HABA Group B.V. & Co. KG

Bad Rodach

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRA 5240
Eingetragen
30.12.2019

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditist
Germany
5.000.000 €

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HABA Group B.V. & Co. KG

Bad Rodach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die HABA Group B.V. & Co. KG mit Sitz in Bad Rodach ist in dem seit mehr als 80 Jahren im Familienbesitz befindlichen Konzern der Habermaass Family GmbH, im Folgenden kurz HABA FAMILYGROUP genannt, die operative Führungs- und Managementgesellschaft.

Im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung hat die Gesellschaft ihre Anteile an der HABA Supply Chain GmbH & Co. KG sowie der HABA Project GmbH & Co. KG in die HABA Sales GmbH & Co. KG zum 31.12.2022 eingebracht. In der Folge sind die Vermögen der HABA Supply Chain GmbH & Co. KG sowie der HABA Project GmbH & Co. KG der HABA Sales GmbH & Co. KG angewachsen.

Die Gesellschaft erbringt nahezu ausschließlich zentrale Verwaltungsdienstleistungen und vermietet Anlagevermögen an Unternehmen der HABA FAMILYGROUP, insbesondere an die HABA Sales GmbH & Co. KG, Bad Rodach.

Als zentraler Dienstleister ist die Gesellschaft von der Geschäftsentwicklung der HABA Sales GmbH & Co. KG abhängig.

Bereits im Geschäftsjahr 2022 zeichnete sich jedoch deutlich ab, dass das bisherige Geschäftsmodell der HABA Sales GmbH & Co. KG mit den drei Geschäftsbereichen HABA Pro, HABA und JAKO-O nicht mehr ertragsbringend ausgeführt werden kann.

Zudem wirkte sich die SAP-Implementierung im Januar 2023 auf zahlreiche betriebliche Prozesse in Beschaffung, Produktion, Materialwirtschaft, Eingangs- und Ausgangslogistik und im Vertrieb, wie auf die Bestell- und Auftragsabwicklungsprozesse sowie auf die Fakturaprozesse aus und führte zu erheblichsten Beeinträchtigungen des gesamten Geschäftsbetriebs.

Der Geschäftsbetrieb der HABA Sales GmbH & Co. KG war auch im Jahr 2023 weiterhin stark defizitär.

Im August 2023 wurde schließlich entschieden, die HABA FAMILYGROUP neu auszurichten und den Geschäftsbereich JAKO-O einzustellen. Die HABA FAMILYGROUP konzentriert sich künftig auf die beiden Kernsegmente HABA und HABA Pro.

Da sich die Geschäftstätigkeit der HABA Group B.V. & Co. KG im Wesentlichen auf das Erbringen von Dienstleistungen und die Vermietung von Anlagevermögen an ihre Tochtergesellschaft HABA Sales GmbH & Co. KG beschränkt und sich eine künftige Liquiditätsunterdeckung abzeichnete, haben die HABA Group B.V. & Co. KG sowie die HABA Sales GmbH & Co. KG daher am 08.09.2023 wegen drohender Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO) und - mangels positiver Fortbestehensprognose - Überschuldung (§ 19 InsO) Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Mit Beschlüssen des Amtsgerichts Coburg vom 11.09.2023 wurde die vorläufige Eigenverwaltung über das Vermögen der beiden Schuldnerinnen angeordnet und ein vorläufiger Sachwalter bestellt.

Mit Beschlüssen des Amtsgerichts Coburg vom 01.12.2023 wurde daraufhin das Insolvenzverfahren über das Vermögen der beiden Schuldnerinnen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung in Eigenverwaltung eröffnet und ein Sachwalter bestellt.

Während der Insolvenz wurde die Sanierung der Gesellschaften u.a. durch einen massiven Stellenabbau, Kostenreduzierungen und Schließung von Geschäftsbereichen bei der HABA Sales GmbH & Co. KG vorangetrieben und den Gläubigern Insolvenzpläne für die beiden Gesellschaften vorgelegt.

Im Rahmen des Abstimmungstermins am 09.02.2024 beim Insolvenzgericht Coburg wurden die Insolvenzpläne für die beiden Gesellschaften angenommen. Mit der gerichtlichen Beschlussfassung des Insolvenzgerichts wurden die Insolvenzpläne jeweils bestätigt und das jeweilige Insolvenzverfahren zum Ablauf des 29.02.2024 aufgehoben sowie die gesellschaftsrechtliche Fortführung der mit Insolvenzeröffnung aufgelösten Gesellschaften geregelt.

1.2 Ziele und Strategien

Der Fokus der HABA FAMILYGROUP lag auch im Geschäftsjahr 2022 auf Wachstum in den nächsten Jahren. Die HABA FAMILYGROUP verfolgte bei ihrer Expansion einen Mix aus analog und digital und wollte im Geschäftsjahr 2022 damit ihre Position auch international stärken und ausbauen. Gleichzeitig will das Familienunternehmen seinen Wurzeln in Bad Rodach treu bleiben.

Vor diesem Hintergrund wurde die Implementierung des ERP-Systems SAP S/4HANA bei der HABA Group B.V. & Co. KG als zentralen Dienstleister vorangetrieben, dessen Go-Live im Januar 2023 erfolgte.

