Süd Mobilien-Leasing GmbHLiquidiert
70173 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Enrico Anders seit 17.1.2019 | Liquidator |
Monika, geb. Ackermann Fahrbach seit 17.1.2019 | Liquidator |
Ute, geb. Schanz Kimmerle seit 17.1.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Landesbank Baden-Württemberg, Anstalt des öffentlichen Rechts | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Süd Mobilien-Leasing GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016OFFENLEGUNGSUNTERLAGEN zum 31. Dezember 2016der Süd Mobilien-Leasing GmbH, Stuttgarteingetragenbeim Amtsgericht StuttgartHRB 13990große Kapitalgesellschaft
Lagebericht 20161 Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen1.1 Rechtlicher Rahmen Das Stammkapital der Süd Mobilien-Leasing GmbH (im Folgenden auch SML GmbH oder Gesellschaft) beträgt TEUR 26 und wird zu 100 % von der SüdLeasing GmbH, Stuttgart, gehalten. Die SML GmbH ist über die SüdLeasing GmbH (im Folgenden SL GmbH oder SüdLeasing) ein Konzernunternehmen der Landesbank Baden-Württemberg Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (im Folgenden LBBW). Unter Wesentlichkeitsaspekten wird die SML GmbH nicht in den Konzernabschluss der LBBW einbezogen. 1.2 Geschäftsmodell Die Gesellschaft ist eine Leasinggesellschaft. Basis des Modells ist eine von der SL bereitgestellte Objektgesellschaft, welche in der Rechtsform einer GmbH geführt wird. Sie bietet ihren Kunden innovative Finanzierungslösungen für das Leasing von Mobilien an. Die SML GmbH hat die Verwaltungs- und Abwicklungsaufgaben der Leasing- und Mietkaufverträge an die SüdLeasing ausgelagert. 1.3 Geschäftstätigkeit Die SML GmbH ist im Bereich des Mobilienleasings tätig. Es werden Mobilien-Leasingverträge mit Voll- und Teilamortisation sowie Mietkaufverträge abgeschlossen. Die SML GmbH beschäftigt kein eigenes Personal. Die Leasingobjektpalette umfasst hauptsächlich Fahrzeuge und zu einem geringen Teil Büroausstattungen. 1.4 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die internationalen Finanzmärkte im Jahr 2016 waren von soliden Konjunkturdaten aus Europa und USA geprägt, wenngleich der beschlossene Brexit zu Verunsicherungen geführt hat. Die konjunkturelle Entwicklung des chinesischen Marktes hingegen trübte sich bis Jahresende weiter ein. Zum Jahresende 2016 zeichnet sich ein Ende der Niedrigzinsen ab. Der Dollarzins hat sich im Jahresverlauf bereits deutlich von den Tiefständen erholt und auch die Bundesanleihen rentieren wieder im positiven Bereich. Dies dürfte im Jahresverlauf 2017 anhalten. Die konjunkturelle Lage der deutschen Wirtschaft zeigt sich in 2016 weiterhin robust, getragen durch das Baugewerbe und die Exportindustrie aber auch den privaten Konsum. Die gesamtwirtschaftlichen Außeninvestitionen sind im Jahr 2016 um mehr als 2% gewachsen. Die für die Leasingbranche relevanten Ausrüstungsinvestitionen summierten sich in 2016 auf EUR 229,9 Mrd. Die Leasingbranche entwickelte sich im Vergleich dazu mit einem Wachstum von 9% deutlich dynamischer. Dies belegen die Ergebnisse des Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen vom 24.11.2016. Der Leasingmarkt in Deutschland repräsentiert 2016 ein Volumen von EUR 64,2 Mrd.. Damit erzielt die Leasingbranche einen neuen Rekord, denn mit 24% (Vorjahr: 22,8%) ist der Leasing-Anteil an den Ausrüstungsinvestitionen der bisher höchste in der Leasing-Geschichte. Für das Jahr 2017 rechnet der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen mit einem Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen von unter 2% (Vorjahr: 2,27%). Die Leasing-Wirtschaft realisierte 2016 in Deutschland