Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 24281
Eingetragen
22.3.1984
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb sowie der Handel von und mit Produkten der Computerindustrie und Dienstleistungen aller Art im Zusammenhang mit diesen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Arno Jan ter Avest
seit 27.10.2011
Geschäftsführer
Alexander Brabeck
seit 3.2.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BMC Software LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BMC Software Limited
United Kingdom
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMC Software GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht


BMC Software GmbH, Frankfurt am Main Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Grundlagen des Unternehmens 

Lizenz- und Wartungsgeschäft

Die BMC Software GmbH vermittelt gegen eine Provision Lizenz- und Wartungs-verträge für die BMC Software Distribution B.V., Schiphol-Rijk, in den Niederlanden.

Das "Marketing and Sales Support Agreement" (gültig seit dem 1. April 2000) sieht vor, dass durch den europäischen Distributor (BMC Software Distribution B.V.) eine völlige Kostenübernahme der deutschen Orga¬nisation plus einer zweiprozentigen Provision auf die vermittelten Lizenz- und Wartungs¬verträge vorgenommen wird. Mitarbeiter, die europaweite Verantwortlichkeiten haben, sind dem Master European Services Agreement (MESA, gültig seit dem 1. April 1997) zugeordnet und die Kostenübernahme durch die BMC Software Distribution B.V. erfolgt mit einem Aufschlag von 10%. Ausgenommen von der Kostenübernahme durch die BMC Software Distribution B.V. sind die lokalen Umsätze und Kosten im Bereich Consulting Services.

Bei den Lizenz- und Wartungsverträgen handelt es sich um Lösungen für das Enter-prise- und Mainframemanagement. Mit den Produkten des BMC Software Konzerns (BMC) steuern und verwalten Unternehmen ihre IT-Infrastruktur aus der Geschäfts-perspektive. IT-Prozesse werden automatisiert, Fehlerkorrekturen aufgezeichnet und behoben sowie Cloud Services mit mobilen Diensten verknüpft. Mit BMC's Softwarelösungen unterstützen wir unsere Kunden auf dem Weg zur Autonomous Digital Enterprise (ADE). Im Einzelnen sind es die folgenden Produktlinien:

IT-Service Management (ITSM) hilft den Anwendern bei der selbstständigen Problembewältigung. Die Produkte im Multi-Cloud Management ermöglichen eine schnelle Bereitstellung interner Multi-Plattformapplikationen sowie automatisieren komplexe Geschäftsprozesse, die zu einer verbesserten Datensicherheit führen. Die BMC Helix Plattform verknüpft neue Technologien wie künstliche Intelligenz und kognitive Prozesssteuerung mit den Funktionalitäten der ITSM Lösungen.

Die Produktlösungen im IT Operations Management überwachen und automatisieren IT-Prozesse. Zudem werden Kapazitätssynergien aufgezeigt und Serviceanalysen durchgeführt sowie Problemlösungen angeboten.


Im Bereich Worklflow Orchestration unterstützt die BMC ihre Kunden bei der digitalen Transformation der Geschäftsprozesse. Dies wird durch eine einfache und intuitive Anwendung der Produkte sowie eine umfangreiche Automatisierung ermöglicht.

Im Automated Mainframe Intelligence (AMI) liegt der Fokus im Data and Performance Management. Die BMC Produkte sichern die Verfügbarkeit von Daten und Applikationen geschäftskritischer Arbeitsbereiche. Aufgrund der immer größer werdenden Datenmengen und der Digitalisierung der Geschäftsprozesse erschließt sich zudem ein großes Potential zur Kosten- und Prozessoptimierung mit Unterstützung der Big Data Lösungen. Zudem profitieren auch die AMI Lösungen von den Vorteilen neuer Technologien wie künstliche Intelligenz und kognitive Prozesssteuerung.


Consulting Services (CS)

Viele Kunden der BMC Software GmbH nutzen die BMC Produkte für geschäftskritische Anwendungen. Unsere Consulting Services Abteilung bietet technische Unterstützung und Beratung bei der Implementierung erworbener Softwarelösungen in vorhandene IT-Infrastrukturen an. Die Consulting Services Berater der BMC Software GmbH helfen den Kunden mit produktspezifischen Kenntnissen bei der Integration neuer Produkte oder Updates und unterstützen bei der strategischen Planung von Multi-Cloud-Installationen. Zudem werden Schulungen und Seminare für die Anwendung der Software für die Mitarbeiter des Kunden angeboten.

Die BMC Software GmbH wird dabei von strategischen Partnern unterstützt, die mit ihren spezifischen Fachkenntnissen den Beratern der BMC Software GmbH zur Verfügung stehen.


