Einzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
MOTION MAKERS GmbH
Goethestraße 45, 73035 Göppingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Müller seit 26.9.2025 | Prokura |
Yvonne Fulst seit 20.8.2025 | Prokura |
Andreas Dr. Neubauer seit 15.11.2023 | Geschäftsführer |
Dimitrij Lazutkin seit 21.11.2022 | Prokura |
Stefan Andreas Götz seit 15.9.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Antriebssysteme Faurndau GmbHGöppingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige BerichtsbestsandsteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des GmbH - Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§ 252 Abs. 1 HGB) sind beachtet worden. Grundsätze und Methoden der Gliederung und der Bewertung sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Angaben zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Die zugrunde gelegte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für die Software drei, bzw. fünf Jahre. Zum 01.07.2017 wurden im Rahmen der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Antriebstechnik GmbH Faurndau ein entgeltlich erworbener Kundenstamm und entgeltlich erworbene technische Unterlagen übernommen, deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer weiter fortgeführt wird. Dies wurde, unter Berücksichtigung der Stabilität der Kundenbeziehungen sowie der Dauer der Lebenszyklen der technischen Produkte, ursprünglich auf fünfzehn Jahre festgelegt. Die Restnutzungsdauer beträgt zum Zeitpunkt der Verschmelzung noch rund acht Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Selbsterstellte Anlagen werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung anteiliger Gemeinkosten angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der geschätzten gewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände überwiegend nach linearer Methode vorgenommen. Bei beweglichen Anlagengegenständen, bei denen die Abschreibungen nach degressiver Methode vorgenommen werden, erfolgt der Übergang von der degressiven zu linearen Abschreibung sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Voll abgeschriebene Vermögensgegenstände werden als Merkposten ohne Erinnerungswert ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis 250,00 Euro werden im Jahr des Zugangs als Betriebsausgabe berücksichtigt, solche mit Anschaffungskosten über 250,00 Euro bis 1.000,00 Euro werden aus Vereinfachungsgründen in einem Sammelposten geführt und in gleichen Jahresbeträgen über fünf Jahre abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Angaben der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Er ist Bestandteil dieses Anhangs. Vorräte Die Vorräte sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-, bzw. Herstellungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Abschlussstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades ermittelt. In die Ermittlung werden neben den Materialeinzelkosten, den Fertigungslöhnen und den Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen nach § 253 Abs.4 S.2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zu Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bewertet. Soweit Einzelabwertungen wegen bereits erkennbaren oder drohenden Forderungsausfällen notwendig waren, wurden entsprechende Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfallwagnis ist durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 v.H. der Nettoforderungen Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig in Höhe von 2.601 TEUR. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die ausgewiesenen Abgrenzungsbeträge wurden zeitanteilig berechnet. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, für Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie für die Kosten einer Betriebsprüfung eingestellt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst und zum Barwert angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden am Abschlussstichtag nicht. Verbindlichkeiten bestehen insgesamt in Höhe von 3.579 TEUR, davon
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalabtretung und Sicherungsübereignung des Warenlagers gesichert. Haftungsverhältnisse Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den erhaltenen Anzahlungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den folgenden Verträgen:
