Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 157037
Vorher
tellM UG (haftungsbeschränkt)tellM GmbH
Eingetragen
14.10.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBauträger für WohngebäudeHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
die Entwicklung, Bereitstellung und Vermarktung einer Kommunikations-Applikation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Richard Gregory
seit 5.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

The Jodel Venture GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Allgemeines

Die The Jodel Venture GmbH, Berlin, (im Folgenden "Jodel") entwickelt und betreibt eine hyperlokale Social Media Platform (im Folgenden "App"), auf welcher sich Nutzer mit Menschen in ihrer Umgebung austauschen können.

Die Applikation ist kostenlos im Apple App oder Google Play Store herunterzuladen. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Vertrieb von Werbung, welche den Nutzern in der App angezeigt werden (Onlinewerbung).

Zudem können die Nutzer durch Zahlung einer Gebühr Zugang zu Premiuminhalten in der App erhalten (In App Verkäufe). Der Zugang zu den Premiuminhalten kann direkt über die Stores erworben werden. Die Abonnements werden in verschiedenen Laufzeiten angeboten (wöchentlich, monatlich oder jährlich).

Wichtigste Absatzmärkte waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Deutschland und Finnland sowie Saudi-Arabien.

Die The Jodel Venture GmbH hat ihren Standort in Berlin und besitzt keine weiteren Betriebsstätten. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 54 (Vorjahr 73) und lag damit 26 % unter dem Niveau des Vorjahres.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022, was eine leichte Entspannung im Vergleich zur Inflationsrate von 6,9 % im Vorjahr darstellt1. Trotz des Rückgangs bleibt die Inflationsrate mit knapp 6 % auf einem hohen Niveau. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands erlebte im Jahr 2023 einen Rückgang von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr, kalenderbereinigt betrug die Veränderung -0,1 %. Die Wirtschaftsleistung wurde durch sinkende Investitionen und eine verhaltene globale Nachfrage, verschärft durch geopolitische Unsicherheiten und anhaltend hohe Energiepreise, belastet. Trotz einer leichten Erholung im privaten Konsum und staatlichen Ausgaben konnte die Wirtschaft nicht an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Die Exporte und Importe gingen zurück, was die Abhängigkeit von der globalen Wirtschaftslage unterstreicht. Insgesamt endete das Jahr für die deutsche Wirtschaft im Minus, was die anhaltenden Herausforderungen und den Bedarf an strukturellen Anpassungen widerspiegelt.2

Der Werbemarkt zeigte sich im Dezember stark, mit einem Wachstumsimpuls durch TV-Spots, die um 8,8 % zulegten, und wesentlich zu einem Gesamtmonatsplus von 7,5 % beitrug. Die Außen- und Kinowerbung verzeichneten ebenfalls beeindruckende Zuwächse von 11,2 % bzw. 22 %. Die Onlinewerbung erwies sich als besonders dynamisch mit einem Jahresplus von 3,8 Prozent. Im Dezember allein flossen 415 Millionen Euro in digitale Kampagnen, ein Anstieg um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung digitaler Kanäle, die sich auch in den gestiegenen Investitionen für Search, YouTube und Social-Media-Werbung widerspiegelt, auch wenn diese getrennt erfasst werden. Zeitungen und Hörfunk erfreuten sich ebenfalls Zuwächsen, während Publikumszeitschriften einen Rückgang verzeichneten. Insgesamt markiert das Jahr 2023 eine positive Wende im Werbemarkt, angeführt von einer starken Performance in der Onlinewerbung.3

1 Statistische Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024

2 Statistische Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024

3 horizont.net, vom 16. Januar 2024

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich für die The Jodel Venture GmbH wesentliche Leistungsindikatoren wie folgt entwickelt. Die Anzahl der Nutzer der App ist in einigen Märkten gesunken. In anderen Märkten, wie z.B. Finnland und Norwegen, ist die Anzahl der Nutzer jedoch gestiegen. Insgesamt ergab sich jedoch ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2022. Die Liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr 2023 zum 31.12.2023 wie erwartet um 3.017 TEUR reduziert.

Die Umsatzerlöse sind auf 3.484 TEUR (Vorjahr 3.959 TEUR) gesunken. Die Umsatzerlöse im Bereich In App Purchase Verkäufen sind leicht gestiegen. Im Bereich Onlinewerbung sind die Umsatzerlöse hingegen gesunken.