II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2023 keinen Zuwachs verzeichnen und ist um 0,3 %  gesunken. Die Prognose der Bundesregierung ist von einer leichter Erholung der Wirtschaft ausgegangen (Wachstum 0,2 %  ), aber trotz Lohnerhöhungen und der gesunken Infaltionsrate blieb aufgrund der anhaltenden geopolitischen Unsicherheitslage diese aus. 

Das Wachstum in der Informationstechnologie lag im Jahr 2023 mit 2,0 % unter der Prognose (3,8 %).

Die Prognose wurde im Wesentlichen aufgrund eines Einbruchs der IT Hardware-Umsätze (-5,4 %) sowie einem geringeren Wachstum der Software-Umsätze nicht erreicht.


Forschung und Entwicklung 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es  Forschungs- und Entwicklungskosten von TEUR 182 der Gesellschaft (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Es wurden keine Forschungs- und Entwicklungskosten aktiviert, weil die sich angefallenen Kosten auf die Produkte beziehen, die vom BMC Konzern entwickelt werden. 

Die Anzahl der Mitarbeiter im F&E-Bereich im Geschäftsjahr beträgt 1.


III. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Vergleich mit der Prognose der Vorperiode

Die Umsatzerlöse ohne die sonstigen steuerpflichtigen Umsätze für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 liegen mit TEUR 31.340 um TEUR 8.546 über der Prognose. Die Umsätze der 2%-igen Vermittlungsprovision liegen aufgrund einer signifikanten Steigerung der vermittelten Lizenz- und Wartungsumsätze (TEUR 75.368) um TEUR 1.472 über der Prognose. Zusätzlich enthielt die Prognose aufgrund einer geplanten Umstellung der konzerninternen Abrechnung keine konzerninternen Umsätze im Bereich Consulting Services. Es wurden aber weiterhin konzerninterne Umsätze von TEUR 6.941 erwirtschaftet, weil die geplante Umstellung sich verzögert hat.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit TEUR 3.670 um TEUR 1.097 über der Prognose. Das resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der 2%-igen Vermittlungsprovision um TEUR 1.472 und gegenläufig aus dem operativen Verlust  (TEUR 388) im Bereich Consulting Services.


Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der BMC Software GmbH resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Vertriebskosten (inklusive Management Fee) der deutschen Organisation an die BMC Software Distribution B.V. (TEUR 20.917, Vorjahr TEUR 17.859), Umsätzen im Bereich Consulting Services (TEUR 6.941, Vorjahr TEUR 5.102) und der vom europäischen Produktdistributor gezahlten zweiprozentigen Pro¬vision für vermittelte Lizenzgeschäfte (TEUR 3.482, Vorjahr TEUR 2.010). Der Gesamtumsatz ist von TEUR 25.190 im Vorjahr um TEUR 6.331 auf TEUR 31.521 gestiegen. 


Bestandsveränderung Wie im Vorjahr bestehen zum Ende des Berichtsjahres keine nicht fertiggestellten Werkverträge.


Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von TEUR 130 im Vorjahr auf TEUR 60 und enthalten im Wesentlichen Erträgen aus Währungsdifferenzen (TEUR 10) und Kostenzuschüsse für Kundenveranstaltungen (TEUR 50).


Materialaufwand Die externen Consulting-Kosten im Bereich Consulting Services liegen mit TEUR 4.347 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.615) und erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Umsatzes im Bereich Consulting Services sowie einer Rückstellung für drohende Verluste von TEUR 479 (Vorjahr TEUR 259). Die Materialaufwandsquote beträgt 13,79 % (Vorjahr 14,35 %).


Personalaufwendungen Am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug die Anzahl der beschäftigten Mit-arbeiter 101 (Vorjahr 103). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 104 Angestellte (Vorjahr 103). Die gesamten Personalaufwendungen sind von TEUR 17.463 um TEUR 3.538 auf TEUR 21.001 gestiegen. Der Anstieg der Personalkosten begründet sich hauptsächlich mit den höheren Mitarbeiterprovisionen (TEUR 1.150) und den höheren Restrukturierungskosten (TEUR 2.230). Die Personalaufwandsquote beträgt 66,62 % (Vorjahr 69,32 %).


Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 206 auf TEUR 2.468 (Vorjahr TEUR 2.674) gesunken. Der Rückgang hängt hauptsächlich mit geringeren Rechts- und Beratungskosten (TEUR 263) zusammen, weil durch eine Festeinstellung der Bedarf an externen Berartungskosten gesunken ist.


Betriebsergebnis Das Betriebsergebnis (vor Zinsen und Steuern) ist um TEUR 2.204 auf TEUR 3.670 gestiegen (Vorjahr TEUR 1.466). Die 2%-ige Vermittlungsprovision konnte im Berichtsjahr um TEUR 1.472 gesteigert werden und hat sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt. Zudem konnte der Verlust im Bereich Consulting Services um TEUR 677 im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden.


