Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 45770
Vorher
OCTA PHARMA Vertrieb von Plasmaderivaten GmbH
Eingetragen
11.6.1993
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Der Import, die Herstellung und der Vertrieb von pharmazeutischen und medizinischtechnischen Erzeugnissen, insbesondere von Plasmaderivaten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Dr. Stork
seit 3.2.2025
Prokura
Uwe Dr. Münster
seit 8.1.2025
Geschäftsführer
Michael Fuhrmann
seit 5.8.2019
Prokura
Hubert Franzaring
seit 16.4.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Octapharma AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Octapharma AG
Switzerland
102.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Octapharma GmbH

Langenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 92,50 1.202,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.079.213,32 3.180.902,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.032,12 39.230,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 348.189,79 350.723,85
4. Anlagen im Bau 689.770,23 4.146.205,46 2.710,40 3.573.567,21
4.146.297,96 3.574.769,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 26.866.479,72 23.752.806,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.248.787,61 23.740.294,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 57.268,55 60.981,05
3. Forderungen gegen Gesellschafter 22.943.512,45 3.467.077,66
4. Sonstige Vermögensgegenstände 443.891,27 42.693.459,88 287.501,03 27.555.853,86
III. Kassenbestand 436,56 40,78
69.560.376,16 51.308.700,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.080,73 174.894,02
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 211.792,00 211.638,00
74.014.546,85 55.270.002,53

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 102.500,00 102.500,00
II. Kapitalrücklage 1.278.229,70 1.278.229,70
III. Bilanzgewinn 31.145.696,10 25.981.144,69
32.526.425,80 27.361.874,39
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 150.308,65 160.878,30
C. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 285.960,99 285.974,01
2. Sonstige Rückstellungen 11.205.607,15 11.099.598,48
11.491.568,14 11.385.572,49
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.742.518,81 2.326.941,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.839,90 24.091,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 25.943.454,23 13.476.799,80
4. Sonstige Verbindlichkeiten 148.431,32 533.844,61
- davon aus Steuern EUR 129.024,50 (i. Vj. EUR 529.454,96) - 29.846.244,26 16.361.677,35
74.014.546,85 55.270.002,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 228.514.456,15 252.135.093,23
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.733.730,08 1.944.456,97
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -205.841.813,18 -228.824.516,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -871.003,54 -206.712.816,72 -1.080.725,86 -229.905.242,30
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.035.011,22 -5.051.082,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -946.759,27 -5.981.770,49 -947.425,19 -5.998.507,26
- davon für Altersversorgung EUR 63.629,06 (i. Vj. EUR 53.296,98) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -395.529,19 -342.612,96
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.258.372,02 -9.591.867,48
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 355.744,88 31.119,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.362,99 -5.172,30
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 5.362,99 (i. Vj. EUR 5.172,30) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.073.711,73 -2.122.291,53
10. Ergebnis nach Steuern 5.176.367,97 6.144.975,56
11. Sonstige Steuern -11.816,56 -10.669,11
12. Jahresüberschuss 5.164.551,41 6.134.306,45
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.981.144,69 19.846.838,24
14. Bilanzgewinn 31.145.696,10 25.981.144,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Angaben

Die Octapharma GmbH, Langenfeld, ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Nummer HRB 45770 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Elisabeth-Selbert- Straße 11 in 40764 Langenfeld, Deutschland.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen der §§ 266 Abs. 2 und 3, 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, linear ermittelte Abschreibungen. Dabei wird eine erwartete betriebliche Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten nach Ansatz planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen werden abweichend von den steuerlichen Vorschriften nach konzerneinheitlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear über einen Zeitraum von drei (Software) bis 25 Jahren (Gebäude) vorgenommen.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten auf Basis einer Verrechnungspreisrichtlinie mit der Octapharma AG, Lachen/Schweiz, unter Beachtung des Niederstwertprinzips sowie des Prinzips der verlustfreien Bewertung bilanziert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Kassenbestände werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die für künftige Zeiträume gezahlten Beträge zeitanteilig abgegrenzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Berücksichtigung eines marktüblichen Zinssatzes, der für eine angenommene Restlaufzeit der Pensionen von 15 Jahren ermittelt wird, nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,90 % (10-Jahresdurchschnitt per November 2024 (Änderungen zum 31. Dezember 2024 unwesentlich), i. Vj. 1,83 %) und der Richttafeln 2018 G (i. Vj. Richttafeln 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen unverändert zum Vorjahr folgende Annahmen zugrunde:

• Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0 %,
• Jährliche Rentensteigerungen: 1,75 %.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Zum 31. Dezember 2023 wurden die leistungskongruenten Rückdeckungsversicherungen dabei gemäß IDW RH FAB 1.021 bewertet, wobei das Wahlrecht dahingehend ausgeübt wurde, das Passivprimat anzuwenden (Anpassung des Aktivpostens an den Erfüllungsbetrag der Pensionszusage). Bei Verwendung des Passivprimats ändert sich die Höhe des Aktivpostens der betroffenen Rückdeckungsversicherungen im Vergleich zur inkongruenten Bewertung ohne Berücksichtigung des IDW RH FAB 1.021. Von dem gesamten Rückdeckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.292 (i. Vj. TEUR 1.308) sind gemäß IDW RH FAB 1.021 TEUR 212 (i. Vj. TEUR 212) nicht mit den Pensionsrückstellungen saldierungsfähig, es erfolgt ein Ausweis dieses Betrages unter der Position "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung".

Nicht realisierte Erträge des Deckungsvermögens aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert unterliegen insoweit einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Sätze 1 und 3 HGB, wie sie die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens übersteigen (TEUR 220; i. Vj. TEUR 245).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und sind zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden die § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung und Aufgliederung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge 31.12.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 526.231,74 0,00 526.231,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.020.213,91 118.419,98 8.138.633,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 213.148,04 0,00 213.148,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.601.720,53 161.577,63 1.763.298,16
4. Anlagen im Bau 2.710,40 687.059,83 689.770,23
9.837.792,88 967.057,44 10.804.850,32
10.364.024,62 967.057,44 11.331.082,06
Kumulierte Abschreibungen Abschreibungen des
1.1.2024 Geschäftsjahres 31.12.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 525.029,24 1.110,00 526.139,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.839.311,83 220.108,74 5.059.420,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 173.917,16 10.198,76 184.115,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.250.996,68 164.111,69 1.415.108,37
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
6.264.225,67 394.419,19 6.658.644,86
6.789.254,91 395.529,19 7.184.784,10
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 92,50 1.202,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.079.213,32 3.180.902,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.032,12 39.230,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 348.189,79 350.723,85
4. Anlagen im Bau 689.770,23 2.710,40
4.146.205,46 3.573.567,21
4.146.297,96 3.574.769,71

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 82; i. Vj. TEUR 87) sowie dem Cash-Pool-Guthaben (TEUR 22.918; i. Vj. TEUR 3.441).

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

EUR
Vortrag 25.981.144,69
Jahresüberschuss 2023 5.164.551,41
31.145.696,10

Unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse sind Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen am Standort Dessau auf der Grundlage des Gesetzes über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird, erfolgt analog der Abschreibung der angeschafften förderungsfähigen Anlagegegenstände in Dessau und betrug in 2024 wie im Vorjahr TEUR 10.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurden die Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 1.366 (i. Vj. TEUR 1.382) mit Rückdeckungsansprüchen in Höhe von TEUR 1.080 (i. Vj. TEUR 1.096) verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsansprüche betragen TEUR 900 (i. Vj. TEUR 895).

Der Ausweis der verrechenbaren Zinszuführungen zu den Rückdeckungsversicherungsansprüchen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 20) erfolgt im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsaufwendungen und wird dort mit TEUR 26 (i. Vj. TEUR 25) Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen verrechnet.

