Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 153671
Eingetragen
4.11.2004
Branche
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische DienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen für Gastronomie und Hotelerie sowie Marketingleistungen und Beratung.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ronny Degenkolbe
seit 2.4.2025
Geschäftsführer
Volker Schmidt
seit 17.2.2021
Prokura
Oliver Nordmann
seit 17.12.2020
Geschäftsführer
Thomas Arndt
seit 9.10.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
O.N. ECHT Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nordmann Beteiligungs GmbH

Stralsund

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Nordmann Beteiligungs GmbH, Stralsund

A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns

Die Nordmann-Gruppe ist ein führender Anbieter in der deutschen Getränkebranche, wobei der Schwerpunkt auf der Belieferung von sogenannten HORECA (Hotel/ Gastronomie/ Catering) Kunden sowie der Eventbranche liegt. Die Nordmann-Gruppe ist im norddeutschen Raum Deutschlands mit eigenen Marken, Gastronomiebetrieben bzw. Getränkefachgroßhandlungen vertreten und wird durch die Geschäftsführer der Nordmann Unternehmensgruppe GmbH gesteuert.

Neben Getränkefachgroßhandlungen an den Standorten Hamburg, Stralsund und Wildeshausen, der ECHT Gastro Partner Verbundgruppe gehören die Ratsherrn Brauerei, drei Gastronomiebetriebe (Berlin, Hamburg und Stralsund) sowie eine Getränkeabholmarktgesellschaft zu den wesentlichen Unternehmen der Nordmann-Gruppe. Die Getränkefachgroßhandlungen beliefern im wesentlichen HORECA und Event-Kunden in den Regionen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Die Anfang 2020 initiierte ECHT Gastro Partner Verbundgruppe bündelt die Interessen von Individualgastronomen und versteht sich als Gegengewicht zur Systembediengastronomie. Sie unterstützt ihre inzwischen über 100 Partnergastronomen insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Einkauf, Finanzierung und Community. Die Produkte der Ratsherrn Brauerei sind vor allem in ihrem Heimatmarkt Hamburg insbesondere in der Gastronomie zu finden. Die drei gastronomischen Betriebe mit ihrem Brauhauscharakter zählen zu den Größten in ihren Regionen.

Die Nordmann-Gruppe verfügt insgesamt über eine günstige Marktstellung. Zur Steuerung der vielfältigen Aktivitäten innerhalb der Nordmann-Gruppe gibt es ein Management-Informationssystem, das die Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzierung aller Unternehmensbereiche im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan im Detail darstellt. Auf Abweichungen wird zügig mit Gegenmaßnahmen reagiert. Darüber hinaus wird einmal jährlich eine detaillierte operative Unternehmensplanung erstellt und rollierend im Rahmen von Forecasts aktualisiert. Im Zusammenhang mit dieser operativen Unternehmensplanung werden mit allen Führungskräften der Unternehmensgruppe Ziele und Maßnahmen vereinbart und diese aufeinander abgestimmt. Wesentliche Veränderungen bei den Leistungsindikatoren gibt es nicht. Im Rahmen einer rollierenden Mehrjahresplanung wird die Strategie der Unternehmensgruppe verabschiedet, die Schwerpunkte der weiteren Marktentwicklung, die wesentlichen Investitionen sowie die Risikostrategie festgelegt.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft und dabei insbesondere das Gastgewerbe sowie der klassische Einzelhandel, wurden nach 2020 auch im Jahr 2021 durch die COVID-19-Pandemie schwer getroffen. Nach einem pandemiebedingten Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) im Jahr 2020 um 4,9% erholte sich das BIP im Jahr 2021 und stieg um 2,7%. Die Konjunktur konnte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland trotz COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen im Jahr 2021 zum Teil erholen. Für den Anstieg des BIP waren dabei vor allem das verarbeitende Gewerbe (+4,4%) sowie die Dienstleistungsbereiche Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros (+5,4%) verantwortlich. Die privaten Konsumausgaben als dritte wesentliche Säule der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung stabilisierten sich auf dem Niveau von 2020 und waren damit jedoch noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Dem gegenüber waren die Konsumausgaben des Staates auch im Jahr 2021 die Wachstumsstütze in Deutschland und stiegen um weitere 3,4%. Mit 44,9 Millionen (im Vj. 44,8 Millionen) Erwerbstätigen in Deutschland gab es der Anzahl nach kaum Veränderungen. Allerdings gab es hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche der Erwerbstätigen deutliche Verschiebungen. Hier standen sich Beschäftigungsgewinne in den Bereichen Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %) und Beschäftigungsverluste im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu (-1,8 %) gegenüber.[1]

Die Umsätze der Getränkefachgroßhandelsbranche stiegen im Vergleich zu 2020 um real 2,7%. Dabei standen sich ein Anstieg der Absätze und Umsätze im Getränkeabholmarkt (GAM) und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sowie ein weiterer Rückgang der Umsätze im Gastgewerbe gegenüber. Die Umsätze im GAM/ LEH Segment stiegen dabei real um 0,3%. Dem gegenüber sanken die Umsätze der HORECA Kunden und der Eventbranche aufgrund der coronabedingten fast siebenmonatigen Schließung (Januar bis Ende Mai sowie November, Dezember im Teillockdown) sowie der Tatsache, dass auch im Jahr 2021 so gut wie keine Events stattfinden konnten, im Jahr 2021 um weitere 2,2%. Damit setzte das Gastgewerbe im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 real 40,3% weniger um.[2]

Auch die Bierbranche musste im 2. Corona-Krisenjahr wieder massive Einbußen hinnehmen. Im Jahr 2021 ging der Inlandsbierabsatz im Vergleich zum Rekordminus des Vorjahres um nochmals 3,4% zurück. Damit beträgt der Rückgang des Inlandbierabsatzes im Vergleich zum Vorkrisenniveau insgesamt 8,6%.[3]

Im Bereich der alkoholfreien Getränke waren im Jahr 2021 ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen. Laut Jürgen Reichle, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), betrug der Absatzrückgang für alkoholfreie Getränke im Vergleich zum Vorjahr rund 6%.[4]

Hohe Umsatzeinbußen durch pandemiebedingte Auflagen bremsten die Digitalisierungspläne im abgelaufenen Geschäftsjahr im Gastgewerbe deutlich aus. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen hat sich der Digitalisierungsindex des Gastgewerbes bei einem Indexwert von 57 von 100 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Unabhängig davon wollen 91 % der Unternehmen im Gastgewerbe weiter in ihre Digitalisierung investieren: 48 % gleichbleibend, 43 % durchschnittlich, 25 % stärker als im Vorjahr.[5]

Zukünftig muss wegen der schwierigen Rahmenbedingungen die Professionalität des Getränkefachgroß- sowie Getränkeeinzelhandels weiter zunehmen. So geht der Bundesverband des deutschen Getränkefachgroßhandels e. V. davon aus, dass zwischenbetriebliche Kooperationen im Getränkefachgroßhandel, wie die der Team Beverage AG, weiter systematisch vorangetrieben werden und es einen steigenden Trend zu Konzentrationen in der Getränkefachgroßhandelsbranche geben wird. Insofern ist der Getränkegroß- und -einzelhandel gefordert, Stärken aus- und Schwächen abzubauen. Nur so verbessert sich die Chance des Getränkefachgroßhandels, sich dauerhaft am Markt zu behaupten. Auch im abgelaufenen Jahr reduzierte sich die Anzahl der Getränkefachgroßhandlungen durch Übernahmen bzw. Fusionen und freiwillige Betriebsaufgaben sowie Insolvenzen.