Die Beträge geben die Höhe der jährlichen finanziellen Verpflichtung an. Sonstige Angaben Angaben zum Mutterunternehmen Die Antriebssysteme FAURNDAU GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der ATON GmbH, München, welche wiederum von der ATON 2 GmbH, München, gehalten wird. Die Obergesellschaft ATON 2 GmbH, München, stellt einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) (kleinster und größter Kreis) auf, in den die Antriebssysteme FAURNDAU GmbH, einbezogen wird. Der Konzernabschluss der ATON 2 GmbH, München, wird beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und über die Publikations-Plattform (gemeinsames Portal von Bundesanzeiger und Unternehmensregister) veröffentlicht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Mitarbeiter betrug in
Leitungsorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zu Geschäftsführern bestellt: Johannes Schwenger (bis 23.03.2023) Stefan Götz Dr.-Ing. Andreas Neubauer (ab 06.11.2023) Vom Schutzrecht nach § 286 Abs.4 HGB bezüglich der Vergütung der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Göppingen, den 16.02.2024 gez. Dr.- Ing. Andreas Neubauer, Geschäftsführer gez. Stefan Götz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die Antriebssysteme Faurndau GmbH mit Sitz in Göppingen - Faurndau wurde im Jahr 1946 als ELEKTRA - FAURNDAU gegründet. Nachdem sich das Unternehmen in der Anfangszeit mit der Reparatur von Elektromotoren und Transformatoren beschäftigt hatte, begann man im Laufe der Jahre mit der Entwicklung und Produktion drehzahlverstellbarer Drehstrom - Nebenschlussmotoren. Die Kernkompetenzen der Antriebssysteme Faurndau GmbH heute liegen in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Standard- und kundenspezifischen Sonderantrieben mit hoher Dynamik, maximalen Drehbeschleunigungen und geringen Massenträgheitsmomenten in Synchron- und Asynchrontechnik. Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens ist der Bereich Service. Dieser umfasst den weltweit tätigen Kundendienst, den Ersatzteilverkauf, sowie die Wartung und Instandsetzung von Motoren, Umrichtern, Stromrichtern und Gebersystemen sowie elektrisch rotierender Systeme aller Fabrikate. Schwerpunktbranchen des Unternehmens sind der Bereich Automotive-Prüfstandstechnik, die Kunststoff-, Verpackungs- und Papierindustrie sowie der allgemeine Maschinenbau. Wirtschaftliche und innovative Antriebslösungen, welche im eigenen Unternehmen entwickelt werden, sind in Verbindung mit höchsten Qualitätsansprüchen gemäß DIN ISO 9001:2015 die Eckpfeiler des Unternehmenserfolgs. Mit technologischem Know-how und einer klaren strategischen Ausrichtung stellt sich das Unternehmen den Herausforderungen des Marktes. Das Handeln des Unternehmens orientiert sich an Werten wie soziale Verantwortung, Ethik, Qualität und Wachstum. Das Unternehmen bekennt sich zum Produktionsstandort Deutschland und untermauert dies durch kontinuierliche Investitionen in Entwicklung und Produktion. Weltwirtschaftliches Umfeld Die globale Wirtschaft hat sich 2023 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 3,2 Prozent angesichts diverser Belastungsfaktoren (u.a. Inflation und Kaufkraftschock, Ukraine- und Gaza-Krieg, hohes Zinsniveau) robust gezeigt. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. Während die USA ein kräftiges Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichneten, ist die Konjunktur in Europa schwach und die Dynamik der chinesischen Wirtschaft bleibt nur gebremst. Im Jahr 2024 wird sich laut IWF die robuste Entwicklung der Weltwirtschaft bei weiter zurückgehender Inflation fortsetzen. Es wird erneut ein Plus von 3,2% prognostiziert. Die Inflation ist in den meisten Volkswirtschaften bereits zurückgegangen. Hieran hatte die Entwicklung der Energiepreise einen wesentlichen Anteil. Trotz der jüngsten Rückgänge dämpfen aber nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. In Nordamerika hat sich die wirtschaftliche Situation besser entwickelt, als noch im Sommer zu erwarten war. In den USA nahmen sowohl der private Konsum als auch die Anlageinvestitionen spürbar zu. Das Wachstum der USA in 2023 sieht die OECD nun bei 2,2 % und der IWF bei 2,1 %, was gegenüber den letzten Prognosen eine Aufwertung um 0,6 bzw. 0,3 Prozentpunkte bedeutet. Auch für 2024 erfolgten Anpassungen nach oben, bei der OECD um 0,3 Prozentpunkte auf 1,3 %, beim IWF um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 %. Im Kontrast zu Nordamerika überraschte China in den letzten Monaten in negativer Hinsicht. Das Ende der Null- Covid-Politik