Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 77556
Vorher
Prime Capital Asset Management AG
Eingetragen
14.7.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen ("KWG") ist die Anlage- und Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nrn. 1 und 2 KWG), die Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG), die Anlageberatung und verwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nrn. 1a und 11 KWG) sowie das Eigengeschäft (§ 32 Abs. 1a KWG). Die Gesellschaft darf sich bei der Erbringung der Finanzdienstleistungen nicht Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden verschaffen, Eigengeschäft nur für das Anlagebuch (§ 1a Abs. 2 KWG) abschließen und im Übrigen nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln (§ 33 Abs. 1 Nr. 1 lit. a) KWG). Die Gesellschaft betreibt keine anderen nach dem KWG oder anderen Gesetzen erlaubnispflichtigen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Scholl
seit 2.4.2025
Prokura
Kerstin Hübsch
seit 6.11.2023
Vorstandsmitglied
Prokura
Marco Gerlach
seit 24.10.2019
Vorstandsmitglied
Sarah Kraft
seit 27.11.2018
Prokura
Niklas Korte
seit 20.4.2016
Prokura
Vorstandsmitglied
Werner Dr. Goricki
seit 14.6.2010
Vorstandsmitglied
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Prime Capital AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prime Capital AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

der Prime Capital AG, Frankfurt am Main

Aktivseite in €

2023 2022
3. Forderungen an Kreditinstitute 2.205.417,08 7.772.195,11
a) täglich fällig 2.205.417,08 7.772.195,11
4. Forderungen an Kunden 4.770.377,47 3.551.720,58
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstitute 1.749.317,07 928.811,85
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.409,66 241.223,14
7. Beteiligungen 0,00 19.161,45
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.751.875,31 5.129.946,78
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstituten 1.725.000,00 1.725.000,00
11. Immaterielle Anlagewerte 63.544,00 84.199,33
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.544,00 61.413,00
b) geleistete Anzahlungen 0,00 22.786,33
12. Sachanlagen 398.386,90 511.189,47
14. Sonstige Vermögensgegenstände 4.456.176,41 6.716.690,38
15. Rechnungsabgrenzungsposten 518.846,16 276.532,53
Summe der Aktiva 18.215.032,99 24.302.858,77

Passivseite in €

2023 2022
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.298.714,66 9.477.589,68
7. Rückstellungen 3.155.885,82 6.064.836,58
a) Steuerrückstellungen 12.025,52 7.446,00
b) andere Rückstellungen 3.143.860,30 6.057.390,58
12. Eigenkapital 8.760.432,51 8.760.432,51
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 2.202.937,00 2.202.937,00
b) erworbene eigene Anteile -102.937,00 -102.937,00
2.100.000,00
c) Kapitalrücklage 1.788.193,00 1.788.193,00
d) Bilanzgewinn 4.872.239,51 4.872.239,51
Summe der Passiva 18.215.032,99 24.302.858,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in € 2023 2022
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 28.663,13 -11.289,87
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.022,00 1.486,63
30.685,13 -9.803,24
2. Zinsaufwendungen -81.406,48 -768,59
-50.721,35 -10.571,83
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 13.696,94 12.723,35
b) Beteiligungen 0,00 97.827,80
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 2.672.353,33 3.910.828,33
2.686.050,27 4.021.379,48
5. Provisionserträge 17.434.824,53 24.320.540,36
8. Sonstige betriebliche Erträge 3.125.113,38 2.508.684,69
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -12.201.832,93 -13.909.603,87
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung EUR 122.707,48 (EUR 107.144,22) -1.464.756,22 -1.382.347,93
-13.666.589,15 -15.291.951,80
b) andere Verwaltungsaufwendungen -8.051.837,84 -8.936.848,62
-21.718.426,99 -24.228.800,42
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -208.900,67 -272.209,10
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -956.662,82 -162.793,79
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -13,00 -143.187,81
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 140,61 15.101,50
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -57.543,79 -21.725,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 253.860,17 6.026.418,08
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.623,32 -7.283,08
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -150,64 -667,81
-5.773,96 -7.950,89
26. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 248.086,21 6.018.467,19
27. Jahresüberschuss 0,00 0,00
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.872.239,51 4.872.239,51
34. Bilanzgewinn 4.872.239,51 4.872.239,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Unternehmensdaten

Die Prime Capital AG mit Sitz in Frankfurt am Main wird im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 77556 geführt.

Zwischen der Prime Capital AG und der Prime Partners GmbH, Frankfurt am Main, besteht seit dem 1. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Prime Capital AG zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Zusätzlich wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach der RechKredV, die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform (Formblatt 3) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsaktiva und Währungspassiva sind nach § 256a i.V.m. § 340h HGB bewertet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände haben wir zum Nennwert angesetzt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Beteiligungen und Anteile an verbundene Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten, aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung, bilanziert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - gemindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von ein bis 13 Jahren angesetzt. Bei Vorliegen einer dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von weniger als € 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Einlagen.