Nachdem die Wachstumsstrategie der HABA FAMILYGROUP nicht zum gewünschten Erfolg führte, erfolgte im Jahr 2023 der unter 1.1 erläuterte Strategiewechsel.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. (Quelle: www.destatis.de/DE/Pressemitteilung Nr. 020 vom 13.01.2023)

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Die Jahresteuerungsrate lag damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte sie im Jahr 2021 noch bei +3,1 % gelegen. Die Teuerung wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Kriegs in der Ukraine getrieben. (Quelle: www.destatis.de/DE/Pressemitteilung Nr. 022 vom 17.01.2023)

Insbesondere angesichts dieser hohen Inflation sind die Reallöhne im Jahr 2022 um 4,1% gegenüber 2021 gesunken. (Quelle: www.destatis.de/DE/Pressemitteilung Nr. 048 vom 07.02.2023)

Die Exporte nahmen im Gesamtjahr 2022 um 14,3 % gegenüber dem Vorjahr 2021 zu. (Quelle: www.destatis.de/DE/Pressemitteilung Nr. 044 vom 02.02.2023). Die Importpreise waren im Jahr 2022 um 26,3 % höher als im Vorjahr. (Quelle: Nr. www.destatis.de/DE/Pressemitteilung 038 vom 31.01.2023)

Branche

Als zentraler Dienstleister insbesondere der HABA Sales GmbH & Co. KG ist ausschließlich die Tochtergesellschaft von Branchenentwicklungen abhängig.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäft der HABA Group B.V. & Co. KG beschränkt sich im Wesentlichen auf die konzerninterne Erbringung von Managementdienstleistungen und die Vermietung von Anlagevermögen an ihr Tochterunternehmen HABA Sales GmbH & Co. KG.

Das schwierige Geschäftsumfeld der Tochterunternehmung insbesondere im Consumer-Bereich gepaart mit den Problemen der SAP-Implementierung führten letztlich zur Insolvenzantragstellung in 2023. Infolge der Antragstellung auf Insolvenz in Eigenverwaltung im September 2023 ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 durch die Abbildung von insolvenzbedingten außergewöhnlichen Aufwendungen durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagegüter und Finanzanlagen, Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie durch die Zuführung von Rückstellungen für zu erwartende Verpflichtungen aus der Einstellung der Geschäftsbetriebe in Höhe von insgesamt T€ 191.853 beeinflusst, sodass sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 191.891 ergab.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Umsatz € 45,0 Mio. (Vorjahr € 41,5 Mio.) aufgrund höherer Umlagen an die Unternehmen der HABA FAMILYGROUP.

Die aktivierten Eigenleistungen stiegen auf Grund der SAP-Leistungen um € 1,9 Mio. auf € 4,2 Mio.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr wegen gestiegener Mitarbeiterzahlen sowie Freistellungen und Abfindungen um € 4,5 Mio. auf € 17,4 Mio. gestiegen.

Die Abschreibungen erhöhten sich von € 4,1 Mio. im Vorjahr auf € 34,8 Mio. im Jahr 2022. Der Anstieg resultiert dabei in Höhe von € 30,2 Mio. aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Folge der Einstellung des Geschäftsbereichs JAKO-O.

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg von € 27,2 Mio. im Vorjahr auf € 109,4 Mio. im Jahr 2022. In der Zunahme um € 82,2 Mio. sind vor allem Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die HABA Sales GmbH & Co. KG, eine Erhöhung der Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen wegen des Personalabbaus sowie höhere Kosten für Reparaturen, Wartung und Instandhaltung enthalten.

Das Finanzergebnis ist von € 2,2 Mio. im Vorjahr um € 82,0 Mio. auf € - 79,9 Mio. im Jahr 2022 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von € - 191,9 Mio., der um € 194,0 Mio. unter Vorjahr liegt.

2.3.2 Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich um € 40,7 Mio. auf € 37,7 Mio. aufgrund der erneut stark gestiegenen Mittelbindung insbesondere in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bei gleichzeitig noch deutlicherem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Bei einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von € -22,8 Mio. und einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von € -2,1 Mio. erhöhte sich der Finanzmittelbestand um insgesamt € 12,7 Mio. auf € 12,9 Mio.

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur hat sich massiv verschlechtert.

Das Eigenkapital hat insbesondere aufgrund des Jahresfehlbetrags für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von € -191,9 Mio. um € 194,0 Mio. abgenommen.

Das Fremdkapital erhöhte sich um € 89,6 Mio. auf € 135,4 Mio. Dies resultierte hauptsächlich aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Insgesamt ergibt sich ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditistin in Höhe von € 74,3 Mio., dem allein Verbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin in Höhe von € 126,4 Mio. gegenüberstehen.

2.3.2.2 Liquidität

Das Unternehmen wurde maßgeblich durch ihre Gesellschafterin finanziert. Die liquiden Mittel haben sich daher im Geschäftsjahr von € 0,1 Mio. um € 12,8 Mio. auf € 12,9 Mio. erhöht.

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hat die Gesellschaft im September 2023 Insolvenz angemeldet.

Zur Aufrechterhaltung der für den Geschäftsbetrieb notwendigen Liquidität hat die Gesellschaft im Jahr 2024 Teile ihres Grundvermögens an ihre Muttergesellschaft veräußert. Siehe hierzu die Darstellungen unter Punkt 3.2.3 Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation und die hieraus resultierende wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 30,0 Mio. auf € 135,4 Mio. verringert.

Die EDV- und Sachanlageinvestitionen liegen nochmals deutlich über Vorjahresniveau und summieren sich auf rd. € 21,8 Mio. Der Schwerpunkt der Investitionen lag nach wie vor in der Implementierung der ERP-Software von SAP.

