FERI AG
Selbe AdresseFondsmanagement
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Philipp Rößler seit 28.9.2021 | Prokura |
Frank W. Straatmann seit 26.8.2020 | Prokura |
Patrick Dr. Zenz-Spitzweg seit 6.8.2020 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Schmidt-von Rhein seit 23.4.2020 | Geschäftsführer |
Manuel Frieß seit 14.6.2019 | Prokura |
Marcus Brunner seit 4.4.2018 | Geschäftsführer |
Marcus Stefan Burkert seit 25.9.2015 | Geschäftsführer |
Michael Friedel seit 24.2.2014 | Prokura |
Sven Dr. Schüly seit 24.2.2014 | Prokura |
Carsten Hermann seit 27.10.2011 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Feri Trust GmbHBad Homburg v. d. HöheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
ANHANG1. Aufstellung des JahresabschlussesDie FERI Trust GmbH (Bad Homburg, Handelsregister B des Amtsgerichts Bad Homburg v.d.H., HRB 4325 / FT) ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a KWG. Die FT erbringt überwiegend Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a S.2 Nr. 1, 1a, 2 und 3 KWG. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen handelsrechtlichen Vorschriften sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2020 ist der "Teilbetrieb Investment Services" mit 36 Mitarbeitern von der Schwestergesellschaft FEREAL AG (Bad Homburg) auf die FT als übernehmender Rechtsträger abgespalten worden. Da die abgespaltenen Bereiche bereits in der Vergangenheit größtenteils rein konzerninterne Leistungen und diese im Wesentlichen gegenüber der FT erbracht und per Umlagen auf Vollkostenbasis abgerechnet haben, wird keine wesentliche Beeinträchtigung der Vergleichbarkeit mit den Bilanz- und GuV-Zahlen des Vorjahres gesehen. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend der Formblätter der RechKredV gegliedert. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Forderungen werden zum Nennwert ausgewiesen und Verbindlichkeiten gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu den Anschaffungskosten oder nach dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Immateriellen Anlagenwerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear bei einer Nutzungsdauer von 3-10 Jahren vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort aufwandswirksam erfasst. Außerplanmäßige Zu- bzw. Abschreibungen waren nicht vorzunehmen. Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten werden zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sofern erforderlich werden Abzinsungen mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen vorgenommen. Pensionsverpflichtungen bestanden nicht. Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für die Zeit danach darstellen. Auf der Passivseite werden sie für Einnahmen gebildet, die Ertrag für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Umrechnung von Fremdwährungen erfolgt nach § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs. Im Geschäftsjahr 2020 hat die FT die bilanzielle Darstellung der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin FERI AG (Bad Homburg) geändert. In den Vorjahren wurde diese Verbindlichkeit separat dargestellt und nicht mit gegebenenfalls vorhandenen anderweitigen Forderungen gegenüber der FERI AG verrechnet. Ab 2020 erfolgt diesbezüglich eine Saldierung, da aufgrund der angestiegenen Größenordnung der Ergebnisabführung der Nachteil der mit der bisherigen Methode verbundenen Bilanzverlängerung als schwerwiegender eingeschätzt wird als der Vorteil eines separaten Ausweises der Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung. 3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Forderungen an KreditinstituteDie ausgewiesenen Forderungen sind täglich fällig. In dem ausgewiesenen Betrag sind keine Forderungen gegen die Gesellschafterin, verbundene Unternehmen bzw. Beteiligungsunternehmen enthalten. b) Forderungen an KundenDie ausgewiesenen Forderungen betreffen in erster Linie Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen. Diese haben im Wesentlichen eine Fälligkeit zwischen 30 und 90 Tagen. c) Beteiligungen
d) Anteile an verbundenen Unternehmen
