Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Charles River Laboratories Germany GmbH
Max-Planck-Straße 15A, 40699 Erkrath, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Charles River Laboratories Holding S.A.S. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 14.65% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Charles River Laboratories Germany GmbHErkrathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens1.1. Grundlagen des Unternehmens Charles River Laboratories Germany GmbH (nachfolgend "CRL GmbH") ist eine Tochtergesellschaft der US-gelisteten multinationalen Gesellschaft Charles River Laboratories International Inc. mit Sitz in Wilmington im Bundestaat Massachusetts, USA. Die Charles River Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Medikamentenforschung und -entwicklung. Von zentraler Bedeutung ist die Pharma- und die Biotechnologiebranche. Das Portfolio der Charles River Gruppe gliedert sich in die Segmente Research Models and Services (RMS), Discovery and Safety Assessment (DSA) und Manufacturing Solutions (Manufacturing). Die Alleingesellschafterin der CRL GmbH ist seit dem Geschäftsjahr 2022 die Charles River Laboratories, Research Models and Services, Germany GmbH, Sulzfeld (nachfolgend "CRL RMS"). Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Charles River Laboratories Germany Holding GmbH, Sulzfeld (nachfolgend "CRL Holding"). Die Standorte Erkrath und Köln der CRL GmbH sind dem Bereich Biologics zugeordnet und gehören dem Segment Manufacturing an. Es werden Dienstleistungen im Bereich Biologics Testing Solutions für die Qualitätskontroll-Analyse und die Entwicklung neuer Testverfahren von biopharmazeutischen Arzneimitteln durchgeführt. Es werden unterschiedliche biotechnologische Dienstleistungen angeboten. Die Einrichtung in Köln befasst sich ausschließlich mit der Validierung von Herstellprozessen (Prozesssicherheit) der Pharmafirmen. In Erkrath werden neben genetischen Tests auch medizinische Substanzen auf Kontamination, Wirksamkeit und Sicherheit getestet. Der Standort Freiburg ist dem Bereich Discovery innerhalb des Segments Discovery and Safety Assessment (DSA) zugeordnet. Dieser Standort befasst sich intensiv mit der Etablierung und Charakterisierung neuer Tumormodelle und mit Auftragsforschungsprojekten im Bereich der präklinischen Onkologie. Dazu gehören vor allem Modelle zur Erforschung neuer Krebstherapien und Tumormodelle von seltener Herkunft, unter anderem auch Studien mit humanisierten Mäusen. Auch im Bereich der Zell- und Gentherapie bietet dieser Standort wertvolle Leistungen an, um die Medikamentenentwicklung zu unterstützen. Die CRL GmbH ist an den Standorten Erkrath und Köln GLP und GMP zertifiziert. Die bestehenden Labore und Räumlichkeiten befinden sich an den Standorten Erkrath, Köln und Freiburg und erfüllen nach unserer Auffassung den aktuellen Stand der Technik. Eventuell nötige Aktualisierungen oder auch Renovierungen werden zeitgerecht vorgenommen. Die Verwaltung befindet sich in Erkrath. Die Erfassung und Bewertung kaufmännischer Prozesse erfolgt sowohl in Erkrath als auch in Freiburg. Teile der kaufmännischen Buchhaltungsaktivitäten werden im Charles River European Shared Services Center in Edinburgh, Schottland, erledigt. 1.2 Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Die Wirtschaftsleistung bewies sich als widerstandsfähig während der weltweiten Desinflation von 2022-2023. Als die globale Inflation von ihrem Höchststand Mitte 2022 zurückging, wuchs die Wirtschaftsleistung stetig und trotzt den Warnungen vor einer Stagflation und vor globaler Rezession. Durch positive Einflüsse auf die Nachfrageentwicklung konnte das Wachstum von Beschäftigung und Einkommen stabil gehalten werden. Die Staatsausgaben und der Konsum privater Haushalte lagen über den Erwartungen und darüber hinaus ergab sich eine Ausweitung auf der Angebotsseite und ein unerwarteter Anstieg der Erwerbsquote. Diese Widerstandsfähigkeit, trotzt erheblicher Zinserhöhungen der Zentralbanken mit dem Ziel der Wiederherstellung der Preisstabilität, spiegelt auch die Fähigkeit der Haushalte in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften wider, auf Ersparnisse, die während der Pandemie angesammelt wurden, zurückzugreifen. Das globale Wachstum beträgt für 2023 3,2 %, nach 3,5 % in 2022. Für das Jahr 2024 wird ebenfalls ein Wachstum von 3,2 % erwartet, wohingegen für 2025 ein marginaler Rückgang auf 3,1 % erwartet wird. Die aktuelle Wachstumsrate ist im historischen Vergleich niedrig und ist auf kurzfristige Faktoren, wie den immer noch hohen Kreditkosten und die Rücknahme staatlicher Unterstützungen aber auch langfristige Faktoren wie die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und dem Einmarsch Russlands in der Ukraine zurückzuführen. Für den Euroraum beträgt das BIP-Wachstum für 2023 0,1 %, nach 3,4 % in 2022. Für das Jahr 2024 und 2025 wird jeweils ein Wachstum von 1,4 % erwartet. In Deutschland ist das BIP im Jahr 2023 um 0,2 % geschrumpft, nach einem BIP-Wachstum 2022 von 1,8 %. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 0,2 % und für 2025 ein Wachstum von 0,9 % erwartet. Die globale Inflation liegt bei 6,8 % im Jahr 2023. Im Jahr 2024 wird mit einem Jahresdurchschnitt von 5,9 % gerechnet und im Jahr 2025 mit 4,5 %. Fortgeschrittene Volkswirtschaften werden ihre Inflationsziele früher erreichen als Schwellen- und Entwicklungsländer. Die Inflation im Euroraum ist von 8,4 % in 2022 auf 5,4 % in 2023 zurückgegangen. Es wird erwartet, dass die Inflation im Euroraum auf 2,4 % im Jahr 2024 und auf 2,1 % im Jahr 2025 weiter zurückgehen wird. Die Inflation in Deutschland ist von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,0 % im Jahr 2023 zurückgegangen. Es wird erwartet, dass die Inflation in Deutschland auf 2,4 % im Jahr 2024 und auf 2,0 % im Jahr 2025 weiter zurückgehen wird. Die Risiken für die globale Entwicklung sind weitgehend ausgewogen. Negative Effekte könnten aus geopolitischen Spannungen, einschließlich derer aus dem Krieg in der Ukraine und der Konflikt in Gaza und Israel resultieren. (Quelle: IMF World Economic Outlook April 2024, 16. April 2024; IMF World Economic Outlook October 2023, 10. Oktober 2023) Die meisten Kunden der CRL GmbH sind in der biopharmazeutischen Branche tätig. Der weltweite Pharmamarkt legte in 2023 um 0,13 Billionen USD auf 1,61 Billionen USD zu. Der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten deutschen Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) wuchs im Kalenderjahr 2023 um 5,7 %, der Absatz ging jedoch um 2,0 % zurück. Insgesamt wurden 100 Mrd. Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von 60,0 Mrd. Euro an Patienten abgegeben. (Quellen: www.statista.de , Iqvia M arktbericht 202 3 , 23. Februar 202 4 ) 1.3 Wesentliche Leistungsindikatoren Bei der Gesellschaft dienen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die zur Erfolgsmessung eingesetzt werden. In Teilbereichen existieren nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die aber für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Beurteilung der Gesamtleistung nicht von wesentlicher Bedeutung sind. 1. 4 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Geschäftsverlauf Umsatz entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz in Höhe von T€ 58.356 erzielt. Die Umsatzerlöse im Bereich Discovery sind um 11,7 % auf T€ 16.512 zurückgegangen. Der Rückgang fiel gegenüber der Planung (- 29,5 %) geringer aus. Im Wesentlichen ist der Rückgang der Umsatzerlöse auf eine geringere Nachfrage zurückzuführen. Die geringere Nachfrage wiederum wurde durch niedrigere Investitionsvolumina in der biopharmazeutischen Industrie und restriktivere Ausgabenkontrolle für Forschung und Entwicklung bedingt. In der Planung wurde noch von einem höheren Rückgang der Nachfrage ausgegangen. Die Umsatzerlöse im Bereich Biologics konnten um 4,1 % auf T€ 41.844 gesteigert werden. Diese Erhöhung lag damit unter dem geplanten Umsatzwachstum (+ 7,8 %). Im Wesentlichen ist dies darauf zurückzuführen, dass es im Markt weniger Neuentwicklungen gegeben hat, als geplant. Investitionen Die Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 3.676 (Vorjahr T€ 1.709). Der größte Anteil entfiel auf Investitionen in die Standorterweiterung in Erkrath (T€ 1.971), auf die Anschaffung von Laborgeräten (T€ 402) sowie den Ausbau der EDV Infrastruktur (T€ 223). Im Jahr 2022 wurden für den Standort Erkrath neue Mietverträge für bestehende und neue Flächen unterzeichnet, wodurch eine langfristige Standortsicherung und -erweiterung erreicht wurde. Die Phase 1 der Erweiterung wurde im Februar 2024 abgeschlossen. Diese Phase umfasste die Umbauarbeiten des Erdgeschosses von Büroräumen zu Lager- und Laborbereichen. Dadurch soll eine Effizienzsteigerung durch zentralisierte Prozesse erreicht werden. Die sich anschließende Phase 2 umfasst den Umbau der drei weiteren Etagen in Laborbereiche. Das Ziel ist zum einen eine Flächenerweiterung, aber auch eine Modernisierung der bestehenden Labore. Die Umsetzung der zweiten Phase der Modernisierung und Erweiterung des Standorts Erkrath ist für 2024 und 2025 geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. € 8,6 Mio. Es ist geplant die Investition aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Je nach Finanzmittelbedarf kann auch eine Finanzierung innerhalb der Gruppe sichergestellt werden. Finanzierung Sämtliche operativen Investitionen und operativen Aktivitäten wurden wie auch in den Vorjahren aus dem operativen Cash-Flow und eigenem Cash-Bestand finanziert. Aus der ursprünglichen Kaufpreiszahlung für die operative Vorgängergesellschaft in Freiburg, die im Jahr 2022 auf die CRL GmbH verschmolzen wurde, existiert ein Darlehen mit der Charles River Nederland B.V., Amsterdam/Niederlande (nachfolgend "CR NL BV"), welches jederzeit rückzahlbar ist und variabel verzinst wird. Der Saldo zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 19.954 (Vorjahr T€ 20.794). Personal Charles River Laboratories Germany GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2023 insgesamt 454 (Vorjahr: 447) festangestellte Mitarbeiter, gerechnet nach Köpfen. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsaktivitäten werden in allen Bereichen verstärkt. Der Schwerpunkt wird aber an den Standorten Erkrath und Köln weiterhin in die Molekularbiologie (PCR), die Virusanalytik, die HCP-Analytik und Bioassays gelegt. Allgemein ist zu erwarten, dass der Anteil sogenannter New Modalities bei den Arzneimitteln bzw. Wirkstoffen zunimmt. Das sind u.a. Zelltherapien und Gentherapien (CGT, cell and gene therapies) oder mRNA Wirkstoffe (wie COVID Vaccine). Diese erfordern, im Vergleich zu bisherigen Wirkstoffen wie Antikörpern, für die Qualitätskontrolle zum Teil andere Methoden, die am Standort entwickelt und etabliert werden sollen. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand im Geschäftsjahr 2023 betrug für die Standorte Erkrath und Köln T€ 691. Am Standort Freiburg liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung und Etablierung neuer Tumormodelle (z.B. im pädiatrischen Bereich) und deren Charakterisierung nach molekularen Eigenschaften. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Forschung zur Etablierung neuer Methoden mit dem Ziel der Reduzierung von Tierversuchen (3R Initiative - replacement, reduction, refinement). Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand im Geschäftsjahr 2023 betrug für den Standort Freiburg T€ 327. Reger Austausch und Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen und anderen Charles River Firmen weltweit sind unsere Norm mit dem Ziel, Entwicklungszeiten zu verkürzen und dem Kunden neue Produkte und Verfahren schneller anbieten zu können. b) Darstellung der Vermögens - , Finanz - und Ertragslage Ertragslage Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2023 T€ 58.356 und liegen damit um T€ 524 unter dem Vorjahr (Vorjahr: T€ 58.880). Es wurde ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von € 6,8 Mio erwartet. Tatsächlich ist ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von € 7,8 Mio erzielt worden. Dies ist im Wesentlichen auf den gegenüber der Planung geringeren Umsatzrückgang im Bereich Discovery zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um T€ 143 oder 13,6 % zurückgegangen. Im Wesentlichen ist dies auf einen Rückgang der Währungsgewinne um T€ 305 oder 56,9 %, der durch einen Anstieg der Auflösung von Rückstellungen um T€ 170 oder 97,5 % und weitere unwesentliche Einzeleffekte teilkompensiert wird, zurückzuführen. Insgesamt verringerte sich der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2023 um T€ 1.834 oder 15,8 % auf T€ 9.807. Insbesondere die bezogenen Leistungen gingen um T€ 1.469 oder 26,0 % zurück, aufgrund im Vergleich zum Vorjahr geringerer Fremdleistungen von verbundenen Unternehmen. Insgesamt erhöhte sich der Personalaufwand um 8,3 % auf T€ 27.106. Dies ist im Wesentlichen auf Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Abschreibungen sind um T€ 75 oder 2,1 % leicht angestiegen, aufgrund der Investitionen des Geschäftsjahres 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um T€ 319 oder 3,0 % auf T€ 10.183. Dies ist überwiegend auf um T€ 170 niedrigere Aufwendungen für die Personalgewinnung und um T€ 168 geringere IT Lizenzkosten zurückzuführen. Die Zinserträge sind im Geschäftsjahr um T€ 338 auf T€ 346 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Zinsen für die Darlehen an die ATEM SD GmbH, Remscheid (nachfolgend "ATEM SD") zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen sind im Geschäftsjahr um T€ 505 auf T€ 920 angestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf gestiegene Zinsen für das variabel verzinsten Darlehen der CR NL BV zurückzuführen. Durch diese wesentlichen Einflussfaktoren schließt das Berichtsjahr mit einem Überschuss vor Ergebnisabführung von T€ 7.801 (Vorjahr T€ 7.327). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der CRL Germany Holding wird das gesamte Jahresergebnis an diese Gesellschaft abgeführt. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert den laufenden Geschäftsbetrieb im Wesentlichen aus eigenen Mitteln. Die Eigenkapitalquote hat sich von 19,4 % im Vorjahr auf 19,3 % verringert. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.077, wohingegen sich die sonstigen Rückstellungen um T€ 617 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 440 verringerten. Da sämtliche Rückstellungen und Verbindlichkeiten, mit Ausnahme längerfristiger Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen in Höhe von T€ 612 (Vorjahr T€ 692), innerhalb eines Jahres fällig sind, bestehen 79,7 % (Vorjahr 79,4 %) des Bilanzvolumens aus kurzfristigen Schulden. Die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit 46,6 % (Vorjahr 48,7 %). Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr zu 33,0 % durch das Eigenkapital gedeckt. Das Bankguthaben beläuft sich zum Stichtag auf T€ 7.036 (Vorjahr T€ 6.045). Am 18. März 2024 wurde ein Vertrag über die Aufnahme der CRL GmbH in das bestehende Cashpoolsystem des Cashpool-Headers Charles River Nederland II B.V., Leiden, unterzeichnet. Durch das Cashpoolsystem wird der Zugang zu finanziellen Mitteln vereinfacht. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 298 oder 0,5 % auf T€ 61.611. Aufgrund von planmäßigen Abschreibungen, insbesondere auf den durch die Verschmelzung entstandenen Geschäfts- und Firmenwert, verringerten sich die immateriellen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.139 auf T€ 21.781. Die Sachanlagen erhöhten sich aufgrund von Investitionen und geleisteten Anzahlungen um T€ 1.923 oder 19,5 % auf T€ 11.772. Die Finanzanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 265 auf T€ 2.568. In Höhe von T€ 263 ist dies auf die Wandlung eines Teildarlehensbetrages in Eigenkapital auf Ebene der ATEM SD zurückzuführen. Die Vorräte bewegen sich auf Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um T€ 1.160 auf T€ 8.466, wovon ein Rückgang von T€ 307 auf noch nicht abgerechnete, aber fertiggestellte Leistungen entfällt. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Darlehen und Zinsforderungen an die ATEM SD und erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.088 auf T€ 1.848. Dies ist auf ein am 20. Februar 2023 vereinbartes Wandeldarlehen zurückzuführen, welches den ursprünglichen Betrag erhöhte. Die flüssigen Mittel sind um T€ 991 auf T€ 7.036 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch das laufende Geschäft begründet. Auf der Passivseite zeigt sich das Eigenkapital aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages unverändert zum Vorjahr. Die Steuerrückstellungen betreffen weiterhin ausschließlich Steuern für den Veranlagungszeitraum 2021, also Steuern, für die im Jahre 2022 auf die CRL GmbH verschmolzene Charles River Discovery Research Services Germany GmbH, Freiburg . Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um T€ 617 auf T€ 3.306. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für Subunternehmer (- T€ 228) und auf geringere personalbezogene Rückstellungen zurückzuführen (- T€ 192). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um T€ 440 oder 14,6 % auf T€ 2.577. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um T€ 1.077 auf T€ 33.783 im Wesentlichen bedingt durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um T€ 122 oder 22,1 % auf T€ 675. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung von sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern um T€ 96 zurückzuführen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens - , Finanz - und Ertragslage Aufgrund der detaillierten Erläuterungen zur Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 in den vorherigen Abschnitten ist der Geschäftsverlauf bzw. die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen als zufriedenstellend zu beurteilen. 2. Chancen der zukünftigen Entwicklung, Risiken und Prognose2.1 Darstellung des Risikomanagementsystems Das Risikomanagementsystem setzt sich aus dem internen Kontrollsystem und einem Controlling System zusammen. Eine monatliche Gewinn- und Verlustrechnung ist Bestandteil dieses Systems. Dies ist die Grundlage eines standardisierten monatlichen Reportings, um Risikohinweise zeitnah aufnehmen und Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig einleiten zu können. Ferner legen wir großen Wert auf eine detaillierte und sorgfältige Jahresplanung unserer Umsätze, Investitionen, Anzahl der Mitarbeiter, des Budgets sowie der Zahlungsströme und Liquidität. In Form des monatlichen Berichtswesens werden diese Kennzahlen regelmäßigen Abweichungsanalysen in Form von Soll-Ist-Vergleichen unterzogen. Abweichungen werden analysiert und innerhalb der Geschäftsleitung diskutiert. Ziel ist es, geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen im Falle von negativen Planabweichungen festzulegen und umzusetzen. Die CRL GmbH ist in das Standardreporting nach US-GAAP in den Charles River Konzern eingebunden. Dies umfasst neben Monatsabschlüssen ein umfangreiches Reporting- und Planungsmodul, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Da wir ein Teil des Charles River Konzerns sind, handeln wir nach Vorgabe des Konzerns. Dieser ist entschlossen, seine Geschäfte und Aktivitäten mit Integrität, Transparenz und Rechenschaftspflicht nach etablierten Standards von New York Stock Exchange, Sarbanes-Oxley Act von 2002, usw. zu betreiben. 