AJH Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Abraham seit 28.7.2025 | Prokura |
Majid Sarrafan Chaharsoughi seit 3.7.2024 | Geschäftsführer |
Erich Hoch seit 3.7.2024 | Geschäftsführer |
Christian Scherer seit 15.4.2024 | Prokura |
Ernst Heinrich Jürgen Dr. Krebs seit 18.2.2020 | Geschäftsführer |
Claus Richard Gaertner seit 18.2.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Körber Pharma GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die Körber Pharma GmbH ist die Führungsgesellschaft und Zwischenholding des Geschäftsfelds Pharma. Als Führungsgesellschaft verantwortet und überwacht sie das operative Geschäft der Pharma Geschäftsbereiche Materials, Machinery, Software und das Consultinggeschäft sowie die Umsetzung der mit dem Konzernvorstand verabschiedeten Geschäftsfeldstrategie. Das Geschäftsfeld Pharma bietet ein breites Portfolio aus integrierten Lösungen entlang der gesamten Pharma-Wertschöpfungskette. Ausgehend von der fundierten Erfahrung in den Bereichen Beratung, Inspektion, Transportsysteme, Verpackungsmaschinen und -materialien sowie Software, hat Körber passende Lösungen, um die Produktivitäts- und Geschäftspotenziale seiner Kunden zu entfalten. Mit Blick für die Herausforderungen von Pharmaprozessen und -regulierung hilft Körber dabei, das Potenzial bei globalen Pharma- und Biotech-Produktionen auszuschöpfen. Die Anteile der Körber Pharma GmbH werden zu 100 Prozent von der Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, gehalten. Die Gesellschaft ist dem Geschäftsfeld Pharma des Körber-Konzerns zugeordnet. WIRTSCHAFTSBERICHT WIRTSCHAFTLICHES UMFELD Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2023 abgeschwächt. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Plus bei 3,1 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr. In den Jahren zuvor war die Weltwirtschaft durchschnittlich noch um 3,8 Prozent gewachsen. In ihrem Konjunkturbericht ("World Economic Outlook") berichten die IWF-Experten, dass sich die globale Aktivität vor allem in den großen Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2023 als robust erwies. So stützten laut IWF auf der Nachfrageseite höhere private und staatliche Ausgaben die Aktivität, während auf der Angebotsseite trotz erneuter geopolitischer Unsicherheiten eine erhöhte Erwerbsbeteiligung, wieder stabilere Lieferketten sowie gesunkene Energie- und Rohstoffpreise zum Wachstum beitrugen. Bei einer weiter sinkenden Inflation sei mit einem "soft landing", also mit einer weichen Landung für die Weltwirtschaft zu rechnen. Laut IWF ist der Rückgang bei den Preissteigerungen auf die wieder gefallenen Rohstoff- und Energiepreise und nicht auf ein Schrumpfen der Wirtschaftstätigkeit zurückzuführen. Die weltweit relativ synchron verlaufene Straffung der Geldpolitik trug dazu bei, Menschen und Unternehmen davon zu überzeugen, dass sich eine hohe Inflation nicht durchsetzen konnte. Dies trug zur Dämpfung des Lohnwachstums bei und verringerte das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale. So konnte die Gesamtinflation weltweit schneller als erwartet eingedämmt werden. Das Wachstum in den USA entwickelte sich 2023 stärker als noch im Vorjahr und lag laut IWF mit plus 2,5 Prozent deutlich über dem Wert von 1,9 Prozent im Jahr 2022. Das europäische Wirtschaftswachstum, das sich 2022 mit plus 3,4 Prozent dank staatlicher Unterstützungen noch stark gezeigt hatte, konnte 2023 nur noch um 0,5 Prozent zulegen. Zu den Gewinnern gehörte dabei Spanien mit einem Plus von 2,4 Prozent. Auch Frankreich und Italien lagen mit einem Zuwachs von 0,8 beziehungsweise 0,7 Prozent über dem Durchschnittswert. Dieser fiel auch dank der schwachen Konjunkturentwicklung in Deutschland nur mäßig aus, hier sank die Wirtschaftsleistung sogar um 0,3 Prozent, nachdem es im Vorjahr noch einen Zuwachs von 1,8 Prozent zu verzeichnen gab. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom starken Einbruch im Jahr des Beginns der Covid-19-Pandemie 2020 setzte sich damit nicht fort. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) dämpften trotz der jüngsten Rückgänge die weiterhin hohen Preise in vielen Bereichen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine insgesamt geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die eher verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich 2023 auch beim Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe preisbereinigt mit 3,0 Prozent kräftiger als die Exporte, die sich preisbereinigt um 1,8 Prozent reduzierten. Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte. In China konnte das Wirtschaftswachstum nach den weggefallenen weitreichenden Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie wieder zulegen. Für 2023 lag der Zuwachs bei 5,2 Prozent nach einem Plus von lediglich 3,0 Prozent im Vorjahr. Indien positionierte sich mit einem Wachstum von 6,7 Prozent erneut vor China, konnte im Vorjahr mit 7,2 Prozent jedoch einen noch höheren Wert erzielen. Japans Wirtschaft legte um 1,9 Prozent gegenüber 2022 zu, als ein Plus von 1,0 Prozent erwirtschaftet worden war. Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern verharrte das Wachstum 2023 mit 4,1 Prozent auf dem gleichen Wert wie 2022, nachdem dort noch im Jahr 2021 wegen der Pandemie-Nachholeffekte ein Wachstum von 6,7 Prozent erzielt wurde. In Russland wuchs die Wirtschaftsleistung 2023 laut IWF wieder um 3,0 Prozent, nachdem sie wegen des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Sanktionen im Vorjahr noch um 1,2 Prozent eingebrochen war. In Lateinamerika betrug der Zuwachs 2,5 Prozent, in Brasilien und Mexiko legte die Wirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 beziehungsweise 3,4 Prozent zu. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsfeld Pharma Laut dem IQVIA Institute for Human Data Science verzeichnete der Pharmamarkt im vergangenen Jahr robustes Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Begünstigt wurde dieses Wachstum dabei unter anderem durch den gesteigerten Bedarf an Adipositas- sowie Diabetes-Medikamenten und einer erhöhten Nachfrage von innovativen onkologischen Produkten. Weiterhin verzeichneten KI-basierte und digitale Lösungen, die eine erhöhte Produktivität und Effizienz ermöglichen, eine steigende Nachfrage am Markt. Die umsatzstärksten Regionen waren auch im Jahr 2023 wieder Nordamerika und Europa. ÜBERLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF Geschäftsverlauf und Lage der Körber Pharma GmbH sind aufgrund Ihrer Holdingfunktion ursächlich mit Geschäftsverlauf und Lage ihrer Beteiligungen verknüpft. Das Geschäftsfeld Pharma verfolgt eine Strategie, die auf langfristig profitables Wachstum ausgerichtet ist. Das Wachstum erfolgt auch über strategische Investitionen - wichtige Zukunftstechnologien stehen dabei im Blickpunkt. So setzten alle Geschäftsbereiche auch im Geschäftsjahr 2023 ihre Digitalisierungsstrategien konsequent fort. ERTRAGS-; FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Interne Steuerung der Gesellschaft Entsprechend der konzerneinheitlichen Vorgaben erfolgt die interne Steuerung der Pharma Gesellschaften insbesondere über Kennzahlen zum Wachstum (Auftragseingang und Umsatz) und zur Profitabilität (EBITA). Das für Steuerungszwecke im Körber Konzern verwendete EBITA beinhaltet keine Ergebnisse aus Desinvestitionen einschließlich zugehöriger Transaktionskosten. Aufgrund der Holdingfunktion und fehlenden externen Umsätzen liegt für die Einzelgesellschaft der Körber Pharma GmbH der Fokus auf dem Beteiligungsergebnis und dem Jahresüberschuss. Umsatz und Auftragslage Die Körber Pharma GmbH realisiert ihren Umsatz im Wesentlichen aus Dienst- und Beratungsleistungen an verbundene Unternehmen. Im Berichtsjahr lag der Umsatz mit 19 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Positives Ergebnis Der Jahresüberschuss der Körber Pharma GmbH lag aufgrund niedriger Beteiligungserträge im Jahr 2023 mit 25 Mio. Euro um 14 Mio. Euro unter dem des Vorjahres (39 Mio. Euro). Auf die Ausschüttung einer Dividende von einer Schweizer Tochtergesellschaft wurde aufgrund der geplanten Finanzierung einer M&A Transaktion verzichtet. Das EBITA in Höhe von 0 Mio. Euro verbesserte sich um 3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (-3 Mio. Euro) und war damit besser als geplant. Ursächlich für den EBITA- Anstieg gegenüber dem Vorjahr sind um +1 Mio. Euro niedrigere sonstige Betriebskosten sowie die Veränderung bei den nicht-operativen Rückstellungen um +2 Mio. Euro. Im operativen EBITA nicht enthalten sind Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 24 Mio. Euro (2022: 41 Mio. Euro) sowie Verrechnungen aus Transferpreisanpassungen (2023: 1 Mio. Euro, 2022: 2 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 20 Mio. Euro und liegen um 5 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2022: 25 Mio. Euro), im Wesentlichen aus der Zuführung einer Rückstellung im Vorjahr für vertragliche Risiken eines Projektes mit einem strategisch wichtigen Kunden einer Tochtergesellschaft. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2023 lag mit 7,2 Mio. Euro trotz Lohn- und Gehaltssteigerungen auf Vorjahresniveau. Zurückzuführen ist dies auf die gesunkene Mitarbeiterzahl von 38 auf 36 Mitarbeitern zum 31.12.2023. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 9,4 Mio. Euro um 3,1 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr, was einen Rückgang um 25% bedeutet. Im Vorjahr waren höhere Rückstellungsverbräuche und -auflösungen enthalten. Das Zinsergebnis in Höhe von +0,9 Mio. Euro (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro) beinhaltet Erträge aus der dem konzerninternen Cash-Pool zur Verfügung gestellten Liquidität. Langfristig solide Vermögens- und Finanzlage Die Bilanz der Körber Pharma GmbH zeigt weiterhin eine stabile und solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 24 Mio. Euro (+9,4 Prozent) auf 278 Mio. Euro (Vorjahr 254 Mio. Euro). Die Körber Pharma GmbH verfügte am 31. Dezember 2023 über ein Eigenkapital von 263 Mio. Euro (Vorjahr: 238 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote liegt bei 95 Prozent (Vorjahr 94 Prozent) und damit weiter auf sehr hohem Niveau. Wesentlicher Fremdkapitalposten sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen. Vom Gesamtvermögen entfallen, bedingt durch die Holdingfunktion der Körber Pharma GmbH, 210 Mio. Euro (76 Prozent; Vorjahr: 210 Mio. Euro, 82 Prozent) auf Finanzanlagen und 67 Mio. Euro (24 Prozent; Vorjahr: 43 Mio. Euro, 17 Prozent) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Gewinnabführungsverträgen sowie der Cash-Pool Forderung gegenüber der Körber AG. Die Liquidität der Körber Pharma GmbH ist durch die bestehende Cash-Pool Vereinbarung mit der Körber AG sichergestellt. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Geschäftsfeld Pharma Im Geschäftsbereich Software des Geschäftsfelds Pharma wurde als Antwort auf die weltweit expandierende Life-Science-Industrie eine skalierbare Shopfloor-Lösung der Werum PAS-X MES Software lanciert. Werum PAS-X as a Service ermöglicht es Herstellern, schnell und kostengünstig zu wachsen und bietet dieselben Funktionen wie Körbers bewährte MES-Software- und Intelligence-Produkte in einer vollständig gemanagten Cloud-Version. Für seine Lösung Werum PAS-X MES wurde Körber zudem vom international renommierten IT-Marktanalyse- und Beratungsunternehmen Gartner im dritten Jahr in Folge als Leader, also führend, im Bereich "Manufacturing Execution Systems" eingestuft. Ein erheblicher Forschungsteil fiel auch in den Inspektionssektor des Geschäftsfelds. So soll im Jahr 2024 die neue DE.SY.RE 1000 erscheinen, die erstmals 1000 Produkte pro Minute inspizieren kann und somit dem anhaltenden Trend der pharmazeutischen Massenproduktion gerecht wird. Die DE.SY.RE 1000 wird mit neuester digitaler Inspektionstechnologie versehen sein: Mit Eject-X und InspectifAI wurden zwei KI-Lösungen weiterentwickelt, die die Fehlausschussraten (False Reject Rates) um bis zu 90 Prozent reduzieren können. Körbers Pharma-Kompetenzbereich Materials wurde im Rahmen der "Pharmapack Awards 2023" mit dem "Sustainability Initiative Award 2023" für die Entwicklung von kunststofffreien Schnelltests aus Kartonmonomaterial ausgezeichnet. MITARBEITER Die Anzahl der Mitarbeiter betrug am 31. Dezember 2023 36 (Vorjahr 38). Die Entlohnung wird außertariflich geregelt. CHANCEN- und RISIKOBERICHT Die Körber Pharma GmbH ist in das Risikomanagement des Körber Konzerns eingebunden. Das Risikomanagement des Körber-Konzerns zielt darauf ab, auf allen Ebenen ein zukunftsorientiertes Risikobewusstsein zu schaffen und den Umgang mit Risiken zu regeln. Die Grundsätze des Risikomanagements sind in verbindlichen Konzernrichtlinien zu den Themen Risikoinventur, Risikofelder, Risikokommunikation sowie Group Internal Audit, Group Insurance Management, Group Legal definiert. Fachspezifische Konzernrichtlinien regeln umfassend den Umgang mit den definierten Risikofeldern im laufenden Geschäft, etwa für Group Treasury oder Group Accounting and Taxes. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die Risiken für das Folgejahr erfasst und bewertet. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer - nach dem Einfluss auf das Eigenkapitel bemessenen - maximalen Schadenshöhe. Im Rahmen der fortlaufenden Verbesserung des Risikomanagements lag in der Periode das Augenmerk weiterhin darauf, für die wesentlichen Risiken die Qualität der Maßnahmen zur Risikominimierung zu steigern. Ein wesentliches Augenmerk lag dabei weiterhin auf dem Management der konzernweiten IT- und Informationssicherheitsrisiken. Zudem wurde Nachhaltigkeit als eigenständige Risikokategorie etabliert. Die vom Körber-Konzern zur Klassifizierung gebildeten Risikokategorien sind in absteigender Reihenfolge ihrer relativen Bedeutung für die Beurteilung des Gesamtrisikos: Leistung, Markt, Organisation, Extern, Finanzen und Nachhaltigkeit. Risiken Leistungsrisiken Auch wenn sich die allgemeine Anspannung in den globalen Lieferketten zuletzt reduziert hat, gibt es weiterhin Risiken in der Versorgung mit spezifischen Komponenten (z.B. elektronische Komponenten), die zu einer verzögerten Umsatzlegung führen können. Gleichzeitig ist das Risiko von Kapazitätsengpässen insbesondere in der Produktion gestiegen. Diesen Risiken wird durch vorausschauendes Management der Versorgung und der Produktion begegnet. Die Teileversorgung wird mit individuellem Blick auf Lieferanten, Standorte und Warengruppen bestmöglich sichergestellt. Die Expansion der eigenen Kapazitäten ist in der Investitionsplanung berücksichtigt. Zudem wird die Ausweitung von taktischen und strategischen Partnerschaften mit externen Auftragsfertigern evaluiert. Leistungsrisiken ergeben sich auch aus IT- und Informationssicherheitsrisiken, die ein Schwerpunkt des konzernweiten Risikomanagements