Bruker EAS GmbHLiquidiert

63450 Hanau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 7581
Vorher
European Advanced Superconductors Verwaltungs GmbH
Eingetragen
10.2.2004
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Transformatoren und StromrichternHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von supraleitenden Drähten und supraleitenden Geräten und Einheiten im Bereich der metallischen Supraleiter/Tieftemperatursupraleiter.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Lang
seit 4.2.2021
Prokura
Artur Koenning
seit 4.2.2021
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bruker EAS GmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für 2019

Geschäftsentwicklung

Der Geschäftsgegenstand der Bruker EAS GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Verkauf von Supraleitern für Anwendungen in der Wissenschaft und Medizin. Die Hauptmärkte dieser Anwendungen liegen in Europa, Nordamerika und China. Die konjunkturelle Lage in diesen Wirtschaftsräumen war 2019 gekennzeichnet durch ein gutes Wirtschaftswachstum. Die Bruttoinlandsprodukte Europas (EU-27), Chinas und der USA wuchsen 2019 um respektiv 1,5%, 5,8% und 2,3%.

Im Geschäftsjahr 2019 konnte die Bruker EAS GmbH ihr Geschäftsvolumen wesentlich steigern. Der Umsatz stieg von 89,0 Mio. EUR im Vorjahr um 21,8 % auf 108,3 Mio. EUR im Berichtsjahr. Wie erwartet, resultierte diese Zunahme aus gestiegenen Auslieferungen in unserem industriellen Geschäft. Im Bereich der Medizintechnik konnten wir unseren Marktanteil vergrößern und das damit verbundene Geschäft steigern. Im Mehrjahresvergleich bewegt sich dieses wichtigste Geschäftssegment auch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Erheblich besser als erwartet verlief die Geschäftsentwicklung bei Supraleitern für NMR-Anwendungen (Nuclear Magnetic Resonance) mit unseren Kunden aus dem Konzern, so dass wir unsere Ziele deutlich übererfüllen konnten. Wir haben im Berichtsjahr 2019 weiter in die Modernisierung und Optimierung der maschinellen Ausrüstung und der Fertigungsabläufe investiert. Die Bruker EAS GmbH verfügt in ihrem neuen Umfeld (nach dem Umzug 2012/13) über eine hochmoderne Fertigung für Supraleiter und bedient damit das gesamte Anwendungsspektrum für metallische Supraleiter. Dies betrifft auch das Geschäft mit hochleistungsfähigen Nb3Sn-Drähten (bisher auf Grundlage der von der Bruker EAS GmbH entwickelten Technologie der Powder-in-Tube-Leiter (PIT)), für die das Unternehmen im Berichtsjahr einen Forschungs- und Entwicklungsauftrag vom CERN für eine neue, leistungsstärkere Generation von Drähten hat.

Der Auftragseingang wird für das Geschäftsjahr mit 701,2 Mio. EUR ausgewiesen (nach 59,5 Mio. EUR im Vorjahr). Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir im Geschäftsjahr 2019 Langfristverträge mit unseren größten Kunden abschließen konnten. Der Auftragsbestand stieg aus diesem Grund zum 31. Dezember 2019 auf 649,4 Mio. EUR (i. Vj. 38,5 Mio. EUR).

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 6,9 Mio. EUR (i. Vj. 5,9 Mio. EUR) und erreichte damit erneut eine sehr gute Rentabilität. Die Umsatzrentabilität beträgt im Geschäftsjahr 6,4 % nach 6,6 % im Vorjahr.

Unsere getroffenen Umsatz- und Ergebniserwartungen für 2019 haben wir übertroffen. Dies ist bei einem geänderten Produktmix auf effiziente Fertigungsprozesse und eine erhöhte Nachfrage unserer Hauptkunden und aus dem Konzern zurückzuführen.