Bei den Finanzanlagen, die um rd. € 1,2 Mio. angestiegen sind, wirkte sich im Wesentlichen die Gewährung einen zusätzlichen Kreditrahmens an die Habermaass Corporation, Inc. USA, aus.

Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Abschreibungen von rd. € 114,8 Mio., wovon € 110,2 Mio. auf außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, ist der Bilanzansatz des Anlagevermögens um insgesamt € 91,9 Mio. gesunken.

Der starke Rückgang bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 25,4 Mio. auf € 0,1 Mio. resultiert aus der Wertberichtigung der Forderung gegen die HABA Sales GmbH & Co. KG aufgrund der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung über deren Vermögen.

Die Kassen- und Bankguthaben sind hingegen um € 12,8 Mio. auf € 12,9 Mio. gestiegen.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als maßgeblicher Indikator für die Beurteilung der wirtschaftlichen Rentabilität wird ein ausgeglichenes, leicht positives Betriebsergebnis nach Sonstigen Steuern (EBIT) gesehen.

Dies wäre auch im Geschäftsjahr 2022 erreicht worden, wenn man die insolvenzbedingten außergewöhnlichen Aufwendungen eliminiert.

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Für die zukünftige Fachkräftesicherung und zur Steigerung der Arbeitgebermarke haben wir, auch im Zuge der Pandemie und der fortschreitenden Digitalisierung als wichtigen Baustein in unserer Arbeits- und Vertrauenskultur mobile Arbeit eingeführt.

Nachhaltigkeit

Den höchsten Strombedarf hat die Spielwaren- und Möbelfertigung. Wärme wird sowohl für die Heizung der Gebäude benötigt als auch zur Trocknung der Hölzer. Diese Wärme wird fast ausschließlich durch die Verbrennung von Restholzmengen erzeugt.

In den vergangenen Jahren sind einige Gebäudedächer der HABA FAMILYGROUP am Firmensitz Bad Rodach mit Photovoltaikanlagen versehen worden. Somit wird der "Sonnenstrom" direkt vor Ort erzeugt, wo er gebraucht wird.

Wir sind nach dem Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert.

2.5 Gesamtaussage

Die Finanz- und Vermögenslage haben sich massiv verschlechtert, waren aber zum 31.12.2022 aufgrund der Finanzierung durch die Gesellschafterin noch als geordnet zu bezeichnen. Die Umsatzverluste und die Kostenstruktur bei der Tochterunternehmung führten dort bereits im Geschäftsjahr 2022 zu einer deutlich negativen Entwicklung der Ertragslage. Aufgrund der weiterhin schlechten Geschäftsentwicklung und der notwendigen Restrukturierung des Tochterunternehmens HABA Sales GmbH & Co. KG, die sich wegen der engen Geschäftsverbindung direkt auf die Gesellschaft auswirkten, musste neben der Tochtergesellschaft auch die HABA Group B.V. & Co. KG im Jahr 2023 Insolvenz anmelden.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Laut Jahreswirtschaftsbericht des BMWK vom Februar 2024 hat die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3% abgenommen. Für 2024 wird eine Stabilisierung und ein leichtes Wachstum von 0,2% erwartet. So ist die Inflation im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 %. Der Arbeitsmarkt ist bemerkenswert robust. Die hohen Lohnsteigerungen führen nach starken Verlusten in 2022/2023 wieder zu einem Zuwachs an realer Kaufkraft. Privater Konsum profitiert von steigenden Einkommen.

Zudem wird erwartet, dass die Sparquote von ihrem aktuellen, coronabedingten hohen Niveau sinken wird und dies ebenfalls den privaten Konsum fördert.

3.1.2 Entwicklung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft im Jahr 2023

Auch im Jahr 2023 wurde der erforderliche Liquiditätsbedarf des Tochterunternehmens durch die Gesellschaft gedeckt. Die hieraus entstandenen Forderungen mussten insolvenzbedingt wertberichtigt werden, da die Forderungen im Insolvenzverfahren der HABA Sales GmbH & Co. KG im Wesentlichen als nachrangig gem. § 39 InsO einzustufen waren und darüber hinaus im Rahmen des Insolvenzplans auf etwaige nicht nachrangige Insolvenzforderungen verzichtet wurde.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich im Jahr 2023 ein deutlich negatives Jahresergebnis im oberen zweistelligen Millionenbereich.

3.2 Chancen- und Risikobericht

3.2.1 Risikobericht

3.2.1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Da sich die Geschäftstätigkeit der Unternehmung im Wesentlichen auf das Erbringen von Dienstleistungen und die Vermietung von Anlagevermögen an ihre Tochtergesellschaft HABA Sales GmbH & Co. KG beschränkt, ergeben sich bei der HABA Group B.V. & Co. KG direkt keine branchenspezifischen Risiken. Allerdings bestimmen sich die künftigen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung weitgehend in Abhängigkeit von ihrer Tochtergesellschaft.

