BMI Steildach GmbHLiquidiert

61440 Oberursel (Taunus), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 6681
Vorher
Lafarge Dachsysteme GmbHMonier GmbHMonier Braas GmbHBraas GmbH
Eingetragen
1.11.1999
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist: a) die Entwicklung (inklusive Grundlagenforschung) innovativer Technologien und Verfahren; b) die Erbringung von Labor- und Prüfungsleistungen; c) Dienstleistungen in Form von Beratung, Begutachtung und Planung. Dies umfasst auch die Administration und Beratung im Bereich Intellectual Property management sowie internationale, technische Dienstleistungen im Bereich Bedachungen und deren Produktionsprozessen. d) die Produktion, der Handel und der Vertrieb von Dachziegeln (keramisches Verfahren), Dachsteinen, von Kunststoffartikeln, Beschlägen, Werkzeugen und Zubehör für Dächer und die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehender Geschäfte; e) die Herstellung von Zubehör, Accessories insbesondere aus Metall und Kunststoffen; f) Marketing- und Werbungsdienstleistungen; g) die Vermittlung von Leistungen aller Art in Bezug auf die vorgenannten Tätigkeiten, einschließlich der Vermittlung von Bauausführungen durch Dritte h) der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an vornehmlich europäischen Unternehmen der Dachbaustoff- und der Dachbaubranche sowie die Errichtung von Zweigniederlassungen und das Verleasen von beweglichen und unbeweglichen Wirtschaftsgütern. Die Gesellschaft kann für eigene als auch fremde Rechnung handeln.

Historie

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Management

NameRolle
Alberto Kölmel
seit 8.11.2021
Prokura
Alexander Koch
seit 27.10.2021
Geschäftsführer
Horst Pavel
seit 27.10.2021
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura
René Grupp
seit 1.4.2021
Geschäftsführer
Christian Dr. Pohl
seit 19.12.2020
Geschäftsführer
Jörn Dr. Schröer
seit 19.12.2020
Geschäftsführer
Christian Birck
seit 7.9.2020
Geschäftsführer
Prokura
Ingmar Irle
seit 3.8.2020
Prokura
Katharina Dr. Eich
seit 20.4.2020
Prokura
Ingo Gritzbach
seit 20.4.2020
Prokura
Jörg Flaßkamp
seit 7.11.2019
Prokura
Prokura
Christian Sack
seit 30.5.2017
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Axel Bremmer
seit 14.8.2003
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMI Steildach GmbH (vormals: Braas GmbH)

Oberursel (Taunus)

Jahresabschluss zum 31.12.2019

(vormals: Braas GmbH)

Jahresabschluss und Lagebericht 31. Dezember 2019

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Braas GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Braas GmbH, Oberursel (Taunus) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Braas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt 1. des Lageberichts enthaltenen Angaben zur Frauenquote sowie die in Abschnitt 4. gemachten Angaben zur Arbeitssicherheit und Gesundheit haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht der Gesellschaft erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Angaben zur Frauenquote sowie die gemachten Angaben zur Arbeitssicherheit und Gesundheit.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannten Angaben zur Frauenquote sowie die gemachten Angaben zur Arbeitssicherheit und Gesundheit. Diese Informationen haben wir nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogen.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 11. Mai 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Seidel, Wirtschaftsprüfer

Grotenrath, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

EUR EUR 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 848.988,84 2.273.998,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 10.280.702,63 10.914.438,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.347.568,76 21.789.530,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.620.574,39 2.034.081,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.239.046,48 4.143.693,50
34.487.892,26 38.881.743,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.096.413,97 43.096.413,97
2. Beteiligungen 12.000,00 12.000,00
43.108.413,97 43.108.413,97
78.445.295,07 84.264.155,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.693.359,80 15.382.971,92
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 798.883,26 704.579,19
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 35.619.171,96 34.428.136,14
52.111.415,02 50.515.687,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.307.440,65 1.151.875,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 246.023.610,83 204.520.050,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.735.314,74 5.504.972,34
256.066.366,22 211.176.898,09
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 103.030,43 805.864,65
308.280.811,67 262.498.449,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 268.301,45 940.192,03
386.994.408,19 347.702.797,66

Passiva

EUR EUR 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.100,00 20.000.100,00
II. Kapitalrücklage 15.921.056,09 15.921.056,09
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 80.902.587,80 80.902.587,80
116.823.743,89 116.823.743,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 148.180.098,90 135.173.569,82
2. Sonstige Rückstellungen 51.584.010,21 49.744.926,23
199.764.109,11 184.918.496,05
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.983.928,67 16.996.324,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 52.026.968,69 26.940.465,83
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.395.657,83 2.023.767,49
davon aus Steuern EUR 1.117.669,89 (Vj. EUR 952.023,97)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 73.153,29 (Vj. EUR 94.674,22)
70.406.555,19 45.960.557,72
386.994.408,19 347.702.797,66

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

EUR EUR 2018
EUR
1. Umsatzerlöse 318.880.539,45 294.234.309,60
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.071.966,50 -1.704.103,74
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 629.021,57 340.350,02
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.510.681,96 3.486.336,38
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 770.692,40 (Vj. EUR 708.537,40)
326.092.209,48 296.356.892,26
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -106.092.580,06 -97.643.813,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.575.631,95 -8.969.822,07
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -63.425.562,51 -60.703.708,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -14.193.784,92 -13.910.943,20
davon für Altersversorgung EUR 780.710,58 (Vj. EUR 1.549.158,47)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.294.800,35 -4.397.447,85
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -114.173.858,34 -103.913.931,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 10.933,03 (Vj. EUR 23.254,38)
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 1.164.632,00 (Vj. EUR 1.164.632,00)
-316.756.218,13 -289.539.666,10
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 25.764.226,92 24.342.566,48
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 749.851,29
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 749.851,29)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.135.320,91 860.627,81
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.131.072,23 (Vj. EUR 852.404,83)
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.903.164,29 -1.728.236,41
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.427.734,29 -14.952.397,71
davon an verbundene Unternehmen EUR 180.982,56 (Vj. EUR 72.435,07)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 16.240.318,46 (Vj. EUR 14.872.953,92)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.796,58 0,00
8.619.445,83 9.272.411,46
15. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung 17.955.437,18 16.089.637,62
16. Sonstige Steuern -388.098,12 -387.338,57
17. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -17.567.339,06 -15.702.299,05
18. Jahresergebnis nach Ergebnisabführung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Braas GmbH mit Sitz in Oberursel (Taunus) im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v.d. Höhe unter der Nummer HRB 6681 eingetragen.

Die Gesellschaft ist Teil der BMI-Gruppe und finanziert sich über die Konzerngesellschaft BMI Group Operations S.à r.L Luxemburg, Luxemburg. Im November 2019 erhielt die BMI-Gruppe ein Darlehen in Höhe von TEUR 600.000 von dem amerikanischen Mutterunternehmen Standard Industries Inc. (USA). Gleichzeitig wurde die bestehende Anleihe mit einem Nominalwert von TEUR 434.250 zurückgezahlt. Daneben besteht ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 201.795 (i. Vj. TEUR 225.000), ebenfalls gegenüber der Standard Industries Inc. (USA). Unverändert zum Vorjahr steht zudem weiterhin eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 150.000 zur Verfügung.

Zur Mithaftung der Braas GmbH verweisen wir auf den Punkt "V. 3. Haftungsverhältnisse".

Mit Vertrag vom 15. Februar 2019 (UR.Nr H 0457/19) hat die Gesellschaft 100% der Anteile an der Decra Dachsysteme GmbH, Werne zu einem Kaufpreis von TEUR 300 von der Icopal SPRL, Herstal, Belgien erworben.

Mit Verschmelzungsvertrag, ebenfalls vom 15. Februar 2019 wurde bestimmt, dass die Decra Dachsyteme GmbH ihr Vermögen als Ganzes unter Auflösung ohne Abwicklung gemäß §§ 2 Nr. 1, 4 ff., 46 ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme) auf die Braas GmbH überträgt.

Der Verschmelzung wurde die Bilanz der Decra Dachsysteme GmbH vom 31. Dezember 2018 als Schlussbilanz im Sinne des § 17 Abs. 2 UmwG zugrunde gelegt.

Die Verschmelzung der Decra Dachsysteme GmbH erfolgte rückwirkend zum Verschmelzungsstichtag am 1. Januar 2019 um 0:00 Uhr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände sind im Anlagevermögen der Gesellschaft nicht vorhanden.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer liegt bei Gebäuden zwischen zehn und 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen zwischen sieben und 20 Jahren sowie bei Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 13 Jahren. Abschreibungen auf Zugänge bis zum 31. Dezember 2009 wurden in Anlehnung an die amtlichen Steuertabellen vorgenommen. Im Rahmen der Erstanwendung des BilMoG ab 2010 wurden die Abschreibungsdauern nochmals überprüft und an die voraussichtliche Nutzungsdauer angepasst. Die Abschreibungen auf unterjährige Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Jahres erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der jährliche Sammelposten, dessen Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wird entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschal über fünf Jahre abgeschrieben.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. In den Herstellungskosten sind zudem angemessene Teile der Pachtaufwendungen für das genutzte Anlagevermögen der Rupp Keramik GmbH enthalten. Es wurden angemessene Wertberichtigungen nach dem Niederstwertprinzip vorgenommen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1% des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag gebildet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen zum 31. Dezember 2019 beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten von Towers Watson Deutschland GmbH, Wiesbaden.

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 % (Vj. 3,21 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,65 % (Vj. 1,65 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,00 % (Vj. 3,00 %) berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerung, angesetzt. Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalteten im Wesentlichen den Restbuchwert der Internetplattform "MeinDach" in Höhe von TEUR 1.900 (Dez. 2018). Aufgrund der Ankündigung vom 26. März 2020, dass die MeinDach GmbH ihren Betrieb auf ein Minimum reduziert, wurde die Plattform auf TEUR 0 außerplanmäßig abgeschrieben. Ein Großteil der im Unternehmen eingesetzten Kraftfahrzeuge befindet sich nicht im Anlagevermögen der Gesellschaft, sondern wird über Operating-Lease-Verträge abgewickelt.

