NOSTRA gGmbHLiquidiert

51149 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 9902
Vorher
NOSTRA Verbund-Werkstatt GmbH
Eingetragen
10.5.1979
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit BehinderungSonstige soziale Betreuung von Menschen mit BehinderungWohnheime für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist es, Leistungswillige in besonderen Schwierigkeiten, insbesondere besonders betroffene schwerbehinderte und sozialbehinderte Arbeitslose, im Verbund von betrieblicher und bürgerlicher Selbsthilfe zu unterstützen und ihre berufliche und gesellschaftliche Eingliederung zu fördern. Zur Verwirklichung dieses Zweckes setzt sich die Gesellschaft vor allem das Ziel, durch Beschaffung behindertengerechter Arbeit die immer größer werdende Lücke zwischen den Werkstätten für Behinderte (WfB) und dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu schließen. In Anwendung der Grundgedanken des Schwerbehindertengesetzes will sie darüber hinaus der Sicherung der Eingliederung Schwerbehinderter in Arbeit, Beruf, Gesellschaft dadurch dienen, dass sie die Zusammenarbeit mit Nichtbehinderten fördert. Die Gesellschaft sieht ihren Schwerpunkt in der integrierenden Funktion. Sie strebt an, die Möglichkeiten, die einerseits die Werkstätten für Behinderte und andererseits der allgemeine Arbeitsmarkt bieten, in ihrem Arbeitsplatzangebot zu vereinigen. Sie nimmt Behinderte und Nichtbehinderte auf, Jugendliche und Erwachsene, Männer und Frauen, Einheimische und Ausländer. Diese arbeiten gleichberechtigt zusammen, nehmen einander partnerschaftlich an und unterstützen sich gegenseitig (Betriebsfamilie). Um der partnerschaftsbezogenen individuellen Persönlichkeitsentfaltung und der Eigenart der Behinderung sowie den psychosozialen Schwierigkeiten im einzelnen Rechnung zu tragen, sind Förderstufen einzurichten und dazu unterschiedliche Arbeiten bereitzustellen bzw. zu erfinden. Dabei sind besondere arbeitsbegleitende Hilfen, unter Umständen auch ein "außergewöhnlicher Betreuungsaufwand" zu leisten. Der Ausbau der Gesellschaft mit unterschiedlichen Fachbereichen ist im Verbund mit Werkstätten für Behinderte, der Industrie, privater Wirtschaft und den öffentlichen Stellen eine ständige Aufgabe. Alle im NOSTRA-VERBUND Beteiligten unterstützen sich gegenseitig bei der Erfüllung ihrer Aufgabe. Die Gesellschaft wird damit in praktischer Ausübung christlicher Nächstenliebe im Sinne von Diakonie und Caritas als Wesens- und Lebensäußerung der christlichen Kirchen tätig.

Historie

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Management

NameRolle
Regina Roth
seit 17.11.2010
Prokura
Holger Fleer
seit 3.5.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Johannes Seniorendienste c.V.
78.53%
17.21%
Caritasverein zur Förderung der Nostra gGmbH
4.27%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Johannes Seniorendienste c.V.
Germany
698.900 €
78.53%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

NOSTRA gGmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVSEITE

  31.12.2014 31.12.2013
 
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen   18,10 874,36
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.396.349,66   3.524.146,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 72.147,26   95.727,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 643.533,89   794.019,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.621,26   0,00
    4.155.652,07 4.413.893,64
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   40.000,00 40.000,00
    4.195.670,17 4.454.768,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 46.959,00   68.757,27
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00   3.826,17
    46.959,00 72.583,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 613.847,77   649.561,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155.743,98   150.182,61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 132.389,42   156.586,16
    901.981,17 956.330,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   22.241,64 10.130,79
    971.181,81 1.039.044,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten   779,51 779,48
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   1.591.923,50 1.451.534,46
    6.759.554,99 6.946.126,80

