Berner Group Holding SE & Co. KG
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B.yond SEKünzelsauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021BERICHT des Verwaltungsrates der Berner SE über das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021Zu Beginn des Geschäftsjahres vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 waren zunächst die Herren Albert Berner (Ehrenvorsitzender), Carsten Albrecht (Vorsitzender), Herr Michel Klein (stellvertretender Vorsitzender), Mark Eslamlooy und Dr. Christoph Achenbach Mitglieder des Aufsichtsrats der Berner SE. Die Amtszeit der vorgenannten Aufsichtsratsmitglieder endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Berner SE am 9. Juli 2020. Vor diesem Hintergrund hat die ordentliche Hauptversammlung der Berner SE am 9. Juli 2020 die Herren Carsten Albrecht, Michel Klein und Mark Eslamlooy (erneut) zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Berner SE gewählt. Die neu gewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sodann am selben Tage im Rahmen einer konstituierenden Sitzung Herrn Carsten Albrecht zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herrn Michel Klein zu seinem Stellvertreter gewählt. Der Aufsichtsrat hat Herrn Peter Spitlbauer mit Wirkung zum 1. April 2020 zum weiteren Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. Die Hauptversammlung der Berner SE hat mit Beschluss vom 17. November 2020 das dualistische Leitungssystem der Gesellschaft mit einem Vorstand als Leitungsorgan und einem Aufsichtsrat als Aufsichtsrat durch ein monistisches Leitungssystem mit einem Verwaltungsrat als einheitlichem Leitungs- und Kontrollorgan ersetzt. Dieser Wechsel des Leitungssystems ist durch Eintragung in das Handelsregister am 1. Dezember 2020 wirksam geworden. Die Organe Aufsichtsrat und Vorstand der Berner SE sind damit erloschen. Die Hauptversammlung der Berner SE hat daher mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2020 Frau Pia Berner, Herrn Christian Dahmen und Herrn Dr. Thomas Frohnmayer zu Mitgliedern des Verwaltungsrats der nunmehr monistisch strukturierten Berner SE gewählt. Die vorgenannten Mitglieder des Verwaltungsrats haben im Rahmen einer konstituierenden Sitzung Frau Pia Berner zur Vorsitzenden des Verwaltungsrats und Herrn Christian Dahmen zu ihrem Stellvertreter gewählt. Ferner hat der neu errichtete Verwaltungsrat der Berner SE Herrn Christian Albert Berner zum Geschäftsführenden Direktor bestellt, der damit die bisherigen Mitglieder des Vorstands ab dem 1. Dezember 2020 abgelöst hat, Herr Dr. Thomas Frohnmayer hat sein Amt als Mitglied des Verwaltungsrats der Berner SE vereinbarungsgemäß mit Wirkung zum Ablauf des 24. Januar 2021 niedergelegt. Vor diesem Hintergrund bezieht sich dieser Bericht sowohl auf die Tätigkeiten des Aufsichtsrats als auch auf die Tätigkeiten des Verwaltungsrats der Berner SE im Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021. Von Beginn des Berichtszeitraums bis zur Beendigung der betreffenden Organe (am 1. Dezember 2020) wurde der Aufsichtsrat der Berner SE vom Vorstand in den Sitzungen ausführlich über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft informiert. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Verwaltungsrates bedurften und von besonderer Bedeutung waren, sind mit dem Vorstand eingehend erörtert und genehmigt worden. Gegenstand der Berichterstattung durch den Vorstand waren insbesondere die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Investitions- und Finanzplanung sowie die strategische Ausrichtung der Berner-Gruppe. Der Aufsichtsrat hat in seinen zwei Sitzungen, die im Geschäftsjahr 2020/21 stattgefunden haben, mit dem Vorstand aktuelle Fragen der Geschäftspolitik, der Geschäftslage sowie der weiteren Entwicklung und Strategie der Gesellschaft und des Konzerns im In- und Ausland beraten. Der Verwaltungsrat hat sich dabei von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Zu Beginn der COVID-19-Pandemie (von April bis Juni 2020) haben zudem kontinuierliche und engmaschige (virtuelle) Abstimmungstermine zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand stattgefunden. Im Schwerpunkt wurden dabei die Themen Geschäftsentwicklung und Liquiditätsabsicherung behandelt. Zudem hat der Aufsichtsrat am 9. Februar 2021 eine Vorbesprechung zum Budget 2021/22 mit den Vorstandsmitgliedern sowie den Bereichsleitern (Finanzen und Controlling) geführt. Zusätzlich zu der Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstandsvorsitzende laufend alle wichtigen Themen mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert. Ab dem 1. Dezember 2020 bis zum Ende des Berichtszeitraums hat dann der Verwaltungsrat der Berner SE die ihm obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Alle wesentlichen strategischen Fragen und Einzelmaßnahmen wurden im Verwaltungsrat ausführlich erörtert und sofern notwendig beschlossen. Für den Verwaltungsrat stand dabei der aktuelle Geschäftsverlauf, die Ergebnisentwicklung, wesentliche Vorhaben sowie Abweichungen von den geplanten Entwicklungen im Vordergrund. Insbesondere wurden alle wesentlichen Vorhaben des Geschäftsführenden Direktors eingehend erörtert und kritisch hinterfragt. Es hat eine Verwaltungsratssitzung stattgefunden, die sich im Schwerpunkt mit den Themen IT-Infrastruktur und den Prüfungsschwerpunkten des Jahresabschlusses beschäftigt hat. Der Geschäftsführende Direktor hat den Verwaltungsrat regelmäßig über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Ergebnisentwicklung, wesentliche Vorhaben sowie Abweichungen von den geplanten Entwicklungen informiert. Die Vorsitzende des Verwaltungsrats stand über die Sitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Geschäftsführenden Direktor. Der Jahresabschluss zum 31. März 2021, der Konzernabschluss zum 31. März 2021 sowie der Lagebericht für den Konzern sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und der Jahresabschluss mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und der Konzernabschluss mit einem - allerdings nur im Hinblick auf die fehlenden Angaben im Konzernanhang zu den Gesamtbezügen der Mitglieder des Vorstands bzw. des Geschäftsführenden Direktors des Mutterunternehmens und zu dem Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens - eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Jahres- und Konzernabschluss sind in der Bilanzsitzung des Verwaltungsrats ausführlich mit dem Abschlussprüfer erörtert worden. Der Verwaltungsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für den Konzern sowie den Vorschlag des Geschäftsführenden Direktors für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Verwaltungsrat hat den vom Geschäftsführenden Direktor aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; er ist damit festgestellt. Der Verwaltungsrat hat weiterhin den Konzernabschluss gebilligt. Der Verwaltungsrat wird der Hauptversammlung auf Basis des Vorschlags des Geschäftsführenden Direktors einen Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns unterbreiten. Der Verwaltungsrat dankt dem (vormaligen) Vorstand, dem Geschäftsführenden Direktor und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und spricht ihnen dafür seine besondere Anerkennung aus.
