Master Builders Solutions Group GmbH

Glücksteinallee 43, 68163 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 747779
Vorher
sotus 877. GmbH
Eingetragen
5.12.2022
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten und Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland. Die Gesellschaft darf sich auch als persönlich haftende Gesellschafterin beteiligen. Weiterhin ist Unternehmensgegenstand die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere Management- und sonstige administrative Dienstleistungen, gegen Entgelt an (in)direkte Beteiligungsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
IB Bernhard Jensen
seit 6.2.2026
Geschäftsführer
Prokura
Martin Dr. Gstaltmeyr
seit 25.6.2024
Prokura
Prokura
Karsten Dr. Eller
seit 8.9.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cinarancia Holdco Lux S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cinarancia Holdco Lux S.à r.l.
Luxembourg
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Master Builders Solutions Group GmbH

Mannheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern- Gesamtergebnisrechnung

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Konzern-Kapitalflussrechnung

Anhang zum Konzernabschluss

A. Unternehmensinformationen und -struktur

B. Zusammenfassung der Rechnungslegungsgrundsätze

C. Anhang zur Konzernbilanz

D. Anhang zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

E. Sonstiger Anhang zum Konzernabschluss

Konzernbilanz

Aktiva

in T€ Anhang 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwerte (C1) 285.373 -
Geschäfts- oder Firmenwerte (C1) 3 3
Sachanlagen (C2) 263.072 -
Latente Steueransprüche (C3) 35.463 -
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen (C5) 3.166 -
Langfristige Vermögenswerte 587.077 3
Vorräte (C4) 84.715 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (C5) 177.282 -
Übrige Forderungen und sonstige Vermögen (C5 & C11) 37.246 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (C6) 55.492 50
Kurzfristige Vermögenswerte 354.735 50
Gesamtvermögen 941.812 53

Passiva

in T€ Anhang
Gezeichnetes Kapital (C7) 25 25
Kapitalrücklage (C7) 425.622 -
Gewinnrücklage und Bilanzgewinn (C7) 22.442 (64)
Sonstige Eigenkapitalposten (C7) 6.401 -
Eigenkapital der Eigentümer der Master Builders Solutions Group (C7) 454.490 (39)
Eigenkapital 454.490 (39)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (C9) 33.662 -
Sonstige Rückstellungen (C10) 3.683 -
Steuerrückstellungen (C3) 1.030 -
Latente Steuerschulden (C3) 51.374 -
Finanzschulden (C8) - -
Übrige Verbindlichkeiten (C8) 28.433 -
Langfristiges Fremdkapital 118.182 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (C8) 96.500 53
Sonstige Rückstellungen (C10) 77.606 11
Steuerschulden (C8) 49.065 -
Finanzschulden (C8) - -
Übrige Verbindlichkeiten (C8 & C11) 145.969 28
Kurzfristiges Fremdkapital 369.140 92
Gesamtkapital 941.812 53

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (D1) 628.759 -
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (D2) (353.319) -
Bruttoergebnis vom Umsatz 275.440 -
Vertriebskosten (D2) (197.865) -
Forschungs- und Entwicklungskosten (D2) (7.116) -
Allgemeine Verwaltungskosten (D2) (76.298) (64)
Sonstige betriebliche Erträge (D3) 98.961 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen (D4) (73.180) -
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 19.942 (64)
Zinsergebnis (D5) (991) -
Übriges Finanzergebnis ( D6 ) (10.350) -
Finanzergebnis (11.341) -
Ergebnis vor Steuern 8.601 (64)
Ertragsteuern (D7) (1.095) -
Latente Steuern (D7) 15.000 -
Ergebnis nach Steuern 22.506 (64)
Nicht beherrschende Anteile - -
Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen 22.506 (64)
Überleitung vom EBIT zum EBITDA vor Sondereinflüssen:
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 19.942 (64)
Abschreibungen (C1 & C2) 56.808 -
Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 76.750 (64)
Sondereinflüsse 16.368 -
EBITDA vor Sondereinflüssen 60.382 (64)

Konzern- Gesamtergebnisrechnung

in T€ Anhang 2023 2022
Ergebnis nach Steuern 22.506 (64)
Sonstiges Ergebnis, das gegebenenfalls in Folgeperioden in die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
Währungsumrechnungsdifferenzen (C7) 8.704 -
Sonstiges Ergebnis, das nicht in Folgeperioden in die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (C9) (2.894) -
Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare Posten im sonstigen Ergebnis (C3 & C9) 591 -
Sonstiges Ergebnis 6.401 -
Gesamtergebnis 28.907 (64)
davon auf Anteilseigner der Master Builders Solutions Group entfallend (C7) 28.907 (64)
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend (C7) -

Entwicklung des Konzern- Eigenkapitals

2023 Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklage Neubewertungsrücklage Gewinnrücklage und Bilanzgewinn
in T€
Stand am 1. Januar 25 - - (64)
Dividende - - - -
Kapitalerhöhung - 425.622 - -
Fremdwährungsumrechnungen - - 8.704 -
Sonstige Auflösungen von sonstigem Ergebnis - - - -
Nettoergebnis - - (2.303) 22.506
Stand am 31. Dezember 25 425.622 6.401 22.442
2023 Eigenkapital der Anteilseigner Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
in T€
Stand am 1. Januar (39) - (39)
Dividende - - -
Kapitalerhöhung 425.622 -- 425.622
Fremdwährungsumrechnungen 8.704 - 8.704
Sonstige Auflösungen von sonstigem Ergebnis - - -
Nettoergebnis 20.203 - 20.203
Stand am 31. Dezember 454.490 - 454.490
2022 Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklage Neubewertungsrücklage Gewinnrücklage und Bilanzgewinn
in T€
Stand am 1. Januar - - - -
Dividende - - - -
Kapitalerhöhung 25 - - -
Fremdwährungsumrechnungen - - - -
Sonstige Auflösungen von sonstigem Ergebnis - - - -
Nettoergebnis - - - (64)
Stand am 31. Dezember 25 - - (64)
2022 Eigenkapital der Anteilseigner Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
in T€
Stand am 1. Januar - - -
Dividende - - -
Kapitalerhöhung 25 - 25
Fremdwährungsumrechnungen - - -
Sonstige Auflösungen von sonstigem Ergebnis - - -
Nettoergebnis (64) - (64)
Stand am 31. Dezember (39) -- (39)

Siehe Angabe C7 zum Konzern- Eigenkapital.

Konzern- Kapitalflussrechnung

in T€ 2023 2022
Ergebnis nach Steuern 22.506 (64)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 56.808 -
Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern (15.000) -
Erträge und Aufwendungen aus Ertragsteuern 1.095 -
Finanzergebnis 11.341 -
EBITDA 76.750 (64)
Veränderung der Vorräte 21.208 -
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13.082) -
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (32.556) 53
Veränderung des Nettoumlaufvermögens (24.430) 53
Veränderung der Pensionsrückstellungen (601) -
Veränderung der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte 3.726 -
Veränderung der lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen 6.970 -
Veränderung der sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten (13.891) 36
Veränderung des sonstigen Nettovermögens (3.796) 36
Ertragsteuern (77.614) -
Nicht zahlungswirksame Erträge aus dem Bargain Purchase nach IFRS 3 (91.942) -
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (121.032) 25
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (30.600) -
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 480 -
Ein- / Auszahlung für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen (423.346) -
Cashflow aus Investitionstätigkeit (453.466) -
Einzahlungen aus Eigenkapitaleinlagen 425.622 25
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten 254.623 -
Auszahlungen für die planmäßige Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (160.829) -
Auszahlungen für Zinsaufwendungen und Gebühren (2.706) -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 516.710 25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 50 -
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 113.116 -
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus der Veränderung von Währungskursen 114
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (57.788) 50
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 55.492 50

Siehe Angabe E.5 zur Konzern- Kapitalflussrechnung.

Anhang zum Konzernabschluss

Der Erwerb des Admixture Geschäfts der MBS Group wurde am 2. Mai 2023 abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die operative Tätigkeit der MBS Group GmbH Gruppe aufgenommen. Dies führt zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit.

A. Unternehmensinformationen und -struktur

Die Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde während der Berichtsperiode insbesondere durch den Erwerb des Admixture Geschäfts der MBCC Group, am 2. Mai 2023, von Sika, beeinflusst. Mit dem Erwerb der 30 Tochtergesellschaften, wurde die operative Tätigkeit der Master Builders Solutions Group, aufgenommen.

Das Geschäftsjahr der Master Builders Solutions Group GmbH Mannheim, (Amtsgericht Mannheim HRB 747779, Glücksteinallee 43-45, 68163 Mannheim, Deutschland) beginnt am 1. Januar 2023 und endet am 31. Dezember 2023.

Die Muttergesellschaft der Master Builders Solutions Group GmbH ist die Cinarancia Holdco Lux S.a.r.l., Luxemburg (die Gesellschaft).

Die Master Builders Solutions Group ist eine der weltweit führenden Anbieter von bauchemischen Produkten und Lösungen und bietet innovative und nachhaltige Produkte und Lösungen für die Baubranche in verschiedenen Sektoren wie Gebäude, Infrastruktur, Tiefbau, Neubau sowie für Renovierung an.

Der wesentliche Geschäftsbereich der Master Builders Solutions Group, Admixture Systems, richtet sich insbesondere an Kunden aus den Bereichen Transportbeton, Betonfertigteile, Betonwaren und Tiefbau sowie aus der zementproduzierenden Industrie. Die Marken der Master Builders Solutions Group, wie Master Builders Solutions, Fabro und Bluey, sind im Markt etabliert und wir verfügen über mehr als 100 Jahre Branchenerfahrung.

B. Zusammenfassung der Rechnungslegungsgrundsätze

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), den Verlautbarungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS-IC) und den ergänzend nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Anwendung der IFRS erfolgt grundsätzlich erst, nachdem sie durch die Europäische Union anerkannt wurden, und ist im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben, daher können in einigen Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Posten im Konzernabschluss wurden nach IAS 1 als kurz- oder langfristige Posten klassifiziert. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Bestimmte Posten in der Konzernbilanz und Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wurden zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang des Konzernabschlusses separat ausgewiesen.

Die Master Builders Solutions Group verwendet die Kennzahlen EBITDA vor Sondereinflüssen. Sondereinflüsse sind definiert als Erträge und Kosten, die sich nicht auf das gewöhnliche operative Geschäft der Master Builders Solutions Group beziehen. Die Sondereinflüsse werden gesondert unterhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Als Sondereinflüsse ausgewiesene Erträge und Aufwendungen können unter Anderem aus Restrukturierungen, Integrationen sowie Fusionen und Unternehmensakquisitionen resultieren.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 17. Mai 2024 zur Veröffentlichung freigegeben und unterzeichnet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Master Builders Solutions Group alle Tochtergesellschaften, die von der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Eine Gesellschaft beherrscht ein Tochterunternehmen, wenn sie schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen.

Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen einer im Laufe des Jahres erworbenen Tochtergesellschaft werden ab dem Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft die Kontrolle über die Tochtergesellschaft ausübt, in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern- Gesamtergebnisrechnung erfasst. Beträgt der Anteil an der Gesellschaft mehr als 50 % und weniger als 100 %, wird der Anteil, der außenstehenden Anteilseignern zuzurechnen ist, unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen. Eine Änderung der Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktion verbucht.

Verliert das Unternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht es die zugehörigen Vermögenswerte (einschließlich des anteiligen Geschäfts- oder Firmenwerts), Verbindlichkeiten, Anteile anderer Gesellschafter und andere Bestandteile des Eigenkapitals aus, während alle aus der Transaktion resultierenden Gewinne oder Verluste in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Jede zurückbehaltene Beteiligung wird zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Anzahl der konsolidierten rechtlichen Einheiten hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
Stand am 1. Januar 3 -
Neueinbeziehungen 30 3
Fusionen und Liquidationen -
Stand am 31. Dezember 33 3

Eine vollständige Anteilsbesitzliste ist im Anhang E.7 enthalten.

Die Abschlüsse der einzelnen einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses und nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Konzerninterne Transaktionen, Salden und unrealisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Gruppenunternehmen werden eliminiert. Unrealisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion liefert Hinweise auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswertes.

Unternehmenszusammenschlüsse

Erworbene Unternehmen werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, bei der die Kosten des Erwerbs bzw. der Kaufpreis zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Abschlussstichtag ermittelt werden. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) werden, unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Anteil des Kaufpreises, der in Erwartung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus dem Erwerb geleistet wird und nicht bestimmten oder identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden zugeordnet werden kann, wird als Geschäfts- oder Firmenwerte in den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Fremdwährungsumrechnung

Auf Fremdwährungen lautende Transaktionen werden zu dem am jeweiligen Tag der Transaktion geltenden Kassakurs verbucht. Monetäre Aktiva und Passiva werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung werden im Periodenergebnis erfasst.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt und stellt auch die funktionale Währung des Konzerns dar. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet:

die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet,

das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet,

Erträge und Aufwendungen für die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sowie für die Konzern- Gesamtergebnisrechnung werden zu den monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet und über das Jahr kumuliert, und

alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs werden die im Eigenkapital kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die sich auf den betreffenden ausländischen Geschäftsbetrieb beziehen, in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Anpassung des beizulegenden Zeitwerts aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bzw. in Abhängigkeit des erwarteten zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens (degressiv) sowie erforderlichen Wertminderungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit bestimmter Nutzungsdauer bemisst sich anhand des voraussichtlichen Verbrauchs des Nutzungspotenzials des immateriellen Vermögenswerts. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt.

Jahre
Vertriebsrechte und ähnliche Rechte 5 bis 14
Produktrechte, Lizenzen und Markenrechte 5 bis 25
Know-How, Patente und Produktionstechnologien 5 bis 20
Sonstige Rechte und Werte 2 bis 12

Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen von Unternehmensakquisition erworben und werden nicht abgeschrieben. Diese werden zu Anschaffungskosten bewertet und einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Wertaufholungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht vorgenommen.

Interne Entwicklungskosten, aus denen dem Unternehmen wahrscheinlich ein künftiger Nutzen erwächst und deren Kosten zuverlässig ermittelt werden können, werden zu Herstellungskosten angesetzt, die alle direkt zurechenbarenKosten, einschließlich der Fremdkapitalkosten, sowie einen angemessenen Anteil an den zurechenbaren Gemeinkosten umfassen. Interne Forschungskosten werden in dem Jahr, in dem sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Neubewertungsmethode wird nicht angewendet. Geringwertige Anlagegegenstände werden im Erwerbsjahrvollständig als Aufwand erfasst.

Nutzungsdauer von Sachanlagen:

Jahre
Gebäude 4 bis 60
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 24
Fabriken, Büroausstattungen und andere Einrichtungen 2 bis 25

Die aktivierten Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den Materialkosten und Fertigungslöhnen auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten, die bei der Herstellung von Vermögenswerten anfallen, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten Zustand zu versetzen, werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet, bis die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung bereit sind.

Die direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten, die im Rahmen des Erwerbs, des Baus oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts anfallen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Dabei wird ein Fremdkapitalkostensatz zugrunde gelegt, der gegebenenfalls länderspezifisch angepasst wird. Es wurde für den Berichtszeitraum ein Fremdkapitalkostensatz von 8,15 % zu Grunde gelegt.

Staatliche Zuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte.

Geringwertige Anlagegegenstände sowie Kosten der Instandhaltung und Reparatur werden im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs als Aufwand erfasst.

Ersatzteile und sonstige Anlagen, welche nicht die Definition von IAS 16 erfüllen, werden in den Vorräten ausgewiesen.

Geleaste Sachanlagen werden gemäß den Rechnungslegungsgrundsätzen für Leasingverhältnisse (IFRS 16) bilanziert.

Leasing

Wenn ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet, erfasst die Master Builders Solutions Group einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit am Bereitstellungsdatum. Das Nutzungsrecht wird bei der erstmaligen Bewertung zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die sich aus dem anfänglichen Betrag der Leasingverbindlichkeiten, berichtigt um alle bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen, zuzüglich aller dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und der geschätzten Kosten für Rücksetzungsverpflichtungen, abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize, zusammensetzen. Nutzungsrechte werden je nach Art der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände in den Sachanlagen ausgewiesen.

Bei der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und linear über den kürzeren Zeitraum aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben.

Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und in der Bilanzposition "Übrige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Der Barwert der Leasingzahlungen wird unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes der Gruppe berechnet, wobei die Laufzeit des Leasingverhältnisses, die Art des geleasten Vermögenswerts und die jeweiligen Länderrisiken berücksichtigt werden.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:

feste Zahlungen, abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize;

variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind;

erwartete Restzahlungen aus Restwertgarantien;

der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn deren Ausübung als hinreichend wahrscheinlich eingeschätzt wird; und

Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird.

Die Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet, wenn sich der Betrag ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, oder wenn sich die Einschätzung der Master Builders Solutions Group ändert, ob eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird. Wenn die Leasingverbindlichkeit auf diese Weise neu bewertet wird, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts vorgenommen. Verringert sich der Buchwert des Nutzungsrechts auf null, muss der aus der Neubewertung resultierende Restbetrag erfolgswirksam erfasst werden.

Die Master Builders Solutions Group hat beschlossen, keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zu bilanzieren, wenn es sich um kurzfristige Leasingverhältnisse oder um Leasingverhältnisse handelt, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Die Master Builders Solutions Group erfasst die damit verbundenen Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand.

Wertminderung

Werthaltigkeitsprüfungen werden für nicht-finanzielle Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung hinweisen (Triggering Events). Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft .. Die Werthaltigkeitsprüfung bezieht sich auf einen Vergleich zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Die Wertminderung des Vermögenswerts erfolgt in Höhe des Unterschieds zwischen dem bisherigen Buchwert und dem erzielbaren Betrag und wird erfolgswirksam als Abschreibung in den Funktionskosten ausgewiesen.

Wenn der erzielbare Betrag nicht für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird er für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten bestimmt, der dem Vermögenswert zugeordnet werden kann und unabhängige Zahlungsströme generiert (Zahlungsmittelgenerierende Einheit).