Steueraufwand Die Gesellschaft weist einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.190 aus (Vorjahr TEUR 589), der hauptsächlich aus dem Steueraufwand (TEUR 1.261) des laufenden Geschäfts¬jahres besteht.


Vermögenslage


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr von TEUR 670 aus dem Vorjahr um TEUR 98 auf TEUR 572 gesunken und enthalten im Wesentlichen offene Kundenrechnungen aus dem 4. Quartal 2024.


Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 2.359 auf TEUR 9.747 gestiegen. Die Intercompany-Forderung gegen die BMC Software Distribution B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande, erhöhte sich um TEUR 2.083, weil die Intercompany-Weiterbelastungen an die der BMC Software Distribution B.V. die Abschlagszahlungen im Berichtsjahr überstiegen haben und zudem die Intercompany-rechnungen für den Monat März 2024 aufgrund des guten Betriebsergebnisses außergewöhnlich hoch waren (TEUR 6.120) und hat somit wesentlich zur Erhöhung der Forderung zum Ende des Berichtsjahres beigetragen. 



Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Steuerforderung für das Geschäftsjahr 2022/2023 (TEUR 297) durch erfolgte Gewerbesteuer-Vorauszahlungen im Geschäftstjahr 2024/2025 um TEUR 275 auf TEUR 668 gestiegen.


Eigenkapital Das Eigenkapital der BMC Software GmbH beträgt TEUR 5.536. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 43,65 % (Vorjahr 33,39 %). Die Erhöhung des Eigenkapitals begründet sich durch den Jahresüberschuss des Berichtsjahres (TEUR 2.475).


Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund der Steuerrückstellung für das Berichtsjahr (TEUR 711) um TEUR 660 auf TEUR 773 erhöht.


Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 1.521 auf TEUR 5.267 erhöht. Die höheren sonstigen Rückstellungen hängen im Wesentlichen mit dem Anstieg der Mitarbeiterprovisionsrückstellungen von TEUR 1.150 und der Rückstellung aus Abfindungsvereinbarungen von TEUR 295 sowie der Rückstellung für drohende Verluste von TEUR 183 zusammen. 


Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen sind um TEUR 875 auf TEUR 337 gesunken. Im Berichtsjahr wurden Dienstverträge mit geleisteten Vorauszahlungen aus dem Vorjahr abgeschlossen (TEUR 770). 


Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind hauptsächlich aufgrund weniger unbezahlter Rechnungen zum Stichtag (Fahrzeugleasing und Rechts- und beratungskosten) um TEUR 101 auf TEUR 135 gesunken. Zudem verringerte sich die kurzristige Verbindlichkeit für das Laptop-Leasing um TEUR 13.


Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 268 auf TEUR 124 gesunken. Der Rückgang hängt im Wesentlichen mit Rechnungen für konzerninterne Beratungsleistungen aus dem Vorjahr im Bereich Consulting Services zusammen, die im Berichtsjahr bezahlt wurden.


Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 108 auf TEUR 371 gestiegen. Die Lohnsteuerverbindlichkeit für den März 2024 war aufgrund höheren Gehaltskosten um TEUR 108 höher als die Lohnsteuerverbindlichkeit für den März 2023.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich zum Bilanzstichtag aus ihrem Bestand an eigenen liquiden Mitteln. Zur Sicherstellung der Liquidität durch externe Finanzierungsquellen bestand im Geschäftsjahr 2023/2024 keine Notwendigkeit. 

Im Berichtsjahr sind die liquiden Mittel um TEUR 924 gestiegen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei TEUR 1.022 (Vorjahr TEUR 2.562). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Cashflow um TEUR 1.540 gesunken. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf die Zunahme der Rückstellungen (TEUR 1.369) und der Zunahme der Forderungen (TEUR 2.770) zurückzuführen.


Der Cashflow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit ist um TEUR 2.427 (Vorjahr TEUR 2.525) um TEUR 98 gesunken. Im Vorjahr wurde eine Dividende von TEUR 2.500 augeschüttet. 


Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage schätzen wir als gut ein. Das operative Ergebnis konnte gesteigert und die Liquiditätslage stabil gehalten werden.


IV. Chancen/Risiken des Unternehmens

Neben generellen Konjunktur- und Wettbewerbsrisiken, sowie den Risiken aus der Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen, sieht die Gesellschaft auch allgemeine Technologierisiken bei der Cybersicherheit und den sich stetig ändernden Anforderungen des Cloud-Computings als grundsätzliches Risiko.

Weltweite Handelskonflikte verlangsamen das weltweite Wirtschaftswachstum. 

