Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 744752
Eingetragen
4.8.2022
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von TurbinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Präzisionsdrehteilen, Baugruppen sowie ähnlichen Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Stecher
seit 4.8.2022
Geschäftsführer
Günter Stecher
seit 4.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stecher GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stecher GmbH
Germany
1.200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stecher Drehtechnik GmbH

Sauldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

a. Geschäftsmodell

Die Stecher Drehtechnik GmbH mit Sitz in Sauldorf-Krumbach ist als Zulieferer von mechanischen Komponenten für verschiedene Industriezweige tätig.

Die Gesellschaft hat sich auf komplexe, zerspanend hergestellte Bauteile aus schwer verarbeitbaren Werkstoffen in kleinen und mittleren Serien spezialisiert. Das Kundenspektrum umfasst alle Industriebereiche.

Die Stecher Drehtechnik GmbH entwickelt vornehmlich Prozesse und Anlagen für die Herstellung kundenspezifischer Produkte. Eine Produktentwicklung ohne Kundenbezug findet nicht statt.

Verarbeitet werden neben Stahl und hochlegierten Edelstählen auch NE - Metalle, wie z.B. Aluminium, Titan und Nickelbasislegierungen.

Im abgelaufenen Jahr war der Umsatzanteil von Bauteilen für den Verbrennungsmotor im Pkw - Bereich unter 5%. Wir sehen uns so für die Zukunft gut aufgestellt. Durch die Abkehr von großen Serien im Automobilbau waren in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen nötig.

Ziel war es, einen hohen Automatisierungsgrad für kleine und mittlere Serien zu erreichen. Eine weitere Zielrichtung war die Digitalisierung der Fertigung.

Seit je her tätigt die Organisation hohe Investitionen in Maschinen und Anlagen, die zügig getilgt oder mit kurzen Laufzeiten geleast werden. Die Differenz zum tatsächlichen Wertverlust führt stets zu Ergebnisverbesserungen.

Erhebliches Wachstumspotential sieht die Gesellschaft weiterhin besonders im Bereich der Chemieindustrie und in der Medizintechnik. Im Besondern, wenn Medien für die Medikamentenherstellung oder für die chemischen Industrie gesteuert werden müssen, sind aufwändige Steuerkomponenten der Stecher Drehtechnik GmbH sehr gefragt.

Die Gesellschaft ist nach verschiedenen Normen zertifiziert:

ISO 9001: Qualitätsmanagement

IATF 16949: Qualitätsmanagement im Automotivbereich

ISO 14001: Umweltmanagement

ISO 50001: Energiemanagement

EMAS: Umwelt-, Energiemanagement, Abfallmanagement und Emissionen

b. Rechtliche Veränderungen

Um für die kommenden Herausforderungen in der Dreh- und Präzisionstechnik weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, wurde im Geschäftsjahr 2022 alle Stecher-Firmen in eine Holding-Struktur integriert und die Gruppe rechtlich neu aufgestellt. Die neue Stecher Drehtechnik GmbH hat den Geschäftsbetrieb der Stecher GmbH mit allen Rechten und Pflichten des übertragenen Vermögens der Stecher GmbH im Rahmen der partiellen Gesamtrechtsnachfolge nach dem Umwandlungsgesetz übernommen Damit einher ging die Stärkung der Eigenkapitalbasis der neuen Stecher Drehtechnik GmbH. Sämtliche Rechtsverhältnisse der ehemaligen Stecher GmbH gingen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Stecher Drehtechnik GmbH über.

c. Eingeschränkte Vergleichbarkeit mit Vorjahresangaben aufgrund rechtliche Veränderungen

Die Stecher Drehtechnik GmbH wurde im Rahmen einer partiellen Gesamtrechtsnachfolge aus der ehemaligen Stecher GmbH gegründet.

Dieser Bericht ist somit der erste Lagebericht der neuen Gesellschaft.

Zur Herstellung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden als Vorjahresangaben die Werte für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ehemaligen Stecher GmbH. Dadurch lässt sich in eingeschränkten Maßen ein Vorjahresvergleich ziehen.

Durch die unter b. dargestellten rechtlichen Veränderungen ist die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses zum Vorjahr insgesamt wesentlich beeinflusst. Dies betrifft in der Bilanz das Anlagevermögen und das Eigenkapital und in der Gewinn- und Verlustrechnung die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Insoweit sind die Angaben zum Geschäftsjahr 2022 nicht mit den Vorjahresbeträgen der ehemaligen Stecher GmbH in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021 vergleichbar. Einzelne Effekte der Veränderung werden im Rahmen der Berichterstattung zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dargestellt.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz Inflation, Ukrainekrieg, Fachkräftemangel, Energiekrise und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft um 1,9% gewachsen, so berichtet die Bundesbank (vgl. auch Destatis, Pressemitteilung 2/2023). Entgegen des schwierigen Umfelds zeigte sich die deutsche Wirtschaft 2022 damit weiterhin stabil. Für das kommende Jahr 2023 wird sich die Konjunktur nach Prognosen des ifo-Instituts in nahezu allen Wirtschaftsbereichen wieder erholen (ifo-Institut, Pressemitteilung vom 15.3.2023 zur ifo-Konjunkturprognose).