PASSIVSEITE

     
  31.12.2014 31.12.2013
 
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 890.000,00   890.000,00
II. Verlustvortrag, soweit durch Eigenkapital gedeckt - 890.000,00   - 890.000,00
    0,00 0,00
B. Sonderposten   671.260,91 812.916,51
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   26.314,07 0,00
2. Sonstige Rückstellungen   389.060,33 431.294,93
    415.374,40 431.294,93
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.737.836,66   3.815.643,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 195.880,48 (Vorjahr: € 132.011,24)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 107.080,86   143.141,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 107.080,86 (Vorjahr: € 143.141,57)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.241.346,07   1.242.989,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 264.041,67 (Vorjahr: € 265.685,46)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 550.216,09   460.220,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 200.216,09 (Vorjahr: € 160.220,06)      
davon aus Steuern € 25.704,97 (Vorjahr: € 21.873,54)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 89.780,55 (Vorjahr: € 16.677,82)      
    5.636.479,68 5.661.995,36
E. Rechnungsabgrenzungsposten   36.440,00 39.920,00
    6.759.554,99 6.946.126,80

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

  2014 2013
 
1. Umsatzerlöse 3.512.893,16   3.237.684,90
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 0,00   - 9.357,24
3. Andere aktivierte Eigenleistungen + 12.327,00   0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 908.265,69   1.299.470,02
    4.433.485,85 4.527.797,68
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 576.797,19   566.341,02
b) Bezogene Leistungen 141.590,11   561,50
    718.387,30 566.902,52
Rohergebnis   + 3.715.098,55 + 3.960.895,16
6. Personalaufwendungen      
a) Löhne und Gehälter 2.155.364,83   2.297.036,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 559.627,39   596.749,05
davon für Altersversorgung € 111.147,61 (Vorjahr: € 119.788,66)      
    2.714.992,22 2.893.785,94
7. Abschreibungen      
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 311.200,26   339.184,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 584.442,38   624.917,15
    895.642,64 964.101,15
Betriebsergebnis   + 104.463,69 + 103.008,07
9. Zinsen und ähnliche Erträge 57,53   227,54
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 242.133,23   251.504,75
davon an verbundene Unternehmen € 58.819,21 (Vorjahr: € 58.819,21)      
    - 242.075,70 - 251.277,21
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   - 137.612,01 - 148.269,14
12. Außerordentliche Erträge 0,00   130.000,00
13. Außerordentliches Ergebnis   0,00 + 130.000,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   12,99 37,80
15. Sonstige Steuern   2.764,04 - 28.698,00
16. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss (+)   - 140.389,04 + 10.391,06

Anhang zum Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

der Nostra eGmbH, Köln

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Nostra gGmbH, Köln, hat ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH Gesetzes aufgestellt.

Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den Vorschriften in §§ 266 und 275 HGB; größenabhängige Erleichterungen wurden von der Gesellschaft in Anspruch genommen. Die Gliederungs- und Zuordnungsvorschriften der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert übernommen, so dass die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss gewährleistet ist.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Ihre Anwendung beeinträchtigt nicht den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und - da abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear um planmäßige sowie um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Bilanzierung der im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens erfolgte gemäß § 6 EStG. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 150,00 zzgl. MwSt werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 zzgl. USt werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG zu 20% im Jahr der Anschaffung und den folgenden vier Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit dem beizulegenden Wert angesetzt. Zu diesem Zweck wurden in Vorjahren entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte im Rahmen der verlustfreien Bewertung grundsätzlich zu Herstellungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Pauschal- bzw. Einzelwertberichtigungen sind im erforderlichen Umfang gebildet worden.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die für die Anschaffung von Anlagegütern erhaltenen Investitionszuschüsse werden nicht von den Anschaffungskosten dieser Anlagegüter abgesetzt, sondern als Sonderposten passiviert. Eine Auflösung erfolgt in Höhe der anteiligen Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Einzelangaben zur Bilanz

1. Aktivposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem folgenden Anlagespiegel ersichtlich:

Anlagengitter für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

  Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand Zugang Umbu-
chungen
Abgang Endstand
 
1 2 3 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 58.816,41 0,00 0,00 0,00 58.816,41
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.669.969,27       4.669.969,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 525.242,80 1.352,30     526.595,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.825.136,18 7.129,89   4.600,00 1.827.666,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 43.621,26     43.621,26
  7.020.348,25 52.103,45 0,00 4.600,00 7.067.851,70
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 356.697,00       356.697,00
  356.697,00 0,00 0,00 0,00 356.697,00
  7.435.861,66 52.103,45 0,00 4.600,00 7.483.365,11
  Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand Abschreibungen des Geschäfts-
ahres
Umbu-
chungen
Zuschreibungen des Geschäfts-
jahres
Entnahme für Abgänge Endstand
 
1 7 8 9 10 11 12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 57.942,05 856,26 0,00 0,00 0,00 58.798,31
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.145.822,92 127.796,69       1.273.619,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 429.515,41 24.932,43       454.447,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.031.116,28 157.614,88     4.598,98 1.184.132,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00         0,00
  2.606.454,61 310.344,00 0,00 0,00 4.598,98 2.912.199,63
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 316.697,00         316.697,00
  316.697,00 0,00 0,00 0,00 0,00 316.697,00
  2.981.093,66 311.200,26 0,00 0,00 4.598,98 3.287.694,94
  Restbuchwerte
Bilanzposten Stand 1.1.2014 Stand 31.12.2014
 
1 13 14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 874,36 18,10
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.524.146,35 3.396.349,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 95.727,39 72.147,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 794.019,90 643.533,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 43.621,26
  4.413.893,64 4.155.652,07
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40.000,00 40.000,00
  40.000,00 40.000,00
  4.454.768,00 4.195.670,17

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Leistungsforderungen, davon T€ 119,9 gegen Gesellschafter.

Ausleihungen an Gesellschafter bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

2. Eigenkapital/Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Die Bilanz zum 31. Dezember 2014 weist nach Verrechnung des Gewinnvortrages zuzüglich des Jahresfehlbetrag 2014 mit dem gezeichneten Kapital einen nicht durch das Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von T€ 1.591,9 aus. Unter Berücksichtigung des Sonderpostens in Höhe von T€ 671,3 und der Gesellschafterdarlehen von T€ 977,3, für die ein Rangrücktritt vorliegt, ist die bilanzielle Überschuldung beseitigt.

3. Sonderposten

In Höhe erhaltener Investitionszuschüsse wurden Sonderposten gebildet. Die Sonderposten werden jährlich in Höhe der anteiligen Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst. Der Betrag der Auflösung (T€ 141,6) ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Da der Sonderposten die vereinnahmten, aber noch nicht ertragswirksam verbuchten Zuschüsse umfasst, hat dieser Posten zunächst eigenkapitalähnlichen Charakter.

4. Rückstellungen

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) Rheinland-Westfalen, Dortmund. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Ab 2010 ist für den sogenannten Abrechnungsverband S ein Sanierungsgeld zu zahlen. Aus dem Abrechnungsverband S werden laufende und zukünftige Renten, denen Anwartschaften bzw. Ansprüche aus Versicherungszeiten bis zum 31.12.2001 zugrunde liegen, geleistet. Da dieser Abrechnungsverband einen Fehlbetrag ausweist, ist hierfür ein Sanierungsgeld zu leisten. Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Antrag der Nostra gGmbH auf Härteausgleich nach § 46 c Abs. 2 der Satzung der KZVK zugestimmt und somit der Gesellschaft der Sanierungsbeitrag für das Jahr 2014 in Höhe von T€ 25,8 erlassen. Für das im Jahr 2015 zu zahlende Sanierungsgeld wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 25,8 gebildet. Nach Angaben der KZVK ist dieses Sanierungsgeld insgesamt voraussichtlich für 15-20 Jahre jährlich zu leisten.