An diesen Gesellschaften hält die FT 100 % der Anteile. e) Treuhandvermögen/TreuhandverbindlichkeitenDer Betrag betrifft die für Kunden treuhänderisch gehaltenen Beteiligungen. Die ausgewiesene Summe der Treuhandverbindlichkeiten betrifft korrespondierend in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Die Position lautet ursprünglich in voller Höhe auf US-Dollar. f) AnlagevermögenDas Anlagevermögen besteht hauptsächlich aus Softwarelizenzen. Den Schwerpunkt bildet hierbei ein neues, noch in der Implementierungsphase befindliches Portfoliomanagementsystem. Zur Entwicklung verweisen wir auf die Anlage zum Anhang. g) Sonstige VermögensgegenständeDer Posten enthält im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin FERI AG i.H.v. T€ 5.456 (i.Vj. T€ 14.144 nach bisheriger Ausweismethode, nach der es im aktuellen Geschäftsjahr T€ 34.157 gewesen wären) und gegen die FERI Trust (Luxembourg) S.A. (Luxemburg) i.H.v. T€ 1.394 (i.Vj. T€ 1.308). h) Sonstige VerbindlichkeitenDie ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten und betreffen hauptsächlich bezogene Lieferungen und Leistungen, Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge. Im Vorjahr waren weiterhin T€ 8.646 Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung gegenüber der FERI AG enthalten . Nach bisheriger Ausweismethode hätte die FT gegenüber der FERI AG im aktuellen Geschäftsjahr eine Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung i.H.v. T€ 28.701 ausgewiesen. Nach neuer Ausweismethode ergibt sich aufgrund der Saldierung mit anderweitigen Forderungen kein Verbindlichkeitsausweis gegenüber der FERI AG. i) RückstellungenEs wurden Steuerrückstellungen i.H.v. T€ 0 (i.Vj. T€ 7) gebildet. Andere Rückstellungen wurden i.H.v. insgesamt T€ 12.784 (i.Vj. T€ 7.732) gebildet. Darunter entfallen auf Boni und Tantiemen T€ 5.350 (i.Vj. T€ 2.878), auf EBIT-Beteiligungen T€ 5.032 (i.Vj. T€ 3.923), auf sonstige Rückstellungen T€ 1.208 (i.Vj. T€ 508), auf Altersteilzeit T€ 676 (i.Vj T€ 0), auf Urlaubsrückstellungen T€ 151 (i.Vj. T€ 150), auf Provisionen T€ 149 (i.Vj. T€ 98), auf Beratungs- und Prüfungskosten T€ 146 (i.Vj. T€ 123) und auf Berufsgenossenschaftsbeiträge T€ 72 (i.Vj. T€ 52). j) EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beläuft sich auf T€ 350 (i.Vj. T€ 350) und die Kapitalrücklage auf T€ 11.763 (i.Vj. T€ 8.263). Zur Stärkung der Eigenmittelposition der FT wurde die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr durch zwei freiwillige Einzahlungen der FERI AG i.H.v. T€ 2.000 sowie T€ 1.500 erhöht. Weiterhin weist die FT im Berichtsjahr eine Gewinnrücklage i.H.v. T€ 1.774 (i.Vj. T€ 1.774) aus. Gemäß Ergebnisabführungsvertrag wird der Gewinn i.H.v. T€ 28.701 (i.Vj. T€ 8.646) an die FERI AG abgeführt. k) Zinserträge und ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen i.H.v. T€ 72 (i.Vj. T€ 45) bestehen vor allem aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen i.H.v. T€ 51 (i.Vj T€ 44) und aus Zinsen auf Steuern i.H.v. T€ 21 (i.Vj. T€ 0). Es bestehen wie im Vorjahr nur marginale Zinserträge. l) ProvisionserträgeDie Provisionserträge i.H.v. T€ 79.020 (i.Vj. T€ 51.064) werden mit privaten und institutionellen Mandaten für erbrachte Dienstleistungen vor allem in den Bereichen Vermögensverwaltung, Portfoliomanagement, Anlageberatung und Investment Research erzielt. m) ProvisionsaufwendungenDie Provisionsaufwendungen betragen T€ 12.867 (i.Vj. T€ 9.316). Hiervon entfielen auf Retrozahlungen für Produkterlöse (T€ 1.458, i.Vj. T€ 1.098), Vermittlerprovisionen an die MLP Banking AG (Wiesloch), externe Vermittler (insgesamt T€ 633, i.Vj. T€ 481) sowie sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit erzielten Provisionserträgen, hier vor allem im Produktbereich (T€ 10.776, i.Vj. T€ 7.737). n) Sonstige betriebliche ErträgeDiese enthalten seit 2020 aufgrund der Abspaltung des Teilbetriebes Investment Services von der FEREAL AG erstmals Vergütungen für Geschäftsführertätigkeiten bei Private Equity Gesellschaften i.H.v. T€ 528. Weiterhin sind Erträge aus steuerpflichtiger Kfz-Nutzung i.H.v. T€ 635 (i.Vj. T€ 562), Erstattungen aus Schadensfällen i.H.v. T€ 183 (i.Vj. T€5) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. T€ 34 (i.Vj. T€ 55) enthalten. o) Allgemeine VerwaltungsaufwendungenDie größte Aufwandsposition besteht in Form der Weiterbelastungen von Umlagen seitens der FERI AG i.H.v. T€ 7.235 (i.Vj. T€ 7.581). Die im Vorjahr seitens der Schwestergesellschaft FEREAL AG weiterbelasteten Umlagen i.H.v. T€ 5.040 sind in 2020 weggefallen, da die leistungserbringenden Einheiten im Zuge der Abspaltung des Teilbetriebes Investment Services auf die FT übergegangen sind, was wiederum den Personalaufwand bei der FT gegenüber dem Vorjahr in vergleichbarem Umfang erhöht hat. Der Anstieg der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf Trennungskosten von Mitarbeitern sowie höhere variable Mitarbeiterprovisionen aufgrund erzielter erfolgsabhängiger Vergütungen zurückzuführen. p) Steuern vom Einkommen und ErtragMit der FERI AG besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Ertragsteuern des Geschäftsjahres werden von der FERI AG nicht an die FT weiterbelastet. Der ausgewiesene Steueraufwand betrifft die Betriebsstätte der FT in Österreich. 