Forderungen an Kunden

Sämtliche Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Sie bestehen im Wesentlichen aus Provisionsforderungen an Kapitalverwaltungsgesellschaften (T€ 1.749) und an Verbriefungsgesellschaften (T€ 843), aus Provisionsforderungen gegenüber Single Deals aus Projekten aus dem Bereich Private Debt (T€ 752) sowie Forderungen gegenüber Projektgesellschaften aus dem Bereich Real Assets (T€ 448) und Forderungen gegenüber Fonds aus Kostenweiterbelastungen (T€ 392).

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

In diesem Posten sind Anteile des Prime Capital Access S.A., SICAV-FIS - Prime Capital - Lenwood Real Estate Debt Sub-Fund No. 1 enthalten. Hierbei handelt es sich um ein geschlossenes Investmentvermögen. Die Anteile wurden auf den beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Die Abschreibung per 31. Dezember 2023 beträgt T€ 31.

Beteiligungen

Für eine Beteiligungsübersicht verweisen wir auf den Abschnitt "Sonstige Angaben - Anteilsbesitz".

Anteile an verbundenen Unternehmen

Für eine Beteiligungsübersicht verweisen wir auf den Abschnitt "Sonstige Angaben - Anteilsbesitz".

Immaterielle Anlagewerte

Immaterielle Anlagewerte beinhalten im Wesentlichen Software-Lizenzen und das Data Warehouse. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB als Anlage zum Anhang beigefügt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen setzt sich zusammen aus der Büroeinrichtung (T€ 312) und vorgenommenen Büroeinbauten (T€ 86). Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird ausschließlich für eigene Geschäftszwecke genutzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 3.092).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten resultieren im Wesentlichen aus Abgrenzungen von Versicherungsbeiträgen und Lizenzkosten für Software.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 4.936), aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (T€ 690) sowie täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber der Prime Partners GmbH aus der Ergebnisabführung 2023 gemäß Gewinnabführungsvertrag (T€ 214).

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gratifikationen (T€ 2.061), sonstige Rückstellungen (T€ 588) sowie Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung und -prüfung (T€ 143). Der Effekt aus der Abzinsung der Rückstellungen mit Laufzeit über 1 Jahr beträgt T€ 1.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag € 2.202.937, ist voll eingezahlt und in 2.202.937 auf den Namen lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) eingeteilt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 erfolgte der Rückkauf von 102.937 eigenen Aktien im Zusammenhang mit einer eventuellen Verwendung für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Diese eigenen Aktien verkörpern in Summe 4,67 % des gesamten Grundkapitals.

Fremdwährungsbeträge

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beläuft sich auf T€ 2.341. Der Gesamtbetrag der Schulden, die auf Fremdwährung lauten, beläuft sich auf T€ 87.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Beziehungen zu Anteilseignern, verbundenen Unternehmen und zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

Bilanzposten Anteilseigner verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(alle Angaben in T€)
Sonstige Vermögensgegenstände - 3.092 -
(Vorjahr -) (Vorjahr 6.417) (Vorjahr -)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.165 - -
(Vorjahr 6.927) (Vorjahr -) (Vorjahr -)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

Die Zinserträge beinhalten im Wesentlichen Zinserträge aus der Rückzahlung eines Clawbacks von einem Advisor (T€ 29) und Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen (T€ 2).

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Rückzahlung eines Clawback (T€ 43) sowie Zinsaufwendungen aus einem Gesellschafterdarlehen (T€ 38).

Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

Die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren entfallen auf die Ertragsausschüttung des Prime Capital Access S.A., SICAV-FIS - Prime Capital - Lenwood Real Estate Debt Sub- Fund No. 1 (T€ 14).

Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen

Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen entfallen auf die phasengleiche Gewinnvereinnahmung der Prime AIFM Lux S.A. (T€ 2.490) und der Prime Inventory Management (Deutschland) GmbH (T€ 182).

Provisionserträge

Die Provisionserträge wurden im Geschäftsjahr durch Dienstleistungen gegenüber Kunden im Ausland (T€ 12.675) und im Inland (T€ 4.760) erbracht. Sie wurden insbesondere durch erbrachte Investment Management/-Advisory-Dienstleistungen (T€ 15.541) sowie durch Plattformdienstleistungen (T€ 1.894) erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der konzerninternen Leistungsverrechnung mit der Prime AIFM Lux S.A. (T€ 1.331) und Prime Partners GmbH (T€ 5), auf Erträge aus Kostenweiterbelastungen an Fonds (T€ 1.323), auf Erträge aus der Untervermietung von Geschäftsräumen (T€ 100), auf Erträge aus Währungsumrechnung (T€ 80) sowie auf periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 73).

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen (T€ 1.798), für IT-Aufwendungen (T€ 1.382), externe Advisors (T€ 906), für Reisekosten (T€ 881), für Räumlichkeiten (T€ 857), für Buchhaltung, Steuerberatung, Abschlusserstellung und Prüfung (T€ 387), darunter Buchführungs- und Steuerberatungskosten für Infrastruktur-Projekte (T€ 130), für Personalsuche (T€ 327), für nicht abziehbare Vorsteuer (T€ 201), für Rechtsberatung (T€ 148), für Versicherungen (T€ 126), für Fortbildungskosten (T€ 107) und für Aufsichtsgebühren (T€ 68) zusammen.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen aus Rückzahlungen von in Vorjahren ausgezahlten Performance Fees (T€ 844) und aus Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (T€ 107).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere resultieren aus der Abschreibung von unter der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere gehaltene Investmentanteile (T€ 31) sowie von Devisenoptionen (T€ 27).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen im Wesentlichen auf die Körperschaftsteuer im Zusammenhang mit der Garantiedividende (T€ 4) und luxemburgische Körperschaftsteuer (T€ 2).

Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Die Prime Capital AG hielt bis zum 1. Mai 2023 eine Beteiligung an der Prime Capital (Cayman) Limited, Grand Cayman/Cayman Islands.

Die Prime Capital AG hält Anteile an den folgenden verbundenen Unternehmen:

Gesellschaft Stammkapital 31.12.2023 Anteil am Stammkapital 31.12.2023 Jahresüberschuss /-fehlbetrag 31.12.2023
Prime AIFM Lux S.A., Luxemburg 1) € 125.000 100 % T€ 2.620
Prime Inventory Management (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main € 25.000 100 % T€ 182
Prime Capital (GP) S.à r.l., Luxemburg € 12.500 100 % T€ 4
Prime Scandic S.à r.l., Luxemburg € 30.000 40 % T€ -115
Andoya Vind AS, Norwegen 2) NOK 40.000 40 % TNOK -212
Prime Green Energy Infrastructure Fund-II S.A., Luxemburg 3) € 30.000 100 % T€ 0
Prime Carry S.à r.l., Luxemburg € 12.000 100 % T€ 1
Prime PGEIF Carry SCS, Luxemburg € 1 3) 100 % T€ -39
Prime PGEIF II Carry SCS, Luxemburg € 1 3) 100 % T€ -11
Prime MLP S.à r.l., Luxemburg € 12.000 100 % T€ -0
Prime LI Performance SCS, Luxemburg € 1 3) 100 % T€ -24
Prime LP Performance SCS, Luxemburg € 1 3) 100 % T€ -22

1) Finanzdienstleistungsinstitut
2) Stand 31.12.2022
3) Komplementärkapital der Prime Carry S.ä r.l.
4) Stand zum 30.09.2023

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Mietverträgen für Büroräume in Frankfurt und Luxemburg ergeben sich finanzielle Verpflichtungen bis Laufzeitende in Höhe von T€ 935. Des Weiteren besteht noch eine Investitionsverpflichtung in den Prime Capital Access S.A., SICAV-FIS - Prime Capital - Lenwood Real Estate Debt Sub-Fund No. 1 (T€ 11).

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Bezüglich der Aufstellung des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars verweisen wir auf den Konzernanhang der Prime Partners GmbH, Frankfurt am Main, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Entschädigungseinrichtung

Die Gesellschaft ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (exklusive der Vorstandsmitglieder) beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:

Beschäftigungsort Weiblich Männlich Insgesamt
Inland 36 67 103
Ausland 0 1 1
Insgesamt 36 68 104

Kredite an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine gewährten Vorschüsse oder Kredite an Vorstandsmitglieder oder Mitglieder des Aufsichtsrats.

Nachtragsbericht

Aus Sicht des Vorstandes ergaben sich rückblickend keine nennenswerten Vorgänge oder Vorkommnisse, welche nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Weitere Mandate von gesetzlichen Vertretern und Mitarbeitern

Zum Abschlussstichtag wurden von gesetzlichen Vertretern und Mitarbeitern keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von inländischen großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen.

Vorstand

 

Andreas Kalusche, Bad Homburg (Chief Executive Officer), Vorstandsvorsitzender

 

Dr. Werner Goricki, Frankfurt am Main (Chief Investment Officer)

 

Marco Gerlach, Bad Soden am Taunus (Chief Financial Officer)

 

Kerstin Hübsch, Frankfurt am Main (Chief Human Resources Officer), ab 1. November 2023

Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 betrugen T€ 1.077.

Aufsichtsrat

 

Wolfgang Stolz, Königstein im Taunus, ehemaliger Bankvorstand

 

(Vorsitzender des Aufsichtsrates)

 

Dr. Horst Goss, Gräfeling, Vorstandsmitglied der BTV Gruppe

 

(Mitglied und Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates)

 

Dr. Michael Drill, Starnberg, Vorstandsvorsitzender der Lincoln International AG

 

(Mitglied und Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Die Voraussetzungen für den Verzicht auf die Angabe der Aufsichtsratsbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB liegen vor.

Konzernzugehörigkeit

Die Prime Capital AG wird in den Konzernabschluss der Prime Partners GmbH, Frankfurt am Main einbezogen.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger abrufbar.