Im Juli 2021 Pia Berner, Vorsitzende des Verwaltungsrates Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020/21 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021 1. Konzernbilanz zum 31. März 2021 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021 3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020/21 Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020/21 Konsolidierungskreis 4. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020/21 5. Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2020/21 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020/21INHALTSVERZEICHNIS1. Grundlagen des Konzerns a) Geschäftsmodell des Konzerns b) Konzernstrategie 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen b) Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren c) Änderung des Konsolidierungskreises d) Geschäftsverlauf e) Vermögens- und Finanzlage f) Ertragslage 3. Chancen- und Risikobericht 4. Prognosebericht Hinweis: Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Konzernlagebericht die männliche Form gewählt, nichtsdestotrotz beziehen sich die Angaben auf alle Geschlechter. 1. Grundlagen des Konzerns a) Geschäftsmodelle des Konzerns Die Berner Group Berner ist ein familiengeführtes, europäisches Handelsunternehmen. Die Berner Group umfasst die Berner SE, eine Aktiengesellschaft europäischen Rechts, als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Der Sitz der Berner SE befindet sich in Deutschland mit der Konzernzentrale in Künzelsau. Der Geschäftsbetrieb der Berner SE wurde in wesentlichen Teilen rückwirkend zum April 2020 auf eine neue Gruppenholdinggesellschaft ausgegliedert, die Berner Group Holding SE & Co. KG mit Sitz in Künzelsau. Mit dem Geschäftsmodell Omnichannel-Trading sind wir mit den Marken Berner und BTI B2B-Handelspartner für Materialien im Bereich Wartung, Reparatur und Produktion für unsere Kunden im Bau-, Mobilitäts- und Industriesektor. Darüber hinaus sind wir mit dem Geschäftsmodell Spezialchemie auch Entwickler und Hersteller von technischen Spezialchemieprodukten. Die Geschäftssparte Berner erzielt mehr als 814 Mio. EUR Umsatz als Handelsunternehmen von Verbrauchsmaterialien, Werkzeugen, Zubehör und Services für Profianwender in der Bau- und Kfz-Branche sowie in der Industrie. Als Omnichannel-Vertriebsunternehmen stehen wir in Kontakt mit unseren Kunden, egal ob mit einem von mehr als 4.300 Außendienstmitarbeiter/-innen in der Werkstatt oder auf der Baustelle, im Callcenter oder dem Profi Point, ob mobil über die App, Telesales oder im Onlineshop, und das europaweit in 23 Ländern. Die Geschäftssparte BTI agiert bundesweit als Direktvertriebs- unternehmen für das Bauhandwerk in Deutschland. Mit Werkzeugen, Befestigungsmaterialien, Arbeitskleidung oder Systemlösungen für die Dach- und Fenstermontage sowie Brandschutz, ist die BTI ein Partner für über 30.000 aktive Kunden. Diese werden von Fachberatern im Außendienst betreut oder auch in Handwerker-Centern, einem Callcenter oder durch Fachspezialisten wie Architekten-, Planer- und Baustellenberater. Die Geschäftssparte Caramba Chemicals Group ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von technischer Spezialchemie. Die Expertise von Caramba liegt in der Entwicklung und Produktion von Spezialchemie für Reinigung, Veränderung und Schutz von Materialoberflächen in verschiedenen industriellen Anwendungsbereichen. Im Geschäftsjahr 2020/21 hat die Caramba Gruppe zudem kurzfristig Produktionslinien umgestellt, um auf die hohe Nachfrage nach Desinfektionsmitteln wegen der COVID-19 Pandemie zu reagieren. Die Aktivitäten der Geschäftssparte Caramba sind in drei Geschäftsfelder mit den Marken Caramba, KENT und Ambratec gebündelt. b) Konzernstrategie Im Rahmen der Strategieentwicklung wurde die Konzernstrategie über strategische Säulen wie beispielsweise Kundenzentrierung, Wertversprechen und Digitalisierung hinweg definiert und ein konzernübergreifendes strategisches Zielbild erarbeitet. Dieses Zielbild wurde im weiteren Verlauf auf die verschiedenen Funktionsbereiche der Berner Group heruntergebrochen und es wurden strategisch relevante Handlungsfelder, Maßnahmen und Projekte identifiziert. Damit wollen wir sicherstellen, dass alle laufenden und geplanten Initiativen und Projekte zur Erreichung des strategischen Zielbildes beitragen. Die Steuerung des Projektportfolios und die Implementierung der einzelnen Projekte werden im Rahmen des Berner Group Transformationsprogramms zentral durch die Berner Group Holding koordiniert und kontrolliert. Das strategische Zielbild, welches die Berner Group in den kommenden drei Jahren umzusetzen anstrebt, zeichnet sich vor allem durch eine ausgeprägte Kundenzentrierung, eine Differenzierung vom Wettbewerb und eine Markenbotschaft für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter aus. Darüber hinaus soll die operative Effizienz in den Bereichen Einkauf, Logistik und Vertrieb gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2020/21 ist neben den bereits im Vorjahr gestarteten strategischen Projekten (u.a. Sortimentsoptimierung, Pricing und der Aufbau eines europäischen Zentrallagers in den Niederlanden), ein Transformationsprojekt zur Weiterentwicklung des Omnichannel Geschäftsmodell zur Erreichung der Wachstumsambitionen initiiert worden. Begleitet werden diese Vorhaben von einem umfassenden IT-Infrastrukturprogramm, welches den Grad der Digitalisierung der gesamten Unternehmensgruppe erhöhen soll. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Aufgrund der nahezu ausschließlichen Tätigkeit der Berner Group in Europa ist die Geschäftsentwicklung insbesondere von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Ländern geprägt. Darüber hinaus verdient Deutschland als Heimatmarkt besondere Beachtung, weshalb hier zunächst auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und anschließend auf die Entwicklung in der gesamten EU eingegangen wird. Deutschland hat im Jahr 2020 zum ersten Mal seit 10 Jahren einen Wirtschaftseinbruch zu verzeichnen. Mit -4,9% ist die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. 1 Grund hierfür ist gemäß der Europäischen Kommission die COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen drastischen Eindämmungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, die insbesondere im ersten Halbjahr 2020 zu einem großen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit geführt haben. Nach den Lockerungen im Sommer 2020 hat eine spürbare Erholung eingesetzt, welche Ende des Jahres durch erneute Einschränkungen wieder gebremst wurde. 2 Dennoch wird davon ausgegangen, dass sich die Wirtschaftsleistung in 2021 spätestens ab der zweiten Jahreshälfte wieder erholt, sodass für das Jahr 2021 wieder mit einem Anstieg des Wirtschaftswachstums in Deutschland von 3,4% gerechnet wird. Für das Jahr 2022 erwartet die europäische Kommission für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 4,1%. Auch die Inflationsrate, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, soll von 0,4% im Jahr 2020 auf 2,4% im Jahr 2021 steigen. Im Jahr 2022 wird mit einem geringeren Anstieg der Inflation von 1,4% gerechnet. 3
1 "European Economic Forecast - Spring 2021" der
Europäischen Kommission.
Auch die anderen Volkswirtschaften der EU wurden von der COVID-19 Pandemie in 2020 stark getroffen. Insbesondere im ersten Halbjahr erlitt die Wirtschaftsleistung in Europa einen schweren Schock. Erst im dritten Quartal konnte sich die Wirtschaftsleistung mit der Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen wieder erholen. 4 Nachdem die Wirtschaft im Euro-Währungsgebiet in 2020 einen Rückgang von 6,6% zu verzeichnen hat, geht die Europäische Kommission für das Jahr 2021 wieder von einem Wirtschaftswachstum von 4,3% aus. Für das Jahr 2022 wird nach jetzigem Erkenntnisstand ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,4% erwartet. Die Wirtschaft in der gesamten EU ist in 2020 um 6,1% geschrumpft. Für die beiden folgenden Jahre wird von der Europäischen Kommission wieder ein Wachstum von 4,2% bzw. 4,4% erwartet. 5 Das Ausmaß des Rückgangs und die Stärke des Aufschwungs wird zu deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten innerhalb der EU führen. So haben neben Deutschland auch die für Berner umsatzstärksten Länder Frankreich (-8,1%), Italien (-8,9%), Österreich (-6,6%) und Spanien (-10,8%) im Jahr 2020 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums zu verzeichnen. Für 2021 bzw. 2022 wird aber für alle Mitgliedstaaten der EU und damit auch für Frankreich (5,7% bzw. 4,2%), Italien (4,2% bzw. 4,4%), Österreich (3,4% bzw. 4,3%) und Spanien (5,9% bzw. 6,8%) wieder ein Aufschwung des Wirtschaftswachstums erwartet. Durch das Wiederaufflammen der COVID-19 Pandemie ab dem Spätherbst 2020 sind die Wachstumsvorhersagen für den Prognosezeitraum allerdings unsicher und risikobehaftet. 6 Branchenspezifische Schwerpunkte liegen in der Berner Group insbesondere auf den Bereichen Handwerk/Bau und Automobil, weshalb auf die Entwicklung dieser Branchen im Folgenden eingegangen wird. Gemäß des Zentralverbands des Deutschen Handwerks erholt sich die Geschäftslage im Bereich Handwerk nach dem starken Einbruch durch die COVID-19 Pandemie vorläufig weiter. Besonders durch den privaten Konsum, die Erholung bei den Ausrüstungsinvestitionen sowie einer Belebung des Außenhandels konnten bereits im dritten Quartal 2020 die COVID-19 bedingten Verluste größtenteils wieder aufgeholt werden.
4 "European Economic Forecast - Autumn 2020" der
Europäischen Kommission.