Sofern vorhanden, werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien des Erwerbs profitieren. Diese Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellen die niedrigsten Berichtsebenen innerhalb der Master Builders Solutions Group dar, auf denen der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird. Diese Buchwerte werden jährlich und immer dann, wenn es Anzeichen für eine Wertminderung der Vermögenswerte gibt, auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Falls ein Wertberichtigungsbedarf besteht, wird im ersten Schritt, sofern vorhanden, der Geschäfts- oder Firmenwert gegebenenfalls vollständig abgeschrieben. Besteht danach weiterhin ein Wertberichtigungsbedarf, wird dieser auf die übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt.

Wenn ein Wertminderungsaufwand zu einem späteren Zeitpunkt rückgängig gemacht werden muss, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht, wobei dieser jedoch nicht den originären Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Wertaufholungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht vorgenommen.

Vorräte

Rohstoffe sind die Hauptbestandteile der Fertigerzeugnisse, die am Bilanzstichtag noch nicht in den Produktionsprozess eingeflossen sind. Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Produktionsprozess verwendet und gelten nicht als Produktbestandteile, darunter fallen auch Verpackungsmaterialien und unwesentliche Ersatzteile. Fertige Erzeugnisse umfassen alle verkaufsfertigen Produkte. Bei den Handelswaren handelt es sich um von Dritten erworbene Produkte, die für den Weiterverkauf in unverändertem Zustand bestimmt sind.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Im Allgemeinen werden die Vorräte nach der Methode der gewichteten Durchschnittskosten bewertet. Im Falle von verarbeiteten Vorräten umfasst der Wertansatz direkt zurechenbare Materialkosten, direkt zurechenbare Personalkosten und zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis der normalen Betriebskapazität. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Kosten für den Vertrieb.

Wertberichtigungen auf Vorräte werden zurückgenommen, wenn die Gründe für die Wertberichtigung nicht mehr bestehen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zunächst mit ihrem Transaktionspreis angesetzt und anschließend mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bewertet. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen stets in Höhe der über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste vorgenommen. Weitere Einzelheiten werden in den nachstehenden Rechnungslegungsgrundsätzen für finanzielle Vermögenswerte dargestellt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gehören Bargeld und Sichteinlagen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einer rechtlichen Einheit zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einer anderen rechtlichen Einheit zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Master Builders Solutions Group bei einem Finanzinstrument Vertragspartei wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht weiter fortbestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden und die Master Builders Solutions Group nach der Übertragung keine Kontrolle mehr über die finanziellen Vermögenswerte hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IFRS 9 klassifiziert und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die jeweilige Klassifizierung wird beim Erwerb festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten bei der Erstbewertung hängt von den vertraglichen Merkmalen der Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts und dem Geschäftsmodell der Master Builders Solutions Group ab.

Die Master Builders Solutions Group bewertet einen finanziellen Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts direkt zurechenbaren Transaktionskosten, sofern es sich um einen finanziellen Vermögenswert handelt, der nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente aufweisen, werden mit ihrem jeweiligen Transaktionswert bewertet.

Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten hängt von ihrer Klassifizierung gemäß IFRS 9 ab:

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und unterliegen einer Wertminderung. Eine solche Wertberichtigung wird im Einklang mit IFRS 9 auf der Grundlage sowohl historischer Daten als auch künftiger Erwartungen und Prognosen berechnet. Jeder Gewinn oder Verlust aus einem finanziellen Vermögenswert der Kategorie "fortgeführte Anschaffungskosten" wird in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, wobei Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen, wobei die Nettoänderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst werden, bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird. Zinserträge, Fremdwährungsneubewertungen und Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen werden, wie Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn ein finanzieller Vermögenswert ausgebucht wird, wird die im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst.

Die Master Builders Solutions Group bildet eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und für finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die erwarteten Kreditverluste spiegeln die Differenz zwischen den vertraglichen Zahlungsströmen und den Zahlungsströmen wider, welche die Master Builders Solutions Group aus dem Vermögenswert zu erhalten erwartet.

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt die Master Builders Solutions Group, ob sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit dem erstmaligen Ansatz wesentlich erhöht hat. Wenn sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts wesentlich erhöht hat, wird eine Wertberichtigung in Höhe der über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditausfälle gebildet. Hat sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht wesentlich erhöht, bemisst die Master Builders Solutions Group die Wertberichtigung mit einem Betrag, der den erwarteten Kreditausfällen über 12 Monate entspricht.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet die Master Builders Solutions Group den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an und überwacht keine Änderungen des Kreditrisikos, sondern bildet zu jedem Berichtszeitpunkt eine Wertberichtigung in Höhe der über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditausfälle.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in zwei Kategorien unterteilt:

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen im Allgemeinen alle finanziellen Verbindlichkeiten mit Ausnahme von Derivaten. Sie werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten bewertet, die direkt mit der Aufnahme der finanziellen Verbindlichkeit verbunden sind. Die Folgebewertung wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den "fortgeführten Anschaffungskosten" erfolgswirksam erfasst. Jeder Gewinn oder Verlust aus einer finanziellen Verbindlichkeit der Kategorie fortgeführte Anschaffungskosten wird in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthalten die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten. Sie werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Transaktionspreis entspricht. Der beizulegende Zeitwert wird auch bei der Folgebewertung als Bewertungsgrundlage für diese Verbindlichkeiten verwendet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen alle laufenden und latenten Steuern, die auf dem steuerpflichtigen Gewinn basieren.

Die tatsächlichen Steueransprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag in den Ländern, in denen die Gruppe tätig ist und steuerpflichtige Einkünfte erzielt, gelten oder in Kürze gelten werden.

Die Geschäftsleitung bewertet regelmäßig die in den Steuererklärungen eingenommenen Positionen in Bezug auf Situationen, in denen die geltenden Steuervorschriften auslegungsbedürftig sind, und bildet gegebenenfalls Rückstellungen.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen der steuerlichen Bemessungsgrundlage von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten zum Zweck der Finanzberichterstattung ausgewiesen. Die latenten Steuern werden zu den geltenden oder im Wesentlichen geltenden Steuersätzen berechnet, die zum Zeitpunkt der Begleichung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit voraussichtlich gelten werden.

Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden für abzugsfähige temporäre Differenzen, nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften erfasst. Ein latenter Steueranspruch wird in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, noch nicht genutzten steuerlichen Verluste und noch nicht genutzten Steuergutschriften verwendet werden können. Der Buchwert des latenten Steueranspruchs wird zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft und entsprechend der Einschätzung seiner künftigen Realisierbarkeit angepasst.

Latente Ertragsteuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Sachverhalte beziehen, werden im Konzern- Eigenkapital und nicht in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Master Builders Solutions Group bewertet die Ansprüche durch Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method). Der Ansatz spiegelt einen versicherungsmathematisch ermittelten Nettobarwert des zukünftigen Leistungsanspruchs für bereits erbrachte Leistungen wider. Bei der Bestimmung des Nettobarwerts des zukünftigen Leistungsanspruchs für bereits erbrachte Arbeitsleistungen (Defined Benefit Obligation (DBO)) werden die erwarteten zukünftigen Gehaltssteigerungen und die erwarteten zukünftigen Rententrends berücksichtigt. Die Annahmen, die für die Berechnung der DBO zum Periodenende des vorangegangenen Geschäftsjahres verwendet wurden, werden verwendet, um die Berechnung des Dienstzeitaufwands und der Zinserträge und -aufwendungen des Folgejahres zu bestimmen. Bedeutende Pläne wenden einzelne Kassakurse aus vollständigen Diskontsatzkurven an, um den Dienstzeitaufwand und den Zinsaufwand zu bestimmen. Der Nettozinsertrag oder -aufwand für das Geschäftsjahr basiert auf dem Abzinsungssatz für das jeweilige Jahr, multipliziert mit der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen zum Stichtag des vorangegangenen Geschäftsjahres. Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Erfüllungsgewinne (-verluste) für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Verwaltungskosten, die nicht im Zusammenhang mit der Verwaltung des Planvermögens stehen, werden den Funktionskosten zugeordnet. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Abgangsgewinne (-verluste) werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei nicht kapitalgedeckten Plänen entspricht die Höhe des Bilanzposition Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen der DBO. Bei kapitalgedeckten Plänen wird der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit der DBO verrechnet. Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie die Differenz zwischen den Erträgen aus Planvermögen und den Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen enthalten sind. Sie werden im sonstigen Ergebnis nach Ertragsteuern erfasst. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf versicherungsmathematischen Annahmen, darunter Abzinsungssätze, erwartete Gehaltssteigerungen, Rententrends und Sterblichkeitsraten. Die verwendeten Abzinsungssätze werden unter Bezugnahme auf die Renditen hochwertiger Unternehmensanleihen mit angemessener Laufzeit in der jeweiligen Währung am Ende des Berichtszeitraums bestimmt. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungssätze auf den Renditen von Staatsanleihen. Aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und Gesellschaftsbedingungen können diese Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Ansprüche, die sich aus Plänen ergeben, die auf Erträgen der zugrunde liegenden Vermögenswerte basieren, werden im Allgemeinen zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögenswerte am Ende des Berichtszeitraums bewertet. Wenn die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögenswerte niedriger als eine garantierte Rendite ist, wird die DBO bewertet, indem die Beiträge mit der garantierten festen Rendite projiziert werden.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden in Höhe des wahrscheinlichen Erfüllungsbetrags zum Bilanzstichtag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden mit einem Diskontierungssatz von 8,15 % abgezinst, wenn der Effekt der Abzinsung wesentlich ist.

Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen enthalten insbesondere variable Vergütungen, einschließlich darauf entfallender Sozialversicherungsbeiträge, sowie Verpflichtungen zur Gewährung von Dienstaltersprämien. Rückstellungen für Dienstaltersprämien werden überwiegend nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aufgrund von Verkaufsgeschäften oder Einkaufsverträgen umfassen überwiegend Verpflichtungen aus zu gewährenden Rabatten, Gewährleistungen oder Produkthaftungen.

Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten Abfindungszahlungen für ausscheidende Mitarbeitende oder vergleichbare Personalaufwendungen, erwartete Kosten für Standortschließungen sowie Abbruchverpflichtungen und vergleichbare Belastungen. Die Rückstellungen werden gebildet, wenn ein entsprechender Plan von der jeweiligen Geschäftsleitung beschlossen und kommuniziert wurde.

Die Rückstellungen für Prozess-, Schadenersatz-, Gewährleistungs- und ähnliche Verpflichtungen enthalten erwartete Belastungen aus Prozessen, in denen die Master Builders Solutions Group die beklagte Partei ist.

Erlösrealisierung

Die Master Builders Solutions Group erzielt hauptsächlich Einnahmen aus dem Verkauf von Waren. Umsatzerlöse werden in Höhe der Gegenleistung erfasst, die die Master Builders Solutions Group im Austausch gegen Waren oder Dienstleistung voraussichtlich erhalten wird. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle über das Produkt von der Master Builders Solutions Group an den Kunden übertragen wird, und entspricht grundsätzlich dem Zeitpunkt der Lieferung.

Die Master Builders Solutions Group gewährt Kunden Rabatte, wenn die vom Kunden während des definierten Zeitraums gekauften Waren einen vertraglich festgelegten Schwellenwert überschreiten. Rabatte werden üblicherweise mit den vom Kunden zu zahlenden Beträgen verrechnet. Als Schätzung der variablen Gegenleistung für künftige Rabatte verwendet die Master Builders Solutions Group, in Abhängigkeit des zugrunde liegenden Vertrags, den Erwartungswert oder den wahrscheinlichsten Betrag. Bei der Berechnung von Rabatten werden alle verfügbaren historischen, aktuellen und prognostizierten Informationen berücksichtigt.

Kunden der Master Builders Solutions Group haben generell ein Rückgaberecht, wenn die gelieferte Ware nicht den vereinbarten Spezifikationen entspricht. Darüber hinaus geben bestimmte Verträge dem Kunden das Recht, die Ware innerhalb einer bestimmten Frist zurückzugeben. Zur Schätzung der Waren, die zurückgegeben werden, wird die Erwartungswertmethode verwendet, da diese Methode die Höhe der variablen Gegenleistung am besten vorhersagt.

Die Master Builders Solutions Group macht von der Vereinfachungsregel des IFRS 15 Gebrauch, die Höhe der zugesagten Gegenleistung um die Auswirkungen einer wesentlichen Finanzierungskomponente nicht zu korrigieren, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung der Verfügungsgewalt über die Waren oder Dienstleistungen und der Bezahlung durch den Kunden nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Staatliche Zuschüsse

Kostenbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden abgegrenzt und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den Kosten, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Der Buchwert von Sachanlagen kann durch Zuwendungen der öffentlichen Hand (einschließlich Zuschüsse, Subventionen, Prämien) verringert werden.

Das Wahlrecht, die Zuwendungen als passiven Rechnungsabgrenzungsposten zu bilanzieren, ist bei der Master Builders Solutions Group nicht zulässig. Wenn die Zuwendungen der öffentlichen Hand zu einem späteren Zeitpunkt zurückgezahlt werden müssen (z. B. aufgrund der Nichterfüllung bestimmter Bedingungen), stellt die Rückzahlung einen Teil der Anschaffungskosten dar und erhöht den Buchwert der betreffenden Sachanlagen. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die dem Unternehmen vor dem Erwerb oder der Umwandlung eines Sachanlagevermögens zufließen, werden als Verbindlichkeit erfasst und bei Anfall der Kosten aufgelöst.

Aktienbasierte Vergütung

Im Mai 2023 wurde ein Managementbeteiligungsprogramm ("Management Equity Program" / "MEP") für die Führungskräfte der Konzerngesellschaften eingeführt. Das MEP soll die Mitarbeiter an der Entwicklung des Konzerns und des Aktienkurses stärker beteiligen, Motivation und Leistungsbereitschaft des Managements fördern. Die teilnahmeberechtigten Mitarbeiter erhielten die Möglichkeit, eine bestimmte Anzahl von Aktien des Konzerns zum Marktpreis zu erwerben.

In Rahmen des MEP erwarben insgesamt 68 berechtigte Mitarbeiter über Investitionsgesellschaften 24.175.000 Anteile an der in Cinarancia Topco Lux S.à.r.l.. Da die Cinarancia Topco Lux S.à r.l. die Muttergesellschaft der Master Builders Solutions Group ist, fällt der Erwerb dieser Anteile für den Konzern auf Ebene der Master Builders Solutions Group unter die Regelungen von IFRS 2 und gilt als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Der beizulegende Zeitwert der Entlohnung wurde unter Anwendung eines IFRS 2 geeigneten Bewertungsmodells auf Basis von verschiedenen Entwicklungsszenarien ermittelt. Unter allen wahrscheinlichen Szenarien ist der beizulegende Zeitwert zum Gewährungsdatum und zum Bilanzstichtag Null oder sehr nahe zu Null. Infolgedessen beträgt der beizulegende Zeitwert der gewährten Leistungen 0 EUR. Es wurden keine Aufwendungen im Konzernabschluss erfasst.

Kritische Schätzungen und Ermessensentscheidungen bei der Rechnungslegung

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses muss die Geschäftsleitung Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen treffen, die sich auf die Anwendung von Grundsätzen und die ausgewiesenen Beträge von Aktiva und Passiva, Erträgen und Aufwendungen auswirken. Diese Schätzungen und die damit verbundenen Annahmen beruhen auf Erfahrungen und verschiedenen anderen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, und werden laufend überprüft. Die tatsächlichen Ergebnisse können letztlich von diesen Schätzungen abweichen.

Die kritischen Schätzungen und Ermessensentscheidungen, die die Geschäftsleitung bei der Erstellung des Konzernabschlusses getroffen hat, beziehen sich insbesondere auf die folgenden Punkte:

Unternehmenszusammenschlüsse: Die Kaufpreisallokationen aus Unternehmenszusammenschlüssen erforderten ein erhebliches Maß an Ermessen der Geschäftsleitung und die Verwendung von Schätzungen. Neben der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfordert die Bewertung von Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und latenten Steuern in erheblichem Umfang Schätzungen und Annahmen der Geschäftsleitung. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen der Geschäftsleitung über die künftige Wertentwicklung der betreffenden Vermögenswerte und etwaige Änderungen des angewandten Abzinsungssatzes verknüpft.

Wertminderung: Der negative Geschäfts- oder Firmenwert der Master Builders Solutions Group entstand durch die Ermittlung der Marktwerte der von der Gruppe erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie des gezahlten Kaufpreises. Der negative Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Zeitpunkt der Realisierung erfolgswirksam erfasst.

Am 2. Mai 2023 hat die Master Builders Solutions Group einen Kaufvertrag, mit der Sika, zur Übernahme des Admixture Geschäfts der MBCC Group, für einen Kaufpreis von 428,7 Mio. € unterzeichnet. Dies repräsentiert den beizulegenden Zeitwert des Geschäfts (Kaufpreis) in einer unabhängigen, am Markt beobachtbaren Transaktion zwischen unabhängigen, nicht verbundenen Parteien. Da ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert vorlag, wurde keine Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts in Übereinstimmung mit IAS 36 durchgeführt.

Im Falle einer Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts nach IAS 36 würde der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten entsprechen. Als Veräußerungskosten werden die direkten Kosten betrachtet, die für den Verkauf des Geschäfts anfallen werden. Die Veräußerungskosten wurden vom beizulegenden Zeitwert abgezogen, um den Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten zu erhalten. Die Buchwerte wurden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten verglichen, um festzustellen, ob ein Wertminderungsbedarf besteht. Da der Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten höher ist als der Buchwert, ist keine Wertminderung erforderlich.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahin gehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbegrenzten zu einer begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Im Berichtszeitraum bestehen keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen gemäß IAS 38 aktivierte Aufwendungen für Forschungsaktivitäten und aber auch im Rahmen der Akquisition, und gemäß IFRS 3 identifizierte und bilanzierte, erworbene Forschungsprojekte und werden einmal im Jahr einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Werthaltigkeitsprüfung bezieht sich auf einen Vergleich zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Die Wertminderung des Vermögenswerts erfolgt in Höhe des Unterschieds zwischen dem bisherigen Buchwert und dem erzielbaren Betrag und wird erfolgswirksam als Abschreibung in den Funktionskosten ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen: Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen beruhen auf der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Mittelabflusses sowie auf empirischen Werten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Dies bedeutet, dass der tatsächliche spätere Abfluss von Ressourcen vom Buchwert der sonstigen Rückstellungen abweichen kann.