Die KZVK ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalt ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalt ist keine im Wettbewerb stehende Einrichtung. Die Altersversorgung wird durch Beiträge finanziert. Der Beitrag war 2014 unverändert in Höhe von 4,8 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts zu zahlen.

Die "sonstigen Rückstellungen" betreffen mit T€ 84,2 abzugrenzende Schadensersatzansprüche. Darüber hinaus enthalten diese den Urlaubsrückstand, Gewährleistungs- und Haftpflichtrisiken, sonstige ungewisse Verpflichtungen sowie die Kosten der Jahresabschlussprüfung 2014.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 977,3 Gesellschafterdarlehen, darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Leistungsverrechnungen.

Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.909,7 haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Besicherung der Bankdarlehen zur Finanzierung des Versorgungszentrums erfolgte durch Übereignung der mit diesen Mitteln erworbenen Vermögensgegenstände sowie durch eine Abtretung der Ansprüche auf Fördermittel für das Versorgungszentrum. Die übrigen Darlehen sind besichert durch Belastung des Grundbesitzes der Tochtergesellschaft, eine Ausfallbürgschaft des Evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln sowie selbstschuldnerische Bürgschaften einer Tochtergesellschaft.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Sicherstellung der langfristigen Verfügbarkeit des von der Gesellschaft genutzten Grundstücks besteht mit dem verbundenen Unternehmen Integra Gemeinnützige Werkstätten GmbH ein Pachtvertrag. Der hieraus resultierende Pachtaufwand betrug in 2014 T€ 106,1. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Mietleasing-Verträgen in Höhe von T€ 40,7 p.a. Das Leasinggeschäft dient der Verbesserung der Liquidität. Risiken bestehen während der unkündbaren Grund-mietzeit.

7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen in Form einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber der Sparkasse Köln/Bonn aufgrund der Sicherung eines Darlehens der Tochtergesellschaft Integra Gemeinnützige Werkstätten GmbH zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.245,1 (Vorjahr: T€ 1.280,9).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit T€ 66,7 periodenfremde Posten (hauptsächlich nachträgliche Erstattungsansprüche) sowie mit T€ 126,2 Schadensersatz für das Geschäftsjahr 2014 aufgrund eines Vergleichs mit einem Vertragspartner.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit T€ 19,8 periodenfremde Aufwendungen enthalten.

Die Gesellschaft hat von ihrem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

V. Sonstige Angaben

1. Personalbesetzung

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 95 Arbeitnehmer beschäftigt; davon waren 46 Arbeitnehmer mit Behinderungen.

2. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen (Anteilsbesitz)

Die Nostra gGmbH hält 100% der Anteile am Stammkapital von € 40.000,00 der Integra gemeinnützige Werkstätten GmbH, Köln

Jahresüberschuss 2014: 27.870,42
Eigenkapital zum 31.12.2014: 110.766,90

3. Gesellschaftsorgane

Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2014:

 

Holger Fleer, Betriebswirt, Lüdenscheid - verantwortlich für alle Geschäftsbereiche.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

 

Wilfried Voigt, (Vorsitzender) ausgeschieden am 17.06.2014

Kaufmann, Köln,

 

Andreas Amelung, (Vorsitzender ab dem 17.06.2014)

Rechtsanwalt, Köln,

 

Dr. Karl Heinz Bierlein, (stellvertretender Vorsitzender)

Theologe, Meckenheim,

 

Hansmanfred Boden, ausgeschieden am 17.06.2014

Rechtsanwalt, Köln,

 

Kurt Joseph Doktor, ausgeschieden am 17.06.2014

Dipl.-Ing., Köln

 

Nikolaus Immer, zurückgetreten am 5.2.2014

Geschäftsbereichsleiter Diakonisches Werk, Düsseldorf,

 

Egon Menden

Pensionär, Rösrath,

 

Barbara Ruhland,

Dozentin, Bergisch-Gladbach,

 

Karl Schick,

Pfarrer i.R., Köln,

 

Alexander Hansow, ab dem 17.06.2014

Pensionär, Bergisch-Gladbach.

