AutoForm Engineering Deutschland GmbH

Joseph-von-Fraunhofer-Straße 13a, 44227 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 12334
Eingetragen
9.10.1996
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
der Vertrieb von Computer-Software, der Vertrieb von Computer-Hardware, EDV-Dienstleistungen und Engineeringleistungen im Bereich Umformtechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sabine Moews
seit 20.1.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AutoForm AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AutoForm AG
Switzerland
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AutoForm Engineering Deutschland GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
-. EDV-Software 3.619,38 3
II. Sachanlagen
-. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.831,00 458
566.450,38 461
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.384.695,39 1.208
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.081.719,44 5.123
3. sonstige Vermögensgegenstände 480.642,00 413
7.947.056,83 6.744
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.987.141,45 3.865
10.934.198,28 10.610
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.241.605,84 4.629
D. Latente Steuern 11.990,70 11
16.754.245,20 15.711

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26
II. Gewinnvortrag 5.940.040,08 5.141
III. Jahresüberschuss 1.165.976,64 798
7.132.016,72 5.965
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 199.265,59 58
2. sonstige Rückstellungen 1.333.062,63 1.365
1.532.328,22 1.423
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.335.408,63 2.218
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.287.703,02 (Vj. TEUR 2.189)
2. sonstige Verbindlichkeiten 148.068,24 151
- davon aus Steuern: EUR 147.829,38 (Vj. TEUR 151) 1.483.476,87 2.369
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.606.423,39 5.954
16.754.245,20 15.711

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 33.287.961,94 30.652
2. sonstige betriebliche Erträge 632.899,70 375
3. Materialaufwand
-. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -18.640.597,66 -16.843
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.153.758,85 -9.485
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.733.913,92 -11.887.672,77 -11.214
- davon für Altersversorgung EUR 14.035,67 (Vj. TEUR 12)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -274.182,99 -215
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.541.893,81 -1.574
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.491,17 4
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -411.222,27 -382
9. Ergebnis nach Steuern 1.167.783,31 799
10. sonstige Steuern -1.806,67 -55
11. Jahresüberschuss 1.165.976,64 798

Anhang 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die AutoForm Engineering Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Dortmund. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Dortmund unter HR B 12334 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Inhalt

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft bilanziert - soweit zulässig - unter Beachtung der steuerlichen Ansatzvorschriften. Sie hat die Bilanzierungsmethode gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

I. Bilanzierungsvorschriften (§§ 246 - 251 HGB)

1) Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anders bestimmt ist.

2) Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite und Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

3) Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

4) Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

5) Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden.

II. Bewertungsvorschriften (§§ 252 - 256 HGB)

1) Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

2) Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen.

3) Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

4) Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Einzelne Posten sind wie folgt bewertet worden:

Anlagevermögen

Die Firma verfügt über aktivierungspflichtige immaterielle Vermögensgegenstände. Es handelt sich um entgeltlich erworbene Software, die entsprechend der steuerlichen Handhabung aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen Nutzung abgeschrieben wird.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um die planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 250,00 wurden gem. § 6 Abs. 2a EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die beweglichen abnutzbaren Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wurden entsprechend § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten eingestellt und zu einem Fünftel gewinnmindernd berücksichtigt,

Die Werte des Anlagevermögens sind im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Anlagenspiegel 2023

- gemäß § 284 Abs. 3 HGB

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
-. Software 105.569,81 1.200,00 0,00 106.769,81
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.550.736,01 378.023,99 75.507,33 2.853.252,67
2.656.305,82 379.223,99 75.507,33 2.960.022.48
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
-. Software 102.242,43 908,00 0,00 103.150,43
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.092.614,01 273.274,99 75.467,33 2.290.421,67
2.194.856,44 274.182,99 75.467,33 2.393.572,10
Restbuchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Software 3.619,38 3.327,38
II. Sachanlagen
-. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.831,00 458.122,00
566.450,38 461.449,38

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich mehrheitlich um Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 6.081.719,44 (VJ € 5.115.174,45).

Als sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind Kautionen in Höhe von € 43.432,21 ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Über diese Position werden Lizenzeinkäufe, deren Lizenzzeitraum über das Jahr hinausgeht, abgegrenzt und periodengerecht zugeordnet. Dies betrifft Lizenzen des Mutterunternehmens. Der Wert der Abgrenzung für Lizenzen am 31.12.2023 betrug € 5.152.883,14 (VJ € 4.565.672,14).

