Cambridge Associates GmbH

Prannerstraße 6, 80333 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 253119
Vorher
Cambridge Associates (Germany) GmbH
Eingetragen
28.11.2019
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Vermittlung von Geschäften über Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung, § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG), Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung, § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG), Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung, § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG), Verwaltung einzelner oder mehrerer in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung, § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG) und Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung, ohne die Voraussetzungen für den Eigenhandel zu erfülle (Eigengeschäft, § 15 Abs. 3 WpIG).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Scott Zoltowski
seit 9.2.2024
Geschäftsführer
Alexander Koriath
seit 28.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cambridge Associates LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cambridge Associates Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cambridge Associates GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Das Unternehmen

Die Cambridge Associates GmbH (das "Unternehmen", die "Gesellschaft" oder "CA GmbH") ist Teil der Cambridge Associates Gruppe (die "Gruppe" oder "CA Gruppe") und erbringt Anlageberatung und Portfoliomanagement für institutionelle Investoren. Die Dienstleistungen beruhen auf einem umfassenden und unabhängigen Research. Das Unternehmen ist als Wertpapierinstitut (§ 2 Abs. 1 i. V. m. Abs. 2 Nr. 3, 4, 5 und 9 WpIG) von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") zugelassen und seit dem 1. Juni 2020 operativ tätig. Dabei besitzt die CA GmbH einen Europäischen Pass und darf ihre Dienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erbringen. Zu den Kunden der CA GmbH gehören vor allem Pensionsfonds, Stiftungen und Family Offices. Die CA GmbH bietet keine Wertpapierdienstleistungen für Privatkunden an.

Der Aufbau eines deutschen Wertpapierdienstleisters durch die Gruppe erfolgte aus zwei Gründen. Erstens sollte nach dem Brexit die Kontinuität der Dienstleistungen für bestehende Kunden in der EU, die zuvor von London aus betreut wurden, sichergestellt werden. Zweitens verfolgt die Gruppe einen strategischen Wachstumsplan, ihren Kundenstamm in Deutschland und im Europäischen Wirtschaftsraum ("EWR") weiter auszubauen. Hierbei stehen Deutschland, Italien, die Niederlande und Österreich im Fokus des Wachstumsplans. Die Gruppe beabsichtigt ihre Ressourcen darauf zu konzentrieren, vorhandene Kundenbeziehungen und Netzwerke in diesen Märkten auszubauen, um dort ihr Profil zu stärken und neue Kundenbeziehungen zu gewinnen. Das Neugeschäft der CA GmbH wird hauptsächlich durch Weiterempfehlungen von bestehenden Kunden sowie durch aktives Marketing generiert.

Ein Hauptaugenmerk der Geschäftsführung liegt auf der Rekrutierung, Weiterbildung und Förderung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Hierzu arbeitet die Geschäftsführung eng mit den Human Capital Abteilungen der Gruppe zusammen.

Zur ordnungsgemäßen Betriebsführung und zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen greift die CA GmbH auch auf Dienstleistungen anderer Unternehmen der CA Gruppe und externer Dienstleister zurück. Die CA GmbH hat Prozesse zur Überwachung der Auslagerungsunternehmen eingerichtet und strebt die gezielte Verstärkung ihrer in-house Ressourcen Bereiche an.

II. Wirtschaftsbericht

1) Konjunkturelle Rahmenbedingungen 1

Risikobehaftete Kapitalanlagen verzeichneten ein außerordentlich starkes viertes Quartal 2023, welches auch die Rendite im Jahresverlauf auf ein für viele Anlageklassen zweistelliges Niveau anhob. Globale Aktien legten in Euro ca. 18% im Jahresverlauf zu, angeführt von US Aktien mit einem Return von ca. 22% in Euro. Einzig Schwellenländer schlossen mit ca. 6% Jahresrendite etwas schwächer ab, hauptsächlich aufgrund schwacher Aktienmärkte in China. Auch der REIT-Sektor erholte sich nach ein paar schwachen Jahren merklich und wies 2023 eine zweistellige Rendite aus.

Die Anleihemärkte wiesen ein wechselhaftes Jahr aus. Nach anfänglich steigenden Zinsen und fallenden Preisen, fielen die Zinsen im vierten Quartal stark, teilweise unter das Jahresanfangsniveau. So konnten sowohl Staatsanleihen, Investment Grade und High Yield Papiere im Jahresverlauf positive Renditen in USD, Euro und Pfund Sterling ausweisen. Realwerte zeigten sich uneinheitlich. Neben REITS gewannen Edelmetalle an Wert, während Öl (-22% in USD, in 2023) und Industriemetalle (-9%) den Bloomberg Commodity Index um ca. 8% im Jahresverlauf abrutschen ließen. Der US-Dollar verlor gegenüber allen wesentlichen Währungen, mit Ausnahme des Yen, an Wert und der Schweizer Franken stieg global am stärksten an.