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist eine Vergleichsbewertung unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinses (1,96 % per November 2024 bzw. 1,76 % per November 2023) durchzuführen. Der Erfüllungsbetrag beläuft sich hiernach auf TEUR 1.355 (i. Vj. TEUR 1.396), sodass sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR -11 (i. Vj. TEUR 14) ergibt. Da dieser inzwischen negativ ist, entfällt, im Gegensatz zum Vorjahr, die Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen umsatzmindernde Sachverhalte in Form von Rückvergütungen an Kunden, Zwangsabgaben nach dem Beitragssicherungsgesetz sowie Aufwendungen für Skontiabzüge (TEUR 10.353; i. Vj. TEUR 9.893). Des Weiteren sind Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 338 (i. Vj. TEUR 505) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 515 (i. Vj. TEUR 701) enthalten.

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern resultierten wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung (PKW) bestehen zum 31. Dezember 2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 50 (davon bis zu einem Jahr TEUR 23, davon über einem Jahr TEUR 27). Die Leasingverträge wurden zur Verbesserung der Liquiditätslage abgeschlossen. Risiken bestehen über die Verpflichtung selbst hinaus nicht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 227.810 (i. Vj. TEUR 251.424) Erträge aus dem Vertrieb von Blutplasmaderivaten im Inland. Zudem fallen erbrachte Dienstleistungen in Höhe von TEUR 705 (i. Vj. TEUR 711) ebenfalls unter die Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr im Inland getätigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 57 (i. Vj. TEUR 75), die im Wesentlichen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 106 (i. Vj. TEUR 77). Im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 90) enthalten. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesene Währungsverluste beliefen sich auf TEUR 2 (i. Vj. TEUR 1).

Die Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge entfallen in Höhe von TEUR 350 (i. Vj. TEUR 26) auf verbundene Unternehmen.

Latente Steuern ergeben sich aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden. Zum 31. Dezember 2024 besteht unter Zugrundelegung eines Steuersatzes in Höhe von 28,7 % ein Überhang an aktiven latenten Steuern, die im Wesentlichen aus Unterschieden im Anlagevermögen sowie bei den Rückstellungen resultieren. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte keine Aktivierung des Aktivüberhangs der latenten Steuern.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2024 ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEUR 31.146, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.165 sowie aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 25.981, auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers, bestehend ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen, beträgt TEUR 39 (i. Vj. TEUR 44).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Die Octapharma GmbH ist in einen Cash-Pool mit der Octapharma AG, Lachen/Schweiz, als Cash-Pool-Führerin eingebunden. Seit dem 1. Januar 2023 wird das Cash-Pool-Guthaben der Gesellschaft von der Muttergesellschaft Octapharma AG, Lachen/Schweiz, variabel verzinst. Der Zinssatz orientiert sich dabei an EUR -Tagesgeldeinlagen und hat bis 31. Dezember 2024 2,75 % p. a. betragen. Der Ertrag beträgt TEUR 350 (i. Vj, TEUR 26). Die Forderungen der Gesellschaft aus dem Cash-Pooling gegen die Cash-Pool-Führerin betrugen zum Stichtag TEUR 22.918 (i. Vj. TEUR 3.441).

Geschäftsführer

Herr Dr. Johannes Hafer, Diplom Kaufmann/Geschäftsführer, Wallenhorst bis 31.12.2024 Seit 01.01.2025 ist Herr Dr. Uwe Münster, Langenfeld, Geschäftsführer.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern sind zum 31. Dezember 2024 TEUR 609 (i. Vj. TEUR 633) zurückgestellt. Die Angabe der Rentenbezüge für ehemalige Geschäftsführer unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2024 56 (i. Vj. 56) Angestellte. Im Jahr 2024 ergibt sich folgende Verteilung der Mitarbeiter auf die einzelnen Bereiche:

2024 2023
Mitarbeiter Mitarbeiter
Marketing und Vertrieb 39 39
Übrige Bereiche (i. W. Verwaltung) 17 17
56 56

Das oberste Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Octapharma Nordic AB, Stockholm/Schweden. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Langenfeld, den 28. März 2025

Octapharma GmbH

Dr. Uwe Münster

Geschäftsführung

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der Geschäftsaktivitäten der Octapharma GmbH (im Folgenden auch "Octapharma" genannt) ist der Vertrieb von Plasmaderivaten und rekombinant hergestellten Gerinnungsfaktoren. Die vertriebenen Arzneimittel werden von der Octapharma AG, Lachen/ Schweiz, bezogen und im Wesentlichen an Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser geliefert.

Die von der Gesellschaft angebotenen Produkte werden insbesondere in den Marktsegmenten Immunologie, Hämophilie und Intensivmedizin eingesetzt.

Neben der Nachfrage nach den Produkten sind auch gesetzgeberische Einflussfaktoren regelmäßig verantwortlich für den Geschäftsverlauf.

In der Hauptverwaltung der Vertriebsgesellschaft in Langenfeld sind die Geschäftsführung, Marketing, Medizin und Verwaltung/IT angesiedelt. In der Niederlassung Dessau befinden sich die Auftragsbearbeitung und Distribution.

Steuerungssystem

Die Gesellschaft wird über ein Kennzahlensystem gesteuert. Wesentliche Kernkennzahl ist dabei die Absatzmenge, die monatlich auf einzelne Produktionsfaktoren bezogen wird. Zudem sind die durch die Absatzmenge stark beeinflussten Kennzahlen Umsatz und Jahresüberschuss ("Ergebnis") wesentlich für die Steuerung des Unternehmens.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung werden ausschließlich von der Octapharma AG, Lachen/ Schweiz, betrieben. Die Gesellschaft selbst wendet hierfür lediglich die Mittel auf, die für die gesetzlich vorgeschriebene, produktbegleitende Forschung erforderlich sind.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Octapharma GmbH ist die deutsche Vertriebsgesellschaft der Octapharma-Gruppe.

Der Markt der Plasmapräparate und rekombinant hergestellten Gerinnungsfaktoren ist ein Oligopol mit einer vergleichsweise kleinen Anzahl von Unternehmen, die alle auch weltweit im Wettbewerb stehen. Die Octapharma GmbH agiert in wesentlichen Teilen in einem Umfeld, das abhängig von der Nachfrage bzw. dem Bedarf nach Medikamenten aus Plasmaderivaten ist. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen haben, sofern diese für den Markt für Medikamente aus Plasmaderivaten (beziehungsweise entsprechenden rekombinant hergestellten Arzneimitteln) relevant sind, in der Regel nur einen zeitversetzten Einfluss auf die Lage der Gesellschaft.

Die Arzneimittel sind ausnahmslos Originalpräparate. Einen generischen Markt gibt es nicht. Octapharma GmbH ist, auf Basis eigener Berechnungen, im Marktsegment Immunologie mit einem Marktanteil im mindestens zweistelligen Prozentbereich sowie im Bereich Hämophilie im hohen einstelligen Prozentbereich vertreten.

Im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKVFinStG), im Bundestag verabschiedet am 20. Oktober 2022, wurde das Preismoratorium bis Ende 2026 verlängert. Im Zusammenhang mit dem Preismoratorium nach § 130a Abs. 3a des SGB V sind seit 2018 Preisanpassungen in Höhe der Inflationsrate grundsätzlich möglich (gilt nicht für Präparate mit verhandeltem Erstattungsbetrag (Nuwiq) oder Festbetrag (Octanate ab 10/2023)). Im Geschäftsjahr 2024 betrug die Anpassung 2,2 % (i. Vj. 5,9 %).

