konjunkturellen Folgen bedingt durch den Russland-Ukraine-Krieg sowie den Gaza-Krieg. Risiken ergeben sich insbesondere aus der volatilen Entwicklung des privaten Konsums. Chancen sehen wir in der stabilen Entwicklung der IKT-Branche und dem anhaltenden Trend zur hybriden Arbeit. Microsoft wird durch die gezielte Stärkung und Förderung der Innovationskraft einen Beitrag dazu leisten, damit Privat- und Geschäftskunden dennoch und weiterhin Produkte und Dienstleistungen erwerben. Über das bewusste Hinterfragen der Organisationsstruktur, verbunden mit der Flexibilität, Anpassungen kurzfristig zu implementieren, stellen wir sicher, dass wir auch in neuen Bereichen präsent sind und neue Marktpositionen besetzen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko, unverändert zum Vorjahr, als gering ein. Politische Lage Deutschland steht bezüglich des Klimaschutzes weiterhin vor einer Jahrhundertaufgabe. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 80 Prozent des Gesamtstrombedarfs decken. Und in weniger als 25 Jahren wollen wir klimaneutral leben. Um der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit auch mehr Konsequenz zu verleihen, sieht die Bundesregierung die Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft hin zu einer Sozial-ökologischen Marktwirtschaft als erforderlich. 46 Diese Entwicklung könnte zu einem veränderten Investitionsverhalten von Unternehmen und Privatpersonen führen. Für die Microsoft Deutschland GmbH rechnen wir unverändert nur mit einem kurzfristigen, geringen Risiko für unsere Ertragslage aus Investitionsverschiebungen oder kurzfristigen Investitionskürzungen einzelner Kunden. Durch den zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen 47 und den anhaltenden Trend zu hybrider Arbeit 48 überlagern die Wachstumstrends der Branche die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Der gemeinsam von Bitkom und dem ifo-Institut ermittelte Digitalindex lag im Juni 2023 bei 12,1 Punkten und setzte sich damit deutlich von der Gesamtwirtschaft ab, die nach Angaben des ifo-Instituts mit -6,6 Punkten erneut im Minus lag. 49 Unser lokales und globales Management beobachtet die weltwirtschaftliche Situation aber weiterhin sehr genau, um kurzfristig auf etwaige Entwicklungen reagieren zu können.
46
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2023.pdf?_blob=publication-
File&v=3
Branche Als Branchenverband erstellt der Bitkom halbjährlich aktualisierte Konjunkturdaten, zuletzt im Januar 2024. "Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt", heißt es dort. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Investitionsplänen der ITK-Unternehmen wider. Laut Bitkom "[...] wollen 22 Prozent ihre Investitionen 2024 erhöhen und 61 Prozent die Ausgaben konstant halten, 17 Prozent müssen auf die Bremse treten". Die Informationstechnik bleibt der Hauptwachstumstreiber im Sektor, mit einem prognostizierten Umsatz von 151,5 Milliarden Euro in 2024, was einem Anstieg von 6,1 Prozent entspricht. Besonders stark wächst das Softwaregeschäft mit einem Plus von 9,4 Prozent auf 45,5 Milliarden Euro. Auch im Bereich der IT-Dienstleistungen wird ein Wachstum erwartet, insbesondere bei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug. Die klassische Unterhaltungselektronik schrumpft dagegen weiter mit einem erwarteten Umsatzrückgang von 3,4 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro im Jahr 2024. 50 Die Microsoft Deutschland GmbH als reine Vertriebsorganisation hat allerdings nur begrenzte Möglichkeiten der Einwirkung auf das aus Datenschutz und Datensicherheit resultierende Risiko im Bereich Softwareprodukte und Cloud-Diensten. Aufgrund der Vereinbarungen im Konzernverbund stufen wir das Risiko für unsere Gesellschaft allerdings unverändert als gering ein. Wettbewerb Wenngleich Microsoft mit seinen Investitionen in OpenAI und der Integration von OpenAI in Bing und Microsoft 365 zu den ersten Anbietern weltweit zählt, die generative KI in ihre Angebote einbinden, ist das dennoch nur der Auftakt zu einem neuen Wettbewerb unterschiedlicher Player im Markt - allen voran Google mit seiner generativen KI "Bard" und Meta mit "Llama". Es ist auch zu erwarten, dass die Möglichkeiten, OpenAI über geeignete Schnittstellen in eigene Anwendungen zu integrieren, einen weiteren Schub im Markt von KI-Lösungen geben wird. Unsere Serverprodukte stehen im Wettbewerb mit einer Vielzahl von Serverbetriebssystemen und -anwendungen, die von Unternehmen mit unterschiedlichen Marktansätzen angeboten werden. So bieten vertikal integrierte Computerhersteller wie Hewlett-Packard, IBM und Oracle eigene vorinstallierte Versionen des Betriebssystems Unix an. Außerdem bieten nahezu alle Computerhersteller Server-Hardware für Linux an, und viele beteiligen sich an der Entwicklung des Linux-Betriebssystems. Die Wettbewerbsposition von Linux hat zusätzlich von einer großen Anzahl kompatibler Anwendungen profitiert, die inzwischen von vielen kommerziellen und nicht-kommerziellen Softwareentwickler*innen produziert werden. Unsere Angebote für Datenbank-, Business-Intelligence- und Data-Warehousing-Lösungen stehen im Wettbewerb mit Produkten von IBM, Oracle, SAP und anderen Unternehmen. Des Weiteren konkurrieren auch unsere Produkte für Softwareentwickler*innen mit Angeboten von Adobe, IBM, Oracle und anderen Unternehmen oder Open-Source-Projekten wie Eclipse, PHP und Ruby on Rails. Unser Geschäftsbereich Enterprise Services konkurriert mit einer Vielzahl von Unternehmen, die Strategie- und Geschäftsplanung, Anwendungsentwicklung und Infrastrukturdienste