Makroökonomische Entwicklungen, insbesondere die Inflations- und Zinserwartungen, waren auch in 2023 die wichtigsten Treiber für die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die EZB (wie auch die Fed und BoE) erhöhten im Jahresverlauf die jeweiligen Leitzinsen mehrmals. Die Leitzinsen erreichten aber später im dritten bzw. vierten Quartal ein Plateau, von welchem aus Investoren weiter eine Zinssenkungen erwartet haben. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 mehrten sich die Datenpunkte, die auf eine fallende Inflation in den USA, im Vereinigten Königreich und in Europa hindeuten. Das globale Wirtschaftswachstum schwächte sich im zweiten Halbjahr stark ab und die Arbeitsmärkte kühlten auch ab. Daraufhin passten Investoren die Erwartungen für Zinssenkungen in 2024 deutlich an, was zu deutlich inversen Zinsstrukturkurven in USA, im Vereinigten Königreich und in Europa führte. Die fallenden mittelfristigen Zinsen wiederum waren ein Haupttreiber der starken Rendite von Risiko- und Rentenanlagen im vierten Quartal sowie im Jahresverlauf.

2) Geschäftsverlauf

Im Verlauf des Geschäftsjahrs konnten drei neue Geschäftsbeziehungen gewonnen werden. Zum 31. Dezember 2023 hat die CA GmbH insgesamt 17 Geschäftsbeziehungen.

Im Jahr 2023 sind drei neue Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr dazugekommen. Zum Ende Dezember 2023 hatte das Unternehmen drei Geschäftsführer, neun Vollzeitmitarbeiter und einen Werkstudent.

3) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Forderungen an Kreditinstitute sind im Berichtsjahr leicht gestiegen (2023: 4.156 TEUR; Vorjahr: 3.816 TEUR). Im Zuge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten kam es im Jahr 2023 zu einem Anstieg der Forderungen an Kunden auf 2.519 TEUR (Vorjahr: 2.028 TEUR). Die Sachanlagenvermögen sind aufgrund der regulären Abschreibungen im Jahr 2023 auf 206 TEUR (Vorjahr: 209 TEUR) leicht gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 100 TEUR (Vorjahr: 184 TEUR) gesunken.

Die Gesellschaft hat unverändert keine Darlehen zur Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeiten aufgenommen. Während des Geschäftsjahres 2023 war das Unternehmen jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu bedienen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten (2023: 515 TEUR; Vorjahr: 528 TEUR) sind im Wesentlichen durch den Ausgleich von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gesunken. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind im Berichtsjahr leicht gesunken (2023: 268 TEUR; Vorjahr: 320 TEUR). Der Anstieg der Rückstellungen (2023: 1.540 TEUR; Vorjahr: 1.393 TEUR) resultiert hauptsächlich aus Rückstellungen für die Buchhaltung und Steuerberaterdienstleistungen (2023: 165 TEUR; Vorjahr: 16 TEUR) und die voraussichtlichen Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (2023: 430 TEUR; Vorjahr: 232 TEUR).

Das Stammkapital des Unternehmens beträgt 25 TEUR und ist vollständig eingezahlt. Im Jahr 2023 erfolgten keine Kapitalerhöhungen. Das Eigenkapital erhöhte sich durch den einbehaltenen gestiegenen Bilanzgewinn um 662 TEUR auf 4.692 TEUR (Vorjahr: 4.030 TEUR). Hieraus resultierte im Wesentlichen ein Anstieg der Bilanzsumme von 6.271 TEUR auf 7.015 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die CA GmbH Provisionserträge in Höhe von 8.337 TEUR (Vorjahr: 6.345 TEUR) erzielt. Neben den Provisionserträgen sind auch die Anderen Verwaltungsaufwendungen (2023: 5.147 TEUR; Vorjahr: 3.219 TEUR) im Geschäftsjahr 2023 deutlich gestiegen. Der Anstieg der Anderen Verwaltungsaufwendungen war vor allem auf die Umlage konzerninterner Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen (Transfer Pricing) in Höhe von 3.053 TEUR (Vorjahr: 1.302 TEUR) zurückzuführen. Die Personalaufwendungen (2023: 2.189 TEUR; Vorjahr: 2.603 TEUR) sind leicht gesunken, da die offenen Stellen später als erwartet nachbesetzt werden konnten.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2023: 31 TEUR; Vorjahr: 0 TEUR) handelt es sich ausschließlich um Fremdwährungsaufwendungen.