 

Köln, am 27.03.2015

Nostra gGmbH

Fleer, Geschäftsführer

Lagebericht der NOSTRA gGmbH für das Geschäftsjahr 2014

I. Geschäftsverlauf und Lage (§ 289 Abs. 1 HGB)

1. Rahmenbedingungen

Die NOSTRA hat auch in 2014 Ihren Zweck als Integrationsbetrieb für behinderte Menschen voll erfüllt. Die Rahmenbedingungen zur Beschäftigung anderweitig am Arbeitsmarkt benachteiligter Menschen konnte auch in 2014 nicht wiederbelebt werden, da Förderungen und Unterstützungen für diesen Teil des Arbeitsmarktes quasi nicht mehr vorhanden sind.

Obwohl defizitäre Geschäftsbereiche geschlossen wurden, wird das aktuelle Ergebnis immer noch mit Nachlaufkosten belastet. Bedingt durch tarifliche Regelungen besteht einerseits keine Kündigungsmöglichkeit, andererseits gibt es aber auch keine wirtschaftlich Beschäftigungsmöglichkeiten für eine kleine Gruppe von Mitarbeitern.

Im letzten Quartal 2014 zeichnen sich zwei Veränderungen im Führungsteam ab. Ein Betriebsleiter wird im Q2 2015 in Rente gehen. Die Nachfolge ist über einen langjährigen Stellvertreter gelöst. Schon im Q1 2015 wird der Betriebsleiter der Wäscherei die Nostra auf eigenen Wunsch verlassen. Die Nachfolge ist aber auch ebenfalls über einen Stellvertreter gesichert.

Insgesamt wird aber die Verwaltung im Zuge diese Veränderungen weiter schrumpfen, da Neueinstellungen zur Kompensation für 2015 nicht geplant sind. Damit diese möglich wird, müssen Aufgaben und Funktionen neu verteilt werden.

Im Q4 2014 konnte die Nachrüstung Brandmeldeanlage im ganzen Gebäude, entsprechend den Baugenehmigungen 2007 und 2009 realisiert werden. Da der Erweiterungsbau schädlich für den Bestandsschutz der Anlage war, entsprach der Aufwand fast einer Neuerrichtung nach heute gültiger Norm und auch der Altbau musste im erheblichen Umfang nachgerüstet werden. Alle handwerklichen Tätigkeiten wurden durch NOSTRA Mitarbeiter erbracht. Lediglich die Material-, Einrichtungs- und Abnahmekosten wurden über Zulieferer und Dienstleister erbracht. Die mängelfreie Abnahme durch einen TÜV- Sachverständigen und die Fachabteilung der Berufsfeuerwehr Köln im Jan. 2015 sichern nun den Status ab.

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Hauptgesellschafters Johannes Seniorendienste e.V. dauert an. Ebenso die Verfahren der JSD e.V. Tochtergesellschaften DIE.CONSULT GmbH und ASE GmbH. Die Anstrengungen bei der Suche nach neuen Gesellschaftern und bestenfalls nach einem "Patron" wurden verstärkt. Bisher leider ohne Erfolg. Hinderungsgründe sind neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage, die weiter unklaren Auswirkungen des JSD Insolvenzverfahrens in der Zukunft.