anbieten, darunter multinationale Beratungsfirmen und kleine Nischenunternehmen, die sich auf bestimmte Technologien konzentrieren. Dynamics konkurriert mit Cloud-basierten und lokalen Anbietern von Geschäftslösungen wie Oracle, Salesforce.com und SAP. Unsere Enterprise Mobility + Security-Angebote konkurrieren auch mit Produkten einer Reihe von Wettbewerbern, darunter zahlreichen Anbietern von Identitäts- und Sicherheitslösungen. Azure steht in einem vielfältigen Wettbewerb mit Firmen wie Amazon, Google, IBM, Oracle, VMware sowie Open-Source-Angeboten. Der Wettbewerbsvorteil von Azure besteht darin, dass es eine hybride Cloud ermöglicht, die den Einsatz bestehende Rechenzentren mit unserer Public Cloud in einer einzelnen zusammenhängenden Infrastruktur erlaubt. Zudem kann Azure nach unserer Einschätzung in einem Maßstab betrieben werden, der den Bedürfnissen von Unternehmen jeder Größe und Komplexität gerecht wird. In Verbindung mit unserem breiten Portfolio an Identitäts- und Sicherheitslösungen können wir komplexe Cybersicherheitsherausforderungen für unsere Kunden effektiv lösen. Zu den Wettbewerbern von Office gehören Software- und globale Anwendungsanbieter wie Apple, Cisco Systems, Facebook, Google, IBM, Okta, Proofpoint, Slack, Symantec, Zoom und zahlreiche Wettbewerber für webbasierte und mobile Anwendungen sowie lokale Anwendungsentwickler*innen. Windows steht im Wettbewerb mit verschiedenen Softwareprodukten und alternativen Plattformen und Geräten, vor allem von Apple und Google. Wir entwickelten Windows mit dem Ziel unseren Kunden Auswahl, Qualität, Flexibilität, Sicherheit, eine benutzerfreundliche Oberfläche und Kompatibilität mit einer Vielzahl von Hard- und Softwareanwendungen zu bieten. Unser Geräte-Portfolio steht im Wettbewerb mit verschiedenen Computer-, Tablet- und Hardwareherstellern, die eine Kombination aus hochwertigem Industriedesign und innovativen Technologien in verschiedenen Preiskategorien anbieten. Zu diesen Herstellern, von denen viele auch aktuelle oder potenzielle Partner und Kunden sind, gehören Apple sowie unsere Windows-OEMs. Xbox und unsere Cloud-Gaming-Dienste stehen im Wettbewerb mit verschiedenen Online-Gaming-Ökosystemen und Game-Streaming-Diensten, einschließlich der von Amazon, Apple, Facebook, Google und Tencent betriebenen Dienste. Wir konkurrieren auch mit anderen Anbietern von Unterhaltungsdiensten wie Video-Streaming-Plattformen. Unsere Spieleplattform konkurriert mit den Konsolenplattformen von Nintendo und Sony, die beide einen großen, etablierten Kundenstamm haben. Insgesamt ordnen wir die mit dem Wettbewerb einhergehende Chance bzw. das verbundene Risiko unverändert als hoch ein. Dennoch glauben wir, dass wir uns durch die Positionierung von Microsoft im Wettbewerb sowie durch das gezielte Stärken und Fördern der Innovationskraft einen Beitrag dazu leisten, damit Privat- und Geschäftskunden auch weiterhin Produkte und Dienstleistungen erwerben. Steuern Abgabenrechtliche Risiken können durch die fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen entstehen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Steuerbehörden im Rahmen von steuerlichen Außenprüfungen zu einer anderen Auffassung in Bezug auf die Umsetzung von Gesetzen und anderen Vorschriften gelangen. Wir begegnen diesem Risiko durch den Einsatz von internen und externen Steuerspezialisten. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko unverändert als gering ein. Bei Kenntnis von abgabenrechtlichen Risiken würden wir eine angemessene Risikovorsorge treffen. Beschaffung Es besteht grundsätzlich ein Risiko in der Abhängigkeit der Gesellschaft von der Microsoft Corporation bzw. weiterer Konzerngesellschaften hinsichtlich der Beschaffung der zum Vertrieb bestimmten Hard- und Software. Eine Änderung der Vertriebswege im Microsoft-Konzern könnte somit eine wesentliche Auswirkung auf unser Geschäftsmodell haben. Aufgrund bestehender vertraglicher Vereinbarungen sowie der durch Microsoft umgesetzten Strategien schätzen wir das Beschaffungsrisiko jedoch unverändert als gering ein. Mitarbeiter*innen und Partner Mitarbeiter*innen bleiben eine der treibenden Kräfte hinter dem wirtschaftlichen Erfolg von Microsoft. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 hat sich Microsoft stark auf die Einstellung neuer Mitarbeitenden konzentriert, parallel zu der Weiterentwicklung von Mitarbeiter*innen innerhalb ihrer bestehenden Funktionen. Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 hat Microsoft aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes die Anzahl der externen Einstellgen deutlich reduziert und sich auf die Entwicklung und Förderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentriert. Durch Trainingsprogramme und weitere Investitionen des lokalen Transformation Teams, des Learning Teams, der Personalabteilung und des Microsoft Global Learning & Development Teams können wir unserer Belegschaft ein Portfolio an technischen Trainings anbieten. Microsoft Deutschland glaubt sich dadurch vom Wettbewerb abheben zu können und ihren Mitarbeitenden einen Expert*innen Status in einer schnelllebigen Branche angedeihen zu lassen. Auch weitere Trainings - wie beispielsweise zu barrierefreien Technologien, inklusive und empathische Führung sowie Coaching-Ansätze für den Arbeitsplatz - unterstützen unsere Belegschaft dabei in einer innovativen, kundenorientierten und flexiblen Arbeitskultur zu agieren. Mit einer sich rasant entwickelnden Branche und einem wettbewerbsfähigen Einstellungsmarkt ist es eine Herausforderung, sowohl Talente zu