Ertragssteuern: Der Ansatz und die Bewertung von tatsächlichen und latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten hängen von den Einschätzungen der Geschäftsleitung in Bezug auf steuerliche Unwägbarkeiten und die künftige Geschäftsentwicklung ab. Dies umfasst sowohl die Auslegung bestehender Steuervorschriften als auch die Prüfung latenter Steueransprüche auf Wertminderung. Diese Schätzungen werden angepasst, wenn es ausreichende Hinweise auf die Notwendigkeit einer solchen Anpassung gibt.

Leistungen an Arbeitnehmer: Die Master Builders Solutions Group bilanziert die Pensionsleistungen in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um zukünftige Ereignisse zu antizipieren. Zu diesen Faktoren gehören die wichtigsten versicherungsmathematischen Annahmen, einschließlich des Abzinsungssatzes, der erwarteten Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsraten und der Entwicklung der Gesundheitskosten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können aufgrund sich ändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von der tatsächlichen Entwicklung abweichen und daher zu einer erheblichen Veränderung der Verpflichtungen aus den Pensionsplänen, des Eigenkapitals und der damit verbundenen künftigen Aufwendungen führen.

Rechtsstreitigkeiten: Eventualverbindlichkeiten in Bezug auf Rechtsangelegenheiten sind mit vielen Unsicherheiten behaftet und der Ausgang einzelner Angelegenheiten ist nicht mit Sicherheit vorhersehbar. Bei der Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten und der Vornahme von Schätzungen in Bezug auf Eventualverbindlichkeiten ist ein erhebliches Maß an Urteilsvermögen erforderlich, und die endgültige Verbindlichkeit der Master Builders Solutions Group kann letztendlich wesentlich anders ausfallen. Die Gesamtverbindlichkeit der Master Builders Solutions Group in Bezug auf Rechtsstreitigkeiten wird von Fall zu Fall bestimmt und stellt eine Schätzung der wahrscheinlichen Verluste dar, wobei unter anderem die Art des Anspruchs und die zugrunde liegenden Tatsachen, der Fortschritt jedes Falles, die Erfahrung der Master Builders Solutions Group und die Erfahrung anderer in ähnlichen Fällen sowie die Meinungen und Ansichten von Rechtsberatern berücksichtigt werden. Eine Vorhersage des Ausgangs von Rechtsstreitigkeiten der Master Builders Solutions Group ist naturgemäß schwierig.

Erstmals angewendete International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die folgenden Standards wurden von der Master Builders Solutions Group für das am 1. Januar 2023 beginnende Geschäftsjahr übernommen, hatten aber keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

Änderungen an IAS 1: Darstellung des Abschlusses und IFRS Practice Statement 2: Angaben von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen an IAS 8: Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen

IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion bestehen

Änderungen an IAS 12: Internationale Steuerreform - Säule-2-Modellregeln

Änderung an IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen

Erlassene, noch nicht angewendete Financial Reporting Standards und Interpretationen

Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und langristige Schulden mit Covenants

Änderungen an IFRS 16: Sale-and-Leaseback-Transaktionen

Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung und IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben: Supplier Finance Arrangements

IAS 21: Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse: Mangelnde Umtauschbarkeit

Die Master Builders Solutions Group prüft derzeit die möglichen Auswirkungen dieser Standards.

C. Anhang zur Konzernbilanz

1. Immaterielle Vermögenswerte

Übersicht zur Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Jahr 2023:

2023, in T€ Geschäfts- oder Firmenwerte Vertriebs- und ähnliche Rechte Produktrechte, Lizenzen und Markenrechte
Anschaffungskosten am 1. Januar 3 - -
Zugänge - - -
Abgänge - - -
Fremdwährungsumrechnungen - 264 -
Sonstige Veränderungen 1) - 93.822 73.814
Anschaffungskosten am 31. Dezember 3 94.086 73.814
Kumulierte Abschreibungen am 1. Januar - - -
Zugänge - (10.494) (4.921)
Abgänge - - -
Fremdwährungsumrechnungen - 40 -
Sonstige Veränderungen 1) - - -
Kumulierte Abschreibungen am 31. Dezember - (10.454) (4.921)
Nettobuchwert am 31. Dezember 3 83.632 68.893
2023, in T€ Know-how, Patente und Produktionstechnologien Sonstige Rechte und Werte Immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungskosten am 1. Januar - - 3
Zugänge - 3.840 3.840
Abgänge - - -
Fremdwährungsumrechnungen - (5) 259
Sonstige Veränderungen 1) 135.183 2.499 305.318
Anschaffungskosten am 31. Dezember 135.183 6.334 309.420
Kumulierte Abschreibungen am 1. Januar - - -
Zugänge (8.239) (433) (24.087)
Abgänge - - -
Fremdwährungsumrechnungen - 3 43
Sonstige Veränderungen 1) - - -
Kumulierte Abschreibungen am 31. Dezember (8.239) (430) (24.044)
Nettobuchwert am 31. Dezember 126.944 5.904 285.376

1) "Sonstige Veränderungen" umfassen Effekte aus dem Erwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group von Sika und Umgliederungen. Detaillierte Informationen werden unter "E.4 Unternehmensakquisitionen" dargestellt.

Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte resultiert aus dem Erwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group von Sika mit Sitz in Baar, Schweiz. Diese betreffen überwiegend Kundenlisten, Markenrechte, geistiges Eigentum und Technologien.

Im Jahr 2022 betrugen die immateriellen Vermögenswerte 3 T€. Die 3 T€ begründen sich durch einen Geschäfts- oder Firmenwert. Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung wurde im vierten Quartal 2023 durchgeführt. Im vierten Quartal 2023 traten keine Indikatoren für eine Wertminderung (Triggering Events) auf.

2. Sachanlagen

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Entwicklung der Sachanlagen im Jahr 2023:

2023, in T€ Grundstücke und grundstücks-gleiche Rechte Gebäude Technische Anlagen und Maschinen
Anschaffungskosten am 1. Januar - - -
Zugänge 258 12.041
Abgänge - (512) (1.129)
Fremdwährungsumrechnungen 14 (28) (475)
Sonstige Veränderungen 1) 53.186 58.822 88.009
Anschaffungskosten am 31. Dezember 53.200 58.540 98.446
Kumulierte Abschreibungen am 1. Januar - - -
Zugänge (15) (3.231) (16.909)
Abgänge - 390 987
Fremdwährungsumrechnungen - 18 209
Sonstige Veränderungen 1) - - -
Kumulierte Abschreibungen am 31. Dezember (15) (2.823) (15.713)
Nettobuchwert am 31. Dezember 53.185 55.717 82.733
2023, in T€ Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen
Anschaffungskosten am 1. Januar - - -
Zugänge 1.228 13.237 26.764
Abgänge (2.237) (78) (3.956)
Fremdwährungsumrechnungen 6 15 (468)
Sonstige Veränderungen 1) 12.029 7.738 219.784
Anschaffungskosten am 31. Dezember 11.026 20.912 242.124
Kumulierte Abschreibungen am 1. Januar - - -
Zugänge (2.528) - (22.683)
Abgänge 2.098 - 3.475
Fremdwährungsumrechnungen (14) - 213
Sonstige Veränderungen 1) - - -
Kumulierte Abschreibungen am 31. Dezember (444) - (18.995)
Nettobuchwert am 31. Dezember 10.582 20.912 223.129

1) "Sonstige Veränderungen" umfassen Effekte aus dem Erwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group von Sika und Umgliederungen. Detaillierte Informationen werden unter "E.4 Unternehmensakquisitionen" dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 resultieren die Zugänge im Sachanlagevermögen hauptsächlich aus der Anschaffung von Behältern zur Lagerung und Vorrichtungen zum Abfüllen von Fertigerzeugnissen sowie Produktionsgebäuden und -anlagen.

Vor dem Erwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group von Sika gab es keine Sachanlagen.

Die Leasingverträge der Master Builders Solutions Group haben in der Regel eine Laufzeit von weniger als 5 Jahren und können Optionen zur Vertragsverlängerung enthalten. Die Laufzeit von Leasingverhältnissen wird auf individueller Basis ausgehandelt.

Die Nutzungsrechte auf Anlagevermögen in 2023 sind in den nachstehenden Tabellen aufgeführt, vor dem Erwerb des Admixture- Geschäfts der MBCC Group von Sika gab es keine Nutzungsrechte auf Anlagenvermögen.

2023, in T€ Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Fahrzeuge und Ausstattungen Nutzungsrechte
Anschaffungskosten am 1. Januar - - - -
Zugänge 3.481 629 6.647 10.757
Abgänge (2.143) - (5.904) (8.047)
Fremdwährungsumrechnungen 186 (2) (120) 64
Sonstige Veränderungen 1) 20.587 454 22.789 43.830
Anschaffungskosten am 31. Dezember 22.111 1.081 23.412 40.604
Kumulierte Abschreibungen am 1. Januar - - - -
Zugänge (3.986) (409) (5.644) (10.039)
Abgänge 1.011 - 2.348 3.359
Fremdwährungsumrechnungen (26) 1 43 18
Sonstige Veränderungen 1) - - - -
Kumulierte Abschreibungen am 31. Dezember (3.001) (408) (3.253) (6.662)
Nettobuchwert am 31. Dezember 19.110 673 20.159 39.942

1) "Sonstige Veränderungen" umfassen Effekte aus dem Erwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group von Sika und Umgliederungen. Detaillierte Informationen werden unter "E.4 Unternehmensakquisitionen" dargestellt.

3. Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche und -schulden setzen sich wie folgt zusammen:

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Steueransprüche Steuerschulden Steueransprüche Steuerschulden
Latente Ertragsteuern auf Vermögenswerte 17.277 82.686 - -
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.000 57 - -
Andere immaterielle Vermögenswerte 4.913 70.555 - -
Sachanlagen 1.183 11.120 - -
Finanzielle Vermögenswerte - 954 - -
Vorräte 1.083 - - -
Forderungen 6.098 - - -
Latente Ertragsteuern auf Verbindlichkeiten 24.759 693 - -
Pensionsrückstellungen 2.797 - - -
Sonstige Rückstellungen 8.084 - - -
Finanzschulden 11.234 343 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.633 - - -
Übrige 1.011 350 - -
Summe der latenten Ertragsteuern auf Aktiva und Passiva 42.036 83.379 - -
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge 26.823 - - -
Wertberichtigung Steueransprüche (1.390) - - -
Bruttobetrag vor Verrechnung 67.469 83.379 - -
Verrechnung (32.005) (32.005) - -
Bilanzansatz 35.464 51.734 - -
Davon Beträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb eines Jahres realisiert werden 2.676 (372) - -

Für Gesellschaften, die im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust erwirtschaftet haben, wurden latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 8.765 T€ aktiviert. Die Nutzung der steuerlichen Verluste wird aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen erwartet.

Insgesamt wurden latente Steueransprüche, in Höhe von 26.391 T€, von Gesellschaften mit einem negativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2023, aktiviert. Aufgrund einer positiven Geschäftsplanung und erwarteten künftigen Erträgen ist eine Inanspruchnahme als sehr wahrscheinlich zu betrachten.

Ebenso verfügt die Master Builders Solutions Group über folgende steuerliche Zins- und Verlustvorträge, für die keine Steueransprüche angesetzt wurden, da davon ausgegangen werden kann, dass die Master Builders Solutions Group diese steuerlichen Verluste voraussichtlich nicht nutzen kann:

31. Dezember 2023 Verfallsdatum
T€ < 1 Jahr 1-5 Jahre 5+ Jahre oder nicht ablaufend Summe
Steuerliche Zins- und Verlustvorträge - 1.490 60.650 62.141
31. Dezember 2022 Verfallsdatum
T€ < 1 Jahr 1-5 Jahre 5+ Jahre oder nicht ablaufend Summe
Steuerliche Verlustvorträge - - - -

Die gesamten steuerlichen Verlustvorträge resultieren überwiegend aus vier Gesellschaften.

Für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 106.364 T€ wurde keine latente Steuerforderung angesetzt.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 1.030 T€ betreffen hauptsächlich laufende Körperschaftsteuern und ähnliche Ertragsteuern.

4. Vorräte

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.984 -
Unfertige und fertige Erzeugnisse, Handelswaren 46.731 -
Summe 84.715 -

Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren sind aufgrund der Produktionsgegebenheiten der chemischen Industrie zu einem Posten zusammengefasst.

In dem Geschäftsjahr 2023 gab es keine wesentlichen Wertberichtigungen auf Vorräte.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - kurzfristig 177.282 -
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen - langfristig 3.166 -
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen - kurzfristig 37.246 -
Summe 217.694 -

Zu den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen gehören hauptsächlich Forderungen aus Ertragsteuern und sonstigen Steuern (15.506 T€), Forderungen aus dem Gewinnabführungsvertrag der Master Builders Solutions Deutschland GmbH mit MBCC Investment GmbH (13.688 T€) und die entsprechenden Zinsforderungen (707 T€) sowie Rechnungsabgrenzungen (4.647 T€).

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt. Dabei wurden mit dem Unternehmenserwerb der operativen Gesellschaften bereits wertberichtigte Forderungen erworben.

T€ 2023
Stand am 3. Mai (15.723)
Fremdwährungsumrechnungen (12)
Zuführungen (1.010)
Inanspruchnahme 370
Auflösungen 721
Stand am 31. Dezember (15.655)

Bruttobetrag der Forderungen (vor Wertberichtigungen):

T€ 31. Dezember 2023
Nicht überfällig 146.855
0 - 3 Monate 30.389
3 - 6 Monate 1.006
6 - 12 Monate 250
> 12 Monate 14.437
Summe 192.936

Vor dem Erwerb des Admixture-Geschäfts von MBCC Group von Sika gab es keine Wertberichtigungen auf Forderungen.

Die Master Builders Solutions Group bildet Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine wesentlichen Finanzierungskomponenten enthalten und dem erwarteten Kreditverlust entsprechen. Der erwartete Kreditverlust auf den Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs dem 2. Mai 2023 betrug 15.723 T€ und 15.655 T€ am 31. Dezember 2023.

Die Ermittlung erwarteter Kreditverluste erfolgte auf Basis von Kreditratings, individueller interner Bewertungen und Rückmeldungen sowie der im Rahmen des Inkassoprozesses erfassten Zahlungsleistungen. Im Einklang mit IFRS 9 prognostizieren wir die statistische Wahrscheinlichkeit von Kreditausfällen anhand der Ausfallwahrscheinlichkeit von Kunden und passen diese zusätzlich anhand unserer internen Erkenntnisse an.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das Inkassoverfahren werden vom lokalen Kreditmanagement verwaltet, das in eine globale richtliniengebende Einheit eingebettet ist. Es werden sowohl Kreditmanagement-Software als auch lokale und globale Rating-Agenturen und Kundengruppenkonzepte eingesetzt, um das mit einem Kunden verbundene Risiko widerzuspiegeln. Lokales Fachwissen, das durch diese Einrichtung gefördert wird, unterstützt die Kenntnis von Länder- und Kundenspezifika sowie die Einleitung rechtlicher Schritte, falls dies erforderlich ist.

6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Bankguthaben 55.487 50
Schecks und Kasse 5 -
Summe 55.492 50

Zum 31. Dezember 2023 und zum 31.Dezember 2022 waren keine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als Sicherheiten für finanzielle Verbindlichkeiten hinterlegt.

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Master Builders Solutions Group in Höhe von 25 T€ entspricht zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2022 dem gezeichneten Kapital der Master Builders Solutions Group.

Die Kapitalrücklage besteht zum 31. Dezember 2023 aus der in die Gesellschaft eingebrachten Kapitalrücklage in Höhe von 425.622 T€.

Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Entwicklung der Neubewertungsrücklagen:

2023 Neubewertung von Pensionsplänen Rücklage für Währungsumrechnung Summe
T€
Stand am 1. Januar - - -
Zuführung / Auflösung von sonstigem Ergebnis (2.303) 8.704 6.401
Stand am 31. Dezember (2.303) 8.704 6.401

Der Anstieg aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen ist auf den Übergang der Pensionsverpflichtungen, durch den Erwerb der Master Builders Solutions Group Gesellschaften, zurückzuführen. Die Veränderung der Rücklage für Währungsumrechnung bezieht sich auf die Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die von Gruppengesellschaften gehalten werden, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, und resultiert insbesondere aus der Neubewertung des Schweizer Franken (CHF), des Australischen Dollars (AUD) und des Britischen Pfunds (GBP).

8. Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Finanzschulden und sonstigen Verbindlichkeiten ist nachstehend dargestellt:

T€ 31. Dezember 2023 0-1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Bankverbindlichkeiten - - - -
Leasingverbindlichkeiten 39.556 11.690 23.624 4.242
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 104.342 104.342 - -
Sonstige Finanzschulden 21.582 21.024 557 -
Summe 165.480 137.056 24.181 4.242
T€ 31. Dezember 2022 0-1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
Bankverbindlichkeiten - - - -
Leasingverbindlichkeiten - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - - - -
Sonstige Finanzschulden 28 28 - -
Summe 28 28 - -

Die Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern umfassen ein Gesellschafterdarlehen von Cinven in Höhe von 104.342 T€.

Sonstige Finanzschulden umfassen im Wesentlichen:

a.

Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag der Master Builders Solutions Deutschland GmbH mit PCI Augsburg GmbH und Oldenburger Grundbesitz GmbH (8.308 T€) und entsprechende Zinsverbindlichkeiten (429 T€),

b.

Kaufpreisanpassung (5.379 T€) aus den Gewinnabführungsverträgen,

c.

3.045 T€ erhaltene Kautionen und Guthaben von Kunden, und

d.