Die insbesondere mit dem Ukraine-Konflikt verbundenen wirtschaftlichen Risiken können das Kaufverhalten im HABA-Spielwarengeschäft beeinflussen. Im HABA Pro-Kindergartenmöbelgeschäft haben die staatlichen Haushaltseinschränkungen und die steigenden Baupreise das Investitionsverhalten der öffentlichen Hand Auswirkungen auf die Nachfrage, die trotz des anhaltend hohen, prognostizierten Bedarfs an Kindergartenplätzen zurückhaltend reagiert. In der HABA FAMILYGROUP ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 aufgrund von massiven Umsatz- und Margenverlusten sowie Kostensteigerungen erneut ein erhebliches negatives Jahresergebnis. Bei der operativen Tochtergesellschaft gilt es deshalb durch Verkaufspreiserhöhungen, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen gegenzusteuern.

3.2.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken ergeben sich bei der HABA Group B.V. & Co. KG wiederum indirekt über die Ertragssituation bei der Tochtergesellschaft HABA Sales GmbH & Co. KG. Sollte die dem Insolvenzplan des Tochterunternehmens zugrundeliegende Fortführungsplanung und der dort unterstellte Turnaround nicht erreicht werden, ergibt sich durch eine in der Zukunft bestehenbleibende Verlustsituation der Tochtergesellschaft das Risiko, dass das Geschäftsmodell der Gesellschaft selbst grundlegend gefährdet ist.

3.2.1.3 Liquiditätsrisiken

Durch die vorliegende und voraussichtlich bis 2026 andauernde Verlustsituation bei der HABA Sales GmbH & Co. KG, der Hauptkundin der Gesellschaft, wird eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auch als Folge einer - unter bestimmten Voraussetzungen - möglicherweise eintretenden Liquiditätskrise gesehen. Siehe hierzu die Darstellungen unter Punkt 3.2.3 Gesamtbeurteilung zum Chancen- und Risikobericht und hieraus resultierende wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

3.2.1.4 IT-Risiken

IT-Systeme unterstützen im wesentlichen Umfang die Geschäftsprozesse der HABA FAMILYGROUP und nehmen deshalb einen hohen Stellenwert ein. Am Standort Bad Rodach erfolgte die Neueinführung des ERP-Systems SAP S4/HANA im Januar 2023. Dies führte zu erheblichen Problemen im Geschäftsverlauf des Jahres 2023. Systemmängel werden sukzessive durch externe Dienstleister bearbeitet. Es besteht das Risiko, dass durch die SAP-Umstellung der operative Geschäftsbetrieb weiterhin beeinträchtigt wird. Das IT-Risiko schätzen wir aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und den aktuellen Gegebenheiten als mittel bis hoch ein.

3.2.2 Chancenbericht

Die mit der Expansion und den Transformationen verbundenen Fehlentscheidungen und die nicht ausreichend organisierte SAP-Einführung haben die HABA FAMILYGROUP in die Krise und das insolvenzrechtliche Eigenverwaltungsverfahren gestürzt.

Die Chancen der Gesellschaft spiegeln sich in den Chancen der Tochtergesellschaft wider, die nach der Restrukturierung und Sanierung den Weg zurück zum Markenkern im HABA-Spielwarengeschäft eingeleitet hat und im Kindergartenmöbelgeschäft unter der Marke "HABA Pro" die hohen Marktanteile durch termingerechte Lieferungen zurückgewinnen will.

3.2.3 Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht und hieraus resultierende wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Beurteilung der Gesamtsituation der Gesellschaft ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung der zuvor dargestellten Einzelchancen und -risiken.

Die Beurteilung der Gesamtsituation hat ergeben, dass in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 neben dem schwierigen Geschäftsumfeld des Tochterunternehmens u.a. Einflüsse aus innerbetrieblichen Organisationsabläufen aufgrund der SAP-Implementierung zu einer deutlichen Verlustsituation geführt haben und auch für die zukünftigen Geschäftsjahre die Risikosituation prägen werden. Die Risiken sind mit Hilfe externer Berater identifiziert und werden mit hoher Priorität durch Gegenmaßnahmen abgebaut. Hierzu zählen insbesondere verstärkte Absatzbemühungen bei der Tochtergesellschaft sowie ein striktes Kostenmanagement.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage kann bis zum Wirken der eingeleiteten Maßnahmen noch beeinträchtigt sein. Aus der Planung erkennbare Liquiditätsrisiken der Gesellschaft wurden durch eine entsprechende Vereinbarung mit der Gesellschafterin geregelt. Diese sah u.a. den Verkauf von Teilen des Grundvermögens der Unternehmung im Jahr 2024 vor, wodurch ein außerordentlicher Liquiditätszufluss generiert werden konnte. Dieser wurde teilweise zur Deckung eines bestehenden Liquiditätsbedarfs bei der Tochtergesellschaft im Rahmen einer Darlehensvereinbarung weitergereicht. Gemäß der im Insolvenzverfahren bestätigten Fortführungsplanung ist damit der kurz- und mittelfristige Finanzierungsbedarf der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens abgedeckt.

Aus heutiger Sicht besteht trotz der eingeleiteten Maßnahmen eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Sollten insbesondere die eingeleiteten Maßnahmen im Absatzbereich der Tochtergesellschaft und die eingeleiteten Kostenreduzierungen durch Restrukturierungen der Organisation ihre Wirkung verfehlen oder verzögert wirken, werden zusätzliche Liquiditätsbedarfe entstehen. Es werden dann zur Aufrechterhaltung der Liquidität und damit zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit zusätzliche Finanzierungen notwendig. Diese könnten im schlimmsten Fall nicht verfügbar sein. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses und Lageberichts geht die Geschäftsführung von der Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen und damit von der Zielerreichung der Planungen aus.