Das um die Transfer Pricing Aufwendungen bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit belief sich auf 4.002 TEUR (Vorjahr: 1.931 TEUR). Der Jahresüberschuss der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 beträgt 662 TEUR (Vorjahr: 407 TEUR).

4) Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren hat die Geschäftsführung die Provisionserträge, das um die Transfer Pricing Aufwendungen bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit und Anzahl bestehender Kunden definiert.

Im Jahr 2023 belaufen sich die Provisionserträge auf 8.337 TEUR (Vorjahr: 6.345 TEUR). Die Provisionserträge sind dank neuer Geschäftsbeziehungen im Jahr 2023 gestiegen. Das um die Transfer Pricing Aufwendungen bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit stieg auf TEUR 4.002 (Vorjahr: TEUR 1.931). Der Anstieg resultiert aus den gestiegenen Provisionserträgen und relativ stabilen Kosten im Vergleich zum Vorjahr. Weitere aussagekräftige Leistungsindikatoren werden zudem in der Anzahl bestehender Kunden und Neukunden gesehen. Im Jahr 2023 konnten drei neue Geschäftsbeziehungen gewonnen werden. Zum 31. Dezember 2023 hat die CA GmbH insgesamt 17 Geschäftsbeziehungen.

5) Bewertung durch die Geschäftsführung

Während des Geschäftsjahrs ist es der CA GmbH gelungen, die Geschäftstätigkeit signifikant auszubauen. So konnten im Geschäftsverlauf drei neue institutionelle Investoren als Kunden hinzugewonnen werden, wie auch von dem Management erwartet. Die Beziehungen mit bestehenden Kunden wurden weiter ausgebaut. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 hat die Erwartungen der Geschäftsführung übertroffen (8.337 TEUR gegenüber Prognose von 6.261 TEUR). Das um die Transfer Pricing Aufwendungen bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit übertraf ebenfalls den Plan (4.002 TEUR gegenüber Prognose 2.400 TEUR), was konsistent mit der Umsatzentwicklung ist. Intern wurden Personalstrukturen, Geschäftsprozesse und Organisation weiterentwickelt, um mit einem größeren Geschäftsvolumen Schritt zu halten und noch Kapazitäten für ein geplantes zukünftiges Wachstum zu haben.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die finanziellen Ergebnisse für das Jahr 2023 als sehr zufriedenstellend und ist darauf fokussiert, die personellen wie strukturellen Weichen für ein weiteres und nachhaltiges Wachstum in den nächsten Jahren zu stellen.

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1) Risikomanagement

Das Geschäftsmodell der CA GmbH birgt inhärente Risiken, die es zu identifizieren, zu bewerten und in angemessener Weise zu steuern gilt. Verantwortungsbewusstes Handeln und damit nachhaltiger Erfolg erfordern ein umfassendes Verständnis bestehender und entstehender Risiken sowie einen effizienten Ansatz zur Steuerung dieser Risiken im Einklang mit der Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Die CA GmbH hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, durch das die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken systematisch identifiziert, bewertet, überwacht, kommuniziert und gesteuert werden können.

Zu den wichtigsten Zielen des Risikomanagements der CA GmbH zählen insbesondere die Sicherung der unternehmerischen Erfolgspotenziale, die systematische Identifikation und Bewertung von Risiken im Sinne einer Frühwarnfunktion und eines laufenden Risikocontrollings, die gezielte Bereitstellung von Information an die Geschäftsführung und andere relevante Gremien über die Risikosituation (Managementinformation) und die Umsetzung von risikomindernden Maßnahmen zur Steuerung oder Vermeidung von Risiken.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft basiert dabei v.a. auf den für Wertpapierfirmen geltenden Vorschriften des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) sowie den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Im Berichtsjahr wurde das Risikomanagementsystem der Gesellschaft weiterentwickelt, um den bestehenden externen und internen Anforderungen noch besser gerecht zu werden. Zu den Maßnahmen zählten insbesondere eine Verbesserung der Identifikation von Risiken bzw. Risikotreibern (bspw. im Rahmen der Durchführung einer systematischen Prozessinventur und der Erweiterung des "Material Risk Programs"), und die Weiterentwicklung der schriftlich fixierten Ordnung. Die CA GmbH hat ihre Risikomanagementfunktion der Verantwortung eines Geschäftsführers und des Leiters der Risikocontrolling Funktion unterstellt und bedient sich bei der Umsetzung der Risikomanagementprozesse der fachlichen Unterstützung verschiedener Funktionen innerhalb der CA GmbH und der CA Gruppe. Dabei sind die entsprechenden Grundlagen der Zusammenarbeit im Rahmen einer Auslagerungsvereinbarung geregelt. Ausgelagerte Prozesse unterliegen der Überwachung der CA GmbH und werden durch das in der CA GmbH verankerte Auslagerungscontrolling überwacht. Die Risikomanagementprozesse sind in der schriftlich fixierten Ordnung (SFO) der CA GmbH dokumentiert. Relevante Risikomanagementprozesse der CA Gruppe werden in das Risikomanagement Framework der CA GmbH miteinbezogen. Die Kernelemente des Risikomanagementsystems der CA GmbH sind u.a. in einer Risikomanagementrichtlinie und einer Risikotaxonomie dokumentiert, die die unterschiedlichen Risikoarten definiert und so ein einheitliches Verständnis über einschlägige Risiken innerhalb der CA GmbH sicherstellt.