Diese Entwicklung wurde vor allem durch das weiterhin hohe Geschäftsvolumen begünstigt. Darüber hinaus hatten wir in 2019 nur einen leichten positiven Einfluss auf das Preisniveau, durch die geschlossenen Langfristverträge mit unseren drei größten Kunden.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens verwendet werden, sind die Umsatzerlöseund der Jahresüberschuss. Auftragsbestand und Auftragseingänge werden ebenfalls als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Ein für uns wichtiges Rohmaterial sind Halbzeuge aus Rein-Kupfer. Nachdem sich bereits im Vorjahr die Kupferpreise stabilisiert hatten, lag unser durchschnittlicher Einkaufspreis für Kupfer-Vorprodukte im Berichtsjahr, auch währungsbereinigt, unter dem des Vorjahres, während andere Vormaterialien durchschnittlich im Preis gleichgeblieben sind. Da wir für den überwiegenden Teil unseres Geschäfts den Einfluss aus der Rohstoffpreisentwicklung durch entsprechende Preisgleitklauseln sowie teilweise auch durch Rohstoff-Swaps absichern, ergeben sich Ergebniseinflüsse aus Rohstoffpreisentwicklungen im Wesentlichen nur aus ggf. zeitlichen Divergenzen bei hoher Volatilität der betreffenden Rohstoffmärkte. Dies war im Berichtszeitraum nicht der Fall.

Nach der im Vorjahr vollzogenen Anpassung der Fertigungskapazitäten wurde im Berichtszeitraum weiter erfolgreich an der kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität gearbeitet. Dadurch konnten Bestände für das hohe Geschäftsvolumen stabil gehalten werden. Insgesamt verringerten sich unsere Bestände um weitere 3,1 Mio. EUR.

Die Personalaufwendungen stiegen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 2,4 Mio. EUR. Dies ist die Folge aus gestiegener Mitarbeiterzahl und Bonuszahlung.

Fremdwährungseffekte hatten im Berichtsjahr einen leicht positiven Einfluss auf die Ertragslage. Saldiert wurde das Ergebnis mit 0,4 Mio EUR (2018: saldierter Aufwand 0,8 Mio EUR) positiv beeinflusst.

Die Bilanzsumme hat sich von T€ 73.886 auf T€ 71.496 verringert. Dies ist insbesondere auf die Verringerung der Vorratsbestände zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote ist bei gleich gebliebenem Eigenkapital aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme von 23,3 % auf 24,1 % gestiegen. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Der Gesamt-Cashflow betrug im Wirtschaftsjahr 2019 1,6 Mio. EUR, nach einem Mittelzufluss von 1,5 Mio. EUR im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung von ausstehenden Forderungen und Vorräten.

Die Investitionstätigkeit war mit 2,8 Mio. EUR (i.Vj. 1,5 Mio. EUR) etwa auf dem doppelten Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Es wurde im aktuellen Berichtsjahr in die Modernisierung unserer Maschinen, in Ersatzbeschaffungen sowie in eine neue Lötlinie und 12 Flechter zur Erweiterung der Kapazitäten investiert.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Bruker HTS GmbH, Hanau, an diese abgeführt. Die damit verbundenen finanziellen Mittel stehen dem Unternehmen somit nicht zur Eigenfinanzierung zur Verfügung.

Die Finanzlage ist solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen mit wenigen Ausnahmen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Gesellschaft finanziert sich neben den Mittelzuflüssen aus dem laufenden Geschäft durch den Cash Pool der Bruker Finance B.V., Rotterdam, aus dem Konzern zu marktüblichen Konditionen.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Im Berichtszeitraum wurde durch enge Kooperation mit der Schwesterfirma Bruker OST (Carteret, USA) auch der Einstieg in eine leistungsfähige und kostengünstigere Leitertechnologie (RRP® Methode) weiter voran getrieben. Die Weiterentwicklung leistungsfähiger Nb3Sn Supraleiterdrähte geschieht insbesondere in Zusammenarbeit mit CERN, bei denen ein sehr starkes Interesse am großvolumigen Einsatz dieses Leitertyps für zukünftige Ausbaustufen des LHC Beschleunigers besteht.