Die Zulieferindustrie in Deutschland sieht sich multiplen Krisen gegenüber. Die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs wird die Automobilindustrie und damit alle Zulieferer verändern. Gegenüber einem Verbrennungsmotor hat ein Elektromotor im Antriebsstrang nur wenig mechanische Komponenten. Das Unternehmen geht von einem starken Wettbewerb um die verbleibenden Zulieferteile in der "Großserienindustrie" aus, was die Stecher Drehtechnik GmbH aber wenig betreffen wird.

Auch in anderen Industrien findet, getrieben durch die Digitalisierung, ein Wandel durch den großen Kostendruck statt. Nur leistungsfähige, international agierende Marktteilnehmer können von den Veränderungen profitieren.

b. Leistungsindikatoren

Die bei der Gesellschaft zur Messung des betrieblichen Erfolgs verwendete Leistungsindikator sind die Umsatzerlöse und das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag).

Diese sind die tragenden Säulen der Unternehmenssteuerung. Daneben gibt es ein weitreichendes Kennzahlensystem, das als Prämiengrundlage für die Führungskräfte herangezogen wird.

c. Lage der Gesellschaft inkl. Geschäftsverlauf

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2022 war von großen Umwälzungen und Überraschungen geprägt. Der Angriffskrieg Russlands veränderte die Rahmenbedingungen sehr stark. Die Material- und Energiepreise stiegen in bisher nie da gewesenem Ausmaß.

Die Organisation stellte sich den Herausforderungen und bewies wiederholt ihre Anpassungsfähigkeit. Da für 2022 kein fester Stromvertrag abgeschlossen war, kam die Energieverteuerung in vollem Umfang zum Tragen. Die Verteuerung ist vollumfänglich im vorliegenden Abschluss enthalten.

Aufgrund dieser Entwicklung ging trotz des Umsatzanstiegs das Rohergebnis von TEuro 16.428,3 auf TEuro 16.165,8 zurück. Die weiteren Kostensteigerungen im Personalbereich und bei den sonstigen betrieblichen Kosten, insbesondere für Energie reduzierten das EBIT von TEuro 1.417,4 auf TEuro 742,4.

Ertragslage

Insgesamt konnte der Umsatz weit über Plan gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz um 10% auf ein Allzeithoch angehoben werden.

Dieser Anstieg war auch getrieben durch die hohen Einstandspreise der Werkstoffe.

Alle Unternehmensbereiche waren insgesamt gut ausgelastet.

Die Materialpreise, insbesondere die Legierungszuschläge, sind im Berichtsjahr stark gestiegen. Im Jahresverlauf normalisierten sich die Legierungszuschläge wieder. Die Materialaufwandsquote (berechnet als Materialaufwand zur Gesamtleistung) lag bei rd. 59% (Vorjahr: 56%) und wird planmäßig weiter steigen.

Verantwortlich hierfür sind die Lieferungen von Vorprodukten aus den Schwestergesellschaften. Da Preiserhöhungen für hohe Materialpreise immer nur verzögert weitergegeben werden konnten, gehen wir davon aus, dass das Ergebnis 2023 positiv beeinflusst werden wird, da auch die Preissenkungen verzögert realisiert werden.

Die Personalkosten sind um TEuro 44,9 auf TEuro 8.364,4 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf das allgemein gestiegenen Lohnniveau zurückzuführen.

Die Abschreibungen betrugen TEuro 1.763,6 und liegen damit auf dem Vorjahresniveau (TEuro 1.775,6). Darin enthalten sind auch sog. "aufstockungsbedingte" Abschreibungen in Höhe von TEuro 161,7, die im Zuge der Neugründung der Gesellschaft durch Ausgliederung des Geschäftsbetriebs der Stecher GmbH entstanden sind

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEuro 5.295,2 (Vorjahr: TEuro 4.915,8). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf gestiegene Kosten für Heizöl, Strom und Wasser zurückzuführen.

Das EBIT ging daher insgesamt um TEuro 675,0 auf TEuro 742,4 zurück. Diese Entwicklung des Geschäftsverlaufs war in Anbetracht der vorgenannten Rahmenbedingungen nicht vorhersehbar.

Vermögens- und Finanzlage

Nach wie vor ist das Bilanzbild der Gesellschaft geprägt durch eine Anlagenintensität von 55,0 % (Vorjahr: 44,3 %). Wie bereits in den Vorjahren erfolgt die Finanzierung der Gesellschaft vorrangig durch langfristige Bankdarlehen.