4. Sonstige Angabena) GeschäftsführerMarcus Brunner, Master of Business Administration, Wiesloch; Marcus Burkert, Diplom-Wirtschaftsmathematiker, Hünstetten; Carsten Hermann, Diplom-Volkswirt, Großkrotzenburg; Dr. Andreas Schmidt- von Rhein, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Bad Homburg (seit 01.04.2020); Frank Straatmann, Bankkaufmann, Meerbusch (bis 31.07.2020); Dr. Patrick Zenz-Spitzweg, Diplom-Kaufmann, Kronberg (seit 01.08.2020). Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das abgelaufene Geschäftsjahr betrugen T€ 2.235 (i.Vj. T€ 1.724). Die Geschäftsführer, die gleichzeitig einen Arbeitsvertrag bei der FERI AG haben, erhielten ihre Vergütung nicht von der FT, sondern von der FERI AG. b) ProkuraIm Berichtsjahr waren Prokuren an Michael Friedel, Manuel Frieß, Dr. Hans-Joachim Letzel, Dr. Sven Schüly, Ersin Soykandar (bis 23.04.2020), Andrea Stahr-Möschl und an Frank Straatmann (seit 13.08.2020) erteilt. c) MitarbeiterIm Berichtsjahr waren durchschnittlich 165 Arbeitnehmer (davon 21 Aushilfskräfte) beschäftigt (i.Vj. 136 Arbeitnehmer (davon 25 Aushilfskräfte)). d) KonzernabschlussDie FT wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 des Mutterunternehmens MLP SE (Wiesloch) einbezogen. Der Konzernabschluss der MLP SE wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Er hat gem. § 291 Abs. 2 HGB befreiende Wirkung. e) Nahestehende UnternehmenDie FT hat mit der FERI AG einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Daneben besteht mit der FERI AG eine umsatzsteuerliche und ertragssteuerliche Organschaft. f) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Höhe von T€ 4.478 (i.Vj. T€ 3.081). Darunter entfallen auf Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen T€ 2.395 (i.Vj. T€ 1.165), auf KFZ-Leasing T€ 1.298 (i.Vj. T€ 1.010) und auf Verpflichtungen aus Büromietverträgen T€ 785 (i.Vj. T€ 906). g) NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
Bad Homburg, 25. Februar 2021 Geschäftsführung Marcus Brunner Marcus Burkert Carsten Hermann Dr. Andreas Schmidt-von Rhein Dr. Patrick Zenz-Spitzweg Entwicklung der Finanzanlagen und des Anlagevermögens zum 31.12.2020
Lagebericht zum 31.12.20201. Grundlagen der GesellschaftDie FERI Trust GmbH (Bad Homburg / FT) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der FERI AG (Bad Homburg) und unterhält eine ausländische Zweigniederlassung in Wien, Österreich. Die FT konzentriert sich auf die individuelle und ganzheitliche Vermögensberatung ausgewählter Privatkunden unter Verwendung eines sehr breiten Spektrums von Assetklassen und unter Einsatz von Investmentfonds, die auf Basis eines systematischen Beurteilungsprozesses unabhängig selektiert werden. Darüber hinaus wird Investment- und Portfoliomanagement, Beratung und Investment Research für Fonds und institutionelle Kunden betrieben. Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland und das deutschsprachige Ausland. Die Gesellschaft ist in Form der Bereiche "Client Services", "Operations", "Investment Management", "Investment Controlling", "Institutionelle Kunden" (aufgeteilt in traditionelles institutionelles Geschäft, Hedgefonds Management, Private Equity Management und Consulting), "Investment Research" und "Private Mandanten" organisiert. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2020 hat die FT den Geschäftsbereich "Investment Services" von der Schwestergesellschaft FEREAL AG (Bad Homburg) mit zum Übertragungszeitpunkt insgesamt 36 festangestellten Mitarbeitern per Abspaltung übernommen. Dieser Geschäftsbereich umfasst Leistungen in den Bereichen "Investment Controlling", "Alternative Investment Services", "Vermögensbuchhaltung", "Vermögensreporting" und "IT Development". Die FT hat keine Forschungs- und Entwicklungsausgaben im engeren Sinne. Selbstverständlich werden laufend neue Dienstleistungen und Services entwickelt. Diese Entwicklung erfolgt allerdings im Rahmen der laufenden Dienstleistungserstellung. Mit besonderer Intensität wurden im Jahr 2020 verschiedene interne Projekte zur Digitalisierung verfolgt wie beispielsweise der Einführungsbeginn eines neuen Portfoliomanagement- sowie CRM-Systems, die im Einzelfall Entwicklungsaufwand zur zielgerechten Konfiguration und Implementierung mit sich brachten. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Wirtschaftsjahr 2020 steht stark unter dem Eindruck der weltweiten CoViD-19-Pandemie. Nach einem auf China begrenzten Ausbruch zu Jahresbeginn breitete sich das Corona-Virus im ersten Quartal 2020 weltweit aus. Erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung erzwangen großflächige Kontaktbeschränkungen und temporäre Schließungen ganzer Wirtschaftssektoren ("Lockdowns"). Ein Großteil der Weltwirtschaft wurde dadurch massiv in Mitleidenschaft gezogen, was in QI/2020 die schnellste und tiefste globale Rezession seit neunzig Jahren auslöste. Zur Bekämpfung des Wirtschaftseinbruchs wurden von Regierungen und Notenbanken umgehend massive monetär-fiskalische Stützungsprogramme aufgelegt, deren Wirkung auf einer Finanzierung erhöhter Staatsausgaben durch Geldschöpfung der beteiligten Notenbanken basiert. Diese extremen Stimuli führten, zusammen mit ersten Erfolgen bei der Pandemie-Bekämpfung, zu einer schnellen Erholung der Weltwirtschaft noch im Verlauf von QII/2020. Schon im Herbst entwickelte die Pandemie jedoch eine "zweite Welle", die in vielen Ländern bis zum Jahresende großflächige Kontaktbeschränkungen und erneute "Lockdowns" erforderlich machte. Entsprechend weist die Weltwirtschaft 2020 ein deutlich differenziertes regionales Muster auf, je nach individuellem Ansatz und Erfolg bei der Pandemiebekämpfung. Länder wie die USA zeigen 2020 zwar einen relativ robusten Verlauf ihrer Wirtschaft, verzeichnen aber eine hohe Zahl von Corona-Opfern. China und andere asiatische Länder konnten sowohl den Pandemieverlauf als auch ihre Wirtschaft relativ gut steuern und zählen deshalb 2020 zu den relativen Gewinnern. In Europa wurden einzelne Länder (u.a. Italien, Großbritannien) und Regionen (Osteuropa) besonders hart getroffen, während Deutschland 2020 einen eher moderaten Verlaufspfad einnehmen konnte. Am Jahresende zeigten sich zudem erste Auswirkungen des "BREXIT", der nunmehr verbindlich vollzogen wurde und speziell Großbritannien temporär belasten dürfte. Mit Blick auf allgemeine Wirtschaftssektoren zeigt 2020 ebenfalls ein heterogenes Bild. In dienstleistungsnahen Sektoren führte hohe Betroffenheit von "Lockdowns" 2020 zu massiven Einbrüchen, während Industrie und Handel oftmals robuste Trends, deutliche Erholungen oder sogar positive Entwicklungen aufweisen. Der Finanzsektor konnte, ebenso wie der gesamte kapitalmarktnahe Bereich, negative Einflüsse der CoViD-19-Pandemie überwiegend gut kompensieren. Das Umfeld an den Kapitalmärkten erwies sich 2020 als herausfordernd und extrem volatil. Nach einem "Crash" im ersten Quartal kam es schon ab Q2 in allen Anlageklassen zu schnellen und oftmals sehr dynamischen Erholungen. Entscheidend dafür waren die direkten Eingriffe großer Notenbanken, mit massiver Zuführung neuer Liquidität sowie großvolumigen Hilfs- und Stützungsmaßnahmen. Entsprechend fielen im Zuge der Pandemie die Zinsen weltweit auf neue historische Tiefstände, in Europa überwiegend negativ oder nahe Null. Speziell die Aktienmärkte konnten von diesem Umfeld profitieren: Die gezielte Unterstützung der Notenbanken induzierte stark steigende Risikoneigung, was in vielen Segmenten ungewöhnlich schnelle Kurserholungen nach sich zog. Bei Währungen zeigte der Euro ab Q2/2020 spürbare Aufwertungstendenz und konnte bis Jahresende speziell zum US-Dollar um knapp 15 % zulegen. Das gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Umfeld 2020 für die FT war somit anspruchsvoll und teilweise schwierig, bot jedoch - speziell mit Blick auf die Kapitalmärkte - auch attraktive Chancen. Infolge der CoViD-19-Pandemie erforderliche Maßnahmen (Hygienekonzept, räumliche Distanzierung, Homeoffice, etc.) konnten insgesamt gut umgesetzt werden und führten zu keinen ernsthaften Störungen des Geschäftsbetriebs. 