 

Frankfurt am Main, 14. Mai 2024

Der Vorstand

Andreas Kalusche

Dr. Werner Goricki

Marco Gerlach

Kerstin Hübsch

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

ANLAGENSPIEGEL Prime Capital AG - Frankfurt am Main zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs,- Herstellungs-, kosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungs-, kosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 241.223,14 0,00 160.194,69 0,00 81.028,45
7. Beteiligungen 19.161,45 0,00 19.161,45 0,00 0,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.137.806,79 621.928,53 0,00 0,00 5.759.735,32
11. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.590.045,34 15.845,26 87.745,84 0,00 1.518.144,76
12. Sachanlagen 2.187.148,67 59.605,51 31.062,72 0,00 2.215.691,46
Summe Anlagevermögen 9.175.385,39 697.379,30 298.164,70 0,00 9.574.599,99
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr Abgang Abschreibung kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 30.618,79 0,00 0,00 30.618,79
7. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.860,01 0,00 0,00 0,00 7.860,01
11. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.505.846,01 36.499,59 0,00 87.744,84 1.454.600,76
12. Sachanlagen 1.675.959,20 172.401,08 0,00 31.055,72 1.817.304,56
Summe Anlagevermögen 3.189.665,22 239.519,46 0,00 118.800,56 3.310.384,12
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.409,66 241.223,14
7. Beteiligungen 0,00 19.161,45
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.751.875,31 5.129.946,78
11. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.544,00 84.199,33
12. Sachanlagen 398.386,90 511.189,47
Summe Anlagevermögen 6.264.215,87 5.985.720,17

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Prime Capital AG ("Prime Capital") ist ein kleines Wertpapierinstitut gemäß VO (EU) 2019/2033 i.V.m. § 2 (16) WpIG mit BaFin-Lizenz in Deutschland und CSSF-Lizenz in Luxemburg. Prime Capital bietet institutionellen Kunden professionelle, spezialisierte Dienstleistungen für die Assetklasse der Alternative Investments.

Prime Capital unterhält Büros in Frankfurt und Luxemburg und beschäftigt zum Bilanzstichtag 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (einschließlich studentischer Aushilfen und Praktikanten), darunter vier Vorstandsmitglieder.

Mit dem Mutterunternehmen Prime Partners GmbH, Frankfurt am Main, besteht seit dem 1. Januar 2021 ein Gewinnabführungsvertrag.

Prime Capital definiert zum 31. Dezember 2023 die folgenden Geschäftsbereiche:

Absolute Return

Der Fokus im Geschäftsbereich Absolute Return liegt auf Dachhedgefonds. Vorrangiges Ziel der Anlagephilosophie sind unabhängig von traditionellen Anlageklassen generierte Renditen sowie der Werterhalt der Anlagen. Das umfasst die Auswahl der jeweils besten Manager und deren laufende Überwachung.

Real Assets

Der Geschäftsbereich Real Assets beinhaltet das Sourcing und die Durchführung von Investments in verschiedenen Jurisdiktionen und unterschiedlichen Technologien im Bereich Infrastruktur und Renewables. Innerhalb der Assetklasse können Investoren in verschiedene Subsegmente investieren, jeweils mit unterschiedlichen Risiken und Werttreibern.

Private Debt

Private Debt beinhaltet Senior-, Mezzanine- und andere Fremdfinanzierungsmittel. Prime Capital unterteilt den Private Debt-Markt grundsätzlich in die Sektoren Infrastruktur, Immobilien und sonstige besicherte Kreditklassen. Institutionelle Anleger, die in Private Debt investieren möchten, können dies mit Prime Capital über Individualmandate, Fonds oder Verbriefungsvehikel in Private Debt Strategien mit unterschiedlichen Risikoprofilen umsetzen.

Access Solutions

Prime Capital bietet in dem Geschäftsbereich Access Solutions eine umfassende Infrastruktur sowie damit verbundene spezialisierte Dienstleistungen für institutionelle Kunden an. Die Plattformen, die alle relevanten administrativen Aufgaben abdecken, erschließen den Kunden eine transparente und von Prime Capital überwachte Umgebung für das gesamte Portfolio. Zudem bietet Prime Capital auch Dienstleistungen in den Bereichen Risikomessung, -analyse und -management sowie Reporting an.

Kunden erhalten neben maßgeschneiderten auch standardisierte Plattform-Lösungen. Diese beinhalten u.a. regulierte und unregulierte Unternehmens- und Partnerschaftsfondsstrukturen sowie Verbriefungsgesellschaften in Luxemburg.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung fiel im Jahr 2023 schwächer als erwartet aus. Das Ausbleiben der nachhaltigen Erholung des privaten Konsums, maßgeblich bestimmt durch eine allgemeine Unsicherheitslage der anhaltenden und neuen geopolitischen Spannungen, beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und einer höheren Arbeitslosenquote.

Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % ab. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf die Energieversorgung waren trotz der Stabilisierung nach wie vor herausfordernd. Zudem bremsten weitere Herausforderungen wie Fachkräftemangel und unzureichende Investitionen die Wirtschaftsdynamik.

Trotz der konjunkturellen Schwäche und der daraus resultierenden leicht abnehmenden Einstellungsbereitschaft der Unternehmen wurde ein historischer Höchststand bei der Erwerbstätigkeit mit 45,9 Millionen Personen erreicht.