Als grundsätzliche Entwicklungsaufgabe ist darüber hinaus die fertigungsnahe Weiterentwicklung unserer Produkte zu sehen, die sich aus den Anforderungen unserer Kunden durch den Bedarf an neuen oder optimierten Leitern für ihre Magnete ergibt.

Der Gesamtbetrag der FuE-Aufwendungen in 2019 betrug 619 k€. Das entspricht 0,6% vom Gesamtumsatz.

Mitarbeiter

Im Zuge einer erhöhten Produktionsleistung im Berichtsjahr mussten die personellen Fertigungskapazitäten angepasst werden. Das Unternehmen beschäftigte zum 31. Dezember 2019 insgesamt 209 eigene Mitarbeiter und damit 20 Mitarbeiter mehr als zum Ende des Jahres 2018. Zusätzlich wurden zum Stichtag 9 Zeitarbeitnehmer überwiegend in der Fertigung eingesetzt und damit 5 Zeitarbeitnehmer mehr als zum Ende des Vorjahres.

In dieser Gesamtzahl sind 7 gewerbliche Auszubildende enthalten. Das Unternehmen bildet im Berufsbild des Verfahrensmechanikers, Fachrichtung NE-Metallumformung, aus, um auch für die Zukunft über qualifizierten Nachwuchs verfügen zu können. Darüber hinaus wird im Rahmen unserer jährlichen Weiterbildungsplanung der Schulungsbedarf unserer Mitarbeiter ermittelt und deren fachliche und persönliche Weiterentwicklung durch entsprechende Maßnahmen gefördert.

Die Vergütung der Mitarbeiter erfolgt grundsätzlich nach den jeweils gültigen Tarifen der Industriegewerkschaft Metall, an die das Unternehmen durch einen Anerkennungs-Tarifvertrag gebunden ist. Zusätzlich erhalten die Mitarbeiter weitere Sozialleistungen sowie variable Vergütungsbestandteile, die sich an vereinbarten Zielen sowie am Unternehmenserfolg orientieren.

Über das Verbesserungsvorschlagswesen unseres Unternehmens wollen wir die Kreativität und Kompetenz unserer Mitarbeiter für die Optimierung der Prozesse einbinden, Verbesserungspotentiale erkennen, realisieren und honorieren.

Ausblick, Chancen und Risiken

Zur frühen Erkennung von möglichen Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben könnten, deren Analyse sowie die Einleitung von geeigneten Maßnahmen, verfügt die Gesellschaft über ein Risikomanagementsystem, das sich maßgeblich auf eine umfangreiche Berichterstattung stützt, welche anhand von geeigneten Auswertungen und Kennzahlen Frühindikatoren zur Verfügung stellt. Darin einbezogen ist eine ausführliche und der Größe des Unternehmens angemessene kurz- und mittelfristige Wirtschaftsplanung. Zudem ist das Unternehmen vollumfänglich in die Berichts- und Planungsstrukturen des Bruker-Konzerns eingebunden.

Im Konzernverbund hatte die Bruker EAS GmbH durch den im November 2016 abgeschlossenen Zukauf eines ehemaligen Wettbewerbers in USA (jetzt Bruker OST) ein Schwesterunternehmen bekommen. Der intensive Austausch der jeweils besten Techniken zur Optimierung beider Standorte macht weiter gute Fortschritte und erzielt die gewünschten Ergebnisse. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit beider Standorte für die kommenden Jahre weiter gesteigert.