sind. Dem weiterhin hohen Risiko von Cyberangriffen wird mit einer Vielzahl von Maßnahmen begegnet. Dazu zählen unter anderem organisatorische Maßnahmen mit klaren Verantwortlichkeiten auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Gesellschaftsebene, wie auch die Existenz eines Cyber Defense Centers. Es gibt konzernweite Richtlinien und Maßnahmen zur Überprüfung derer Einhaltung, wie auch die konzernweite Vereinheitlichung von technischen Maßnahmen, zum Beispiel Endpoint Detection and Response. Ergänzend dazu gibt es regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiter, um das Bewusstsein für mögliche Angriffe stetig zu verbessern. Marktrisiken Als Zwischenholdinggesellschaft eines Technologiekonzerns besteht für die Körber Pharma GmbH grundsätzlich das Risiko, dass sich die Tochterunternehmen auf ihren jeweiligen Märkten nicht entsprechend den Erwartungen entwickeln. Gesetzliche Regelungen in einzelnen Ländern für die Pharmaindustrie sowie strukturelle Veränderungen auf den Absatzmärkten haben Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftsfelds. Durch den Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit und den Eintritt in neue Länder wirkt das Geschäftsfeld Pharma diesen Risiken entgegen. Den Risiken durch technologische Veränderungen und dem dadurch bedingten Auftreten neuer Wettbewerber auf den Märkten begegnen die Unternehmen und das Geschäftsfeld durch kundennahe Forschung und Entwicklung, Integration neuer Technologien, neue digitale Produkte, Services und Lösungen sowie neuartige digitale Geschäftsmodelle. Organisationsrisiken Risikoarten im Zusammenhang mit der Organisation definiert der Körber-Konzern unter anderem im Bereich Personal und in Ablaufprozessen. Personal Das Geschäftsfeld Pharma plant weiteres strategisches Wachstum und den Ausbau der Business Units aufgrund weiterhin positiver Marktaussichten. Es besteht daher das Risiko, dass das Geschäftsfeld Pharma nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Dieser Gefahr begegnet der Konzern durch konzernweite Strukturen im Personalwesen, einem eigenen Recruiting Center sowie mit einem nach innen und außen gerichteten Employer Branding. Der vereinheitlichte Marktauftritt aller Geschäftsfelder stärkt das Employer Branding zunehmend und erlaubt weitreichend sichtbare Recruitment-Initiativen auf Konzernebene. Darüber hinaus werden konzerninterne Wechsel über ein umfassendes Talentmanagement und unternehmensinterne Aus- und Weiterbildungen gefördert. Dem zunehmenden Wettbewerb um Talente im Bereich der Softwareentwicklung und den Berufsgruppen zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle begegnet Körber durch weitere zielgerichtete Maßnahmen. Ablaufprozesse Prozessrisiken wirken die Pharma-Unternehmen durch fortlaufende Prozessverbesserungen mit Qualitäts- und Prozessmanagement, unter anderem auch mit Operational-Excellence- und Lean-Initiativen entgegen. Dies reduziert die Risiken im Rahmen sämtlicher Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette. Die Digitalisierung von Ablaufprozessen ist weiterhin ein wesentlicher Fokus in allen Gesellschaften und Funktionen, um das Geschäftsfeld resilienter und gleichzeitig als Technologieführer am Markt noch erfolgreicher zu machen. Externe Risiken Externen Risiken, beispielsweise in Form von Haftungsrisiken oder Risiken durch Gesetzesverstöße wird konzernweit unter anderem mit umfassenden Compliance-Programmen, der konzerninternen Rechtsberatung und der internen Revision begegnet. Finanzrisiken Finanzwirtschaftlichen Risiken können insbesondere in Form von Währungsrisiken und Finanzierungsrisiken bestehen. Wechselkursrisiken in den operativen Gesellschaften werden gemäß den Konzernrichtlinien grundsätzlich zum Zeitpunkt ihres Entstehens abgesichert. Die verwendeten Währungssicherungsinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährungen. Durch die Einbindung der Körber Pharma GmbH sowie der Einzelgesellschaften in das Cash-Pooling der Konzernobergesellschaft bestehen keine Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung des Geschäftsbetriebs und notwendiger Investitionen. Kundenseitig bestehenden Finanzierungsrisiken - beispielsweise durch Forderungsausfälle sowie negativen Veränderungen bei Länderrisiken und bei den Finanzierungsmöglichkeiten der Kunden - wird durch diverse Maßnahmen im Rahmen von Vertragsgestaltung und Forderungsmanagement entgegengewirkt. Nachhaltigkeitsrisiken Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung. Neben der Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen gibt es steigende Erwartungen im Bereich Nachhaltigkeit von Kunden, Investoren, Mitarbeitern und anderen Interessensvertretern. Der Körber-Konzern hat sich deshalb zusätzliche Nachhaltigkeitsziele gesetzt, wie die Verpflichtung zu "Net Zero"-CO 2 e-Emmissionen bis 2040. Zudem ist Körber Mitglied des "United Nations Global Compact". Es gibt eine Vielzahl von Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit, die