Investitionen in Immobilien, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Equipment und andere Wirtschaftsgüter i.H.v. EUR 64,2 Mrd., davon EUR 55,1 Mrd. mittels Mobilien-Leasing (+7,2%) und EUR 7,4 Mrd. mittels Mietkauf (+8,8%). Treiber des Wachstums war vor allem das Fahrzeug-Leasing, das mit Pkw und Nutzfahrzeugen einen Anteil von 75% am Leasing-Neugeschäft hält. Es wächst 2016 um 8,6%. Das zweitstärkste Segment, das Maschinen-Leasing, stieg um 5,3%. Enttäuschend entwickelt sich das Leasing von Computern, Servern und IT-Ausstattungen. Nach einem bereits schwachen vergangenen Jahr verzeichnet das IT-Leasing 2016 einen erneuten Rückgang (- 10,1%). (Quelle: BDL Leasingnews Dezember 2016) 2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage2.1 Ertragslage Die Ertragslage der SML GmbH stellt sich wie folgt dar:
Die Ertragslage war im Berichtsjahr durch fehlendes Neugeschäft gekennzeichnet. Wie bereits in den Vorjahren sanken damit die bilanzierten Restbuchwerte des Leasingvermögens auf TEUR 5 (Vorjahr TEUR 9) und die bilanzierten Mietkauf-Forderungen auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 7). Mit dem Abbau des Vertragsbestands sanken im Berichtsjahr die Leasingerträge auf TEUR 4 (Vorjahr TEUR 81), die Leasingaufwendungen sanken auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 43) und die Abschreibungen auf das Leasingvermögen verringerten sich auf TEUR 4 (Vorjahr TEUR 28). Im Geschäftsjahr mussten Forderungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 0,00) aus rückständigen Raten wertberichtigt werden. Bei nahezu unveränderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 15) und einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3) ergab sich damit im Berichtsjahr ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -21 (Vorjahr TEUR -2), welches durch Verlustübernahme des Gesellschafters ausgeglichen wurde. 2.2 Finanzlage Die Finanzlage ist überwiegend durch die Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des LBBW-Konzerns bestimmt. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Die Verbindlichkeiten aus Darlehensrefinanzierung waren auf TEUR 8 rückläufig (Vorjahr TEUR 26). 2.3 Vermögenslage Die SML hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Zugänge bei den Leasingverträgen realisiert. Die Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufverträge erfolgt durch Darlehen über die LBBW. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch die Forderungen an Kreditinstitute, das Leasingvermögen und die Forderungen aus Mietkaufverträgen sowie deren Refinanzierung durch Darlehensaufnahme bei der LBBW geprägt. Der Vertragsbestand beläuft sich Ende 2016 auf 1 Leasingvertrag (Vorjahr 3 Verträge). Die Objektwerte zu Anschaffungskosten betragen Ende 2016 TEUR 18 gegenüber TEUR 52 im Vorjahr. Die Restbuchwerte des Leasingvermögens in Höhe von TEUR 5 haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 9) bedingt durch Anlagenabgänge und Abschreibungen auf das Leasingvermögen in 2016 um TEUR 4 verringert. Forderungen aus Mietkaufverträgen bestehen Ende 2016 nicht mehr (Vorjahr TEUR 7), da sämtliche Mietkaufverträge ausgelaufen sind. Das Eigenkapital (TEUR 28) ergibt sich aus dem Stammkapital (TEUR 26) und dem Gewinnvortrag (TEUR 2) aus 1997. Die Verwendung des Jahresergebnisses ist im Ergebnisabführungsvertrag festgelegt. Hieraus steht das Jahresergebnis zu 100 % der SüdLeasing zu. 3 RisikoberichtLeasing- und Factoring-Gesellschaften werden seit dem 25.12.2008 bankaufsichtsrechtlich als Finanzdienstleistungsinstitute definiert. Für die SML ergeben sich dadurch neben Melde- und Anzeigepflichten