Um ein effektives Risikomanagementsystem auf Ebene der CA GmbH zu gewährleisten, hat die Geschäftsführung zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Hierzu zählen beispielsweise die Festlegung einer mit der Geschäftsstrategie konsistenten Risikostrategie, die Einrichtung von Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft, die Einrichtung interner Kontrollverfahren mit einem internen Kontrollsystem und einer internen Revision, die Festlegung geeigneter Notfallkonzepte oder die Einrichtung eines Auslagerungscontrollings. Grundsätzlich beinhaltet das Risikomanagementsystem der Gesellschaft eine Vielzahl verschiedener Teilprozesse zur Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Risikosteuerung und -mitigation, Risikoüberwachung und Risikoberichterstattung sowie der Dokumentation von Risiken mit dem gemeinsamen Ziel, ein möglichst umfängliches Verständnis vom aktuellen und zukünftigen Risikoprofil der Gesellschaft zu erlangen und die aus den identifizierten Risiken möglicherweise resultierenden negativen Auswirkungen für die CA GmbH selbst und mittelbar die Kunden der CA GmbH frühzeitig zu adressieren.

Die gesetzlichen Eigenmittelanforderungen der Gesellschaft zum 31.12.2023 ergeben sich gemäß IFR als der höchste der Beträge aus der Anforderung für fixe Gemeinkosten, der permanenten Mindestkapitalanforderung und der K-Faktor-Anforderung und betragen 1.285 (Vorjahr: 507 TEUR). Die Gesellschaft verfügt über Eigenmittel in Höhe von 4.030 TEUR (Vorjahr 3.623 TEUR) und damit über einen Überschuss an Eigenmitteln in Höhe von 2.745 TEUR (Vorjahr 3.115 TEUR).

Basierend auf den Ergebnissen des Prozesses zur Beurteilung der Angemessenheit der Kapitalausstattung (ICAAP) verfügt die Gesellschaft über eine ausreichende Kapitalausstattung.

2) Bewertung einzelner Risikoarten

Die Gesellschaft überwacht wesentliche Risiken laufend und trifft entsprechende Maßnahmen und Vorkehrungen je nach Bewertung (Höhe) des relevanten Risikos. Dabei orientiert sich die Gesellschaft an den Risikokategorien der MaRisk und ergänzt diese um eine Zuordnung zu den Risikokategorien des Wertpapierinstitutsgesetzes. Dementsprechend wird die Risikoart "Risk-to-Firm" gleichermaßen dem operationellen Risiko, Marktpreisrisiko, und Kreditrisiko zugeordnet. Die Risikoart "Risk-to-Client" wiederum wird primär dem operationellen Risiko zugeordnet. Ein "Risk-to-Market" im Sinne eines systemischen Risikos für den Markt aufgrund des Ausfalls der Gesellschaft - und damit dem Zusammenspiel aus allen relevanten Risken - wird aufgrund des Geschäftsmodells und der Größe der Gesellschaft derzeit als nicht relevant beurteilt.

Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird aufgrund des zugrundeliegenden Geschäftsmodells als niedrig bewertet. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen ausreichenden Liquiditätspuffer, um den Zahlungsverpflichtungen auch unter Berücksichtigung von Stressszenarien nachzukommen. Die CA GmbH gewährt keinerlei Kredite, sodass das Kreditrisiko der Gesellschaft als niedrig bewertet wird. Das Marktpreisrisiko bezeichnet das Risiko möglicher Verluste aus Wertveränderungen der vom Institut gehaltenen Positionen. Die CA GmbH hält - mit wenigen Ausnahmen bspw. im Bereich von Fremdwährungen - keine Positionen (z.B. Wertpapiere, Immobilien, Rohstoffpositionen), aus denen sich direkte Marktpreisrisiken ergeben würden. Auch betreibt die Gesellschaft weder Eigenhandel noch erbringt sie Eigengeschäfte. Die Auswirkungen von Marktpreisrisiken auf die CA GmbH werden insofern insgesamt als niedrig eingestuft. Nach aktueller Einschätzung ist die Gesellschaft im Bereich der finanziellen Risiken nur sehr eingeschränkt von ESG-Faktoren als Risikotreiber betroffen, sodass Nachhaltigkeitsrisiken ebenfalls als niedrig einzustufen sind.

Das Risikoprofil der Gesellschaft wird vorwiegend durch operationelle Risiken geprägt. Operationelle Risiken können unterschiedliche Ursachen haben und werden in der Gesamtbetrachtung als mittelhoch eingeschätzt. Die für die Gesellschaft besonders relevanten Ausprägungen des operationellen Risikos sind im Fokus der entsprechenden Risikomanagementprozesse. Hierzu zählen insbesondere das Risiko von Schadensersatzansprüchen bzw. Kompensationszahlungen infolge von Fehlern, die auf unzureichende personelle Ressourcen und Prozesse zurückzuführen sind. Darüber hinaus sind Risiken aus einer nicht hinreichenden Implementierung regulatorischer Anforderungen sowie strategische Risiken infolge einer unzureichenden Berücksichtigung der Kundennachfrage bzw. -präferenzen von besonderer Relevanz. Die Gesellschaft ist bestrebt, derartige Risiken im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Die in diesem Zusammenhang durchgeführten Risikoanalysen dienen dazu, fundierte Entscheidungen zu treffen und geeignete Strategien zur Risikominderung zu entwickeln. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen seine operationelle Fehlerberichterstattung (Error Reporting Program) weiterentwickelt, einen Prozess für die Überwachung der Fehlerbehebung eingeführt, die Aufbauorganisation im Bereich "Operations" verstärkt und Key Risk Indicators für eine genauere Risikoüberwachung umgesetzt.

Zusammenfassend schätzt die Geschäftsleitung das Gesamtrisiko aufgrund des Geschäftsmodells des Unternehmens, der starken Kapitalposition, der langjährigen Erfahrung der CA Gruppe im relevanten Geschäft, der Qualität der verfügbaren internen Ressourcen und der externen Dienstleister sowie der umfassenden Unterstützung durch die CA Gruppe als niedrig ein.

3) Chancen

Die CA GmbH ist als Anlageberater und Portfoliomanager für institutionelle Investoren nur indirekt von der Entwicklung der Konjunktur und der Kapitalmärkte betroffen. Trotz der aktuell volatilen Kapitalmärkte sieht die CA GmbH auch zukünftig eine weitgehend stabile Nachfrage nach ihren Dienstleistungen, da institutionelle Investoren mit langfristigem Horizont investieren und dabei eine gewisse Zielrendite erwirtschaften müssen, wobei auch weiterhin alternative Investments eine Rolle spielen werden. Einige Pensionsfonds und Versicherungen müssten allerdings durch die Verluste in Anleihen und Aktien eine Überallokation zu illiquiden Anlagen ausweisen ("Denominator Effect") und deswegen teilweise Neuanlagen verlangsamen. Dies kann das auch auf illiquide Kapitalanlagen fokussierte Wachstum der CA GmbH potenziell abschwächen.

Die Geschäftsführung der GmbH beabsichtigt, die Wachstumschancen vor allem in den strategischen Märkten des Unternehmens in Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden, unverändert im Vergleich zum Vorjahr, weiter zu verfolgen. Wichtige Chancen werden in den Bereichen Anlageberatung und diskretionäres Portfoliomanagement erwartet, einschließlich des wachsenden Interesses an Privatmarktanlagen und Anlagelösungen mit Schwerpunkt auf Private Credit, Private Equity, Infrastruktur sowie Impact Investing.

Neben Pensionseinrichtungen und Stiftung plant CA GmbH, in enger Zusammenarbeit mit der CA Gruppe, auch vermehrt auf institutionelle Family Offices zuzugehen und hierzu auch dezidiertes Personal in München aufzubauen.

IV. Prognose

Die Geschäftsführung sieht die netto Neukundenzahl als Haupttreiber eines zukünftigen Umsatzwachstums. Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung die Anbahnung von ca. drei bis fünf neuen Kundenbeziehungen.

