ATA Projekt GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Bauer seit 23.8.2018 | Prokura |
Jens Gorzellik seit 23.8.2018 | Prokura |
Thomas Dr. Rottner seit 23.8.2018 | Prokura |
Stefanie Gerbig seit 14.12.2017 | Prokura |
Meinhard Dr. Bartsch seit 14.12.2017 | Prokura |
Volker Klaus Christ seit 29.8.2017 | Geschäftsführer |
Hartmuth Paul Michael Posner seit 29.8.2017 | Prokura |
Thomas Hugo Hermann Engel seit 20.7.2017 | Prokura |
Carolin Gleichmann seit 20.7.2017 | Prokura |
Alexander Thoma seit 7.4.2017 | Prokura |
Wiebke Dr. Wittschen seit 7.4.2017 | Prokura |
Matthias Alfred Sckuhr seit 7.4.2017 | Prokura |
Jörg Dr. Böcking seit 18.1.2016 | Geschäftsführer |
Frank Müller seit 11.8.2015 | Geschäftsführer |
Thorsten Brüger seit 23.9.2013 | Prokura |
Gerald Staab seit 21.5.2013 | Prokura |
Bruno Carré seit 21.5.2013 | Prokura |
Jürgen Karl Semler seit 21.5.2013 | Prokura |
Holger Dr. Daners seit 21.5.2013 | Prokura |
Philippe Copie seit 21.5.2013 | Prokura |
Andreas Schmidt seit 21.5.2013 | Prokura |
Axel Wersel seit 21.5.2013 | Prokura |
Wolfgang Koos seit 21.5.2013 | Prokura |
Günther Schuberth seit 21.5.2013 | Prokura |
Thorwald Zenglein seit 21.5.2013 | Prokura |
Stephan Gemm seit 21.5.2013 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vibracoustic GmbH (vormals: TrelleborgVibracoustic GmbH)DarmstadtJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016A k t i v a scroll
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016Inhaltsverzeichnis Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang Grundlagen des Konzernabschlusses Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Konzernbilanz Sonstige Angaben Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung derVibracoustic GmbH (bis zum 1. April 2016 TrelleborgVibracoustic GmbH, Darmstadt)scroll
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KonzernanhangGrundlagen des Konzernabschlusses1. Allgemeine Angaben Vibracoustic GmbH (die „Gesellschaft“ oder die „Gruppe“) ist das Mutterunternehmen der Vibracoustic-Gruppe. Die Gesellschaft hat ihren Sitz am Europaplatz 4, 64293 Darmstadt, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 92192 eingetragen. Die Gesellschaft wurde durch die Zusammenführung der Unternehmen Trelleborg AVS (des Geschäftsbereichs für schwingungstechnische Systeme der Trelleborg AB) und Vibracoustic (einer Tochtergesellschaft der Freudenberg SE) als Joint Venture im Jahr 2012 gegründet. Jedes Partnerunternehmen hat 50 % der Anteile des Gemeinschaftsunternehmens gehalten. Am 5. Juli 2016 wurden 50 % der von der Trelleborg AB, Trelleborg, Schweden, am Gemeinschaftsunternehmen Vibracoustic GmbH, Darmstadt (vormals: TrelleborgVibracoustic GmbH) gehaltenen Anteile auf die Freudenberg-Gruppe übertragen (Freudenberg SE (50%) und Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH (50%)), wodurch diese zur alleinigen Gesellschafterin der Vibracoustic GmbH wurde. Die Vibracoustic-Gruppe ist Technologie- und Weltmarktführer für schwingungstechnische Komponenten und Module für die globale Automobilindustrie. Mit ihren beiden Segmenten produziert und vertreibt die Gesellschaft ein einzigartiges Produktportfolio für Pkw und Nutzfahrzeuge. Die Produkte reduzieren unerwünschte Vibrationen und Geräusche und erhöhen den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit. Die Gesellschaft produziert insbesondere Motorlager, Fahrwerkteile, Luftfedern, Torsionsschwingungsdämpfer, Isolatoren und Dämpfer sowie Stoßfänger aus mikrozellulärem Polyurethan (MCU). Die Gruppe ist in allen Regionen, die für die Automobilindustrie relevant sind, in den Bereichen Produktion, Entwicklung und Vertrieb tätig und verfügt über Standorte in Brasilien, China, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Japan, Mexiko, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Spanien, Südafrika, Südkorea, Thailand, der Türkei sowie den USA. Der Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 27. Februar 2017 zur Veröffentlichung genehmigt und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung weitergeleitet. Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Vibracoustic GmbH, dargestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden Beträge in Millionen Euro [EUR Mio.] ausgewiesen, wodurch sich Rundungsdifferenzen ergeben können. Vorjahreswerte werden in Klammern angegeben. Werte, die weniger als EUR 50.000,00 betragen, werden mit EUR 0,0 Mio. ausgewiesen, Nullwerte hingegen mit „–“ gekennzeichnet. 2. Grundlagen der Konzernabschlusserstellung Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 der Vibracoustic-Gruppe wurde nach den zum Bilanzstichtag (31 Dezember 2016) geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Boards (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und nach den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC und SIC) erstellt. Die Vergleichszahlen der Vorjahre wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Einige Vermögenswerte und Schulden werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der in den jeweiligen Anhangangaben ausgewiesen wird, einschließlich Angabe 6 (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Der Konzernabschluss der Vibracoustic-Gruppe, der gemäß § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch [HGB] aufgestellt wurde, wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Hierbei wird angenommen, dass die Gruppe, wie in Anhangangabe 25 aufgeführt, in der Lage ist, den Zahlungsbedingungen und -verpflichtungen bezüglich der von Banken gewährten Kreditlinien nachzukommen. Die folgenden Rechnungslegungsstandards kamen im Geschäftsjahr 2016 erstmals zur Anwendung:
Die Anwendung dieser Änderungen hatte entweder keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss für die laufende Berichtsperiode oder eine frühere Periode zur Folge und wird voraussichtlich auch zukünftige Perioden nicht beeinflussen. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 hat die Gruppe die folgenden, vom IASB herausgegeben Standards und Interpretationen, die im Jahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, nicht vorzeitig angewandt: scroll
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Für danach beginnende Berichtsperioden (verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt gemäß
EU-Endorsement oder durch den IASB festgelegten Zeitpunkt des Inkrafttretens für Standards,
die noch nicht von der EU übernommen wurden). IAS 7 Änderungen – Angabeninitiative Die Änderungen verpflichten zum Ausweis von Angaben, so dass Abschlussadressaten Veränderungen der Finanzschulden infolge von Finanzierungstätigkeiten bewerten können. Dies umfasst Veränderungen in den Cashflows wie z. B. Inanspruchnahmen und Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden sowie nicht zahlungswirksame Veränderungen wie Akquisitionen, Veräußerungen und nicht realisierte Kursdifferenzen. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Um den neuen Angabepflichten gerecht zu werden, beabsichtigt die Gruppe eine Überleitungsrechnung zwischen den Eröffnungs- und Schlussbilanzwerten für die Verbindlichkeiten vorzulegen, die Änderungen aufgrund von Finanzaktivitäten aufweist. IAS 12 Änderungen – Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste Die Änderungen stellen die Bilanzierung aktiver latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten klar. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Gruppe erwartet aus den Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IAS 40 Änderungen - Übertragung von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die Änderungen stellen klar, dass für die Übertragung auf oder von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien eine Nutzungsänderung erforderlich ist. Zur Ermittlung, ob eine Nutzungsänderung einer Immobilie vorliegt, sollte eine Beurteilung erfolgen, ob die Immobilie diese Definition erfüllt. Diese Nutzungsänderung muss durch Belege gestützt sein. Eine Änderung des Zwecks allein genügt nicht, um eine Übertragung zu untermauern. Die Änderungen sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Gruppe erwartet aus den Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 9 Finanzinstrumente Im Juli 2014 veröffentlichte das International Accounting Standards Board die Endfassung von IFRS 9 Finanzinstrumente. IFRS 9 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Gruppe geht derzeit davon aus, IFRS 9 erstmalig zum 1. Januar 2018 anzuwenden. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss der Gruppe im Jahr 2018 sind nicht bekannt und können nicht zuverlässig geschätzt werden, da sie von den Finanzinstrumenten, die von der Gruppe gehalten werden und den wirtschaftlichen Verhältnissen zu diesem Zeitpunkt sowie den zukünftigen Bilanzierungswahlrechten und Ermessensspielräumen abhängig sind. Der neue Standard sieht vor, dass die Gruppe ihre Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit dem Ausweis von Finanzinstrumenten überarbeitet und diese Änderungen sind noch nicht abgeschlossen. Dennoch hat die Gruppe eine vorläufige Bewertung der möglichen Auswirkungen der Anwendung von IFRS auf Grundlage ihrer Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2016 und der während 2016 nach IAS 39 bestehenden Sicherungsbeziehungen durchgeführt. i. Klassifizierung - finanzielle Vermögenswerte IFRS 9 umfasst einen neuen Klassifizierungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, der das Geschäftsmodell, in dem die Vermögenswerte verwaltet werden, und deren Cashflow-Merkmale widerspiegelt. IFRS 9 enthält drei wesentliche Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Der Standard löst die in IAS 39 bestehenden Kategorien ab (bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM), Kredite und Forderungen (LaR) und zur Veräußerung verfügbar (AfS)). Auf der Grundlage dieser vorläufigen Bewertung, ist die Gruppe nicht der Auffassung, dass die Anforderungen der neuen Bewertungskategorien, sofern sie zum 31. Dezember 2016 angewendet worden wären, wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Swaps, die auf der Basis des beizulegenden Zeitwertes bewertet werden, gehabt hätten. ii. Wertminderung - finanzielle Vermögenswerte und aktiver Vertragsposten IFRS 9 ersetzt das „Incurred-Loss-Modell (Wertminderungsmodell der eingetretenen Verluste) aus IAS 39 mit dem „Expected-Credit-Loss-Modell, ECL (Wertminderungsmodell der erwarteten Verluste). Dies erfordert ein erhebliches Beurteilungsvermögen darüber, wie sich Veränderungen der wirtschaftlichen Faktoren auf erwartete Kreditverluste (ECLs) auswirken, die auf Grundlage gewichteter Wahrscheinlichkeiten bestimmt werden. Das neue Wertminderungsmodell gilt für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden, mit Ausnahme von Beteiligungen an Eigenkapitalinstrumenten und aktiven Vertragsposten. Nach IFRS 9 erfolgt die Erfassung der Wertminderungen anhand der folgenden Grundsätze:
Die Lifetime-ECL-Erfassung findet Anwendung, wenn das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts zum Stichtag seit der erstmaligen Erfassung erheblich gestiegen ist. Falls dies nicht der Fall gewesen ist, findet die 12-month-ECL-Erfassung Anwendung. Ein Unternehmen kann bestimmen, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts nicht erheblich angestiegen ist, wenn der Vermögenswert zum Stichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweist. Die Lifetime-ECL-Erfassung findet jedoch stets für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aktive Vertragsposten ohne wesentliche Finanzierungskomponente Anwendung; ein Unternehmen kann diesen Grundsatz auch auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aktive Vertragsposten mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anwenden. Die Gruppe ist der Ansicht, dass Wertminderungsaufwendungen für Vermögenswerte im Rahmen des Wertminderungsmodells unter IFRS 9 steigen und volatiler werden könnten. Die Gruppe hat jedoch die unter IFRS 9 anzuwendenden Wertminderungsmethoden noch nicht endgültig festgelegt. iii. Klassifizierung - finanzielle Verbindlichkeiten IFRS 9 behält weitgehend die bestehenden Anforderungen von IAS 39 für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten bei. Dennoch werden nach IAS 39 sämtliche Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten (FVTPL) erfolgswirksam erfasst, während nach IFRS 9 diese Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in der Regel wie folgt dargestellt werden:
iv. Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 darf die Gruppe als Bilanzierungs- und Bewertungsmethode die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen aus IAS 39 weiterhin anstelle der Anforderungen in IFRS 9 anwenden. Die derzeitige Planung der Gruppe besteht darin, dass sie die neuen Anforderungen von IFRS 9 anwenden wird. Nach IFRS 9 wird die Gruppe sicherstellen müssen, dass die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit den Zielen und der Strategie des Risikomanagements der Gruppe in Einklang stehen und dass sie einen qualitativ hochwertigeren und zukunftsorientierteren Ansatz zur Bewertung der Wirksamkeit der Sicherungsgeschäfte anwendet. IFRS 9 führt auch neue Anforderungen an die Adjustierung von Sicherungsbeziehungen und das Verbot der freiwilligen Beendigung des Hedge Accountings ein. Nach dem neuen Modell ist es möglich, dass mehr Risikomanagementstrategien, insbesondere solche, die eine Risikoabsicherung (mit Ausnahme von Fremdwährungsrisiken) eines nicht-finanziellen Posten betreffen, für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zulässig sind. Die Gruppe nimmt derzeit keine Absicherung dieser Risikokomponenten vor. v. Angaben IFRS 9 sieht umfangreiche, neue Angaben, insbesondere über Hedge Accounting, Ausfallrisiken und erwartete Verluste aus künftigen Ausfällen vor. Die vorläufige Bewertung der Gruppe umfasste eine Analyse bestehender Prozesse auf Datenlücken, und die Gruppe beabsichtigt, ein System zu implementieren und Kontrollmaßnahmen zu ändern, die für eine Erfassung der erforderlichen Daten als notwendig erachtet werden. vi. Übergang Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich aus der Anwendung von IFRS 9 ergeben, werden in der Regel rückwirkend angewendet, außer wie nachfolgend beschrieben:
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden IFRS 15 schafft einen umfassenden Rahmen für die Bestimmung, ob, in welcher Höhe und wann Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme sowie IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden. IFRS 15 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Gruppe hat eine vorläufige Bewertung der möglichen Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 auf ihren Konzernabschluss fertiggestellt. i. Erlöse aus Warenlieferungen Für Erlöse aus Warenlieferungen werden derzeit Umsatzerlöse erfasst, sobald die Waren zum Standort des Kunden geliefert wurden, d. h. zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde die Ware und die damit verbundenen Risiken und Chancen der Eigentumsübertragung übernimmt. Die Umsatzerlöse werden zu diesem Zeitpunkt erfasst, sofern die Umsatzerlöse und Kosten verlässlich ermittelt werden können, der Erhalt der Gegenleistung wahrscheinlich ist und, je nach Art der Vereinbarung, bestimmte Kriterien erfüllt sind. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Bei einigen Waren, die nach strengen kundenspezifischen Anforderungen hergestellt werden, verfügt der Kunde bereits während der Herstellung über die Verfügungsmacht sämtlicher unfertigen Erzeugnisse. Dies führt im Vergleich zu bisherigen Regelungen zu einer vorzeitigen Erfassung von Umsatzerlösen und damit verbundenen Kosten, d. h. bevor die Waren an den Kunden geliefert werden. ii. Werkzeugerlöse In Bezug auf Werkzeugerlöse, sofern die Vibracoustic-Gruppe nach Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls die wirtschaftlichen Chancen und Risiken eines Serienwerkzeugs trägt, wird das Werkzeug derzeit als ein eigenständiger Vermögenswert der Gruppe bilanziert. Werkzeugkostenzuschüsse durch Kunden werden bei Zahlung als abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst und gemäß den Bestimmungen in IFRIC 18 als Werkzeugerlöse über die Nutzungsdauer des Werkzeugs (welche in der Regel fünf Jahre beträgt) erfasst. Die Gruppe hat eine vorläufige Bewertung dieser Vorgänge durchgeführt und rechnet diesbezüglich mit erheblichen Auswirkungen auf ihren Konzernabschluss. Nach dem neuen Standard werden Umsatzerlöse bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen des Unternehmens erfasst, die eintritt, wenn die Verfügungsmacht an den Kunden übergeht. Die Änderung an dem kontrollbasierten Standard wird voraussichtlich zu einer früheren Erfassung des Umsatzes führen, als es derzeit der Fall ist, und zu einer allgemeinen Änderung des Ansatzes zur Werkzeugbilanzierung. iii. Übergang Die Gruppe plant die Übernahme von IFRS 15 in ihren Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr unter Erfassung kumulativer Effekte. Folglich wird die Gruppe den neuen Standard zum Anwendungsdatum, unter Anpassung der Gewinnrücklagen, übernehmen. In diesem Fall müsste die Gruppe zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung lediglich für die nach den bisherigen Rechnungslegungsstandards laufenden Verträge Anpassungen vornehmen. Vibracoustic wird ebenfalls die Erleichterungsregeln für Vertragsanpassungen zu Beginn der ersten dargestellten Berichtsperiode anwenden. Die Unternehmensgruppe führt derzeit eine detaillierte Bewertung der Auswirkungen durch, die sich aus der Anwendung von IFRS 15 ergeben, und geht davon aus, weitere quantitative Informationen vor der Übernahme von IFRS 15 offenlegen zu können. IFRS 16 Leasingverhältnisse IFRS 16 führt ein einheitliches Bilanzierungsmodell (On-Balance) für Leasingnehmer ein. Ein Leasingnehmer erfasst einen Vermögenswert aus einem Nutzungsrecht, der sein Recht zur Nutzung des Leasinggegenstandes darstellt sowie eine Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung zur Erfüllung von Leasingraten wiedergibt. Es bestehen mögliche Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse für geringwertige Wirtschaftsgüter. Der IFRS 16 ersetzt bestehende Anwendungsleitlinien zu Leasingverhältnissen einschließlich des IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Beurteilung, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Mietleasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen. Der Standard gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden am oder vor dem Datum der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 anwenden. Die Gruppe hat mit einer vorläufigen Bewertung der möglichen Auswirkungen der Anwendung auf ihren Konzernabschluss begonnen. Bisher zeigen sich die größten Auswirkungen für die Gruppe bei der Erfassung neuer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die Mietleasingverhältnisse von Gebäuden. Darüber hinaus wird sich damit die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen verändern, da IFRS 16 das lineare Abschreibungsmodell von Aufwendungen für Mietleasingverhältnisse durch Abschreibungsaufwendungen für Vermögenswerte aus einem Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten ersetzt. Die Gruppe hat sich noch nicht entschieden, ob sie die möglichen Ausnahmen nutzen wird. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungsleasingverhältnisse der Gruppe erwartet. IFRS 10, IAS 28 Änderungen – Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Der IASB hat Änderungen an IFRS 10 (Konzernabschlüsse) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures) am 11. September 2014 veröffentlicht. Die Änderungen konkretisieren die Bilanzierung von Veräußerungen oder Einbringungen von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture. Der Investor kann Gewinne oder Verluste in voller Höhe ansetzen, wenn der nicht-monetäre Vermögenswert einen „Geschäftsbetrieb“ darstellt. Wenn der Vermögenswert der Definition eines „Geschäftsbetriebs“ nicht entspricht, ist der Gewinn oder Verlust vom Investor entsprechend den weiteren Investorbeteiligungen in anteiliger Höhe zu erfassen. Die Änderungen finden nur dann Anwendung, wenn ein Investor Vermögenswerte an ein assoziiertes Unternehmen oder Joint Venture veräußert oder in sie einbringt. IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen Das IFRS Interpretations Committee (IC) gab im November 2016 eine Interpretation zur Anwendung von IAS 21 zur Ermittlung des Zeitpunktes des Geschäftsvorfalles bei Anwendung des Standards auf Fremdwährungsgeschäfte aus. Die Interpretation findet Anwendung, sobald ein Unternehmen für Kontrakte, die auf Fremdwährung lauten, eine Gegenleistung entweder im Voraus erhält oder zahlt. Die Interpretation führt auf, dass der Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls für die Bestimmung des Wechselkurses, der bei der erstmaligen Erfassung der entsprechenden Bilanzposition verwendet werden soll, der Zeitpunkt sein sollte, zu dem ein Unternehmen erstmalig den nicht-monetären Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfasst, die sich aus der im Voraus erfolgten Zahlung oder dem im Voraus erfolgten Erhalt einer Gegenleistung ergeben. Wenn es im Voraus mehrere Zahlungen oder Erhalte vor der Erfassung der entsprechenden Position gibt, bestimmt das Unternehmen den Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles für jede Zahlung und jeden Erhalt. Die Interpretation gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gruppe bewertet derzeit mögliche Auswirkungen dieser Änderungen auf ihren Konzernabschluss. IFRS 12 Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 Das IASB veröffentlichte die jährlichen Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 am 8. Dezember 2016. Diese Verbesserungen umfassen unter anderem Änderungen, die IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, berühren. Die Änderungen stellen klar, dass die Angabepflichten von IFRS 12 auf Anteile an Unternehmen anwendbar sind, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, mit Ausnahme von zusammengefassten Finanzinformationen. Bisher war unklar, ob alle weiteren Anforderungen von IFRS 12 für diese Anteile anwendbar waren. Diese Änderungen sind für Berichtsperioden, die am 1. Januar 2017 oder danach beginnen, rückwirkend anzuwenden. Das Wahlrecht einer vorzeitigen Anwendung dieser Änderungen ist nicht notwendig, da die Angabe zusätzlicher Informationen nicht untersagt ist. Die Gruppe bewertet derzeit mögliche Auswirkungen dieser Änderungen auf ihren Konzernabschluss. IFRS 1, IAS 28 Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 umfassen auch Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Die Änderungen bezüglich IFRS 1 setzen kurzfristige Ausnahmen für Übergangsregelungen von IFRS 7, IAS 19 und IFRS 10 außer Kraft. Diese Übergangsregelungen standen Unternehmen für vergangene Berichtsperioden zur Verfügung und sind daher nicht mehr anwendbar. Mit den Änderungen in Bezug auf IAS 28 stellt das Board klar, dass die Entscheidung von Wagniskapitalgesellschaften, Investmentfonds, Unit Trusts oder vergleichbaren Unternehmen, ihre Anteile an assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, bei der erstmaligen Erfassung für jedes assoziierte Unternehmen oder Joint Venture separat zu treffen ist. Die Änderungen sind für Berichtsperioden, die am 1. Januar 2018 oder danach beginnen, rückwirkend anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig. Die Gruppe bewertet derzeit mögliche Auswirkungen dieser Änderungen an IAS 28 auf ihren Konzernabschluss. Es werden keine Auswirkungen in Bezug auf die Änderungen an IFRS 1 erwartet. 3. Konsolidierungsgrundätze Als Tochterunternehmen gelten alle Unternehmen, die die Gruppe beherrscht, d. h. die Gruppe unterliegt schwankenden Renditen (und hat Anspruch auf diese) aus ihrem Engagement bei einem Tochterunternehmen und kann diese Renditen mittels Verfügungsgewalt über die Tochterunternehmen beeinflussen. Dies umfasst grundsätzlich auch Beteiligungen, bei denen die Gesellschaft mehr als 50 % der Stimmrechte hält. Die Vibracoustic-Gruppe überprüft auch dann, ob Beherrschung vorliegt, wenn das Mutterunternehmen weniger als 50 % der Stimmrechte hält, jedoch die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik auf Grund von einer De-facto-Beherrschung zu steuern. De-facto-Beherrschung kann dann entstehen, wenn die Größenordnung der Stimmrechte der Gruppe im Verhältnis zu der Anzahl bzw. Verteilung der Stimmrechte der anderen Anteilseigner es ermöglicht, die Geschäftspolitik zu steuern. Während des Geschäftsjahres erworbene Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, zu dem die Gruppe die Beherrschung erlangt. Während des Geschäftsjahres veräußerte Unternehmen werden von dem Zeitpunkt an entkonsolidiert, zu dem die Gruppe keine Beherrschung mehr über das Unternehmen hat. Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Gemäß IFRS 3 werden die zum Erwerbszeitpunkt identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, ungeachtet der Höhe nicht beherrschender Anteile. Die identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Schulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der als Geschäfts- oder Firmenwert erfasste Betrag ist der Unterschiedsbetrag, mit dem die Erwerbskosten, die Höhe nicht beherrschender Anteile am erworbenen Unternehmen und der beizulegende Zeitwert sämtlicher zuvor gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbszeitpunkt den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Unternehmens übersteigen. Sind die Erwerbskosten niedriger als der beizulegende Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Unternehmens, wird die Differenz nach Neubewertung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens erfolgswirksam erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Bei Festlegung des Kaufpreises wird eine zum Erwerbszeitpunkt bedingte Gegenleistung zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss werden zum Erwerbszeitpunkt zuvor gehaltene Eigenkapitalanteile zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert wird ergebniswirksam erfasst. Gruppeninterne Transaktionen und Salden, Erträge sowie Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften werden eliminiert. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden als Gesellschaftertransaktionen behandelt. Differenzen zwischen dem gezahlten Kaufpreis eines nicht beherrschenden Anteils und dem betreffenden Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens werden im Eigenkapital erfasst. Aus der Veräußerung nicht beherrschender Anteile entstehende Gewinne und Verluste werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst, unter der Voraussetzung, dass kein Kontrollwechsel stattfindet. Unter den assoziierten Unternehmen sind alle Unternehmen zu verstehen, über die die Vibracoustic-Gruppe maßgeblichen Einfluss hat, diese aber nicht beherrscht. Ein maßgeblicher Einfluss wird dann angenommen, wenn die Gruppe über 20 % bis 50 % der Stimmrechte verfügt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der at-Equity-Methode bilanziert. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten. Der Buchwert des Konzerns für assoziierte Unternehmen beinhaltet den zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Geschäfts- oder Firmenwert (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Konzernabschluss enthält nach erstmaligem Ansatz den Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis der nach der at-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der maßgebliche Einfluss endet. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, die zu einer Wertminderung der Beteiligung am assoziierten Unternehmen führt. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 4. Konsolidierungskreis Neben der Vibracoustic GmbH sind im Konzernabschluss der Vibracoustic-Gruppe sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, die Vibracoustic GmbH beherrscht und im Abschluss voll konsolidiert sind. Beteiligungsbesitz nach Kategorien scroll
Die Anzahl der Kapitalbeteiligungen gliedert sich wie folgt auf: scroll
Die folgenden konsolidierten Unternehmen sind aufgrund ihres Einbezugs in den Konzernabschluss von der Pflicht zur Abschluss- und Lageberichtserstellung gemäß §§ 264 Abs. 3 HGB und 264b HGB befreit: • Vibracoustic GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland • Trelleborg Automotive Germany GmbH, Breuberg, Deutschland 5. Fremdwährungsumrechnung Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden in der Währung des primären Wirtschaftsraumes, in dem das Unternehmen tätig ist (funktionale Währung nach IAS 21 „Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse“), bewertet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert, werden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst, bis das Tochterunternehmen veräußert wird. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt oder Bewertungszeitpunkt bei Neubewertungen in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im sonstigen Ergebnis oder in den Finanzierungserträgen oder Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegten Wechselkurse für den Konzernabschluss wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Umsatzrealisierung Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bemessen. Umsatzerlöse umfassen die Gegenleistung aus dem Verkauf von Waren und werden ohne Umsatzsteuer, Retouren, Rabatte und Preisnachlässe ausgewiesen. Die Vibracoustic-Gruppe erfasst Umsatzerlöse grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, an dem die Ware geliefert oder die Dienstleistung erbracht wurde, die mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer übertragen wurden, die Höhe des Umsatzerlöses verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird. Weiterhin sind für jede Aktivität der Gruppe, in Abhängigkeit der zugrundeliegenden Vertragsbestimmungen, bestimmte Kriterien (nachfolgend beschrieben) zur Erfassung von Umsatzerlösen zu erfüllen. Die Gruppe nimmt Schätzungen anhand historischer Erfahrungswerte vor, unter Berücksichtigung von kundenspezifischen, transaktionsspezifischen und vertragsspezifischen Merkmalen. Die Vibracoustic-Gruppe erbringt im Kundenauftrag technische Entwicklungsleistungen. Wenn die Entwicklungsleistungen im Rahmen einer einzigen Vereinbarung in verschiedenen Berichtsperioden erbracht werden, entfällt die Gegenleistung entsprechend den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten auf die Entwicklungsleistungen. Grundsätzlich sind Umsatzerlöse aus der Erbringung von Entwicklungsleistungen dem Fertigstellungsgrad des Auftrags am Abschlussstichtag entsprechend zu erfassen. Da das Ergebnis eines Entwicklungsauftrags in der Regel nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Umsatzerlöse lediglich in Höhe der angefallenen Kosten erfasst, und Auftragserlöse erst zum Vertragsende realisiert. Sofern die Vibracoustic-Gruppe nach Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls die wirtschaftlichen Chancen und Risiken eines Serienwerkzeugs trägt, wird das Werkzeug als eigenständiger Vermögenswert der Gruppe bilanziert. Werkzeugkostenzuschüsse durch Kunden werden bei Zahlung als abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst und gemäß den Bestimmungen in IFRIC 18 als Werkzeugerlöse über die Nutzungsdauer des Werkzeugs (welche in der Regel fünf Jahre beträgt) erfasst. Sofern der Konzern nicht die wirtschaftlichen Chancen und Risiken von Serienwerkzeugen trägt und somit die Werkzeuge nicht als Vermögenswert ansetzt, sind die Werkzeugkostenzuschüsse als erhaltene Anzahlungen für die Produktion der Serienwerkzeuge im Auftrag des Erstausrüsters oder des Tier-1-Lieferanten zu erfassen. Umsatzkosten Die Umsatzkosten umfassen die Kosten für abgesetzte Erzeugnisse und enthalten direkt zurechenbare Gemeinkosten, einschließlich planmäßigen Abschreibungen auf Produktionsausstattung, planmäßigen Abschreibungen auf bestimmte immaterielle Vermögenswerte sowie Wertminderungen auf Vorräte. In den Umsatzkosten sind ebenfalls Zuführungen zu Gewährleistungsrückstellungen enthalten, die in Höhe der zum Verkaufszeitpunkt des betreffenden Produkts geschätzten Kosten erfasst werden. Finanzierungserträge und -aufwendungen Die Finanzierungserträge und -aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten, Zinserträgen aus Finanzforderungen, ergebniswirksam erfassten Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten, Umrechnungsgewinnen und -verlusten aus Finanzgeschäften sowie Nettozinsaufwendungen (-erträgen) für Schulden/Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (netto) zusammen. Zinserträge und -aufwendungen werden gemäß der Effektivzinsmethode ergebniswirksam erfasst. Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert hat eine unbestimmte Nutzungsdauer und wird nicht abgeschrieben. Stattdessen wird er gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) mindestens einmal jährlich auf Wertminderung geprüft, oder auch häufiger, falls Hinweise für eine mögliche Wertminderung des Vermögenswertes vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt zu denjenigen ZGE bzw. Gruppen von ZGE, von denen erwartet wird, dass sie aus dem Zusammenschluss bei dem der Geschäfts- oder Firmenwert entstand, Nutzen ziehen. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, der Geschäfts- oder Firmenwertwert zugeordnet wird, ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, welche weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Eine ZGE darf jedoch nicht größer sein als ein Geschäftssegment im Sinne des IFRS 8 (Geschäftssegmente). Die ZGE, die für die Werthaltigkeitstests des Geschäfts- oder Firmenwerts der Vibracoustic-Gruppe herangezogen werden, sind Engine Mounts, Chassis Mounts, Isolators and Dampers und Air Springs Commercial Vehicles. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mit dem erzielbaren Betrag, d. h. mit dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert, verglichen. Die Vibracoustic-Gruppe legt den erzielbaren Betrag einer ZGE durch Berechnung ihres Nutzungswertes unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens fest. Eine Wertminderung wird sofort aufwandswirksam erfasst und nicht in den nachfolgenden Perioden aufgeholt. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. Sobald Ereignisse oder Marktentwicklungen darauf hindeuten, dass eine Wertminderung eingetreten ist, werden Werthaltigkeitstests durchgeführt. Der Buchwert eines Vermögenswertes wird mit dem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen; dieser ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Bestehen die Gründe für die Erfassung einer Wertminderung nicht mehr, wird eine Wertaufholung bis zur maximalen Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Aufwendungen für Forschungsaktivitäten, die mit der Aussicht, zu neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen zu gelangen, durchgeführt werden, werden zum Zeitpunkt der Entstehung erfolgswirksam erfasst. Die Aktivierung von Aufwendungen für Entwicklungstätigkeiten, deren Forschungsergebnisse für Pläne oder Entwürfe zur Produktion neuer oder wesentlich verbesserter Produkte und Prozesse verwendet werden, erfolgt, sofern Folgendes dargelegt werden kann:
Die aktivierten Aufwendungen beinhalten Materialkosten, direkt zurechenbare Personalkosten und sonstige direkt zurechenbare Kosten, die zur Vorbereitung der Nutzung des Vermögenswerts dienen. Die Erfassung der aktivierten Entwicklungskosten erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, über einen von der Vertragslaufzeit abhängigen Abschreibungszeitraum. Entwicklungskosten, die die Anforderungen nicht erfüllen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die folgenden Nutzungsdauern werden zur Bestimmung der Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte zugrunde gelegt: scroll
Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen Aufwendungen, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zugerechnet werden können, und, sofern vorhanden, dem Barwert der geschätzten Kosten für den Abbruch und die Beseitigung der Sachanlagen. Gemäß IAS 23 aktivierbare Fremdkapitalkosten werden für bestimmte Sachanlagen aktiviert, deren Erwerb oder Fertigungszeitraum ein Jahr übersteigt, sobald diese die Definition eines qualifizierten Vermögenswerts erfüllen. Es gab, wie bereits im Vorjahr, keine qualifizierten Vermögenswerte im Jahr 2016. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind im Buchwert der Vermögenswerte enthalten, oder werden – sofern zutreffend – als gesonderter Vermögenswert behandelt, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen daraus künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können. Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen, die keine wesentliche Ersatzinvestition darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die sonstigen Vermögenswerte werden linear abgeschrieben, wobei die Anschaffungskosten wie folgt über die erwartete Nutzungsdauer des Restbuchwerts abgeschrieben werden: scroll
Die Restbuchwerte und die wirtschaftliche Nutzungsdauer werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter der Position „Sonstige Erträge/Sonstige Aufwendungen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Buchwert eines Vermögenswertes wird auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (ZGE). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht-finanzielle Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Die Vibracoustic-Gruppe bestimmt den erzielbaren Betrag hauptsächlich auf Basis des Nutzungswerts. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts werden erwartete künftige Zahlungsströme unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Zinssatzes abgezinst. Wird eine Wertminderungsprüfung einer Sachanlage auf Ebene einer ZGE durchgeführt, auf die ein Geschäfts- oder Firmenwert entfällt, und diese zur Erfassung einer Wertminderung führt, ist diese Wertminderung zuerst für den Geschäfts- oder Firmenwert und nachfolgend für Vermögenswert verhältnismäßig zu den jeweiligen Buchwerten zu erfassen. Bestehen die Gründe für die Erfassung einer Wertminderung nicht mehr, wird eine Wertaufholung vorgenommen, die die fortgeführten Anschaffungskosten des jeweiligen Vermögenswertes nicht übersteigt. Dies gilt nicht für den Geschäfts- oder Firmenwert. Nach der at-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Gemäß der at-Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen nach ihrem Anteil am Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens bewertet. Der erstmalige Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten. Nachfolgend wird der Buchwert der Beteiligung am Eigenkapital entsprechend den Änderungen am Anteil der Vibracoustic-Gruppe am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst. Der nach Erwerb erzielte Anteil der Gruppe am Ergebnis wird als Ertrag erfasst. Übersteigt die Beteiligung der Gruppe an Verlusten, die von einem assoziierten Unternehmen generiert werden, den Buchwert des auf die Gruppe entfallenden Anteils am Eigenkapital, werden keine zusätzlichen Verluste erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens entstehen, sind im Buchwert der Beteiligung am assoziierten Unternehmen enthalten. Wenn Hinweise einer Wertminderung eines assoziierten Unternehmens vorliegen, wird der Buchwert der entsprechenden Beteiligung auf Wertminderung geprüft. Hierbei wird der Buchwert des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Ist der Buchwert höher als der erzielbare Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für die Kapitalbeteiligung erfasst. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Die Herstellungskosten fertiger und unfertiger Erzeugnisse umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie produktionsbezogene Abschreibungen. Verwaltungskosten und Sozialversicherungsbeiträge/Leistungen an Arbeitnehmer sind in der Höhe einbezogen, in der sie dem Produktionsprozess zuzurechnen sind. Die Vorräte der Gruppe sind keine qualifizierenden Vermögenswerte gemäß IAS 23, daher enthalten die Erwerbs- oder Produktionskosten keine aktivierten Fremdkapitalkosten. Bei dem erfassten Betrag handelt es sich um einen Durchschnittswert, der auf Basis der Durchschnittsmethode bestimmt wird. Wertminderungsaufwendungen werden für Vorratsrisiken erfasst, die aus der Lagerdauer und verminderter Werthaltigkeit hervorgehen; deren Wertaufholung erfolgt maximal in Höhe der Kosten, sofern die Gründe der Wertminderung nicht mehr vorliegen. Finanzielle Vermögenswerte Nach IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) wird bei finanziellen Vermögenswerten zwischen den folgenden Kategorien unterschieden: a) finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden; b) Kredite und Forderungen, c) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Kategorie wird nicht verwendet) und d) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Kategorie wird nicht verwendet). a) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Finanzielle Vermögenswerte sind dieser Kategorie zugeteilt, sofern das Management dies festgelegt hat, oder wenn sie prinzipiell mit der Absicht des kurzfristigen Wiederverkaufs erworben wurden. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte enthalten derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente genutzt werden, aber nicht die strengen Richtlinien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IAS 39 erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte erfasst, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten werden, oder es wahrscheinlich ist, dass sie binnen zwölf Monaten in der Bilanz aktiviert werden, andernfalls werden sie als langfristige Vermögenswerte erfasst. Die Fair Value-Option wurde nicht in Anspruch genommen. b) Kredite und Forderungen Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert werden. Sie werden als kurzfristige Vermögenswerte behandelt, wenn sie binnen zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag fällig werden. Andernfalls werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, d. h. dem Tag, an dem sich die VC-Gruppe zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Die Gruppe ermittelt an jedem Abschluss-Stichtag, ob objektive Hinweise vorliegen, dass bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eingetreten ist. Bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten liegt nur dann eine Wertminderung vor bzw. werden Wertminderungsaufwendungen erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eingetreten sind (ein „Schadensfall“), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und der Schadensfall eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die erwarteten künftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes oder der Gruppe von finanziellen Vermögenswerten hat. Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung, die die Vibracoustic-Gruppe verwendet, zählen u. a. die folgenden Kriterien:
In der Kategorie „Kredite und Forderungen“ ergibt sich die Höhe des Verlusts aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme (mit Ausnahme künftiger, noch nicht erlittener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Der Buchwert des Vermögenswertes wird vermindert, der Verlustbetrag ergebniswirksam erfasst. Ist ein Kredit mit einem variablen Zinssatz ausgestattet, ist der Abzinsungssatz für die Berechnung des Wertminderungsaufwands der vertraglich festgelegte derzeitige Effektivzinssatz. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Perioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung auftretenden Sachverhalt (wie die Verbesserung des Bonitätsratings eines Schuldners) zurückgeführt werden, ist die früher erfasste Wertberichtigung ergebniswirksam zu erfassen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauften Gütern oder aufgebrachten Leistungen. Bei erstmaligen Ansatz werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Krediten und Forderungen zuzuordnen sind, zum beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen. Für erkennbare Einzelrisiken werden Bewertungsabschläge in angemessener Höhe erfasst. Der Ansatz niedrig- oder unverzinslicher Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt zum jeweiligen Barwert. Wenn der voraussichtliche Ausgleich der Forderung in einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert. Andernfalls werden sie als langfristige Vermögenswerte bilanziert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Bankkredite und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und am Bilanzstichtag als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasst. Gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) sind sämtliche derivative Finanzinstrumente zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten, unabhängig davon, ob ein Unternehmen das Eingehen von derivativen Vertragsverpflichtungen bezweckt oder beabsichtigt. Derzeit umfassen die derivativen Finanzinstrumente der Vibracoustic-Gruppe im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, um Währungsrisiken zu minimieren und Devisen-Swapgeschäfte im Zusammenhang mit dem Cash Management der Gruppe. Daher werden die Devisen-Swapgeschäfte formal nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 bilanziert. Designierte Sicherungsbeziehungen fallen grundsätzlich in eine der folgenden Kategorien:
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente, welche die formalen Dokumentationsanforderungen für Sicherungsgeschäfte erfüllen, werden ergebniswirksam erfasst (zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts und dem ineffektiven Teil der Cash Flow Hedges) oder im sonstigen Ergebnis (für den effektiven Teil der Cashflow-Hedges) ausgewiesen. Die Vibracoustic-Gruppe nutzt derzeit ausschließlich Cashflow-Hedges. Zu Beginn der Transaktion werden die Sicherungsbeziehung, die Zielsetzung des Risikomanagements und die Sicherungsstrategie der sichernden Gesellschaft dokumentiert. Sowohl zu Beginn der Absicherung als auch fortlaufend dokumentiert die Gruppe ihre Beurteilung, ob die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Zahlungsströme des gesicherten Grundgeschäfts gewährleistet ist. Der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzderivates in der Sicherungsbeziehung eines Cashflow-Hedges wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, während der unwirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes ergebniswirksam erfasst wird. Kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge werden in den Berichtsperioden, in denen das gesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird, erfolgswirksam umgegliedert. Der vollständige beizulegende Zeitwert eines als Sicherungsinstrument bestimmten Finanzderivats wird bei Grundgeschäften mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit eingestuft. Bei Grundgeschäften mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Einstufung als kurzfristiger Vermögenswert bzw. kurzfristige Verbindlichkeit. Sind die Kriterien für die Bilanzierung der Sicherungsgeschäfte nicht erfüllt, werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzderivaten im Ergebnis erfasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement und zur Bilanzierung von Finanzderivaten finden sich in den Anhangangaben 29 und 30. Devisen-Swapgeschäfte, die kein Bestandteil formal dokumentierter Sicherungsgeschäfte sind, zählen zu den zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und werden erfolgswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in nachfolgenden Berichtsperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte“ werden in der Periode ihres Entstehens in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzierungserträgen oder Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Waren und Dienstleistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr von Zulieferern bezogen wurden. Sie werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger als einem Jahr fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Verbindlichkeiten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Langfristige Verbindlichkeiten werden nur dann abgezinst, wenn der Abzinsungsbetrag wesentlich ist. Finanzschulden Die Finanzschulden werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Im Rahmen der Folgebewertung werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Gebühren, die bei der Einrichtung von Kreditlinien anfallen, werden als Transaktionskosten des Kredits in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass die Kreditlinie in Anspruch genommen wird. In dem Umfang, in dem es wahrscheinlich ist, dass die Kreditlinie in Anspruch genommen wird, wird die Gebühr als Vorauszahlung für Kreditleistungen aktiviert und über die Laufzeit der entsprechenden Kreditzusage abgeschrieben. Die Finanzschulden werden als kurzfristige Verbindlichkeit klassifiziert, es sei denn, der Konzern hat ein unbegrenztes Recht, die Rückzahlung der Verbindlichkeit für mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag aufzuschieben. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In nachfolgenden Berichtsperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der Ansatz niedrig- oder unverzinslicher Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt zum jeweiligen Barwert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden eingestuft, es sei denn, der Schuldner hat ein uneingeschränktes Recht, die Verpflichtung um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu prolongieren. In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind ebenfalls derivative Finanzinstrumente enthalten. Derivative Verbindlichkeiten, die kein Bestandteil formal dokumentierter Sicherungsgeschäfte sind, werden als finanzielle Verbindlichkeiten, die ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, klassifiziert. Pensionsverpflichtungen Die Konzerngesellschaften haben unterschiedliche Pensionspläne eingerichtet. Die Vibracoustic-Gruppe hat sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pläne aufgelegt. Ein beitragsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, gemäß dem die Gruppe fixe Beiträge an eine nicht zur Gruppe gehörende Gesellschaft entrichtet. Die Gruppe hat keine rechtliche oder faktische Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn der Fonds nicht genügend Vermögenswerte hält, um die Pensionsansprüche aller Mitarbeiter aus den laufenden und vorherigen Geschäftsjahren zu begleichen. Ein leistungsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, der kein beitragsorientierter Plan ist. Der wesentliche leistungsorientierte Plan ist der deutsche Pensionsplan. Die Pensionsleistung, die ein Arbeitnehmer bei Pensionierung erhalten wird, ist bei diesem Pensionsplan von der Anzahl der Dienstjahre und der Vergütung abhängt. Die Pensionsleistungsverpflichtung wird jährlich durch unabhängige versicherungsmathematische Sachverständige unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens berechnet. Diese Berechnungen berücksichtigen Annahmen über zukünftige Änderungen von bestimmten Parametern, welche die Beträge künftiger Leistungen beeinflussen können, wie z. B. Gehalts- und Pensionserhöhungen oder biometrische Faktoren. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen herangezogen. Der Nettozinsaufwand (-ertrag) für Nettoschulden/-vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen. Die in der Konzernbilanz für leistungsorientierte Pensionspläne erfasste Verbindlichkeit entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens - unter Berücksichtigung der Vermögenswertobergrenze (asset ceiling). Das Planvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Neubewertungsgewinne und -verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen, sowie Erträge aus dem Planvermögen, die nicht in der Nettoverzinsung der Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Verpflichtungen enthalten sind sowie sich aus der Vermögenswertobergrenze ergebene Effekte (soweit vorhanden, ohne Berücksichtigung von Zinsen), werden sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird vollständig in der Berichtsperiode erfasst, in der die entsprechende Planänderung erfolgt ist. Bei beitragsorientierten Plänen leistet die Gruppe auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Beiträge an öffentliche oder private Rentenversicherungsträger. Die Vibracoustic-Gruppe hat nach der Entrichtung der Beiträge keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit als Aufwand für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswerte angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn die Vibracoustic-Gruppe (a) eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, (b) es wahrscheinlich (more likely than not) ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird, und (c) die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wenn der Abzinsungsbetrag wesentlich ist. Laufende und latente Steuern Der Ertragsteueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, soweit sie nicht mit Posten, die im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital erfasst werden, in Zusammenhang stehen. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. im Eigenkapital erfasst. Die laufenden Ertragsteuern werden auf der Grundlage der Steuervorschriften berechnet, die am Bilanzstichtag in den Ländern gültig oder gesetzlich angekündigt waren, in denen das Unternehmen und die Tochtergesellschaften tätig sind und steuerpflichtige Einnahmen erzielen. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und erfasst Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Steuerbuchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sogenannte Verbindlichkeitenmethode) sowie für Verlustvorträge für die die Verfügbarkeit künftig zu versteuernder Ergebnisse, gegen die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können, als gegeben angesehen wird. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann sowie für Verlustvorträge für die die Verfügbarkeit künftig zu versteuernder Ergebnisse, gegen die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können, als gegeben angesehen wird. Latente Steuerschulden, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen von der Gruppe bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auf Grund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche und -schulden werden nur dann saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Leasingverhältnisse Geleaste Sachanlagen werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing bilanziert und entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken eines Vermögenswertes übertragen werden. Der Ansatz erfolgt zu Beginn des Leasingverhältnisses in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. In gleicher Höhe erfolgt die Passivierung einer Verbindlichkeit. Bei Vorliegen eines Mietleasingverhältnisses werden die Leasingraten als Aufwand erfasst. Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Die Änderung an IFRS 7 bezüglich Finanzinstrumenten, die gemäß IFRS 13 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfordert die Angabe der Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert nach Stufen unter Anwendung folgender Bewertungshierarchie: Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Stufe 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Inputfaktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren). Auf welcher Ebene die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt eingestuft wird, richtet sich nach der niedrigsten Stufe, deren Input für die Bewertung als Ganzes wesentlich ist. Die jeweiligen Hierarchiestufen erfordern unterschiedliche Angaben im Konzernanhang. Schätzungen der Geschäftsführung Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS verlangt von der Geschäftsführung, dass Annahmen und Schätzungen vorgenommen werden, die sich auf die Erfassung und Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz, sowie auf die Erfassung von Erträgen und Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den am Bilanzstichtag vorherrschenden Verhältnissen. Die tatsächlichen zukünftigen Verhältnisse können wesentlich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Wenn dies der Fall ist erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen bei der Aufstellung des Konzernabschlusses werden im Folgenden erörtert: a) Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt auf Grundlage von Planungsrechnungen für die Cashflows der Geschäfts- oder Firmenwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der nächsten drei Jahre unter Anwendung eines an das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Diese Prognosen und Bewertungsparameter sind im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts ein wesentlicher Faktor bei der Beurteilung durch das Management. Weitere Informationen zum Geschäfts- oder Firmenwert finden sich in Anhangangabe 13. b) Rückstellungen für Pensionen und andere Leistungen Der Barwert der Pensionsverpflichtungen beruht auf mehreren Faktoren. Die Gruppe erhält versicherungsmathematische Gutachten für ihre Versorgungspläne, für die üblicherweise verschiedene demographische und wirtschaftliche Annahmen herangezogen werden. Eine der wichtigsten Annahmen, die zur Ermittlung der Nettoaufwendungen (-erträge) für Pensionen zugrunde gelegt werden, ist der Abzinsungssatz. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtungen haben. c) Ertragsteuern Bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern muss das Management Schätzungen und Annahmen vornehmen. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche Nutzbarkeit latenter Steueransprüche ist von der zukünftigen tatsächlichen steuerlichen Ergebnissituation abhängig. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit werden unterschiedliche Faktoren herangezogen, u. a. vergangene Ertragslage, operative Planungen, Verlustvortragsperioden und Steuerplanungsstrategien. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung7. Umsatzerlöse Die von der Vibracoustic-Gruppe erzielten Umsatzerlöse gliedern sich in die folgenden wesentlichen Kategorien auf: scroll
Weitere Informationen zu Umsatzerlösen finden sich in der Segmentberichterstattung in Anhangangabe 31. 8. Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge der Berichtsperiode belaufen sich auf EUR 20,1 Mio. (2015: EUR 21,3 Mio.) und setzten sich hauptsächlich zusammen aus Währungsumrechnungsgewinnen in Höhe von EUR 5,9 Mio. (2015: EUR 2,9 Mio.), Erträgen aus erbrachten Serviceleistungen an assoziierte Unternehmen in Höhe von EUR 1,9 Mio. (2015: EUR 1,9 Mio.) und, unter anderem, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. 9. Sonstige Aufwendungen Die sonstigen Aufwendungen der Berichtsperiode betragen EUR 10,9 Mio. (2015: EUR 10,6 Mio.) Der Posten umfasst verschiedene Aufwandspositionen, einschließlich der Umweltrückstellungen an unserem Standort in Brasilien. Im Vorjahr waren Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von EUR 1,2 Mio. in den sonstigen Aufwendungen enthalten. 10. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Materialkosten stiegen im Berichtsjahr um EUR 61,0 Mio. auf EUR 1.153,8 Mio. (2015: EUR 1.092,8 Mio.). Sie sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Positionen „Umsatzkosten“ und „Forschungs- und Entwicklungskosten“ enthalten. Die Personalkosten erhöhten sich um EUR 14,3 Mio. auf EUR 381,2 Mio. in 2016 (2015: EUR 366,9 Mio.). In dieser Position sind Löhne und Gehälter in Höhe von EUR 298,5 Mio. (2015: EUR 293,6 Mio.) und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von EUR 82,7 Mio. (2015: EUR 73,3 Mio.) enthalten. Die Nettozinsaufwendungen (-erträge) für Nettoschulden aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden nicht unter den Personalkosten erfasst, sondern unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Die Personalkosten sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den Positionen „Umsatzkosten“, „Forschungs- und Entwicklungskosten“ und „Verwaltungskosten“ enthalten. 11. Finanzierungserträge und -aufwendungen In 2016 umfasst das Nettofinanzergebnis in Höhe von EUR -4,2 Mio. (2015: EUR -3,9 Mio.), Zinsaufwendungen von EUR -7,6 Mio. (2015: EUR -8,1 Mio.) und Zinserträge von EUR 3,4 Mio. (2015: EUR 4,2 Mio.). Die Zinsaufwendungen sind überwiegend auf externe Finanzierungstätigkeiten in Höhe von EUR -3,4 Mio. (2015: EUR -6,0 Mio.) sowie Zinsaufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen in Höhe von EUR -2,0 Mio. (2015: EUR -2,1 Mio.) zurückzuführen. Die Zinserträge in 2016 stehen überwiegend im Zusammenhang mit zinstragenden finanziellen Vermögenswerten wie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 2,7 Mio. (2015: EUR 2,8 Mio.) und Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (2015: EUR 0,8 Mio.). Im Jahr 2016 hat die Vibracoustic-Gruppe keine Zinssicherungsgeschäfte genutzt, da die Nettoverschuldung der Gruppe im Durchschnitt einen sehr niedrigen Stand aufwies. Die Aufwertung einiger Währungen gegenüber dem Euro hatte einen positiven Einfluss auf das Finanzergebnis, da wesentliche Anteile der dezentralisierten Barmittel in anderen Währungen als dem Euro gehalten werden. 12.Ertragsteuern Die Ertragsteueraufwendungen gliedern sich abhängig von ihrer Entstehung wie folgt: scroll
Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bestimmt, die nach der aktuellen Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunkt der Realisierung gelten werden oder angekündigt wurden. Der derzeitige Körperschaftsteuersatz in Deutschland beträgt 15 % (2015: 15 %) zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,5 %. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer für deutsche Gesellschaften der Vibracoustic-Gruppe beträgt der kombinierte Ertragsteuersatz für Unternehmen in Deutschland 29,7 % (2015: 29,6 %). Die Ertragsteuersätze für ausländische Unternehmen, die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogen wurden, liegen zwischen 10 % und 38 %. Aufgrund temporärer Differenzen bezüglich künftiger Dividendenzahlungen an Tochterunternehmen verminderten sich die als „Outside Basis Differences“ erfassten latenten Steuerschulden um EUR 1,5 Mio. auf EUR 2 Mio. (2015: EUR 3,5 Mio.). Latente Steueransprüche und -schulden betreffen die folgenden Bilanzposten: scroll
Im Jahr 2016 wurden latente Steuern in Höhe von EUR 0,7 Mio. im sonstigen Ergebnis erfasst, was zu einer Zunahme des Eigenkapitals (2015: EUR 0,7 Mio.) geführt hat. Der Betrag ist in Höhe von EUR 0,6 Mio. auf die Anpassung der Nettopensionsverpflichtungen für die Berichtsperiode (2015: EUR 0,7 Mio.) zurückzuführen. Die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes derivativer Finanzinstrumente wie Cashflow-Hedges wirkte sich mit EUR 0,1 Mio. (2015: keine Auswirkungen) auf die latenten Steuern aus. Die Gruppe hat folgende steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt: scroll
Die erfassten unbegrenzt vortragsfähigen steuerlichen Verlustvorträge sind im Wesentlichen Unternehmen in Frankreich (EUR 6,9 Mio.) Spanien (EUR 1,5 Mio.) und Deutschland (EUR 0,9 Mio. mit Bezug auf die Körperschaftssteuer und EUR 1,4 Mio. mit Bezug auf die Gewerbesteuer) zuzurechnen. In Thailand entstanden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 1,6 Mio., die dort innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren mit zukünftigen Gewinnen verrechnet werden können. Die Gruppe hat latente Steuerforderungen, die sich auf Verluste in Brasilien und Russland in Höhe von EUR 49,2 Mio. beziehen, nicht angesetzt; diese können vorgetragen und gegen zukünftige steuerliche Gewinne verrechnet werden. Die erfassten Steueransprüche in 2015 in Höhe von EUR 0,7 Mio. unterlagen im Jahr 2016 einer Wertminderung. Die nicht erfassten steuerlichen Verluste im Jahr 2016 in Brasilien und Russland belaufen sich auf EUR 9,3 Mio. (2015: EUR 17,4 Mio.). Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung in Frankreich werden die latenten Steueransprüche im Zusammenhang mit dem steuerlichen Verlustvortrag der Vorjahre bei der Trelleborg Automotive France SA neu bewertet, was einen Anstieg der latenten Steueransprüche auf den steuerlichen Verlustvortrag der Trelleborg Automotive France SA um EUR 1,2 Mio. zur Folge hat. Die Steuerquote der Gruppe für das Jahr 2016 beträgt 32,1 % im Vergleich zu einer Steuerquote von 31,1 % im Vorjahr. Die Steuerquote der Gruppe in 2016 wurde durch einige Einmaleffekte negativ beeinflusst. Diese betrafen im Wesentlichen zusätzliche Steueraufwendungen in Höhe von EUR 2,5 Mio. aus künftigen negativen Anpassungen, die das Ergebnis der steuerlichen Prüfung in Deutschland widerspiegeln, sowie Aufwendungen aus nicht bilanzierten latenten Steueransprüchen auf steuerliche Verlustvorträge in Brasilien und Russland für das Jahr 2016. In der nachfolgenden Tabelle wird die Überleitung zwischen den erwarteten (theoretischen) Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand dargestellt. Der theoretische Steueraufwand wird unter Anwendung des gesetzlichen Steuersatzes von 29,7 % (2015: 29,6 %) für Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland bestimmt. scroll
Sonstige Steuereffekte betreffen überwiegend kommunale Steuern und ausländische Quellensteuern. Die Veränderungen durch abweichenden Steuersatz berücksichtigen Effekte aus Besteuerungsunterschieden im In- und Ausland infolge abweichender Ertragsteuersätze. Erläuterungen zur Konzernbilanz13. Immaterielle Vermögenswerte Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 scroll
Die Zuführungen zu den aktivierten Entwicklungskosten von Anlagen im Bau resultieren aus Neuentwicklungen im Produktbereich Air Springs. Der Geschäfts- und Firmenwert gliedert sich wie folgt auf die Segmente auf: scroll
Der Abschreibungsaufwand auf immaterielle Vermögenswerte wurde mit EUR 5,7 Mio. (2015: EUR 6,2 Mio.) in den Umsatzkosten, mit EUR 0,1 Mio. (2015: EUR 0,4 Mio.) in den Vertriebskosten, mit EUR 2,1 Mio. (2015: EUR 2,0 Mio.) in den Verwaltungsaufwendungen und mit EUR 3,1 Mio. (2015: EUR 0,9 Mio.) in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst. 2015 waren EUR 1,0 Mio. in den sonstigen Aufwendungen enthalten. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf Software, welche im Entwicklungsbereich eingesetzt wird und planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts verfügt die Gruppe nicht über immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer. Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts Zum Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung wird der Geschäfts- oder Firmenwert den ZGE der Gruppe gemäß den identifizierten Geschäftssegmenten zugeordnet. Im Folgenden wird eine Zusammenfassung der Verteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts dargestellt: scroll
Der erzielbare Betrag einer ZGE wird durch Berechnung ihres Nutzwertes unter Anwendung des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Diese Berechnungen basieren auf Cashflow-Prognosen, die aus der vom Management verabschiedeten Drei-Jahres-Planung abgeleitet wurden. Cashflows nach diesem Drei-Jahres-Zeitraum werden mit einer geschätzten Wachstumsrate von 2,0 % (2015: 2,0 %) extrapoliert. Die Wachstumsrate übersteigt nicht unsere Erwartungen für das langfristige durchschnittliche Wachstum der jeweiligen ZGE. Die maßgeblichen Annahmen basieren auf der Beurteilung des Managements der Vibracoustic-Gruppe hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Bereichen. Insbesondere die Prognose für das operative Ergebnis 2017 und die aktualisierte strategische Planung der Vibracoustic-Gruppe für die Geschäftsjahre 2017-2020 werden als Basis zur Bestimmung der Cashflows herangezogen. Die wichtigsten Annahmen betreffen steigende operative Ergebnisse vor Zinsen und Steuern bei gleichbleibenden Marktanteilen. Die Cashflows der ZGE werden mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC) abgezinst. Der angewandte Abzinsungssatz (nach Steuern) betrug zum 30. September 2016, dem Tag der Werthaltigkeitsprüfung, 6,52 % (2015: 7,21 %). Der jeweilige Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 9,25 % (2015: 10,15 %). Die zugrundeliegende Kapitalstruktur der ZGE wird durch den Vergleich mit gleichrangigen Unternehmen (Peer Groups) im selben Sektor bestimmt. Der Betafaktor, der durch den Vergleich mit Peer Groups hervorging, betrug 1,12 (2015: 1,17). Die Marktrisikoprämie, die aus empirischen Untersuchungen des Kapitalmarkts hervorgeht, beläuft sich auf 6,5 % (2015: 6,5 %). Die Werthaltigkeitsprüfung, die am 30. September 2016 durchgeführt wurde, hat keinen Wertberichtigungsbedarf für den bestehenden Geschäfts- oder Firmenwert der ZGE ergeben. Auch ein Anstieg des WACC um 1 % hätte keine Wertminderung zur Folge, da der erzielbare Betrag immer noch über dem Buchwert liegen würde. 14. Sachanlagen Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll
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Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 scroll
Der Abschreibungsaufwand auf Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde mit EUR 66,7 Mio. (2015: EUR 52,9 Mio.) in den Umsatzkosten, mit EUR 0,5 Mio. (2015: EUR 1,4 Mio.) in den Vertriebskosten, mit EUR 1,7 Mio. (2015: EUR 2,6 Mio.) in den Verwaltungsaufwendungen, mit EUR 4,2 Mio. (2015: EUR 4,8 Mio.) in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst. Die Abgänge beliefen sich auf EUR 8,9 Mio. und sind im Wesentlichen auf die Optimierung von Produktionslinien in Deutschland und der Tschechischen Republik zurückzuführen. Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden insbesondere durch neue Montagebänder für Kundenplattformen, insbesondere in China, Deutschland und der Tschechischen Republik, vorangetrieben. Zugänge zu anderen Anlagen betreffen hauptsächlich Investitionen, die für Produktionsstandorte in Deutschland und den USA getätigt wurden. Die Gruppe mietet verschiedene kleinere Maschinen im Rahmen von nicht kündbaren Finanzierungsleasingverhältnissen. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse betragen drei bis zehn Jahre. Aus Finanzierungsleasingverhältnissen wurden im Geschäftsjahr 2016 Zahlungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (2015: EUR 0,4 Mio.) geleistet. Werkzeuge Sofern die Vibracoustic-Gruppe wirtschaftlicher Eigentümer der Werkzeuge ist und die Mehrheit der wirtschaftlichen Chancen und Risiken dieser Vermögenswerte trägt, werden diese Werkzeuge (auch wenn ein Kunde rechtlicher Eigentümer der Werkzeuge sein sollte) als Bestandteil der Sachanlagen aktiviert. Der Werkzeugbestand, der in den beiden Positionen „Technische Anlagen und Maschinen“ und „Anlagen in Bau“ enthalten ist, gliedert sich wie folgt: Entwicklung der Werkzeuge vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll
Entwicklung der Werkzeuge vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 scroll
15. Anteile an at-Equity bilanzierten Unternehmen Die Vibracoustic-Gruppe hält 45 % der Stimmrechte an der Dawson Manufacturing Company, Benton Harbor/USA. Diese ist nicht börsennotiert und produziert und vertreibt schwingungstechnische Lösungen für die Automobilindustrie. Nachfolgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über die Beteiligung an der Dawson Manufacturing Company. Zusammengefasste Finanzinformationen der Dawson Manufacturing Company scroll
Veränderungen des Buchwerts der Beteiligung stellen sich wie folgt dar: scroll
16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weniger als ein Monat überfällig sind, werden von der Gruppe grundsätzlich nicht als wertgemindert angesehen. Am 31. Dezember 2016 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 19,5 Mio. (2015: EUR 17,0 Mio.) überfällig, aber nicht wertgemindert. Diese Forderungen resultieren aus Transaktionen mit mehreren unabhängigen Kunden, bei denen in der nahen Vergangenheit keine Forderungsausfälle verzeichnet wurden. Als Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich: scroll
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Teil durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Ansonsten stellt der Buchwert das maximale Kreditrisiko dar. Die Wertberichtigungen von Forderungen haben sich wie folgt geändert: scroll
Die Erfassung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter „Sonstige Aufwendungen“ in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. 17. Steueransprüche und sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte scroll
Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte enthalten Erstattungsansprüche für Umsatzsteuer in Höhe von EUR 14,7 Mio. (2015: EUR 13,0 Mio.), sonstige Steuererstattungsansprüche in Höhe von EUR 5,1 Mio. (2015: EUR 3,5 Mio.) sowie geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von EUR 1,2 Mio. (2015: EUR 0,9 Mio.). 18. Vorräte scroll
19. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente scroll
20. Kapitalmanagement Die Zielsetzungen des Kapitalmanagements sind in erster Linie, die Zahlungsfähigkeit aller Konzerngesellschaften jederzeit zu gewährleisten, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das solide Kreditprofil der Vibracoustic-Gruppe zu erhalten. Die Gruppe strebt eine Optimierung ihrer Kapitalstruktur durch die in den externen Kreditlinien vereinbarten Kennzahlenrelationen (Covenants) an. Die Sicherstellung ausreichender Liquiditätsreserven erfolgt durch den Einsatz diverser Maßnahmen zur Reduzierung der Kapitalkosten und Optimierung der Kapitalstruktur sowie durch ein effektives Risikomanagement. Die wichtigste Leistungskennzahl des Kapitalmanagements der Gruppe ist das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, der sogenannte Verschuldungsgrad. Dieses Verhältnis findet als Kennzahlenrelation auf den Konsortialkredit Anwendung. Sämtliche finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlenrelationen wurden im vergangenen Geschäftsjahr eingehalten. 21. Eigenkapital Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2015 und 2016 sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung der Vibracoustic-Gruppe ausgewiesen. Stammkapital Das Stammkapital der Vibracoustic GmbH belief sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 0,5 Mio. (2015: EUR 0,5 Mio.). Das Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen eingebrachte Bareinlagen der Gesellschafter. Das Agio hat sich gegenüber dem Ende des Vorjahres nicht verändert. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Konzernergebnisse, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie Rücklagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen einschließlich des kumulierten sonstigen Ergebnisses, welches ergebnisneutral im Periodenergebnis erfasst wurde. Das kumulierte sonstige Ergebnis umfasst Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die Auswirkungen der Bewertung derivativer Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert sowie Neubewertungsgewinne und -verluste aus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung. Neubewertungen wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen unter Berücksichtigung des sonstigen Ergebnisses zu einer Verringerung der Gewinnrücklagen (abzüglich der gegenläufig wirkenden latenten Steuern) in Höhe von EUR 1,6 Mio. (2015: EUR 1,6 Mio.) Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Anhangangabe 22. Nicht beherrschende Anteile Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen das Nettovermögen der: • Vibracoustic Kunhwa Co. Ltd., Gyeungsan-City/Südkorea, • Zhangjiagang Trelleborg Kunhwa Automotive Components Co. Ltd., Zhangjiagang/Volksrepublik China, • Vibracoustic CV Air Springs (Yantai) Co., Ltd. Yantai/China, • Vibracoustic CV Air Springs Magyarország Kft., Nyíregyháza/Ungarn, • Vibracoustic CV Air Springs Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş., Bursa/Türkei, • Blacktech Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei, • Vibracoustic CV Air Springs GmbH, Hamburg/Deutschland, • Vibracoustic CV Air Springs USA Inc., Wilmington/USA und • TrelleborgVibracoustic-Ikhwezi (Proprietary) Ltd., East London, Südafrika. Wir haben unseren Anteil am Joint Venture Vibracoustic CV Air Springs auf 65,067 Prozent erhöht. Die erhöhte Anteilsquote des JV ermöglicht es uns, diese mit der gesamten VC-Strategie in Einklang zu bringen und lässt uns das Geschäftspotenzial von CV Air Springs effektiver ausschöpfen. In folgender Tabelle werden Tochterunternehmen des Konzerns mit wesentlichen, nicht beherrschenden Anteilen (vor konzerninternen Eliminierungen) zusammenfassend dargestellt. scroll
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Die Vibracoustic Kunhwa Co. Ltd schüttete an nicht beherrschende Anteile eine Dividende in Höhe von EUR 0,6 Mio. aus (2015: EUR 0,8 Mio.). 22. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen betreffen sowohl europäische Tochterunternehmen in Deutschland, der Türkei, Polen, Ungarn und Frankreich, als auch asiatische Tochterunternehmen in Indien und Südkorea sowie Tochterunternehmen in den USA. Hierbei handelt es sich überwiegend um Pensionsverpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung sowie um Verpflichtungen gemäß den lokalen gesetzlichen Vorschriften. Darüber hinaus werden in den USA auch ein medizinischer Vorsorgeplan und ein beitragsfreier Pensionsplan geführt. In den jeweiligen Versorgungsplänen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie Anwartschaften ausgewiesen. Die betriebliche Altersversorgung in der Vibracoustic-Gruppe umfasst leistungsorientierte Versorgungssysteme, die teilweise bereits für Neuzugänge geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2016 wurden Neubewertungsverluste in Höhe von EUR -23.1 Mio. (2015: EUR -21.1 Mio.) im Eigenkapital erfasst. Der zugehörige kumulierte latente Steuereffekt beläuft sich auf EUR 8,4 Mio. zum 31.12.2016 und entsprechend auf EUR 7,8 Mio. zum 31.12.2015. Die umfangreichsten leistungsorientierten Versorgungspläne der Gruppe, die insgesamt 96,3 % der leistungsorientierten Verpflichtung weltweit umfassen, (2015: 98,1 %) sind in Deutschland, den USA, Frankreich und Südkorea eingerichtet. Die leistungsorientierten Versorgungspläne in Deutschland umfassen Pläne für vier deutsche Unternehmen. Nach Beendigung einer der Altersversorgungspläne im Jahr 2015, wodurch im Geschäftsjahr 2015 Pensionszahlungen angefallen sind, bestehen in den USA drei Versorgungspläne: ein medizinischer Versorgungsplan, der „Yale Rubber Manufacturing Retirement Plan“ und ein beitragsfreier Pensionsplan. Versicherungsmathematische Annahmen Gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) werden Pensionsrückstellungen erfasst, um Verpflichtungen aus derzeitigen und zukünftigen Versorgungszusagen aktiver und ehemaliger Mitarbeiter der Vibracoustic-Gruppe und deren Hinterbliebenen abzudecken. Der Abzinsungssatz zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung an jedem Bilanzstichtag wird auf Basis derzeitiger Kapitalmarktdaten sowie langfristiger Annahmen über zukünftige Gehalts- und Rentenerhöhungen nach bestmöglichen Schätzungen festgelegt. Diese Annahmen variieren in Abhängigkeit von wirtschaftlichen Bedingungen welche die Währung beeinflussen, in der die leistungsorientierten Verpflichtungen bestehen und die Anlage des Fondsvermögens erfolgt, sowie von Erwartungen über die Kapitalmarktentwicklung. Die leistungsorientierten Verpflichtungen werden auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten errechnet, die sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bestimmen. In die Berechnung fließen ebenfalls Annahmen über die zukünftige Fluktuationsrate aufgrund des Alters und der Dienstjahre von Mitarbeitern sowie über die Wahrscheinlichkeit des Renteneintritts ein. Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung beruht auf den in folgender Tabelle dargestellten maßgeblichen gewichteten durchschnittlichen Annahmen zum Bilanzstichtag: scroll
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Die Ermittlung der angenommenen Abzinsungssätze erfolgt auf Basis der am Abschlussstichtag geltenden Rendite der mit AA-bewerteten, festverzinslichen Unternehmensanleihen im Investmentgrade-Bereich mit Laufzeiten, die den erwarteten Laufzeiten der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Pensionsverpflichtungen im Ausland sind an die Gegebenheiten vor Ort, wie z. B. Inflation und Zinssätze, angepasst. Die für die USA und sonstige Länder ausgewiesenen Abzinsungssätze sind Durchschnittswerte für mehrere Pläne. Schätzungen über zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen werden auf jährlicher Basis vorgenommen und berücksichtigen Faktoren wie Inflation und die gesamtwirtschaftliche Lage. Die Lebenserwartungen, die zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen für Pläne im Inland herangezogen wurden, basieren auf den Richttafeln 2005 G von Professor Klaus Heubeck. Verpflichtungen im Ausland werden ebenfalls jeweils auf Grundlage der Richttafeln und vorherrschender wirtschaftlichen Bedingungen in den jeweiligen Ländern bemessen (d. h. Frankreich: INSEE TV/TD 2009-2011; Südkorea: Referenzkurse des Korea Insurance Development Institute). Weitere versicherungsmathematische Annahmen wie Fluktuationsrate und Rententrend werden gemäß den Prognosen im jeweiligen Land und unter Berücksichtigung der Gegebenheiten und Prognosen der betreffenden Unternehmen berechnet. Für die wesentlichen Pensionspläne werden versicherungsmathematische Bewertungen eingeholt. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen stellt sich wie folgt dar: scroll
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Von den versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten aus leistungsorientierten Verpflichtungen entfallen EUR +1,0 Mio. (2015: EUR +0,3 Mio.) auf Anpassungen von Annahmen (darin enthalten sind besondere Änderungen des Abzinsungsfaktors), und EUR +1,1 Mio. (2015: EUR +0,7 Mio.) auf Anpassungen aufgrund von demographischen und sonstigen Änderungen. Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Planvermögen 2016 in Höhe von EUR 18,6 Mio. (2015: EUR 18,0 Mio.) betrifft überwiegend Vermögen der Tochterunternehmen der Gruppe in den USA. Dieses Vermögen ist zum Großteil im Rahmen der Asset Liability Matching Strategy in langfristig ausgelagerten Fonds angelegt. Diese Strategie umfasst einen diversifizierten Kapitalanlagebestand, einschließlich einer Mischung aus Eigenkapital und Anlageinvestitionen, um Risiken zu vermeiden und Erträge zu erzielen, die mindestens den Abzinsungssätzen entsprechen oder diese, wenn möglich, übertreffen. Das Planvermögen besteht aus Investmentfonds (festverzinsliche Kapitalanlagen, Eigenkapital, Zahlungsmitteläquivalente) und teilweise auch aus Barmittelbeständen. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich wie folgt: scroll
Die Entwicklung der Nettoschulden aus leistungsorientierten Versorgungsplänen stellt sich wie folgt dar: scroll
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Die Entwicklung der Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen ergibt sich wie folgt: scroll
Am 31. Dezember 2016 lag die durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung bei 17,7 Jahren in Deutschland (2015: 17,8 Jahren), 9,4 Jahren in den USA (2015: 9,7 Jahren), 15,2 Jahren in Frankreich (2015: 15,5 Jahren), 6,5 Jahren in Südkorea (2015: 6,6 Jahren) und 14,4 Jahren in sonstigen Ländern (2015: 16,3 Jahren). Die erwarteten Dotierungen von Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für das am 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr betragen EUR 3,6 Mio. Wenn die Verpflichtungen nicht fondsfinanziert sind, erfolgen Zahlungen an Begünstigte direkt durch die Gesellschaft. Sind die Verpflichtungen fondsfinanziert, erfolgen die Zahlungen aus dem bestehenden Planvermögen und wirken sich nicht auf den Cashflow der Gesellschaft aus. Demgegenüber stellen Beiträge der Gesellschaft zu fondsfinanzierten Plänen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit dar. Sensitivitätsanalyse Deutschland scroll
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Die obigen Sensitivitätsanalysen basieren auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen unverändert bleiben. In der Praxis ist dies unwahrscheinlich und Änderungen mehrerer Annahmen können korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtungen mit maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode – Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, berechnet nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) zum Ende des Berichtszeitraums – angewandt, wie bei der Berechnung der in der Bilanz erfassten Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen. Die Methoden und Art der Annahmen, die der Erstellung der Sensitivitätsanalyse zugrunde gelegt wurden, sind im Vergleich zur Vorperiode unverändert. Übersicht der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge Gemäß IAS 19 werden für Pensionsverpflichtungen versicherungsmathematische Annahmen zur Bestimmung des Betrags angewandt, der in jeder Berichtsperiode aufzuwenden ist. Die ergebniswirksam erfassten Aufwendungen enthalten einige Komponenten, die einzeln zu berechnen und auszuweisen sind. Die Nettokosten der ergebniswirksam erfassten leistungsorientierten Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
23. Sonstige Rückstellungen scroll
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Die in Europa und in anderen Ländern durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen, einschließlich der Anpassung der Produktionskapazitäten zur Hebung von Synergien an Standorten in Deutschland (Neuenburg, Breuberg), Frankreich (Nantes) und Spanien (Martorell) konnten größtenteils während der vorangegangenen Berichtsperiode fertiggestellt werden. Die Rückstellungen für sonstige Personalkosten enthalten im Wesentlichen sonstige lang- und kurzfristige Personalverpflichtungen, insbesondere Rückstellungen für Vergütungen und Prämien, Urlaub, Altersteilzeit-Modelle, Abfindungszahlungen und Jubiläumsgelder. Rückstellungen für Altersteilzeit-Modelle werden unter Anwendung eines Abzinsungssatzes von 1,8 % (2015: 2,3 %) ermittelt. Rückstellungen für Produktgewährleistungen und Garantien sowie Kontraktverluste betreffen meist vertragliche und rechtliche Verpflichtungen aus dem Verkauf von Produkten und aufgrund von Kundenbeschwerden. Die Gruppe erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellung im kommenden Jahr in Anspruch zu nehmen. Sonstige Rückstellungen enthalten verschiedene Positionen, insbesondere Rückstellungen für erhaltene aber noch nicht vom Lieferanten in Rechnung gestellte Dienstleistungen und Waren sowie Rückstellungen für Risiken aus Preisverhandlungen mit Kunden für bereits erfolgte Lieferungen. Nicht mehr benötigte Rückstellungen wurden erfolgswirksam aufgelöst. Im Laufe des Jahres 2016 wurden zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf die Verpflichtung der Vibracoustic-Gruppe zur Behebung von Umweltschäden an Produktionsstandorten in Brasilien gebildet. VC hat die Risikoeinschätzung auf der Grundlage von Ergebnissen eines detaillierten Due Diligence-Berichts unter Berücksichtigung vorgeschlagener Sanierungsverfahren vorgenommen. Diese Rückstellungen basieren auf Einschätzungen des Managements zu den aus Gutachten hervorgehenden wahrscheinlichen finanziellen Auswirkungen. Am Standort in den USA wurden die Sanierungsverfahren abgeschlossen und ein Leistungskontrollprogramm gestartet. 24. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen scroll
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25. Finanzschulden scroll
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Im ersten Quartal 2016 wurde die in 2012 abgeschlossene syndizierte Mehrwährungs-Kreditlinie in Höhe von EUR 220,0 Mio./USD 75,0 Mio. (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facilities) durch eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von EUR 350,0 Mio. abgelöst. Der neue Konsortialkredit wird 2021 fällig und umfasst zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr sowie eine Erhöhungsoption von bis zu EUR 100,0 Mio. Der laufende Konsortialkredit wird zu einem Zinssatz variabel verzinst, der sich aus dem jeweiligen EURIBOR-Referenzkurs zuzüglich der maßgeblichen Marge gemäß der Kreditdokumentation ableitet. Veränderungen der Nettofinanzschulden Die Vibracoustic-Gruppe verwendet ihre Nettofinanzschulden als wesentliche interne Kennzahl zur Analyse von Veränderungen der finanziellen Verbindlichkeiten. Die Nettofinanzschulden bestimmen sich aus der Differenz zwischen Finanzverbindlichkeiten und flüssigen Mitteln. In nachfolgender Tabelle werden die Nettofinanzschulden der Gruppe zum 31.12. aufgegliedert: Nettofinanzschulden scroll
Der Rückgang der Nettofinanzschulden resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der externen Bruttoverschuldung (EUR -90,0 Mio.) und der Erhöhung der Barmittel (EUR 17 Mio.) zum Bilanzstichtag. Die Vibracoustic-Gruppe ist in Verbindung mit der syndizierten Kreditlinie zur Einhaltung bestimmter vereinbarter Finanzkennzahlen (Financial Covenants) während der Vertragslaufzeit verpflichtet. Bei der betreffenden Kennzahlenrelation handelt es sich um das Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA (Leverage). Im Falle der Nichteinhaltung einer Kennzahlenrelation, wird den Kreditgebern das Recht zur Kündigung des Konsortialkredits eingeräumt. Eine Überprüfung der Kennzahlenrelationen erfolgt in jedem Quartal. Sämtliche finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen wurden im vergangenen Geschäftsjahr eingehalten. 26. Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten scroll
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27. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Haftungsverhältnisse aus Wechselobligo, Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen oder aus Bestellungen von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Gruppengesellschaften sind Partei in einer Reihe von anhängigen Gerichtsverfahren. Die Gruppe hält es für unwahrscheinlich, dass die laufenden Gerichtsverfahren einen erheblichen Abfluss von Ressourcen erfordern, der noch nicht angefallen ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten aus unkündbaren Mietleasingverhältnissen sind wie folgt: scroll
Die Mindestleasingzahlungen betreffen Zahlungen für gemietete Gebäude, Büromöbel und IT-Ausstattung. Bezüglich Mietleasingverhältnissen wurden im Berichtsjahr EUR 18,6 Mio. (2015: EUR 16,6 Mio.) als Aufwand erfasst. 28. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Die folgende Tabelle zeigt die nach IAS 39 festgelegten Bewertungskategorien. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gemäß IFRS 7 dargestellt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Darlehensforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten weisen als Finanzinstrumente eine überwiegend sehr geringe Restlaufzeit auf, mit Ausnahme der Schuldscheindarlehen und dem Syndizierten Kredit mit Restlaufzeiten von zwei bis sechs Jahren. Die Buchwerte für diese Finanzinstrumente entsprechen daher dem beizulegenden Zeitwert. Der im Anhang anzugebende beizulegende Zeitwert der Bankdarlehen wurde abgeleitet aus veröffentlichten sowie durch die kreditgebenden Banken bestätigten Zinskurven zum Bilanzstichtag. Mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente werden alle Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Aufgliederung der Buchwerte nach Klasse und Kategorie zum 31.12.2016 scroll
Aufgliederung der Buchwerte nach Klasse und Kategorie zum 31.12.2015 scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Buchwerten. Nachfolgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen sowie Verbindlichkeiten: scroll
29. Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes Die nachfolgenden Tabellen stellen einen Überblick über die Klassifikation der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden dar, in der jeweiligen Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13, zum 31.12.2016 sowie 31.12.2015. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, Stand 31.12.2016 scroll
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Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte wird unter Anwendung der entsprechenden Bewertungsmethoden berechnet, auf Basis der beobachtbaren und veröffentlichten Marktdaten zum Bilanzstichtag. Beide vertraglich vereinbarten Zahlungen und Termingeschäfte werden zur Einschätzung zukünftiger Terminpositionswerte von Devisenswaps herangezogen, welche auf Grundlage der auf dem Markt beobachtbaren und entsprechend veröffentlichten Zinsstrukturkurve abgezinst werden. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mit derselben Methode errechnet, die zur Bewertung der Währungsumrechnung verwendet wird. Sollte durch Ereignisse oder veränderte Umstände eine Umklassifizierung der Finanzinstrumente in eine andere Stufe erforderlich sein, werden diese am Ende der Berichtsperiode vorgenommen. In den Jahren 2016 und 2015 wurden keine Umbuchungen zwischen den unterschiedlichen Stufen vorgenommen. 30. Derivative Finanzinstrumente Die Vibracoustic GmbH ist für sämtliche Finanzierungsaktivitäten der VC-Gruppe zuständig und steuert sowie überwacht in diesem Zusammenhang auch das Cash Management der gesamten Gruppe. Die Gruppengesellschaften finanzieren sich grundsätzlich über Darlehen der Vibracoustic GmbH und in Ausnahmefällen, in unerheblichem Maße, durch Bankdarlehen vor Ort. Für die Gruppengesellschaften sind Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten sowie Kontrollen in Bezug auf Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Die VC-Gruppe nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung oder Steuerung bestehender Finanzrisiken im Zusammenhang mit Grundgeschäften. Termingeschäfte werden nur abgesichert, wenn eine große Eintrittswahrscheinlichkeit besteht. Zur Absicherung und Begrenzung bestimmter Fremdwährungsrisiken nutzen einige Tochterunternehmen Devisentermingeschäfte, die sie in lokaler Währung auf dem lokalen Devisenmarkt unter Aufsicht und Kontrolle der zentralen Abteilung Group Treasury abschließen; diese Transaktionen werden als Cashflow-Hedges designiert. Zum 31. Dezember 2016 verbuchte eine der indischen Tochtergesellschaften Devisentermingeschäfte von einem Nominalwert von EUR 4,6 Mio. (2015: EUR 8,2 Mio.) und einem Nettobarwert von EUR +0,3 Mio. (2015: EUR +0,2 Mio.) sowie Restlaufzeiten zwischen einem und zwölf Monaten. Ein bestimmter Anteil der auf monatlicher Basis geplanten Umsatzerlöse wird jeweils als gesichertes Grundgeschäft bestimmt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Umsatzerlöse in Höhe der gesicherten Anteile wird als hinreichend hoch eingeschätzt. Die bewertungsrelevanten Parameter des gesicherten Grundgeschäfts und des jeweils dazu abgeschlossenen Hedging-Vertrags stimmen überein, sodass eine vollständige Wirksamkeit des Sicherungsinstruments zu erwarten ist. Die Bewertung der noch nicht fälligen Devisentermingeschäfte zum Stichtag erfolgt nach dem Marktvergleichsverfahren auf Basis veröffentlichter Zinssätze und Devisenkurse. Während der Berichtsperiode wurden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Cashflow-Hedges in Höhe von EUR -0,7 Mio. im sonstigen Ergebnis erfasst. In der Berichtsperiode erfolgten keine wesentlichen ergebniswirksamen Umbuchungen aus der Position „sonstiges Ergebnis“ in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten Die VC-Gruppe unterliegt Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen und setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit in begrenztem Umfang marktübliche Finanztermingeschäfte ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt. Es sind Genehmigungsverfahren definiert, die den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Aufgabentrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig durch die Konzernfunktionen Group Treasury, Group Accounting und Controlling unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Das Risikomanagement der Finanzinstrumente ist darüber hinaus eingebettet in das konzernweite Risikomanagementsystem der VC-Gruppe. Im Wesentlichen werden folgende Risiken abgesichert: Zinsänderungsrisiken Die VC-Gruppe unterliegt dem Risiko steigender Zinssätze auf den Geld- und Kapitalmärkten, die zu erhöhtem Zinsaufwand aus bestehenden variabel verzinsten Bankdarlehen führen könnten. Sinkende Zinsen auf den Geldmärkten könnten zu reduzierten Zinserträgen aus den Anlagen liquider Mittel in verschiedenen Währungen der Vibracoustic-Gruppe führen. Zum Stichtag haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und die variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten in wesentlichem Umfang ausgeglichen. Aus diesem Grund wird das Zinsänderungsrisiko als unwesentlich betrachtet. Die VC-Gruppe unterliegt weiterhin Zinsänderungsrisiken, die aus der Veränderung der Kennzahlenrelationen, die zur Ermittlung der Kreditmargen herangezogen werden, resultieren können. Die Veränderung der Kennzahlen, die mit den kreditgebenden Banken vereinbart wurden (Covenants), wirkt sich ausschließlich auf die maßgebliche Kreditmarge aus. Die verzinslichen Schulden der VC-Gruppe betragen am Bilanzstichtag EUR 311,0 Mio. Davon werden insgesamt EUR 210,0 Mio. variabel verzinst, und EUR 101,0 Mio. mit festem Zinssatz. Ein Anstieg variabler Zinssätze um 50 Basispunkte hätte eine Erhöhung der Zinsaufwendungen der VC-Gruppe um EUR 1,1 Mio. zur Folge. Dieser Anstieg der Zinsaufwendungen könnte zum Teil durch höhere Zinserträge in Verbindung mit verfügbaren Barmitteln, die die unterschiedlichen Gruppengesellschaften auf Bankkonten halten, ausgeglichen werden. Währungsrisiken Die Gesellschaften der VC-Gruppe wickeln einen Teil ihrer Umsätze und Kosten in anderen als der jeweiligen funktionalen Währung ab. Die VC-Gruppe nutzt zur Absicherung und Steuerung bestehender oder mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwartender Transaktionen nicht strukturierte Devisengeschäfte, die markttypisch und -üblich sind. Bei einem Wegfall des Grundgeschäfts, könnte aus dem dann unbesicherten Devisengeschäft ein Verlust oder Gewinn entstehen. Dessen Höhe ergäbe sich in Abhängigkeit der Veränderung der Marktwerte. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die mögliche Bewertungsänderung, die sich aus einer Wertänderung des Stichtagskurses um plus oder minus 10 % ergeben hätte: scroll
Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken sind Risiken, durch die die VC-Gruppe möglicherweise nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen vertragsgemäß durch Zahlungsmittel oder sonstige finanzielle Vermögenswerte zu erfüllen. Die Liquiditätssteuerung der VC-Gruppe soll sicherstellen, dass stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne Verluste zu erleiden oder die Reputation der VC-Gruppe zu schädigen. Aufgrund der von Banken bereitgestellten syndizierten Kreditlinie und zusätzlichen bilateralen Kontokorrentlinien geht die Geschäftsführung der VC-Gruppe davon aus, dass die Gruppe auf ausreichende liquide Mittel zurückzugreifen kann. Durch die Kreditverträge ist die Gruppe zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen verpflichtet. Zum 31. Dezember 2016 erfüllt die Gruppe sämtliche vorgegebenen Kennzahlen. Darüber hinaus stehen weitere liquide Mittel in Form von Kontoguthaben und kurzfristigen Geldanlagen zur Verfügung. Wir verweisen hierzu auf die Anhangangaben 20 und 25. Die liquiden Mittel der VC-Gruppe verteilen sich auf verschiedene Banken hinreichender Bonität entsprechend genehmigter Kontrahentenlimits, so dass sich kein Klumpenrisiko ergibt. Die Bonität der Banken wird anhand der externen Bankenratings überwacht. Kreditrisiko Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen und pauschalierte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Ansonsten stellt der Buchwert sämtlicher Forderungen das maximale Kreditrisiko dar. Die VC-Gruppe schließt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur mit Banken mit hinreichender Bonität ab. Durch die Verteilung auf mehrere Bankpartner wird nach Ansicht der Geschäftsführung eine weitgehende Eliminierung des Adressenausfallrisikos erreicht. Sonstige Angaben31. Segmentberichterstattung Die Geschäftsführung steuert die Vibracoustic-Gruppe auf Grundlage der beiden berichtspflichtigen Segmente Powertrain und Chassis. Nach diesem Management-Ansatz erfolgt auch die Segmentberichterstattung, bei der die jeweiligen Organisationsstrukturen und Unternehmensstrategien der Vibracoustic-Gruppe berücksichtigt werden. Die beiden Segmente umfassen jeweils ähnliche oder zugehörige Produkte und Produktgruppen. Dies spiegelt sich in den Produktanforderungen, Markttrends und Kundengruppen. Die beiden Segmente sind weitestgehend unabhängig voneinander – insbesondere finden keine wesentlichen intersegmentären Umsätze statt. Überblick über die Segmente Powertrain Das Segment Powertrain umfasst die Entwicklung, Herstellung sowie den Vertrieb von Motor- und Getriebelagern, Torsionsschwingungsdämpfern, Schachtdämpfern und Abgasaufhängungen für alle Fahrzeugarten. Chassis Der Fokus des Segments Chassis ist die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der Fahrwerklager, Luftfedern sowie Torsionsschwingungsdämpfern aus mikrozellulärem Polyurethan (MCU) für alle Fahrzeugtypen. Corporate Sonstige Aktivitäten, die nicht Teil unserer beiden berichtspflichtigen Segmente sind, werden in der Kategorie „Corporate“ zusammengefasst. Dies schließt bestimmte Funktionen der Unternehmenszentrale ein, sowie zentral verwaltete Tochterunternehmen und verbundene Unternehmen wie z. B. Holdinggesellschaften. In dieser Kategorie ist auch die Steuerung bestimmter Risiken, insbesondere von Vertrags- und Prozessrisiken enthalten. scroll
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Definition siehe „Segmentmanagement“ Segmentmanagement Für die Berichterstattung der Gruppe finden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, die in Anhangangabe 6, der zusammenfassenden Darstellung wesentlicher Bilanzierungsgrundsätze, beschrieben sind. Die zur Steuerung der Segmente herangezogenen Leistungskennzahlen sind „Umsatzerlöse“ und „bereinigtes EBIT“ (Segmentergebnis). Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente enthalten Produkterlöse, Werkzeugerlöse und Forschungs- & Entwicklungserlöse. Es fanden keine intersegmentären Umsätze statt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) ist der Saldo aus Umsatzerlösen und Aufwendungen zuzüglich Erträgen aus Beteiligungen, die nach der at-Equity-Methode bilanziert werden, vor Zinsen und Ertragsteuern und bestimmten, eliminierten Posten. Nicht berücksichtigt werden die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte der Gruppe aus Akquisitionen und bestimmten, nicht betrieblichen Positionen, die in jeder Berichtsperiode dargelegt werden. Das bereinigte EBIT enthält Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des Segments. Die Abschreibungen können ebenfalls Wertminderungen umfassen, sofern diese nicht den Geschäfts- oder Firmenwert betreffen. Überleitungsrechnung der Gruppe scroll