Das Geschäftsjahr 2019 zeichnete sich durch ein stärkeres Geschäftsvolumen wie zum Vorjahr aus. Ursächlich hierfür ist das Geschäft in der Medizintechnik, in dem wir mit unseren bestehenden Kunden langfristige Verträge schließen konnten. Dem gegenüber steht die weiterhin positive Marktentwicklung in diesem für die Supraleiter wichtigsten und mit Abstand größten Marktsegment, für das, wie für 2019 auch für die Folgejahre, mit weiterem Wachstum gerechnet wird. Dieses Wachstum wird nach wie vor insbesondere von den asiatischen Märkten getragen. Damit dürften sich unsere Erwartungen bestätigen, dass sich das abgeschwächte Wirtschaftswachstum Chinas nicht auf die Nachfrage nach medizinischen Großgeräten, wie etwa den mit Supraleitern ausgestatteten Kernspintomographen (MRI - Magnetic Resonance Imaging) niederschlagen wird. Diese Entwicklung des Weltmarktes hat dazu geführt, dass die Hersteller von Kernspintomographen ihren Kampf um Marktanteile intensivieren, mit entsprechenden Auswirkungen auf ihre Zulieferer und deren Lieferportfolio. Für die Bruker EAS GmbH bedeutet dies, im Hinblick auf die Umsatzerwartungen für das aktuell laufende Geschäftsjahr und auch die Folgejahre, sowohl Chancen als auch Risiken zugleich.

Ein von der Medizintechnik unabhängiges Umsatzfeld besteht in den nächsten Jahren nach der angestrebten, erfolgreichen Qualifizierung der oben genannten Nb3Sn-Leiter für zukünftige Beschleuniger am CERN. Derzeit arbeitet CERN an der nächsten Ausbaustufe des LHC, genannt "High Luminosity Upgrade", für die die Bruker EAS GmbH sowie die Bruker OST als die beiden einzigen Lieferanten die Leiter bereitstellen. Bereits angelaufen sind aber auch schon erste Arbeiten für die übernächste Ausbaustufe eines zukünftigen FCC Beschleunigers vom CERN (Future Circular Collider). Dafür werden noch leistungsfähigere Supraleiterdrähte benötigt. Für die Weiterentwicklung zur Erfüllung der Anforderungen hat CERN im November 2018 einen R&D Auftrag bei Bruker EAS GmbH platziert. Auch hier ist zu erwarten, dass die neue Technologieallianz mit der Bruker OST positive Beiträge liefern wird.

Einen Unsicherheitsfaktor stellt auch weiterhin der zunehmend schwankende Euro gegenüber dem US-Dollar dar. Wir kaufen den Großteil unserer Vormaterialen, allen voran Kupfer und Niob-Titan-Legierungen, in Dollar ein. Da wir die meisten Kunden in USD berechnen ergibt sich hier ein USD Überhang. Dieser Überhang wird je nach Bedarf in EUR getauscht.

Aufgrund der Kundenstruktur und der nicht direkt konjunkturabhängigen Geschäftstätigkeit werden keine besonderen Absatz- oder Forderungsausfallrisiken gesehen.

Das Unternehmen hat sich, nicht zuletzt auch durch die Möglichkeiten zur Reorganisation im Rahmen der Inbetriebnahme der neuen Fertigungsflächen, intensiv mit der Verbesserung und Optimierung aller Abläufe und Prozesse beschäftigt. Dabei liegen die Schwerpunkte in Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität und der Bestandsanpassung.

Einen weiteren Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit und Standorterweiterung wurde im September 2019 beschlossen. Hierzu wurde eine neue Produktionshalle ab 2021 am gleichen Standort in Hanau langfristig angemietet. In dieser Produktionshalle wird die Bruker EAS GmbH ab dem Jahr 2021 Kapazitäten erweitern und das Insourcing von Arbeitsschritten zur Risikominimierung vorantreiben.

Die Mittelabflüsse aus dem Ergebnisabführungsvertrag wird die Gesellschaft, wie auch ihren Finanzbedarf allgemein, weiterhin durch die Einbindung des Unternehmens in die Finanzierungsstrukturen des Konzerns und dessen Cash-Pool-Regelung decken können.