durch die Veröffentlichung eines jährlichen Nachhaltigkeitsberichts und die externe Beurteilung der Aktivitäten durch die Bewertungsagentur EcoVadis (Gold-Zertifikat) belegt werden. Chancen Die Chancen für das Geschäftsfeld Pharma sind vielfältig. Durch die in den vergangenen Jahren vorangetriebenen Entwicklungsprojekte einschließlich der Investitionen in die Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle, können die mit dem digitalen Wandel der Industrie einhergehenden Anforderungen erfüllt werden. Um an den Chancen der stärker wachsenden Märkte zu partizipieren, wurden die Aktivitäten zur Internationalisierung der für das Geschäftsfeld Pharma relevanten Märkte intensiviert. So wurde z.B. die Mehrheitsbeteiligung an einem Hersteller für Pharmaverpackungen in den USA zu Jahresbeginn 2024 erworben. Die wesentlichen Chancen werden nicht im Risikomanagement erfasst. Laufende Programme zur Prozess- und Profitabilitätsverbesserung in den Unternehmen stärken die Effizienz und setzen finanzielle Mittel für die Zukunftssicherung frei. Zusammenfassende Beurteilung Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Die vorstehenden beschriebenen Risiken sind für die Gesellschaft durch die genannten Maßnahmen beherrschbar. Für alle bereits realisierten Risiken wurden im Abschluss Risikovorsorgen berücksichtigt. Die grundlegende Bewertung der Risiken und Chancen im Vergleich zum Vorjahr hat sich nicht wesentlich verändert. Prognosebericht Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stabilisiert sich die Weltwirtschaft langsam, aber stetig. Für das laufende Jahr sehen die Volkswirte laut ihrer im April aktualisierten Prognose "eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, ein anhaltend stabiles Wachstum und eine sinkende Inflation". Das werde sich in einem globalen Wachstum von 3,2 Prozent zeigen, die Prognose liegt damit leicht über dem im Januar im "World Economic Outlook" (WEO) vorhergesagten Plus von 3,1 Prozent. Begründet wird die Erhöhung vom IWF mit der robusten Entwicklung in den USA und in einigen Schwellenländern. Auch für 2025 wird ein Plus von 3,2 Prozent erwartet. Die Welt sei laut IWF von der von vielen Experten erwarteten Rezession verschont geblieben, doch einige Probleme bestünden weiterhin. So seien die aktuell stabileren Tendenzen bei der Preissteigerung zwar ermutigend, das Hauptziel einer konstant niedrigen Inflationsrate jedoch noch nicht erreicht. Als ein weiteres Ziel nennt der Währungsfonds die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit, vor allem beim Schutz des Klimas. Hier steige der weltweite Ausstoß von Schadstoffen weiterhin, eine Senkung sollte jedoch dringend angestrebt werden - dieses Ziel sei laut IWF-Bericht auch mit einer wachsenden Wirtschaft vereinbar. In den Industrienationen sieht der IWF darüber hinaus das Problem einer alternden Bevölkerung. Um diese Volkswirtschaften robust zu halten, brauche es auch Einwanderungen in die betreffenden Länder. Hier wird die Wirtschaft weiterhin nur langsam wachsen, die IWF-Prognosen liegen für die Jahre 2024 und 2025 bei 1,7 und 1,8 Prozent. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird für den gleichen Zeitraum eine deutlich höhere Wachstumsrate von jeweils 4,2 Prozent vorhergesagt. Die Entwicklung des globalen Wachstums unterliegt dabei laut IWF weiter einigen Unsicherheiten, vor allem im Hinblick auf die zurückliegende Covid-19-Pandemie sowie die aktuellen Kriege in der Ukraine und in Nahost. So könnte auch in China das Wachstum ohne eine angemessene Reaktion auf den angeschlagenen Immobiliensektor ins Stocken geraten, was auch den Handelspartnern schaden würde. Angesichts der hohen Staatsverschuldung in vielen Volkswirtschaften dürften zudem mögliche Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen deren Wirtschaftstätigkeit schwächen. Andererseits könnte eine möglicherweise wieder lockerere Finanzpolitik in einigen anderen Ländern die globale Wirtschaftstätigkeit kurzfristig unterstützen. Die für den Konzern relevantesten Märkte sollen sich wie folgt entwickeln: In Europa wirken die Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine weiterhin nach und zeigen sich auch im laufenden Jahr in niedrigeren Wachstumsraten. Laut IWF-Prognose wird das Wachstum in der Eurozone nach einem Plus von 0,4 Prozent im Vorjahr nun 0,8 Prozent betragen - das sind 0,1 Prozentpunkte weniger, als noch im Januar erwartet. Für 2025 wird dann mit einer wieder etwas deutlicheren Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent gerechnet. Für die deutsche Wirtschaft sagen die IWF-Ökonomen für das laufende Jahr einen weiteren Dämpfer voraus. Die Prognose geht nur noch von einem Wachstum von 0,2 Prozent für 2024 aus, im Januar hatte der IWF noch ein Plus von 0,5 Prozent für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in Aussicht gestellt. Damit erhält Deutschland vom IWF die schwächste Wachstumsprognose innerhalb der führenden westlichen Industriestaaten. Der Währungsfonds identifiziert die weiterhin schwache Verbraucherstimmung als kurzfristigen und die alternde Bevölkerung als langfristigen Grund für das geringe Wachstum. 