Wie im Vorjahr wurden die Anlagen im Bau, die nach Fertigstellung aufgrund des bestehenden Pachtvertrags an die Rupp Keramik GmbH übertragen werden, nicht im Anlagevermögen, sondern im Umlaufvermögen unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen (EUR 6,1 Mio.; i. Vj. EUR 3,7 Mio.), da diese Vermögensgegenstände nicht langfristig dem Geschäftsbetrieb der Gesellschaft dienen.

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2019 an folgenden Unternehmen beteiligt:

Name Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis Geschäftsjahr 2019
TEUR
Braas Schweiz AG Düdingen, Schweiz 100 1.161 41
MeinDach GmbH Oberursel (Taunus) 100 25 -1.903
Rupp Keramik GmbH Oberursel (Taunus) 90 53.144 25.764
Dach.de GbR Hamburg 20 60 0

Die Finanzanlagen enthalten im Wesentlichen die Geschäftsanteile (90 %) an der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), in Höhe von TEUR 42.636.

Mit Vertrag vom 26. November 2004 hat die Gesellschaft 90 % der Geschäftsanteile in Höhe von EUR 5.400.000,00 an der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), erworben. Die Übertragung der Anteile mit dinglicher Wirkung erfolgte zum 1. Januar 2005. Mit Wirkung zum 14. Dezember 2011 wurde zwischen den beiden Gesellschaften ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, der rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 gültig ist. Hieraus entstand für die Braas GmbH in 2019 ein Gewinnübernahmeanspruch von TEUR 25.764 (i. Vj. TEUR 24.343). Das Eigenkapital der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), zum 31. Dezember 2019 beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 53.144.

Seit 2004 hält die Gesellschaft des Weiteren eine Beteiligung in Höhe von EUR 12.000,00 (entspricht 20 %) an der Plattform "Dach.de GbR", Hamburg (vormals: Mayen-Katzenberg). Der Grund des Anteilsbesitzes besteht insbesondere darin, zusammen mit anderen Unternehmen im Internet unter der Domain "dach.de" für Dachbaustoffe zu werben und den Markt für geneigte Dächer weiter zu erschließen.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft zum 30. November 2006 die gesamten Anteile (700 Aktien zu einem Nennwert von je CHF 1.000,00) der Braas Schweiz AG mit Sitz in Düdingen (Kanton Freiburg), Schweiz, im Wert von CHF 686.623,51 (= EUR 431.730,07) erworben. Das Ergebnis der Braas Schweiz AG für das Geschäftsjahr 2019 beträgt TCHF 45 (TEUR 41). Das Eigenkapital der Braas Schweiz AG zum 31. Dezember 2019 beträgt TCHF 1.260 (TEUR 1.161). Die Umrechnung von CHF in EUR erfolgte zu einem Kurs von 0,9211.

Mit Kaufvertrag vom 30. November 2016 hat die Braas GmbH 100% der Geschäftsanteile an der Brillant 2484. GmbH, Berlin, in Höhe von EUR 28.536 erworben. Mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Januar 2017 wurde die Gesellschaft mit neu gefasstem Gesellschaftsvertrag in MeinDach GmbH, Oberursel (Taunus), umbenannt. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen einschließlich der Vermittlung von Leistungen aller Art im Bereich des Bauwesens, insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau und der Renovierung von Dächern. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 25 und das Ergebnis beträgt TEUR -1.903.

2. Vorräte

Insgesamt sind die Vorräte um TEUR 1.595 auf TEUR 52.111 (i. Vj. TEUR 50.516) gestiegen. Dabei hat sich insbesondere der Bestand der Fertigerzeugnisse und Waren um TEUR 1.191 erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen (TEUR 972) aus dem Warenbestand einer neuen Produktgruppe, die seit der Verschmelzung der Decra GmbH das Angebot der Gesellschaft vergrößert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr bis auf eine Forderung aus Grundstücksverkauf (TEUR 15; i. Vj. TEUR 30) eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten. Die Restlaufzeit bei den sonstigen Vermögensgegenständen liegt außer bei Forderungen gegen Mitarbeiter (TEUR 8; i. Vj. TEUR 3) ebenfalls wie im Vorjahr unter zwölf Monaten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist eine Forderung gegen die alleinige Gesellschafterin Monier Roofing GmbH enthalten, die aus einem Darlehen in Höhe von TEUR 127 (i. Vj. TEUR 127) resultiert. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 25.764 (i. Vj. TEUR 24.343) gegen die Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus). Weiterhin sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.980 (i. Vj. TEUR 5.051) sowie Cash Pool-Forderungen gegen die BMI Group Operations S.à r.L in Höhe von TEUR 210.964 (i. Vj. TEUR 174.998) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Anlagen im Bau (TEUR 6.088; i. Vj. TEUR 3.653), die gemäß Pachtvertrag unmittelbar nach Fertigstellung an die Rupp Keramik GmbH transferiert werden. Darüber hinaus sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen debitorische Kreditoren (TEUR 750; i. Vj. TEUR 554) und Ansprüche auf Zurückerstattung von Energiesteuern (TEUR 1.619; i. Vj. TEUR 1.204) ausgewiesen.

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr unverändert TEUR 116.824 und teilt sich auf die Positionen Gezeichnetes Kapital (TEUR 20.000), Kapitalrücklage (TEUR 15.921) und Gewinnrücklagen (TEUR 80.903) auf.

Da im Geschäftsjahr 2010 von dem Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB kein Gebrauch gemacht wurde, sind in 2010 die aus der Auflösung der Rückstellungen resultierenden Beträge in Höhe von TEUR 1.220 unmittelbar erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt worden.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen betragen im Geschäftsjahr TEUR 148.180 (i. Vj. TEUR 135.174).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 19.868 (i. Vj. TEUR 21.939). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt, aber nicht abführungsgesperrt. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der gesamte Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung abgeführt.

Die Entwicklung der Direktzusagen zeigt folgende Darstellung:

2019
TEUR
2018
TEUR
Pensionsrückstellung zum 1. Januar 135.174 121.752
Bestandsänderungen der Verpflichtungen 111 775
Personalaufwandskomponente der Regelzuführung inklusive Zahlungen -4.251 -3.018
Zinsaufwandskomponente der Regelzuführung 15.982 14.501
Pensionsrückstellung vor außerordentlicher Zuführung aus der Umstellung wegen BilMoG 147.016 134.010
Außerordentliche Zuführung aus der Umstellung wegen BilMoG 1.164 1.164
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 148.180 135.174

Die außerordentliche Zuführung aus der Umstellung wegen BilMoG in Höhe von TEUR 1.164 entspricht der Mindestzuführung von 1/15 des Zuführungsbetrags nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB. Es verbleibt eine Rückstellung von TEUR 5.824, die bis spätestens zum 31. Dezember 2024 anzusammeln ist.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Garantien, Kundenboni und Personalaufwendungen gebildet.

Garantierückstellungen

Die Braas GmbH, Oberursel (Taunus), gewährt eine angemessene Garantie auf ihre Dachstein- und Tondachziegelprodukte. Das Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Garantierückstellungen wurde im Vergleich zum Vorjahr unverändert fortgeführt. Neben dieser allgemeinen Garantierückstellung bestehen weiterhin Rückstellungen für spezielle Produkte aufgrund von technischen Fehlern während der Produktionsphase. Durch die Inanspruchnahme im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 145 ist die Rückstellung für spezielle Produkte leicht auf TEUR 878 (i. Vj. TEUR 1.023) zurückgegangen.

Rückstellung für Kundenboni

Die Braas GmbH gewährt ihren Kunden mengen- und objektabhängige Boni, die zum Teil erst im Folgejahr ausgezahlt werden. Die Rückstellung basiert auf einer detaillierten Hochrechnung der Ansprüche pro Kunde. Im Geschäftsjahr betrug die Rückstellung TEUR 19.001 (i. Vj. TEUR 17.522).

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Rekultivierungen (TEUR 3.029; i. Vj. TEUR 2.894), für Jubiläumsgelder (TEUR 3.902; i. Vj. TEUR 3.799), für Sanierungsmaßnahmen (TEUR 2.246; i. Vj. TEUR 2.309) sowie für sonstige Kosten des Personalbereichs (TEUR 6.138; i. Vj. TEUR 6.337). Darüber hinaus bestehen weiterhin noch Rückstellungen für Sozialplanmaßnahmen aufgrund einer Produktionsanpassungsmaßnahme aus 2018 sowie eines Integrationsprojektes aus 2017/2018 in Höhe von zusammen TEUR 5.408 (i. Vj. TEUR 4.190), wobei sich durch die Berücksichtigung eines weiteren Geschäftsbereiches, die Rückstellungen für das Integrationsprojekt im Geschäftsjahr nochmals erhöhten.

7. Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 52.027; i. Vj. TEUR 26.940) handelt es sich in Höhe von TEUR 2.812 (i. Vj. TEUR 2.487) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr TEUR 17.821 (i. Vj. TEUR 16.158) Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Monier Roofing GmbH enthalten, die wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Cash Pool-Verbindlichkeiten bestehen (TEUR 17.941; i. Vj. TEUR 16.075). Bei dem verbleibenden Differenzbetrag handelt es sich im Geschäftsjahr um saldierte sonstige Forderungen (TEUR 120), im Vorjahr um sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 83).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich insbesondere aus noch abzuführender Lohnsteuer (TEUR 1.118; i. Vj. TEUR 952), erhaltenen Vorauszahlungen (TEUR 797; i. Vj. TEUR 737) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein (TEUR 63; i. Vj. TEUR 94) zusammen.

