Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 41489
Vorher
Shoei Europa Distribution Deutschland GmbH
Eingetragen
2.11.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörGroßhandel mit Schuhen
Gegenstand
Vertrieb von Sicherheitshelmen und verwandten Produkten in Deutschland und alle Aktivitäten, die diesen Zweck fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kyosuke Shimizu
seit 13.10.2025
Geschäftsführer
Oliver Wieden
seit 14.7.2016
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Shoei Distribution GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/ 2023

Zielsetzung des Unternehmens ist der Vertrieb von hochwertigen Motorrad- Helmen, Visieren, Kommunikationssystemen sowie Helmersatzteilen. Bis auf die Kommunikationssysteme und Visiere werden die Produkte ausschließlich von der Muttergesellschaft SHOEI Co., Ltd in Japan hergestellt und von diesem Unternehmen erworben. Neben der SHOEI Distribution GmbH, die in Deutschland, Österreich, Osteuropa sowie in Skandinavien tätig ist, operieren im europäischen Markt zwei weitere Tochtergesellschaften der SHOEI Co. Ltd. Die SHOEI Europe Distribution SARL, Vulaines sur Seine/Frankreich, ist in Frankreich, Portugal sowie Benelux aktiv. Die SHOEI Italia SRL, Mailand/Italien, ausschließlich im italienischen Markt. Der Vertrieb erfolgt über Handelspartner.

Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft

Neben den Auswirkungen der Corona Pandemie und dem Ukraine Krieg war die Saison 22/23 auch vom Wechsel in der Homologationsvorschrift für Motorradhelme geprägt. Die Helmnorm E22/05 wird zum Jahresende 2023 von der E22/06 abgelöst, die andere Stoßdämpfungswerte für Motorradhelme vorschreibt. Somit war die Saison 22/23 stark vom Abverkauf der Helmmodelle nach alter Norm und Neubevorratung/ -order von 06er homologierten Helmmodellen geprägt.

Neben den wintertypischen widrigen Witterungsverhältnissen erfolgte der Saisonstart zunächst verzögert.

Die Neuzulassungszahlen der Motorräder stiegen um ca. 6%. Auch die Logistikketten der Motorradhersteller waren im positiven Sinne von den Auswirkungen der Corona Pandemie betroffen. Somit trafen viele Modelle, die für die Saison 21/22 bestimmt waren, erst in der Saison 22/23 ein. Die Verkaufszahlen des Motorradzubehörsegments im höherpreisigen Segment erfolgten auch in dieser Saison trotz widriger Umstände wie Corona und deren Auswirkung auf die globale Wirtschaft und Logistikketten und der Krieg in der Ukraine auf hohem Niveau, so dass die Zahl der verkauften Helme um ca. 1,7 % über dem Vorjahresniveau lag. Die zentrale Steuerung des Managements erfolgt weiterhin über Stückzahlenanalysen sowie das Vorsteuerergebnis.

Vermögens-, Finanz-und Ertragslage

Der Anteil des Helmumsatzes am Gesamtumsatz lag bei ca. 81 % (Vorjahr 86 %), während die Umsätze mit Visieren, Ersatzteilen und den drei Kommunikationssystemen rund 19 % (Vorjahr 14%) des Gesamtumsatzes ausmachten.

Der Helmumsatz im Geschäftsjahr 2022/2023 stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 4%.

Dieser Anstieg in der Saison 2022/2023 erfolgte erwartungsgemäß und ist auf die hohe Nachfrage der verschiedenen SHOEI Helmmodelle zurückzuführen.

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2022/23 ist um T € 757 gestiegen.