insbesondere auch Anforderungen an eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation gemäß § 25a KWG, des Geldwäschegesetzes und in Bezug auf Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses. Die SML GmbH ist in das Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem der SüdLeasing GmbH, Stuttgart, integriert. Die SüdLeasing GmbH hat eine Geschäftsstrategie und darauf aufbauend eine konsistente Risikostrategie entwickelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie für die SML GmbH ist eng an die SüdLeasing angelehnt. Das derzeit für die SüdLeasing und damit für die SML GmbH bestehende Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem lässt sich wie folgt beschreiben: 3.1 Risikosteuerung und -überwachung Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur hat die SüdLeasing das Kreditrisiko und das operationelle Risiko als wesentliche Risikokategorien bestätigt. Reputations- und Geschäftsrisiken werden ebenfalls als wesentlich eingestuft. Das Beteiligungsrisiko 1 ist laut der Risikoinventur 2016 unwesentlich. Zu den zentralen Steuerungs- und Monitoringinstrumenten zählen die Vorgaben im Rahmen der Kreditrisikostrategie zur die Portfolio- und Einzelwertsteuerung, das risikoadjustierte Pricing sowie die adäquate Bemessung und Analyse der Portfolio- und Einzelwertberichtigungen. Zur Risikoüberwachung wird jährlich die Risikotragfähigkeit ermittelt und ein Kreditrisikobericht erstellt, welcher die wesentlichen risiko- und steuerungsrelevanten Informationen enthält (z.B. Ausfallkennzahlen, Ratingverteilung, wesentliche Leasingnehmer usw.). Zentrale Kennzahlen werden sowohl auf SL-Gruppenebene als auch auf Einzelgesellschaftsebene dargestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass Kreditrisiken frühzeitig identifiziert, analysiert und gesteuert werden. Neben dem Kreditrisikobericht werden weitere interne Berichte sowie Auswertungen für die Gesellschaft erstellt. Das vierteljährliche tagende Risikokomitee dient als zentrales Gremium zur Risikoüberwachung und -steuerung. Darin werden risikorelevante Informationen und Berichte kommuniziert und diskutiert. Dieses Gremium setzt sich aus der Geschäftsführung sowie Führungskräften aus Markt, Marktfolge und Stäben der SüdLeasing zusammen. Die Risikomanagementsysteme der SüdLeasing sind auf Konzernebene mit der LBBW verzahnt. So werden Risikoberichte auch an die entsprechenden Einheiten der LBBW kommuniziert sowie die Allgemeine Risikostrategie gemeinsam mit der LBBW jährlich überprüft und aktualisiert. 3.2 Risikotragfähigkeit Die Gesellschaft verfügt über ein entsprechendes Modell zur Steuerung und Überwachung der Risikotragfähigkeit. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt jährlich durch die SüdLeasing. Die Ermittlung der Risikodeckungsmasse folgt weiterhin den Empfehlungen des BDL (Bund deutscher Leasinggesellschaften). Sie besteht maßgeblich aus dem Substanzwert inkl. Eigenkapital und stillen Reserven als Maß für künftige Erträge der Bestandsverträge sowie dem Eigenkapital und stillen Reserven. Die Messung der Kreditrisiken erfolgt mittels unexpected loss gemäß CRR-Formel. Dadurch werden Korrelationen berücksichtigt. Klumpenrisiken werden zusätzlich berücksichtigt. Das operationelle Risiko wird anhand des alternativen Standardansatzes gemäß § 319 CRR gemessen. Reputations- und Geschäftsrisiken werden über eine Quote der gemessenen Risiken berücksichtigt und durch eine Expertenschätzung validiert. Die Auslastung der Risikotragfähigkeit lag zu allen Quartalsstichtagen bei < 70% (Status grün).
1 Ein Beteiligungsrisiko besteht für die
Gesellschaft nicht.