Der Konzern sieht sich in einer stabilen Wettbewerbssituation und ist gut im Markt als Anbieter für Getränke und Digitalisierung aufgestellt.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2021 hat sich in Anbetracht der gegebenen Bedingungen der anhaltenden Corona-Pandemie im Wesentlichen entsprechend der Planung entwickelt. Das der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 zugrunde gelegte EBIT in Höhe von €-2,0 Mio. berücksichtigte dabei neutrale Effekte (insbesondere Corona-Finanzhilfen des Bundes) und war im Geschäftsverlauf durch die ggü. dem Plan stärkeren Corona Restriktionen gekennzeichnet. Allerdings kam es hierdurch im Vergleich zur Planung aufgrund dieser Beschränkungen zu höheren Erträgen aus Corona-Finanzhilfen (Überbrückungshilfe III+) und einem geringer als geplanten Anstieg der Umsatzerlöse (+ € 2,6 Mio. bzw. + 3,1 %). Ursächlich für diese Entwicklung waren insbesondere die nur schrittweisen Lockerungen, welche zu einer Verlangsamung der Marktbelebung geführt haben sowie die auf Grund steigender Fallzahlen mit Beginn des vierten Quartals fortbestehenden Restriktionen und Teilschließungen im Gastronomie- und Hotelleriebereich. Ebenso konnte der Eventbereich nach wie vor pandemiebedingt nicht wie geplant bearbeitet werden. Die in den Sommermonaten generierte positive Ergebnisentwicklung konnte den langen Zeitraum der Restriktionen durch staatliche Auflagen sowie Schließungsphasen im Frühjahr und im Winter nicht kompensieren. Das operative Ergebnis (ohne neutrale Effekte, insbesondere Corona-Finanzhilfen in Höhe von € 9,1 Mio.) für 2021 ist infolgedessen mit € -10,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ -11,1 Mio.) verbessert, ist aber weiterhin deutlich negativ. Gleichwohl schließt das Geschäftsjahr mit einem Konzernjahresergebnis von € -1,0 Mio. gegenüber € -14,8 Mio. im Vorjahr unter Berücksichtigung von Corona-Finanzhilfen erheblich besser ab.

Im Einzelnen ist die Ergebnisentwicklung 2021 unter den gegebenen Rahmenbedingungen bei einem um € 2,6 Mio. (+3,1 %) auf € 86,2 Mio. gestiegenen Umsatz und einer insgesamt um 4,4 % verbesserten Materialaufwandsquote positiv zu sehen. Das Rohergebnis erhöhte sich dabei um insgesamt € 4,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf € 23,7 Mio. Insbesondere die Rückkehr des Gastronomiegeschäftes hat sich positiv auf die Bereiche Fachgroßhandel, Brauerei und Braugasthäuser ausgewirkt. Der Verbesserung der Materialaufwandsquote stand bei einer leicht gesunkenen Personalaufwandsquote von 19,6 % auf 18,9 % ein Anstieg der um neutrale Effekte bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 2,8 Mio. bzw. 25,5 % gegenüber. Von den Regelungen des Kurzerbeitergeldes wurde weiter Gebrauch gemacht, so das hier Einsparungen möglich waren. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen steht neben einem allgemeinen Anstieg des Preisniveaus vornehmlich im Zusammenhang mit einer Erhöhung der Mietaufwendungen, der Aufwendungen für Rechts- und Beratungsleistungen sowie aus Erstkonsolidierungseffekten. Bei im Vergleich zum Vorjahr um € 0,1 Mio. gestiegenen, um neutrale Effekte bereinigte, sonstige betrieblichen Erträge sowie um € 0,6 Mio. erhöhte Abschreibungen hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) insgesamt um € 1,1 Mio. auf € -10,0 Mio. verbessert. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die aufbereitete Darstellung zur Ertragslage (C.3.) verwiesen.

3. Umsatzentwicklung

Nach wie vor wird unser Betrieb im Wesentlichen von vier Umsatzsäulen getragen:

1. Großhandel von Getränken

2. Herstellung von Bier

3. Betreiben von Gastronomiebetrieben

4. Einzelhandel mit Getränken

Die Umsätze unseres Konzerns betrugen im abgelaufenen Jahr € 86,2 Mio. Sie betreffen mit 72,7 % den Großhandel, mit 9,8 % die Herstellung von Bier, mit 5,3 % den Betrieb von Gastronomiebetrieben und mit 5,1 % den Einzelhandel. Die verbleibenden 7,1 % entfallen auf übrige Umsätze. Wir gehen von einer guten Auftragslage für unseren Konzern aus.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Beurteilung der geschäftlichen Entwicklung verwendet die Nordmann-Gruppe als wichtigsten finanziellen Leistungsindikator das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA). Darüber hinaus steuert die Gesellschaft unverändert zum Vorjahr nach den Indikatoren Umsatzerlöse und Free Cashflow.

5. Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres in die immateriellen Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf insgesamt € 3,8 Mio. und betrafen unter anderem mit € 1,6 Mio. unsere immateriellen Vermögensgegenstände für unsere Digitalisierungslösungen für die HORECA Branche, mit € 0,2 Mio. Investitionen in ein neues Lagerverwaltungssystem an unseren Großhandelsstandorten, mit € 0,8 Mio. Investitionen in die Ratsherrn-Brauerei und mit € 0,3 Mio. unsere Betriebs- und Geschäftsausstattung.

6. Finanzierung

Die Gesellschaften der Nordmann-Gruppe sind durch Ergebnisabführungsverträge, durch das Cash-Pooling sowie durch die gemeinschaftliche Haftung von Gesellschaften der Nordmann-Gruppe miteinander verbunden. Hierbei agiert im Wesentlichen die Nordmann Unternehmensgruppe GmbH, Stralsund, als Finanzkoordinator.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Jahr 2022, der jetzigen Finanzierungsstruktur, der Berücksichtigung der Gewährung von Corona-Finanzhilfen des Bundes und auf Basis der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung gehen wir davon aus, dass die finanzielle Stabilität des Konzerns ab 2022 wieder zunehmen wird und der Fortbestand des Konzerns gesichert ist.

Zudem wurden von den zum 31. Dezember 2021 als kurzfristig ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten innerhalb des Aufstellungszeitraums Kredite in Höhe von insgesamt € 3,5 Mio. mittel- bis langfristig prolongiert.

7. Beschaffung

Der Wareneinkauf des Konzerns erfolgt nahezu ausschließlich zu fest vereinbarten Preisen von nationalen Brauereien und Brunnen. Erhebliche Preissteigerungen waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Demgegenüber führten, wie in der Vergangenheit, Autobahngebühren zu einem höheren Kostendruck.

8. Mitarbeiterentwicklung und Umweltmanagement

Im Jahr 2021 ist die durchschnittliche Beschäftigtenzahl des Konzerns (Köpfe) von 473 leicht auf 469 zurückgegangen.

Der Umweltschutz nimmt seit Jahrzehnten einen wichtigen Platz ein. So sind wir in der Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern gemeinsam mit unseren Lieferanten bemüht, die angebotenen Waren, Produkte und Dienstleistungen immer umweltschonender zu gestalten. Darüber hinaus führen wir freiwillige Maßnahmen des vorbeugenden Umweltschutzes durch. So arbeiten wir, sofern es die Finanzverwaltung zulässt, papierlos. Um Autofahrten zwischen unseren Standorten zu vermeiden, halten wir unsere Besprechungen mittels Videokonferenz ab. Durch die Ersatzinvestitionen in einen neuen Fuhrpark tragen wir zu einer deutlichen CO 2-Reduktion bei.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

in € Mio. 2021 2020
Immaterielle Vermögensgegenstände 10 8,6
Sachanlagen 28,6 30,5
Finanzanlagen 8,3 9,5
Anlagevermögen 46,9 48,6
Vorräte 10,4 8,9
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 23,4 21,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5,8 6,7
Forderungen gegen Gesellschafter 0,7 0,4
Sonstige Vermögensgegenstände 16,9 14,8
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1,8 1,1
Umlaufvermögen 35,7 31,9
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,2
Aktive latente Steuern 2,3 0,1
Aktiva 85,1 80,9
in € Mio. 2021 2020
Eigenkapital 22,1 23,1
Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0 0,1
Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,8 0,9
Rückstellungen 5,6 4,1
Verbindlichkeiten 56,5 52,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41,6 37,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8,9 6,8
Sonstige Verbindlichkeiten 6 8,7
Passive latente Steuern 0 0
Passiva 85,1 80,9

Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2021 um € 4,2 Mio. auf € 85,1 Mio. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt einschließlich des Sonderpostens, der den Eigenmitteln zuzurechnen ist (70 %) zum 31. Dezember 2021 rd. € 22,7 Mio. Die Eigenmittelquote beträgt dabei rd. 26,7 %.

Neben dem Anlagevermögen mit € 46,9 Mio. bilden die um € 2,1 Mio. gestiegenen sonstigen Vermögensgegenstände bzw. um € 0,9 Mio. gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die wesentlichen Aktivposten. Die Passivseite ist neben dem um € 1,0 Mio. gesunkenen Eigenkapital durch die um € 4,4 Mio. gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, um € 2,1 Mio. gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die um € 2,7 Mio. gesunkenen sonstigen Verbindlichkeiten geprägt.