Im Vergleich zu anderen Branchen wurde das Bauhandwerk von der COVID-19 Pandemie weniger hart getroffen und kann das Jahr 2020 mit einem Umsatzplus von knapp 2% abschließen. Für das Jahr 2021 wird hingegen mit einem Umsatzrückgang von ca. 1% gerechnet. 7 Die COVID-19 Pandemie hat größere Auswirkungen auf die Entwicklung der Automobilbranche. Nahezu weltweit gingen die Verkäufe stark zurück. Europa hat dabei den größten Rückgang von rund 25% zu verzeichnen. 8 Alle europäischen Länder haben das Jahr 2020 mit einer negativen Bilanz abgeschlossen, darunter auch die größten Märkte der Berner Group: Deutschland (-19%), Frankreich (-25%), Italien (-28%) und Spanien (-32%). In Deutschland gingen im Jahr 2020 17% weniger Bestellungen aus dem Inland und 11% weniger Bestellungen aus dem Ausland ein. 9 b) Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Als familiengeführtes Handelsunternehmen wird die Berner Group im Wesentlichen nach den Umsatzerlösen und dem Ergebnis vor Steuern gesteuert. Durch die COVID-19 Pandemie ist zudem das Liquiditätsmanagement deutlich stärker in den Vordergrund gerückt. c) Änderung des Konsolidierungskreises Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis der Berner Group verändert. Aufgrund der Ausgliederung des Geschäftsbetriebes der Berner SE auf die neue Gruppenholdinggesellschaft Berner Group Holding SE & Co. KG, wurden die Berner Group Holding SE & Co. KG sowie die Berner Management SE gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im Juli 2020 wurde die BTI Verwaltungs GmbH und im August 2020 die BTI Beteiligungen AG gegründet, die aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern nicht konsolidiert werden. Die bereits im Geschäftsjahr 2018/19 aufgrund untergeordneter Bedeutung entkonsolidierte Gesellschaft Automotive Cleaning Chemicals Ltd. wurde im Oktober 2020 veräußert. Im März 2021 wurden die Gesellschaften Ambratec GmbH und Matecra GmbH aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern entkonsolidiert. Diese beiden Gesellschaften wurden im Mai 2021 veräußert.
7 Handwerksblatt.de - Bauhandwerk: Corona-Krise
wird 2021 deutlich spürbar - November 2020.
Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2020/21 beeinträchtigen die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses nicht wesentlich. d) Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der Berner Group sind im Geschäftsjahr 2020/21 nominal um 1,2% gestiegen. Insbesondere in der ersten Phase der COVID-19 Pandemie kam es zu Umsatzrückgängen in Höhe von 38,1 Mio. EUR in den Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahr, die aber im Jahresverlauf überkompensiert werden konnten. Bereinigt um Veränderung im Konsolidierungskreis, beträgt die Umsatzentwicklung der Berner Group + 1,0% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt liegt die Umsatzentwicklung deutlich über der Umsatzprognose, die unter dem Eindruck der ersten Welle der COVID-19 Pandemie entstanden ist. Die Umsätze des Geschäftsmodells Omnichannel-Trading entwickelten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2020/21 leicht positiv und liegen über der festgelegten Umsatzprognose. Diese Entwicklung ist bedingt durch den positiven Umsatzverlauf ab dem 2. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21. Die Geschäftssparte Berner konnte sich den europaweiten Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie nicht vollständig entziehen und hat das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 814 Mio. EUR abgeschlossen. Somit liegt die Sparte auf Vorjahresniveau, jedoch über der gesetzten Umsatzprognose. Die Bau-Division konnte sich hierbei verhältnismäßig besser entwickeln und trug mit einer Entwicklung von +2,7% zur Entwicklung der Geschäftssparte bei, insbesondere durch das Umsatzwachstum in den Landesgesellschaften in Süd- und Zentraleuropa. Die Automotive-Division war von den Lockdown-Phasen stärker beeinflusst und befindet sich im Umsatzniveau leicht unter Vorjahr (-1,9%). Der Umsatzrückgang betraf alle Regionen Europas. Die Geschäftssparte BTI, die als Direktvertreiber ausschließlich im Baubereich tätig ist, konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 123 Mio. EUR (+5,8% zum Vorjahr) abschließen und liegt damit über der Prognose. Die BTI konnte hierbei von der konstanten Entwicklung der Baubranche in Deutschland profitieren und über alle Segmente Umsatzzuwächse erzielen. Das Geschäftsfeld Caramba (Spezialchemie) steigerte trotz erschwerter Bedingungen durch die COVID-19 Pandemie den Umsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr (+21,4%) und der gesetzten Umsatzprognose. Die COVID-19 Pandemie mit all ihren Konsequenzen führte insbesondere in den Kerngeschäften der Segmente Automotive, Car Wash und Retail zu einem deutlichen Umsatzrückgang während des ersten Lockdowns (März bis Mai 2020). Werke und Läger der Automobilhersteller blieben über Wochen geschlossen und durch Lockdown und Home-Office wurde insgesamt wenig Auto gefahren. Letzteres wirkte sich negativ auf das Geschäft mit Autoreinigungs- und Pflegemitteln in Tankstellenshops sowie auf das Geschäft mit der Fahrzeugwäsche aus. Gegenläufig entwickelte sich insbesondere von April bis Juni 2020 die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln (Flächen- und Handdesinfektion). Caramba war schon vor der COVID-19 Pandemie Hersteller von Flächendesinfektionsmitteln und begann ab März 2020 zusätzlich mit der Produktion von Handdesinfektionsmitteln. Der Vertrieb der Handdesinfektionsmittel erstreckte sich über alle Marktsegmente und half die im Kerngeschäft temporär rückläufigen Umsätze zu kompensieren. Nach dem ersten Lockdown trat in allen Marktsegmenten eine deutliche Erholung ein. In Summe blickt das Geschäftsfeld Caramba auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020/21 zurück. Das Geschäftsfeld KENT wurde im Geschäftsjahr 2020/21 vom Ausbruch der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Die Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns hatten einen signifikanten Einfluss auf den Direktvertrieb von KENT mit Fokus auf den Automobilmarkt (ca. 72% der externen Gesamtumsätze). Der Umsatzrückgang konnte teilweise durch die erfolgreiche Durchdringung eines neuen OEM-Key Accounts in Frankreich kompensiert werden. Der Umsatzrückgang konnte so auf -6,9% zum Vorjahr begrenzt werden und liegt leicht unterhalb der gesetzten Umsatzprognose. Das Geschäftsfeld Ambratec konnte an die Trendwende des Vorjahres anknüpfen und erneut ein Wachstum und eine Verbesserung der Profitabilität verzeichnen. Der Markt der BA Ambratec war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich durch die COVID-19 Pandemie und dem damit einhergegangen Lockdown in Deutschland, Österreich und Frankreich geprägt. Durch konsequente und schnelle Ergänzung des Produktportfolios um Desinfektionsmittel zur Hand-, Oberflächen- und Raumluftdesinfektion sowie Schutzmasken und aufgrund der besonderen Qualität der Kundenbeziehungen konnte der Rückgang der Nachfrage im Standardsortiment mehr als aufgefangen werden. Durch zielgerichtete Maßnahmen zur Qualifikation der Vertriebe, einhergehend mit einer konsequenten Restrukturierung sowohl im Außen- als auch im Innendienst konnte eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um +6,8% erzielt werden. Insbesondere durch einen nachhaltigeren Einfluss der COVID-19 Pandemie im zweiten Halbjahr als prognostiziert, wurde die für das Geschäftsjahr 2020/21 gesetzte Umsatzprognose verfehlt. Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020/21 positiv für die Berner Group. Mitarbeiter Zu Beginn des Wirtschaftsjahres im April 2020 beschäftigte die Berner Group 8.241 Mitarbeiter. Aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises ergaben sich keine wesentlichen Änderungen in der Mitarbeiteranzahl. Zum Ende des Wirtschaftsjahres beschäftigt die Berner Group insgesamt 8.101 Mitarbeiter. Neben üblichen fluktuationsbedingten Veränderungen der Mitarbeiteranzahl ist diese Abweichung im Wesentlichen bedingt durch Reorganisationen der Personalstruktur bei den deutschen Vertriebsgesellschaften. Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie haben den Arbeitsalltag nahezu aller Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2020/21 beeinflusst. Auch das nächste Geschäftsjahr wird nach aktueller Einschätzung hierdurch geprägt sein. Die Berner-spezifische Umsetzung erfolgte dabei entlang nationaler Vorschriften und wurde beeinflusst durch die jeweilige Pandemie Situation vor Ort. Mit einem übergreifenden internationalen Austausch konnten wir "best practice"-Ansätze erfolgreich auch in anderen Ländern umsetzen. Insbesondere die Mitarbeiter des Außendienstes standen und stehen in vielen Ländern durch die Besuchseinschränkungen bei Kunden vor großen Herausforderungen. Durch innovative und kreative Ansätze haben die Mitarbeiter des Außendienstes Möglichkeiten gefunden, um Kunden weiterhin den Service zu liefern, den sie von Berner gewohnt sind. Auf die digitale Zusammenarbeit über Funktionen und Standorte hinweg ist die Berner Group durch weitsichtige Investitionen in IT-Infrastruktur und Mitarbeiter-Schulungen in der Vergangenheit gut vorbereitet gewesen. Durch die COVID-19 Pandemie ist diese Form der digitalen Zusammenarbeit über das ganze Unternehmen hinweg noch einmal gewachsen. Investition/Finanzierung Die Investitionen des Berner Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 2020/21 20,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,5 Mio. EUR). Der wesentliche Teil der Investitionen entfällt auf die Bereiche IT (neues IT Infrastrukturprogramm), Logistik (Aufbau eines Zentrallagers in den Niederlanden, Aufbau einer Pick-Pack Logistik Anlage in Deutschland, Aufbau eines Hochregallagers in Österreich) und Produktion (Standortausbau Duisburg). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die bestehenden Kreditlinien mit den Hausbanken neu verhandelt und für drei Jahre fest vereinbart. Die bestehenden Kreditlinien mit den Hausbanken (90,0 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjahr 2020/21 nur temporär und geringfügig zur Finanzierung des Working Capitals in Anspruch genommen. Investitionen wurden aus dem freien Cashflow getätigt. Darüber hinaus wurde in Frankreich im Geschäftsjahr 2020/21 vorübergehend ein staatlicher Kredit in Höhe von 15,0 Mio. EUR aufgenommen, der allerdings nicht benötigt und daher auch frühzeitig zurückgezahlt wurde. e) Vermögens- und Finanzlage Bilanz
Die Bilanzsumme ist um 41,9 Mio. EUR zum Vorjahr gestiegen. Im Anlagevermögen haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände deutlich erhöht. Diese Veränderung ist auf die Investitionen in das neue IT Infrastrukturprogramm zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen durch den Verkauf einer Sachanlage bei der Gesellschaft in Taiwan geringer als der Vorjahreswert. Die Reduktion der Finanzanlagen wurde durch die außerplanmäßige Abschreibung einer Ausleihung gegenüber einer ehemaligen Tochtergesellschaft maßgeblich beeinflusst. Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei den Vorräten ist ein Rückgang zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist maßgeblich beeinflusst durch ein verbessertes Bestandsmanagement, welches zu einer Reduktion der fertigen Erzeugnisse und Waren im Vergleich zum Vorjahr geführt hat. Die liquiden Mittel hingegen haben sich zum Vorjahr deutlich erhöht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch die positive Ergebnisentwicklung sowie durch ein aktives "Working Capital Management". Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen. Der Vorjahreswert war durch den Umsatzeinbruch im März 2020 aufgrund der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Somit ist die Vergleichbarkeit der Werte beeinträchtigt. Im Vergleich zu Vorjahren befinden sich die Forderungen aus Lieferung und Leistungen auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau, da im Geschäftsjahr 2020/21 aktiv an der Optimierung der Forderungsreichweite gearbeitet wurde. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände liegen deutlich über dem Vorjahreswert. Die Abweichung ist im Wesentlichen bedingt durch Forderungen gegen ausländische Steuerbehörden im Rahmen von steuerlichen Verständigungsverfahren. Die korrespondierenden Verpflichtungen gegenüber den inländischen Steuerbehörden wurden im Geschäftsjahr 2019/20 und 2020/21 bezahlt. Das Eigenkapital hat sich zum Vorjahr positiv verändert, unter anderem aufgrund des gestiegenen Jahresergebnisses im Konzern. Das Eigenkapital ist unterproportional gewachsen im Vergleich zum Anstieg der Bilanzsumme. Daher befindet sich die Eigenkapitalquote mit 34,9% unterhalb vom Vorjahresniveau (36,6 %). Die Rückstellungen im Konzern sind zum Vorjahr gestiegen. Die Pensionsrückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht (u.a. durch Anpassung des Rechnungszinses und Anpassung des Bewertungsverfahrens). Bei den Steuerrückstellungen ist ein starker Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese Reduktion ist bedingt durch die Begleichung der Verpflichtungen gegenüber inländischen Steuerbehörden aufgrund der erfolgten Betriebsprüfung. Die korrespondierenden sonstigen Forderungen gegen ausländische Steuerbehörden bestehen weiterhin. Die sonstigen Rückstellungen sind zum Vorjahr deutlich erhöht aufgrund gestiegener Verpflichtungen aus dem Personalbereich, einerseits für Restrukturierungen und andererseits für Prämienzahlungen sowie für ausstehende Urlaubsansprüche. Die Verbindlichkeiten im Konzern sind zum Vorjahr gestiegen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist geprägt durch den Abbau der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen befinden sich deutlich über Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist zurückzuführen auf ein striktes "Working Capital Management", welches zu einer Optimierung der Verbindlichkeitenreichweite geführt hat. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Vorjahr gestiegen, maßgeblich bedingt durch höhere Steuerverbindlichkeiten aufgrund der verbesserten Ergebnissituation. Neben den üblichen Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Lieferanten sowie Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von 93,8 Mio. EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Der Rückgang der Verpflichtungen bei Miet- und Leasingverträgen zum Vorjahr ist zurückzuführen auf geringere Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge, IT-Equipment und Gebäude. Zusätzlich hat sich die Berner SE im Jahr 2017 durch ein unwiderrufliches vertragliches Angebot die Möglichkeit gesichert, eigene Aktien für einen Kaufpreis von 18,7 Mio. EUR im Jahr 2021 oder 2022 zu erwerben. Die Verpflichtung zum Erwerb der eigenen Aktien entsteht durch die schriftliche Erklärung der Annahme des Angebotes durch den Inhaber der Aktien.