In der Risikotragfähigkeit werden weiterhin drei Stressszenarien durchgeführt. Diese simulieren im zunehmenden Schwere- und Fristigkeitsgrad konjunkturelle Schwächephasen. Diese werden über verschlechterte Verwertungsquoten, abnehmende Kundenbonitäten und ansteigende operationelle Risiken beschrieben. Beim letzten Szenario handelt es sich um ein risikoartenübergreifendes Szenario. Zusätzlich zur Risikotragfähigkeit führt die Gesellschaft einmal jährlich einen inversen Stresstest durch, indem existenzgefährdende Szenarien ermittelt werden. Im nächsten Schritt werden die als relevant eingeschätzten Ereignisse genauer betrachtet und ggf. Gegenmaßnahmen eingeleitet. 3.4 Kreditrisiko Das Kreditrisiko wird in der SüdLeasing als möglicher Wertverlust definiert, der durch Bonitätsverschlechterung von Leasingnehmern oder durch die Auswirkungen von grenzüberschreitenden Beschränkungen des Devisenverkehrs (Transferrisiken) entsteht. Durch die große Bedeutung des Kreditrisikos für die SüdLeasing steht es im Mittelpunkt jeder Neugeschäftsentscheidung und ist eine zentrale Größe der Risikotragfähigkeit. Die Kreditrisikostrategie (KRS) wird jährlich in Abstimmung mit den zuständigen Konzerneinheiten überprüft, ggf. aktualisiert und verabschiedet. Das Kreditrisiko wird im Kreditprozess der SüdLeasing an mehreren Stellen berücksichtigt. Die Qualität der Kreditentscheidung wird durch standardisierte Ratingprozesse und eine umfangreiche Risikoanalyse des Kunden sichergestellt. Bei der Beurteilung fließen qualitative und/oder quantitative Merkmale ein. Bei der regelmäßigen Bestandsbewertung werden die Bonitätseinstufungen der Kunden aktualisiert. Intensivbetreuungsfälle nach MaRisk werden in einer eigenen Organisationseinheit betreut. Nach 90 Tagen Verzug liegt die Bonitätsklassifizierung als Ausfall nach Basel II vor. Zur Steuerung und Überwachung des Kreditrisikos werden u.a. die Portfolioziele der KRS im vierteljährlichen Reporting überwacht. Die verwendeten PD und LGD-Modelle unterliegen einer regelmäßigen Validierung. Für das Bonitätsrisiko wird durch Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen eine angemessene Risikovorsorge getroffen. Zum 30.09.2015 wurde die bestehende Schnittstellenvereinbarung zwischen der SüdLeasing und der LBBW über die Methodenverantwortung für PD und LGD erweitert. Die LBBW ist damit beauftragt, die Validierung und Modellweiterentwicklung sowohl für PD als auch für LGD in Abstimmung mit der SüdLeasing durchzuführen. Die Rekalibrierung im Anschluss an die PD-Validierung in 2016 hatte zu einer Verringerung der durchschnittlichen PD geführt. Die LGD-Validierung in 2016 machte keine neue Kalibrierung des LGD-Modells nötig. Zum Stichtag 31.12.2016 betrugen die Barwerte der Leasing- und Mietkaufforderungen der SüdLeasing inklusive Forfaitierungsbestand EUR 2,9 Mrd. Das volumenbasierte Durchschnittsrating lag in der Ratingklasse 8. 3.4 Operationelle Risiken Operationelle Risiken können aus sämtlichen betrieblichen Aktivitäten resultieren und sind damit impliziter Teil des unternehmerischen Handelns in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder externen Ereignissen. Ein systematisches Risikomanagement ermöglicht es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Steuerungsmaßnahmen zu deren Vermeidung oder Begrenzung zu ergreifen. Der Risikomanagementprozess sieht daher eine regelmäßige Risikoinventur in Form eines Self-Assessment (Selbsteinschätzung) in den Fachbereichen der SüdLeasing vor. Dieses beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte. Die Ergebnisse des Self Assessments dienen der Ergänzung der historischen Schadensfallsammlung. Die vorherrschende Handlungsstrategie gegenüber operationellen Risiken besteht darin, Risiken zu reduzieren. Als wesentliche