2.2 GeschäftsverlaufIm Bereich "Private Mandanten" konnten die Provisionserträge gegenüber dem Vorjahr nennenswert gesteigert werden. Nach Berücksichtigung der ebenfalls angestiegenen Provisionsaufwendungen kann ein Anstieg des Provisionsergebnisses um 10 % in diesem Bereich festgestellt werden. Im Bereich "Institutionelle Kunden" stiegen die Provisionserträge sehr stark an, was mit einem deutlichen Anstieg der Provisionsaufwendungen einherging. Das Provisionsergebnis liegt hierbei mit 69 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Haupttreiber für diese Entwicklung ist der starke Anstieg der erfolgsabhängigen Vergütungen im Jahr 2020, ohne die der Anstieg des Provisionsergebnisses bei 5 % gelegen hätte. Insgesamt konnte die FT bei deutlich gestiegenen erfolgsabhängigen Vergütungen eine Steigerung des Provisionsergebnisses von 59% erreichen. Bei Bereinigung der Effekte aus erfolgsabhängigen Vergütungen liegt das Provisionsergebnis im Jahr 2020 6% über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt kann für das abgelaufene Geschäftsjahr ein sehr positiver Geschäftsverlauf konstatiert werden. 2.3 Lagea) ErtragslageDie Provisionserträge stiegen im Jahr 2020 von T€ 51.064 im abgelaufenen Jahr auf T€ 79.020 deutlich an. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Vergütungen aus erfolgsabhängigen Vergütungen aber auch aus einer guten Entwicklung in allen wesentlichen Geschäftsbereichen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft erhöhten sich von T€ 35.747 im Vorjahr auf T€ 39.425 im Jahr 2020, was hauptsächlich auf höhere Aufwendungen für Trennungen von Mitarbeitern und variable Personalaufwendungen in Folge der angestiegenen erfolgsabhängigen Vergütungen zurückzuführen ist. Die Eingliederung der von der FEREAL AG abgespaltenen Bereiche hatte zudem einen Anstieg des Personalaufwandes aufgrund der zusätzlichen Mitarbeiter zur Folge, allerdings fiel gleichzeitig in ähnlicher Größenordnung die in früheren Jahren seitens der FEREAL AG an die FT berechnete Umlage weg, was einen Rückgang der anderen Verwaltungsaufwendungen zur Folge hatte. b) FinanzlageDer Zahlungsmittelbestand umfasst die Barreserven sowie die aus laufenden Bankkonten resultierenden Forderungen gegenüber Kreditinstituten. Unter anderem bestehen Cash-Pool-Konten bei der Commerzbank und der Nassauischen Sparkasse. Im Rahmen des Cash-Pools mit der FERI AG hat die Gesellschaft die Möglichkeit, sich jederzeit zu refinanzieren. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gegeben. Auch in Zukunft wird keine Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit gesehen. Im Berichtszeitraum wurde die bereits im Jahr 2019 begonnene Implementierung eines neuen Portfoliomanagementsystems unter anderem mithilfe externer Partner vorangetrieben, was Investitionen von ca. 1,9 Mio. € zur Folge hatte. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Investitionsvorhaben oder Finanzierungsmaßnahmen. Die Eigenkapitalquote lag ohne Berücksichtigung von Treuhandverbindlichkeiten zum Stichtag bei 45 % (i.Vj. 36 %). c) VermögenslageDie Bilanzsumme der Gesellschaft ist von T€ 59.193 um T€ 932 auf T€ 58.261 leicht zurückgegangen. Im Vorjahr hätte diese bei Anwendung der im Anhang beschriebenen Saldierung von Forderungen aus Ergebnisabführungen mit anderweitigen Verbindlichkeiten gegenüber den gleichen Gesellschaften T€ 50.547 betragen, was einen Anstieg um T€ 8.646 und eine Eigenkapitalquote von 51 % bedeutet hätte. Der Anstieg im Vergleich zur Vorjahresbilanzsumme, wie sie sich nach neuer Ausweismethode dargestellt hätte, lässt sich vor allem durch den im Vergleich zum Vorjahresstichtag deutlich höheren Forderungsbestand aus erfolgsabhängigen Vergütungen erklären. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen oder schwebenden Rechtsstreitigkeiten, die sich nachhaltig auf die Vermögenslage der Gesellschaft auswirken könnten. Aufgrund des mit der FERI AG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags wird das Jahresergebnis in Höhe von T€ 28.701 in voller Höhe abgeführt (i.Vj. T€ 8.682). Insgesamt kann die Entwicklung der Vermögenslage als positiv bezeichnet werden. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenUnterstützt durch das Kapitalmarktumfeld im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es der FT gelungen, die von ihr betreuten Assets durch aktive Erwirtschaftung positiver Performancebeiträge sowie gezielte Akquisitionsbemühungen und eine besonders intensive Kundenbetreuung deutlich auszubauen. Die betreuten Kundenvermögen stiegen gruppenweit auf Mio. € 35.578 nach Mio. € 33.186 im Vorjahr, wobei die Planungen für 2020 sogar um 572 Mio. € übertroffen wurden. Das EBIT der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei T€ 28.780. Gegenüber dem Vorjahr (T€ 8.727) bedeutet dies einen signifikanten Anstieg um T€ 20.053. Das für 2020 budgetierte EBIT i.H.v. T€ 7.221 konnte hierbei deutlich übertroffen werden. Ursächlich hierfür war vor allem ein Übertreffen der geplanten erfolgsabhängigen Vergütungen, die in der Planung aufgrund ihrer schwankungsanfälligen Natur relativ niedrig angesetzt waren. Gleichzeitig waren die variablen Personalaufwendungen höher als geplant, was durch die positive Ertragsentwicklung jedoch überkompensiert werden konnte. Die EBIT-Marge lag bei 35 % (i.Vj. 16 % / Budget 14 %). Im Jahr 2020 lag die Anzahl der Mitarbeiter bei 165 gegenüber 136 im Vorjahr. Der Anstieg ist in erster Linie auf die neuen Mitarbeiter der von der FEREAL AG abgespaltenen Bereiche zurückzuführen. Im vergangenen Jahr wurden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter angemessene Aufwendungen getätigt. Wie in den Vorjahren wurden sowohl interne als auch externe Ressourcen (z.B. Seminare und Tagungen) in Anspruch genommen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 PrognoseberichtNach einem sehr komplexen Verlauf 2020 steht, bedingt durch die Dynamik der CoViD-19-Pandemie, auch das Jahr 2021 unter deutlich erhöhter Unsicherheit. Je nach Verlauf, Intensität und Bedrohlichkeit des globalen Infektionsgeschehens sind speziell in der ersten Jahreshälfte anhaltende "Lockdown"-Maßnahmen zu erwarten, die zu einer Störung wirtschaftlicher Prozesse führen könnten. Dieses Szenario gilt speziell für Europa, Großbritannien und den amerikanischen Kontinent. Vereinzelt ist ein temporärer Rückfall in rezessive Schwächephasen möglich oder sogar wahrscheinlich. Dennoch sollten derartige Phasen begrenzt bleiben und der Erwartung einer nachfolgenden Erholung nicht widersprechen. In Asien und speziell China scheint hingegen das Konjunkturbild relativ robust, so dass 2021 von ansprechendem Wachstum auszugehen ist. Analog dazu sollten auch andere Schwellenländer 2021 deutliches Erholungspotential aufweisen. Ein wichtiger Einflussfaktor für die Konjunkturentwicklung 2021 ist der Erfolg der weltweiten Corona-Impfkampagne. Im Idealfall, also bei zügiger Impfung größerer Populationen mit einem wirksamen Impfstoff, könnte dies schon in der zweiten Jahreshälfte 2021 eine deutliche wirtschaftliche Belebung ermöglichen. Vor diesem Hintergrund wird für 2021 insgesamt ein moderat freundliches Konjunkturbild erwartet, das aber erhebliche Unsicherheiten in beide Richtungen ausdrücklich zugesteht. Im Risikofall wäre von einer verzögerten Überwindung der Co-ViD-19-Pandemie und einer deutlich schwächeren Entwicklung der Weltwirtschaft auszugehen. Auch geopolitische Risiken haben sich zu Jahresbeginn 2021 partiell entspannt. Durch die neue Regierung in den USA ist ein moderaterer Kurs im Handelsstreit und anderen wichtigen Fragen vorgezeichnet. Der BREXIT wurde am Jahresende 2020 umgesetzt, was vorherige Unsicherheit für Europa reduziert. Als neues Risiko erscheint die innenpolitische Lage in den USA, die nach den Ereignissen vom 6. Januar 2021 Anlass zur Sorge gibt. Die globalen Kapitalmärkte dürften 2021 gut unterstützt bleiben, da die G7-Notenbanken weiter an ihrer Politik massiver Geldschöpfung festhalten. Dennoch bestehen marktinduzierte Risiken: Erwartete Verbesserungen globaler Wirtschaftsdaten wurden bereits 2020 stark eingepreist; gleichzeitig zeigen einzelne Marktsegmente deutliche Überhitzungen. Insofern ist 2021 an den Aktienmärken, trotz besserer Fundamentaldaten, mit einem wechselhaften Verlauf und erhöhter Volatilität zu rechnen. Für die USA ist 2021 zudem von steigenden Langfrist-Zinsen auszugehen, was die weltweiten Rentenmärkte im Jahresverlauf tendenziell unter Druck setzen dürfte. Der US-Dollar steht 2021 unter dem Eindruck nachteiliger Einflussfaktoren und dürfte relativ zu anderen Währungen schwächer tendieren. Für den Euro ist 2021 ein robuster Verlauf mit graduellem Aufwertungspotential zu erwarten. Für den erwarteten Geschäftsverlauf der FT im Geschäftsjahr 2021 wären diese Entwicklungen überwiegend positiv. Stabilere ökonomische Rahmenbedingungen und expansive Geldpolitik erzeugen ein vorteilhaftes Kapitalmarktumfeld; dies ermöglicht eine zielgerichtete Geschäftsentwicklung und erhöht die Chancen zur Erwirtschaftung