Die Anpassung an den Strukturwandel führte in den vergangenen Jahren zu umfangreichen Investitionen in eine neue Fertigungsstrategie.

Aktuell ist der Maschinenpark auf dem geeigneten, aktuellen Stand. In den nächsten Jahren kann die Investitionstätigkeit der Gesellschaft deutlich reduziert werden.

Der Investitionsschwerpunkt der Stecher Unternehmensgruppe wird sich planmäßig zu ausländischen Gesellschaften verschieben, so dass durch die Innenfinanzierung der Stecher Drehtechnik GmbH eine deutliche Entschuldung vorgesehen ist.

Der Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr angestiegen und beträgt nunmehr 17,3 % (Vorjahr: 15,6 %) des Gesamtvermögens.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um TEuro 138,3 auf TEuro 469,4 erhöht.

Die Eigenkapitalquote liegt unter Berücksichtigung der oben genannten rechtlichen Veränderung zum Jahresende bei überdurchschnittlichen 32,3% (Vorjahr: 17,3%). Auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang wird verwiesen.

Bemerkenswert ist diese Quote, da diese nach umfangreichen Investitionen und einem starken Wandel der Organisation festgestellt werden kann.

Die Erhöhung der Rückstellungen von TEuro 464,3 auf TEuro 519,0 ist auf gestiegene Rückstellungen in den Bereichen Steuern sowie Urlaub und Zeitkonto zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr auf TEuro 19.391,7 gestiegen.

Durch den Jahresüberschuss und Abschreibungen konnte im Geschäftsjahr ein positiver betrieblicher Cashflow erzielt werden. Der verkürzte Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis + Abschreibungen +/- Veränderungen der Rückstellungen) beträgt TEuro 2.037,8 (Vorjahr: TEuro 2.619,9).

Die zur Verfügung stehende Liquidität hat im Berichtsjahr stets ausgereicht, um fällige Verbindlichkeiten zu bedienen.

Die Fremdkapitalquote beträgt 67,7 % (VJ: 82,7 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stammen ausschließlich aus der Finanzierung des Anlagevermögens.

Die Finanzierung des Unternehmens war zu jeder Zeit gesichert. Zahlungseingänge wurden planmäßig vereinnahmt und Zahlungen in den vorgegebenen Zahlungsfristen erledigt. Liquidität stand jederzeit ausreichend zur Verfügung.

d. Umwelt- und Arbeitsschutz

Im November 2022 wurde die Stecher Drehtechnik GmbH wiederholt nach EMAS auditiert und zertifiziert.

Innerhalb dieses Audits wurde auch das Umweltmanagement ISO 14001 und das Energiemanagement nach ISO 50001 sowie eine separate Umwelterklärung mit Stoffstrombilanz validiert. Dieser Bericht enthält ebenso Angaben zu den Treibhausgasemissionen ("Greenhouse Gas Protocol").

Bereits vor einigen Jahren wurde in eine umfangreiche Wärmerückgewinnungsanlage investiert, so dass im normalen Produktionsbetrieb die entstehende Abwärme effektiv genutzt werden kann. Der Einsatz zusätzlicher Energie ist für die Gebäudeheizung bis auf wenige sehr kalte Tage im Jahr hierdurch nicht mehr notwendig. Weitere umfangreiche Maßnahmen zur CO 2-Reduktion wurden geplant und als Ziele aufgenommen. Künftig wird der CO 2-Fußabdruck nach dem "GHG Protocol" wesentlicher Bestandteil der Veröffentlichungen sein.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Arbeitssicherheitsausschuss -Sitzungen und Betriebsbegehungen erfolgt der Austausch zwischen Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragten, Sicherheitsfachkräften und den Vertretern der Geschäftsführung.

Die Stecher Drehtechnik GmbH hat unter anderem frühzeitig auf die Corona-Pandemie reagiert und zum Schutz der Mitarbeiter diverse Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurde ein Corona-Team gegründet, welches die aktuelle Lage ständig beurteilt und zielführende Maßnahmen einleitet. So wurde ein Konzept zur mobilen Arbeit erstellt und eingeführt, Hygienevorkehrungen getroffen u.v.m.

Allen Mitarbeitern konnte während und nach der Corona-Pandemie ein Impfangebot vom Betriebsarzt gemacht werden. Dies wurde sehr gut angenommen und führte zu hoher Mitarbeiterzufriedenheit.

Im Jahr 2022 konnte der Regelbetrieb weitestgehend gewährleistet werden, obwohl, besonders im Q1, ein hoher Krankenstand verkraftet werden musste.

e. Personal- und Sozialbericht

Aufgrund des weiter zunehmenden Fach- und Führungskräftemangels hat das Thema Arbeitgeber-Attraktivität nach wie vor hohe Priorität. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten lag 2022 weiterhin auf der strategischen Positionierung des Unternehmens als attraktiver Ausbildungsbetrieb. Auch die Digitalisierung spielte eine tragende Rolle. Ziel ist es, HR Prozesse moderner, effizienter und flexibler für alle Beteiligten zu gestalten.