Der Finanzmittelfonds ist im Berichtszeitraum um 31,2 Mio. EUR gestiegen. Dem positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit i.H.v. 50,9 Mio. EUR steht ein Cashflow aus Investitionstätigkeit i.H.v. -9,0 Mio. EUR entgegen. Dies ist insbesondere auf die weiterhin hohen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (u.a. Aufbau europäisches Zentrallager in den Niederlanden, Aufbau einer Pick-Pack Logistik Anlage in Deutschland, Aufbau eines Hochregallagers in Österreich) und in das immaterielle Anlagevermögen (IT Infrastrukturprogramm) zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2020/21 wesentlich beeinflusst durch Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Sachanlage bei der taiwanischen Tochtergesellschaft. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit führt zu einem weiteren Cash-Abfluss i.H.v. 10,7 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch die Dividendenzahlungen an die Gesellschafter der Berner Group. Insgesamt verfügt der Konzern zum Abschlussstichtag über Finanzmittel in Höhe von 58,8 Mio. EUR. Die bestehenden Kreditlinien bei Banken (90,0 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjahr nur gering genutzt; sie geben aber hinreichend Reserven, um gegebenenfalls größere Liquiditätsschwankungen ausgleichen zu können. f) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde ein Konzernergebnis vor Steuern von 33,3 Mio. EUR erzielt, welches deutlich über dem Vorjahreswert und der gesetzten Ergebnisprognose liegt. Neben der Steigerung der operativen Ertragskraft wurde das Konzernergebnis vor Steuern durch Zusatzgeschäft für Desinfektionsmittel aufgrund der COVID-19 Pandemie bei der Geschäftssparte Caramba positiv beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr beinhaltet das Konzernergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2020/21 mehr Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung. Wesentlicher positiver Sondereinfluss ist der Ertrag aus dem Verkauf einer Immobilie in Taiwan. Wesentliche negative Sondereinflüsse umfassten Aufwendungen für die durchgeführte Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften, Aufwendungen aus der Anpassung der Bewertung von Pensionsrückstellungen im Konzern und Aufwendungen aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen. Insgesamt haben die negativen Sondereinflüsse die positiven Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2020/21 überwogen. Gewinn- und Verlustrechnung 1. April - 31. März
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2020/21 nominal um 1,2 % gestiegen. Alle drei Geschäftssparten konnten im Vergleich zum Vorjahr das Umsatzniveau halten bzw. weiter ausbauen. Der Materialaufwand inklusive der Bestandsveränderungen ist nominal um 2,1% gestiegen. Die positive Umsatzentwicklung sowie der Druck auf die Rohstoffpreise waren ausschlaggebend für diese Entwicklung. Die Materialaufwandsquote hat sich von 38,0% im Vorjahr auf 38,3% im Geschäftsjahr 2020/21 erhöht. Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,7 % zum Vorjahr. Wesentlicher Einflussfaktor in dem Geschäftsjahr 2020/21 ist der Anstieg der Personalrückstellungen, einerseits aufgrund von Restrukturierungen und andererseits aufgrund von Prämienzahlungen sowie ausstehenden Urlaubsansprüchen. Demgegenüber stehen Entlastungen des Personalaufwands (12,1 Mio. EUR) durch die Zahlung von Kurzarbeitergeld im Zeitraum von April bis Juni 2020 im Rahmen der COVID-19 Pandemie. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2020/21 betrug 8.071. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind zum Vorjahr gestiegen (+13,1% zum Vorjahr). Geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wurden überkompensiert durch Erträge aus dem Verkauf einer Immobilie in Taiwan. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-6,7% zum Vorjahr) resultiert im Wesentlichen aus niedrigerem Fahrzeugaufwand (-6,6 Mio. EUR) und Aufwand für Reisekosten (-4,9 Mio. EUR). Der Rückgang des Aufwands für Reisekosten ist bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie. Das Finanzergebnis hat sich aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibungen einer Finanzanlage (-0,9 Mio. EUR) gegenüber einer ehemaligen Tochtergesellschaft sowie Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Das Steuerergebnis hat sich zum Vorjahr aufgrund des Ergebniszuwachs absolut erhöht. Bei den latenten Steuern wurden 0,9 Mio. EUR neue latente Steuern auf Bewertungsdifferenzen gebildet (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR aktive latenten Steuern wurden aufgelöst). Insgesamt ist die Steuerquote der Berner Group rückläufig im Vorjahresvergleich. 3. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Die Anforderungen an das Risikomanagementsystem für die Berner Group wurden von der Internen Revision überprüft. Neben den internationalen Audit Standards (AS 2110) wurden insbesondere die Vorschriften aus dem Aktiengesetz (u.a. § 91 Abs. 2 AktG) bei der Überprüfung berücksichtigt. Hiernach sollen geeignete Maßnahmen getroffen werden, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Derartige bestandsgefährdende Entwicklungen ergeben sich meist aus Kombinationseffekten von Einzelrisiken. Eine regelmäßige Risikoanalyse und eine Risikoaggregation bilden daher den Schwerpunkt des globalen Risikomanagement Konzeptes für die Berner Group. Das gruppenweite Risikomanagement für aufkommende Risiken ist Bestandteil des eingerichteten "3-Lines-of-Defence-Model". Das operative Management ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung wirksamer interner Kontrollen und bildet die erste Stufe zur Risikovermeidung bei ihrer täglichen Umsetzung von Kontroll- und Korrekturmaßnahmen. Der Bereich Controlling bildet die zweite Stufe zur Risikovermeidung. Einerseits durch die Erstellung des monatlichen Berichtswesens und deren Überprüfung. Andererseits wird die Geschäftsentwicklung der Verbundgesellschaften und des Konzerns durch den Dialog zwischen dem zentralen Management und den operativen Vertriebsgesellschaften (etablierte "Business-Review"-Struktur) kontrolliert. Die dritte Stufe besteht aus einer unabhängigen Überwachungs- und Beratungsfunktion, verkörpert durch die Interne Revision. Sie soll den Leitungsgremien ein Höchstmaß an Objektivität und Unabhängigkeit innerhalb der Organisation bieten. Risiken Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde damit begonnen ein neues Corporate Governance Modell für Risk und Compliance für den Konzern zu etablieren. Hierzu gehört die wiederkehrende Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit (Niedrig: 6-10 Jahre, Mittel: 2-5 Jahre, Hoch: 1 Jahr) und Schadensausmaß (Niedrig: <2% EBIT, Mittel: 2-5% EBIT, Hoch: >5% EBIT). Potenziell bestandsgefährdende Risiken werden aus Gruppensicht identifiziert. Hierbei wurde auf Gruppenebene auf eine ausreichende Eigenkapitaldeckung geachtet. Auf Länderebene wurden die für die Gesellschaft relevanten Risiken auf der Grundlage des lokalen Geschäftsvolumens kalkuliert und an die Holding gemeldet. Die für die Berner Group relevanten Risiko-Szenarien wurden in einer Risiko-Landkarte zusammengefasst. Aus Gruppensicht wurden die wesentlichen Risiken aus der Risiko-Landkarte den nachfolgenden Risikokategorien zugeordnet: Gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen:
Insgesamt werden die Risiken der vorgenannten Risikokategorie als hoch eingeschätzt. Markt und Wertschöpfungsprozesse:
Insgesamt werden die Risiken der vorgenannten Risikokategorie als moderat eingeschätzt. Möglichen negativen Effekten der COVID-19-Pandemie oder vergleichbaren Krisensituationen mit Auswirkung auf die konjunkturelle Situation in Europa kann sich die Berner Group nicht entziehen. Insgesamt werden diese Risiken als moderat eingeschätzt. Risikovermeidung Innerhalb der Berner Group gibt es zahlreiche Initiativen und strategische Projekte, welche den oben genannten Risiken entgegenwirken. Marketing und Vertrieb: Wie auch in den Vorjahren verfolgt der Bereich Marketing & Sales derzeit weiterhin drei hochprioritäre Programme, um den dargestellten Risiken entgegenzuwirken:
Zudem erfolgt der Ausbau der Unterstützung durch die Vertriebskanäle "Callcenter" und "E-Commerce/Web Shop", um die Abhängigkeit vom Vertriebskanal "Direct Sales" zu reduzieren, Vertriebskosten zu optimieren und stärkeres Wachstum zu ermöglichen. Als weitere Maßnahme wurde der Bereich Produkt Compliance personell gestärkt und neu ausgerichtet. Personal: Die Bindung von Mitarbeitern und die Rekrutierung neuer Mitarbeiter bleibt für die gesamte Berner Group im Fokus. Beide Aspekte werden sowohl global als auch mit jeweils lokal maßgeschneiderten Konzepten auf nationaler und lokaler Ebene gesteuert. Ein wesentlicher Punkt für die schnelle Einarbeitung von neuen Mitarbeitern ist das Onboarding-Programm, auf das großen Wert gelegt wird. Lokale und globale Personalentwicklungsprogramme bilden eine wichtige Säule in der Fort- und Weiterbildung und tragen damit auch zur möglichst langfristigen Bindung von Schlüsselpersonal an das Unternehmen bei. Es wurde damit angefangen, eine einheitliche e-Learning Lösung international auszurollen, um die Transformationsprozesse zu begleiten. So können in Ergänzung zu Präsenzausbildung und -training zeitnah, zielgruppenorientiert, kostengünstig und datenschutzkonform neue Trainingsinhalte virtuell an Mitarbeiter der Berner Group vermittelt werden. Einkauf: Das Management von COVID-19 bedingten Marktrisiken (volatile Rohwaren, Versorgungssicherheit und aktives Bestandsmanagement in Zusammenarbeit mit Lieferanten) sowie die Realisierung von Chancen standen im Fokus der Aktivitäten des Einkaufsbereichs im Geschäftsjahr 