2.2 Risiken der künftigen Entwicklung Die hier aufgeführten Risiken sind anhand absteigender Bedeutung und negativer finanzieller Auswirkung auf die Gesellschaft dargestellt. Das operative Umfeld der CRL GmbH ist durch ausgeprägten Wettbewerb und rapide technische/wissenschaftliche Veränderungen, aktuell vor allem im Bereich der New Modalities (neue Modalitäten, z.B. neue Therapiearten), die mehr und mehr an Relevanz und Einfluss gewinnen, gekennzeichnet. Der Erfolg der Charles River Laboratories Germany GmbH hängt in hohem Maße davon ab, inwieweit es gelingt, derzeitige und künftige Verfahren kosteneffizient und schnell zu entwickeln und zu vermarkten. Dies stellt in unseren Augen das Hauptrisiko der Gesellschaft dar. Die GLP-/GMP-Zertifizierung ist für die Gesellschaft an den Standorten Erkrath und Köln von entscheidender Bedeutung, da ohne diese Zertifizierung die Kunden die Ergebnisse der Analysen nicht verwerten können. Durch einen Verlust der GLP-/GMP-Zertifizierung könnten Aufträge von Kunden ausbleiben. Daher ist Charles River Laboratories Germany GmbH bestrebt, die Erfordernisse, die im Zusammenhang mit der GLP-/GMP-Zertifizierung stehen, weiterhin zu erfüllen und die in regelmäßigen Abständen erfolgenden Inspektionen durch die zuständigen Behörden zu bestehen. Weitere Zertifizierungen bestehen nicht, jedoch sind für Arbeiten mit genetisch modifizierten Organismen und biologische Analysen unter bestimmten Sicherheitsbedingungen Genehmigungen seitens der Behörden notwendig. Ein weiteres Risiko und eine herausragende Stellung für den wirtschaftlichen Erfolg liegt, wie bei allen Technologieunternehmen, in der Leistung und der Qualifikation der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen und deren Bindung an das Unternehmen. Die Effizienz der Mitarbeiter im Umgang mit den jetzt validierten Analyseverfahren ist ein entscheidender Faktor im Hinblick auf die künftige Ertragslage des Unternehmens. Die effektive Steuerung des raschen Wachstums und der einhergehenden Organisation der Gesellschaft stellen eine Herausforderung dar, der wir mit gezielten Maßnahmen, wie zum Beispiel mit Schulungen vorbeugen. Unser Geschäft könnte durch einen erheblichen Rückgang der Ausgaben für die Arzneimittelforschung und -entwicklung bei Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie bei akademischen Einrichtungen, staatlichen Labors oder privaten Stiftungen beeinträchtigt werden. Ebenso wirken sich wirtschaftliche Faktoren und Branchentrends, die unsere Kunden in diesen Branchen betreffen, auf ihre F&E-Budgets und damit auch auf unser Geschäft aus. Zu unseren Kunden gehören Forschungsabteilungen von Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Unsere Fähigkeit, weiter zu wachsen und neue Aufträge zu gewinnen, hängt zum großen Teil von der Fähigkeit und Bereitschaft der Pharma- und Biotechnologiebranche ab, weiterhin in den nichtklinischen F&E-Phasen (und insbesondere für die Entdeckung und Sicherheitsbewertung) in Moleküle zu investieren und Dienstleistungen, die wir anbieten, extern zu vergeben (Outsourcing). Darüber hinaus suchen unsere Kunden (insbesondere größere biopharmazeutische Unternehmen) weiterhin nach Möglichkeiten, die Rendite ihrer Investitionen zu maximieren, wobei der Schwerpunkt auf der Senkung der F&E-Kosten pro Arzneimittelkandidat liegt. Schwankungen in der Höhe der Ausgaben in jeder Phase der F&E-Budgets der Forschungsabteilungen verschiedener Organisationen könnten sich erheblich auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen und somit auf die Umsatzerlöse der CRL GmbH auswirken. Die verfügbaren Finanzmittel für Kunden aus der Biotechnologiebranche können von den Kapitalmärkten, den Investitionszielen der Risikokapitalgeber und den Prioritäten der Sponsoren aus der biopharmazeutischen Industrie beeinflusst werden. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Forderung nach deren permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Ansprüche an die eingesetzte Informationstechnologie und die IT-Infrastruktur. Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur begegnen wir möglichen Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-Systeme. Die Auslagerung des ERP Systems auf das in den USA gelegene IT-Center des Charles River Konzerns trägt dazu bei, Synergien zu nutzen und die IT-Sicherheit zu gewährleisten. Dem steigenden Risiko von Cyberkriminalität begegnen wir mit regelmäßigen Updates unserer Sicherheitssoftware und Firewalls sowie mit Schulungen unserer Mitarbeiter. Die Gesellschaft ist bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind verschiedene Maßnahmen etabliert. Die CRL GmbH ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich generelle Preiserhöhungen durch Inflation oder andere Ereignisse negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der CRL GmbH auswirken. Sollte die geopolitische Lage in Osteuropa weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern, könnte dies zu einem weiteren deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten führen, und eine nachhaltige Störung in Lieferketten und Nachfrage verursachen. 