Polyusus XII Beteiligungs GmbH & Co. KG
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Felss GmbHKönigsbach-SteinJahresabschluss zum 31. Dezember 2010BilanzAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Gesellschaftsvertrags und des GmbH-Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung rechtsformabhängiger Besonderheiten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenklassen. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ( BilMoG) ergaben sich keine Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisänderungen. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern für den zum 01.01.2010 bestehenden steuerlichen Verlustvortrag wurde verzichtet. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB und der §§ 268 - 274 a HGB und der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 a HGB erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Zugänge werden unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Von Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel entsprechend im Jahr des Zugangs zugleich als Abgang ausgewiesen. 2. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. 3. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten mit einbezogen. Erhaltene Anzahlungen (ohne Umsatzsteuer) für erbrachte Teilleistungen werden offen von den unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen abgesetzt, soweit sie den Wertansatz der jeweiligen Teilleistung nicht übersteigen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend abgezinst. 5. Liquide Mittel Liquide Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nennwert angesetzt. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag und bzw. zur Jahresabschlusserstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Rechnungsabgrenzungen Für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand oder Ertrag nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden Rechnungsabgrenzungen vorgenommen. 9. Währungsumrechnungen Die auf Fremdwährung lautenden Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sowie die auf Fremdwährung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag, unter Beachtung der Restlaufzeit, angesetzt. C. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibung ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Des Weiteren ist aus dem Anlagenspiegel die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der vorgenommenen Abschreibungen ersichtlich. Zuschüsse zu Zugängen zum Sachanlagevermögen wurden nicht gewährt. Steuerliche Sonderabschreibungen, außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen zum Sachanlagevermögen wurden nicht vorgenommen. In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Handelswaren in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) enthalten. Die Gliederung und die Restlaufzeit der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände ist aus dem als Anlage beigefügten Forderungenspiegel ersichtlich. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 499.736,25 (Vorjahr EUR 551.937,63) enthalten. Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände sind keine Forderungen ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden. In der Position aktive Rechnungsabgrenzung sind keine Disagiobeträge enthalten. Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 2.500.000,00 und ist voll einbezahlt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 30.283,58 (Vorjahr EUR 872.312,14) enthalten. Die stille Gesellschafterin ist an Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt und die Einlage der stillen Gesellschafterin ist im Liquidations-/Insolvenzfall nachrangig zu befriedigen sowie einseitig bis 31.12.2015 nicht kündbar. Der Ausweis der stillen Beteiligung erfolgte deshalb unter der Position Eigenkapital. Die Aufgliederung und die Entwicklung der Rückstellungen ist aus dem als Anlage beigefügten Rückstellungenspiegel ersichtlich. Die Aufgliederung und die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ist aus dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. In den Verbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten größeren Umfangs enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstanden sind. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 18.559,66 (Vorjahr EUR 0,00). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 2.655 sind durch Sicherungsübereignung der Vorräte, durch Globalzession der Debitoren sowie Abtretung von Guthaben im Rahmen des Multibankenkredits. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Leistungen weitestgehend durch im Einzelnen nicht ermittelte Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind nicht besichert. D. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB. Am Abschlussstichtag bestanden folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung:
E. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten gemäß § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB wird gemäß § 288 Satz 2 HGB unterlassen. Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 4) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen von nicht unerheblicher Bedeutung sind nicht angefallen. Die Abschreibungen beinhalten keine Sonderabschreibungen und keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Unter der Position außerordentliche Aufwendungen sind die Kosten für das Wiederaufleben des Verzichts von Mitarbeiter für Vergütungsansprüche aus Vorjahren enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Steueraufwand wurde durch den im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig verbrauchten Verlustvortrag um TEUR 160,5 gemindert. F. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführer)
Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Die Geschäftsführerin, Frau Christine Kienhöfer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer, Herr Dr.-Ing. Richter, ist gesamtvertretungsberechtigt und nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Vergütungen an Geschäftsführer Die Angabe der Höhe der Vergütungen an Geschäftsführer und ehemalige Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebene wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer verrechnete Gesamthonorar verteilte sich wie folgt:
Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Firma Felss Holding GmbH in Königsbach-Stein (Amtsgericht Mannheim HRB Nr. 501458) einbezogen. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an der Firma Felss LLC in New Berlin (USA) zu 100 % beteiligt. Die Gesellschaft hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Vorschlag für die Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagen zum Anhang Der Anlagen-, Forderungen-, Rückstellungen- und Verbindlichkeitenspiegel ist als Anlage beigefügt. G. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Königsbach-Stein, im März 2011 gez. Christine Kienhöfer Der Jahresabschluss wurde am 12.12.2011 festgestellt. Anlagenspiegel
Forderungen
Rückstellungenspiegel
Verbindlichkeitenspiegel
Die für die Verbindlichkeiten gewährten Sicherheiten sind soweit, erforderlich, im Anhang erläutert. Lagebericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Deutschland hat im Jahr 2010 mit einer überdurchschnittlichen kraftvollen und schnellen Erholung den Weg aus der Krise gefunden. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs mit 3,6 Prozent so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Der dynamische Aufschwung startete zunächst im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung. Inzwischen ist der Impuls aber auch auf die Binnennachfrage übergesprungen. Beschäftigungseinbrüche wurden trotz des drastischen Rückgangs der Industrieproduktion während der Krise weitestgehend vermieden. 2010 stellte sich im Gegenteil als Jahr mit erfolgreichem Beschäftigungsaufbau dar. Der konjunkturelle Einbruch im Jahr 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 4,7 Prozent war von beispiellosem Ausmaß. Die weltweite Krise hatte für ein exportorientiertes Land wie Deutschland besonders starke Auswirkungen auf den Außenhandel. Die Exporte brachen um 14,3 Prozent ein. Deutschlands exportorientierte Branchen waren allerdings vor der Krise durch Innovationen und Rationalisierungen gut aufgestellt. Sie konnten diesen Rückgang trotz dynamischen Wachstums von 14,2 Prozent im Jahr 2010 jedoch nicht wettmachen. Die Exportwirtschaft trug allerdings auch wesentlich zum hohen Beschäftigungsstand bei. Da sie einen überproportional hohen Anteil an Fachkräften beschäftigt, besaß sie ein besonderes Interesse, ihre Belegschaft soweit eben möglich im Unternehmen zu halten. Zwar unterstützte die Ausweitung der Kurzarbeiterregelung die Strategie der Unternehmen, die Anpassung in erster Linie über eine Reduktion der Arbeitszeit vorzunehmen, beträchtlich. Die Kurzarbeit war jedoch für die Unternehmen nicht kostenfrei zu haben und ging mit temporären Gewinneinbußen einher. Besonders ab der zweiten Jahreshälfte entwickelte sich die Binnenkonjunktur zunehmend zur Stütze der positiven Entwicklung in Deutschland. Dabei dominierten die Investitionen die Dynamik. Investitionsanreize entstanden vor allem aus einem historisch niedrigen Zinsniveau. Die Krise hat in Deutschland weniger deutliche Spuren hinterlassen als noch vor einem Jahr befürchtet. Dazu haben die robuste Reaktion des Arbeitsmarktes, der unerwartet geringe Anstieg des Finanzierungsdefizits sowie das Ausbleiben einer Kreditklemme maßgeblich beigetragen. Die deutsche Realwirtschaft wurde auch nicht von den erneuten Turbulenzen auf den Finanzmärkten beeinträchtigt, die im Zuge der Schuldenkrise in Peripherieländern des Euro-Raums im Frühjahr 2010 auftraten. Insgesamt sind die bislang beobachteten Folgen der Krise für Deutschland geringer als für andere Industrieländer. Damit stehen die Chancen für Deutschlands Wirtschaft gut, an die Entwicklung vor der Krise anzuknüpfen. In ihrer Jahresprojektion für 2011 rechnet die Bundesregierung mit einer Fortsetzung des Aufschwungs und einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent. Deutliche Impulse werden vor allem von den privaten Konsumausgaben erwartet, die preisbereinigt um 1,6 Prozent wachsen sollen. Quellen: ifo Institut, Institut für Weltwirtschaft, Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung für 2011, Sachverständigenrat Jahresgutachten 2010/11, VDMA. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau war das abgelaufene Jahr nach dem drastischen Einbruch 2009 ein Jahr der Erholung. Im Durchschnitt des gesamten Jahres wuchs der Bestelleingang um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Entwicklung in den verschiedenen Fachbereichen wieder einmal extrem unterschiedlich war. Die Produktion des gesamten deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist 2010 nach vorläufigen Ergebnissen des statistischen Bundesamtes um 8,8 Prozent gewachsen. Damit wurde das - außerordentlich hohe - Vorkrisenniveau des Jahres 2008 um 18 Prozent verfehlt. Die Exporte dürften nach Schätzungen des VDMA um rund 10 Prozent zugelegt und damit etwas stärker als der Inlandsabsatz zur gesamten Produktion der Branche beigetragen haben. Für das laufende Jahr rechnet der VDMA mit einem Wachstum der realen Maschinenproduktion um rund 10 Prozent. Ein großer Teil dieser Plusrate ist einem statistischen Überhang geschuldet. Da die Produktionskurve zur Jahreswende 2010/11 bereits deutlich über dem mittleren Niveau des Jahres 2010 liegt, braucht sie im Verlaufe des Jahres 2011 nur noch moderat steigen, um insgesamt das prognostizierte Plus (in der Jahresdurchschnittsbetrachtung) zu erreichen. Quelle: VDMA 3. Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr und Lage der Gesellschaft Felss ist wie in den Vorjahren weiterhin bei wesentlichen Marktsegmenten der Rundknet-Maschinen und -Transferanlagen sowie bei den Axialformmaschinen Markt- und Technologieführer. Felss wurde von der Wirtschaftskrise im Geschäftsjahr 2009 stark betroffen. Im Geschäftsjahr 2009 verzeichnete Felss einen Umsatzrückgang von 46,7 Prozent. Die sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen ergebende Gesamtleistung verringerte sich in 2009 gegenüber dem extrem starken Vorjahr um 52,0 Prozent. Im Geschäftsjahr 2010 konnte Felss - verstärkt in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres - in Folge der allgemeinen konjunkturellen Erholung im Maschinenbau, die sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen ergebende Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 32,6 Prozent steigern. Die Material- und Fremdleistungsquote hat sich in Folge der Veränderungen im Produktmix und der höheren Auslastung wieder erhöht. Die Personalaufwendungen haben sich durch die im Vorjahr eingeleiteten Personalmaßnahmen trotz der höheren Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöht. Die Personalaufwandsquote konnte dadurch im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr durch die höhere Betriebsleistung leicht erhöht. Im Verhältnis zur Betriebsleistung konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls deutlich gesenkt werden. Der Abschreibungsaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr. Die als außerordentliche Aufwendungen durch das Wiederaufleben von Verzichtsleistungen von Mitarbeitern entstandenen Kosten belasteten nochmals das Ergebnis. Insgesamt erzielte Felss im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Die Bilanzsumme hat sich nach dem Rückgang im Vorjahr ebenfalls in Folge der höheren Betriebsleistung wieder erhöht. Die Verschuldung der Gesellschaft hat sich weiter verringert. Die Eigenkapitalsituation hat sich durch das im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Ergebnis wieder verbessert. Die Eigenkapitalquote ist mit 36,8 Prozent gut. Die Zahlungstätigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keiner Zeit eingeschränkt. 4. Forschung und Entwicklung Felss hat das Krisenjahr 2009 für eine nochmalige Stärkung der Entwicklungstätigkeit im Bereich des Rundknetens genutzt. Mit der bei der europäischen Leitmesse TUBE im April vorgestellten neuen Maschinengeneration "Generation e" ist dem Unternehmen ein Quantensprung hinsichtlich der Adressierung zukünftiger Kundenbedürfnisse in der Produktion gelungen. Der weitere Verlauf des Geschäftsjahres 2010 wurde genutzt, um einen Prototyp dieser neuen Maschinen beim Pilotkunden rotaform Deutschland in der Serienfertigung zu erproben. Ein weiterer Prototyp wurde in der Verfahrensentwicklung von Felss in diesem Zeitraum für die Anwendungsentwicklung und Extremversuche eingesetzt. Aufgrund der Ergebnisse wurde die Marktreife im Februar 2011 bestätigt und die neue Generation ist damit zum Verkauf freigegeben. Ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung in 2010 lag in der Durchdringung neuer und bekannter Anwendungen für das Axialformen. Hier wurde ebenfalls, insbesondere im Bereich Getriebe, gemeinsam mit diversen Kunden große Fortschritte erzielt, die sich bereits in 2010, jedoch vor allem in den Folgejahren in einem deutlich größeren Umsatzvolumen in diesem Geschäftsbereich manifestieren werden. 5. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres traten keine Ereignisse ein, die den Bestand oder die Fortführung der Gesellschaft gefährden könnten. 6. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft wird nach allgemeiner Einschätzung im Vergleich zum Vorjahr weiter wachsen. Erwartet wird für 2011 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um rd. 2,3 Prozent. Im Maschinen- und Anlagenbau wird mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent gerechnet. Felss wird im laufenden Geschäftsjahr die positive Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres fortsetzen. Für das laufende Geschäftsjahr sind eine weitere Steigerung der Gesamtleistung von 30 Prozent und eine deutliche Steigerung des Ergebnisses vor Steuern von rund 35 Prozent geplant. Mit den neu entwickelten Produkten, der Optimierung der Strukturen und der allgemeinen positiven Konjunkturaussichten im Maschinen- und Anlagenbau können die für das laufende Geschäftsjahr gesetzten Ziele erreicht werden. Risiken bestehen durch weiter steigende Materialkosten und Lieferengpässe bei Zulieferteilen. Die Finanzierung der im laufenden Geschäftsjahr geplanten Investitionen von voraussichtlichen EUR 0,8 Mio. erfolgt teilweise aus dem Cashflow. Die bestehenden Kreditlinien sind für die im laufenden Geschäftsjahr geplanten Einnahmen und Ausgaben ausreichend.
Königsbach-Stein, im März 2011 gez. Christine Kienhöfer BestätigungsvermerkDer zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. In dem zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen teilweise in Anspruch genommen. Zu dem ohne Inanspruchnahme größenabhängiger Erleichterungen erstellten Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Firma Felss GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Bietigheim-Bissingen, 15.04.2011 AT
TREUHAND GMBH
durch gez. Theo Frank, Wirtschaftsprüfer |
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