Bei den dargestellten Einzelrisiken wird aufgrund der bestehenden Maßnahmen bzw. der Ausgestaltung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems von einer eher geringen Eintrittswahrscheinlichkeit bei überwiegend jeweils geringem Risikograd ausgegangen. Wesentliche kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder gar bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage überschaubar und die Gesamtrisikoposition des Unternehmens gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Allerdings bestehen weiterhin zahlreiche Risiken, etwa eine neuerliche Eskalation im Handelsstreitzwischen den USA und China. Auch regierungskritische Proteste in verschiedenen Ländern könnten die Wirtschaft belasten. Weiterhin sind die Auswirkungen durch die Ausbreitung des Corona-Virus auf die wirtschaftliche Entwicklung nicht vorhersehbar.

Für die Zukunft darf dies aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ertragslage in den letzten Jahren auch durch überaus positive Rahmenbedingungen begünstigt war. Das hohe Geschäftsvolumen, einhergehend mit einer Vollauslastung der Fertigungskapazitäten und die damit verbundene Fixkostendeckung, war ein wesentlicher Treiber für gleichbleibende Rentabilität. Darüber hinaus war es in Phasen der Vollauslastung der Kapazitäten der gesamten Branche für die Kunden sehr schwierig Preisreduzierungen durchzusetzen.

Aufgrund der Corona-Virus Pandemie ergab sich im Geschäftsjahr 2020 ein mengenmäßig niedrigeres Geschäftsvolumen und ein Umsatzrückgang von 9,1% auf EUR 98,4 Mio sowie ein Ergebnisrückgang von 52,7% auf EUR 3,3 Mio. Durch verstärkte Maßnahmen zur Verbesserung der Kosten- bzw. Ertragslage haben wir für 2020 gleichwohl einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwirtschaftet.

Die Auswirkungen der Corona Pandemie lassen keinen gesicherten Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021 zu. Wir gehen davon aus, dass sich unser Geschäft sowohl hinsichtlich Umsatz als auch Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2020 auch in 2021 fortsetzt. Der hohe, langfristig gesicherte Auftragsbestand wird bei verhaltenem Auftragseingang durch die Abarbeitung langsam sinken. Mit langfristigen und gesunden Aufträgen im Bestand, Kunden mit staatlicher Finanzierung und einer hohen eigenen Wertschöpfung können die Rahmenbedingungen für die Bruker EAS GmbH der widrigen Umstände durch die Corona Pandemie zum Trotz als gut eingeschätzt werden.

Dank an die Mitarbeiter

Wir danken unseren Mitarbeitern und unserem Betriebsrat für die im Berichtsjahr zum Wohl des Unternehmens geleistete Arbeit.

 

Hanau, 8. Juni 2021

Bruker EAS GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Burkhard Prause

Dr. Klaus Schlenga

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.925,00 100.429,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.727,00 2.190,00
125.652,00 102.619,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.708.680,00 2.955.891,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.491.940,00 7.438.214,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.167.876,00 785.172,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.660.410,75 806.388,68
13.028.906,75 11.985.665,68
13.154.558,75 12.088.284,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Rohstoffe 7.994.552,10 4.768.158,75
2. unfertige Erzeugnisse 21.916.303,15 28.754.352,57
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.755.196,48 6.815.442,57
4. Erhaltene Anzahlungen -409.678,39 -3.513,45
37.256.373,34 40.334.440,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.231.637,83 20.274.303,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.663.122,98 427.923,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.071.845,49 661.897,61
20.966.606,30 21.364.124,98
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 319,38 361,81
58.223.299,02 61.698.927,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 118.680,31 98.470,52
71.496.538,08 73.885.682,43

Passiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 13.166.000,00 13.166.000,00
III. Gewinnrücklagen 68.112,00 68.112,00
IV. Gewinnvortrag 1.985.696,76 1.985.696,76
17.219.808,76 17.219.808,76
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.364.956,00 5.263.854,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.862.856,77 3.795.855,95
10.227.812,77 9.059.709,95
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.800.682,91 2.543.208,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.129.597,48 44.022.917,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.118.636,16 1.040.037,82
(davon aus Steuern € 845.377,13; Vorjahr € 582.557,07) 44.048.916,55 47.606.163,72
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.328,48; Vorjahr € 0,00)
71.496.538,08 73.885.682,43

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
2018
1. Umsatzerlöse 108.325.545,67 88.955.301,93
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.879.072,60 1.172.694,68
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.531.709,56 2.196.990,52
(davon Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung € 1.516.086,24;
Vorjahr € 1.682.701,68)
104.978.182,63 89.979.597,77
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 54.162.354,68 45.560.783,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.933.010,86 15.801.312,04
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.691.981,35 12.272.056,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.075.573,73 2.073.573,73
(davon für Altersversorgung € 326.751,36; Vorjahr € 177.156,38)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.710.985,49 1.894.738,19
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.194.622,65 5.100.337,90
(davon Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung € 1.084.136,56; Vorjahr € 880.824,28)
96.768.528,76 82.702.801,73
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.169,75 14.776,32
(davon aus verbundenen Unternehmen € 20.169,75; Vorjahr € 14.776,32)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.281.075,07 1.394.995,62
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 480.998,00 ; Vorjahr € 457.153,00) (davon aus verbundenen Unternehmen € 750.791,37; Vorjahr € 888.589,40)
10. Ergebnis nach Steuern 6.948.748,55 5.896.576,74
11. Sonstige Steuern 0,00 1.578,00
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 6.948.748,55 5.894.998,74
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2019

A. Allgemeine Hinweise

Die Bruker EAS GmbH hat ihren Sitz in Hanau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hanau (HRB Reg. Nr. 7581).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Gesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 10 Jahren. Für den Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, da sich der Markt für diese Produktgruppe wegen der Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarriere nur sehr langsam verändert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Diese beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Rohstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Hilfs- und Betriebsstoffe werden aus Vereinfachungsgründen und wegen Geringfügigkeit direkt bei ihrem Kauf den Aufwendungen zugeführt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden ebenfalls nicht aktiviert.

Das Vorratsvermögen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen nach § 272 Abs. 3 HGB.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt.

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71% (Vj. 3,21%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,75 % (Vj. 1,75 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer unternehmens-spezifischen Fluktuationswahrscheinlichkeit, die sich nach dem Alter und der im jeweiligen Alter abgeleisteten Dienstzeit richtet, berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2019 beträgt € 523.330.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes und Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwands wird unterstellt, dass Änderungen des Abzinsungssatzes, des Verpflichtungsumfangs und der Restlaufzeit jeweils zum Ende des Geschäftsjahres eintreten.

Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft ist als Organgesellschaft Teil einer gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Bruker HTS GmbH, Alzenau, als Organträgerin. Latente Steuern aus Unterschieden in den Bilanzansätzen von Handels- und Steuerbilanz der Gesellschaft werden auf Ebene der Organträgerin ausgewiesen, da es auf Ebene der Bruker EAS zu keinen steuerlichen Be- und Entlastungswirkungen kommt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Im Anlagevermögen sind Maschinen in Höhe TEUR 1.526 enthalten, die im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Geschäftes an einen Kunden verkauft wurden. Die Wertberichtigungen auf diese Maschinen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.285 (Vj. TEUR 1.153).

