Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 26557
Eingetragen
24.8.2004
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.
Gegenstand
Das Vermieten von beweglichen Wirtschaftsgütern aller Art in Form des Leasings, der Miete und des Mietkaufs sowie die unmittelbare Beteiligung an Gesellschaften mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Viktoria Wancata
seit 11.10.2021
Prokura
Jasmin Schmalenbach
seit 30.7.2021
Prokura
Haris Hajro
seit 28.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert92.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AktiengesellschaftAUT
92.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BAWAG Group Germany GmbH
Germany
92.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BFL Leasing GmbH

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BFL Leasing GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BFL Leasing GmbH, Eschborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BFL Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 31. Mai 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frey, Wirtschaftsprüfer

Zhou, Wirtschaftsprüfer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

31.12.2020
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig
darunter:
an verbundene Unternehmen € 17.148.414,45 (Vorjahr: € 28.053.151,49) 17.451.411,91 28.791.464,66
2. Forderungen an Kunden 47.861.206,16 68.441.804,96
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstitute € 0,00 (Vorjahr: € 2.070.131,17)
an verbundene Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € 2.070.131,17)
3. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.308,95 25.308,95
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstituten € 25.308,95 (Vorjahr: € 25.308,95)
4. Leasingvermögen 351.171.608,15 420.493.813,70
5. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.429.369,81 3.606.910,66
b) Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3.429.370,81 3.606.911,66
6. Sachanlagen 181.031,60 232.598,84
7. Sonstige Vermögensgegenstände 3.988.046,07 17.199.259,59
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstitute € 585.521,39 (Vorjahr:€ 0,00)
an verbundene Unternehmen € 585.521,39 (Vorjahr:€ 0,00)
8. Rechnungsabgrenzungsposten 247.814,57 255.539,08
Summe der Aktiva 424.355.798,22 539.046.701,44

Passivseite

31.12.2020
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 382.551.601,43 495.959.051,39
382.551.601,43 495.959.051,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.139.985,39 11.027.073,89
darunter:
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
an verbundene Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.114.854,04 3.005.618,34
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstitute € ,00 (Vorjahr: € 136.420,58)
an verbundene Unternehmen € 402.129,12 (Vorjahr: € 959.912,02)
4. Rechnungsabgrenzungsposten 556.885,07 1.199.188,64
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 196.161,00 191.634,00
b) Steuerrückstellungen 70.256,89 157.747,09
c) andere Rückstellungen 6.947.959,94 14.706.639,07
7.214.377,83 15.056.020,16
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100.000,00
b) Kapitalrücklage 100.416,20 100.416,20
c) Gewinnrücklagen
ca) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
cb) andere Gewinnrücklagen 14.293.641,07 14.293.641,07
d) Bilanzgewinn/-verlust 9.284.037,19 -2.694.308,25
24.778.094,46 12.799.749,02
Summe der Passiva 424.355.798,22 539.046.701,44
Eventualverbindlichkeiten
unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

2020
1. Leasingerträge 235.321.084,94 281.160.335,44
2. Leasingaufwendungen 58.925.166,01 83.665.696,37
176.395.918,93 197.494.639,07
3. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.075.239,10 843.171,48
4. Zinsaufwendungen 2.931.437,54 3.675.299,66
an verbundene Unternehmen € 2.928.979,72 (Vorjahr: T€ 883) -1.856.198,44 -2.832.128,18
0,00
5. Erträge/Aufwendungen aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 197.984,80 -136.420,58
6. Provisionserträge 47.900,00 12.100,00
7. Provisionsaufwendungen 1.803.934,58 3.085.172,79
-1.756.034,58 -3.073.072,79
8. Sonstige betriebliche Erträge 433.835,55 1.236.984,01
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.064.071,22 4.811.302,58
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 745.353,33 3.809.424,55 906.567,32
darunter:
für Altersversorgung € 38.630,30 (Vorjahr: T€ 46)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.815.711,37 4.636.811,71
7.625.135,92 10.354.681,61
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 154.548.550,62 176.465.628,66
b) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 376.526,65 426.163,67
154.925.077,27 176.891.792,33
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 530.159,86 456.682,40
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 5.237.806,15
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.111.583,03 0,00
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.446.716,24 -250.960,96
15. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
17. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.468.370,80 -128.128,00
19. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 0,00 0,00
20. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 11.978.345,44 -122.832,96
21. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.694.308,25 -2.571.475,29
22. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0,00
a) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
23. Bilanzgewinn/-verlust 9.284.037,19 -2.694.308,25

Anhang 2021

Allgemeine Angaben

Die BFL Leasing GmbH, Eschborn (BFL GmbH oder Gesellschaft) ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main unter HRB 26557 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Eschborn.

Das Stammkapital der Gesellschaft von 1,1 Mio. € wird zu 92 % von der BAWAG Group Germany GmbH und zu 8 % von der BFL Vertriebspartner Beteiligungsgesellschaft mbH gehalten.

Die BFL GmbH ist aufgrund des gewerbsmäßigen Betreibens des Finanzierungsleasings ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG. Somit unterliegt die BFL GmbH der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Der Jahresabschluss der BFL GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches i. V. m. der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) sowie den einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden analog dem Vorjahr angewendet. Bei der Berechnung der individuellen Risikovorsorgen werden seit dem Jahr 2020 die Erfahrungswerte der BAWAG Gruppe berücksichtigt.

Die BFL GmbH betreibt ihr Leasing- und Mietkaufgeschäft (im Folgendem als Leasinggeschäft bezeichnet, sofern nicht ausdrücklich anders beschrieben) im Vertriebspartnergeschäft. Dabei ist die BFL GmbH unmittelbar rechtliche Eigentümerin der Leasingobjekte. Weiterhin wurde das Leasinggeschäft mit der MORGENSTERN Miet + Leasing GmbH, Eschborn, bis zum 30.9.2019 im Doppelstock-Modell betrieben, wobei die Leasingobjekte bei der BFL GmbH bilanziert wurden. Die Leasing- und Mietobjekte wurden mit Wirkung vom 1.10.2019 an die MORGENSTERN Miet + Leasing GmbH verkauft.

Der Jahresabschluss der BFL GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 HGB mit dem Nennwert bzw. bei Mietkaufverträgen mit dem Barwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorsorge für Risiken umfasst die Wertberichtigungen auf bilanzierte Forderungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten und zukünftiger Verwertungen sowie die Bildung von Rückstellungen für latente Ausfallrisiken (Bonitätsrisiken) der in Folgejahren fälligen Forderungen.

Einzelwertberichtigungen auf Forderungen erfolgen, wenn nach Eintritt eines der folgenden Ereignisse sowie weiterer beobachtbarer Kriterien wahrscheinlich ist, dass nicht alle zu leistenden Zahlungsverpflichtungen vertragsmäßig erfüllt werden können und ein akutes Ausfallrisiko besteht:

Ablauf der Zahlungsfrist der dritten Mahnung

Insolvenz oder Insolvenzgefährdung

Bekanntwerden einer Unternehmensliquidation

Bilanzmanipulationen

Bei begründetem Verdacht auf bzw. bei nachgewiesenen Betrugstatbeständen

Sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit der Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder von Sanierungsmaßnahmen.

Die Bemessung der individuellen Risikovorsorgen 2021 basiert auf vorsichtigen Schätzungen der BAWAG Gruppe.

Die Bemessung der Rückstellung für Bonitätsrisiken orientierte sich bis 2019 an einem von der BFL GmbH entwickelten Schadensmodell, dem Schadensquoten der Vergangenheit zugrunde liegen. Seit dem Jahr 2020 erfolgt die Bemessung der Rückstellung für Bonitätsrisiken in Anlehnung an IFRS 9 auf Basis eines Modells der erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Loss, ECL).

Die Berechnung des berücksichtigten erwarteten Kreditverlustes (ECL) erfolgt auf Portfoliobasis und leitet sich von ähnlichen Parametern wie der Expected Loss der regulatorischen Risikovorsorge für Banken ab. Im Gegensatz zum aufsichtsrechtlichen Expected Loss, der auf through-the-cycle Parametern basiert, ist der ECL nach IFRS 9 ein Point-in-time Wert. Der ECL wird unter Berücksichtigung makroökonomischer Einflussfaktoren ermittelt und berücksichtigt die erwarteten Auswirkungen von COVID 19.

Bei Vertragsabschluss werden alle Geschäfte der Stufe 1 zugeordnet und es wird für diese Geschäfte ein 1- Jahres ECL erfasst. Bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditqualität wird das Exposure in Stufe 2 gegliedert und es wird hierfür der ECL für die Gesamtlaufzeit erfasst.

Seit dem Geschäftsjahr 2020 wurde der Ausweis der Veränderung der Risikovorsorgen in der Gewinn- und Verlustrechnung an die Darstellungsweise der Konzernmutter angepasst und es erfolgt nunmehr ein saldierter Ausweis von Aufwands- und Ertragsposten für Veränderungen im Bereich der Risikovorsorgen. Folgende Posten wurden daher in einem Posten zusammengefasst:

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft (4.934 T€; Vorjahr: 10.299 T €)

Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft (9.045 T€; Vorjahr: 5.062 T€)

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie betreffen folgenden Anteilsbesitz:

Gesellschaft Eigenkapital der Gesellschaft
Anteile am Nominalkapital
%
Ergebnis 2021 vor Ergebnisabführung / Verlustübernahme
MORGENSTERN Miet + Leasing GmbH, Eschborn 25.308,95 95 % 197.984,80

Mit der MORGENSTERN Miet + Leasing GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Im Geschäftsjahr 2021 hat die BFL GmbH daraus einen Gewinn in Höhe von 198 TEUR (Verlust Vorjahr in Höhe von 136 TEUR) vereinnahmt.

Die im Leasingvermögen bilanzierten Leasingverträge für Software und Softwarenutzung werden für die Zugangsjahre bis 2008 linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, ohne Anwendung der Vereinfachungsregel, abgeschrieben. Zugänge ab 2009 werden linear (pro rata temporis) über die Vertragslaufzeit auf einen vorsichtig ermittelten Restwert abgeschrieben.

Leasinganlagen werden linear (pro rata temporis) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bis zum Geschäftsjahr 2008 wurden bei der Ermittlung der Abschreibungen keine Restwerte berücksichtigt. Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden alle aktivierten Leasingobjekte linear (pro rata temporis) über die Vertragslaufzeit auf einen vorsichtig ermittelten Restwert abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen auf das Leasingvermögen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Sofern Verträge im Direktgeschäft abgewickelt werden und die Forderungen nicht regresslos verkauft sind, erfolgen für Zwecke der Risikovorsorge bei Bonitätsschäden auf die Leasinggegenstände außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 415 TEUR (Vorjahr 560 TEUR) vorgenommen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 HGB bilanziert. Bei zeitlich begrenzter Nutzung werden immaterielle Anlagewerte planmäßig linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren auf einen Erinnerungswert von 1,00 € abgeschrieben.

Die unter den Sachanlagen ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird linear nach den amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800,00 € (bis 2018: 250,00 € und bis 2017: 150,00 €) werden sofort aufwandswirksam erfasst. Bis 2018 wurden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über 250,00 € (bis 2017: 150,00 €) linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB passiviert.

Die in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen Leasingsonderzahlungen werden während der Laufzeit der einzelnen Leasingverträge linear aufgelöst.

Die in den Rückstellungen enthaltenen Steuerrückstellungen werden nach den Vorschriften des Handels- und Steuerrechts, die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie andere Rückstellungen werden nach den Vorschriften des Handelsrechts in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2021 je nach Restlaufzeit 0,61 Prozent bis 1,87 Prozent. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB wurden die Rückstellungen im Geschäftsjahr pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag entsprechend § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 10 T€ (Vorjahr 14 T€). Der Diskontierungszins für das Geschäftsjahr 2021 beträgt 1,60 Prozent p. a. (Vorjahr: 2,70 Prozent p.a.).

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze und Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung der aktuellen Sterbetafeln war hierbei von untergeordneter Bedeutung. Für die versicherungsmathematische Berechnung wurde neben einer altersabhängigen Fluktuationsquote eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungsrate von 2,0 Prozent p. a. (Vorjahr 2,0 Prozent p. a.) sowie eine angenommene Rentensteigerung von 1,50 Prozent p. a. (Vorjahr 1,50 Prozent p. a.) berücksichtigt.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der BFL GmbH sowohl die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten als auch solche, die bei der Organtochter bestehen, einbezogen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises der BFL GmbH. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Es wurde ein Steuersatz von 27,4 Prozent zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer in Höhe von 7,9 Mio. €. Der Aktivüberhang resultiert aus Differenzen im

Wesentlichen aufgrund der Bildung steuerlich nicht anerkannter Rückstellungen und aufgrund unterschiedlicher steuerlicher und handelsrechtlicher Abschreibungen des Leasingvermögens.

Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

In den Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 17.451 T€ (Vorjahr 28.791 T€) werden täglich fällige Bankguthaben bei diversen Banken ausgewiesen. Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen mit 17.148 T€ (Vorjahr 28.053 T€) verbundenen Unternehmen.

Unter den Forderungen an Kunden werden im Wesentlichen Forderungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von 36,0 Mio. € (Vorjahr 37,4 Mio. €) ausgewiesen, des Weiteren in Höhe von 7,8 Mio. € (Vorjahr 22,6 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Leasinggeschäft abzüglich Einzelwertberichtigungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr 2,1 Mio. €) und Forderungen an debitorische Kreditoren von 4,0 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €). Forderungen gegen die Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr nicht.

in T€ 31.12.2021 31.12.2020
Forderungen an Kunden 47.861 68.442
- bis 3 Monate 15.983 34.597
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 10.043 9.621
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 21.392 24.080
- mehr als 5 Jahre 444 144
- mit unbestimmter Laufzeit 0 0

Die Entwicklung der Anteile an verbundenen Unternehmen, des Leasingvermögens, der immateriellen Anlagewerte sowie der Sachanlagen im Geschäftsjahr ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 4,0 Mio. € (Vorjahr 17,2 Mio. €) werden im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche an das Finanzamt in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €), Vorräte 0,4 Mio.€ (Vorjahr 0,9 Mio. €) und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 0,6 Mio € ausgewiesen.

Anlagenspiegel 31.12.2021

Anschaffungs- / Herstellungskosten
in T€ Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12 2021
Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 25
Summe Finanzenlagen 25 0 0 0 25
Leasingvermögen
1. Software / Softwarenutzung 33.553 8.750 316 0 41.988
2. Technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 826.101 97.715 197.557 0 726.259
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Leasingvermögen 859.654 106.465 197.873 0 768.247
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 4.074 153 0 0 4.227
Summe Immaterielle Anlagewerte 4.074 153 0 0 4.227
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 288 1 0 0 289
Summe Sachanlagen 288 1 0 0 289
kumulierte Abschreibungen
in T€ Stand am 01.01.2021 Abschreibungen Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2021
Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 0
Summe Finanzenlagen 25 0 0 0 0
Leasingvermögen
1. Software / Softwarenutzung 15.498 6.559 217 0 21.839
2. Technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 423.683 147.991 176.416 0 395.237
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Leasingvermögen 439.161 154.550 176.633 0 417.076
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 467 331 0 798
Summe Immaterielle Anlagewerte 467 331 0 798
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 55 53 0 108
Summe Sachanlagen 55 53 0 108
Restbuchwerte
in T€ Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
Finanzanlagevermögen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25
Summe Finanzenlagen 25 25
Leasingvermögen
1. Software / Softwarenutzung 20.149 18.056
2. Technische Anlagen, Maschinen und sonstige bewegliche Gegenstände 331.022 402.438
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
Summe Leasingvermögen 351.172 420.494
Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 3.429 36.077
Summe Immaterielle Anlagewerte 3.429 36.077
Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 181 233
Summe Sachanlagen 181 233

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Sie belaufen sich auf 382,55 Mio. € (Vorjahr 495,96 Mio. €) und bestehen zur Gänze gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unbesichert.

in T€ 31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer vereinbarten Laufzeit oder Kündigungsfrist 382.552 495.959
- bis 3 Monate 885 10.959
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0 100.000
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 381.667 385.000
- mehr als 5 Jahre 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, bei denen dem üblichen Eigentumsvorbehalt bestehen, in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €) und kreditorischen Debitoren in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €), davon bestehen 0 Mio. € gegenüber der Gesellschafterin (Vorjahr: 0 Mio. €) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis 3 Monaten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €). Enthalten sind Verbindlichkeiten für ausstehende Eingangsrechnungen (0,06 Mio. €), Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Gehalt in Höhe von 0,2 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus dem Leasinggeschäft in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).

In der Position passive Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausgezahlte Mietvorauszahlungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) ausgewiesen.

Die anderen Rückstellungen betreffen das Leasinggeschäft in Höhe von 4,6 Mio. (Vorjahr 10,4 Mio. €). Darin enthalten sind Rückstellungen für latente Bonitätsrisiken in Höhe von 3,7 Mio. € (Vorjahr 8,8 Mio. €) sowie Rückstellungen für externe Provisionen in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €). Des Weiteren betreffen die anderen Rückstellungen mit 2,2 Mio. € (Vorjahr 4,3 Mio. €) Personalverpflichtungen und übrige Rückstellungen. In den Personalverpflichtungen sind Rückstellungen für individuell vereinbarte Ansprüche aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) und eine Rückstellung für Restrukturierungskosten von 0,6 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €) enthalten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Das im Eigenkapital ausgewiesene gezeichnete Kapital (1,1 Mio. €) hat sich im Geschäftsjahr ebenso wie die Kapitalrücklage (0,1 Mio. €) nicht verändert. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 14,3 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €) haben sich gegenüber zum Vorjahr nicht verändert. Aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 0 T€ entnommen (Vorjahr 0 T€ Entnahme). Der Bilanzgewinn beträgt 9,3 Mio. € (Vorjahr Bilanzverlust 2,7 Mio. €).

In den Leasingerträgen in Höhe von 235,3 Mio. € (Vorjahr 281,2 Mio. €) werden die Erträge aus dem Leasinggeschäft ausgewiesen. Sie betreffen vor allem die laufenden Leasing- und Serviceraten, Auflösungen des passiven Rechnungsabgrenzungspostens sowie Verwertungserlöse.

In den Leasingaufwendungen in Höhe von 58,9 Mio. € (Vorjahr € 83,7 Mio. €) werden die Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft ausgewiesen. Sie betreffen insbesondere die Restbuchwerte abgegangener Leasinggegenstände sowie Wartungsaufwendungen.

Die Zinserträge in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Zinserträge aus dem Mietkaufgeschäft von 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €). Darin enthalten sind Erträge aus negativen Zinsen für Refinanzierungen in Höhe von 0,05 Mio. € (Vorjahr 0,08 Mio. €).

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Refinanzierung des Leasinggeschäftes durch aufgenommene Darlehen in Höhe von 2,9 Mio. € (Vorjahr 3,7 Mio. €). Diese bestehen zur Gänze gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der von der MORGENSTERN Miet + Leasing GmbH für das Geschäftsjahr 2021 übernommene Gewinn von 198 T€ (Vorjahr Verlust 136 T€) ist unter den Erträgen und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen ausgewiesen.

Die Provisionsaufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr 3,1 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Vermittlertätigkeit im Zusammenhang mit dem Abschluss von Leasingverträgen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) sind im Berichtsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 50 T€ und Umlagen an verbundene Unternehmen von 15 T€ enthalten. Im Vorjahr betrugen die Erträge die Auflösung der Rückstellungen für Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 0,5 Mio. € und Erträge aus Umlagen in Höhe von 0,7 Mio. €.

Unter den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen werden andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr 4,6 Mio. €) ausgewiesen. Des Weiteren wird hier der Personalaufwand in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr 5,7 Mio. €) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus Auskunftskosten in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) und aus Spesen des Geldverkehrs in Höhe von 0,2Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio.€)

Der Aufwands-/Ertragssaldo aus Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft von 4,1 Mio. € (Vorjahr 5,2 Mio. €) enthält die Veränderung der Vorsorgen für Risiken aus dem Leasinggeschäft, insbesondere die Veränderung der Rückstellungen für Bonitätsrisiken sowie der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -2,5 Mio. € (Vorjahr +0,1 Mio. €) resultiert aus der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn 2021 in Höhe von 9.284.037,20 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Die Risikokosten berücksichtigen sowohl im Budget 2022 als auch im Jahresabschluss zum 31.12.2021 die erwarteten makroökonomische Effekte aus der Krise (geringerer Umsatz, Insolvenzen, ...). Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.

Ein Anstieg der Risikokosten in 2022 kann nicht ausgeschlossen werden. Wir werden die Entwicklung sorgfältig verfolgen und weitere erforderliche Maßnahmen im Anlassfall festlegen.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihres Geschäftsfeldes und der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf den deutschen Markt konzentriert und hat daher kein Exposure in Russland und Ukraine.

Sonstige Angaben

Die Eventualverbindlichkeiten enthalten unwiderrufliche Kreditzusagen i. H. v. 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) für noch nicht bilanzierte Leasing- und Mietkauferträge, für die unsere Kunden bereits eine Finanzierungszusage erhalten haben.

Im Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr betragen TEUR 176,1 (Vj. TEUR 155,4) und umfassen ausschließlich Aufwendungen für Abschlussprüfungen.

Die BFL GmbH beschäftigte 2021 im Durchschnitt 50 Mitarbeiter (ohne freigestellte Mitarbeiter; Vorjahr: 62 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2021 waren 43 Mitarbeiter (Vorjahr: 60 Mitarbeiter) beschäftigt.

Geschäftsführer waren im Jahr 2021:

Herr Haris Hajro (ab 01.04.2021)

Herr Sascha Michael Lerchl (bis 31.05.2021)

Bezüglich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Geschäftsführers Herrn Sascha Michael Lerchl wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Vergütung der Geschäftsführung erfolgte durch ein anderes Konzernunternehmen.

Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der BAWAG Group AG mit Sitz in Wien. Die BAWAG Group AG ist das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BAWAG Group AG wird aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wird im Internet veröffentlicht (www.bawaggroup.com/Fi-nanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG Group AG in Wien auf.

 

31. Mai 2022

BFL Leasing GmbH

Haris Hajro

Lagebericht 2021

A Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell und Strategie

Von Spezialisten für Spezialisten

Die BFL Leasing GmbH, Eschborn (BFL GmbH oder Gesellschaft) ist seit dem 02. Mai 2019 ein Tochterunternehmen der BAWAG Group Germany GmbH (BAWAG GERMANY), Eschborn, nachdem am 14. Dezember 2018 eine verbindliche Vereinbarung zum vollständigen Erwerb der BFL Leasing GmbH von der BFL Gesellschaft des Bürofachhandels mbH & Co. KG durch die BAWAG Group Germany GmbH [zu diesem Zeitpunkt noch BAWAG P.S.K. Deutschland Holding GmbH] unterzeichnet wurde. Die BAWAG GERMANY wiederum ist eine Tochter der BAWAG PSK AG, Wien (BAWAG PSK). Das oberste Mutterunternehmen der Gruppe ist die börsennotierte BAWAG Group AG (BAWAG Group), Wien.

Durch den Verkauf der BFL GmbH haben sich keine Änderungen bzgl. des grundlegenden Geschäftsmodells ergeben, die BFL GmbH fokussiert sich auf die Absatzfinanzierung in der Mittelstandsfinanzierung im Kundensegment Geschäfts- und Gewerbekunden und ist somit innerhalb der BAWAG Group die Expertin für gewerbliche Finanzierungslösungen in Deutschland.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 1,1Mio. € wird von der BAWAG Germany zu 92 % und von der BFL Vertriebspartner Beteiligungsgesellschaft mbH, Eschborn (BVB GmbH), zu 8 % gehalten. Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der BAWAG Group AG mit Sitz in Wien. Die BAWAG Group AG ist das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BAWAG Group AG wird aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wird im Internet veröffentlicht (www.ba-waggroup.com/Finanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG Group AG in Wien auf.

Einzigartiges Geschäftsmodell mit starker Vertriebsorientierung

Das Partnernetzwerk der Gesellschaft besteht aus wichtigen Handels- und Systemhäusern sowie aus Herstellern aus unterschiedlichen Branchen. Der Schwerpunkt liegt aktuell in der Informations- und Kommunikationstechnikbranche (IKT). Seit 2019 sind Branchen wie Medizintechnik und Heizungsanlagen hinzugekommen. Die BFL GmbH verfügt über ein in der Finanzierungsbranche einzigartiges Geschäftsmodell, das die Erfahrung ihrer Vertriebspartner mit dem eigenen Finanzierungs-Know-how verbindet. Hierbei agiert die BFL GmbH als subsidiäre Werkbank und stellt ihre Finanzierungsexpertise als Teil der Gesamtlösung über einen Vertriebspartner dessen Endkunden zur Verfügung. Neben der Kooperation zur Finanzierung sind die Partner der BFL GmbH teilweise noch enger mit dieser verknüpft und als Gesellschafter der BVB Vertriebspartner Beteiligungsgesellschaft mbH indirekt an der BFL GmbH beteiligt.

