Beteiligungsgesellschaften
EURO Kartensysteme GmbH
Solmsstraße 6, 60486 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susanne Raupbach seit 14.1.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Edwin Hommel seit 3.12.2021 | Geschäftsführer |
Jürgen Wolfgang Herrmann seit 1.3.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (12)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.44% | |
DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank | 19.60% |
| 15.78% | |
| 15.37% | |
UniCredit S.p.A. | 6.03% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EURO Kartensysteme GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell der Gesellschaft Als Kompetenzzentrum der deutschen Banken und Sparkassen hat die Gesellschaft den Auftrag, für die deutsche Kreditwirtschaft Zahlungsverkehrsleistungen, insbesondere für den kartengestützten Zahlungsverkehr, zu entwickeln sowie die Lizenzierung der Marke Mastercard vorzunehmen. Hauptsächlich übernimmt die Gesellschaft zentrale Aufgaben im girocard-System z.B. in den Bereichen Produktmanagement, Marketing & Kommunikation, Relationship Management, Scheme Administration, Markenpflege und Betrugsbekämpfung. Weiterhin gehört zu den Aufgaben der Gesellschaft die Vergabe von Lizenzen (an Institute) zur Emission von Mastercard-Kreditkarten. Die Gesellschaft handelt dabei nach den Prinzipien eines neutralen Gemeinschaftsunternehmens im Markt. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Gesamtbeurteilung Der Geschäftsverlauf 2023 der Gesellschaft war geprägt von der Übernahme zusätzlicher Aufgaben im girocard-System sowie dem damit einhergehenden personellen Aufbau und den notwendigen organisatorischen Anpassungen. Insgesamt hat die Gesellschaft diese Herausforderungen gut gemeistert. b) Entwicklung des girocard-Systems
Im vergangenen Jahr bezahlten Kund:innen an der Kasse erneut häufiger mit ihrer girocard. Mit rund 7,5 Milliarden Bezahlvorgängen zeigt die Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft erneut ein sehr stabiles Wachstum: Die Anzahl der Transaktionen stieg im Vergleich zum Vorjahr (6,7 Milliarden) um 11,5 Prozent. Die Umsätze erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 7,1 Prozent auf 304 Milliarden Euro (2022: 284 Milliarden Euro). Besonders deutlich zeigt sich die Popularität der girocard in der großen Akzeptanz im Handel: Im vergangenen Jahr standen monatlich bis zu 1.132.000 aktive Terminals zur Verfügung, dies entspricht einem Plus von rund 8,3 Prozent (2022: 1.046.000 Terminals). Das ist der größte prozentuale Zuwachs seit 2010 und die höchste Steigerung in absoluten Zahlen seit mehr als 20 Jahren. Kontaktloses Bezahlen entwickelt sich weiterhin positiv. So nahm der Anteil an kontaktlosen Zahlungen im girocard-System trotz des bereits sehr hohen Niveaus weiter zu und lag zum Jahresende 2023 bei rund 84 Prozent (Vorjahr 79 Prozent). c) Produktentwicklung girocard Im Geschäftsjahr 2023 wurden die gegen Ende 2022 begonnen Arbeiten an den girocard Weiterentwicklungen fortgeführt. Dabei wurden im 1. Halbjahr für jeden der fünf Themencluster (Flexibilität in der Autorisierung, Unterstützung Kundenbindungsprogramme, In-App Zahlungsfähigkeit, Wallet-Verfügbarkeit, Digitaler Kassenbon) jeweils eigene Grobkonzepte durch die Fachabteilung der Gesellschaft erstellt und im Rahmen von Workshops mit Markteilnehmern besprochen. Die Inhalte dieser Grobkonzepte - u.a. die Beschreibung der Anwendungsfälle, technischen Architektur und Geschäftsmodell - bilden wiederum die Basis für die Fachkonzepte. Im Geschäftsjahr 2023 konnten diese für die Themen "Flexibilität in der Autorisierung" und "Unterstützung Kundenbindungsprogramme" weitestgehend abgeschlossen und in den Gremien der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) hinsichtlich technischer, sicherheitstechnischer und bankfachlicher Anforderungen bewertet werden. Zeitgleich fand die Erstellung von Schnittstellenspezifikationen für diese beiden Themen durch die SRC Security Research & Consulting GmbH statt. Die Gesellschaft war hier beratend eingebunden. Neben der konzeptionellen Arbeit ist die Produktentwicklung sehr stark in den Dialog mit Marktteilnehmern bezüglich einer potenziellen Markteinführung involviert. Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 übernimmt diese Aufgabe sukzessive die neu gegründete Vertriebsabteilung. Bei fachlichen Fragen wird aber die Produktentwicklung weiterhin regelmäßig zu Rate gezogen. Mit der Einführung eines "Sensorischen Brandings" für die girocard (Sound Logo und Animation beim Bezahlvorgang), kam über einen Auftrag der Sparkassen-Finanzgruppe eine weitere Funktionalität hinzu, die zu Beginn des Jahres noch nicht eingeplant war. Die Produktentwicklung erstellte hierzu eine Fachkonzeption und stimmte die Anforderungen für Terminalhersteller, Betreiber digitaler Karten und Netzbetreiber ab. Gemeinsam mit der Abteilung Marketing und Kommunikation wurde zudem eine Agentur mit der kreativen Erstellung der Markenerweiterung beauftragt. Zusätzlich wurde ein weiterer Dienstleister mit der Erstellung eines SDKs zur Implementierung in entsprechenden Geräten verpflichtet. Bis Ende des Jahres konnten somit die fachlichen Anforderungen und erste kreative Entwürfe bewertet werden. Die Funktionalität In-App Zahlungsfähigkeit wurde im Verlauf des Jahres weiter ausdetailliert - insbesondere konnte man sich mit der DK auf einen einheitlichen Ansatz bei der weiteren Ausarbeitung einigen. Die zugrundeliegende Architektur basiert dabei auf dem internationalen EMVCo SRC-Standard (Secure Remote Commerce-Standard). Der Anpassungsbedarf im girocard-System und bei den Issuern ist dabei verhältnismäßig gering und lässt im Frontend mehrere Lösungsvarianten zu. Mit diesem wichtigen Schritt kann die Produktentwicklung in 2024 den Schwerpunkt auf eine detaillierte Ausarbeitung auf Basis dieser Prämisse legen. Mit der Beauftragung und Durchführung einer Vorstudie zu einer möglichen girocard Integration in