Die Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr durchweg eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten. Im Vorjahr hatten alle Verbindlichkeiten bis auf die Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein in Höhe von TEUR 62 in den sonstigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensionssicherungsverein hatten im Vorjahr in Höhe von TEUR 62 eine Restlaufzeit von 2 - 5 Jahren.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Den größten Anteil an den Umsatzerlösen stellen nach Abzug der Rabatte (vor Abzug von Skonti in Höhe von TEUR 14 und sonstigen Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 29.491 (i. Vj. TEUR 30.282)) die Tondachziegel in Höhe von TEUR 134.619 (i. Vj. TEUR 125.175) dar. Danach folgen die Erlöse aus verkauften Betondachsteinen mit TEUR 106.229 (i. Vj. TEUR 102.839) und die Erlöse aus Handelswaren in Höhe von TEUR 79.291 (i. Vj. TEUR 71.053). Darüber hinaus steuerten die Frachterlöse einen Anteil von TEUR 28.247 (i. Vj. TEUR 25.449) zu den Gesamterlösen bei.

Von den gesamten Umsatzerlösen entfallen TEUR 43.088 (i. Vj. TEUR 33.827) auf den Export. Die Exporterlöse gliedern sich auf wie folgt:

Umsatz
2019
TEUR
2018
TEUR
Polen 26.811 19.477
Tschechische Republik 3.414 2.351
Schweiz 2.870 2.917
Niederlande 1.870 1.841
Norwegen 1.488 1.616
Dänemark 1.290 1.178
Slowenien 1.011 733
Schweden 885 906
Russland 558 529
Belgien 535 729
Österreich 480 242
Bosnien Herzegowina 348 234
Slowakei 300 152
Lettland 223 179
Estland 205 237
Litauen 180 163
Luxemburg 178 143
Frankreich 88 133
Sonstige Export-Länder 354 67
43.088 33.827

2. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten sonstige betriebliche Erträge enthält insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.977 (i. Vj. TEUR 2.068), Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 231 (i. Vj. TEUR 256), Erträge aus der Weiterbelastung von verauslagten Kosten in Höhe von TEUR 1.185 (i. Vj. TEUR 67) sowie übrige sonstige Erträge von TEUR 1.118 (i. Vj. TEUR 1.095). Erträge aus Währungskursgewinnen sind in den übrigen sonstigen Erträgen in Höhe von TEUR 771 (i. Vj. TEUR 709) enthalten. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie den Erträgen aus Anlagenverkäufen handelt es sich um periodenfremde Erträge.

3. Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 4.863 (i. Vj. TEUR 4.304). Aufgrund der Wertberichtigung der Internetplattform der MeinDach GmbH sowie der Stilllegung des Produktionsstandortes Monheim fielen darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 950 (i. Vj. TEUR 0) sowie auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.482 (i. Vj. TEUR 93) an.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Sachkosten aus dem Verwaltungsbereich (TEUR 50.638; i. Vj. TEUR 46.458), Frachtkosten (TEUR 29.757; i. Vj. TEUR 27.165), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 9.689; i. Vj. TEUR 9.603), Garantieaufwendungen (TEUR 824; i. Vj. TEUR 358), Lizenzgebühren (TEUR 509; i. Vj. TEUR 496), Versicherungen, Beiträge und Gebühren (TEUR 2.699; i. Vj. TEUR 2.365), Reise- und Repräsentationskosten (TEUR 2.815; i. Vj. TEUR 2.320), Sozialplanmaßnahmen (TEUR 5.505; i. Vj. TEUR 4.308), freiwillige Sozialleistungen (TEUR 1.296; i. Vj. TEUR 1.169) und Forderungsverluste (TEUR 16; i. Vj. TEUR 30). Aufwendungen aus Währungskursverlusten sind in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 23) enthalten. Die Währungskursverluste resultieren im Wesentlichen aus der Bewertung zweier in Schweizer Franken geführten Cash Pool Konten gegen die BMI Group Services GmbH und die BMI Group Operations S.à r.L. Darüber hinaus beinhaltet die Position Weiterbelastungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 8.469 (i. Vj TEUR 8.279). Die Sachkosten aus dem Verwaltungsbereich beinhalten unter anderem die Pachtaufwendungen aus dem Pachtvertrag mit der Rupp Keramik GmbH in Höhe von TEUR 10.819 (i. Vj. TEUR 10.819) sowie die Aufwendungen aus der Investitionsverpflichtung aus demselben Vertrag in Höhe von TEUR 18.081 (i. Vj. TEUR 18.081).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 u. 2 EGHGB (BilMoG-Zuführungsbetrag für Pensionsrückstellung) in Höhe von TEUR 1.164 (i. Vj. TEUR 1.164) enthalten.

5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 750) resultiertenen ausschließlich aus Zinserträgen aus der Darlehensforderungen gegenüber der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), in Höhe von TEUR 58.062. Die Ausleihung wurde im Mai 2018 an die BMI Group Operations Sàrl abgetreten und der Darlehensbetrag an die Braas GmbH zurückbezahlt.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 1.135 (i. Vj. TEUR 861) resultieren im Wesentlichen aus Cash Pool-Forderungen gegen die BMI Group Operations S.à r.L in Höhe von TEUR 1.062; i. Vj. TEUR 794).

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 16.428 (i. Vj. TEUR 14.952) wurden insbesondere durch Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen (TEUR 15.982; i. Vj. TEUR 14.501), durch die Verzinsung einer Cash Pool-Verbindlichkeit gegenüber der BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus), (TEUR 178; i. Vj. TEUR 68) sowie durch die Aufzinsung von Garantierückstellungen (TEUR 57; i. Vj. TEUR 82), Rekultivierungsrückstellungen (TEUR 19; i. Vj. TEUR 37) und Jubiläumsrückstellungen (TEUR 179; i. Vj. TEUR 222) verursacht.

Der Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen beinhaltet mit TEUR 4.489 (i. Vj. TEUR 4.701) den verpflichtungsseitigen Zinsaufwand und mit TEUR 11.492 (i. Vj. TEUR 9.790) Zinsaufwand aus dem Zinssatzänderungseffekt.

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der über die Monier Roofing GmbH bestehenden steuerlichen Organschaft mit der BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus), sind im Geschäftsjahr keine laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen (i. Vj. TEUR 0). Aus der Verschmelzung der Decra Dachsysteme GmbH mit der Braas GmbH sind Steuerrückstellungen der Decra Dachsysteme GmbH auf die Braas GmbH übergegangen. Die Bereinigung dieser Steuerrückstellungen führte im Geschäftsjahr zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 51.

9. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn

Gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag vom 7. Dezember 2011 wurde der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 17.567 an die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), abgeführt.

V. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft nimmt teilweise Sicherungsgeschäfte auf Gas- und Stromeinkäufe vor. Deren Zeitwerte, die sich zum Abschlusszeitpunkt der Sicherungsgeschäfte aus den jeweiligen Marktwerten ableiten, belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 6.043.

Darüber hinaus bestehen in der Braas GmbH keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte i. S. d. § 285 Nr. 3 HGB.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 18.630 enthalten Abnahmeverpflichtungen aus offenen Bestellungen in Höhe von TEUR 5.590 und Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.552. Darüber hinaus bestehen Abnahmeverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 9.487 insbesondere aus Sandlieferverträgen (TEUR 3.444) und Energielieferverträgen (TEUR 6.043).

Weiterhin bestehen Pachtverpflichtungen sowie Investitionsverpflichtungen aus einem Pachtverhältnis mit dem verbundenen Unternehmen Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus). Die Pachtverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 10.819 und die Investitionsverpflichtungen auf TEUR 18.081 für den zunächst bis zum 31. Dezember 2020 laufenden Pachtvertrag.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 47.530.

3. Haftungsverhältnisse

Alle wesentlichen Aktiva der Gesellschaft wurden in unbegrenzter Höhe als Sicherheiten für Darlehen auf oberster Konzernebene zur Verfügung gestellt. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der BMI -Gruppe insgesamt als gering eingeschätzt.

4. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe der Abschlussprüferhonorare (§ 285 Nr. 17 HGB) wird verzichtet, da diese Angaben in dem Konzernabschluss der BMI Group Holdings (USA) LLC, in den die Gesellschaft einbezogen wird, enthalten sind.

5. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren in der Gesellschaft 1.073 Mitarbeiter (i. Vj. 1.067 Mitarbeiter) beschäftigt, wobei sich die Anzahl aus 429 Angestellten (i. Vj. 438) und 644 gewerblichen Mitarbeitern (i. Vj. 629) zusammensetzt.

6. Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer sind

Ulrich Siepe, CEO, Wiesbaden, Diplomingenieur (Vorsitzender der Geschäftsführung)

Annemarie Schuth, CFO, Oberursel, Diplomkauffrau

Georg Harrasser, Frankfurt am Main, Diplomingenieur (bis 16.07.2019)

in das Handelsregister Bad Homburg v. d. Höhe eingetragen.

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9a und b HGB wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Aufgrund ihrer Größe von mehr als 500 Mitarbeitern ist die Gesellschaft nach § 77 Abs. 1 des Betriebsverfassungsgesetzes von 1952 verpflichtet, einen Aufsichtsrat einzusetzen. Zum Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr:

Robert Stefan Forster, Frankfurt am Main, Regional President, Region Ost; BMI Group Services GmbH, Oberursel, (Vorsitzender)

Elke Wellmann, Obermörlen, IT-Projektmanagerin der Braas GmbH

Peter Chowanietz, Dülmen, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Braas GmbH, Oberursel (Taunus) (Arbeitnehmervertreter) (Stellvertretender Vorsitzender)

Johannes Schmidt-Schultes, London, CFO BMI Group Management UK Limited, London, Großbritannien, bis 12.05.2019

Susan Fornaro, Zürich, Schweiz, General Counsel, BMI Group Management UK Limited, London, Großbritannien, bis 12.05.2019

Mark Heidenreich, London, Director Tax BMI Group Management UK Limited, London, Großbritannien

Timke Karsten Precht, Waldmühlen, Industrial Director Pitched Roofing BMI Group Management UK Limited, London, Großbritannien, ab 5.11.2019

Carsten Römgens, Bamberg, Group Finance Director -Central & Eastern Europe & Supply Chain ab 05.11.2019

Die Angabe der Bezüge der aktiven Aufsichtsratsmitglieder (es erhalten nur die Arbeitnehmervertreter Aufsichtsratsbezüge) nach § 285 Nr. 9a HGB wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

7. Nachtragsberichterstattung

Vorgänge mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Hinsichtlich der Coronakrise verweisen wir auf unseren Lagebericht.