 

Bad Rodach, den 31.03.2023/04.03.2024

gez. Dr. Mario Wilhelm

gez. Sabine Habermaass

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 45.644.472,67 137.525.976,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.150.046,75 21.130.100,04
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.409.773,99 5.943.771,43
2. geleistete Anzahlungen 20.740.272,76 15.186.328,61
II. Sachanlagen 21.123.387,92 37.250.725,70
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.159.670,48 33.962.949,43
2. technische Anlagen und Maschinen 605.783,26 649.981,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.357.934,18 2.309.861,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 327.933,38
III. Finanzanlagen 371.038,00 79.145.151,23
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 183.610,45 73.823.539,07
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3,00 5.129.184,04
3. sonstige Ausleihungen 187.424,55 192.428,12
B. Umlaufvermögen 13.354.379,93 26.155.635,24
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 495.479,21 26.045.517,96
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.652,50 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 104.848,00 25.556.997,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 384.978,71 488.520,95
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.858.900,72 110.117,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.044.149,49 1.726.879,02
D. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten 74.321.072,95 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 135.364.075,04 165.408.491,23

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 119.642.572,01
I. Kapitalanteile Kommanditisten 5.500.000,00 5.500.000,00
II. Rücklagen 112.069.433,23 112.069.433,23
III. Jahresfehlbetrag 191.890.506,18 -2.073.138,78
IV. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil Kommanditisten 74.321.072,95 0,00
B. Rückstellungen 2.806.685,34 987.583,77
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 44.896,00 6.920,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 17.003,00
3. sonstige Rückstellungen 2.761.789,34 963.660,77
C. Verbindlichkeiten 132.557.139,70 44.777.945,45
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.925.287,15 6.755.849,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.399.529,62 37.661.906,81
3. sonstige Verbindlichkeiten 232.322,93 360.188,90
davon aus Steuern 190.172,78 325.280,67
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 39.942,37 31.742,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 250,00 390,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 135.364.075,04 165.408.491,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 44.990.870,49 41.470.512,80
2. andere aktivierte Eigenleistungen 4.172.577,61 2.262.418,99
3. sonstige betriebliche Erträge 526.787,82 712.414,58
davon Erträge aus Währungsumrechnung 5.709,05 360.185,46
4. Personalaufwand 17.363.545,57 12.846.030,95
a) Löhne und Gehälter 14.457.872,13 10.678.337,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.905.673,44 2.167.693,22
davon für Altersversorgung 151.904,30 53.132,44
5. Abschreibungen 34.777.046,05 4.145.576,03
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 34.777.046,05 4.145.576,03
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 109.428.458,47 27.200.980,45
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 6.241,30 544,80
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.965.586,30
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 1.965.586,30
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 157.245,34 189.842,44
davon aus verbundenen Unternehmen 154.422,51 186.946,97
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.500,30 19.756,20
davon aus verbundenen Unternehmen 7.500,30 9.584,90
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 80.009.390,25 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.919,37 12.375,87
davon an verbundene Unternehmen 12.878,83 10.030,00
davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 945,00 698,00
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -17.003,40 175.643,20
13. sonstige Steuern 170.131,43 166.786,03
Jahresfehlbetrag 191.890.506,18 -2.073.138,78

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der HABA Group B. V. & Co. KG, Bad Rodach, Amtsgericht Coburg, HRA 5240, wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Anfang des Jahres 2023 erfolgte der Go-Live des ERP-Systems SAP S4/HANA. Der Go-Live ging mit erheblichsten Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit der operativen Gesellschaften der HABA FAMILYGROUP einher und führte neben dem weiterhin schwachen Konsumklima letztendlich zu einer wirtschaftlichen Schieflage der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens HABA Sales GmbH & Co. KG.

Da sich die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Wesentlichen auf das Erbringen von Dienstleistungen und die Vermietung von Anlagevermögen an ihre Tochtergesellschaft HABA Sales GmbH & Co. KG beschränkt, hat die Gesellschaft neben ihrem Tochterunternehmen, der HABA Sales GmbH & Co. KG, Bad Rodach, am 8. September 2023 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Coburg gestellt. Mit Beschlüssen des Amtsgerichts Coburg vom 11. September 2023 wurde jeweils vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Am 1. Dezember 2023 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der HABA Group B.V. & Co. KG (Aktenzeichen IN 210/23) sowie der HABA Sales GmbH & Co. KG (Aktenzeichen IN 209/23) wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Es wurde jeweils Eigenverwaltung angeordnet.

Die Bewertung wurde trotz des im Jahr 2023 eröffneten Insolvenzverfahrens und der bestehenden Überschuldung grundsätzlich unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da die im Jahr 2023 eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen, die Finanzierungsmaßnahmen des Mutterunternehmens Habermaass Family GmbH und das Insolvenzplanverfahren sowie die zum 29. Februar 2024 erfolgte Aufhebung der beiden Insolvenzverfahren zu einer positiven Fortführungsprognose bei der Gesellschaft und ihrem Tochterunternehmen führen.

Nachdem allerdings zur Sanierung der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens Betriebsteile in den Jahren 2023 und 2024 geschlossen wurden bzw. werden, wurden die den zu schließenden Betriebsteilen zuzuordnenden Aktiva mit Zerschlagungswerten bewertet und Rückstellungen für die zu erwartenden Verpflichtungen aus der Einstellung der Betriebsteile gebildet. Zudem wurden Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte auf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Wertberichtigungen auf Ausleihungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen vorgenommen. Die in diesem Zusammenhang berücksichtigten außergewöhnlichen Aufwendungen sind im Anhang unter der Ziffer IV.2 erläutert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die dem Geschäftsbereich Jako-o direkt zuzuordnenden immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund der Einstellung des Geschäftsbereichs in den Jahren 2023 und 2024 mit Liquidationswerten angesetzt und außerplanmäßig abgeschrieben.