Google Pay konnten auch weitere Fortschritte im Funktionscluster Wallet-Verfügbarkeit erzielt werden. Die Vorstudie beschreibt den technischen Anpassungsbedarf, der sich zusätzlich zum bereits für Apple Pay bereitgestellten Token Service Hub (TSH) ergeben würde. Die Ergebnisse der Vorstudie dienen zur Ermittlung von Investitionskosten, falls das girocard-System eine solche Komponente übergreifend bereitstellen würde. Die Suche nach Pilotpartnern auf Kartenausgeberseite wurde dabei in 2023 begonnen und wird in 2024 weitergeführt. Neben den fachlichen Arbeiten war die Produktentwicklung bemüht, ein Netzwerk an interessierten Marktteilnehmern für Weiterentwicklungsthemen aufzubauen. Zu den Aktivitäten sind neben den sogenannten Cluster-Workshops und bilateralen Abstimmungen auch die vielen Präsentation auf Verbandsebene (z.B. "DK meets Handel") und auf Konferenzen (z.B. DK Info, UNITI) zu nennen. Die Produktentwicklung erfolgt mit dieser Präsenz das Ziel, die Weiterentwicklungsthemen ins Bewusstsein unterschiedlicher Branchen und Händler zu bringen, um mittelfristig Markteinführungsprojekte zu realisieren. d) Kommunikation und Marketing girocard Wie schon Ende 2022 stand 2023 ganz im Zeichen der Aufklärung zum Thema "Maestro-/Debitkarten", bzw. der damit einhergehende Irrglaube der Einstellung des girocard-Systems. In Kombination mit dem Projekt "girocard 4.0" konnten wir PR-seitig diverse Hintergrundgespräche und Beitragsplatzierungen unter Beteiligung der Geschäftsführung sowie weiterer Mitarbeiter:innen durchführen. Darunter waren Gespräche mit der Börsen-Zeitung, dem c't Magazin, Chip, Lebensmittelzeitung, ein ausführlicher Artikel in cards Karten cartes oder dem "Digital Talk" mit Oliver Unger, Leiter Treasury bei tegut, mit anschließender redaktioneller Berichterstattung in der Zeitschrift Der Handel. In Verbindung mit den andauernden SEA-Maßnahmen der Gesellschaft (in Bezug auf die PR-Offensive aus Dezember 2022) verzeichnete die www.girocard.eu über 3,5 Millionen Website-Besuche. Mehr als 90 Prozent der Besucher:innen bewegten sich explizit auf den vier "Faktencheck-Seiten", die über die im Netz kursierenden Falschmeldungen aufklärten. Der Ausbau des eigenen Community-Managements in den sozialen Medien ermöglichte eine sehr zielgerichtete Kommunikation mit den unterschiedlichen Kund:innensegmenten. Insgesamt erzielten die Social Media Accounts der girocard über 48 Mio. Impressionen und sehr starke 77K Interaktionen von und mit Kund:innen. Neben der Dachmarkenkommunikation startete Mitte August die speziell auf Android- Kund:innen zugeschnittene Vermarktungsaktion zur digitalen girocard. Die Kampagne lief außerordentlich gut. Mit über 317K App-Installationen und einer Conversionrate bei den App-Install-Kampagnen von 45,7 Prozent konnten die gesetzten Ziele weit übertroffen werden. Zum Jahresendspurt führte die Gesellschaft im Rahmen der girocard/giropay- Kooperation eine Gewinnspielaktion mit eventim durch. Im reichweitenstärksten Zeitraum des Jahres wurde auf die Möglichkeit des Einsatzes der girocard im giropay- Bezahlprozess hingewiesen. Das Gewinnspiel wurde über die Website von eventim und über die Plattformen von Meta und Tiktok beworben. Ebenfalls im Dezember 2023 schaltete die Gesellschaft deutschlandweit Radiospots, die ausschließlich die Durchdringung des Namens girocard zum Ziel hatten. Insgesamt hörten die Kampagne über 50 Mio. Bundesbürger:innen. Im Schnitt wurde jeder dieser Kontakte 12,3x während der Kampagnenlaufzeit (4.12.-31.12.) erreicht. Die parallel durch ARD Media durchgeführte Marktforschung ergab einen guten Erfolg der Radiospots. So ließ sich die ungestützte Markenbekanntheit um 19 Prozent steigern. Ausschlaggebend für das gute Ergebnis war das überdurchschnittliche Abschneiden der Radiospots an sich. Beispielsweise gefiel über 35 Prozent der Spot "Say my name" gut oder sehr gut im Vergleich zur Benchmark (28 Prozent). Die sehr enge Verzahnung zwischen PR, Social Media und Vermarktungsmaßnahmen erzielte 2023 sehr gute Erfolge mit dem vorhandenen Budget. Wie in den vergangenen Jahren auch, richtete die Gesellschaft 2023 wieder die DK Info aus. Bei der Veranstaltung kamen am 26.06. und 27.06.2023 über 200 Teilnehmende und 16 Referent:innen zusammen, um sich den aktuellen Payment- Themen der Deutschen Kreditwirtschaft zu widmen. Im alten Güterbahnhof "Von Greifswald" in Berlin lud die DK zum Networking am Vorabend sowie zur Tagesveranstaltung ein. Dr. Andreas Martin, BVR-Vorstand, sprach in seiner letzten Keynote vor seinem Ruhestand über souveräne und nachhaltige Zahlungssysteme in Europa. Die 2. Keynote folgte direkt im Anschluss von Stefan Genth, dem Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Deutschland, der die Rolle der girocard für den Handel beleuchtete. Dem folgten zahlreiche weitere Vorträge rund um die girocard, den Blick in eine Karte aus Holz, E-Commerce, Apple Pay und natürlich dem digitalen Euro. Des Weiteren fand am 28.03.2023 der Parlamentarische Abend der IDZ im Gebäude der Commerzbank am Brandenburger Tor statt. 105 Teilnehmer:innen aus Politik und Wirtschaft diskutierten ausgiebig über das Thema "Zahlungsverkehr der Zukunft - Souveränität durch Synergien - Wie können nationale und europäische Bezahlsysteme sinnvoll miteinander interagieren?". Iris Bethge-Krauß, Hauptgeschäftsführerin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) setzte mit ihrer Keynote den Rahmen der Veranstaltung. Martina Weimert, Geschäftsführerin der EPI Company, und Oliver Hommel als Geschäftsführer der EURO Kartensysteme diskutierten im Anschluss das Kernthema. Die Abschlussworte setzte Alois Rainer (CDU/CSU), Vorsitzender des Finanzausschusses. Die Diskussionen des Abends zeigten, dass die girocard, EPI und der digitale Euro alle ein gemeinsames Ziel haben: mehr Unabhängigkeit gegenüber internationalen Akteuren und eine gestärkte eigene Innovationskraft im europäischen Zahlungsverkehrsmarkt herzustellen. Jedes der Systeme hat seine Daseinsberechtigung und trägt dazu bei, die Wahlfreiheit für Europas Verbraucher:innen zu gewährleisten. Der Weg zu einem souveräneren Zahlungsverkehr in Deutschland und Europa kann demnach nur als synergetisches Modell funktionieren. e) Relationship Management girocard Ab Mitte 2023 wurde in der Gesellschaft die neue Abteilung Markt & Vertrieb zur verbesserten Kontaktpflege mit den verschiedenen Stakeholdern im girocard-System aufgebaut. Die Schwerpunkte der Arbeit lagen dabei in 2023 auf:
Stakeholder der gesamten Wertschöpfungskette der girocard - vom Issuer bis zum Akzeptanznehmer wurden adressiert und in Vor-Ort Terminen, auf Veranstaltungen und in zahllosen Online-Präsentationen zur girocard informiert. Aus Sicht von Markt & Vertrieb lag der Schwerpunkt dabei vor allem auch auf dem Auf- und Ausbau eines belastbaren Netzwerks in allen Bereichen, dass es zukünftig erlauben wird für Co-Creation-Workshops, Markteinführungen, Pilotprojekte und weitere Themen schnell und unkompliziert auf diese Partner zugreifen zu können Im Segment der Netzbetreiber wurden neben den bestehenden Netzbetreibern auch zahlreiche Interessenten für einen neuen Netzbetrieb angesprochen und beraten. Einige Unternehmen vor allem aus dem Ausland haben zu verschiedenen Aspekten des Zulassungsverfahrens Hilfestellungen und Orientierungen bekommen. Es fanden bereits 2023 zahlreiche Gespräche und Vor-Ort Termine mit potenziellen neuen Netzbetreibern statt. Auch die laufende Betreuung der Firma Stripe, welche seit einiger Zeit im Zulassungsprozess war, wurde übernommen. Dies wurde von dem (inzwischen) Netzbetreiber sehr positiv bewertet. Vor allem die gute Erreichbarkeit und die schnelle Klärung von Fragen wurden hier positiv bewertet. Der ONB-Hub ist ein Projekt der DK, bei dem die girocard auf Apple-Geräten auch für den E-Commerce und den Mobile Commerce ertüchtigt werden soll. Es wurden mit allen potenziellen Teilnehmern am ONB Hub (Netzbetreiber, Internet-PSPs, Issuer- Konzentatoren) Gepräche geführt mit dem Ziel, den neuen Service schnell in die Produktion zu begleiten. Ein zentraler Punkt in 2023 war auch der Abschluss einer Pilotvereinbarung mit Computop, die als erster Nutzer der alten Lösung der Sparkassen Finanz Gruppe auf die Zielarchitektur wechseln werden. Das Projekt erfordert eine permanente Begleitung und Steuerung um die verschiedenen Parteien zu einem gemeinsamen Erfolg zu bringen, der für Q2 / 2024 terminiert ist. Die Erweiterung der girocard um neue Features ist einer der zentralen Aufgaben der Gesellschaft. Für die Abteilung Markt & Vertrieb lag dabei der Schwerpunkt auf der gezielten Kommunikation der neuen Funktionen bei geeigneten Unternehmen und Akzeptanzpartnern, die diese Features frühzeitig einsetzen können und idealerweise auch für einen Pilotbetrieb zur Verfügung stehen. Als Zielbranchen wurden hier Reise- und Mobility-Anbieter adressiert und in zahlreichen Einzelgesprächen und in Workshops über das Thema informiert und von der Mitarbeit in Clusterworkshops und eventuell einer Pilotphase überzeugt. Eine breitere Basis für die Umsetzung der neuen Features wurde geschaffen. Ebenfalls haben sich durch die zahlreichen Gespräche mit Händlern neue Anwendungsfälle ergeben. So konnte auch bei Handelsunternehmen ein verstärktes Interesse am Einsatz der neuen girocard Features und der girocard als Ganzes erzeugt werden. f) Scheme Administration girocard Ab Oktober 2023 wurde die Abteilung "Scheme Administration girocard" als Teil der Scheme Management Aufgaben der Gesellschaft aufgebaut. Themen, wie die Betreuung von zentralen Services, ONB Hub und Look-Up Server wurden ebenso in diesen Geschäftsbereich überführt, wie Kommunikationsplattformen mit den girocard-Systemteilnehmern, das "DK-Depesche Portal" und die "girocard-Vorfallmeldungen". Darüber hinaus begann der Aufbau des Regulationsportal mittels dessen die Systemteilnehmer Kenndaten zur Risikobewertung ab 2024 übermitteln. Die Scheme Administration hat für das girocard-System der DK die Koordinierung des PISA Assessments, eine von der Europäischen Zentralbank initiierte und von der Deutschen Bundesbank durchgeführte Evaluierung, übernommen, an regelmäßigen Gesprächen mit der Bundesbank teilgenommen und unterstützt die Kolleg:innen bei der geregelten Kommunikation mit den Verbänden der Deutschen Kreditwirtschaft. Es wurde begonnen die administrativen Strukturen des girocard-Systems weiter zu verbessern, einschließlich der Dokumentation von Markteinführungsprojekten, Erteilung von Betriebserlaubnissen, Berechnung von Vertragsstrafen und der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen. g) Sicherheitsmanagement Zahlungskarten
Im Jahr 2023 wurden über EKS-Net, dem Web- und Mandanten-basierten System zur Meldung von Debitkarten-Schäden (girocard mit Co-badge Maestro, VPay, Debit Mastercard und Debit Visa) durch die Institute 232.974 Betrugstransaktionen gemeldet und gemäß der bestehenden Abwicklungsregularien bearbeitet. Die Anzahl der gesamten Betrugsfälle stieg gegenüber dem Vorjahr um 33,6 % und die Schadenshöhe um 169,2 %. Im Ausland wurden vergangenes Jahr 151 Kartenfälschungsfälle im Zahlungssystem Maestro registriert. Diese verursachten nur noch einen Schaden von 0,35 Mio. Euro. Aufgrund der erfolgreichen, weltweiten Einführung der EMV-Technologie läuft diese Betrugsart aus. Die Betrugstransaktionen im Bereich Verlust/Diebstahl hingegen stiegen im Jahr 2023 um 56,8 %. Der Brutto-Schaden hieraus erhöhte sich um 15,7 %. Nach wie vor gelingt es Täter:innen häufig, sowohl die Karte als auch die PIN zu entwenden und diese vornehmlich an Geldautomaten einzusetzen. Eine andere Betrugsart, durch Social Engineering verursacht, nimmt weiter zu: Betrüger:innen erlangen durch unterschiedliche Vorgehensweisen sensible Informationen, um digitale girocards betrügerisch zu beantragen und auf ihren eigenen Mobiltelefonen zu speichern. Danach setzen sie diese hauptsächlich zur Bargelderlangung in Lebensmittelgeschäften ein.
