Berner Trading Holding GmbHLiquidiert

Bernerstraße 6, 74653 Künzelsau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 739678
Eingetragen
20.12.2011
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Leitung von Unternehmen und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Pflege und der Schutz von Marken und anderen gewerblichen Schutzrechten (geschäftsleitende Holding). Dies umfasst insbesondere den Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen jeder Art, deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung sowie deren Unterstützung und Beratung einschließlich der Übernahme der zentralen Geschäftsführung und von Dienstleitungen für diese Unternehmen sowie die Lizenzvergabe betreffend Marken und sonstiger gewerblicher Schutzrechte.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

B.yond SE

Künzelsau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021

BERICHT des Verwaltungsrates der Berner SE über das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021

Zu Beginn des Geschäftsjahres vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 waren zunächst die Herren Albert Berner (Ehrenvorsitzender), Carsten Albrecht (Vorsitzender), Herr Michel Klein (stellvertretender Vorsitzender), Mark Eslamlooy und Dr. Christoph Achenbach Mitglieder des Aufsichtsrats der Berner SE. Die Amtszeit der vorgenannten Aufsichtsratsmitglieder endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Berner SE am 9. Juli 2020. Vor diesem Hintergrund hat die ordentliche Hauptversammlung der Berner SE am 9. Juli 2020 die Herren Carsten Albrecht, Michel Klein und Mark Eslamlooy (erneut) zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Berner SE gewählt. Die neu gewählten Aufsichtsratsmitglieder haben sodann am selben Tage im Rahmen einer konstituierenden Sitzung Herrn Carsten Albrecht zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herrn Michel Klein zu seinem Stellvertreter gewählt.

Der Aufsichtsrat hat Herrn Peter Spitlbauer mit Wirkung zum 1. April 2020 zum weiteren Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt.

Die Hauptversammlung der Berner SE hat mit Beschluss vom 17. November 2020 das dualistische Leitungssystem der Gesellschaft mit einem Vorstand als Leitungsorgan und einem Aufsichtsrat als Aufsichtsrat durch ein monistisches Leitungssystem mit einem Verwaltungsrat als einheitlichem Leitungs- und Kontrollorgan ersetzt. Dieser Wechsel des Leitungssystems ist durch Eintragung in das Handelsregister am 1. Dezember 2020 wirksam geworden. Die Organe Aufsichtsrat und Vorstand der Berner SE sind damit erloschen. Die Hauptversammlung der Berner SE hat daher mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2020 Frau Pia Berner, Herrn Christian Dahmen und Herrn Dr. Thomas Frohnmayer zu Mitgliedern des Verwaltungsrats der nunmehr monistisch strukturierten Berner SE gewählt. Die vorgenannten Mitglieder des Verwaltungsrats haben im Rahmen einer konstituierenden Sitzung Frau Pia Berner zur Vorsitzenden des Verwaltungsrats und Herrn Christian Dahmen zu ihrem Stellvertreter gewählt. Ferner hat der neu errichtete Verwaltungsrat der Berner SE Herrn Christian Albert Berner zum Geschäftsführenden Direktor bestellt, der damit die bisherigen Mitglieder des Vorstands ab dem 1. Dezember 2020 abgelöst hat, Herr Dr. Thomas Frohnmayer hat sein Amt als Mitglied des Verwaltungsrats der Berner SE vereinbarungsgemäß mit Wirkung zum Ablauf des 24. Januar 2021 niedergelegt.

Vor diesem Hintergrund bezieht sich dieser Bericht sowohl auf die Tätigkeiten des Aufsichtsrats als auch auf die Tätigkeiten des Verwaltungsrats der Berner SE im Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021.

Von Beginn des Berichtszeitraums bis zur Beendigung der betreffenden Organe (am 1. Dezember 2020) wurde der Aufsichtsrat der Berner SE vom Vorstand in den Sitzungen ausführlich über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft informiert. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Verwaltungsrates bedurften und von besonderer Bedeutung waren, sind mit dem Vorstand eingehend erörtert und genehmigt worden. Gegenstand der Berichterstattung durch den Vorstand waren insbesondere die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Investitions- und Finanzplanung sowie die strategische Ausrichtung der Berner-Gruppe.

Der Aufsichtsrat hat in seinen zwei Sitzungen, die im Geschäftsjahr 2020/21 stattgefunden haben, mit dem Vorstand aktuelle Fragen der Geschäftspolitik, der Geschäftslage sowie der weiteren Entwicklung und Strategie der Gesellschaft und des Konzerns im In- und Ausland beraten. Der Verwaltungsrat hat sich dabei von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie (von April bis Juni 2020) haben zudem kontinuierliche und engmaschige (virtuelle) Abstimmungstermine zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand stattgefunden. Im Schwerpunkt wurden dabei die Themen Geschäftsentwicklung und Liquiditätsabsicherung behandelt.

Zudem hat der Aufsichtsrat am 9. Februar 2021 eine Vorbesprechung zum Budget 2021/22 mit den Vorstandsmitgliedern sowie den Bereichsleitern (Finanzen und Controlling) geführt.

Zusätzlich zu der Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstandsvorsitzende laufend alle wichtigen Themen mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates erörtert.

Ab dem 1. Dezember 2020 bis zum Ende des Berichtszeitraums hat dann der Verwaltungsrat der Berner SE die ihm obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Alle wesentlichen strategischen Fragen und Einzelmaßnahmen wurden im Verwaltungsrat ausführlich erörtert und sofern notwendig beschlossen. Für den Verwaltungsrat stand dabei der aktuelle Geschäftsverlauf, die Ergebnisentwicklung, wesentliche Vorhaben sowie Abweichungen von den geplanten Entwicklungen im Vordergrund. Insbesondere wurden alle wesentlichen Vorhaben des Geschäftsführenden Direktors eingehend erörtert und kritisch hinterfragt. Es hat eine Verwaltungsratssitzung stattgefunden, die sich im Schwerpunkt mit den Themen IT-Infrastruktur und den Prüfungsschwerpunkten des Jahresabschlusses beschäftigt hat.

Der Geschäftsführende Direktor hat den Verwaltungsrat regelmäßig über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Ergebnisentwicklung, wesentliche Vorhaben sowie Abweichungen von den geplanten Entwicklungen informiert.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrats stand über die Sitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Geschäftsführenden Direktor.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2021, der Konzernabschluss zum 31. März 2021 sowie der Lagebericht für den Konzern sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und der Jahresabschluss mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk und der Konzernabschluss mit einem - allerdings nur im Hinblick auf die fehlenden Angaben im Konzernanhang zu den Gesamtbezügen der Mitglieder des Vorstands bzw. des Geschäftsführenden Direktors des Mutterunternehmens und zu dem Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens - eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Jahres- und Konzernabschluss sind in der Bilanzsitzung des Verwaltungsrats ausführlich mit dem Abschlussprüfer erörtert worden.

Der Verwaltungsrat hat seinerseits den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für den Konzern sowie den Vorschlag des Geschäftsführenden Direktors für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Verwaltungsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Verwaltungsrat hat den vom Geschäftsführenden Direktor aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; er ist damit festgestellt. Der Verwaltungsrat hat weiterhin den Konzernabschluss gebilligt. Der Verwaltungsrat wird der Hauptversammlung auf Basis des Vorschlags des Geschäftsführenden Direktors einen Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns unterbreiten.

Der Verwaltungsrat dankt dem (vormaligen) Vorstand, dem Geschäftsführenden Direktor und allen Mitarbeitern für die verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und spricht ihnen dafür seine besondere Anerkennung aus.

 

Im Juli 2021

Pia Berner, Vorsitzende des Verwaltungsrates

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020/21

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

1. Konzernbilanz zum 31. März 2021

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

3. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020/21

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020/21

Konsolidierungskreis

4. Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020/21

5. Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2020/21

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020/21

INHALTSVERZEICHNIS

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell des Konzerns

b) Konzernstrategie

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

b) Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

c) Änderung des Konsolidierungskreises

d) Geschäftsverlauf

e) Vermögens- und Finanzlage

f) Ertragslage

3. Chancen- und Risikobericht

4. Prognosebericht

Hinweis: Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Konzernlagebericht die männliche Form gewählt, nichtsdestotrotz beziehen sich die Angaben auf alle Geschlechter.

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodelle des Konzerns

Die Berner Group

Berner ist ein familiengeführtes, europäisches Handelsunternehmen. Die Berner Group umfasst die Berner SE, eine Aktiengesellschaft europäischen Rechts, als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Der Sitz der Berner SE befindet sich in Deutschland mit der Konzernzentrale in Künzelsau. Der Geschäftsbetrieb der Berner SE wurde in wesentlichen Teilen rückwirkend zum April 2020 auf eine neue Gruppenholdinggesellschaft ausgegliedert, die Berner Group Holding SE & Co. KG mit Sitz in Künzelsau. Mit dem Geschäftsmodell Omnichannel-Trading sind wir mit den Marken Berner und BTI B2B-Handelspartner für Materialien im Bereich Wartung, Reparatur und Produktion für unsere Kunden im Bau-, Mobilitäts- und Industriesektor. Darüber hinaus sind wir mit dem Geschäftsmodell Spezialchemie auch Entwickler und Hersteller von technischen Spezialchemieprodukten.

Die Geschäftssparte Berner erzielt mehr als 814 Mio. EUR Umsatz als Handelsunternehmen von Verbrauchsmaterialien, Werkzeugen, Zubehör und Services für Profianwender in der Bau- und Kfz-Branche sowie in der Industrie. Als Omnichannel-Vertriebsunternehmen stehen wir in Kontakt mit unseren Kunden, egal ob mit einem von mehr als 4.300 Außendienstmitarbeiter/-innen in der Werkstatt oder auf der Baustelle, im Callcenter oder dem Profi Point, ob mobil über die App, Telesales oder im Onlineshop, und das europaweit in 23 Ländern.

Die Geschäftssparte BTI agiert bundesweit als Direktvertriebs- unternehmen für das Bauhandwerk in Deutschland. Mit Werkzeugen, Befestigungsmaterialien, Arbeitskleidung oder Systemlösungen für die Dach- und Fenstermontage sowie Brandschutz, ist die BTI ein Partner für über 30.000 aktive Kunden. Diese werden von Fachberatern im Außendienst betreut oder auch in Handwerker-Centern, einem Callcenter oder durch Fachspezialisten wie Architekten-, Planer- und Baustellenberater.

Die Geschäftssparte Caramba Chemicals Group ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von technischer Spezialchemie. Die Expertise von Caramba liegt in der Entwicklung und Produktion von Spezialchemie für Reinigung, Veränderung und Schutz von Materialoberflächen in verschiedenen industriellen Anwendungsbereichen. Im Geschäftsjahr 2020/21 hat die Caramba Gruppe zudem kurzfristig Produktionslinien umgestellt, um auf die hohe Nachfrage nach Desinfektionsmitteln wegen der COVID-19 Pandemie zu reagieren. Die Aktivitäten der Geschäftssparte Caramba sind in drei Geschäftsfelder mit den Marken Caramba, KENT und Ambratec gebündelt.

b) Konzernstrategie

Im Rahmen der Strategieentwicklung wurde die Konzernstrategie über strategische Säulen wie beispielsweise Kundenzentrierung, Wertversprechen und Digitalisierung hinweg definiert und ein konzernübergreifendes strategisches Zielbild erarbeitet. Dieses Zielbild wurde im weiteren Verlauf auf die verschiedenen Funktionsbereiche der Berner Group heruntergebrochen und es wurden strategisch relevante Handlungsfelder, Maßnahmen und Projekte identifiziert. Damit wollen wir sicherstellen, dass alle laufenden und geplanten Initiativen und Projekte zur Erreichung des strategischen Zielbildes beitragen. Die Steuerung des Projektportfolios und die Implementierung der einzelnen Projekte werden im Rahmen des Berner Group Transformationsprogramms zentral durch die Berner Group Holding koordiniert und kontrolliert.