Darüber hinaus ist der Hersteller verpflichtet, nach § 130a SGB V einen Rabatt auf den Herstellerabgabepreis pro verordneter Packung an die Krankenkassen abzuführen ("gesetzlicher Herstellerrabatt"). Diese Regelung ist derzeit dem Grund nach nicht befristet. Für das Kalenderjahr 2024 betrug der Herstellerrabatt 7 % (i. Vj. 12 %).

Im Bereich der Hämophiliepräparate wurde erstmalig für die Produktklasse "rekombinanter Gerinnungsfaktor VIII" vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein Festbetrag beschlossen und vom GKV-Spitzenverband (GKV-SV) mit Wirkung zum 1.10.2024 festgelegt. Davon ist das Octapharmaprodukt Nuwiq betroffen.

De facto ist der Markt für Hämophilieprodukte flächendeckend zusätzlich über Rabattverträge mit den Krankenkassen weiter reguliert. Für fast alle Präparate in diesem Markt wurden Vereinbarungen zwischen Herstellern mit allen relevanten Kassen abgeschlossen.

Geschäftsverlauf

Wie erwartet sind im Berichtsjahr die Umsatzerlöse um TEUR -23.621 auf TEUR 228.514 gesunken. Dies entspricht einer Reduzierung von ca. -9,4 %.

Im Produktbereich Immunologie sind die Mengen weiterhin insgesamt rückläufig (-62 %), durch Preisanpassungen sanken die Umsätze jedoch nur um -13 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich Hämophilie ergab sich bei annähernd gleichbleibenden Durchschnittspreisen und höheren Mengen (+3 %) eine Umsatzsteigerung (+5 %) gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich der Intensivmedizin sind die Mengen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (-15 %). Durch eine gleichzeitige Reduzierung der Durchschnittspreise (-8 %) sinkt der Umsatz (-20 %). Hintergrund des Rückgangs bei den Mengen ist ein geringerer Bedarf im Klinikbereich.

Insgesamt konnte das Geschäftsjahr 2024 dennoch erfolgreich gestaltet werden, da die Gesellschaft über eine umfassende und qualitativ hochwertige Produktpalette und langfristige Kundenbeziehungen verfügt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Jahresüberschuss erreicht im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt TEUR 5.165 (i. Vj. TEUR 6.134). Die Umsatzrentabilität blieb aufgrund des mit unserer Muttergesellschaft seit Jahren bestehenden Distribution Agreements positiv und stabil.

Die operativen Kosten (definiert als Summe aus Personalaufwand, Abschreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Zinsergebnis) der Gesellschaft liegen - ohne Berücksichtigung des Materialaufwandes - mit rd. EUR 16,3 Mio nur unwesentlich über dem Vorjahresniveau (rd. EUR 15,9 Mio).

Die Vorjahreserwartungen hinsichtlich niedrigerer Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2024 wie erwartet eingetreten (Budget EUR 229 Mio).

Den Vermögensgegenständen der Gesellschaft stehen, neben dem Eigenkapital, nur kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft wird in der Regel gekauft. Die Investitionen des Berichtsjahres betreffen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand an Fertigwaren von TEUR 23.753 auf TEUR 26.866 erneut erhöht, während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende von TEUR 23.740 auf TEUR 19.249 verringert haben. Auf der Aktivseite nahmen die Forderungen gegen den Gesellschafter aufgrund geänderter internen Konzernverrechnungsvorgaben deutlich um TEUR 19.476 auf TEUR 22.944 zu.

Die Gesellschaft hat keine Bankverbindlichkeiten. Insbesondere aufgrund der Entwicklung verschiedener Bilanzpositionen, wie der deutlichen Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter um TEUR 12.467 sowie der Erhöhung des Bilanzgewinns um TEUR 5.165 auf Grund des Jahresüberschusses, verringert sich insgesamt die Eigenkapitalquote auf ca. 44 % (i. Vj. ca. 50 %). Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft.