im Dezember 2022 gab der Wirtschaft nur kurzzeitig Schub. Die Probleme am Immobilienmarkt wirken sich spürbar auf die Konjunktur aus. Die Wohnungspreise fallen seit dem Frühling wieder, die Zahl der Bauvorhaben ist stark zurückgegangen und weitere große Immobilienkonzerne sind in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Auch die Industrieproduktion, die Unternehmensinvestitionen und die Exporte schwächen sich ab, was auf eine Kombination aus nachlassender Auslandsnachfrage und geopolitischer Unsicherheit zurückzuführen ist. Dennoch bleibt das offizielle Wachstumsziel von 5 % in diesem Jahr erreichbar. Der IWF erwartet im Jahr 2023 ein Wachstum von 5,0 %, die OECD von 5,1 %. Für 2024 werden 4,2 % (IWF) und 4,6 % (OECD) prognostiziert. Die europäische Konjunktur stagniert bei schwacher Tendenz. Insgesamt wird das Wachstum im Euroraum den IWF-Projektionen zufolge von 3,3 % im Jahr 2022 auf 0,7 % im Jahr 2023 zurückgehen, bevor es im Jahr 2024 auf 1,2 % ansteigt. Branchenspezifische Entwicklung der Elektrotechnik- und Elektroindustrie Das Berichtsjahr 2023 ist mit vergleichsweise schlechten Dezember-Zahlen zu Ende gegangen. Insbesondere bei der Produktion ging es sowohl innerhalb der deutschen Factory Automation als auch bei der Process Automation deutlich nach unten - nicht zuletzt auch weil der Dezember zwei Arbeitstage weniger hatte als ein Jahr zuvor. Trotz der schwächeren Entwicklung im zweiten Halbjahr 2023 haben beide Teilbereiche der Automation das Jahr 2023 aber mit Zuwächsen beim Umsatz abgeschlossen. Unterm Strich stand für 2023 ein Branchenumsatz von 237,9 Milliarden Euro zu Buche, was einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Demgegenüber war die Entwicklung der Auftragseingänge auf Jahressicht jeweils negativ. Die Aufträge in der deutschen Factory Automation lagen im Dezember 2023 um knapp fünf Prozent unter ihrem Vorjahresniveau. Allerdings verzerrt der Vorjahresvergleich an dieser Stelle stark, weil die Vergleichswerte aus dem Dezember 2022 besonders hoch waren. Im Gesamtjahr 2023 reduzierten sich die Auftragseingänge um vier Prozent. Die reale Produktion - also ohne Preiseffekte - stagnierte zwar im letzten Jahr (0,0%), die Branche bleibt aber die einzige große Industriebranche in Deutschland, deren Produktionstätigkeit heute wieder über dem Vor-Corona-Niveau liegt. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 253,8 Milliarden Euro (+2,7%) ins Ausland. Auch wenn die Ausfuhren nach China 2023 insgesamt mit 25,6 Milliarden Euro 3,5 % unter ihrem Vorjahresniveau lagen, blieb China auch im vergangenen Jahr das größte Abnehmerland deutscher Elektroexporte. Demgegenüber erhöhten sich die Branchenlieferungen in die zweitplatzierten USA um 5,4 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro, jene in die Eurozone legten um 5,6 Prozent auf 86,3 Milliarden Euro zu. Im Rahmen seiner aktuellen Prognose rechnet der ZVEI für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem Rückgang der realen Produktion um zwei Prozent im aktuellen Jahr. Eine insgesamt schwache Industriekonjunktur in Deutschland, die nachlassende eigene Produktionstätigkeit im zweiten Halbjahr 2023 und rückläufige Auftragseingänge (-1,9% im Jahr 2023) lasten auf dem Ausblick. Dabei dürfte es sich angesichts der weiterhin intakten Megatrends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung aber eher um eine konjunkturelle Wachstumsdelle handeln. Geschäftsverlauf 2023 Der Geschäftsverlauf der Antriebssysteme Faurndau GmbH war im Jahr 2023 weiter stark von erheblichen Investitionen in Zukunftsmärkte und -produkte geprägt. Im Jahr 2023 wurden zwei Entwicklungsprojekte speziell für den asiatischen Markt gestartet. Im Gegensatz zu den europäischen Herstellern setzen vor die chinesischen Autohersteller auf hohe Drehzahlen am Elektromotor in Verbindung mit einem einstufigen Getriebe im PKW. Zum Beispiel hat die Firma Xiaomi Anfang 2024 neue Motoren mit einer maximalen Drehzahl von 27.000 Umdrehungen/min vorgestellt. Daher ist im chinesischen Markt die Nachfrage nach hochdrehenden Prüfstands-Motoren mit einer Drehzahl bis zu 30.000 U/min stark angestiegen. Antriebssysteme Faurndau reagiert auf diese Herausforderung und entwickelt zwei neue Motortypen mit einer optimierten Kühlung und ölgeschmierten Lagern. Für die völlig gegensätzlichen Anforderungen für den amerikanischen Markt hingegen hat Antriebssysteme Faurndau eine neue Heavy