Auch in dieser Saison ist das Ergebnis auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Absatzmenge hochpreisiger Helmmodelle und Kommunikationssysteme (NXR2, X-SPR Pro, GT-Air 2, SRL2 & SRL Mesh) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T € 320 erhöht. Der Personalaufwand ist um T € 129 gestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf höhere Handelsvertreterprovisionen aufgrund gestiegener Helmstückzahlen und höherer Ausgangsfrachten zurückzuführen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 beträgt T€ 3.574 nach T€ 3.272 im Vorjahr. Der erreichte Umsatz lag T€ 618 unter dem im Vorjahr geplanten Wert und der erreichte Jahresüberschuss lag mit T€ 201 (nach Steuern) über Plan (Plan war T€ 3.373).

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.078 gesunken. Dies beruht vor allem auf einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.811 und einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T € 6.538 sowie einem Rückgang der sonstigen Vermögengegenstände um T€ 387. Dem steht ein Anstieg der Vorräte um T€ 4.737 gegenüber. Aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in das Cashpooling werden die Bankguthaben unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Auf der Passivseite ist insbesondere das Eigenkapital aufgrund einer Dividendenausschüttung in Höhe von € 9 Mio., die im Geschäftsjahr an den Gesellschafter erfolgt ist, gesunken. Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 75,5 % (Vorjahr 84,8 %). Somit deckt das langfristige Kapital das langfristige Vermögen sowie weite Teile des kurzfristigen Vermögens. Im Geschäftsjahr 2022/23 betrug die Eigenkapitalrentabilität 22,2% (Vorjahr 15,2%).

Eine ausreichende Liquiditätsausstattung der Gesellschaft wird zum einen durch den selbsterwirtschafteten Cash-Flow und dem daraus generierten Finanzmittelbestand sowie zum anderen durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cash Pooling mit der SHOEI (EUROPA) GMBH, Düsseldorf, der SHOEI EUROPE Distribution SARL, Vulaines sur Seine/Frankreich, und SHOEI Italia SRL, Mailand/Italien, gewährleistet.

Risikomanagement

Ziel unseres Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Unser Risikomanagementsystem umfasst dabei zunächst die detaillierte Finanz- und Budgetplanung für das laufende und das folgende Geschäftsjahr. Die Planung erfolgt im Rahmen einer fortlaufenden monatlichen Periodenrechnung und wird an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes gegebenenfalls angepasst. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an unsere japanische Muttergesellschaft werden die Soll/Ist-Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Geschäftsbereichen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Bedeutende Investitionen werden im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens zunächst lokal beantragt und anschließend durch die Gesellschafterin genehmigt. Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen wird überwiegend durch Kreditversicherungen oder Vorkasse-Vereinbarungen sowie durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur begegnet. Etwaigen Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken wird durch die Einbindung der Gesellschaft in das europäische Cash-Pooling System mit der SHOEI (EUROPA) GMBH, der SHOEI EUROPE Distribution SARL und Shoei Italia SRL begegnet.

Risikobericht

26,3% der Umsätze wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Großkunden realisiert. Diese Konzentration birgt Risiken bei einer finanziellen/wirtschaftlichen Schieflage des Vertriebspartners.

Bis auf die Kommunikationssysteme und Visiere werden die Produkte ausschließlich in Japan durch die Muttergesellschaft gefertigt und von dort geliefert. Der Einkaufspreis in Euro basiert auf dem japanischen Yen, so dass Währungsschwankungen direkten Einfluss auf die Einkaufspreise und somit den Gewinn unserer Gesellschaft haben können.

Risiken, die ein Fortbestehen des Unternehmens gefährden existieren nicht. Trotz allem kann sich eine Entwertung des Euro dramatisch auf SHOEI ́s Profitabilität auswirken und kann als materielles Risiko betrachtet werden, das sich nachteilig auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Betriebs auswirken kann. Auch können längere Produktionslaufzeiten zum einem schleichenden Vertrauensverlust auf Handelsseite führen, wenn die gewünschte Ware nicht zum benötigten und gegebenenfalls vereinbarten Liefertermin bereitgestellt werden kann. Inwieweit die stark angestiegenen Lebenshaltungskosten sich ebenfalls nachteilig auf das Konsumverhalten der sonst sehr robust aufgestellten SHOEI Klientel auswirkt, bleibt abzuwarten.