Die Fluktuation in der Stecher Drehtechnik GmbH ist bei gut ausgebildetem Fachpersonal gering.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Prognosebericht

Vor dem Hintergrund des Angriffskrieges Russlands und des fortdauernden Materialmangels in der Industrie, sind Prognosen besonders schwierig und mit hohen Unsicherheiten behaftet.

Unser Unternehmen sieht die Pandemie weiterhin als Risiko, wenn auch nicht mehr für die Mitarbeiter, die weitestgehend durchgeimpft sind.

Das Risiko liegt viel mehr in den nicht verlässlichen Lieferketten. Zum Berichtszeitpunkt veränderte China die Corona Politik. Dies wird weiter zu einer Destabilisierung der Lieferketten führen. Nach einem sehr guten dritten Quartal 2022 beruhigte sich die Konjunktur im Q4. Die Wirtschaftsweisen ging sogar von einer Rezession in 2023 aus (Stand November 2022). Demgegenüber geht die EU mittlerweile von einem leichten Wachstum aus. Auch für ganz Europa sind die Aussichten optimistischer (Stand Mitte Februar 2022). Wie bereits bei den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erläutert, wird mittlerweile für das kommende Jahr 2023 von einer wirtschaftlichen Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen ausgegangen (ifo-Institut, Pressemitteilung vom 15.3.2023 zur ifo-Konjunkturprognose).

Die Auftragseingänge zeigen dementsprechend keinen signifikanten Einbruch. Die strukturelle Veränderung der Produktionsschwerpunkte macht das Unternehmen resistent gegen Umsatzrückgänge in Einzelbranchen. Das Produktionsspektrum umfasst viele tausend verschiedene Produkte.

Aufgrund der großen Unsicherheit wird das Jahr 2023 mit etwas geringeren Umsätzen geplant.

Durch den vermehrten Bezug von Vorprodukten von Schwestergesellschaften in Osteuropa wird erwartet, dass die Kostenstruktur positiv beeinflusst wird, wodurch sich das EBIT trotz niedrigerer Umsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen wird.

Die verbesserte Kostenstruktur sollte dann in den folgenden Jahren zu einer Zunahme des EBIT führen.

b. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den von der Gesellschaft verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Forderungsausfallrisiken

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Unternehmen der Privatwirtschaft im Inland und Ausland.

Zur Minimierung der Bonitäts- und Ausfallrisiken werden bei Neukunden ab definierten Größenordnungen Bonitätsbeurteilungen eingeholt.

Die Werthaltigkeit von Forderungen kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung nicht nachkommen. Außenstände und Ausfallrisiken werden fortlaufend überwacht. Aktuell sind jedoch keine erhöhten Ausfallrisiken aus offenen Forderungen erkennbar.

Vor dem Hintergrund der vielen Krisen wird die Überwachung des Zahlungseingangs mit gesteigerter Intensität verfolgt.

Um den langen Zahlungsfristen bei diversen Kunden zu begegnen, wurde das Instrument Factoring verwendet.

Wechselkursrisiken

Die Stecher Drehtechnik GmbH fakturiert zumeist in Euro. Ein wesentliches Währungsrisiko besteht auch auf der Einkaufsseite nicht. Finanzinstrumente wie Kurssicherungsgeschäfte, Warentermingeschäfte, Zinssicherungen etc. wurden im Geschäftsjahr nicht verwendet.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft ist in wesentlichem Umfang durch Eigenkapital (Eigenkapitalquote 32,3 %) und Bankkrediten finanziert.

Daneben stehen der Gesellschaft durch die interne Eigenfinanzierung im Wege von Anlageverkäufen weitere Mittel zur Verfügung. Durch das operative Geschäft generiert die Gesellschaft zudem in ausreichenden Umfang liquide Mittel, um weitere Investitionen zu decken. Um ferner die Liquidität zu schonen bzw. weitere Mittel auch im Hinblick auf das Working Capital frei zu setzen, werden als Finanzierungsinstrumente das Factoring und das Leasing benutzt.

Insbesondere aufgrund des Umfangs der verfügbaren liquiden Mittel ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, fällige Verbindlichkeiten fristgerecht zu tilgen und auftretende Schwankungen in den Zahlungsströmen ausgleichen zu können. Liquiditätsrisiken ergeben sich dadurch aktuell keine.

Die Liquiditätssituation war im Geschäftsjahr 2022 geprägt durch umfangreiche Tilgungen der Corona Darlehen. Liquidität stand aber jederzeit ausreichend zur Verfügung.