Das strategische Zielbild, welches die Berner Group in den kommenden drei Jahren umzusetzen anstrebt, zeichnet sich vor allem durch eine ausgeprägte Kundenzentrierung, eine Differenzierung vom Wettbewerb und eine Markenbotschaft für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter aus. Darüber hinaus soll die operative Effizienz in den Bereichen Einkauf, Logistik und Vertrieb gesteigert werden.

Im Geschäftsjahr 2020/21 ist neben den bereits im Vorjahr gestarteten strategischen Projekten (u.a. Sortimentsoptimierung, Pricing und der Aufbau eines europäischen Zentrallagers in den Niederlanden), ein Transformationsprojekt zur Weiterentwicklung des Omnichannel Geschäftsmodell zur Erreichung der Wachstumsambitionen initiiert worden. Begleitet werden diese Vorhaben von einem umfassenden IT-Infrastrukturprogramm, welches den Grad der Digitalisierung der gesamten Unternehmensgruppe erhöhen soll.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund der nahezu ausschließlichen Tätigkeit der Berner Group in Europa ist die Geschäftsentwicklung insbesondere von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Ländern geprägt. Darüber hinaus verdient Deutschland als Heimatmarkt besondere Beachtung, weshalb hier zunächst auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und anschließend auf die Entwicklung in der gesamten EU eingegangen wird.

Deutschland hat im Jahr 2020 zum ersten Mal seit 10 Jahren einen Wirtschaftseinbruch zu verzeichnen. Mit -4,9% ist die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. 1 Grund hierfür ist gemäß der Europäischen Kommission die COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen drastischen Eindämmungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, die insbesondere im ersten Halbjahr 2020 zu einem großen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit geführt haben. Nach den Lockerungen im Sommer 2020 hat eine spürbare Erholung eingesetzt, welche Ende des Jahres durch erneute Einschränkungen wieder gebremst wurde. 2 Dennoch wird davon ausgegangen, dass sich die Wirtschaftsleistung in 2021 spätestens ab der zweiten Jahreshälfte wieder erholt, sodass für das Jahr 2021 wieder mit einem Anstieg des Wirtschaftswachstums in Deutschland von 3,4% gerechnet wird. Für das Jahr 2022 erwartet die europäische Kommission für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 4,1%. Auch die Inflationsrate, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex, soll von 0,4% im Jahr 2020 auf 2,4% im Jahr 2021 steigen. Im Jahr 2022 wird mit einem geringeren Anstieg der Inflation von 1,4% gerechnet. 3

1 "European Economic Forecast - Spring 2021" der Europäischen Kommission.
2 "European Economic Forecast - Autumn 2020" der Europäischen Kommission.
3 "European Economic Forecast - Spring 2021" der Europäischen Kommission.

Auch die anderen Volkswirtschaften der EU wurden von der COVID-19 Pandemie in 2020 stark getroffen. Insbesondere im ersten Halbjahr erlitt die Wirtschaftsleistung in Europa einen schweren Schock. Erst im dritten Quartal konnte sich die Wirtschaftsleistung mit der Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen wieder erholen. 4 Nachdem die Wirtschaft im Euro-Währungsgebiet in 2020 einen Rückgang von 6,6% zu verzeichnen hat, geht die Europäische Kommission für das Jahr 2021 wieder von einem Wirtschaftswachstum von 4,3% aus. Für das Jahr 2022 wird nach jetzigem Erkenntnisstand ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,4% erwartet. Die Wirtschaft in der gesamten EU ist in 2020 um 6,1% geschrumpft. Für die beiden folgenden Jahre wird von der Europäischen Kommission wieder ein Wachstum von 4,2% bzw. 4,4% erwartet. 5

Das Ausmaß des Rückgangs und die Stärke des Aufschwungs wird zu deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten innerhalb der EU führen. So haben neben Deutschland auch die für Berner umsatzstärksten Länder Frankreich (-8,1%), Italien (-8,9%), Österreich (-6,6%) und Spanien (-10,8%) im Jahr 2020 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums zu verzeichnen. Für 2021 bzw. 2022 wird aber für alle Mitgliedstaaten der EU und damit auch für Frankreich (5,7% bzw. 4,2%), Italien (4,2% bzw. 4,4%), Österreich (3,4% bzw. 4,3%) und Spanien (5,9% bzw. 6,8%) wieder ein Aufschwung des Wirtschaftswachstums erwartet. Durch das Wiederaufflammen der COVID-19 Pandemie ab dem Spätherbst 2020 sind die Wachstumsvorhersagen für den Prognosezeitraum allerdings unsicher und risikobehaftet. 6

Branchenspezifische Schwerpunkte liegen in der Berner Group insbesondere auf den Bereichen Handwerk/Bau und Automobil, weshalb auf die Entwicklung dieser Branchen im Folgenden eingegangen wird.

Gemäß des Zentralverbands des Deutschen Handwerks erholt sich die Geschäftslage im Bereich Handwerk nach dem starken Einbruch durch die COVID-19 Pandemie vorläufig weiter. Besonders durch den privaten Konsum, die Erholung bei den Ausrüstungsinvestitionen sowie einer Belebung des Außenhandels konnten bereits im dritten Quartal 2020 die COVID-19 bedingten Verluste größtenteils wieder aufgeholt werden.

4 "European Economic Forecast - Autumn 2020" der Europäischen Kommission.
5 "European Economic Forecast - Spring 2021" der Europäischen Kommission.
6 "European Economic Forecast - Spring 2021" der Europäischen Kommission.

Im Vergleich zu anderen Branchen wurde das Bauhandwerk von der COVID-19 Pandemie weniger hart getroffen und kann das Jahr 2020 mit einem Umsatzplus von knapp 2% abschließen. Für das Jahr 2021 wird hingegen mit einem Umsatzrückgang von ca. 1% gerechnet. 7

Die COVID-19 Pandemie hat größere Auswirkungen auf die Entwicklung der Automobilbranche. Nahezu weltweit gingen die Verkäufe stark zurück. Europa hat dabei den größten Rückgang von rund 25% zu verzeichnen. 8 Alle europäischen Länder haben das Jahr 2020 mit einer negativen Bilanz abgeschlossen, darunter auch die größten Märkte der Berner Group: Deutschland (-19%), Frankreich (-25%), Italien (-28%) und Spanien (-32%). In Deutschland gingen im Jahr 2020 17% weniger Bestellungen aus dem Inland und 11% weniger Bestellungen aus dem Ausland ein. 9

b) Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Als familiengeführtes Handelsunternehmen wird die Berner Group im Wesentlichen nach den Umsatzerlösen und dem Ergebnis vor Steuern gesteuert. Durch die COVID-19 Pandemie ist zudem das Liquiditätsmanagement deutlich stärker in den Vordergrund gerückt.

c) Änderung des Konsolidierungskreises

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis der Berner Group verändert.

Aufgrund der Ausgliederung des Geschäftsbetriebes der Berner SE auf die neue Gruppenholdinggesellschaft Berner Group Holding SE & Co. KG, wurden die Berner Group Holding SE & Co. KG sowie die Berner Management SE gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im Juli 2020 wurde die BTI Verwaltungs GmbH und im August 2020 die BTI Beteiligungen AG gegründet, die aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern nicht konsolidiert werden. Die bereits im Geschäftsjahr 2018/19 aufgrund untergeordneter Bedeutung entkonsolidierte Gesellschaft Automotive Cleaning Chemicals Ltd. wurde im Oktober 2020 veräußert. Im März 2021 wurden die Gesellschaften Ambratec GmbH und Matecra GmbH aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern entkonsolidiert. Diese beiden Gesellschaften wurden im Mai 2021 veräußert.

7 Handwerksblatt.de - Bauhandwerk: Corona-Krise wird 2021 deutlich spürbar - November 2020.
8 Verband der Automobilindustrie - Europäischer PKW-Markt bricht 2020 um ein Viertel ein 19.01.2021.
9 Verband der Automobilindustrie - Corona Effekt - Austausch älterer Autos stockt - 08.01.2021.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2020/21 beeinträchtigen die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses nicht wesentlich.

d) Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der Berner Group sind im Geschäftsjahr 2020/21 nominal um 1,2% gestiegen. Insbesondere in der ersten Phase der COVID-19 Pandemie kam es zu Umsatzrückgängen in Höhe von 38,1 Mio. EUR in den Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahr, die aber im Jahresverlauf überkompensiert werden konnten. Bereinigt um Veränderung im Konsolidierungskreis, beträgt die Umsatzentwicklung der Berner Group + 1,0% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt liegt die Umsatzentwicklung deutlich über der Umsatzprognose, die unter dem Eindruck der ersten Welle der COVID-19 Pandemie entstanden ist.

Die Umsätze des Geschäftsmodells Omnichannel-Trading entwickelten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2020/21 leicht positiv und liegen über der festgelegten Umsatzprognose. Diese Entwicklung ist bedingt durch den positiven Umsatzverlauf ab dem 2. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21.

Die Geschäftssparte Berner konnte sich den europaweiten Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie nicht vollständig entziehen und hat das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 814 Mio. EUR abgeschlossen. Somit liegt die Sparte auf Vorjahresniveau, jedoch über der gesetzten Umsatzprognose. Die Bau-Division konnte sich hierbei verhältnismäßig besser entwickeln und trug mit einer Entwicklung von +2,7% zur Entwicklung der Geschäftssparte bei, insbesondere durch das Umsatzwachstum in den Landesgesellschaften in Süd- und Zentraleuropa. Die Automotive-Division war von den Lockdown-Phasen stärker beeinflusst und befindet sich im Umsatzniveau leicht unter Vorjahr (-1,9%). Der Umsatzrückgang betraf alle Regionen Europas.

Die Geschäftssparte BTI, die als Direktvertreiber ausschließlich im Baubereich tätig ist, konnte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 123 Mio. EUR (+5,8% zum Vorjahr) abschließen und liegt damit über der Prognose. Die BTI konnte hierbei von der konstanten Entwicklung der Baubranche in Deutschland profitieren und über alle Segmente Umsatzzuwächse erzielen.