3. Lage des Unternehmens

3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftslage der Gesellschaft wird vor allem durch ein umfassendes Berichtswesen von der Geschäftsführung überwacht und kontrolliert. Die Steuerung sowie die Unternehmensplanung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen auf Basis von Nutzerzahlen und liquide Mittel.

Das Berichtswesen der Gesellschaft bietet ausreichenden Schutz vor unerwarteten negativen Entwicklungen im operativen Geschäft und befähigt Jodel gleichzeitig zur schnellen Reaktion auf sich ändernde Gegebenheiten.

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 5.060 TEUR (Vorjahr 8.429 TEUR). Der Großteil der Bilanzsumme ergibt sich aus den Bankguthaben in Höhe von 4.547 TEUR (Vorjahr 7.564 TEUR).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände machen 9.2 % (Vorjahr 9.2 %) der Bilanzsumme aus. Sie beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die App Stores und Werbegroßkunden.

Das Eigenkapital von Jodel beträgt zum Stichtag 4.503 TEUR (Vorjahr 7.855 TEUR) und damit 89,0 % (Vorjahr 93,2 %) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote ist somit trotz des negativen Jahresergebnis 2023 im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 4.2 Prozentpunkte gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 369 TEUR (Vorjahr 287 TEUR) machen einen Anteil von 7.3 % (Vorjahr 3,4 %) der Bilanzsumme aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber AWS.

3.3. Finanzlage

Die liquiden Mittel waren im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt ausreichend vorhanden. Somit konnte die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen zu jedem Zeitpunkt nachkommen. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit erfolgte durch die generierten Einnahmen, sowie durch die vorhandenen liquiden Mittel. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 4.547 TEUR (Vorjahr 7.564 TEUR). Damit verfügt die Gesellschaft über ausreichend liquide Mittel, um die gesetzten Unternehmensziele zu erreichen.

Die geplanten Maßnahmen für weiteres Wachstum durch Erhöhung des Engagement der Nutzer sowie durch gezielte Marketing- & Community Aktionen können durch die bestehende Liquidität und den Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit abgedeckt werden. Nach derzeitiger Planung werden weitere Kapitalrunden kurzfristig nicht notwendig sein. Trotz des Verlustes der Gesellschaft in 2023 stellt sich die Fortführungsprognose der Gesellschaft positiv dar. Der bedeutsamste finanziellen Leistungsindikator der Gesellschaft sind die liquiden Mittel. Diese haben sich im Geschäftsjahr 2023 zum 31.12.2023 um 3.017 TEUR reduziert.

3.4. Ertragslage

Die erzielten Umsatzerlöse im Berichtsjahr sanken leicht um 12.0 % auf 3.484 TEUR (Vorjahr 3.959 TEUR).

Die Personalaufwendungen sind um 23,9 % gesunken, was vornehmlich auf den Bereich Product & Engineering und Marketing zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 388 gestiegen, was vornehmlich auf eine Rückerstattung von Beratungskosten im Rahmen der Server Migration sowie Zuschusszahlungen aus Förderprogrammen zurückzuführen ist. Die Materialaufwendungen sind um 85% gestiegen, was vornehmlich auf höhere Serverkosten zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.365 TEUR (Vorjahr 2.583 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Beratungskosten im Zusammenhang mit der abgeschlossenen Server Migration. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf geringere Ausgaben für Marketing zurückzuführen.

Die The Jodel Venture GmbH schließt das Jahr mit einem Jahresergebnis von -3.352 TEUR (Vorjahr -5.130 TEUR) ab. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft als herausfordernd.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risikobericht

Die The Jodel Venture GmbH ist in der Lage Risiken frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken, um die Risiken zu vermeiden oder in geringem Ausmaß zu halten. Hierbei wird kein formalisiertes Risikomanagementsystem eingesetzt. Aufgrund der schlanken Struktur der Gesellschaft hat die Geschäftsführung zu jedem Zeitpunkt einen genauen Überblick über die Situation der Gesellschaft sowie die Risiko- und Chancenentwicklung.

Strategische Risiken

Der Markt für Social Media Plattformen ist grundsätzlich wettbewerbsintensiv. Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein und erkennt hierdurch keine bestandsgefährdenden Risiken, da sich die Plattform durch ihre lokale Ausrichtung signifikant vom Wettbewerb unterscheidet.