8. Mutterunternehmen und befreiender Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus).

Das Mutterunternehmen dieser Gesellschaft, das zum 31. Dezember 2019 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt, ist die BMI Group Holdings (USA) LLC, Parsippany, New Jersey, USA. Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen wird von der Standard Industries Inc. (USA), Parsippany, New Jersey, USA, erstellt.

Der befreiende Konzernabschluss und -lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wird von der BMI Group Holdings (USA) LLC, Parsippany, New Jersey, USA, gemäß § 292 HGB nach United States Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP) aufgestellt, zum Handelsregister in Bad Homburg v. d. Höhe eingereicht und im Bundesanzeiger unter der Firma BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus), (oberstes deutsches Mutterunternehmen), in deutscher Sprache veröffentlicht.

9. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

 

Oberursel (Taunus), den 11. Mai 2020

Ulrich Siepe

Annemarie Schuth

Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.204.580,15 3.762,90 0,00 331.265,25 7.539.608,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 68.449.513,34 256.298,60 -25.909,74 175.587,69 68.855.489,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 142.337.008,94 1.375.097,88 -7.783.886,05 2.114.674,22 138.042.894,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.282.733,30 344.828,91 -298.369,60 776.213,15 14.105.405,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.143.693,50 1.493.093,29 0,00 -3.397.740,31 2.239.046,48
228.212.949,08 3.469.318,68 -8.108.165,39 -331.265,25 223.242.837,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.096.413,97 0,00 0,00 0,00 43.096.413,97
2. Beteiligungen 12.000,00 0,00 0,00 0,00 12.000,00
43.108.413,97 0,00 0,00 0,00 43.108.413,97
278.525.943,20 3.473.081,58 -8.108.165,39 0,00 273.890.859,39
kum. Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.930.581,64 1.760.037,82 0,00 6.690.619,46 848.988,84 2.273.998,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 57.535.075,03 1.063.482,88 -23.770,65 58.574.787,26 10.280.702,63 10.914.438,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.547.478,83 3.937.463,47 -6.789.616,07 117.695.326,23 20.347.568,76 21.789.530,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.248.652,06 1.533.816,18 -297.636,87 12.484.831,37 1.620.574,39 2.034.081,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 2.239.046,48 4.143.693,50
189.331.205,92 6.534.762,53 -7.111.023,59 188.754.944,86 34.487.892,26 38.881.743,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 43.096.413,97 43.096.413,97
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 12.000,00 12.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 43.108.413,97 43.108.413,97
194.261.787,56 8.294.800,35 -7.111.023,59 195.445.564,32 78.445.295,07 84.264.155,64

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Braas GmbH, Oberursel (Taunus), ist Marktführer für das geneigte Dach in Deutschland. Die Gesellschaft produziert Betondachsteine und Tondachziegel sowie das dazugehörige Zubehör in inzwischen zehn Werken in Deutschland. Zur Komplettierung der Produktpalette werden neben den eigenerzeugten Produkten auch Dachsystemteile, die zum Großteil von der Schwestergesellschaft Monier Roofing Components GmbH, Oberursel (Taunus), bezogen werden, sowie Energieprodukte fürs Dach vertrieben.

Besitzverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin der Braas GmbH ist die Monier Roofing GmbH mit Sitz in Oberursel (Taunus).

Die Gesellschaft ist mit einem Stammkapital von EUR 20.000.100,00 im Handelsregister Bad Homburg v. d. Höhe eingetragen.

Geschäftstätigkeit und Standorte

Zur Braas GmbH, Oberursel (Taunus) gehören zum 31. Dezember 2019 die Standorte in Rahmstorf, Dülmen, Heusenstamm, Heyrothsberge, Mainburg und Altheim für die Produktion von Dachsteinprodukten sowie die Standorte Karstädt, Petershagen, Obergräfenhain und Buchen-Hainstadt für die Produktion von Dachziegelprodukten. Daneben bestehen ein Lagerstandort in Idstedt und Mohnheim sowie seit 2009 Konsignationsläger in Berlin, Herzogenaurach und Östringen. Die Gesellschaft forciert in eigenen Abteilungen und in Zusammenarbeit mit der BMI Technical Services GmbH, Oberursel (Taunus), die Entwicklung neuer Produkte, Produktlinien und neuer Technologien auf dem Gebiet der Dachbaustoffe. Der Sitz und die Verwaltung der Gesellschaft befinden sich in Oberursel (Taunus).

Zwischen der Gesellschaft als Pächterin und der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), als Verpächterin besteht seit dem 20. Dezember 2002 ein Vertrag über die Verpachtung des von der Verpächterin betriebenen Handelsgeschäfts mit dem dazugehörigen beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögen. Das Pachtverhältnis begann am 1. Januar 2003 und verlängert sich nach dem 31. Dezember 2007 jeweils um ein weiteres Kalenderjahr, wenn es nicht mindestens sechs Monate vor Ablauf des Kalenderjahres schriftlich gekündigt wird. Die fünfte Nachtragsvereinbarung wurde mit Vertrag am 5. Dezember 2016 beschlossen, es erfolgte eine Anpassung des Pachtverhältnisses zum 1. Januar 2016. Der Pachtzins beträgt nunmehr TEUR 10.819 p. a. zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Pächterin ist gemäß dem 6. Nachtrag vom 20. Dezember 2018 verpflichtet, Investitionen in Höhe von TEUR 18.081 p. a. zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer zur Substanzerhaltung zu tätigen. Erreicht die Summe der Investitionen für ein Kalenderjahr diesen Betrag nicht, so hat die Pächterin bis zum 31. Januar des Folgejahres den Differenzbetrag an die Verpächterin zu zahlen. Übersteigt die Summe der Investitionen für ein Kalenderjahr diesen Betrag, so hat die Verpächterin bis zum 31. Januar des Folgejahres den Differenzbetrag an die Pächterin zu zahlen.

Kundenkreis

In der Braas GmbH, Oberursel (Taunus), sind vertriebsseitig sämtliche Betondachstein- und Tondachziegel-Aktivitäten in Deutschland konzentriert. Sie tritt in diesem Segment als einzige Gesellschaft der Braas Monier Icopal Gruppe auf dem deutschen Bedachungsmarkt auf und vertreibt sämtliche Produkte unter dem einheitlichen Markennamen "Braas". Dabei wird 75 % des Umsatzes mit Baustoff- und Bedachungsfachhändler getätigt (im Vorjahr 78%).

Der verbleibende Anteil geht an Fertighaushersteller (8 %, auf Vorjahresniveau) sowie ausländische Schwestergesellschaften (17 %, abermals über Vorjahresniveau).

Der Exportanteil stieg im Wesentlichen durch eine Erhöhung der Konzernverrechnungspreise sowie durch den erhöhten Bedarf an Dachsteinen seitens der polnischen Schwestergesellschaft an.

Beteiligungen

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag Beteiligungen an der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), (90 %), der Braas Schweiz AG, Düdingen, Schweiz, (100 %), an der MeinDach GmbH, Oberursel (Taunus), (100 %) und an der Plattform "Dach.de GbR", Hamburg (vormals: Mayen-Katzenberg), (20 %), aus.

Managementstruktur

Die Braas GmbH, Oberursel (Taunus) wurde im Jahr 2019 weitestgehend von einem 4-köpfigen Leitungsgremium geführt. Neben dem Sprecher der Geschäftsleitung gehören die Geschäftsführerin Finanzen sowie die Bereichsleiter für Produktion und Personal zu diesem Gremium.

Einbindung in den Konzernverbund

Die Geschäftsführung der Braas GmbH berichtet an die Geschäftsführung der BMI Group Holdings UK Limited, London, Großbritannien. Der Sprecher der Geschäftsführung der Braas GmbH berichtet an den Chief Executive Officer der BMI Group Holdings UK Limited, London, Großbritannien. Das Board dieser Gesellschaft steuert die Geschäftsführung der Braas GmbH über Zielvorgaben und gemeinsame Meetings. Insbesondere gibt es regelmäßige Gespräche zur Ergebnissituation und zum Fortschritt wichtiger Unternehmensziele, jährliche Budget- sowie Strategiebesprechungen.

Wesentliche Dienstleistungen durch Konzernunternehmen

Die bereits 2017 im Konzern eingeführte funktionale Organisation unterstützt die Braas GmbH in wesentlichen Unternehmensbereichen wie Produktion, Supply Chain, Marketing, Einkauf, Recht- und Steuern, Personal, IT und Finanzen. Um eine konstante Leistungsverbesserung zu erzielen, wurde in 2018 ein Center of Excellence in Luxemburg aufgebaut, das sich im Wesentlichen um die Bereiche Produktion, Supply Chain und Einkauf kümmert.

Die Konzern IT hat seit Frühjahr 2019 ihren Sitz in Reading, United Kingdom (Worldwide IT Hub), dort werden alle strategischen Entscheidungen bzgl. IT und Digitalisierung getroffen. Die operativen Aktivitäten werden ebenfalls aus diesem Worldwide IT Hub gesteuert. Die lokalen IT Funktionen wurden im Rahmen eines Restrukturierungsprojektes bis auf ein Minimum reduziert. Die sonstigen Konzernfunktionen sind in London angesiedelt.

Für sämtliche Unterstützungstätigkeiten wurden Management Service Fees sowie Center of Excellence Fees erhoben.

Forschungsaktivitäten werden von der Gesellschaft nicht selbst durchgeführt. Ein wesentlicher Teil des Forschungsengagements aller Gesellschaften, die Dachsteine oder Dachziegel produzieren, ist in der BMI Technical Services GmbH, Oberursel (Taunus), konzentriert. Die hierfür anfallenden Kosten werden im Rahmen der Center of Excellence Fee anteilig an die Braas GmbH, Oberursel (Taunus) weiterberechnet.