Das Geschäftsfeld Caramba (Spezialchemie) steigerte trotz erschwerter Bedingungen durch die COVID-19 Pandemie den Umsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr (+21,4%) und der gesetzten Umsatzprognose. Die COVID-19 Pandemie mit all ihren Konsequenzen führte insbesondere in den Kerngeschäften der Segmente Automotive, Car Wash und Retail zu einem deutlichen Umsatzrückgang während des ersten Lockdowns (März bis Mai 2020). Werke und Läger der Automobilhersteller blieben über Wochen geschlossen und durch Lockdown und Home-Office wurde insgesamt wenig Auto gefahren. Letzteres wirkte sich negativ auf das Geschäft mit Autoreinigungs- und Pflegemitteln in Tankstellenshops sowie auf das Geschäft mit der Fahrzeugwäsche aus. Gegenläufig entwickelte sich insbesondere von April bis Juni 2020 die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln (Flächen- und Handdesinfektion). Caramba war schon vor der COVID-19 Pandemie Hersteller von Flächendesinfektionsmitteln und begann ab März 2020 zusätzlich mit der Produktion von Handdesinfektionsmitteln. Der Vertrieb der Handdesinfektionsmittel erstreckte sich über alle Marktsegmente und half die im Kerngeschäft temporär rückläufigen Umsätze zu kompensieren. Nach dem ersten Lockdown trat in allen Marktsegmenten eine deutliche Erholung ein. In Summe blickt das Geschäftsfeld Caramba auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020/21 zurück.

Das Geschäftsfeld KENT wurde im Geschäftsjahr 2020/21 vom Ausbruch der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Die Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns hatten einen signifikanten Einfluss auf den Direktvertrieb von KENT mit Fokus auf den Automobilmarkt (ca. 72% der externen Gesamtumsätze). Der Umsatzrückgang konnte teilweise durch die erfolgreiche Durchdringung eines neuen OEM-Key Accounts in Frankreich kompensiert werden. Der Umsatzrückgang konnte so auf -6,9% zum Vorjahr begrenzt werden und liegt leicht unterhalb der gesetzten Umsatzprognose.

Das Geschäftsfeld Ambratec konnte an die Trendwende des Vorjahres anknüpfen und erneut ein Wachstum und eine Verbesserung der Profitabilität verzeichnen. Der Markt der BA Ambratec war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich durch die COVID-19 Pandemie und dem damit einhergegangen Lockdown in Deutschland, Österreich und Frankreich geprägt. Durch konsequente und schnelle Ergänzung des Produktportfolios um Desinfektionsmittel zur Hand-, Oberflächen- und Raumluftdesinfektion sowie Schutzmasken und aufgrund der besonderen Qualität der Kundenbeziehungen konnte der Rückgang der Nachfrage im Standardsortiment mehr als aufgefangen werden. Durch zielgerichtete Maßnahmen zur Qualifikation der Vertriebe, einhergehend mit einer konsequenten Restrukturierung sowohl im Außen- als auch im Innendienst konnte eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um +6,8% erzielt werden. Insbesondere durch einen nachhaltigeren Einfluss der COVID-19 Pandemie im zweiten Halbjahr als prognostiziert, wurde die für das Geschäftsjahr 2020/21 gesetzte Umsatzprognose verfehlt.

Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020/21 positiv für die Berner Group.

Mitarbeiter

Zu Beginn des Wirtschaftsjahres im April 2020 beschäftigte die Berner Group 8.241 Mitarbeiter. Aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises ergaben sich keine wesentlichen Änderungen in der Mitarbeiteranzahl. Zum Ende des Wirtschaftsjahres beschäftigt die Berner Group insgesamt 8.101 Mitarbeiter. Neben üblichen fluktuationsbedingten Veränderungen der Mitarbeiteranzahl ist diese Abweichung im Wesentlichen bedingt durch Reorganisationen der Personalstruktur bei den deutschen Vertriebsgesellschaften.

Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie haben den Arbeitsalltag nahezu aller Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2020/21 beeinflusst. Auch das nächste Geschäftsjahr wird nach aktueller Einschätzung hierdurch geprägt sein. Die Berner-spezifische Umsetzung erfolgte dabei entlang nationaler Vorschriften und wurde beeinflusst durch die jeweilige Pandemie Situation vor Ort. Mit einem übergreifenden internationalen Austausch konnten wir "best practice"-Ansätze erfolgreich auch in anderen Ländern umsetzen.

Insbesondere die Mitarbeiter des Außendienstes standen und stehen in vielen Ländern durch die Besuchseinschränkungen bei Kunden vor großen Herausforderungen. Durch innovative und kreative Ansätze haben die Mitarbeiter des Außendienstes Möglichkeiten gefunden, um Kunden weiterhin den Service zu liefern, den sie von Berner gewohnt sind.

Auf die digitale Zusammenarbeit über Funktionen und Standorte hinweg ist die Berner Group durch weitsichtige Investitionen in IT-Infrastruktur und Mitarbeiter-Schulungen in der Vergangenheit gut vorbereitet gewesen. Durch die COVID-19 Pandemie ist diese Form der digitalen Zusammenarbeit über das ganze Unternehmen hinweg noch einmal gewachsen.

Investition/Finanzierung

Die Investitionen des Berner Konzerns betrugen im Geschäftsjahr 2020/21 20,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,5 Mio. EUR). Der wesentliche Teil der Investitionen entfällt auf die Bereiche IT (neues IT Infrastrukturprogramm), Logistik (Aufbau eines Zentrallagers in den Niederlanden, Aufbau einer Pick-Pack Logistik Anlage in Deutschland, Aufbau eines Hochregallagers in Österreich) und Produktion (Standortausbau Duisburg).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die bestehenden Kreditlinien mit den Hausbanken neu verhandelt und für drei Jahre fest vereinbart. Die bestehenden Kreditlinien mit den Hausbanken (90,0 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjahr 2020/21 nur temporär und geringfügig zur Finanzierung des Working Capitals in Anspruch genommen. Investitionen wurden aus dem freien Cashflow getätigt. Darüber hinaus wurde in Frankreich im Geschäftsjahr 2020/21 vorübergehend ein staatlicher Kredit in Höhe von 15,0 Mio. EUR aufgenommen, der allerdings nicht benötigt und daher auch frühzeitig zurückgezahlt wurde.

e) Vermögens- und Finanzlage

Bilanz

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.483 3.877
Sachanlagen 84.630 87.199
Finanzanlagen 2.415 3.996
Anlagevermögen 95.528 95.072
Vorräte 100.480 105.547
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148.456 137.641
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 366 230
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 35.719 25.917
Flüssige Mittel 51.802 26.794
Umlaufvermögen 336.823 296.128
Rechnungsabgrenzungsposten/ Aktive latente Steuern 17.407 16.708
449.758 407.908
Passiva
Eigenkapital 157.121 149.480
Sonderposten 388 21
Pensionsrückstellungen 28.339 24.821
übrige Rückstellungen 94.516 81.331
Rückstellungen 122.855 106.152
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.034 40.783
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.294 54.714
übrige Verbindlichkeiten 65.063 56.735
Verbindlichkeiten 169.391 152.232
Rechnungsabgrenzungsposten 2 23
449.758 407.908

Die Bilanzsumme ist um 41,9 Mio. EUR zum Vorjahr gestiegen. Im Anlagevermögen haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände deutlich erhöht. Diese Veränderung ist auf die Investitionen in das neue IT Infrastrukturprogramm zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen durch den Verkauf einer Sachanlage bei der Gesellschaft in Taiwan geringer als der Vorjahreswert. Die Reduktion der Finanzanlagen wurde durch die außerplanmäßige Abschreibung einer Ausleihung gegenüber einer ehemaligen Tochtergesellschaft maßgeblich beeinflusst.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei den Vorräten ist ein Rückgang zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist maßgeblich beeinflusst durch ein verbessertes Bestandsmanagement, welches zu einer Reduktion der fertigen Erzeugnisse und Waren im Vergleich zum Vorjahr geführt hat. Die liquiden Mittel hingegen haben sich zum Vorjahr deutlich erhöht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch die positive Ergebnisentwicklung sowie durch ein aktives "Working Capital Management".

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen. Der Vorjahreswert war durch den Umsatzeinbruch im März 2020 aufgrund der COVID-19 Pandemie beeinflusst. Somit ist die Vergleichbarkeit der Werte beeinträchtigt. Im Vergleich zu Vorjahren befinden sich die Forderungen aus Lieferung und Leistungen auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau, da im Geschäftsjahr 2020/21 aktiv an der Optimierung der Forderungsreichweite gearbeitet wurde. Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände liegen deutlich über dem Vorjahreswert. Die Abweichung ist im Wesentlichen bedingt durch Forderungen gegen ausländische Steuerbehörden im Rahmen von steuerlichen Verständigungsverfahren. Die korrespondierenden Verpflichtungen gegenüber den inländischen Steuerbehörden wurden im Geschäftsjahr 2019/20 und 2020/21 bezahlt.

Das Eigenkapital hat sich zum Vorjahr positiv verändert, unter anderem aufgrund des gestiegenen Jahresergebnisses im Konzern. Das Eigenkapital ist unterproportional gewachsen im Vergleich zum Anstieg der Bilanzsumme. Daher befindet sich die Eigenkapitalquote mit 34,9% unterhalb vom Vorjahresniveau (36,6 %).

Die Rückstellungen im Konzern sind zum Vorjahr gestiegen. Die Pensionsrückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht (u.a. durch Anpassung des Rechnungszinses und Anpassung des Bewertungsverfahrens). Bei den Steuerrückstellungen ist ein starker Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Diese Reduktion ist bedingt durch die Begleichung der Verpflichtungen gegenüber inländischen Steuerbehörden aufgrund der erfolgten Betriebsprüfung. Die korrespondierenden sonstigen Forderungen gegen ausländische Steuerbehörden bestehen weiterhin. Die sonstigen Rückstellungen sind zum Vorjahr deutlich erhöht aufgrund gestiegener Verpflichtungen aus dem Personalbereich, einerseits für Restrukturierungen und andererseits für Prämienzahlungen sowie für ausstehende Urlaubsansprüche.

Die Verbindlichkeiten im Konzern sind zum Vorjahr gestiegen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist geprägt durch den Abbau der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen befinden sich deutlich über Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist zurückzuführen auf ein striktes "Working Capital Management", welches zu einer Optimierung der Verbindlichkeitenreichweite geführt hat. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Vorjahr gestiegen, maßgeblich bedingt durch höhere Steuerverbindlichkeiten aufgrund der verbesserten Ergebnissituation.

Neben den üblichen Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Lieferanten sowie Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von 93,8 Mio. EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Miet- und Leasingverträge 90.921 96.606
Bestellobligo 1.840 72
Sonstiges 1.035 1.176
93.797 97.854

Der Rückgang der Verpflichtungen bei Miet- und Leasingverträgen zum Vorjahr ist zurückzuführen auf geringere Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge, IT-Equipment und Gebäude.

Zusätzlich hat sich die Berner SE im Jahr 2017 durch ein unwiderrufliches vertragliches Angebot die Möglichkeit gesichert, eigene Aktien für einen Kaufpreis von 18,7 Mio. EUR im Jahr 2021 oder 2022 zu erwerben. Die Verpflichtung zum Erwerb der eigenen Aktien entsteht durch die schriftliche Erklärung der Annahme des Angebotes durch den Inhaber der Aktien.