Diejenigen immateriellen Vermögensgegenstände, die dem Geschäftsbereich Jako-o anteilig zuzuordnen sind, wurden bei dauerhafter Wertminderung auf niedrigere beizulegende Werte außerplanmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt.

Die dem Geschäftsbereich Jako-o direkt zuzuordnenden Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind aufgrund der Einstellung des Geschäftsbereichs in den Jahren 2023 und 2024 mit Liquidationswerten angesetzt und außerplanmäßig abgeschrieben.

Diejenigen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, die dem Geschäftsbereich Jako-o anteilig zuzuordnen sind, wurden auf Basis von Gutachtenswerten bei dauerhafter Wertminderung auf niedrigere beizulegende Werte außerplanmäßig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden in voller Höhe abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem versicherungsmathematischen Barwert nach der "Projected-Unit-Credit-Methode". Bei der Ermittlung der Rückstellungsbeträge wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,78 v. H. (wie Vorjahr: 10-Jahres-Durchschnitt) zugrunde gelegt. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung (jeweils 2,00 % p.a.) sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten (4,50 % p.a.) ermittelt. Der BBG-Trend wurde mit 2,00 % p.a. berücksichtigt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei der Bewertung wurde das Vorsichtsprinzip beachtet. Aufwandsrückstellungen sind nicht bilanziert worden.

Für Verpflichtungen, die der Einstellung der Unternehmenstätigkeit im Geschäftsbereich Jako-o zwangsläufig folgen, wurden sonstige Rückstellungen angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte gemäß § 256 a HGB.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Anlagespiegel

Der Anlagespiegel mit der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Zur Sanierung der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens wurden Betriebsteile in den Jahren 2023 und 2024 geschlossen. Die den zu schließenden Betriebsteilen zuzuordnenden Aktiva wurden mit Zerschlagungswerten bewertet. Zudem wurden Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte auf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie auf Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen vorgenommen. Die in diesem Zusammenhang in den Abschreibungen von Euro 114.786.436,30 enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von Euro 110.160.555,63 sind nachfolgend im Detail dargestellt.

Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen etc. 1.444.906,71
Geleistete Anzahlungen 13.918.506,21 15.363.412,92
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 13.772.299,55
Technische Anlagen und Maschinen 233.331,29
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 620.571,79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 161.549,83 14.787.752,46
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 73.639.928,62
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.369.461,63 80.009.390,25
110.160.555,63
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.769.246,45 337.929,90 0,00
Geleistete Anzahlungen 15.186.328,61 19.472.450,36 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 37.955.575,06 19.810.380,26 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.856.731,18 751.214,85 193,07
Technische Anlagen und Maschinen 6.627.743,34 229.344,65 84.928,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.334.013,60 819.082,28 1.305.849,87
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 327.933,38 161.549,83 59.886,05
Summe Sachanlagen 94.146.421,50 1.961.191,61 1.450.857,54
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 77.341.768,98 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.215.135,43 1.169.864,30 0,00
Sonstige Ausleihungen 192.428,12 2.822,83 7.826,40
Summe Finanzanlagen 82.749.332,53 1.172.687,13 7.826,40
Summe Anlagevermögen 214.851.329,09 22.944.259,00 1.458.683,94
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 288.291,00 23.395.467,35
Geleistete Anzahlungen 0,00 34.658.778,97
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 288.291,00 58.054.246,32
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.966,55 74.615.719,51
Technische Anlagen und Maschinen 214.580,78 6.986.740,22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -242.791,00 12.604.455,01
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -268.047,33 161.549,83
Summe Sachanlagen -288.291,00 94.368.464,57
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 77.341.768,98
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 6.384.999,73
Sonstige Ausleihungen 0,00 187.424,55
Summe Finanzanlagen 0,00 83.914.193,26
Summe Anlagevermögen 0,00 236.336.904,15
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.825.475,02 3.157.815,91 0,00 2.402,43 19.985.693,36
Geleistete Anzahlungen 0,00 13.918.506,21 0,00 0,00 13.918.506,21
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 16.825.475,02 17.076.322,12 0,00 2.402,43 33.904.199,57
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.893.781,75 15.562.267,28 0,00 0,00 55.456.049,03
Technische Anlagen und Maschinen 5.977.761,87 451.517,97 48.322,88 0,00 6.380.956,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.024.152,18 1.525.388,85 1.300.617,77 -2.402,43 11.246.520,83
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 161.549,83 0,00 0,00 161.549,83
Summe Sachanlagen 56.895.695,80 17.700.723,93 1.348.940,65 -2.402,43 73.245.076,65
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.518.229,91 73.639.928,62 0,00 0,00 77.158.158,53
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 85.951,39 6.369.461,63 0,00 0,00 6.455.413,02
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 3.604.181,30 80.009.390,25 0,00 0,00 83.613.571,55
Summe Anlagevermögen 77.325.352,12 114.786.436,30 1.348.940,65 0,00 190.762.847,77
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Buchwert 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3.409.773,99 5.943.771,43
Geleistete Anzahlungen 0,00 20.740.272,76 15.186.328,61
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 24.150.046,75 21.130.100,04
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 19.159.670,48 33.962.949,43
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 605.783,26 649.981,47
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.357.934,18 2.309.861,42
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 327.933,38
Summe Sachanlagen 0,00 21.123.387,92 37.250.725,70
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 183.610,45 73.823.539,07
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 70.416,29 3,00 5.129.184,04
Sonstige Ausleihungen 0,00 187.424,55 192.428,12
Summe Finanzanlagen 70.416,29 371.038,00 79.145.151,23
Summe Anlagevermögen 70.416,29 45.644.472,67 137.525.976,97