Die Unternehmensleitung schätzt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes insgesamt als gut ein, die Ertragslage inklusive der Kennzahlen Absatzmenge, Umsatz und Jahresüberschuss, ist trotz der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Berichtsjahr stabil.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2025 wird der durchschnittliche Verkaufserlös je Produkt nahezu unverändert sein, da Preiserhöhungen in breiten Segmenten des Marktes aufgrund der Gesetzgebung nicht möglich sind.

Für das Jahr 2025 rechnen wir im Bereich der Immunologie im Vergleich zum Vorjahr mit ungefähr gleichbleibenden Umsätzen. Durch die deutlich gestiegenen Energie- und Transportkosten sowie die nach wie vor hohen Kosten für den Rohstoff Blutplasma sind die Herstellungskosten weiter gestiegen. Um weiterhin eine gleichbleibende Umsatzrentabilität zu erreichen, sind höhere Durchschnittspreise erforderlich. Daher hat sich die Octapharma GmbH entschlossen, sich weiterhin in einem geringen Umfang in den Einkaufsgemeinschaften zu positionieren und sich zusätzlich auf den hochpreisigeren Rezeptmarkt zu konzentrieren.

Im Bereich der Hämophilie wird dagegen mit einem Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet, bedingt durch Marktanteilsgewinne bzw. Neueinführungen im Bereich der Non-Faktor-Therapien und dem Markteintritt eines neuen Wettbewerbs-Faktor-FVIII- Präparates mit sehr langer Halbwertszeit.

Für 2025 wird im Bereich der Intensivmedizin mit einer stabilen Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Das Preisniveau liegt in etwa auf der Höhe des Vorjahres, so dass hier mit einer stabilen Umsatzlage gerechnet wird.

Aufgrund des mit unserer Muttergesellschaft bestehenden "Distribution Agreements" gehen wir im kommenden Geschäftsjahr von einer grundsätzlich gleichbleibenden Ergebnislage und Jahresüberschuss aus.

Wir rechnen zusammengefasst für das Geschäftsjahr 2025 mit einem leichten Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr bei leicht sinkenden Absatzmengen.

Chancen- und Risikobericht

Unter Risiken verstehen wir mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für die Octapharma GmbH negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Unter Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, soweit möglich oder vorhanden, werden bereits implementierte Gegenmaßnahmen, die den Risiken entgegenstehen, dargestellt.

Risiken

Die einzelnen Risiken werden in den einzelnen Risikogruppen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit dargestellt, das Risiko mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit wird als erstes in der jeweiligen Risikogruppe aufgeführt.

Die Gesellschaft ist mit Marktrisiken konfrontiert. Marktrisiken beinhalten die Reglementierungen des Gesundheitssektors aufgrund politischer Maßnahmen sowie Wettbewerbsrisiken.

Im Bereich der Hämophilie gibt es mehrere Einflussfaktoren im Wettbewerb, die signifikante Risiken für das Octapharma-Portfolio darstellen. Hier sind insbesondere folgende Präparate zu nennen:

Nicht-Faktor-Präparate:

Hemlibra (Roche)

Hympavzi (Pfizer)

Alhemo (NovoNordisk - Markteinführung erwartet in Q2/3 2025)

Faktor-VIII-Konzentrate mit stark verlängerter Halbwertszeit

Altuvoct (Sobi)

Es ist wahrscheinlich, dass diese beiden Präparategruppen in Zukunft weiter signifikant Marktanteile von den klassischen aus Plasma oder rekombinant hergestellten Gerinnungskonzentraten gewinnen werden.