Das Projekt, Schadensfälle automatisiert aus dem Fraud-System "FRZV" der Sparkassen in EKS-Net zu übertragen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV), der Finanz Informatik GmbH & Co. KG (FI) und der SIZ GmbH erfolgreich umgesetzt. Derzeit finden letzte kleinere Anpassungen statt, der Regelbetrieb läuft seit November 2023 zufriedenstellend. Mit der DK und der Bundesbank wurde vereinbart, dass die Betrugskennzahlen für girocard (ohne Co-badge Betrugskennzahlen) ab 2024 nach Transaktionsdatum und nicht mehr nach Eingangsdatum reportet werden. Hierdurch soll die Harmonisierung zur Zahlungsverkehrsstatistik, die ebenfalls nach Transaktionsdatum ausgewiesen wird, erreicht werden. Ebenso können die Betrugstransaktionen und -schäden künftig mit den girocard-Umsatzzahlen in Relation gestellt werden. Da die Betrugstransaktionen in aller Regel erst nach bis zu 3 Monaten in EKS-Net erfasst sind, werden die Statistiken immer mit einer Nachlaufzeit von 3 Monaten erstellt. Das Reporting wurde für die Zukunft entsprechend angepasst. Da das in die Jahre gekommene System EKS-Net durch die ständigen Erweiterungen und Zusatzfunktionen systemtechnisch an seine Grenzen stößt und sich somit operative Risiken ergeben, hat das Sicherheitsmanagement im Jahr 2023 damit begonnen, den Großteil der detaillierten Anforderungen an ein zukunftsgerichtetes EKS-Net 2.0 zu definieren, mittels denen Anfang 2024 eine Ausschreibung für eine Eigenentwicklung vorgenommen wird. In den Anforderungen wurde in der ersten Variante berücksichtigt, dass das Sicherheitsmanagement zukünftig Autorisierungs- und/oder Clearing-Daten erhält, um den Erfassungs- und Bearbeitungsaufwand für die unterschiedlichen Transaktionen aus verschiedenen Zahlungssystemen erheblich reduzieren zu können und die Datenqualität zu erhöhen. Ferner würde der Erhalt der Autorisierungs- und/oder Clearing-Daten die EKS zur Ermittlung von Betrugsmustern befähigen, um den weiteren Anstieg der Betrugsschäden zu reduzieren. Die andere Variante wurde ohne diese Erweiterung vorgesehen. Sicherheitswerbung und Webseite kartensicherheit.de Im Bereich Sicherheitswerbung / Presse- & Öffentlichkeitsarbeit wurden im vergangenen Jahr mit 17 Pressemitteilungen, drei Schaltungen in Anzeigenblättern, zwei Interviewdurchgängen im Radio und 14 Telefon- bzw. Ratgeberaktionen (begleitete Kooperationen mit Instituten und Presse) folgende Medienresonanz erreicht:
Schwerpunkte waren die Themengebiete Social Engineering, Kartendiebstahl/-verlust und Kartensperrung, PIN merken und die Reisekasse. Die erfolgreiche Awareness-Kampagne "PIN im Sinn" wurde aufgrund der anhaltenden Aktualität auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Bis zum 31.12.2023 erreichte die Onlinekampagne 7,6 Millionen individuelle Nutzer:innen und erzeugte über 18 Millionen Impressionen. Das Video auf YouTube hatte seit seiner Veröffentlichung 2020 4,9 Millionen Aufrufe. Das Informationsportal www.kartensicherheit.de verzeichnete im öffentlichen Bereich durchschnittlich 11.359 Anwendersitzungen bei ca. 18.782 Seitenaufrufen pro Monat. Im Premiumbereich waren es durchschnittlich 274 Anwendersitzungen bei 1.087 Seitenaufrufen pro Monat. Der Newsletter wurde an über 2.600 Empfänger:innen pro Monat verschickt, die Öffnungsrate lag bei 41 Prozent. Der Premium Newsletter verzeichnete über 2.700 Abonnent:innen pro Monat und eine Öffnungsrate von ca. 20 Prozent. Premiumleser:innen verweilten im Durchschnitt 10 Minuten und 30 Sekunden auf kartensicherheit.de. Die 18. Konferenz kartensicherheit.de digital fand am 26. September 2023 statt, erneut als Online-Format. Genutzt wurde die eigens für kartensicherheit.de entwickelte Konferenzplattform, die Vorträge wurden per Livestream übertragen. Knapp 260 Personen nahmen teil und bewerteten die Konferenz sehr positiv. Marketing für den Sperr-Notruf 116 116 e. V. Im Mai 2023 wurde Fathom Analytics mit der Webseite verbunden, sodass seitdem wieder monatliche Auswertungen möglich sind. Diese zeigen, dass es von Mai bis Dezember im Durchschnitt 15.250 Seitenaufrufe von durchschnittlich 8.675 Besuchern pro Monat gab. Die beliebtesten Seiten sind konstant die Sperrvermittlung aus dem Ausland, das FAQ und der Teilnehmer-Finder. In den Urlaubsmonaten Juli und August wird die Seite am häufigsten frequentiert. Es wurden vier Pressemeldungen zu den Themen Fasching, Bekanntheitswerte der 116 116, Betrugsversuche und Weihnachtsbummel erstellt. Diese erzielten 123 Online- Clippings mit 445.930.002 Visits und 99 Print-Clippings mit einer Auflage von 12.368.438. Die Konzentration in der klassischen Werbung fiel auf Print-Anzeigen in auflagenstarken Magazinen. In der ZEIT wurden Anzeigen sowohl in der Ausgabe vom 29. Juni als auch vom 20. Dezember veröffentlicht (Auflage: 610.983). Im August erschien eine Anzeige in der "Caravan Salon"-Beilage der auto motor sport (Auflage 320.656). In Anzeigenblättern erschien eine Anzeige in der ersten Dezemberwoche mit einer Auflage von 5 Mio. sowie in der dritten Dezemberwoche mit einer Auflage von 3 Mio. Im Dezember wurde die Apotheken Umschau mit beiden Ausgaben (01.12. und 15.12.) mit einer Anzeige belegt (Auflage 6.893.458). Im Dezember wurde der im Jahr 2022 produzierte Radiobeitrag mit Einblendung des Songs "Verlust gemerkt. Sofort gesperrt" vom 22. bis 29. Dezember über reichweitenstarke Streaming Anbieter ausgestrahlt. Er erreichte 151.017 Hörer:innen, von denen 97 % den Streaming Beitrag vollständig angehört haben. h) Mastercard-Lizenzen und eigenemittierte Karten Die Gesellschaft ist von der DK beauftragt, auf Basis der in dem sogenannten Grandfather Agreement zwischen den Spitzenverbänden des deutschen Kreditgewerbes und Mastercard festgeschriebenen Regelungen bezüglich Marke und System Maestro die Interessen der deutschen Institute gegenüber Mastercard wahrzunehmen und die daraus resultierenden operativen Aufgaben durchführen. In diesem Zusammenhang hält die Gesellschaft eine Principal License zur Ausgabe von Mastercard Kreditkarten. In dieser Funktion schließt die Gesellschaft auch Verträge mit Instituten, die unter Afiliate Licenses Mastercard Kreditkarten ausgeben, und unterstützt diese bei ihrem Geschäft. Voraussetzung für das Halten einer solchen Lizenz ist die eigene Ausgabe von Kreditkarten. Die Gesellschaft emittiert daher Mastercard-Kreditkarten an eigene Mitarbeiter sowie Mitarbeiter ausgewählter Unternehmen bzw. öffentlich-rechtlicher Stellen. Damit betreibt die EURO Kartensysteme GmbH Zahlungsdienste als Zahlungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG). Entsprechend dem Bescheid vom 03. Juli 2018 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde der Gesellschaft in Fortführung des Bescheides vom 31. August 2015 gemäß § 10 ZAG die Erlaubnis erteilt, als Zahlungsdienste das Zahlungsgeschäft im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 ZAG und § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 ZAG jeweils in Form des Zahlungskartengeschäfts sowie das Akquisitionsgeschäft im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 ZAG zu erbringen. Bei der Emission von Mastercard-Kreditkarten ergab sich eine leichte Zunahme der ausgegebenen Karten (+4% gegenüber 31.12.2022) sowie eine weitere Erholung von Transaktionszahlen (+12%) und das Transaktionsvolumen (+17%) nach der pandemiebezogenen Delle. i) Markenverwaltung giropay Die Gesellschaft hatte in 2021 die in Anlehnung an die Marke girocard neugeschaffene Marke giropay angemeldet. In 2022 hat die Gesellschaft der paydirekt GmbH alle weiteren, noch bei dieser liegenden giropay-Marken abgekauft und mit ihr einen Lizenzvertrag zur Nutzung von giropay-Marken abgeschlossen. Die Lizenzerlöse sind abhängig von dem Volumen der giropay-Transaktionen. Das Geschäft verläuft schleppend. j) Liquiditätssicherung girocard Die Gesellschaft fungiert im girocard-System als Ansprechpartner gegenüber der Bundesbank für girocard-Emittenten, die nicht an einem Einlagen- oder Institutssicherungssystem der deutschen Kreditwirtschaft teilnehmen (sog. "Drittinstitute"), und übernimmt für den Fall, dass das Drittinstitut ausfällt ("Liquiditätssicherungsfall"), für diese Drittinstitute die Absicherung des Zahlungsversprechens übernehmen. Die Gesellschaft hat hierfür mit Schreiben der BaFin