ABB AG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marion Wikenhauser seit 5.2.2020 | Prokura |
Henrik Heinemann seit 24.9.2019 | Prokura |
Jörg Reger seit 13.7.2018 | Geschäftsführer |
Ekkehart Bernhard Neureither seit 18.1.2018 | Geschäftsführer |
Bernd Heinrich Wilhelm Körber seit 16.10.2014 | Prokura |
Gabriele Guter-Johansen seit 4.2.2014 | Prokura |
Erich Eberle seit 6.8.2013 | Prokura |
Ralf Hopp seit 6.8.2013 | Prokura |
Dorit Timmann seit 16.7.2012 | Prokura |
Volker Held seit 7.10.2005 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ABB Automation GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ABB Automation GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ABB Automation GmbH, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABB Automation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die auf Seite 9 im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB {Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 13. März 2020 KPMG
AG
gez. Isele, Wirtschaftsprüfer gez. Zandt, Wirtschaftsprüfer Schlusstemerkungen Dieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW Prüfungsstandards 450 n. F. erstellt. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. Der Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 2 wiedergegeben.
Mannheim, den 13. März 2020 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Isele, Wirtschaftsprüfer Zandt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
Anhang der ABB Automation GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr 2019A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Regelungen des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Methoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; ein gesonderter Ausweis dieser Posten mit den erforderlichen Erläuterungen erfolgt in den entsprechenden Abschnitten dieses Anhangs. Zur Verbesserung der Darstellung wurden sowohl bei der Bilanz als auch bei der Gewinn- und Verlustrechnung zusätzliche Zwischensummen eingefügt. Die Gesellschaft ist unter der Firma ABB Automation GmbH mit Sitz in Mannheim im Handelsregister des Registergerichts Mannheim unter der Nummer HRB 10111 eingetragen. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Bewertung Rechnung. Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet: Anlagevermögen Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 Abs. 2 HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innenwohnende Unsicherheit bezüglich der Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten. Die Gesellschaft hat keine eigenen Grundstücke und Gebäude. Die Gebäude sind weitestgehend von der ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg, gemietet. Weitere Mietverträge bestehen mit anderen ABB-Gesellschaften bzw. mit Fremden. Die ausgewiesenen Werte betreffen Einbauten in fremden Gebäuden. Die Abschreibung erfolgt linear und zum Teil geometrisch-degressiv. Für bewegliche Güter des Sachanlagevermögens wird von einer Regelnutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren ausgegangen. Für unbewegliche Güter des Sachanlagevermögens wird von einer Regelnutzungsdauer von 5 bis 25 Jahren ausgegangen. Wir gehen zur linearen Abschreibungsmethode über, sobald dies zu einem höheren Abschreibungsbetrag führt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 Euro nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 Euro bis 800 Euro, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich zu Anschaffungspreisen bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode angewandt. Den in den Warenvorräten enthaltenen Risiken, welche sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 Abs. 2 S. 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden - soweit Vorratsbestände vorhanden sind - aktivisch abgesetzt, ansonsten durch Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Erhaltene Kundenanzahlungen werden in dem Umfang von den Vorräten abgesetzt, in dem sie für die Herstellung der Vorräte verwendet wurden (Fortschrittszahlungen). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen erfasst. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden gemäß § 256a HGB umgerechnet. Forderungen in fremder Währung mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden imparitätisch mit dem Devisenkassamittelkurs des Einbuchungstages bzw. dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen in fremder Währung mit Laufzeiten bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der "Projected-Unit-Credit-Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden. Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren per Ende November. Die Veränderungen des Zinssatzes zum Bilanzstichtag führen zu keinen wesentlichen Änderungen. Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die im Berichtsjahr veröffentlichten Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet. Am 1. März 2006 wurde rückwirkend zum 1. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt. Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre. Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 Abs. 2 HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen zum Marktwert bewerteten Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Bemessung der Steuerrückstellungen sowie sonstiger Rückstellungen erfolgt zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. auf der Basis der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten bewertet. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen aus Verträgen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden. Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt. In Abhängigkeit von dem jeweils gewählten Altersteilzeitmodell können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen. Aufwandsrückstellungen werden ausschließlich für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen ausgewiesen, die voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals des auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden. Latente Steuern Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels-und Steuerbilanz, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt aufgrund des steuerlichen Organschaftsverhältnisses beim Organträger ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich hierbei in der Regel um Devisentermingeschäfte, die in Form von unbedingten Termingeschäften (Forwards) getätigt werden. Von der Möglichkeit einer Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten mit den auf diese Forderungen oder Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Umsatzerlöse Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst. B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Inventur des Sachanlagevermögens ist planmäßig in 2019 durchgeführt worden und es gab wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Immaterielle Vermögensgegenstände In dieser Position ist ausschließlich entgeltlich erworbene EDV-Software enthalten. 3. Finanzanlagen Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Werte betreffen die Beteiligungen an der ABB Automation Products GmbH, Ladenburg (DEAPR), sowie der ABB gomtec GmbH (DEGOM). Die ABB Automation GmbH hält an diesen Gesellschaften eine Beteiligung von jeweils 100 %. Das Eigenkapital der DEAPR beträgt 6.984 TEUR und das der DEGOM 4.481 TEUR. Die DEAPR weist ein Jahresergebnis von 10.629 TEUR aus. Die DEGOM erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -461 TEUR (vor Ergebnisübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags). 4. Vorräte (in TEUR) Aufgrund der großen Bedeutung unseres Anlagengeschäftes wird anstelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "Unfertige Leistungen" die in diesem Geschäft übliche Bezeichnung "Bestellte Anlagen in Arbeit" verwendet und diese Position im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (in TEUR)
Es bestehen keine Forderungen gegen die Gesellschafterin (Vorjahr: 2 TEUR). 6. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der ABB Automation GmbH, Mannheim, beläuft sich auf 15.000 TEUR. Die alleinige Gesellschafterin ist die ABB Training Center GmbH & Co. KG, Mannheim. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit unserer Muttergesellschaft weist die Gewinn- und Verlustrechnung keinen Jahresüberschuss und - infolge fehlender Ergebnisvorträge und Rücklagenbewegungen - keinen Bilanzgewinn aus. 7. Rückstellungen Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert. Das für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Planvermögen besteht größtenteils aus Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V. und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen wurden. In diesem Zusammenhang hat die ABB Automation GmbH im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen hat. Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB Automation GmbH insgesamt 181.996 TEUR (Vorjahr: 179.963 TEUR). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 2,75 % (Vorjahr: 3,25 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde. Die Differenz zum Zinssatz per Ende Dezember ist als nicht wesentlich einzuschätzen. Dieser Durchschnitt berechnet sich wie im Vorjahr aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 2,36 %). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB beträgt 15.833 TEUR (Vorjahr: 18.922 TEUR). Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,25 % p.a. (Vorjahr: 2,75 % p.a.) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,25 % p.a. (Vorjahr: 1,75 % p.a.) zugrunde. Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3 % p.a. unterstellt. Den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 181.996 TEUR standen am 31. Dezember 2019 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 173.647 TEUR (Vorjahr: 161.342 TEUR) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 Abs. 2 HGB geforderten Saldierungsgebot eine Pensionsrückstellung in Höhe von 8.349 TEUR (Vorjahr: 18.621 TEUR) ergibt. Die Anschaffungskosten des Planvermögens betragen 111.761 TEUR (Vorjahr: 117.276 TEUR). Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 639 TEUR (Vorjahr: 912 TEUR). Bezüglich der im Finanzergebnis enthaltenen Zinseffekte aus Pensionsverpflichtungen und der aus dem Pensionsvermögen erfassten Aufwendungen und Erträge verweisen wir auf die Ziffer 16 dieses Anhangs. Sonstige Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 10.275 TEUR auf 75.952 TEUR gesunken und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus noch zu erwartenden Kosten für abgerechnete Aufträge in Höhe von 44.426 TEUR (Vorjahr: 51.414 TEUR), Gewährleistungen in Höhe von 4.576 TEUR (Vorjahr: 6.013 TEUR) und anderen Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft. Außerdem sind darin Rückstellungen enthalten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4.444 TEUR (Vorjahr: 6.432 TEUR), Altersteilzeit in Höhe von 5.000 TEUR (Vorjahr: 5.014 TEUR), zukünftige Jubiläumsgeld- und Tantiemezahlungen an Mitarbeiter in Höhe von 5.944 TEUR (Vorjahr: 6.149 TEUR) sowie für noch abzugeltende Verpflichtungen aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen in Höhe von 4.532 TEUR (Vorjahr 4.628 TEUR). 8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 16.791 TEUR auf 92.249 TEUR gestiegen. Wesentlicher Bestandteil ist hierbei der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Krediten für die Ergebnisübernahme sowie die Steuerumlage an die ABB Beteiligungsgesellschaft mbH (2019: 47.645 TEUR, 2018: 23.495 TEUR). Die erhaltenen Anzahlungen sind in der Regel durch Bankbürgschaften besichert. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 577 TEUR (Vorjahr: 411 TEUR). 9. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen keine. 10. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte, außer den unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegebenen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 3.006 TEUR (Vorjahr: 2.430 TEUR). Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich zum einen um Dienstleistungen im Bereich Logistik. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 651 TEUR (Vorjahr: 616 TEUR) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Zum anderen sind Abnahmeverpflichtungen von Dienstleistungen aus dem ABB Engineering-Center in Ostrava (ABB s.r.o., Tschechien) enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 1.600 TEUR (Vorjahr: 1.450 TEUR). Zudem erfolgt vor allem im Bereich Supply Management und Logistik eine Verlagerung von Aktivitäten in die GBS-HUB-Organisationen nach Polen und Indien (716 TEUR). Der Vorteil solcher Verträge liegt in der Standardisierung eingesetzter Technologie und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. Wir sehen keine wesentlichen Risiken aus diesen Vereinbarungen für unsere Gesellschaft. Der Einfluss der außerbilanziellen Geschäfte ist für die Ertragslage der Gesellschaft wertunerheblich. 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnissen anzugeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 21.828 TEUR (Vorjahr: 21.284 TEUR), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 10.556 TEUR (Vorjahr: 10.672 TEUR). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus bestehenden Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. 12. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenterminkauf- und Devisenterminverkaufsgeschäften abgeschlossen. Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 21.330 TEUR (Vorjahr: 28.954 TEUR). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 75 TEUR (Vorjahr: 116 TEUR) (150 TEUR positive beizulegende Zeitwerte (241 TEUR) bei einem Volumen von 11.647 TEUR (Vorjahr: 16.765 TEUR) werden in der Bilanz nicht angesetzt; -75 TEUR negative beizulegende Zeitwerte (Vorjahr: -125 TEUR) sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten). Dieser Wert entspricht den Beträgen, zu denen diese Kontrakte abgewickelt werden könnten. Der beizulegende Zeitwert (Marktwert) wird von dem ABB Konzern auf Basis öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 13. Umsatzerlöse (TEUR) Für die Umsatzerlöse ergibt sich folgende Verteilung nach geografischen Märkten:
Die Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen ergibt folgende Darstellung, in der die umgegliederten Konzernumlagen separat unter Sonstige ausgewiesen werden:
14. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben periodenfremden Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen mit 3.755 TEUR (Vorjahr: 5.675 TEUR) vor allem Währungskursgewinne in Höhe von 1.324 TEUR (Vorjahr: 1.756 TEUR) enthalten. 15. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 131 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Währungskursverluste mit 614 TEUR (Vorjahr: 232 TEUR) und Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4.421 TEUR (Vorjahr: 1.769 TEUR) enthalten, des Weiteren Leistungen/Umlagen von ABB-Gesellschaften in Höhe von 42.086 TEUR (Vorjahr: 45.361 TEUR) und Konzernumlage für Entwicklungstätigkeiten in Höhe von 12.107 TEUR ( Vorjahr: 11.375 TEUR). 16. Zinsergebnis (TEUR)
17. Steuerumlage der Organgesellschaft Unter dieser Position werden Aufwendungen aus der Verrechnung von Ertragsteuerumlagen ausgewiesen. 18. Ergebnisabführungsverträge Der Verlust 2019 der ABB gomtec GmbH, Seefeld, in Höhe von 461 TEUR wurde von der Gesellschaft aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags übernommen. Das Ergebnis der Gesellschaft in Höhe von 32.884 TEUR wurde - entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag - von der ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen. 19. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. 20. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Hinsichtlich der Angabe von Honoraren und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers verweisen wir auf den Konzernanhang des Konzernabschlusses der ABB AG, Mannheim. 21. Abführungsgesperrte Beträge Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich ein abführungsgesperrter Betrag von 61.886 TEUR (Vorjahr: 44.065 TEUR). Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen wurde der gesamte Gewinn des Geschäftsjahres abgeführt. C. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft
Geschäftsführer:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden für das abgelaufene Geschäftsjahr mit Hinweis auf § 286 IV HGB nicht ausgewiesen. 2. Mitarbeiter der Gesellschaft (im Jahresdurchschnitt)
3. Beziehungen zu Unternehmensorganen Die Bezüge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Jahr 2019 betrugen 4 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR). Kredite an Aufsichtsratsmitglieder oder sonstige Organmitglieder wurden nicht gewährt. Bezüge an ehemalige Geschäftsführer und/oder Hinterbliebene gab es keine. 4. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Gesellschafterin der ABB Automation GmbH ist die ABB Training Center GmbH & Co. KG, Mannheim, mit einer Stammeinlage von 15.000 TEUR. Der Abschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ABB AG, Mannheim (kleinster Kreis), und in den Konzernabschluss der ABB Ltd., Zürich (größter Kreis), einbezogen. Die ABB Automation GmbH ist deshalb von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Die ABB Ltd., Zürich, stellt einen Konzernabschluss nach US GAAP auf. Dieser Konzernabschluss kann auf der Internetseite der ABB Ltd. eingesehen werden. Der nach deutschem Handelsrecht aufgestellte Konzernabschluss der ABB AG, Mannheim, wird zur Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. 5. Nachtragsbericht: Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Mannheim, den 13. März 2020 ABB Automation GmbH Ekkehard Neureither Jörg Reger Joachim Braun Der Jahresabschluss der ABB Automation GmbH für das Geschäftsjahr 01.01.2019 bis 31.12.2019 wurde am 07.05.2020 festgestellt und gebilligt.