Glücklicherweise konnten die Küchenabteilung zum 31.12.2014 wieder in Betrieb genommen werden. Die Auslastung ist anfänglich noch eher gering und die Deckung aller Kosten bis auf weiteres nicht möglich sein. Positive Deckungsbeiträge sind aber sicher und die Chancen aus den laufenden Betrieb heraus wieder expandieren zu können sind deutlich gestiegen. Ab sofort ist aber sichergestellt, dass die Investitions-Fördermittel unstrittig zweckgebundene Verwendung finden.

Die voll fremdfinanzierte Immobilie stellt immer noch eine große Belastung dar, die dringend verringert werden muss. Bedingt durch das schlechte Rating sind die Darlehnszinsätze aber hoch und die Chance, dass sich das ändert immer noch gering.

Geschäftsbereiche/ Auftragslage

Der Bereich Industriedienstleistungen war auch in 2014 sehr stabil. Es werden immer wieder Chancen genutzt, dauerhafte Zusatzgeschäfte zu generieren und die Kundenbindung auszubauen.

Beim größten Kunden in dieses Bereiches konnten wir unseren Umsatz kontinuierlich steigern. Da die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung aber erst mal fraglich war, wurden die Leistungsspitzen über Leasing-Arbeitnehmer abgefangen. In 2015 werden dann die eigenen Mitarbeiter aufgestockt um die Anzahl der immer noch notwendigen Leasing-Kräfte zu verringern.

Lediglich beim kleinsten Kunden dieser Sparte, ist es auch 2014 nicht gelungen einen positiven Deckungsbeitrag zu erwirtschaften. Eine Kündigung dieses Werkvertrages war möglich, aber wegen fehlender Anpassungsmöglichkeiten der Mitarbeiteranzahl ist dies eher unsinnig. Leider ist es auch nicht gelungen einen neuen Werkvertrag abzuschließen, da sich der Kunde vor einem weiteren größeren Umbruch befindet.

Bei einem anderen Industrie Kunden hat es eine Verschiebung gegeben. Einerseits haben wir Montage-Tätigkeiten an ein "EU-Billiglohnland" verloren, andererseits steigen die Umsätze bei den Dichtungssätzen.

Ein größerer Teil der Halle ist immer noch vermietet, da kein Eigenbedarf besteht. Die Flächen stehen der NOSTRA aber bei Bedarf kurzfristig zur Verfügung. Je nach dem, könnte auch die Küche zukünftig erheblichen zusätzlichen Flächenbedarf haben, wenn z.B. eine Tablettierung für Krankenhäuser zum Tragen kommen würde.

Die Wäscherei ist mehr als einschichtig ausgelastet. Es konnten kontinuierlich kleinere Kunden dazugewonnen werden. Die Wirtschaftlichkeit wird sich in 2015 verbessern, da Rationalisierungstechnik die Personalkosten senken wird und ab Mitte 2015 ein größerer Neukunde für Zusatzumsätze sorgt. Die Anstrengungen im Bereich Ver- und Entsorgung Einsparungen zu realisieren, werden in Q2 2015 mit der Fertigstellung einer Wasser- und Wärmerückgewinnungsanlage enden. Eine Regenwassernutzung ist parallel im Bau.

Die Küche wurde im Dezember 2014 wieder in Betrieb genommen, die EU Zulassung erneuert und die Zusammenarbeit mit einem neuen Partner aus der gewerblichen Catering Szene aufgenommen.

Beschaffungsbereich

Da die NOSTRA in allen Industriebereichen im Falle von Materialbeschaffungen Realkosten verrechnen kann, belasten Preissteigerungen normalerweise das Ergebnis nicht.

Im Bereich des Versorgungszentrums sind die Energiepreise von großer Bedeutung. Am erfreulichen Marktrend mit fallenden Preisen werden wir im Bereich Strom schon ab Q3 2015 folgen können, da dann ein neuer Vertrag beginnt.