2. Finanzlage

Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen über langfristig abgeschlossene Rahmenkreditverträge, langfristige KfW Kredite im Rahmen der Corona-Finanzierungshilfen der Bundesregierung sowie sonstiger Darlehen.

Unsere Finanzlage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der im Rahmen der Pandemiehilfe ausgereichten KfW-Kredite als stabil anzusehen. Die Kapitaldienste bei den Kreditinstituten wurden planmäßig geleistet. Alle übrigen finanziellen Verpflichtungen wurden pünktlich, wenn möglich unter Inanspruchnahme von Skonto, beglichen.

Die Finanzlage ist gekennzeichnet durch einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 0,6 Mio., einen Cashflow aus Investitionstätigkeit von € -3,6 Mio., sowie einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit vom € + 3,8 Mio. Die Zuflüsse im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betreffen in voller Höhe KfW-Darlehen im Rahmen der Corona Hilfskredite.

Der Konzern weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Free Cash-Flow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + Cashflow aus der Investitionstätigkeit) von € - 3,0 Mio. auf.

Die Lieferantenverbindlichkeiten werden in der Regel unter Ausnutzung von Skonti gezahlt. Die Liquiditätslage ist gut. Die zur Verfügung gestellten Bankkredite und Darlehen im Verbundbereich reichten jederzeit aus, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

3. Ertragslage

Unsere Ertragslage endet im abgelaufenen Jahr mit einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von € 1,0 Mio. (i.Vj. Konzernjahresfehlbetrag € 14,8 Mio.).

in € Mio. 2021 2020
Umsatzerlöse (inkl. Bestandsveränderungen) 86,4 83,6
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,2 1,0
Gesamtleistung 87,6 84,6
Materialaufwand -63,8 -65,3
Rohergebnis 23,7 19,3
Sonstige betriebliche Erträge 1,1 0,9
Personalaufwand -16,5 -16,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14,3 -11,3
EBITDA (norm.) -5,9 -7,6
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -4,1 -3,5
Betriebsergebnis (EBIT) -10,1 -11,1
Finanzergebnis -0,9 -0,7
Neutrales Ergebnis 8,1 -3,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) -2,9 -15,6
Steuern 1,8 0,8
Konzernjahresfehlbetrag -1,0 -14,8

Bei der Entwicklung der Gesamtleistung (€ +3,0 Mio.) standen sich auf der einen Seite ca. sieben umsatzschwache Monate mit Restriktionen im Rahmen der COVID-19-Pandemie und auf der anderen Seite umsatzstarke Sommermonate, insbesondere in den Urlaubsregionen, unserem Hauptvertriebsgebiet, gegenüber. Dabei ist der Anstieg der Gesamtleistung auf margenstarke HORECA Umsätze zurückzuführen. Darüber hinaus führte eine konsequente Bereinigung unserer Artikelsortimente zu einem deutlich verbesserten Wareneinsatz. Dem entsprechend stieg bei einer verringerten Materialaufwandquote der Rohertrag überproportional um € 4,4 Mio. Die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Corona-Finanzhilfen des Bundes betrugen nach € 2,0 Mio. im Vorjahr € 10,7 Mio. und sind im neutralen Ergebnis enthalten. Nach Berücksichtigung der Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich mit € -5,9 Mio. ein um € 1,7 Mio. verbessertes EBITDA und unter Berücksichtigung von Abschreibungen ein um € 1,0 Mio. verbessertes Betriebsergebnis (EBIT). Der mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 vergleichbare Ist-EBIT Wert (inkl. neutraler Effekte im Wesentlichen Corona-Finanzhilfen) beträgt € -2,0 Mio. (Vorjahres Istwert: € -14,9 Mio.).

Das neutrale Ergebnis betrifft im Wesentlichen mit € 0,6 Mio. Wertberichtigungen und mit € 0,6 Mio. Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Neutrale Erträge aus Corona-Finanzhilfen des Bundes haben sich zudem in Höhe von € 10,7 Mio. (Vorjahr € 2,0 Mio.) positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Neutrale Aufwendungen aus Wertberichtigungen bzw. Zuführungen zu Rückstellungen und Weiterleitungsverpflichtungen an nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen jeweils im Zusammenhang mit Corona-Finanzhilfen haben das Ergebnis in Höhe von insgesamt € 1,6 Mio. belastet.

4. Abschließende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2021 beurteilen wir unter den gegebenen Rahmenbedingungen als insgesamt noch zufriedenstellend. Das Geschäftsjahr war weiterhin deutlich durch die Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie geprägt. Die Planungen für 2021 basierten auf der Annahme einer schrittweisen Lockerung der Beschränkungen ab Ende Mai 2021 und der Wiederöffnung der Hotel- und Gastronomiebranche bei gleichzeitiger Entspannung und Wiederbelebung des Marktes mit Überwindung der Pandemie. Mit dem unerwarteten Anstieg der Fallzahlen mit neuen Virusvarianten ab Herbst 2021 und damit einhergehenden Beschränkungen konnten jedoch unsere Ergebnisziele für das Geschäftsjahr zum Teil nicht mehr erreicht werden. Durch die insgesamt sieben monatige Schließung bzw. den starken Einschränkungen des Gastgewerbes, das Ausbleiben ausländischer Touristen sowie die Kontaktbeschränkungen in der übrigen Zeit, stiegen die Umsätze im Vergleich zu 2020 nur leicht und lagen damit weiterhin deutlich unter den Umsätzen von vor der COVID-19-Pandemie. Insbesondere durch die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung sowie durch erhebliche Anstrengungen hinsichtlich der Reduzierung von Kosten, wie teilweise Gehaltsverzichte unserer Geschäftsführer etc., ist es dennoch gelungen, eine erhebliche Verbesserung des Konzernjahresergebnisses mit € -1,0 Mio. gegenüber € - 14,8 Mio. zu erreichen.

D. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB

Auswirkung der Covid-19 Pandemie

Die anhaltende Entwicklung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden weitreichenden Einschränkungen, wie dem bis März 2022 angeordneten Teillockdown des Gastgewerbes, haben Einfluss in die Unternehmensplanung der Nordmann-Gruppe für das Jahr 2022 gefunden. Hierbei wurden die Effekte des Teillockdowns der Gastronomie sowie die Möglichkeiten der Kosteneinsparungen durch die oben genannten Maßnahmen sowie Unterstützung der Industrie und Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung einbezogen.

Auswirkung des Krieges in der Ukraine

Die russische Invasion in der Ukraine wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 stark belasten. So zeigen aktuelle Konjunkturprognosen, dass sich das BIP Wachstum mit 1,75% im Vergleich zu den ursprünglichen Prognosen halbiert hat. Produktionsstörungen, steigende Preise und vielfältige Verunsicherungen bremsen die wirtschaftliche Entwicklung. Vor allem höhere Kosten für Energie, Lebensmittel und Agrarprodukte treiben die Inflation aktuell in die Höhe. Die IW-Konjunkturforscher gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise in diesem Jahr um ca. 6 Prozent steigen werden. Um diesen Risiken, insbesondere der Inflation, entgegenzuwirken, können wir alle Preiserhöhungen unserer Zulieferer wie z.B. der Brauereien und Brunnen umgehend an unsere Kunden weitergeben, da wir keine Preisbindung mit unseren Kunden vereinbart haben. So geben wir beispielsweise mit unserem sogenannten "Dieselfloater-Model" in Abhängigkeit von der Entwicklung der Kraftstoffpreise seit März 2022 diese Kosten an unsere Kunden weiter.

Aufgrund dieser Planungen, der jetzigen Finanzierungsstruktur und unter Berücksichtigung weiterer Corona-Finanzhilfen des Bundes sowie auf Basis der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung gehen wir davon aus, dass die finanzielle Stabilität der Nordmann Unternehmensgruppe im Jahr 2022 sowie der Fortbestand der Gruppe trotz der oben genannten Belastungen gesichert sind. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurde von uns stets die Unternehmensfortführung der einbezogenen Gesellschaften angenommen.