2020/21. Die Umsetzung struktureller und prozessualer Anpassungen im Einkaufsbereich ist zu einem Teil bereits vorgenommen worden und wird im kommenden Geschäftsjahr fortgeführt. Die hiermit einhergehende Verbesserung der Einkaufsstruktur ist Ziel dieser Aktivitäten. Logistik und Produktion: Das Logistik- und Produktionskonzept wird regelmäßig überprüft und soll damit gleichbleibend hohe Standards bei Sicherheit, Liefer- und Produktqualität sowie Effizienz gewährleisten. Für alle Lager- und Produktionsstätten sowie die Verwaltungsgebäude werden zur Absicherung von Ausfallrisiken die notwendigen Versicherungen abgeschlossen - unter anderem gegen Feuer und sonstige Betriebsstörungen. Für die Logistikstandorte in Braunau (Österreich) und Verona (Italien) wurde die Implementierung von Sprinkleranlagen entschieden, um die möglichen Ausfallrisiken durch Feuer zu minimieren. Parallel dazu arbeiten die Logistik- und Produktionsverantwortlichen an der Verbesserung des Notfallkonzepts, sodass der Totalausfall einzelner Logistik- oder Produktionsstandorte schnellstmöglich durch andere Standorte des Konzerns kompensiert werden kann. Finanzen: Bedingt dadurch, dass einige europäische Gesellschaften ihre Produkte außerhalb des Euro-Raumes in ihrer jeweiligen lokalen Währung absetzen, ihre Waren und Dienstleistungen größtenteils aber im Euro-Raum einkaufen, bestehen Währungsrisiken. Darüber hinaus beziehen einige Gesellschaften Waren und Dienstleistungen in Fremdwährung. Um das hieraus resultierende Risiko von Kursschwankungen zu reduzieren, werden Sicherungsmaßnahmen in Abhängigkeit vom Volumen des jeweiligen Fremdwährungs-Exposures und der Volatilität der zugrundeliegenden Währung ergriffen. In der Berner Group bilden Sicherungsgeschäfte ("Average Outright Forward") grundsätzlich gemäß § 254 HGB durch Vorhandensein entsprechender Grundgeschäfte (Wareneinkauf und -verkauf in Fremdwährung) eine Bewertungseinheit. Die zur Risikoabsicherung eingesetzten Bewertungseinheiten werden als Micro Hedge klassifiziert. Danach wird das Risiko eines einzelnen Grundgeschäfts bzw. einer Gruppe gleichartiger Grundgeschäfte mit einem einzelnen Sicherungsinstrument abgesichert. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2020/21 ein Sicherungsgeschäft abgeschlossen für die Absicherung des Verkaufs einer Sachanlage in Fremdwährung bei der taiwanischen Gesellschaft. Für dieses Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft wurde keine Bewertungseinheit gebildet. Die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken der Berner Group sind sehr begrenzt, da der Konzern über eine starke Innenfinanzierungskraft und ausreichend Liquiditätsreserven verfügt. Zudem stehen ausreichend freie, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei verschiedenen Bankpartnern zur Verfügung, um kurzfristige Liquiditätsschwankungen aufzufangen. Informationstechnologie: Das Geschäftsmodell der Berner Group ist in hohem Maße auf leistungsfähige und ausfallsichere IT-Systeme angewiesen. Daher gilt dem störungsfreien EDV-Betrieb und der allgemeinen Datensicherheit die höchste Priorität. Dem EDV-Risiko wird durch eigene IT-Spezialisten sowie durch externe Dienstleister Rechnung getragen. Themen wie "Desaster Recovery" und "Business Continuity" Planung und Umsetzung werden mit Priorität aktiv vorangetrieben. Bezüglich der datenschutzrechtlichen Compliance wurde bereits im Geschäftsjahr 2018/19 ein Projekt zur Umsetzung der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung im Konzern durchgeführt. Die Maßnahmen zur Einhaltung der Vorgaben der europäischen Datenschutzgrundverordnung werden durch den Bereich "Big Data Solutions" zentral gesteuert. Unter anderem sind alle Mitarbeiter der Berner Group zur Teilnahme an dem Datenschutzgrundverordnung E-Learning Training verpflichtet. Business Continuity: Für außergewöhnliche Krisen (wie bspw. COVID-19) gibt es bei der Berner Group ein Business Continuity Team, das geschäftskritische Prozesse aufzeigt, sodass geeignete Maßnahmen zur Risikobewältigung zeitnah eingeleitet werden können. Zusammenfassung der Risikolage Die Initiativen der Berner Group Holding zur Vermeidung der oben genannten Risiken wurden durch die interne Revision auf Wirksamkeit validiert. In der Gesamtbetrachtung werden die vorhandenen Risiken überwacht und es wurden Initiativen sowie Maßnahmen eingeleitet, um bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Bestandsgefährdende sowie nennenswerte, über das normale unternehmerische Risiko hinausgehende Risiken, sind nicht bekannt. Chancenmanagement Im Rahmen des Strategie- und Planungsprozesses werden von den drei Geschäftssparten potenzielle Chancen gemeldet. Sofern das Eintreten der identifizierten Chancen als wahrscheinlich eingeschätzt wird, werden diese in die Geschäftspläne und die kurzfristigen Prognosen aufgenommen. Chancen Modernisierung der IT-Infrastruktur: Die langfristig auf den Kunden ausgerichtete Transformation wird von einer weitreichenden Modernisierung der IT-Landschaft der Berner Group begleitet werden. Effizientere Prozesse und organisatorische Abläufe sollen u. a. die Verwaltungskosten optimieren. Maßnahmen zur Stärkung der Profitabilität: Um sowohl kurzfristig Kosteneinsparungen zu erzielen als auch langfristig das volle Potenzial der BA Caramba auszuschöpfen, wurde in 2020 ein Kostensenkungsprogramm zur Optimierung und Effizienzsteigerung aller Strukturen und Prozesse gestartet. Dieses Kostensenkungsprogramm wird im kommenden Geschäftsjahr in einen alle Funktionsbereiche umfassenden KVP-Prozess überführt (KVP = kontinuierlicher Verbesserungsprozess). E-Commerce Plattform: Die Berner Group will ihre Kunden zukünftig noch konsequenter über kostengünstigere digitale Vertriebswege bedienen und den E-Commerce Umsatz ausbauen. Im Zuge der Optimierung unserer IT-Systeme hat die Berner Group umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen für die Webshop- und App-Plattform durchgeführt. Hierzu wurden Systembereinigungen, Verbesserungen im Bereich der IT-Infrastruktur und das Server-Betriebsmodell für das aktuelle und künftige E-Commerce Wachstum umgesetzt. Logistik und Einkauf: Struktureller Verbesserungen im Logistik- und Einkaufsbereich sollen mittelfristig zu Ergebnisverbesserungen führen. Durch weitere Zentralisierung der Logistik- und Einkaufsprozesse über das europäische Zentrallager in den Niederlanden wird das Ziel erfolgt, Synergieeffekte in der Beschaffung, einen gemeinsamen Sicherheitsbestand und eine flexiblere Versorgung zu erreichen. Das im Zentrallager berücksichtige Importlager führt zu einer Konsolidierung des Wareneinkaufs bei meist fernöstlichen Lieferanten, die eine bessere Planung für den Lieferanten, eine Reduzierung der Bestände der europäischen Tochtergesellschaften und eine Vereinfachung der Eingangs-/Bestellprozesse ermöglicht. Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit: Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde für die Geschäftssparten Berner und BTI ein Transformationsprojekt initiiert. Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung des Omnichannel Geschäftsmodells und die damit einhergehende Straffung von Organisationstrukturen und Schnittstellen zur Hebung von Effizienzen und Synergien in der Berner Group. Zusammenfassung der Chancenlage Die dargestellten Chancen werden bezüglich der möglichen positiven Auswirkung auf die Unternehmensziele der Berner Group als wesentlich eingestuft. Zudem können noch weitere Chancen entstehen durch die Initiativen und Maßnahmen, die zur Vermeidung von Risiken aufgesetzt wurden. Zum Vorjahr hat sich die Chancensituation verändert durch die Maßnahmen zur Stärkung der Profitabilität und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. 4. Prognosebericht Die Berner Group ist mit einem deutlichen Umsatzwachstum in das Geschäftsjahr 2021/22 gestartet, was aufgrund der signifikanten Umsatzverluste im April 2020 resultierend aus der ersten Welle der COVID- 19 Pandemie zu erwarten war. Das Ergebnis vor Steuern konnte ebenfalls im April 2021 gesteigert werden und lag über dem Wert aus der internen Planung. Für das Geschäftsjahr 2021/22 wird ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet und eine leichte Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern, maßgeblich beeinflusst durch die Steigerung des operativen Geschäftes bei den Geschäftssparten Berner und BTI. Für das Geschäftsjahr 2021/22 rechnet die Berner Group auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen mit einer Erholung des Wirtschaftswachstums im Euroraum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Negative Effekte auf das operative Geschäft werden durch massiv steigende Rohstoffpreise und Probleme bei den globalen Lieferketten erwartet. In der strategischen Ausrichtung steht der forcierte Ausbau des Omnichannel Vertriebs bei den Geschäftssparten Berner und BTI im Fokus, speziell die Stärkung des eCommerce, des Telefonverkaufs und die Eröffnung weiterer Depots. In der Geschäftssparte Caramba muss die Reduktion des Desinfektionsmittelumsatzes durch ein verstärktes Umsatzwachstum in den Segmenten Automotive OEM und Wash mitigiert werden. Die bereits im April initiierten Maßnahmen zur Reduzierung der Rohstoffpreisrisiken und Sicherstellung der Warenverfügbarkeit sollen absehbare negative Effekte auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung bestmöglich mitigieren um die geplante Steigerung des operativen Ergebnis abzusichern. Die Eigenkapitalausstattung und Liquidität der Berner Group sind weiterhin aus unserer Sicht auf einem soliden Niveau, wodurch ein ausreichender Spielraum gegeben ist, um sich im Wettbewerb zukünftig stark positionieren zu können.