erhalten und weiterzuentwickeln als auch Talente anzuwerben. Trotz Herausforderungen des Einstellungsmarktes bleibt Microsoft zuversichtlich, geeignete Mitarbeiter*innen zu finden. Wie in den vergangenen Jahren werden wir auch weiterhin in unsere Talente der Zukunft investieren und planen Praktikant*innen und Studierende für unser fortlaufendes "Student Explorer Program" und Absolvent*innen für unser neues Microsoft Aspire Absolvent-Programm einzustellen. Erfolgreiche Employer-Branding-Maßnahmen sowie strategische Partnerschaften und Outreach-Events mit technischen Communities sowohl für Berufseinsteiger*innen als auch für die Professionals-Zielgruppe sollen es uns ermöglichen, auch in einem sehr wettbewerbsfähigen Arbeitsmarkt weiterhin die besten Talente für Microsoft zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko unverändert als gering ein. Produkthaftung, Patentrecht sowie Wettbewerbs- und Kartellrecht Für die Microsoft Deutschland GmbH sind die rechtlichen Risiken begrenzt. Risiken aus Produkthaftung, Patentrecht sowie Wettbewerbs- und Kartellrecht ergeben sich nicht oder in nur begrenztem Umfang. Die Microsoft Deutschland GmbH tritt im Rahmen der Transformation des Vertriebsmodells nicht mehr ausschließlich als Vermittler von Soft- und Hardwarelösungen auf, sondern im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Dennoch sind Gewährleistungs- sowie etwaige Haftungsansprüche aufgrund vertraglicher Vereinbarungen von Kunden in erster Linie gegenüber der Microsoft Ireland Operations Ltd. geltend zu machen. Die Microsoft Deutschland GmbH erbringt für Kunden auch Dienstleistungen im Rahmen der Beratungsverträge (MCS, Premier). Es handelt sich hierbei in der Mehrheit um Dienstleistungsverträge, teilweise enthalten die Verträge ebenfalls geringfügige werkvertragliche Komponenten. Rechtliche Risiken aufgrund von Gewährleistungsansprüchen aus Werkverträgen oder Schadensersatz-, Nacherfüllungs- oder Verzugsschäden aus Dienstverträgen schätzen wir unverändert als gering ein. Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen rechtlichen Verfahren anhängig. Insgesamt erachten wir die rechtlichen Risiken als gering. Chancenbericht Die Transformation des Vertriebsmodells vom klassischen Lizenzverkauf von Software hin zum Lösungsgeschäft mit Cloud-Services bleibt weiterhin Kernaufgabe des Microsoft-Konzerns. Microsoft stellt eine konsistente und umfassende Infrastruktur sowie Services bereit, die es Organisationen ermöglichen sollen, ihre Produktivität und Zukunftsfähigkeit zu verbessern sowie nachhaltiger und effizienter zu agieren. 51 Microsoft entwickelt, lizenziert und unterstützt zudem eine breite Palette an Softwareprodukten, Diensten und Geräten, die für Kunden neue Chancen, größeres Vertrauen und Mehrwert liefern sollen. Durch unsere Marktstellung sehen wir hier eine Chance, den Markt besser zu bedienen als der Wettbewerb und unseren Marktanteil weiter auszubauen. Im Bereich "Hybrid Work" möchte Microsoft mit seinen Lösungen die Produktivität am hybriden Arbeitsplatz steigern und eine reibungslose und sichere Kommunikation nicht nur im Unternehmensumfeld, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung, in Bildungseinrichtungen und zu Hause ermöglichen. 52 53 54 55 56 Wir sehen Microsoft 365, unsere zentrale Produktivitätssuite aus der Cloud, weiterhin als ein Schlüsselelement für Kunden und das eigene Geschäftswachstum - ergänzt um Windows 365, den ersten Cloud-basierten PC. 57 58 59
51
https://azure.microsoft.com/de-de/explore/global-infrastructure/
Wachstum sieht Microsoft auch in der Digitalisierung von Unternehmensfunktionen im Bereich "Business Applications" für Geschäftskunden unterschiedlicher Größenordnungen. Zunehmend werden Unternehmensprozesse digitalisiert. Mit Dynamics 365 entwickelt Microsoft modulare, intelligente Geschäftsanwendungen, die Mitarbeitende in Vertrieb und Marketing, Services und Finance, bei Geschäftsabläufen, HR und dem digitalen Handel unterstützen, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden. 60 61 Der Einsatz der Cloud-Technologie ist für die digitale Transformation jeder Organisation unverzichtbar. Microsoft bietet mit Azure eine globale, skalierbare und hybride Cloud-Plattform an, die auf die Produktivität der Developer setzt und "SaaS-Applikationen" integriert. 62 Die regulatorischen Vorgaben und Kundenanforderungen an die Cloud-Nutzung in Deutschland haben sich nach unseren Erfahrungen in den letzten Jahren weiter gewandelt. Mit den Diskussionen um die "Digitale Souveränität" der EU, der europäischen Cloud "GAIA-X" und dem Aufbau einer vernetzten europäischen Dateninfrastruktur nimmt die Digitalisierung in der Cloud konkrete Formen an. Microsoft sieht sich hier als vertrauensvollen Partner und Impulsgeber - wir sind bereit, diese souveräne Cloud umzusetzen. 63 64 Im Juli 2022 haben wir die Microsoft Cloud for Sovereignty angekündigt, die es Kunden des öffentlichen Sektors ermöglicht, Workloads in der Cloud zu erstellen und gleichzeitig hohe Anforderungen an Security und Compliance zu erfüllen. 65 66 Weitere Wachstumschancen für Microsoft Deutschland ergeben sich bei der verstärkten Nutzung künstlicher Intelligenz, des industriellen IoT, von Edge- und Quanten-Computing sowie auf dem Feld der Computer- und Konsolenspiele. Microsoft wird weiterhin auf das Fundament im Gaming-Bereich bauen und daran arbeiten, die Community der inzwischen mehr als 25 Millionen Xbox Game Pass-Mitgliedern mit spannenden Entertainment-Angeboten auszubauen. 67 Trends Viele Marktforschungs- und Beratungshäuser veröffentlichen zum Beginn eines Kalenderjahrs Berichte und Studien zu den wichtigsten technologischen Trends, auf die sich Technologieunternehmen wie Microsoft strategisch einstellen sollten. Wie in den Vorjahren, beschränken wir uns auch für diesen Bericht auf die Trends von Gartner, die weltweit anerkannt sind 68. Zudem erlaubt diese Verengung über den Berichtszeitraum hinaus unter Umständen spannende Vergleiche zu den Vorjahren. 69