Vorräte

In die Ermittlung der Abwertungsbeträge werden Reichweiten, überdurchschnittliche Lagerdauer, das Fehlen von Kundenaufträgen sowie die Sperrung von Beständen unzureichender Qualität oder Maße einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter aus sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 8). Daneben beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Cashpool-Guthaben in Höhe von TEUR 821 (Vj, TEUR 0). Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

Verbundene Unternehmen

Es bestanden folgende Intercompany-Beziehungen:

Forderungen Verbindlichkeiten Erlöse Aufwand
1100 Bruker BioSpin AG (CH) 1.331.595,34 -9.153.709,38
1103 Bruker - PHYSIK GmbH -26.402,50 110.718,89
1109 Bruker BioSpin S.A.(FR) 268.570,61 -3.720.104,79
1137 Bruker HTS GmbH 58.297,36 -256.314,56 -543.000,00 815.532,67
1137 Bruker HTS GmbH EAV -12.843.747,29
1138 RI Research Instruments GmbH 10.416,07 -2.548,39 42.705,75
1144 Hydrostatic Extrusions Ltd. (GB) 2.500,00 -11.963,69 -30.000,00 118.235,51
1145 Bruker Advanced Supercon GmbH 14.280,00 -12.000,00
1146 Bruker EST Inc.(US)
1149 Bruker OST LLP (US) 154.459,26 -1.544.821,71 -954.173,41 11.203.807,87
1280 Bruker Corporation (US) 1.653,85 -27.792,83
1282 Bruker Finance BV (Cash-Pool) 821.350,49 -24.416.006,51 -20.169,75 444.048,30
2.663.122,98 -39.129.597,48 -14.433.157,33 12.735.048,99

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 315 (Vj. TEUR 241), für Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 789 (Vj. TEUR 645), für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 154 (Vj. TEUR 291) sowie Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 3.317 (Vj. TEUR 2.347).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich im Rahmen des Cash-Pooling durch die Bruker Finance B.V. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 24.416. (Vj. TEUR 25.275). Daneben sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.100 (Vj TEUR 18.679) enthalten, wovon TEUR 12.844 (Vj TEUR 18.679) aus Ergebnisabführung stammen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern in Höhe von TEUR 233 (Vj. TEUR 183), aus noch abzuführender Umsatzsteuer an die britische Finanzbehörde im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Konsignationslagers für einen Großkunden in Großbritannien in Höhe von TEUR 613 (Vj. TEUR 400), Verbindlichkeiten aus einem Sale-and-Lease-Back-Geschäft in Höhe von TEUR 241 (Vj. TEUR 372) sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 27 (Vj. 42).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2019 2018
TEUR % TEUR %
Geographische Märkte
Europa 38.646 35,7 32.750 36,8
Inland 5.541 5,1 5.277 5,9
NAFTA 55.378 51,1 44.175 49,7
Asia-Pacific 8.761 8,1 6.753 7,6
108.326 100 88.955 100
Kunden
Dritte 93.913 86,7 78.536 88,3
Verbundene Unternehmen 14.413 13,3 10.419 11,7
108.326 100 88.955 100

Die Umsatzerlöse gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

2019 2018
TEUR % TEUR %
Produktverkäufe
Bruker BioSpin AG (CH) 1100 9.154 63,5 3.137 30,1
Bruker BioSpin S.A. (FR) 1109 3.720 25,8 2.078 19,9
Bruker OST LLC (US) 1149 878 6,1 172 1,7
Weiterbelastungen 661 4,6 5.032 48,3
14.413 100 10.419 100

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 35 (Vj. TEUR 70) sowie aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1) enthalten.

E. Sonstige Erläuterungen und Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestand ein Avaloblio aus der Bestellung von Sicherheiten zugunsten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TUSD 6.671 (Vj. TUSD 4.458). Mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft wird aufgrund der wirtschaftlichen Situation des verbundenen Unternehmens nicht gerechnet.

Darüber hinaus lagen am Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus langfristigen Mietverträgen sowie Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7.527 (Vj. TEUR 8.539).

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2020 und 2027.

Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 627 (Vj. TEUR 327).