Der Vertrieb der BFL GmbH ist wie folgt organisiert:

1. Vertrieb über Partner mit überwiegend regionalem Fokus;

2. Vertrieb über Key Account mit überwiegend überregionalem Fokus.

3. Kooperation mit Verbänden und Einkaufsgenossenschaften mit überregionalem Fokus

Das Geschäftsmodell der BFL GmbH legt den Fokus im Wesentlichen auf den indirekten Vertrieb. Das Unternehmen agiert als Absatzfinanzierungspartner für Händler, Hersteller und Systemintegratoren im gesamten deutschen Bundesgebiet. Hierbei unterstützt die BFL GmbH den jeweiligen Vertriebspartner ganzheitlich bei seiner Vertriebstätigkeit in allen Fragen der Absatzfinanzierung. Grundsatz der BFL GmbH ist es, ihre Partner für einen eigenständigen Vertrieb zu befähigen. Dabei ist die von der BFL GmbH bereitgestellte Online-Anwendung VPOS (VertriebsPartnerOnline System) ein wesentliches Element.

Im Direkt- und Maklervertrieb ist die BFL GmbH sehr selektiv aufgestellt und prüft den Makler wie den Kunden zu Beginn der Beziehung besonders.

Stabilisierung und Stärkung der Marktposition durch bedarfsgerechte Produkte

Strategisch ist die BFL GmbH auf den deutschen Mittelstand ausgerichtet. Wesentliche Zielgruppen sind die regionalen Unternehmen (Partner) und die Direktvertriebe von überregionalen Unternehmen (Key Accounts) der Büro-, der Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik, Reinigungstechnik als auch Sicherheitstechnik. Die BFL GmbH unterstützt ihre Partner dabei, neben innovativen Produkten, auch passgenaue Finanzierungen und Lösungen (z.B. Miete, Softwarefinanzierungen) anbieten zu können. Das Produktportfolio umfasst die grundsätzlichen Varianten Managed-Service, Miete, Mietkauf und Leasing. Dabei sind insbesondere Produkte inkl. Serviceleistungen Treiber des Geschäfts.

Die Mietverträge der BFL GmbH sind mit einem "All-In"-Ansatz speziell auf diese Segmente zugeschnitten. Eine innovative Form dieses Ansatzes stellt der Managed-Service-Vertrag dar. Häuser der gesamten IT-, aber auch aus weiteren Tech-Branchen wie der Medizin- und Sicherheitstechnik, können mit dem Managed-Service-Vertrag ihre Produkte und Leistungen inkl. anschaffungsnaher Dienstleistungen an ihre Endkunden vermieten und mit individuellen Servicevereinbarungen versehen.

Im Fokus der BFL GmbH stehen die Bedürfnisstruktur ihrer Vertriebspartner und sämtliche Teilbereiche der Digitalisierung. Die BFL GmbH richtet ihre eigenen Aktivitäten demnach an den Notwendigkeiten ihrer Partner aus. Dabei werden die Instrumente der Absatzfinanzierung intensiv genutzt, insbesondere zur Kundenbindung, als Wettbewerbsbarriere sowie zur Risikoübernahme durch den Finanzierer. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Digitalisierung und Automatisierung der internen Prozesse sowie eine flexible und onlinefähige Produktpalette.

Dabei decken die Leistungen der BFL GmbH den gesamten "Asset-Lifecycle" ab: Von der Erstberatung, über die Angebotserstellung und Vertragsbetreuung während der Laufzeit bis hin zur Abwicklung am Vertragsende. In diesen verschiedenen Phasen wird die enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und der Marktfolgebearbeitung sicht- und spürbar.

Mit dem Wandel durch Digitalisierung gehen und gleichzeitig weitere Chancen nutzen

Die Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT) und die Finanzierungsbranche durchlebt grundlegende Herausforderungen, die Digitalisierung verändert das Geschäft der BFL GmbH tiefgreifend: Innovationszyklen werden zunehmend kürzer, Kundenanforderungen und -erwartungen verändern sich und neue Wettbewerber fordern eine höhere Agilität. Nächste technische (R)Evolutionen wie z.B. künstliche Intelligenz, die mindestens eine genauso hohe Anforderung an die Wandelfähigkeit von Unternehmen setzen wie die Digitalisierung, zeichnen sich weiter ab und werden die Branche auch in Zukunft weiterhin einem ständigen Wandel unterwerfen.

Das Marktumfeld ist nach wie vor herausfordernd - sowohl für die Finanzwirtschaft als auch für die IKT Branche. Grund hierfür sind unter anderem die seit Jahren andauernde Niedrigzinsphase, die zu einem Preis- und Margenverfall führt, wie auch wachsende regulatorische Anforderungen. Dies führt dazu, dass Kosteneffizienz, Differenzierung über optimale Prozesse und (Dienst-) Leistungen als auch die Anforderungen an den eigenen Vertrieb immer stärker in den Vordergrund rücken.

Gleichzeitig bedeuten diese Veränderungen aber auch große Chancen (Digitalisierung / hoher Investitionsbedarf, neue Branchen) für die BFL GmbH, die es gilt zu ergreifen und auszuschöpfen. So können wir durch die Intensivierung der Akquise Maßnahmen zur Gewinnung neuer Partner, Sicherung des Bestandes und weitere Optimierung unserer Produkte, als auch die Durchdringung in weitere Branchen unser Geschäft erweitern und den Partnernutzen erhöhen.

Weiterentwicklung der BFL GmbH

Um die Eigenständigkeit und die notwendige Weiterentwicklung der BFL GmbH voranzubringen, lag 2019 der Fokus auf einem größeren geschäftspolitischen Freiraum unter dem Dach der oberen Muttergesellschaft BAWAG Group. Mit der BAWAG Group wurde ein Partner gefunden, der sich für die BFL Leasing GmbH als strategischen Partner entschieden hat, um gemeinsam in den deutschen Markt hineinzuwachsen und mittel- bis langfristig gemeinsames Wachstum zu generieren. Das übergreifende Ziel ist, die BFL GmbH nachhaltig zu stärken und sie im Sinne der oberen Muttergesellschaft, den Gesellschaftern der BVB GmbH, der aktiven Vertriebspartner und der Mitarbeiter zukunftsfest weiterzuentwickeln.

Das Wachstum in weiteren attraktiven Branchen und Industrien steht hierbei auch im Fokus. Im Jahr 2019 hat die BFL GmbH damit begonnen für Hersteller von Heizungsanlagen Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen, sowie Ihr Produktangebot für Automobilhändler anzupassen. Im Jahr 2020 launchte die BFL GmbH ihre Finanzierungslösung für Automobilhändler am Markt. Hierfür wurde ein eigenes Frontend für Automobilhändler entwickelt, an welches sukzessive weitere Händler angeschlossen werden.

B Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftlich herausforderndes Umfeld

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war nach 2020 auch im Jahr 2021 geprägt durch die Covid-19 Pandemie. Das konjunkturelle Gesamtbild ist aufgrund globaler Unsicherheiten weiter eingetrübt und schwer vorhersehbar.

Der Mobilien-Leasing-Markt hat sich in den im Jahr 2021 ambivalent entwickelt, so schwankten die Wachstumsraten in den einzelnen Quartalen stark: Q1: -4,5 %, Q2: +24,6 %, Q3: +3,7 %, Q4: -12,0 % (Veränderungsraten bezogen auf das Vorjahresquartal)

Die Coronakrise hat bereits früh im Jahr 2020 die Wirtschaft beeinflusst und hat weltweit zu rückläufigen Wirtschaftsleistungen geführt. Dieser Trend hat sich im Jahre 2021 prinzipiell vorgesetzt trotz eines Digitalisierungsbooms. Lieferkettenproblematiken, wie z.B. bei der Herstellung von Microchips, welche in Autos oder diversen IT-Geräten verbaut und benötigt werden streckten Lieferzeiträume von diversen mobilen Gütern. Diese Unsicherheiten hinsichtlich geplanter Liefertermine machten es diversen Unternehmen schwer Investitionen zu planen und entsprechend umzusetzen.

Geschäftsverlauf

Das Neugeschäft der BFL GmbH ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Geschäftsjahr 2021 belief sich das Neugeschäftsvolumen auf 130 Mio. € (Vorjahr: 213 Mio. €).

Die BFL GmbH verfügt über ein Leasingvermögen (zuzüglich Mietkaufforderungen) zu Anschaffungswerten i. H. v. 804 Mio. € (Vorjahr: 897 Mio. €) und Restbuchwerten i. H. v. 387 Mio. € (Vorjahr: 458 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern i. H. v. 14,4 Mio. € lag wesentlich über dem Vorjahr (-0,3 Mio. €). Das Jahresergebnis 2021 wurde durch einen verbesserten Rohertrag aus dem Leasinggeschäft sowie eine Reduzierung der Verwaltungsaufwendungen und der Risikokosten erreicht. Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 12,0 Mio. € (Vorjahr: -0,1 Mio. €).

Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr

Das Jahresergebnis lag mit 12,0 Mio. € über dem erwarteten Wert, was vor allem auf verbesserte Risikokosten zurückzuführen ist.

Die Verwaltungsaufwendungen konnten aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen planmäßig weiter gesenkt werden.

Insgesamt entwickelten sich die Risikovorsorgen positiv. Dies ist einerseits auf erhöhte Risikokosten im Jahr 2020 aufgrund eines externen Betrugsfalls zurückzuführen als auch auf einen verbesserten Mahnprozesses.

Insgesamt lag das Ergebnis vor Steuern über den Erwartungen.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 14,4 Mio. € (Vorjahr: -0,3 Mio. €) ab. Nach Steuern ergibt sich ein Ergebnis von 12,0 Mio. € (Vorjahr: -0,1 Mio. €).

Nachfolgend werden die wesentlichen Ergebnispositionen erläutert.

in Mio. € 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Rohertrag aus dem Leasinggeschäft 18,2 15,1 3,1
Beteiligungsergebnis 0,2 -0,1 0,3
Verwaltungsaufwand -8,0 -10,8 2,8
Sonstiges Ergebnis -0,1 0,8 -0,9
Risikovorsorge 4,1 -5,2 9,3
Ergebnis vor Steuern 14,4 -0,3 14,7
Steuern -2,5 0,1 -2,6
Jahresüberschuss 12,0 -0,1 12,1

Der Rohertrag aus dem Leasinggeschäft setzt sich im Wesentlichen aus dem Leasing-, Zins- und Provisionsergebnis abzüglich der Abschreibungen auf das Leasingvermögen zusammen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. € auf 18,2 Mio. € ist im Wesentlichen begründet durch ein verbessertes Leasingergebnis. Das Nettozinsergebnis verbesserte sich auf -1,9 Mio. € (Vorjahr -2,8 Mio. €) . Der Provisionsaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) verringert.

Der Verwaltungsaufwand 2021 liegt aufgrund Effizienz steigernder Maßnahmen mit 8,0 Mio. € (Vorjahr 10,8 Mio. E) um 2,8 Mio. € unter dem Vorjahr.

Die Risikovorsorge berücksichtigt im Wesentlichen Einzelwertberichtigungen, Ausbuchungen von Forderungen, Rückstellungen für Bonitätsrisiken sowie Erträge aus ausgebuchten Forderungen. Insgesamt entwickelten sich die Risikovorsorgen positiv. Dies ist einerseits auf einen verbesserten Mahnprozess zurück zu führen als auch auf erhöhte Risikokosten im Jahr 2020 aufgrund eines externen Betrugsfalls.

Zusammenfassend ergibt sich für die BFL GmbH ein Jahresüberschuss von 12,0 Mio. € (Vorjahr Jahresfehlbetrag von -0,1 Mio. €), welcher im Wesentlichen aufgrund eines verbesserten Rohertrags aus dem Leasinggeschäft sowie einer Reduzierung der Verwaltungsaufwendungen und der Risikokosten erreicht werden konnte.

Finanzlage

Die Finanzierung der Objekte erfolgt durch Darlehensaufnahme und freie Liquidität. Die BFL GmbH finanziert sich ausschließlich bei Konzernunternehmen der BAWAG Group.

Durch die Einbindung der Gesellschaft in die BAWAG Group ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Finanzmittel.

Vermögenslage

Nachfolgend werden die wesentlichen Bilanzpositionen erläutert.