Die Preisstabilisierung auf den Energiemärkten und Senkung der Energiekosten mit starkem Fokus auf erneuerbare Energiequellen, Entlastungspakete, die unter anderem steuer- und abgabenbefreite Inflationsausgleichsprämien beinhalteten, schwächten den Anstieg der Verbraucherpreise im Jahresverlauf 2023 um 5,9 % über dem Vorjahr ab. Die nominalen Effektivlöhne der privaten Haushalte profitierten deutlich von diesen Maßnahmen und stiegen um 6,0 %. Aufgrund hoher Inflationsraten der letzten Jahre hatten die privaten Haushalte jedoch weiterhin teilweise erhebliche reale Einkommenseinbußen zu verzeichnen. Der private Konsum lag nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau.

Das Jahr 2023 war für Vermögensverwalter weiterhin durch volatile Kapitalmärkte gekennzeichnet, die insbesondere durch die folgenden Faktoren beeinflusst wurden: Krieg in der Ukraine, hohe Bürokratiehürden, wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Inflation.

Die Regulierungsanforderungen an Finanzinstitute, aber auch an unsere Kunden (darunter Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds und Banken), sind weiterhin hoch. Im Rahmen der Anlageentscheidung institutioneller Investoren haben Liquidität, Transparenz, Risikomanagement und Berichtswesen weiter eine hohe Bedeutung. Prime Capital bietet sowohl Strukturierungs- als auch Asset Management-Dienstleistungen für die Assetklasse der Alternative Investments aus einer Hand an.

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 hat Prime Capital weiterhin den Fokus verstärkt auf das Anbieten maßgeschneiderter Lösungen für institutionelle Investoren sowie das Auflegen von Multi-Investoren-Fonds gelegt. Kunden haben flexible Lösungen hinsichtlich der Strukturierung, Verbriefung und Verwaltung von Alternative Investments erhalten und profitieren dadurch u.a. von einer gestiegenen Transparenz und Kontrolle der Kapitalanlagen.

Die Provisionserträge werden von der Gesellschaft als finanzieller Leistungsindikator definiert und betragen zum Stichtag T€ 17.435 (Vorjahr T€ 24.321).

Im Jahr 2023 musste der finanzielle Leistungsindikator entgegen unserer Prognose eine negative Entwicklung verzeichnen. Ursächlich hierfür sind vor allem die verschlechterten Rahmenbedingungen. In der Folge ist das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung ebenfalls entgegen unserer Prognose deutlich gesunken und beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 248 (Vorjahr T€ 6.018).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Die Provisionserträge sind um 28,3 % auf T€ 17.435 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursächlich waren hier im Wesentlichen im Vorjahr vereinnahmte Einmaleffekte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um T€ 616 im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ursächlich hierfür war der Anstieg der Kostenweiterbelastungen an Fonds und aus der konzerninternen Leistungsverrechnung mit Tochterunternehmen.

Das Zinsergebnis ist von T€ -12 auf T€ -53 gesunken. Ursächlich war hier im Wesentlichen der Anstieg der Zinsaufwendungen an verbundenen Unternehmen (T€ 81) im Zusammenhang mit der Rückzahlung von in Vorjahren vereinnahmten Provisionserträgen (T€ 43) sowie Zinsaufwendungen aus einem Gesellschafterdarlehen (T€ 38)

Hauptsächlich führten reduzierte Verwaltungsaufwendungen für externe Advisor, Rechtsberatung sowie weitere Durchlaufposten zu einer Reduzierung der anderen Verwaltungsaufwendungen um T€ 885 gegenüber dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 794 gestiegen. Gründe für diesen Anstieg sind hauptsächlich periodenfremde Nachberechnungen aus Verwaltungsaufwendungen der externen Advisor und der Anstieg von Versicherungsprämien und Kosten für die Abschlusserstellung sowie Prüfung.

Der Ergebnisbeitrag von Tochterunternehmen und Beteiligungen ist um 31,7 % gesunken. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 5.773 auf T€ 254 gesunken.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist auf der Aktivseite durch liquide Mittel in Form von Bankeinlagen in Höhe von T€ 2.205 (Vorjahr T€ 7.772) sowie durch Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 4.770 (Vorjahr T€ 3.552) gekennzeichnet. Der Rückgang der Bankeinlagen ist unter anderem auf die Rückführung des Gesellschafterdarlehens zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.299 (Vorjahr T€ 9.478) setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.165 (Vorjahr T€ 6.927) zusammen.

Bei einer Bilanzsumme von T€ 18.215 (Vorjahr T€ 24.303) beträgt die Eigenkapitalquote 48,1 % (Vorjahr 36,0 %). Zu keinem Zeitpunkt des Geschäftsjahres war die Liquidität der Gesellschaft gefährdet.

Bezüglich des Bestands an eigenen Aktien verweisen wir auf unsere Angaben im Anhang des Jahresabschlusses.

III. Risiko-, Chancen- und Prognose

Risikobericht

Das Risikomanagement der Prime Capital hat das oberste Ziel, sowohl die Risiken für ihre Kunden als auch die eigenen wesentlichen Risiken zu minimieren. Dazu ist ein Risikomanagementprozess aus Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Risikosteuerung, Risikoüberwachung und Risikokommunikation implementiert worden und im Risikohandbuch dokumentiert. Zusammen mit den Organisationsrichtlinien bildet das Risikohandbuch die Grundlage für die Gestaltung der wesentlichen Geschäftsprozesse und das Management der damit verbundenen Risiken.