Zinsrisiken

Zinssätze bestimmen die Kosten der Kapitalbeschaffung für Unternehmen. Eine Erhöhung von Zinssätzen kann für Unternehmen bedrohlich werden, wenn dadurch eine signifikante Ergebnisbelastung entsteht. Die Stecher Drehtechnik GmbH geht von steigenden Zinsen aus, die auch in der Planung berücksichtigt sind.

c. Chancen und Risikobericht

Risikomanagementansatz

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmens.

In der Stecher Drehtechnik GmbH ist die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des Systems der Unternehmensführung und nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit bzw. einer Person. Zentraler Bestandteil des Risikomanagementsystems ist der Planungs- und Controlling-Prozess.

In der Weiterentwicklung von Normen wie der DIN EN ISO 9001, IATF 16949 oder EMAS und der damit einhergehenden Konvergenz allgemeiner Managementaufgaben wird auch im (Qualitäts- / Umwelt-) Managementsystem ein verstärkt risikobasierter Ansatz umgesetzt. Zum einen durch eine kontextbezogene Umfeldanalyse (Kunde - Lieferant - Behörden/Ämter - Nachbarschaft / Region - Belegschaft / Mitarbeiter - Wettbewerber) als auch durch eine Bewertung interner Prozessrisiken. Dem Aspekt Compliance wird im Rahmen unseres Managementsystems Rechnung getragen. Durch die konsequente Weiterentwicklung und den Ausbau des Vertriebs und des Angebotsportfolios eröffnen sich für der Stecher Drehtechnik GmbH weiter Möglichkeiten, das angestrebte mittelfristige Wachstum voranzutreiben.

Risikobericht

Absatzrisiken

Die Stecher Drehtechnik GmbH operiert als Zulieferer in verschiedenen Industriezweigen im In- und Ausland und ist von den Abnehmermärkten abhängig.

Aufgrund der aktuellen Kundenstruktur der Stecher Drehtechnik GmbH sind keine wesentlichen Risiken erkennbar. Die Anteile der Großkunden gehen kontinuierlich zurück. Der Wegfall des derzeit größten Kunden wäre schmerzhaft, aber für die Stecher Drehtechnik GmbH verkraftbar.

Wegfallende Einzelaufträge sind durch die minimalen Umsatzanteile kein Risiko.

Weiterhin bestehen die allgemeinen Risiken in den Bereichen der Konjunktur- und Branchenentwicklung.

Beschaffungsrisiken

Auf der Beschaffungsseite besteht keine Abhängigkeit von Einzellieferanten. Für Schlüsselkomponenten befinden sich mehrere Lieferanten im Portfolio.

Zum Berichtszeitpunkt wurde die Coronapolitik in China verändert. Inwieweit dies die Lieferketten unterbricht, ist für die Stecher Drehtechnik GmbH schwer einschätzbar.

Die Lagerbestände sind aktuell immer noch gut gefüllt, so dass kürzere Ausfälle gut kompensiert werden könnten.

Ein erhebliches Risko besteht in der Gasmangellage durch den Ausfall Russlands als Gaslieferant. Die Stecher Drehtechnik GmbH verwendet kein Gas als Energieträger, wäre aber indirekt mit Sicherheit von einer Gasmangellage über Lieferanten und Kunden betroffen. Zum Berichtszeitpunkt zeichnet sich eine Gasmangellage nicht ab, da die Gasspeicher in Deutschland gut gefüllt waren.

IT-Risiken

IT Risiken sind eine besondere Herausforderung. Im Rahmen regelmäßiger IT Sitzungen wird das Risiko regelmäßig analysiert. Die Investitionen im IT Bereich sind stets überdurchschnittlich.

Als ein besonderes Risiko wird die Infektion des Netzwerkes durch Schadsoftware gesehen. Diesem Risiko wird durch aktuelle Software und schnelle Verteilung von Updates im Netzwerk begegnet.

Die Bedrohungen per Mail werden durch eine Advanced Threat Protection verhindert. Alle E-Mails werden vor der Zustellung an den Nutzer auf verschiedene Bedrohungsarten hin geprüft und nur zugestellt, wenn eine Bedrohung ausgeschlossen ist. Ebenso ist eine umfangreiche Inhaltsfilterung im Netzwerk vorhanden.

Alle diese Maßnahmen sowie das Datenmanagement sind DSGVO konform.

Standortrisiken

Die Dezentralität der Stecher-Gruppe bietet auf der einen Seite Chancen, da lokal kundenspezifisch agiert und entschieden werden kann sowie unterschiedliche konjunkturelle Entwicklungen sich ausgleichen können. Auf der anderen Seite werden Führung, Compliance und Risk Management auch komplexer und aufwändiger.

Innerhalb der Steher Gruppe stehen verschiedene Standorte zur Verfügung. Die Freigaben vorausgesetzt, können Produkte innerhalb der Gruppe verschoben und Standortrisiken so verkleinert werden.