Die Geschäftsführung sieht das augenblickliche Wirtschaftsumfeld gekennzeichnet von einer sich global abschwächenden Konjunktur, fallender Inflation sowie sich abkühlender Arbeitsmärkte. Während es in Amerika vielversprechende wirtschaftliche Impulse aus dem Bereich AI und anderer neuer Technologien gibt, ist die gesamtwirtschaftliche Situation im europäischen Raum aufgrund der strukturellen und politischen Rahmenbedingungen sowie signifikant gestiegenen Energiepreisen weiterhin als schwierig anzusehen.

Aufgrund der gefallenen Inflation rechnet die Geschäftsführung, wie die meisten Marktteilnehmer, mit fallenden Leitzinsen, was hilfreich für Aktien und Rentenmärkte sein kann. Allerdings damit einhergehend erwartet die Geschäftsführung für 2024 einen bestenfalls Wertanstieg der Aktien und Rentenmärkten in Höhe von ca. 10% und insgesamt ein weiteres von Volatilität geprägtes Jahr an den Kapitalmärkten. Obwohl die Umsätze der Gesellschaft nicht direkt von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängen, besteht ein Risiko, dass Kunden oder potenzielle Neukunden ihre Anlageentscheidungen verlangsamen aufgrund erhöhter Unsicherheiten und dem oben erwähnten "Denominator Effect", was wiederum das Wachstum der Gesellschaft verlangsamen könnte.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 dennoch ein Umsatzwachstum von ca. 10% sowie einen Anstieg des um die Transfer Pricing Aufwendungen bereinigten Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von ca. 10%. Diese Erwartung basiert hauptsächlich auf den angestoßenen Initiativen zur Neukundengewinnung in bestehen den Segmenten wie auch dem geplanten weiteren Ausbaus des Family Office Segments. Mittelfristig strebt die Geschäftsführung ein jährliches Umsatz- und Ergebniswachstum zwischen 5% und 10% an.

Budgetpläne und Prognosen werden jährlich erstellt und unter Berücksichtigung der jüngsten Geschäftsentwicklungen aktualisiert. Die Geschäftsführung weist darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von der prognostizierten Entwicklung abweichen können.

Auch wenn sich die gesamtwirtschaftliche Situation verschlechtern sollte, geht die CA GmbH von einer stabilen Entwicklung des Unternehmens aus, insbesondere aufgrund der starken Eigenkapitalausstattung und erwarteten positiven Ergebnisentwicklung.

 

München, 29.05.2024

Alexander Koriath

Scott Zoltowski

Francesco Agnes

1 Quelle: Cambridge Associates: Market Matters, 2023-12-31.

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR EUR 31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 4.155.997,85 3.815.968,98
b) andere Forderungen 0,00 4.155.997,85 0,00 3.815.968,98
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 0,00 EUR (Vorjahr: EUR 0,00)
durch Grundpfandrechte gesichert 0,00 EUR (Vorjahr: EUR 0,00)
Kommunalkredite 0,00 EUR (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Forderungen an Kunden 2.519.121,01 2.028.596,70
3. Sachanlagen 205.722,14 208.596,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 99.714,40 184.457,01
5. Rechnungsabgrenzungsposten 34.938,90 33.089,82
Summe der Aktiva 7.015.494,30 6.270.708,51

Passivseite

EUR EUR 31.12.2023
EUR
EUR EUR 31.12.2022
EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 515.043,28 527.850,00
2. Rechnungsabgrenzungsposten 268.204,61 320.480,22
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 410.750,59 581.457,24
b) andere Rückstellungen 1.129.689,06 1.540.439,65 811.306,93 1.392.764,17
1.540.439,65 1.392.764,17
4. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital
aa) Stammkapital 25.000,00 25.000,00
ab) stille Einlage 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 2.935.000,00 2.935.000,00 2.935.000,00 2.935.000,00
c) Bilanzgewinn/Bilanzverlust 1.731.806,76 1.731.806,76 4.691.806,76 1.069.614,12 1.069.614,12 4.029.614,12
Summe der Passiva 7.015.494,30 6.270.708,51