Unter dem Gesamtrisikoprofil verstehen wir die Gesamtheit aller quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risiken unter der Berücksichtigung ihrer Interdependenzen. Zu diesem Zweck erfolgt eine mindestens jährliche Risikoinventur. Während der Risikoinventur werden die wesentlichen Risiken identifiziert und beurteilt. Die Beurteilung erfolgt auf Basis von sinnvollen anerkannten Verfahren (statistische, deterministische Methoden und qualifizierte Expertenschätzungen). Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einem Risikoinventar festgehalten. Sämtliche Risiken werden auf der Einzelrisikoebene erfasst und netto bewertet, d.h. nach Abzug der Risikominderungsmaßnahmen.

Als relevante Risiken hat Prime Capital die finanziellen Risiken, die operationellen Risiken, sonstigen Risiken sowie die Konzentrationsrisiken identifiziert. Unter dem Begriff der sonstigen Risiken fasst die Gesellschaft das strategische-, Reputations- sowie Compliance-Risiko und regulatorische Risiken zusammen.

Finanzielle Risiken beinhalten u.a. Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken. Adressenausfallrisiken resultieren aus Forderungen gegenüber verschiedenen Kontrahenten, wenn diese ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können oder ausfallen. Das Adressenausfallrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als gering bewertet. Prime Capital unterliegt Marktpreisrisiken aus Fremdwährungspositionen. Um dieses Risiko zu minimieren, werden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Das Marktpreisrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als gering bewertet. Unter Liquiditätsrisiko versteht Prime Capital das Risiko einer fehlerhaften Liquiditätsplanung. Da aufgrund des Geschäftsmodells die Erträge und Kosten gut planbar sind und regelmäßig überwacht werden, wurde das Liquiditätsrisiko im Rahmen der Risikoinventur als gering bewertet.

Das operationelle Risiko ist definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen, Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Das operationelle Risiko wird in einer Risikoinventardatenbank erfasst und unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie risikomindernden Maßnahmen im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Group Compliance & Risk Committees quantifiziert. Dem operationellen Risiko der Gesellschaft begegnet Prime Capital durch eine adäquate Geschäftsorganisation, bestehend aus einer schriftlich fixierten Ordnung, standardisierten (automatisierten) Prozessen, implementierten Kontrollen und durch die enge Einbindung der Vorstände in die wesentlichen Geschäftsprozesse. Die einzelnen Ausprägungen des operationellen Risikos wurden im Rahmen der Risikoinventur als gering oder mittel bewertet.

Das strategische Risiko besteht aus der unerwarteten Abweichung von der strategischen Geschäftsplanung, die u.a. auf der Markteinschätzung sowie der langfristigen, internen Geschäftsausrichtung basiert. Prime Capital beleuchtet das strategische Risiko durch eine regelmäßige Marktüberwachung und -analyse sowie durch die Einleitung von risikomindernden Maßnahmen, durch strategische Projekte, durch eine dokumentierte Geschäftsstrategie, ein strategisches Controlling und regelmäßige Management Meetings. Das strategische Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als hoch bewertet.

Das Reputationsrisiko besteht in der unerwarteten Verschlechterung der Kundenwahrnehmung aufgrund externer (Reputation der Branche) oder interner (Reputation der Prime Capital) Einflüsse. Prime Capital begegnet dem Reputationsrisiko vor allem durch die mögliche Vermeidung von Handlungen, die sich negativ auf die Reputation auswirken könnten, durch regelmäßigen internen (Management) und externen (Kunden / Dienstleister) Austausch sowie durch fortlaufende Überwachung der öffentlichen Berichterstattung. Das Reputationsrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als hoch bewertet.

Das Compliance- und regulatorische Risiko besteht insbesondere in der Nichteinhaltung der bestehenden regulatorischen Anforderungen (z.B. infolge mangelnder interner Prozesse) sowie in entgangenen Erträgen (z.B. durch die steigende Regulierung auf der Kundenseite). Dem Compliance-Risiko wird durch eine sofortige Analyse und Implementierung gesetzlicher Neuerungen, durch ein dokumentiertes Compliance-Framework, Zusammenarbeit mit qualifizierten Servicedienstleistern (Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Steuerberater) und durch Teilnahme an Seminaren und Fortbildungen entgegengetreten. Das Compliance- und regulatorische Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als mittel bewertet.

Das Konzentrationsrisiko besteht in den unerwarteten nachteiligen Auswirkungen auf die Ertragslage der Prime Capital aufgrund von Konzentration auf Geschäftsfelder, Länder, Kunden oder einzelne Mitarbeiter. Prime Capital minimiert das Risiko insbesondere durch den Ausbau und weitere Diversifizierung der Geschäftsfelder sowie der Implementierung und Dokumentation von skalierfähigen internen Prozessen. Das Konzentrationsrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als hoch bewertet.