Der Ausbruch des Ukraine-Krieges hat aufgrund der geringen Geschäftsaktivitäten in der Ukraine und Russland keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Zukünftige Sanktionen und deren Auswirkungen auf die globale Wirtschaft, insbesondere auf die deutsche Wirtschaft, könnten dazu führen, dass Kunden der BMC aufgrund von Inflation und Lieferengpässen zu Einsparungen gezwungen sind, mit negativen Auswirkungen auf unser Ergebnis. Die BMC Software GmbH erwartet aber keine signifikanten Umsatzeinbußen.

In der Informationstechnologie ist der Softwarebereich weiterhin ein rasant wachsender Markt (9,4 %). Von diesem Wachstum und dem sich erholenden Markt für IT Services wird auch die BMC Software GmbH profitieren.

BMC's ADE Modell bietet eine multi-funktionale Lösung im Enterprisebereich an, die vor allem die technologische Weiterentwicklung der mobilen Dienste sowie die Fortschritte künstlicher Intelligenz nutzt, um den Kunden eine professionelle Unterstützung bei der Digitalisierung anzubieten.

Das Preis- / Leistungsverhältnis der BMC Produkte wird ein wichtiger Faktor sein, um in der IT Branche weiter wettbewerbsfähig zu sein. 

Wesentliche Währungsrisiken bestehen für die BMC Software GmbH nicht. Die Rechnungsstellung für die in Deutschland vermittelten Lizenz- und Wartungsverträge erfolgt über den ausländischen Produktdistributor. Im Bereich Consulting Services werden Rechnungen hauptsächlich in Euro gestellt, ist ein Partner involviert, der seinen Sitz im Ausland hat, wird in diesen seltenen Fällen in Fremdwährung fakturiert.

Soweit Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die BMC Software GmbH über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem informieren wir uns vorab bei neuen Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden im Bereich Consulting Services.

Die BMC Software GmbH vermittelt ausschließlich von dem BMC Konzern entwickelte Produkte. Insofern besteht eine Abhängigkeit von der Produktentwicklung. Sofern eine Anpassung an lokale Bedürfnisse erforderlich ist, erfolgt dies intern, in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen ausländischen Stellen. Damit wird gewähr-leistet, dass unsere Produkte auch auf dem deutschen Markt jederzeit einsetzbar sind. 

Durch das "Marketing and Sales Support Agreement" sowie das Master European Services Agreement werden die Kosten, mit Ausnahme der Kosten, die im Bereich Consulting Services entstehen, von dem europäischen Produktdistributor übernommen, so dass die wesentlichen wirtschaftlichen Risiken der BMC Software GmbH vom Produktdistributor, der BMC Software Distribution B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande, getragen werden.

Die BMC Software GmbH bewertet die Gesamtrisikolage zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts als begrenzt und beherrschbar. Den Großteil der dargestellten Sachverhalte stufen wir nach wie vor als geringes Risiko ein, wobei der Russland und Ukraine-Konflikt keinen signifikanten Einfluss haben wird.


V. Ausblick

Strategie

Neben der Fokussierung auf ein stetiges Umsatzwachstum wird das Aufzeigen von Kostensenkungspotenzialen eine wesentliche Rolle spielen. Es wird eine regelmäßige Überprüfung der bestehenden Lieferantenverträge durchgeführt, um Kosteneinsparungen zu identifizieren. Im Geschäftsjahr 2024/2025 wird die Schliessung der Geschäftsstelle Hamburg sowie die Reduzierung der Mietfläche des Firmensitzes in Frankfurt zur Reduzierung der Raumkosten von jährlich TEUR 99 führen.


Die Softwareindustrie befindet sich im Wandel, um den stetig wachsenden Anforderungen der Kunden nach flexiblen und kostengünstigen Softwarelösungen gerecht zu werden. Die Verwaltung und Pflege sozialer Kontakte und ein erhöhter Mobilitätsanspruch des Endkunden führen zu einer schnell steigenden Komplexität der IT-Systeme. Zudem wird es eine Vielzahl an neuen Entwicklungen im Hard- und Softwarebereich geben. Hier wird das Ziel sein, eine möglichst bedienerfreundliche Kompatibilität zu bestehenden IT-Systemen zu gewährleisten sowie diese in technologische Neuentwicklungen zu integrieren. 

Im Enterprise-Bereich richtet BMC seine Produkt- und Portfoliopolitik daran aus, die Unternehmen bei der Transformation zu autonom-digitalen Unternehmen zu unterstützen, um so sich als führender Anbieter von digitalen Lösungen zu etablieren.