Chancen und Risiken aus der COVID-19-Pandemie

In Abhängigkeit der Infektionszahlen und Impfquote in Deutschland ergeben sich folgende Chancen und Risiken:

• Wiedereröffnung der Gastronomie und die Rücknahme von weitreichenden Restriktionen

• Erlaubnis für die Durchführungen von Events, wie Konzerte und andere Großveranstaltungen

• Aufhebung der Reisebeschränkung und Wiederbelebung des internationalen Tourismus insbesondere für unsere Vertriebsgebiete Berlin und Hamburg

• Änderung des Arbeitsverhaltens durch Homeoffice und Videokonferenzen mit Auswirkungen auf die Reisetätigkeit als auch auf Kantinen und Gastronomiebetriebe

Chancen und Risiken des Krieges in der Ukraine

In Abhängigkeit der Dauer des Krieges und der sich daraus ergebenden Dauer der Sanktionen gegenüber Russland ergeben sich folgende Chancen und Risiken:

• Inflation insbesondere in den Bereichen Lebensmittel und Energiewirtschaft

• Zurückhaltendes Verbraucherverhalten aufgrund allgemeiner Preissteigerungen

• Verbesserung des Arbeitsmarktes, insbesondere im Bereich des Service in der Gastronomie durch Flüchtlinge aus der Ukraine

Chancen aus eigenen Maßnahmen und verbesserten Markt- und Umfeldbedingungen:

Der Deutsche Getränkemarkt entwickelt sich zunehmend in eine stärker oligopolistisch geprägte Richtung. Hierdurch werden die Marktteilnehmer außerhalb der Vertriebswege "TOP-LEH" & Discount gezwungen, über ihre "Route to Market" neu nachzudenken und nach alternativen Möglichkeiten zu suchen. Der Konsolidierungsdruck auf kleine und mittlere Marktteilnehmer im Einzel- wie Großhandel nimmt zu. Durch weiter zunehmende Marktmacht der "TOP-LEH" und die damit verbundene Forderung nach wachsenden Vermarktungszuwendungen drohen den Herstellern signifikante wirtschaftliche Nachteile ohne hierfür adäquate Gegenleistungen zu erhalten.

Als Spezialist in unseren Geschäftsfeldern haben wir unsere Stärke in den Bereichen Vertrieb, Vermarktung und Sortimentsvielfalt. Durch unsere regionale und überregionale Vertriebs- und Distributionsexpertise und durch die Vernetzung mit unseren GFGH-Partnerunternehmen bieten wir flächendeckenden Route to Market in vier lukrativen Geschäftsfeldern der Getränkebranche.

Der Konzern hat sich seit Jahrzehnten an den Anforderungen des Getränkemarktes ausgerichtet. Er ist insgesamt gut aufgestellt, um die sich auf dem Getränkemarkt bietenden Chancen frühzeitig zu erkennen und durch entsprechende Maßnahmen zu nutzen. Durch die Verzahnung von Kundengruppen und Vertriebswegen einerseits und speziell entwickelten Leistungsmodulen kann eine effizientere Marktbearbeitung gewährleistet werden.

Dies wird unterstützt durch die bereits heute existierende leistungsstarke IT-Landschaft, die aufgrund der Verzahnung der Leistungsmodule auf alle Kundendivisionen anwendbar und damit skalierbar ist.

• Die Kaufkraft in Deutschland ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg unseres Unternehmens und für weitere Wachstumschancen. Das gewachsene Bewusstsein für Qualität und die positive Grundstimmung der Verbraucher wird sich auch auf unseren Konzern weiterhin positiv auswirken.

• Gute Chancen für weiteres Wachstum sehen wir auch durch folgende Maßnahmen:

o Erhöhung der Bekanntheit

o Steigerung der Besucherfrequenz

o Erweiterung unseres Produktportfolios

o Neukundengewinnung

o Forcierung Online-Verkauf (E-Commerce)

o Belieferung von Großevents

o Fokussierung auf Produkte im Premiumbereich

• Unverändert wichtig ist, den Service-Gedanken weiterhin klar in den Vordergrund zu stellen. Freundliche Mitarbeiter, die für guten Service stehen, werden künftig unsere Umsätze sichern.

• Das relevante gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie einzelne relevante Märkte könnten sich insbesondere witterungsbedingt besser entwickeln als erwartet. Daraus resultierende Abweichungen würden sich positiv auf den Konzern auswirken. Unsere Marktposition und unsere strategische Ausrichtung eröffnen uns Chancen, von einer positiven Markt- und Konjunkturentwicklung zusätzlich zu profitieren. Aufgrund unserer Organisationsstrukturen können wir neue Chancen flexibel umsetzen.

• Die Fußball Weltmeisterschaft 2022 wird mit den dazugehörigen Events positive Impulse bezüglich unserer Umsatz- und Ertragsentwicklung geben.

Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

Insgesamt ist der Konzern so aufgestellt, dass die Risiken beherrschbar sind und die Chancen intensiv genutzt werden können. Die mit den Geschäftsaktivitäten verbundenen Risiken erläutern wir nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung:

• Die Entwicklung in der Getränkebranche ist nach wie vor von einem kontinuierlichen Trend hin zu weniger Unternehmen gekennzeichnet. Die Abhängigkeiten zwischen den Marktpartnern werden komplexer. Sowohl die Industriepartner als auch der Getränkefachgroßhandel selbst bündeln ihre Aktivitäten zunehmend in immer größeren Konglomeraten. Mit dieser Konzentration sind auch eine Abnahme der Verhandlungspartner und gleichzeitig eine Einengung der Wirkungsmöglichkeiten verbunden, womit der Druck auf der Ertragsseite kontinuierlich zunimmt. Verbunden mit diesem Druck erwarten wir für die Branche des Getränkefachgroßhandels (GFGH) auch weiterhin einen steigenden Liquiditätsbedarf, zur Erläuterung unserer Risiken aus der Finanzierungspolitik verweisen wir auf den separaten Abschnitt im Folgenden. Forciert wird dies auf der einen Seite durch die zurückhaltende Finanzierung der Brauereien, womit zunehmend diese Rolle auf den Getränkefachgroßhandel zukommen wird. Auf der anderen Seite führt die sich immer mehr etablierende "Aktionitis" der Brau- und Brunnenindustrie bezogen auf die Angebotspolitik zu deutlich höheren Saisonspitzen und forderungs- sowie bestandserhöhenden Effekten für den Getränkefachgroßhandel ohne nennenswerte Wertschöpfung.

• Folgende Risiken ergeben sich für uns aus dem Beschaffungsmarkt:

o Im Getränkemarkt können Lieferengpässe bzw. Preissteigerungen bei den Herstellern, steigende Energiekosten sowie Betriebsstörungen mit den daraus resultierenden verspäteten Warenlieferungen grundsätzlich zu Risiken führen. Die Risiken der Warenverfügbarkeit haben wir in den letzten Jahren reduzieren können. Durch eine bessere Disposition, eine verbesserte Absatzplanung, die verbesserte Abstimmung der Bedarfe mit unseren Lieferanten sowie einen punktuellen Aufbau der Warenbestände reduzieren wir die Risiken auf ein wirtschaftlich akzeptables Niveau. Darüber hinaus werden wir die Partnerschaften mit unseren Lieferanten weiter intensivieren, um die bestmögliche Lieferperformance zu gewährleisten. Aufgrund unseres kontinuierlichen Beschaffungs- und Qualitätsmanagements sehen wir keine wesentlichen Risiken in diesem Bereich. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit wirtschaftlichen Kooperationen, sei es im Bereich der Verbesserung von Warenbezugsbedingungen oder im Bereich der Belieferung zentral organisierter Absatzkanäle, die nur über zentrale Regulierungsstellen bedient werden wollen, bleibt dabei unbenommen bestehen.

• Im Bereich des Absatzmarktes ergeben sich ebenfalls Risiken:

o Insolvenzrisiken unserer Kunden aufgrund der COVID-19-Pandemie

o Wesentliche Risiken aus verspäteten Zahlungen oder Zahlungsausfällen oder eine wesentliche Abhängigkeit von einzelnen Großkunden sehen wir aufgrund der Kundenstruktur und unserem Forderungsmanagement nicht.

o Sinkende Mengennachfrage

o Rückläufige Einkaufsfahrten

o Steigende Bedeutung des E-Commerce

o Demografische Entwicklung mit kleineren Haushalten und Landflucht

o Einkaufsunlust (empfundener steigender Stress)

o Kaufkraftverlust der Privathaushalte durch Inflation (insbesondere Ukraine-Krieg)

• Risiken im Bereich Human Resources

o Bindung und Gewinnung von Fachkräften in den Bereichen IT, Logistik und Service

• Unser internes Berichtswesen ist darauf ausgelegt, aktuelle und relevante Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Risiken und die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Risikobegrenzung zu liefern. In regelmäßigen Konferenzen zur Geschäftsentwicklung werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt sowie Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Um unsere Prozesse transparenter zu gestalten und harmonischer aufeinander abzustimmen, haben wir diesbezüglich ein unternehmensübergreifendes Projekt unter Einbindung der jeweiligen Geschäftsführung durchgeführt und das integrierte Finanzierungs- sowie Gruppen- bzw. Spartencontrolling optimiert. In diesem Zusammenhang konnten wir die Berichtszeiträume deutlich reduzieren.