Qualitätsrisiken

Das Qualitätsmanagement der Stecher Drehtechnik GmbH ist gut entwickelt.

Zumeist wird das Unternehmen als A-Lieferant bei den Kunden geführt.

Größeren Risiken infolge von Qualitätsmängel wird durch automatisierte Prozess- und Prüfabläufe und durch ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem begegnet.

Es besteht ebenso eine Produkthaftpflichtversicherung mit Rückrufversicherung.

Ein separater Qualitätsmanagementbericht wird jährlich erstellt und von Auditoren validiert. Betriebswirtschaftlich bedeutsame Kosten entstanden im Berichtsjahr nicht.

Belieferungsrisiken

Bandstillstände bei Kunden durch fehlende Materialversorgung / Maschinenausfall sind ein bedeutendes Risiko. Diesem wird durch redundante Maschinen, vorbeugende Instandhaltung von Anlagen und Maschinen sowie durch hohe Lagerbestände begegnet. Im Berichtsjahr waren keine Unterbrechungen zu verzeichnen.

Chancenbericht

Durch die strukturelle Veränderung in der Stecher Gruppe können Kostenvorteile der Schwestergesellschaften genutzt werden.

Der Maschinenpark in der Stecher Drehtechnik GmbH ist hochflexibel und soll insbesondere die Fertigung von kleinen und mittleren Serien ermöglichen.

Im abgelaufenen Jahr waren die Kapazitäten gut ausgelastet. In allen Produktionsbereichen wurde rund um die Uhr produziert.

Künftig soll der Fokus noch mehr auf die kleinen Serien gerichtet werden.

Den instabilen interkontinentalen Lieferketten wird durch ein Produktionsnetzwerk in der Stecher Gruppe innerhalb von Europa begegnet.

Die Stecher Drehtechnik GmbH sieht hier ein sehr großes Potential, ihren Kunden, bei ähnlicher Kostenstruktur, eine Alternative zu asiatischen Lieferanten zu bieten.

Die Stecher Drehtechnik GmbH bietet stabile Verhältnisse für alle Partner in der Wertschöpfungskette.

d. Gesamtaussage

Die Risiken für die Stecher Drehtechnik GmbH sind aufgrund des gelebten Risikomanagements identifiziert. Vorhandene Risiken werden konsequent überwacht und geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Fortbestand nicht zu gefährden. Aktuell sind trotz der geopolitischen Situation keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Es wird von einer weiteren, positiven Entwicklung der Gesellschaft ausgegangen.

 

Sauldorf, den 21.03.2023

gez. Günter Stecher

gez. Michael Stecher

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 21.251.110,48 11.927.062,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.568,35 56.081,00
II. Sachanlagen 21.209.542,13 11.870.731,73
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.730.836,80 4.647.072,24
2. technische Anlagen und Maschinen 4.339.429,71 5.153.922,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.934.902,54 2.043.353,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 204.373,08 26.384,44
III. Finanzanlagen 0,00 250,00
B. Umlaufvermögen 17.314.547,44 14.650.000,70
I. Vorräte 10.152.669,39 10.119.041,83
davon geleistete Anzahlungen 20.990,10 9.800,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.692.472,45 4.199.817,53
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.486.250,39 0,00
2. übrige Vermögensgegenstände 5.206.222,06 4.199.817,53
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 469.405,60 331.141,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 69.379,73 90.441,69
D. Aktive latente Steuern 0,00 278.891,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 38.635.037,65 26.946.396,12

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 12.478.462,85 4.669.112,37
I. gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.200.000,00
II. Kapitalrücklage 11.058.918,47 68.338,60
III. Gewinnrücklagen 0,00 1.467.935,64
1. andere Gewinnrücklagen 0,00 1.467.935,64
IV. Gewinnvortrag 0,00 1.212.038,87
V. Jahresüberschuss 219.544,38 720.799,26
B. Rückstellungen 519.015,00 464.312,00
C. Verbindlichkeiten 22.774.994,60 21.812.971,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.391.707,87 18.143.005,01
2. übrige Verbindlichkeiten 3.383.286,73 3.669.966,74
D. Passive latente Steuern 2.862.565,20 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 38.635.037,65 26.946.396,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 16.165.772,64 16.428.275,47
2. Personalaufwand 8.364.438,53 8.319.446,91
a) Löhne und Gehälter 6.957.864,66 6.822.191,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.406.573,87 1.497.255,07
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.763.621,04 1.775.620,88
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.295.242,50 4.915.837,28
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 1.887,47 0,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.008,84 26.099,44
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 470.734,21 378.384,71
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 54.514,55 325.633,38
8. Ergebnis nach Steuern 237.230,65 739.451,75
9. sonstige Steuern 17.686,27 18.652,49
Jahresüberschuss 219.544,38 720.799,26

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Stecher Drehtechnik GmbH mit Sitz in Krumbach (nachfolgend auch die "Gesellschaft") ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 744752 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB auf.