Einmaleffekte bestehen überwiegend aus Aufwendungen in Verbindung mit Umweltrisiken und Restrukturierung. Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden mehrere Restrukturierungsprojekte zur optimalen Auslastung der Produktions- und Entwicklungszentren in Europa abgeschlossen. Externe Umsatzerlöse nach Produktionsstandort scroll
Die langfristigen Vermögenswerte je Land umfassen die nachfolgend aufgeführten langfristigen Vermögenswerte abzüglich latenter Steueransprüche, derivativer Finanzinstrumente und Vermögenswerten aus Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: scroll
Wir bieten weltweit zugeschnittene AVS-Produkte für zahlreiche große Erstausrüster und Tier-1-Lieferanten für die Kundensegmente Pkw und Nutzfahrzeuge. Im Laufe des zum 31.12.2016 endenden Geschäftsjahres konnten wir mit unseren drei wichtigsten Kunden Erlöse aus Warenlieferungen in Höhe von 43,3 % (2015: 40,1 %) erzielen. In der folgenden Tabelle werden die Erlöse aus Warenlieferungen des zum 31.12.2016 endenden Geschäftsjahres nach Kunde dargestellt: scroll
32 Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2016 wurden 9.607 (2015: 9.365) Mitarbeiter beschäftigt, die in folgenden Funktionen tätig waren: scroll
33 Angaben zu nahestehenden Personen/Unternehmen Die Gesellschafter der Vibracoustic GmbH sind die Freudenberg SE und die Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH. Die Freudenberg SE veröffentlicht ihren Konzernabschluss auf der Internetseite des Unternehmens. Bis zum 5. Juli 2016 waren die Gesellschafter des Unternehmens – Freudenberg SE und die Trelleborg Holding AB – gleichermaßen stimmberechtigt. Die Gruppe hält eine 45 %-ige Beteiligung an der Dawson Manufacturing Company. Diese wird als eine nach der at-Equity-Methode bilanzierte Beteiligung in den Konzernabschluss einbezogen. Während des Geschäftsjahres wurde der Gesellschaft ein Kredit vom Gesellschafter Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH gewährt, der zu Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,2 Mio führte. Der Kredit war zum 31. Dezember 2016 vollständig getilgt. Die folgende Tabelle enthält Informationen zu Transaktionen mit den Gesellschaftern und deren Tochterunternehmen sowie mit der nach der at-Equity-Methode bilanzierten Beteiligung. scroll
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Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Transaktionen von Warenverkäufen bzw. -käufen sowie Dienstleistungen. Die Bedingungen und Konditionen der Verträge, welche die Gruppe mit Kunden oder anderen Lieferanten eingegangen ist, gelten gleichermaßen für diese Transaktionen. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden in nachfolgender Tabelle für jede nach IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) erforderliche Kategorie als Gesamtsumme angegeben. Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung oder an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung bestehen nicht. scroll
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten, wie in den Vorjahren, von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 keine Bezüge. 34 Honorare des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat im Geschäftsjahr folgende Leistungen erbracht: scroll
35. Nachtragsbericht Vibracoustic ist in einem schwierigen Marktumfeld tätig, welches durch einen kontinuierlich hohen Wettbewerb, hohen Preisdruck, ein eher rückläufiges Wachstum in Europa sowie einen Zuwachs unserer Kunden in anderen Regionen geprägt ist. Aus diesem Grund hat die Gruppe für ihre Produktions- und Entwicklungsstandorte in Europa, für ihre Kostenstruktur sowie für die Aufstellung ihres globalen Netzwerks, kontinuierliche und genaue Analysen eingerichtet, um die Wettbewerbsfähigkeit in angemessener Weise sicherzustellen. In diesem Zusammenhang wurden Anfang 2017 mehrere Initiativen zur Straffung des Produktionsnetzwerks in Europa angekündigt. Im Rahmen dieser Initiativen und nach genauer Abwägung sämtlicher Optionen wurde die Schließung des deutschen Standorts Breuberg beschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter wurden über diese Entscheidung am 19. Januar 2017 in Kenntnis gesetzt. Von der geplanten Schließung sind derzeit 176 Produktionsmitarbeiter betroffen. Von den 64 Mitarbeitern in den Bereichen IT, Materialentwicklung und Verwaltung wird der Großteil zum nahegelegenen Standort Weinheim versetzt. Im Januar 2017 tilgte die Gesellschaft einen Teil der syndizierten Kreditlinien in Höhe von TEUR 50.000 und nahm von ihrem Gesellschafter Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH ein Darlehen in Höhe von TEUR 40.000 entgegen. 36. Organe der Vibracoustic GmbH Aufsichtsrat Dr. Mohsen Sohi, Frankfurt am Main Peter Nilsson, Trelleborg, Schweden Dr. Ralf Krieger, St. Leon-Rot Ulf Graden, Trelleborg, Schweden (bis 5. Juli 2016) Claes Jörwall, Trelleborg, Schweden (bis 5. Juli 2016) Volker Christ, Kelkheim, (bis 14. Oktober 2016) Dr. Verena Volpert, Lennestadt, (seit 15. Oktober 2016) Geschäftsführung • Frank Müller (Chief Executive Officer), • James Law (bis 29. Februar 2016) • Norbert Schebesta (bis 29. Februar 2016) • Stefan Eck (Chief Financial Officer), seit 1. Januar 2016 • Dr. Jörg Böcking (Chief Technology Officer), seit 1. Januar 2016
Darmstadt, den 27. Februar 2017 Vibracoustic GmbH Frank Müller Stefan Eck Dr. Jörg Böcking Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine AngabenDie Vibracoustic GmbH, Darmstadt (im Folgenden „Gesellschaft“), eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 92192, firmierte bis zum 1. April 2016 als TrelleborgVibracoustic GmbH. Die Gesellschaft ist als Holdinggesellschaft der Vibracoustic-Gruppe (vormals Trelleborg-Vibracoustic-Gruppe) tätig. Die Vibracoustic GmbH nimmt strategische und Management-Funktionen wahr und erbringt Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften, darunter Verwaltungs-, Finanz- und Personaldienstleistungen. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Vibracoustic GmbH & Co. KG, Weinheim. Der Jahresabschluss der Vibracoustic GmbH ist nach den §§ 242 bis 256a und §§ 264 bis 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In dem zum 31. Dezember 2016 endenden Geschäftsjahr wurden erstmals die Vorschriften des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) angewandt. Aufgrund der erweiterten Definition des Umsatzerlösbegriffes werden Leistungsaustausche zwischen Konzerngesellschaften (insbesondere Dienstleistungen an Tochterunternehmen, die durch die Vibracoustic GmbH mittelbar oder unmittelbar erbracht werden) erstmals als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die in diesem Zusammenhang entstehenden Aufwendungen werden im Aufwand für bezogene Leistungen ausgewiesen, soweit es sich nicht um bei der Gesellschaft selbst anfallende Personalaufwendungen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen handelt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für eine bessere Übersichtlichkeit sind einzelne Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Sie werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessene Abschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode berechnet. Die zur Berechnung zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ergeben sich aus einer unternehmensspezifischen Schätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Abnutzungsfaktoren berücksichtigt. Sind Vermögensgegenstände voraussichtlich dauerhaft wertgemindert und übersteigt die Wertminderung die planmäßige Abschreibung nach der entsprechenden Nutzungsdauer, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für Abschreibungen in Folgejahren ganz oder teilweise, wird eine Wertaufholung in der Höhe der eingetretenen Wertsteigerung vorgenommen, die jedoch den Buchwert vor der Wertminderung nicht übersteigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Diese Vermögensgegenstände werden im Anlagenspiegel als Abgänge dargestellt. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Einbauten werden höchstens über fünfzehn Jahre und erworbene Software über vier bis fünf Jahre abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Darlehensforderungen entsprechen den Darlehensbeträgen abzüglich geleisteter Tilgungen und Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten, gegebenenfalls vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Beträge in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Stammkapital ist zum Nennbetrag bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Von dem Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem von der Deutsche Bundesbank zum 31. Dezember 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Laufzeit von 15 Jahren für Pensions-, Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen wurde Gebrauch gemacht. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Rententrends sowie Fluktuationsraten werden berücksichtigt. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung kam ein Rechnungszinssatz von 4,01 % (2015: 3,87 %) zur Anwendung. Für die zukünftigen Gehalts- und Rentenentwicklung wurde eine Erhöhung von 2 % angenommen. Die Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 ist § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB n.F. erstmalig anzuwenden. Dies führt zu einer geänderten Ermittlung des Rechnungszinssatzes, weg vom durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben hin zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Der verwendete 10-jährige Durchschnittszinssatz beträgt 4,01 % und führt zu Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 3.241,8. Der vergleichbare 7-jährige Durchschnittszinssatz hätte 3,23 % betragen und zu um EUR 473.813 höheren Pensionsrückstellungen geführt. Der Betrag in Höhe von EUR 473.813 ist ausschüttungsgesperrt. Rückdeckungsversicherungsansprüche, die ausschließlich zur Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen, werden mit den entsprechenden Rückstellungsbeträgen verrechnet und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert die Schulden, werden diese auf der Aktivseite der Bilanz unter dem Posten „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostenentwicklungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet und zu Anschaffungskosten bewertet (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB). Erläuterungen zur BilanzEntwicklung des Anlagevermögens scroll
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1. Anlagevermögen Die Zugänge zu den Finanzanlagen resultierten aus einer Kapitaleinzahlung bei der Vibracoustic South America Ltda., Brasilien. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vibracoustic South America Ltda. In der Anteilsbesitzliste sind die mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen der Vibracoustic GmbH enthalten. Bei den Angaben zu den Werten im Eigenkapital und Ergebnis nach Steuern handelt es sich um IFRS-Werte. scroll
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die dargestellten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Gewinnabführungsverträgen und Darlehen. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.637,6 (i. Vj. TEUR 2.719,2) betreffen im Wesentlichen Erstattungsansprüche gegen Finanzbehörden. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten resultieren aus Bankguthaben und kurzfristigen Bankeinlagen in Höhe von TEUR 9.987,0 (i. Vj. TEUR 22.823,1). 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Provisionsgebühren aus der Refinanzierung der Vibracoustic-Gruppe, im Zusammenhang mit Schuldscheindarlehen und einem syndizierten Kredit, der im Geschäftsjahr neu abgeschlossen wurde. 5. Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. März 2016 wurde beschlossen, das handelsrechtliche Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von TEUR 31.341 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter und Mitglieder der Geschäftsführung. Rückstellungen für Pensionen setzen sich aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.241,8 (i. Vj. TEUR 2.778,0) und aus Verpflichtungen aus der Entgeltumwandlung zusammen. Zur Absicherung eines Teils der Pensionsverpflichtungen bestehen Vermögensgegenstände, die nur zur Erfüllung dieser Schulden verwertet werden dürfen (TEUR 131,2, i.Vj. TEUR 0,0). Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2016 nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt EUR 473.813. 7. Steuerrückstellungen Die Rückstellungen für Steuern betreffen Ertragsteuern, die innerhalb eines Jahres fällig sind. 8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.707,7 (i. Vj. TEUR 8.037,6) enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 6.537,7; i. Vj. TEUR 7.892,6). 9. Verbindlichkeiten scroll
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In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Kredite von TEUR 85.864,7 (i. Vj. TEUR 101.000,0), Cashpoolsalden von TEUR 83.411,0 (i. Vj. TEUR 50.251,0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 11.080,9 (i. Vj. TEUR 10.997,0), sowie sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 74.300,0 (i. Vj. TEUR 0,0) enthalten. In 2016 erfolgte die Ablösung des Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility in Höhe von TEUR 190.000,0 und der Abschluss des new Syndicated Revolving Credit Facility über TEUR 350.000,0, davon wurden TEUR 100.000,0 in Anspruch genommen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 216,7 (i. Vj. TEUR 220,0) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 102.059,9 (i. Vj. TEUR 94.531,8) umfassen Dienstleistungen die für Konzernunternehmen erbracht werden. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 16.084,5 (i. Vj. TEUR 15.080,6) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung TEUR 11.603,2 (i. Vj. TEUR 11.887,8) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 69,5 (i. Vj. TEUR 1.531,8). 3. Materialaufwand / bezogene Leistungen Der Aufwand für bezogene Leistungen TEUR 101.099,7 (i. Vj. TEUR 92.638,3) umfasst Dienstleistungen die von Konzernunternehmen erbracht werden. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 21.878,3 (i. Vj. TEUR 24.743,1) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 10.058,7 (i. Vj. TEUR 12.226,2). 5. Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen Im Rahmen einer körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft hat die Vibracoustic GmbH Ergebnisabführungsverträge mit der Trelleborg Automotive Germany GmbH und der Vibracoustic Europe GmbH abgeschlossen. 6. Außerplanmäßige Abschreibungen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vibracoustic South America Ltda., Brasilien. Sonstige Angaben1. Eventualverbindlichkeiten Die für Verbindlichkeiten Dritter gestellten Sicherheiten umfassen Höchstbürgschaften in Höhe von TEUR 45 für die Vibracoustic CV Air Springs GmbH, Hamburg und TCZK 8.750,0 für die Vibracoustic CZ s.r.o., Tschechische Republik, unbefristet in Höhe von TEUR 1.750 zuzüglich TINR 36.000 für die TrelleborgVibracoustic (India) Pvt. Ltd., Indien, und in Höhe von TEUR 250 zzgl. TINR 36.000 für die Trelleborg Automotive (India) Pvt. Ltd, Indien und TUSD 250,0 für die Vibracoustic North America LP, USA. Weitere Höchstbürgschaften bestehen gegenüber der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, unbefristet in Höhe von TEUR 55 und gegenüber Munich 3 Property Fund GmbH, Regensburg, unbefristet in Höhe von TEUR 9 für die Vibracoustic GmbH & Co. KG, gegenüber der Société Générale SA, Paris/Frankreich, unbefristet in Höhe von TEUR 1.000 für die Trelleborg Modyn SAS, Frankreich, gegenüber der LBBW Mexico, S.A. de C.V., Mexico D.F./Mexiko, befristet bis 30. Januar 2017 in Höhe von TMXN 22.171 für die Vibracoustic de Mexico SA de CV, Mexiko. Mit einer Inanspruchnahme der Eventualverbindlichkeiten wurde zum Bilanzstichtag nicht gerechnet, da sämtliche Garantien an Konzerngesellschaften der Vibracoustic-Gruppe gewährt wurden und der Geschäftsführung keine Hinweise darüber vorliegen, dass diese Gesellschaften eine Inanspruchnahme benötigen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
3. Mitarbeiter Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 78 Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten) (2015: 72). 4. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe im Konzernabschluss enthalten. 5. Mitglieder des Aufsichtsrats der Vibracoustic GmbH – Dr. Mohsen Sohi, Frankfurt am Main (Vorsitzender), Mitglied des Vorstands der Freudenberg SE, Weinheim – Peter Nilsson, Trelleborg/Schweden (stellvertretender Vorsitzender) (bis 05. Juli 2016), President und Chief Executive Officer, Trelleborg AB, Trelleborg/Schweden – Volker Christ, Kelkheim (von 1. Juli 2015 bis 14. Oktober 2016) Senior Vice President Corporate Controlling and Accounting, Freudenberg & Co. KG, Weinheim – Ulf Graden, Trelleborg/Schweden (bis 05. Juli 2016), Mitglied des Vorstands der Trelleborg AB, Trelleborg/Schweden – Claes Jörwall, Trelleborg/Schweden (bis 05. Juli 2016), Mitglied des Vorstands der Trelleborg AB, Trelleborg/Schweden – Dr. Ralf Krieger, St. Leon-Rot Mitglied des Vorstands der Freudenberg SE, Weinheim – Dr. Verena Volpert, Lennestadt (seit 15. Oktober 2016) Bereichsleiterin Finanzen, E.ON SE, Essen Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten von der Gesellschaft für ihre Tätigkeit keine Vergütung. 6. Mitglieder der Geschäftsführung der Vibracoustic GmbH – Frank Müller, (Chief Executive Officer) Schwäbisch-Hall, Kaufmann – Dr. Jörg Böcking (Chief Technology Officer) (seit 1. Januar 2016) Lorsch, Ingenieur – Stefan Eck (Chief Financial Officer) (seit 1. Januar 2016) Miltenberg, Kaufmann – James Law (bis 29. Februar 2016) South Haven, USA, Ingenieur – Norbert Schebesta (bis 29. Februar 2016) Rimbach, Kaufmann 7. Gesamtvergütung der Geschäftsführung der Vibracoustic GmbH Für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr haben die Mitglieder der Geschäftsführung Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 4.776 (i. Vj. TEUR 4.270) erhalten. Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung für das Jahr 2016 werden nicht offengelegt, da sie nur eine Person betreffen (i. Vj. TEUR 2.191). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.414 (i. Vj. TEUR 569,6). 8. Konzernzugehörigkeit Zum 5. Juli 2016 hat die Freudenberg-Gruppe die Anteile an der Vibracoustic-Gruppe von Trelleborg Holding AB, Trelleborg/Schweden vollständig übernommen. Die direkten Anteilseigner der Gesellschaft sind Freudenberg SE (50 %) und Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH (50 %). Die Vibracoustic Gruppe wird im Konzernabschluss der Freudenberg-Gruppe seit diesem Zeitpunkt vollkonsolidiert. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Vibracoustic-Gruppe ein Gemeinschaftsunternehmen der Freudenberg SE, Weinheim/Deutschland, und der Trelleborg Holding AB, Trelleborg/Schweden, welche nach der Equity-Methode in deren Konzernabschlüsse einbezogen wurde. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen nach § 285 Nr. 14a HGB wird von der Freudenberg SE, Weinheim erstellt und der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen nach § 285 Nr. 14 HGB wird von der Freudenberg & Co. KG, Weinheim erstellt. 9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Januar 2017 hat die Gesellschaft einen Teilbetrag des Syndicated Revolving Credit Facility in Höhe von TEUR 50.000,0 zurückgezahlt. Außerdem wurde ein Kredit in Höhe von TEUR 40.000,0 von dem Anteilseigner Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH aufgenommen. Als Holdinggesellschaft ist die Vibracoustic GmbH auch von Ereignissen nach dem Bilanzstichtag betroffen, die ihre Tochtergesellschaften betrifft: Vibracoustic ist in einem schwierigen Marktumfeld tätig, welches durch einen stets hohen Wettbewerb, hohen Preisdruck, ein eher rückläufiges Wachstum in Europa sowie ein Zuwachs unserer Kunden in anderen Regionen geprägt ist. Aus diesem Grund hat die Gruppe für ihre Produktions- und Entwicklungsstandorte in Europa, für ihre Kostenstruktur sowie für die Aufstellung ihres globalen Netzwerks kontinuierliche und genaue Analysen eingerichtet, um die Wettbewerbsfähigkeit in angemessener Weise sicherzustellen. In diesem Zusammenhang wurden Anfang 2017 mehrere Initiativen zur Straffung des Produktionsnetzwerks in Europa angekündigt. Im Rahmen dieser Initiativen und nach genauer Abwägung sämtlicher Optionen wurde die Schließung des deutschen Standorts Breuberg beschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter wurden über diese Entscheidung am 19. Januar 2017 in Kenntnis gesetzt. Von der geplanten Schließung sind derzeit 176 Produktionsmitarbeiter betroffen. Von den 64 Mitarbeitern in den Bereichen IT, Materialentwicklung und Verwaltung werden die meisten zum nahegelegenen Standort Weinheim versetzt.
Darmstadt, 27. Februar 2017 Vibracoustic GmbH Frank Müller Dr. Jörg Böcking Stefan Eck Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Vibracoustic GmbH (bis zum 1. April 2016: TrelleborgVibracoustic GmbH), Darmstadt, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 27. Februar 2017 KPMG AG Riedmann, Wirtschaftsprüfer Dr. Kaiser, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016I. Grundlagen der Gesellschaft Die Gesellschaft wurde 2012 durch die Zusammenführung des Geschäftsbereichs für schwingungstechnische Systeme der Trelleborg-Gruppe und des Geschäftsbereichs Vibracoustic der Freudenberg-Gruppe als Joint Venture mit dem Namen TrelleborgVibracoustic gegründet. Im April 2016 wurde die Gesellschaft zu Vibracoustic umfirmiert. Der neue Name spiegelt die Tätigkeit der Gesellschaft wider und betont dabei die wesentlichen Aspekte der Produktion: Modernste Lösungen zur Reduzierung von Vibrationen und Geräuschen, die durch Straßenunebenheiten verursacht werden, und Erhöhung des Fahrkomforts und der Fahrsicherheit. Im Juli 2016 wurden 50 Prozent der von Trelleborg gehaltenen Anteile auf die Freudenberg Gruppe übertragen, wodurch die Freudenberg Gruppe zur alleinigen Gesellschafterin von Vibracoustic wurde. Die Bündelung der langjährigen Expertise beider Vorgängerunternehmen der Vibracoustic-Gruppe sowie ihre sich ergänzenden Produkt-, Kunden-, und Regionalportfolios haben entscheidend zur Wettbewerbsstärke des Unternehmens im relevanten Markt beigetragen. Das breite Produktportfolio umfasst kundenorientierte Komponenten und Module für Pkw und Nutzfahrzeuge. Vibracoustic bringt seine umfassende Systemkompetenz rund um das gesamte Fahrzeug sowie sein fundiertes Material-Know-how ein und bietet so Lösungen, die dazu beitragen, Vibrationen und Geräusche im Fahrzeug zu verringern und zu kontrollieren und ebenso die Steuerung, den Fahrkomfort und die Fahrsicherheitseigenschaften zu erhöhen. Zudem helfen die Lösungen dabei, die Systemhaltbarkeit zu verbessern und die Fahrbahnoberfläche zu schützen. II. Geschäftstätigkeit Die Vibracoustic GmbH ist das Mutterunternehmen sowie strategische Managementholding der Vibracoustic-Gruppe und betreibt selbst kein operatives Geschäft. Sie beherrscht die Unternehmen Vibracoustic GmbH & Co. KG, Vibracoustic Europe GmbH und Vibracoustic Sweden Holding AB. Diese Holdinggesellschaften beherrschen ihrerseits die operativen Gesellschaften der Vibracoustic-Gruppe. Der Jahresabschluss der Vibracoustic GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Vibracoustic GmbH nimmt strategische und geschäftsbereichsübergreifende Management-Funktionen wahr und erbringt Dienstleistungen für andere Gruppengesellschaften. Daher ist die Gesellschaft mittelbar von den Chancen, Risiken und der Ertragslage ihrer Tochterunternehmen, sowie vom wirtschaftlichen Umfeld, in dem die Tochterunternehmen tätig sind, abhängig. III. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen1 2016 stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) um +3,1 %. Hiermit blieb die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr stabil (2015: +3,1 %). Die Gesamtleistung der Weltwirtschaft zeichnete sich durch ein schwächer als erwartet ausgefallenes Wachstum in den USA sowie durch anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen anderer bedeutender Wirtschaftsräume wie Russland und Brasilien aus, während der aufstrebende Markt Asiens, insbesondere Indien, ein solides Wachstum aufwies. Die Eurozone wies eine im Vergleich zum Vorjahres-BIP verringerte Wachstumsrate auf (2015: +2,0 %). Im Jahr 2016 stieg das BIP lediglich um +1,7 %, wobei Deutschland ein leicht erhöhtes Wachstum von +1,7 % (2015: +1,5 %) verzeichnete. Das BIP in Italien ist ebenfalls leicht gestiegen, während Frankreich und Spanien ähnlich wie im Vorjahr stabile Wachstumsraten vorweisen konnten. Die Wachstumsraten osteuropäischer Länder sind im Hinblick auf die solide Entwicklung des Vorjahres abgeschwächt. Die wirtschaftliche Auswirkung des Brexit-Votums bleibt letztendlich noch unklar, da die zukünftigen institutionellen Vereinbarungen und Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU noch offen sind. Die Wirtschaft in Russland wies Stabilisierungsindikatoren auf, da sich das Land noch immer von zwei Rückschlägen – Ölpreisverfall und Sanktionen – erholen muss, die 2015 zu einem erheblichen Rückgang des BIP um -3,7 % führten. Obwohl sich die Wirtschaft im Jahr 2016 etwas erholen konnte, ist das BIP dennoch im Vergleich zum Vorjahr (2015: -3,7 %) um -0,6 % gesunken. In den USA wuchs die Wirtschaft im Jahr 2016 lediglich um +1,6 % (2015: +2,6 %) aufgrund geringerer Lagerbestände und Investitionen. Das BIP in Japan verringerte sich im Vergleich zu 2015 (1,2 %) mit einer Wachstumsrate von 0,9 %. In China stieg das BIP 2016 um +6,7 % (2015: +6,9 %) und erreicht somit die von chinesischen Behörden gesetzte Zielbandbreite für 2016 von 6,5 - 7,0 Prozent. Das Wachstum stützt sich auf stabilen Konsum sowie auf die weitere Verlagerung des wirtschaftlichen Schwerpunkts der Fertigungsindustrie hin zur Dienstleistungsgesellschaft. Brasilien kämpft weiterhin mit schwierigen gesamtwirtschaftlichen Voraussetzungen und verzeichnete im Jahr 2016 einen weiteren Rückgang des BIP um -3,5 % (2015: -3,8 %). Indien hingegen wuchs 2016 um +6,6 % und profitierte von wesentlichen Verbesserungen der Handelsbedingungen und dem Wirksamwerden politischer Maßnahmen. Branchenbezogene Rahmenbedingungen ²(2 Datenbasis Automobilmarkt: LMC Automotive Global Automotive Production Forecast Dezember 2016; der Wert für 2015 entspricht dem erwarteten Wert für das abgeschlossene Geschäftsjahr. Die Vorjahreszahlen wurden nicht entsprechend an Ist-Werte angepasst.) Branchenbezogene Rahmenbedingungen² Absatzmärkte: Die Leichtfahrzeugproduktion stieg im Jahr 2016 weltweit auf 93,0 Mio. Einheiten, was einem Wachstum von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Produktion weltweit konnte die steigende Nachfrage überwiegend abdecken, während eine Verringerung der Lagerbestände – insbesondere in China – zu verzeichnen war. Aufgrund der generell als höher empfundenen Wirtschafts- und Marktrisiken halten OEMs ihre Lagerbestände streng unter Kontrolle, um auf neue, wenn auch weitgehend unbestimmte Wirtschaftsschocks vorbereitet zu sein, die sie wie im Jahr 2009 treffen könnten. Die weltweiten Leichtfahrzeugabsätze stiegen 2016 weiterhin und wurden durch die temporäre Steuersenkung in China wesentlich angetrieben. Die Absätze erreichten im Gesamtjahr 92,8 Mio. Einheiten, während im Jahr 2015 nur insgesamt 89,2 Mio. Leichtfahrzeuge verkauft wurden. Die Leichtfahrzeugproduktion in der Asien-Pazifik-Region stieg im Jahr 2016 erneut an und erzielte trotz einem wesentlichen Rückgang in Korea (-7,4 %) und Japan (-2,4 %) 48,6 Mio. (ein erhebliches Wachstum von +7,3 %) Einheiten. Das starke Ergebnis wurde hauptsächlich durch den chinesischen Markt angetrieben, der mit 14,9 % ein Wachstum auf 27,2 Mio. Einheiten verzeichnete. Auch die Leichtfahrzeugproduktion in Indien stieg trotz anhaltendem massiven Liquiditätsengpass um 9,7 % an. Der europäische Markt erholte sich mit Ausnahme von Russland weiter von der im Jahr 2013 erreichten Talsohle der Eurokrise. Mit einer Gesamtproduktion von 21,5 Mio. Einheiten im Jahr 2016 ist Europa nicht mehr weit vom Niveau vor 2009 entfernt, was darauf hindeutet, dass sich der Markt, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten, fast vollständig erholt hat. In Westeuropa bewegte sich die Nachfrage weiterhin auf gleicher Ebene wie das stetige Wachstum. Die Auswirkung des Brexit steht hinsichtlich des erwarteten Nachfragerückgangs im Vereinigten Königreich noch aus, da die Leichtfahrzeugproduktion im Vereinigten Königreich im Vorjahresvergleich um 9,2 % anstieg, während Frankreich ein Anstieg von 6,9 % mit über 2,0 Mio. Einheiten verzeichnete und Spanien ein Plus von 6,1 % auf 2,8 Mio. Einheiten erzielte. In Nordamerika konnte weiterhin ein stabiles Wachstum erzielt werden, zumal die Nachfrage nach einer stärkeren Bauart als noch vor einem Jahr verlangte und Änderungen im Beschaffungswesen zur Importsubstitution führten. Die jährliche Produktion konnte daher mit 17,9 Mio. Einheiten einen Zuwachs von 2,3 % gegenüber 2015 erzielen. In Südamerika könnte nun der Punkt erreicht sein, ab dem Vorjahresvergleiche wieder positiver ausfallen, da sich die Nachfragebedingungen wieder stabilisieren. Die Produktion erlitt in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Rückgang: im Jahr 2014 3,8 Mio. Leichtfahrzeuge, 3,1 Mio. im Jahr 2015 und 2,7 Mio. im vergangenen Jahr. Für 2017 wird der Wendepunkt dieses Negativtrends mit ersehnten leichten Verbesserungen der Produktionszahlen erwartet. Beschaffungsmärkte Im Jahr 2016 stiegen die Preise für Rohstoffe, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Zu den wichtigsten Rohstoffen, die Vibracoustic einsetzt, gehören Aluminiumlegierungen, Stahle, Gusseisen, Naturkautschuk und Kunststoffe. Nach einer stabilen Entwicklung in den ersten sechs Monaten stiegen die Aluminiumpreise im zweistelligen Bereich (17 %) aufgrund der höheren Nachfrage des wachsenden Baugewerbes an. Die durchschnittlichen Preise für Stanzteile (Hot Rolled Coil) stiegen um 7 % gegenüber dem stetigen Anstieg Ende 2015. Die Preise für Gusseisen sind hingegen im Vorjahresverglich um durchschnittlich 10 % gesunken. Auf die Preise für Naturkautschuk wirkten sich unterjährig Währungseffekte, ein niedrigeres Konsumverhalten weltweit sowie verringerte Produktionskapazitäten aus. Seit dem ersten Quartal 2016 stieg der Preis für technisch spezifiziertes Kautschuk („TSR 20“) stark an – von USD 1,08 auf USD 1,88 pro Kilogramm im Dezember 2016. Bei den Kunststoffen bewegten sich die Preise weiterhin auf dem Vorjahresniveau in Europa. Es wird damit gerechnet, dass Harzlieferanten versuchen könnten, ihre Margen durch eine Verringerung der Produktionskapazitäten und Verknappung von bestimmten Harzen zu erhöhen. IV. Steuerungssystem Die Vibracoustic GmbH überwacht ihre Unternehmensleistung kontinuierlich mithilfe der Leistungskennzahl Jahresüberschuss/-fehlbetrag. Die monatlichen Änderungen dieser Leistungskennzahl werden mit den Daten des Vorjahres sowie den im Geschäftsplan enthaltenen Daten verglichen und der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt. Hierdurch kann die Geschäftsführung bei Abweichungen von Zielvorgaben umgehend Korrekturmaßnahmen ergreifen. V. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung der Vibracoustic GmbH scroll
Die Umsatzerlöse enthalten konzerninterne Verrechnungen von Dienstleistungen an Gruppengesellschaften. 2016 waren für das Unternehmen erstmals die neuen Rechnungslegungsvorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) anzuwenden. Aufgrund der weiter gefassten Umsatzerlösdefinition werden die für andere Gruppengesellschaften erbrachten Dienstleistungen nun nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sondern unter den Umsatzerlösen erfasst. Die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Aufwendungen werden in der Position „Materialaufwand/ bezogene Leistungen“ erfasst, sofern es sich dabei nicht um Personalaufwendungen oder Abschreibungen handelt, die unmittelbar auf die Vibracoustic GmbH entfallen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Fremdwährungseffekten zusammen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 887 ist in erster Linie auf Kostenweiterberechnungen an die ehemalige Gesellschafterin Trelleborg Holding AB zurückzuführen. Der Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen bedingt durch höhere von Gruppengesellschaften bezogene Entwicklungsleistungen um TEUR 8.462 gestiegen. Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.865 ergab sich hauptsächlich aus Fremdwährungseffekten. Der Personalaufwand hat sich trotz gestiegener Mitarbeiterzahl um TEUR 554 verringert, was auf die 2015 noch enthaltenen Aufwendungen für Abfindungszahlungen zurückzuführen ist. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vibracoustic South America Ltda., Brasilien. Das Beteiligungsergebnis konnte bedingt durch höhere Dividendenzahlungen der Vibracoustic Sweden Holding AB, der Vibracoustic GmbH & Co. KG und der Vibracoustic Europe GmbH mit einem Anstieg von TEUR 47.517 deutlich gesteigert werden. Mit TEUR 90.337 lag der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2016 um TEUR 58.997 über dem Ergebnis des Vorjahrs, was im Wesentlichen auf höhere Dividendenzahlungen der Holdinggesellschaften und niedrigere Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen ist. VI. Vermögens- und Finanzlage Bilanz der Vibracoustic GmbH nach HGB scroll