Wesentliche Dienstleistungen für andere Konzernunternehmen

Im Shared Service erbringt die Braas GmbH, Oberursel (Taunus), Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften in Deutschland. Es handelt sich hier im Wesentlichen um Buchhaltungs- und Lohnbuchhaltungsleistungen, Steuerberatung und Erstellung von Steuererklärungen für die deutsche Organschaft sowie Unterstützung bei der IT Infrastruktur.

Ergebnisabführungsvertrag

Die Gesellschaft hat am 7. Dezember 2011 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), abgeschlossen, welcher rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 gilt und den bis dahin gültigen ersetzt. Dieser Ergebnisabführungsvertrag verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, falls er nicht zuvor gekündigt wird.

Beherrschungsvertrag

Mit der Muttergesellschaft Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), als herrschendem Unternehmen wurde zum 19. Dezember 2014 mit Wirkung zum 22. Dezember 2014 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen.

Frauenquote

Die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), alleinige Gesellschafterin der Braas GmbH, Oberursel (Taunus), hat gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG i. V. m § 5 EGGmbhG die Zielgröße für die Frauenquote in der Geschäftsführung zum 30. Juni 2017 auf 30 % und die Frauenquote im Aufsichtsrat auf 16,7 % festgesetzt. Die Frauenquote in der Geschäftsführung wurde in 2019 nicht erfüllt, die Frauenquote in der Geschäftsführung betrug zum 31. Dezember 2019 25% (diejenige im Aufsichtsrat 16,7%). Mit dem Eintritt der neuen Personalbereichsleiterin im Februar 2020 wird sich die Quote wieder auf 50% erhöhen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Geschäfts- und Marktentwicklung, Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Geschäftsführung der Braas GmbH, Oberursel (Taunus), rechnete für das Geschäftsjahr 2019 mit einem leichten Rückgang des Marktes für das geneigte Dach. Diese Prognose hat sich bestätigt: der Steildachmarkt in 2019 zeigte sich nach unserer Einschätzung mit -1%-Punkt leicht rückläufig gegenüber Vorjahr. Zwar waren die Baugenehmigungen bis Dezember 2019 im Ein- und Zweifamilienhausbau noch leicht positiv, allerdings litt die tatsächliche Bauausführung - genau wie anstehende Renovierungsprojekte - doch zunehmend unter dem Kapazitäts- und Fachkräftemangel der Baubranche. Ein weiteres Einbrechen des Marktes ist jedoch momentan nicht zu befürchten, da Pipeline-Effekte den Abschwung abmildern.

Es wurde beabsichtigt, Marktanteile zu steigern. Dieses Ziel wurde sowohl mit Dachziegeln als auch mit Dachsteinen klar erreicht.

Dank intensiver Bemühungen gelang es, die Preise zu steigern. Allerdings konnten in dem rückläufigen Marktumfeld die geplanten Preiserhöhungen nicht vollständig erreicht werden.

Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben für 2020 vor Auftreten von Covid-19 positive Konjunkturprognosen herausgegeben, sie rechneten mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1 Prozent. Dies war unter anderem auch auf die Anzahl der Arbeitstage zurückzuführen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist abzuwarten, wie hoch die Auswirkungen sind, die das Auftreten des Coronavirus auf die Konjunktur haben wird.

Der Umsatz aus dem operativen Vertrieb von Waren und Dienstleistungen stieg um 7,9% gegenüber dem Vorjahr an. Diese Entwicklung liegt nur ca. 1%-Punkt unter unserer Erwartung aus dem letzten Jahr. Der Gesamtumsatz inklusive Konzernumlagen weist ebenfalls eine Steigerung von 8,4% aus (von TEUR 294.234 auf TEUR 318.881).

Auch in 2019 wurde intensiv an der Produktivitätsverbesserung in unseren Werken gearbeitet. Die Produktionsleistung im Bereich Dachziegel hat sich gegenüber 2018 stark verbessert. Auch im Dachstein wurde die Effizienz in fast allen Werken verbessert. Das Werk in Monheim, das in 2018 viele ungeplante Produktionsstörungen aufwies, wurde im Laufe des Jahres 2019 geschlossen. Der Standort wurde allerdings als Auslieferungslager aufrechterhalten.

Negativ wirkte sich die Preisentwicklung der Einsatzfaktoren Energie, Farbe sowie Sand aus. Der tarifliche Anstieg in den Lohnkosten konnte durch Effizienzsteigerungen kompensiert werden.

Im Bereich der Vertriebs- und Verwaltungskosten ergaben sich Steigerungen über zusätzliche Stellen im Marketing und Vertrieb sowie durch die normale Lohnkosteninflation.

Die Management fees an die Konzernmutter sowie an das Center of Excellence sind entgegen der budgetierten Annahmen auf Vorjahresniveau geblieben.

Aus den oben genannten Sachverhalten ergibt sich ein Anstieg des Jahresergebnisses vor Gewinnabführung von TEUR 15.702 auf TEUR 17.567. Damit liegt das Jahresergebnis vor Gewinnabführung über unseren Erwartungen aus dem Vorjahr.

Investitionen

Das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2019 betrug TEUR 3.473 (i. Vj. TEUR 7.288):

TEUR 1.851 wurden im Wesentlichen in Maschinen investiert, welche als Ersatz in den Dachsteinproduktionsanlagen dienen

Investitionen zur Produktivitätsverbesserung wurden in Höhe von TEUR 1.613 getätigt.

Personalsituation

Zum Abschlussstichtag 2019 betrug die Zahl der Beschäftigten (Aktive inklusive Auszubildende und befristete Arbeitsverhältnisse) 1.153 (i. Vj. 1.173).

Gesamtaussage

Die Gesellschaft hat sich im zurückliegenden Jahr 2019, in dem der gesamte Vertrieb komplett neu aufgesetzt wurde, trotz der starken Veränderungen sehr positiv entwickelt. Die Position im deutschen Bedachungsmarkt konnte gefestigt werden.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 347.703 im Vorjahr auf TEUR 386.994 erhöht.

Das immaterielle und Sachanlagevermögen hat sich um TEUR 5.819 verringert, die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 3.473 während Abschreibungen TEUR 8.295 ausmachten. Die Finanzanlagen liegen Ende 2019 unverändert bei TEUR 43.108.

Die Anlagenquote (Anlagevermögen in Bezug zur Bilanzsumme) zum 31. Dezember 2019 liegt mit 20,3% signifikant unter Vorjahr (24,2 %). Zum einen übertrafen die Abschreibungen die Investitionen, zum anderen hat sich das Umlaufvermögen im Wesentlichen durch die Erhöhung der Forderungen aus Cash Pool stark erhöht.

Das Umlaufvermögen stieg im Geschäftsjahr von TEUR 262.498 auf TEUR 308.281 an. Der wesentliche Treiber hierfür ist die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 204.520 auf TEUR 246.024 und hier speziell die Erhöhung aus Cash Pool Forderungen.

Die Vorratsvermögen erhöhte sich um TEUR 1.596 auf TEUR 52.111, da es gelang, im Bereich Tonziegel den Bestand an Fertigprodukten gegenüber 2018 wieder zu erhöhen. Im Jahr 2018 musste die Produktion in den Werken Karstädt und Petershagen im November und Dezember gedrosselt werden, da der Rohstoff Ton aufgrund des Niedrigwassers in den deutschen Flüssen nicht zu den Werken befördert werden konnte. Dieses erhöhte Bestandsniveau ist notwendig, um den geplanten Absatz in den ersten Monaten des Jahres 2020 zu erzielen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr auf einem sehr niedrigen Niveau: da der Versand immer vor Weihnachten schließt und die meisten Forderungen direkt von der Bank eingezogen werden, gelang es uns auch 2019, unsere Forderungen zum Ende des Jahres stark zurückzufahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind TEUR 3.230 höher als im Vorjahr, dies ist insbesondere auf den Anstieg der Anlagen im Bau um TEUR 2.435 zurückzuführen. Diese werden nach Fertigstellung entsprechend dem bestehenden Pachtvertrag an die Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus), übertragen.

Das Eigenkapital liegt unverändert bei TEUR 116.824, da das Jahresergebnis gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), abgeführt wurde.

Bei gleichbleibendem Eigenkapital führt die Erhöhung der Bilanzsumme als Folge des Anstiegs der Rückstellungen zu einer Reduktion der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 auf 30,2 % (i. Vj. 33,6 %).

Die Pensionsrückstellungen verzeichnen einen Anstieg um TEUR 13.006, der sich im Wesentlichen aus dem Zinseffekt ergibt.

Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 1.839 angestiegen:

Ein wesentlicher Treiber ist die Erhöhung der Sozialplanrückstellungen um TEUR 1.218, diese resultiert aus der Schließung der Produktion in Monheim, aus dem Umbau der IT Funktion bestehen weiterhin Teile der in 2018 gebildeten Rückstellung. Durch das Umsatzwachstum hat sich auch der Kundenbonus um TEUR 1.479 erhöht.

Gegenläufig wirkt sich die positivere Einschätzung einzelner, produktspezifischer Risiken aus, die zu einem Rückgang der Garantierückstellungen um TEUR 145 geführt hat.

Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.012 zurück gegangen sind und die Sonstigen Verbindlichkeiten nur leicht gegenüber Vorjahr anstiegen, erhöhten sich die Verbindlichkeiten der Braas GmbH gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 25.087 auf TEUR 52.027. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Cash Clearing Verbindlichkeiten um TEUR 23.245 gegenüber der BMI Group Services GmbH zurückzuführen.

Finanzlage

Die Braas GmbH, Oberursel (Taunus), nimmt auf Weisung der Gesellschafterin Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), am Cash Pooling der Braas Monier Icopal-Gesellschaften teil.

Ein Cash Pool wird bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, auf der Grundlage eines Vertrags vom 5. Juli 2007 betrieben. Zwei weitere Cash Pools werden bei der Deutschen Bank AG, unterhalten: ein Euro Cash Pool in Frankfurt am Main, ein CHF Cash Pool in Zürich. Grundlage für diese Cash Pools sind die Verträge vom 9. Dezember 2019. Diese beiden Cash Pools werden von der BMI Group Operations S.à r.L (vormals BMI Group Holding S.à r.L), Luxemburg gehalten. Diese hat die Funktion einer Inhouse Bank übernommen.