Die Gesellschaft ist mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1.1.2022 durch Umwandlung der Stecher GmbH mit Sitz in Sauldorf (Amtsgericht Ulm unter der Nummer HRB 711029) im Wege der Ausgliederung des Geschäftsbetriebs zur Neugründung nach dem Umwandlungsgesetz gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten entstanden. Im Zuge dessen sind die wesentlichen Betriebsgrundlagen der ehemaligen Stecher GmbH (HRB 711029) auf die Gesellschaft übergegangen.

Als Vorjahreszahlen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Übrigen die Beträge der umgewandelten Stecher GmbH zum 31.12.2021 herangezogen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst (§ 265 Abs. 2 S. 3 HGB).

Aufgrund der Ausgliederung ist die Vergleichbarkeit von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt gegeben (§ 265 Abs. 2 S. 2 HGB). Auswirkungen in der Bilanz zeigen sich im Wesentlichen im Anlagevermögen und im Eigenkapital. Wenn es im Geschäftsjahr keine Ausgliederung des Geschäftsbetriebs der Stecher GmbH gegeben hätte, wäre das Anlagevermögen um insgesamt TEuro 10.617,5 und das Eigenkapital um TEuro 7.673,8 niedriger.

Auswirkungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich hauptsächlich bei den Positionen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Wenn es im Geschäftsjahr keine Ausgliederung des Geschäftsbetriebs der Stecher GmbH gegeben hätte, wären die Abschreibungen um TEuro 162,1 niedriger.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften erstellt.

Die Bilanz wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz werden einzelne Mitzugehörigkeitsvermerke im Anhang gemacht. Aus dem gleichen Grund wurden einzelne Postenbezeichnungen in der Bilanz angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die größenabhängigen Erleichterungen für den Anhang für mittelgroße Kapitalgesellschaften werden in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, bewertet.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen ein und 33 Jahren.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Herstellung veranlasst sind.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 250 werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter von Euro 250 bis Euro 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren jeweils mit einem Fünftel abgeschrieben.

Die anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten einen Festwert für Messmittel, Messprüfwerkzeuge und Transportmittel und angetriebene Werkzeuge in Höhe von TEuro 773,8 (Vorjahr TEuro 747,0).

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlichen Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Euro werden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Die Rückdeckungsversicherungen sind verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Rückdeckungsversicherungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang wird dieser unter den Rückstellungen erfasst.

Zur Identifikation der Finanzierungs- und Erdienungskongruenz der rückgedeckten Pensionsverpflichtung kommt gemäß IDW RH FAB 1.021 ein faktorbasiertes Bewertungsverfahren (Deckungskapitalverfahren) zum Einsatz. Die Bewertung erfolgt nach der sog. "Aktivprimat"-Methode.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden, soweit keine Finanzierungs- und Erdienungskongruenz vorliegt, versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (auf Basis der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Rentensteigerungen von 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) unterstellt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sind nicht zu beachten.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,78 % (Vorjahr 1,87 %).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 15,7. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Diese betreffen im Wesentlichen zeitliche Unterschiede im Anlagevermögen, bei den Pensionsrückstellungen und bei den sonstigen Rückstellungen. Hierbei wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz von insgesamt 27,7 % zugrunde gelegt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist nachfolgend dargestellt.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, in Höhe von TEuro 7,6 (Vorjahr: TEuro 8,2) enthalten. Diese betreffen noch nicht abziehbare Vorsteuern.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Disagien in Höhe von TEuro 9,3 (Vorjahr: TEuro 12,6).

Die Kapitalrücklage ist im Zuge der Neugründung der Gesellschaft durch Umwandlung (Aufnahme des Geschäftsbetriebs der Stecher GmbH im Wege der Ausgliederung) entstanden.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB:

TEuro 31.12.2022
TEuro
Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB 15,7
Gesamtbetrag der zur Ausschüttung gesperrten Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB
Zur Deckung der Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalbestandteile
- Kapitalrücklage i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 11.058,8
- Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres 219,5 11.278,4
Ausschüttungsfähige frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalbestandteile 11.262,7

In der Bilanz wird der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung (TEuro 544,0) mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens (=Anschaffungskosten) in Höhe von TEuro 367,6 saldiert. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 176,3 wird unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten teilen sich in folgende Restlaufzeiten auf:

1. Verbindlichkeiten gegenüber Stand 31.12.2022
TEuro
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
TEuro
Restlaufzeit über 1 Jahr
TEuro
Kreditinstituten 19.391,7 9.581,1 9.810,6
(Vorjahr) (18.143,0) (6.730,0) (11.413,0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.535,1 2.535,1 0,0
(Vorjahr) (3.068,9) (3.068,9) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 848,1 848,1 0,0
(Vorjahr) (601,1) (601,1) (0,0)
Gesamt 22.774,9 17.684,3 5.090,6
(Vorjahr) (21.813,0) (10.400,0) (11.413,0)

Verbindlichkeiten in Höhe von TEuro 605,0 (Vorjahr: TEuro 1.109,0) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten sind TEuro 8.800,00 durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte in Form von Grundschulden gesichert. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten durch Sicherungsübereignungen diverser Maschinen besichert.