60 https://dynamics.microsoft.com/de-de/
Gartner hat diese zehn Trends veröffentlicht und zu vier Oberkategorien zugeordnet: Thema 1: Optimierung
Thema 2: Skalierung
Thema 3: Pionierleistung
Thema 4: Nachhaltige Technologie
Microsoft hat mehr als elf Milliarden US-Dollar in das Chat-GPT-Unternehmen OpenAI investiert 70 , als es seine Arbeit begann, und hat zudem ChatGPT in seine Suchmaschine Bing integriert und mit Bing-Chat eine der ersten Anwendungen für generative KI auf den Markt gebracht. Mit Microsoft 365 Copilot wird Microsoft generative KI künftig zudem in seine Office-Produkte integrieren. Microsoft 365 Copilot ist ein KI-gestützter digitaler Assistent, der den Benutzern personalisierte Unterstützung bei einer Reihe von Aufgaben und Aktivitäten bieten soll. Copilot stellt nicht nur eine Verbindung zwischen ChatGPT und Microsoft 365 her, sondern kombiniert die Leistung großer Sprachmodelle (LLMs) mit Ihren Daten in Microsoft Graph (einschließlich Ihres Kalenders sowie Ihrer E-Mails, Chats, Dokumente, Besprechungen und mehr) und den Microsoft 365-Apps, um Ihre Worte in das leistungsfähigste Produktivitätswerkzeug der Welt zu verwandeln 71. Es ist zu erwarten, dass Microsoft von der rasanten Entwicklung rund um generative KI als einer der wichtigsten Anbieter massiv profitieren wird. Daran wird auch die Microsoft Deutschland GmbH partizipieren - unter anderem durch die Erhöhung der eigenen Umsatzerlöse. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage Bestandsgefährdende Risiken sowie weitere wesentliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten, werden nicht gesehen. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen zur Risikominimierung der operativen Geschäftsvorfälle sowie der Einbindung in den Konzernverbund sehen wir keine Risiken, die den Bestand unseres Geschäftsmodells gefährden können. Wir glauben, dass wir durch die Strategie des Microsoft Konzerns in der Zukunft unseren Marktanteil weiter verbessern können.
70 Darunter zum Beispiel
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/microsofts-bing-hat-endlich-die-chance-google-mitchat-gpt-ein-schnippchen-zu-schlagen-wenn-es-schnell-handelt-a/
X. Ausblick Nach Informationen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat sich der private Konsum in Deutschland im Kalenderjahr 2023 erholt, da die Löhne und Sozialleistungen stiegen und die Inflationsrate sank. Dies wirkte sich positiv auf die Kaufkraft vieler Menschen aus und führt zu einer stärkeren Nachfrage der privaten Haushalte in der zweiten Jahreshälfte. 72 Das ifo Institut hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum 2024 von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent gesenkt und erwartet für 2025 eine leichte Erholung auf 1,3 Prozent. Ursachen sind eine schwächere Entwicklung Ende 2023 und wachsende Unsicherheiten, die Investitionen und Konsum dämpfen. Eine Haushaltskürzung könnte das Wachstum 2024 weiter auf 0,7 Prozent reduzieren. Trotzdem wird eine Erholung erwartet, getrieben durch steigende Löhne und sinkende Inflation. 73 ITK-Branche Im Kalenderjahr 2023 entwickelt sich das Geschäftsklima der Digitalbranche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft deutlich positiver, der Markt wuchs und es entstanden neue Arbeitsplätze. Der Digitalverband Bitkom sieht für die Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche auf dem deutschen Markt ein Umsatzplus von 2,1 Prozent auf 213,2 Mrd. Euro. Im Kalenderjahr 2024 soll das Wachstum mit 4,7 Prozent mehr als doppelt so hoch ausfallen. 74 Die Beschäftigung in der IKT-Branche entwickelt sich weiterhin positiv. Bis Ende des Kalenderjahres 2024 werden voraussichtlich rund 39.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Der Fachkräftemangel bleibt jedoch ein limitierender Faktor und eine Herausforderung für die ITK-Branche und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen. So stellt Bitkom fest, dass mehr Stellen besetzt werden könnten, wenn der Branche mehr Fachkräfte zur Verfügung stünden. Zuletzt gab es in Deutschland 137.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte. 75 76 Mit einem Plus von 3 Prozent kann die Informationstechnik laut Bitkom-Prognose das größte Umsatzwachstum verzeichnen. Dabei spielt künstliche Intelligenz mit einem herausragenden Wachstum von 40,8 Prozent auf eine Milliarde Euro eine immer wichtigere Rolle. Aber auch im Bereich "Security Appliances" wird ein starkes Umsatzwachstum von 6,6 Prozent erwartet, da Cybersicherheit für immer mehr Unternehmen und Organisationen eine zentrale Rolle spielt. Die IT-Hardware ist dagegen nach drei Jahren starken Wachstums mit einem Minus von 3,6 Prozent rückläufig. Die Unterhaltungselektronik kämpft seit Jahren mit Umsatzrückgängen. Für 2023 wird ein Minus von 2,0 Prozent prognostiziert. Aber auch für AR/VR & Smart Home Devices wird ein Umsatzrückgang von 4,2 Prozent erwartet. 77 78 Insgesamt kann die Digitalbranche als krisenfest bezeichnet werden, auch wenn gesamtwirtschaftliche Schwankungen, der Fachkräftemangel und die negative Umsatzentwicklung in einigen Bereichen der IT-Hardware Herausforderungen für die Branche darstellen.