• Darüber hinaus werden wir unser Ziel einer Vereinfachung der Gruppenstruktur auch in den folgenden Jahren weiter verfolgen.

• Im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen Unsicherheiten durch die Staatsschuldenkrise in Europa auf die konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Jahren. Eine nachhaltige konjunkturelle Schwächung hätte dann gegebenenfalls auch negative Auswirkungen für unsere Entwicklung.

Wesentliche übrige Risiken wie zum Beispiel rechtliche Risiken (Schadenersatzansprüche, Rechtsstreitigkeiten) oder Regulierungs- und Umweltrisiken sehen wir zurzeit nicht. Als Ergebnis der Risikoanalyse inkl. der Berücksichtigung geeigneter Gegenmaßnahmen, Vorsorgen und Absicherungen schätzen wir auf Basis der aktuellen Risikobewertung die Gesamtrisiko- und -chancenlage im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr ein.

Prognosebericht und Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage

Nach Abflauen der Covid-19-Pandemie und der Beendigung des Krieges in der Ukraine rechnen die führenden Wirtschaftsinstitute mit einer Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2022 und 2023. Gemäß dem Institut für Weltwirtschaft (ifw) wird die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in Deutschland im Jahr 2022 um voraussichtlich 2,1% und im Jahr 2023 um weitere 3,5 % ansteigen. Wobei diese Entwicklung stark vom Verlauf und der Dauer des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland abhängig ist. Die Anzahl der Erwerbstätigen wird danach im Jahr 2022 um 0,6 Mio. steigen und damit circa den Stand von 2019 erreichen.[6] Die Arbeitslosenquote wird im Jahr 2022 mit 4,9% unter den Wert von 2019 fallen und im Jahr 2023 mit 4,7% weiter rückläufig sein.

Nach Eindämmung der Covoid-19-Pandemie und der Beendigung des Krieges in der Ukraine sowie der sich daran anschließenden raschen Erholung der Wirtschaft im Laufe des Jahres 2022 bzw. 2023 ist für die kommenden Jahre in der deutschen Getränkebranche mit einer im Vergleich zum Jahr 2019 rückläufigen Tendenz aufgrund der demografischen Entwicklung und des sich weiter verändernden Verbraucherverhalten zu rechnen. Abzuwarten bleibt, inwieweit sich die Covid-19-Pandemie nachhaltig auf das Reiseverhalten in Deutschland und der Welt auswirken wird. Zumindest für 2022 gehen wir davon aus, dass die Deutschen wie im Jahr 2021 vermehrt in ihrem Heimatland Urlaub machen werden, was wiederum für die norddeutsche Region, in der wir wirtschaftlich tätig sind, positive Auswirkungen auf unsere Gesellschaften haben wird.

Dem gegenüber ist ein Ende der Werbeaktionen nationaler Getränkehersteller zu Billigpreisen im Handelsbereich auch in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Der Preisdruck im Markt wird den Konzentrationsprozess in der Getränkeindustrie beschleunigen. Dem gegenüber wird die Zahl der Brauereien und die Vielfalt der Biere dank der Craft-Bewegung in den kommenden Jahren weiter wachsen sowie sich die Nachfrage nach alkoholfreien Bieren verstärken. Des Weiteren zeichnet sich ab, dass der Getränkefachgroßhandel als reiner Zwischenhändler zwischen Lieferanten und Kunden, wie im organisierten Lebensmitteleinzelhandel zunehmend an Bedeutung verlieren wird.

Diesen Entwicklungen kann nur durch die Erbringung von zusätzlichen bzw. anlagengestützten Dienstleistungen am Kunden und für den Lieferanten entgegengewirkt werden. Wir werden auch zukünftig bei unseren Kunden Vertrauen gewinnen, unser wettbewerbsfähiges Preis-Leistungs-Verhältnis demonstrieren und uns noch stärker als Dienstleister für unsere Kunden und Lieferanten profilieren. Das Geschäftsjahr 2022 wird durch die weiter zunehmende Digitalisierung unserer Prozesse geprägt sein. Die Umsetzung der Digitalisierung in allen Unternehmensbereichen wird so in der Zukunft zur Hebung von weiteren Kostenersparnispotentialen führen und unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessern. Die Ausrichtung unseres Konzerns erlaubt uns zuversichtlich in das Jahr 2022 zu blicken.

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 ist unser Geschäft neben den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine weiterhin durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Auch für das Jahr 2022 wurden Wirtschaftshilfen des Bundes für unsere Unternehmensgruppe genehmigt. Neben den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wird auch der Ukraine Krieg auf unseren Geschäftsverlauf, insbesondere auf die Kostenentwicklung haben.

Trotz den gegebenen Bedingungen der COVID-19-Pandemie und des aktuellen Überfalls Russlands auf die Ukraine und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Beschränkungen bzw. Auswirkungen, wie einer zunehmenden Inflation, gehen wir davon aus, dass mit der Wiedereröffnung der Hotel- und Gastronomie- und Eventbranche eine sukzessive Entspannung der Lage eintreten wird. Auf Grund der voranschreitenden Impfungen, dem Wegfall der COVID-19-Restriktionen ab April 2022 und einer damit einhergehenden weitestgehenden Normalisierung des Geschäftsverlaufes, planen wir im Vergleich zu 2021 insgesamt einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse erzielen zu können. Im Zuge weiterer Kosteneinsparungsmaßnahmen sowie einer Neuausrichtung unserer Gruppe mit den Schwerpunkten regionale Vertriebskonzepte und Optimierung der Organisationsstrukturen, gehen wir von einer gegenüber 2021 deutlichen Verbesserung des EBIT mit rund € +2,2 Mio. (unter Berücksichtigung von Corona-Finanzhilfen in Höhe von 2,6 Mio. €) und einem positiven Konzernjahresergebnis aus. Mit vollständiger Wiedererlangung der Stabilität der Getränke- und Gastronomiebranche ab 2023 planen wir mit einem EBIT von rund € + 3,9 Mio.

 

Stralsund, den 1. Juli 2022

gez. Fritz-Dieter Nordmann

gez. Oliver Nordmann

1 Quelle: Statistisches Bundesamt

2 Quelle: Statistisches Bundesamt

3 Quelle: Deutscher Brauerbund, 1. Februar 2022

4 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V., Vorläufige Branchendaten 2021, Bonn, Februar 2022

5 Quelle: Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022, Deutsche Telekom, Mai 2022

6 Quelle: Institut für Weltwirtschaft, IfW-Konjunkturprognose: Industrie und Export stärken deutsche Wirtschaft, 17. März 2022

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 46.937.818,49 48.638.950,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.048.617,75 8.605.428,36
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.260.776,49 2.904.863,02
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.562.772,01 853.545,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.910.582,59 4.167.405,86
4. geleistete Anzahlungen 1.314.486,66 679.614,48
II. Sachanlagen 28.583.380,39 30.487.989,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.612.667,48 16.046.649,79
2. technische Anlagen und Maschinen 6.853.012,18 7.654.629,07
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.499.307,85 4.856.984,38
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.618.392,88 1.929.726,59
III. Finanzanlagen 8.305.820,35 9.545.531,92
1. Beteiligungen 2.712.875,00 3.064.982,29
a. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 135.700,99 0,00
2. sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 5.457.244,36 6.480.549,63
B. Umlaufvermögen 35.680.520,45 31.930.699,46
I. Vorräte 10.433.437,34 8.928.323,59
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 795.477,92 694.872,23
2. unfertige Erzeugnisse 423.498,00 337.463,93
3. fertige Erzeugnisse und Waren 9.214.461,42 7.895.987,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.407.874,67 21.858.399,10
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.801.661,56 6.650.680,41
2. Forderungen gegen Gesellschafter 708.749,62 373.863,18
3. sonstige Vermögensgegenstände 16.897.463,49 14.833.855,51
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.839.208,44 1.143.976,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 139.258,26 234.075,97
D. Aktive latente Steuern 2.317.577,39 143.016,73
Bilanzsumme, Summe Aktiva 85.075.174,59 80.946.742,27