450 T€ sonstige Darlehen mit externen Parteien.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten ist nachstehend dargestellt:

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.500 53
Personalbezogene Verbindlichkeiten 8.566 -
Ertragsteuern und andere Steuerverbindlichkeiten 120.563 -
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 357 -
Summe 225.986 53

9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Den meisten Mitarbeitern werden neben den Anwartschaften auf Leistungen aus der gesetzlichen Altersversorgung Versorgungsleistungen aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen gewährt. Die Leistungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer, Bezügen oder Beiträgen der begünstigten Mitarbeitenden unter Berücksichtigung der arbeits-, steuer- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und demografischer Entwicklungen zu begrenzen, werden den Mitarbeitenden seit einigen Jahren für zukünftige Dienstzeiten fast ausschließlich beitragsorientierte Pläne angeboten. Die folgende Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschreibt die leistungsorientierten Versorgungszusagen.

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei werden unter anderem Annahmen zu folgenden Bewertungsparametern verwendet: künftige Entwicklung der Arbeitsentgelte und Renten sowie der Inflation, Fluktuation der Mitarbeitenden sowie die Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten. Die Abzinsung der Verpflichtungen erfolgt auf Basis der Rendite hochwertiger festverzinslicher Unternehmensanleihen. Für die Ermittlung der Höhe der Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematische Gutachten verwendet.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Schätzungsänderungen in Bezug auf versicherungsmathematische Annahmen, die der Berechnung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zugrunde liegen, die Differenz zwischen normiertem und tatsächlichem Ertrag des Planvermögens sowie Effekte aus der Vermögenswertbegrenzung werden ergebnisneutral in den sonstigen Eigenkapitalposten ausgewiesen. Organisation, Verantwortlichkeiten, Strategie, Durchführung und Berichterstattungspflichten sind für die zuständigen Facheinheiten schriftlich dokumentiert.

Rahmenbedingungen der Pläne

In einigen Ländern - insbesondere in Deutschland und der Schweiz - bestehen Pensionsverpflichtungen, die staatlicher Aufsicht oder vergleichbaren rechtlichen Beschränkungen unterliegen. Zum Beispiel bestehen Mindestdotierungsvorschriften, die eine Deckung der Pensionsverpflichtungen auf Grundlage versicherungsmathematischer Annahmen vorschreiben, die von den Annahmen nach IAS 19 abweichen. Darüber hinaus unterliegen Teile des Pensionsvermögens bei der Vermögensanlage für einzelne Vermögensklassen Einschränkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht. Hieraus können jährlich schwankende Unternehmensbeiträge, Finanzierungsmaßnahmen und Verpflichtungsübernahmen zugunsten der Versorgungseinrichtungen resultieren, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Verpflichtungen und das gegebenenfalls vorhandene Pensionsvermögen der bestehenden Pensionspläne sind demografischen, rechtlichen und ökonomischen Risiken ausgesetzt. Ökonomische Risiken resultieren hauptsächlich aus unvorhergesehenen Entwicklungen an den Güter- und Kapitalmärkten. Dies betrifft zum Beispiel Rentenanpassungen in Abhängigkeit von der Inflation in Deutschland sowie die Auswirkungen der Diskontierungssätze auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen. Die in den Vorjahren durchgeführten Maßnahmen zur Schließung von leistungsorientierten Versorgungsplänen für zukünftige Dienstzeiten, insbesondere Endgehaltszusagen und die Übernahme von Gesundheitskosten für ehemalige Mitarbeitende, reduzierten die Risiken hinsichtlich der Höhe der zukünftigen Leistungen.

Die Strategie der Master Builders Solutions Group zur Finanzierung der zugesagten Leistungen orientiert sich an den spezifischen aufsichts- und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern. In einigen Ländern wurden Versorgungszusagen erteilt, bei denen eine Subsidiärhaftung des Arbeitgebers besteht. In manchen Ländern enthalten die Versorgungszusagen in geringem Umfang Mindestverzinsungsgarantien. Im Falle, dass der Versorgungsträger die für die Gewährung der Mindestgarantie erforderlichen Erträge nicht erwirtschaften kann, wäre sie im Rahmen der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers durch diesen zu erbringen. Soweit die Ausgestaltung und Durchführung der Versorgungszusage sowie die Vermögenssituation des Versorgungsträgers dazu führen, dass die Inanspruchnahme des Arbeitgebers unwahrscheinlich ist, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt.

Beschreibung der leistungsorientierten Pläne

Die Master Builders Solutions Group unterhält leistungs- und beitragsorientierte Pläne, deren Ausgestaltung von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes abhängt. Im Folgenden wird die typische Planstruktur in den einzelnen Ländern beschrieben. Insbesondere aufgrund der Übernahme von Plänen im Rahmen von Akquisitionen können abweichende Regelungen bestehen, die aber keine wesentlichen Auswirkungen auf die Planbeschreibungen der einzelnen Länder haben.

Deutschland: Nach dem Erwerb des Bauchemiegeschäfts der BASF im Jahr 2020 wurden die bisher von BASF gesponserten Pensionspläne in nahezu unveränderter Form hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Höhe der zugesagten Leistungen weitergeführt, dies gilt auch weiterhin nach Erwerb durch die Master Builders Solutions Group. Mitarbeiter, die vor 2004 in die deutschen Gruppengesellschaften eingetreten sind, erhalten eine leistungsorientierte Grundversorgung, die aus Mitglieds- und Unternehmensbeiträgen sowie dem erwirtschafteten Gewinn finanziert wird. Im Jahr 2004 wurde die leistungsorientierte Grundversorgung für neu in die deutschen BASF-Gesellschaften eintretende Mitarbeitende geschlossen und durch einen beitragsorientierten Plan ersetzt. Über die Grundversorgung hinausgehende Zusagen von Betriebsrenten sind überwiegend durch Pensionsrückstellungen finanziert. Die Leistungen werden überwiegend in Form von Bausteinplänen zugesagt. Darüber hinaus wird den Mitarbeitenden die Möglichkeit eingeräumt, an unterschiedlichen Plänen zur Entgeltumwandlung teilzunehmen.

Übrige Länder: Bei Gruppengesellschaften in den übrigen Ländern werden Versorgungszusagen teilweise durch Pensionsrückstellungen, überwiegend aber durch externe Versicherungen oder Pensionsfonds abgedeckt.

Versicherungsmathematische Annahmen

Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegen folgende wesentliche Annahmen zugrunde:

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts zum 31. Dezember Deutschland
2023 2022
Rechnungszinsfuß 3,8 % -
Gehaltstrend 2,9 % -
Rententrend 2,2 % -

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt grundsätzlich anhand der aktuellen Sterbetafeln. Für die deutschen Pläne basiert die Bewertung auf den Heubeck-Richttafeln 2018-G zum 31. Dezember 2023.

Die zur Bestimmung des Anwartschaftsbarwerts am 31. Dezember festgelegten Annahmen werden im folgenden Geschäftsjahr für die Ermittlung des Aufwands aus Pensionsplänen verwendet.

Bei der Bewertung der wesentlichen Pensionsverpflichtungen der Master Builders Solutions Group wird ein gruppenweit einheitliches Verfahren zur Ableitung der Diskontierungszinssätze angewendet. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die Diskontierungszinssätze aus den Renditen von Unternehmensanleihen der jeweiligen Währungsräume mit einem Emissionsvolumen von mehr als 500 Millionen Einheiten der jeweiligen Währung abgeleitet, die mit einem Rating von mindestens AA- bis AA+ von mindestens einer der drei Ratingagenturen Fitch, Moody's oder Standard & Poor's bewertet wurden.

Sensitivitätsanalysen

Eine Änderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter hätte folgende Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen:

Sensitivität der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember

Anstieg um 0,5 Prozentpunkte Rückgang um 0,5 Prozentpunkte
T€ 2023 2022 2023 2022
Rechnungszinsfuß 4.008 - (1.587)
Rententrend 1.555 - (1.300) -

Für die Bestimmung der Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bei Änderung der zugrunde liegenden Parameter wurde eine alternative Bewertung der Pensionsverpflichtungen durchgeführt. Eine lineare Extrapolation dieser Werte bei abweichenden Veränderungen der Annahmen oder die Addition bei Kombination der Veränderung einzelner Annahmen ist nicht möglich.

Erläuterung der Beträge in Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung sowie Konzernbilanz

Zusammensetzung des Aufwands für Altersversorgung

T€ 2023 2022
Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen (1.480) -
Aufwand aus beitragsorientierten Pensionsplänen (6.669)
Aufwand für Altersversorgung (im Ergebnis der Betriebstätigkeit erfasst) (8.669) -
Nettozinsaufwand aus unterdeckten Pensionsplänen (732) -
Nettozinsaufwand aus überdeckten Pensionsplänen - -
Aufwand für Altersversorgung (im Finanzergebnis erfasst) (732) -

Im Finanzergebnis wird die Verzinsung für den zum Jahresanfang bestehenden Nettobilanzansatz verrechnet. Diese ergibt sich als Differenz zwischen den Zinskosten auf den Anwartschaftsbarwert und dem normierten Vermögensertrag aus dem Pensionsvermögen sowie den Zinskosten für die Vermögenswertbegrenzung. Bei der Ermittlung der Verzinsung sind die im Laufe des Geschäftsjahres zu erwartenden Beitragszahlungen und Rentenzahlungen zu berücksichtigen.

Der Nettozinsaufwand des jeweiligen Geschäftsjahres basiert auf dem Rechnungszinsfuß und dem Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Jahres.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen

T€ 2023 2022
Effekt auf Grund der Akquisition am 03. Mai (46.088) -
Laufender Dienstzeitaufwand (819) -
Plananpassungen - -
Zinskosten (1.092) -
Rentenzahlungen 1.112 -
Mitarbeiterbeiträge (267) -
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste (2.779) -
für Anpassungen der finanzwirtschaftlichen Annahmen 941 -
Anpassung der demographischen Annahmen - -
Erfahrungsbedingte Anpassungen 962 -
Fremdwährungseffekte - -
Sonstige Veränderungen (2.584) -
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember (52.517) -

Die deutliche Reduzierung des Anwartschaftsbarwerts ist auf den deutlichen Anstieg der Rechnungszinsen zurückzuführen.

Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 beträgt 10,7 Jahre.

Entwicklung des Pensionsvermögens

T€ 2023 2022
Effekt auf Grund der Akquisition am 03. Mai 15.455 -
Normierter Ertrag des Pensionsvermögens 249 -
Abweichung des tatsächlichen Vermögensertrags vom normierten Vermögensertrag - -
Unternehmensbeiträge 846 -
Mitarbeiterbeiträge - -
Rentenzahlungen (356) -
Akquisitionsbedingte Effekte - -
Fremdwährungseffekte 1.137 -
Sonstige Veränderungen 1.524 -
Pensionsvermögen am 31. Dezember 18.855 -

Der normierte Ertrag des Pensionsvermögens wird durch Multiplikation des Planvermögens am Jahresanfang mit dem am Jahresanfang zur Abzinsung der bestehenden Verpflichtungen verwendeten Rechnungszinsfuß unter Berücksichtigung der unterjährigen Renten- und Beitragszahlungen ermittelt.

Durch die kontinuierliche Überwachung des Finanzierungsbedarfs ihrer Pensionspläne ist die Master Builders Solutions Group stets bestrebt, die notwendigen Renditen zu erzielen, um die Finanzierungslücken im Laufe der Zeit zu schließen.

Für das Jahr 2024 werden Unternehmensbeiträge in Höhe von ca. 2.282 T€ erwartet.

Entwicklung des Nettobilanzansatzes

T€ 2023 2022
Effekt auf Grund der Akquisition am 03. Mai (30.633) -
Laufender Dienstzeitaufwand (819) -
Plananpassungen - -
Zinskosten (1.092) -
Normierter Ertrag des Pensionsvermögens 249 -
Abweichung des tatsächlichen Vermögensertrags vom normierten Vermögensertrag - -
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste beim Anwartschaftsbarwert (2.779) -
Rentenzahlungen 756 -
Unternehmensbeiträge 846 -
Akquisitionsbedingte Effekte - -
Sonstige Veränderungen (1.327) -
Währungseffekte 1.137 -
Nettobilanzansatz am 31. Dezember (33.662) -

Regionale Zuordnung der leistungsorientierten Pläne zum 31. Dezember

T€ Pensionsverpflichtungen Planvermögen
2023 2022 2023 2022
Deutschland (29.720) - - -
Übrige (22.797) - 18.855 -
Summe (52.517) - 18.855 -
T€ Nettobilanzansatz
2023 2022
Deutschland (29.720) -
Übrige (3.942) -
Summe (33.662) -

Erläuterung des Planvermögens

Die Ziel-Portfoliostruktur der Pensionspläne wird mithilfe von Asset-Liability-Studien ermittelt und regelmäßig überprüft. Danach werden die Vermögensanlagen unter Berücksichtigung der Risiken der einzelnen Anlageklassen und der regulatorischen Bestimmungen für die Anlage von Pensionsvermögen langfristig auf die Entwicklung der Verpflichtungen abgestimmt. Die bestehende Portfoliostruktur orientiert sich grundsätzlich an der Zielallokation und berücksichtigt darüber hinaus aktuelle Markteinschätzungen. Zur Begrenzung von Anlagerisiken und zur Ausschöpfung möglichst vieler Ertragspotenziale erfolgt eine breite weltweite Streuung der Einzelanlagen.

Struktur des Pensionsvermögens (%) am 31. Dezember Prozentualer Anteil des Planvermögens nach Anlagekategorie Anteil des Planvermögens, für den notierte Marktpreise verfügbar sind
2023 2022 2023 2022
Aktien 31 - 100 -
Schuldeninstrumente 26 - 100 -
davon gegenüber staatlichen Schuldnern 13 - 100 -
gegenüber anderen Schuldnern 13 - 100 -
Immobilien 20 - -- -
Alternative Investments 16 - - -
Qualifizierende Versicherungsverträge 6 - - -
Zahlungsmittel und geldmarktnahe Anlagen 1 - 100 -
Summe 100 - 84 -

Die folgende Übersicht gibt die Vermögensdeckung der Pläne wieder:

Vermögensdeckung der Pensionspläne zum 31. Dezember

T€ Anwartschaftsbarwert Pensionsvermögen
2023 2022 2023 2022
Ohne Pensionsvermögensdeckung 32.289 - - -
Mit Pensionsvermögensdeckung 20.228 - 18.855 -
Summe 52.517 - 18.855 -

Beitragsorientierte Pläne und staatliche Pläne

Die im Ergebnis der Betriebstätigkeit erfassten Beiträge zu beitragsorientierten Plänen beliefen sich im Jahr 2023 auf 6.669 T€. Im Jahr 2023 wurden an staatliche Rentenversicherungsträger Beiträge in Höhe von 774 T€ geleistet.

10. Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

2023 Verpflichtungen aufgrund von Verkaufsgeschäften oder Einkaufsverträgen Personalverpflichtungen Prozess-, Schadenersatz- und ähnliche Verpflichtungen Restrukturierungsmaßnahmen
T€
Stand am 1. Januar - - - -
Zuführung 10.864 18.457 94 -
Inanspruchnahme (1.419) (16.086) (77) -
Auflösung (1.429) (534) (120) -
Sonstige Veränderungen 1) 41.794 22.910 291 -
Stand am 31. Dezember 49.810 24.747 188 -
davon kurzfristig sind 48.809 22.678 188 -
2023 Verpflichtungen zur Stilllegung von Vermögenswerten Sonstige Rückstellungen Summe
T€
Stand am 1. Januar - 11 11
Zuführung 28 3.505 32.948
Inanspruchnahme - (13.961) (31.543)
Auflösung - - (2.083)
Sonstige Veränderungen 1) 585 16.387 81.967
Stand am 31. Dezember 613 5.931 81.289
davon kurzfristig sind - 5.931 77.606

1) "Sonstige Veränderungen" umfassen Effekte aus Akquisitionen, Umgliederungen, Fremdwährungsumrechnungen und Diskontierungseffekte.

2022 Verpflichtungen aufgrund von Verkaufsgeschäften oder Einkaufsverträgen Personalverpflichtungen Prozess-, Schadenersatz- und ähnliche Verpflichtungen Restrukturierungsmaß-nahmen
T€
Stand am 1. Januar - - - -
Zuführung - - - -
Inanspruchnahme - - - -
Auflösung - - - -
Sonstige Veränderungen - - -- -
Stand am 31. Dezember - - -
davon kurzfristig sind - - -
2022 Verpflichtungen zur Stilllegung von Vermögenswerten Sonstige Rückstellungen Summe
T€
Stand am 1. Januar - - -
Zuführung - 11 11
Inanspruchnahme - - -
Auflösung - - -
Sonstige Veränderungen - - -
Stand am 31. Dezember - 11 11
davon kurzfristig sind 11 11

Zuführungen zu den Rückstellungen für Verpflichtungen aufgrund von Verkaufsgeschäften oder Einkaufsverträgen umfassen überwiegend zu gewährende Rabatte.

Zuführungen zu den Rückstellungen für Personalverpflichtungen beziehen sich hauptsächlich auf variable Vergütungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prüfungskosten und Beraterkosten.

11. Rechnungsabgrenzungsposten

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (langfristig) - -
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (kurzfristig) 4.647 -
Summe 4.647 -
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (kurzfristig) (358) -
Summe (358) -

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausbezahlte Versicherungen in Höhe von 1.478 T€, vorausbezahlte IT-Kosten in Höhe von 1.316 T€, vorausbezahlte Betriebskosten in Höhe von 1.164 T€, vorausbezahlte Lizenzkosten in Höhe von 312 T€ und vorausbezahlte Mieten in Höhe von 226 T€. Der Restbetrag bezieht sich auf andere vorausbezahlte Ausgaben.

D. Anhang zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Master Builders Solutions Group mit externen Kunden resultieren aus den folgenden Kategorien:

T€ 2023 2022
Produkte und Handelswaren 627.819 -
Lizenzen 60 -
Sonstige Umsatzerlöse 880 -
Summe 628.759 -

Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Verkauf von Fertigerzeugnissen, welche unter dem Namen der Kernmarke Master Builders Solutions vertrieben werden.