Im Q4 2014 konnten wir endlich Strom-Zwischenzähler für alle Bereiche nachrüsten. Leider hat sich dadurch ein anderes Problem offenbart. Die 10fach zu hohe Schätzung des zukünftigen Strombedarfs durch den Neubau der Küche und die Wäscherei in 2009, hatten dazu geführt das normale Hausanschluss nicht mehr ausreichte. Es wurde für schätzungsweise 200 T€ ein neuer Anschluss an das 10kV Mittelspannungsnetz des Energieversorgers incl. eigener Trafostation eingerichtet. Die reale Auslastung ist so gering, dass die für solche Anlagen üblichen Bereitschaftsverluste (die unabhängig von der tatsächlichen Last sind) im Verhältnis gut 1/3 des Stromverbrauchs ausmachen.

Daher prüfen wir gerade sehr intensiv unsere Möglichkeiten. Ein Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme Kopplung) wäre auch schon damals die Bessere und auch im Bezug auf die Investitionskosten günstigere Lösung gewesen, da die NOSTRA den Vorteil hat, dass Sie Zeitgleich zum Strombedarf auch noch erheblichen Wärmebedarf hat.

Da aber die NOSTRA weiter keinen Zugang zum Finanzmarkt hat und die Möglichkeiten Investitionen aus dem Cashflow zu bestreiten, weiterhin nur sehr begrenzt möglich sind, wird es sehr schwer diese wünschenswerte Veränderung umzusetzen.

2. Lage des Unternehmens

Die Vermögenlage des Unternehmens ist auf der Aktivseite gekennzeichnet durch einen Anteil von 81% des Anlagevermögens. Die den auf der Passivseite ausgewiesenen Verbindlichkeiten entsprechende langfristige Fremdkapitalquote beträgt (ohne Sonderposten) 118 %; das Eigenkapital ist in Gänze aufgebraucht. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 327,0 auf T€ 5.167,6 vermindert.

Das Geschäftsjahr 2014 schließt mit einem Verlust von T€ 140,4 ab. Die geplanten Nachlaufkosten geschlossener Geschäftsbereiche belasten das Ergebnis, mehr aber noch die Umsatzverluste durch die Insolvenzen, am Meisten aber Umsatzverlust durch die Kündigung des Speisenlieferungsvertrages. Die Personalaufwandsquote beträgt 68,6 % und die Materialaufwandsquote 18,1 %.

Die Finanzlage ist nach wie vor davon geprägt, dass im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit keine ausreichenden Einzahlungsüberschüsse erzielt werden, um die Mittelabflüsse im Rahmen der Investitionstätigkeit und für Darlehenstilgungen abzudecken. Insgesamt werden zwar Flüssige Mittel zum Bilanzstichtag von T€ 22,2 ausgewiesen; die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich aber auf T€ 3.737,8 (davon T€ 54,2 Kontokorrente). Die Zahlungsfähigkeit 2015 ist gemäß der kurzfristigen Liquiditätsplanung gesichert.

Investitionen

In 2014 wurde die Brandmeldeanlage umfassend nachgerüstet.

Personal

Als Tarifvertrag findet grundsätzlich der BAT-KF Anwendung. Ab 2015 wird für den neu eröffneten Bereich der Küche die Öffnungsklausel für Integrationsunternehmen genutzt und abweichend der NGG/DEHOGA Gastronomie NRW Tarif angewendet.

Durch die gleichgerichteten Bemühungen den Fortbestand der NOSTRA zu sichern, ist es der NOSTRA Mitarbeitervertretung und der Geschäftsführung gelungen, eine Notlagenregelung zu erwirken. Gegenstand dieser Regelung ist die Verschiebung einer Tariferhöhung und einer zeitlich begrenzten Absenkung des KZVK Beitrages ab 2015.

Über eine Härtefallregelung war das KZVK Sanierungsgeld in 2014 nicht zu zahlen.