Künzelsau, den 07. Juni 2021 Geschäftsführendes Direktorium Christian A. W. Berner Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021Konzernbilanz zum 31. März 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021
Konzernanhang für 2020/2021Berner SESitz: KünzelsauAmtsgericht Stuttgart HRB 735610Allgemeine HinweiseDer vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die in den vorangegangenen Geschäftsjahren angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden mit Ausnahme der Bewertung der Pensionen beibehalten. KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis wurden gemäß dem Konzept des beherrschenden Einflusses Unternehmen einbezogen, auf welche das Mutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Gesamtübersicht über den Konsolidierungskreis sowie der nicht konsolidierten Gesellschaften ist dem Anhang beigefügt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis der Berner Group verändert. Der Geschäftsbetrieb der Berner SE wurde in wesentlichen Teilen rückwirkend zum April 2020 auf eine neue Gruppenholdinggesellschaft ausgegliedert, die Berner Group Holding SE & Co. KG. Die Berner Group Holding SE & Co. KG wurde erstkonsolidiert. Zudem wurde die Berner Management SE gegründet und erstkonsolidiert. Im Juli 2020 wurde die BTI Verwaltungs GmbH und im August 2020 die BTI Beteiligungen AG gegründet, die aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern nicht erstkonsolidiert wurden. Die bereits im Geschäftsjahr 2018/19 aufgrund untergeordneter Bedeutung entkonsolidierte Gesellschaft Automotive Cleaning Chemicals Ltd. wurde im Oktober 2020 veräußert. Im März 2021 wurden die Gesellschaften Ambratec GmbH und Matecra GmbH aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern entkonsolidiert. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises beeinträchtigen die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses nicht wesentlich. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Als zulässige Kapitalkonsolidierungsmethode für Erwerbe wurde gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB die Neubewertungsmethode angewendet. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), werden diese Transaktionen als Erwerbsvorgang abgebildet. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Vor dem 1. April 2010 wurde die Buchwertmethode im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. angewandt. Aktivische Unterschiedsbeträge wurden offen mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Zwischengewinneliminierung wird gemäß der Einheitstheorie durchgeführt, das heißt, zwischen den Konzerngesellschaften resultierende Zwischengewinne, insbesondere aus den Vorräten, gelten als noch nicht realisiert, da sie den Konzern noch nicht verlassen haben und werden demnach eliminiert. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden konzerninterne Erträge aus Lieferungen und Leistungen und damit im Zusammenhang stehende Aufwandspositionen, wie Zins- und Beteiligungserträge, Ausschüttungen, Ergebnisabführungen und Steuerumlagen, innerhalb des Konzerns verrechnet. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Mutterunternehmens, den 31. März 2021, aufgestellt. Die einbezogenen Tochterunternehmen haben den gleichen Bilanzstichtag. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Aus der Erstkonsolidierung entstandene Firmenwerte werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. In den Fällen, in denen sich der Markt wegen der kleinen Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren nur sehr langsam verändert und somit eine nachhaltigere Geschäftsentwicklung zu erwarten ist, wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Sofern die voraussichtlich nachhaltig erzielbaren Erträge nicht ausreichen, die bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte abzudecken, wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt im Wesentlichen linear. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden dabei regelmäßig nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 (seit 1. Januar 2018) werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- (gewogenen Durchschnittspreisen) und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Soweit bei Vorräten Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit o.Ä. ergeben, vorliegen, werden angemessene Abschläge vorgenommen, um den niedrigeren beizulegenden Wert zu erreichen. Bei den Herstellungskosten werden Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet, welche regelmäßig dem Nennbetrag der Zahlung entsprechen. Wenn mit der Anzahlung Umsatzsteuer zu leisten war, wird die Anzahlung mit dem Nettobetrag ausgewiesen, soweit die Umsatzsteuer abzugsfähig ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Soweit in den kurzfristigen Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, werden diese grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet, Fremdwährungsforderungen über einem Jahr unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren beizulegenden Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zu Nominalwerten. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen wird zum Zuwendungsbetrag bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit (PUC) Verfahren berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde bis zum Geschäftsjahr 2019/2020 von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 abgezinst werden. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde verändert. Ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der der tatsächlichen Restlaufzeit entspricht. Der Effekt aus der Anpassung des Bewertungsverfahrens ist bereits im Geschäftsjahr 2020/2021 in den Rückstellungen berücksichtigt worden und beträgt 1.392 TEUR. Es wurde ein individueller Zinssatz von 1,24% bis zu 2,28% (Vj. pauschal 2,59%) verwendet. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen landestypische Verfahren für die Berechnung der Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten zugrunde. Im Inland wurden die Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten nach den "Richttafeln 2018 G" (von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden vollständig im Geschäftsjahr der erstmaligen Anwendung zugeführt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass begünstigte Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden können. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen mit einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u. a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde für das Inland eine Rate von 2,25% (Vj. 2,75%) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate für das Inland von 1,50% (Vj. 1,70%) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung mit eingeflossen. Die Berechnung der Fluktuationsrate sowie die Festlegung der Gehaltssteigerungs- und Rentenanpassungsrate im Ausland erfolgte gemäß unternehmensindividuellen Parametern und Gewichtungen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit in den kurzfristigen Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet, Fremdwährungsverbindlichkeiten über einem Jahr unter Beachtung des Höchstwertprinzips. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten werden beim Zugang zum tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs und zum Stichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Voraus erhaltene Einnahmen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. WährungsumrechnungDie Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu den historischen Kursen bewertet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Die monatlichen Durchschnittskurse werden den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank entnommen. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten wurden bei der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen und bis zur vollständigen Rückführung im Rahmen der Folgekonsolidierung betragsmäßig angepasst. Realisierte Währungseffekte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Währungskursbedingte Differenzen aus der Zwischenergebniseliminierung werden erfolgsneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. KurzarbeitergeldBeim Bezug von Kurzarbeitergeld tritt die Berner Group praktisch als Treuhänder auf, der die Zahlungsabwicklung übernimmt und für die Agentur für Arbeit in Vorleistung geht. Wurde Kurzarbeit angezeigt und liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, hat der Arbeitgeber für die monatlichen Vorleistungen einen Erstattungsanspruch gegenüber der Agentur für Arbeit und weist dafür eine Forderung aus. Die Agentur für Arbeit hat für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes unter Vorbehalt keinen Ermessensspielraum, was der Aktivierung somit nicht entgegensteht. Es handelt sich dabei um einen durchlaufenden Posten, der die Gewinn- und Verlustrechnung nicht berührt, sondern sich auf den Bilanzkonten niederschlägt. Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden erstattet. Der Anspruch auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen ist als Aufwandszuschuss einzuordnen, da es sich um nicht rückzahlbare Zuwendungen handelt. Der Zuschuss ist entweder als sonstiger betrieblicher Ertrag zu erfassen oder mit dem Personalaufwand zu verrechnen. Bei der Berner Group wurde mit Blick auf das Wahlrecht die Entscheidung getroffen, den Personalaufwand zu kürzen. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der als Anlage dem Konzernanhang beigefügt ist, dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber ausländischen Steuerbehörden in Höhe von TEUR 20.564 im Rahmen von steuerlichen Verständigungsverfahren enthalten. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorschüssig bezahlte Mieten sowie Lizenzgebühren (insbesondere für Software). Latente SteuernEine sich ergebende latente Steuerbelastung ist in der Bilanz grundsätzlich als passive latente Steuer anzusetzen. Im Geschäftsjahr 2020/2021 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten: Die latenten Steuern für Differenzen bilanzieller Wertansätze werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen nach Konzernstandard und steuerlichen Wertansatzsätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die latenten Steuern auf Verlustvorträge sind in der Höhe bewertet, in der mit einer Steuerentlastung innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet werden kann. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Steuersätze liegen in einer Bandbreite zwischen 9,0% und 34,1%. Auf die Konsolidierungsmaßnahmen wurde ein Konzernsteuersatz von 30,0% angewendet.