BMC unterstützt die digitale Transformation mit seinen Produkten und Lösungen in den folgenden Bereichen:

Mit Hilfe von Security und Compliance Operations (SecOps) können kritische Schwachstellen identifiziert und korrigiert werden und Verstöße gegen interne Vorschriften aufgezeigt werden. SecOps ist die nahtlose Verbindung von IT Security und IT Operations.

BMC's Multi-Cloud Management Softwarelösungen helfen unseren Kunden Kosten zu kontrollieren, die IT-Sicherheit zu verbessern und die Komplexität moderner IT-Infrastrukturen zu reduzieren.

Mit den Enterprise DevOps-Tools werden Softwareanwendungen schnell und kontinuierlich bereitgestellt und ermöglichen eine ganzheitliche Planung, Koordinierung und Ausführung von Software-Releases, Änderungsmanagement und dem Produktbetrieb.

BMC's Big Data Lösungen optimieren, beschleunigen und automatisieren ein technologisches Ökosystem. Selbstständige und autonome Sicherheitsfunktionen ermöglichen, dass Zugriffs- und Authentifizierungsanforderungen geprüft sowie externe und interne Bedrohungen erkannt und bereinigt werden.

Die BMC Helix Plattform verknüpft Service Management Lösungen mit den Vorteilen, die der Einsatz von künstlicher Intelligenz bietet. Hier spielt vor allem das "Machine Learning" eine entscheidende Rolle. Beim "Machine Learning" wird eine Software aufgrund von vorhandenen Mustern selbstständig lernen, bisher unbekannte Arbeitsschritte zu erkennen und effektiv auszuführen, ohne dabei von Anwendern gesteuert zu werden.

Die BMC Software GmbH plant im Enterprise-Bereich mit einem wesentlichen Rückgang vom 27% für die vermittelten Lizenz- und Wartungsumsätze im Geschäftsjahr 2024/2025. Der Rückgang begründet sich durch den Abschluß einiger Kundenvertäge mit sehr hohem Vertragsvolumen im Geschäftsjahr 2023/2024, die teilweise erst im Folgejahr hätten realisiert werden sollen. Im Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet die BMC Software GmbH einen deutlichen Anstieg von 10% der vermittelten Lizenz- und Wartungsumsätze, weil sich weiterhin die überdurchschnittlichen Wachstumsraten (Durchschnitt der letzten 5 Jahre: 4,28   %) in der IT-Branche sowie die fortschreitende Digitalisierung positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken werden. Zudem erwartet die BMC Software GmbH einen wachstumsfördernden Effekt aus der Übernahme der Netreo Inc., USA, durch die Konzernmutter für den Produktbereich Helix. 

Die strategische Partnerschaft mit einem Softwareanbieter für Telekommunikation, ermöglicht der BMC Software GmbH neue Kundenpotentiale in den Branchen Telekommunikation und Finanzdienstleistungen auszuschöpfen.

Um das Produktportfolio zu ergänzen und weiteres Umsatzwachstum zu erzeugen, wird auch zukünftig ein Fokus des BMC Konzerns auf der internen Produktentwicklung  Konzernmutter sowie auf Akquisitionen liegen.


Planung

Geschäftsjahr 2024/2025

Wir planen im kommenden Geschäftsjahr mit Umsätzen von TEUR 18.708 (Vorjahr TEUR 20.516) aus der Kostenübernahme im Rahmen des "Marketing and Sales Support Agreements" (exklusive Management Fee) mit der BMC Software Distribution B.V., Schiphol-Rijk, Niederlande. Damit liegen die Umsätze unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres. 

Die geplante zweiprozentige Provision auf die vermittelten Lizenz- und Wartungsumsätze liegt mit TEUR 2.638 unter dem Niveau des Berichtsjahres (TEUR 3.482). 

Die Umsatzplanung im Bereich Consulting Services liegt mit ca. TEUR 4.705 unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 6.941). Aufgrund der geplanten Umstellung der konzerninternen Abrechnung erwarte die BMC Software GmbH einen Rückgang der Umsätze aus der Weiterbelastung von konzerninternen Beratungskosten, welche keine signifikanten Auswirkungen auf die Marge im Bereich Consulting Services haben wird.

Das geplante Betriebsergebnis wird mit TEUR 3.300 unter dem Ergebnis des Vorjahres (TEUR 3.670) liegen, weil die BMC Software GmbH einen Rückgang der 2%-igen Vermittlungsprovision von TEUR 844 erwartet. Gegenläufig dazu wird im Bereich Consulting Services mit einem positiven Ergebnis geplant wird (TEUR 252, Vorjahr TEUR -199). 