vom 30.11.2022 zusätzlich zur bisherigen Erlaubnis die Erlaubnis zur Erbringung des Finanztransfergeschäfts im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nummer 6 ZAG erhalten. Im Geschäftsjahr wurden mit fünf Instituten entsprechende Verträge abgeschlossen. k) Organisation der Gesellschaft Die Übernahme der zusätzlichen Aufgaben im girocard-System war verbunden mit einem für die Gesellschaft relativ großen Personalaufbau (von 35 Mitarbeitern zum 31.12.2022 auf 49 Mitarbeiter zum 31.12.2023). Hierfür wurde Ende 2022/Anfang 2023 der Recruitingansatz optimiert. Neben den organisatorischen Strukturen der Gesellschaft wurde auch die Mitarbeiterbetreuung von Personalabteilung, IT etc. angepasst. Daneben wurde die Modernisierung der IT-Struktur stärker in den Fokus gerückt. Im vierten Quartal 2023 wurde für die Server der Gesellschaft eine neue Hosting-Lösung mit Sicherheitslösungen state-of-the-art implementiert. Daneben wurden im zweiten Halbjahr 2023 Projekte zur weiteren Digitalisierung der Gesellschaft gestartet. Hier sind unter anderem das Identity & Access Management System, das Master Data Management System und das Document Management System zu nennen. Im vierten Quartal 2023 wurden die Aufgaben im Rahmen von Public Affaires, für die bisher eine Agentur beauftragt war, von der Gesellschaft selbst übernommen. Für die Mitarbeiterinnen, die diese Themen betreuen, wurde von der Gesellschaft ein Büro in Berlin eröffnet und eingerichtet. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage
Die Ertragslage in Bezug auf das gewöhnliche Geschäft der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 positiv entwickelt. Aufgrund des ansteigenden Zinsniveaus konnte das Finanzergebnis durch höhere Zinserlöse aus Geldanlagen gesteigert werden. Aufgrund der zusätzlich übernommenen Aufgaben für das girocard-System stieg auf der einen Seite der Verwaltungsaufwand. Auf der anderen Seite konnte das Provisionsergebnis durch die daraus zusätzlich erwirtschafteten Erlöse ebenfalls gesteigert werden. Ein positiver Sondereffekt ergab sich durch die weitere Auflösung der Rückstellungen für Prozesskosten nach erfolgter finaler Klärung des Rechtsstreits. Gegenläufig ist dagegen die Sonderauflösung der aktiven Rechnungsabgrenzung aus dem Kauf der Marke giropay berücksichtigt. b) Finanzlage Aufgrund der Restliquidität aus dem Verkauf der Anteile an Mastercard Incorporated sowie den Abschlagszahlungen auf die Royalty-Einnahmen, bestand in 2023 keine Notwendigkeit, auf zugesagte Kreditmittel in Höhe von knapp 6 Mio. Euro zurückzugreifen. Es ist zu erwarten, dass auch zukünftig eine jederzeitige Liquidität der Gesellschaft sichergestellt ist. Grundsätzlich arbeitet die Gesellschaft nur mit risikoarmen Instrumenten des Geldmarktes. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. c) Vermögenslage
Das Vermögen besteht im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen, Bankguthaben und Geldanlagen. Die Finanzierung besteht weiterhin insbesondere aus dem verfügbaren Eigenkapital, den Rücklagen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken und langfristigen Pensionsrückstellungen. Die Eigenkapitalquote ist leicht gestiegen. d) Gesamtaussage Aus der obigen Darstellung ist ersichtlich, dass die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft geordnet ist. Die Geschäftsführung ist mit dem erreichten Ergebnis zufrieden. 4. Prognosebericht
Die im Geschäftsjahr 2023 begonnene Ausweitung der zentralen Aufgaben im girocard-System wird im Geschäftsjahr 2024 weiter fortgeführt, was zu der Erhöhung von Provisionserlösen einerseits und Verwaltungsaufwendungen andererseits führt. Der Umfang der Beauftragung für 2025 ist derzeit noch mit der DK in Klärung, so dass hier zunächst keine weitere Entwicklung berücksichtigt wurde. Bei den eigenemittierten Karten wird mit einem stabilen Geschäftsverlauf gerechnet. Aus dem Geschäft der Liquiditätssicherung girocard für Drittinstitute ergibt sich kein wesentlicher Einfluss auf Erträge und Aufwendungen. Die vorstehend gemachten Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie auf den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantie der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nichtzutreffend erweisen. Die Geschäftsführung übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. 5. Risikobericht a) Allgemeines Aufgrund der internen Organisationsrichtlinien ist gewährleistet, dass die Geschäftsführung einen kompletten Überblick über alle nicht unerheblichen Vertragsabschlüsse und Finanzströme hat. Zusätzlich werden sämtliche finanziellen Vorgänge durch das Controlling überwacht. Das Risikomanagement ist geregelt durch ein entsprechendes Handbuch mit Vorgaben zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -tragfähigkeitsanalyse, zur Eigenkapitalplanung sowie zur Information über die aktuell bestehenden Risiken. Zur Erfassung und Überwachung schlagend gewordener Risiken verwendet die Gesellschaft eine Verlustdatenbank nach § 27 Abs. 1 Nr. 2 ZAG. Für die Beherrschung und Vermeidung von Informationsrisiken besitzt die Gesellschaft ein Informationssicherheitsmanagement mit Informationssicherheitsbeauftragter, Informationssicherheitskonzept und darauf aufbauender Risikoanalyse als Teil des Risikomanagements. Die EURO Kartensysteme GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kreditwirtschaft und als solches in weiten Teilen umlagefinanziert. Daher verfolgt die Gesellschaft grundsätzlich eine Politik der Risikovermeidung und ist darauf bedacht, das Risiko durch die entsprechend vorsichtsorientierte Ausgestaltung ihrer Rechtsverhältnisse weitestmöglich zu begrenzen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zusätzliche Risiken aus den neu gestarteten Projekten zur Modernisierung der IT-Infrastruktur berücksichtigt. b) Adressenausfallrisiko Bei den Forderungen gegenüber Karteninhabern handelt es sich sämtlich um Forderungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Aufgrund der Konzentration der eigenen Kartenemission auf ein Kernportfolio ist das Ausfallrisiko hier äußerst gering. Für alle zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet, die das erkennbare Risiko voll abdecken. Der Großteil der in der Bilanz zum 31.12.2023 dargestellten Forderungen sind Forderungen gegenüber Kreditinstituten. Grundsätzlich ist die Ausfallwahrscheinlichkeit hier sehr gering, etwaige Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Hohe Forderungen an sonstige Kunden entstehen in erster Linie gegenüber solventen Unternehmen aus dem Umfeld der Kreditwirtschaft. Auch hier sind die Ausfallwahrscheinlichkeiten größtenteils gering. Für alle zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen gebildet, die das erkennbare Risiko voll abdecken. Auf Basis von Vergangenheitswerten wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. c) Zinsänderungsrisiko Aufgrund der Refinanzierungsstruktur bestehen keine nennenswerten Zinsänderungsrisiken. d) Marktpreisrisiko da) Währungsrisiko Bei der EURO Kartensysteme GmbH entstehen grundsätzlich keine nennenswerten Währungsrisiken. Aus der Währungsumrechnung von Kreditkartenumsätzen, die nicht in Euro erfolgen, können in bestimmten Konstellationen bei der Umrechnung Kursgewinne oder -verluste entstehen. Die Beträge dieser Effekte sind jedoch unwesentlich und haben keinen nennenswerten Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Weitere Transaktionen in Fremdwährung aus dem regulären Geschäft gibt es nicht. Im Einzelfall in Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte werden nur in Einzelfallbetrachtung und -entscheidung unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Risikovermeidung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine nennenswerte Geschäfte in Fremdwährung neu getätigt. db) Verkaufspreisänderungsrisiken Ein Teil der Erlöse der Gesellschaft entsteht durch eine Umlagekalkulation, sodass hier keine Preisänderungsrisiken bestehen. Die daneben verbleibenden Erlöse der Gesellschaft sind entweder durch Entscheidungen des Aufsichtsrates oder Verträge mit Preisfestlegung für das Gesamtjahr gesichert, sodass hier keine besonderen Risiken bestehen. dc) Einkaufspreisänderungsrisiken Die wesentlichen Aufwandspositionen sind durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen gesichert oder können durch entsprechende Vereinbarungen über höhere Entgelte weitergegeben werden. dd) Bewertung Bilanzpositionen Die Gesellschaft hält im Rahmen der Liquiditätssteuerung Anteile an einem Geldmarktfonds. Hier besteht grundsätzlich das Risiko eines sinkenden Marktpreises. Mit einem wesentlichen Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist hierdurch aber nicht zu rechnen. Nach dem Kauf der Marke giropay existiert nun auch das Risiko eines außerordentlichen Wertverlustes aufgrund Wegbrechens der Erlöse aus diesem Geschäft, wobei hier schon ein großer Teil durch die Wertberichtigung abgedeckt ist. e) Liquiditätsrisiko Die statische Liquiditätslage ist durch die Bilanzdaten wie folgt gekennzeichnet (alle Angaben in Mio. Euro1):