2025 soll die Wirtschaft in Deutschland um 1,3 Prozent zulegen. Im ersten Quartal 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt (Destatis) gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen - im Schlussquartal 2023 war es revidiert noch um 0,5 Prozent zurückgegangen. Das leichte Wachstum im ersten Quartal wurde vor allem von Anstiegen bei den Bauinvestitionen und den Exporten getragen, während die privaten Konsumausgaben zurückgingen. Im deutschen Maschinenbau verbuchten die Unternehmen laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im ersten Quartal 2024 ein Minus im Auftragseingang von real 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Inlandsgeschäft verzeichnete dabei mit minus 16 Prozent höhere Rückgänge als die Auslandsbestellungen mit einem Minus von 12 Prozent. Die Euro-Länder orderten in diesem Zeitraum 18 Prozent weniger Maschinen und Anlagen, die Nicht-Euro-Länder verringerten ihre Aufträge um 10 Prozent. Hinter diesen Zahlen werden laut VDMA jedoch Anzeichen einer Entspannung sichtbar. So habe sich die Stimmung vieler Industriekunden verbessert. Bis sich das jedoch in nachhaltig steigenden Aufträgen widerspiegele, werde noch einige Zeit vergehen. In den anderen maßgeblichen europäischen Ländern sehen die IWF-Ökonomen in ihrer aktualisierten Prognose Zuwächse, die über den Erwartungen für Deutschland liegen. So wird für Frankreich und Italien ein Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr von jeweils 0,7 Prozent errechnet, in 2025 wird der Zuwachs in Frankreich sogar auf 1,4 Prozent steigen, während er in Italien bei 0,7 Prozent verharrt. Höhere Wachstumszahlen verzeichnet weiterhin Spanien mit 1,9 und 2,1 Prozent, allerdings war die Wirtschaft hier wegen der Covid-19-Pandemie besonders stark eingebrochen. Erholt hat sich das Wirtschaftswachstum in Großbritannien. Für das laufende Jahr wird dort ein Plus von 0,5 Prozent erwartet, 2025 soll die Wirtschaft sogar wieder um 1,5 Prozent zulegen. Für die USA wird laut IWF im Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 2,7 Prozent vorhergesagt, für 2025 wird ein Plus von 1,9 Prozent erwartet. Für Japan wird für das laufende und das kommende Jahr mit 0,9 und 1,0 Prozent eine leichte Steigerung beim Wachstum prognostiziert. In der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer werden konstante Wachstumszahlen erwartet. Laut der IWF-Prognose wird mit Zuwachsraten von jeweils 4,2 Prozent für das laufende und das kommende Jahr gerechnet. Die wirtschaftliche Entwicklung dürfte dabei jedoch in den vielen einzelnen Ländern dieser Gruppe deutlich unterschiedlich ausfallen. In China, deren Ökonomie lange Zeit die wichtigste Komponente für die hohen Steigerungsraten der Weltwirtschaft war, dürfte sich das Wachstum erneut weniger stark entwickeln. Nach einem Zuwachs von 5,2 Prozent im vergangenen Jahr wird in der IWF-Frühjahrsprognose nun nur noch eine Zunahme von 4,6 Prozent erwartet, für das Folgejahr gehen die Ökonomen von 4,1 Prozent Steigerung in China aus. Deutlich höher wird das Wachstum für Indien eingeschätzt, nach 7,8 Prozent im Jahr 2023 folgt in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt im laufenden Jahr ein Plus von 6,8 Prozent. Für das Jahr 2025 wird dann ein Zuwachs auf einem weiterhin hohen Niveau von 6,5 Prozent erwartet. Etwas erholt dürfte sich nach dem Einbruch 2022 die Volkswirtschaft in Russland zeigen. Bereits im Vorjahr war die Wirtschaft um 3,6 Prozent gewachsen, für 2024 und 2025 erwartet der IWF nun eine weitere Erholung um 3,2 und 1,8 Prozent. In Lateinamerika wird das Wachstum im laufenden und im kommenden Jahr um 2,0 und 2,5 Prozent zunehmen. Ein Plus erwarten die Ökonomen dabei auch für Brasilien, nach einer Steigerung von 2,9 Prozent in 2023 soll es dort in den Folgejahren noch Zuwächse von 2,2 und 2,1 Prozent geben. Für Argentinien prognostiziert der IWF dagegen starke Schwankungen. Nach einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt 2024 von 2,8 Prozent wird für das Folgejahr ein Plus von 5,0 Prozent erwartet. Geschäftsfeld Pharma Der Ausblick für den Pharmamarkt 2024 ist gemischt. Nach Rekordinvestitionen in Covid-19-Impfstoffe im Zuge der weltweiten Corona-Pandemie deutet sich hier ein Rückgang an. Zudem belasten die geopolitischen Krisen mit ihren makroökonomischen Folgen auch die wirtschaftliche Lage der pharmazeutischen Industrie, was zu Kosteneinsparungen und vermehrt zu Lieferengpässen innerhalb der Wertschöpfungskette führen kann. Auf der anderen Seite bleiben Produkte und Medikamente zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit) ein entscheidender Treiber für Industriewachstum. Zudem fokussiert sich die Branche weiterhin verstärkt auf innovative Technologien wie künstliche Intelligenz und die