2.3 Chancen für die künftige Entwicklung Die nachfolgend aufgeführten Chancen führen wir entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger positiver) finanzieller Auswirkungen auf. Die CRL GmbH ist davon überzeugt, dass die Weiterentwicklung und Komplettierung des Angebotsportfolios zum so genannten "One Stop Shop" in Verbindung mit der GLP-/GMP-Zertifizierung, an den Standorten Erkrath und Köln, als entscheidender Wettbewerbsvorteil mit weltweitem Alleinstellungscharakter wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen wird. Die etablierten Pharmaunternehmen und die Tendenz bei "Big Pharma", weitere Dienstleistungen extern zu vergeben (Outsourcing), werden zu einer stetig wachsenden Nachfrage nach unseren Dienstleistungen führen. Besonders für die Märkte Indien, Südkorea und Japan erwarten wir weiter deutliche Wachstumsimpulse. Diese Märkte werden seit nunmehr fast 10 Jahren von uns mit unseren ausländischen Vertriebspartnern intensiv bearbeitet. Inwieweit durch die weltweite Vertriebs- und Niederlassungspräsenz von Charles River für uns Umsatzzuwächse realisiert werden können, bleibt abzuwarten. Es soll auch ermöglicht werden, das Verfahren des am stärksten wachsenden Bereichs in Erkrath (Virologie) auch in Köln anbieten zu können, wodurch weiteres Wachstum unterstützt werden kann. Notwendige Zertifizierungsupgrades von Laboren werden dafür durchgeführt. Zusätzlich zur Ausdehnung des Leistungsportfolios vom Standort Erkrath nach Köln bieten aktuelle Projekte in Bezug auf die Optimierung von Fertigstellungszeiten und dem Materialeinsatz und damit einhergehender Reduzierung des Personal- und Laboraufwands Chancen zur Kundengewinnung und Rentabilitätssteigerung. Profitieren wird das Unternehmen zusätzlich von dem Trend, dass amerikanische und asiatische Produzenten ihre Wirkstoffe auf dem europäischen Markt zulassen wollen. Die Bereiche Zellbankcharakterisierung, Bioassays, Virussicherheit und Molekularbiologie (PCR) sowie die präklinische onkologische Forschung werden auch im kommenden Geschäftsjahr, in Verbindung mit einer optimierten Ressourcennutzung, einen großen Beitrag zum Umsatz- und Ertragswachstum leisten. Die Beteiligung an der ATEM SD soll es ermöglichen, einen höheren Kundennutzen zu generieren und eine Beschleunigung im Bereich der Wirkstoffforschung herbeizuführen. Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die Chancen und Risiken der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert haben. Derzeit sind weder existenzgefährdende Risiken zu erkennen, noch liegen Anzeichen für Risikofaktoren vor, die eine wesentliche Verschlechterung der Unternehmenslage erkennen lassen. 2.4 Prognose Der Auftragseingang für Biologics (Erkrath und Köln) zeigt sich stabil, mit leicht positiven Tendenzen. Im Jahr 2023 betrug der gesamte Auftragseingang € 44,5 Mio (2022: € 44,3 Mio). Stand Juli 2024 beträgt der gesamte Auftragseingang für das Jahr 2024 bereits € 32,7 Mio. Der gesamte Auftragseingang für den Bereich Discovery (Freiburg) betrug im Geschäftsjahr 2023 € 12,7 Mio nach € 10,6 Mio in 2022. Stand Juli 2024 beträgt der gesamte Auftragseingang für das Jahr 2024 bereits € 8,9 Mio. Die Geschäftsführung erwartet laut der aktuellen Planung, die sowohl allgemeine Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung sowie spezielle Prognosen unter Berücksichtigung spezieller Branchenkenntnisse berücksichtigt, für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich Biologics von ca. 0,5 % und einen Anstieg der Umsatzerlöse im Bereich Discovery von ca. 2,6 %. Es wird ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von € 7,8 Mio erwartet. Am 29. Januar 2024 wurde eine Betriebsvereinbarung zum Stellenabbau mit dem Betriebsrat geschlossen. Insgesamt wird beläuft sich das Volumen des Sozialplans auf ca. € 1,4 Mio. Eine Rückstellung hierfür wurde im Geschäftsjahr 2023 noch nicht gebildet, da zum 31. Dezember 2023 noch keine Außenverpflichtung vorgelegen hat. Der Gesamtplan und die Parameter wurden erst mit Zustimmung des Betriebsrats und durch die Schließung der Vereinbarung am 29. Januar 2024 konkret. Mit den betroffenen Mitarbeitern wurden ab Februar 2024 erste Gespräche geführt. Das Ergebnis 2024 wird durch diese Aufwendungen belastet. Die Alleingesellschafterin Charles River Laboratories, Research Models and Services, Germany GmbH, Sulzfeld, hat per Gesellschafterbeschluss vom 20. März 2024 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der CRL GmbH in Höhe von € 25,5 Mio. beschlossen. Bei Würdigung der Darstellung der zukünftigen Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass tatsächliche Ergebnisse von den dargelegten Erwartungen abweichen können.