Lagebericht der ABB Automation GmbH für das Geschäftsjahr 2019Gegenstand der ABB Automation GmbH, Mannheim, ist die Planung, Entwicklung, Herstellung sowie Inbetriebnahme und Services in den Geschäftsbereichen Industrieautomation, Robotik und Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Im deutschen Markt wurden einige Projekte mit signifikanter Projektgröße realisiert. Der Wettbewerbs- und Preisdruck, vor allem im System- und Produktgeschäft, waranhaltend hoch. Bei den Prozessleittechniksystemen macht sich dieser Druck dadurch bemerkbar, dass Fabrikautomatisierungssysteme mit erweiterten Fähigkeiten und besserer Zuverlässigkeit in Konkurrenz zu den Prozessleitsystemen treten. Das klassische Servicegeschäft hat mit einer weitestgehend stagnierenden installierten Basis sowie mit sinkenden Preisen für einige Produktgruppen zu kämpfen. Mit einem erweiterten Serviceproduktportfolio und einem optimierten Servicevertrieb wurde diesem Trend entgegengewirkt Der Bereich "Turbocharging" hatte weiterhin mit einem schwachen Schiffsmarkt zu kämpfen. Die Überkapazitäten im Containerschiffmarkt sind noch immer vorhanden und die Frachtraten weiterhin niedrig. Im Bereich "Process Industries" wurden viele Projekte erhalten. Viele Kunden nutzten die gute wirtschaftliche Lage und investierten in die Modernisierung ihrer Produktionsanlagen. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Halten der Marktposition In einem Umfeld geprägt von politischen und konjunkturellen Unsicherheiten konnte die Nachfrage in 2019, gemessen am Auftragseingang, das Vorjahresniveau nicht erreichen. Einem leicht gesteigerten Volumen bei den größeren Projekten (60,4 MEUR Large Orders zu 54,2 MEUR im Vorjahr) stand ein signifikant geringeres Basisgeschäft gegenüber. Ein Minus von 5% oder 28 MEUR verglichen zu 2018. In Summe stand ein geringerer Auftragseingang von -3,4%. In 2019 wurden - wie schon in 2018 - einige größere Projekte verschoben oder verloren. Große Investitionen wurden und werden weiterhin oft im Ausland getätigt. Wachsende Märkte sowie Energiekosten sind hierfür die Hauptgründe. Im deutschen Markt konnten die Systembereiche die Erwartungen weitgehend erfüllen. Neben verlorenen Aufträgen waren aber auch Großprojekte in der Automobilindustrie im Markt, welche von ABB gewonnen werden konnten. In den Einheiten "Process Industries" und "Energie Industries" konnten diverse Modernisierungsprojekte im Inland gewonnen werden. Bei nahezu identischen absoluten Werten für Auftragseingang und Umsatz blieb der Auftragsbestand auf unverändertem Niveau zum Vorjahr. Wesentliche Projekte, die am Markt gewonnen werden konnten, sind: Robotik und Fertigungsautomation:
Industrieautomation: Process Industries:
Industrieautomation: Energy Industries:
Darstellung der Ertragslage Die finanziellen Leistungsindikatoren der ABB Automation GmbH sind Umsatzerlöse (im Folgenden "Umsatz" genannt) und das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (im Folgenden "Ergebnis" genannt). Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 ist der Umsatz in 2019 um 1,0% gesunken und beläuft sich auf 622 MEUR. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 614 MEUR wurde um 8,4 MEUR übertroffen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag mit 41,6 MEUR um 13,5% unter dem Vorjahreswert. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit ist nicht eingetreten. Das für das Berichtsjahr prognostizierte Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag bei 48,5 MEUR. Dies entspricht einem Minus von 14,2%. Aufgrund der Entwicklung einzelner Industrien, wie beispielsweise der Automobilindustrie, des Geschäftsmodells, ABB-interner Umorganisationen oder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, hatten verschiedene Geschäftsbereiche mit einem Umsatzrückgang zu kämpfen. Die negative Entwicklung dieser Bereiche konnte in Summe nicht durch die positive Entwicklung in den anderen Bereichen kompensiert werden. Im nachfolgenden Abschnitt wird auf die Entwicklung der einzelnen Unternehmensbereiche eingegangen. Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Unternehmensbereichen Die nachfolgenden Angaben beinhalten unkonsolidierte Werte und sind somit nicht um Leistungsbeziehungen zwischen den Geschäftsbereichen bereinigt. Unternehmensbereich "Robotik und Fertigungsautomation" Im Bereich "Robotik und Fertigungsautomation" fiel der Umsatz um 14,2% verglichen zu 2018. Als Prognose wurde eine deutliche Steigerung von 2018 zu 2019 von 12,5% erwartet. Gründe für das Nichterreichen des Prognosewertes liegen bei den ausgebliebenen oder verspäteten Auftragseingängen, die somit nicht für Umsätze 2019 zur Verfügung standen. Das Ergebnis sank um 57,3% im Vorjahresvergleich. Erwartet wurde eine Ergebnissteigerung von 51,5%. Verluste in Projekten durch negative Kostenabweichungen und niedrigere Margen bei Großaufträgen verglichen zu prognostizierten Margen im Bereich der Roboterlieferungen waren die Gründe für die deutliche Abweichung. Unternehmensbereich "Industrieautomation" In den Bereichen von "Industrieautomation" lag der Umsatz mit 16,7% deutlich über Vorjahr. Gemäß Prognose wurde ein leichter Umsatzrückgang erwartet, wobei die maßgebliche Steigerung aus dem Bereich "Process Industries" und da im Speziellen aus der Abrechnung des Großprojekts "Chuquicamata" (51,4 MEUR) kam. Der Bereich "Measurement & Analytics" konnte die Umsatzerlöse ebenfalls deutlich steigern (+8,7%). Die Bereiche "Marine & Ports" und "Turbocharging" verzeichneten prozentual zweistellige Rückgänge. Der neuformierte Bereich Energy Industries, ein Zusammenschluss aus den Bereichen "Oil, Gas & Chemicals" und "Control Technolgies", liegt bereinigt um die internen Konsolidierungseffekte leicht unter Vorjahresniveau. Die Ergebnisse im Unternehmensbereich lagen mit 40,2 MEUR 15,0% über Vorjahr. Dieser Wert liegt deutlich über der Prognose und geht im Einklang mit der deutlichen Umsatzsteigerung einher. Unternehmensbereich "Antriebstechnik" Seit Jahresbeginn 2019 berichtet die Gesellschaft das Geschäft der "Navel Converter" im Unternehmensbereich "Antriebstechnik". Dieser stellt den mit Abstand kleinsten Anteil innerhalb der ABB Automation GmbH dar. Der Anteil "Antriebstechnik" am Umsatz 2019 der Gesellschaft macht 0,68% aus, der entsprechende Anteil vom Ergebnis 0,24%. Der Umsatz lag deutlich im zweistelligen Prozentbereich unter Vorjahr. Absolut gesehen ist die Abweichung bedingt durch die Größe des Bereichs sehr gering (4.2 MEUR statt 4.9 MEUR). Darstellung wesentlicher Aufwands Positionen Die Materialaufwendungen haben sich um 19 MEUR reduziert. Dies ist auf die geringere Gesamtleistung zurückzuführen. Der Materialanteil beträgt 53,3% verglichen zu 55,0% in 2018. Die Personalaufwendungen sind um ca. 10 MEUR gestiegen. Zwei wesentliche Effekte sind hierbei zu nennen: Die gestiegene Mitarbeiterzahl (siehe nicht finanzielle Leistungsindikatoren) und die entsprechenden Gehaltssteigerungen im Jahresvergleich. Der Anteil der Personalaufwendungen an der Gesamtleistung stieg von 21,2% in 2018 auf 23,3% in 2019. Aus den oben genannten Darstellungen abgeleitet ergibt sich für die Gesellschaft ein Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung von 47,2 MEUR und liegt damit in 2019 um ca. 25,0 MEUR über dem aus dem Geschäftsjahr 2018. Dies entspricht einer Steigerung von +112%. Die Haupteffekte sind hierbei in der Marktwertanpassung bei der Bewertung von Wertpapieren zur Sicherung von Pensionsansprüchen (CTA-Vermögen) und dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen zu sehen. Bei der ABB Automation GmbH entstand im Jahr 2018 ein Aufwand bei der Marktwertbewertung des CTA-Vermögens in Höhe von 9,6 MEUR, während im Jahr 2019 die Marktbewertung dagegen zu einem Ertrag in Höhe von 21,2 MEUR führte (Delta von +30,8 MEUR). Der Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um weitere 0,2 MEUR auf 15,1 MEUR. Das Jahresergebnis ist aufgrund der Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft und der Aufwendungen aus der Steuerumlage des Konzerns ausgeglichen. Darstellung der Finanzlage Der Free Cash Flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (durch operative Geschäftstätigkeit erwirtschaftete liquide Mittel sowie Saldo der Zahlungsmittel aus dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen) beträgt 2019 11,7 MEUR und liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 42,0 MEUR. Der Finanzierungsbedarf der ABB Automation GmbH war im Jahresverlauf durch entsprechende Kreditlinien innerhalb des ABB Konzerns sichergestellt. Darstellung der Vermögenslage Das Gesamtvermögen und Gesamtkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 MEUR auf 375,4 MEUR gefallen. Bei einem infolge des Ergebnisabführungsvertrags unveränderten Eigenkapital liegt die Eigenkapitalquote mit 34,3% leicht über dem Vorjahr (34,2%). Wesentlichen Einfluss auf die Veränderungen hatten auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen mit einer Steigerung um 17 MEUR. Die sonstigen Rückstellungen sind um 10 MEUR gesunken, ebenso gesunken sind die Pensionsrückstellungen um 10 MEUR. Auf der Aktivseite sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 7 MEUR gesunken. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung kann die geschäftliche Entwicklung und die VFE-Lage als zufriedenstellend beurteilt werden. Zielgerichtete Investitionen Das Investitionsvolumen in das Sachanlagevermögen lag im Geschäftsjahr 2019 bei 3,8 MEUR und damit deutliche 46,2% über dem vergleichbaren Vorjahreswert (2,6 MEUR). Diese Investitionsaktivitäten wurden mit den Schwerpunkten "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung", "Technische Anlagen und Maschinen" und "Anlagen im Bau" getätigt und lagen im Volumen sehr deutlich über dem Abschreibungsniveau. Die Abschreibungen in 2019 lagen mit 2,5 MEUR nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau (+2,2%). Forschung und Entwicklung Die Investitionen für Forschung und Entwicklung stiegen von 14,7 MEUR in 2018 auf 15,8 MEUR in 2019, wobei der Anstieg hauptsächlich in den Teilbereichen der Leittechnik erfolgte. In der Summe konzentrieren sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei der ABB Automation GmbH vor allem auf die Bereiche Analysentechnik und Prozessleittechnik. Die Entwicklungsaktivitäten im Bereich Leittechnik, die im Auftrag der ABB Technology Ltd. Zürich (CHTET) erbracht wurden, hatten ihren Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt in der Weiterentwicklung der Prozessleitsysteme "800xA Select I/O" und "Freelance". "Auch der Bereich Analysentechnik erbringt - analog zum Bereich Leittechnik - Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Auftrag von CHTET. Hier lag der Fokus in 2019 weiterhin auf der Entwicklung von laserbetriebener Gasanalyse als Zukunftstechnologie. Durch die Entwicklung neuer Technologien zur Gasanalyse mittels Lasertechnik sollen zukünftig das bestehende Portfolio erweitert und neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Weiterhin wurde die Entwicklung unserer neuen Geräteplattform für die kontinuierliche Gasanalyse gestartet. Ziel ist hierbei, die Messverfahren auf eine moderne Plattform zu heben, bei der u.a. die kundenfreundliche Bedienung und die einfache Integration in die digitale Welt Kernziele sind. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Anzahl der Mitarbeiter ist von durchschnittlich 1.497 im Vorjahr auf 1.544 gestiegen und zum Stichtag wurden 45 mehr Mitarbeiter berichtet. Damit ist die Gesellschaft bei der Mitarbeiteranzahl unter der Prognose für 2019 geblieben (-1 %). Wesentlicher Grund hierfür liegt in der negativen Abweichung im Auftragseingang im Unternehmensbereich "Robotik und Fertigungsautomation", weshalb Neueinstellungen ausgesetzt wurden. Die Prognose für das kommende Jahr 2020 sieht einen Zuwachs bei der Mitarbeiteranzahl im geringen einstelligen Prozentbereich vor. Innerhalb der ABB Automation GmbH erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen und -verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen Geschäftsbereichen berücksichtigt werden. Hierzu ist bei der ABB Automation GmbH das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 eingeführt. Die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen wird regelmäßig durch verschiedene Auditierungen, z. B. interne Audits und externe Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen, festgestellt. Zukünftige Entwicklung Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 für ABB Automation GmbH zeigt eine moderate Steigerung im Auftragseingang und bei den Umsätzen. Die Prognoseerwartungen an das Ergebnis sind deutlich höher. Nach den rückläufigen Auftragseingängen in 2019 wird für 2020 wieder mit einem erhöhten Auftragseingang im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet Daraus abgeleitet liegen auch die Umsatzerwartungen bei einer Steigerung von rund 5%. Eine deutliche Erhöhung der Ergebnisse wird erwartet Höhere Umsätze und eine schlankere ABB-Konzernstruktur sollen zu einer signifikanten Ergebnissteigerung führen. Bis zu 50% höhere Ergebnisse als in 2019 werden prognostiziert. Die trifft auf alle Unternehmensbereiche zu. Besonderer Fokus liegt auf dem Bereich "Robotik und