Die folgende Tabelle zeigt die externen Umsätze nach Regionen im Jahr 2023 und 2022:

T€ 2023 2022
Europa 279.913 -
Nordamerika 292.692 -
Australien & Neuseeland 56.154 -
Summe 628.759 -

2. Funktionskosten

Die Ermittlung der Funktionskosten nach dem Umsatzkostenverfahren erfolgt entsprechend der verursachenden betrieblichen Funktionen auf Grundlage der Kostenstellenrechnung. Die Funktionskosten beinhalten insbesondere die auf den zugeordneten Endkostenstellen angefallenen Personalkosten, Abschreibungen sowie die aus der Kosten- und Leistungsverrechnung abgeleiteten Kostenarten. Nicht den Funktionskosten zuordenbare operative Aufwendungen werden als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

In der nachstehenden Tabelle sind die Funktionskosten aufgeführt:

T€ 2023 2022
Herstellungskosten (353.319) -
Vertriebskosten (197.865) -
Allgemeine Verwaltungskosten (76.298) (64)
Forschungs- und Entwicklungskosten (7.116) -
Summe (634.598) (64)

Herstellungskosten

In den Herstellungskosten sind sämtliche Herstellungs- und Einstandskosten der in der Periode verkauften Eigenerzeugnisse und Handelswaren enthalten, insbesondere Anlagen-, Energie- und Personalkosten.

Vertriebskosten

Die Vertriebskosten umfassen insbesondere Marketing- und Werbekosten, Frachtkosten, Verpackungskosten, Kosten der Warendisposition, Provisionen und Lizenzkosten.

Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind im Wesentlichen Kosten der Zentraleinheiten, Kosten der Leitung von Geschäftseinheiten und Unternehmensbereichen sowie Kosten der Geschäftsleitung enthalten.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten für Forschungsprojekte angefallene Kosten sowie für die Forschung notwendige Lizenzkosten.

3. Sonstige betriebliche Erträge

T€ 2023 2022
Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung 142 -
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 381 -
Sonstige verschiedene Erträge 98.438 -
Summe 98.961 -

Erträge aus Fremdwährungsumrechnung sind Gewinne aus der Bewertung von Forderungen, Verbindlichkeiten oder anderen Posten in einer Fremdwährung zum Bilanzstichtag.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen den Ertrag der aus der Ausbuchung des Badwills (91.942 T€) resultiert.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

T€ 2023 2022
Restrukturierungs- und Integrationsmaßnahmen 69.007 -
Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung 1.557 -
Ausbuchung von Vorräten 1.808 -
Sonstige verschiedene Aufwendungen 804 -
Summe 72.176 -

Restrukturierungs- und Integrationsmaßnahmen

Im Jahr 2023 sind Aufwendungen aus Restrukturierungs- und Integrationsmaßnahmen in Höhe von 69.007 T€ angefallen, die im Wesentlichen auf die Integration der gekauften Beteiligungen zurückzuführen sind.

5. Zinsergebnis

T€ 2023 2022
Zinsaufwendungen aus Finanzschulden (1.987) -
Zinsaufwendungen für Anteilseigner (2.181) -
Zinserträge aus liquiden Mitteln 106 -
Sonstige 3.071 -
Summe (991) -

Die Zinsaufwendungen für Anteilseigner beziehen sich auf das Gesellschafterdarlehen von Cinven.

Unter "Sonstige" fallen Zinsaufwendungen für Schulden gegenüber Kunden und Lieferanten, sonstige Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten. Diese Position umfasst auch Zinserträge im Zusammenhang mit der Anpassung des Kaufpreises von Sika (1.390 T€) sowie die Veränderung, welche aus der Neubewertung des Gesellschafterdarlehens (3.256 T€) im Sinne des IFRS 9.B5.1.1, resultiert.

6. Übriges Finanzergebnis

T€ 2023 2022
Nettozinsaufwand aus Pensionsplänen 722 -
Sonstige finanzielle Aufwendungen 9.628 -
Summe 10.350 -

Sonstige finanzielle Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Währungsverluste aus der Umrechnung der konzerninternen Darlehen und Aufwendungen für Rückstellungen für Finanzgarantien.

7. Ertragsteuern

T€ 2023 2022
Laufender Aufwand/Ertrag für Steuern 1.095 -
- davon Steuern für Vorjahre (1.094) -
Latenter Steuerertrag (15.000) -
- davon Veränderungen temporärer Differenzen (7.329) -
Ertragsteuern (13.905) -

Ertragsteuern umfassen die Körperschaftsteuern, Solidaritätszuschläge und Gewerbesteuern. Der erwartete Ertragsteuersatz beträgt 29 %. Dieser wird durch Anwendung der im jeweiligen Land, in dem die Gesellschaft tätig ist, geltenden Steuersätze auf die Gewinne vor Steuern berechnet. Für die Master Builders Solutions Group schwankt der gewichtete durchschnittliche Steuersatz von Jahr zu Jahr, weil dieser vom relativen Gewicht des Gewinns der einzelnen Gesellschaften sowie von Änderungen der gesetzlichen Steuersätze abhängt.

Die fiktive Steuerlast wird in der folgenden Tabelle auf die tatsächliche gemeldete Steuerlast übergeleitet:

T€ 2023 2022
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.601 (64)
Konzernertragsteuersatz für das Berichtsjahr (%) 29% 30%
Erwarteter Steueraufwand zum gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatz 2.525 (19)
Unterschiedliche Steuersätze im Ausland 737 -
Ausländische und sonstige Ertragsteuern 604 -
Steuerliche Auswirkung aus steuerfreien Erträgen und steuerbedingten Kürzungen (26.993) -
Steuerliche Auswirkung aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen 8.771 -
Steuerliche Auswirkung auf verschiedene Posten (1.805) 19
Steuern für Vorjahre (1.098) -
Nicht angesetzte latente Steueransprüche auf steuerliche Verluste und temporäre Differenzen des laufenden Jahres 1.964 -
Änderung von Wertberichtigungen 1.390
Gemeldete Ertragsteuern (13.905) -
Effektive Steuerquote -162 % 0 %

8. Personalaufwand und Mitarbeiter

T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 120.106 -
Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung 17.417 -
Aufwendungen für Altersversorgung 6.669 -
Personalaufwand 144.192 -

Der Personalbestand der Master Builders Solutions Group teilte sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt auf die Regionen auf:

Personalstand zum 31. Dezember 2023 2022
Europa 944 -
davon Deutschland 268 -
Nordamerika 563 -
Australien & Neuseeland 160 -
Master Builders Solutions Group 1.667 -

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Master Builders Solutions Group teilte sich in den Geschäftsjahren wie folgt auf die Regionen auf:

Durchschnittlicher Personalstand 2023 2022
Europa 973 -
davon Deutschland 281 -
Nordamerika 573 -
Australien & Neuseeland 149 -
Master Builders Solutions Group 1.695 -

E. Sonstiger Anhang zum Konzernabschluss

1. Finanzielles Risikomanagement

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeiten ist die Master Builders Solutions Group einer Reihe von finanziellen Risiken ausgesetzt: Liquiditätsrisiken, Kreditausfallsrisiken, Zinsänderungsrisiko, Währungsrisiken und andere Marktrisiken. Das Management dieser Risiken ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung der Master Builders Solutions Group. Die Geschäftsleitung legt die allgemeinen Richtlinien für das Finanzrisikomanagement fest und bestimmt die allgemeinen Verfahren zum Schutz der Master Builders Solutions Group vor Finanzrisiken. In diesem Teil werden die Ziele, Richtlinien und Verfahren der Master Builders Solutions Group für das Management ihrer finanziellen Risiken dargestellt.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken ergeben sich aus der möglichen Unfähigkeit des Unternehmens, seinen finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen. Die Liquiditätsrisiken werden durch ein zentrales Finanzplanungssystem gesteuert, das Informationen über den Finanzierungsbedarf sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen liefert. Darüber hinaus überwacht die Master Builders Solutions Group laufend die auf den Kapitalmärkten verfügbaren Finanzierungsmöglichkeiten sowie deren Entwicklung, um den Finanzierungsbedarf im Bereich zukünftiger Investitionen und möglicher Unternehmensakquisitionen sicherzustellen.

Die Master Builders Solutions Group strebt danach, ausreichende Back-up-Fazilitäten zu unterhalten, und erwartet keine Refinanzierungsprobleme.

Die Kreditfinanzierung durch Cinven enthält eine Rückzahlungsverpflichtung zum 31. Juli 2024. Die Finanzierung des operativen Geschäfts und andere Investitionen soll anschließend mittels eine Factoring Programm und RCF gesichert werden. Die Geschäftsleitung des Unternehmens ist daher der Ansicht, dass die Mittel ausreichen, um das operative Geschäft und andere Investitionen zu finanzieren.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der vertraglich vereinbarten, nicht abgezinsten Zahlungen für die originären finanziellen Verbindlichkeiten:

31. Dezember 2023 Summe 2024 2025-2028 2029 und darüber hinaus
T€
Bankverbindlichkeiten - - - -
Leasingverbindlichkeiten 44.278 13.458 26.301 4.519
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 105.415 105.415 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 21.582 21.024 557 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 171.275 139.897 26.858 4.519
31. Dezember 2022 Summe 2023 2024-2027 2028 und darüber hinaus
T€
Bankverbindlichkeiten - - - -
Leasingverbindlichkeiten - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28 28 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten 28 28 - -

Kreditausfallsrisiken

Die Kreditrisiken beziehen sich auf die Risiken, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, was zu einem finanziellen Verlust für die Master Builders Solutions Group führen könnte. Kreditausfallsrisiken entstehen bei finanziellen Vermögenswerten (liquide, langfristige und derivative) sowie bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen.

Aufgrund der Diversifizierung der Master Builders Solutions Group und der geringen Werte der einzelnen Forderungen besteht keine Konzentration von Kreditrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen. In einem Worst-Case-Szenario würde sich das maximale Kreditrisiko aus solchen Forderungen auf den Gesamtbetrag der Forderungen abzüglich des Betrags der bereits gebildeten Wertberichtigungen belaufen. Die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden gemäß IFRS 9 bewertet und bilanziert (siehe Abschnitt C.5).

Zinsänderungsrisiken

Die Master Builders Solutions Group ist Zinsschwankungen ausgesetzt, die im Wesentlichen aus Änderungen des EURIBOR resultieren. Sollte sich diese Situation in Zukunft ändern, wird die Entscheidung über den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten auf der Grundlage der prognostizierten Verschuldung und der erwarteten Zinssätze getroffen. In diesem Fall wird die Zinsabsicherungsstrategie in regelmäßigen Perioden überprüft. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Zinssicherungsgeschäfte.

Währungsrisiken

Die Master Builders Solutions Group ist Fremdwährungsrisiken aus Transaktionen, die nicht dem Euro entsprechen, sowie aus Investitions- und Finanzierungsaktivitäten in Fremdwährungen ausgesetzt. Die Master Builders Solutions Group vergibt konzerninterne Darlehen an ihre Tochtergesellschaften sowohl in Euro als auch in Währungen, die nicht dem Euro entsprechen, darunter in vielen Währungen der G20-Staaten.

Die Master Builders Solutions Deutschland GmbH fungiert derzeit als zentrale Finanzierungseinheit für die Master Builders Solutions Group.

Währungsrisiken und operative Risiken werden derzeit nicht abgesichert, aber permanent überwacht. Sobald die Master Builders Solutions Group diese Risiken als wesentlich erachtet, werden sie abgesichert. Die Hauptrisiken aus dem operativen Geschäft lauten auf USD.

Kapitalrisikomanagement

Das Kapitalmanagement der Master Builders Solutions Group wird durch die Auswirkungen der Höhe des gesamten eingesetzten Kapitals auf die Anteilseigner bestimmt. Die Master Builders Solutions Group ist in einem kapitalintensiven Geschäft tätig und daher ist es die Richtlinie der Master Builders Solutions Group, eine solide Kapitalbasis zu erhalten, um die weitere Entwicklung des Geschäfts zu unterstützen. Gleichzeitig wird eine flexible Kapitalstruktur beibehalten, um die Kosten und die Verfügbarkeit von Kapital bei akzeptablem Risiko zu optimieren. Die Geschäftsleitung überwacht das Kapital anhand einer Reihe von Kennzahlen, wobei der Schwerpunkt auf der Nettoverschuldung und dem normalisierten EBITDA liegt.

2. Überleitung der Finanzinstrumente zu den IFRS 9-Kategorien / IFRS 13-Bewertungsstufen

Die Master Builders Solutions Group teilt die in den Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren in folgende Stufe ein:

Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten notiert sind, basiert auf ihrem notierten Schlusskurs am Bilanzstichtag.

Stufe 2: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden, wird anhand von Bewertungsmethoden ermittelt, die auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. Zu diesen Bewertungstechniken gehören diskontierte Zahlungsströme, Standardbewertungsmodelle auf der Grundlage von Marktparametern für Zinssätze oder Wechselkurse. So wird beispielsweise der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften durch Abzinsung künftiger Cashflows ermittelt.

Stufe 3: Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten wird auf Basis gruppenspezifischer Bewertungen unter Verwendung von Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (nicht beobachtbare Inputfaktoren), bewertet.

Die folgenden Tabellen zeigen die finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien und Klassen:

31. Dezember 2023 Buchwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Ohne Klassifikation nach IFRS 9
T€
Sonstige Forderungen 3.166 1.617 - - 1.548
Sonstige Forderungen (langfristig) 3.166 1.167 - - 1.548
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 177.282 177.282 - - -
Sonstige Forderungen 37.246 17.701 - - 19.544
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (kurzfristig) 214.528 194.983 - - 19.544
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 55.492 55.492 - - -
31. Dezember 2022 Buchwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Ohne Klassifikation nach IFRS 9
T€ -
Sonstige Forderungen - - - - -
Sonstige Forderungen (langfristig) - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - - - -
Sonstige Forderungen - - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (kurzfristig) - - - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 50 50 - - -

Die folgenden Tabellen zeigen die finanziellen Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen.

31. Dezember 2023 Buchwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirk-sam zum beizulegenden Zeitwert
T€
Leasingverbindlichkeiten 27.866 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 568 568 -
Finanzschulden, Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern und sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) 28.434 568 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.500 96.500 -
Leasingverbindlichkeiten 11.690 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 104.342 104.342 -
Sonstige Verbindlichkeiten 29.937 24.223 -
Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 242.469 225.065 -
31. Dezember 2023 Ohne Klassifikation nach IFRS 9 Beizulegender Zeitwert IFRS 13 Bemessungshierarchie
T€
Leasingverbindlichkeiten 27.866 n.a.
Sonstige Verbindlichkeiten - 568 Stufe 2
Finanzschulden, Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern und sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) 27.866 568
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 96.500 Stufe 2
Leasingverbindlichkeiten 11.690 - n.a.
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - 104.342 Stufe 2
Sonstige Verbindlichkeiten 5.714 24.223 Stufe 2 / n.a.
Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 17.404 225.065
31. Dezember 2022 Buchwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
T€
Leasingverbindlichkeiten - - -
Sonstige Verbindlichkeiten - - -
Finanzschulden, Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern und sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53 53 -
Leasingverbindlichkeiten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 28 28 -
Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 81 81 -
31. Dezember 2022 Ohne Klassifikation nach IFRS 9 Beizulegender Zeitwert IFRS 13 Bemessungshierarchie
T€
Leasingverbindlichkeiten - - -
Sonstige Verbindlichkeiten - - -
Finanzschulden, Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern und sonstige Verbindlichkeiten (langfristig) - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 53 Stufe 2
Leasingverbindlichkeiten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - - -
Sonstige Verbindlichkeiten - 28 Stufe 2
Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) - 81

3. Eventualverbindlichkeiten

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Verbindlichkeiten. Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich 19.810 -
Langfristige Abnahmeverpflichtungen 78.440 -
Begonnene Investitionsvorhaben - -
Bürgschaften für Wechsel und Schecks 4.199 -
Sonstige Eventualverbindlichkeiten - -
Eventualverbindlichkeiten 102.449 -

Zum 31. Dezember 2023 stellte sich das Fälligkeitsprofil unserer langfristigen Abnahmeverpflichtungen wie folgt dar:

T€ 2024 2025-2028 2029 und darüber hinaus Total
Langfristige Abnahmeverpflichtungen 13.240 52.160 13.040 78.440

Der Betrag der langfristigen Abnahmeverpflichtungen ergibt sich hauptsächlich aus dem Kauf von Polycarboxylatethern.

4. Unternehmensakquisitionen

Am 2. Mai 2023 hat die Master Builders Solutions Group einen Kaufvertrag, mit Sika, zur Übernahme des Admixture Geschäfts der MBCC Group unterzeichnet. MBCC Admixtures ist ein weltweit führender Hersteller von Betonzusatzmitteln sowie von anderen nachhaltigen Lösungen für die Bauindustrie. Das Unternehmen bietet wertschöpfende Technologien und chemisches Fachwissen, um die Leistung von Baumaterialien zu verbessern und die Reduzierung von CO 2 -Emissionen bei der Herstellung von Beton zu ermöglichen.

Der Kaufpreis beläuft sich auf 428.726 Millionen Euro. Die folgende Übersicht zeigt die vorläufige Kaufpreisallokation für den Erwerb von Vermögenswerten und Schulden von Sika:

T€ Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwert 305.286
Geschäfts- oder Firmenwert -
Sachanlagen 263.646
Latente Steueransprüche 43.845
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 2.034
Langfristige Vermögenswerte 614.811
Vorräte 105.548
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 164.768
Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 39.241
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 113.090
Kurzfristige Vermögenswerte 422.647
Gesamtvermögen 1.037.458
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.633
Sonstige Rückstellungen 3.712
Latente Steuerschulden 75.316
Steuerrückstellungen -
Finanzschulden -
Übrige Verbindlichkeiten 34.988
Langfristiges Fremdkapital 144.649
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.634
Sonstige Rückstellungen 68.067
Steuerschulden 127.727
Finanzschulden -
Übrige Verbindlichkeiten 49.690
Kurzfristiges Fremdkapital 372.118
Gesamtkapital 516.767

Am 25. Juli 2023 hat Master Builders Solutions Deutschland GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Master Builders Solutions Group, einen Kaufvertrag zum Erwerb von MB Trading GmbH (vormals Platin 2290 GmbH) unterzeichnet. Der Kaufpreis betrug 28 T€. Die erworbenen Vermögenswerte bestanden aus 25 T€ Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, so dass ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 3 T€ angesetzt wurde.