Des Weiteren bestehen Cash Pool-Vereinbarungen zwischen der BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus) und der Braas GmbH, Oberursel (Taunus) sowie zwischen der Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), und der Braas GmbH, Oberursel (Taunus), über die die Ergebnisabführung sowie die steuerliche Organschaft abgewickelt werden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 18.473. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt TEUR 3.473. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist ebenfalls negativ und beträgt TEUR 15.702, es handelt sich hierbei um die Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft. Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel um TEUR 703. Der Cashflow wurde unter der Berücksichtigung von DRS 21 ermittelt auf Basis der indirekten Methode.

Ertragslage

Ein Umsatzwachstum um TEUR 24.647 (+8,4%) auf TEUR 318.881 konnte trotz leichten Marktrückgangs im traditionellen Inlandsgeschäft erzielt werden. Dies ist insbesondere auf den Gewinn von Marktanteilen in Deutschland sowie den Anstieg der Exportmengen zu erhöhten Transferpreisen zurückzuführen.

Nachdem im Jahr 2018 wegen des Niedrigwassers der deutschen Flüsse und dem dadurch entstandenen Engpass beim Rohstoff Ton nur wenig Bestände aufgebaut wurden, konnte in 2019 dank guter Produktionsleistungen der Bestand an Tondachziegeln erhöht werden. Auch im Dachstein konnten wir einen positiven Bestandsaufbau realisieren. Damit ergibt sich ein positiver Effekt aus Bestandsveränderung in Höhe von TEUR 1.072 (2018 TEUR -1.704).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 5.511 um TEUR 2.024 höher als im Vorjahr, Gründe dafür sind die erhöhte Auflösung von Rückstellungen sowie Weiterbelastungen an Schwestergesellschaften.

Der Materialaufwand hat sich - bereinigt um Bestandsveränderungen - analog zu den Umsatzerlösen verändert. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist die positive Leistung im Bereich Dachziegel. Auch im Bereich Dachstein konnten durch den "Industrial Saving Plan" gute Ergebnisse erzielt werden.

Der Personalaufwand liegt 4% über Vorjahr. Neben den üblichen Tarif- bzw. Gehaltssteigerungen führte auch die erhöhte Produktionsleistung sowie die Veränderung in der Vertriebsorganisation zu diesem Anstieg.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit TEUR 8.295 um TEUR 3.897 über Vorjahresniveau, darin enthalten sind Sonderabschreibungen im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion in Monheim in Höhe von TEUR 2.482 sowie die Sonderabschreibung auf die Internetplattform MeinDach in Höhe von TEUR 950 als Folge der Verringerung der Aktivitäten im Jahr 2020.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr um TEUR 10.260 an. Die Hauptgründe für diesen Anstieg sind:

Um TEUR 2.592 erhöhte Ausgangsfrachten aufgrund von höheren ausgelieferten Volumen sowie Kostensteigerungen durch Maut und anderen Transportkosten.

Auch die Aufwendungen für Sozialplanmaßnahmen sind um TEUR 1.197 angestiegen. In 2019 sind im Wesentlichen Abfindungen und sonstige Schließungskosten im Zusammenhang mit der Aufgabe der Produktion in Monheim angefallen.

Des Weiteren verzeichnete die Gesellschaft einen Anstieg der Verwaltungs- und Vertriebskosten durch die neue Ausrichtung im Vertrieb. Ein Teil dieser Kosten wurde auch an die Schwestergesellschaften weiterbelastet.

Das Ergebnis aus Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 25.764 (i. Vj. TEUR 24.343) resultiert aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Rupp Keramik GmbH, Oberursel (Taunus).

Die wesentliche Ursache für den Anstieg des Zinsaufwandes um TEUR 1.475 ist der Anstieg der Zinsaufwendungen bei den Pensionsverpflichtungen um TEUR 1.481 als Folge der Zinssatzänderung.

Dank verbesserter Umsatzerlöse und operativer Produktionskostenverbesserungen liegt das Jahresergebnis vor Gewinnabführung trotz hoher Vertriebskosten, der gestiegenen Pensionszinsen und der Schließung der Produktion in Monheim mit TEUR 17.567 um TEUR 1.865 über Vorjahr.

Der für die Steuerung des Unternehmens maßgebliche Leistungsindikator EBITDA (IFRS) betrug TEUR 59.349 und lag deutlich über Vorjahr (TEUR 47.428).

Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Dank guter Erfolge bei der Marktbearbeitung, gestiegener Transferpreise und der Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsleistung konnte das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung trotz Kosten für die Schließung von Monheim und Neuausrichtung im Vertrieb gegenüber dem Jahr 2018 um TEUR 1.865 verbessert werden.

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich weiterhin sehr solide dar.

4. Arbeitssicherheit und Gesundheit

Die Gewährleistung der Arbeitssicherheit ist ein gleichwertiges Unternehmensziel neben den wirtschaftlichen Interessen. Wir stellen sicher, dass wir alle notwendigen Anforderungen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes befolgen und, wann immer sinnvoll und möglich, über diesem Niveau liegen. Es ist unser zentrales Anliegen, die Einhaltung dieser Anforderungen ständig zu verbessern. Alle Führungskräfte sind in ihren Bereichen für die Arbeitssicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Dritter zuständig und direkt verantwortlich. Sie sollen ihren Mitarbeitern ein Vorbild sein und sie zur höchsten Arbeitssicherheit motivieren. Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Wir stellen mit technischen, organisatorischen und persönlichen Mitteln einen größtmöglichen Schutz am Arbeitsplatz sicher. Durch gezielte Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter stellen wir sicher, dass wir die hohen Erwartungen an uns erfüllen. Unfälle sind nie Zufälle. Wir analysieren konsequent die Umstände, die zu einem Unfall am Arbeitsplatz führten oder hätten führen können, und veranlassen Korrekturmaßnahmen. Wir verpflichten uns zur Vermeidung von Verletzungen und Erkrankungen. Diese Politik ist Grundlage für die Definition der Einzelziele.

Die Ergebnisse im Jahr 2019 haben die intensiven Bemühungen der letzten Jahre widergespiegelt. In 2019 gab es keinen Arbeitsunfall, der einen Ausfall zur Folge gehabt hätte, es traten 10 Unfälle mit medizinischer Behandlung auf.

Auch im Jahr 2020 werden wir das in 2015 gestartete Programm zur Reduktion der Unfallzahlen weiterführen. Inhalt dieses Programms ist es, einen Kulturwandel bezüglich der Risikowahrnehmung und des daraus ableitbaren Verhaltens zu erreichen. Das gesamte Management, unabhängig von Unternehmensfunktion oder Hierarchiestufe, engagiert sich und sieht im Thema Arbeitssicherheit einen wichtigen Unternehmenswert. Des Weiteren wird das Reporting unsicherer Arbeitsbedingungen fortgeführt, um das Bewusstsein für Gefahren zu stärken. Jährliche Audits werden an unseren Standorten durchgeführt, die Ergebnisse und beschlossenen Verbesserungsmaßnahmen werden zentral gesteuert und verfolgt. Monatlich werden mit allen Werkleitern die Jahrespläne zum Thema Sicherheit diskutiert.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Chancen

Die Vision von BMI und die Maßnahmen, die sich aus ihr ableiten, werden uns befähigen, alle Chancen, die sich ergeben, zu nutzen. "Wir tragen zum Auf- und Ausbau von Gemeinschaften bei, indem wir Schutz und Sicherheit bieten. Unsere effektiven und innovativen Lösungen für Bedachungen und Abdichtungen verändern den Alltag und das Arbeitsleben von Menschen. Wir engagieren uns für unsere Mitarbeiter, unsere Geschäftspartner und unsere Kunden. Gemeinsam führen wir unsere Branche in eine neue, effiziente, sichere und nachhaltige Zukunft."

Neuausrichtung der Vertriebsorganisationen

In 2019 wurde die Neuausrichtung der Vertriebsorganisationen eingeleitet. Die Mitarbeiter der vier Vertriebsorganisationen von Braas GmbH, Vedag GmbH, Icopal GmbH und Wolfin GmbH werden in 4 Vertriebsdirektionsgebiete zusammengefasst und bearbeiten als markenübergreifende Teams die jeweiligen Gebiete. Jedes Team verfügt über die gesamte Produktpalette der BMI Deutschland. Die Rechnung wird jedoch nach wie vor von der Gesellschaft ausgestellt, die die Produkte in der Vergangenheit angeboten hatte. Dadurch soll es uns gelingen, auch Kunden der anderen Gesellschaften für die Produkte der Braas GmbH zu gewinnen.

Synergien im Bereich Operations

Die im Rahmen der Integration ergriffenen Maßnahmen zur Erreichung von Einsparzielen werden uns helfen, das Unternehmen langfristig effizienter aufzustellen. Die Einsparziele sollen durch verbesserte Einkaufsleistungen, Prozessverbesserungen in der Produktion und Logistik erzielt werden. Unterstützung erhält die Braas GmbH von dem in Luxemburg angesiedelten Center of Excellence.

Effektive und innovative Dachlösungen

Unser Wettbewerbsvorteil besteht im Wesentlichen darin, dass wir der einzige Anbieter von kompletten Dachlösungen sind. Neben den selbst hergestellten Dachsteinen und Dachziegeln vertreiben wir dazu abgestimmte Dachkomponenten, die wir größtenteils in Zusammenarbeit mit unserer Schwestergesellschaft Monier Roofing Components GmbH entwickeln, sowie Produkte aus dem Bereich Dämmung und Solar, die ebenfalls Bestandteil unserer Systeme sind.

Unser Ziel ist, unsere Produkt- und Servicepalette stetig durch Innovationen zu erweitern. Die wichtigste Innovation in 2018 war die Einführung von Aerlox, einem Dachstein mit signifikant reduziertem Gewicht. Die in 2019 geplanten Investitionen, um diese neue Technologie in Deutschland für die Produktion der Modelle Tegalit und Frankfurter Pfanne anwenden zu können, wurden ins Jahr 2020 verschoben. Durch die Gewichtsreduktion wird die Verlegung der Dachsteine auf dem Dach wesentlich einfacher, da der Dachhandwerker 30% weniger Gewicht zu verarbeiten hat. Neben diesem Vorteil für den Kunden können auch Transportkosten eingespart werden, da die Lastwagen mit wesentlich mehr Stück beladen werden können, wenn das Gewicht pro m 2 zu verlegende Fläche um 30% sinkt.