Aktivseite

in Mio. € 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Forderungen an Kreditinstitute 17,5 28,8 -11,3
Forderungen an Kunden 55,6 74,7 -19,1
Risikovorsorge Aktiv -7,8 -6,2 -1,6
Anteile verbundene Unternehmen 0,0 0,0 0,0
Leasingvermögen 351,2 420,5 -69,3
Sonstige Aktiva 7,9 21,3 -13,4
Summe Aktiva 424,4 539,0 -114,7

Passivseite

in Mio. € 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 382,6 496,0 -113,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7,1 11,0 -3,9
Rückstellungen 3,5 6,3 -2,8
Risikovorsorge Passiv 3,7 8,8 -5,1
Sonstige Passiva 2,7 4,2 -1,5
Eigenkapital 24,8 12,8 12,0
Summe Passiva 424,4 539,0 -114,7

Die Bilanz der BFL GmbH wird wesentlich durch das Leasingvermögen und dessen Refinanzierung bestimmt.

Die Bilanzsumme i. H. v. 424,4 Mio. € hat sich im Vergleich zum Vorjahr 114,7 Mio. € vermindert (Vorjahr: 539,0 Mio. €).

Die Forderungen an Kunden i. H. v. 55,6 Mio. € (Vorjahr: 74,7 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen die Forderungen aus dem Mietkauf i. H. v. 36,0 Mio. € (Vorjahr: 37,4 Mio. €), sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 15,5 Mio. € (Vorjahr: 28,8 Mio. €).

Die Forderungen an Kreditinstitute i. H. v. 17,5 Mio. € betreffen mit 17,1 Mio. € Guthaben auf Girokonten bei verbundenen Unternehmen.

Die Risikovorsorge Aktiv beinhaltet die Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden aus dem Leasing- und Mietkaufgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Risikovorsorge aufgrund gestiegener Einzelwertberichtigungen um 1,6 Mio. € auf 7,8 Mio. €.

Das Leasingvermögen i. H. v. 351,2 Mio. € hat sich im Geschäftsjahr aufgrund des geringeren Neugeschäfts und einem daraus resultierenden niedrigeren Vertragsbestand um 69,3 Mio. € reduziert.

Auf der Passivseite sind in der Position Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die Refinanzierungsdarlehen ausgewiesen. Die Darlehensaufnahme bei der BAWAG PSK dient im Wesentlichen zur Refinanzierung der Kundengeschäfte mit Leasing und Mietkauf. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich diese Position aufgrund des geringeren Leasingvermögens und einem damit einhergehenden geringeren Finanzierungsbedarfs um 113,4 Mio. € auf 382,6 Mio. € vermindert. Die Refinanzierung der BFL GmbH findet zur Gänze durch die BAWAG Gruppe statt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 1,3 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) und kreditorische Debitoren i. H. v. 5,8 Mio. € (Vorjahr: 4,0 Mio. €).

Die Risikovorsorge Passiv betrifft die Rückstellungen für latente Bonitätsrisiken. Diese umfasst auch Vorsorgen für erwartete Verluste aus der Verwertung von Leasingobjekten für Leasingverträge mit einzelwertberichtigten Forderungen. Die Ermittlung der Rückstellung für erwarte Verluste bei nicht einzelwertberichtigten Forderungen wurde im Jahr 2020 auf ein Modell der erwarteten Verluste gemäß IFRS 9 umgestellt. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Zuführung zu den Rückstellungen für Bonitätsrisiken. Die Rückstellungen für Bonitätsrisiken konnten um 5,1 Mio. reduziert werden, was insbesondere auf eine Reduktion der Barwerte bei ausgefallenen Kunden und einen verbesserten Mahnprozesses zurück zu führen ist.

Aufgrund des Jahresüberschusses 2021 i. H. v. 12,0 Mio. € erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 12,0 Mio. € auf 24,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote liegt zum Jahresende 2021 bei 5,8 % (Vorjahr: 2,4 %).

Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die BFL schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem guten Ergebnis vor Steuern von 12,0 Mio. € ab. Die Kapitalausstattung der BFL GmbH wird bei der aktuellen Bilanzsumme als ausreichend beurteilt. Als Mitglied der BAWAG Gruppe stehen der BFL GmbH ausreichend freie Finanzierungslinien zur Verfügung, die einen weiteren Ausbau des Geschäfts ermöglichen.

Die Geschäftsführung sieht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als geordnet an.

Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

finanzielle Leistungsindikatoren 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Rohertrag aus dem Leasinggeschäft 18,2 15,1 3,1
Cost / Income Ratio = Verwaltungsaufwand / Rohertrag aus dem Leasinggeschäft 44 % 71 % -27 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14,4 -0,3 14,7
Bilanzsumme 424,4 539,0 -114,7
Eigenkapital 24,8 12,8 12,0
Eigenkapitalquote 5,8 % 2,4 % 3,0 %

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal- und Sozialbericht

Den Erfolg der BFL GmbH sichern maßgeblich ihre Mitarbeiter. Die BFL GmbH beschäftigte 2021 im Durchschnitt 50 Mitarbeiter. Die Leistungen außerhalb des Vertriebs- und des Vertriebsinnendienstes wie u. a. aus den Bereichen, IT, Personal und Rechnungswesen/Controlling sind über Geschäftsbesorgungsverträge ausgelagert und werden zentral von anderen Unternehmen der BAWAG Group für die BFL GmbH erbracht.

Damit profitiert auch die BFL GmbH von den eingeleiteten Maßnahmen in der Personalentwicklung der BAWAG Group.

Nachhaltiges Engagement

Die BAWAG Group und damit auch die BFL GmbH versteht sich als nachhaltiges Unternehmen, das Verantwortung im Rahmen seines wirtschaftlichen Handelns, für die Umwelt, die Gesellschaft und seine Mitarbeiter übernimmt. Die BFL GmbH ist sich ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und orientiert sich als Teil der BAWAG Group an der Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns. ESG ist ein roter Faden, der sich durch die gesamte Geschäftsstrategie zieht, und ein wesentlicher Bestandteil jedes umsichtigen Risikomanagementrahmens. Dies spiegelt sich auch in konkreten ESG-Zielen wider, die in die operativen Pläne eingebunden sind:

Die BAWAG Group strebt eine Reduktion ihrer eigenen Scope-1- und Scope-2-CO 2-Emissionen um mehr als 50 % bis zum Jahr 2025 an, ausgehend von einem Ausgangswert von etwa 3.200 Tonnen im Jahr 2020.

Im Hinblick auf die Vielfalt hat die BAWAG Group eine Frauenquote von 33 % sowohl für den Aufsichtsrat als auch für das Senior Leadership Team bis 2025 festgelegt.

Um den ökologischen Wandel weiter voranzutreiben, strebt die BAWAG Group bis 2025 ein jährliches Neugeschäftsvolumen bei "grünen" Finanzierungen von über 1,6 Mrd. € an, was einer Verdoppelung des Volumens von 2020 entspricht

Die sieben wesentlichen Themen der BAWAG Group bilden die Grundlage für die CSR-Strategie und die Nachhaltigkeitsberichterstattung: "Wirtschaftlicher Erfolg", "Ethik & Integrität", "Verantwortung gegenüber Kunden", "Nachhaltigkeit im Kerngeschäft", "Soziale Verantwortung und persönliches Engagement", "Mitarbeiterförderung und -entwicklung, Diversität und Chancengleichheit" sowie "Umwelt- & Klimaschutz" Die Handlungsfelder und das Nachhaltigkeitsprogramm der BAWAG Group wurden daraus abgeleitet und sind auch eng mit externen Rahmenwerken wie der GRI, den UN SDGs, den Prinzipien und Zielen des UN Global Compact und den Prinzipien des UN Global Compact Women's Empowerment Programms verknüpft.

Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter haben für uns oberste Priorität: Im zweiten Jahr der Pandemie hielten die im Jahr 2020 eingerichtete interne COVID-19-Taskforce weiterhin regelmäßige virtuelle Treffen ab, um nationale und internationale COVID-19-Entwicklungen und deren Auswirkungen auf unsere Standorte und unser Geschäft zu diskutieren, Maßnahmen mit dem Management abzustimmen und Maßnahmen über unsere Kanäle an Mitarbeiter und Kunden zu kommunizieren. Es wurden breit angelegte Kommunikationskampagnen für Mitarbeiter in der gesamten BAWAG Group und in allen Tochtergesellschaften und Marken umgesetzt.

Es ist auch besonders wichtig, bei der Geldanlage soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen. Mit den angebotenen Fonds sowie 8 Amundi ETFs unseres Kooperationspartners Amundi Austria bietet die BAWAG acht Publikumsfonds und acht ETFs an, die auf ESG-Aspekte setzen. Die Einzeltitel und internationalen Emittenten der Fonds werden nach strengen ethischen und ökologischen Ausschlusskriterien (festgelegt von Amundi) ausgewählt, sodass die nachhaltige, ökologische und soziale Ausrichtung der Veranlagung gewährleistet ist. Diese sind alle mit dem "EUROSIF"-Transparenzlogo für Nachhaltigkeitsfonds versehen und die Amundi-Fonds aus Österreich sind zusätzlich mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet. Im Laufe des Jahres 2021 haben die Kunden ihre Nachfrage nach nachhaltiger Veranlagung weiter gesteigert: Der Amundi Ethik Fonds ist auch 2021 der meistverkaufte Fonds im Retailsegment der BAWAG. Sowohl das Neugeschäft als auch das Gesamtvermögen an ESG-Fonds im BAWAG- und easybank-Geschäft sind im Vergleich zu 2020 deutlich gestiegen: 31 % des Neugeschäfts im Wertpapierbereich (vs. 22 % in 2020) entfielen auf ESG-Fonds von Amundi, der Anteil der ESG-Fonds am gesamten Fondsvermögen stieg auf 14 % (von 8 % in 2020).

Seit 2014 unterstützt die BAWAG über die Plattform crowdfunding.at soziale Projekte und ökologisch nachhaltige Vorhaben von Einzelpersonen oder privaten Organisationen dabei, ihre Vorhaben der Öffentlichkeit zu präsentieren und durch Crowdfunding-Beiträge von Privatpersonen zu finanzieren. Bislang wurden knapp 1.000.000 Euro an Spendengeldern gesammelt. Auf der Plattform werden soziale Projekte aus den Bereichen Arbeit, Wohnen, Bildung, Gesundheit, Kultur, Umwelt und Technologie in den Fokus gerückt.

Verantwortungsvoll unternehmerisch handeln

Um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu sichern, steht für die BFL GmbH verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln unter der Maßgabe, eine gute Balance zu finden zwischen wirtschaftlichen Erfordernissen einerseits sowie Mitarbeiterinteressen andererseits.

Alle Mitarbeiter (auch Teilzeitkräfte) der BAWAG Gruppe erhalten Schulungen zu den Themen Ethik und Anti-Korruption. Das Compliance Office prüft das Schenkungsregister jährlich und bewertet die Einzelfälle im Rahmen des Bewilligungsverfahrens. Mindestens einmal im Jahr werden in den einzelnen Bereichen regelmäßige Audits durchgeführt. Diese Audits befassen sich mit Fragen der Korruptionsbekämpfung und Ethik. Tochtergesellschaften in Deutschland: Bei der BFL Leasing mussten alle Mitarbeiter an der verpflichtenden jährlichen Geldwäsche- und Betrugspräventionsschulung teilnehmen. In diesem Rahmen wird auch das Thema Korruption angesprochen. Alle Mitarbeiter haben an der Schulung teilgenommen.

Klima- und Umweltschutz

Die BAWAG Group und damit auch die BFL GmbH ist bemüht den ökologischen Fußabdruck des Konzerns zu verbessern und einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Die BAWAG Group versorgt alle ihre Standorte mit Ökostrom. Auch wenn die von Banken direkt ausgehende Umweltbelastung sehr begrenzt ist, ist sich die BAWAG Group ihrer indirekten Verantwortung bewusst und achtet auf die möglicherweise aus dem Finanzierungsgeschäft entstehenden Gefahren für die Umwelt. Durch die regelmäßige Optimierung des Energieverbrauchs bei ihren Standorten und bei der IT-Infrastruktur sowie durch den Fokus auf lokale Lieferanten möchte das Unternehmen einen Beitrag zur Verringerung der Umweltauswirkungen seiner Geschäftstätigkeit leisten. Als Konzern trägt die BAWAG Group über die Vergabe von Krediten und anderen Finanzierungen für innovative, ressourcenschonende Geschäftsfelder zum nachhaltigen Wandel bei.