5. Zusätzliche Informationen zur Konzern- Kapitalflussrechnung

Die Cashflows werden nach ihrer Herkunft und Verwendung in betriebliche Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterteilt. Der Cashflow aus Betriebstätigkeit wird indirekt auf Basis des um alle wesentlichen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen bereinigten Nettogewinns/-verlusts sowie sonstiger zahlungswirksamer Bestandteile ermittelt.

Im Jahr 2023 weist die Master Builders Solutions Group einen negativen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von (121.032) T€ aus. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Steuerzahlungen in Höhe von (77.614) T€ und dem nicht zahlungswirksamen Ertrag aus einem "bargain purchase" im Sinne des IFRS 3.56 (91.942) T€.

Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 (453.466) T€ resultiert im Wesentlichen aus Unternehmenserwerben (423.346) T€ und Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (30.600) T€.

Der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Jahr 2023 auf 516.710 T€. Der Tilgung von Schulden, in Höhe von (160.829) T€ und Auszahlungen für Zinsen und Gebühren in Höhe von (2.706) T€ stehen die Einlagen des Gesellschafters in Höhe von 425.622 T€, die Bruttoaufnahme eines RCF in Höhe von 149.208 T€ sowie die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 105.415 T€ gegenüber.

Die folgenden Tabellen zeigen die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit, einschließlich der Veränderungen der Cashflows und der nicht zahlungswirksamen Posten:

Nicht zahlungswirksame Veränderungen
T€ 1. Januar 2023 Zahlungswirksam Akquisition Anpassung der Wechselkurse Marktwertanpass-ungen Sonstige Veränderungen 31. Dezember 2023
Bankverbindlichkeiten und Finanzschulden - - - - - - -
Leasing-verbindlichkeiten - (9.083) 48.567 72 - 39.556
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - 105.415 - - - (1.073) 104.342
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28 249 21.245 60 - - 21.582
Summe 28 96.581 69.812 132 - (1.073) 165.480
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
T€ 1. Januar 2022 Zahlungswirksam Akquisition Anpassung der Wechselkurse Marktwertanpass-ungen Sonstige Veränderungen 31. Dezember 2023
Bankverbindlichkeiten und Finanzschulden - - - - - - -
Leasingverbindlichkeiten - - - - - - --
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - - - - - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 28 - - - - 28
Summe - 28 - - - - 28

6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Cinarancia Holdco Lux S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg ist die Muttergesellschaft der Master Builders Solutions Group.

Personen in Schlüsselpositionen sind im Berichtsjahr ausgewählte Mitglieder der Geschäftsleitung der Master Builders Solutions Holdings.

Die im laufenden Jahr an diesen Personenkreis gezahlten Vergütungen belaufen sich auf 827 T€, die auf kurzfristig fällige Leistungen 808 T€ und im Jahr 2023 gewährte Vergünstigungen 19 T€ entfielen. Es wurden keine Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gezahlt oder sind zu zahlen. Es gibt keine ausstehenden Salden gemäß IAS 24.18 (b).

Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen der Master Builders Solutions Group sind ihr Anteilseigner, andere Holdinggesellschaften des Anteilseigners und assoziierte Unternehmen. Alle Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Im April 2023 hat Cinarancia HoldCo Lux S.à r.l. ein zinsloses Darlehen von 105.415 T€ an Master Builders Solutions Group gewährt. Dieser Betrag entspricht der kurzfristigen Verbindlichkeit der Master Builders Solutions Group zum 31. Dezember 2023.

Die Master Builders Solutions Group hatte zum 31. Dezember 2023 Verpflichtungen aus Unternehmensgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen in Höhe von 15.440 T€. Alle Garantien wurden von der Master Builder Solutions Deutschland garantiert.

7. Anteilsbesitzliste 1

Konsolidierte Gruppengesellschaften Land Stadt Anteile
in %
Master Builders Solutions Group
Master Builders Solutions Finance GmbH Deutschland Mannheim 100
Master Builders Solution Holdings GmbH Deutschland Mannheim 100
Master Builders Solutions NA Investments GmbH Deutschland Mannheim 100
Master Builder Solutions Deutschland GmbH 2 Deutschland Trostberg 100
Cinarancia UK Bidco Ltd Großbritannien London 100
Construction Research & Technology GmbH 2 Deutschland Trostberg 100
Master Builders Solutions GmbH Österreich Krieglach 100
Master Builders Solutions Nederland B.V. Niederlande Oosterhout 100
Master Builders Solutions Belgium N.V. Belgien Ham 100
Master Builders Solutions Polska Sp.z o.o. Polen Myślenice 100
Master Builders Solutions CZ s.r.o. Tschechische Republik Chrudim 100
Master Builders Solutions Sverige AB Schweden Rosersberg 100
MB Solutions Australia Pty. Ltd. Australien Seven Hills 100
Bluey Technologies Pty. Ltd. Australien Brisbane 100
Master Builders Solutions Schweiz AG Schweiz Holderbank 100
Master Builders Solution Italia S.p.A. Italien Treviso 100
Master Builders Solutions Romania SRL Rumänien Judet Orahova 100
Master Builders Solutions Finland Oy Finnland Riihimäki 100
Master Builders Solutions Denmark A/S Dänemark Rødekro 100
Master Builders Solutions Norway AS Norwegen Oslo 100
MB Solutions New Zealand Pty. Ltd. Neuseeland Auckland 100
MB Trading GmbH Deutschland Mannheim 100
Master Builders Solutions UK Ltd. Großbritannien Manchester 100
Master Builders Solutions España S.L. Spanien Cornella de Llobregat 100
LSF11 SKYSCRAPER FRANCE BIDCO SAS Frankreich Paris 100
Master Builders Solutions France Frankreich Lisses 100
Cinarancia US Holdco Inc. USA New Castle 100
Cinarancia US Bidco Inc. USA New Castle 100
MBS AS Holding US, Inc. USA Beachwood 100
Master Builders Solutions Admixtures US, LLC USA Beachwood 100
Great Lakes Polymer Technologies, LLC USA New Castle 100
Cinarancia Canada BidCo Inc. Kanada Toronto 100
Master Builders Solutions Canada Inc. Kanada Montreal 100

1 Die Offenlegung der Anteilsbesitzliste ist in § 313 Abs. 2 HGB vorgeschrieben.
2 Diese deutsche Tochtergesellschaft in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft hat von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

8. Dienstleistung des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer für den Konzernabschluss der Master Builders Solutions Group ist KPMG. Die von der KPMG und den KPMG- Netzwerkgesellschaften dem Konzern im Jahr 2023 in Rechnung gestellten Honorare umfassen hauptsächlich Prüfungshonorare in Höhe von 2.141 T€ und 31 T€ in Bezug auf nicht prüfungsbezogene Servicegebühren. Die Prüfungshonorare der anderen Prüfungsgesellschaften der Unternehmen der Gruppe belaufen sich auf 301 T€.

9. Wichtige Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Master Builders Solutions Group wesentlich wären.

 

17. Mai 2024, Mannheim

Master Builders Solutions Group

Die Geschäftsführung

Dr. Boris Gideon Sebastian Gorella

Christian Hammel

Dr. Karsten Eller

Dr. Julian Alexander Horstkotte

Geschäftsbericht 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschäftsverlauf

2.1 Finanzielle Eckdaten der Gruppe

2.2 Strategische Geschäftsbereiche

2.3 Unternehmensstruktur

3. Strategie, Forschung und Entwicklung, Produkte und Nachhaltigkeit bei der Master Builders Solutions Group

3.1 Unsere Strategie für die Zukunft

3.2 Unsere Forschungs- und Entwicklungszentren

3.3 Wir fokussieren uns auf Innovationen

3.4 Unser Nachhaltigkeitsansatz

4. Entwicklungen in 2023

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

5.1 Ertragslage

5.2 Vermögenslage

5.3 Finanzlage

6. Risikomanagement, Risiken und Chancen

6.1 Risiken aus dem operativen Geschäft

6.2 Konjunkturelle Risiken im Baugewerbe

6.3 Finanzielle Risiken

6.4 Personalrisiken

6.5 Auswirkungen des Ukraine-Krieges

6.6 Auswirkungen des Nahost-Konfliktes

6.7 Juristische Risiken

6.8 Einschätzung zum Gesamtrisiko

6.9 Chancenbericht

7. Erwartete Entwicklung in 2024

1. Einleitung

Der Konzernabschluss der Master Builders Solutions Group zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzend nach § 315e HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Die Anwendung der IFRS erfolgt grundsätzlich erst nachdem sie durch die Europäische Union anerkannt wurden.

Bestimmte Zahlenangaben im Abschluss, einschließlich Finanzdaten, die in Millionen oder Tausend angegeben sind, und Prozentsätze, die Marktanteile beschreiben, wurden gerundet, sodass die Gesamtsummen der Daten im Abschluss geringfügig von den tatsächlichen arithmetischen Summen dieser Informationen abweichen können.

Die im Lagebericht und im IFRS Konzernabschluss ausgewiesenen Zahlen sind durch Effekte aus der Kaufpreisallokation und der Erstkonsolidierung der Master Builders Solutions Group beeinflusst. Da vor dem 2. Mai 2023 und dem Unternehmenserwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group von Sika lediglich Vorratsgesellschaften für den Unternehmenserwerb und keine operative Geschäftstätigkeit vorhanden waren, ist somit die Vergleichbarkeit zum Stichtag 31. Dezember 2022 stark eingeschränkt.

Dieser Abschluss enthält als wesentliche interne Steuerungsgröße die Kennzahl EBITDA vor Sondereinflüssen, das Nettoumlaufvermögen sowie die Nettoverschuldung, die nicht nach IFRS vorgeschrieben ist bzw. nicht in Übereinstimmung mit IFRS dargestellt wird. Wir legen diese Kennzahl vor, weil wir der Meinung sind, dass diese und ähnliche Kennzahlen von bestimmten Investoren, Wertpapieranalysten und anderen interessierten Parteien häufig als ergänzende Leistungskennzahl verwendet wird. Das EBITDA vor Sondereinflüssen definiert sich als EBITDA bereinigt um einmalige Effekte bedingt durch dem Unternehmenserwerb, dem Carve-Out sowie Aufwendungen zur Einleitung von Optimierungsmaßnahmen. Das Nettoumlaufvermögen ist die Nettogröße aus Vorratsvermögen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Nettoverschuldung wird definiert als die Summe an Finanzverbindlichkeiten gegenüber fremden Dritten abzgl. dem Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese Kennzahlen sind möglicherweise nicht mit ähnlich bezeichneten Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar. Als Analyseinstrument hat sie ihre Grenzen und sollten nicht isoliert oder als Ersatz für die Analyse unserer, nach IFRS ausgewiesenen Betriebsergebnisse, betrachtet werden. Einige Einschränkungen dieser Kennzahl sind:

(i) sie stellen nicht unsere aktuellen oder zukünftigen Auszahlungen für Investitionen oder vertragliche Verpflichtungen dar;

(ii) sie stellen weder die Veränderung noch die tatsächlichen Auszahlungen dar, die für die Finanzierung des Nettoumlaufvermögens geleistet wurden;

(iii) sie stellen nicht die Auszahlungen dar, die erforderlich sind, um zukünftige Zins- und Tilgungszahlungen für unsere Schulden zu leisten; und

(iv) obwohl Abschreibungen nicht zahlungswirksam sind, müssen abgeschriebene Vermögenswerte in der Zukunft teilweise ersetzt werden. Die ausgewiesenen Abschreibungen stellen jedoch nicht den tatsächlichen Bedarf an liquiden Mitteln dar, der für solche Ersatzinvestitionen erforderlich wäre.

Die Master Builders Solutions Group nutzt zur Steuerung der operativen Geschäftstätigkeit keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren.

2. Geschäftsverlauf

Die Master Builders Solutions Group ist einer der weltweit führenden Anbieter von hochwertigen chemischen Zusatzmitteln, Zementzusätzen, Technologien für den Tunnelbau und Bausysteme. Die globale Firmenzentrale der Master Builders Solutions Group befindet sich in Mannheim, Deutschland. Hier sind mehrere globale Funktionen angesiedelt.

Die Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde während der Berichtsperiode insbesondere durch den Erwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC Group, am 2. Mai 2023, von Sika, beeinflusst. Mit dem Erwerb der 30 Tochtergesellschaften wurde die operative Tätigkeit der Master Builders Solutions Group aufgenommen.

Das wesentliche Geschäft der Master Builders Solutions Group, Admixture Systems, richtet sich insbesondere an Kunden aus den Bereichen Transportbeton, Betonfertigteile, Betonwaren und Tiefbau sowie aus der zementproduzierenden Industrie. Die Marken der Master Builders Solutions Group, darunter Master Builders Solutions, Fabro und Bluey, sind im Markt etabliert und können auf über 100 Jahre Branchenerfahrung zurückblicken.

Die Gruppe beschäftigt rund 1.667 Mitarbeiter in 21 Ländern.

2.1 Finanzielle Eckdaten der Gruppe

m€ 2023 2022
Umsatzerlöse 628,8 -
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 19,9 (0,1)
Abschreibungen 56,8 -
Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) 76,8 (0,1)
Sondereinflüsse (16,4) -
EBITDA vor Sondereinflüssen 60,4 (0,1)
Nettogewinn / (-verlust) 22,5 (0,1)
Nettoumlaufvermögen 165,7 (0,1)
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (121) -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 55,5 0,1
Nettoverschuldung 55,5 0,1
Sachinvestitionen 30,6 -
Mitarbeiter (Stand 31. Dezember) 1.667 -

2.2 Strategische Geschäftsbereiche

Die Master Builders Solutions Group produziert ausschließlich Admixture Systems. Die Admixture Systems sind Betonzusatzmittel, Zementzusatzstoffe und Produkte für den Tiefbau. Dabei werden hauptsächlich Kunden aus den Bereichen Transportbeton, Betonfertigteile, Betonwaren und Tiefbau sowie aus der zementproduzierenden Industrie bedient. Die wichtigste Produktmarke des Geschäftsbereichs Admixture Systems ist Master Builders Solutions, die unser gesamtes Fachwissen vereint, um chemische Lösungen zu schaffen. Die für die eigene Produktion benötigten Rohstoffe, Güter und Dienstleistungen werden im Wesentlichen von lokalen und regionalen Lieferanten bezogen. Die Absatzmärkte der Master Builders Solutions Group liegen in Australien / Neuseeland, Europe sowie in Nordamerika.

Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Master Builders Solutions Group mit Admixture Systems einen Umsatz von 628,8 Millionen €.

2.3 Unternehmensstruktur

Die Master Builders Solutions Group hat ihre operative Tätigkeit zum 3. Mai 2023 aufgenommen. Die Muttergesellschaft der Master Builders Solutions Group (bis zum 13. Juni 2023: sotus 877 GmbH), ist die Cinarancia Holdco Lux S.à r.l., Luxemburg. Das folgende Diagramm stellt in vereinfachter Form unsere Unternehmensstruktur zum 31. Dezember 2023 dar:

3. Strategie, Forschung und Entwicklung, Produkte und Nachhaltigkeit bei der Master Builders Solutions Group

3.1 Unsere Strategie für die Zukunft

Der zukünftige Erfolg der Master Builders Solutions Group basiert auf langjähriger Branchenerfahrung. Unser Erfolg hat und wird immer auf den technischen Fähigkeiten und Kenntnissen unserer Mitarbeiter und Experten basieren, kombiniert mit der Qualität und Leistung unserer Produkte und Lösungen.

In den letzten Jahrzehnten haben wir daran gearbeitet, einer der weltweit führenden Anbieter von Bauchemikalien zu werden. Unsere Geschäftsstrategie ist auf nachhaltiges und gewinnbringendes Wachstum ausgerichtet und setzt auf Innovationen, Digitalisierung, Unternehmenstransaktionen und nachhaltige Produktangebote.

3.2 Unsere Forschungs- und Entwicklungszentren

Unsere globalen und regionalen Forschungs- und Entwicklungszentren sind die Basis für unsere Innovationen. Unser globales Forschungs- und Entwicklungszentrum für Bauchemie befindet sich in Trostberg, Deutschland. In Trostberg arbeiten unsere Experten an Grundlagenforschung und neuen Technologien sowie an neuen Produkten und Verfahren für die Bauchemie und damit verbundene Systemlösungen. Sie verwalten das Patentportfolio sowie globale Projekte.

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 7,1 Millionen €.

3.3 Wir fokussieren uns auf Innovationen

Innovationen sind die Basis für ein nachhaltiges, gewinnbringendes Wachstum. Die Master Builders Solutions Group bietet ein umfassendes globales Netzwerk im Bereich Forschung und Entwicklung. Experten mit dem Schwerpunkt Bauchemie kombinieren die globalen Technologien der Master Builders Solutions Group mit fundierten Kenntnissen der lokalen Marktbedürfnisse, um Lösungen für die spezifischen Herausforderungen unserer Kunden im Bauwesen zu entwickeln. Für die Bauphase fordern unsere Kunden beispielsweise Lösungen mit höherer Produktivität, schnellerem Baufortschritt, niedrigeren Gesamtkosten, geringerem Verbrauch natürlicher Ressourcen, höherer Energieeffizienz sowie verbessertem Gesundheitsschutz und erhöhter Sicherheit.