Diese wie auch alle anderen Produktentwicklungen oder Produktmodifikationen werden in Kooperation mit der BMI Technical Services GmbH erarbeitet.

Digitalisierung

Im Rahmen der weltweiten Digitalisierungsstrategie hatte der Konzern bereits 2016 die Initiative "MeinDach" gestartet.

MeinDach ist eine Internetplattform, die es sich zum Ziel gesetzt hat, renovierungswillige Hausbesitzer und die für sie geeigneten Dachhandwerker zusammenzubringen und beide durch umfangreiche Serviceleistungen zu entlasten bzw. ihnen einen deutlichen Mehrwert zu bieten.

Braas wird mit der Initiative MeinDach diesen aktuellen Trend nutzen, um den eigenen Innovations- und Wissensvorsprung vor etablierten und branchenfremden Wettbewerbern frühzeitig und größtmöglich auszubauen. Dabei wird dieser Service einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Marktanteil von Braas im Sanierungsmarkt in der Zukunft zu erhöhen. Aufgrund der unsicheren finanziellen Lage, die durch Covid-19 ausgelöst wurde, hat sich das Management entschlossen, im Jahr 2020 weitere Aktivitäten in diesem Bereich einzustellen.

MeinDach wird als eigenständige rechtliche Gesellschaft geführt, um die für dieses Geschäft erforderliche Schnelligkeit und Flexibilität bei strategischen und operativen Entscheidungen gewährleisten zu können.

Export

Nach der Schließung des Dachziegelwerkes unserer polnischen Schwestergesellschaft im Jahr 2013 haben sich die Ziegelexporte nach Polen Jahr für Jahr sehr gut entwickelt. Wir sehen hier eine Chance, unsere Position in Polen noch weiter auszubauen. Aufgrund des Produktionsengpasses bei Ziegeln ist es dafür allerdings notwendig, Exporte in andere, weniger profitable Länder zu stoppen. Generell gilt, dass Produkte Made in Germany gut verkauft werden können.

Risiken

Das Risikomanagement zielt auf systematische Identifikation, Steuerung, Bewertung und Kontrolle von Risiken ab. Wesentliche Risiken der Gesellschaft werden vor allem im Rahmen des Budgetierungsprozesses, der mehrmals jährlichen Überarbeitung des Budgets sowie der monatlichen Ergebnisanalyse erkannt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft als Teil der BMI Group in deren international übergreifende Kontrollmechanismus eingebunden.

Geschäfts- und operationale Risiken

Die Geschäftsergebnisse hängen von der Entwicklung des Baugewerbes ab, das wiederum von der allgemeinen konjunkturellen Lage beeinflusst wird. Insbesondere die Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise und die resultierenden Folgen auch für unsere Wettbewerber werden auch im Jahr 2020 einen maßgeblichen Einfluss haben. Darüber hinaus bestehen Risiken durch Änderungen in Politik und Gesetzgebung. Insbesondere der Einfluss des Brexits ist für BMI ein Unsicherheitsfaktor. Die weitere Entwicklung in Deutschland und auf den Exportmärkten lässt sich so nur schwer abschätzen, das Risiko wird aber insgesamt als eher niedrig eingeschätzt. Dem Ergebnisrisiko wird durch ein striktes Kostenmanagement Rechnung getragen.

Die Wettbewerbssituationen können in erheblichem Maß von regionalen Unterschieden wie beispielsweise der Anzahl von Wettbewerbern und Produktionskapazitäten, der Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen in den regionalen Märkten oder der wirtschaftlichen Lage und Produktnachfrage beeinflusst werden.

Die Dynamik auf den Weltrohstoffmärkten (insbesondere Öl und Gas) könnte Einfluss auf die Materialkosten und auf die Absätze haben. Diesen Risiken wird durch Einschaltung alternativer Lieferanten, restriktiver Kostenfreigaben sowie Monitoring des Geschehens und dessen Folgen Rechnung getragen.

Risiken verursacht durch Covid-19

Das seit Januar 2020 aufgetretene Coronavirus bringt ein wirtschaftliches Risiko mit sich, das in Art und Umfang schwer einschätzbar ist:

Die Erkrankung von Mitarbeitern im Werk oder aber die Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen könnten temporäre Werksschließungen nach sich ziehen. Durch Trennung von Schichtsystemen und verschärften Hygienevorschriften versuchen wir dieses Risiko zu minimieren. Ebenso wird versucht, kritische Rohstoffe über alternative Lieferanten zu sichern.

Werksschließungen hätten einen unmittelbaren Einfluss auf die Verfügbarkeit unserer Produkte für den Verkauf.

Falls Dachdeckerkapazitäten in größerem Ausmaß wegen Krankheit oder wegen verschärfteren Maßnahmen wegfallen würden, hätte dies ebenfalls einen sehr negativen Effekt auf unser Geschäft.

Wie sich die Pandemie auf die Investitionstätigkeit sowohl im B2C als auch im B2B Geschäft auswirkt, wird erst im 2. Halbjahr vollständig klar werden. Eine Rezession hätte für Braas und BMI Deutschland signifikante negative Auswirkungen.

Gewährleistungs- und Umweltrisiken

Gewährleistungsrisiken aus Produkthaftung und Reklamationen sind durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellung wurde auf Basis bisher vorliegender Informationen berechnet.

Umweltschutz: An jedem Standort der Gesellschaft bestehen detaillierte Aufstellungen und Risikoanalysen aller sich in Betrieb befindlichen und stillgelegten Anlagen, die aus Umweltschutzgesichtspunkten relevant sind. Diese Erkenntnisse sind in einem Bericht zusammengefasst und werden regelmäßig in der Abteilung "Arbeitssicherheit/Umwelt" aktualisiert. Für alle bekannten und durch Gutachten bestätigten Risiken, wie z. B. Verunreinigungen durch Schalöl, wurden Rückstellungen gebildet.

Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen bzw. Ausleihung mit den jeweiligen Geschäftspartnern. Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten abgedeckt ist. Weiterhin existiert eine permanente Debitorenüberwachung, wobei alle Forderungen über TEUR 50 entweder versichert oder durch Bürgschaften abgesichert sind.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft ist Teil der BMI-Gruppe mit der Standard Industries Inc., USA, als oberste Konzerngesellschaft.

Liquiditätsrisiken können sich im Zusammenhang mit der gruppeninternen Finanzierungspolitik der BMI-Gruppe (Cash Pooling) ergeben, in die die Braas GmbH, Oberursel (Taunus) eingebunden ist. Die Finanzierung der Braas GmbH erfolgt über die BMI Group Operations S.à r.L., Luxemburg als Cash Pool Führer und Inhouse Bank der BMI-Gruppe.

Durch diese Einbindung in die gruppeninterne Finanzierung ist die Braas GmbH, Oberursel (Taunus), indirekt auch von der finanziellen Ausstattung der BMI-Gruppe abhängig. Die BMI-Gruppe erhielt im November 2019 ein Darlehen des amerikanischen Mutterunternehmens Standard Industries Inc. (USA) in Höhe von TEUR 600.000. Darüber hinaus besteht ein weiteres Darlehen der BMI-Gruppe gegenüber der Standard Industries Inc. (USA) in Höhe von TEUR 201.795. Zum 31. Dezember 2019 betrug die gesamte Finanzierung BMI-Gruppe durch Standard Industries Inc. (USA) TEUR 288.506. Der börsennotierte Corporate Bond der BMI-Gruppe, mit dem Nominalwert von TEUR 434.250 wurde im November 2019 zurückgezahlt. Zusätzlich besteht eine Darlehenslinie in Höhe von TEUR 150.000 ebenfalls gegenüber Standard Industries Inc. (USA), wodurch eine ausreichende Liquidität der BMI-Gruppe sichergestellt ist.

Nach Rückzahlung des Bonds entfällt die Verpflichtung zur Einhaltung gewisser finanzieller Kennzahlen und damit das Risiko der Fälligstellung des Bonds.

Diese strukturellen Rahmenbedingungen gewährleisten die laufende Liquidität der Gruppe und dank der positiven Ergebnisse der Braas GmbH, Oberursel (Taunus), der zur Verfügung stehenden Darlehen sowie der Kreditlinien von Seiten der Standard Industrie Inc. (USA) sieht das Management der Braas GmbH (Taunus) weder ein Liquiditätsrisiko noch ein Fortbestandsrisiko.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen

Die Cash Pool-Verträge innerhalb des Konzerns führen zu einem Risiko, da die Braas GmbH von der finanziellen Ausstattung der beteiligten Gesellschaften abhängig ist. Folgende Maßnahmen werden ergriffen, um die oben dargestellten Ausfall- und Liquiditätsrisiken und allgemeine Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. ausschalten zu können:

- Es werden detaillierte Pläne (Budgets, Forecasts) erstellt, die auf monatlicher Basis zu den Ist-Werten verglichen und kommentiert werden.

- Die Vermögensrisiken sind - sofern versicherbar - durch Versicherungen abgedeckt.

Die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft findet im Rahmen des Cash Pools durch die Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), die BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus) , und die BMI Group Operations S.à r.L, Luxemburg statt. Im Rahmen der abgeschlossenen Cash Pool-Verträge zwischen der Braas GmbH, Oberursel (Taunus), und den drei Holdinggesellschaften ist geregelt, dass seitens der Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus), der BMI Group Operations S.à r.L (vormals BMI Group Holding S.à r.L), Luxemburg, und der BMI Group Services GmbH, Oberursel (Taunus), adäquate Frühwarnsysteme eingerichtet sind. Dadurch können wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten rechtzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden. Darüber hinaus beinhalten die Verträge ordentliche und außerordentliche Kündigungsmöglichkeiten.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Um unseren Energiebedarf an Strom und Gas zu decken, schließen wir Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten für eine Laufzeit von bis zu vier Jahren ab. Die laufenden Verträge sollten jeweils eine Restlaufzeit von mindestens zwei Jahren haben. Diese Verträge erlauben uns, Tranchen unserer geplanten Verbrauchsmengen monatsgenau zu decken und somit teilweise Sicherungsgeschäfte auf Gas- und Stromeinkäufe vorzunehmen. Deren Umfang beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 6.043 (Vorjahr: TEUR 13.592). Sie werden nicht als Bewertungseinheit angesehen.