Geschäftsjahr 2025/2026

Für das Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet die BMC Software GmbH bei den vermittelten Lizenz- und Wartungsumsätzen mit einem Anstieg von 10% wie bereits im Ausblick unter Strategie erwähnt. Die Umsätze aus dem Marketing and Sales Support Agreement werden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Die Gesellschaft wird sich auch zukünftig aus ihrem Bestand an eigenen liquiden Mitteln finanzieren und neben den konzerninternen Finanzierungsquellen keine externen Finanzierungsquellen benötigen. 

VI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2024 mit einem moderaten Wachstum von 0,2 %. Vor allem die steigenden Reallöhne wirken sich positiv auf die wirtschaftliche Erholung aus. Dagegen wird im Außenhandel aufgrund der geopolitischen Lage mit einer weiterhin wachstumsdämpfenden Entwicklung gerechnet.

Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum in der ITK-Branche von 4,4 %  erwartet. Trotz der Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die ITK-Branche werden vor allem die Hardware-Umsätze nach einem Einbruch im Jahr 2023 wieder steigen (4,6 % ). Die weiter voranschreitende Digitalisierung wird sich ebenfalls positiv auf das Wachstum auswirken. Stärkster Wachstumstreiber ist der Softwaremarkt mit 9,4 %. 

VII. Nachtragsbericht


Bezüglich weiterer eingetretener Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

 

Frankfurt am Main, den 31. Juli 2024

Ted Cory Bleuer        Arno Jan ter Avest        (Geschäftsführer)         (Geschäftsführer)    

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 163.385,63 160.653,95
I. Sachanlagen 163.385,63 160.653,95
B. Umlaufvermögen 12.248.120,12 8.789.334,42
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.987.885,45 8.452.607,16
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 572.056,04 670.196,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 572.056,04 670.196,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.747.361,71 7.388.503,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.747.361,71 7.388.503,53
3. sonstige Vermögensgegenstände 668.467,70 393.907,23
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.260.234,67 336.727,26
1. Guthaben bei Kreditinstituten 1.260.234,67 336.727,26
C. Aktive latente Steuern 269.929,60 218.748,79
Summe Aktiva 12.681.435,35 9.168.737,16

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 5.536.117,83 3.061.498,54
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 27.098,47 27.098,47
1. Gezeichnetes Kapital 27.098,47 27.098,47
a. Schlusskapital des letzten Stichtags 27.098,47 27.098,47
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 26.346,90 26.346,90
1. gesetzliche Rücklage 26.346,90 26.346,90
a. des letzten Stichtags 26.346,90 26.346,90
III. Gewinnvortrag 3.008.053,17 2.141.398,83
1. Des letzten Stichtags 3.008.053,17 2.141.398,83
IV. Jahresüberschuss 2.474.619,29 866.654,34
B. Rückstellungen 6.178.474,02 4.004.912,39
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 139.338,00 146.808,00
2. Steuerrückstellungen 772.623,49 112.864,54
a. nicht zuordenbar 772.623,49 112.864,54
3. sonstige Rückstellungen 5.266.512,53 3.745.239,85
davon kurzfristiger Anteil 5.266.512,53  
a. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 4.661.245,50  
• übrige sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 4.661.245,50  
b. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 605.267,03  
• übrige Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 605.267,03  
c. Nicht zuordenbare sonstige Rückstellungen   3.745.239,85
C. Verbindlichkeiten 966.843,50 2.102.326,23
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 337.449,16 1.212.022,61
davon Abschlagszahlungen 337.449,16 1.212.022,61
davon erhaltene Abschlagszahlungen auf unfertige Erzeugnisse 337.449,16 1.212.022,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.045,06 54.037,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 134.534,35 235.112,63
davon durch Pfandrechte oder ähnliches gesichert 134.534,35  
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 119.091,38 214.047,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 15.442,97 21.065,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.307,15 202.534,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 35.307,15 202.534,23
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 88.798,63 189.830,02
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr   189.830,02
5. sonstige Verbindlichkeiten 370.754,21 262.826,74
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 370.754,21 262.826,74
davon gegenüber Finanzbehörden 370.754,21 262.826,74
Summe Passiva 12.681.435,35 9.168.737,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1. Betriebsergebnis 3.670.369,51
a) Rohergebnis 27.233.919,45
Gesamtleistung 31.520.551,42
Umsatzerlöse 31.520.551,42
sonstige betriebliche Erträge 60.478,31
davon Erträge aus Währungsumrechnung 10.345,91
Materialaufwand 4.347.110,28
b) Personalaufwand 21.000.516,24
Löhne und Gehälter 19.285.936,85
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.714.579,39
soziale Abgaben 1.703.580,19
davon Aufwendungen für Altersversorgung 10.999,20
davon Zuführungen zu Pensionsrückstellungen (ohne Zinsanteil) 10.999,20
c) Abschreibungen 95.340,94
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 95.340,94
auf Sachanlagen 95.340,94
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 2.467.692,76
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 23.736,98
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -5.920,19
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.920,19
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.189.830,03
4. Ergebnis nach Steuern 2.474.619,29
Jahresüberschuss 2.474.619,29

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024


BMC Software GmbH, Frankfurt am Main

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Allgemeines

Die BMC Software GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 24281 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb sowie der Handel von und mit Produkten der Computerindustrie sowie Dienstleistungen aller Art im Zusammenhang mit diesen Produkten.