Nach dem Ergebnis der qualitativen und quantitativen Risikobeurteilung ist derzeit das operationelle Risiko als wesentliches Element im Risikoprofil der Risikotragfähigkeitsberechnung aufgeführt. Anhand der von der Gesellschaft durchgeführten Stresstests sowie der vorhandenen Risikodeckungsmasse, ist das operationelle Risiko nicht als bestandsgefährdend eingestuft.

Eine Reihe von makroökonomischen und marktbedingten Risiken, einschließlich einer schwächeren Konjunktur, könnten das Geschäftsumfeld und die Geschäftsergebnisse negativ beeinflussen. Darüber hinaus könnte die wirtschaftliche Verlangsamung die Erträge beeinträchtigen und sich durch negative Ratingveränderungen, Kreditverluste und Wertminderungen von Vermögenswerten negativ auf bestimmte von uns verwaltete Portfolios auswirken. Insbesondere die steigende Inflation und die höheren Zinssätze könnten zu vermehrten Zahlungsausfällen und Insolvenzen bei den Unternehmen führen, an die Kredite aus den von Prime Capital verwalteten Fonds vergeben wurden. Ein Teil der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in den von uns verwalteten Portfolios besteht aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten, bei denen sich Wertveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Die Rückgänge und Volatilitäten der Marktpreise könnten sich negativ auf den Wert dieser Finanzinstrumente auswirken und geringere Erträge zur Folge haben.

Es sind derzeit und auch im Folgejahr keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Chancenbericht

Prime Capital bietet unterschiedliche Dienstleistungen im Bereich Alternative Investments an. Dazu zählen neben Portfolio- und Asset Management-Dienstleistungen auch die Bereitstellung und Strukturierung von Investmentplattformen bspw. über Fonds- oder Verbriefungslösungen. Dabei verfolgen wir stets den Aufbau einer werthaltigen Beziehung zu unseren Kunden.

Nachhaltigkeitsfaktoren gewinnen für institutionelle Investoren zunehmend an Relevanz. Prime Capital sieht durch dieses gestärkte Kundeninteresse Wachstumschancen in ihren Kerngeschäftsfeldern. Durch die Entwicklung und Bereitstellung von Finanzprodukten mit nachhaltigen Anlagezielen kann Prime Capital ihre Kunden bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele unterstützen und die eigene ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie vorantreiben. Prime Capital sieht somit weiterhin die Förderung von Nachhaltigkeitsaktivitäten als zusätzliche Möglichkeit zur Stärkung der Kundenbeziehungen.

Prime Capital plant im folgenden Geschäftsjahr ihre Asset Management-Kompetenz im Bereich Alternative Investments weiter auszubauen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor wird sein, dass Prime Capital mit ihrer Unternehmensstrategie flexibel auf die sich ergebenden Risiken reagiert und insbesondere die Chancen, die sich aus den Veränderungen des Kapitalmarkt- und Regulierungsumfeldes ergeben, konsequent nutzt. Bei einer positiven Entwicklung der relevanten Märkte könnte sich dies vorteilhaft auf unsere Ertragslage auswirken. In diesem Zusammenhang werden die Investition in Mitarbeiter und die Kundenfokussierung weiter vorangetrieben.

Prognosebericht

Die Bundesregierung rechnet gemäß dem am 21. Februar 2024 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht für das Jahr 2024 mit einem um 0,2 % steigenden Bruttoinlandsprodukt in Deutschland. Es bestehen nach wie vor hohe Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft: der andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, ein sich anbahnender Konflikt im Nahen Osten, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie anhaltender Fachkräftemangel und steigende Nahrungsmittelpreise führen zur zurückhaltenden Kaufkraft der privaten Verbraucher.

Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich in Deutschland und anderen großen Volkswirtschaften zu einem wichtigen Thema entwickelt. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte 2024 spürbar abnehmen und sich auf eine jahresdurchschnittliche Rate von 2,8% verringern. In Verbindung mit einer erwarteten stabilen Beschäftigungsentwicklung wird ein Anstieg des privaten Verbrauchs von 1,1 % prognostiziert. Davon sollten vor allem die binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungen profitieren.

Die Konsumausgaben des Staates dürften im Jahr 2024 in preisbereinigter Rechnung um 0,7 % steigen. Staatliche Konsumausgaben sollen ursächlich auf Arbeitnehmerentgelte in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Verwaltung, auf soziale Sachleistungen oder Vorleistungsgüter entfallen. Laut der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland wird für das Jahr 2024 mit einer anhaltend hohen Inflationsrate von 2,8 % gerechnet. Die Einkommensentwicklung wird durch ansteigende Tariflöhne, Inflationsausgleichsprämien, einen höheren Mindestlohn und die Erhöhung des Bürgergelds gestärkt. Dies könnte die Kaufkraft der Verbraucher erhöhen und somit das Wirtschaftswachstum fördern. Die deutschen Exporte dürften nach einem Rückgang im Vorjahr nur leicht um 0,6 % steigen, was keine spürbaren Impulse für die private Investitionstätigkeit, insbesondere im Bau, liefern dürfte.