Die volle Bedarfsmenge eines Monats muss vor Beginn jedes Monats fixiert werden. Wir erstellen eine Prognose unserer Bedarfe während der Dauer des Rahmenvertrages, die wir fortlaufend aktualisieren. Den Entscheidungen zur Fixierung und dem Lösen von Beschaffungsmengen liegen Empfehlungen eines externen Energieberaters (Risk Manager), der die Märkte für jede Energieart genauestens kennt und kontinuierlich beobachtet, zugrunde.

Diese Empfehlungen basieren auf einem Value-at-Risk-Modell, welches das Risiko unserer offenen Positionen unter einer Schwelle hält, die vom Management definiert wird.

Hierzu wird ein Capital at Risk (CaR) festgelegt, welches einen Aufschlag auf den Marktpreis (Risiko) eingrenzt. In der Regel sind dies 10 % im laufenden Jahr und 15 % im Folgejahr.

Um diesen Wert nicht zu überschreiten, werden entsprechende Trigger gesetzt, zu denen Mengen am Markt gedeckt bzw. wieder gelöst werden. Erreicht der jeweilige Marktwert einen dieser Preise, so informiert der Risk Manager den Leadbuyer, der dann eine Entscheidung trifft.

Der Risk Manager erhält eine monatliche Vergütung sowie ggf. einen Bonus, wenn der tatsächliche durchschnittliche Beschaffungspreis unterhalb des Marktpreises für den Beschaffungszeitraum zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns liegt. Dieser Prozess zum Energieeinkauf ist in der Energy Purchasing Directive dokumentiert.

Gesamtaussage

Insgesamt lässt sich festhalten, dass zum aktuellen Zeitpunkt bestandsgefährdende Risiken für die Braas GmbH, Oberursel (Taunus), bestehen, jedoch die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering ist. Darüber hinaus schätzen wir die oben aufgeführten Einzelrisiken eher als gering ein.

Aus Sicht der Geschäftsführung stellte sich die Vermögens- und Finanzlage im abgelaufenen Geschäftsjahr gut dar. Das Ziel, die Marktanteile zu steigern, wurde sowohl bei Dachsteinen als auch Dachziegeln erreicht. Die Prognose des Vorjahres von einem starken Umsatzwachstum konnte allerdings nicht erreicht werden. Hauptgrund dafür war, dass die Preise in einem sehr kompetitiven Marktumfeld nicht so stark erhöht werden konnten wie geplant.

Das Ziel eines gleichbleibend hohen Jahresergebnis vor Ergebnisabführung wurde hingegen übertroffen, da die Management Fees aus London und Luxembourg nicht wie erwartet angestiegen sind.

6. Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die Geschäftsführung der Braas GmbH einen weiteren leichten Rückgang des Steildachmarktes in Deutschland. Die Prognose für den Umsatz ist dennoch leicht positiv, da die Gesellschaft davon ausgeht, Preiserhöhungen sowie leichte Marktanteilsgewinne realisieren zu können. Die Marktanteilsgewinne beabsichtigt man insbesondere durch die erhöhte regionale Präsenz und die Bearbeitung der Kunden der anderen BMI Deutschland Gesellschaften als Folge der Neuausrichtung der Vertriebseinheiten zu erzielen.

Positive Effekte werden auch durch den "Industrial Saving Plan" erzielt werden. Dieser Plan ist zusammen mit dem Center of Excellence in Luxemburg entwickelt worden und wird durch dieses gesteuert. Sämtliche Lohnsteigerungen in der Produktion können damit kompensiert werden. Auch durch die im März 2019 kommunizierte Werksschließung des Dachsteinstandortes Monheim werden 2020 Einsparungen in der Produktion erwartet. Weitere Restrukturierungsmaßnahmen sind in der Produktion nicht geplant.

Auch in den Bereichen Supply Chain und Procurement wird die Braas GmbH aus Luxemburg unterstützt. Die Kostensteigerungen aufgrund von Inflation bei Rohstoffen und Transportkostenanstiegen durch erhöhte Diesel-, Maut- und Personalkosten werden durch Bündelungen des Einkaufsvolumens und professionelle Verhandlungen ausgeglichen.

Im Bereich der Verwaltungs- und Vertriebskosten werden Mehraufwendungen durch die Neuausrichtung des Vertriebs erwartet. Die Gesellschaft hat sich nämlich entschlossen, diese Neuausrichtung als Wachstumschance zu gestalten, es sollen keine Einsparungen durch Mitarbeiterreduktion erreicht werden.

Die Konzernmutter wird, wie bereits 2019 erfolgt, Umlagen für die Unterstützung der lokalen Einheiten erheben. Diese werden in etwa gleicher Höhe wie 2019 anfallen, da keine weiteren Einstellungen in Luxemburg und London geplant sind.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wurde unter der Annahme aufgestellt, dass die Ausbreitung des Coronavirus keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Braas GmbH hat. Die derzeit vorherrschende hohe Unsicherheit bezüglich der weiteren Ausbreitung des Coronavirus und etwaiger wirtschaftlicher Folgen begrenzt jedoch die Sicherheit der Planannahmen.

Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Im Rahmen einer Neuorganisation der legalen Einheiten ist vorgesehen, die Braas GmbH im Laufe des Jahres 2020 auf die Muttergesellschaft Monier Roofing GmbH, Oberursel (Taunus) zu verschmelzen.

 

Oberursel (Taunus), den 11. Mai 2020

Ulrich Siepe

Annemarie Schuth

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§3 25 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Gesellschafterbeschlüsse

betreffend die

Braas GmbH
Frankfurter Landstraße 2-4, 61440 Oberursel

mit Sitz in Oberursel, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Bad Homburg zu HRB 6681 (nachfolgende die "Gesellschaft")

Als alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft hält die Unterzeichnende unter Verzicht auf die Einhaltung aller gesetzlichen und satzungsbedürftigen Form- und Fristvorschriften eine

Gesellschafterversammlung

der Gesellschaft ab und beschließt einstimmig:

1. Der Jahresabschluss der Braas GmbH für das Geschäftsjahr 2019 liegt vor.

Der Jahresabschluss der Braas GmbH für das Geschäftsjahr 2019 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 17.567.339,06 EUR aus.

Dieser wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag vom 07. Dezember 2011 an die Monier Roofing GmbH abgeführt.

Der Jahresabschluss der Braas GmbH wird in der vorgelegten Fassung festgestellt.

2. Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2019 Entlastung erteilt.

3. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, Niederlassung Frankfurt, bestellt.

Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst; die Gesellschafterversammlung ist geschlossen.

Allgemeines

Die deutschsprachige Fassung dieser Gesellschafterbeschlüsse ist maßgeblich, die englischsprachige Fassung dient einzig informatorischen Zwecken.

 

Oberursel, den / this 25. Mai / May 2020

Monier Roofing GmbH

vertreten durch

Robert Forster, Geschäftsführer/Managing Director

ppa. Ingo Gritzbach, Prokurist/Authorized Officer

Die Monier Roofing GmbH fasst als Alleingesellschafterin der Braas GmbH folgenden Beschluss:

Dem Aufsichtsrat wird für das Jahr 2019 Entlastung erteilt.

 

Oberursel, den / this 25. Mai / May 2020

ppa. Janine Dymala, Prokurist/Authorized Officer

ppa. Christian Düsterdiek, Prokurist/Authorized Officer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2019

der Braas GmbH

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 hat sich der Aufsichtsrat über mündliche und schriftliche Berichte laufend und in zwei ordentlichen Sitzungen über die beabsichtigte Geschäftspolitik der Braas GmbH und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Entwicklung der Rentabilität des Eigenkapitals, den Gang der Geschäfte, insbesondere den Umsatz, und die Lage der Gesellschaft sowie über Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität von erheblicher Bedeutung sein konnten, informiert.

Im Geschäftsjahr 2019 sind Frau Susan Fornaro und Herr Johannes Schmidt-Schultes aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Carsten Roemgens und Herr Timke Precht wurden als Aufsichtsratsmitglied durch den Gesellschafter der Braas GmbH bestellt.

Gegenstände der Beratungen in den ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrates waren insbesondere

die Wettbewerbssituation im Dachstein- und Dachziegelsegment und die erfolgreiche Entwicklung der Marktanteile,

der Fortgang der Integration der Aktivitäten von Braas Monier und Icopal und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft,

Marktausblick für 2020 und die grundlegenden Marktentwicklungen, deren Risiken und Chancen für die Gesellschaft,

sowie das Budget 2020

Der handelsrechtliche Einzelabschluss der Braas GmbH zum 31. Dezember 2018 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, Frankfurt am Main, geprüft, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen und in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 13. Mai 2019 durch den Abschlussprüfer eingehend erörtert. Ein besonderer Fokus in der Prüfung wurde auf die Prozess- und Datenanalyse sowie in der Prüfung der Pensionsrückstellungen gelegt.

Entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag vom 7. Dezember 2011 entfällt ein Vorschlag für die Ergebnisverwendung, da der gesamte Jahresüberschuss an die Monier Roofing GmbH abgeführt wurde. Eine Zuführung oder Auflösung von Rücklagen, die im Gesetz als Möglichkeit vorgesehen ist, hat der Aufsichtsrat nicht beantragt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung der Braas GmbH sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2019, das aufgrund der Integration der Aktivitäten von Braas Monier und Icopal für alle Beteiligten herausfordernd war.

 

Oberursel, den 08. Dezember 2020

Vorsitzender des Aufsichtsrates

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