Bei den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Mietverträge für Grundstücke und Gebäude des Werksgeländes und um sog. Operating-Lease-Verträge für Fahrzeuge und Geschäftsausstattung, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten bzw. keine Einigung über die Verlängerung der Mietverträge erzielt werden kann, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft schließt unterjährig Geschäfte über Finanzderivate ab. Ziel dieser Transaktionen ist die Verringerung der Marktrisiken aus Veränderungen des Kupferpreises. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei der Gesellschaft nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecke eingesetzt. Es handelt sich hierbei um geschlossene Positionen (Bewertungseinheiten), die nicht bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag bestehen Kupferpreistermingeschäfte mit einem Marktwert (mark-to-market Bewertung) von TEUR +246.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Bruker EAS GmbH sind:

 

Dr. Burkhard Prause, Dipl.-Physiker, Geschäftsführer der Bruker EAS GmbH (Aufgabenbereich Verwaltung)

 

Dr. Klaus Schlenga, Dipl.-Physiker, Geschäftsführer der Bruker EAS GmbH (Aufgabenbereich Produktion)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden 211 (Vj. 191) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionsbereichen tätig:

2019
Produktion 172
Vertrieb 3
Forschung und Entwicklung 6
Verwaltung und allgemeine Dienste 21
202

Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 wird gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Bruker HTS GmbH und der Bruker EAS GmbH an die Bruker HTS GmbH (Steuernummer: 035 225 02806; Finanzamt Offenbach-Stadt) abgeführt.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wurde in Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der Bruker Corporation, Billerica/USA, enthalten sind.

Der Konzernabschluss ist auf der Webseite der U. S. Security and Exchange Commission einsehbar.

Konzernverhältnis

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Bruker Energy & Supercon Technologies, Inc., Billerica, USA und wird in den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bruker Corporation, Billerica/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2020 ergab sich aufgrund der Effekte der COVID-19 Pandemie ein Rückgang der Umsatzerlöse und des Jahresüberschusses. Darüber hinaus sind Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, nicht bekannt.

 

Hanau, 8. Juni 2021

Die Geschäftsführung

Dr. Burkhard Prause

Dr. Klaus Schlenga

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.165.877,15 65.372,92 0,00 0,00 2.231.250,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.936,46 0,00 0,00 0,00 6.936,46
2.172.813,61 65.372,92 0,00 0,00 2.238.186,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.282.798,07 122.631,42 0,00 0,00 5.405.429,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.659.050,99 975.654,08 6.061,00 69.295,47 15.697.939,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.678.048,65 458.086,20 91.613,32 232.197,40 3.276.718,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 806.388,68 1.209.217,46 53.702,52 -301.492,87 1.660.410,75
23.426.286,39 2.765.589,16 151.376,84 0,00 26.040.498,71
25.599.100,00 2.830.962,08 151.376,84 0,00 28.278.685,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.065.448,15 41.876,92 0,00 0,00 2.107.325,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.746,46 463,00 0,00 0,00 5.209,46
2.070.194,61 42.339,92 0,00 0,00 2.112.534,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.326.907,07 369.842,42 0,00 0,00 2.696.749,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.220.836,99 991.223,55 6.061,00 0,00 8.205.999,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.892.876,65 307.579,60 91.613,32 0,00 2.108.842,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
11.440.620,71 1.668.645,57 97.674,32 0,00 13.011.591,96
13.510.815,32 1.710.985,49 97.674,32 0,00 15.124.126,49
Buchwerte
31.12.2019
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.925,00 100.429,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.727,00 2.190,00
125.652,00 102.619,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.708.680,00 2.955.891,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.491.940,00 7.438.214,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.167.876,00 785.172,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.660.410,75 806.388,68
13.028.906,75 11.985.665,68
13.154.558,75 12.088.284,68

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bruker EAS GmbH, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bruker EAS GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bruker EAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. Juni 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kraus, Wirtschaftsprüferin

ppa. Markus Grave, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 20.07.2021 festgestellt.

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