Kennzahlen zum Cash-Flow 31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 50.856 22.876
Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.042 -16.765
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -10.733 -8.736
Veränderung des Finanzmittelfonds 31.216 399

Der Finanzmittelfonds ist im Berichtszeitraum um 31,2 Mio. EUR gestiegen. Dem positiven Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit i.H.v. 50,9 Mio. EUR steht ein Cashflow aus Investitionstätigkeit i.H.v. -9,0 Mio. EUR entgegen. Dies ist insbesondere auf die weiterhin hohen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (u.a. Aufbau europäisches Zentrallager in den Niederlanden, Aufbau einer Pick-Pack Logistik Anlage in Deutschland, Aufbau eines Hochregallagers in Österreich) und in das immaterielle Anlagevermögen (IT Infrastrukturprogramm) zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2020/21 wesentlich beeinflusst durch Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Sachanlage bei der taiwanischen Tochtergesellschaft.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit führt zu einem weiteren Cash-Abfluss i.H.v. 10,7 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch die Dividendenzahlungen an die Gesellschafter der Berner Group.

Insgesamt verfügt der Konzern zum Abschlussstichtag über Finanzmittel in Höhe von 58,8 Mio. EUR. Die bestehenden Kreditlinien bei Banken (90,0 Mio. EUR) wurden im Geschäftsjahr nur gering genutzt; sie geben aber hinreichend Reserven, um gegebenenfalls größere Liquiditätsschwankungen ausgleichen zu können.

f) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde ein Konzernergebnis vor Steuern von 33,3 Mio. EUR erzielt, welches deutlich über dem Vorjahreswert und der gesetzten Ergebnisprognose liegt. Neben der Steigerung der operativen Ertragskraft wurde das Konzernergebnis vor Steuern durch Zusatzgeschäft für Desinfektionsmittel aufgrund der COVID-19 Pandemie bei der Geschäftssparte Caramba positiv beeinflusst.

Im Vergleich zum Vorjahr beinhaltet das Konzernergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2020/21 mehr Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung.

Wesentlicher positiver Sondereinfluss ist der Ertrag aus dem Verkauf einer Immobilie in Taiwan. Wesentliche negative Sondereinflüsse umfassten Aufwendungen für die durchgeführte Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften, Aufwendungen aus der Anpassung der Bewertung von Pensionsrückstellungen im Konzern und Aufwendungen aus der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen. Insgesamt haben die negativen Sondereinflüsse die positiven Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2020/21 überwogen.

Gewinn- und Verlustrechnung 1. April - 31. März

2020/21 2019/20
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 1.060.582 1.048.144
Bestandsveränderung -1.086 -531
Sonstige betriebliche Erträge 14.734 13.001
Gesamtleistung 1.074.230 1.060.614
Materialaufwand -406.497 -398.844
Personalaufwand -420.771 -413.780
Sonstige betriebliche Aufwendungen -197.852 -212.158
EBITDA 49.110 35.832
Abschreibungen -12.735 -13.357
EBIT 36.375 22.475
Finanzergebnis -3.104 -1.912
EBT 33.271 20.563
Ertragssteuern -13.843 -9.901
Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter 19.428 10.662

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2020/21 nominal um 1,2 % gestiegen. Alle drei Geschäftssparten konnten im Vergleich zum Vorjahr das Umsatzniveau halten bzw. weiter ausbauen.

Der Materialaufwand inklusive der Bestandsveränderungen ist nominal um 2,1% gestiegen. Die positive Umsatzentwicklung sowie der Druck auf die Rohstoffpreise waren ausschlaggebend für diese Entwicklung. Die Materialaufwandsquote hat sich von 38,0% im Vorjahr auf 38,3% im Geschäftsjahr 2020/21 erhöht.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 1,7 % zum Vorjahr. Wesentlicher Einflussfaktor in dem Geschäftsjahr 2020/21 ist der Anstieg der Personalrückstellungen, einerseits aufgrund von Restrukturierungen und andererseits aufgrund von Prämienzahlungen sowie ausstehenden Urlaubsansprüchen. Demgegenüber stehen Entlastungen des Personalaufwands (12,1 Mio. EUR) durch die Zahlung von Kurzarbeitergeld im Zeitraum von April bis Juni 2020 im Rahmen der COVID-19 Pandemie. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2020/21 betrug 8.071.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind zum Vorjahr gestiegen (+13,1% zum Vorjahr). Geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wurden überkompensiert durch Erträge aus dem Verkauf einer Immobilie in Taiwan. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-6,7% zum Vorjahr) resultiert im Wesentlichen aus niedrigerem Fahrzeugaufwand (-6,6 Mio. EUR) und Aufwand für Reisekosten (-4,9 Mio. EUR). Der Rückgang des Aufwands für Reisekosten ist bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie.

Das Finanzergebnis hat sich aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibungen einer Finanzanlage (-0,9 Mio. EUR) gegenüber einer ehemaligen Tochtergesellschaft sowie Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

Das Steuerergebnis hat sich zum Vorjahr aufgrund des Ergebniszuwachs absolut erhöht. Bei den latenten Steuern wurden 0,9 Mio. EUR neue latente Steuern auf Bewertungsdifferenzen gebildet (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR aktive latenten Steuern wurden aufgelöst). Insgesamt ist die Steuerquote der Berner Group rückläufig im Vorjahresvergleich.

3. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Anforderungen an das Risikomanagementsystem für die Berner Group wurden von der Internen Revision überprüft. Neben den internationalen Audit Standards (AS 2110) wurden insbesondere die Vorschriften aus dem Aktiengesetz (u.a. § 91 Abs. 2 AktG) bei der Überprüfung berücksichtigt. Hiernach sollen geeignete Maßnahmen getroffen werden, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden. Derartige bestandsgefährdende Entwicklungen ergeben sich meist aus Kombinationseffekten von Einzelrisiken. Eine regelmäßige Risikoanalyse und eine Risikoaggregation bilden daher den Schwerpunkt des globalen Risikomanagement Konzeptes für die Berner Group.

Das gruppenweite Risikomanagement für aufkommende Risiken ist Bestandteil des eingerichteten "3-Lines-of-Defence-Model".

Das operative Management ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung wirksamer interner Kontrollen und bildet die erste Stufe zur Risikovermeidung bei ihrer täglichen Umsetzung von Kontroll- und Korrekturmaßnahmen.

Der Bereich Controlling bildet die zweite Stufe zur Risikovermeidung. Einerseits durch die Erstellung des monatlichen Berichtswesens und deren Überprüfung. Andererseits wird die Geschäftsentwicklung der Verbundgesellschaften und des Konzerns durch den Dialog zwischen dem zentralen Management und den operativen Vertriebsgesellschaften (etablierte "Business-Review"-Struktur) kontrolliert.

Die dritte Stufe besteht aus einer unabhängigen Überwachungs- und Beratungsfunktion, verkörpert durch die Interne Revision. Sie soll den Leitungsgremien ein Höchstmaß an Objektivität und Unabhängigkeit innerhalb der Organisation bieten.

Risiken

Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde damit begonnen ein neues Corporate Governance Modell für Risk und Compliance für den Konzern zu etablieren. Hierzu gehört die wiederkehrende Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit (Niedrig: 6-10 Jahre, Mittel: 2-5 Jahre, Hoch: 1 Jahr) und Schadensausmaß (Niedrig: <2% EBIT, Mittel: 2-5% EBIT, Hoch: >5% EBIT).

Potenziell bestandsgefährdende Risiken werden aus Gruppensicht identifiziert. Hierbei wurde auf Gruppenebene auf eine ausreichende Eigenkapitaldeckung geachtet. Auf Länderebene wurden die für die Gesellschaft relevanten Risiken auf der Grundlage des lokalen Geschäftsvolumens kalkuliert und an die Holding gemeldet.

Die für die Berner Group relevanten Risiko-Szenarien wurden in einer Risiko-Landkarte zusammengefasst. Aus Gruppensicht wurden die wesentlichen Risiken aus der Risiko-Landkarte den nachfolgenden Risikokategorien zugeordnet:

Gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen:

Fehlende datenschutzrechtliche Compliance sowie Verlust sensibler Unternehmensdaten durch eingeschränkte Datensicherheit.

Zunehmende Komplexität von Rechtsvorschriften hinsichtlich der zugesicherten Produkteigenschaften von B2B-Handelswaren.

Insgesamt werden die Risiken der vorgenannten Risikokategorie als hoch eingeschätzt.

Markt und Wertschöpfungsprozesse:

Ausbau von Business Continuity Plänen zur Abwehr von Unfällen, Naturkatastrophen und sonstigen Unterbrechungen der Lieferkette.

Eventuelle Preiskämpfe und erhöhter Wettbewerb mit bestehenden Marktteilnehmern, insbesondere eine erhöhte Preistransparenz auf neuen Verkaufsplattformen aufgrund der Digitalisierung.

Steigende Rohstoff-, Energie- und Einkaufspreise.

Abhängigkeiten von externen Diensteistern.

Zentrale Einkaufsorganisationen und neue Verkaufskanäle von neuen Marktteilnehmern konkurrieren mit dem Direktvertrieb.

Die voranschreitende Elektrifizierung von Autos führt zu veränderten Servicebedarfen in den Werkstätten.

Fluktuation und Neubesetzung von Schlüsselpersonal.

Insgesamt werden die Risiken der vorgenannten Risikokategorie als moderat eingeschätzt.

Möglichen negativen Effekten der COVID-19-Pandemie oder vergleichbaren Krisensituationen mit Auswirkung auf die konjunkturelle Situation in Europa kann sich die Berner Group nicht entziehen. Insgesamt werden diese Risiken als moderat eingeschätzt.

Risikovermeidung

Innerhalb der Berner Group gibt es zahlreiche Initiativen und strategische Projekte, welche den oben genannten Risiken entgegenwirken.

Marketing und Vertrieb:

Wie auch in den Vorjahren verfolgt der Bereich Marketing & Sales derzeit weiterhin drei hochprioritäre Programme, um den dargestellten Risiken entgegenzuwirken:

Sortimentsoptimierung u.a. zur Standardisierung internationaler Sortimente

Sales Productivity u.a. zur Optimierung, Harmonisierung und Digitalisierung unserer gesamten Vertriebsprozesse

Pricing Push u.a., um Pricing Maßnahmen zu harmonisieren und "Best Practice" Ansätze über die Gruppe hinweg zu nutzen.

Zudem erfolgt der Ausbau der Unterstützung durch die Vertriebskanäle "Callcenter" und "E-Commerce/Web Shop", um die Abhängigkeit vom Vertriebskanal "Direct Sales" zu reduzieren, Vertriebskosten zu optimieren und stärkeres Wachstum zu ermöglichen.

Als weitere Maßnahme wurde der Bereich Produkt Compliance personell gestärkt und neu ausgerichtet.

Personal:

Die Bindung von Mitarbeitern und die Rekrutierung neuer Mitarbeiter bleibt für die gesamte Berner Group im Fokus. Beide Aspekte werden sowohl global als auch mit jeweils lokal maßgeschneiderten Konzepten auf nationaler und lokaler Ebene gesteuert. Ein wesentlicher Punkt für die schnelle Einarbeitung von neuen Mitarbeitern ist das Onboarding-Programm, auf das großen Wert gelegt wird.

Lokale und globale Personalentwicklungsprogramme bilden eine wichtige Säule in der Fort- und Weiterbildung und tragen damit auch zur möglichst langfristigen Bindung von Schlüsselpersonal an das Unternehmen bei.

Es wurde damit angefangen, eine einheitliche e-Learning Lösung international auszurollen, um die Transformationsprozesse zu begleiten. So können in Ergänzung zu Präsenzausbildung und -training zeitnah, zielgruppenorientiert, kostengünstig und datenschutzkonform neue Trainingsinhalte virtuell an Mitarbeiter der Berner Group vermittelt werden.