Der verbleibende Betrag von € 88.722,70 (VJ € 63.388,36) verteilt sich auf verschiedene, sonstige Sachverhalte.

Aktive latente Steuern

Die Gesellschaft hat in 2023 vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 HGB Gebrauch gemacht. In Höhe von € 11.990,70 besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre. Die latenten Steuern werden nicht unter den Ertragsteuern, sondern unter den sonstigen Steuern ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 17
sonstige Rückstellungen 1.316
davon u.a.
Personalrückstellungen 1.199
übrige 117

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 1.287.703,12 handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Verbindlichkeiten aus Betriebssteuern und Abgaben. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Passive Rechnungsabgrenzung

Diese Position enthält vereinnahmte Lizenzerlöse, deren Lizenzzeitraum über das Jahr hinausgeht, die abgegrenzt und periodengerecht zugeordnet werden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss von € 1.165.976,64 auf neue Rechnung vorzutragen.

I. Sonstige Pflichtangaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis 1 Jahr aus Mietverträgen beträgt T€ 356 und aus Leasingverträgen T€ 86. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zwischen 2 - 5 Jahre aus Mietverträgen beträgt T€ 1.234 und aus Leasingverträgen T€ 101. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen länger als 5 Jahre aus Mietverträgen beträgt T€ 342 und aus Leasingverträgen T€ 0.

Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl neben der Geschäftsführung 125 Angestellt (davon 103 Vollzeit Angestellte).

Bei der Angabe der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Geschäftsführer: Michael Rembrink, Dipl.-Ing.

Konzernabschluss

100 % des Stammkapitals der Gesellschaft befinden sich im Besitz der AutoForm Engineering GmbH, mit Sitz in SZ Pfäffikon, Schweiz.

Die Alleingesellschafterin ist wiederum zu 100 % im Besitz der AutoForm AG, Schweiz. Damit ist die AutoForm Engineering Deutschland GmbH unverändert verbundenes Unternehmen zur AutoForm AG und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen.

Die AutoForm AG Schweiz ist das Unternehmen, das den Abschluss mit dem kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AutoForm AG, Schweiz einbezogen.

 

Dortmund, 05. März 2024

Michael Rembrink, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmungsleitung von AutoForm Engineering Deutschland GmbH (AF-DE) beruhen. Sie stellen die erwartete künftige Entwicklung im Bereich der Umformtechnik in der Automobilindustrie, die relative Marktposition, die technologische Leistungsfähigkeit, den erwarteten Erfolg aus Forschung und Entwicklung und die geplante Umsatzsteigerung dar.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der Steuergesetze aufgestellt.

Geschäftsmodell des Unternehmens

AutoForm Engineering Deutschland GmbH ist ein Unternehmen, das High-End-Simulations-Software für die Herstellung von Automobilkarosserien entwickelt und vertreibt. Die Software von AutoForm wird weltweit von mehr als 1.000 Unternehmen in 50 Ländern im Bereich Werkzeugbau, Teilefertigung und Karosseriebau erfolgreich eingesetzt. AutoForm-Produkte werden in den Bereichen Blechumformung und Rohbau für Machbarkeitsstudien, Kostenabschätzung, Methodenplanung und Prozesssimulation sowie die Unterstützung der Werkzeugeinarbeitung und die Optimierung der Produktion eingesetzt.

Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeit, die wir im Auftrag der AutoForm Engineering GmbH mit Sitz in der Schweiz durchführen, konzentriert sich auf zwei Themenbereiche: die schnelle Erzeugung und Simulation komplexer Ziehgeometrien und Wirkflächen von Umformwerkzeugen für die Herstellung von Karosserieteilen sowie die Simulation der Fügeprozesse im Karosseriebau.

Ende 2021 haben wir die erste Version eines neuen Produktes vorgestellt, mit dem sich auch hochgenaue Ziehgeometrien CAD-unabhängig und vollständig in die Simulation integriert generieren lassen. Wir beobachten eine sehr positive Resonanz unseres Zielmarktes auf das Produkt.