Aufgrund ihrer Funktion als Holdinggesellschaft bestimmt sich die Finanzlage der Vibracoustic GmbH größtenteils durch die Steuerung von Beteiligungen. Dies spiegelt sich überwiegend in der Höhe der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie in den Forderungen gegenüber Gruppengesellschaften wider. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Erhöhung der Bilanzsumme von TEUR 91.389 auf TEUR 921.644 zu verzeichnen. Die Entwicklung der Bilanzsumme ist überwiegend auf den Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 116.816 zurückzuführen, wovon TEUR 111.000 im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung der Vibracoustic Europe GmbH stehen. Die Sachanlagen blieben fast auf demselben Niveau des Vorjahrs von TEUR 557. Aufgrund des diesjährigen Jahresüberschusses stieg das Eigenkapital um TEUR 90.337. Auf die Entwicklung der Gesamtschulden wirkten sich überwiegend die Erhöhung der langfristigen Finanzschulden sowie die Verringerung der kurzfristigen Finanzschulden aus. Im ersten Quartal 2016 wurde die in 2012 abgeschlossene syndizierte Mehrwährungs-Kreditlinie in Höhe von EUR 220,0 Mio./USD 75,0 Mio. (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility) durch eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von EUR 350,0 Mio. abgelöst. Die neue syndizierte Kreditlinie wird 2021 fällig und umfasst zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr sowie eine Erhöhungsoption von bis zu EUR 100,0 Mio. Der laufende Konsortialkredit wird zu einem Zinssatz variabel verzinst, der sich aus dem jeweiligen EURIBOR-Referenzkurs zuzüglich der maßgeblichen Marge gemäß der Kreditdokumentation ableitet. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 88.961 resultiert maßgeblich aus höheren Cash-Pool-Verbindlichkeiten. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Zum Bilanzstichtag bestehen die wichtigsten Finanzierungsinstrumente der Vibracoustic-Gruppe in einer syndizierten Kreditlinie (Syndicated Revolving Credit Facility, „SRCF“) in Höhe von EUR 350,0 Mio. und im Jahr 2015 begebenen Schuldscheindarlehen im Nennwert von insgesamt EUR 210,0 Mio. mit Fälligkeiten in den Jahren 2018, 2020 und 2022. Die Verträge für die syndizierte Kreditlinie (SRCF) wurden im Jahr 2016 unterzeichnet; hiermit wurde die bisherige Kreditlinie (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility), die ursprünglich eine Laufzeit bis 2017 gehabt hätte, ersetzt. Zum Bilanzstichtag waren EUR 100,0 Mio. der syndizierten Kreditlinie in Anspruch genommen, sodass noch EUR 250,0 Mio. zur Verfügung standen. Darüber hinaus waren zu diesem Zeitpunkt EUR 1,0 Mio. von EUR 40,0 Mio. im Rahmen der bilateralen Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Im Rahmen der SRCF hat die Vibracoustic-Gruppe insbesondere das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA (sogenannter Verschuldungsgrad) von weniger als +2,75 einzuhalten. Die wichtigsten Ziele, die mit der Emission der Schuldscheine in Höhe von EUR 210,0 Mio. im Jahr 2015 sowie mit der frühzeitigen Ablösung der bisherigen Kreditlinie (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility) durch die SRCF-Kreditlinie im Jahr 2016 erreicht wurden, waren vornehmlich die Verlängerung der durchschnittlichen Laufzeit der Fremdfinanzierung, die Umsetzung eines gestaffelten Fälligkeitsprofils, ein ausgewogenes Verhältnis von festen und variablen Zinssätzen für die Fremdfinanzierung, die Verringerung unserer Kreditmargen, in der sich unsere ehrgeizige Zielsetzung für unser Kreditprofil zeigt, sowie die Diversifizierung im Bereich der Finanzierungsinstrumente und Investoren. Der Abschluss des Schuldscheindarlehens erfolgte ohne Festlegung von Kennzahlenrelationen. Neben den zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommenen Mitteln aus Kreditlinien in Höhe von EUR 289,0 Mio. stehen der Vibracoustic-Gruppe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von insgesamt EUR 209,9 Mio. (i. Vj. EUR 192,9 Mio.) zur Verfügung. Die Vibracoustic GmbH ist die wichtigste Finanzierungsgesellschaft der Vibracoustic-Gruppe und leitet zentral die Treasury-Abteilung der Gruppe. Eine weitere Bündelung der Liquidität wird zu einer besseren Verwendung der flüssigen Mittel innerhalb der Gruppe in den Folgejahren führen und so die ausreichende Verfügbarkeit von Finanzressourcen sicherstellen. Die Vibracoustic-Gruppe erachtet ein angemessenes Finanzmanagement als integralen Bestandteil ihrer Unternehmensführung. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass ausreichend Liquidität vorhanden ist, um die finanziellen Verbindlichkeiten jederzeit erfüllen und den betrieblichen und strategischen Finanzbedarf decken zu können. Für die Fremdfinanzierung, Innenfinanzierung und das finanzielle Risikomanagement ist zentral die Treasury-Abteilung der Gruppe zuständig, die als Shared Service Center fungiert. Die Gesellschaft plant zur Optimierung ihrer internen Finanzierungsmöglichkeiten soweit möglich, und steuerlich sowie gesetzlich zulässig, die Einführung eines Systems zur zentralen Bündelung von Barmitteln wie z. B. Cash-Pooling oder bilaterale Geldmarktverträge. Die Fremdfinanzierung umfasst Kapitalmarktinstrumente sowie bilaterale, von Banken gewährte Kreditlinien. Die Fremdfinanzierung bietet der Gruppe ausreichend operative Flexibilität in Verbindung mit der Verringerung der Nettoverschuldung und Bruttoverschuldung der Gruppe. Zusätzlich ist die Gruppe an die Vorgaben bezüglich der in den externen Kreditlinien festgelegten Kennzahlenrelationen gebunden. Die Gruppe ist bestrebt, Adressausfall- und Finanzierungsrisiken durch eine ausgewogene Diversifizierung von Finanzinstrumenten und Kreditgebern zu minimieren. Die Gruppe hält liquide Mittel in der Höhe vor, die erforderlich ist, um den Finanzbedarf der nächsten 12 Monate decken und eine angemessene Liquiditätsreserve bereitzustellen. Kapitalflussrechnung der Vibracoustic GmbH scroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 107.151 auf TEUR 71.453 gesunken. Die Änderung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend auf das während des Geschäftsjahres neu eingeführte Cash Pooling mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahre wirkten sich hauptsächlich Investitionen in Finanzanlagen aus. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -90.000 ist im Wesentlichen auf die syndizierte Kreditlinie in Höhe von TEUR -190.000 und einen Mittelzufluss von TEUR 100.000 aus der neuen syndizierten Kreditlinie zurückzuführen. Insgesamt verringerten sich dadurch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Geschäftsjahr um TEUR 12.836. VII. Gesamteinschätzung der wirtschaftlichen Lage Als Holdinggesellschaft ohne eigenes operatives Geschäft ist die Vibracoustic GmbH indirekt von den Ergebnissen und der wirtschaftlichen Leistung ihrer Tochterunternehmen abhängig. Für das Jahr 2016 ging die Gesellschaft von einem leichten Anstieg seiner wesentlichen Leistungskennzahl, dem Jahresüberschuss, aus. Tatsächlich konnte dieser von TEUR 31.341 im Vorjahr auf TEUR 90.337 aufgrund erhaltener Dividenden deutlich gesteigert werden. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und einem niedrigeren Weltwirtschaftswachstum als ursprünglich für 2016 angenommen, konnte die Vibracoustic-Gruppe ihre starke Marktstellung während des gesamten Geschäftsjahres aufrechterhalten. Eine deutlich bessere Finanzierungsstruktur bietet mehr Flexibilität um künftige Wachstumsziele zu erreichen. Zudem konnte die Vibracoustic GmbH ihre Liquiditätslage stärken. VIII. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) der Vibracoustic GmbH betrug 78 im Jahr 2016 (2015: 72). IX. Nachtragsbericht Im Januar 2017 zahlte die Gesellschaft einen Teil der syndizierten Kreditlinie in Höhe von TEUR 50.000 zurück und nahm von ihrem Gesellschafter Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH ein Darlehen in Höhe von TEUR 40.000 entgegen. Als Holdinggesellschaft ist die Vibracoustic GmbH auch von Ereignissen nach dem Bilanzstichtag betroffen, die ihre Tochtergesellschaften betrifft: Vibracoustic ist in einem schwierigen Marktumfeld tätig, welches durch einen stets hohen Wettbewerb, hohen Preisdruck, ein eher rückläufiges Wachstum in Europa sowie ein Zuwachs unserer Kunden in anderen Regionen geprägt ist. Aus diesem Grund hat die Gruppe für ihre Produktions- und Entwicklungsstandorte in Europa, für ihre Kostenstruktur sowie für die Aufstellung ihres globalen Netzwerks kontinuierliche und genaue Analysen eingerichtet, um die Wettbewerbsfähigkeit in angemessener Weise sicherzustellen. In diesem Zusammenhang wurden Anfang 2017 mehrere Initiativen zur Straffung des Produktionsnetzwerks in Europa angekündigt. Im Rahmen dieser Initiativen und nach genauer Abwägung sämtlicher Optionen wurde die Schließung des deutschen Standorts Breuberg beschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter wurden über diese Entscheidung am 19. Januar 2017 in Kenntnis gesetzt. Von der geplanten Schließung sind derzeit 176 Produktionsmitarbeiter betroffen. Von den 64 Mitarbeitern in den Bereichen IT, Materialentwicklung und Verwaltung werden die meisten zum nahegelegenen Standort Weinheim versetzt. X. Chancen- und Risikobericht Als strategische Holdinggesellschaft trägt die Vibracoustic GmbH hauptsächlich das Risiko der potentiellen Wertminderung der Buchwerte ihrer Beteiligungen. Der Wert ihrer Tochterunternehmen bemisst sich nach folgenden potenziellen Chancen und Risiken. Chancen der neuen globalen Organisationsstruktur Im Jahr 2016 wurde eine Änderung der Organisationsstruktur in der gesamten Vibracoustic-Gruppe durchgeführt. Das wichtigste Ziel dieses Projekts war die Optimierung der globalen Kundenorientierung sowie eine Verringerung der organisatorischen Komplexität. Das Geschäft der Vibracoustic-Gruppe gliedert sich in zwei Segmente: Chassis und Powertrain. Die Segmente sind nun funktional in folgende Bereiche untergliedert: Global Operating Application-Teams, Product Engineering, Process Engineering sowie Program Management. Die Vertriebsstruktur ist nach einem globalen Großkundenkonzept ausgelegt und die Konzernfunktionen bieten die notwendige funktionelle Unterstützung und sind gleichzeitig auf die Struktur der Segmente ausgerichtet. Mit dieser neuen Organisationstruktur ergibt sich dank klarer Verantwortlichkeiten, einer verbesserten Programmausführung und schnelleren Entscheidungsfindung eine höhere organisatorische Effizienz, wodurch es Vibracoustic möglich ist, besser auf Kundenbedürfnisse einzugehen und gleichzeitig die unternehmensweite Strategie „Wachstum und Effizienz steigern“ zu unterstützen. Chancen durch Akquisitionen Wir haben unseren Anteil am Joint Venture Vibracoustic CV Air Springs auf 65,067 Prozent erhöht. 2016 ergriff Vibracoustic CV Air Springs mehrere erfolgreiche Verbesserungsmaßnahmen. Die wichtigste Maßnahme war die Verlagerung der früheren ungarischen Produktionsstätte zum türkischen Werk in Bursa, wodurch ebenfalls Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen erforderlich wurden. Die erhöhte Anteilsquote des JV ermöglicht es uns, diese mit der gesamten VC-Strategie in Einklang zu bringen und lässt uns das Geschäftspotenzial von CV Air Springs effektiver ausschöpfen. Chancen durch Forschung- und Entwicklung Die wesentliche Herausforderung der Automobilindustrie ist die Emissionsreduktion zu niedrigeren Kosten pro Fahrzeug bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistung, des Komforts und der Sicherheit. Die Vibracoustic-Gruppe verfügt über ein globales Technik- und Produktionsnetzwerk mit weltweit 17 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in unmittelbarer Nähe der Standorte ihrer Kunden. Solide Ingenieurskunst, ein kompakter Entwicklungszyklus und unsere Kundennähe ermöglichen es uns, schnell neue Lösungen zu finden oder sogar zukünftige Kundenbedürfnisse zu prognostizieren. Aufgrund unserer Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im Materialbereich profitieren wir vom Einsatz optimierter Elastomermischungen aus organischen und synthetischen Polymeren, die ein exzellentes Schwingungsverhalten in Pkws und Nutzfahrzeugen ermöglichen. Neben unserem Werkstoff-Know-how ist die Systemkompetenz unter Anwendung einer ausgereiften Systemanalyse-Software und Prüfständen ein wesentlicher Vorteil, der es der Gruppe ermöglicht, innovative schwingungstechnische Lösungen anbieten zu können, die dazu beitragen, dass unsere Kunden ihre anspruchsvollen technologischen Ziele erreichen und sich mit ihren Produkten von den Wettbewerbern abheben. Risikobericht Die Vibracoustic-Gruppe hat ein umfassendes und weltweit einheitliches Risikomanagementsystem eingerichtet, in welches die Segmente, Regionen, sämtliche operativen Einheiten und die zentralen Funktionen eingebunden sind. Die globale Risikosteuerung in der Gruppe erfolgt durch unterschiedliche Instrumente und Prozesse. Schwerpunkte hierbei sind die strategische Unternehmensplanung, Finanzpläne und Prognoserechnungen, das interne Berichtswesen sowie eine systematische Risikoinventur. Die Richtlinien zu globalen Geschäftsprozessen, zum globalen Compliance-Management-System und zur internen Revision ergänzen die von der Geschäftsführung der Gesellschaft festgelegten Maßnahmen zur laufenden Prüfung und Steuerung der Risikoposition der Gruppe. Hierdurch kann die Gruppe Gegenmaßnahmen zur Vermeidung, Minimierung oder – sofern nötig und wirtschaftlich vertretbar – Übertragung von Risiken an Dritte ergreifen, beispielsweise durch den Abschluss einer Versicherung. Die Geschäftsführung bewertet die Gesamtrisikosituation und berichtet hierzu regelmäßig an den Aufsichtsrat. Die Verantwortung für die Risikoinventur liegt bei der Zentralfunktion Risk Management & Internal Control. Die Risikoinventur erfolgt halbjährlich und hat eine transparente, strukturierte und konsequente Risikoerkennung, -beurteilung und -überwachung sowie Erarbeitung von Maßnahmen zum Ziel. Die Erkennung, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie die Umsetzung von Maßnahmen erfolgt grundsätzlich durch den zuständigen Risikobeauftragten auf Ebene der Regionen, Geschäftsbereiche, Standorte oder Unternehmensfunktionen. Zudem steht eine unterjährige Ad-hoc-Berichterstattung zur Verfügung, sollten wesentliche neue Risiken abweichend von Berichtszeitpunkten auftreten. Die Risikoerkennung erfolgt anhand eines geeigneten Risikouniversums. Risiken werden anhand der Kriterien Brutto- oder möglicher Nettoverlust sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Bruttoschadenshöhe (d. h. vor dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen) und die Nettoschadenshöhe (d. h. nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen) werden in der Regel auf das EBIT bezogen und ergeben sich mengenmäßig aus der Differenz zwischen dem möglichen EBIT-Verlust und dem geplanten EBIT eines Jahres, wenn ein bestimmtes Risiko abzusehen ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezeichnet die Möglichkeit, dass ein bestehendes Risiko im Planungszeitraum (maximal innerhalb von drei Jahren) eintritt. Hinzu kommen verbale Beschreibungen zu den Risiken selbst sowie zu den bereits existierenden bzw. beabsichtigten Gegenmaßnahmen. Die Vibracoustic-Gruppe ermittelt wesentliche Risiken, die am ehesten einen bestandsgefährdenden Charakter für die Vibracoustic-Gruppe haben, durch eine Klassifizierung der gemeldeten Risiken auf Grundlage der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere der finanziellen Folgen. Es wird unterschieden zwischen niedrigen (grün), mittleren (gelb) und hohen (rot) Risiken. Entsprechend der Risiko-Methodik der Gruppe werden nur die hohen Risiken als wesentlich eingestuft. Risiken mit einer möglichen Auswirkung, die den Schwellenwert von EUR 1 Mio. unterschreiten, werden als unerheblich eingestuft. Die Skalierung ist in der nachfolgenden Matrix abgebildet. ![]() Auf der Grundlage der oben dargestellten Klassifizierung von Risiken und unter Berücksichtigung möglicher Aggregationen über alle Risiken hinweg, bestehen für die Vibracoustic-Gruppe zurzeit zwei wesentliche (hohe) Risiken: Marktrisiken und Inflationsrisiken bei Materialpreisen. Allerdings besteht bei keinen der festgestellten Risiken die Gefahr einer Bestandsgefährdung der Vibracoustic-Gruppe. Marktrisiken Da die Automobilnachfrage weitgehend den gesamtwirtschaftlichen Bedingungen unterliegt, kann ein deutlicher Abschwung im Automobilmarkt oder lediglich in strategisch wichtigen regionalen Märkten für uns, als globaler Zulieferer der Automobilindustrie, erheblich nachteilige Auswirkungen auf die Ergebnislage von Vibracoustic nach sich ziehen. Da der weitaus größte Teil der Umsatzerlöse von Vibracoustic mit Erstausrüstern (OEM) oder anderen Zulieferern von OEM erwirtschaftet wird, hängt die Nachfrage nach unseren schwingungstechnischen Lösungen sehr stark vom Gesamtvolumen der Fahrzeugproduktion und der Nachfrage nach Automobilprodukten im Automobil-Endmarkt ab, die wiederum größtenteils der Entwicklung der Weltwirtschaft und der regionalen Wirtschaft unterliegen. Es gibt mehrere Faktoren, die zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und damit zu einem starken Auftragsrückgang in der Automobilbranche führen könnten, was sowohl die Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft, als auch die Ertragslage der Vibracoustic-Gruppe beeinträchtigen könnte. Wir generieren einen wesentlichen Teil unsere Umsätze in Europa und Nordamerika, daher würde sich insbesondere ein konjunktureller Abschwung in diesen Räumen negativ für uns auswirken. Der britische Volksentscheid zum Austritt aus der EU wirft Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Europäischen Währungsunion und ihrer Einheitswährung auf. Der Austritt eines oder mehrerer Länder aus der Eurozone könnte zu einer höheren Unsicherheit der Konsumenten führen. Daraus könnte sich eine Abnahme des privaten Konsums mit erheblichen negativen Folgen für unsere Kunden ergeben, was sich mithin auch indirekt auf unser Geschäft auswirken würde. Die Umsätze auf dem Automobilmarkt Nordamerikas haben im Vergleich zu Europa ein hohes Niveau erreicht und könnten daher stark einbrechen, sofern die Binnennachfrage infolge ungünstiger wirtschaftlicher und finanzieller Verhältnisse nachlässt. In diesem Zusammenhang stellen die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen im November 2016 und die damit verbundene Ungewissheit hinsichtlich der amerikanischen Wirtschaft sowie einer potentiell stärker an protektionistischen Maßnahmen orientierten Politik Risiken für die lokale und globale Wirtschaft dar. Das unerwartet langsame Wachstum in bestimmten Regionen der Welt zeigt, dass es keine Garantie für zukünftige günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen gibt, und dass die Möglichkeit eines erneuten globalen wirtschaftlichen Abschwungs der weltweiten Automobilmärkte besteht. Die Vibracoustic-Gruppe wirkt einem potenziellen Abschwung der globalen Automobilindustrie mit strategischen Initiativen entgegen. Neben weiteren Initiativen ist die Kostenführerschaft ein wichtiges Instrument, um auf mögliche negative Marktbewegungen reagieren zu können. Wir führen kontinuierlich Maßnahmen durch, um unsere Kapazitäten an die Nachfrageveränderung seitens der Automobilhersteller anzupassen. Gleichzeitig streben wir stets Materialkostensenkungen seitens der Zulieferer an und konzentrieren uns auf das konsequente Management indirekter Kosten. Sollte die derzeit zu beobachtende stabile Konjunktur auf den Automobilmärkten nicht nachhaltig sein, könnten zur Erhöhung der Effizienz zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, die die Ertrags- und Finanzlage der Gruppe belasten würden. Inflationsrisiken bei Materialpreisen Materialkosten sind der größte Kostenblock innerhalb der Vibracoustic-Gruppe. Seit dem vierten Quartal 2016 hat sich der Trend in der Entwicklung der Materialpreise umgekehrt. Daher ist die Inflation der Rohstoffpreise für Stahl, Aluminium und Kautschuk für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung. Vereinzelt handelt Vibracoustic Preisanpassungsklauseln mit seinen Kunden aus. Hierdurch kann die Gesellschaft vorgelagerte Rohstoffpreissteigerungen, die die Kostenschätzungen übersteigen, an ihre Kunden weitergeben. Wäre die Aushandlung dieser Klauseln nicht im Voraus möglich, würde die Gesellschaft das Risiko tragen, höhere Bezugspreise nicht vollständig oder nur verzögert weitergeben zu können. Da Preisanpassungsklauseln bis zu einem gewissen Grad Bestandteil der Verträge mit unseren Rohstofflieferanten sind, befinden wir uns in der unausweichlichen Lage, in der Preisanpassungen seitens der Zulieferer nicht durch Anpassungen auf Kundenseite ausgeglichen werden können. Vibracoustic analysiert solche vertraglichen Ungleichgewichte gründlich und versucht diesbezüglich Lücken zu schließen. Zur frühzeitigen Erkennung ungünstiger Entwicklungen und um umgehend auf diese reagieren zu können, erfolgt durch die Vibracoustic-Gruppe eine laufende Überwachung der Beschaffungsmärkte. Je nach absehbaren Entwicklungen handelt die Gesellschaft mit Rohstofflieferanten Verträge mit Festpreisen von bis zu 12 Monaten aus. Für die Vibracoustic-Gruppe bestehen derzeit die folgenden mittleren Risiken: Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken Als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie unterliegt die Gruppe grundsätzlich Produkthaft- und Gewährleistungsrisiken. Die Lieferung von Bauteilen außerhalb der Produktspezifikation kann einen Austausch der fehlerhaften Teile oder in sicherheitskritischen Fällen den Rückruf von Fahrzeugen, in denen diese nicht normgerechten Teile eingebaut sind, zur Folge haben. Gewährleistungsverpflichtungen, und in stärkerem Maße Rückrufaktionen, sind mit jeweils beträchtlichen Kosten und Schadensersatzansprüchen von Kunden der Gesellschaft verbunden. Zur Minimierung dieser Risiken hat die Gesellschaft angemessene Qualitätskontrollsysteme und spezifische Qualitätsmanagementstrategien eingerichtet bzw. umgesetzt. Einer der Schlüsselprozesse in dieser Hinsicht ist die fortschrittliche Produktqualitätsplanung (APQP), die zur Unterstützung des Entwicklungsprozesses eingerichtet wurde und die ein Kernprozess des Programm- und Produkteinführungsmanagements der Vibracoustic-Gruppe ist. Allgemeine interne Risiken Das Risiko, dass ein Brand Produktionsanlagen zerstört, ist vergleichsweise gering. Da jedoch beim Betrieb von Anlagen und im Rahmen der Fertigungsverfahren relativ hohe Temperaturen freigesetzt werden, kann ein Brand nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Neben dem Risiko eines Personenschadens könnte ein Brand auch einen längeren Produktionsausfall, erheblichen Sachschaden und hohe Ausgaben für die Wiederbeschaffung von Betriebsanlagen zur Folge haben. Die Vibracoustic-Gruppe begegnet dem Brandrisiko durch die Einführung hoher Sicherheitsstandards in allen Werken weltweit und durch den Einbau von Brandmeldern bzw. Löschanlagen. Neben diesen Maßnahmen hat die Gruppe eine Brandschutzversicherung in angemessener Höhe abgeschlossen. Die Vibracoustic-Gruppe ist als globales, produzierendes Unternehmen Risiken durch mögliche Schäden an Mensch und Umwelt ausgesetzt. Dieses Risiko wird minimiert, indem nicht nur hohe technische Standards, sondern auch interne Verhaltensregeln und alle rechtliche Vorgaben für Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz konsequent eingehalten werden. Für bekannte Umweltrisiken im Zusammenhang mit den Produktionsstandorten in Brasilien und den USA werden Rückstellungen auf Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen gebildet. Eine Erläuterung hierzu findet sich in Anhangangabe 23 im Konzernanhang. IT Risiken Mit der organisatorischen und technischen Vernetzung von Standorten und Systemen steigt die Komplexität der IT-Systeme der Gruppe. Die Vibracoustic-Gruppe ist auf zentralisierte, standardisierte IT-Systeme und -Netzwerke zur Unterstützung der Geschäftsprozesse sowie auf interne und externe Kommunikation angewiesen. Für ihre Produktionsabläufe und die fristgerechten Belieferung ihrer OEM-Kunden nutzt die Gruppe SAP-Software. Ein Ausfall der IT-Systeme und Anwendungssoftware kann bei einzelnen Abläufen zu spürbaren Verzögerungen führen – von der Bestellabwicklung bis hin zur Logistik und Aktivitäten entlang der Lieferkette. Negative Auswirkungen auf die operative Tätigkeit können zu Beeinträchtigungen bei den Umsatzerlösen und zu höheren Kosten führen. Die Vibracoustic-Gruppe begegnet diesen Risiken durch die Zusammenarbeit mit etablierten IT-Dienstleistern und Vereinbarungen über reaktionsschnelle Supportleistungen mit Blick auf Wiederherstellungsverfahren und Datensicherung. Compliance-Risiken Risiken, die aus rechtswidrigem Verhalten hervorgehen, könnten den Ruf der Gesellschaft schädigen, seine Marktstellung schwächen und sogar wirtschaftlichen Schaden anrichten. Um rechtmäßiges, soziales und ethisches Handeln zu gewährleisten, hat die Geschäftsführung der Vibracoustic-Gruppe ein Compliance-Management-System (CMS) eingerichtet, das bereits im Lagebericht aufgezeigt wurde. Zentrale Bestandteile des CMS sind die Vermeidung und Erkennung von Verstößen sowie die Reaktion auf diese Verstöße. Die Vibracoustic-Gruppe toleriert unter keinen Umständen Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen, den Vibracoustic-Verhaltenskodex oder gegen sonstige interne Richtlinien. Rechtliche und regulatorische Risiken Gesetzliche und regulatorische Bestimmungen haben Auswirkungen auf die globale operative Tätigkeit der Vibracoustic-Gruppe. Die Gesellschaft ist Beteiligte in einer Zahl von Gerichts- und Verwaltungsverfahren in Verbindung mit Produkten, Patenten und weiteren Sachverhalten im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit und könnte in Zukunft an weiteren Gerichts-, Verwaltungs- und Schlichtungsverfahren beteiligt sein. Diese Verfahren oder mögliche Verfahren könnten insbesondere in den Vereinigten Staaten Schadensersatzleistungen oder sonstige Zahlungen zur Folge haben. Ein Urteil oder Vergleich könnte die Gruppe zur Leistung erheblicher Schadensersatzzahlungen verpflichten. Auch die Prozesskosten der Gruppe und Dritter könnten sich auf eine beträchtliche Summe belaufen. Diesen Ersatzansprüchen begegnet die Gruppe mit der Expertise von Spezialisten sowie qualifizierter Rechts- und Versicherungsexperten. Das Chemikalienrecht der EU-Mitgliedsländer wird einer grundlegenden Harmonisierung und Vereinheitlichung mit der Europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, and Authorization of Chemicals) unterzogen. Aufgrund strenger Rechtsvorschriften sind nicht registrierte Stoffe für den Einsatz in Produktionsabläufen nicht mehr zugelassen und auf dem europäischen Markt nicht mehr erhältlich. Vibracoustic führt ein ständiges Monitoring zur Identifizierung von Stoffen mit potenziellen Beschaffungsrisiken und zur Bewertung der Ersetzbarkeit durch andere registrierte Stoffe durch. Währungsrisiken Die Vibracoustic-Gruppe erzielt einen bedeutenden Teil ihrer Umsatzerlöse und verbucht einen bedeutenden Teil der Aufwendungen in nicht auf Euro lautenden Währungen wie USD, CNY, MXN und INR. Währungsschwankungen führen zu Umrechungs- sowie Transaktionsrisiken. Transaktionsrisiken entstehen als Folge des Waren- und Dienstleistungsverkehrs mit Dritten, aus dem sich eingehende und ausgehende Zahlungsströme ergeben, die auf andere Währungen lauten als die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft. Die Umrechnung der Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge der Gruppengesellschaften in die Konzernwährung auf Basis der Durchschnittskurse könnte sich positiv oder negativ auf die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Gruppe auswirken. Eine aktive Absicherung von Umrechnungsrisiken nimmt die Vibracoustic-Gruppe nicht vor. Risiken in Verbindung mit Finanzinstrumenten Die Risiken im Bereich Finanzrisikomanagement der Vibracoustic-Gruppe umfassen im Wesentlichen Finanzierungsrisiken, Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Adressausfallrisiken. Die zentrale Steuerung und Begrenzung dieser Risiken ist eine der Hauptaufgaben der Treasury-Abteilung der Gruppe. Die Vibracoustic-Gruppe hat verbindliche Richtlinien und Grundsätze eingerichtet, in denen die Verfahren des Finanzrisikomanagements sowie der Risikorahmen festgelegt sind. Im Zusammenhang mit der Steuerung von Finanztransaktionen legt Vibracoustic besonderen Wert auf Grundprinzipien wie die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. In Verbindung mit dem Abschluss und der Verwaltung von Finanzinstrumenten setzt die Abteilung Group Treasury ein Treasury-Management-System ein. Die Vibracoustic-Gruppe ist Finanzierungsrisiken ausgesetzt, die zu einem eingeschränkten Zugang zu oder einer Störung von Finanzmärkten führen könnten. Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken könnten sich negativ auf das Ergebnis und künftige Refinanzierungskosten der Gruppe auswirken, wenn sich Zinssätze ungünstig entwickeln und Sicherungsgeschäfte nicht abgeschlossen wurden. Adressausfallrisiken betreffen Fälle, in denen ein externer Vertragspartner vertraglich festgelegten finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann und der aktuelle Marktpreis nachteilig von dem ursprünglich, vertraglich vereinbarten Kurs abweicht. Finanzierungsvereinbarungen enthalten üblicherweise finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlenrelationen (Covenants), die die Handlungsfähigkeit der Gruppe und die Einhaltung bestimmter Kennzahlen einschränken könnten. Gemäß den Bestimmungen der syndizierten Kreditlinie (Syndicated Revolving Credit Facility) und der Schuldscheindarlehen sind die Kreditgeber bei Kontrollwechsel dazu berechtigt, die Rückzahlung des Darlehens zu verlangen. Die syndizierte Kreditlinie könnte auch sofort fällig werden, wenn die Vibracoustic-Gruppe nicht den in der Darlehensdokumentation festgelegten Verschuldungsgrad einhält. Nach dieser Dokumentation ist ein maximaler Verschuldungsgrad (berechnet als das Verhältnis von Nettoverschuldung der Gruppe zu bereinigtem Konzern-EBITDA) von 2,75 vorgesehen. Die Vibracoustic-Gruppe unterliegt zudem Risiken in Verbindung mit Änderungen der variablen Zinssätze, da ein Großteil der Kreditlinien der Gruppe variable Zinssätze aufweist. Steigende Zinsen hätten Auswirkungen auf die laufenden Zinsaufwendungen, fallende Zinsen würden sich auf die Zinserträge aus Geldmarktanlagen auswirken. Dennoch betrachtet die Vibracoustic-Gruppe das Risiko steigender Zinsen für den Euro als die Hauptfinanzierungswährung kurzfristig als eher unwahrscheinlich. Zudem geht die Gruppe nicht von einer deutlich restriktiveren Geldpolitik im Euroraum in naher Zukunft aus. Die Vibracoustic-Gruppe nutzt Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung und Steuerung finanzieller Transaktionsrisiken. Diese Sicherungsgeschäfte könnten realisierte Verluste oder Opportunitätsverluste zur Folge haben. Die Vibracoustic-Gruppe ist in einigen Regionen tätig, in denen rechtliche oder steuerrechtliche Vorschriften dazu führen, dass nicht über sämtliche ausgewiesenen liquiden Mittel der Gruppe frei verfügt werden kann. XI. Prognosebericht für die Vibracoustic GmbH Erwartete gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen³ Für 2017 wird ein Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts von +3,4 % prognostiziert. Dies ist insbesondere auf die Schwellenländer zurückzuführen sowie auf das moderate Wachstum der Industrieländer, welches überwiegend durch die konjunkturelle Erholung der USA und Kanada vorangetrieben wurde. Für das BIP der Europäischen Union wird für 2017 ein Wachstum von +1,6 % prognostiziert, somit leicht verlangsamter als im Vorjahr. Einer der Gründe hierfür ist das verlangsamte Wachstum in Großbritannien, das im Jahr 2016 einen Zuwachs von +2,0 % verzeichnete, im Jahr 2017 jedoch aufgrund der noch ungewissen Nachwirkungen des Brexit lediglich mit 1,5 % prognostiziert wird. Für die US-Wirtschaft wird 2017 ein Wachstum von +2,3 % erwartet, da die negativen Auswirkungen der niedrigeren Energiepreise und der vorangegangenen Aufwertung des US-Dollars schwächer werden. In dieser Schätzung sind die von Präsident Donald Trump angekündigten Großinvestitionen in die Infrastruktur nicht berücksichtigt. Für China wird aufgrund fehlender Wachstumsimpulse eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums von +6,5 % im Jahr 2017 erwartet (2016: 6,7 %). In anderen Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens werden weiterhin stabile Wachstumsraten prognostiziert. Das BIP in Indien wird mit einer Wachstumsprognose für 2017 von +7,2 % nach wie vor das schnellste Tempo unter den großen Volkswirtschaften vorlegen. Erwartete branchenbezogene Rahmenbedingungen4 In Europa wird 2017 ein Zuwachs von +1,6 % in der Leichtfahrzeugproduktion erwartet, wenn auch mit geringerem Tempo als im Jahr 2016. Das Brexit-Votum und die relativ schwache Nachfrage in Russland gelten als potenzielle Risikofaktoren, die eine verringerte Leichtfahrzeugproduktion in Europa zur Folge haben könnten. In der Asien/Pazifik Region wird eine Nachfragesteigerung nach Leichtfahrzeugen sowie ein entsprechender Zuwachs der Leichtfahrzeugproduktion von 2,2 % erwartet. Darüber hinaus wird eine höhere Binnennachfrage in China und Indien prognostiziert. Für den Binnenmarkt in Japan, dem zweitgrößtem Markt der Region, wird ein im Vergleich zu 2016 weiterhin stabiles hohes Niveau prognostiziert. Während für die Absatzzahlen von Leichtfahrzeugen in Nordamerika ein Plus von 1,5 % im Jahr 2017 erwartet wird, soll die Nachfrage in Südamerika leicht ansteigen und in einem Produktionsanstieg von 2,2 % resultieren. Auf der Basis der derzeitigen Konjunkturaussichten und mit Blick auf das weltweit steigende Marktvolumen geht die Gruppe für 2017 von einer Zunahme der Automobilproduktion von ca. 2,3 % gegenüber dem Vorjahr aus. Die nachfolgenden zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den derzeitigen Erwartungen und Annahmen der Gesellschaft. Daher sind mit diesen Informationen einige Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die Geschäftstätigkeiten der Vibracoustic GmbH und ihre Ertragskraft werden von vielen Faktoren beeinflusst, wobei die Gesellschaft auf einige dieser Faktoren keinen Einfluss hat. Die derzeitige Unternehmensleistung kann von unseren Prognosen unter anderem aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken abweichen. Die Unternehmensleistung hängt insbesondere von gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Bedingungen ab und kann durch zunehmende Unsicherheiten oder einer Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten beeinträchtigt werden. Die Entwicklung der Vibracoustic-Gruppe wirkt sich unmittelbar auf die Entwicklung der Vibracoustic GmbH aus. Die Annahmen und Aussagen im Prognosebericht der Gruppe gelten daher auch für die Vibracoustic GmbH. Insbesondere für die Vibracoustic GmbH ist auf stand-alone Basis für das Jahr 2017 ein moderater Anstieg der Erträge aus Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr vorgesehen. Für das Jahr 2017 erwartet die Vibracoustic GmbH einen leichten Anstieg des Jahresüberschusses. Darüber hinaus stehen wesentliche Gewinnrücklagen von ausländischen Tochterunternehmen sowie Kreditlinien im Inland und Ausland zur Deckung von zusätzlichem Kapital- und Liquiditätsbedarf zur Verfügung.