Einkauf:

Das Management von COVID-19 bedingten Marktrisiken (volatile Rohwaren, Versorgungssicherheit und aktives Bestandsmanagement in Zusammenarbeit mit Lieferanten) sowie die Realisierung von Chancen standen im Fokus der Aktivitäten des Einkaufsbereichs im Geschäftsjahr 2020/21. Die Umsetzung struktureller und prozessualer Anpassungen im Einkaufsbereich ist zu einem Teil bereits vorgenommen worden und wird im kommenden Geschäftsjahr fortgeführt. Die hiermit einhergehende Verbesserung der Einkaufsstruktur ist Ziel dieser Aktivitäten.

Logistik und Produktion:

Das Logistik- und Produktionskonzept wird regelmäßig überprüft und soll damit gleichbleibend hohe Standards bei Sicherheit, Liefer- und Produktqualität sowie Effizienz gewährleisten. Für alle Lager- und Produktionsstätten sowie die Verwaltungsgebäude werden zur Absicherung von Ausfallrisiken die notwendigen Versicherungen abgeschlossen - unter anderem gegen Feuer und sonstige Betriebsstörungen. Für die Logistikstandorte in Braunau (Österreich) und Verona (Italien) wurde die Implementierung von Sprinkleranlagen entschieden, um die möglichen Ausfallrisiken durch Feuer zu minimieren.

Parallel dazu arbeiten die Logistik- und Produktionsverantwortlichen an der Verbesserung des Notfallkonzepts, sodass der Totalausfall einzelner Logistik- oder Produktionsstandorte schnellstmöglich durch andere Standorte des Konzerns kompensiert werden kann.

Finanzen:

Bedingt dadurch, dass einige europäische Gesellschaften ihre Produkte außerhalb des Euro-Raumes in ihrer jeweiligen lokalen Währung absetzen, ihre Waren und Dienstleistungen größtenteils aber im Euro-Raum einkaufen, bestehen Währungsrisiken. Darüber hinaus beziehen einige Gesellschaften Waren und Dienstleistungen in Fremdwährung. Um das hieraus resultierende Risiko von Kursschwankungen zu reduzieren, werden Sicherungsmaßnahmen in Abhängigkeit vom Volumen des jeweiligen Fremdwährungs-Exposures und der Volatilität der zugrundeliegenden Währung ergriffen.

In der Berner Group bilden Sicherungsgeschäfte ("Average Outright Forward") grundsätzlich gemäß § 254 HGB durch Vorhandensein entsprechender Grundgeschäfte (Wareneinkauf und -verkauf in Fremdwährung) eine Bewertungseinheit. Die zur Risikoabsicherung eingesetzten Bewertungseinheiten werden als Micro Hedge klassifiziert. Danach wird das Risiko eines einzelnen Grundgeschäfts bzw. einer Gruppe gleichartiger Grundgeschäfte mit einem einzelnen Sicherungsinstrument abgesichert. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2020/21 ein Sicherungsgeschäft abgeschlossen für die Absicherung des Verkaufs einer Sachanlage in Fremdwährung bei der taiwanischen Gesellschaft. Für dieses Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft wurde keine Bewertungseinheit gebildet.

Die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken der Berner Group sind sehr begrenzt, da der Konzern über eine starke Innenfinanzierungskraft und ausreichend Liquiditätsreserven verfügt. Zudem stehen ausreichend freie, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien bei verschiedenen Bankpartnern zur Verfügung, um kurzfristige Liquiditätsschwankungen aufzufangen.

Informationstechnologie:

Das Geschäftsmodell der Berner Group ist in hohem Maße auf leistungsfähige und ausfallsichere IT-Systeme angewiesen. Daher gilt dem störungsfreien EDV-Betrieb und der allgemeinen Datensicherheit die höchste Priorität. Dem EDV-Risiko wird durch eigene IT-Spezialisten sowie durch externe Dienstleister Rechnung getragen. Themen wie "Desaster Recovery" und "Business Continuity" Planung und Umsetzung werden mit Priorität aktiv vorangetrieben.

Bezüglich der datenschutzrechtlichen Compliance wurde bereits im Geschäftsjahr 2018/19 ein Projekt zur Umsetzung der neuen europäischen Datenschutzgrundverordnung im Konzern durchgeführt. Die Maßnahmen zur Einhaltung der Vorgaben der europäischen Datenschutzgrundverordnung werden durch den Bereich "Big Data Solutions" zentral gesteuert. Unter anderem sind alle Mitarbeiter der Berner Group zur Teilnahme an dem Datenschutzgrundverordnung E-Learning Training verpflichtet.

Business Continuity:

Für außergewöhnliche Krisen (wie bspw. COVID-19) gibt es bei der Berner Group ein Business Continuity Team, das geschäftskritische Prozesse aufzeigt, sodass geeignete Maßnahmen zur Risikobewältigung zeitnah eingeleitet werden können.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Initiativen der Berner Group Holding zur Vermeidung der oben genannten Risiken wurden durch die interne Revision auf Wirksamkeit validiert.

In der Gesamtbetrachtung werden die vorhandenen Risiken überwacht und es wurden Initiativen sowie Maßnahmen eingeleitet, um bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Bestandsgefährdende sowie nennenswerte, über das normale unternehmerische Risiko hinausgehende Risiken, sind nicht bekannt.

Chancenmanagement

Im Rahmen des Strategie- und Planungsprozesses werden von den drei Geschäftssparten potenzielle Chancen gemeldet. Sofern das Eintreten der identifizierten Chancen als wahrscheinlich eingeschätzt wird, werden diese in die Geschäftspläne und die kurzfristigen Prognosen aufgenommen.

Chancen

Modernisierung der IT-Infrastruktur:

Die langfristig auf den Kunden ausgerichtete Transformation wird von einer weitreichenden Modernisierung der IT-Landschaft der Berner Group begleitet werden. Effizientere Prozesse und organisatorische Abläufe sollen u. a. die Verwaltungskosten optimieren.

Maßnahmen zur Stärkung der Profitabilität:

Um sowohl kurzfristig Kosteneinsparungen zu erzielen als auch langfristig das volle Potenzial der BA Caramba auszuschöpfen, wurde in 2020 ein Kostensenkungsprogramm zur Optimierung und Effizienzsteigerung aller Strukturen und Prozesse gestartet. Dieses Kostensenkungsprogramm wird im kommenden Geschäftsjahr in einen alle Funktionsbereiche umfassenden KVP-Prozess überführt (KVP = kontinuierlicher Verbesserungsprozess).

E-Commerce Plattform:

Die Berner Group will ihre Kunden zukünftig noch konsequenter über kostengünstigere digitale Vertriebswege bedienen und den E-Commerce Umsatz ausbauen. Im Zuge der Optimierung unserer IT-Systeme hat die Berner Group umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen für die Webshop- und App-Plattform durchgeführt. Hierzu wurden Systembereinigungen, Verbesserungen im Bereich der IT-Infrastruktur und das Server-Betriebsmodell für das aktuelle und künftige E-Commerce Wachstum umgesetzt.

Logistik und Einkauf:

Struktureller Verbesserungen im Logistik- und Einkaufsbereich sollen mittelfristig zu Ergebnisverbesserungen führen. Durch weitere Zentralisierung der Logistik- und Einkaufsprozesse über das europäische Zentrallager in den Niederlanden wird das Ziel erfolgt, Synergieeffekte in der Beschaffung, einen gemeinsamen Sicherheitsbestand und eine flexiblere Versorgung zu erreichen. Das im Zentrallager berücksichtige Importlager führt zu einer Konsolidierung des Wareneinkaufs bei meist fernöstlichen Lieferanten, die eine bessere Planung für den Lieferanten, eine Reduzierung der Bestände der europäischen Tochtergesellschaften und eine Vereinfachung der Eingangs-/Bestellprozesse ermöglicht.

Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit:

Im Geschäftsjahr 2020/21 wurde für die Geschäftssparten Berner und BTI ein Transformationsprojekt initiiert. Ziel des Projektes ist die Weiterentwicklung des Omnichannel Geschäftsmodells und die damit einhergehende Straffung von Organisationstrukturen und Schnittstellen zur Hebung von Effizienzen und Synergien in der Berner Group.

Zusammenfassung der Chancenlage

Die dargestellten Chancen werden bezüglich der möglichen positiven Auswirkung auf die Unternehmensziele der Berner Group als wesentlich eingestuft. Zudem können noch weitere Chancen entstehen durch die Initiativen und Maßnahmen, die zur Vermeidung von Risiken aufgesetzt wurden. Zum Vorjahr hat sich die Chancensituation verändert durch die Maßnahmen zur Stärkung der Profitabilität und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

4. Prognosebericht

Die Berner Group ist mit einem deutlichen Umsatzwachstum in das Geschäftsjahr 2021/22 gestartet, was aufgrund der signifikanten Umsatzverluste im April 2020 resultierend aus der ersten Welle der COVID- 19 Pandemie zu erwarten war. Das Ergebnis vor Steuern konnte ebenfalls im April 2021 gesteigert werden und lag über dem Wert aus der internen Planung. Für das Geschäftsjahr 2021/22 wird ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet und eine leichte Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern, maßgeblich beeinflusst durch die Steigerung des operativen Geschäftes bei den Geschäftssparten Berner und BTI.

Für das Geschäftsjahr 2021/22 rechnet die Berner Group auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen mit einer Erholung des Wirtschaftswachstums im Euroraum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Negative Effekte auf das operative Geschäft werden durch massiv steigende Rohstoffpreise und Probleme bei den globalen Lieferketten erwartet.

In der strategischen Ausrichtung steht der forcierte Ausbau des Omnichannel Vertriebs bei den Geschäftssparten Berner und BTI im Fokus, speziell die Stärkung des eCommerce, des Telefonverkaufs und die Eröffnung weiterer Depots. In der Geschäftssparte Caramba muss die Reduktion des Desinfektionsmittelumsatzes durch ein verstärktes Umsatzwachstum in den Segmenten Automotive OEM und Wash mitigiert werden.

Die bereits im April initiierten Maßnahmen zur Reduzierung der Rohstoffpreisrisiken und Sicherstellung der Warenverfügbarkeit sollen absehbare negative Effekte auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung bestmöglich mitigieren um die geplante Steigerung des operativen Ergebnis abzusichern.

Die Eigenkapitalausstattung und Liquidität der Berner Group sind weiterhin aus unserer Sicht auf einem soliden Niveau, wodurch ein ausreichender Spielraum gegeben ist, um sich im Wettbewerb zukünftig stark positionieren zu können.