Anteile an verbundenen Unternehmen

An der HABA Sales GmbH & Co. KG, Bad Rodach, besteht eine Beteiligung in Höhe von 100 %. Die HABA Sales GmbH & Co. KG weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von Euro -23.745.787,58 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro -74.893.063,33 aus.

An der HABA International GmbH, Bad Rodach, besteht eine Beteiligung in Höhe von 100 %. Die HABA International GmbH weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von Euro 98.609,45 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro -2.252.299,40 aus.

An der HABA Administration GmbH, Bad Rodach, besteht eine Beteiligung in Höhe von 100 %. Die HABA Administration GmbH weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von Euro 82.321,24 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro -16.074,78 aus.

2. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

3. Aktive latente Steuern

Zum Bilanzstichtag errechneten sich künftige Steuerentlastungen von Euro 802.211, die sich aus um Euro 6.741.267 abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und sonstigen Rückstellungen ergeben. Die künftigen Steuerbelastungen von Euro 363 ergeben sich aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz bei Pensionsrückstellungen. Es ergibt sich ein Saldierungsüberhang aktiver latenter Steuern von Euro 801.848. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 11,90 %. Aufgrund des Wahlrechtes und der Unsicherheit bezüglich der künftigen Nutzbarkeit von Verlustvorträgen wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern als Bilanzposten analog zum Vorjahr verzichtet.

4. Rückstellungen

Der Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Euro 44.896,00.

Zudem resultiert aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 3.244,00 (Vorjahr: Euro 929,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Der Aufwand für Altersversorgung setzt sich aus der Zinskomponente (Euro 945,00), die unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand (Euro 36.355,00), der unter dem Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen.

In den sonstigen Rückstellungen sind u. a. Beträge für Restrukturierungsmaßnahmen (TEuro 1.021), für Urlaub und Überstunden (TEuro 690), Abfindungen (TEuro 216), drohende Verluste (TEuro 377), Prämien (TEuro 199) sowie Abschluss- und Beratungskosten (TEuro 98) enthalten.

Der in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Erfüllungsbetrag aus Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf Euro 107.291,00. Die Forderung aus Rückdeckungsversicherungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe des beizulegenden Wertes von Euro 74.222,99, der den Anschaffungskosten entspricht, mit den zugehörigen Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte bei Teilen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine Sicherheiten bestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und betragen Euro 126.399.529,62 (Vorjahr: Euro 33.365.449,51). Sie betreffen sonstige Verbindlichkeiten.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ausschließlich Erlöse aus Photovoltaik, Mieten und Dienstleistungen im Inland.

2. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betreffen in Höhe von TEuro 30.151 außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der Einstellung von Betriebsteilen in den Jahren 2023 und 2024 bei der Tochtergesellschaft HABA Sales GmbH & Co. KG. Hiervon entfallen TEuro 15.363 auf außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (insbesondere ERP-Programm SAP) und TEuro 14.788 auf außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen in Höhe von TEuro 78.782 auf die Wertberichtigung von Forderungen gegen das verbundene Unternehmen HABA Sales GmbH & Co. KG, über deren Vermögen im Jahr 2023 ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde, sowie in Höhe von TEuro 1.021 auf die Zuführung von Rückstellungen für Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem sanierenden Personalabbau.

Außerdem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine außergewöhnlich hohe Einzelmaßnahme zur Gebäudeinstandhaltung in Höhe von TEuro 1.890.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEuro 80.009 betreffen ausschließlich außerplanmäßige Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen (TEuro 73.640) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEuro 6.369).

Unter Eliminierung der außergewöhnlichen Aufwendungen ergäbe sich das nachfolgend dargestellte Jahresergebnis.

TEuro TEuro
Jahresfehlbetrag -191.891
Außergewöhnliche Aufwendungen
Abschreibungen immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
außerplanmäßige Abschreibung immaterielle Vermögensgegenstände 15.363
außerplanmäßige Abschreibung Sachanlagen 14.788 30.151
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Wertberichtigung Forderung verbundene Unternehmen 78.782
Gebäudeinstandhaltung 1.890
Rückstellung sanierender Personalabbau 1.021 81.693
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 73.640
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.369 80.009
191.853
Jahresfehlbetrag (vor außergewöhnlichen Aufwendungen) -38

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmung von Bedeutung sind, bestehen nicht.

2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Wartungsverträgen insbesondere im IT-Bereich:

Jahresverpflichtung bis 1 Jahr TEuro 8.239
Jahresverpflichtung > 1 bis 5 Jahre TEuro 6.037
Jahresverpflichtung > 5 Jahre TEuro 38
Gesamt TEuro 14.314

Des Weiteren bestehen Immobilienmietverträge mit einem derzeitigen monatlichen Mietvolumen von rd. TEuro 5, die kurzfristig kündbar sind.