Chancen hinsichtlich der künftigen Entwicklung

Trotz der anhaltenden Lieferverzögerungen und -restriktionen seitens der japanischen Fertigungsstätten konnten die Stückzahlen bei bestehenden Helmmodellen gehalten werden. Die Einführung des neuen Flagship Helmmodels X-SPR Pro in Kombination mit den Abverkäufen des Vorgängermodells X-Spirit 3 haben insgesamt zu einem Anstieg der Verkaufszahl geführt. Maßgeblich zur Steigerung trug das Modell X-SPR Pro bei. Die Verkaufszahl des X-Spirit 3 mit 4.928 St. aus dem Vorjahr konnte um 1.927 St. auf 6.855 St. mit den Verkäufen des X-SPR Pro und X-Spirit 3 gesteigert werden.

Mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres werden die neuen Volumen Touring Modelle Neotec 3 und GT-Air3 erwartet, die neben dem neuen Homologationsstandard auch alle notwendigen Spezifikationen aufweisen, die von der entsprechenden Zielgruppe als attraktiv und somit als Grundvoraussetzung für eine positive Kaufentscheidung erachtet werden.

Für die Saison 2023/24 wird, wie bereits in den vorangegangenen Saisons, die Geschäftsbeziehung zu den Vertriebspartnern mit einer Vermarktungsvereinbarung intensiviert.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2023/24 wird eine geringfügige Reduktion der Verkaufsmenge um ca. 550 Helme entsprechend der Planung erwartet. Beim derzeitigen Euro/Yen Wechselkursverhältnis wird ein positives Ergebnis vor Steuern von T€ 6.095 angepeilt. Das Geschäftsvolumen wird aufgrund einer klaren Modellpolitik für die Saison 2023/24 als stabil eingeschätzt. Mit den bestehenden Modellen verfolgt man die Zielsetzung auch in der Saison 2023/2024 in diesen Marktsegmenten die Position zu verteidigen bzw. neue Marktanteile zu gewinnen. Weitere neue Dekore auf bestehenden Helmmodellen werden zum Unternehmenserfolg in der Saison 2023/24 beitragen.

Das Unternehmen wird alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind das Image der Marke zu pflegen und Händler zu motivieren, Helme lagermäßig zu bevorraten, ohne Bedenken haben zu müssen, dass diese innerhalb kürzester Zeit ihren Wert verlieren.

 

Düsseldorf, den 18. April 2024

Die Geschäftsführung

Yoichi Kagotani

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.06.2023
30.06.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 209.408,46 266.904,44
209.408,46 266.904,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 12.252.036,24 7.514.792,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.578.687,23 3.389.809,46
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.578.687,23; Vorjahr € 3.389.809,46)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.177.580,78 13.715.263,47
(davon gegen Gesellschafter € 2.051,25; Vorjahr € 1.015,86)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 7.177.580,78; Vorjahr € 13.715.263,47)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 44.984,33 432.172,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.777,43 1.645,06
21.056.066,01 25.053.683,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.277,08 32.683,95
21.275.751,55 25.353.272,36