Erkrath, den 30. August 2024 Charles River Laboratories Germany GmbH Die Geschäftsführung Martin Volmer Kerstin Susanne Dolph Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Charles River Laboratories Germany GmbH (nachfolgend "CRL GmbH") hat ihren Sitz in Erkrath und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal (HR B Reg.Nr. 21480). Die CRL GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode (pro rata temporis), im Zugangsjahr zeitanteilig, und ggf. um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauern zur Bemessung der Abschreibungen werden drei bis fünf Jahre festgelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 24.470, der durch die Verschmelzung der Charles River Discovery Research Services Germany GmbH mit der CRL Holding Germany GmbH zum 1. Januar 2022 entstanden ist, wird über eine individuell eingeschätzte Nutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer ergibt sich insbesondere aus Erfahrungswerten bezüglich einer Bandbreite von Planungshorizonten, die bei Bewertungen und Transaktionen vergleichbarer Unternehmen angewendet werden. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig. Folgende Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt: Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 14 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 14 Jahre und Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden gemäß § 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten bzw. gemäß § 253 Abs. 4 HGB den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt im Wege der Einzelbewertung. Auf überalterte und ungängige Gegenstände werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um teilfertige Arbeiten, die auftragsbezogen hergestellt bzw. geleistet werden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu den dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Herstellungskosten. Diese enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Gemeinkosten werden auf Basis der Zuschlagskalkulation ermittelt. Wertminderungen werden vorgenommen, sollte sich ein niedrigerer beizulegender Wert zum Bilanzstichtag ergeben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Darüber hinaus werden für konkrete Ausfallrisiken einzelfallbezogene Wertberichtigungen gebildet. Am Bilanzstichtag fertiggestellte, noch nicht gegenüber dem Kunden abgerechnete Leistungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Vorauszahlungen, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind entsprechend des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Archivierungskosten wurde eine Aufbewahrungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den erhaltenen Anzahlungen ist der Erfüllungsbetrag der Nennbetrag der Anzahlungen, die zugeflossen sind. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag existieren ausschließlich kurzfristige Fremdwährungsposten, die zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet werden. Dementsprechend beinhalten die im Anhang gemachten Angaben zu den Erträgen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sowohl unterjährig realisierte als auch unrealisierte Wechselkursgewinne und -verluste. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Alleingesellschafterin (Organträger). Entsprechend werden tatsächliche und latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag nicht im Jahresabschluss unserer Gesellschaft erfasst. 4. Angaben zur Bilanza) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 24.470, der durch die Verschmelzung der CR DRS mit der CRL Holding GmbH im Vorjahr entstanden ist, wird über eine individuell eingeschätzte Nutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben. Unter den Finanzanlagen wird eine unmittelbare Beteiligung an der ATEM SD GmbH, Haan (nachfolgend "ATEM"), in Höhe von 24,75 % am Stammkapital der Gesellschaft mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist bei einem Eigenkapital von T€ 1.462 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 772 aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die ITCC P4 gGmbH, Heidelberg, gegründet, die als wohltätigen Zweck die Förderung von Wissenschaft und Forschung hat, insbesondere bezüglich der Entwicklung neuer Krebsmedikamente für krebskranke Kinder und Jugendliche durch präklinische Forschung und Bewertung. Die CRL GmbH hat sich mit einem Betrag von T€ 4 am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt, was einer Beteiligung in Höhe von 14,65 % entspricht. Es ist noch kein Jahresabschluss verfügbar. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind am Bilanzstichtag fertiggestellte, noch nicht gegenüber dem Kunden abgerechnete Leistungen von T€ 1.098 (Vorjahr T€ 1.405) ausgewiesen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Mietkautionen in Höhe von T€ 797 (Vorjahr T€ 797) innerhalb eines Jahres fällig. Bei einem Betrag in Höhe von T€ 358 besteht eine Verfügungsbeschränkung, da diese bei der Deutschen Bank als Sicherheit für eine begebene Mietbürgschaft dient. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 2.305, Vorjahr T€ 2.251). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, aus dem Finanzverkehr und betreffen ein Wandeldarlehen, das an die ATEM begeben wurde, zuzüglich der darauf entfallenden abgegrenzten Zinsen. Es besteht eine Option dieses Darlehen in Geschäftsanteile umzuwandeln. In 2023 erfolgte mit Vertrag vom 21. Februar 2023 eine Erhöhung des Darlehensbetrags. Mit dem am 17. August 2023 im Rahmen einer Finanzierungsrunde auf Ebene der ATEM abgeschlossenen notariellen Investitions- und Gesellschaftervertrag hat die CRL an der Erhöhung des gezeichneten Kapitals durch die Ausgabe neuer Anteile in Höhe von T€ 1 teilgenommen. Die Beteiligungsquote wurde beibehalten. Darüber hinaus wurde vereinbart, einen Teil des oben genannten Wandeldarlehens in Höhe von T€ 263 in die Kapitalrücklage der ATEM umzuwandeln bzw. einzustellen. c) Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital (= Stammkapital) beträgt T€ 699. d) Rückstellungen Die Rückstellungen für Steuern betreffen ausschließlich Steuern für den Veranlagungszeitraum 2021, also Steuern die vor dem durch die Verschmelzung erfolgten Einbezug in die steuerliche Organschaft entstanden sind. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (T€ 1.357; Vorjahr T€ 1.549), Rückstellungen für Kundenprovisionen (T€ 928, Vorjahr T€ 925), Rückstellungen für Subunternehmer (T€ 386; Vorjahr T€ 614), Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 221, Vorjahr T€ 283), Rückstellungen für Archivierungskosten (T€ 156, Vorjahr T€ 179) und Rückstellungen zur Abgrenzung der Miete (T€ 63; Vorjahr T€ 102). e) Verbindlichkeiten Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden T€ 721 (Vorjahr 808) Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen, wovon T€ 612 (Vorjahr T€ 692) erst nach einem Jahr fällig werden, ausgewiesen. Insgesamt T€ 234 (Vorjahr T€ 329) werden davon erst nach 5 Jahren fällig. Darüber hinaus sind sämtliche Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 1.199 (Vorjahr T€ 30) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 19.954 (Vorjahr T€ 20.815) aus dem Finanzverkehr. Darüber hinaus resultieren T€ 12.630 der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der CRL Germany Holding (Vorjahr T€ 11.843) sowie Verbindlichkeiten aus sonstigen Verrechnungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 18). Der in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltene Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin beläuft sich auf T€ 80 (Vorjahr T€ 12). Dieser besteht ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden in folgenden Tätigkeitsbereichen erzielt (in TEUR):
Die Umsatzerlöse wurden in folgenden geografischen Regionen erzielt (in TEUR):
b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 231 (Vorjahr T€ 536). Es sind T€ 344 (Vorjahr T€ 174) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten, die periodenfremd sind. c) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 359 (Vorjahr T€ 458). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht enthalten. c) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen T€ 26 (Vorjahr T€ 0) auf Erträge aus der Abzinsung der Rückstellung für Archivierungskosten. Es sind wie im Vorjahr keine Zinserträge aus verbundenen Unternehmen enthalten. e) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 899 (Vorjahr T€ 390). 6. Sonstige Angabena) Geschäftsführung Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. b) Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten des gesamten Unternehmens entwickelte sich nach Gruppen wie folgt:
c) Abschlussprüferhonorar Das mit dem Abschlussprüfer vereinbarte Honorar in Höhe von T€ 110, zuzüglich Reisekosten und Auslagen, entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. d) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Gebäude, Büromaschinen und Fahrzeuge) in folgender Höhe (alle Angaben in T€):
Die Miet- und Leasingverträge betreffen hauptsächlich die Mietverträge für die Gebäude in Erkrath, Köln und Freiburg sowie Leasingverträge für Fahrzeuge und Büromaschinen. In allen Fällen handelt es sich um Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in einer geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Zum Bilanzstichtag sind keine derartigen Risiken bekannt. Außer diesen Verträgen existieren keine weiteren, nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. e) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Nachfolgend sind alle im Geschäftsjahr 2023 getätigten Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen aufgeführt:
f) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Charles River Laboratories International Inc., Wilmington/USA ("Charles Inc."), einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von konsolidierten Unternehmen der Charles Inc. aufstellt. Der Konzernabschluss wird veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschaft in Wilmington beim örtlichen Handelsregister erhältlich. Der Konzernabschluss wird außerdem unter CIK Nummer 0001100682 bzw. New York Stock Exchange (NYSE) ticker symbol (ACAS) bei der Securities and Exchange Commission, New York/USA, (SEC) offengelegt. 7. NachtragsberichtAm 29. Januar 2024 wurde eine Betriebsvereinbarung zum Stellenabbau mit dem Betriebsrat geschlossen. Insgesamt beläuft sich das Volumen des Sozialplans auf ca. € 1,4 Mio. Eine Rückstellung hierfür wurde im Geschäftsjahr 2023 noch nicht gebildet, da zum 31. Dezember 2023 noch keine Außenverpflichtung vorgelegen hat. Der Gesamtplan und die Parameter wurden erst mit Zustimmung des Betriebsrats und durch die Schließung der Vereinbarung am 29. Januar 2024 konkret. Mit den betroffenen Mitarbeitern wurden ab Februar 2024 erste Gespräche geführt. Die Alleingesellschafterin Charles River Laboratories, Research Models and Services, Germany GmbH, Sulzfeld, hat per Gesellschafterbeschluss vom 20. März 2024 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der CRL GmbH in Höhe von € 25,5 Mio beschlossen. Der Geldeingang auf dem Bankkonto erfolgte am 22. März 2024. Am 18. März 2024 wurde ein Vertrag über die Aufnahme der CRL GmbH in das bestehende Cashpoolsystem des Cashpool-Headers Charles River Nederland II B.V., Leiden, unterzeichnet. Durch das Cashpoolsystem wird der Zugang zu finanziellen Mitteln vereinfacht. Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung, die sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 hätten auswirken können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Erkrath, den 30. August 2024 Charles River Laboratories Germany GmbH Die Geschäftsführung Martin Volmer Kerstin Susanne Dolph Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Charles River Laboratories Germany GmbH, Erkrath Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Charles River Laboratories Germany GmbH, Erkrath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Charles River Laboratories Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. August 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Sabine Brose, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.10.2024 festgestellt. |
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