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 22.115.799,42 23.102.279,65
I. gezeichnetes Kapital 57.500,00 57.500,00
II. Kapitalrücklage 6.356.877,68 6.356.877,68
III. Gewinnrücklagen 17.293.393,28 17.225.164,60
IV. Bilanzverlust -4.697.212,51 -3.644.171,91
V. Nicht beherrschende Anteile 3.105.240,97 3.106.909,28
B. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 117.129,38
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 841.106,91 908.515,27
D. Rückstellungen 5.632.503,35 4.136.296,27
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 602.662,00 595.007,00
2. Steuerrückstellungen 408.807,50 525.028,14
3. sonstige Rückstellungen 4.621.033,85 3.016.261,13
E. Verbindlichkeiten 56.479.135,60 52.682.521,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.598.439,07 37.195.798,22
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.868.599,41 6.779.134,90
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.012.097,12 8.707.588,58
davon aus Steuern 919.838,38 1.180.172,34
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.791,09 7.687,65
F. Rechnungsabgrenzungsposten 6.629,31 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 85.075.174,59 80.946.742,27

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 86.224.568,66 83.658.356,81
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 153.282,20 -37.737,64
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.177.607,35 1.005.249,25
4. sonstige betriebliche Erträge 14.172.388,82 3.668.095,88
5. Materialaufwand -63.811.778,66 -65.367.256,01
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -58.126.016,51 -59.910.491,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.685.762,15 -5.456.764,21
6. Personalaufwand -16.548.393,38 -16.546.455,90
a) Löhne und Gehälter -13.335.979,60 -13.285.874,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.212.413,78 -3.260.581,15
davon für Altersversorgung 0,00 -47.026,37
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.652.572,63 -4.226.563,87
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -18.248.335,81 -16.246.732,96
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -23.940,83 0,00
10. Erträge aus Beteiligungen 348,89 77,43
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 97.377,58 110.168,67
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 231.070,83 242.416,69
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -280.338,15 -839.689,44
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.362.797,98 -1.098.895,40
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.217.008,21 -1.288.722,56
davon Veränderung bilanzierter latenter Steuern 2.174.560,66 1.263.621,83
16. sonstige Steuern -371.357,27 -452.434,69
Konzernjahresfehlbetrag 1.025.862,17 14.842.678,62

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Konzernjahresfehlbetrag 1.025.862,17 14.842.678,62
2. Nicht beherrschende Anteile 45.181,74 374.858,86
3. Ausgleichzahlung an Minderheitsgesellschafter -72.360,17 -72.360,17
4. Gewinnvortrag -3.644.171,91 10.896.008,02
5. Konzernbilanzverlust -4.697.212,51 -3.644.171,91

Konzernkapitalflussrechnung

2021
T€
Konzernjahresergebnis -1.026
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.933
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge -2.148
+/- Zinsaufwendungen/ Zinserträge 1.037
+/- Ertragsteueraufwand/ -ertrag -42
-/+ Ertragsteuerzahlungen -546
-/+ Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 154
+ Zunahme der Rückstellungen 798
+ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 216
-/+ Erträge/ Aufwendungen aus außerordentlichen Posten (Corona-Finanzierungshilfen) -9.141
+/- Einzahlungen/ Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (Corona-Finanzierungshilfen) 8.117
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.742
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 610
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.558
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.204
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.812
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen- und Sachanlagevermögens 174
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.510
+ Erhaltene Zinsen 328
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.562
- Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -72
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten und ähnlichen Verbindlichkeiten 7.000
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -1.798
- Gezahlte Zinsen -1.363
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.767
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 815
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 679
+ Zahlungsmittelfonds am Anfang der Periode -16.928
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -15.434
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 2021
T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.839
- Kontokorrentverbindlichkeiten -17.273
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -15.434

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind zur Sicherheit von fremden Verbindlichkeiten T€ 550 verfügungsbeschränkt.

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen
Summe
Stand 31.12.2019 57.500,00 6.356.877,68 17.262.862,85 23.619.740,53
Entnahme Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel 0,00 0,00 -37.698,25 -37.698,25
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 57.500,00 6.356.877,68 17.225.164,60 23.582.042,28
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel 0,00 0,00 -11.774,11 -11.774,11
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 17.608,97 17.608,97
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 62.393,82 62.393,82
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 57.500,00 6.356.877,68 17.293.393,28 23.650.270,96
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Differenzbetrag für den gegenüber dem MU geringeren Konzernbilanzverlust, soweit durch Eigenkapital gedeckt
Summe
Stand 31.12.2019 10.896.008,02 34.573.248,55
Entnahme Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel 0,00 -37.698,25
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter -72.360,17 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -14.467.819,76 -14.467.819,76
Stand 31.12.2020 -3.644.171,91 19.995.370,37
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel 0,00 -11.774,11
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 17.608,97
Sonstige Veränderungen 0,00 62.393,82
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter -72.360,17 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -980.680,43 -980.680,43
Stand 31.12.2021 -4.697.212,51 19.010.558,45
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapial
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
Summe
Summe
Stand 31.12.2019 4.134.789,87 58.341,02 4.193.130,89 38.766.379,44
Entnahme Minderheitsgesellschafter -205.722,07 0,00 -205.722,07 -205.722,07
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel 22.698,25 0,00 22.698,25 -15.000,00
Sonstige Veränderungen -528.338,93 0,00 -528.338,93 -528.338,93
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00   -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -374.858,86 -374.858,86 -14.842.678,62
Stand 31.12.2020 3.481.768,14 -374.858,86 3.106.909,28 23.102.279,65
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel 11.774,11 0,00 11.744,11 11.744,11
Änderungen des Konsolidierungskreises 31.739,32 0,00 31.739,32 49.348,29
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 62.393,82
Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 -72.360,17
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 -45.181,74 -45.181,74 -1.025.862,17
Stand 31.12.2021 3.150.422,71 -45.181,74 3.105.240,97 22.115.799,42

Konzernanhang

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben

Die Nordmann Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Stralsund und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stralsund (HR B Reg. Nr. 21485). Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz ist um die Posten Genossenschaftsanteile, Sonderposten für Investitionszuschüsse, Forderungen gegen Gesellschafter sowie Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erweitert worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Die Nordmann Beteiligungs GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Nordmann Beteiligungs GmbH wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.

II. Konsolidierungskreis

Im Rahmen der Vollkonsolidierung wurden neben dem Mutterunternehmen insgesamt 34 (Vorjahr 33) Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 1. Januar 2021 wurde die Hamburg Beer Company GmbH, Hamburg, auf die Nordmann Fachgroßhandels Holding GmbH, Wildeshausen, verschmolzen. Ferner wurden zwei Tochtergesellschaften erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, da diese aufgrund der aktuellen Verhältnisse nicht mehr als von untergeordneter Bedeutung i.S.d. § 296 HGB einzustufen sind.

Des Weiteren wurden zum 1. Januar 2021 vier Unternehmen erstmalig nach der Equity Methode einbezogen. Auch diese sind aufgrund der aktuellen Verhältnisse nicht mehr als untergeordnet i.S.d. § 311 Abs. 2 HGB einzustufen.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Bilanzstichtag.

In der folgenden Beteiligungsliste wurden gem. § 313 Abs. 3 S. 1 HGB zu drei Gesellschaften (Vorjahr: eine Gesellschaft) keine Angaben gemacht, da aus diesen Angaben erhebliche Nachteile drohen.