Passiva

30.06.2023
30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 400.000,00 400.000,00
III. Gewinnvortrag 11.998.290,07 17.726.381,31
IV. Jahresüberschuss 3.574.410,49 3.271.908,76
16.072.700,56 21.498.290,07
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 662.915,51 333.309,06
2. Sonstige Rückstellungen 586.288,68 617.751,68
1.249.204,19 951.060,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 484.666,46; Vorjahr € 359.953,45) 484.666,46 359.953,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.094.289,16 1.891.774,91
(davon gegenüber Gesellschafter € 3.042.367,28; Vorjahr € 1.733.630,38)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 3.094.289,16; Vorjahr € 1.891.774,91)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 374.891,18 652.193,19
(davon aus Steuern € 373.317,97; Vorjahr € 652.144,42)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0; Vorjahr € 14,44)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 374.891,18; Vorjahr € 652.193,19)
3.953.846,80 2.903.921,55
21.275.751,55 25.353.272,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/23
2021/22
1. Rohergebnis 9.519.692,26 8.762.384,85
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.083.094,35 -968.015,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -210.197,11 -196.266,06
(davon für Altersversorgung € 19.277,30; Vorjahr € 18.730,55)
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -64.582,72 -81.396,17
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.395.654,92 -3.075.649,99
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 263,33; Vorjahr € 663,59)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 137,21
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -740,59 0,00
(davon an verbundene Unternehmen € 740,59; Vorjahr € 0,00)
4.765.422,57 4.441.194,34
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.189.994,08 -1.168.219,58
8. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.575.428,49 3.272.974,76
9. Sonstige Steuern -1.018,00 -1.066,00
10. Jahresüberschuss 3.574.410,49 3.271.908,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeine Angaben

Sitz der Shoei Distribution GmbH ist Düsseldorf. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 41489 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen.

Der Jahresabschluss vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 S. 1 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen zwei bis zehn Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 werden nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die in Vorjahren gemäß § 6 Abs. 2a EStG jährlich gebildeten Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 250 und € 1.000 wurden über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die FIFO-Methode verwendet, da dies den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um notwendige Einzelwertberichtigungen vermindert.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Tageskurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Das Anlagevermögen betrifft Betriebs- und Geschäftsausstattung und hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 wie folgt entwickelt:

Anschaffungskosten
Stand am 01.07.2022 813.132,95
Zugänge 7.086,74
Abgänge 0,00
Stand am 30.06.2023 820.219,69
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.07.2022 546.228,51
Zugänge 64.582,72
Abgänge 0,00
Stand am 30.06.2023 610.811,23
Restbuchwerte
Stand am 30.06.2023 209.408,46
Stand am 30.06.2022 266.904,44

Die Bewertung der Vorräte nach der FIFO-Methode führt nicht zu einem erheblichen Bewertungsunterschied im Vergleich zu der Bewertung der Vorräte auf Grundlage des letzten bekannten Marktpreises.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 397 (Vorjahr T€ 580) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 6.780 (Vorjahr T€ 13.135) aus einem Cashpool-Guthaben. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von <1 Jahr.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Dezember 2022 wurde beschlossen aus dem Gewinnvortrag 2020/2021 des Eigenkapitals eine Dividende in Höhe von € 9,0 Mio. auszuschütten.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für noch zu zahlende Kundenboni (T€ 441), Prüfungs- und Steuerberatungskosten (T€ 61), sonstige Personalrückstellungen (T€ 60) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 23) gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren - wie im Vorjahr - ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T € 23). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 0 (€ 37,53) (Vorjahr T€ 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T € 60 (Vorjahr: T€ 38).

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2022/23 waren durchschnittlich 10 Angestellte und 4 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführung

 

Herr Yoichi Kagotani, Managing Director, Tokio/Japan

Vergütungen an den Geschäftsführer wurden von der Shoei Distribution GmbH nicht gezahlt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen für die Restlaufzeit der Verträge T€ 65 (Vorjahr T€ 63).

Gesamt
T€ innerhalb 1 Jahr
T€
innerhalb 1 bis 5 Jahren
T€
nach 5 Jahren
T€
- aus Miet- und Leasingverträgen 65 22 43 0
65 22 43 0

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der SHOEI CO. LTD., Tokio/Japan, die als Muttergesellschaft für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor's NETwork) unter der Nummer E02470 veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Gewinnvortrag und den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag hat es keine signifikanten Vorkommnisse gegeben.

 

Düsseldorf, den 18. April 2024

Die Geschäftsführung

Yoichi Kagotani

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Shoei Distribution GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Shoei Distribution GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shoei Distribution GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Miriam Köllner, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde am 21. Mai 2024 festgestellt.

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