Darmstadt, den 27. Februar 2017
Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vibracoustic GmbH (bis 1. April 2016 TrelleborgVibracoustic GmbH), Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vibracoustic GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 27. Februar 2017 KPMG AG Riedmann, Wirtschaftsprüfer Dr. Kaiser, Wirtschaftsprüfer KonzernlageberichtI Grundlagen der Vibracoustic-Gruppe I.1. Unternehmensprofil I.2. Strategie der Vibracoustic-Gruppe I.3 Steuerungssystem II Wirtschaftsbericht III Finanz- und Ertragslage III.1 Geschäfts- und Ertragslage der Vibracoustic-Gruppe III.2 Geschäfts- und Ertragslage der Segmente der Gruppe III.3 Vermögens- und Finanzlage IV Mitarbeiter V Forschung und Entwicklung VI Nachhaltigkeit VII Nachtragsbericht VIII Prognosebericht IX Chancen- und Risikobericht I Grundlagen der Vibracoustic-GruppeI.1. Unternehmensprofil Die Vibracoustic-Gruppe mit ihren konsolidierten Tochterunternehmen (gemeinsam „Vibracoustic“, „Gruppe“ oder „Gesellschaft“) ist ein weltweit führender Zulieferer schwingungstechnischer Lösungen (AVS) für die globale Automobilindustrie. Die Gesellschaft wurde 2012 durch die Zusammenführung des Geschäftsbereichs für schwingungstechnische Systeme der Trelleborg-Gruppe und des Geschäftsbereichs Vibracoustic der Freudenberg-Gruppe als Joint Venture mit dem Namen TrelleborgVibracoustic gegründet. Im April 2016 wurde die Gesellschaft zu Vibracoustic umfirmiert. Der neue Name spiegelt die Tätigkeit der Gesellschaft wider und betont dabei die wesentlichen Aspekte der Produktion: Modernste Lösungen zur Reduzierung von Vibrationen und Geräuschen, die durch Straßenunebenheiten verursacht werden, sowie eine Erhöhung des Fahrkomforts und der Fahrsicherheit. Im Juli 2016 wurden 50 Prozent der von Trelleborg gehaltenen Anteile auf die Freudenberg Gruppe (Freudenberg SE und Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH) übertragen, wodurch die Freudenberg Gruppe zur alleinigen Gesellschafterin von Vibracoustic wurde. Das umfangreiche Know-how der Vibracoustic-Gruppe hinsichtlich ihres Produkt- Kunden- und Regionalportfolios sowie die langjährige Partnerschaft mit der Freudenberg Gruppe tragen dazu bei, dass Vibracoustic eine starke Wettbewerbsposition in relevanten Märkten einnimmt. Das breite Produktportfolio umfasst kundenorientierte Komponenten und Module für Pkw und Nutzfahrzeuge. Die Vibracoustic-Gruppe bringt ihre umfassende Systemkompetenz rund um das gesamte Fahrzeug sowie ihr fundiertes Material-Know-how ein und bietet so Lösungen, die dazu beitragen, Vibrationen und Geräusche im Fahrzeug zu verringern und zu kontrollieren und ebenso die Steuerung, den Fahrkomfort und die Fahrsicherheitseigenschaften zu erhöhen. Zudem helfen die Lösungen dabei, die Systemhaltbarkeit zu verbessern und die Fahrbahnoberfläche zu schützen. Mit rund 10.000 Mitarbeitern in einem globalen Netzwerk aus 43 Entwicklungs- und Produktionsstandorten sowie Vertriebsniederlassungen in 19 Ländern bietet die Vibracoustic-Gruppe allen großen Automobilherstellern entweder direkt oder über Tier-1-Lieferanten weltweit maßgeschneiderte Lösungen. Dank der globalen Ausrichtung der Gruppe und der hohen Flexibilität, Produkte auf den jeweiligen regionalen Bedarf abzustimmen, sind Komponenten und Lösungen der Gesellschaft in 19 der 20 weltweit größten Fahrzeug-Plattformen vertreten. Das Portfolio der Gruppe umfasst Produkte für die gesamte Palette an Automobilsegmenten – vom Kleinwagen und der Großserienfertigung über die Luxuslimousine bis hin zu Transportern und schweren Nutzfahrzeugen. Segmentstruktur Das Produktportfolio der Vibracoustic-Gruppe gliedert sich in zwei Segmente: Chassis und Powertrain. Das Segment Chassis umfasst Fahrwerklager, Luftfedern und Komponenten aus mikrozellulärem Polyurethan (MCU). Fahrwerklager verbinden das Fahrwerk mit der Karosserie und sind maßgeblich für Fahrdynamik und Fahrkomfort verantwortlich. Sie umfassen das gesamte Spektrum von herkömmlichen Kunststofflagern bis hin zu DualRubber- und hydraulischen Lagern und bieten somit maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedlichste Fahrwerkkonzepte. Luftfedern für Pkw erhöhen den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit dadurch, dass sie dem Fahrzeug unabhängig von der Belastung des Fahrzeugs und dem Straßenzustand Stabilität verleihen. Zudem fertigt die Vibracoustic-Gruppe Luftfedern für Nutzfahrzeuge, entwickelt und produziert von Vibracoustic CV Air Springs, einem zusammen mit einem türkischen Partner gegründeten Gemeinschaftsunternehmen. Das Chassis-Portfolio runden Produkte aus MCU-Komponenten ab, die überwiegend für Aufhängungskomponenten wie Anschlagpuffer, Kabinenlager und Federtellerauflagen genutzt werden. Das Material hält hohen Belastungen und Temperaturen stand, kann gleichzeitig stark komprimiert werden und erhöht somit die Flexibilität in engsten Bauräumen. Das Segment Powertrain umfasst Engine Mounts, Isolators and Dampers sowie Torsional Vibration Dampers (TVD). Motor- und Getriebelager verbinden den Antrieb mit der Fahrzeugkarosserie und verhindern, dass Schwingungen in die Fahrgastzelle übertragen werden. Um die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse zu decken, bietet die Gesellschaft ein breites Spektrum an Motorlagern an, darunter herkömmliche Gummilager, hydraulische sowie schaltbare Motorlager für Benzin- und Dieselmotoren, Hybrid- und Elektroantriebe. Isolatoren und Tilger lösen eine Vielzahl an Schwierigkeiten im Bereich der Schwingungstechnik, wozu eine hohe Systemkompetenz und Flexibilität erforderlich sind, da diese Lösungen häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Entwicklungsphase eines Fahrzeugs zur Anwendung kommen. Torsionsschwingungsdämpfer gleichen Drehungleichförmigkeiten an der Kurbelwelle aus und entlasten so den Antriebsstrang, beispielsweise bei Pkw mit Start-Stopp-Funktion. Geschäftsmodell und Marktpositionierung Mit ihrem auf schwingungstechnische Lösungen für die Automobilbranche ausgerichteten Produktportfolio reagiert die Vibracoustic Gruppe auf die wichtigsten Entwicklungen in dieser Branche, insbesondere die Notwendigkeit zur Senkung der CO²-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistung, des Komforts und der Sicherheit sowie Förderung einer nachhaltigen Mobilität bei Autofahrern, Fahrgästen und Flottenbetreibern weltweit. Die Gesellschaft bietet Lösungen für die sich aus diesen Megatrends ergebenden großen Herausforderungen. Der Trend zur Verkleinerung von Motoren (Downsizing) in Verbindung mit Turboaufladung oder einem allgemein höheren Einspritzdruck stellt Erstausrüster (OEM) vor zahlreiche Schwierigkeiten, die sich mit den von der Vibracoustic-Gruppe entwickelten schwingungstechnischen Lösungen (AVS) problemlos beheben lassen. Gleichzeitig werden die hohen Anforderungen an Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Komponenten erfüllt. Die durch Elektrifizierung des Antriebsstrangs verursachten Geräusche bei hohen Geschwindigkeiten lassen sich mit intelligenten Fahrwerkkomponenten, die Geräusche und Schwingungen isolieren, in den Griff bekommen. Durch ihre umfassende Werkstoff- und Systemkompetenz unterstützt die Gesellschaft ihre Kunden mit Bauteilen in Leichtbauweise, beispielsweise durch den Austausch von Metallen gegen Kunststoffe und der Optimierung von Strukturen zur Produktgestaltung oder der Funktionsintegration. Die Vibracoustic-Gruppe baut ihre Kompetenzen kontinuierlich aus, um der Automobilbranche, die zunehmend von schnelleren Zyklen und steigendem Kostendruck geprägt ist, intelligente schwingungstechnische Lösungen (AVS) zu bieten. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Technik und Produktion ist die Gesellschaft bestrebt, ihren Kunden das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis zu bieten, indem kostenoptimierte, qualitativ hochwertige Lösungen in jeder Region der Welt zur Verfügung gestellt werden – für jeden Fahrzeugtyp der Automobilbranche, von preiswerten Modellen bis zum Premiumfahrzeug. I.2. Strategie der Vibracoustic-Gruppe Es ist das erklärte Ziel der Gruppe, der weltweit führende Anbieter von innovativen und kosteneffizienten schwingungstechnischen Lösungen für die Automobilindustrie zu sein. Erreichen möchte die Gruppe dieses Ziel durch profitables Wachstum und Effizienzsteigerungen. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft eine einheitliche Unternehmensstrategie entwickelt und im „Strategie-Haus“ zusammengefasst – mit den drei strategischen Schwerpunkten „Best Reach“ („Beste Reichweite“), „Best Cost“ („Beste Kosten“) und „Best Quality“ („beste Qualität“). Im Einklang mit diesen strategischen Schwerpunkten wurden strategische Initiativen ausgearbeitet. Demnach beabsichtigt die Gruppe, das Ziel „Beste Reichweite“ durch profitables Wachstum zu erreichen, das Ziel „Beste Kosten“ soll durch Initiativen im Bereich Kostenführerschaft erreicht werden, und das Ziel „Beste Qualität“ wird durch Prozessoptimierung angestrebt. Bei der Umsetzung ihrer Strategie ist die Gruppe bestrebt, stets im Einklang mit ihren zentralen Unternehmenswerten zu handeln, darunter Kundenorientierung, Unternehmertum, Umweltverantwortung, globales Denken, lokale Umsetzung, Innovation und Integrität. „Beste Reichweite“ durch Initiativen für profitables Wachstum Vibracoustic verfolgt eine Wachstumsstrategie, die auf profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt ausgerichtet ist. Insbesondere möchte die Gruppe den Umsatz, Gewinn und Cashflow aller Kunden- und Produktgruppen wie auch Standorten weiter steigern, indem sie sich verstärkt auf Bereiche mit derzeit niedrigeren Marktanteilen konzentriert. „Beste Kosten“ durch Initiativen im Bereich Kostenführerschaft Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz zur Unterstützung der Wachstumsstrategie sieht die Gruppe vor, ihren Kunden die wettbewerbsfähigsten Lösungen zu bieten und gleichzeitig ihre Margen durch Kostensenkungen zu erhalten. Entsprechend werden direkte und indirekte Kosten laufend überwacht und hinterfragt, um eine effizientere Kostenstruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette und Unterstützungsprozesse zu schaffen. Zudem sind Cash-Management und Bestandsreduzierung wesentliche Faktoren, um die Kostenführerschaft zu erreichen. „Beste Qualität“ durch Prozessoptimierung Vibracoustic setzt auf die kontinuierliche Überwachung seiner Prozesse, um für seinen globalen Automobil-Kundenstamm Lieferant erster Wahl („Supplier of Choice“) zu werden. Mit den Prozessexzellenz-Initiativen der Gruppe werden Effizienzsteigerung sowie eine reibungslose Durchführung aller Projekte angestrebt. Letztendlich kann Vibracoustic dank kontinuierlichen Best Practice-Prozessen und Verbesserung wesentlicher Unternehmenskennzahlen einen branchenführenden Kundenservice anbieten. Bedeutende strategische Maßnahmen im Jahr 2016 Neue globale Organisationsstruktur Im Jahr 2016 wurde eine neue globale Organisationsstruktur in der gesamten Vibracoustic-Gruppe eingeführt. Wesentliche Ziele hierbei waren die weltweite Optimierung der Kundenorientierung sowie eine Verringerung der organisatorischen Komplexität. Die neue Struktur stellt klare Verantwortlichkeiten, verbesserte „Program execution“ und schnellere Entscheidungsfindung sicher, wodurch sich eine höhere organisatorische Effizienz ergibt. Aufgrund dieser Verbesserungen trägt die neue Organisationsstruktur zur unternehmensweiten Strategie „Wachstum und Effizienz steigern“ bei und ermöglicht Vibracoustic somit die bessere Erfüllung der Kundenbedürfnisse weltweit. Das Produktportfolio und das Management Reporting von Vibracoustic ist thematisch in die beiden Segmente Powertrain und Chassis untergliedert, die Organisationsstruktur fand jedoch in sechs Geschäftsbereichen Anwendung, die in die verschiedenen Produktgruppen (Engine Mounts, Chassis Mounts, Air Springs PV, Air Springs CV, Isolators & Dampers, TVD und MCU) unterteilt waren. Innerhalb der neuen Organisationsstruktur sind die vorherigen sechs Geschäftsbereiche nun auch auf operativer Ebene in zwei Geschäftsbereiche – Powertrain und Chassis – zusammengefasst. Der Geschäftsbereich Chassis umfasst die Produktgruppen Chassis Mounts, MCU und Air Springs, während der Geschäftsbereich Powertrain die Produktgruppen Engine Mounts, TVD und Isolators & Dampers umfasst. Die Geschäftsbereiche sind funktional in folgende Bereiche untergliedert: Global Operating Application-Teams, Product Engineering, Process Engineering sowie Program Management. Das Konzept der Vertriebsstruktur wurde auf globale Key-Accounts ausgerichtet, um den Bedürfnissen internationaler Erstausrüster (OEM) gerecht zu werden. Operations, Controlling, SCM, Quality und andere Konzernfunktionen bieten die notwendige funktionelle Unterstützung und sind gleichzeitig auf die Struktur der Geschäftsbereiche ausgerichtet. Vibracoustic CV Air Springs wieder auf Wachstumskurs Vibracoustic CV Air Springs hat im Jahr 2016 erfolgreich Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, darunter Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung und beträchtliche Kostensenkungen im Bereich Fertigungsausschuss. Die Verbesserungsmaßnahmen wurden wesentlich durch die Verlagerung der früheren ungarischen Produktionsstätte zum türkischen Werk in Bursa angetrieben. Dies umfasste auch das Insourcing von Mischungsherstellung und die Verlagerung mehrerer Produktionsmaschinen. In Bursa wurden Prozessänderungen und Optimierungen erfolgreich, ohne Auswirkung auf die Lieferfähigkeit, durchgeführt und die Kompetenzen von mehr als 200 Mitarbeitern optimal eingesetzt. Das Erstausrüstungsgeschäft von CV Air Springs hat sich in Europa sehr positiv entwickelt, insbesondere die Geschäfte mit zwei bedeutenden Erstausrüstern. Ein positives Ergebnis verzeichnete CV Air Springs auf dem chinesischen Markt, da das Elektrobusgeschäft im Jahr 2016 weiter ausgebaut werden konnte. Auf globaler Ebene erhielt CV Air Springs die Zusage für mehrere gewinnbringende und großvolumige Neuprojekte, dank kundenorientierter technischer Lösungen wie „Centronics“, die Luftfedern mit integrierter Niveauregulierung für die Fahrerkabine bietet. Um das Potential des Luftfedergeschäfts für Nutzfahrzeuge gänzlich auszuschöpfen und hierbei eine engere Einbindung in die Gesamtstrategie von Vibracoustic zu erreichen, wurde die Anteilsquote des Joint Ventures im Dezember 2016 auf 65,067 Prozent erhöht. Wachstum in der Asien-Pazifik-Region Die Gruppe hat in der Asien-Pazifik-Region bereits die Grundlagen für die erwartete Zunahme der Nachfrage nach schwingungstechnischen Lösungen in den kommenden Jahren gelegt. Nachdem im Jahr 2015 das neue Werk in Rayong, Thailand, fertiggestellt wurde, folgte im Jahr 2016 ein erfolgreicher Produktionshochlauf. In 2017 werden weitere Projekte gestartet, um die Auslastung des Werks zu erhöhen. Die Gruppe konnte ihre Erweiterung auf dem chinesischen Markt erfolgreich fortführen. Ausschlaggebend für dieses Wachstum war die Einführung von nahezu 40 neuen Produkten in Yantai im vergangenen Jahr. Die Produktionsleistung des Standorts in Wuxi konnte 2016 ebenfalls gesteigert werden. Die Errichtung eines dritten Produktionsstandorts in China ist ebenfalls in Planung, um auf die anhaltende Nachfragesteigerung reagieren zu können. Refinanzierung der Konsortialkredite Die im Jahr 2017 auslaufende Kreditlinie in Höhe von EUR 220 Mio. und USD 75 Mio. (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility) wurde durch eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von EUR 350 Mio. im ersten Quartal 2016 abgelöst. Die neue syndizierte Kreditlinie ist mit einer Laufzeit von 5 Jahren bis zum Jahr 2021, zwei Verlängerungsoptionen von jeweils 1 Jahr sowie einer Erhöhungsoption von EUR 100 Mio. ausgestattet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die langfristige Finanzierung der Vibracoustic-Gruppe durch die im Jahr 2015 ausgegebenen Schuldscheine in Höhe von EUR 210 Mio. den absehbaren Bedarf abdecken wird und dabei genügend operative Flexibilität zu wettbewerbsfähigen Finanzierungskosten bietet. I.3 Steuerungssystem Die Strategie der Vibracoustic-Gruppe, die auf Wachstum und Profitabilität ausgerichtet ist, spiegelt sich auch in ihrem internen Kontrollsystem wider, das sich zur laufenden Erfolgsmessung auf vier wesentliche Leistungskennzahlen (KPI) stützt. Die monatlichen Änderungen dieser Leistungskennzahlen werden mit den Daten des Vorjahres sowie den im Geschäftsplan enthaltenen Daten verglichen und der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt. Hierdurch kann die Geschäftsführung bei Abweichungen von Zielvorgaben umgehend aktiv werden. Bei ausgewählten finanziellen Leistungskennzahlen ist die Ist-Leistung im Vergleich zu den Zielvorgaben auch für die Berechnung der Vergütung der Geschäftsführung relevant. scroll
Leistungskennzahlen in Verbindung mit dem Geschäftsvolumen In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Warenlieferungen, Werkzeugerlöse und Forschungs- & Entwicklungserlöse enthalten. Die insgesamt erzielten Umsatzerlöse werden im internen Berichtswesen der Gruppe nach Region und Segment aufgegliedert, um Wachstumstreiber und anhaltende Entwicklungen frühzeitig erkennen und analysieren zu können. Ergebnisbezogene Leistungskennzahlen Bereinigtes EBIT Die zur Steuerung der operativen Tätigkeit und Analyse der Ertragslage der Gruppe herangezogene Kennzahl ist das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT). Die Kennzahl ist der Saldo aus Umsatzerlösen und Aufwendungen zuzüglich Erträgen aus At-Equity-Beteiligungen jedoch vor Zinsen und Ertragsteuern und bestimmten nicht einbezogenen Posten. Nicht berücksichtigt werden die Abschreibungen der Gruppe von immateriellen Vermögenswerten aus Akquisitionen und Sondereffekte, z. B. Aufwendungen für Restrukturierungen.1 Bereinigtes EBITDA Die Vibracoustic-Gruppe definiert das bereinigte EBITDA als bereinigtes EBIT vor planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen, planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Wertminderungen.
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Einzelheiten zu Sondereffekten siehe Abschnitt III.1 „Operatives Ergebnis“. Liquiditätsbezogene Leistungskennzahl Freier Cashflow Der freie Cashflow ist ein weiterer wesentlicher Kennwert, den die Geschäftsführung der Gruppe als Leistungsindikator heranzieht. Mit ihm soll sichergestellt werden, dass ausreichend Liquidität zur Deckung sämtlicher finanzieller Verpflichtungen der Gruppe aus der Schuldentilgung und aus Dividenden vorhanden ist. Der freie Cashflow errechnet sich auf der Basis des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit. Zur kurz- bis mittelfristigen Optimierung des Cashflows setzt die Gruppe auf eine wirksame Steuerung des Working Capital sowie auf sorgfältige Planung von Investitionen. Das bereinigte EBIT, das bereinigte EBITDA und der freie Cashflow sind Kennzahlen, die nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, ermittelt werden. Der Ausweis dieser Kennzahlen soll Investoren dabei helfen, unsere Unternehmensleistung beurteilen zu können; sie stellen keine Finanzkennzahlen nach IFRS dar und sind nicht als Ersatz für die nach IFRS ermittelten Werte in unserer Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder Kapitalflussrechnung, oder als Ertrags- oder Liquiditätskennzahlen zu betrachten. Aus diesen Kennzahlen geht nicht zwangsläufig hervor, ob genügend Zahlungsströme generiert werden oder Liquidität vorhanden ist, um den Zahlungsmittelbedarf zu decken, noch lassen sich darin unsere vergangenen oder zukünftigen operativen Ergebnisse ablesen. Da nicht alle Unternehmen diese Kennzahlen gleichermaßen definieren, lassen sich die von uns ausgewiesenen Werte nicht unbedingt mit gleich lautenden Bezeichnungen anderer Unternehmen vergleichen. Weitere Leistungskennzahlen Neben den vorstehend genannten wesentlichen Leistungskennzahlen verwendet die Vibracoustic-Gruppe weitere zusätzliche Finanzkennzahlen. Hierzu zählen Umsatzkosten, das Bruttoergebnis vom Umsatz, Nettozugänge zum Anlagevermögen und Forschungs- & Entwicklungskosten. Eine weitere Leistungskennzahl in Verbindung mit dem Kapitalmanagement ist das Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA, der sogenannte Verschuldungsgrad. Neben ertragsbezogenen Leistungskennzahlen werden verschiedene nicht-finanzielle Leistungskennzahlen zur Steuerung der Gruppe herangezogen. Die Gruppe überwacht nicht-finanzielle Leistungskennzahlen in Bezug auf Kunden, Qualität, Lieferquote und Technologie. Die zur Steuerung der einzelnen Segmente der Gruppe genutzten Leistungskennzahlen sind die Umsatzerlöse und das bereinigte EBIT. II WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen2 2016 stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) um +3,1 %. Hiermit blieb die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr stabil (2015: +3,1 %). Die Gesamtleistung der Weltwirtschaft zeichnete sich durch ein schwächer als erwartet ausgefallenes Wachstum in den USA sowie durch anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen anderer bedeutender Wirtschaftsräume wie Russland und Brasilien aus, während der aufstrebende Markt Asiens, insbesondere Indien, ein solides Wachstum aufwies. Die Eurozone wies eine im Vergleich zum Vorjahres-BIP verringerte Wachstumsrate auf (2015: +2,0 %). Im Jahr 2016 stieg das BIP lediglich um +1,7 %, wobei Deutschland ein leicht erhöhtes Wachstum von +1,7 % (2015: +1,5 %) verzeichnete. Das BIP in Italien ist ebenfalls leicht gestiegen, während Frankreich und Spanien ähnlich wie im Vorjahr stabile Wachstumsraten vorweisen konnten. Die Wachstumsraten osteuropäischer Länder sind im Hinblick auf die solide Entwicklung des Vorjahres abgeschwächt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit-Votums bleiben letztendlich noch unklar, da die zukünftigen institutionellen Vereinbarungen und Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU noch offen sind. Die Wirtschaft in Russland wies Stabilisierungsindikatoren auf, da sich das Land noch immer von zwei Rückschlägen – Ölpreisverfall und Sanktionen – erholen muss, die 2015 zu einem erheblichen Rückgang des BIP um -3,7 % führten. Obwohl sich die Wirtschaft im Jahr 2016 etwas erholen konnte, ist das BIP dennoch im Vergleich zum Vorjahr (2015: -3,7 %) um -0,6 % gesunken. In den USA wuchs die Wirtschaft im Jahr 2016 lediglich um +1,6 % (2015: +2,6 %) aufgrund geringerer Lagerbestände und Investitionen. Das BIP in Japan verringerte sich im Vergleich zu 2015 (1,2 %) mit einer Wachstumsrate von 0,9 %. In China stieg das BIP 2016 um +6,7 % (2015: +6,9 %) und erreicht somit die von chinesischen Behörden gesetzte Zielbandbreite für 2016 von 6,5 - 7,0 Prozent. Das Wachstum stützt sich auf stabilen Konsum sowie auf die weitere Verlagerung des wirtschaftlichen Schwerpunkts von der Fertigungsindustrie hin zur Dienstleistungsgesellschaft. Brasilien kämpft weiterhin mit schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und verzeichnete im Jahr 2016 einen weiteren Rückgang des BIP um -3,5 % (2015: -3,8 %). Indien hingegen wuchs 2016 um +6,6 % und profitierte von wesentlichen Verbesserungen der Handelsbedingungen und dem Wirksamwerden politischer Maßnahmen. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Absatzmärkte Die Leichtfahrzeugproduktion stieg im Jahr 2016 weltweit auf 93,0 Mio. Einheiten, was einem Wachstum von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Produktion weltweit konnte die steigende Nachfrage überwiegend abdecken, während eine Verringerung der Lagerbestände – insbesondere in China – zu verzeichnen war. Aufgrund der generell als höher empfundenen Wirtschafts- und Marktrisiken halten OEMs ihre Lagerbestände streng unter Kontrolle, um auf neue, wenn auch weitgehend unbestimmte Wirtschaftsschocks vorbereitet zu sein, die sie wie im Jahr 2009 treffen könnten. Die weltweiten Leichtfahrzeugabsätze stiegen 2016 weiterhin und wurden durch die temporäre Steuersenkung in China wesentlich angetrieben. Die Absätze erreichten im Gesamtjahr 92,8 Mio. Einheiten, während im Jahr 2015 nur insgesamt 89,2 Mio. Leichtfahrzeuge verkauft wurden. Die Leichtfahrzeugproduktion in der Asien-Pazifik-Region stieg im Jahr 2016 erneut an und erzielte trotz einem wesentlichen Rückgang in Korea (-7,4 %) und Japan (-2,4 %) 48,6 Mio. (ein erhebliches Wachstum von +7,3 %) Einheiten. Das starke Ergebnis wurde hauptsächlich durch den chinesischen Markt angetrieben, der mit 14,9 % ein Wachstum auf 27,2 Mio. Einheiten verzeichnete. Auch die Leichtfahrzeugproduktion in Indien stieg trotz anhaltendem massiven Liquiditätsengpass um 9,7 % an. Der europäische Markt erholte sich mit Ausnahme von Russland weiter von der im Jahr 2013 erreichten Talsohle der Eurokrise. Mit einer Gesamtproduktion von 21,5 Mio. Einheiten im Jahr 2016 ist Europa nicht mehr weit vom Niveau vor 2009 entfernt, was darauf hindeutet, dass sich der Markt, ähnlich wie in den Vereinigten Staaten, fast vollständig erholt hat. In Westeuropa bewegte sich die Nachfrage weiterhin analog zu einem stetigen Wachstum. Die Auswirkungen des Brexit stehen hinsichtlich des erwarteten Nachfragerückgangs in Großbritannien noch aus, da die Leichtfahrzeugproduktion in Großbritannien im Vorjahresvergleich um 9,2 % anstieg, während Frankreich ein Anstieg von 6,9 % mit über 2,0 Mio. Einheiten verzeichnete und Spanien ein Plus von 6,1 % auf 2,8 Mio. Einheiten erzielte. In Nordamerika konnte weiterhin ein stabiles Wachstum erzielt werden, zumal die Nachfrage nach einer stärkeren Bauart als noch vor einem Jahr verlangt wurde und Änderungen im Beschaffungswesen zur Importsubstitution führten. Die jährliche Produktion konnte daher mit 17,9 Mio. Einheiten einen Zuwachs von 2,3 % gegenüber 2015 erzielen. In Südamerika könnte nun der Punkt erreicht sein, ab dem Vorjahresvergleiche wieder positiver ausfallen, da sich die Nachfragebedingungen wieder stabilisieren. Die Produktion erlitt in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Rückgang: im Jahr 2014: 3,8 Mio. Leichtfahrzeuge, 3,1 Mio. im Jahr 2015 und 2,7 Mio. im vergangenen Jahr. Für 2017 wird der Wendepunkt dieses Negativtrends mit ersehnten leichten Verbesserungen der Produktionszahlen erwartet. Beschaffungsmärkte Im Jahr 2016 stiegen die Preise für Rohstoffe, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Zu den wichtigsten Rohstoffen, die Vibracoustic einsetzt, gehören Aluminiumlegierungen, Stahle, Gusseisen, Naturkautschuk und Kunststoffe. Nach einer stabilen Entwicklung in den ersten sechs Monaten stiegen die Aluminiumpreise im zweistelligen Bereich (17 %) aufgrund der höheren Nachfrage des wachsenden Baugewerbes an. Die durchschnittlichen Preise für Stanzteile (Hot Rolled Coil) stiegen um 7 % gegenüber dem stetigen Anstieg Ende 2015. Die Preise für Gusseisen sind hingegen im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 10 % gesunken. Auf die Preise für Naturkautschuk wirkten sich unterjährig Währungseffekte, ein weltweit niedrigeres Konsumverhalten sowie verringerte Produktionskapazitäten aus. Seit dem ersten Quartal 2016 stieg der Preis für technisch spezifiziertes Kautschuk („TSR 20“) stark an – von USD 1,08 auf USD 1,88 pro Kilogramm im Dezember 2016. Bei den Kunststoffen bewegten sich die Preise weiterhin auf dem Vorjahresniveau in Europa. Es wird damit gerechnet, dass Harzlieferanten versuchen könnten, ihre Margen durch eine Verringerung der Produktionskapazitäten und Verknappung von bestimmten Harzen zu erhöhen. Finanzmärkte Aufgrund der weltweiten Präsenz der Vibracoustic-Gruppe wirken sich Währungsschwankungen auf Umsatz und Ergebnis aus. Die Umsatzerlöse der Gruppe sowie die lokale Beschaffung werden überwiegend in EUR und USD erwirtschaftet bzw. abgewickelt. Weitere wichtige Währungen, in denen die Gruppe Geschäfte tätigt, sind CNY, die Indische Rupie („INR“) und der Brasilianische Real („BRL“). Der durchschnittliche Wechselkurs des Euro gegenüber US-Dollar (1.1069 USD/EUR) blieb 2016 nahezu unverändert im Vergleich zum Durchschnittswechselkurs im Jahr 2015 (1.1095 USD/EUR), während der Wechselkurs zum Bilanzstichtag 2016 (1,0541 USD/EUR) knapp 3 % unter dem entsprechenden Kurs im Jahr 2015 lag (1,0887 USD/EUR). Diese geringfügige Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro zum Bilanzstichtag 2016 im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich der Reaktion der internationalen Märkte auf die US-Wahlen im vierten Quartal 2016 und den steigenden USD-Zinssätzen geschuldet. Im Jahr 2016 unterlag der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi Yuan (Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich +5,4 % und +3,7 % zum Bilanzstichtag) hauptsächlich den Auswirkungen der Abschwächung der chinesischen Wirtschaft. Die Volatilität des US-Dollars gegenüber dem Mexikanischen Peso stieg infolge der US-Wahlen im Jahr 2016 drastisch an und führte zu einer starken Abwertung des MXN. Da unsere Unternehmen in Mexiko ihre Geschäfte hauptsächlich in USD tätigen, haben die zuvor beschriebenen Änderungen des Wechselkurses überwiegend positive Auswirkungen auf die Ergebnisse der Gruppe im Jahr 2016. Fremdwährungsrisiken sind für die Gruppe im Allgemeinen nicht wesentlich, da Umsatzerlöse und Beschaffung größtenteils in den entsprechenden Währungen abgewickelt werden. III Finanz- und ErtragslageGesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs 2016 Das Jahr 2016 war erneut ein erfolgreiches Jahr für die Vibracoustic-Gruppe. Mit Steigerung der Umsatzerlöse um +5,4 % gegenüber 2015 konnte der hierfür geplante Anstieg leicht übertroffen werden. Wie im Vorjahr übertraf das Umsatzwachstum zudem das weltweite Wachstum der Leichtfahrzeugproduktion von +4,8 %. Asien verbuchte ein starkes Wachstum, während Europa, der größte Markt der Vibracoustic-Gruppe, und Nordamerika nur moderate Umsatzzuwächse aufwiesen. In der Region Asien/Pazifik überstieg das organische Wachstum von +19,7 % das allgemeine Wachstum der Automobilproduktion in Höhe von +7,3 %. In Nordamerika konnte das allgemeine Automobilwachstum von 2,3 % ebenfalls mit Zuwächsen von 12,5 % übertroffen werden. In Europa lag der Anstieg der Fahrzeugproduktion mit +3,0 % ebenfalls unter dem von der Vibracoustic-Gruppe in Europa erzielten organischen Wachstum von +4,3 %. Die Umsatzentwicklung der Vibracoustic-Gruppe in Brasilien spiegelte die Gesamtentwicklung des Marktes wider. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Fahrzeugproduktion im Jahr 2016 erneut in dieser Region, wobei es unterjährig zu Schwankungen kam. Eine der wichtigsten Steuerungsgrößen der Vibracoustic-Gruppe ist das bereinigte EBIT, das im Geschäftsjahr 2016 wesentlich gesteigert werden konnte. Es beschreibt die nachhaltige Ertragskraft der Vibracoustic-Gruppe anhand der Geschäftstätigkeit, bereinigt um Effekte, die die Vergleichbarkeit zu Vorperioden einschränken. Bei diesen Effekten handelt es sich um nicht wiederkehrende Aufwendungen, insbesondere Restrukturierungskosten und periodenfremde Aufwendungen, die im Geschäftsjahr EUR 17,7 Mio. betrugen. Die im Jahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich im Ganzjahreseffekt positiv auf das bereinigte EBIT aus. Die Deflation der Rohstoffpreise in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres wirkte sich ebenfalls positiv auf die Entwicklung des bereinigten EBIT aus. Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung mit der Prognose Im Geschäftsbericht 2015 skizzierte die Vibracoustic-Gruppe ihre Prognose für ihre wesentlichen Leistungskennzahlen für das Geschäftsjahr 2016: Umsatzerlöse, bereinigtes EBIT, bereinigtes EBITDA, freier Cashflow und Mitarbeiterzahl. Die nachfolgende Tabelle enthält eine Übersicht über die Ist-Ergebnisse von 2015 und 2016 sowie über die erwarteten Ziele für die Berichtsperiode. scroll
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Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten ohne Auszubildende einschließlich Personalleasing Im Berichtsjahr konnte die Gruppe die Prognosen für 2016 durchgängig erfüllen, in einigen Fällen sogar übertreffen. Der Ist-Anstieg der Umsatzerlöse der Gruppe von 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr fiel trotz negativer Währungseffekte höher aus als die Prognose. Bereinigt um Währungseffekte verzeichneten die Umsatzerlöse einen moderaten Zuwachs von 8,0 %. Im Gegensatz zur prognostizierten moderaten Abnahme der Forschungs- und Entwicklungserlöse und prognostizierter leichter Abnahme der Werkzeugerlöse erhöhten sich beide Kennzahlen aufgrund einer stärker als erwartet gestiegenen Kundennachfrage nach Entwicklungsleistungen und Tooling-Projekten. Was das bereinigte EBIT betrifft, erzielte die Gruppe mit einer Zunahme um 18,0 % einen starken Anstieg dieser Kennzahl. Für das bereinigte EBITDA konnte der erwartete moderate Anstieg ebenfalls übertroffen werden und die Kennzahl verzeichnete einen starken Zuwachs von 18.7 %. Dieser Anstieg wurde überwiegend durch Volumensteigerungen und Deflationseffekte bei Rohstoffpreisen begünstigt. Die Prognose eines leichten Anstiegs des freien Cashflows wurde insbesondere aufgrund des unerwartet höheren Jahresergebnisses übertroffen. Die Mitarbeiterzahl hat sich trotz der Erwartung aus 2015, dass diese sich nicht wesentlich ändern würde, aufgrund der gestiegenen Umsätze und des erhöhten Geschäftsumfangs, vor allem in Nordamerika, leicht um 2,1 % erhöht. III.1 Geschäfts- und Ertragslage der Vibracoustic-Gruppe Umsatzerlöse Gegenüber 2015 stiegen die Umsatzerlöse um 5,4 %. Ursächlich für diesen Anstieg waren hauptsächlich höhere Erlöse aus Warenlieferungen, höhere Forschungs- und Entwicklungs- sowie Werkzeugerlöse. Die Umsatzerlöse sind trotz nachteiliger Auswirkung von Währungsumrechnungseffekten gestiegen. Von der Zunahme gegenüber 2015 entfielen +8,0 % auf Effekte aus verstärktem organischem Wachstum und +2,6 % auf Währungseffekte. Umsatzerlöse nach Produktkategorie In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Warenlieferungen, Forschungs- und Entwicklungserlöse und Werkzeugerlöse enthalten. Erlöse aus Warenlieferungen, die den mit Abstand größten Anteil an den Umsatzerlösen ausmachen, stiegen gegenüber 2015 um +4,5 %. Die Forschungs- und Entwicklungserlöse sind mit einem Zuwachs von 23,1 % deutlich gestiegen. Die Werkzeugerlöse sind gegenüber 2015 um 35,1 % gestiegen. scroll