Konsolidierte verbundene Unternehmen
lfd. Nr. Name, Sitz Anteil
in %
Befreiung nach § 264 III/§ 264 b HGB
1. Braugasthaus Schanzenhöfe GmbH, Hamburg *3 51 Nein
2. BGH Kreuzberg GmbH, Berlin *6 60 Nein
3. ECHT Gastro Partner GmbH, Hamburg *2 100 Ja
4. ECHT Gastro Partner Zentralregulierung GmbH, Hamburg *5 100 Ja
5. FON Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stralsund *4 100 Ja
6. FON Verwaltungs GmbH, Stralsund *4 100 Ja
7. Getränke Nordmann GmbH & Co. KG, Hamburg *4 100 Ja
8. ECHT Gastro Partner Regio GmbH (vormals: Getränke Nordmann GmbH, Berlin) *2 100 Ja
9. Getränke Nordmann GmbH, Stralsund *4 100 Ja
10. Getränke Nordmann GmbH, Wildeshausen *4 74 Ja
11. Getränke Rehker Beteiligungsgesellschaft mbH, Wildeshausen *4 100 Ja
12. Getränke Rehker GmbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
13. Handelsgesellschaft Plumhoff & Düker mbH & Co. KG, Wildeshausen *4 94,9 Ja
14. Heinrich Nagel GmbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
15. Heinz Nagel Verwaltungsgesellschaft mbH, Wildeshausen *4 100 Ja
16. Gut Stahlbrode GmbH & Co. KG, Sundhagen *2 94 Ja
17. Landwerthof Stahlbrode Beteiligungs GmbH, Sundhagen *2 94 Ja
18. meerSinn Hotel und Gastronomie GmbH, Binz/Rügen *2 100 Ja
19. NaLo Immobilien Zwei GmbH & Co. KG, Wildeshausen *4 100 Ja
20. NDL Nordmann Dienstleistungen und Lizenzen GmbH, Wildeshausen *4 100 Ja
21. Norddeutsche Inventar Verleih GmbH (NIV), Wildeshausen *4 100 Ja
22. Nordische Logistik Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stralsund *1 100 Ja
23. Nordmann Fachgroßhandels Holding GmbH, Wildeshausen *4 100 Ja
24. Nordmann Food & Beverage GmbH, Stralsund *2 100 Ja
25. Nordmann Hamburg Beteiligungs GmbH, Hamburg *4 100 Ja
26. Nordmann Unternehmensgruppe GmbH, Stralsund   100 Ja
27. NZD Management GmbH, Wildeshausen *1 100 Ja
28. Ratsherrn Brauerei GmbH, Hamburg   100 Ja
29. LandWert Feinkost GmbH, Sundhagen (vormals: Ratsherrn Brauerei Paten GmbH, Hamburg) *4 100 Ja
30. SCHANZENHÖFE Braumanufaktur GmbH, Hamburg *2 100 Ja
31. ECHT Gastro Partner Nord-West GmbH, Wildeshausen (vormals: Tales of Taste GmbH, Wildeshausen) *4 100 Ja
32. Zisch GmbH, Stralsund *2 100 Ja
Konsolidierte assoziierte Unternehmen        
lfd. Nr. Name, Sitz   Anteil in %  
1. BGH Doldenmädel GmbH, Binz *6 39  
2. Braugasthaus Oldenburg GmbH, Oldenburg *6 49  
3. Möwnherz GmbH, Emden *6 40  

*1 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2013 konsolidiert

*2 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2014 konsolidiert

*3 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2016 konsolidiert

*4 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2018 konsolidiert

*5 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr zum 05. August 2019 konsolidiert

*6 Gesellschaft wurde erstmals im Geschäftsjahr 2021 konsolidiert

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die nach § 301 HGB vorzunehmende Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss gegeneinander aufgerechnet worden. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind darüber hinaus die Innenumsatzerlöse mit den verursachten Aufwendungen der empfangenden Konzernunternehmen verrechnet worden. Darüberhinausgehende Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzernunternehmen wurden ebenso wie Zwischenergebnisse eliminiert.

Hinzuerwerbe von Anteilen an Tochterunternehmen werden als Kapitalvorgang abgebildet. Ein sich hieraus ergebender Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Bislang nach § 296 HGB nicht voll konsolidierte Tochterunternehmen werden erstmalig jeweils zu Beginn des Konzerngeschäftsjahres einbezogen, in dem die Voraussetzungen des Einbeziehungswahlrechtes weggefallen sind.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen werden in den Folgejahren im Verhältnis der Veränderung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals der assoziierten Unternehmen fortgeschrieben. Ein sich bei der Erstkonsolidierung aufgrund des Erstkonsolidierungszeitpunkts ergebener technischer Unterschiedsbetrag wird entsprechend seiner Entstehung erfolgsneutral mit der Konzerngewinnrücklage verrechnet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von 5 bis 12 Jahren abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Soweit sich bei der Erstkonsolidierung ein Unterschiedsbetrag ergeben hat, wurde dieser als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, sofern er auf der Aktivseite entstanden ist. Diese Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 5 beziehungsweise im Fall des aus der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2018 entstandenen Geschäfts- oder Firmenwertes über 10 Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter über € 250,00 und bis zu € 1.000,00 werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes verwendet wird, wird Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen werden mit Ausnahme der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Ein in Vorjahren im Rahmen von Erstkonsolidierungen entstandener passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gem. § 301 Abs. 3 HGB wurde im Geschäftsjahr in voller Höhe aufgelöst.

Der aus der Erstkonsolidierung der Braugasthaus Kreuzberg GmbH, Berlin, zum 1. Januar 2021 entstandene passive Unterschiedsbetrag wurde als technischer Unterschiedsbetrag unmittelbar in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt.

Beim Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen handelt es sich insbesondere um Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" in Verbindung mit Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung". Der Sonderposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst.

Die Pensionsrückstellungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit dem Zinssatz von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Aufgrund der Festbetragswertvereinbarung werden jährliche Rentenerhöhungen nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Ausleihungen und Genossenschaftsanteile betreffen im Wesentlichen Ausleihungen an Kunden der Nordmann Gruppe (€ 4,4 Mio., Vorjahr € 5,1 Mio.).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

II. PASSIVA

Eigenkapital

Der in den Bilanzverlust einbezogene Verlustvortrag beträgt T€ 3.644 (Vorjahr Gewinnvortrag T€ 10.896).

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Eingestellt wurden Zuwendungen aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Anlagegegenstände.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen aus erhaltenen Coronazuschüssen € 0,9 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.), für Rückvergütungsverpflichtungen € 0,5 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.), für Pfandgelder € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,6 Mio.), für ausstehende Rechnungen € 0,5 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.) und Personalkosten € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre - der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) - in Höhe von 1,87% abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 0,0 % zugrunde gelegt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ergibt sich eine Ausschüttungssperre in der Höhe von € 34.065,00 (Vorjahr € 42.847,00).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von € 21,8 Mio. (Vorjahr € 21,0 Mio.) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von € 19,8 Mio. (Vorjahr € 16,2 Mio.) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von € 1,2 Mio. (Vorjahr € 3,2 Mio.) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von € 3,9 Mio. (Vorjahr € 6,2 Mio.) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von € 2,1 Mio. (Vorjahr € 2,5 Mio.) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr, jedoch weniger als fünf Jahre.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen € 0,9 Mio. (Vorjahr € 1,2 Mio.) Steuerverbindlichkeiten. Ferner entfallen T€ 32 (Vorjahr T€ 8) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf den steuerlichen Verlustvorträgen der Nordmann Fachgroßhandels Holding GmbH sowie der Ratsherrn Brauerei GmbH und wurden mit dem Steuersatz 30,88 % berücksichtigt.

Die passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen Bewertungsansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich des Finanzanlagevermögens aus dem Einzelabschluss einbezogener Gesellschaften. Dabei wurde der Berechnung ein Steuersatz von 15,58 % zu Grunde gelegt.

Art und Form der Sicherheiten

Teile der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 5,0 Mio. durch Abtretung von Versicherungsansprüchen besichert. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 14,7 Mio. durch Grundschulden auf Betriebsimmobilien, die Abtretung von Rückgewähransprüchen vorrangiger Grundschulden, die Sicherungsübereignung von beweglichem Anlagevermögen, Fuhrpark und Vorratsvermögen sowie einer Globalzession, der Abtretung von Marken - und Patentrechten und der Abtretung von Ausleihungen und Darlehensforderungen besichert.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf die Herstellung und den Handel mit Bier, Wein, Spirituosen und alkoholfreien Getränken in Norddeutschland.