 

Künzelsau, den 07. Juni 2021

Geschäftsführendes Direktorium

Christian A. W. Berner

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

Konzernbilanz zum 31. März 2021

Aktiva

31.03.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.384 1.947
2. Geleistete Anzahlungen 7.099 1.930
8.483 3.877
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.991 57.382
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.762 6.506
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.529 16.012
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.349 7.299
84.631 87.199
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.051 2.026
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 90 94
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 122 273
4. Sonstige Ausleihungen 152 1.603
2.415 3.996
95.529 95.072
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.891 5.158
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 921 880
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 94.637 99.289
4. Geleistete Anzahlungen 32 220
100.480 105.547
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148.456 137.641
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 366 230
3. Sonstige Vermögensgegenstände 35.719 25.917
184.541 163.788
III. Wertpapiere 154 157
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 51.648 26.637
336.823 296.129
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.146 5.328
D. Aktive latente Steuern 12.261 11.380
449.758 407.909

Passiva

31.03.2021 Vorjahr
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.400 33.400
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 3.340 3.340
2. Andere Gewinnrücklagen 54.075 66.296
57.415 69.636
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.716 1.654
IV. Bilanzgewinn der Berner SE 64.590 44.402
V. Anteile anderer Gesellschafter 0 388
157.121 149.480
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen 388 21
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28.339 24.821
2. Steuerrückstellungen 10.720 16.102
3. Sonstige Rückstellungen 83.796 65.229
122.855 106.152
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.034 40.783
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 74 41
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.294 54.714
4. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 1.040 991
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.377 2.687
6. Sonstige Verbindlichkeiten 61.572 53.016
davon aus Steuern TEUR 27.517 (Vj. TEUR 17.645)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 7.454 (Vj. TEUR 11.568)
169.391 152.232
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2 23
449.758 407.909

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021

2020/2021 Vorjahr
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.060.582 1.048.144
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.086 -531
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.734 13.001
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 2.493 (Vj. TEUR 2.270)
1.074.230 1.060.614
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 405.942 398.287
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 554 557
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 333.106 329.429
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 87.665 84.351
davon für Altersversorgung TEUR 14.035 (Vj. TEUR 12.749)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens 12.735 13.357
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 197.852 212.158
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 2.556 (Vj. TEUR 3.797)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103 279
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 6 (Vj. TEUR 85)
davon Erträge aus der Aufzinsung TEUR 3 (Vj. TEUR 3)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.018 76
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.189 2.115
davon an verbundene Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 1)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR 494 (Vj. TEUR 628)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.843 9.901
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 903 (Vj. TEUR 290)
12. Konzernergebnis nach Steuern vor Ergebnisanteilen fremder Gesellschafter 19.428 10.662
13. Anteile fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 0 1
14. Konzernjahresüberschuss 19.428 10.661
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 44.402 19.586
16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 760 14.155
17. Bilanzgewinn der Berner SE 64.590 44.402

Konzernanhang für 2020/2021

Berner SE

Sitz: Künzelsau

Amtsgericht Stuttgart HRB 735610

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben im Anhang erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die in den vorangegangenen Geschäftsjahren angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden mit Ausnahme der Bewertung der Pensionen beibehalten.

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis wurden gemäß dem Konzept des beherrschenden Einflusses Unternehmen einbezogen, auf welche das Mutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Eine Gesamtübersicht über den Konsolidierungskreis sowie der nicht konsolidierten Gesellschaften ist dem Anhang beigefügt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis der Berner Group verändert. Der Geschäftsbetrieb der Berner SE wurde in wesentlichen Teilen rückwirkend zum April 2020 auf eine neue Gruppenholdinggesellschaft ausgegliedert, die Berner Group Holding SE & Co. KG. Die Berner Group Holding SE & Co. KG wurde erstkonsolidiert. Zudem wurde die Berner Management SE gegründet und erstkonsolidiert. Im Juli 2020 wurde die BTI Verwaltungs GmbH und im August 2020 die BTI Beteiligungen AG gegründet, die aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern nicht erstkonsolidiert wurden. Die bereits im Geschäftsjahr 2018/19 aufgrund untergeordneter Bedeutung entkonsolidierte Gesellschaft Automotive Cleaning Chemicals Ltd. wurde im Oktober 2020 veräußert. Im März 2021 wurden die Gesellschaften Ambratec GmbH und Matecra GmbH aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern entkonsolidiert.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises beeinträchtigen die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses nicht wesentlich.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Als zulässige Kapitalkonsolidierungsmethode für Erwerbe wurde gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB die Neubewertungsmethode angewendet. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Werden nach Erlangung des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben (Aufstockung) oder veräußert (Abstockung), werden diese Transaktionen als Erwerbsvorgang abgebildet.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Vor dem 1. April 2010 wurde die Buchwertmethode im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. angewandt. Aktivische Unterschiedsbeträge wurden offen mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Zwischengewinneliminierung wird gemäß der Einheitstheorie durchgeführt, das heißt, zwischen den Konzerngesellschaften resultierende Zwischengewinne, insbesondere aus den Vorräten, gelten als noch nicht realisiert, da sie den Konzern noch nicht verlassen haben und werden demnach eliminiert.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden konzerninterne Erträge aus Lieferungen und Leistungen und damit im Zusammenhang stehende Aufwandspositionen, wie Zins- und Beteiligungserträge, Ausschüttungen, Ergebnisabführungen und Steuerumlagen, innerhalb des Konzerns verrechnet.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Mutterunternehmens, den 31. März 2021, aufgestellt. Die einbezogenen Tochterunternehmen haben den gleichen Bilanzstichtag.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Aus der Erstkonsolidierung entstandene Firmenwerte werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. In den Fällen, in denen sich der Markt wegen der kleinen Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren nur sehr langsam verändert und somit eine nachhaltigere Geschäftsentwicklung zu erwarten ist, wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Sofern die voraussichtlich nachhaltig erzielbaren Erträge nicht ausreichen, die bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte abzudecken, wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt im Wesentlichen linear. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden dabei regelmäßig nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 (seit 1. Januar 2018) werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahren
Gebäude und Außenanlagen 10 bis 25 Jahren
Technische Anlagen und sonstige Betriebsvorrichtungen 10 bis 16 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahren

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- (gewogenen Durchschnittspreisen) und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Soweit bei Vorräten Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit o.Ä. ergeben, vorliegen, werden angemessene Abschläge vorgenommen, um den niedrigeren beizulegenden Wert zu erreichen. Bei den Herstellungskosten werden Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet, welche regelmäßig dem Nennbetrag der Zahlung entsprechen. Wenn mit der Anzahlung Umsatzsteuer zu leisten war, wird die Anzahlung mit dem Nettobetrag ausgewiesen, soweit die Umsatzsteuer abzugsfähig ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Soweit in den kurzfristigen Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, werden diese grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet, Fremdwährungsforderungen über einem Jahr unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren beizulegenden Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz erfolgt zu Nominalwerten.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen wird zum Zuwendungsbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit (PUC) Verfahren berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde bis zum Geschäftsjahr 2019/2020 von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 abgezinst werden. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde verändert. Ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der der tatsächlichen Restlaufzeit entspricht. Der Effekt aus der Anpassung des Bewertungsverfahrens ist bereits im Geschäftsjahr 2020/2021 in den Rückstellungen berücksichtigt worden und beträgt 1.392 TEUR. Es wurde ein individueller Zinssatz von 1,24% bis zu 2,28% (Vj. pauschal 2,59%) verwendet.

Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen landestypische Verfahren für die Berechnung der Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten zugrunde. Im Inland wurden die Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten nach den "Richttafeln 2018 G" (von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Beträge aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden vollständig im Geschäftsjahr der erstmaligen Anwendung zugeführt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass begünstigte Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden können. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen mit einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u. a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde für das Inland eine Rate von 2,25% (Vj. 2,75%) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate für das Inland von 1,50% (Vj. 1,70%) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung mit eingeflossen. Die Berechnung der Fluktuationsrate sowie die Festlegung der Gehaltssteigerungs- und Rentenanpassungsrate im Ausland erfolgte gemäß unternehmensindividuellen Parametern und Gewichtungen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit in den kurzfristigen Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet, Fremdwährungsverbindlichkeiten über einem Jahr unter Beachtung des Höchstwertprinzips.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten werden beim Zugang zum tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs und zum Stichtag grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Steuerentlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Voraus erhaltene Einnahmen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu den historischen Kursen bewertet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Die monatlichen Durchschnittskurse werden den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank entnommen. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten wurden bei der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgsneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen und bis zur vollständigen Rückführung im Rahmen der Folgekonsolidierung betragsmäßig angepasst. Realisierte Währungseffekte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Währungskursbedingte Differenzen aus der Zwischenergebniseliminierung werden erfolgsneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Kurzarbeitergeld

Beim Bezug von Kurzarbeitergeld tritt die Berner Group praktisch als Treuhänder auf, der die Zahlungsabwicklung übernimmt und für die Agentur für Arbeit in Vorleistung geht. Wurde Kurzarbeit angezeigt und liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, hat der Arbeitgeber für die monatlichen Vorleistungen einen Erstattungsanspruch gegenüber der Agentur für Arbeit und weist dafür eine Forderung aus. Die Agentur für Arbeit hat für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes unter Vorbehalt keinen Ermessensspielraum, was der Aktivierung somit nicht entgegensteht. Es handelt sich dabei um einen durchlaufenden Posten, der die Gewinn- und Verlustrechnung nicht berührt, sondern sich auf den Bilanzkonten niederschlägt.

Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden erstattet. Der Anspruch auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen ist als Aufwandszuschuss einzuordnen, da es sich um nicht rückzahlbare Zuwendungen handelt. Der Zuschuss ist entweder als sonstiger betrieblicher Ertrag zu erfassen oder mit dem Personalaufwand zu verrechnen. Bei der Berner Group wurde mit Blick auf das Wahlrecht die Entscheidung getroffen, den Personalaufwand zu kürzen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der als Anlage dem Konzernanhang beigefügt ist, dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148.456 137.641
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 9 5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 366 230
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 35.719 25.917
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.798 12.818
184.541 163.788

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber ausländischen Steuerbehörden in Höhe von TEUR 20.564 im Rahmen von steuerlichen Verständigungsverfahren enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorschüssig bezahlte Mieten sowie Lizenzgebühren (insbesondere für Software).

Latente Steuern

Eine sich ergebende latente Steuerbelastung ist in der Bilanz grundsätzlich als passive latente Steuer anzusetzen. Im Geschäftsjahr 2020/2021 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern.

Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

Die latenten Steuern für Differenzen bilanzieller Wertansätze werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen nach Konzernstandard und steuerlichen Wertansatzsätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen, Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Die latenten Steuern auf Verlustvorträge sind in der Höhe bewertet, in der mit einer Steuerentlastung innerhalb der nächsten 5 Jahre gerechnet werden kann.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Steuersätze liegen in einer Bandbreite zwischen 9,0% und 34,1%. Auf die Konsolidierungsmaßnahmen wurde ein Konzernsteuersatz von 30,0% angewendet.

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Aktive latente Steuern
Latente Steueransprüche:
a.) für Differenzen bilanzieller Wertansätze 11.447 8.463
b.) auf Verlustvorträge 2.555 3.605
c.) auf Konsolidierungsmaßnahmen 0 2.278
Summe der gesamten aktiven latenten Steueransprüche 14.002 14.346
Passive latente Steuern
Latente Steuerschulden:
a.) für Differenzen bilanzieller Wertansätze 1.729 2.966
b.) auf Konsolidierungsmaßnahmen 12 0
Summe der gesamten passiven latenten Steuerschulden 1.741 2.966
Aktivierter Aktivüberhang der latenten Steueransprüche 12.261 11.380

Eigenkapital

Zum 31.03.2021 ist das Grundkapital der Berner SE in 24.716.000 Stammaktien ohne Nennwert eingeteilt. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen

Im Sonderposten für Investitionszuschüsse im Anlagevermögen werden erhaltene Investitionszuschüsse der Caramba Chemie GmbH & Co. KG, Duisburg, und der Berner Gesellschaft m.b.H., Braunau, ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB:

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Passiva
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.761 29.134
Aktiva
Rückdeckungsversicherung für Pensionen (insolvenzsicher zum Zeitwert) 3.422 4.314
28.339 24.821

Die Pensionsrückstellungen sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Planvermögen saldiert worden. Nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB ist das Planvermögen mit dem Zeitwert bewertet worden.

Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,51 %) ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.584.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Ansprüche aus dem Personalbereich aufgrund von Jubiläen, Urlaub und Sonderzahlungen sowie für ausstehende Rechnungen und Steuern gebildet. Die Veränderung der sonstigen Rückstellungen zum Vorjahr resultiert aus höheren Personalrückstellungen, einerseits bedingt durch Rückstellungen für Prämien und Provisionen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und andererseits bedingt durch ausstehende Urlaubsansprüche und Restrukturierungsprogramme.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.034 34 35.000 0
31. März 2020 40.783 5.783 35.000 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 74 74 0 0
31. März 2020 41 41 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69.294 69.242 51 51
31. März 2020 54.714 54.712 1 0
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 1.040 1.040 0 0
31. März 2020 991 991 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.377 2.324 53 0
31. März 2020 2.687 2.632 56 0
Sonstige Verbindlichkeiten 61.572 61.263 308 0
31. März 2020 53.016 52.868 148 0
31. März 2021 169.391 133.978 35.413 51
31. März 2020 152.232 117.027 35.205 0

Außerbilanzielle Geschäfte

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Off Balance Sheet
Lieferantenkonsignation 10.832 14.075

Zur Optimierung des Working Capitals werden teilweise von Lieferanten Konsignationslager bei lokalen Berner-Gesellschaften unterhalten. Ein Vorteil der Lieferantenkonsignation ist, dass die Ware im Eigentum des Lieferanten verbleibt bis die Gesellschaft die Ware aus dem Lager entnimmt. Erst zum Zeitpunkt der Entnahme findet die Fakturierung statt. Somit verringern sich die Lagerhaltungskosten sowie der Planungsaufwand. Risiken könnten sich aus Preisänderungen durch den Konsignations-Partner oder versäumte Preisvergleiche mit anderen Lieferanten ergeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den üblichen Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Lieferanten sowie Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 93.797 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Miet- und Leasingverträge 90.921 96.606
Bestellobligo 1.840 72
Sonstiges 1.035 1.176
93.797 97.854

Der Rückgang der Verpflichtungen bei Miet- und Leasingverträgen zum Vorjahr ist zurückzuführen auf geringere Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge, IT-Equipment und Gebäude.

Zusätzlich hat sich die Berner SE durch ein unwiderrufliches vertragliches Angebot im Jahr 2017 die Möglichkeit gesichert, eigene Aktien für einen Kaufpreis von TEUR 18.732 im Jahr 2021 oder 2022 zu erwerben. Die Verpflichtung zum Erwerb der eigenen Aktien entsteht durch die schriftliche Erklärung der Annahme des Angebotes durch den Inhaber der Aktien.

Finanzderivate

Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden zur Absicherung von Währungsrisiken Finanzderivate eingesetzt. Sämtliche Finanzinstrumente werden direkt zwischen der Berner SE (bis 30.11.2020) bzw. der Berner Group Holding SE & Co. KG (ab 01.12.2020) und Kreditinstituten gehandelt (sog. Over-the-counter-Produkte) und stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Grundgeschäft (vgl. den nachfolgenden Abschnitt Bewertungseinheiten).

Die Zeitwerte der Finanzderivate wurden auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung der üblichen Mark-to-market-Methode berechnet. Dabei wird der Barwert der Zahlungsströme gemäß den vertraglich vereinbarten Terminkursen mit dem Barwert der Zahlungsströme am Bilanzstichtag verglichen.

Bewertungseinheiten

Die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Absicherung des operativen Geschäftsrisikos. Im Konzernabschluss bilden sämtliche Sicherungsgeschäfte gemäß § 254 HGB durch Vorhandensein entsprechender Grundgeschäfte eine Bewertungseinheit.

Die zur Risikoabsicherung eingesetzten Bewertungseinheiten werden als Micro Hedge klassifiziert. Danach wird das Risiko eines einzelnen Grundgeschäfts bzw. einer Gruppe gleichartiger Grundgeschäfte mit einem einzelnen Sicherungsinstrument abgesichert.

Die Effektivität obiger Sicherungsbeziehungen wird durch die "Critical-Term-Match-Methode" überprüft. Im Geschäftsjahr haben sich gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften vollständig ausgeglichen. Auch in den Folgejahren werden sich die gegenläufigen Wertänderungen vollständig ausgleichen.

Die Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode bilanziell abgebildet, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen nicht bilanziert werden. Eine Übersicht über die gebildeten Bewertungseinheiten, bestehend aus Sicherungs- und Grundgeschäften, findet sich in der nachfolgenden Tabelle:

Kategorie Art des Grundgeschäfts Art des Sicherungsgeschäft Art des abgesicherten Risikos
Währungsbezogene Geschäfte Warenein-/ verkauf in Fremdwährung Average Outright Forward Währungsrisiko
Kategorie Art der Bewertungseinheit Volumen der Grundgeschäfte Volumen der Bewertungseinheit Positiver beizulegender Zeitwert des Sicherungsgeschäft
Währungsbezogene Geschäfte Micro Hedges 72.359 TEUR 71.790 TEUR 942 TEUR
72.359 TEUR 71.790 TEUR 942 TEUR
Kategorie Negativer beizulegender Zeitwert des Sicherungsgeschäfts
Währungsbezogene Geschäfte 373 TEUR
373 TEUR

Der negative beizulegende Zeitwert beträgt zum Stichtag TEUR 373. Das Laufzeitende der Fremdwährungsabsicherungen für den Wareneinkauf-/ verkauf in Fremdwährung ist März 2022.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2020/21 % 2019/20 %
TEUR TEUR
Umsatzerlöse
- nach Divisionen
KFZ 360.339 34 367.282 35
Bau 516.843 49 505.407 48
Chemie 133.322 13 127.605 12
Übrige 50.078 5 47.850 5
1.060.582 100 1.048.144 100
- nach Regionen
Inland 327.020 31 314.067 30
EU-Länder ohne Deutschland 661.115 62 668.768 64
Übriges Europa 70.502 7 63.141 6
Übrige Länder 1.945 0 2.168 0
1.060.582 100 1.048.144 100

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position beinhaltet unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.237 (Vj. TEUR 6.710). Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen noch Erträge von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung von insgesamt TEUR 6.721 (Vj. TEUR 7.710) enthalten, die durch den Verkauf einer Sachanlage der Gesellschaft Hsin Ho Hardware Co. Ltd., Taipeh, entstanden sind.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Anpassung des Bewertungsverfahrens der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.392 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sonstige Steuern in Höhe von TEUR 958 (Vj. TEUR 707) ausgewiesen. Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 7.536 (Vj. TEUR 5.728) entstanden. Diese umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für die durchgeführte Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften und für Restrukturierungsrückstellungen im Konzern.

Abschreibung auf Finanzanlagen

Weitere Aufwendungen von außergewöhnlicher Höhe bzw. Bedeutung umfassen die außerplanmäßige Abschreibung eines Darlehens gegenüber einer ehemaligen finnischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 925 (Vj. TEUR 0), die in den Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten ist.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds ist der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und setzt sich wie folgt zusammen:

31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
Kassenbestand 92 101
Guthaben bei Kreditinstituten 51.556 26.536
Zahlungsmitteläquivalente (aus Schecks Forderungen LuL) 7.136 6.680
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -34 -5.783
58.750 27.534

Sonstige Angaben

Organe

Mitglieder des Verwaltungsrates (ab 1. Dezember 2020)

Frau Pia Berner Unternehmerin
Vorsitzende
Herr Christian Dahmen Controller
stellvertretender Vorsitzender
Herr Dr. Thomas Frohnmayer (von 12/2020 bis 01/2021) Rechtsanwalt

Mitglieder des Aufsichtsrates (bis 30. November 2020)

Herr Carsten Albrecht
Vorsitzender
Unternehmensberater, Carsten Albrecht
Consulting International
Herr Michel Klein
stellvertretender Vorsitzender
Vorsitzender MSK Conseil S.A.S.U.
Herr Mark Eslamlooy Vorsitzender der Geschäftsführung der ARDEX GmbH, der ARDEX Group GmbH sowie der ARDEX Holding Gesellschaften
Herr Albert Berner Unternehmer
Ehrenvorsitzender (Aufsichtsratsmitglied bis 07/2020)
Herr Dr. Christoph Achenbach (bis 07/2020) Geschäftsführender Gesellschafter der BfUN Beratung für Unternehmensführung und -nachfolge GmbH

Die Bezüge des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 221 (bis 30.11.2020).

Die Bezüge des Verwaltungsrates der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen beliefen sich auf TEUR 188 (ab 01.12.2020).

Geschäftsführender Direktor (ab 1. Dezember 2020)

Christian Albert Wilhelm Berner Unternehmer, Vorstandsvorsitzender der Berner Management SE

Mitglieder des Vorstandes (bis 30. November 2020)

Christian Albert Wilhelm Berner Vorstandsvorsitzender und Vorstand für die Bereiche Personal, Kommunikation, Strategie & Business Development
Christoph Möltgen Vorstand für die Bereiche IT und E-Commerce, Logistik, Einkauf und den Geschäftsbereich Chemie
Carsten Rumpf Vorstand für den Geschäftsbereich Handel
(Berner, BTI)
Peter Spitlbauer Vorstand für die Bereiche Finanzen, Controlling, M&A und Revision

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiten:

31.03.2021 Ø 31.03.2020 Ø
Innendienst / Produktion 2.884 2.963
Vertrieb 5.187 5.275
Gesamt 8.071 8.238

Ergänzende Angaben

Das für das Geschäftsjahr 2020/2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns stellt sich gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB wie folgt dar:

Abschlussprüferhonorar 2020/21
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 527
Steuerberatungsleistungen 260
sonstige Leistungen 28

Die Abschlussprüferleistungen im Geschäftsjahr 2020/2021 umfassen die Abschlussprüfungsleistungen von PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, Deutschland. Die Steuerberatungsleistungen umfassen Leistungen von PricewaterhouseCoopers GmbH WPG, Deutschland für die Erstellung der Steuererklärungen des Jahres 2018 und der Steuererklärungen des Jahres 2019.

Die Tochtergesellschaften, welche von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch machen, sind in der Übersicht des Konsolidierungskreises entsprechend kenntlich gemacht. Die Gesellschaft stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen der Berner Gruppe den Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Nachtragsbericht

Die Berner SE hat sich dazu entschlossen, die Möglichkeit zu nutzen, eigene Aktien für einen Kaufpreis von TEUR 18.732 im April 2021 zu erwerben. Dieser Kaufpreis für den Erwerb wurde am 14. April 2021 überwiesen.