Die digitale Planung und Simulation der Fügeprozesse im Karosseriebau stellt ein neues und schnell wachsendes Geschäftsfeld dar. Die Software von AutoForm ist marktführend und wird bereits von führenden Automobilherstellern und Zulieferern weltweit eingesetzt. Wir haben im Jahr 2023 mit R10 Assembly im ersten Quartal und R11 Assembly im vierten Quartal zwei neue Versionen unseres Produktes innerhalb eines Jahres freigegeben, um der Dynamik des Marktes gerecht zu werden.

Im Entwicklungsbereich setzen wir 60 Mitarbeitende ein mit einem Investitionsvolumen für Personal- und Sachkosten von ca. Mio. € 5,78.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 konnten wir nach dem Ende der Covid-19-Pandemie insgesamt eine Erholung des Marktes feststellen, trotz des negativen Wirtschaftswachstums in Deutschland.

Die OEMs sind weiterhin sehr profitabel. Gleichzeitig spüren Sie den Wettbewerbsdruck durch neue Anbieter im Bereich der batterieelektrischen Fahrzeuge und sind sich der Notwendigkeit interner Prozessoptimierungen bewusst. Die Bereitschaft zur Investition in die Digitalisierung aller Unternehmensprozesse ist vorhanden.

Der Fahrzeugabsatz in Europa lag im Jahr 2023 ca. 20% unter dem Wert von 2019, vor dem Beginn der Pandemie. Experten sagen voraus, dass der Absatz auf absehbare Zeit auf diesem Niveau verharren wird. Weiterhin ist der Absatz, insbesondere wichtiger Fahrzeugmodelle, starken Schwankungen unterlegen. Während die OEMs durch globale Produktionsnetzwerke und einer globalen Beschaffungsstrategie darauf reagieren können, leiden die lokalen Zulieferer unter dieser Situation. Wir gehen daher von einer weiteren Konsolidierung in der deutschen Zulieferindustrie aus.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 hat unserer Planung (11%) nahezu vollständig entsprochen.

Das Wachstum des Lizenzumsatzes betrug 9,5%. Der Auftragseingang wuchs um 11%.

Die kritische Lage insbesondere bei KMU-Zulieferern hat dazu geführt, dass wir 5 Kunden verloren haben. Im Gegenzug haben wir 6 Neukunden gewinnen können. Eine Erosion der Kundenbasis konnte verhindert werden.

Im Bereich Services lag der Umsatz 3% unter dem Wert des Vorjahres. Der überwiegende Teil unseres Service-Geschäftes besteht aus Kunden-Trainings. Der Bedarf an Trainings ist zyklisch und hängt von den Release-Terminen unseres "Brot- und Butter"-Produktes AutoForm Forming ab. Die neue Version R11 Forming wurde Ende September 2023 freigegeben. Die Update-Trainings finden überwiegend im Jahr 2024 statt.

Nachfolgend einige Kennziffern zur Darstellung der Entwicklung in den Vergleichszeiträumen 2022 und 2023, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten entwickelt worden sind.

2023 2022 Differenz Differenz
(Werte in T €) (Werte in T €) in € in %
(Werte in T €)
Gesamtleistung 33.288 30.653 2.635 8,6%
Sonstige Erträge 633 375 258 68,8%
./. Materialaufwand 18.640 16.844 1.796 10,7%
Rohgewinn 15.281 14.184 1.097 7,7%
./. übrige Kosten 13.704 13.002 702 5,4%
Ordentlicher Betriebserfolg 1.577 1.182 395 33,4%
Jahresüberschuss (n. Steuern) 1.166 799 367 45,9%
Ø Anzahl MA 125 130 -5 -3,8%

Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

AutoForm ist unverändert der führende Anbieter von Software für die virtuelle Absicherung der Prozesskette Blech in der Automobilindustrie, von der Produktherstellbarkeit, der Planung der Werkzeug- und Materialkosten, dem Werkzeug-Engineering, der Unterstützung im Presswerk bis Planung des Rohbaus.

Wir erzielten im Jahre 2023 in unserem Kerngeschäft einen Lizenzumsatz in Höhe von T€ 23.215.

In unserem Geschäftsfeld Service (Training, Engineering, Consulting) betrug der Umsatz T€ 377.