Maßnahmen zur Schadensprävention werden die konsequente und zeitnahe Mitarbeitersensibilisierung über die aktuellen Methoden des externen Betruges gesehen. Für die Erfassung von operationellen Risiken gibt es eine konzernweite Schadensfalldatenbank (ORC-Datenbank). Darin werden alle Schadensfälle auf Basis einheitlicher Standards erfasst und können ausgewertet werden. Das implementierte Notfallkonzept der SüdLeasing, welches die zeit- und geschäftskritischen Prozesse im Detail analysiert und konkrete Maßnahmen im Falle eines Notfalls definiert, wird regelmäßig überprüft. Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden operationellen Risiken erkennbar. Aus heutiger Sicht sind keine wesentlichen operationellen Risiken erkennbar, die die SML GmbH nachhaltig gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage beeinträchtigen könnten. 3.5 Marktpreis- und Liquiditätsrisiken Die Marktpreisrisiken umfassen bei der SüdLeasing im Wesentlichen das Restwertrisiko, das Zinsänderungsrisiko sowie das Währungsrisiko. Alle drei Unterkategorien sind derzeit als unwesentlich eingestuft. Die Gesellschaft refinanziert sich nach Geschäftsabschluss unverzüglich zins- und währungsneutral. Zins- und Währungsrisiken bestehen daher nicht. Liquiditätsrisiken sind unwesentlich, da die Konzernmutter (LBBW) den offenen Liquiditätsbedarf vor Abschluss von Kundengeschäften zur Verfügung stellt. Hierdurch ist sowohl das Liquiditätsrisiko im engen Sinne, als auch das Marktliquiditätsrisiko abgedeckt. 4 Prognosebericht4.1 Chancen und Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft ist in einer guten Verfassung und erlebt einen starken Aufschwung. Das BIP wird 2017 voraussichtlich um 1,4% wachsen so die Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums im Jahreswirtschaftsbericht mit dem Titel "Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa". Eine signifikante Änderung der Investitionsstimmung ist laut Projektion demnach nicht in Sicht. Für 2017 rechnet der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen mit einem Plus der Ausrüstungsinvestitionen unter 2%. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich insgesamt kurz vor Weihnachten in festlicher Stimmung. Laut ifo Konjunkturtest Dezember waren die Unternehmen erneut zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick auf das erste Halbjahr 2017 fiel leicht optimistischer aus. (Das ifo Institut errechnet das Geschäftsklima Mobilien-Leasing aus den Meldungen der Leasing-Gesellschaften zur gegenwärtigen und der in den nächsten sechs Monaten erwarteten Geschäftslage.) Erhebliches Wachstumspotenzial sieht die Leasing-Wirtschaft im Thema Industrie 4.0. Hier stehen immense Investitionen an, um Deutschlands Position als Leitanbieter von Industrie 4.0-Technologien zu sichern. Experten schätzen bis 2020 ein jährliches Investitionsvolumen der deutschen Industrie von EUR 40 Mrd.. Doch Investitionen in Industrie 4.0 stellen auch eine Herausforderung dar, denn der Investitionsbegriff verändert sich gänzlich. Es geht nicht mehr nur um klassische Anlageninvestitionen, sondern verstärkt um innovative Prozesse, die finanziert werden müssen. Weiche Investitionen in immaterielle Werte wie Software und Patente gewinnen an Bedeutung. Die Leasing-Branche ist prädestiniert, diese Investitionen zu realisieren um mit ihrem Know-how die neuen Prozesse und Geschäftsmodelle bewerten und begleiten können (Quelle: BDL und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jan./Dez. 2016). 4.2 Erwartete Geschäftsentwicklung Die SML GmbH schließt hauptsächlich Leasing- und Mietkaufverträge über Kraftfahrzeuge für Mitarbeiter und Gesellschaften des LBBW-Konzerns ab. Die Gesellschaft rechnet für das Jahr 2017 mit keinem Neugeschäft und einem leicht negativen Ergebnis.