Das Bestellobligo beträgt TEuro 921.

Im Rahmen der Einbringung von Geschäftsbereichen im Jahr 2020 sind Mitarbeiter mit Pensionszusagen vom Mutterunternehmen auf die Gesellschaft übergegangen. Das Mutterunternehmen hat zu den Verpflichtungen hieraus den Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme erklärt, weshalb die Pensionsrückstellungen der übergegangenen Mitarbeiter beim Mutterunternehmen bilanziert sind. Die sich hieraus ergebende Eventualverbindlichkeit beläuft sich auf TEuro 2.217.

3. Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ohne Kapitaleinlage ist die HABA Management B.V., Venlo, Niederlande. Sie weist ein Stammkapital in Höhe von Euro 15.000,00 aus. Diese wird vertreten durch die Geschäftsführer:

Tim Steffens, Gesamtgeschäftsführung, Bischberg (bis 24. Mai 2023),

HABA Administration GmbH, Bad Rodach (seit 25. Mai 2023), Sabine Habermaass, Geschäftsführerin, Bad Rodach.

4. Geschäftsführungsbezüge

Die Angabe unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

5. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 305 Angestellte (Vorjahr: 266).

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet. Die erforderlichen Angaben werden im Konzernabschluss der Habermaass Family GmbH, Bad Rodach (Amtsgericht Coburg, HRB 256), vorgenommen und dort offengelegt.

7. Konzernzugehörigkeit

Das Kommanditkapital der HABA Group B. V. & Co. KG, Bad Rodach, wird zum Bilanzstichtag zu 100 % durch die Habermaass Family GmbH, Bad Rodach, gehalten.

Der Jahresabschluss der HABA Group B. V. & Co. KG, Bad Rodach, wird als verbundenes Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB in den nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Konzernabschluss der Habermaass Family GmbH, Bad Rodach, Deutschland, als Mutterunternehmen mit dem kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen.

Der Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft Habermaass Family GmbH, Bad Rodach, Deutschland, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter der Nummer HRB 256 hinterlegt.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Anfang des Jahres 2023 erfolgte der Go-Live des ERP-Systems SAP S4/HANA. Der Go-Live ging mit erheblichsten Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit der operativen Gesellschaften der HABA FAMILYGROUP einher und führte gepaart mit dem weiterhin schwachen Konsumklima letztendlich zu einer wirtschaftlichen Schieflage der Gesellschaft und ihres Tochterunternehmens HABA Sales GmbH & Co. KG.

Die Gesellschaft hat zusammen mit ihrem Tochterunternehmen, der HABA Sales GmbH & Co. KG, Bad Rodach, am 8. September 2023 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Coburg gestellt. Mit Beschlüssen des Amtsgerichts Coburg vom 11. September 2023 wurde jeweils vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Am 1. Dezember 2023 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der HABA Group B.V. & Co. KG (Aktenzeichen IN 210/23) sowie der HABA Sales GmbH & Co. KG (Aktenzeichen IN 209/23) wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Es wurde jeweils Eigenverwaltung angeordnet. Während der Insolvenz wurde die Sanierung der Gesellschaften u.a. durch einen massiven Stellenabbau und Schließung von Geschäftsbereichen vorangetrieben und den Gläubigern Insolvenzpläne für die beiden Gesellschaften vorgelegt. Die Gläubigerversammlungen haben in den Sitzungen vom 9. Februar 2024 den Insolvenzplänen zugestimmt und das Insolvenzgericht Coburg hat die Insolvenzpläne am selben Tag gerichtlich bestätigt. In der Folge hat das Insolvenzgericht die beiden Insolvenzverfahren mit Ablauf des 29. Februar 2024 aufgehoben und die Planüberwachung durch den bisherigen Sachwalter angeordnet.

Die Gesellschaft hat im Februar 2024 Teile ihres Grundvermögens an die Muttergesellschaft veräußert.

Die Gesellschaft hat mit ihrem Tochterunternehmen HABA Sales GmbH & Co. KG im Februar 2024 einen Darlehensrahmenvertrag geschlossen, womit der Tochtergesellschaft Mittel in Höhe von Euro 8,3 Mio. zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

9. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro 191.890.506,18 mit der gesamthänderisch gebundenen Rücklage von Euro 112.069.433,23 zu verrechnen und darüber hinaus dem Kapitalkonto des Kommanditisten zu belasten.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bad Rodach, den 31. März 2023 / 4. März 2024

gez. Sabine Habermaass als gesetzlicher Vertreter der HABA Administration GmbH

gez. Dr. Mario Wilhelm als gesetzlicher Vertreter der HABA Administration GmbH

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HABA Group B. V. & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HABA Group B. V. & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HABA Group B. V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt 3.2.3 des Lageberichts "Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht und hieraus resultierende wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit", in dem die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass, sollten insbesondere die eingeleiteten Maßnahmen im Absatzbereich der Tochtergesellschaft und die eingeleiteten Kostenreduzierungen durch Restrukturierungen der Organisation ihre Wirkung verfehlen oder verzögert wirken, zusätzliche Liquiditätsbedarfe entstehen und zur Aufrechterhaltung der Liquidität und damit zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit signifikante zusätzliche Finanzierungen notwendig werden. Wie in Abschnitt 3.2.3 des Lageberichts dargelegt, weist dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bamberg, den 4. März 2024

Hetzelt & Müller Partnerschaft mbB
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Helmut Hetzelt, Wirtschaftsprüfer

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