Umsetzung von autonomen Fabriken auf dem Weg zur Industrie 4.0. Das konjunkturelle Umfeld für das Körber-Geschäftsfeld Pharma bleibt somit grundsätzlich positiv - nicht zuletzt da sich ein wachsender Bedarf an Produktionskapazitäten für Therapiefelder wie Diabetes und Adipositas (Fettleibigkeit) abzeichnet und mehrere Länder eine Rückverlagerung ihrer Pharmaproduktionen aus instabilen Regionen mit entsprechenden Investitionen planen. Gleichzeitig gerät das Thema der nachhaltigen Produktion immer mehr in den Vordergrund und bringt neben Herausforderungen an die Industrie auch Wachstumschancen durch neue Lösungen mit sich. Entwicklung der Gesellschaft Die Körber Pharma GmbH erwartet für 2024 aufgrund geplanter strategischer Projekte zur Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerkes, der weiteren Digitalisierung, dem Ausbau der Vertriebsstrukturen und den damit verbundenen Aufwendungen ein deutlich negatives EBITA unterhalb des Vorjahres. Aufgrund des Ergebniszuwachses bei den Tochtergesellschaften wird ein stark steigendes Beteiligungsergebnis diese Zusatzkosten überkompensieren, so dass ein deutlich höherer Jahresüberschuss erwartet wird.
Hamburg, den 13. Juni 2024 Jörg Tafelmaier Dr. Jürgen Krebs Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden Allgemeine Angaben Die Körber Pharma GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg. Nr. 106450). Der Jahresabschluss der Körber Pharma GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Von den größenabhängigen Möglichkeiten zur Erleichterung der Berichterstattung gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Gebäuden und bei beweglichem Anlagevermögen linear über folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern (ermittelt anhand von Branchen-Tabellen und individuellen Schätzungen):
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 EUR werden im Zugangsjahr sofort als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden über ihre Restlaufzeit abgezinst. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre für Pensionsrückstellungen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Teilwertverfahren. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,83%, eines Gehaltstrends von 3,00%, eines erwarteten Rententrends von 2,25% sowie der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Rechnungszinssatzes wird vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Die Bewertung von ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienendem Deckungsvermögen erfolgt gemäß § 253 Abs.1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Marktpreis). Die Bewertung der Verpflichtungen aus Deferred Compensation erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert des zu ihrer Rückdeckung dienenden Vermögens. Die Pensionsrückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen saldiert. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen werden im Anhang angegeben. Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Währungsumrechnung Die erstmalige Erfassung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind als Anlage zum Anhang im Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. Finanzanlagen Die Aufstellung des unmittelbaren und mittelbaren Anteilsbesitzes der Gesellschaft an anderen Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Aktiviert wurden im Berichtszeitraum geleistete Anzahlungen auf Beteiligungen in Höhe von TEUR 605, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Minderheitsbeteiligung an der Franz Ziel GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Coesfeld unter der Registernummer HRB 16258, stehen. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrifft das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 30.000. Rückstellungen für Pensionen Zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionen sind Wertpapiere angelegt. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.630 (Vorjahr TEUR 1.553) bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.603 (Vorjahr: TEUR 1.603). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen (TEUR 2.049; Vorjahr: TEUR 1.900) verrechnet. Der Ertrag aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR 77; Vorjahr Aufwand: TEUR 136) wird saldiert mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung (TEUR 19; Vorjahr: TEUR 59) ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt TEUR 30. Die Höhe der Verpflichtungen für die rückgedeckten Pensionszusagen aus der Deferred Compensation bemisst sich nach dem den Anschaffungskosten entsprechenden beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung. Die Rückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 268 (Vorjahr: TEUR 262) saldiert. Die zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen erworbenen Wertpapiere sind zum Zeitwert bewertet. Dieser liegt zum Bilanzstichtag mit TEUR 27 unter den Anschaffungskosten. In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre. Dem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der alternativen Bewertung der Rückstellungen mit dem nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelten Abzinsungssatzes (1,75%) stehen ausreichend frei verfügbare Kapitalrücklagen gegenüber. In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten der zu verrechnenden Vermögensgegenstände und des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB besteht eine Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten 3.462 TEUR aus der Risikoübernahme und befreienden Schuldübernahme gegenüber einer Tochtergesellschaft für mögliche Risiken aus der Abwicklung eines strategisch wichtigen Kundenauftrages. Verbindlichkeiten Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:
3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus der Weiterbelastung interner Dienstleistungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 12). Abschreibungen In den Abschreibungen des Geschäftsjahres (einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen) von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 39) sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 15). Im laufenden Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen keine außergewöhnlichen Aufwendungen enthalten. Im Vorjahr enthielt diese Position außergewöhnliche Aufwendungen für die Ausstellung einer befreienden Schuldübernahme für eine Tochtergesellschaft über das Risiko einer Vertragsstrafe. Für diesen Sachverhalt wurde im Vorjahr eine Rückstellung in Höhe von TEUR 4.000 gebildet. Zinsergebnis Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 59) und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammen mit Zins- und Kursertrag aus dem Rückdeckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr Aufwand: TEUR 136) saldiert ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Körber Pharma GmbH ist in den Körber Konzern einbezogen und fällt daher unter den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetztes (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung). Ziel der gesetzlichen Regelungen ist die Einführung einer effektiven Mindestbesteuerung großer multinationaler Unternehmen in den jeweiligen Tätigkeitsstaaten. Die Steuerhebung erfolgt erstmalig für das Kalenderjahr 2024. Als vorbereitende Maßnahmen wurden im Berichtsjahr die unter den Anwendungsbereich der Vorschriften fallenden Unternehmen identifiziert und für ausgewählte Unternehmen eine Abschätzung der Folgen vorgenommen. Mit dem Aufbau eines geeigneten Prozesses zur Erhebung der erforderlichen Daten wurde begonnen. Im Zusammenhang mit der globalen Mindestbesteuerung werden keine latenten Steuern nach § 274 HGB gebildet. 4. Sonstige Angaben Mitarbeiterzahl Die Zahl der Mitarbeiter - ohne Geschäftsführer und die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten - betrug im Jahresdurchschnitt (Quartalsbetrachtung):
Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung: Herr Jörn Gossé, Dipl. Ingenieur (bis 31.05.2024) Herr Dr. Jürgen Krebs, Dipl. Ingenieur Herr Jörg Tafelmaier, Dipl.-Betriebswirt Die Geschäftsführer übten ihre Tätigkeit im Berichtsjahr hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnis Die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, als Obergesellschaft des kleinsten sowie die Körber AG, Hamburg, als Obergesellschaft des größten Konsolidierungskreises erstellen jeweils einen Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Körber Beteiligungen GmbH bzw. Körber AG wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss der Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, hat für die Körber Pharma GmbH für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreiende Wirkung gemäß § 291 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Bezüglich des im Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers verweisen wir auf den Konzernanhang der Körber AG, Hamburg. Nachtragsbericht Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres wird berichtet, dass die Körber Pharma GmbH mit Notarvertrag vom 24.10.2023 zum wirtschaftlichen Stichtag 01.01.2024 eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 40 % an der Franz Ziel GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Coesfeld unter der Registernummer HRB 16258, Geschäftsanschrift: Raiffeisenstraße 33, 48727 Billerbeck, erworben hat.
Hamburg, den 13. Juni 2024 Körber Pharma GmbH Jörg Tafelmaier Dr. Jürgen Krebs AnlagenspiegelKörber Pharma GmbH, Hamburg
unmittelbarer Anteilsbesitz der Körber Pharma GmbH, Hamburg
mittelbarer Anteilsbesitz der Körber Pharma GmbH, Hamburg
"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Körber Pharma GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Körber Pharma GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Körber Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg, den 20. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Kleinfeldt, Wirtschaftsprüfer |
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