Ertrags- und Ergebnisrisiken

Ende 2023 erlebte der deutsche Werbemarkt eine signifikante Erholung mit einer Steigerung der Werbeausgaben um 0,3 Prozent, unterstützt durch einen starken Dezember und eine kontinuierliche positive Entwicklung in verschiedenen Werbesegmenten.4 Diese positive Tendenz mindert die Risiken marktbedingter Umsatzeinbrüche und lässt eine stabile Fortsetzung dieser Entwicklung Anfang 2024 erwarten. Ein nicht unerheblicher Anteil an In App Verkäufen wird zudem im Nahen Osten erwirtschaftetund unterliegt daher einem gewissen Risiko von geopolitischen Einschränkungen.

Da die App der Gesellschaft über die App-Stores (Google Playstore und Applestore) vertrieben wird, resultiert ein Risiko aus zukünftig höheren App-Store Gebühren. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko als gering ein.

4 horizont.net, vom 16. Januar 2024

Finanzielle Risiken

Die Gesellschaft verfügt über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln. Durch das bestehende Liquiditätsmanagement sowie durch rollierende Forecasts kann die finanzielle Situation gut und weitblickend eingeschätzt werden und wenn notwendig durch neue Finanzierungsmaßnahmen bzw. Reduzierung der Kosten entsprechend reagiert werden. Dennoch bestehen grundsätzlich gewisse finanzielle Risiken:

Aufgrund der derzeitigen Marktentwicklung besteht das Risiko von Umsatzeinbrüchen, welche die Gesellschaft durch eine konservative Umsatzplanung jedoch berücksichtigt hat. Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein.

Es besteht das Risiko, dass Forderungen nicht eingebracht werden können. Die Gesellschaft schätzt das Ausfallrisiko der Forderungen jedoch als gering ein, da der Zugang zu den Premiuminhalten erst nach Zahlung erfolgt und das Zahlungsverhalten der Kunden im Bereich Online Werbung zufriedenstellend ist.

Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs.1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im Berichtsjahr keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich um Verluste, die sich durch das Betreiben der Plattform und das Wachstum des Unternehmens ergeben. Der Bestand der Gesellschaft ist daher neben der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse sowie von dem Abschluss mittelfristig geplanter Finanzierungsmaßnahmen, abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant eintreten sollten, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein. Da wir von der geplanten Generierung ausreichender liquider Mittel aus dem operativen Geschäft im Prognosezeitraum ausgehen, haben wir unter Berücksichtigung des Bestands an liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2023 den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung keine Anhaltspunkte für die Existenz bestandsgefährdender Risiken und geht daher von einer uneingeschränkten Unternehmensfortführung aus.

2. Chancenbericht

Langfristig wird laut Prognose von Statista insbesondere im Bereich Social Media Werbung bis zum Jahr 2028 ein jährliches Umsatzwachstum von 4,64 Prozent erwartet.5 Daraus resultieren für die Gesellschaft erhebliche Chancen auf langfristige Umsatzsteigerungen in den nächsten Jahren.

Da sich die App zudem durch ihre lokale Ausrichtung signifikant von ihren Wettbewerbern abhebt bestehen Chancen auf starkes Wachstum der Nutzerzahlen. * Neben dem potenziellen Nutzerwachstum in bereits erschlossenen Märkten, welche sich im Wesentlichen auf Europa und den Nahen Osten beschränken, sieht die Gesellschaft langfristig starkes globales Wachstumspotential durch die Expansion in bisher nicht erschlossene Märkte. *

In diesem Zusammenhang ist die The Jodel Venture GmbH davon überzeugt, dass der Markt genügend Chancen für weiteres Wachstum bietet.

3. Prognosebericht

Die EU-Wirtschaft startet schwächer ins Jahr 2024 als zunächst erwartet, mit einer Korrektur des Wachstumsausblicks auf 0,9 % in der EU und 0,8 % im Euroraum. Die Inflation wird sich jedoch voraussichtlich schneller als angenommen abschwächen, auf 3,0 % in der EU und 2,7 % im Euroraum im Jahr 2024. Trotz des verhaltenen Starts wird eine allmähliche Beschleunigung der Wirtschaftstätigkeit über das Jahr hinweg erwartet, getragen durch eine nachlassende Inflation, Reallohnwachstum und einen robusten Arbeitsmarkt. Investitionen und der Außenhandel dürften sich ebenfalls erholen. Die Prognose für 2024 bleibt allerdings angesichts geopolitischer Unsicherheiten und möglicher neuer Versorgungsengpässe durch Handelsstörungen mit Risiken behaftet.6

5 de.statista.com - Social-Media-Werbung - Deutschland, vom November 2023

* Hierbei handelt es sich um eine nicht geprüfte Angabe.