IV. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern entwickeln sich wie folgt:

(Angaben in TEuro) Stand 1.1.2022 Veränderung 2022 Stand 31.12.2022
Aktive latente Steuern 0,00 36,3 36,3
Passive latente Steuern 0,00 -2.899,8 -2.899,8
0,00 -2.862,5 -2.862,5

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Maschinen- und KFZ-Leasingverträgen TEuro 3.251,4 (Vorjahr: TEuro 2.905,5). Die Leasingverträge dienen der Stärkung der Finanzierung. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den höheren Refinanzierungskosten.

Die Gesellschaft nutzt Factoring als Absatzfinanzierungsinstrument. Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätslage und der Risikominimierung in Bezug auf das Ausfallrisiko. Zum Stichtag sind Forderungen in Höhe von TEuro 2.921,4 (Vorjahr: TEuro 3.321,8) verkauft.

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge von nicht untergeordneter Bedeutung aus Anlagenverkäufen in Höhe von insgesamt TEuro 778,4 (Vorjahr: TEuro 888,4) enthalten. Davon entfallen TEuro 386,4 (Vorjahr: TEuro 318,4) auf Verkäufen an nahestehende Unternehmen.

In den Personalaufwendungen sind außergewöhnliche Erträge aus der Erstattung der Sozialversicherungsaufwendungen aus Kurzarbeitergeldern in Höhe von TEuro 0,0 (Vorjahr: TEuro 27,0) enthalten.

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 97,0 (Vorjahr: TEuro 186,8) enthalten.

Die Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen; sie ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Vermögenserträge mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung wie folgt in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verrechnet:

2022
TEuro
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (brutto) 5,1
Vermögenserträge Rückdeckungsversicherung -0,2
Aufwendungen aus der Aufzinzung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) 4,9

In den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 14,6 (Vorjahr TEuro 0,0) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEuro 81,1 (Vorjahr TEuro 309,6) enthalten.

VII. Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Stecher Holding GmbH, Sauldorf, das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis ist.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

- Adolf Stecher, Geschäftsführer (bis 28.12.2022)

- Günter Stecher, Geschäftsführer

- Michael Stecher, Geschäftsführer

Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 152 Arbeitnehmer (Vorjahr: 161) beschäftigt. Hiervon entfielen 25 auf kaufmännische Mitarbeiter (Vorjahr: 26) und 127 auf gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 135). Darüber hinaus wurden durchschnittlich 13 Auszubildende (Vorjahr: 14) beschäftigt.

 

Sauldorf, den 21.3.2023

gez. Günter Stecher

gez. Michael Stecher

Der Jahresüberschuss zum 31.12.2022 in Höhe von EUR 219.544,38 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs - und Herstellungskosten
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchung
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 555.899,10 2.555,38 0,00 553.343,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 18.332,702,21 0,00 58.988,80 18.391.691,01
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 16.444.964,38 1.508.996,08 26.421,54 14.962.389,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.645.725,70 65.435,62 34.724,77 4.615.014,85
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 302.877,50 0,00 -120.304,42 182.573,08
0,00 39.726.269,79 1.574.431,70 -169,31 38.151.668,78
III. Finanzanlagen 0,00 250,00 250,00 0,00 0,00
0,00 40.282.418,89 1.577.237,08 -169,31 38.705.012,50
Abschreibungen
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchung
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 514.329,75 2.554,38 0,00 511.775,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.660.854,21 0,00 0,00 3.660.854,21
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 12.106.110,28 1.483.150,15 0,00 10.622.960,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.662.406,68 4.094,37 0,00 2.658.32,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
000 18.429.371,17 1.487.244,52 0,00 16.942.126,65
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 18.943.700,92 1.489.798,90 0,00 17.453.902,02
Buchwerte
31.12.2022
Euro
Vorjahr
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.568,35 0,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.730.836,80 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.339.429,71 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.956.702,54 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.573,08 0,00
21.209.542,13 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
21.251.110,48 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2023 festgestellt.

Bescheinigungstext

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss wurde von uns erstellt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir mit Datum vom 21. März 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stecher Drehtechnik GmbH, Sauldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stecher Drehtechnik GmbH, Sauldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stecher Drehtechnik GmbH, Sauldorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften, geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. "

 

Albstadt, den 22. Mai 2023

RWT Crowe GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Michael Jetter, Wirtschaftsprüfer

gez. Tobias Dreixler, Wirtschaftsprüfer

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