erfolgsabhängiger Vergütungen. Deutlich erhöhte Relevanz ist 2021 für Beratungsleistungen und Anlagekonzepte im Kontext "Nachhaltigkeit" zu erwarten. Durch Etablierung des "FERI SDG Office" hat sich die FERI Gruppe frühzeitig auf diese Thematik und deren Anforderungen ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund bietet sich für die FT die Möglichkeit, durch hochprofessionelle Beratung und flexibles Anlagemanagement nicht nur bestehende Geschäftsbeziehungen zu festigen, sondern auch neue Mandate zu gewinnen. Die Geschäftsentwicklung der FT wird sich 2021 darauf fokussieren, in einem komplexen Anlageumfeld verlässliche Leistungen zu erbringen sowie attraktive Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen. Gleichzeitig wird sich 2021 die laufende Risikoeinschätzung und -überwachung der FT auf die genannten Risikoszenarien und deren möglichen Verläufe konzentrieren. Bei leicht ansteigendem Mitarbeiterbestand gehen Provisionserträge und EBIT in der Planung für 2021 stark zurück, was ausschließlich auf die konservative Planung von erfolgsabhängigen Vergütungen zurückzuführen ist, die nach einem sehr starken Jahr 2020 in 2021 deutlich niedriger geplant wurden. Bereinigt um diesen Effekt wird in der Planung für 2021 mit einem um 8 % höheren Ertrag bei gleichzeitig weiter anwachsendem EBIT gerechnet. Für die betreuten Assets wird gruppenweit ein Zuwachs von 563 Mio. € angenommen. 3.2 RisikoberichtÜber diese allgemeinen Annahmen hinaus kommen für 2021, im Rahmen einer Betrachtung spezieller Umfeld-Risikoszenarien, noch folgende Faktoren in Betracht: a) Verschlechterung des generellen Finanzmarkt- und Anlageumfeldes durch:
b) Politische Krise der USA mit globaler Ausstrahlung (Innenpolitik/Polarisierung) c) Akute Störungen des globalen Finanzsystems (z.B. platzende Finanzblasen) Die genannten Risikoszenarien wären klar nachteilig, sowohl für den unterstellten Konjunkturverlauf als auch für die Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Alle Szenarien sind aus heutiger Sicht nur mit relativ geringer Eintrittswahrscheinlichkeit belegt. Die Risikostrategie der Gesellschaft sieht vor, durch frühzeitiges Erkennen potentieller Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Handlungsmöglichkeiten zu schaffen, die die langfristige Sicherung von bestehenden sowie neuen Erfolgspotentialen ermöglichen und damit den Fortbestand der FT sichern. Der Markt für Finanzdienstleistungen wird grundsätzlich von der allgemeinen Finanzmarktentwicklung beeinflusst. Negative Kursentwicklungen an den internationalen Finanzmärkten können sich zum einen direkt auf die erfolgsabhängigen Provisionseinnahmen im Vermögensmanagement, zum anderen indirekt über den Effekt einer allgemeinen Skepsis gegenüber Anlagedienstleistungen und damit mittelbar negativ auf die Geschäftsergebnisse der Gesellschaft auswirken (Marktrisiko). Das Adressenausfallrisiko der FT ist durch die breite Streuung sowie die grundsätzlich als gut einzuschätzende Bonität der betreuten Kunden und Investmentstrukturen als gering einzustufen. Aufgrund der im Wesentlichen im deutschsprachigen Raum und Luxemburg liegenden Geschäftstätigkeit ist das Länderrisiko als gering einzustufen. Durch die zeitnahe Valutierung der erbrachten Leistungen sowie die Möglichkeit, jederzeit auf die Finanzmittel der FERI AG im Rahmen der bestehenden Cashpoolingvereinbarung zurückgreifen zu können, besteht bei der Gesellschaft nur ein geringes Liquiditätsrisiko. Das operationale Risiko besteht vor allem darin, dass der reibungslose Geschäftsablauf von der rechtzeitigen Verfügbarkeit relevanter Informationen abhängt. Eine nicht nur vorübergehende Störung in den Informations- und DV-technischen Systemen kann eine erhebliche Störung der Geschäftstätigkeiten hervorrufen. Aufgrund der implementierten Backup- und Notfallpläne wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für eine solche erhebliche Störung jedoch als sehr gering eingeschätzt. Aufgrund der besonderen Anforderungen durch die CoViD-19-Pandemie hat die FERI Gruppe im Verlauf des Jahres 2020 die für eine überwiegende Homeofficetätigkeit der Belegschaft notwendigen DV-technischen Grundlagen erweitert, so dass die reibungslose Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bei überwiegend dezentraler Arbeitsweise auch über einen längeren Zeitraum hinweg gewährleistet ist. Das Risiko einer größeren Störung des Geschäftsbetriebes