C Risikobericht

Risikopolitische Grundsätze

Die risikopolitischen Grundsätze stellen zentrale Leitlinien für den Umgang mit Risiken dar und bilden die Grundlage für ein einheitliches Verständnis der risikopolitischen Unternehmensziele.

Die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter fühlen sich diesen Grundsätzen verpflichtet und berücksichtigen sie in ihren Alltagsentscheidungen:

Die BFL GmbH ist in die Geschäfts- und Risikostrategie der BAWAG Group eingebunden.

Die Organisationseinheiten sind gemäß dem Three-Lines-of-Defense-Modell entsprechend der BAWAG Group Governance Policy organisiert, um sicherzustellen, dass Interessenkonflikte sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Ebene von Organisationseinheiten ausgeschlossen werden.

Bei den wesentlichen Risikoarten strebt die BFL GmbH ein Risikomanagement auf einem Niveau an, welches jenem von strukturell und größenmäßig vergleichbaren Instituten entspricht ("BestPractice-Grundsatz" im Rahmen der Proportionalität).

Bei intransparenter Risikolage oder methodischen Zweifelsfällen ist dem Vorsichtsprinzip der Vorzug zu geben.

Die BFL GmbH richtet ihr Engagement grundsätzlich nur auf Geschäftsfelder, in denen sie über eine entsprechende Expertise zur Beurteilung der spezifischen Risiken verfügt.

Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht immer der dafür entwickelte Neu-Produkt-Prozess voraus.

Mit operationellen Risiken wird verantwortungsbewusst und offen umgegangen. Es ist das Ziel, aus Verlustereignissen zu lernen und die Prozesse entsprechend zu adjustieren.

Jede Führungskraft und jeder Mitarbeiter trägt dafür Sorge, dass operationelle Risiken vermieden bzw. aufgetretene Verluste gemeldet und analysiert werden. Die Erkenntnisse werden kontinuierlich zur Verbesserung der Verhinderung von operationellen Risiken verwendet.

Organisation des Risikomanagements

Die BFL GmbH beauftragt die BAWAG P.S.K. zur Erbringung der (Risiko-) Dienstleistungen über Service-Level-Agreements. Damit ist die BFL GmbH vollständig in das Risikomanagement der BAWAG Group eingebunden. Die Risikoentscheidungen stehen im Einklang mit den risikopolitischen Grundsätzen der BAWAG Group. Dabei stellt die BFL GmbH jeweils einen Ansprechpartner für die ausgelagerten Tätigkeiten (Revision, Risikocontrolling, Geldwäsche- und Betrugsprävention, MaRisk Compliance, IT-Sicherheit, Datenschutz).

Risikostrategie und Risikoappetit

Die BFL GmbH ist eine Tochtergesellschaft der BAWAG P.S.K. und damit in die gruppenweiten Risikostrategie eingebunden. Unabhängig dazu definiert die BFL GmbH auf Basis der Gruppenrichtlinien eine eigene Risikostrategie unter Bedachtnahme auf die besonderen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Im Rahmen der Gesamtverantwortung haben die Geschäftsleiter des übergeordneten Unternehmens einer Institutsgruppe bzw. eines Finanzkonglomerats eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation sicherzustellen. Diese muss insbesondere ein angemessenes und wirksames Risikomanagement auf Gruppenebene umfassen (§ 25 Abs. 1 FKAG i.V.m. § 25a Abs. 1 KWG).

Im Zusammenhang mit einem angemessenen und wirksamen Risikomanagement gilt es den Risikoappetit des Unternehmens zu definieren. Unter dem Begriff des Risikoappetits versteht die BFL GmbH Art und Umfang der Risiken, die das Institut gewillt ist zur Umsetzung des Geschäftsmodells und zur Erreichung der Geschäftsziele im Rahmen seiner Risikokapazität einzugehen. Unter der Risikokapazität wiederum wird die Höhe der Risiken verstanden, welche die BFL GmbH unter Aufrechterhaltung des Geschäftsmodells und ohne Gefährdung der Geschäftsziele einzugehen fähig ist. Sie ist im Wesentlichen durch die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse und die regulatorischen Eigenmittel determiniert. Die zentralen Aspekte des Risikoappetits der BFL bestehen aus qualitativen (Leitsätze) und quantitativen Vorgaben.

Qualitative Steuerung

Die nachstehenden risikopolitischen Leitsätze gelten als Rahmenbedingungen für die Risikoannahme innerhalb der BFL GmbH und bilden eine qualitative Verzahnung zwischen den Zielen der Geschäftsstrategie und dem Risikoappetit.

Risikoprofil:

In der BFL GmbH gilt der Grundsatz, dass Risiken bei allen Aktivitäten nur in dem Maße eingegangen werden, wie dies zur Erreichung ihrer geschäftspolitischen Ziele, unter Berücksichtigung des Leitmotivs, erforderlich ist und ein angemessenes Verständnis sowie die Expertise für die Messung und Steuerung der Risiken vorliegen. Die BFL GmbH verfolgt Finanzierungsgeschäfte in den Produktgruppen Leasing, Mietkauf und Miete mit den Rechtseinheiten BFL Leasing GmbH.

Liquiditätsausstattung:

Hinsichtlich der überjährigen Zahlungsflüsse (strukturelle Liquidität) besteht die Zielsetzung, das Aktivgeschäft weitgehend fristenkongruent zu refinanzieren. Zusätzlich bilden vorhandene Refinanzierungslinien und Überschussliquidität von Refinanzierungen einen eigenen Liquiditätspuffer.

Diversifikation und Konzentration

Durch das aktuelle Geschäftsmodell der BFL GmbH sind die Erträge breit über verschiedene Kundengruppen und Produkte diversifiziert. Hierzu trägt die Kombination aus unterschiedlichen Kundengruppen des gewerblichen Mittelstandes (Geschäfts- und Gewerbekunden sowie Mittelstand) mit breiter Kundenbasis und ein flächendeckendes Angebot von Finanzierungslösungen bei. Das Privatkundengeschäft wird geprüft. Risikokonzentrationen werden nur unter Berücksichtigung einer Abwägung der damit verbundenen Risiken und Erträge, z.B. auch durch Ausnutzung von Spezialisierungsvorteilen, eingegangen. Darunter fallen die durch das Geschäftsmodell inhärent gegebenen Konzentrationen auf, wie das Geschäft mit wenigen wichtigen Kunden oder Partnern sowie die stark abgeschriebenen Leasinggegenstände ohne Besicherungswert. Diese Konzentrationen werden jedoch über ein spezifisches Risikomonitoring in der BAWAG Group erfasst und in einem breiteren Konzentrationsrahmen auf Gruppenebene bewertet. Nicht geschäftspolitisch motivierte Konzentrationen versucht die BFL GmbH zu meiden. Es erfolgt ein enges Monitoring des Marktumfelds unter Beachtung der makroökonomischen Situation, die von den Funktionen der BAWAG Group wahrgenommen wird, bis eine spezifische Einheit auf BFL-Ebene eingerichtet wird.

Compliance Grundsätze

Die BFL GmbH sieht sich allen relevanten rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie internen Vorgaben der Compliance Funktionen verpflichtet. Die BFL GmbH hat daher die Compliance-Funktion etabliert, um die Einhaltung rechtlicher Regelungen sowie interner Vorgaben zu gewährleisten. Die nach dem Geldwäschegesetz erforderlichen Maßnahmen sind eingerichtet und umgesetzt. Korruption wird weder bei der BFL GmbH noch bei Geschäftspartnern oder sonstigen Dritten geduldet. Die BFL GmbH stellt die Einhaltung aller anwendbaren Sanktionen & Embargos organisatorisch sicher. Der Geldwäschebeauftragte der BFL GmbH, der an die BAWAG P.S.K. ausgelagert wurde, führt im Rahmen seiner Tätigkeit diverse Risikoanalysen durch, erstellt spezifische Richtlinien, verantwortet Überwachungsmaßnahmen im Rahmen des Konten- und Kundenmonitorings und ist für Schulungsmaßnahmen und Kontrollhandlungen zuständig. Die Software für das Kundenscreening wird von der BAWAG P.S.K. für die Gruppe betreut und zur Verfügung gestellt.

Angemessene Vergütungsstrukturen

Gemäß Vergütungsstrategie richtet die BFL GmbH die Vergütung ihrer Mitarbeiter am langfristigen Erfolg des Unternehmens aus - hierbei werden auch Risikoorientierung und -appetit mitberücksichtigt. Die Vergütung ist an den strategischen Zielen der BFL GmbH ausgerichtet. Die Vergütungsstrategie ist mit der gruppenweiten Vergütungspolitik kohärent. Die Vergütung soll keinerlei Anreize für eine unverhältnismäßig hohe Risikoannahme bieten und stets die Nachhaltigkeit der Ertragskraft der BFL GmbH sichern.

Mitigation sonstiger, nicht finanzieller Risiken

Die BFL GmbH muss im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit sonstige, nicht-finanzielle Risiken eingehen, deren komplette Vermeidung aufgrund der direkten Verbindung zum Tagesgeschäft nicht möglich ist. Die BFL GmbH ist sich dieser Risiken bewusst und versucht, diese durch geeignete Kontrollmechanismen und regelmäßige Überwachungen weitgehend zu mitigieren. Über bestehende Prozesse zum Management der operationellen Risiken werden relevante nicht-finanzielle Risiken gesteuert, überwacht und soweit möglich mit Kapital unterlegt. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die BFL GmbH alle wesentlichen Risiken in den Dimensionen Kapital, Ertrag und Liquidität im Blick hat und eine bewusste sowie unbewusste aggressive Risikoannahme vermeidet.

Quantitative Steuerung

Die BFL GmbH untersucht in regelmäßigen Abständen, idR quartalsweise, die Angemessenheit der Kapitalausstattung. Um eine strategiekonforme Entwicklung der Risiken sicherzustellen, wurden im Rahmen der konzernweiten Risikostrategiedefinition im Jahr 2021 entsprechende ICAAP Limits für die BFL GmbH definiert.

Das Kreditausfallsrisiko wird durch Anwendung des asymptotischen Merton-Modells unter Eliminierung von regulatorischen Parametern sowie unter Berücksichtigung von ökonomischen, nicht regulatorischen Point-in-Time (Pit) Risikoparametern und unter der Annahme eines gegebenen makroökonomischen Szenarios quantifiziert. Das Merton-Modell basiert auf der Annahme einer perfekten Diversifikation und berücksichtigt daher keine zusätzlichen unerwarteten Kreditrisikoverluste, die aus jeglicher Art von Portfoliokonzentrationen resultieren. Um zusätzliche Verluste aufgrund von Konzentrationen auf einzelne Kreditnehmer abzudecken, wendet die BFL GmbH - analog der BAWAG Group - den Ansatz von Gordy und Luetkebohmert (2007) an. Die Messung sowie die Überwachung des Zinsrisikos erfolgt über das Modell der BAWAG Group während die ökonomische Kapitalermittlung des operationellen Risikos für die gesamte BAWAG Group über ein Modell basierend auf dem zukünftigen SMA-Ansatz durchgeführt wird. Die sonstigen Risiken wurden mittels eines neu implementierten vereinfachten VaR-Modells quantifiziert. Der VaR wird auf Basis eines durchschnittlichen (typischen) Verlustes unter Berücksichtigung der durchschnittlichen historischen Verluste, der in einem Zeithorizont von 1 Jahr auftritt und der Angabe einer relativen Schwankungsbreite, wie stark der 1-Jahres-Verlust im Laufe der Zeit schwankt, berechnet.

Das ökonomische Kapital wurde basierend auf einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem 1-Jahres-Horizont abgeleitet.

Die BAWAG Group hat zur Einhaltung der internen Kapital Adäquanz bereits entsprechende Warning Levels definiert, die bei Erreichen der Schwellwerte eine vordefinierte Vorgehensweise auslösen. Die inhaltliche Verantwortung für den strategischen Planungsprozess liegt auf Ebene des Vorstandes, der die Planung verabschiedet. Dem Aufsichtsrat wird diese zur Kenntnis vorgelegt.

Die BFL GmbH vermeidet die Risikokonzentration auf einzelne Adressen. Bei intransparenter Risikolage oder methodischen Zweifelsfällen ist dem Vorsichtsprinzip der Vorzug zu geben.