Nach wie vor gehen wir davon aus, dass für die Gerinnungspräparate aus Plasma auch in Zukunft ein signifikantes - wenn auch weiterhin abnehmendes - Marktsegment erhalten bleibt. Der Trend in Richtung zu rekombinant hergestellten Präparaten und hier insbesondere zu solchen mit verlängerter Halbwertszeit wird sich jedoch fortsetzen. Letztere werden also, zusammen mit dem bereits beschriebenen "Nicht-Faktor-VIII-Präparat", welches subkutan gespritzt wird, zu einem signifikanten Druck auf den Gesamtmarktanteil der Hämophiliepräparate von Octapharma führen.

In den letzten Jahren hat es zahlreiche Eingriffe des Gesetzgebers in die Marktstrukturen von Arzneimitteln gegeben. Der seit 2003 im SGB V (§ 130a Abs. 1) festgelegte Herstellerrabatt beträgt für das Jahr 2024 7 % (i. Vj. 12 %). Wir erwarten, dass auch in den kommenden Jahren weiterhin Herstellerrabatte eingefordert werden. Zusätzlich besteht seit August 2010 ein sogenanntes Preismoratorium, welches Preiserhöhungen bis auf das Preisniveau vom 1. August 2009 zurück als zusätzlichen Rabatt einfordert. Diese Regelung wurde im Oktober 2022 bis Ende 2026 verlängert (SGB V, § 130a Abs. 3a). Preiserhöhungen sind damit vom Gesetzgeber auch weiterhin de facto ausgeschlossen. Erstmalig wurde im Juli 2018 der gesetzlich vorgesehene Ausgleich der Herstellerabgabepreise im Rahmen der Inflationsrate zugelassen und vorgenommen (2024: 2,2 %). Risiken würden in weiteren Eingriffen des Gesetzgebers bestehen.

Die Jahre 2019 bis 2023 sind steuerlich nicht final veranlagt. Da die Gesellschaft jährliche Zielmargen mit der Muttergesellschaft Octapharma AG, Lachen (Schweiz), vereinbart hat, besteht das Risiko einer Anpassung der Verrechnungspreise. Das Risiko wird als moderat eingestuft. Unsere Muttergesellschaft hat erklärt, dass sie uns von sämtlichen Steuern einschließlich Nebenleistungen (wie z. B.: Zinsen), die infolge der Feststellungen des Fachprüfers für Außensteuer und Verrechnungspreis-Angelegenheiten im Rahmen der steuerlichen Außenprüfungen bei den jeweiligen Tochtergesellschaften bestandskräftig festgesetzt werden und von den Tochtergesellschaften (zusätzlich) zu zahlen sind, freistellt.

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen, und ein Ende der militärischen Auseinandersetzung ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Die Auswirkungen dieses Konflikts hatten keine Implikationen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Es besteht das grundsätzliche Risiko steigender Preise beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen. Aufgrund der abgeschlossenen Transferpreisvereinbarung mit unserer Muttergesellschaft sehen wir derzeit keine überdurchschnittlichen finanziellen Risiken aus dem Konflikt.

Unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025, aufgrund unseres Geschäftsmodells, erachten wir für sachgerecht. Es besteht aber das Risiko, dass die Planung (erwartete Umsatzerlöse) aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht eintreten wird, z. B., weil Lieferketten unterbrochen sind oder die benötigten Waren nicht zur Verfügung stehen.

Chancen

Den möglichen Ausbau des Absatzes durch im Konzern entwickelte neue Produkte sehen wir zurzeit als wesentliche Chance.

Das integrierte Berichtssystem der Gesellschaft stellt monatlich Kennzahlen bereit, anhand derer Abweichungen zur Planung analysiert werden und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Insgesamt gibt es weder aus finanzwirtschaftlicher Sicht noch im Absatz- oder operationalen Bereich Risiken, die für sich allein oder kumuliert eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft bedeuten.

 

Langenfeld, den 28. März 2025

Octapharma GmbH

Dr. Uwe Münster, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Octapharma GmbH, Langenfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Octapharma GmbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Octapharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 7. Mai 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kis, Wirtschaftsprüfer

Kern, Wirtschaftsprüferin

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