Stuttgart, den 5. Mai 2017 Geschäftsführung der Süd Mobilien-Leasing GmbH gez. Ralf Siegel gez. Peter Wolf Bilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016der Süd Mobilien-Leasing GmbH, Stuttgart
Anhang 2016A. Allgemeine AngabenDie Süd Mobilien-Leasing GmbH, Stuttgart (im Folgenden SML), die gewerbsmäßig das Finanzierungsleasing betreibt, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG und unterliegt damit der eingeschränkten Beaufsichtigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Deutschen Bundesbank. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 13990 eingetragen. Das Stammkapital der SML in Höhe von DM 50.000,00 (EUR 25.564,59) wird zu 100 % von der SüdLeasing GmbH (im Folgenden SL), Stuttgart, gehalten. Zwischen der SML (beherrschte Gesellschaft) und der SüdLeasing GmbH, Stuttgart (herrschende Gesellschaft), besteht seit 1997 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Jahresabschluss der SML wird in elektronischer Form beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und auf dessen Internetseite bekanntgemacht. Der Jahresabschluss der SML sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden nach den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Im Hinblick auf die Besonderheiten des Leasinggeschäfts wurden die RechKredV-Formblätter für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sachgerecht erweitert. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Die Forderungen an Kreditinstitute sind zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert ausgewiesen. Wertkorrekturen waren 2016 nicht erforderlich. Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen wurden mit ihrem Barwert angesetzt. Die übrigen Kundenforderungen wurden zu Anschaffungskosten oder zum Nennwert ausgewiesen. Bei den Forderungen an Kunden werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das Leasingvermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Bis 31.12.2007 wurde das Leasingvermögen grundsätzlich degressiv, unter Ausnutzung der steuerlich zulässigen Höchstwerte, abgeschrieben. Bei Zugängen ab dem 1. Januar 2008 wurden die Anschaffungskosten linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurden im Geschäftsjahr Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Verbindlichkeiten werden zu Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Refinanzierung der Leasing- und Mietkaufgeschäfte erfolgt über Darlehensfinanzierung bei der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz (im Folgenden LBBW). Die Besicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung der Leasingobjekte. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) beinhaltet Mietsonderzahlungen und Mietvorauszahlungen, welche über die Laufzeit der Verträge abgegrenzt werden. Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und alle erkennbaren Risiken angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. C. FristengliederungDie nach der Rechnungslegungsverordnung geforderte Fristengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
D. Erläuterungen zur BilanzDie täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 43) betreffen das Girokonto bei der LBBW. Die Forderungen entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Die Forderungen an Kunden beinhalten Forderungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 2), aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 4) und aus Lieferungen aus Mietkaufgeschäften in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 7). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 2) beinhalten Forderungen aus der Verlustübernahme der SL auf Grund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags. Die Entwicklung des Leasingvermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit sind TEUR 8 (Vorjahr TEUR 26) gegenüber verbundenen Unternehmen (LBBW) enthalten. Diese resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten für Leasing- und Mietkaufverträge. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr TEUR 26) besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 0,1) betreffen Verbindlichkeiten aus dem Umsatzsteuer-Organschaftsvertrag mit der SL. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte Erlöse aus Mietvorauszahlungen und Mietsonderzahlungen. Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 12 betreffen Rückstellungen für Prüfungsaufwendungen und Steuerberatungskosten. Sämtliche Rückstellungen sind ausreichend bemessen. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 28 ergibt sich aus dem Stammkapital in Höhe von TEUR 26 und dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2 aus 1997. Die Verwendung des Jahresergebnisses ist im Ergebnisabführungsvertrag festgelegt und steht zu 100 % der SL zu. E. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHGZum Bilanzstichtag bestehen gegenüber der Gesellschafterin Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 0,1). Des Weiteren bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 2). F. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungenDie Leasingerträge entfallen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 81) auf das Leasinggeschäft. Die Leasingerträge betreffen Geschäfte mit inländischen Kunden. Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 43) beinhalten Aufwendungen aus dem Abgang der Restbuchwerte der verkauften Leasingobjekte nach Abschreibung. Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 1) aus dem Mietkaufgeschäft mit inländischen Kunden. Die unter den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesenen anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 16) beinhalten im Wesentlichen Prüfungsaufwendungen, Rechtsberatungskosten und von verbundenen Unternehmen erbrachte Beratungsaufwendungen. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Leasingvermögen des Geschäftsjahres teilen sich auf in planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 25) und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 3). G. Sonstige AngabenGeschäftsführer der Süd Mobilien-Leasing GmbH waren im Berichtsjahr
Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Angestellten. Das als Aufwand erfasste Honorar für die Durchführung der Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2016 beträgt TEUR 8. Die SML ist über die SL ein verbundenes Unternehmen zur Landesbank Baden-Württemberg Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Mainz. Unter Wesentlichkeitsaspekten wir die SML nicht in den Konzernabschluss der LBBW einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Stuttgart, den 5. Mai 2017 Geschäftsführung der Süd Mobilien-Leasing GmbH gez. Ralf Siegel gez. Peter Wolf Entwicklung des Leasingvermögens zum 31. Dezember 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB i. V. m. § 340k HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ditzingen bei Stuttgart, den 5. Mai 2017 "WIRTSCHAFTSPRÜFUNG"
gez. Hans-Joachim Oettinger, Wirtschaftsprüfer gez. Katja Bäthge, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 07. Juni 2017 festgestellt. |
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