Um die Refinanzierung der BFL GmbH sicherzustellen, wird der erwartete Refinanzierungsbedarf unter Berücksichtigung des geplanten Neugeschäftsvolumens und der Ergebnisse der Liquiditätsrisikostresstests der BAWAG Group berücksichtigt. Ziel dieser Liquiditätsrisikostresstests ist die Sicherstellung der Angemessenheit der Liquiditätsausstattung.

ICAAP & Stress Test

ICAAP & Stress Test - Internal Capital actual historic
(in ml) Dec 21 Q3 21 ΔQTD
Internal Capital 52,1 53,8 (1,7)
Buffer at MB discretion 25,0 26,7 (1,7)
Internal Capital allocated to risks 27,1 27,1 0,0
Total Risk 13,1 12,5 0,6
Internal Capital utilization 1 25,1 % 23,3 %
Average Capital utilization 48,3 % 46,1 %
ICAAP & Stress Test - Risk Utilization limit utilization
(in ml) baseline adverse 1
Credit Risk 14,00 6,42 46 % 6,47 46 %
Market Risk 5,00 1,08 22 % 1,08 22 %
Operational Risk 6,00 3,46 58 % 3,50 58 %
Other Risks buffer 2,14 2,14 2,14
Total Risk 27,14 13,09 48 % 13,19 49 %

1 The Internal Capital utilization increased by 1.8 % in comparison to Q3 2021 mainly due to a reduction in the Internal Capital.
2 The ICAAP total limit utilization in the baseline scenario is 48 % and in the adverse scenario is 49 %.

Die BAWAG Group führt in regelmäßigen Abständen (quartalsweise) entsprechend der regulatorischen Anforderungen gem. MaRisk für die BFL GmbH ein Reporting und Monitoring der ICAAP Limits durch. Die die o.a. Grafik zeigt die Risikotragfähigkeit für alle Risikoarten der BFL GmbH im Base Line- und Stress-Szenario. Das Kreditrisiko im Base Line Szenario liegt bei EUR 6,4 Mio., das operationelle Risiko bei EUR 3,5 Mio., das Marktrisiko bei EUR 1,1 Mio. und die sonstigen Risiken bei EUR 2,1 Mio. Diesem Gesamtrisiko steht ein internes Kapital von EUR 52,1 Mio. (inkl. Buffer) gegenüber. Sowohl im Base Line Szenario als auch im Stress Szenario liegt die BFL GmbH innerhalb der definierten Risikotragfähigkeit. Die einzige Ausnahme stellen die sonstigen Risiken dar - es erfolgt bei den Risikoarten, die der Risikokategorie "sonstigen Risiken" zugeordnet sind, keine quartalsmäßige Quantifizierung und somit entspricht die Auslastung dem jeweiligen Limit.

Risikosteuerung

Die Einzelrisikosteuerung erfolgt im Rahmen der Kreditkompetenzordnung und Kreditprozessbeschreibungen der BFL GmbH, unter Berücksichtigung der konzernweiten Vorgaben. Die Rahmenbedingungen für eine Kreditentscheidung sind gruppenweit in einem einheitlichen Kredithandbuch festgelegt.

Kreditentscheidungen in der Einzelrisikosteuerung basieren grundsätzlich auf den Säulen Bonität, Leistbarkeit, Sicherheiten und Vertrag. Es gilt, dass die Bonität und Leistbarkeit wesentlicher und notwendiger, nicht aber ausschließlicher Informationsbestandteil der Bewertung ist.

Rating- und Entscheidungssysteme

Kernbestandteil einer zielgerichteten Risikosteuerung ist der Einsatz von Scoring- und Ratingsystemen.

Folgend der Integration der BFL GmbH in die BAWAG Group werden für Geschäfts- und Gewerbekunden bis zu einem BFL - Gesamtexposure von EUR 250,0 Tsd. ein sogenanntes "vereinfachtes" Scoringverfahren angewendet inklusive einer automatisierten Entscheidung. Darüber hinaus werden die Scoring- und Ratingverfahren der BAWAG Group benutzt.

Die eingesetzten Verfahren stellen dabei auf die jeweiligen intern und extern erhobenen Ausprägungen und Besonderheiten in den Kundengruppen ab. Die Ermittlung des erwarteten Verlustes bei Ausfall berücksichtigt kunden- und vertragsspezifische Merkmale.

Die Ergebnisse aus der Bonitätsanalyse und die Werthaltigkeit der Objekte bilden in Abhängigkeit von der Produktgruppe/Vertragsart, dem Gesamtengagement sowie dem Schuldnerengagement die Entscheidungsgrundlage für neue Finanzierungsanträge. Zusätzlich können einzelne Entscheidungskriterien mit in die Kreditentscheidung (manuell) einfließen.

Einzelrisikosteuerungsebenen

Die Betrachtungsebene ist die "Gruppe verbundener Kunden" nach Artikel 4 Abs. 1 (39) CRR als auch das Einzelengagement.

Die BFL GmbH unterscheidet die Segmente Standardmengengeschäft (Gesamtengagement bis zu 250,0 Tsd. €) und Individualgeschäft (über 250,0 Tsd. €).

Nachfolgend werden die Dimensionen der Einzelrisikosteuerung dargestellt.

Kundenbonität

Die Ratingskala der BAWAG Group setzt sich aus 7 Hauptklassen (1-7), die in insgesamt 21 Ratingklassen (1.1 bis 7) untergliedert werden, und der Ausfallklasse 8 zusammen.

Im Segment Standardmengengeschäft bis 250,0 Tsd. € werden Bonitäten anhand von Risikoklassen im automatisierten Prozess systemseitig akzeptiert bzw. vorläufig abgelehnt. Die weitere Prüfung erfolgt durch die zuständige Risikoeinheit. Im Segment über 250,0 Tsd. bis 1,0 Mio. € und Segment über 1,0 Mio. € erfolgt ebenso eine Begrenzung mit Risikoklassen. Die Entscheidung erfolgt entsprechend der Kompetenzordnung.

In Abhängigkeit von der Art des Objektes können in der schriftlich fixierten Ordnung oder aufgrund risikopolitischer Entscheidungen auch strengere Bonitätsanforderungen festgelegt werden. Bonitätsanforderungen werden laufend reviewed, bei Bedarf entsprechend dem Risikoappetit angepasst und sind im Kredithandbuch angeführt.

Sicherheiten

Die primären Sicherheiten für Leasing, Mietkauf und Miete sind die zu finanzierenden Objekte. Die Vertragsart und die Vertragsgestaltung sind weitere wesentliche Faktoren zur Steuerung des Risikos.

Zur Reduzierung des Blankoanteils werden bei Bedarf sekundäre Sicherheiten, z. B. (Bank-) Bürgschaften, Bankgarantien, Rückkaufvereinbarungen und Restwertgarantien, Vorauszahlungen vereinbart.

Es gilt der Grundsatz, dass kein Geschäft nur aufgrund der Sicherheiten dargestellt wird.

Finanzierbare Objekte

Es werden grundsätzlich alle Objekte finanziert, die im Einklang mit den Werten der BAWAG Group sowie den Prinzipien der Nachhaltigkeit stehen und für die die notwendige Objektexpertise vorhanden ist. Details hierzu sind im Kredithandbuch der BFL GmbH geregelt (z.B. Berücksichtigung ausgeschlossene bzw. kritische Objekte).

Limit Größe und Blankoanteil

Die Limit Größe eines Engagements ist grundsätzlich abhängig von der Bonität des Kunden unter Berücksichtigung der Kreditlimitsteuerung der BAWAG Group.

Laufzeit

Die Laufzeit der Finanzierungen orientiert sich an der Afa-/wirtschaftlichen Nutzungsdauer der zu finanzierenden Objekte.

Region

Für die Produktgruppen ist der Kernmarkt Deutschland. Ein Ausbau in die DACH Region wird geprüft.

Risikoinventur

Im Rahmen der Risikoinventur wird identifiziert, welche Risiken durch den Vertrieb der einzelnen Lösungen entstehen, d.h. anhand eines Risikokataloges werden alle darin beschriebenen Risiken entsprechend evaluiert und als wesentlich, nicht wesentlich oder nicht relevant für die BFL GmbH klassifiziert. Die Ergebnisse der Risikoinventur wurden in die Aktualisierung der Risikostrategie eingepflegt.

Nachfolgend werden die Risiken, denen die BFL GmbH ausgesetzt ist, erläutert:

Kreditausfallrisiko

Das Kreditausfallsrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aus dem Ausfall von Gegenparteien (Kreditnehmer, Kontrahenten, Emittenten).

Die Grundlage für die Messung des Kreditrisikos bildet die Definition des Kreditbegriffs nach §19 KWG in Verbindung mit Art. 387ff CRR.

Das Kreditausfallsrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich klassifiziert.

Die nachfolgenden Tabellen geben einen detaillierten Überblick über die Entwicklung des Gesamtportfolios sowie der einzelnen Geschäftssegmente im Jahr 2021.

Executive Summary - Credit Risk
as of December 2021

Asset development by IFRS stage (econ.), In €m

Development total reserves, In €m

(in m€) Exposure Book value (BV) econ.
Total Stage 1 Stage 2 Stage 3 Total
Current 440 394 24 23 440
PM 429 300 110 18 429
PQE 446 372 50 24 446
PYE 502 430 102 30 562
Leasing Movables
Current 438 391 24 23 438
PM 426 298 110 18 426
PQE 444 370 50 24 444
PYE 502 430 102 30 562
Car Leasing
Current 3 3 - - 3
PM 3 2 0 - 3
PQE 2 2 0 - 2
PYE - - - -
(in m€) Reserves
Total Stage 1 Stage 2 Stage 3 Total PF
Current 0.3 0.1 12.2 12.5 0.0
PM 0.2 0.2 10.7 11.0 0.0
PQE 0.4 0.4 10.7 11.4 0.0
PYE 0.2 0.5 7.6 8.2 -
Leasing Movables
Current 0.2 0.1 12.2 12.5 0.0
PM 0.1 0.2 10.7 11.0 0.0
PQE 0.3 0.4 10.7 11.4 0.0
PYE 0.2 0.5 7.6 8.2 -
Car Leasing
Current 0.0 - - 0.0 -
PM 0.0 0.0 - 0.0 -
PQE 0.0 0.0 - 0.0 -
PYE - - - - -
(in m€) Reserve ratio (over BV) econ. NPL IFRS
Total Stage 1 Stage 2 Stage 3 Total Exposure Ratio
Current 0.1 % 0.5 % 52.9 % 2.8 % 23.0 1 5.2 %
PM 0.1 % 0.2 % 58.4 % 2.6 % 18.3 4.3 %
PQE 0.1 % 0.7 % 44.2 % 2.6 % 24.1 5.4 %
PYE 0.0 % 0.5 % 25.6 % 1.5 % 28.1 5.6 %
Leasing Movables
Current 0.1 % 0.5 % 52.9 % 2.9 % 23.0 5.3 %
PM 0.0 % 0.2 % 58.4 % 2.6 % 18.3 4.3 %
PQE 0.1 % 0.7 % 44.2 % 2.6 % 24.1 5.4 %
PYE 0.0 % 0.5 % 25.6 % 1.5 % 28.1 5.6 %
Car Leasing
Current 0.8 % - - 0.8 % - 0.0 %
PM 1.7 % 1.5 % - 1.7 % - 0.0 %
PQE 1.6 % 10.3 % - 1.9 % - 0.0 %
PYE - - - - - -
(in m€) Total Risk Cost (In m€) Risk Cost bp
Current 1.5 403bp
PM (0.4) (103 bp)
PQE (2.0) 174bp
PYE 0.7 56bp
Leasing Movables
Current 1.5 411bp
PM (0.4) (101bp)
PQE (2.0) (175bp)
PYE 0.9 68bp
Car Leasing
Current (0.0) (981bp)
PM (0.0) (21bp)
PQE 0.0 740bp
PYE - -
Exposure Cash Coverage
( %)
Stage 1 Stage 2 Stage 3 Total
Current 0.1 % 0.5 % 2 52.8 % 2.8 %
PM 0.1 % 0.2 % 58.4 % 2.6 %
PQE 0.1 % 0.7 % 44.2 % 2.6 %
PYE 0.0 % 0.5 % 27.1 % 1.6 %

1 NPL Ratio improved to 5.2 % (-0.2 % QtQ) following decrease of NPL Exposure by 1.1m.
2 NPL cash coverage ratio inceased by 25.7 % to 52.8 % YTD due to higher 53 reserves and lower NPL exposure

Risikokosten und erwarteter Kreditverlust

Folgend den IFRS 9 Standard wird für die nicht wertgeminderte Forderungen der Expected Credit Loss - ECL) gerechnet entweder über die nächsten 12 Monate (Stage 1 ECL) oder bei Forderungen welche erhöhtes Kreditrisiko ausweisen für die gesamte Restlaufzeit der Forderung (Stage 2 ECL). Bei ausgefallenen Forderungen werden Wertberichtigungen entsprechend der aktuell gültigen BAWAG Group EWB Methodik gerechnet.