Diese Entwicklungen gepaart mit einem steigenden Zinsniveau könnte dazu führen, dass die Nachfrage nach Krediten sinkt oder die Attraktivität traditioneller Assetklassen steigen wird. Weiterhin kann ein Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten und insbesondere der Personalkosten nicht ausgeschlossen werden.

Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung für das Jahr 2024 wird im Jahr 2024 eine gesamtwirtschaftliche Erholung in Deutschland erwartet, die u.a. durch eine Entspannung der Energiepreise in Europa und sich belebende Nachfrage aus den europäischen Nachbarländern sich wieder etwas beleben dürfte. Demgegenüber steht die Erwartung einer Rezession in den USA und China. Die Wachstumserwartungen für den Welthandel wurden nach unten korrigiert, sollten aber in etwa dem globalen BIP-Wachstum von 3,0 % entsprechen. Eine schwächere als erwartete Erholung der Weltwirtschaft könnte die deutschen Exporte beeinträchtigen und das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland deutlich verlangsamen.

Prime Capital sieht sich mit seinem diversifizierten Geschäftsmodell und breitem Dienstleistungsangebot im Bereich Alternative Investments gut positioniert. Für das Jahr 2024 wird weiterhin der Ausbau des diskretionären Asset Managements vorangetrieben.

Wir erwarten für 2024 einen deutlichen Anstieg des finanziellen Leistungsindikators (Provisionserträge im Geschäftsjahr 2023 T€ 17.435) gegenüber dem Vorjahr.

Die Prime Capital AG rechnet für das Jahr 2024 mit einem deutlichen Anstieg des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung (Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023: T€ 248).

 

Frankfurt am Main, 14. Mai 2024

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Prime Capital AG, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Prime Capital AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prime Capital AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan-Robert Werner, Wirtschaftsprüfer

Benedikt Johannes Ketzler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung gemäß § 171 (2) AktG

Der Aufsichtsrat der Prime Capital AG beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2023 intensiv mit der Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr und mit der strategischen Ausrichtung. Es fanden neben einer Bilanzsitzung vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Frankfurt am Main statt. Der Aufsichtsrat besprach mit dem Vorstand grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements. Der Vorstand berichtete regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen und darüber hinaus bei Bedarf umfassend und zeitnah über alle Vorgänge, die von wesentlicher Bedeutung waren sowie über die Entwicklung der Unternehmenszahlen.

Der Vorstand der Prime Capital AG stellte dem Aufsichtsrat der Gesellschaft den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, und den Lagebericht unverzüglich nach ihrer Aufstellung zur Verfügung. Der Vorstand erfüllte somit seine Pflichten nach §. 170 (1) AktG. Zugleich legte er dem Aufsichtsrat den der Hauptversammlung 'vorzulegenden Gewinnverwendungsvorschlag gemäß § 170 (2) AktG vor. Dieser Vorschlag sieht folgende Verteilung vor;

1. Verteilung an die Aktionäre 0,00 Euro
2. Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,00 Euro
3. Gewinnvortrag 4.872.239,51 Euro
4. Bilanzgewinn 4.872.239,51 Euro

Aufgrund des bestehenden. Gewinnabführungsvertrages mit der Prime Partners GmbH wird ein Betrag von EUR 248.086,21 abgeführt: An den Aktionär WGS Private Equity Beteiligungs GmbH wird eine Garantiedividende von EUR 20.000 gezahlt, die aufgrund der handelsrechtlichen Bestimmungen aufwandswirksam im vorliegenden Jahresabschluss verbucht worden ist.

Der Aufsichtsrat prüfte die ihm vorgelegten Unterlagen gemäß § 171 (1) AktG. Bei der Prüfung bezog er die Informationen des Jahresabschlussprüfers mit ein. Die Prüfung führte zu keinen Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigte anschließend den. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Damit ist der Jahresabschluss der Prime Capital AG nach § 172 AktG festgestellt.

Der Jahresabschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, erteilte für den Jahresabschluss und den Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk;

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr besonderes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

 

Frankfurt am Main, 4. Juli 2024

Wolfgang Stolz, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Vorstandsbeschluss

Ergebnisverwendungsvorschlag für die Hauptversammlung

Sachverhalt:

Gemäß § 170 Abs. 2 AktG hat der Vorstand dem Aufsichtsrat den Vorschlag vorzulegen, den er der Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns machen will.

Beschluss:

Wir unterbreiten der Hauptversammlung folgenden Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023:

1. Verteilung an die Aktionäre 0,00 Euro
2. Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,00 Euro
3. Gewinnvortrag 4.872.239,51 Euro
4. Bilanzgewinn 4.872.239,51 Euro

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Prime Partners GmbH wird ein Betrag von EUR 248.086,21 abgeführt. An den Aktionär WGS Private Equity Beteiligungs GmbH wird eine Garantiedividende von EUR 20.000 gezahlt, die aufgrund der handelsrechtlichen Bestimmungen aufwandswirksam im vorliegenden Jahresabschluss verbucht worden ist.

 

Frankfurt am Main, den 25. Juni 2024

Andreas Kalusche

Dr. Werner Goricki

Marco Gerlach

Kerstin Hübsch

HRB 77556 • Sitz, Erfüllungsort und Gerichtsstand: Frankfurt am Main

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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