In 2024 soll die Nutzeraktivität im Vergleich zu 2023 stabil gehalten werden. Aufgrund der geplanten Investitionen ins Wachstum des Unternehmens geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zu 2023 deutlich sinken werden.

Die Gesellschaft geht für 2024 nicht von signifikanten Umsatzsteigerungen aus und rechnet mit einer konstanten Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr.

6. EU Komission, Pressemitteilung vom 15. Februar 2024

 

Berlin, den 14. August 2024

gez. Alessio Avellán Borgmeyer

gez. Richard Gregory

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 16.594,00 38.126,00
I. Sachanlagen 16.594,00 38.126,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.594,00 38.126,00
B. Umlaufvermögen 5.014.329,55 8.342.551,53
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 467.434,46 778.873,48
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.546.895,09 7.563.678,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.598,34 48.531,30
Summe Aktiva 5.059.521,89 8.429.208,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.503.296,87 7.855.001,38
I. Gezeichnetes Kapital 133.793,00 133.793,00
II. Kapitalrücklage 29.590.347,25 29.590.347,25
III. Verlustvortrag 21.869.138,87 16.739.135,92
IV. Jahresfehlbetrag 3.351.704,51 5.130.002,95
B. Rückstellungen 88.750,19 173.154,67
C. Verbindlichkeiten 467.474,83 360.591,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.500,42 12.304,45
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.500,42 12.304,45
2. sonstige Verbindlichkeiten 446.974,41 348.287,52
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 446.974,41 348.287,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 40.460,81
Summe Passiva 5.059.521,89 8.429.208,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.296.555,03 3.118.904,82
2. Personalaufwand 4.237.135,52 5.624.107,37
a) Löhne und Gehälter 3.746.691,36 4.856.687,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 490.444,16 767.419,45
davon für Altersversorgung 2.442,16 3.894,60
3. Abschreibungen 25.192,25 51.961,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.192,25 51.961,76
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.409.903,21 2.583.134,20
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -944,82 607,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.971,44 10.295,56
6. Ergebnis nach Steuern -3.351.704,51 -5.130.002,95
7. Jahresfehlbetrag 3.351.704,51 5.130.002,95

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

1. Allgemeine Angaben

Die The Jodel Venture GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim:

Registergericht: Berlin (Charlottenburg)

Register-Nr.: 157037 B

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB einzustufen. Aufgrund der Vorschrift des § 267 Abs. 4 HGB treten die Rechtswirkungen hieraus im Geschäftsjahr 2023 jedoch noch nicht ein.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden nur bei der Erstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs 2 HGB aufgestellt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierung- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand deshalb nicht statt.

Die Gesellschaft befindet sich nach wie vor in der "StartUp"-Phase, in der noch keine Jahresüberschüsse erwirtschaftet werden. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der Generierung weiterer finanzieller Mittel abhängig. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die notwendigen Mittel auch weiterhin durch mittelfristig geplante Finanzierungsmaßnahmen generiert werden können und hat den Jahresabschluss unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im Berichtsjahr keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich um Verluste, die sich durch das Betreiben der Plattform und das Wachstum des Unternehmens ergeben. Der Bestand der Gesellschaft ist daher neben der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse sowie von dem Abschluss mittelfristig geplanter Finanzierungsmaßnahmen, abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant eintreten sollten, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als gering ein. Da wir von der geplanten Generierung ausreichender liquider Mittel aus dem operativen Geschäft im Prognosezeitraum ausgehen, haben wir unter Berücksichtigung des Bestands an liquiden Mitteln zum 31. Dezember 2023 den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung keine Anhaltspunkte für die Existenz bestandsgefährdender Risiken und geht daher von einer uneingeschränkten Unternehmensfortführung aus.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 54 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 72).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, im Zugangsjahr zeitanteilig.

Die Abschreibungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt drei bis dreizehn Jahre.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Das Guthaben bei Kreditinstituten ist zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt und beinhalten auch die jederzeit verfügbaren Guthaben bei Online-Zahlungsdienstleistern.

Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

PASSIVA

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle bis zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit hinreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs im Zugangszeitpunkt oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Umlaufvermögen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegen Geschäftskunden (B2B) in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr TEUR 672).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr TEUR 30), Erstattungen von Krankenkassen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr TEUR 0) sowie verfügungsbeschränkte Sicherheitseinbehalte von Online-Zahlungsdienstleistern in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 35).

Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände liegt unter einem Jahr, mit Ausnahme der Kautionen mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren.

Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.547 (Vorjahr TEUR 7.564).

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten, bei dem Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt wurden, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, beträgt TEUR 29 (im Vorjahr TEUR 49). Er betrifft im Wesentlichen vorausgezahlte Aufwendungen für Online-Tools.

PASSIVA

Eigenkapital

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.352 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 5.130) aus.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 173) sind für Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr TEUR 76), und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr TEUR 36).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 12) betreffen laufende Abrechnungssalden für Firmenkreditkarten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 369 (Vorjahr TEUR 287) haben in Höhe von 286 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und im Übrigen eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr TEUR 52) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 41) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 12).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 3.484 (Vorjahr TEUR 3.959).

Die Umsatzanteile nach Märkten gliedern sich wie folgt:

Deutschland 54,3 % (Vorjahr 52,2%)
Weitere EU-Staaten 44,6 % (Vorjahr 47,0%)
Drittstaaten 1,1 % (Vorjahr 0,8%)

Die Umsatzerlöse werden nach Abzug von Verkaufsprovisionen (TEUR 371) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 413 (Vorjahr TEUR 26) beinhalten im Wesentlichen Zuschusszahlungen aus Förderprogrammen und Forschungszulage (TEUR194) sowie periodenfremde Erträge (TEUR 204).

Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 1.600 (Vorjahr TEUR 866) betrifft im Wesentlichen Serverkosten in Höhe von TEUR 1.583 (Vorjahr TEUR 602). Die im Geschäftsjahr 2022 noch unter dieser Position ausgewiesenen Verkaufsprovisionen (TEUR 246) werden ab diesem Geschäftsjahr Jahr als Abzug von den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 4.237 (Vorjahr TEUR 5.561).

Die Abschreibungen des Anlagevermögens

Die Abschreibungen des Anlagevermögens sind auf TEUR 25 (Vorjahr TEUR 52) gesunken.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.410 (Vorjahr TEUR 2.646) enthalten im Wesentlichen bezogene Dienstleistungen und Lizenzen in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr TEUR 731), Mietkosten in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr TEUR 143), sowie Rechtsund Beratungskosten in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr TEUR 209) und Werbekosten in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr TEUR 790).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr sind Guthabenzinsen für Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr TEUR 10) angefallen.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB beträgt TEUR 749 und betrifft einen Mietvertrag für Büroraum.

Geschäftsführer

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

- Alessio Avellán Borgmeyer, Kaufmann

- Richard Gregory, Kaufmann (ab 05.03.2024)

Marktunübliche Geschäfte

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

Latente Steuern

Das Wahlrecht zum Ausweis von aktiven latenten Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgeübt und auf einen Ausweis verzichtet. Die steuerlichen Verlustvorträge können zu einer aktiven Steuerlatenz führen, soweit diese zukünftig mit Gewinnen verrechnet werden können. Dabei kommt ein Steuersatz von 30,175 % (15,825 % Körperschaftsteuer und 14,35% Gewerbesteuer) zur Anwendung.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr wurden für den Abschlussprüfer Honorare in Höhe von TEUR 24 erfasst (Vorjahr TEUR 24). Diese Honorare betreffen ausschließlich Abschlussprüferleistungen.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis des laufenden Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 14. August 2024

Alessio Avellán Borgmeyer

Richard Gregory

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

"An die The Jodel Venture GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der The Jodel Venture GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der The Jodel Venture GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die lageberichtsfremden Angaben im Abschnitt III. 2. Chancenbericht des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Anhang unter Abschnitt 1 Allgemeine Angaben sowie die Angaben im Lagebericht unter Abschnitt III. 1. Risikobericht, Finanzielle Risiken, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse aus dem operativen Geschäft sowie von dem Abschluss mittelfristig geplanter Finanzierungsmaßnahmen abhängig ist. Wie in den Angaben im Anhang und Lagebericht dargelegt zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 15. August 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Storbeck, Wirtschaftsprüfer

gez. Mattner, Wirtschaftsprüfer

(An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)"

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