Fertigungsautomation". Nachdem im Jahr 2019 das erhoffte Wachstum ausgeblieben ist, bleibt dies auch für 2020 wiederholt das prioritäre Ziel. In 2020 wird sich der Bereich neu ausrichten. Standen bisher die Produktlösungen im Fokus der Segmentaufteilung, so werden es zukünftig die Kundensegmente sein. Nichtsdestotrotz bleibt der Automobilbereich einer der größten und wichtigsten Absatzmärkte. Neben der nachhaltigen Sicherung der Ertragslage wird der Fokus auch in 2020 auf der konsequenten Umsetzung der neuen Strategie des ABB Konzerns liegen. Innerhalb der Unternehmensbereiche werden die Neuausrichtungen der einzelnen Geschäftseinheiten die operative Arbeit aufnehmen. Die Wachstumsziele der einzelnen Einheiten, die Digitalisierung und die Stärkung der Marke stehen im kommenden Jahr im Fokus. Neben der Erschließung neuer Geschäftsfelder im Bereich Digital stehen die Bearbeitung und der Ausbau der installierten Basis im Mittelpunkt der Aktivitäten. Hierbei kommt dem Servicegeschäft eine besondere Rolle zu. Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb von ABB ist einer der kritischen Erfolgsfaktoren. Die stärkere Durchdringung der bestehenden Märkte gehört ebenfalls dazu. Chancen- und Risikenbericht Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd., Zürich/Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden. Der ABB Automation GmbH bieten sich aufgrund ihres breiten, in vielen Arbeitsgebieten zur Branchenspitze gehörenden Angebots gute Chancen für die Zukunft. Hierbei ist insbesondere die Fähigkeit hervorzuheben, durch die o. g. Faktoren und die Zugehörigkeit zum weltweit agierenden ABB Konzern, globale Kunden auf breiter Basis weltweit zu bedienen. Wie bereits im Vorfeld beschrieben, bestehen Chancen und Risiken grundsätzlich in der aktuellen Marktentwicklung und der globalen Unsicherheit über die weitere geopolitische Entwicklung. Das Investitionsverhalten der Kunden ist sehr sensibel und unterliegt teilweise großen Schwankungen. Eine Stabilisierung und Beruhigung der Märkte ist momentan nicht absehbar. Ein stärker als erwartetes Anziehen des Marktes bietet das Potential, die Auftragsbestände, die Umsätze und die Auslastung zu erhöhen. Ein Ausbleiben der erwarteten Nachfrage führt zu signifikanten Schwierigkeiten in diesen Bereichen. Dies würde dazu führen, dass der angestrebte deutliche Anstieg des Ergebnisses nicht erreicht werden würde. Als Risiko ist die global zunehmende geopolitische Instabilität zu nennen. Zunehmender Protektionismus und auch Konflikte und die damit verbundenen Folgen stellen auch eine erhebliche Herausforderung dar. Den Markt beeinflusst aktuell auch die Krise im Euroraum, der Brexit und die politischen Unsicherheiten in den USA. Diese Unsicherheiten könnten sich in einer geringeren Investitionstätigkeit in mehreren Branchen niederschlagen und die Nachfrage gefährden. Als Unsicherheitsfaktor für die deutsche Konjunktur ist die Automobilindustrie zu nennen, welche aufgrund der veränderten Anforderungen an die Elektromobilität zu negativen Auswirkungen auf das Wachstum führen kann. Risikomanagement Zum Risikomanagement der ABB Automation GmbH gehört eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die ständig ausgebaut und angepasst werden. Neben aufeinander abgestimmten Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozessen ist hier beispielhaft das Bestehen eines internen Kontrollsystems entsprechend den Anforderungen der Section 404 des Sarbanes Oxley Acts zu nennen. Zur Vermeidung von Einzelrisiken werden umfangreiche Vorkehrungen getroffen, unter anderem:
Aktuelle Beurteilung des Gesamtrisikos Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation hat ergeben, dass aufgrund der stabilen, positiven Ertragslage in dem nachfolgenden Geschäftsjahr 2020 keine den Fortbestand der Gesellschaft bedrohenden Risiken bestehen. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f Abs. 4 HGB) Aufgrund des am 01.05.2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst waren bei der ABB Automation GmbH erstmals bis zum 30.06.2017 zu erreichende Zielgrößen für den Aufsichtsrat, die Geschäftsführung und die Führungsebenen 1 und 2 unter der Geschäftsführung festzulegen. Die Zielsetzungen wurden zum Stichtag 31.12.2019 teilweise erreicht. Wie in 2019 berichtet, betrugen diese bis zum 30.06.2022 zu erreichenden Zielgrößen im sechsköpfigen Aufsichtsrat 33% und in der dreiköpfigen Geschäftsführung - mangels weiterer geplanter Veränderungen der Geschäftsführung - 0%. Auf der Führungsebene 1 unter der Geschäftsführung betrug die Quote 30,8% (2018: 36,4%). Ebenfalls reduziert hat sich der Wert für den Frauenanteil auf der Führungsebene 2 unter der Geschäftsführung; dieser betrug zum 31.12.2019 17,65% (Wert 2018: 18,23%). Auf der Führungsebene 1 gab es einen Wechsel, weshalb sich die Quote reduziert hat. Der Hauptgrund für die Nichterreichung der für die Führungsebene 2 unter der Geschäftsführung festgelegten Zielgröße ist der lediglich geringe Frauenanteil in den technischen Berufen, woraus sich auch für ABB Schwierigkeiten ergeben, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen zu gewinnen. Um dem entgegenzuwirken, hat ABB mehrere Programme und Maßnahmen gestartet, mit denen gezielt Stellenbewerberinnen angesprochen und Mitarbeiterinnen auch im Hinblick auf Führungspositionen gefördert werden. Naturgemäß braucht es eine gewisse Zeit, bis solche Programme und Maßnahmen- gerade im Hinblick auf Führungspositionen - Wirkung zeigen. Mit dem Ende der ersten Zielerreichungsperiode am 30.06.2017 wurden neue Zielgrößen festgelegt, die bis zum 30.06.2022 zu erreichen sind. Die Beschlussfassungen im Hinblick auf den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung lauten:
Gemäß § 36 GmbH wurde im Hinblick auf die Führungsebene 1 unter der Geschäftsführung festgelegt, dass der Frauenanteil von - zum Zeitpunkt der Festlegung - 36,36% bis zum 30.06.2022 nicht unterschritten werden soll. Auf der Führungsebene 2 unter der Geschäftsführung wurde erneut eine Zielgröße von 18,6% festgelegt, was dem Ziel für die erste Zielerreichungsperiode entspricht. ABB betrachtet die Förderung von Frauen - sowie allgemein die Förderung der Vielfalt und Gleichberechtigung - über die Grenzen einzelner Konzerngesellschaften hinweg als wichtige Aufgabe und wird weiterhin daran arbeiten, den Anteil der Frauen in den Führungspositionen zu erhöhen. Dabei geht es ABB nicht um die bloße Erfüllung einer Quote, sondern um die Gewinnung von talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik). ABB ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams erhöhte Chancen für mehr Innovationskraft bieten und zu höherer Produktivität führen. Dabei sollen alle Beschäftigten gleichberechtigt Wertschätzung erfahren, um motiviert ihr Potenzial einbringen zu können.
Mannheim, den 13. März 2020 ABB Automation GmbH Ekkehard Neureither Jörg Reger Joachim Braun Bericht des Aufsichtsrats der ABB Automation GmbH für das Geschäftsjahr 2019 Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte die Geschäftsführung, indem er sich in seinen Sitzungen mit der Geschäftsführung, namentlich den Aufsichtsratssitzungen am 20.03.2019 und 09.12.2019, sowie durch deren schriftliche und mündliche Berichte über wesentliche Fragen der Geschäftsentwicklung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft unterrichten ließ und grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung erörterte. In den beiden vorgenannten Aufsichtsratssitzungen erfolgte dabei eine detaillierte Unterrichtung des Aufsichtsrates über die wirtschaftliche Situation in den einzelnen Geschäftsbereichen der Gesellschaft. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2019 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, ihn festzustellen. Im Hinblick auf die personelle Zusammensetzung der Geschäftsführung der Gesellschaft ergab sich im Geschäftsjahr 2019 folgende Änderung: Herr Joachim Braun wurde mit Wirkung ab dem 01.08.2019 zum weiteren Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Im Hinblick auf die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrates der ABB Automation GmbH ergaben sich im Geschäftsjahr 2019 folgende Änderung auf der Anteilseignerseite: Mit Wirkung zum 01.09.2019 wurde Frau Esther Hoffmann als Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft bestellt. Sie trat die Nachfolge von Frau Dr. Britta Buchholz an, die ihr Amt zum Ablauf des 31.08.2019 niedergelegt hat. Zudem wurde mit Wirkung zum 01.09.2019 Herr Uwe Laudenklos als Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft bestellt. Er trat die Nachfolge von Herrn Stefan Habild an, der sein Amt ebenfalls zum Ablauf des 31.08.2019 niedergelegt hat.
Mannheim, den 13.03.2020 Hans-Georg Krabbe Aufsichtsratsvorsitzender der ABB Automation GmbH |
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