Umsatzerlöse nach Produktionsstandort Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse ist auf organisches Wachstum in Nordamerika, Europa und Asien zurückzuführen. Das organische Wachstum der Erlöse aus Warenlieferungen stieg in Nordamerika auf +12,2 % gegenüber 2015, in Europa stiegen die Warenerlöse im Jahr 2016 um +3,1 % und in Asien um +19,5 %. Das organische Wachstum der Erlöse aus Warenlieferungen der Vibracoustic-Gruppe verzeichnet weltweit einen Zuwachs von +7,3 % gegenüber 2015. Infolge des instabilen und rückläufigen Südamerika-Markts ging die Auslastung der Produktionsstandorte der Gruppe in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr zurück. Umsatzerlöse nach Produktionsstandort scroll
Operatives Ergebnis Die Vibracoustic-Gruppe konnte das bereinigte EBIT, das sich gegenüber 2015 um +18,0 % auf EUR 215,8 Mio. erhöhte (2015: EUR 182,9 Mio.), deutlich steigern. Im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse von +5,4 % erhöhten sich die Umsatzkosten mit einem Anstieg von 3,8 % auf EUR 1.620,0 Mio. (2015: 1.561,0 Mio.). Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg somit um +11,8 % auf EUR 425,9 Mio. (2015: EUR 380,8 Mio.) und die Bruttomarge verbesserte sich im Jahresvergleich von 19,6 % auf 20,8 %. Die Verbesserung der Bruttomarge war überwiegend auf niedrigere Materialeinzelkosten infolge der Beschaffungsproduktivität und Deflationseffekte in Rohstoffmärkten in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres zurückzuführen. Der Anstieg der Gemeinkosten war im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse verhältnismäßig niedrig und trug somit zur höheren Bruttomarge bei. Vertriebs- und Verwaltungskosten sind gegenüber 2015 um 3,9 % gesunken, blieben jedoch bereinigt um Währungsumrechnungseffekte im Vergleich zum Vorjahr stabil. Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um +10,4 %. Der Anstieg der F&E-Kosten resultierte überwiegend aus gestiegenen Forschungs- und Entwicklungserlösen sowie zusätzlichen technischen Ressourcen zur notwendigen Unterstützung neuer und bestehender Projekte und Kundenangebote. scroll
Einmaleffekte bestehen überwiegend aus Aufwendungen in Verbindung mit Umweltrisiken, Restrukturierung sowie Abschreibungseffekten aus Unternehmenserwerben. Im Laufe des Jahres 2015 wurden mehrere Restrukturierungsprojekte in den Produktions- und Entwicklungszentren in Europa abgeschlossen. Finanzergebnis Das Finanzergebnis der Vibracoustic-Gruppe betrug 2016 insgesamt EUR -4,2 Mio. (2015: EUR -3,9 Mio.). Davon sind Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt EUR -7,6 Mio. enthalten, (2015: EUR -8,1 Mio.) die überwiegend auf die Fremdfinanzierungstätigkeit zurückzuführen sind; demgegenüber standen Zinserträge von insgesamt EUR 3,4 Mio. (2015: EUR 4,2 Mio.), die überwiegend auf die zinstragende Anlage überschüssiger liquider Mittel in Form von Geldmarkteinlagenkonten und Anlagekonten zurückgehen. Die Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um EUR 0,5 Mio. gesunken. Die Bruttoverschuldung der Gruppe belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 311,5 Mio. (2015: EUR 402,5 Mio.). Die Verringerung konnte hauptsächlich durch die weitere Zentralisierung der liquiden Mittel mithilfe des Cashpools, grenzüberschreitender Darlehen sowie durch Verwendung überschüssiger liquider Mittel erreicht werden. Darüber hinaus konnten die Fremdkapitalkosten aufgrund negativer zugrundeliegender Referenzzinsätze für den Fremdkapitalanteil mit variablem Zinssatz sowie wesentlich niedrigere Kreditmargen im Rahmen der neuen syndizierten Kreditlinie begrenzt werden. Die Vibracoustic-Gruppe hatte für 2016 keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Geschäftsführung hält ein ausgewogenes Verhältnis von sowohl fest- als auch variabel verzinslichen Fremdverbindlichkeiten für angemessen. III.2 Geschäfts- und Ertragslage der Segmente der Gruppe Segment Chassis scroll
Umsatzerlöse Im Segment Chassis erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber 2015 um EUR 81,1 Mio. Das entspricht einem deutlichen Zuwachs von mehr als +7,8 %. Nach Eliminierung negativer Währungseffekte beträgt das organische Wachstum 11,2 %. Das Wachstum in diesem Segment wurde durch das besonders starke organische Wachstum von 33,0 % in der Produktgruppe Air Springs PV sowie durch das organische Wachstum von 19,9 % der Produktgruppe Air Springs CV angetrieben. Das Wachstum in der Produktgruppe Air Springs PV ist die Folge neu gestarteter Projekte sowohl in Europa als auch in Nordamerika. Das Wachstum der Produktgruppe Air Springs CV wurde durch starke Wachstumsraten in China angekurbelt. Operatives Ergebnis Das bereinigte EBIT für das Segment Chassis stieg auf EUR 133,2 Mio., was einem Zuwachs von 14,9 % gegenüber 2015 entspricht. Ausschlaggebend für den Anstieg des bereinigten EBIT ist hauptsächlich das zuvor beschriebene deutliche Umsatzplus der Produktgruppen Air Springs PV und Air Springs CV. Neben dem leichten Anstieg der Materialeinzelkosten, der auf den veränderten Produktmix zwischen den vier Produktgruppen zurückzuführen ist, hat sich die Gesamtkostenstruktur leicht verbessert. Die Kostenquote der fixen Fertigungsgemeinkosten hat sich aufgrund höherer Umsatzerlöse, die zu einer verbesserten Anlagenauslastung geführt haben, verbessert. Die Verwaltungskosten blieben auf demselben Niveau, während eine Verbesserung der Verwaltungskostenquote erreicht werden konnte. F&E-Kosten erhöhten sich gegenüber 2015 aufgrund gestiegener F&E-Erlöse, der Förderung laufender Entwicklungsprojekte sowie durch die Einführung und den Erwerb neuer Geschäftsbereiche. Segment Powertrain scroll
Umsatzerlöse Im Segment Powertrain erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber 2015 um EUR 23,3 Mio. Das entspricht einem Zuwachs von +2,6 %. Nach Eliminierung negativer Währungseffekte beträgt das organische Wachstum +4,5 %. Während bei der Produktgruppe Engine Mounts ein organisches Wachstum von +11,1 % erzielt wurde, wies die Produktgruppe Isolators and Dampers nur ein schwaches Wachstum auf. Der Erlös der Produktgruppe Torsional Vibration Dampers (TVD) ist um -15 % gesunken, was sich im Wesentlichen auf die Eliminierung margenschwacher Geschäfte in Nordamerika zurückführen lässt. Im Hinblick auf die Regionen ist in Asien ein organisches Wachstum von +17,9 % sowie ein moderates Wachstum von +7,8 % in Nordamerika festzustellen. Operatives Ergebnis Das bereinigte EBIT im Segment Powertrain stieg im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportional an und erreichte eine Steigerung von +15,1 % gegenüber 2015. Das höhere bereinigte EBIT im Geschäftsbereich Powertrain ist auf den deutlichen Anstieg des bereinigten EBIT der Produktgruppe Engine Mounts sowie auf die leichte Erhöhung des bereinigten EBIT der Produktgruppe Isolators and Dampers zurückzuführen. Die Erhöhung des bereinigten EBIT der Produktgruppe Engine Mounts konnte hauptsächlich durch die Umsatzsteigerung und die verhältnismäßig geringe Erhöhung der Herstellungskosten erreicht werden, die aufgrund niedrigerer Materialeinzelkosten und niedrigerer Fertigungsgemeinkosten weniger stark als die Umsatzerlöse anstiegen. Die niedrigere Materialeinzelkostenquote lässt sich auf Maßnahmen im Bereich Beschaffung und Deflationseffekte in Rohstoffmärkten zurückführen. Trotz beträchtlicher Umsatzeinbrüche konnte die Produktgruppe TVD das bereinigte EBIT von 2015 erneut erreichen. Corporate scroll
Ein geringer Anteil der Umsatzerlöse wurde durch Entwicklungserträge sowie externen Umsätzen mit Kautschukmischungen und beschichteten Metallen erzielt. Das bereinigte EBIT resultiert aus den Aufwendungen der Vibracoustic-Gruppe für weltweite betriebliche Support-Funktionen. III.3 Vermögens- und Finanzlage Kurzfassung der Konzernbilanz: scroll
Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 29,7 Mio. auf EUR 667,2 Mio. (Stand Ende 2015: EUR 637,5 Mio.). Die Sachanlagen stiegen um EUR 25,0 Mio., was überwiegend auf den Anstieg der aktivierten Werkzeuge zurückzuführen ist. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte resultierte zudem aus einer Zunahme der immateriellen Vermögenswerte, die sich hauptsächlich aufgrund von Zuführungen zu aktivierten Entwicklungskosten um EUR 7,8 Mio. erhöhten. Kurzfristige Vermögenswerte Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 63,7 % war das Ergebnis höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg des Forderungsvolumens war zu einem wesentlichen Teil auf höhere Erlöse aus Warenlieferungen zurückzuführen, die insbesondere im letzten Quartal des Geschäftsjahrs erwirtschaftet wurden. Das Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vermindert um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) stieg im Vergleich zum Vorjahr und betrug zum Bilanzstichtag EUR 182,9 Mio. (2015: EUR 159,0 Mio.). Langfristige Schulden Die starke Zunahme der langfristigen Schulden ist auf die neue syndizierte Kreditlinie (Syndicated Revolving Credit Facility) zurückzuführen, die bis 2021 läuft. Die Finanzschulden enthalten ebenfalls Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 210,0 Mio. deren Restlaufzeiten 2 Jahre (EUR 47,5 Mio.), 4 Jahre (115,5 Mio.) und 6 Jahre (EUR 47,0 Mio.) betragen. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten erhöhten sich um EUR 29,4 Mio. auf EUR 120,2 Mio. Ursache hierfür war vornehmlich der Ansatz höherer Vorauszahlungen von Kunden für Werkzeuge. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden verringerten sich insbesondere aufgrund der darin enthaltenen Bankverbindlichkeiten, die als Folge der Rückzahlung des alten Syndizierten Kredits in 2016 in Höhe von EUR 190,0 Mio gesunken sind. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Schulden resultiert überwiegend aus der Zunahme der Vorauszahlungen von Kunden für Werkzeuge in Höhe von EUR 17,0 Mio. sowie aus den um EUR 9,6 Mio. erhöhten laufenden Steuerverpflichtungen. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Die Vibracoustic-Gruppe erachtet ein angemessenes Finanzmanagement als integralen Bestandteil ihrer Unternehmensführung. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass ausreichend Liquidität vorhanden ist, um die finanziellen Verbindlichkeiten jederzeit erfüllen und den betrieblichen und strategischen Finanzbedarf decken zu können. Für die Fremdfinanzierung, Innenfinanzierung und das finanzielle Risikomanagement ist zentral die Treasury-Abteilung der Gruppe zuständig, die als Kostenstelle fungiert. Die Gesellschaft plant zur Optimierung ihrer internen Finanzierungsmöglichkeiten, soweit dies steuerlich und gesetzlich zulässig ist, die Einführung eines Systems zur zentralen Bündelung von Barmitteln wie z. B. Cash-Pooling oder bilaterale Darlehensverträge. Die langfristige Fremdfinanzierung umfasst überwiegend klassische Schuldinstrumente des Kapitalmarkts, z. B. syndizierte Darlehen und Schuldscheindarlehen. Weiterhin nimmt die Gruppe gelegentlich kurzfristige Überziehungskredite bei ihren Kernbanken in Anspruch. Die Fremdfinanzierung soll der Gruppe ausreichend operative Flexibilität bieten und gleichzeitig ihre Nettoverschuldung, insbesondere aber die Bruttoverschuldung der Gruppe verringern. Zusätzlich ist die Gruppe an die Vorgaben bezüglich der in den externen Kreditlinien festgelegten Kennzahlenrelationen gebunden. Die Gruppe ist bestrebt, Adressausfall- und Finanzierungsrisiken durch eine ausgewogene Diversifizierung von Finanzierungsinstrumenten und Kreditgebern entgegenzuwirken. Die Gruppe hält liquide Mittel in der Höhe vor, die erforderlich ist, um den Finanzbedarf der nächsten 12 Monate decken und eine angemessene Liquiditätsreserve bereitzustellen. Wesentliche Finanzierungstätigkeit im Jahr 2016 Zum Bilanzstichtag bestehen die wichtigsten Finanzierungsinstrumente der Vibracoustic-Gruppe in einer syndizierten Kreditlinie (Syndicated Revolving Credit Facility, „SRCF“) in Höhe von EUR 350,0 Mio. und im Jahr 2015 begebenen Schuldscheindarlehen im Nennwert von insgesamt EUR 210,0 Mio. mit Fälligkeiten in den Jahren 2018, 2020 und 2022. Die Verträge für die syndizierte Kreditlinie (SRCF) wurden im Jahr 2016 unterzeichnet; hiermit wurde die bisherige Kreditlinie (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility), die ursprünglich eine Laufzeit bis 2017 gehabt hätte, ersetzt. Zum Bilanzstichtag waren EUR 100,0 Mio. der SRCF-Kreditlinie in Anspruch genommen, sodass noch EUR 250,0 Mio. zur Verfügung standen. Darüber hinaus wurden zu diesem Zeitpunkt EUR 1,0 Mio. von EUR 40,0 Mio. im Rahmen der bilateralen Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Im Rahmen der SRCF hat die Vibracoustic-Gruppe insbesondere das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA (sogenannter Verschuldungsgrad) von weniger als +2,75 einzuhalten. Die wichtigsten Ziele, die mit der Emission der Schuldscheine in Höhe von EUR 210 Mio. im Jahr 2015 sowie mit der frühzeitigen Ablösung der bisherigen Kreditlinie (Syndicated Multicurrency Revolving Credit Facility) durch die SRCF-Kreditlinie im Jahr 2016 erreicht wurden, waren vornehmlich die Verlängerung der durchschnittlichen Laufzeit der Fremdfinanzierung, die Umsetzung eines gestaffelten Fälligkeitsprofils, ein ausgewogenes Verhältnis von festen und variablen Zinssätzen für die Fremdfinanzierung, die Verringerung unserer Kreditmargen, in der sich unsere ehrgeizige Zielsetzung für unser Kreditprofil zeigt, sowie die Diversifizierung im Bereich der Finanzierungsinstrumente und Kreditgeber. Der Abschluss des Schuldscheindarlehens erfolgte ohne Festlegung von Kennzahlenrelationen. Neben den zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommenen Mitteln aus Kreditlinien in Höhe von EUR 289,0 Mio. stehen der Vibracoustic-Gruppe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von insgesamt EUR 209,9 Mio. (i. Vj.: EUR 192,9 Mio.) zur Verfügung. Analyse der Kapitalstruktur Finanzschulden Die langfristigen Finanzschulden lagen zum Abschlussstichtag bei insgesamt EUR 310,5 Mio. (2015: EUR 211,2 Mio.) und setzten sich überwiegend aus Schuldscheindarlehen (EUR 210,0 Mio.) mit Restlaufzeiten zwischen 2 und 6 Jahren sowie dem in Anspruch genommenen Teil der SRCF-Kreditlinie (EUR 100,0 Mio.) zusammen. Die verzinslichen Schulden verringerten sich von EUR 402,4 Mio. zum Jahresende 2015 auf EUR 311,5 Mio. zum Bilanzstichtag. Nach Abzug der liquiden Mittel in Höhe von EUR 209,9 Mio. (2015: EUR 192,9 Mio.). betrugen die restlichen Nettofinanzschulden insgesamt EUR 101,6 Mio. (2015: EUR 209,6 Mio.). scroll
Analyse der Investitionsausgaben Die Nettozugänge zum Anlagevermögen beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 118,9 Mio., was einem Rückgang von 6,5 % gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 127,2 Mio. entspricht. Die Ausgaben betrafen im Wesentlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in das Anlagevermögen: EUR 105,9 Mio. der Investitionen entfielen auf die Sachanlagen und EUR 16,6 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Die Abgänge der Technischen Anlagen und Maschinen beliefen sich 2016 auf EUR 8,9 Mio., wobei die Verschrottung von Maschinen mit EUR 4,5 Mio. aufgrund der Optimierung von Produktionslinien in Deutschland und der Tschechischen Republik ein treibender Faktor war. Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen im Wesentlichen Vorauszahlungen (EUR 18,7 Mio.), aktivierte Werkzeuge (EUR 42,6 Mio.), technische Anlagen und Maschinen (EUR 17,2 Mio.) sowie Anlagen im Bau (EUR 21,1 Mio.). Regional betrachtet investierte die Gesellschaft hauptsächlich in Europa, Nordamerika und Asien. Kunden erstatten aktivierte Beträge für Werkzeugbestände. scroll
Liquiditätsanalyse Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2016 EUR 235,3 Mio., ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 24,6 Mio. Das verbesserte Vorsteuerergebnis von EUR 36,5 Mio. trug maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Dank des verbesserten Working Capital Managements, resultierten die Änderungen beim Working Capital zu einem Mittelzufluss von EUR 12,6 Mio., während im Vorjahr ein Mittelzufluss von EUR 16,7 Mio. zu verzeichnen war. Die im Jahr 2016 für Investitionen verwendeten flüssigen Mittel beliefen sich auf insgesamt EUR -123,0 Mio. und lagen mit einem Rückgang von 9,3 % deutlich unter dem Jahreswert von 2015 (EUR -135,6 Mio.). Ursächlich hierfür war die Verschiebung einiger Projekte in das Jahr 2017. Der freie Cashflow nach Investitionen erhöhte sich auf EUR 112,3 Mio., dies entspricht einer Zunahme von 49,5 %. Zum 31. Dezember 2016 bestanden in der Gruppe Investitionsverpflichtungen aus Bestellobligos für Sachanlagen in Höhe von EUR 29,5 Mio. (2015: EUR 11,5 Mio.). Mit EUR -91,5 Mio. lag der Cashoutflow aus der Finanzierungstätigkeit über dem Vorjahreswert (2015: EUR -81,5 Mio.). Der Mittelabfluss resultierte insbesondere aus der Rückzahlung von Finanzschulden in Höhe von EUR 218,3 Mio. und der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von EUR 127,4 Mio. Die vorgenannten Mittelzu- und -abflüsse sowie wechselkursbedingte Änderungen in Höhe von EUR -3,8 Mio. führten zu einem deutlichen Anstieg der flüssigen Mittel um rund 8,9 % von EUR 192,9 Mio. auf EUR 209,9 Mio. Kurzfassung der Konzern-Kapitalflussrechnung scroll
IV MitarbeiterAnzahl der Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte die Vibracoustic-Gruppe insgesamt 9.673 Mitarbeiter ohne Auszubildende und Praktikanten sowie Mitarbeiter im Rahmen des Personalleasings. Dies entspricht einem Anstieg von rund 3,4 % gegenüber den 9.353 im Vorjahr in der Gruppe beschäftigten Mitarbeitern. Entsprechend dem organischen Wachstum in der Region erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter in Europa um 2,1 % auf 5.292 (2015: 5.183). Darüber hinaus spiegelt die Entwicklung die Zuwächse an den osteuropäischen Standorten im Rahmen der Restrukturierung der Fertigungspräsenz in dieser Region wider. In Deutschland beschäftigte die Gesellschaft 1.619 Mitarbeiter (2015: 1.570), was einem Anstieg von 3,1 % entspricht. Entsprechend den gestiegenen Umsätzen stieg die Zahl der Mitarbeiter in Nordamerika um 6,6 % auf 1.789 an (2015: 1.789). Gleichzeitig stieg aufgrund der anhaltenden Erhöhung der Produktionskapazitäten die Zahl der Mitarbeiter in der Region Asien-Pazifik um 11,5 % auf 1.186 Mitarbeiter (2015: 1.064). In Indien wurden die Personalressourcen entsprechend dem veränderten Marktbedarf und aufgrund verbesserter Kapazitätsauslastung und Effizienzsteigerungen von 796 im Jahr 2015 auf 764 im Jahr 2016 reduziert (-4,0 %). Durch Personalleasing, auf das 1.259 Mitarbeiter im Jahr 2016 entfallen, kann die Gruppe flexibel auf Nachfrageverschiebungen in den einzelnen Regionen reagieren. Darüber hinaus beschäftigte die Vibracoustic-Gruppe 105 Auszubildende, die Mehrheit davon in Deutschland im Rahmen der dualen Ausbildung. Folgende Tabelle zeigt die Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente einschließlich Mitarbeitern im Rahmen des Personalleasings) zum 31. Dezember 2016 nach Region: scroll
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Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten ohne Auszubildende einschließlich Personalleasing Fortbildung und berufliche Weiterentwicklung Um die Bedürfnisse ihrer weltweiten Kunden zu erfüllen und das Ziel eines nachhaltigen, profitablen Wachstums zu erreichen, entwickelt die Vibracoustic-Gruppe ihre HR-Strategie gemäß den strategischen Schwerpunkten weiter. Angesichts der steigenden Komplexität der globalen Automobilmärkte, des zugrundeliegenden raschen technologischen Wandels und starken Nachfrageverschiebungen sowie dem weltweiten Trend hin zur alternden Gesellschaft ist für die Gruppe die Gewinnung, Beschäftigung, Bindung und Förderung der richtigen Nachwuchskräfte unerlässlich. Um bei der Suche nach talentierten Mitarbeitern den Wettbewerbern einen Schritt voraus zu sein, optimiert die Vibracoustic-Gruppe ihre Organisation und Abläufe im Personalwesen und legt dabei auf der Grundlage ihrer Unternehmenswerte und entsprechend ihren strategischen Bedürfnissen weltweite Standards in Übereinstimmung mit lokalen Anforderungen fest, mit denen ein einheitlicher Rahmen für die Mitarbeiterentwicklung, Vergütung und alle weiteren Aspekte eines effizienten Mitarbeitermanagements geschaffen wird. Ein entscheidendes Instrument ist das weltweite Talentmanagementsystem, das der Erkennung von Talenten, Fähigkeiten und Entwicklungspotenzial von Mitarbeitern dient. Ausgehend von einer individuellen Beurteilung der Leistung eines Mitarbeiters durch die zuständigen Bereichsleiter werden Nachwuchsbeurteilungen gemäß einem standardisierten weltweiten Beurteilungsprozesses vorgenommen, der sich auch auf die Funktionen und Regionen erstreckt. Im Rahmen einer weltweiten Nachwuchskräftekonferenz werden führende Nachwuchskräfte identifiziert, um Mitarbeiter in ihrer beruflichen Laufbahn zu fördern und die Nachfolgeplanung sicherzustellen, und so den Wettbewerbsvorteil der Gesellschaft zu sichern. Damit Mitarbeiter ihre optimale Leistung abrufen können, setzt die Vibracoustic-Gruppe alles daran, ein Umfeld zu schaffen, das die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung fördert. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft die Vibracoustic Academy ins Leben gerufen, um Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, an Schulungen teilzunehmen, die auf sie zugeschnitten sind und ihrem jeweiligen Kompetenzstand entsprechen. Nach der Einrichtung in Europa und China soll der Akademieansatz auch in weiteren Regionen umgesetzt werden. Die Vibracoustic-Gruppe verpflichtet sich im Bereich der Mitarbeiterförderung gegenüber allen Mitarbeitern zu einem fairen Umgang und zur Chancengleichheit. Die Gesellschaft hält sich in jeder Region, in der sie tätig ist, an die jeweiligen arbeitsrechtlichen Vorschriften und hat sich dazu verpflichtet, weltweit die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) zur Sicherstellung einer nachhaltigen Belegschaft in allen Regionen zu beachten. Als Voraussetzung für zukünftiges Wachstum der Gesellschaft entwickelt Vibracoustic ein umfassendes Leistungsmanagementsystem für alle Hierarchieebenen des Unternehmens. Ziel der Gruppe ist es, die Qualifikation von Mitarbeitern entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen stetig zu verbessern und ihre persönliche Entwicklung so zu fördern, dass sie ihrer unternehmerischen Verantwortung in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich vollständig nachkommen können. V Forschung und EntwicklungStrategische Fokussierung auf Forschung und Entwicklung Gemäß dem erklärten Ziel der Gesellschaft, der weltweit führende Anbieter von innovativen und kosteneffizienten schwingungstechnischen Lösungen für die Automobilindustrie zu sein, legt die Vibracoustic-Gruppe besonderen Wert auf solide Ingenieurskunst und den Aufbau einer Innovationskultur im gesamten Unternehmen. Ziel der Gruppe ist es, ihre OEM-Kunden dabei zu unterstützen, Lösungen für die Herausforderungen des Automobilmarkts zu finden und die Anforderungen der Endkunden an eine höhere Leistung, höheren Komfort und höhere Sicherheit sowie niedrigere Emissionen zu niedrigeren Fahrzeugkosten zu erfüllen. Mit innovativen schwingungstechnischen Lösungen (AVS) leistet die Gruppe einen Beitrag dazu, die anspruchsvollen technologischen Ziele ihrer Kunden zu erfüllen und hilft ihnen dabei, sich von ihren Wettbewerbern abzuheben. Das globale Technik- und Produktionsnetzwerk der Vibracoustic-Gruppe besteht aus 17 Technik- und Produktionsstandorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien in unmittelbarer Nähe zu den Standorten ihrer Kunden. 936 Mitarbeiter sind in den Bereichen Vor-, Material- und Produktentwicklung sowie Prototypenkonstruktion und -prüfung tätig. Sie entwickeln maßgeschneiderte schwingungstechnische Lösungen, die auf die Marktbedürfnisse und lokalen Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind. Ein kompakter Entwicklungszyklus (gesamter Prozess mit allen wichtigen Phasen von der Materialforschung über die Topologieoptimierung, schnelle Prototypenerstellung, Testphase und Fahrzeugsystemanalyse, bis hin zur Simulation und Akustikoptimierung) gewährleistet hohe Qualität und schnelle sowie kostengünstige Ergebnisse. Forschung und Entwicklung im Materialbereich führt zu optimierten Elastomermischungen aus organischen und synthetischen Polymeren, die ein exzellentes Schwingungsverhalten in Pkw und Nutzfahrzeugen ermöglichen. Insbesondere bei Gummi, das in der Schwingungstechnologie unverzichtbar ist, entwickelt Vibracoustic umweltfreundliche Formeln, die hohen thermischen Belastungen standhalten können. Zudem ermöglicht der Austausch von Gummi durch Silikone, dass Motorlager in Motoren mit Turbolader hohen thermischen Belastungen standhalten können, und sorgen so dafür, dass die Kunden der Gruppe verbrauchsoptimierte Antriebsstrangkonzepte anbieten können. Neben Werkstoff-Know-how ist Systemkompetenz ein entscheidender Vorteil von Vibracoustic im AVS-Markt. Mit modernster Systemanalysesoftware und Prüfständen untersuchen die Ingenieure bei Vibracoustic regelmäßig das Schwingungsverhalten einzelner Bauteile und ihre Wirkung auf das gesamte Fahrzeug. Dies ermöglicht Prognosen zur Leistung jedes Bauteils über seine Lebensdauer hinweg und die Erkennung und Beseitigung von Vibrationen – noch bevor sie auftreten. Dadurch unterstützen sie Kunden bei der Schaffung eines optimierten Schwingungsverhaltens im Fahrzeug. Der Fokus der technischen Entwicklung und Produktion liegt bei Vibracoustic darin, Kunden innovative Lösungen mit bestmöglichem Nutzen zu bieten, indem bestehende Produkte stetig optimiert und an neuen Lösungen für aktuelle oder sogar zukünftige Kundenbedürfnisse geforscht wird. Hierzu gehört die stetige Optimierung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen. In einem späteren Stadium des Entwicklungsprozesses werden umfassende Wertanalysen mit dem Ziel durchgeführt, Kosten zu senken und die Funktionsfähigkeit zu erhöhen. Dies ist ein weiterer entscheidender Schritt vor dem Produktionsstart, mit Auswirkungen auf Investitionen in Werkzeuge oder sonstige Ausstattung. Eckdaten Forschung & Entwicklung Um auch weiterhin kundenorientierte innovative Lösungen zu entwickeln und die führende Marktstellung der Gruppe im Bereich der Schwingungstechnik zu stützen, investierte die Vibracoustic-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,0 % ihrer Umsatzerlöse in die Forschung & Entwicklung (2015: 5,7 %). Die Kunden der Gruppe trugen nahezu 45 % dieser Ausgaben. scroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Entwicklungskosten für begonnene Projekte mit Kunden in Höhe von EUR 13,0 Mio. (2015: EUR 8,3 Mio.) aktiviert. Entwicklungskosten in Höhe von EUR 2,8 Mio. (2015: EUR 0,9 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2016 aufwandswirksam erfasst. Höhepunkte im Bereich Forschung und Entwicklung im Jahr 2016 Zu den Produkt-Highlights, die 2016 in die Produktion gingen, gehörte eine neue Entkopplungslösung, die eine verbesserte Geräuschisolierung und Dämpfung von Drehmomentspitzen bietet. Die Lösung harmonisiert weiterhin den Drehmomentaufbau und gleicht Axialversatz und Knickwinkel aus. Die NRG-Disc (New Rubber Generation Disc), einer fadenarmierten Gelenkscheibe, wird an der Kardanwelle eingesetzt und lässt sich ohne Bauraumänderungen individuell je nach Kundenanforderung einstellen. Die Scheibe hält zudem höchsten Drehmomenten stand und hat eine längere Lebensdauer im Vergleich zu derzeit erhältlichen Serienlösungen unserer Wettbewerber. Die Vibracoustic-Gruppe trieb darüber hinaus die Entwicklung der nächsten Generation entkoppelter Riemenscheiben voran, mit der die Kombination der bewährten exzellenten Isolationseigenschaft von Gummiisolatoren mit zusätzlicher Freilauffunktion gelungen ist. Mit der neuen Freilauf-Entkoppelten Riemenscheibe (FERS) wird eine deutliche Verringerung hoher Riemenspannung und Reibungskräfte erreicht, die zu Spriteinsparungen führt. Bei kraftstoffeffizienten Start-Stopp-Systemen eliminiert die neue entkoppelte Riemenscheibe die Folgen des ständigen Ein- und Ausschaltens des Motors und ermöglicht weitere Spriteinsparung und geringeren CO2-Ausstoß durch den zusätzlichen Freilauf. Seit neuestem hat Vibracoustic ebenfalls mit der Entwicklung und Produktion von Visco-Torsionsschwingungsdämpfern (TVDs) begonnen. Diese TVD-Dämpfer minimieren Drehschwingungen des Kurbeltriebs mithilfe der Dämpfungseigenschaften von hochviskosem Silikonöl, welches in einen angelegten Spaltraum zwischen Gehäuseteil und Schwungring gefüllt wird. Im Gegensatz zu einem Elastomer-Torsionsschwingungsdämpfer erreichen die TVDs eine Dämpfung von Drehschwingungen in einem großen Frequenzbereich und damit eine hervorragende Leistungsfähigkeit. Mit diesem Produkt reagiert Vibracoustic auch auf den aktuellen Downsizing-Trend der Automobilindustrie. Aufgrund des Trends hin zur Verkleinerung von Motoren und der damit verbundenen höheren Leistungsdichte, kommt es im Kurbeltrieb zu höheren zyklischen Unregelmäßigkeiten. Diese Entwicklung wird zudem durch dünnere und reibungsoptimierte Leichtbau-Kurbelwellen verschärft, wodurch zunehmend leistungsfähigere TVDs erforderlich werden. Des Weiteren laufen Innovationsprojekte zu NVH-Anwendungen (NVH = Noise, Vibration, Harshness) für elektrische Fahrzeuge (bei leiseren Fahrzeugen ist eine stärkere Dämmung verbleibender Geräusche notwendig), zu Kraftstoffeinsparung, höherem Fahrkomfort, Optimierung der Produktionsverfahren und zu Kostensenkungen. VI NachhaltigkeitNachhaltigkeit ist innerhalb der Vibracoustic-Gruppe ein wesentlicher Faktor für profitables Wachstum und daher ein wichtiger Teil der Geschäftsstrategie der Gruppe. Sie spiegelt sich in den Kernwerten der Gesellschaft wider, die Umweltverantwortung und Integrität zu fördern, und alle Mitarbeiter zu Verhaltensweisen zu bewegen, die der Erfüllung dieser Zielsetzungen dienen. Die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Vibracoustic-Gruppe nehmen ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Gesellschaft und Umwelt sehr ernst. Die Gruppe nimmt die höheren Herausforderungen der zukünftigen unternehmerischen Verantwortung an und wird ihr gesamtes derzeitiges und künftiges Potenzial für den Schutz der Umwelt, der Gesundheit und Sicherheit aller Interessensgruppen sowie für die Einhaltung globaler Umweltstandards einsetzen. In der Produktentwicklung finden Umweltaspekte bereits heute Berücksichtigung, beispielsweise durch die Verringerung von Emissionen durch das Endprodukt. Mit Leichtbauweise, dem Austausch von Werkstoffen und weiteren Maßnahmen, die zu umweltfreundlicheren Produkten beitragen, unterstützt die Gesellschaft ihre Kunden bei der Verwirklichung nachhaltiger Mobilität in allen Regionen der Welt. Fertigungsaufbau und -prozesse sind so konzipiert, dass unnötiger Ressourcen- und Energieverbrauch vermieden werden, mit besonderem Fokus auf der Minimierung von Umweltrisiken. Alle weltweiten Standorte der Vibracoustic-Gruppe sind nach ISO 14001 zertifiziert. Die Produktionsstandorte der Gruppe müssen globale Verfahren in den Bereichen Sicherheit, Umweltverantwortung und Energiemanagement nach den Standards ISO 14001, OHSAS 18001, und ISO 50001 einhalten. Diese werden an den Standorten mittels internen Prüfungen regelmäßig überwacht. Zielsetzung der Gesellschaft ist es, in allen Betrieben die CO²-Bilanz zu verbessern. Um Fortschritte beim Energieverbrauch und der Reduzierung von Emissionen und Abfällen nachverfolgen zu können, hat die Vibracoustic-Gruppe ein System von Kennzahlen eingerichtet, die einer jährlichen Bewertung unterzogen werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der individuelle Energieverbrauch um 1,8 % gesenkt werden. Im gleichen Zeitraum verringerten sich unter Berücksichtigung gestiegener Umsatzerlöse die CO²-Emissionen auf Monatsbasis um 5,4 %. Durch die kontinuierliche Optimierung des Vulkanisierungsprozesses sowie verbessertes Werkzeugdesign, bei dem weniger Grate anfallen, konnten die Gummiabfälle gegenüber 2015 monatlich um 7,2 % gesenkt werden. Neben dem Einsatz für Umweltschutz legt die Vibracoustic-Gruppe besonderen Wert auf die Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern und anderen Interessensgruppen. Durch regelmäßige Informationskampagnen, Arbeitsplatzbewertungen und Optimierungen konnte die Zahl der Unfälle mit Ausfalltagen um 1,0 % im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Um dafür zu sorgen, dass die Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Partnern stets den höchsten ethischen, gesetzlichen und beruflichen