72
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/deutsche-wirtschaft-rezession-prognosen-100.html
Microsoft Deutschland GmbH Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir nach interner Ergebnisrechnung mit einer Umsatzsteigerung von 11 Prozent. Dies ist ambitioniert, erscheint aber aufgrund der insbesondere im Bereich Digitalisierung und Cloud-Computing genannten Chancen erreichbar Neben den fortschreitenden technischen Innovationen hängt die Erreichung dieses Ziels wesentlich von einem nach wie vor hohen Engagement unserer Mitarbeiter*innen sowie einer unverändert hohen Leistungsbereitschaft des Partner-Kanals ab. Wir streben auch in den Geschäftsjahren 2023/2024 und 2024/2025 eine Mitarbeiterzufriedenheit von über 80 Prozent der betreffenden Indizes an. Dabei wird ein Fokus sein, dass wir eine starkes und wirksames Retention Management haben und die Talente fachlich und beruflich weiterentwickeln. Eine wichtige Rolle dabei spielt ein passender Mix aus internen und externen Einstellungen, sowie die Investition in unsere Trainee- und Praktikantenprogramme. Hinsichtlich der Kunden- und Partnerzufriedenheit (NSAT-Wert) sowie der Account Team Qualität (ATQ-Wert) werden zwar weiterhin Erhebungen vorgenommen, diese werden allerdings nicht mehr zur Steuerung des Unternehmens eingesetzt. Die Umsätze (ohne Provisionserlöse) der Microsoft Deutschland GmbH gemäß handelsrechtlicher externer Rechnungslegung werden sich voraussichtlich im Geschäftsjahr 2023/2024 gegenüber 2022/2023 auf einen Betrag zwischen 7,0 und 7,7 Mrd. EUR erhöhen. Treiber hierfür ist das zusätzlich generierte Neugeschäft sowie die Wachstumstendenzen im Bereich Digitalisierung und Cloud-Computing, das wir weiterhin anstreben. Maßgeblich für den Erfolg im Geschäftsjahr 2023/2024 sind die mit Blick auf das immer wichtiger werdende Cloud-Geschäft entstehende Marktdynamik wie auch die erfolgreiche Etablierung von Cloudbasierten Softwarelösungen. Die in den ersten 10 Monaten des Geschäftsjahres 2023/2024 erzielten Provisionserlöse betragen 512,8 Millionen Euro. Im Bereich Services wurden im gleichen Zeitraum Umsatzerlöse in Höhe von rund 190,2 Millionen Euro erzielt. Die Umsätze aus dem Direktvertrieb von Software und Hardware betrugen 6.047,4 Millionen Euro. Insgesamt erzielte die Gesellschaft damit in den ersten 10 Monaten des Geschäftsjahres 2023/2024 Umsatzerlöse (ohne Provisionserlöse) in Höhe von 6.237,6 Millionen Euro. Die im Rahmen der von der Microsoft Corporation angekündigten Strukturänderungen werden auch im Geschäftsjahr 2023/2024 zu restrukturierungsbedingten Einmalbelastungen führen, jedoch durch die bereits zum Teil erfolgte Umsetzung des konzernweiten Effizienzprogrammes ausgeglichen. Insgesamt rechnen wir bei den operativen Aufwendungen mit einem Rückgang im einstelligen Prozentbereich. Im darauffolgenden Geschäftsjahr planen wir dann weiterhin mit geringeren operativen Aufwendungen. Bei den Materialkosten für bezogene und zum Weiterverkauf bestimmte Produkte und Services planen wir im Geschäftsjahr 2023/2024 und in den darauffolgenden Geschäftsjahren jeweils mit Aufwendungen in Höhe von 95,6 Prozent der prognostizierten Umsatzerlöse gemäß handelsrechtlicher externer Rechnungslegung. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB Seit dem Geschäftsjahr 2016 erfüllt die Microsoft Deutschland GmbH die gesetzliche Verpflichtung, den Frauenanteil in der Besetzung der Geschäftsführung und den beiden obersten Führungsebenen auf Basis selbstbestimmter Zielgrößen zu definieren. Dieses Ziel verfolgen wir nach deutscher Gesetzgebung ergänzend zu unserer internen Strategie zur Förderung von Vielfalt und Inklusion in allen Facetten innerhalb unseres Unternehmens. Nach Maßgabe des "Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" (kurz: FührposGleichberG) wurden die unten aufgeführten Zielgrößen mit Erreichung bis zum 30. Juni 2024 per Gesellschafterbeschluss beschlossen. Zielgröße für die Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehört zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 weiterhin eine Frau an. Dies entspricht bei der Besetzung der Geschäftsführung zum 30. Juni 2023 mit vier Personen einer Quote von 25 Prozent und somit unserem im Kalenderjahr 2022 beschlossenen und angestrebten Anteil von 25 Prozent. Zielgröße für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung Mit einem Frauenanteil von 36,36 Prozent ist die Repräsentation von Frauen in der ersten Führungsetage im Vergleich zu 38,5 Prozent im Vorjahr in den letzten zwölf Monaten leicht zurückgegangen. In der zweiten Führungsetage konnte mit einem Frauenanteil von 42,96 Prozent das im Kalenderjahr 2022 beschlossene und angestrebte Ziel nicht vollständig erreicht werden.