Auch mittel- und langfristig zeigt die Finanzplanung für das operative Geschäft aufgrund von weiteren Mittelzuflüssen sowie tranchenweise fällig werdenden Geldanlagen durchgehend einen positiven Stand an liquiden Mitteln. Weiterhin stehen der Gesellschaft Kreditlinien in Höhe von knapp 6 Mio. Euro zur Verfügung. Damit sind aus Sicht der Gesellschaft und der Geschäftsführung die Liquiditätsrisiken bei planmäßigem Geschäftsverlauf hinreichend abgedeckt. Der Status der liquiden Mittel wird jedoch täglich überwacht und die Liquiditätsplanung rollierend angepasst, sodass Risiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen rechtzeitig eingeleitet werden können. f) Operationelles Risiko Sowohl der Schutz der Daten und Systeme als auch die Ordnungsmäßigkeit der Tätigkeiten wird von der Gesellschaft und ihren Dienstleistern durch diverse Vorsichtsmaßnahmen sichergestellt. Das Kreditkartenprocessing ist an die First Data GmbH, Bad Homburg, ausgelagert. Das Personal und die Systeme der EURO Kartensysteme GmbH sind nicht in die tägliche Abwicklung von Zahlungstransaktionen eingebunden. Im Geschäftsjahr 2023 sind hier keine wesentlichen Schäden aufgetreten. Die First Data GmbH verfügt über entsprechende Sicherheits- und Notfallkonzepte. Die Überwachung seitens der Gesellschaft erfolgt durch diverse Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen. Die Projektrisiken aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 angestoßenen Modernisierung der IT-Infrastruktur werden durch vorsichtige Planung und regelmäßige Tests und Überprüfungen in Grenzen gehalten. Die operationellen Risiken umfassen auch die Rechtsrisiken. Konkrete Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten bestehen derzeit nicht. g) Zusammenfassung Durch eine Politik der Risikovermeidung versucht die Gesellschaft, Risiken weitestmöglich zu verhindern oder einzugrenzen. Insgesamt werden derzeit keine Risiken als wesentlich oder bestandsgefährdend eingestuft. Die Berechnungen zur Risikotragfähigkeit ergaben, dass die nach vorsichtiger Betrachtungsweise zu erwartenden Risiken durch das derzeitige Eigenkapital komplett abgedeckt werden, ohne dass hiermit eine Einschränkung der aufsichtsrelevanten Tätigkeit verbunden wäre. Dies gilt auch für die Folgejahre. 6. Abschließende Bemerkungen Das Geschäft verlief im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Der Ausblick auf die Zukunft ist positiv. Wir versichern nach bestem Wissen und Gewissen, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft nach bestem Wissen so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken i.S. des § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 17. April 2024 Oliver Hommel Andreas Krüger Handelsregister Frankfurt am Main, HRB 80376Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben (1) Übergeordnete Hinweise Die Gesellschaft ist "Zahlungsinstitut" im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) und hat anlässlich der Rechnungslegung neben den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) auch die §§ 340 ff. HGB sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute (RechZahlV) zu beachten. Die RechZahlV beinhaltet unter anderem ein von § 266 bzw. § 275 HGB abweichendes Formblatt zur Darstellung der Daten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung, zum Beispiel mit der Unterteilung nach der Herkunft aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld oder aus sonstigen Tätigkeiten. Die von der Gesellschaft unter aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld dargestellten Werte resultieren sämtlich aus Zahlungsdiensten. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert soweit im Folgenden nicht anders angegeben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Aktien und andere nichtverzinsliche Wertpapiere werden nach dem Niederstwertprinzip zu den Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren Marktwert bilanziert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Die übrigen Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bis zu dreizehn Jahren. Die Abschreibung geringwertiger Anlagegüter erfolgt gemäß § 6 Abs. 2 EStG. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur im Falle der dauernden Wertminderung angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Die wesentlichen Grundlagen der Berechnung, die durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt ist, lauten: Biometrische Rechnungsgrundlagen: Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck Rechnungszinssatz p.a.: 1,82% (durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB; Vorjahr: 1,78%) Rententrend p.a.: 3,00% für 2024, 2,25% für 2025 ff. (Vorjahr: 6,30% für 2023, 2,40% für 2024, 2,25% für 2025 ff.) Den Pensionsberechtigten sind keine Vermögensgegenstände abgetreten oder verpfändet worden (sogenanntes "Planvermögen"), sodass die in § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgeschriebene Saldierungspflicht nicht zu beachten war. Gemäß § 274 HGB sind latente Steuern bei Unterschieden zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen zu ermitteln und zu bewerten. Die Bewertung erfolgt zu den aktuell gültigen Steuersätzen der Körperschaft- bzw. Gewerbesteuer (in Summe 32%). Insgesamt erwartet die Gesellschaft eine künftige Steuerentlastung, das handelsrechtliche Wahlrecht des Ansatzes aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung von Geldmarktfonds, Pensionsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Altersteilzeit. Andere Rückstellungen werden gebildet für alle ungewissen Verbindlichkeiten und Kartensysteme Risiken, die zwar dem Grunde aber nicht der Höhe nach genau bekannt sind. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich auf Basis des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages; die Jubiläumsrückstellungen und die Rückstellungen für Altersteilzeit basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen. Bewertungseinheiten wurden in der Bilanz zum 31.12.2023 keine gebildet. (3) Währungsumrechnung In den zum Bilanzstichtag 31.12.2023 ausgewiesenen Vermögensgegenständen und Schulden befinden sich keine, deren Gegenwerte auf fremde Währung lauten. II. Erläuterungen zur Bilanz Kartensysteme (4) Forderungen an Kreditinstitute Es handelt sich im Wesentlichen um Guthaben auf laufenden Konten, drei Termingeldanlagen sowie Forderungen aus der Geschäftsabwicklung von sonstigen Tätigkeiten an eine Vielzahl von Kreditinstituten. (5) Forderungen an Kunden Bei den Forderungen an Kunden aus Krediten handelt es sich sämtlich um Forderungen gegen Kreditkarteninhaber aus dem Kreditkartengeschäft. Die weiteren Forderungen an Kunden resultieren aus der Erbringung von Dienstleistungen, der Weiterbelastung von Gebühren Dritter, der Abrechnung vertraglich vereinbarter Kostenbeteiligungen, vertraglich vereinbarter Rückforderungen, der Abrechnung von Strafgebühren sowie Teilnahmegebühren. Sämtliche Forderungen sind innerhalb von drei Monaten fällig. (6) Forderungen an Institute im Sinn des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes Sämtliche Forderungen sind innerhalb von drei Monaten fällig. (7) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Ausgewiesen werden Anteile an einem Geldmarktfonds (börsenfähiges Wertpapier, nicht börsennotiert). Diese sind täglich veräußerbar und werden als Mittel zur Liquiditätssteuerung verwendet. Es besteht keine Absicht, die Anteile dauerhaft zu halten. (8) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel auf der Folgeseite dargestellt.