Unsere Materialaufwand stieg um etwa 10,7 %. Die Aufwände im Personal- und Sachkostenbereich stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3%.

b) Finanzlage

AF-DE hat eine stabile Finanzstruktur.

Größere Investitionen sind in 2023 nicht durchgeführt worden.

Die Liquidität ist jederzeit gewährleistet, es ist kein zusätzlicher Kapitalbedarf absehbar.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

c) Vermögenslage

Das Vermögen von AF-DE ist aus Eigenkapital finanziert.

Unsere Vermögens- und Kapitalstruktur ist durch folgende Kennzahlen gekennzeichnet:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR
Vermögensstruktur
lang- und mittelfristig gebundenes Vermögen
- Immaterielle Vermögensgegenstände 4 0.0 3 0.0 1
- Sachanlagen 563 3,4 458 2.9 105
567 3,4 461 2,9 106
kurzfristig gebundenes Vermögen
- Forderungen aus Lieferung und Leistungen 1.385 8,3 1.208 7,7 177
- Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.081 36,3 5.124 32,6 957
- sonstige Vermögensgegenstände 481 29 413 26 68
- flüssige Mittel 2.987 17,8 3.866 24,6 -879
- Rechnungsabgrenzungsposten / latente Steuern 5.253 31,3 4.641 29,6 612
16.187 96,6 15.252 97.1 935
Bruttovermögen 16.754 100,0 15.713 100,0 1.041
Kapitalstruktur
lang-u mittelfristige Finanzierungsmittel eigene Mittel
-Gezeichnetes Kapital 26 0,2 26 0,2 0
- Gewinnvortrag 5.940 35,4 5.141 32,7 799
- Jahresüberschuss 1.166 7.0 799 5,1 367
7.132 42,6 5.966 38,0 1.166
Schulden
kurzfristige Finanzierungsmittel
- Steuerrückstellungen 199 1,2 59 0,4 140
- sonstige Rückstellungen 1.333 7,9 1.365 8,7 -32
- Liefer- und Leistungsschulden 1.336 8.0 2.218 14,1 -882
- sonstige Verbindlichkeiten 148 0,9 152 0,9 -4
- Rechnungsabgrenzungsposten 6.606 39.4 5.953 37,9 653
9.622 57.4 9.747 62,0 -125
Gesamtkapital 16.754 100,0 15.713 100,0 1.041

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf Umsatz und Ertrag. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, Personalkosten und EBIT heran.

Prognosebericht

AutoForm bieten sich Wachstumschancen bei den OEMs sowie den wirtschaftlich starken Zulieferern durch einen hohen Investitionsbedarf im Bereich der Digitalisierung von Produktenwicklung und Produktionsplanung. Für 2024 erwarten wir daher eine Steigerung unseres Umsatzwachstums.

AF-DE plant für 2024 eine Lizenzumsatzsteigerung von 11%, abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage. Diese wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, der geopolitischen Entwicklung, den Energiemärkten und der weltweiten Verbraucherstimmung beeinflusst sein.

Mit den Versionen AutoForm Forming R12 und AutoForm Assembly R12 werden wir in der zweiten Jahreshälfte 2024 weitere verbesserte Produkte in den Markt bringen.

Ein Personalausbau ist in 2024 nur in geringem Umfang geplant.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Die Automobilindustrie befindet sich unverändert in einer Phase des Wandels. Die Investitionen in die Elektromobilität und die Digitalisierung sowohl des Produktes Automobil als auch seiner Produktion sind hoch. Die Digitalisierung wird getrieben von der Notwendigkeit, Prozesse zu verkürzen, sowie dem akuten Fachkräftemangel. Letzterer führt dazu, dass die Arbeitsproduktivität erheblich steigen muss.

Die Elektromobilität bietet Chancen und Risiken. Im Karosseriebau kommen neue Karosseriekonzepte zum Einsatz. Die Sicherheit von batterieelektrischen Fahrzeugen stellt hohe technologische Anforderungen an die Konstruktion und Fertigung von Batteriegehäusen. Gleichzeitig ist die Blechumformung bei alternativen Antrieben, z. B. Bipolar-Platten von Wasser-Brennstoffzellen, gefordert. Gleichzeitig fordert das Hochdruckgießen von Karosserieteilen den konventionellen Karosseriebau heraus, der effizienter werden muss.