Zum 7. Mai 2021 wurden die Anteile an der Ambratec GmbH und der Matecra GmbH verkauft.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Künzelsau, den 07. Juni 2021

Christian A. W. Berner

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020/21

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2020 Umrechnungsdifferenzen Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sebst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.522 0 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.784 -30 -385 758
3. Geschäfts- oder Firmenwert 17.282 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 1.930 0 0 5.169
41.518 -30 -385 5.927
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 173.859 -180 -5.542 5.794
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.602 0 -9 4.140
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.811 227 -1.626 4.260
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.299 0 -7 558
312.571 47 -7.184 14.752
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.175 3 25 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 25 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 447 9 0 14
4. Sonstige Ausleihungen 2.499 0 -109 0
5.146 12 -84 14
359.236 29 -7.653 20.633
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.03.2021
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sebst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 1.522
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.383 179 19.923
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 17.282
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 7.099
1.383 179 45.826
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.809 2.279 171.401
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.288 3.645 63.090
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.276 398 70.794
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7 -6.501 1.342
13.380 -179 306.627
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 2.203
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4 0 21
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 174 0 296
4. Sonstige Ausleihungen 526 0 1.864
704 0 4.384
15.467 0 356.838
Abschreibungen
01.04.2020 Umrechnungsdifferenzen Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sebst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.522 0 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.837 -32 -316 1.306
3. Geschäfts- oder Firmenwert 17.282 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
37.641 -32 -316 1.306
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 116.477 -86 -4.021 3.658
2. Technische Anlagen und Maschinen 52.097 1 -9 1.693
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.799 215 -1.480 6.064
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 -7 0
225.373 130 -5.517 11.415
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 149 3 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen -69 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 174 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 896 0 0 925
1.150 3 0 925
264.164 101 -5.833 13.646
Abschreibungen
Zuschreibungen Abgänge 31.03.2021
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sebst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 1.522
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 1.256 18.539
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 17.282
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 1.256 37.343
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 618 115.410
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 3.453 50.329
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 5.335 56.265
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 -7
2 9.406 221.997
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 152
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 -69
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 174
4. Sonstige Ausleihungen 0 109 1.712
0 109 1.969
2 10.771 261.309
Buchwerte
31.03.2021 31.03.2020
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Sebst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.384 1.947
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 7.099 1.930
8.483 3.877
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.991 57.382
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.762 6.506
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.529 16.012
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.349 7.299
84.630 87.199
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.051 2.026
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 90 94
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 122 273
4. Sonstige Ausleihungen 152 1.603
2.415 3.996
95.528 95.072

Konsolidierungskreis

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital / Stimmrechte
Inland
Berner Trading Holding GmbH Künzelsau / Deutschland 100,0 1) A)
BTI Holding AG Ingelfingen / Deutschland 100,0 1)
Caramba Holding GmbH Künzelsau / Deutschland 100,0 1)
AIRTRANS Flugzeugvermietungsgesellschaft mbH Künzelsau / Deutschland 100,0
Berner Group Holding SE & Co. KG Künzelsau / Deutschland 100,0 A)
Berner Group Service Center Deutschland GmbH Künzelsau / Deutschland 100,0 1)
Berner Management SE Künzelsau / Deutschland 100,0
Kent Europe GmbH Duisburg / Deutschland 100,0 1)
Wigo Chemie GmbH Bad Kreuznach / Deutschland 100,0 1)
Caramba Chemie GmbH & Co. KG Duisburg / Deutschland 100,0 1) A)
Caramba Bremen GmbH Bremen / Deutschland 100,0 1)
KENT Deutschland GmbH Willich / Deutschland 100,0 1)
BTI Befestigungstechnik GmbH & Co. KG Ingelfingen / Deutschland 100,0 1) A)
BTI Grundstücks GmbH & Co. KG Ingelfingen / Deutschland 100,0 1) A)
Albert Berner Deutschland GmbH Künzelsau / Deutschland 100,0 1) A)
EU-Staaten
Berner Gesellschaft m.b.H. Braunau / Österreich 100,0 1)
Berner Belgien NV/SA Lanaken / Belgien 100,0 1)
Kent Belux SPRL Mont-Saint-Guibert / Belgien 100,0 1)
Berner spol. s.r.o. Prag / Tschechien 100,0 1)
Berner A/S Nørresundby / Dänemark 100,0 1)
Kent Industri Danmark ApS Espergærde / Dänemark 100,0 1)
Berner Montaje y Fijacion S.L. Chauchina (Granada) / Spanien 100,0 1)
Berner S.A.R.L. Saint-Julien-du-Sault / Frankreich 100,0 1)
Berner Holding France SAS Paris / Frankreich 100,0 1)
Kent France SAS Epone / Frankreich 100,0 1)
VMI Services SAS Paris / Frankreich 100,0 1)
Kent International SAS Epone / Frankreich 100,0 1)
Berner d.o.o. Zagreb / Kroatien 100,0 1)
Berner KFT Budapest / Ungarn 100,0 1)
Berner S.p.A. Verona / Italien 100,0 1)
Kent Italia s.r.l. Moncalieri, Torino / Italien 100,0 1)
UAB Albert Berner Vilnus / Litauen 100,0 1)
SIA Albert Berner Riga / Lettland 100,0 1)
Berner Produkten B.V Kerkrade / Niederlande 100,0 1)
Berner Logistics Kerkrade B.V. Kerkrade / Niederlande 100,0 1)
Caramba Nederland b.v. Assen / Niederlande 100,0 1)
Berner Polska Sp. z o.o. Krakau / Polen 100,0 1)
Kent Nederland B.V. CP Breda / Niederlande 100,0 1)
Berner, S.A. Sao Domingos de Rana / Portugal 100,0 1)
Albert Berner SRL Arad / Rumänien 100,0 1)
Albert Berner Montageteknik AB Stockholm / Schweden 100,0 1)
Berner s.r.o. Detva / Slowakei 100,0 1)
Kent UK Ltd. Bridgwater / Großbritannien 100,0 1)
Nicht EU-Staaten
Montagetechnik Berner AG Reinach / Schweiz 100,0 1)
Berner AS Vøyenenga / Norwegen 100,0 1)
Hsin Ho Hardware Co. Ltd. Taipei / Taiwan 100,0 1)

zu A) Die Gesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3/§ 264b HGB Gebrauch.
zu 1) Es handelt sich um mittelbare Beteiligungen der Berner SE.

Folgende Gesellschaften sind für die Vermittlung eines entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Berner SE nach § 296 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung und wurden nicht in den Konsolidierungskreis und damit nicht in den Konzernabschluss im Berichtsjahr einbezogen:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital / Stimmrechte
Ambratec GmbH Mainz / Deutschland 100,0 1)
Matecra GmbH Nattheim / Deutschland 100, 1)
BTI Befestigungstechnik Verwaltungsgesellschaft mbH Ingelfingen / Deutschland 100,0 1)
BTI Verwaltungs GmbH Ingelfingen / Deutschland 100,0 1)
BTI Beteiligungen AG Braunau / Österreich 100,0 1)
Caramba Verwaltungs-GmbH Duisburg / Deutschland 100,0 1)
Kent Trading Europe SARL Lausanne / Schweiz 100,0 1)

Folgende Gesellschaften sind nach §296 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht in den Konsolidierungskreis und damit nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital / Stimmrechte
Berner Asennustekniikka Oy Helsinki / Finnland 100,0 1)
Berner Endüstriyel Ürünler Sanayl Ve Ticaret A.S. Istanbul / Türkei 100,0 1)

zu 1) Es handelt sich um mittelbare Beteiligungen der Berner SE.

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020/21

2020/21 Vorjahr
TEUR TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) +19.428 +10.662
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens +12.721 +13.433
Zunahme der Rückstellungen +17.653 +8.017
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen -101 +1.218
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.291 -1.059
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +21.023 -6.913
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens + 14 -2
Zinsergebnis +2.066 +1.836
Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung +2.930 -1.795
Ertragsteueraufwand +13.843 +9.901
Auszahlungen in Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -231 -2.400
Ertragsteuerzahlungen -30.199 -10.022
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +50.856 +22.876
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.927 -2.472
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -14.752 -15.007
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens +699 +595
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen +0 +0
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition +3 +0
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition +0 -157
Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung +10.829 +0
Erhaltene Zinsen +106 +276
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -9.042 -16.765
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten +2.448 +0
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten +0 -169
Gezahlte Zinsen -1.681 -1.467
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -11.500 -7.100
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.733 -8.736
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds +31.081 -2.625
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -40 +3.432
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds +175 -408
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode +27.534 +27.135
Finanzmittelfonds am Ende der Periode +58.750 +27.534

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für Geschäftsjahr 2020/21

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2020/21

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen
in TEUR Stammaktien gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe
Stand 31.03.2019 33.400 3.340 87.581 90.921
Entnahmen aus den Rücklagen - - -21.285 -21.285
Ausschüttung - - - -
Währungsumrechnung - - - -
Sonstige Veränderungen - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - -
Stand 31.03.2020 33.400 3.340 66.296 69.636
Entnahmen aus den Rücklagen - - -12.221 -12.221
Ausschüttung - - - -
Währungsumrechnung - - - -
Sonstige Veränderungen - - - -
Änderungen des Konsolidierungskreises - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - -
Stand 31.03.2021 33.400 3.340 54.075 57.415
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn Summe
in TEUR
Stand 31.03.2019 1.987 19.586 145.894
Entnahmen aus den Rücklagen - 21.285 21.285
Ausschüttung - -7.100 -7.100
Währungsumrechnung -333 - -333
Sonstige Veränderungen - -30 -30
Konzernjahresüberschuss - 10.661 10.661
Stand 31.03.2020 1.654 44.402 149.092
Entnahmen aus den Rücklagen - 12.221 12.221
Ausschüttung - -11.500 -11.500
Währungsumrechnung 62 - 62
Sonstige Veränderungen - 39 39
Änderungen des Konsolidierungskreises - - -
Konzernjahresüberschuss - 19.428 19.428
Stand 31.03.2021 1.716 64.590 157.121
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
in TEUR
Stand 31.03.2019 417 -28 389
Entnahmen aus den Rücklagen - - -
Ausschüttung - - -
Währungsumrechnung - - -
Sonstige Veränderungen - - -
Konzernjahresüberschuss - -1 -1
Stand 31.03.2020 417 -29 388
Entnahmen aus den Rücklagen - - -
Ausschüttung - - -
Währungsumrechnung - - -
Sonstige Veränderungen - - -
Änderungen des Konsolidierungskreises -417 29 -388
Konzernjahresüberschuss - - -
Stand 31.03.2021 - - -
Konzerneigenkapital
Summe
in TEUR
Stand 31.03.2019 146.283
Entnahmen aus den Rücklagen 21.285
Ausschüttung -7.100
Währungsumrechnung -333
Sonstige Veränderungen -30
Konzernjahresüberschuss 10.660
Stand 31.03.2020 149.480
Entnahmen aus den Rücklagen 12.221
Ausschüttung -11.500
Währungsumrechnung 62
Sonstige Veränderungen 39
Änderungen des Konsolidierungskreises -388
Konzernjahresüberschuss 19.428
Stand 31.03.2021 157.121

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Berner SE, Künzelsau

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Berner SE, Künzelsau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Berner SE für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der abberufenen Mitglieder des Vorstands sowie des geschäftsführenden Direktors des Mutterunternehmens nicht angegeben. Zudem wurde entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 26 HGB der Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens im Konzernanhang nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 7. Juni 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

Daniel Spengemann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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