EigenkapitalZum 31.03.2021 ist das Grundkapital der Berner SE in 24.716.000 Stammaktien ohne Nennwert eingeteilt. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Sonderposten für Investitionszuschüsse im AnlagevermögenIm Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen werden erhaltene Investitionszuschüsse der Caramba Chemie GmbH & Co. KG, Duisburg, und der Berner Gesellschaft m.b.H., Braunau, ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenAngaben zur Verrechnung nach § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB:
Die Pensionsrückstellungen sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Planvermögen saldiert worden. Nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB ist das Planvermögen mit dem Zeitwert bewertet worden. Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,51 %) ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.584. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Ansprüche aus dem Personalbereich aufgrund von Jubiläen, Urlaub und Sonderzahlungen sowie für ausstehende Rechnungen und Steuern gebildet. Die Veränderung der sonstigen Rückstellungen zum Vorjahr resultiert aus höheren Personalrückstellungen, einerseits bedingt durch Rückstellungen für Prämien und Provisionen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und andererseits bedingt durch ausstehende Urlaubsansprüche und Restrukturierungsprogramme. Verbindlichkeiten
Außerbilanzielle Geschäfte
Zur Optimierung des Working Capitals werden teilweise von Lieferanten Konsignationslager bei lokalen Berner-Gesellschaften unterhalten. Ein Vorteil der Lieferantenkonsignation ist, dass die Ware im Eigentum des Lieferanten verbleibt bis die Gesellschaft die Ware aus dem Lager entnimmt. Erst zum Zeitpunkt der Entnahme findet die Fakturierung statt. Somit verringern sich die Lagerhaltungskosten sowie der Planungsaufwand. Risiken könnten sich aus Preisänderungen durch den Konsignations-Partner oder versäumte Preisvergleiche mit anderen Lieferanten ergeben. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den üblichen Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Lieferanten sowie Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 93.797 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Der Rückgang der Verpflichtungen bei Miet- und Leasingverträgen zum Vorjahr ist zurückzuführen auf geringere Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge, IT-Equipment und Gebäude. Zusätzlich hat sich die Berner SE durch ein unwiderrufliches vertragliches Angebot im Jahr 2017 die Möglichkeit gesichert, eigene Aktien für einen Kaufpreis von TEUR 18.732 im Jahr 2021 oder 2022 zu erwerben. Die Verpflichtung zum Erwerb der eigenen Aktien entsteht durch die schriftliche Erklärung der Annahme des Angebotes durch den Inhaber der Aktien. FinanzderivateIm Geschäftsjahr 2020/2021 wurden zur Absicherung von Währungsrisiken Finanzderivate eingesetzt. Sämtliche Finanzinstrumente werden direkt zwischen der Berner SE (bis 30.11.2020) bzw. der Berner Group Holding SE & Co. KG (ab 01.12.2020) und Kreditinstituten gehandelt (sog. Over-the-counter-Produkte) und stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Grundgeschäft (vgl. den nachfolgenden Abschnitt Bewertungseinheiten). Die Zeitwerte der Finanzderivate wurden auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung der üblichen Mark-to-market-Methode berechnet. Dabei wird der Barwert der Zahlungsströme gemäß den vertraglich vereinbarten Terminkursen mit dem Barwert der Zahlungsströme am Bilanzstichtag verglichen. BewertungseinheitenDie abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Absicherung des operativen Geschäftsrisikos. Im Konzernabschluss bilden sämtliche Sicherungsgeschäfte gemäß § 254 HGB durch Vorhandensein entsprechender Grundgeschäfte eine Bewertungseinheit. Die zur Risikoabsicherung eingesetzten Bewertungseinheiten werden als Micro Hedge klassifiziert. Danach wird das Risiko eines einzelnen Grundgeschäfts bzw. einer Gruppe gleichartiger Grundgeschäfte mit einem einzelnen Sicherungsinstrument abgesichert. Die Effektivität obiger Sicherungsbeziehungen wird durch die "Critical-Term-Match-Methode" überprüft. Im Geschäftsjahr haben sich gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften vollständig ausgeglichen. Auch in den Folgejahren werden sich die gegenläufigen Wertänderungen vollständig ausgleichen. Die Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode bilanziell abgebildet, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen nicht bilanziert werden. Eine Übersicht über die gebildeten Bewertungseinheiten, bestehend aus Sicherungs- und Grundgeschäften, findet sich in der nachfolgenden Tabelle:
Der negative beizulegende Zeitwert beträgt zum Stichtag TEUR 373. Das Laufzeitende der Fremdwährungsabsicherungen für den Wareneinkauf-/ verkauf in Fremdwährung ist März 2022. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche ErträgeDiese Position beinhaltet unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.237 (Vj. TEUR 6.710). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen noch Erträge von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung von insgesamt TEUR 6.721 (Vj. TEUR 7.710) enthalten, die durch den Verkauf einer Sachanlage der Gesellschaft Hsin Ho Hardware Co. Ltd., Taipeh, entstanden sind. PersonalaufwandIm Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Anpassung des Bewertungsverfahrens der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.392 (Vj. TEUR 0) enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sonstige Steuern in Höhe von TEUR 958 (Vj. TEUR 707) ausgewiesen. Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 7.536 (Vj. TEUR 5.728) entstanden. Diese umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für die durchgeführte Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften und für Restrukturierungsrückstellungen im Konzern. Abschreibung auf FinanzanlagenWeitere Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung umfassen die außerplanmäßige Abschreibung eines Darlehens gegenüber einer ehemaligen finnischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 925 (Vj. TEUR 0), die in den Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten ist. Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds ist der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige AngabenOrganeMitglieder des Verwaltungsrates (ab 1. Dezember 2020)
Mitglieder des Aufsichtsrates (bis 30. November 2020)
Die Bezüge des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 221 (bis 30.11.2020). Die Bezüge des Verwaltungsrates der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 188 (ab 01.12.2020). Geschäftsführender Direktor (ab 1. Dezember 2020)
Mitglieder des Vorstandes (bis 30. November 2020)
MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiten:
Ergänzende AngabenDas für das Geschäftsjahr 2020/2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns stellt sich gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB wie folgt dar:
Die Abschlussprüferleistungen im Geschäftsjahr 2020/2021 umfassen die Abschlussprüfungsleistungen von PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, Deutschland. Die Steuerberatungsleistungen umfassen Leistungen von PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, Deutschland für die Erstellung der Steuererklärungen des Jahres 2018 und der Steuererklärungen des Jahres 2019. Die Tochtergesellschaften, welche von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch machen, sind in der Übersicht des Konsolidierungskreises entsprechend kenntlich gemacht. Die Gesellschaft stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen der Berner Gruppe den Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. NachtragsberichtDie Berner SE hat sich dazu entschlossen, die Möglichkeit zu nutzen, eigene Aktien für einen Kaufpreis von TEUR 18.732 im April 2021 zu erwerben. Dieser Kaufpreis für den Erwerb wurde am 14. April 2021 überwiesen. Zum 7. Mai 2021 wurden die Anteile an der Ambratec GmbH und der Matecra GmbH verkauft. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Künzelsau, den 07. Juni 2021 Christian A. W. Berner Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020/21
Konsolidierungskreis
zu A) Die Gesellschaften machen von der
Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs.
3/§ 264b HGB Gebrauch.
Folgende Gesellschaften sind für die Vermittlung eines entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Berner SE nach § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung und wurden nicht in den Konsolidierungskreis und damit nicht in den Konzernabschluss im Berichtsjahr einbezogen:
Folgende Gesellschaften sind nach §296 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht in den Konsolidierungskreis und damit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
zu 1) Es handelt sich um mittelbare
Beteiligungen der Berner SE.
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020/21
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für Geschäftsjahr 2020/21 Konzern-Eigenkapitalspiegel 2020/21
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Berner SE, Künzelsau Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Berner SE, Künzelsau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Berner SE für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der abberufenen Mitglieder des Vorstands sowie des geschäftsführenden Direktors des Mutterunternehmens nicht angegeben. Zudem wurde entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB der Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens im Konzernanhang nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. Juni 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer |
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