Im Mittelpunkt unserer Innovationstätigkeiten stehen die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden, insbesondere hinsichtlich der Reduzierung der CO 2 -Emissionen. Wir entwickeln maßgeschneiderte Produkte und Lösungen. Unser Fachwissen reicht von Bauanwendungen über die Produktformulierung bis hin zur chemischen Synthese. Die Lösung der Probleme unserer Kunden hat für uns höchste Priorität. Letztendlich wollen wir den Stand der Technik in der Konstruktion vorantreiben. Dazu setzen wir globale Teams ein und entwickeln unsere Ideen in einem zielgerichteten Prozess in unseren globalen und regionalen Entwicklungszentren in Deutschland, Italien und den USA weiter. Anwender und Stakeholder stehen dabei immer im Mittelpunkt und wir arbeiten in der Entwicklungsphase eng zusammen. Unsere Experten konzentrieren sich derzeit auf die Bereitstellung hochwertiger Innovationen für eine höhere Bauproduktivität, niedrigere Gesamtkosten und einen geringeren Verbrauch natürlicher Ressourcen, verbesserte Gesundheit und Sicherheit sowie geringere Wartungskosten in der Nutzungsphase.

3.4 Unser Nachhaltigkeitsansatz 1

Heute trägt die Bauindustrie einen relevanten Teil zur weltweiten Treibhausgasemission und dem weltweiten Energieverbrauch bei. Aus diesem Grund haben wir eine besondere Verantwortung, zu einer tragfähigen Zukunft mit einer besseren Lebensqualität für die Gesellschaft beizutragen. Die Steigerung des wirtschaftlichen Nutzens bei gleichzeitiger Reduzierung des globalen Erwärmungspotenzials ist eine der Möglichkeiten, den Ansatz der Master Builders Solutions Group zu demonstrieren und zu fördern. Wie Produkte aus dem Master Builders Solutions- Sortiment dazu beitragen, steht im Mittelpunkt der Kampagne "Quantified Sustainable Benefits". Die Experten von Master Builders Solutions stellen zusammen mit europäischen Kunden ausgewählte Fälle vor, die zeigen, wie dank überlegener Chemie Kunden ihre Produktivität steigern sowie die Betriebskosten und den CO 2 -Fußabdruck senken. Extern validierte Bewertungstools wie der Life Cycle Analyzer quantifizieren die erzielten Vorteile.

1 Der Absatz 3.4 enthält vom Wirtschaftsprüfer KPMG nicht geprüfte Informationen.

4. Entwicklungen in 2023

Mit Wirkung zum 2. Mai 2023 haben Vorratsgesellschaften das Admixture Geschäfts der MBCC Group von Sika erworben. Die 30 aufgenommen Gesellschaften sind ausschließlich im Bereich Admixture Systems tätig und befinden sich in Australien / Neuseeland, Europa sowie Nordamerika. Die Kaufpreisallokation wurde gemäß IFRS 3 durchgeführt und bilanziert. Weitere Details zu dem Anteilerwerb finden sich im Anhang.

Mit dem Anteilerwerb nahm die Master Builders Solutions Group ihre operative Geschäftstätigkeit auf. Zudem begründet der Unternehmenserwerb die Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Das Geschäftsjahr 2023 war nach wie vor von den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, dem Nahost-Konflikt, der hohen Inflation sowie - wenn auch in immer geringerem Maße - der COVID-19-Pandemie geprägt.

Die Zentralbanken versuchten die hohe Inflation einzudämmen, die auf Nachfrageschocks und unterbrochene Lieferketten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sowie Preissteigerungen, insbesondere für Energie und Lebensmittel, infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zurückzuführen war. Hierzu wurde die Geldpolitik deutlich gestrafft und die Leitzinsen erhöht. Es ist davon auszugehen, dass hohe und ggf. noch weiter ansteigende Leitzinsen das wirtschaftliche Umfeld auch das kommende Geschäftsjahr weiterhin prägen werden. Die Energiemärkte erholten sich schneller als erwartet, unter anderem auch dank eines milden Winters und durch Gaseinsparbemühungen in Europa.

Trotz des herausfordernden Geschäftsumfeldes hat die Master Builders Solutions Group als, eigenständiges Unternehmen, auch mit der Unterstützung unseres Anteilseigners, daran gearbeitet, unseren Kunden einen erstklassigen Service zu bieten und unseren Geschäftsplanung umzusetzen.

Unter diesen Voraussetzungen ist es der Master Builders Solutions Group im Geschäftsjahr 2023 gelungen, Umsatzerlöse in Höhe von 628,8 Millionen € und ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 60,4 Millionen € zu erwirtschaften. Das erzielte EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 60,4 Millionen € erfüllte die Erwartungen und lag über dem budgetierten Wert. Steigende Rohstoffkosten und Frachtraten sowie Lieferengpässe haben sich negativ auf unser Ergebnis ausgewirkt. Wir haben versucht, auf die schnellen und starken Preiserhöhungen unserer Lieferanten mit einer entsprechenden Erhöhung unserer Verkaufspreise zu reagieren. An dieser Strategie werden wir auch im Jahr 2024 festhalten und künftig noch schneller auf Kostensteigerungen am Markt reagieren.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

5.1 Ertragslage

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf die Zahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Umsätze

Im Jahr 2023 belief sich der Gesamtumsatz auf 628,8 Millionen €.

Die folgenden Darstellungen zeigen unseren Nettoumsatz nach geographischen Regionen für das Geschäftsjahr 2023.

m€ in 2023 Master Builders Solutions Group
Europa 279,9
Amerika 292,7
Australien & Neuseeland 56,2
Summe Nettoumsatz 628,8

Herstellungskosten

Im Geschäftsjahr sind Herstellungskosten in Höhe von 353,3 Millionen € angefallen. Diese sind hauptsächlich auf die Herstellungskosten für Eigenerzeugnisse in Höhe von 259,0 Millionen € und Handelswaren in Höhe von 87,2 Millionen € sowie sonstige Herstellungskosten in Höhe von 7.1 Millionen € zurückzuführen.

Bruttoergebnis vom Umsatz

Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug im Jahr 2023 275,4 Millionen €, was einer Bruttogewinnspanne von 43,8 % entspricht.

Vertriebskosten

Im Jahr 2023 betrugen unsere Vertriebskosten 197,9 Millionen €. Die Kosten verteilen sich im Wesentlichen auf allgemeine Vertriebskosten in Höhe von 110,7 Millionen €, Frachtkosten in Höhe von 48,1 Millionen € und Versandkosten in Höhe von 21,5 Millionen €.

Allgemeine Verwaltungskosten

Unsere allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich auf 76,3 Millionen €. Die Kosten umfassen in erster Linie die Kosten der zentralen Einheiten, die Kosten für die Verwaltung der Geschäftseinheiten und -bereiche sowie die Kosten der Geschäftsführung.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Jahr 2023 betrugen die Forschungs- und Entwicklungskosten 7,1 Millionen €.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Jahr 2023 auf 99,0 Millionen €. Die Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 führte zu einem negativen Geschäfts- und Firmenwert, welcher sofort erfolgswirksam zu erfassen ist. Demnach enthalten im Jahr 2023 enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere die erfolgswirksame Erfassung des negativen Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 92,0 Millionen €.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Jahr 2023 73,2 Millionen €. Diese wurden hauptsächlich durch Sondereinflüsse im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb in Höhe von 60,8 Millionen € und den Aufwendungen für den Aufbau einer neuen und eigenständigen IT Infrastruktur in Höhe von 8,2 Millionen € verursacht. Weitere Aufwendungen resultieren aus Verlusten der Währungsumrechnung in Höhe von 1,6 Millionen €, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausbuchung von Vorräten in Höhe von 1,8 Millionen € sowie sonstigen verschiedenen Aufwendungen in Höhe von 0,8 Millionen €.

EBITDA 2 (Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen)

Das EBITDA beläuft sich im Jahr 2023 auf 76,8 Millionen € und beinhaltet Erträge und Aufwendungen aus Sondereinflüssen in Höhe von 16,4 Millionen €.

m€ in 2023
EBITDA 76,8
Bereinigung der erfolgswirksamen Erfassung des negativen Geschäfts- und Firmenwerts (92,0)
Bereinigung von Aufwendungen aus Sondereinflüssen 75,6
EBITDA vor Sondereinflüssen 60,4

Um diese einmaligen positiven und negativen Effekte bereinigt, beläuft sich das EBITDA vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2023 auf 60,4 Millionen €.

Finanzergebnis

In 2023 betrug unser Finanzergebnis 11,3 Millionen €. Dies ist auf ein Zinsergebnis von 1,0 Millionen € und ein sonstiges Finanzergebnis von 10,4 Millionen € zurückzuführen.

2 Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBITDA) errechnet sich aus dem Nettoumsatz abzüglich der Summe aus Herstellungskosten, Vertriebs-/Versand- /Verkaufskosten, Forschungskosten, Verwaltungskosten, Sondereinflüssen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen, zuzüglich sonstigen betrieblichen Erträgen ohne Berücksichtigung der Abschreibungen.

Steuern

In 2023 beliefen sich unsere latenten Steuern auf einen Ertrag von 15,0 Millionen € und beziehen sich hauptsächlich auf temporäre Differenzen.

Die Ertragsteuern beliefen sich in 2023 auf 1,1 Millionen €.

Ergebnis nach Steuern

Unser Ergebnis nach Steuern betrug 22,5 Millionen €.

Nettoergebnis

Unser Nettogewinn betrug 22,5 Millionen €.

5.2 Vermögenslage

Zum letzten Bilanzstichtag dem 31. Dezember 2022 und vor dem Unternehmenserwerb des Admixture Geschäfts der MBCC Group, von Sika, mit Wirkung am 02. Mai 2023, lag in den aufnehmenden Vorratsgesellschaften kein Anlagevermögen vor.

Das Gesamtvermögen belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 941,8 Millionen €.

Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 587,1 Millionen €.

Die immateriellen Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus den Akquisitionen der operativen Gesellschaften und betreffen überwiegend Kundenlisten, Markenrechte, geistiges Eigentum, und Technologie, und betragen zum 31. Dezember 2023 285,4 Millionen €. Die zum 02. Mai 2023 erworbenen Sachanlagen inklusive aktivierter Leasing-Nutzungsrechte belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 263,6 Millionen €.

Zum 2. Mai 2023 wurden im Wesentlichen folgende immaterielle und materielle Vermögenswerte erworben. Nähere Details finden sich im Anhang.

m€ 2. Mai 2023
Markenrechte 73,8
Kundenstammbeziehungen 93,8
Technologie 84,9
IPR&D 50,3
Sachanlagevermögen 263,6

Die aus der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten und bilanzierten Vermögenswerte werden planmäßig bis in das Geschäftsjahr 2043 abgeschrieben.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen nach dem 2. Mai 2023 resultieren hauptsächlich aus der Anschaffung von Behältern zur Lagerung und Vorrichtungen zum Abfüllen von Fertigerzeugnissen sowie Produktionsgebäuden und - anlagen.

Die latenten Steueransprüche beliefen sich auf 35,5 Millionen €. Dieser Betrag enthält 25,4 Millionen € steuerliche Verlustvorträge, deren Nutzung aufgrund der Einführung geeigneter Maßnahmen erwartet wird.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 354,7 Millionen €. Diese setzten sich hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräten und Zahlungsmitteln zusammen.

Das gesamte Eigenkapital der Gruppe belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 454,5 Millionen €.

Das gezeichnete Kapital der Master Builders Solutions Group beträgt 0,025 Millionen € und bleibt unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Kapitalrücklage besteht aus der in die Gesellschaft eingebrachten Kapitalrücklage in Höhe von 425,6 Millionen € zur Finanzierung des Unternehmenserwerbs der operativen Gesellschaften.

Die sonstigen Eigenkapitalposten in Höhe von 6,4 Millionen € resultierten hauptsächlich aus der Anpassung der Pensionsverpflichtungen, die aufgrund des deutlichen Anstiegs der Rechnungszinsen erforderlich war.

Das langfristige Fremdkapital belief sich auf 118,2 Millionen € und bestand hauptsächlich aus Pensionsverpflichtungen (33,7 Millionen €), latenten Steuerverbindlichkeiten (51.374 Millionen €) sowie Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen (27,8 Millionen €).

Das kurzfristige Fremdkapital belief sich auf 369,1 Millionen € und bestand hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (96,5 Millionen €) und sonstigen Rückstellungen (77,6 Millionen €) sowie einem Gesellschafterdarlehen (104,4 Millionen €).

5.3 Finanzlage

Unsere Hauptfinanzierungsquellen sind die aus der betrieblichen Tätigkeit erwirtschafteten Barmittel, ein Konsortialkredit sowie ein Gesellschafterdarlehen. Wir verwenden unsere Barmittel hauptsächlich zur Finanzierung von Investitionen, Nettoumlaufvermögen und Schuldendienstverpflichtungen.

Ziel des Liquiditätsmanagements ist es, unseren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Dazu erfassen wir die Zahlungsströme aus operativer und finanzieller Tätigkeit in einer rollierenden Planung. Der daraus resultierende Finanzbedarf wird durch den Einsatz geeigneter Instrumente des Liquiditätsmanagements gedeckt.

Konzern- Kapitalflussrechnung

T€ 2023 2022
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (121.032) 25
Cashflow aus Investitionstätigkeit (453.466) -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 516.710 25
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresanfang 50 -
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 113.116 -
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus der Veränderung von Währungskursen 114
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (57.788) 50
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Jahresende 55.492 50

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der negative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2023 betrug (121,0) Millionen €. Dieser resultiert im Wesentlichen aus der Ertragsteuerzahlung in Höhe von (77,6) Millionen € und der Veränderung des Nettoumlaufsvermögens in Höhe von (24,4) Millionen €. Das EBITDA betrug 76,8 Millionen €. Der Ertrag aus dem "Bargain Purchase" in Höhe von 91,9 Millionen € ist nicht zahlungswirksam im Sinne des IFRS 3.56.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von (453,5) Millionen € resultiert im Wesentlichen aus dem Unternehmenserwerb des Admixture-Geschäfts der MBCC, von Sika, in Höhe von (423,3) Millionen €, aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (30,6) Millionen €.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Jahr 2023 belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 516,7 Millionen €. Dieser setzt sich in erster Linie aus der Eigenkapitaleinlage von Cinven in Höhe von 425,6 Millionen €, der Bruttoaufnahme eines RCF in Höhe von 149,2 Millionen € und der Aufnahme des Gesellschafterdarlehen in Höhe von 105,4 Millionen € zusammen. Der Tilgung von Schulden belief sich auf (160,8) Millionen € und der Auszahlungen für Zinsen und Gebühren im Geschäftsjahr 2023 betrugen (2,7) Millionen €.

Nettoumlaufvermögen

Unser Nettoumlaufvermögen spiegelt die Entwicklung des operativen Geschäfts wider. Bestimmte saisonale Muster können daher erhebliche Schwankungen, wenn auch zeitlich nachgelagert, in unserem Nettoumlaufvermögen verursachen. Zum 31. Dezember 2022 lag in den aufnehmenden Vorratsgesellschaften kein nennenswertes Nettoumlaufvermögen vor. Somit ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt.

Wir überwachen und optimieren das Niveau des Nettoumlaufvermögens.

Grundsätzlich ist unsere Geschäftstätigkeit saisonalen Schwankungen unterworfen und korreliert mit der saisonalen Bautätigkeit in unseren Absatzmärkten. Dementsprechend folgt das Nettoumlaufvermögen einem saisonalen Muster. Bedingt durch geringere Bautätigkeiten und einer schwächeren Nachfrage ist das Vorratsvermögen in den Wintermonaten und zum Geschäftsjahresende niedriger als in den Sommermonaten. Analog verhält es sich mit den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Bestandshöhe unserer Vorräte richtet sich nach der Höhe, die wir als notwendig erachten, um die erwarteten Verkäufe zu decken und eine zeitnahe Belieferung unserer Kunden zu gewährleisten. Bei der Steuerung der Vorräte berücksichtigen wir auch bestimmte Produktionsprozesse, wie z.B. Effizienzoptimierungen und Werksstillstände während Urlaubszeiten oder für geplante Wartungsarbeiten. Strategische Käufe größerer Mengen von Rohstoffen, zum Beispiel bevor angekündigte Preiserhöhungen unserer Lieferanten wirksam werden, können die Lagerbestände erhöhen. Aus diesen Gründen spiegelt die Entwicklung der Vorräte nicht unbedingt in gleichem Maße die Umsatzentwicklung wider wie die der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich im Allgemeinen entsprechend der Umsatzentwicklung. Während der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise erlebten wir in vielen Märkten einen Trend zu längeren Zahlungsfristen. Wir überwachen konzernweit die Handelskonditionen mit unseren Kunden, wobei das Hauptaugenmerk auf der Generierung von Umsätzen zu akzeptablen Zahlungsbedingungen liegt.

Die folgenden Informationen stellen eine Zusammenfassung unseres Nettoumlaufvermögens dar:

Nettoumlaufvermögen

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Vorräte 84.715 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 177.282 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (96.500) (53)
NettoumlaufvermÖgen 165.497 (53)

Zahlungswirksame Veränderung des Nettoumlaufvermögens 3

T€ 2023 2022
Veränderung der:
Vorräte 21.208 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13.082) -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (32.556) (53)
Veränderung des Nettoumlaufvermögens (24.430) (53)

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Vorräte in Höhe von 84,7 Millionen €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen am 31. Dezember 2023 bei 177,3 Millionen €.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 96,5 Millionen €.

3 Veränderungen des Nettoumlaufvermögens sind der Konzern- Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

Wichtige Finanzierungsvereinbarungen

Im Zusammenhang mit dem Erwerb des Bauchemiegeschäfts wurde am 2. Mai 2023 eine Akquisitionsfinanzierung umgesetzt.

Diese Finanzierungsstruktur besteht aus einem Gesellschafterdarlehen mit einer Laufzeit bis 31. Juli 2024 (ausgewiesen unter "Sonstige Verbindlichkeiten") sowie einem Konsortialkredit mit dem Agenten Alter Domus Agency Services Limited mit einer Laufzeit bis zum 02. Mai 2028.