Das globale Sourcing der OEMs erfolgt nach wie vor primär nach Kostengesichtspunkten. Betriebsmittel (z. B. Werkzeuge) werden zunehmend aus China bezogen. Der Standort Indien für Engineering-Dienstleistungen wächst.

Trotz der aktuell schwachen Wirtschaftslage ist der Standort Deutschland weiterhin attraktiv. Rechtssicherheit und Schutz des geistigen Eigentums, das Marken-Image der großen Automobilhersteller und die weltweit führende Stellung auf dem Gebiet der Produktionstechnologie sind die wesentlichen Stärken.

Wie bereits erwähnt, sind vor allem die lokalen Zulieferer von den Risiken unmittelbar betroffen.

b) Ertragsorientierte Risiken

Mit den OEMs liegen gültige Vertragsvereinbarungen für 2024 entweder vor bzw. sind wir in Gesprächen über eine Fortsetzung der im Verlauf des Jahres auslaufenden Vereinbarung.

Aus unternehmensstrategischen Gründen werden wir in 2024/2025 unser Lizenzmodell von Floating License auf ein Named User-Modell umstellen. Letzteres ist das etablierte Lizenzmodell in Cloud-basierten Umgebungen. Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren auf diese Umstellung vorbereitet und unsere Kunden frühzeitig eingebunden. Wir erwarten, dass die Umstellung ertragsneutral sein wird. Es besteht aber natürlich ein theoretisches Risiko, dass dies nicht bei allen Kunden der Fall sein wird.

Aufgrund der vorgenannten Marktsituation existiert weiterhin das Risiko verspäteter oder reduzierter Bestellumfänge bei Zulieferern oder der Verlust von Kunden aus wirtschaftlichen Gründen. Wir haben aber keine Anhaltspunkte dafür, dass eine größere Anzahl unserer Bestandskunden unsere Software für 2024 nicht bestellen bzw. bestehende Mietverträge nicht verlängern wird.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Zins- und Währungsrisiken bestehen nicht.

Chancenbericht

Unser Release-Zyklus sieht die jährliche Freigabe einer neuen Version unserer Produkte vor. Wir werden demzufolge im Jahr 2024 neue Versionen unserer wichtigsten Produkte im Markt vorstellen. Dies wird unsere Wettbewerbsfähigkeit sowohl bei Großkunden als auch im Mittelstand absichern und ausbauen.

Gesamtaussage

Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir in dem Wandel der Automobilindustrie und den damit verbundenen Unsicherheiten. Dominierende Themen sind die Frage der zukünftigen Weltmarktanteile elektrischer Antriebe im Vergleich zu Verbrennern, die wachsende Bedeutung neuer OEMs und die Verschiebung von Schlüssel-Technologien im Automobilbau (Batterieherstellung, Autonomes Fahren) aus den etablierten Auto-Ländern in andere Regionen (China, Silicon Valley). Dieser Wandel hat das Potential für gravierende Veränderungen: die Konsolidierung von OEMs, den Untergang einzelner OEMs, die Verlagerung von Produktionsstätten und gravierende Veränderungen in den Zulieferketten, inklusive weitreichender Marktbereinigungen im Zuliefermarkt.

Demgegenüber steht die Notwendigkeit der Digitalisierung des Produktentwicklungsprozesses in der Automobilindustrie, die durch oben genannte Risiken sehr wahrscheinlich forciert wird. AutoForm ist in seinem Marktsegment der unbestrittene Markführer, mit dem besten Produkt und dem besten technischen Support aller Anbieter.

Aus Sicht von AutoForm Deutschland besteht das Risiko darin, dass der Wandel die Anzahl der OEMs und Zulieferer in Deutschland reduziert und/oder Entwicklungs- und Planungstätigkeiten ins Ausland verlagert.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto-Fristen gezahlt.

 

Dortmund, 05. März 2024

Michael Rembrink, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AutoForm Engineering Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AutoForm Engineering Deutschland GmbH, Dortmund - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AutoForm Engineering Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Die Prüfung erstreckt sich grundsätzlich nicht auf die Zusicherung des Fortbestandes des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung.

 

Borken, 05. März 2024

mensing & kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Mensing, Wirtschaftsprüfer

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