Die Angabe zur gesetzlichen Frauenquote im Aufsichtsrat gemäß § 289f Abs. 2 Nr. 5 HGB in der Erklärung zur Unternehmensführung ist für die Microsoft Deutschland GmbH nicht erfolgt, da kein Aufsichtsrat besteht.
München, den 12. Juni 2024 Microsoft Deutschland GmbH vertreten durch die Geschäftsführung: Agnes Heftberger Keith Dolliver Benjamin Orndorff Florian Deter INHALTSVERZEICHNISBilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Allgemeine Hinweise Registerinformationen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Andere Informationen Bilanz zum 30. Juni 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023I. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 288 HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassenkriterien ist die Gesellschaft zum 30. Juni 2023 eine große Kapitalgesellschaft. Gegenstand des Unternehmens ist die Vermittlung und der Vertrieb von Hard- und Softwareprodukten der Microsoft Corporation sowie die Erbringung von Beratungs- und technischen Unterstützungsleistungen. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Microsoft Deutschland GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 70438 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, linear - über die festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren - abgeschrieben. Sachanlagevermögen Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. PCs und verbundene Peripheriegeräte werden innerhalb eines Geschäftsjahres abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 bis 10 Jahren. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einer Höhe von EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Vorräte Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben direkten Kosten auch systematisch zugerechnete Anteile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung bei kurzfristigen Forderungen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Langfristige Forderungen in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs bewertet, sofern diese zu einer Abwertung der Forderungen führen. Ansonsten erfolgt der Ansatz mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Einbuchung. Langfristige Forderungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen wegen allgemeiner und besonderer Kreditrisiken vorgenommen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennbetragen bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen beziehen sich auf Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. 2. Passiva Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus laufenden Ansprüchen von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrenten ausgeschiedener Mitarbeiter und die Pensionsverpflichtungen aus den im Geschäftsjahr 2005 übertragenen einzelvertraglichen Pensionszusagen auf die Microsoft Deutschland GmbH wurden unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Grundsätze berechnet. Die Bewertungen der Pensionsrückstellungen basieren auf folgenden Bewertungsverfahren und grundlegenden Annahmen:
Wir haben vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 Gebrauch gemacht und einen Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden pauschal abgezinst (nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst). Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung bei kurzfristigen Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Das Imparitätsprinzip wird bei den Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner einem Jahr nicht beachtet. Langfristige Verbindlichkeiten im Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags bewertet, sofern diese zu einer Aufwertung der Verbindlichkeiten führen. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungen beziehen sich auf Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. 3. Gewinn- und Verlustrechnung Bei Erlösen aus dem Verkauf bzw. Überlassung von Softwarelizenzen ist zwischen Volumenlizenzen und sonstigen Lizenzen zu unterscheiden. Volumenlizenzen richten sich an Großkunden und werden im Rahmen von Mehrkomponentenverträge vertrieben, die neben reinen Softwarelizenzen auch Leistungen, insbesondere Service- und Wartungsleistungen beinhalten. Für die Beurteilung der Umsatzrealisierung erfolgt eine gesonderte Betrachtung der Komponenten, da diese verlässlich trennbar und einzeln bewertbar sind. Die Vertragsregelungen bezüglich der Lizenzkomponente können inhaltlich sowohl gemäß Kaufvertrags- oder gemäß Mietvertragsregelungen ausgestaltet sein. Bei Lizenzkomponenten die Kaufvertragsregelungen unterliegen, erfolgt aufgrund der sofortigen Übertragung des Nutzungsrechts an der Lizenz eine sofortige und vollständige Umsatzrealisierung der Lizenzkomponente. Die Umsatzrealisierung für die Leistungskomponente(n) (Service, Wartung etc.) erfolgt anteilig über den vertraglichen Leistungszeitraum. Bei Volumenlizenzverträgen, in denen die Lizenzkomponente Mietvertragsregelungen unterliegt, erfolgt bezüglich der Lizenz eine ratierliche Umsatzrealisierung über den jeweiligen Vertragszeitraum. Die Umsatzerlöse aus Sonstige Lizenzen werden nach Übertragung des Nutzungsrechts realisiert. Erlöse aus Beratungs- und Unterstützungsleistungen, welche im Rahmen von geschlossenen Dienstverträgen erbracht werden, werden nach erbrachter Leistung realisiert. Erlöse aus Beratungsleistungen welche im Rahmen von geschlossenen Werkverträge erbracht werden, werden nach erfolgter Kundenabnahme realisiert. Provisionserlöse werden periodengerecht mit der Entstehung der zugrundeliegenden Aufwendungen realisiert, für die sie erstattet werden. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Umlaufvermögen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.890.473 (Vorjahr: TEUR 2.007.739) betreffen mit TEUR 82.556 (Vorjahr: TEUR 78.220) Provisionsforderungen und mit TEUR 1.214.929 (Vorjahr: TEUR 853.586) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen ein irisches Konzernunternehmen sowie mit TEUR 590.841 (Vorjahr: TEUR 1.073.407) Forderungen gegen die Microsoft Global Finance ULC., Ireland, aus dem Cash-Pooling-Vertrag, und sonstige Forderungen TEUR 2.147 (Vorjahr: TEUR 2.526). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.400 (Vorjahr: TEUR 8.627) haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr - und beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren TEUR 3.821 (Vorjahr: TEUR 6.102) und Forderungen gegen Mitarbeiter TEUR 1.044 (Vorjahr: TEUR 746). 3. Aktive Rechnungsabgrenzung Die in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 5.917 (Vorjahr: TEUR 4.183) enthaltenen Kostenvorauszahlungen betreffen hauptsächlich vorausbezahlte Versicherungsbeiträge. 4. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern des Sachanlagevermögens in der Handels- und Steuerbilanz, den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen, den nur in der Steuerbilanz ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerten sowie einer abweichenden Forderungsbewertung in der Handels- und Steuerbilanz. Passive latente Steuern ergeben sich aus der abweichenden Behandlung unrealisierter Kurseffekte in der Handels- und Steuerbilanz und aus der Zeitwertbilanzierung von Deckungsvermögen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz von 32,25 % (Vj. 32,25 %). Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung wurde gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. 5. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 2.582. Die Kapitalrücklage beläuft sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf TEUR 9.862. Der Jahresüberschuss zum 30. Juni 2023 beträgt TEUR 254.557 (Vorjahr: TEUR 219.292). Aus dem Vorjahresbilanzgewinn in Höhe von TEUR 991.092 erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 500.000. Der verbleibende Bilanzgewinn beläuft sich auf TEUR 491.092. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22. Mai 2023 wurde der Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 festgestellt und der Beschluss gefasst, den verbleibenden Bilanzgewinn von TEUR 491.092 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionszusagen an ehemalige Geschäftsführer der PC & C Personal Computing & Communication Vertriebs GmbH, Hamburg, sowie Verpflichtungen aus unverfallbaren Anwartschaften auf Todesfallkapitalleistungen sowie Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrenten ausgeschiedener Mitarbeiter in Höhe von TEUR 24.126 (Vorjahr: TEUR 25.843). Direktzusagen an Geschäftsführer oder ehemalige Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH bestehen nicht. Das Deckungsvermögen wird auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
Der zur Abzinsung verwendete Rechnungszins basiert auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vorangegangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzte Betrag um TEUR 1.019. Dieser Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen TEUR 270.317 (Vorjahr: TEUR 256.523) enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 40.451 (Vorjahr: TEUR 38.018), Marketingrückstellungen TEUR 10.805 (Vorjahr: TEUR 25.251), Rückstellungen für Verkaufsförderung und Bonus TEUR 67.900 (Vorjahr: TEUR 78.080), Bonusrückstellungen für Mitarbeiter TEUR 81.707 (Vorjahr: TEUR 77.200), Urlaubsrückstellungen TEUR 21.493 (Vorjahr: TEUR 21.376) und Rückstellungen für Abfindungen TEUR 39.474 (Vorjahr: TEUR 7.991) und Rückstellungen für langfristig Mietverpflichtungen TEUR 6.643 (Vorjahr: TEUR 7.008). Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen belief sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 1.690 (Vorjahr: TEUR 1.296). Die Rückstellung für Steuern wurde mit TEUR 52.788 (Vorjahr: TEUR 104.328) für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer erfasst. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 514.830 (Vorjahr: TEUR 440.692) haben die folgenden Restlaufzeiten:
Die Erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 520 (Vorjahr: TEUR 3.535) beinhalten Vorauszahlungen auf langfristige Fertigungsaufträge für Dienstleistungen im Bereich Services und haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 152.540 (Vorjahr: TEUR 125.917) und beinhalten, wie im Vorjahr, ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 350.146 (Vorjahr: TEUR 294.905) haben - wie im Vorjahr - vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer TEUR 311.720 (Vorjahr: TEUR 259.845); Lohn- und Kirchensteuer TEUR 18.219 (Vorjahr: TEUR 15.616), Einbehalte im Zusammenhang mit dem Aktiensparplan ESPP TEUR 5.293 (Vorjahr: TEUR 4.973) und kreditorischen Debitoren TEUR 2.610 (Vorjahr: TEUR 2.434). 8. Passive Rechnungsabgrenzung Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.200.328 (Vorjahr: TEUR 1.462.117) betrifft mit TEUR 74.001 (Vorjahr: TEUR 52.953) Kundenvorauszahlungen auf Produkt Support und Serviceverträge für bestimmte Zeiträume nach dem Abschlussstichtag. Die Laufzeit der Verträge beträgt in der Regel bis zu zwölf Monate, in Einzelfällen bis zu 36 Monate. Die Kundenvorauszahlungen auf abzugrenzende Umsätze aus dem direkten Vertrieb von Produkten und Services im eigenen Namen und auf eigene Rechnung betrugen TEUR 2.126.327 (Vorjahr: TEUR 1.409.164). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres verteilen sich wie folgt: Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 21.339 (Vorjahr: TEUR 20.716) handelt es sich neben Kostenumlagen im Konzernverbund in Höhe von TEUR 2.021 (Vorjahr: 2.361) um Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5.869 (Vorjahr: TEUR 7.342) und um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 13.250 (Vorjahr: TEUR 8.091). Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13.250 ausgewiesen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 225.181 (Vorjahr: TEUR 250.358) betreffen im Wesentlichen Marketingaufwendungen TEUR 66.914 (Vorjahr: TEUR 140.911), Aufwendungen für Dienstleistungen/Outsourcing TEUR 23.518 (Vorjahr: TEUR 25.877), Aufwendungen für Kraftfahrzeuge TEUR 18.411 (Vorjahr: TEUR 14.435) sowie Reise- und Bewirtungsaufwendungen TEUR 13.248 (Vorjahr: TEUR 8.342). Ebenso sind Abfindungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 66.974 (Vorjahr: TEUR 16.727) und Aufwendungen für Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6.115 (Vorjahr: TEUR 6.239) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 4. Zinsergebnis Im Zinsergebnis sind die folgenden Beträge aus der Auf- bzw. Abzinsung enthalten: Unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13.181. (Vorjahr : TEUR 0) und Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.038) ausgewiesen. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen von TEUR 1.674 (Vorjahr: TEUR 547) ausgewiesen. Bei den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen handelt es sich um einen Bruttoaufwand. Des Weiteren werden Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen für langfristig abgegrenzte Mietverpflichtungen von TEUR 8 (Vorjahr: Zinsaufwand i.H.v. TEUR 368) und sonstige Zinsaufwendungen von TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 572) ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 136.998 (Vorjahr: TEUR 104.653) beziehen sich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. V. Andere Informationen Ausschüttungssperre Es besteht zum Bilanzstichtag ein nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.019, der sich aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre ergibt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), die auf Pensionsrückstellungen entfallen, wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der die Anschaffungskosten der Wertpapiere übersteigende gebuchte Betrag führt zu einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB. Diese beträgt am 30. Juni 2023 TEUR 31. Diesen Ausschüttungssperren steht jedoch in mehr als in voller Höhe eine frei verwendbare Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 9.862 gegenüber. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 hat die Microsoft Deutschland GmbH 100 % der Anteile an der Nuance Communications GmbH, Aachen, zu einem Kaufpreis von 12.300.000,00 USD erworben. Mit Wirkung zum 2. Juli 2023 hat die Microsoft Deutschland GmbH 100 % der Anteile an der Nuance Communications Healthcare Germany GmbH, Aachen, zu einem Kaufpreis von 7.394.011,00 USD erworben. Auf Grund der Verschmelzungsverträge vom 30. August 2023 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag wurden die Nuance Communications GmbH, Aachen, und die Nuance Communications Healthcare Germany GmbH, Aachen, mit der Microsoft Deutschland GmbH verschmolzen. Aus den Verschmelzungen resultierte ein Verschmelzungsverlust von 3,7 Mio. EUR. Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch folgende Geschäftsführer vertreten: Dr. Marianne Janik, Eichenau, Vorsitzende der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH wurde mit Datum vom 5. April 2024 als Geschäftsführerin abberufen. Agnes Heftberger, München, wurde mit Datum vom 17. April 2024 als Vorsitzende der Geschäftsführung bestellt. Thorsten Herrmann, München, Enterprise Commercial Lead der Microsoft Deutschland GmbH wurde mit Datum vom 19. August 2022 als Geschäftsführer abberufen. Florian Deter, München, Enterprise Commercial Lead der Microsoft Deutschland GmbH wurde mit Datum vom 19. August 2022 als Geschäftsführer bestellt. Keith Dolliver, Issaqua, WA/USA, Associate General Counsel der Microsoft Corporation Benjamin Orndorff, Mercer Island, WA/USA, Associate General Counsel der Microsoft Corporation Jeder Geschäftsführer hat die Befugnis, die Gesellschaft einzeln zu vertreten. Die Geschäftsführerbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.473 (Vorjahr: TEUR 3.613). Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die in der Bilanz nicht enthaltenen Geschäfte betreffen Verpflichtungen aus KfZ-Leasingverträgen sowie Leasingverträge für Multifunktionsgeräte und Kaffeeautomaten in Höhe von TEUR 8.100 (Vorjahr: TEUR 6.461); davon sind im nächsten Geschäftsjahr TEUR 5.327 fällig. Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die im Berichtsjahr nicht bilanzierten Geschäfte betreffen zukünftige Verpflichtungen aus Mietverträgen für Bürogebäude im Gesamtbetrag von TEUR 70.900 (Vorjahr: TEUR 75.286). Davon sind im kommenden Geschäftsjahr TEUR 9.636 (Vorjahr: TEUR 8.924) fällig. Neben den angegebenen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen keine weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Die Verpflichtungen im Zusammenhang mit begonnenen Investitionsvorhaben (Bestellobligo) belaufen sich zum 30. Juni 2023 auf TEUR 1.002. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 3.169 (Vorjahr: 2.962). Davon gehörten permanent 14 Angestellte dem lokalen Management Team (leitende Angestellte) an. Die Arbeitnehmer teilen sich auf die folgenden Standorte auf:
Transaktionen mit nahestehenden Personen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Geschäfte mit folgenden nahestehenden Personen getätigt:
Es wurden keine Geschäfte mit der Gesellschafterin getätigt. Honorar des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers der Microsoft Deutschland GmbH, der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, wurden im Geschäftsjahr Honorare von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 204) für Abschlussprüfungsleistungen erfasst. Neben der Abschlussprüfung wurden durch die Deloitte GmbH keine Dienstleistungen erbracht. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Microsoft Corporation, Redmond, Washington, USA, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) unter der Registernummer 0000789019 eingesehen werden. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Gewinnvortrag von TEUR 491.092 und dem Jahresüberschuss von TEUR 254.557 einen Betrag von insgesamt TEUR 437.000 auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 308.650 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
München, den 12. Juni 2024 Microsoft Deutschland GmbH vertreten durch die Geschäftsführung: Florian Deter Benjamin Orndorff Keith Dolliver Agnes Heftberger Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Microsoft Deutschland GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Microsoft Deutschland GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Microsoft Deutschland GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 12. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Dr. Thomas Reitmayr, Wirtschaftsprüfer Christian Booms, Wirtschaftsprüfer Feststellung Jahresabschluss Geschäftsjahr 2023 Mit Gesellschafterbeschluss vom 12. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss der Microsoft Deutschland GmbH zum 30. Juni 2023 festgestellt. |
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