Die folgenden Grafiken geben einerseits einen Überblick über die Risikokosten (ARC YTD) per 31.12.2021 und zeigen andererseits die Entwicklung der Stage 1-3 Reserven über das Jahr 2021.

Risk costs
as of December 2021

Risk costs development actual historic
Dec 21 Q4 21 Q3 21 ΔQTD
Stage 1 Expected Credit Loss 0.09 (0.12) 0.17 (0.29)
Stage 2 Expected Credit Loss (0.09) (0.26) 0.20 (0.46)
Stage 3 provisions 1.47 1.27 (2.35) 3.62
Loan loss provisions (net) 1.47 1.47 (2.35) 3.82
Write offs 0.00 (0.20) - (0.20)
Other reserves - - - -
Operational Risk - 0.02 - 0.02
Total Risk Costs 1.46 0.91 (1.98) 2.89
Risk costs development historic
FY 21 FY 20 ΔYTD
Stage 1 Expected Credit Loss 0.10 (0.88) 0.98
Stage 2 Expected Credit Loss (0.24) (0.42) 0.17
Stage 3 provisions 4.09 3.77 0.32
Loan loss provisions (net) 4.52 3.77 0.75
Write offs (0.43) - (0.43)
Other reserves - - -
Operational Risk 0.02 - 0.02
Total Risk Costs 3.96 2.34 1.62

Risk costs development (in m€)

Reserves Development (in m€)

Cost of risk ratio (in bp)

Konzentrationsrisiko als Teil des Kreditrisikos

Konzentrationsrisiken in Kreditportfolien entstehen aus einer ungleichmäßigen Verteilung von Kreditforderungen gegenüber einzelnen Kreditnehmern sowie in Industrie- und Dienstleistungssektoren oder in geographischen Regionen. Ein weiteres Konzentrationsrisiko, das auf Ebene der BAWAG Group betrachtet wird, ist jenes in Zusammenhang mit möglichen Sicherheiten-Konzentrationen. Darunter sind unerwünschte Konzentrationen gegenüber Unternehmen, die die Sicherheiten ausgeben, um das Kreditrisiko des zugrundeliegenden Engagements zu mindern, zu verstehen. Auf Portfolioebene könnten solche Konzentrationen möglicherweise den Wert der Risikominderung, die auf der Ebene der einzelnen besicherten Kredite berücksichtigt wird, erheblich verringern.

Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur wurden für die BFL GmbH das Einzelkunden- und das Sicherheitenkonzentrationsrisiko als nicht wesentlich eingestuft, während das Branchenkonzentrationsrisiko sowie das Konzentrationsrisiko in geographischen Regionen als nicht relevant klassifiziert wurden.

Rating- und Branchenverteilung

Zum Stichtag 31.12.2021 unterteilt sich das Portfolio der BFL GmbH in folgende Ratingklassen und Branchen.

Risk class distribution actual historic
in % Dec 21 Q3 21 Q2 21 Q1 21 Q4 20
RK 1/RK 2 12 % 5 % 5 % 5 % 5 %
RK 3/RK 4 33 % 33 % 31 % 27 % 28 %
RK 5.1/RK 5.2 33 % 38 % 36 % 41 % 33 %
RK 5.3/RK 5.4 10 % 10 % 10 % 10 % 9 %
RK 6 2 % 2 % 2 % 3 % 1 %
RK 7 10 % 7 % 7 % 10 % 18 %
RK S 0 % 6 % 10 % 5 % 6 %
Industry distribution Actual historic
in % Dec 21 Q3 21 Q2 21 Q1 21 Q4 20
Services 42 % 41 % 42 % 45 % 45 %
Engineering & B-2-B 26 % 28 % 28 % 28 % 28 %
B-2-C 7 % 7 % 7 % 7 % 7 %
Pharmaceuticals & Health Care 6 % 6 % 6 % 6 % 6 %
Media 6 % 5 % 5 % 5 % 5 %
Utilities 6 % 5 % 5 % 1 % 1 %
Construction & Building Materials 3 % 3 % 3 % 3 % 3 %
Real Estate 3 % 3 % 3 % 3 % 3 %
Automotive 2 % 2 % 2 % 2 % 2 %
Other 2 % 2 % 2 % 2 % 2 %

Migrationsrisiko

Das Migrationsrisiko wird gemäß den Gruppenstandards der BAWAG Group als Teil des Kreditrisikos geführt und bezeichnet das Risiko der Wertminderung von Forderungen aufgrund der Verschlechterung der Bonität des Schuldners, ohne dass bereits ein Ausfall eingetreten ist.

Im Rahmen der Risikoinventur wurde dieses Risiko als nicht wesentlich eingestuft.

Restrisiko aus Kreditrisikominderung einschließlich Tilgungsträgerrisiko und Restwertrisiko

Das Restrisiko aus dem Einsatz von Kreditrisikominderungstechniken bezieht sich auf das Risiko, dass die von der Aufsichtsbehörde akzeptierten und vom Kreditinstitut eingesetzten Kreditrisikominderungstechniken weniger wirksam sind als erwartet. Im Rahmen der Risikoinventur wurde dieses Restrisiko als nicht wesentlich gemäß Experteneinschätzung eingestuft - die Sicherheitenwerte werden unter Berücksichtigung von konservativen Haircuts vorgenommen. Darüber hinaus werden nachteilige Sicherheitenschwankungen im Rahmen von Stresstests berücksichtigt und es bestehen gut etablierte Sicherheitenmanagementprozesse.

Unter Tilgungsträgerrisiko versteht man, dass ungünstige Wechselkurs- und Vermögenspreisentwicklungen bei Fremdwährungskrediten, die an Tilgungsträger gekoppelt sind, eintreten können. Für die BFL GmbH hat dies jedoch keine Relevanz, da keine Tilgungsträger genutzt werden.

Das Risiko, dass ein Leasinggegenstand nur zu einem Preis weiterverkauft oder -vermietet werden kann, der unter dem Restwert des jeweiligen Gegenstandes liegt, wird unter dem Begriff Restwertrisiko subsummiert. Ein potenzielles Restwertrisiko kann seitens der BFL GmbH ausgeschlossen werden, da Leasingverträge, bei denen ein solches Risiko auftreten könnte, nicht genutzt werden.

Zinsrisiko

Das Marktrisiko im engeren Sinne bezieht sich auf Verluste aus Finanzinstrumenten bzw. anderen Vermögenswerten, die durch eine Veränderung der Marktpreise oder preisbeeinflussenden Parameter verursacht werden. Gemäß Definition der BAWAG Group wird die Risikoart Zinsrisiko in Abhängigkeit der Entstehung der risikobehafteten Positionen in Zinsrisiko im Anlagebuch und Zinsrisiko im Handelsbuch untergliedert.

Für die BFL GmbH ist die Risikounterart Zinsrisiko im Anlagebuch relevant. Die BFL GmbH hat kein Zinsrisiko im Handelsbuch, der Aufbau eines Handelsbuches ist auch nicht geplant. Aus diesem Grund und zur besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf den Zusatz "im Anlagebuch" verzichtet.

Das Zinsrisiko der BFL GmbH entsteht durch nicht fristenkongruente Refinanzierung.

Die BFL GmbH refinanziert sich durch die Aufnahme von Darlehen, im Wesentlichen über die BAWAG Group (Treasury). Die Refinanzierung erfolgt fristenkongruent (Übereinstimmung der Fristen von Zinsbindung), somit besteht kein wesentliches Zinsrisiko. Ein knappes "Working Balance" - PVBP Limit stellt sicher, dass keine Zinsrisikoposition eingegangen wird.

Price Value of a Basis Point (PVBP) gibt den absoluten Geldbetrag an, um den sich der Preis eines Finanzinstruments bzw. eines Portfolios theoretisch ändern würde, wenn das Marktzinsniveau um einen Basispunkt (0,01 Prozentpunkte) steigt oder fällt. Zusätzlich zum Gesamt-PVBP werden auch die Sensitivitäten gegenüber einzelnen "Tenors" der Zinskurve in Form von Key Rates ermittelt:

Market Risk

Dezember 2021

Interest Rate Risk

IRR Sensitivity (PVBP), in EUR thd <1Y 2Y 3Y 4Y 5Y 6Y
BFL Leasing - 3 1 5 2 6 1
Limit Usage (Total +/-20 thd)
IRR Sensitivity (PVBP), in EUR thd 7Y 8Y 9Y 10Y >10Y
BFL Leasing 2 - 1 - 1 - 1 - 1
Limit Usage (Total +/-20 thd)
IRR Sensitivity (PVBP), in EUR thd actual m prev m Δ
BFL Leasing 10 13 - 3
Limit Usage (Total +/-20 thd) 48 % 63 % -15 %

The present value of basis point (PVBP) denotes the change in the price of a portfolio given a basis point change in the yield curve. It tells how much the positions will gain or lose for a 0.01 % per annum parallel movement in the yield curve.

Interest Rate Risk Stress Tests, in EUR mn -200bp -145bp -110bp -50bp -25bp +25bp
BFL Leasing - 1,2 - 0,9 - 0,7 - 0,3 - 0,1 0,1
Interest Rate Risk Stress Tests, in EUR mn +50bp +110bp +145bp +200bp +300bp BCBS UP
BFL Leasing 0,3 0,6 0,8 1,1 1,6 1,1
Interest Rate Risk Stress Tests, in EUR mn BCBS DOWN BCBS Flat BCBS Steep
BFL Leasing - 0,5 - 0,2 0,1

The table shows the impact of various interest rate scenarios for the total portfolio of BFL Leasing. The calculation is based on the full valuation DCF method.

Die Messung sowie die Überwachung des Zinsrisikos erfolgt über das Modell der BAWAG Group. Der Bericht wird monatlich erstellt.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass Geldmittel zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen.

Die Refinanzierung erfolgt fristenkongruent entsprechend der geltenden Refinanzierungsstrategie. Die Refinanzierung erfolgt innerhalb der BAWAG Group. Die BAWAG Group verfolgt den Ansatz das Liquiditätsmanagement überwiegend zentral zu steuern. Die BAWAG P.S.K. AG agiert dabei als zentrale Liquiditätsdrehscheibe und hält den Großteil des Liquiditätspuffers für den gesamten Konzern. Die konzernexternen Geschäfte der BFL GmbH werden in den konsolidierten Liquiditätskennzahlen der BAWAG Group berücksichtigt (sowohl aufsichtsrechtliche Kennzahlen wie LCR, NSFR als auch interne Kennzahlen, z.B. FACE).

Die Liquiditätsabflüsse sind grundsätzlich durch Bankenlinien und eigene Überschussliquidität gedeckt. Im Regelfall liegen zwischen einer genehmigten Finanzierungsanfrage und der Abrechnung bzw. Auszahlung eines Vertrages einige Arbeitstage, sodass die Liquiditätsabflüsse planbar sind.

Operationelles Risiko

Unter Operationellem Risiko wird das Risiko eines Verlustes verstanden, der durch menschliches Verhalten, technologisches Versagen, unangemessene bzw. fehlerhafte Prozesse/ Projektmanagement sowie durch externe Ereignisse hervorgerufen wird. Das Operationelle Risiko beinhaltet unter anderem die Risikounterarten Betrugsrisiko, IT-Risiko, Auslagerungsrisiko, Rechts- und Compliance Risiko.

Es können operationelle Risiken aus der manuellen Bearbeitung von teilweise noch bestehenden heterogenen und komplexen Vorgängen entstehen. Die wichtigsten Faktoren für die Vermeidung dieser Risiken sind daher gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter, der offene Umgang mit akuten und latenten Risiken sowie der Ausbau der Automatisierung und damit implizit die Verringerung fehleranfälliger manueller Bearbeitungsprozesse. Bei der Gestaltung und Umsetzung wird präventiven Maßnahmen, wo möglich, der Vorzug gegeben.

Weiterhin verfolgt die BFL GmbH den Ansatz, ein stringentes internes Kontrollsystem zu etablieren und Kontrollen zu automatisieren, sofern die Investition in wirtschaftlich sinnvollem Verhältnis zur Reduzierung der Risiken und des gegebenen manuellen Bearbeitungsaufwands stehen.