Der Jahresabschluss der BMC Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. 

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.


2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 


Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer der einzelnen Anlagen ermittelt.


Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Für die Abschreibungen von Gegenständen des Anlagevermögens werden folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern angewandt:

Anlageposition    Abschreibungsmethode    Nutzungsdauer


Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    linear    2 bis 10 Jahre


Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.


Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die unter der einheitlichen Leitung der Banff Parent Inc., Houston, Texas, USA, stehen oder an denen dieser Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar die in § 290 Abs. 2 HGB genannten Rechte zustehen.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.


Eigenkapital

Das Eigenkapital von EUR 5.536.117,83 enthält einen Gewinnvortrag von EUR 3.008.053,17 sowie einen Jahresüberschuss von EUR 2.474.619,29.


Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist gegenüber einzelnen Mitarbeitern Versorgungszusagen eingegangen. Nach den Bestimmungen der Versorgungszusagen erhalten die Berechtigten eine lebenslang zahlbare Altersrente nach Erreichen des 65. Lebensjahres. Im Todesfall sehen die Versorgungszusagen für einzelne Berechtigte Witwenrenten in Höhe von 60,00 % der Altersrente vor.

Die Anwartschaft (Wartezeit) ist erfüllt, wenn bei Eintritt des Versorgungsfalles die Betriebszugehörigkeit mindestens 2 Jahre bestanden hat. Alle begünstigten Arbeitnehmer haben unverfallbare Anwartschaften erworben.


Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige Durchschnittszinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) berücksichtigt.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen 

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des Erfüllungsbetrags (d.h. einschl. zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kauf¬männischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.


Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.


Währungsumrechnungen

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.


Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegen-ständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertan-sätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive Steuerlatenzen werden zum Stichtag ausgewiesen. Es bestehen keine passiven Steuerlatenzen zum Stichtag.

II. EINZELANGABEN ZUR BILANZ


Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 einschließlich der historischen Anschaffungskosten und der Abschreibungen des Geschäftsjahres wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 9.747 (Vorjahr TEUR 7.389) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren aus Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 591 (Vorjahr TEUR 313) und abzugsfähiger Vorsteuer von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 21) sowie geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 63).

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht (Vorjahr TEUR 0).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.


Aktive latente Steuern

Die gebildeten aktiven latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Buchungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz hinsichtlich der Passivierung von Pensionsverpflichtungen, der steuerlichen Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten, der Rückstellung für nicht genommene Urlaubstage und der Rückstellung für mietfreie Zeiten. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,02 %.


Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellung wurde mit TEUR 139 (Vorjahr TEUR 147) angesetzt. 

Nach der Regelung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abzuzinsen. Der hieraus resultierende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 1 und unterliegt einer Ausschüttungssperre, die durch den Gewinnvortrag entsperrt wird.


Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen TEUR 773 (Vorjahr TEUR 113) und betreffen das Berichtsjahr (TEUR 711) sowie eine Rückstellung für zukünftige Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen im Bereich Consulting Services (TEUR 62). Für die nicht veranlagten Geschäftsjahre 2021 und 2022 bestehen zum Stichtag Steuerforderungen, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Provisionen (TEUR 2.542, Vorjahr TEUR 1.392), Bonuszahlungen an Arbeitnehmer (TEUR 965, Vorjahr TEUR 989), Resturlaubsansprüche (TEUR 507, Vorjahr TEUR 516), für drohende Verluste (TEUR 605, Vorjahr TEUR 422), aus Abfindungsvereinbarungen (TEUR 295, Vorjahr TEUR 0), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 204, Vorjahr TEUR 261) und für externe Beratungsleistungen (TEUR 136, Vorjahr TEUR 115).


Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr TEUR 392) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern von TEUR 371 (Vorjahr TEUR 263).