Duty Baureihe entwickelt mit Drehmomenten von bis zu 10.000 Newtonmetern und Drehzahlen bis 2007 Umdrehungen/min. Die geringe Massenträgheit dieser Motoren ist auf die Anforderung des Kunden optimiert. Diese Motoren sind nicht mit den sehr großen bauenden Elektromotoren anderer Hersteller vergleichbar und Antriebssysteme Faurndau hat dadurch ein klares Alleinstellungsmerkmal und einen Technologievorsprung. Die Modernisierung des Prüffelds schreitet weiter voran und wird voraussichtlich Ende 2024 abgeschlossen sein. Im Betrieb genommen wurde ein SiC Umrichter mit 2x 1320 kVA Leistung. Dieser Umrichtertyp ist der modernste auf dem Markt und ermöglicht eine extrem genaue und präzise Ansteuerung der Elektromotoren. In Verbindung mit einer Common-DC-Bus Architektur lässt sich die Energie für das Testen zum großen Teil rekuperieren. Die berechnete Rekuperation von größer 60.000 kWh Stunden Strom pro Jahr ist ein wesentlicher Bestandteil unserer ambitionierten Energieeinsparungsziele. Ertrags- und Finanzlage / Vermögenslage Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4.681 TEUR auf 10.333 TEUR. Der Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2023 lag bei 4.785 TEUR. Die Gesamtleistung verringerte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahresniveau um 1.238 TEUR. Die Vermögens- und Finanzlage ist unverändert gesund und stabil. Sämtliche langfristigen Vermögenspositionen sind durch Eigenkapital abgedeckt. Lieferantenverbindlichkeiten wurden unter Ausnutzung eingeräumter Skonti ausgeglichen. Eine hohe Eigenkapitalquote als Kenngröße für finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit des Unternehmens ist weiterhin eine priorisierte Zielsetzung der Geschäftsleitung. Die Materialquote hat sich um 1,7% auf 45,4% erhöht. Es wurde ein Jahresüberschuss i.H.v. 728 TEUR erreicht. Die Aktivseite der Unternehmensbilanz beinhaltet weitgehend kurzfristig gebundenes Kapital. Einen wesentlichen Anteil nehmen die Vorräte mit 9.511 TEUR (VJ: 9.758 TEUR) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 2.576 TEUR (VJ: 2.154 TEUR) ein. Das Anlagevermögen erhöht sich um 1.055 TEUR. Die Abschreibungen betrugen 295 TEUR. Die Passivseite enthält Rückstellungen in Höhe von 451 TEUR (VJ: 495 TEUR) für Steuern, Gewährleistungen und für den Personalbereich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Stichtag 997 TEUR (VJ: 869 TEUR), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Stichtag bei 1.365 TEUR (VJ: 0,2 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten zum Stichtag betrugen 1.102 TEUR (VJ: 1.300 TEUR) und beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (1.000 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (54 TEUR) sowie diverse sonstige Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital betrug zum Stichtag 10.724 TEUR. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 72.7%. Ausblick, Chancen und Risiken Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weltwirtschaftliches Wachstum von nur mehr 0,5 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als im Oktober 2023 erwartet. Der ZVEI erwartet für 2024 ein Wachstum von nur noch 1 Prozent für die Güter der Elektro- und Digitalindustrie. Deutschland leidet als Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Die deutsche Industrie mit den hohen Energiepreisen, Lohn- und Lohnnebenkosten zu kämpfen und zunehmend bürokratischen Hindernissen. In dem Hauptabsatzmarkt Automotive Testing ist die europäische Nachfrage stark zurückgegangen. Der asiatische Markt hingegen hat sich 2023 stark entwickelt. Insbesondere chinesische Firmen werden durch eine günstige Wirtschaftspolitik und direkte Subventionen gefördert. Um an diesem Wachstum in 2024 teilzunehmen, hat Antriebssysteme Faurndau einen neuen Vertriebsbereich Asien aufgebaut und konnte einen erfahrenen Vertriebsprofi gewinnen. Der amerikanische Markt hingegen ist bezüglich Investitionen noch verhalten, obwohl aufgrund des Inflation Reduction Acts finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Vermutlich führt eine politisch motivierte Verunsicherung im Wahljahr 2024 zu einer abwartenden Haltung unserer Kunden. Die deutsche Wirtschaft kommt nicht aus seiner Wachstumsdelle heraus. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 nur eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. Die Inflation scheint sich zum Jahresbeginn abzuschwächen. Aufgrund der wirtschaftspolitischen Weichenstellungen der Regierung ist der Standort Deutschland für viele Unternehmen nicht mehr rentabel. Viele Unternehmen aus dem Technologiebereich haben die Entlassung von mehreren tausend Mitarbeitern angekündigt. Insbesondere die Automotivebranche verlagert die Produktion ins Ausland. Dennoch ist die AS Faurndau GmbH verhalten optimistisch für den weiteren Geschäftsverlauf. Das Unternehmen erwartet aufgrund der aktuellen Auftragssituation, aufgrund in Aussicht gestellter Projekte sowie auf Grundlage eines stabilen Servicebereichs eine etwas belebte Geschäftsentwicklung. Eine hohe Eigenkapitalausstattung sowie optimierte Kostenstrukturen bilden eine solide Grundlage für angemessene Reaktionen auf mögliche Krisensituationen. Chancen für die Entwicklung des Unternehmens liegen vor allem in der Erschließung von neuen Märkten mit bestehenden und neuen Produkten. Risiken für das Unternehmen werden einerseits in einem stetig intensiven Wettbewerb sowie in der nachhaltigen Fortentwicklung von Materialpreisen gesehen. Kosteneinsparungen zu erreichen, werden laufend sowohl die Produkte als auch die Lieferketten optimiert. Auch die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern gestaltet sich zunehmend schwierig. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Markenrelaunch realisiert und unter anderem die Homepage modernisiert. Im Bereich der Mitarbeiterbenefits einige Maßnahmen umgesetzt. In 2024 wird Antriebssysteme Faurndau GmbH auf internationalen Messen (Shanghai, Detroit) ausstellen. Zur Beurteilung von weiterreichenden Entwicklungen wird die jeweils aktuelle Geschäftssituation aufmerksam verfolgt, um gegebenenfalls frühzeitig entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Um die Prozessabläufe aufrechterhalten zu können, werden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen im Unternehmen umgesetzt. Es ist Ziel des Risikomanagements, eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen, um eine Bewertung der Risiken vornehmen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen umsetzen zu können. Im Rahmen des Berichtswesens werden alle notwendigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen und Kennzahlen zeitnah erfasst und ausgewertet, um eventuelle Abweichungen von Planzahlen rechtzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Durch die intensive und direkte Kommunikation zwischen der Geschäftsführung und den Mitarbeitern des Unternehmens wird ein hohes Maß an Reaktionsgeschwindigkeit erreicht. Die Qualitätsstrategie nach DIN EN ISO 9001:2015 bleibt weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik. Der Kreis unserer Kunden, insbesondere die Automobilindustrie, erfordert die konsequente Verfolgung von Qualitätszielen. Das letzte erfolgreiche Wiederholaudit fand im September 2023 statt. Im Rahmen des QM-Systems werden im Rahmen interner und externer Audits die Prozesse im Unternehmen fortlaufend geprüft und bewertet und gegebenenfalls optimiert. In Verbindung mit einem aktiven Verbesserungs- und Vorschlagswesen kann sich das Unternehmen auf dieser Grundlage ständig weiterentwickeln. Bestandsgefährdende materielle Risiken für die Firma aus bestehenden Vertragsverhältnissen, insbesondere auch aus den Beziehungen zu Kunden und Lieferanten, welche über das allgemeine wirtschaftliche Risiko aus Unternehmertätigkeit hinausgehen, sind nicht zu erkennen. Die Lieferketten blieben trotz Corona Situation stabil. Dennoch war auch durch ausreichende Lagerbevorratung die Lieferfähigkeit jederzeit gesichert. Sämtliche betriebsherkömmliche Risiken sind versicherungstechnisch abgedeckt.
Dr.-Ing. Andreas Neubauer, Geschäftsführer S. Götz, Geschäftsführer BerichtsprüfungDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen handelsrechtlichen Jahresabschluss Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Antriebssysteme Faurndau GmbH, Göppingen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Antriebssysteme Faurndau GmbH, Göppingen - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, ein schließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Antriebssysteme Faurndau GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführten Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Göppingen, den 16.02.2024 Dr.
Hacker & Partner PartGmbB
gez. Dr. h. c. Rolf Hacker, Wirtschaftsprüfer gez. Dr. Mark Hacker, Wirtschaftsprüfer |
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