Durch das automatisierte Kontrollsystem sollen Prozessfehler minimiert werden, die Anforderungen an die Informationstechnologie, insbesondere in Bezug auf die Informationssicherheit, die Performanz und Stabilität der eingesetzten Anwendungen und das Management steigen jedoch stetig an (IT-Risiko). Um den gestiegenen Anforderungen an die Informationssicherheit Rechnung zu tragen, werden die Vorgaben vom CISO der Gruppe (Chief Information Security Officer) festgelegt. Die CISO-Funktion identifiziert, misst, bewertet, steuert und berichtet das Risiko der unberechtigten Einsichtnahme, Veröffentlichung, Weitergabe und Veränderung, der Nichtverfügbarkeit, des Verlustes oder Diebstahls sowie unangemessener Zugriffe auf Informationswerte und wirkt diesem Risiko durch Gewährleistung eines der Bedrohungslage angemessenem Sicherheitsniveaus entgegen.

Die CISO-Funktion hat hierfür ein Informationssicherheit Management implementiert, welches Methoden und Verfahren zur nachvollziehbaren Identifikation, Bewertung, Dokumentation und Berichtserstattung von Informationsrisiken definiert.

Die BFL GmbH setzt in betriebswirtschaftlich sinnvollem Maß Individuelle Datenverarbeitung (IDV) ein. Es erfolgt ein jährlicher Überprüfungsprozess von IDV mit hohem Schutzbedarf für eine mögliche Überführung in eine Operative Datenverarbeitung (ODV). Neue IDV haben den IT-Anforderungs-/Projektpro-zess zu durchlaufen.

Zur Steuerung Operationeller Risiken werden innerhalb der BAWAG Group qualitative und quantitative Steuerungsgrößen verwendet. Es werden vorwiegend die folgenden drei Instrumente eingesetzt: Verlustdatensammlung, Risk Control Self Assessments (RCSA) und Risikoindikatoren. Innerhalb eines einheitlichen Rahmens identifizieren und bewerten alle Bereiche und Tochtergesellschaften jährlich ihre wesentlichen operationellen Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen. Dies beinhaltet die Bewertung individueller Kontrollen und die Schätzung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes von Verlusten aus den einzelnen Risiken. Übersteigt das Risikopotenzial ein definiertes Limit, ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend vorgesehen.

Die Identifikation und Bewertung der potenziellen Risiken und Maßnahmen bei Ad-hoc-Themen erfolgt durch klar definierte Prozesse insbesondere für Auslagerungen und Produkteinführungen.

Ziel des Managements operationeller Risiken ist es, auf Basis identifizierter Prozessschwächen und identifizierter Schäden und Schadenshäufungen, Maßnahmen zu entwickeln, die geeignet sind, ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden. Die Entwicklung dieser Maßnahmen folgt der Prämisse, dass das Schadenspotential und die Kosten zur Umsetzung der Maßnahme so abzuwägen sind, dass diese im Sinne der BFL GmbH in wirtschaftlich sinnvollem Verhältnis stehen bzw., dass auf eine Maßnahme explizit verzichtet (Risikoakzeptanz) und dies explizit genehmigt wird (Risikoappetit).

Die ökonomische Kapitalermittlung (ICAAP) des operationellen Risikos erfolgt für die gesamte BAWAG Group über ein Modell basierend auf dem zukünftigen SMA Ansatz.

Das Rechts- und Compliancerisiko ist in der BFL GmbH in der Definition ebenso eingeschlossen wie das Betrugsrisiko 1 . Betrugsrisiken können interne und externe Ursachen haben. Unter internen Betrugsfällen werden Diebstahl, Betrug oder sonstige unbefugte Handlungen durch Mitarbeiter verstanden. Externe Betrugsfälle zulasten des Instituts sind von Externen begangene Straftaten, Ordnungswidrigkeiten oder sonstige vergleichbare Verhaltensweisen, die geeignet sind, einen materiellen Schaden beim Institut herbeizuführen oder eine Schadensersatzpflicht des Instituts gegenüber Dritten auszulösen. Durch kontinuierliche Aktualisierung der geschäfts- und kundenbezogenen Sicherungssysteme und automatisierten Kontrollen soll die Auswirkung externer Betrugsfälle vermindert werden. Die Schnittstelle zur Überwachung sonstiger strafbarer Handlungen iSd § 25c KWG wird durch eine gesonderte A&O geregelt.

Weitere Bestandteile des Maßnahmenmanagements zur Reduzierung des operationellen Risikos sind das Notfall- und Katastrophenmanagement sowie die Überwachung der Outsourcing Aktivitäten. Sachverhalte des Datenschutzes werden zwischen Operational Risk Management und dem Datenschutzbeauftragten ausgetauscht und fließen implizit in die Bewertung operationeller Risiken ein.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko ist das Risiko negativer Auswirkungen, die aus einer Schädigung der Reputation (in den Augen der interessierten Öffentlichkeit, wie Kapitalinvestoren/Kreditgeber, Mitarbeiter, Kunden, Presse, usw. in Bezug auf Kompetenz, Integrität und Zuverlässigkeit) eines Unternehmens entstehen könnten.

Die BFL GmbH ergreift zur Vermeidung von Schäden aus Reputationsereignissen präventive Maßnahmen (z.B. Kunden- und Partnerbefragungen, aktive Beschwerdebearbeitung und Ableitung von Verbesserungspotentialen). Prüfungsfeststellungen durch die Aufsicht werden zeitnah abgearbeitet. Darüber hinaus wird das Bewusstsein für potenzielle Reputationsrisiken innerhalb der BFL GmbH durch ein zentrales Kommunikationsmanagement im Rahmen von geplanten BFL Meetings gestärkt.

Das Reputationsrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als nicht wesentlich eingestuft.

1 Das Veritätsrisiko ist im Kreditrisiko berücksichtigt.

Makroökonomisches Risiko

Das makroökonomische Risiko berücksichtigt potenzielle Verluste, die durch die Änderung von makroökonomischen Risikofaktoren (wie z.B. eine signifikante Verschlechterung der realen BIP-Wachstumsrate, einem erheblichen Anstieg der Arbeitslosenquote, etc.) einhergehen können. Generell werden makroökonomische Faktoren bei der Quantifizierung der einzelnen Risikoarten mittels validierter Modelle berücksichtigt und zusätzlich die Auswirkungen makroökonomischer Veränderungen im Rahmen interner Stresstests kontrolliert.

Die systematische Vertriebsunterstützung und die Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner mit dem Fokus auf deren gewerbliche Kunden sowie der Ausbau von Datenhaushalten führen zu zusätzlichen Ertragschancen und reduzieren langfristig das makroökonomische Risiko.

Das makroökonomische Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als nicht wesentlich eingestuft.

Geschäftsrisiko

Der Begriff Geschäftsrisiko bezeichnet mögliche negative Auswirkungen auf Kapital und Ertrag aufgrund von Geschäftsentscheidungen, unzureichender Umsetzung von Entscheidungen oder eines Defizits bei der Anpassung an Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld. Es beinhaltet Verluste aufgrund rückläufiger Erträge (Nicht-Erreichung von Ertragszielen, inadäquate Diversifizierung von Ertragsstrukturen oder Profitabilitätsanforderungen), die nicht durch Kosteneinsparungen kompensiert werden können.

Ein periodischer Planungs- und Forecasting-Prozess für die BFL GmbH ist etabliert. Darüber hinaus findet eine periodische Überwachung und Berichterstattung der BFL GmbH-Ergebnisse statt und wird der Geschäftsführung der BFL GmbH vorgelegt.

Das Geschäftsrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als nicht wesentlich eingestuft.

Pensionsrisiko

Das Pensionsrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass die entsprechenden Rückstellungen nicht ausreichend hoch sind, um potenzielle Verluste zu decken. Die Pensionsrückstellungen werden jährlich extern berechnet und aufgrund der Ergebnisse entsprechend angepasst. Dabei kommen übliche Berechnungsmethoden zur Anwendung. Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem deutschen Recht und den IFRS-Vorgaben. Die BFL GmbH geht davon aus, dass künftige Pensionszahlungen durch die Pensionsrückstellungen gedeckt sind.

Das Pensionsrisiko wurde als nicht wesentlich im Rahmen der Risikoinventur klassifiziert.

ESG-Risiko

ESG steht für Environmental, Social, Governance und bezieht sich auf finanzielle Risiken, die sich aus dem Klimawandel, Umweltzerstörung, sozialen und ethnischen Fragen ergeben. Sie haben negative Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens. Um mögliche ESG-Risiken zu reduzieren hat die BAWAG Group bereits eine sogenannte "Verbots- und Beschränkungsliste" etabliert.

Das ESG-Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als nicht wesentlich eingestuft.

Die BFL GmbH verfolgt im Geschäftsmodell den Weg der Digitalisierung und finanziert IT Hard- und Software. Die Nachfrage nach diesen Produkten wird in Zukunft wachsen.

D Prognose- und Chancenbericht

Zukunftsfähig wachsen und Synergien ausschöpfen

Das Neugeschäft der Leasing-Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 trotz der Corona-Pandemie etwas besser als 2020 entwickelt. Es gab im Bereich Mobilien-Leasing einen kleinen Zuwachs von 0,6 %, allerdings konnte das Niveau von 2019 noch nicht erreicht werden. Für das Jahr 2022 ist weiterhin von einer außergewöhnlichen wirtschaftlichen Sondersituation auszugehen. Diese ist im ersten Quartal des Jahres 2022 deutlich spürbar, das Neugeschäft entwickelt sich verhalten, belastet auch durch erneut stark steigende Infektionen. Diese Effekte dämpfen die weltwirtschaftliche Dynamik im Jahr 2022.

Ungebrochen davon ist der Trend "Miete". Kunden wollen wie in den Vorjahren weniger kaufen und suchen nach Finanzierungslösungen im Leasing- und Mietbereich, insbesondere zur Finanzierung von Hard-/ Software und Serviceleistungen.

Diesem Trend ist sich die BFL GmbH bewusst, arbeitet kontinuierlich an Produktverbesserungen für Leasing und Miete und optimiert hier ihre Prozesse. Wichtig ist hierbei auch die Reduktion von Medienbrüchen. Diese Maßnahmen steigern die Effizienz und die Schnelligkeit des Geschäfts.

Mit der BAWAG Group wurde ein Partner gefunden, der sich für die BFL Leasing GmbH als strategischen Partner entschieden hat, um gemeinsam in den deutschen Markt hineinzuwachsen und mittel- bis langfristig gemeinsames Wachstum zu generieren. Das übergreifende Ziel ist, die BFL GmbH nachhaltig zu stärken und sie im Sinne der oberen Muttergesellschaft, der BVB-Gesellschafter, der aktiven Vertriebspartner und der Mitarbeiter zukunftsfest weiterzuentwickeln.

Die BFL GmbH ist seit Oktober 2019 komplett auf die IT Infrastruktur der BAWAG Group migriert. Seit Oktober 2019 erbringt die BAWAG Group Leistungen im Rahmen der vollständigen Integration (z.B. wesentliche Teile des Risikomanagements, Personal, Compliance und Geldwäsche, Treasury, IT, Controlling und Rechnungswesen) für die BFL GmbH.

Die Refinanzierung des Portfolios erfolgt seit Mai 2019 zu 100 % innerhalb der BAWAG Group.

Wie auch in den Jahren davor lag der Fokus 2021 in der breiteren Integration der BFL in der BAWAG Gruppe. Die günstige Kostenstruktur verbunden mit der effizienten IT-Plattform rüsten die BFL GmbH in der BAWAG Gruppe gut für die zukünftigen Herausforderungen während und nach der Pandemie.

Für das Jahr 2022 hat die BFL GmbH im Kerngeschäft ein Neugeschäftsvolumen von ca. 270 Mio. € bei annähernd gleicher Zinsmarge wie 2021 geplant.

Aufgrund des Marktumfelds wird 2022 der Fokus auf dem Bereich Key Account liegen, da sich bereits zeigt, dass größere Partner und Kunden bessere Lieferketten aufweisen. Das Geschäftsfeld Automotive soll weiter wachsen, ist allerdings aufgrund des schwierigen Umfelds nicht im Fokus für 2022.

Ergebnisverwendung

Der vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 mit einer Bilanzsumme von EUR 424.355.798,22 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.978.345,44 wurde am 14. Juli 2022 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.284.037,19 (resultierend aus einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 11.978.345,44 und einem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 2.694.308,25) wurde entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen.

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