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 121) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

in TEUR 31.03.2024
Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 333 4 0 337
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120 15 0 135
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 124 0 0 124
4. Sonstige Verbindlichkeiten 371 0 0 371
- davon aus Steuern 371 0 0 371
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
in TEUR 31.03.2023
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.158 54 1.212
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 214 21 235
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 392 0 392
4. Sonstige Verbindlichkeiten 263 0 263
- davon aus Steuern 263 0 263
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0

III. EINZELANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse    

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023/2024 2023/2022
TEUR TEUR
Konzernumsätze aus dem Marketing and Sales Support Agreement  20.516 17.529
Consulting Services Umsätze   6,941   5.102
Konzernprovisionsumsätze aus Vermittlung von Lizenz- und Wartungsverträgen   3.482   2.010
Management Fee      401          330
Sonstige steuerpflichtige Umsätze      181      219
31.521 25.190

Materialaufwand

Die Aufwendungen für externe Beratungsleistungen im Bereich Consulting Services betragen TEUR 4.347 (Vorjahr TEUR 3.615) und betreffen konzerninterne und externe Beratungskosten. Aufgrund des Anstiegs der Umsätze im Consulting Services Bereich (TEUR 1.839) erhöhte sich der Bedarf an externen Dienstleistungen, um den erhöhten Projektaufwand bewältigen zu können. Zusätzlich wurde eine Drohverlustrückstellung von TEUR 479 (Vorjahr TEUR 259) für ein Kundenprojekt im Materialaufwand erfasst.


Personalaufwand

Die Personalaufwendungen resultieren aus Löhnen und Gehältern (TEUR 19.286, Vorjahr TEUR 15.817) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (TEUR 1.715, Vorjahr TEUR 1.646).


Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Marketingkosten (TEUR 633, Vorjahr TEUR 176), Reisekosten (TEUR 575, Vorjahr TEUR 626), Raumkosten (TEUR 456, Vorjahr TEUR 549) und Fuhrparkkosten (TEUR 405, Vorjahr TEUR 487).

Außergewöhnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr wurden Mitarbeiterabfindungen i. H. v. TEUR 2.230 (Vorjahr TEUR 0) als Aufwand erfasst. 


Steueraufwand

Im Steueraufwand sind im Wesentlichen Steuern für das Berichtsjahr (TEUR 1.261) enthalten.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mehrere Mietverträge für Gebäude sowie Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung.

Dabei verteilen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wie folgt auf die genannten Verträge:

TEUR
Gebäude 418
Kraftfahrzeuge 515
933

   Die zukünftigen Verpflichtungen verteilen sich vertragsgemäß auf folgende Jahre:

TEUR
fällig 2024/2025 343
fällig 2025/2026 251
fällig 2026/2027 177
fällig 2027/2028   99
fällig 2028/2029   63
933

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse über die gem. § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB zu berichten wäre.

Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB und § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Gewinnausschüttungssperre:

TEUR
aus dem Ansatz von Pensionsrückstellungen     1
aus der Aktivierung latenter Steuern  270
 271
Entsperrung durch Gewinnvortrag -271
Summe      0


Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis


•    Ted Cory Bleuer, Kaufmann, Senior Vice President, Controller and Chief Ac-counting Officer, Houston, Texas, USA
•    Arno Jan ter Avest, Kaufmann, Senior Director Accounting and Controller EMEA, Hoofddorp, Niederlande

Die Gesellschaft wird durch jeden Geschäftsführer einzeln vertreten. 

Kein Mitglied der Geschäftsführung bezieht ein Geschäftsführergehalt in Deutschland. 


Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 104 Ange-stellte (Vorjahr 103), die sich wie folgt verteilen:

2023/2024 2022/2023
Sales und Support 75 76
Consulting Services 15 14
Administration 14 13
104 103

 Betriebsstätten

Die Gesellschaft unterhält Betriebsstätten in Berlin, Hamburg und in München. Die Geschäftsstelle in Hamburg wurde per 31.05.2023 geschlossen.


Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt. 

Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Banff Parent Inc., Houston, Texas, USA. Der Konzernabschluss wird in den USA nicht veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Banff Parent Inc. kann bei der BMC Software, Inc., 2103 CityWest Boulevard, Houston, Texas, USA, angefragt werden.


Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.475 zusammen mit dem Gewinnvortrag i.H.v. TEUR 3.008 auf neue Rechnung vorzutragen. 


Nachtragsbericht

Es haben sich keine anderweitigen Umstände ergeben, die eine Neubeurteilung der im Jahresab¬schluss und Lagebericht dargestellten Lage erfordern würden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren im Berichtsjahr nur unwesentlich zu spüren. Der Russland-Ukraine-Krieg hatte im Berichtjahr keine Auswirkungen auf die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

 

Frankfurt am Main, den 31. Juli 2024


Ted Cory Bleuer        Arno Jan ter Avest         (Geschäftsführer)        (Geschäftsführer)           

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BMC Software GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BMC Software GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BMC Software GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrerErtragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtsgeführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmungmit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationender Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklangsteht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie alsnotwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt einzutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risikendurch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedecktwerden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandtenRechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise,ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrundegelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 31. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mühleck               Keskin

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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