Grundsätzen entsprechen, hat die Gesellschaft einen für alle Mitarbeiter verbindlichen Verhaltenskodex eingeführt. Gleichzeitig wird ein weltweites Compliance-Management-System eingerichtet, bei dem der Chief Compliance Officer ein Netzwerk aus regionalen Verantwortlichen koordiniert, um die Umsetzung voranzutreiben. Neben dem Verhaltenskodex enthalten eine Reihe von Compliance-Richtlinien Hinweise für Mitarbeiter zur Verhütung von Korruption, Preisabsprachen, Betrug und sonstigen ungesetzlichen oder unethischen Verhaltensweisen. In mehreren Regionen werden die internen Schulungsmaßnahmen verstärkt, um die Einhaltung der Compliance-Richtlinien der Gruppe zu fördern, den Blick für diese zu schärfen und ein höheres Bewusstsein für die jeweiligen potenziellen Risiken zu schaffen. Darüber hinaus wurde im Jahr 2016 das neue online-Trainingstool „e-Academy“ eingeführt. Anhand von allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie Standards für Verträge und Verarbeitungsrichtlinien verpflichtet die Gesellschaft ihre Lieferanten und Geschäftspartner zu den von ihrem Verhaltenskodex vorgesehenen Verhaltensweisen im Geschäftsverkehr und überwacht die Einhaltung dieser Regelungen im Rahmen regelmäßiger Prüfungen. Die Gesellschaft ermutigt ihre Mitarbeiter dazu, sich in Sozial-, Bildungs- oder Umweltprojekten vor Ort zu engagieren. Regelmäßige Berichte im Intranet der Vibracoustic-Gruppe zu Tätigkeiten wie z. B. die Umweltwoche am Standort in Lerma, Mexiko, fördern die Motivation der Mitarbeiter, sich in Projekten der sozialen Verantwortung einzubringen. VII NachtragsberichtVibracoustic ist in einem schwierigen Marktumfeld tätig, welches durch einen stets hohen Wettbewerb, hohen Preisdruck, ein eher rückläufiges Wachstum in Europa sowie einen Zuwachs unserer Kunden in anderen Regionen geprägt ist. Aus diesem Grund hat die Gruppe für ihre Produktions- und Entwicklungsstandorte in Europa, für ihre Kostenstruktur sowie für die Aufstellung ihres globalen Netzwerks kontinuierliche und genaue Analysen eingerichtet, um die Wettbewerbsfähigkeit in angemessener Weise sicherzustellen. In diesem Zusammenhang wurden Anfang 2017 mehrere Initiativen zur Straffung des Produktionsnetzwerks in Europa angekündigt. Im Rahmen dieser Initiativen und nach genauer Abwägung sämtlicher Optionen wurde die Schließung des deutschen Standorts Breuberg beschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter wurden über diese Entscheidung am 19. Januar 2017 in Kenntnis gesetzt. Von der geplanten Schließung sind derzeit 176 Produktionsmitarbeiter betroffen. Von den 64 Mitarbeitern in den Bereichen IT, Materialentwicklung und Verwaltung werden die meisten zum nahegelegenen Standort Weinheim versetzt. Im Januar 2017 wurde ein Teil der syndizierten Kreditlinie (EUR 50,0 Mio) zurückgezahlt und ein Kredit vom Gesellschafter Externa Handels- und Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von EUR 40,0 Mio aufgenommen. VIII PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen³ Für 2017 wird ein Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts von +3,4 % prognostiziert. Dies ist insbesondere auf die Schwellenländer zurückzuführen sowie auf das moderate Wachstum der Industrieländer, welches überwiegend durch die konjunkturelle Erholung der USA und Kanada vorangetrieben wurde. Für das BIP der Europäischen Union wird für 2017 ein Wachstum von +1,6 % prognostiziert, jedoch mit etwas geringerem Tempo als im Vorjahr. Einer der Gründe hierfür ist die langsamere Entwicklung in Großbritannien, die im Jahr 2016 einen Zuwachs von +2,0 % verzeichnete, im Jahr 2017 jedoch aufgrund der noch ungewissen Nachwirkungen des Brexit lediglich mit 1,5 % prognostiziert wird. Für die US-Wirtschaft wird 2017 ein Wachstum von +2,3 % erwartet, da die negativen Auswirkungen der niedrigeren Energiepreise und die vorherige Aufwertung des US-Dollars nachlassen. In dieser Schätzung sind die von Präsident Donald Trump angekündigten Großinvestitionen in die Infrastruktur nicht berücksichtigt. Für China wird aufgrund fehlender Wachstumsimpulse eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums von +6,5 % im Jahr 2017 erwartet (2016: 6,7 %). In anderen Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens werden weiterhin stabile Wachstumsraten prognostiziert. Das BIP in Indien wird mit einer Wachstumsprognose für 2017 von +7,2 % nach wie vor das schnellste Tempo unter den größten Volkswirtschaften vorlegen. Branchenspezifische Märkte4 In Europa wird 2017 ein Zuwachs von +1,6 % in der Leichtfahrzeugproduktion erwartet, wenn auch mit geringerem Tempo als im Jahr 2016. Das Brexit-Votum und die relativ schwache Nachfrage in Russland gelten als potenzielle Risikofaktoren, die eine verringerte Leichtfahrzeugproduktion in Europa zur Folge haben könnten. In der Asien-Pazifik-Region wird eine Nachfragesteigerung nach Leichtfahrzeugen sowie ein entsprechender Zuwachs der Leichtfahrzeugproduktion von 2,2 % erwartet. Darüber hinaus wird eine höhere Binnennachfrage in China und Indien prognostiziert. Für den Binnenmarkt in Japan, dem zweitgrößtem Markt der Region, wird ein im Vergleich zu 2016 weiterhin stabiles hohes Niveau prognostiziert. Während für die Absatzzahlen von Leichtfahrzeugen in Nordamerika ein Plus von 1,5 % im Jahr 2017 erwartet wird, soll die Nachfrage in Südamerika stärker ansteigen und in einem Produktionsanstieg von 2,2 % resultieren. Auf der Basis der derzeitigen Konjunkturaussichten und mit Blick auf das weltweit steigende Marktvolumen geht die Gruppe für 2017 von einer Zunahme der Automobilproduktion von ca. 2,3 % gegenüber dem Vorjahr aus. Ausblick Geschäfts- und Finanzlage scroll
Die Gesellschaft plant, die Umsatzerlöse der Vibracoustic-Gruppe durch leichtes organisches Wachstum bei Erlösen aus Warenlieferungen zu steigern. Im Segment Powertrain rechnet die Gesellschaft damit, dass die Umsatzentwicklung überwiegend stabil bleibt. Im Segment Chassis strebt die Gesellschaft jedoch eine Entwicklung über dem Marktniveau an, die insbesondere von höheren Umsätzen mit Luftfedern für Pkw im Anschluss an neue Projektstarts in Nordamerika und Europa getragen werden. Im Hinblick auf das bereinigte EBIT und das bereinigte EBITDA erwartet die Vibracoustic-Gruppe, nach einem außergewöhnlich hohen Anstieg im vierten Quartal 2016, für 2017 einen leichten Rückgang. Vertriebs- und Verwaltungskosten sollen 2017 stabil bleiben, allerdings plant die Vibracoustic-Gruppe für 2017 angesichts ihres hohen Innovationsanspruchs mit zusätzlichen Kosten für Forschung und Entwicklung, um zukünftiges Wachstum sowie Projekte in den Bereichen Neuentwicklungen und Innovationen zu fördern. Zudem erwartet die Gesellschaft für 2017 eine starke Abnahme des freien Cashflows der Gruppe aufgrund von Restrukturierungsprojekten, deren Beginn im Jahr 2017 geplant ist. Hierzu wird auf den Abschnitt „Nachtragsbericht“ verwiesen. Die Vibracoustic-Gruppe beabsichtigt, die Ziele für das Jahr 2017 für Umsatzerlöse, Adjusted EBIT, Adjusted EBITDA und Cash Flow durch eine kontinuierliche Optimierung der Kostenstruktur bei den Fertigungskosten und durch Überkompensation ungünstiger Entwicklungen im Bereich der Materialquote, die auf die Veränderung des Produktmixes zurückzuführen sind, mit Produktivitätssteigerungen im Einkauf zu unterstützen. Es ist damit zu rechnen, dass die Lohneinzelkosten und variablen Fertigungsgemeinkosten 2017 aufgrund positiver Effekte aus Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland, Ungarn, Schweden, Spanien und Frankreich leicht zurückgehen. Gesamturteil zur Geschäftsprognose Die Umsatzerlöse steigen im Jahresvergleich voraussichtlich leicht, was in erster Linie auf neue Projekte im Segment Chassis in den Produktgruppen Chassis Mounts, Air Springs PV und Air Springs CV zurückzuführen ist. Es wird eine stabile Rohstoffentwicklung ohne wesentliche Änderungen der Rohstoffpreise erwartet. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die anhaltenden Bemühungen, die Produktivität im Einkauf zu steigern, günstig auf Vibracoustic auswirken. Die Ganzjahreseffekte aus Restrukturierungsprojekten werden im Laufe des Jahres 2017 zu einem niedrigeren freien Cashflow führen. Es wird damit gerechnet, dass Verwaltungs- und Vertriebskosten gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben. Es wird jedoch ein Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten erwartet, da verstärkt die Entwicklung von Innovationen und die Kundenpflege, zwei zentrale Werte von Vibracoustic, gefördert werden sollen. IX Chancen- und RisikoberichtIm Mittelpunkt der Chancen- und Risikopolitik der Vibracoustic-Gruppe stehen die nachhaltige Bestandssicherung und die Steigerung des Unternehmenswertes der Gruppe. Um die Geschäftsziele zu erreichen, ist es für die Gesellschaft von entscheidender Bedeutung, Chancen frühzeitig und erfolgreich zu erkennen, um die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu erkennen, angemessen zu bewerten und in geeigneter Weise auf sie zu reagieren. Daher ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung der Vibracoustic-Gruppe, auf Ebene der Gruppe, der Segmente und der einzelnen Funktionsbereiche. Es ist Bestandteil des operativen Tagesgeschäfts. Chancen und Risiken werden bei der Vibracoustic-Gruppe derzeit wie folgt definiert: ▪ Chancen sind mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu positiven Abweichungen von den Prognosen oder Zielsetzungen der Gesellschaft führen könnten. ▪ Risiken sind mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu negativen Abweichungen von den Prognosen oder Zielsetzungen der Gesellschaft führen könnten. Chancenbericht Das dynamische Marktumfeld der Automobilbranche eröffnet ständig neue Chancen für das operative Geschäft der Vibracoustic-Gruppe. Die systematische Erkennung, Bewertung und Nutzung dieser Chancen sind zentrale Bestandteile der Geschäftsstrategie der Gruppe. Das Chancenmanagement umfasst insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Management der Segmente, Regionen und Funktionen und besteht aus der Erkennung von Chancen durch die weltweite Suche nach attraktiven Akquisitionszielen, regelmäßigen Unternehmensbewertungen, Prognosen, der jährlichen Geschäftsplanung, Zielvereinbarungen und strategischer Planungsprozesse. Chancen der neuen globalen Organisationsstruktur Im Jahr 2016 wurde eine Änderung der Organisationsstruktur in der gesamten Vibracoustic-Gruppe durchgeführt. Das wichtigste Ziel dieses Projekts war die Optimierung der globalen Kundenorientierung sowie eine Verringerung der organisatorischen Komplexität. Das Geschäft der Vibracoustic-Gruppe gliedert sich in zwei Segmente: Chassis und Powertrain. Die Segmente sind nun funktional in folgende Bereiche untergliedert: Global arbeitende Application-Teams, Product Engineering, Process Engineering sowie Program Management. Die Vertriebsstruktur ist nach einem globalen Großkundenkonzept ausgelegt und die Konzernfunktionen bieten die notwendige funktionelle Unterstützung und sind gleichzeitig auf die Struktur der Segmente ausgerichtet. Mit dieser neuen Organisationstruktur ergibt sich dank klarer Verantwortlichkeiten, verbesserter Programmausführung und schnellerer Entscheidungsfindung eine höhere organisatorische Effizienz, wodurch es Vibracoustic möglich ist, besser auf Kundenbedürfnisse einzugehen und gleichzeitig die unternehmensweite Strategie „Wachstum und Effizienz steigern“ zu unterstützen. Chancen durch Akquisitionen Wir haben unseren Anteil am Joint Venture Vibracoustic CV Air Springs auf 65,067 Prozent erhöht. 2016 ergriff Vibracoustic CV Air Springs mehrere erfolgreiche Verbesserungsmaßnahmen. Die wichtigste Maßnahme war die Verlagerung der früheren ungarischen Produktionsstätte zum türkischen Werk in Bursa, wodurch ebenfalls Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen erforderlich wurden. Die erhöhte Anteilsquote des JV ermöglicht es uns, diese mit der gesamten VC-Strategie in Einklang zu bringen und lässt uns das Geschäftspotenzial von CV Air Springs effektiver ausschöpfen. Chancen durch Forschung- und Entwicklung Die wesentliche Herausforderung der Automobilindustrie ist die Emissionsreduktion zu niedrigeren Kosten pro Fahrzeug bei gleichzeitiger Erhöhung der Leistung, des Komforts und der Sicherheit. Die Vibracoustic-Gruppe verfügt über ein globales Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk mit weltweit 17 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in unmittelbarer Nähe der Standorte zu ihren Kunden. Solide Ingenieurskunst, ein kompakter Entwicklungszyklus und unsere Kundennähe ermöglichen es uns, schnell neue Lösungen zu finden oder sogar zukünftige Kundenbedürfnisse zu prognostizieren. Aufgrund unserer Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen im Materialbereich profitieren wir vom Einsatz optimierter Elastomermischungen aus organischen und synthetischen Polymeren, die ein exzellentes Schwingungsverhalten in Pkw und Nutzfahrzeugen ermöglichen. Neben unserem Werkstoff-Know-how ist die Systemkompetenz unter Anwendung einer ausgereiften Systemanalyse-Software und Prüfständen ein wesentlicher Vorteil, der es der Gruppe ermöglicht, innovative schwingungstechnische Lösungen anbieten zu können, die dazu beitragen, dass unsere Kunden ihre anspruchsvollen technologischen Ziele erreichen und sich mit ihren Produkten von den Wettbewerbern abheben. Risikobericht Die Vibracoustic-Gruppe hat ein umfassendes und weltweit einheitliches Risikomanagementsystem eingerichtet, in das die Segmente, die Regionen, alle operativen Einheiten und die zentralen Funktionen eingebunden sind. Die globale Risikosteuerung in der Gruppe erfolgt durch unterschiedliche Instrumente und Prozesse. Schwerpunkte hierbei sind die strategische Unternehmensplanung, Finanzpläne und Prognoserechnungen, das interne Berichtswesen sowie eine systematische Risikoinventur. Die Richtlinien zu globalen Geschäftsprozessen, zum globalen Compliance-Management-System und zur internen Revision ergänzen die von der Geschäftsführung der Gesellschaft festgelegten Maßnahmen zur laufenden Prüfung und Steuerung der Risikoposition der Gruppe. Hierdurch kann die Gruppe Gegenmaßnahmen zur Vermeidung, Minimierung oder – sofern nötig und wirtschaftlich vertretbar – Übertragung von Risiken an Dritte ergreifen, beispielsweise durch den Abschluss einer Versicherung. Die Geschäftsleitung bewertet die Gesamtrisikosituation und berichtet hierzu regelmäßig an den Aufsichtsrat. Die Verantwortung für die Risikoinventur ist in der Zentralfunktion Risk Management & Internal Control angesiedelt. Die Risikoinventur erfolgt halbjährlich und hat eine transparente, strukturierte und konsequente Risikoerkennung, -beurteilung und -überwachung sowie Erarbeitung von Maßnahmen zum Ziel. Die Erkennung, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie die Umsetzung von Maßnahmen erfolgt grundsätzlich durch den zuständigen Risikobeauftragten auf Ebene der Regionen, Segmente, Standorte oder Unternehmensfunktionen. Zudem steht eine unterjährige Ad-hoc-Berichterstattung zur Verfügung, sofern wesentliche neue Risiken abweichend von Berichtszeitpunkten auftreten. Die Risikoerkennung erfolgt anhand eines geeigneten Risikouniversums. Risiken werden anhand der Kriterien Brutto- oder möglicher Nettoverlust sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Bruttoschadenshöhe (d. h. vor dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen) und die Nettoschadenshöhe (d. h. nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen) werden in der Regel auf das EBIT bezogen und ergeben sich mengenmäßig aus der Differenz zwischen dem möglichen EBIT-Verlust und dem geplanten EBIT eines Jahres, wenn ein bestimmtes Risiko abzusehen ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bezeichnet die Möglichkeit, dass ein bestehendes Risiko im Planungszeitraum (maximal innerhalb von drei Jahren) eintritt. Hinzu kommen verbale Beschreibungen zu den Risiken selbst sowie zu den bereits existierenden bzw. beabsichtigten Gegenmaßnahmen. Die Vibracoustic-Gruppe ermittelt wesentliche Risiken, die am ehesten einen bestandsgefährdenden Charakter für die Vibracoustic-Gruppe haben, durch eine Klassifizierung der gemeldeten Risiken auf Grundlage der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere der finanziellen Folgen. Es wird unterschieden zwischen niedrigen (grün), mittleren (gelb) und hohen (rot) Risiken. Entsprechend der Risiko-Methodik der Gruppe werden nur die hohen Risiken als wesentlich eingestuft. Risiken mit einer möglichen Auswirkung, die den Schwellenwert von EUR 1 Mio. unterschreiten, werden als unerheblich eingestuft. Die Skalierung ist in der nachfolgenden Matrix abgebildet. ![]() Auf der Grundlage der oben dargestellten Klassifizierung von Risiken und unter Berücksichtigung möglicher Aggregationen über alle Risiken hinweg bestehen für die Vibracoustic-Gruppe zurzeit zwei wesentliche (hohe) Risiken: Marktrisiken und Inflationsrisiken bei Materialpreisen. Allerdings besteht bei keinen der festgestellten Risiken die Gefahr einer Bestandsgefährdung der Vibracoustic-Gruppe. Marktrisiken Da die Automobilnachfrage weitgehend den gesamtwirtschaftlichen Bedingungen unterliegt, kann ein deutlicher Abschwung im Automobilmarkt oder lediglich in strategisch wichtigen regionalen Märkten für uns, als globalen Zulieferer der Automobilindustrie, erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ergebnislage von Vibracoustic nach sich ziehen. Da der weitaus größte Teil der Umsatzerlöse von Vibracoustic mit Erstausrüstern (OEM) oder anderen Zulieferern von OEM erwirtschaftet wird, hängt die Nachfrage nach unseren schwingungstechnischen Lösungen sehr stark vom Gesamtvolumen der Fahrzeugproduktion und der Nachfrage nach Automobilprodukten im Automobil-Endmarkt ab, die wiederum größtenteils der Entwicklung der Weltwirtschaft und der regionalen Wirtschaft unterliegen. Es gibt mehrere Faktoren, die zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und damit zu einem starken Auftragsrückgang in der Automobilbranche führen könnten, was sowohl die Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft als auch die Ertragslage der Vibracoustic-Gruppe beeinträchtigen könnte. Wir generieren einen wesentlichen Teil unserer Umsätze in Europa und Nordamerika, daher würde sich insbesondere ein konjunktureller Abschwung in diesen Regionen negativ auf uns auswirken. Der britische Volksentscheid zum Austritt aus der EU wirft Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Europäischen Währungsunion und ihrer Einheitswährung auf. Der Austritt eines oder mehrerer Länder aus der Eurozone könnte zu einer höheren Unsicherheit der Konsumenten führen. Daraus könnte sich eine Abnahme des privaten Konsums mit erheblichen negativen Folgen für unsere Kunden ergeben, was sich mithin auch indirekt auf unser Geschäft auswirken würde. Die Umsätze auf dem Automobilmarkt Nordamerikas haben im Vergleich zu Europa ein hohes Niveau erreicht und könnten daher stark einbrechen, sofern die Binnennachfrage infolge ungünstiger wirtschaftlicher und finanzieller Verhältnisse nachlässt. In diesem Zusammenhang stellen die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen im November 2016 und die damit verbundene Ungewissheit hinsichtlich der amerikanischen Wirtschaft sowie eine potentiell stärker an protektionistischen Maßnahmen orientierte Politik, Risiken für die lokale und globale Wirtschaft dar. Das unerwartet langsame Wachstum in bestimmten Regionen der Welt zeigt, dass es keine Garantie für zukünftig günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen gibt, und dass die Möglichkeit eines erneuten globalen wirtschaftlichen Abschwungs der weltweiten Automobilmärkte besteht. Die Vibracoustic-Gruppe wirkt einem potenziellen Abschwung der globalen Automobilindustrie mit strategischen Initiativen entgegen. Neben weiteren Initiativen ist die Kostenführerschaft ein wichtiges Instrument, um auf mögliche negative Marktbewegungen reagieren zu können. Wir führen kontinuierlich Maßnahmen durch, um unsere Kapazitäten an die Nachfrageveränderung seitens der Automobilhersteller anzupassen. Gleichzeitig streben wir stets Materialkostensenkungen seitens der Zulieferer an und konzentrieren uns auf ein konsequentes Management bezüglich indirekter Kosten. Sollte die derzeit zu beobachtende stabile Konjunktur auf den Automobilmärkten nicht nachhaltig sein, könnten zur Erhöhung der Effizienz zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, die die Ertrags- und Finanzlage der Gruppe belasten würden. Inflationsrisiken bei Materialpreisen Materialkosten sind der größte Kostenblock innerhalb der Vibracoustic-Gruppe. Seit dem vierten Quartal 2016 hat sich der Trend in der Entwicklung der Materialpreise umgekehrt. Daher ist die Inflation der Rohstoffpreise für Stahl, Aluminium und Kautschuk für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung. Vereinzelt handelt Vibracoustic Preisanpassungsklauseln mit seinen Kunden aus. Hierdurch kann die Gesellschaft vorgelagerte Rohstoffpreissteigerungen, die die Kostenschätzungen übersteigen, an ihre Kunden weitergeben. Könnte sie diese Klauseln nicht im Voraus aushandeln, würde die Gesellschaft das Risiko tragen, höhere Bezugspreise nicht vollständig oder nur verzögert weitergeben zu können. Da Preisanpassungsklauseln bis zu einem gewissen Grad Bestandteil der Verträge mit unseren Rohstofflieferanten sind, befinden wir uns in der unausweichlichen Lage, dass Preisanpassungen seitens der Zulieferer nicht durch Anpassungen auf Kundenseite ausgeglichen werden können. Vibracoustic analysiert solche vertraglichen Ungleichgewichte gründlich und versucht diesbezüglich potenzielle Lücken zu schließen. Zur frühzeitigen Erkennung ungünstiger Entwicklungen und um umgehend darauf reagieren zu können, erfolgt durch die Vibracoustic-Gruppe eine laufende Überwachung der Beschaffungsmärkte. Je nach absehbaren Entwicklungen handelt die Gesellschaft mit Rohstofflieferanten Verträge mit Festpreisen von bis zu 12 Monaten aus. Für die Gruppe bestehen derzeit die folgenden mittleren Risiken: Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken Als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie unterliegt die Gruppe grundsätzlich Produkthaftpflicht- und Gewährleistungsrisiken. Die Lieferung von Bauteilen außerhalb der Produktspezifikation kann einen Austausch der fehlerhaften Teile oder in sicherheitskritischen Fällen den Rückruf von Fahrzeugen, in denen diese nicht normgerechten Teile eingebaut sind, zur Folge haben. Gewährleistungsverpflichtungen und in stärkerem Maße Rückrufaktionen sind mit jeweils beträchtlichen Kosten und Schadensersatzansprüchen von Kunden der Gesellschaft verbunden. Zur Minimierung dieser Risiken hat die Gesellschaft angemessene Qualitätskontrollsysteme und spezifische Qualitätsmanagementstrategien eingerichtet bzw. umgesetzt. Einer der Schlüsselprozesse in dieser Hinsicht ist die fortschrittliche Produktqualitätsplanung (APQP), die zur Unterstützung des Entwicklungsprozesses eingerichtet wurde und die ein Kernprozess des Programm- und Produkteinführungsmanagements der Vibracoustic-Gruppe ist. Allgemeine interne Risiken Das Risiko, dass ein Brand Produktionsanlagen zerstört, ist vergleichsweise gering. Da jedoch beim Betrieb von Anlagen und im Rahmen der Fertigungsverfahren relativ hohe Temperaturen freigesetzt werden, kann ein Brand nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Neben dem Risiko eines Personenschadens könnte ein Brand auch einen längeren Produktionsausfall, erheblichen Sachschaden und hohe Ausgaben für die Wiederbeschaffung von Betriebsanlagen zur Folge haben. Die Vibracoustic-Gruppe begegnet dem Brandrisiko durch die Einführung hoher Sicherheitsstandards in allen Werken weltweit und durch den Einbau von Brandmeldern bzw. Löschanlagen. Neben diesen Maßnahmen hat die Gruppe eine Brandschutzversicherung in angemessener Höhe abgeschlossen. Die Vibracoustic-Gruppe ist als globales, produzierendes Unternehmen, Risiken durch mögliche Schäden an Mensch und Umwelt ausgesetzt. Dieses Risiko wird minimiert, indem nicht nur hohe technische Standards, sondern auch interne Verhaltensregeln und alle rechtliche Vorgaben für Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz konsequent eingehalten werden. Für bekannte Umweltrisiken im Zusammenhang mit den Produktionsstandorten in Brasilien und den USA werden Rückstellungen auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen gebildet. Eine Erläuterung hierzu findet sich in Anhangangabe 23 im Konzernanhang. IT-Risiken Mit der organisatorischen und technischen Vernetzung von Standorten und Systemen steigt die Komplexität der IT-Systeme der Gruppe. Die Vibracoustic-Gruppe ist auf zentralisierte, standardisierte IT-Systeme und -Netzwerke zur Unterstützung der Geschäftsprozesse sowie auf interne und externe Kommunikation angewiesen. Für ihre Produktionsabläufe und die fristgerechte Belieferung ihrer OEM-Kunden nutzt die Gruppe SAP-Software. Ein Ausfall der IT-Systeme und Anwendungssoftware kann bei einzelnen Abläufen zu spürbaren Verzögerungen führen – von der Bestellabwicklung bis hin zur Logistik und Aktivitäten entlang der Lieferkette. Negative Auswirkungen auf die operative Tätigkeit können zu Beeinträchtigungen bei den Umsatzerlösen und zu höheren Kosten führen. Die Vibracoustic-Gruppe begegnet diesen Risiken durch die Zusammenarbeit mit etablierten IT-Dienstleistern und Vereinbarungen über reaktionsschnelle Supportleistungen mit Blick auf Wiederherstellungsverfahren und Datensicherung. Compliance-Risiken Risiken, die aus rechtswidrigem Verhalten hervorgehen, könnten den Ruf der Gesellschaft schädigen, seine Marktstellung schwächen und sogar wirtschaftlichen Schaden anrichten. Um rechtmäßiges, soziales und ethisches Handeln zu gewährleisten, hat die Geschäftsführung der Vibracoustic-Gruppe ein Compliance-Management-System (CMS) eingerichtet, das bereits im Lagebericht dargestellt wurde. Zentrale Bestandteile des CMS sind die Vermeidung und Erkennung von Verstößen sowie die Reaktion auf diese Verstöße. Die Vibracoustic-Gruppe toleriert unter keinen Umständen Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen, den Vibracoustic-Verhaltenskodex oder gegen sonstige interne Richtlinien. Rechtliche und regulatorische Risiken Gesetzliche und regulatorische Bestimmungen haben Auswirkungen auf die globale operative Tätigkeit der Vibracoustic-Gruppe. Die Gesellschaft ist Beteiligte in einer Zahl von Gerichts- und Verwaltungsverfahren in Verbindung mit Produkten, Patenten und weiteren Sachverhalten im Zusammenhang mit ihrer Geschäftstätigkeit und könnte in Zukunft an weiteren Gerichts-, Verwaltungs- und Schlichtungsverfahren beteiligt sein. Diese Verfahren oder mögliche Verfahren könnten insbesondere in den Vereinigten Staaten Schadensersatzleistungen oder sonstige Zahlungen zur Folge haben. Ein Urteil oder Vergleich könnte die Gruppe zur Leistung erheblicher Schadensersatzzahlungen verpflichten. Auch die Prozesskosten der Gruppe und Dritter könnten sich auf eine beträchtliche Summe belaufen. Diesen Ersatzansprüchen begegnet die Gruppe mit der Expertise von Spezialisten sowie qualifizierter Rechts- und Versicherungsexperten. Das Chemikalienrecht der EU-Mitgliedsländer wird einer grundlegenden Harmonisierung und Vereinheitlichung mit der Europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, and Authorization of Chemicals) unterzogen. Aufgrund strenger Rechtsvorschriften sind nicht registrierte Stoffe für den Einsatz in Produktionsabläufen nicht mehr zugelassen und auf dem europäischen Markt nicht mehr erhältlich. Vibracoustic hat bereits eine umfangreiche Due-Diligence-Prüfung zur Identifizierung von Stoffen mit potenziellen Beschaffungsrisiken und Bewertung der Ersetzbarkeit durch andere registrierte Stoffe eingerichtet. Währungsrisiken Die Vibracoustic-Gruppe erzielt einen bedeutenden Teil ihrer Umsatzerlöse und verbucht einen bedeutenden Teil der Aufwendungen in nicht auf Euro lautende Währungen wie USD, CNY, MXN und INR. Währungsschwankungen führen zu Umrechnungs- sowie Transaktionsrisiken. Transaktionsrisiken entstehen als Folge des Waren- und Dienstleistungsverkehrs mit Dritten, aus dem sich eingehende und ausgehende Zahlungsströme ergeben, die auf andere Währungen lauten als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Einige Nettorisikopositionen der Devisengeschäfte werden bei Bedarf teilweise durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, insbesondere Devisentermingeschäfte. Die Umrechnung der Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge der Konzerngesellschaften in die Konzernwährung auf Basis der Durchschnittskurse könnte sich positiv oder negativ auf die Umsatzerlöse und Ergebnisse der Gruppe auswirken. Eine aktive Absicherung von Umrechnungsrisiken nimmt die Vibracoustic-Gruppe nicht vor. Risiken in Verbindung mit Finanzinstrumenten Die Risiken im Bereich Finanzrisikomanagement der Vibracoustic-Gruppe umfassen im Wesentlichen Finanzierungsrisiken, Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Adressausfallrisiken. Die zentrale Steuerung und Begrenzung dieser Risiken ist eine der Hauptaufgaben der Treasury-Abteilung der Gruppe. Das Unternehmen hat verbindliche Richtlinien und Grundsätze eingerichtet, in denen die Verfahren des Finanzrisikomanagements sowie der Risikorahmen festgelegt sind. Im Zusammenhang mit der Steuerung von Finanztransaktionen legt Vibracoustic besonderen Wert auf Grundprinzipien wie die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. In Verbindung mit dem Abschluss und der Verwaltung von Finanzinstrumenten setzt die Abteilung Group Treasury ein Treasury-Management-System ein. Die Vibracoustic-Gruppe ist Finanzierungsrisiken ausgesetzt, die zu einem eingeschränkten Zugang zu oder einer Störung von Finanzmärkten führen könnten. Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken könnten sich negativ auf das Ergebnis und künftige Refinanzierungskosten der Gruppe auswirken, wenn sich Zinssätze ungünstig entwickeln und Sicherungsgeschäfte nicht abgeschlossen wurden. Adressausfallrisiken betreffen Fälle, in denen ein externer Vertragspartner seinen vertraglich festgelegten finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann und der aktuelle Marktpreis nachteilig von dem ursprünglich, vertraglich vereinbarten Kurs abweicht. Finanzierungsvereinbarungen enthalten üblicherweise finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlenrelationen (Covenants), die die Handlungsfähigkeit der Gruppe und die Einhaltung bestimmter Kennzahlen einschränken könnten. Gemäß den Bestimmungen der syndizierten Kreditlinie und der Schuldscheindarlehen sind die Kreditgeber bei Kontrollwechsel dazu berechtigt, die Rückzahlung des Darlehens zu verlangen. Die syndizierte Kreditlinie könnte auch sofort fällig werden, wenn die Vibracoustic-Gruppe nicht den in der Darlehensdokumentation festgelegten Verschuldungsgrad einhält. Nach dieser Dokumentation ist ein maximaler Verschuldungsgrad (berechnet als das Verhältnis von Nettoverschuldung der Gruppe zu bereinigtem Konzern-EBITDA) von 2,75 vorgesehen. Die Vibracoustic-Gruppe unterliegt zudem Risiken in Verbindung mit Änderungen der variablen Zinssätze, da ein Großteil der Kreditlinien der Gruppe variable Zinssätze aufweist. Steigende Zinsen hätten Auswirkungen auf die laufenden Zinsaufwendungen, fallende Zinsen würden sich auf die Zinserträge aus Geldmarktanlagen auswirken. Dennoch betrachtet die Vibracoustic-Gruppe das Risiko steigender Zinsen für den Euro als die Hauptfinanzierungswährung kurzfristig als eher unwahrscheinlich. Zudem geht die Gruppe nicht von einer deutlich restriktiveren Geldpolitik im Euroraum in naher Zukunft aus. Die Vibracoustic-Gruppe nutzt Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung und Steuerung finanzieller Transaktionsrisiken. Diese Sicherungsgeschäfte könnten realisierte Verluste oder Opportunitätsverluste zur Folge haben. Die Vibracoustic-Gruppe ist in einigen Regionen tätig, in denen rechtliche oder steuerrechtliche Vorschriften dazu führen, dass wir nicht über alle ausgewiesenen liquiden Mittel der Gruppe frei verfügen können. GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKEN UND CHANCEN Das ausgewogene Chancen- und Risikomanagement der Gruppe, eine stabile Finanzlage mit einer Eigenkapitalquote von 28,2 % (2015: 20,8 %), ein Verschuldungsgrad von 0,8 (2015: 1,5), eine Steigerung des Konzernergebnisses und der Mittelzuflüsse, sowie ein solides Geschäftsmodell, wirken den Risiken in Verbindung mit der operativen Tätigkeit entgegen und bieten zusätzliche Chancen für Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Die Vibracoustic-Gruppe ist der Auffassung, dass das von der Geschäftsführung eingerichtete und weltweit umgesetzte Chancen- und Risikomanagement in einem angemessenen Verhältnis zum Chancen- und Risikoprofil der Vibracoustic-Gruppe steht; es wird zudem ständig weiterentwickelt und gegebenenfalls um neue Chancen und Risiken ergänzt. Die Ergebnisse dieser Bemühungen spiegeln sich in einer angemessenen allgemeinen Risikolage wider. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Risiken, weder einzeln, noch in Verbindung mit anderen Faktoren, die den Fortbestand der Vibracoustic-Gruppe gefährden könnten. Gleichzeitig ist die Gesellschaft gut aufgestellt, um aktiv die sich aus Markt- und Technologietrends ergebenden Chancen zu nutzen.
Darmstadt, 27. Februar 2017
Die Geschäftsführung |
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