Bedingt durch die Lage des Unternehmens wurden auch in 2014 keine Jahressonderzahlungen gezahlt und die Erhöhung der Entgelte nach dem BAT - KF bzw. MTArb - KF ohne Nachzahlungsverpflichtung vom 1. Juli 2014 auf den 1. Januar 2015 verschoben. Darüber hinaus gilt die Genehmigung der Aussetzung der Jahressonderzahlungen auch für das Geschäftsjahr 2015.

II. Prognose und Risikoberichterstattung (§ 289 Abs. 1 S. 4 HGB)

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Nachdem nun der Umbau 2009 weitgehend abgeschlossen ist und neben den schon erwähnten Planungsmängeln "nur" noch die behördliche Bauabnahme aussteht, ist nun die Basis vorhanden das Unternehmen für die kommende Jahre aufzustellen.

Die Wiedereröffnung der Küche, das absehbaren Erreichen des BEP in der Wäscherei und die Stabilisierung der Industrieumsatze auf einem hohen Niveau sollten der Grundstein sein, endlich in einen normalen Unternehmensablauf zu kommen. Die vergangenen Jahre waren bisher immer geprägt von Krisenbewältigungen und Katastrophenszenarien.

Die großen Herausforderungen sind in jedem Fall die Eingliederung in einen neuen Organkreis und die zukunftsfähige Umgestaltung aller Geschäftsbereiche ohne die grundsätzliche Ziel der NOSTRA über Bord werfen zu müssen.

Als Dienstleister im Wettbewerb zu anderen Billiglohn-Mitbewerbern wird dies auch weiterhin nicht gelingen. Auch der Mindestlohn hat daran nichts geändert, da er nicht für WfbM gilt und der BAT KF weit darüber liegt.

Risiken werden insbesondere in folgenden Sachverhalten gesehen:

Die (Nachtrag-)Baugenehmigung ist im September 2012 erteilt worden, die baurechtliche Abnahme steht noch aus.

Wenn auch der Zugang zum Kapitalmarkt weiter unmöglich ist, so muss doch in jedem Fall erreicht werden, dass Fördermittel in Form von Zuschüssen wieder möglich sind. Im Moment werden auch LVR Investitionszuschüsse zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen immer noch blockiert, solange das ganze Verhältnis zum Hauptgesellschafter nicht geklärt ist.

Es ist nicht unrealistisch, dass die Auswirkungen der Ertragseinbußen durch Neugeschäfte aufgefangen werden können. Die dadurch verbesserte Liquiditätslage kann den Fortbestand der Gesellschaft weiter stabilisieren. Das fehlende Eigenkapital schränkt den Handlungsspielraum aber ein.

Die NOSTRA hat aber auch gezeigt, dass sie aus eigener Kraft eine Ergebnisverbesserung erreichen kann und somit den positiv eingeschlagenen Weg fortsetzen wird. Für 2015 rechnet die NOSTRA mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis. Der Grad der Unsicherheit für diese Prognose ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch recht hoch.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde von der Gesellschafterversammlung am 19. Mai 2015 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Lagebericht der Nostra gGmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Die Gesellschaft geht davon aus, dass Forderungen gegen insolvente Geschäftspartner in Höhe von T€ 119,9 mit entsprechenden Verbindlichkeiten aufgerechnet werden können und hat diese Forderungen dementsprechend im Jahresabschluss 2014 und 2013 nicht wertberichtigt. Wir konnten auch durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende

Sicherheit über die Realisierbarkeit der Aufrechnung erlangen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung darüber hinaus einzuschränken weisen wir in Ausübung unserer Redepflicht nach § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darauf hin, dass die Gesellschaft zum 31.12.2014 bilanziell überschuldet ist. Aufgrund der bilanziellen Überschuldung und äußerst angespannten Liquiditätslage ist der Fortbestand des Unternehmens ohne eine erhebliche Verbesserung der Ertragslage und dem Zufluss zusätzlichen Kapitals in Form liquider Mittel nicht gewährleistet.

 

Düsseldorf, am 08. Mai 2015

Securia GmbH
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