durch eine in Folge der CoViD-19-Pandemie eventuell auch künftig notwendige dezentrale Arbeitsweise wird daher als sehr gering eingeschätzt. Aufgrund dieser bereits im Jahr 2020 erfolgreich praktizierten Maßnahme in Verbindung mit einem konsequent umgesetzten Hygienekonzept wird zudem das Risiko eines größeren Infektionsgeschehens innerhalb der Belegschaft und den damit u.a. möglicherweise verbundenen Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebes minimiert. Die genannten Risiken werden permanent und systematisch mittels eines festgelegten Risikomanagement-Prozesses überwacht. Dabei werden sie regelmäßig identifiziert, analysiert und bewertet sowie mittels einer Datenbankanwendung dokumentiert. Durch die zeitnahe Information aus dem Bereich Rechnungswesen und Controlling der FERI AG werden die unterschiedlichen Risikoarten laufend beobachtet und ggfs. gegengesteuert. Zur Begrenzung des operationalen Risikos werden sowohl DV-technische (z.B. Backups, Firewall und regelmäßige Penetrationstests) als auch organisatorische Maßnahmen (z.B. Weiterbildung, Prozessverbesserungen, etc.) ergriffen. Die Interne Revision der MLP Banking AG prüft die Risikomanagementprozesse der FT in einem regelmäßigen Turnus. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Auch für das kommende Jahr erwarten wir keine negative Entwicklung. 3.3 ChancenberichtEine sehr freundliche Kapitalmarktentwicklung könnte, aufgrund der in der Folge positiven Wertentwicklung der betreuten Vermögenswerte, erhöhtes Wachstumspotential für die FT bieten. Zudem würden bessere Möglichkeiten zur Erwirtschaftung erfolgsabhängiger Provisionserträge diese Entwicklung verstärken. Gleichzeitig bietet das (in Europa) anhaltende Nullzinsumfeld Chancen im Bereich der privaten und institutionellen Vermögensverwaltung, da Anlageformen mit verlässlicher Mindestverzinsung stark gesucht bleiben. Dieses Umfeld erhöht grundsätzlich auch die Nachfrage nach alternativen Anlageformen wie Volatilitätsstrategien, Private Equity und Hedge Fonds, was der FT zusätzliche Marktchancen bieten könnte. Das wachsende Interesse an nachhaltigen Anlageformen eröffnet attraktive Marktpotentiale für neue Dienstleistungen und Investmentkonzepte. Dieser Trend wird durch regulatorische Vorgaben (EU / BaFin) weiter verstärkt. Durch Errichtung einer zentralen Koordinationseinheit ("FERI SDG Office") innerhalb der FERI AG hat die FERI Gruppe bereits wichtige Voraussetzungen geschaffen, um im Markt für nachhaltige Investmentlösungen gezielt Wachstumspotentiale heben zu können. Langfristige Marktchancen liegen auch in der strukturellen Entwicklung des Marktes für Finanzdienstleistungen. Bedingt durch wachsende Geldvermögen der privaten Haushalte, zunehmende Herausforderungen für institutionelle Investoren sowie die komplexen finanzwirtschaftlichen Langzeitauswirkungen der CoViD-19-Pandemie dürfte die Nachfrage nach hochwertiger Beratung weiter wachsen. Die durch Unabhängigkeit und anerkanntes Research fundierte Wettbewerbsposition der Gesellschaft, verstärkt durch einschlägige Aktivitäten des bei der FERI AG angesiedelten FERI Cognitive Finance Institute, bietet grundsätzlich gute Chancen, an dieser Entwicklung zu partizipieren.
Bad Homburg, 25. Februar 2021 Geschäftsführung Marcus Brunner Marcus Burkert Carsten Hermann Dr. Andreas Schmidt-von Rhein Dr. Patrick Zenz-Spitzweg Angaben zur FeststellungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 03. März 2021 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FERI Trust GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der FERI Trust GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FERI Trust GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. Februar 2021 KPMG
AG
Hahn, Wirtschaftsprüfer Rodriguez Gonzalez, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2020 weist einen Jahresüberschuss von EUR 0,00 aus. Zwischen der FERI Trust GmbH und der FERI AG besteht ein Gewinnabführungsvertrag, nach welchem Gewinne erst nach Berücksichtigung etwaiger Verlustvorträge an die Muttergesellschaft auszuschütten sind. Es ist ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 28.701.151,35 entstanden. Dieser wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe an die Gesellschafterin FERI AG ausgezahlt. Ein weiterer Verwendungsbeschluss wird daher nicht für notwendig erachtet. |
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