Die Umsätze unseres Konzerns betrugen im abgelaufenen Jahr € 86,2 Mio.. Sie betreffen mit 72,7 % den Getränkegroßhandel, mit 9,8 % die Herstellung von Bier, mit 5,3 % den Betrieb von Gastronomiebetrieben und mit 5,1 % den Einzelhandel. Die verbleibenden 7,1 % entfallen auf übrige Umsätze.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von € 10,7 Mio. Erträge aus Corona-Finanzhilfen des Bundes, Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von € 2,6 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.). Die periodenfremden Erträge betreffen hauptsächlich Erträge aus Anlagenabgängen, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Erträge aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrifft in Höhe von T€ 41 (Vorjahr T€ 47) Aufwendungen für die Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von € 1,2 Mio. mögliche Rückzahlungsansprüche aus Corona-Finanzhilfen des Bundes sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 2,6 Mio. (Vorjahr € 4,8 Mio.) und betreffen neben Aufwendungen aus Anlagenabgängen hauptsächlich Aufwendungen aus Abschreibungen auf Forderungen.

Abschreibungen

Im Jahr 2021 wurde der Geschäfts- und Firmenwert mit € 0,5 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.) abgeschrieben.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit T€ 31 (Vorjahr T€ 17) Zinsen auf Steuern.

D. Sonstige Angaben

I. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds in Höhe von T€ -15.434 (Vorjahr T€ -16.928) entspricht der Summe aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, konsolidierungskreisbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds und der Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten.

II. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus abgegebenen Patronatserklärungen belaufen sich auf € 0,0 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.). Weiterhin bestehen Bürgschaften aus Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von € 1,4 Mio. (Vorjahr € 1,3 Mio.), welche in Höhe von € 0,6 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.) über ein verpfändetes Bankkonto besichert sind. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der betreffenden Gesellschaften wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet und eine Rückstellung insoweit nicht gebildet.

Im Hinblick auf die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB hat die Nordmann Beteiligungs GmbH für diverse Tochtergesellschaften Einstandserklärungen abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme wird auf Grund der finanziellen Situation dieser Gesellschaften nicht gerechnet.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt € 8,7 Mio. (Vorjahr € 9,9 Mio.) sowie aus befristeten Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von € 1,9 Mio. (Vorjahr € 2,3 Mio.).

Weiterhin existieren unbefristete Miet- und Pachtverträge mit einem Jahresaufwand in Höhe von € 2,0 Mio. (Vorjahr € 1,6 Mio.) sowie unbefristete Leasing- bzw. Serviceverträge mit einem Jahresaufwand in Höhe von € 0,9 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.).

Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind auch wesentliche Vorteile des Geschäfts. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Leasingobjekte bei eintretendem technischem Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten.

IV. Mitarbeiter

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 247 (Vorjahr 243) Arbeiter und 222 (Vorjahr 230) Angestellte für den Konzern tätig.

V. Verwendung des Jahresergebnisses der Muttergesellschaft

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den zum 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von € 520.231,84 auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2021 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von T€ 168 berechnet, welches in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt.

VII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Im Geschäftsjahr 2022 ist unser Geschäft weiterhin durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst. Die Auswirkungen sind trotz der hohen Impfquote nicht genau einschätzbar, wobei wir davon ausgehen, dass sich die Rahmenbedingungen ab dem zweiten Quartal 2022 sukzessive normalisieren werden. Neben den zu Beginn der Pandemie umgesetzten liquiditätsstabilisierenden- und eigenkapitalerhaltenden Maßnahmen wurden Wirtschaftshilfen des Bundes unmittelbar in Anspruch genommen. Nach dem Abschlussstichtag wurden weitere Corona-Finanzhilfen für das 1. Quartal 2022 beantragt.

Daneben wird auch der Ukraine-Krieg auf unseren Geschäftsverlauf Auswirkungen, insbesondere auf unsere Kostenstruktur, haben.

Die Gesellschafter des Konzerns haben darüber hinaus eine Neuausrichtung der Gruppe mit den Schwerpunkten regionale Vertriebskonzepte und Optimierung der Organisationsstruktur beschlossen.

Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt D.

VIII. Organe

Geschäftsführer sind die Herren

• Fritz-Dieter Nordmann, Wildeshausen, und

• Oliver Nordmann, Altefähr.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sie sind hauptberuflich für diese und andere Gesellschaften der Nordmann-Gruppe tätig. Auf § 286 Absatz 4 HGB wird verwiesen. Die Angabe über die Summe der Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2021 aktiven Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB unterbleibt gemäß der Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB.

 

Stralsund, den 1. Juli 2022

Nordmann Beteiligungs GmbH

gez. Fritz-Dieter Nordmann

gez. Oliver Nordmann

Konzernanlagespiegel

Anschaffungskosten
01.01.2021
EUR
Veränderungen aus Konsolidierungsmaßnahmen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.677.789,90 0,00 464.397,63 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.684.661,73 30.000,00 832.543,74 1.427.848,69
3. Geschäfts- oder Firmenwert 48.457.732,46 534.613,25 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 679.614,48 0,00 1.261.404,65 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 67.499.798,57 564.613,25 2.558.346,02 1.427.848,69
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.825.083,29 0,00 150.441,77 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.740.058,80 3.923,37 156.030,99 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.578.062,66 792.696,22 812.127,06 645.194,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.929.726,59 0,00 85.037,03 1.125,59
Summe Sachanlagen 63.072.931,34 796.619,59 1.203.636,85 646.320,36
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 62.393,82 *) 23.940,83
2. Beteiligungen 3.090.676,21 -619.952,00 611.625,00 246.532,29
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 8.965.104,31 -504.097,88 1.200.373,53 **) 1.893.096,20
Summe Finanzanlagen 12.055.780,52 -1.124.049,88 1.874.392,35 2.163.569,32
Summe Anlagevermögen 142.628.510,43 237.182,96 5.636.375,22 4.237.738,37
Anschaffungskosten
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 344.638,59 5.486.826,12
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 281.893,88 13.401.250,66
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 48.992.345,71
4. Geleistete Anzahlungen -626.532,47 1.314.486,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 69.194.909,15
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 290.762,15 26.266.287,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.846,00 13.963.859,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.637,00 22.578.328,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -395.245,15 1.618.392,88
Summe Sachanlagen 0,00 64.426.867,42
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 97.248,00 135.700,99
2. Beteiligungen -97.248,00 2.738.568,92
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 0,00 7.768.283,76
Summe Finanzanlagen 0,00 10.642.553,67
Summe Anlagevermögen 0,00 144.264.330,24
Abschreibungen
01.01.2021
EUR
Veränderungen aus Konsolidierungsmaßnahmen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.772.926,88 0,00 453.122,75 0,00 2.226.049,63
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.831.116,73 0,00 404.551,91 1.397.189,99 11.838.478,65
3. Geschäfts- oder Firmenwert 44.290.326,60 227.319,42 564.117,10 0,00 45.081.763,12
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 58.894.370,21 227.319,42 1.421.791,76 1.397.189,99 59.146.291,40
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.778.433,50 0,00 875.186,23 0,00 10.653.619,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.085.429,73 1.488,37 1.023.928,88 0,00 7.110.846,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.721.078,28 566.886,98 1.331.665,76 540.610,70 18.079.020,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 32.584.941,51 568.375,35 3.230.780,87 540.610,70 35.843.487,03
III. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 25.693,92 0,00 0,00 0,00 25.693,92
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 2.484.554,68 0,00 280.338,15 453.853,43 2.311.039,40
Summe Finanzanlagen 2.510.248,60 0,00 280.338,15 453.853,43 2.336.733,32
Summe Anlagevermögen 93.989.560,32 795.694,77 4.932.910,78 2.391.654,12 97.326.511,75
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.260.776,49 2.904.863,02
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.562.772,01 853.545,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.910.582,59 4.167.405,86
4. Geleistete Anzahlungen 1.314.486,66 679.614,48
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 10.048.617,75 8.605.428,36
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.612.667,48 16.046.649,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.853.012,18 7.654.629,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.499.307,85 4.856.984,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.618.392,88 1.929.726,59
Summe Sachanlagen 28.583.380,39 30.487.989,83
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 135.700,99 0,00
2. Beteiligungen 2.712.875,00 3.064.982,29
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 5.457.244,36 6.480.549,63
Summe Finanzanlagen 8.305.820,35 9.545.531,92
Summe Anlagevermögen 46.937.818,49 48.638.950,11

*) Davon in voller Höhe aus Konsolidierungsvorgängen (Equity-Methode)

**) Davon TEuro 591 aus der Umwidmung vom Umlauf- zum Anlagevermögen

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nordmann Beteiligungs GmbH, Stralsund:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Nordmann Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nordmann Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformatinen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 1. Juli 2022

NORDDEUTSCHE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fruggel, Wirtschaftsprüfer

Stang-Wegener, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

73 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.