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzierungsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023:

31. Dezember 2023 Summe 2024 2025-2028 2029 und darüber hinaus
m€
Bankverbindlichkeiten - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern 104,3 104,3 - -
Finanzierungsverbindlichkeiten 104,3 104,3 - -
31. Dezember 2022 Summe 2023 2024-2027 2028 und darüber hinaus
m€
Bankverbindlichkeiten - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern - - - -
Finanzierungsverbindlichkeiten - - - -

Nettoverschuldung

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Bankverbindlichkeiten -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 55.492 50
Nettoverschuldung 55.492 50

Sachinvestitionen

Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen werden hauptsächlich durch den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit finanziert. Zugänge zu den Sachanlagen betreffen hauptsächlich den Erwerb von Behältern zur Lagerung und Vorrichtungen zum Abfüllen von Fertigerzeugnissen sowie Produktionsgebäuden und -anlagen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Sachinvestitionen nach geographischen Regionen für das Jahr 2023:

Sachinvestitionen 2023
T€
Europa 13.300
Amerika 15.700
Australien & Neuseeland 1.600
Summe 30.600

Anlage von Barmittelüberschüssen

Aufgrund des dezentralen Charakters unserer Geschäftstätigkeit werden Barmittel innerhalb unserer Gruppe in jeder lokalen Einheit generiert und aufbewahrt. Der Bedarf an liquiden Mitteln der Tochtergesellschaften des Konzerns in den verschiedenen Rechtsordnungen kann daher größtenteils auf lokaler Ebene gedeckt werden. Unsere Tochtergesellschaften sind jedoch verpflichtet, überschüssige Barmittel zu transferieren, um ihre konzerninternen Darlehen zurückzuzahlen oder auf Konzernebene zu investieren (in den meisten Fällen bei der Master Builders Solutions Deutschland GmbH, Trostberg).

Cash Management der Master Builders Solutions Group

Zur Steuerung der Liquidität innerhalb der Master Builders Solutions Group unterhält die Master Builders Solutions Deutschland GmbH, Trostberg, getrennte Bankkonten für die meisten ihrer Tochtergesellschaften und andere Unternehmen, die zur Master Builders Solutions Group gehören. Darüber hinaus haben wir ein Cash-Pooling-System in Form eines Zero Balancing mit unserem Bankpartner BNP Paribas S.A. in Europa für alle EUR-Konten eingeführt. Wir haben unsere Cash-Management-Systeme, einschließlich Cash-Pooling, eingeführt, um die Liquidität zu optimieren und zu zentralisieren und anschließend die benötigten Barmittel den Unternehmen zuzuweisen. Die Euro-Cash-Pooling-Konten unserer Tochtergesellschaften werden täglich konsolidiert und automatisch auf das Hauptkonto übertragen.

Der Bedarf an liquiden Mitteln von Tochtergesellschaften, die nicht am Inhouse-Banking oder Cash-Pooling teilnehmen, wird im Allgemeinen durch konzerninterne Darlehen gedeckt.

Die Risiken aus den von uns verwendeten Fremdwährungssicherungsgeschäften schätzen wir als unwesentlich ein.

Vertragliche Verpflichtungen

Finanzierungsvereinbarungen

Unsere Finanzierungsvereinbarungen sind im Kapitel "Wichtige Finanzierungsvereinbarungen" dargestellt.

Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Darüber hinaus bestehen weitere vertragliche Verpflichtungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eingegangen wurden, wie z. B. Abnahmeverpflichtungen für Herstellungsmaterial, Dienstleistungen, sonstige Lieferungen, Absicherungsverträge und Sachinvestitionen.

Eventualverbindlichkeiten resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

T€ 31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Verbindlichkeiten, Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich 19.810 -
Langfristige Abnahmeverpflichtungen 78.440 -
Begonnene Investitionsvorhaben - -
Bürgschaften für Wechsel und Schecks 4.199 -
Sonstige Eventualverbindlichkeiten -
Eventualverbindlichkeiten 102.449 -

Am 31. Dezember 2023 stellt sich das Fälligkeitsprofil unserer langfristigen Abnahmeverpflichtungen wie folgt dar:

31. Dezember 2023 2024 2025-2028 2029 und darüber hinaus Summe
T€
Langfristige Abnahmeverpflichtungen 13.240 52.160 13.040 78.440

Der Betrag der langfristigen Abnahmeverpflichtungen ergibt sich hauptsächlich aus dem Kauf von Polycarboxylatethern.

Pensionsverpflichtungen

Zusätzlich zu den in der obigen Tabelle aufgeführten Verpflichtungen tragen wir Pensionsverpflichtungen. Wir unterhalten sowohl Pensionsverpflichtungen mit als auch ohne Pensionsvermögensdeckung für die Begünstigten im Rahmen von Vereinbarungen, die in den verschiedenen Ländern, in denen wir Pensionsleistungen für unsere Mitarbeiter anbieten, getroffen wurden. Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Pensionsverpflichtungen insgesamt 52,9 Millionen €, denen 19,3 Millionen € Pensionsvermögensdeckung gegenüberstanden. Unsere leistungsorientierten Verpflichtungen beruhen auf versicherungsmathematischen Annahmen, die von Land zu Land unterschiedlich sein können, darunter Abzinsungssätze, Lebenserwartungen und Gehaltssteigerungsraten. Soweit die Pläne nicht durch Planvermögen gedeckt sind, wurde die Differenz zurückgestellt.

Sollten die tatsächlichen Ergebnisse, insbesondere Abzinsungssätze oder Lebenserwartungen, von unseren Annahmen abweichen, könnten unsere Pensionsverpflichtungen höher oder niedriger als erwartet ausfallen und Neubewertungen (Gewinne oder Verluste) entstehen. Änderungen aller Annahmen oder eine unzureichende Wertentwicklung des Planvermögens könnten sich ebenfalls nachteilig auf unsere Finanz- und Ertragslage auswirken. Differenzen zwischen dem Abzinsungssatz und den tatsächlichen Erträgen aus dem Planvermögen können dazu führen, dass wir zusätzliche Neubewertungen vornehmen müssen. Künftige Wertverluste des Planvermögens oder Renditen, die niedriger als erwartet ausfallen, können dazu führen, dass wir zusätzliche laufende Barzahlungen an die Pensionspläne leisten oder nicht zahlungswirksame Belastungen im sonstigen Ergebnis vornehmen müssen.

Umweltbezogene Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 gab es keine signifikanten Rückstellungen für Umweltverpflichtungen.

6. Risikomanagement, Risiken und Chancen

Derzeit befindet sich das Risikomanagementsystem der Master Builders Solutions Group im Aufbau und wird nach dem Carve-Out vom 02. Mai 2023 der heutigen Unternehmensgruppe angepasst. Die Implementierung eines maßgeschneiderten Risikomanagements ist ein iterativer Prozess und neue Erkenntnisse über mögliche Chancen und Risiken werden entsprechend gewürdigt und quantifiziert. Die nachfolgend dargestellten und bewerteten Risiken entsprechen dem derzeitigen Erkenntnisstand, können sich aber in Zukunft anhand neuer Informationen ändern.

Ziel des zukünftigen Risikomanagements der Master Builders Solutions Group, die vollständig in das Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft integriert ist, ist es, Chancen und Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen. Ziel ist es, bestandsgefährdende Risiken für die Master Builders Solutions Group zu vermeiden. Unter Chancen verstehen wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen. Unter Risiko verstehen wir jedes Ereignis, das sich negativ auf die Erreichung unserer kurzfristigen operativen oder langfristigen strategischen Ziele auswirken kann.

Um identifizierte Chancen und Risiken effektiv zu messen und zu steuern, quantifizieren wir diese gegebenenfalls in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit und die wirtschaftlichen Auswirkungen bei ihrem Eintreten. Wo möglich, fassen wir Chancen und Risiken mit statistischen Methoden zu Risikofaktoren zusammen. Auf diese Weise erhalten wir einen Gesamtüberblick über Chancen und Risiken auf Portfolioebene und können wirksame Maßnahmen zum Risikomanagement ergreifen.

Im Rahmen des Berichtswesens werden Abweichungen auf Basis des Budgets überprüft und deren Auswirkungen auf die Zielerreichung prognostiziert. Die wichtigsten Finanzkennzahlen sind der Umsatz sowie das EBITDA vor Sondereinflüssen.

Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit und des wirtschaftlichen Umfeldes der Master Builders Solutions Group sind die folgenden Risiken, absteigend nach ihrer Bedeutung, relevant (Nettodarstellung):

6.1 Risiken aus dem operativen Geschäft

Risiken im operativen Geschäft liegen insbesondere im Bereich der Beschaffung. Höhere Rohstoff- und Energiepreise sowie Engpässe in der Verfügbarkeit könnten sich negativ auf die operative Marge der Gruppe auswirken. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Einkauf und anderen Geschäftsbereichen und langfristige Verträge mit unseren Lieferanten versuchen wir sicherzustellen, dass etwaige Risiken hinsichtlich der Rohstoffpreise und Verfügbarkeit minimiert werden.

Jedoch ist Zement von den Anpassungsmaßnahmen zur Reduzierung des Klimawandels, insbesondere zur Reduzierung der globalen CO 2 -Emissionen, stark betroffen. Für die Bauchemie ergeben sich aus dem Trend zu CO 2 -optimierten Zement- und Betonprodukten aber deutlich mehr Chancen als Risiken, da hochwertige Bauchemie in der Lage ist, technische Leistungsdefizite klinkerreduzierter Zemente auszugleichen.

6.2 Konjunkturelle Risiken im Baugewerbe

Seit dem Frühjahr 2023 befindet sich das Baugewerbe in den meisten Absatzmärkten der Master Builders Solutions Group in einem Abwärtstrend. Sollte sich der Abwärtstrend unserer Kundenindustrie, dem Baugewerbe, fortsetzen oder eine Erholung ausbleiben, bestehen Risiken hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung.

Aufgrund weiterhin steigender Anforderungen an die technischen Eigenschaften von Werkstoffen wie Beton und Zement sowie den Zwang die CO 2 Emissionen in der Zement- und Betonherstellung zu senken, wird der Bedarf an Admixtures wachsen. Das ermöglicht der Master Builders Solutions Group im Falle einer Markterholung stärker als unsere Kundenindustrie zu wachsen aber auch im Falle von konjunkturellen Abschwüngen sind negative Auswirkungen weniger stark zu verzeichnen. Anhand aktueller Marktstudien wird mit einer Erholung des Baugewerbes im Jahr 2025 gerechnet und der Abwärtstrend wird nicht als nachhaltig betrachtet. Demnach wird das Risiko als gering bewertet.

6.3 Finanzielle Risiken

Fremdwährungsrisiken ergeben sich insbesondere aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Diese Risiken werden im Rahmen von Management-Reviews regelmäßig bewertet und, falls erforderlich, werden auf Basis der aktuellen Entwicklungen entsprechende Sicherungsmaßnahmen getroffen. Dadurch wird das Risiko von Einflüssen auf die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen möglichst geringgehalten. Aufgrund der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Ausmaßes des Risikos werden die potenziellen Auswirkungen der Wechselkursvolatilität auf die Master Builders Solutions Group als gering eingeschätzt.

6.4 Personalrisiken

Die Master Builders Solutions Group benötigt in allen Geschäftsbereichen engagierte und hoch qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte. Aktuelle Entwicklungen wie der demografische Wandel und der Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften könnten sich negativ auf das Wachstum der Master Builders Solutions Group auswirken. Diese Personalrisiken werden über personalpolitische Maßnahmen begrenzt. Hierzu gehören insbesondere Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung. Die Master Builders Solutions Group überwacht die Entwicklungen aktiv. Zum 31. Dezember 2023 werden die Wahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß für die Gruppe als gering eingeschätzt.

6.5 Auswirkungen des Ukraine-Krieges

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine führte zu Sanktionen westlicher Länder gegen Russland und folglich zu Risiken für die Energieversorgung und zu steigenden Rohstoffpreisen. Derzeit befinden sich weder in Russland noch in der Ukraine Legaleinheiten der Master Builders Solutions Group. Dennoch beobachtet die Master Builders Solutions Group die Situation sorgfältig und stellt sicher, dass unser Unternehmen weiterhin die Sanktionen einhält.

6.6 Auswirkungen des Nahost-Konfliktes

Der Nahost-Konflikt bedingte im Geschäftsjahr 2023 keine negativen Auswirkungen auf die Lieferketten sowie die Umsatzerzielung der Master Builders Solutions Group. Zudem ist die Master Builders Solutions Group nicht mit einer Gesellschaft im Nahen Osten vertreten. Aufgrund der Ausrichtung der Absatz- und Beschaffungsmärkte der Master Builders Solutions Group werden künftige Risiken im Zusammenhang mit dem Nahost-Konfliktes als sehr gering eingeschätzt. Dennoch überwacht die Master Builders Solutions Group die Entwicklungen aktiv, um bei Bedarf risikominimierende Maßnahmen einzuleiten.

6.7 Juristische Risiken

Anfang Oktober 2023 führte die Europäische Kommission Durchsuchungen bei verschiedenen Herstellern von Bauchemikalien durch wegen des Verdachts kartellrechtswidriger Verhaltensweisen im Bereich Bauchemikalien, insbesondere chemischen Zusatzmittel für Beton und Mörtel und Zementadditive. Parallel zu den Durchsuchungen der Europäischen Kommission sind auch die Wettbewerbsbehörden im Vereinigten Königreich, der Türkei und den USA aus diesem Grund tätig geworden. Master Builders Solutions Group ist von den Behördenverfahren sowohl der Europäischen Kommission als auch im Vereinigten Königreich und in den USA betroffen. Die Ermittlungen der Behörden sind in einem sehr frühen Stadium. Ein zeitnaher Abschluss ist nicht zu erwarten und etwaige finanzielle Konsequenzen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen.

Nach der Presseberichterstattung zu den Behördenverfahren sind in den USA und Kanada (derzeit unbezifferte) Class Actions gegen die Hersteller von chemischen Zusatzmitteln für Beton und Mörtel und Zementadditiven initiiert worden, darunter auch gegen Unternehmen der Master Builders Solutions. Diese Rechtsstreitigkeiten befinden sich ebenfalls in einem sehr frühen Stadium. Mit einem zeitnahen Abschluss ist nicht zu rechnen.

6.8 Einschätzung zum Gesamtrisiko

Nach unserer Einschätzung gibt es keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der Master Builders Solutions Group gefährden. Gleiches gilt für die Summe der Einzelrisiken, selbst im Falle einer globalen Wirtschaftskrise, wie z. B. Ausgelöst durch die Ukraine-Krise. Letztlich verbleiben aber bei allen unternehmerischen Aktivitäten Restrisiken (Nettorisiken), die auch bei einem umfassenden Risikomanagement nicht auszuschließen sind.

6.9 Chancenbericht

Die Bauchemie profitiert langfristig von erheblichen Möglichkeiten, durch innovative Lösungen das Eigenschaftsprofil von Beton zu verbessern. Zu nennen sind hier u.a. Festigkeitsverbesserung, Beschleunigung der Zementerhärtung, alternative Bewehrungssysteme sowie Beiträge zur Reduzierung der Personalkosten auf Baustellen und in Betonwerken.

Für die bauchemische Industrie birgt der Trend zu CO 2 -optimierten chemischen Produkten neben Risiken auch Chancen. Vor allem die CO 2 Optimierung und CO 2 Reduktion im Baugewerbe macht zum einem die Geschäftstätigkeit der Master Builders Solution Group weniger abhängig von der Konjunktur des Baugewerbes zum anderen erlaubt es uns überproportional zu wachsen. Zum Beispiel sind hochwertige bauchemische Produkte in der Lage, das technische Defizit der klinkerreduzierten Zemente zu kompensieren. Wir erwarten, dass dies zu einem kontinuierlichen Anstieg des Anteils der Bauchemie pro m 3 Beton führen wird.

Zudem ist eine Konsolidierung unserer Kundenindustrie zu beobachten. Das ermöglicht der Master Builders Solutions Group eine weitere Marktdurchdringung durch bestehende aber anorganisch wachsende Kunden. Begünstigt wird die Entwicklung zudem durch die Technologieführerschaft Innovationskraft der Master Builders Solutions Group.

Daher können wir von unseren innovativen und nachhaltigen Produkten sowie einer stärkeren Marktdurchdringung profitieren und erwarten eine tiefere und schnellere Durchdringung des Marktes und somit einer Steigerung der Umsatzerlöse sowie des EBITDA vor Sondereinflüssen.

7. Erwartete Entwicklung in 2024

Die globale Konjunkturprognose unterliegt für 2024 weiterhin verschiedenen Risiken, insbesondere der hohen Inflation und der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Energieversorgung.

Die Inflation ist nach ihrem starken Anstieg in den vergangenen beiden Jahren seit Herbst 2022 insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückgegangen. Der Rückgang verläuft aber nur langsam und uneinheitlich.

Sollte die Inflation langsamer zurückgehen als erwartet, könnte dies eine ausgeprägtere geldpolitische Straffung erfordern. Dies würde die private Nachfrage stärker dämpfen. Zugleich haben die zuletzt gestiegenen Finanzmarktrisiken die Inflationsbekämpfung durch die Zentralbanken erschwert. Sollte die geldpolitische Reaktion aufgrund dieser Abwägungen zu gering ausfallen, könnte die Inflation länger als erwartet hoch bleiben oder sogar nochmal anziehen. Eine Zunahme der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China könnte den globalen Warenhandel und die internationalen Lieferketten erheblich belasten.

Für die Bauwirtschaft wird insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte 2024 grundsätzlich mit einer Erholung gerechnet.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Annahmen zur Entwicklung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse. Die angespannte Lage an den Beschaffungsmärkten sowie das inflationäre Umfeld wird das EBITDA Wachstum vor Sondereinflüssen belasten. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir dennoch einen wesentlichen Anstieg, im mittleren zweistelligen Prozentbereich, beim EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr. Das geplante Wachstum des EBITDA vor Sondereinflüssen wird im Wesentlichen durch Einsparungen in diversen Unternehmensbereichen und Disziplinen, u.a. bei Bezugspreisen der Rohstoffe, getrieben.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Master Builders Solutions Group GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Master Builders Solutions Group GmbH, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Master Builders Solutions Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts"

unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die im Konzernlagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 21. Mai 2024

KPMG AG
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