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

EUR EUR 2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Provisionserträge 8.337.043,95 6.345.039,35
2. Provisionsaufwendungen 0,00 8.337.043,95 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.564,56 143.667,82
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.951.722,49 2.339.315,35
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 237.239,05 2.188.961,54 263.906,64
darunter: für
Altersversorgung EUR 60.432,72 (Vorjahr: EUR 90,143.39)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 5.146.978,62 7.335.940,16 3.218.617,45
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 36.497,10 38.024,74
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.190,89 0,00
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 948.980,36 628.842,99
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 286.787,72 222.178,40
9. Jahresüberschuss 662.192,64 406.664,59
10. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
aus dem Vorjahr 1.069.614,12 662.949,53
1.731.806,76 1.069.614,12
11. Bilanzgewinn 1.731.806,76 1.069.614,12

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Cambridge Associates GmbH (CA GmbH) hat ihren Sitz in München und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Cambridge Associates Ltd. (CA Ltd.) mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich. Die CA GmbH ist im Handelsregister bei Amtsgericht München unter HRB 253119 eingetragen.

Die CA GmbH gilt als mittleres Wertpapierinstitut (§ 2 Abs. 1 i. V. m. Abs. 2 Nr. 3, 4, 5 und 9 WpIG) und hat damit die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und des GmbHG auf ihren Jahresabschluss anzuwenden. Des Weiteren werden die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 ff HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) bei der Erstellung des Jahresabschlusses berücksichtigt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Anwendung der Formblätter 1 und 3 der RechKredV. Soweit Wahlrechte bestehen, Angaben entweder in der Bilanz oder im Anhang zu machen, sind diese in den Anhang aufgenommen. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert, vermindert um etwaige erforderliche Wertberichtigungen, angesetzt. Die erforderliche Wertberichtigung wird in jedem Einzelfall separat analysiert und berechnet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt und bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

In die aktive und passive Rechnungsabgrenzung werden transitorische Posten eingestellt.

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 256a und 340h HGB sowie der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 4. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt eine volle erfolgswirksame Erfassung der Umrechnungsergebnisse im sonstigen betrieblichen Ergebnis.

Der Personalaufwand umfasst neben den Aufwendungen für laufende Gehaltszahlungen u.a. auch Aufwendungen für Bonuszahlungen sowie Gewinnbeteiligungen und langfristige Incentivierungsprogramme für die Geschäftsführer der Gesellschaft. Sofern die bestehenden Verpflichtungen, die auch aus gruppenweit angewendeten Programmen resultieren, die bereits ausgezahlten Beträge übersteigen, werden Rückstellungen aufwandswirksam gebildet.

Konzerninterne Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen (Transfer Pricing) werden als Andere Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Diese umfassen auch von der CA GmbH übernommene Aufwendungen, die aus einem Incentivierungsprogramm der CA LLC resultieren, an dem auch ein Geschäftsführer der CA GmbH teilnimmt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute i. H. v. 4.156 TEUR (Vorjahr: 3.816 TEUR) enthalten ausschließlich Guthaben aus den laufenden Kontokorrentkonten der Gesellschaft. Sie sind mit ihrem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Wertberichtigungen waren im Jahr 2023 nicht erforderlich. Insgesamt beträgt der EUR-Gegenwert der Vermögensgegenstände in Fremdwährung 196 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

2. Forderungen an Kunden

Die zum 31.12.2023 ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Forderungen an Kunden bestehen im Wesentlichen gegenüber ausländischen Kapitalverwaltungsgesellschaften. In den Forderungen an Kunden werden Forderungen i. H. v. 1.232 TEUR (Vorjahr: 1.042 TEUR) aus erbrachten, aber noch nicht fakturierten Leistungen ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken, die die Bildung von Einzelwertberichtigungen erforderlich machen, lagen nicht vor. Eine Pauschalwertberichtigung erfolgte aufgrund der geringen Adressenausfallrisiken aus Wesentlichkeitsgründen nicht.

3. Sachanlagen

Der Posten enthält Büro- und Geschäftsausstattung i. H. v. 149 TEUR (Vorjahr: 136 TEUR) sowie Mietereinbauten i. H. v. 57 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR).

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält im Wesentlichen geleistete Mietkautionen i. H. v. 82 TEUR (Vorjahr: 82 TEUR) und Forderungen an verbundene Unternehmen i. H. v. 0 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR).

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Vertragszahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 170 TEUR (Vorjahr: 204 TEUR), sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 204 TEUR (Vorjahr: 253 TEUR). Zudem bestehen Steuerverbindlichkeiten i. H. v. 116 TEUR (2022: 8 TEUR). Insgesamt beträgt der EUR-Gegenwert der Verbindlichkeiten in Fremdwährung 204 TEUR (Vorjahr: 271 TEUR).

7. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag für erbrachte Dienstleistungen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen i. H. v. 411 TEUR (Vorjahr: 581 TEUR) beinhalten die voraussichtliche Steuerbelastung für die Berichtsjahre 2021, 2022 und 2023. Die anderen Rückstellungen i. H. v. 1.130 TEUR (Vorjahr: 811 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni i. H. v. 427 TEUR (Vorjahr: 418 TEUR), Rückstellungen für die Prüfungs- und Steuerberaterleistungen i. H. v. 430 TEUR (Vorjahr: 232 TEUR), Urlaubsverpflichtungen i. H. v. 38 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR) sowie sonstige Rückstellungen i. H. v. 235 TEUR (Vorjahr: 120 TEUR).

9. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 i. H. v. 25 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) ist in voller Höhe eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt 2.935 TEUR (Vorjahr: 2.935 TEUR).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Provisionserträge

Die Provisionserträge i. H. v. 8.337 TEUR (Vorjahr: 6.345 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Provisionen für die Erbringung von Anlageberatung und Portfoliomanagement für Kunden mit Sitz in Deutschland bzw. dem EWR. Unter den Provisionserträgen sind im Berichtsjahr periodenfremde Erträge i. H. v. 54 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 153 TEUR).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 16 TEUR (Vorjahr 144 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Währungsumrechnung.

3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen i. H. v. 7.336 TEUR (Vorjahr: 5.822 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen i. H. v. 2.189 TEUR (Vorjahr: 2.603 TEUR), konzerninterne Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen (Transfer Pricing) i. H. v. 3.053 TEUR (Vorjahr: 1.302 TEUR), sowie Rechtsberatungskosten i. H. v. 223 TEUR (Vorjahr: 117 TEUR).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen i. H. v. 31 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand für das laufende Jahr i. H. v. 287 TEUR (Vorjahr: 222 TEUR) ist auf Aufwendungen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer zurückzuführen.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat außer den bilanzierten Verbindlichkeiten nur Verpflichtungen aus Mietzahlungen. Die Restlaufzeit des Mietvertrages der CA GmbH beträgt 3 Jahre und 4 Monate und die verbleibenden Mietzahlungen über diese Laufzeit belaufen sich auf insgesamt 501 TEUR.

2. Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 10 (Vorjahr: 10) Arbeitnehmer.

3. Geschäftsführungsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

 

Herr Alexander Koriath, Managing Director, München, Deutschland

 

Herr Francesco Agnes, Managing Director, München, Deutschland

 

Herr Mark Oshida, Managing Director, London, UK

Im Geschäftsjahr 2024 wurde die folgende Änderung in der Geschäftsführung vorgenommen:

 

Herr Mark Oshida, Managing Director, London, UK (Löschung im Handelsregister zum 9. Februar 2024)

 

Herr Scott Zoltowski, Managing Director, Boston, USA (Eintragung im Handelsregister zum 9. Februar 2024)

Zu den Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Jahr 2023 insgesamt 380 TEUR (Vorjahr: 265 TEUR), wovon 171 TEUR Abschlussprüfungsleistungen (Vorjahr: 163 TEUR) und 209 TEUR (Vorjahr: 102 TEUR) andere Bestätigungsleistungen (u. a. Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz) betrafen.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen bzw. als Bilanzgewinn auszuweisen.

6. Nachtragsbericht/ Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Gleichzeitig verfolgt die Gesellschaft eng die im Jahr 2024 noch bestehende moderate Inflation sowie mögliche Auswirkungen von geopolitischen Entwicklungen auf das Konsumentenklima und das Wirtschaftswachstum, insbesondere im europäischen Raum.

7. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der CA GmbH wird in den Teilkonzernabschluss der CA Ltd. mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich, einbezogen. Dieser wiederum wird in den Konzernabschluss der CA LLC mit Sitz in Boston, USA einbezogen und bildet den größten Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der CA LLC, einzusehen.

 

München, 31. Mai 2024

Alexander Koriath

Scott Zoltowski

Francesco Agnes

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten
Wert 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Wert 31.12.2023
EUR
Sachanlagen 246.815,24 33.623,24 0,00 280.438,48
246.815,24 33.623,24 0,00 280.438,48
Abschreibungen
Wert 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Wert 31.12.2023
EUR
Sachanlagen 38.219,24 36.497,10 0,00 74.716,34
38.219,24 36.497,10 0,00 74.716,34
Bilanzwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Sachanlagen 205.722,14 208.596,00
205.722,14 208.596,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cambridge Associates GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cambridge Associates GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cambridge Associates GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Menge, Wirtschaftsprüfer

Daniel Benzing, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.6.2024 festgestellt.

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