(9) Sonstige Vermögensgegenstände Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 1.244 (im Vorjahr TEUR 1.093) handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen in Höhe von TEUR 1.185. (10) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus sonstigen Tätigkeiten betreffen im Wesentlichen eine Avalprovision sowie Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der laufenden Geschäftsabwicklung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld betreffen im Wesentlichen zwei laufende Konten. Der Ausweis dieser Verbindlichkeiten resultiert aus der bilanziellen Notwendigkeit einer Aufteilung des Saldos aus der Bankverbindung auf Zahlungsdienste und sonstige Tätigkeiten; in der Summe bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber den beiden Kreditinstituten. (11) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Im Bereich der Zahlungsdienste wird keine Kontoführung im Sinne eines Girokontos erbracht. Es werden hier auch keine Einlagen entgegengenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 813,07 resultieren in der Höhe von EUR 62,08 aus der Rückzahlung der anteiligen Jahresgebühr bei vorzeitig gekündigten Kreditkarten bei zwei Kunden, eine Vorabzahlung eines Kunden für eine Anfang 2024 erfolgte Rücklastschrift in Höhe von EUR 735,86 und eine Überzahlung eines Kunden in Höhe von EUR 15,13 (sämtlich Restlaufzeit bis 3 Monate). (12) Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinn des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes Diese Position enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der First Data GmbH aus der Abwicklung des Kreditkartengeschäftes (TEUR 761; im Vorjahr: TEUR 805). Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb von drei Monaten fällig. (13) Sonstige Verbindlichkeiten Die Position Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 587 (im Vorjahr TEUR 766) enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber diversen Lieferanten und Dienstleistern in Höhe von TEUR 504 und Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 82. (14) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Position enthält die auf Zeiträume nach dem Bilanzstichtag entfallenden Kartenbeiträge der Inhaber von Mastercard-Kreditkarten (TEUR 40; im Vorjahr: TEUR 47). (15) Pensionsrückstellungen Die Bewertungsgrundlagen sind unter (2) dargestellt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 75.584,00. (16) Andere Rückstellungen Der Posten enthält im Wesentlichen Beträge für Rechtsstreitigkeiten, diverse ausstehende Kostenrechnungen und Personalaufwendungen sowie auch für sonstige Risiken. Wesentliche Einzelrückstellungen betreffen (in Klammern: Werte zum 31.12.2022):
(17) Eigenkapital Das Stammkapital der EURO Kartensysteme GmbH beträgt EUR 2.609.000,00 und ist voll eingezahlt. Der Bilanzgewinn unterliegt keiner Ausschüttungssperre. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (18) Allgemeine Angaben zu den Erträgen Sämtliche Erträge wurden im Inland erwirtschaftet. Der Großteil der Erlöse besteht aus den in den Provisionserträgen enthaltenen Royalties. Die Konditionen entstehen durch Verhandlungen zwischen der EKS und der Deutschen Kreditwirtschaft (DK). (19) Zinserträge Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen: (in Klammern: Werte 01.01.2022 - 31.12.2022)
(20) Sonstige betriebliche Erträge Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.643), Erlöse aus sonstigen Lizenzgebühren (TEUR 405) und Erlöse aus sonstigen Dienstleistungen (TEUR 303). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen zum größten Teil eine Rückstellung aus Rechtsstreitigkeiten. Erträge aus der Währungsumrechnung bei Zahlungsdiensten sind in diesem Posten in Höhe von TEUR 1 enthalten. (21) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen insgesamt TEUR 2.795 (im Vorjahr TEUR 254). Der überwiegende Teil der Aufwendungen resultiert aus der anteiligen Auflösung der aktiven Rechnungsabgrenzung für die Rechte an giropay- Marken in Höhe von TEUR 2.771, wovon TEUR 2.400 eine Sonderauflösung aufgrund einer aktualisierten Prognose der zukünftigen Lizenzerlöse darstellen. Verluste aus der Währungsumrechnung bei Zahlungsdiensten sind in diesem Posten in Höhe von TEUR 3 enthalten. IV. Sonstige Angaben (22) Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind
In den Sonstigen Erträgen sind in Höhe von TEUR 3.608 Erträge aus der Auflösung einer Rückstellung für Kosten aus einem Gerichtsprozess, der im Geschäftsjahr 2023 final abgeschlossen wurde, enthalten. Die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnenden allgemeinen Verwaltungsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Mehrkosten für die Jahresabschlussprüfung des Vorjahres, nachberechnete SEO-Schaltungen im Vorjahr sowie Mehrkosten für Steuererklärungen für Vorjahre. (23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in oder unter der Bilanz anzugeben sind, beläuft sich auf TEUR 2.891. Es handelt sich um laufende Verpflichtungen:
Sie sind in den folgenden Geschäftsjahren zu zahlen:
(24) Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (in Klammern: Werte zum 31.12.2022)
(25) Termingeschäfte Zum 31.12.2023 bestehen keine noch nicht abgewickelten Termingeschäfte. (26) Transaktionsvolumen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zahlungsdienste in folgendem Umfang abgewickelt: Anzahl der ausgeführten Zahlungsvorgänge: 170.813 Stück Zahlungsvolumen dieser Vorgänge: EUR 19.761.590 (27) Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren bei der EURO Kartensysteme GmbH durchschnittlich angestellt:
(28) Gesamtbezüge und gewährte Vorschüsse bzw. Kredite an Organe der Gesellschaft (in Klammern: Werte 2022 bzw. zum 31.12.2022) Im Zeitraum 01.01.2023 - 31.12.2023 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrates Vergütungen in Höhe von TEUR 47 (TEUR 23) ausgezahlt. Die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 508. Auf die Vorjahresangabe bei den Bezügen der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind insgesamt TEUR 8.269 (TEUR 8.672) zurückgestellt. Die Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen TEUR 448 (TEUR 465). Vorschüsse und Kredite wurden Mitgliedern des Aufsichtsrates, den Geschäftsführern oder ehemaligen Mitgliedern des Aufsichtsrates bzw. der Geschäftsführung nicht gewährt. (29) Vorschlag für die GewinnverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. (30) Honorarleistungen des Abschlussprüfers Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 enthält die folgenden Honorarleistungen des Abschlussprüfers:
(31) Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. (32) Geschäftsführung Oliver Hommel, Vorsitzender der Geschäftsführung / CEO Andreas Krüger, Geschäftsführer / CFO / COO (33) Aufsichtsrat Tanja Müller-Ziegler, Vorsitzende seit 01.07.2023, Mitglied des Vorstandes, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Berlin Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates Atruvia AG Mitglied des Aufsichtsrates DZ Privatbank S.A. Mitglied des Aufsichtsrates VR Payment GmbH Mitglied des Verwaltungsrates paydirekt GmbH Dr. Joachim Schmalzl, Vorsitzender bis 30.06.2023, stellvertretender Vorsitzender seit 01.07.2023, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Berlin Mandate: Chairman of the Board of Directors EPI Interim Company SE Mitglied des Aufsichtsrates Deutscher Sparkassen Verlag GmbH Mitglied des Aufsichtsrates PAYONE GmbH Mitglied des Beirates S-Markt & Mehrwert GmbH & Co. KG Mitglied des Beirates dwpbank Deutsche WertpapierService Bank AG Mitglied des Mastercard Europe Advisory Board Mitglied des Aufsichtsrates SIZ GmbH Vertreter des DSGV-Präsidenten als Vorsitzender des Hochschulrates, Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe - University of Applied Sciences - Bonn GmbH Stellvertretender Vorsitzender des Kundenbeirates S-Communication Services GmbH Mitglied des Beirates S-Innovation Hub Mitglied des Beirates S-Servicepartner Deutschland GmbH Dr. Andreas Martin, stellvertretender Vorsitzender bis 30.06.2023, Pensionär Dr. Ingo Beyritz, stellvertretender Vorsitzender Leiter Zahlungsverkehr, Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin Mandate: Mitglied des Vorstandes des Vereins European Payments Council AISBL, Brüssel Georg Baur, Mitglied Mitglied der Geschäftsleitung, Bundesverband öffentlicher Banken Deutschlands e.V., Berlin Mandate: Mitglied des Beirates FinLegal Rechtsanwaltsgesellschaft für die Finanzbranche mbH Dr. Michael Stollarz, Mitglied Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart Mandate: Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates Paydirekt GmbH Stellvertretender Vorsitzender des Shareholders Committee Worldline PAYONE Holding GmbH Mitglied des Aufsichtsrates PLUSCARD Service-Gesellschaft für Kreditkarten-Processing mbH Mitglied des Aufsichtsrates Bad Homburger Inkasso GmbH Mitglied des Board of Directors Worldline S.A. Geschäftsführer Otto Schmidt Beteiligungsgesellschaft mbH Thomas Ullrich, Mitglied Mitglied des Vorstandes, DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main Mandate: Vorsitzender des Aufsichtsrates VR Payment GmbH Vorsitzender des Verwaltungsrates paydirekt GmbH Vorsitzender des Verwaltungsrates Institut für Kredit- und Finanzwirtschaft (ikf) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates TeamBank AG Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes Deutsche Friedrich-Wilhelm- Raiffeisen-Gesellschaft e.V. Mitglied des Aufsichtsrates Deutsche WertpapierService Bank AG Mitglied des Aufsichtsrates DG Nexolution eG Mitglied der Board of Directors EPI Company SE Martin Waldmann, Mitglied bis 30.06.2023 Geschäftsführer, Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG Mitglied des Aufsichtsrates SIZ GmbH Mitglied der Gesellschafterversammlung Inasys Gesellschaft für Informations- und Analysesysteme mbH Mitglied der Gesellschafterversammlung der Objekt- und Vorratsgesellschaften der Finanz Informatik Kilian Thalhammer, Mitglied Managing Director, Deutsche Bank AG, München Mandate: Mitglied des Aufsichtsrates VÖB-ZVD Processing GmbH Arno Walter, Mitglied bis 30.09.2023 Senior Berater / Senior Advisor / Coach, Arno Walter Consulting GmbH, Dreieich Julia Koch, Mitglied seit 01.07.2023 Geschäftsführerin, Finanz Informatik GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main Mandate: Mitglied der Gesellschafterversammlung Inasys Gesellschaft für Informations- und Analysesysteme mbH Mitglied der Gesellschafterversammlung Star Finanz - Software Entwicklung und Vertriebsgesellschaft mbH Oliver Haibt, Mitglied seit 01.10.2023 Bereichsvorstand, Commerzbank AG, Frankfurt am Main Mandate: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Commerz Direktservice GmbH Mitglied des Verwaltungsrates Neugelb Studios GmbH Mitglied des Beirates Herausgebergemeinschaft WERTPAPIER-MITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG Mitglied des Beirates Yellowfin Asset Management GmbH Mitglied des Beirates Collegium Glashütten Zentrum für Kommunikation GmbH
Frankfurt am Main, den 17. April 2024 Oliver Hommel Andreas Krüger BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EURO Kartensysteme GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EURO Kartensysteme GmbH, Frankfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EURO Kartensysteme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 24. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Steffen Neuweiler, Wirtschaftsprüfer Lars Arndt, Wirtschaftsprüfer Fortsetzung der 28. Sitzung des Aufsichtsrates der EURO Kartensysteme GmbH am 08. Mai 2024im Airport Club Frankfurt, Hugo-Eckener-Ring 1, 60549 Frankfurt am Main und als Videokonferenz-AUSZUG-TOP 6 Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich während der Berichtszeit in drei ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrates am 21. April 2023, am 08. September 2023 und am 24. November 2023 getroffen, wobei die letztgenannte Sitzung am 21. Dezember 2023 fortgesetzt wurde. Der Fortsetzungstermin der letztgenannten Aufsichtsratssitzung wurde bedingt durch die Entscheidung im BdB zum Budget für die Beauftragung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024, die erst wenige Tage vor dem ordentlichen Sitzungstermin bekannt gegeben wurde. Statt dem vorgeschlagenen Budget für die Beauftragung im Folgejahr wurde nur einem reduzierten Budget zugestimmt, so dass die Gesellschaft aus der Beauftragung der DK nur mit etwa der Hälfte der Erlöse planen konnte. In der Fortsetzungssitzung hat der Aufsichtsrat die Übergangslösungsoptionen bis zu einer erneuten Entscheidung im BdB sowie die Fortführungsprognose der Gesellschaft bestätigt. Im Übrigen hielt der Aufsichtsrat eine außerordentliche Sitzung am 27. März 2023 ab, in der insbesondere der aktuelle Umsetzungsstand des Projekts girocard 4.0 erörtert worden ist. Ferner hat sich der Aufsichtsrat durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, Lage der Gesellschaft und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Der Jahresabschluss der EURO Kartensysteme GmbH für das Geschäftsjahr 2023 und der Lagebericht wurden von der Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Lagebericht geprüft. Die Prüfung hat keine Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung und dem von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss zu. Den Lagebericht und insbesondere die darin getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung nimmt der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis. Er schließt sich ferner dem Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Jahresergebnisses an. Der Aufsichtsrat spricht allen Mitarbeiter:innen der Gesellschaft für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete erfolgreiche Arbeit Dank und Anerkennung aus. Verwendung des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 - 31.12.2023Die Gesellschafter haben einstimmig beschlossen, den für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 festgestellten Bilanzgewinn der Gesellschaft, der aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 276.982,03 Euro und dem Gewinnvortrag in Höhe von 1.396.523,37 Euro besteht, auf neue Rechnung vorzutragen. BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
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