UCB BioSciences GmbH
Wolfstraße 1, 40789 Monheim am Rhein, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sabine Bongardt seit 11.9.2024 | Geschäftsführer |
Afshin Risseh seit 27.5.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Schwarz Pharma Aktiengesellschaft | 50.00% |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
UCB BioSciences GmbHMonheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Hinweise Die UCB BioSciences GmbH mit Sitz in Monheim ist in das Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 46849 eingetragen. Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Düsseldorf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die UCB BioSciences GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang anzubringen sind, insgesamt in diesem Anhang aufgeführt. Aus dem gleichen Grunde werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Darüber hinaus werden, soweit erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird im Regelfall über drei bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto- Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wird der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p.a., für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Unter den Finanzanlagen werden die Rückdeckungsansprüche (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) aus Lebensversicherungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 %) nach der PUC-Methode in Ansatz gebracht. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Es wurden erwartete Trends von 3,00 % für Gehälter und 2,00 % für Renten bei der Berechnung zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2023 nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G bewertet. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung werden, ebenso wie laufende Erträge des Deckungsvermögens, innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die folgende Tabelle enthält die Fluktuationswahrscheinlichkeit für die aktiven Anwärter, sie gilt sowohl für die Pensions- als auch für die Jubiläumsverpflichtungen.
Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und ähnlicher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Soweit in diesem Zusammenhang Aufwendungen und Erträge anfallen, werden diese ebenfalls saldiert. Die Bewertung des Deckungsvermögens für die Handelsbilanz erfolgte nach den Regelungen des IDW Rechnungslegungshinweises: Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV). Die Umsetzung des Rechnungslegungshinweises erfolgte mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Wahl des sogenannten "Passivprimats". Dabei wurde mit Hilfe von "Biometriefaktoren" eine multiplikative Umschätzung der Rechnungsgrundlagen zwischen den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck und den DAV-Tafeln vorgenommen. Die UCB BioSciences GmbH hat mit der Ausgliederung mit Wirkung zum 1. Juli 2001 den neuen Rentenplan der UCB Pharma GmbH, Monheim, aus dem Jahr 2000 übernommen. Der Plan gewährt Leistungen der betrieblichen Altersversorgung über eine Gruppenunterstützungskasse, bei der es sich um ein unabhängiges Unternehmen handelt. Die Unterstützungskasse ist verpflichtet, für jeden begünstigten Mitarbeiter individuell Rückdeckungsversicherungen abzuschließen, um so die zukünftigen Pensionszahlungen sicherzustellen. Seit dem 1. Juli 2001 besteht somit eine mittelbare Verpflichtung der Gesellschaft für Pensionen und Anwartschaften. Ansprüche aus der vorherigen Versorgung wurden ratierlich zum 30. Juni 2000 festgeschrieben. Zum 1. Januar 2002 wurde in Deutschland das neue betriebliche Altersversorgungsprogramm "Deferred Compensation" aufgelegt. Versorgungsberechtigt sind alle in einem unbefristeten und ungekündigten Arbeitsverhältnis stehenden Mitarbeiter, deren Vergütung nach Durchführung der entsprechenden Entgeltumwandlung in einem Kalenderjahr oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt. Ein Teil des Bruttofestentgeltes bzw. der variablen Bezüge der an diesem Programm teilnehmenden Mitarbeiter wird nicht direkt ausgezahlt, sondern als betriebliche Altersversorgung angelegt. Die Versorgungszusage des Unternehmens garantiert den Mitarbeitern ihren eingezahlten, nominalen Versorgungsbeitrag. Das zur Rückdeckung der Versorgungszusagen aus dem Deferred Compensation Programm dienende und im Wesentlichen aus den Kapitalbeiträgen der Mitarbeiter stammende Fondsvermögen wurde im Geschäftsjahr 2004 in ein so genanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) eingebracht. Hierbei wurden die Vermögenswerte letztlich auf den unabhängigen Rechtsträger Mercer Treuhand GmbH mit Sitz in Frankfurt unter gleichzeitiger Vereinbarung einer Verwaltungs- und Sicherungstreuhand übertragen. Der Transfer der Vermögenswerte erfolgte mit der Maßgabe, dass diese nur für den Zweck der Finanzierung der aus dem Deferred Compensation Programm resultierenden direkten Pensionsverpflichtungen der angeschlossenen Trägerunternehmen verwendet werden dürfen. Die UCB BioSciences GmbH bilanziert die auf die Mercer Treuhand GmbH, Frankfurt, übertragenen Vermögenswerte als Treugeber nach § 246 Abs. 1 HGB. Den aus dem Versorgungsprogramm resultierenden Verpflichtungen wurde zum Bilanzstichtag durch Dotierung entsprechender Pensionsrückstellungen Rechnung getragen. Die unsaldierte Pensionsverpflichtung vor Berücksichtigung des BilMoG-Unterschiedsbetrages betrug zum Jahresende 2023 TEUR 16.449. Unter Berücksichtigung des verbleibenden BilMoG-Unterschiedsbetrages von TEUR 100 und des verrechneten Deckungsvermögens von TEUR 3.961 ergibt sich zum Stichtag ein Rückstellungsbetrag für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 12.388. Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Rechnungszinses von 1,74 % und unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen sowie Kapitalbeteiligungsleistungen handelt es sich bei den sonstigen Rückstellungen ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den jeweiligen Erfüllungsbeträgen. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben und Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen und Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten in die Steuerermittlung der Organträgerin einbezogen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die "UCB GmbH", Monheim, als Organträgerin, d.h. tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherung Es handelt sich um nicht an die Berechtigten verpfändete Rückkaufswerte von Rückdeckungsversicherungen für einen Teil der Pensionsverpflichtungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 27.969 (Vorjahr: TEUR 23.282) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 14.291 sowie Finanzforderungen in Höhe von TEUR 13.677. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.076). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um TEUR 18 auf TEUR 48. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten keine Beträge für Disagio. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt und beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 25. Alleiniger Gesellschafter ist die UCB Pharma GmbH, Monheim. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die UCB BioSciences GmbH macht vom Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung nach altem und neuem Recht (BilMoG-Unterschiedsbetrag) in Höhe von TEUR 1.504 auf einen Zeitraum von höchstens 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 betrug die anteilige Zuführung des Unterschiedsbetrags TEUR 100, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Die zum 31. Dezember 2023 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 201). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 674). Da im Falle eines Ergebnisabführungsvertrages für den Unterschiedsbetrag keine der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. analoge Regelung besteht, wurde der Unterschiedsbetrag an die Muttergesellschaft abgeführt. Entsprechend der Vorgaben des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB findet eine Verrechnung verpfändeter Aktivwerte mit den Pensionsverpflichtungen statt. Die verrechneten Werte der Wertpapiere des Anlagevermögens nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB stellen sich wie folgt dar. Ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten (zum 31. Dezember 2023: TEUR 110) ist nach § 268 Abs. 8 HGB grundsätzlich ausschüttungs- und abführungsgesperrt:
Sonstige Rückstellungen
Die UCB BioSciences GmbH gewährt ausgewählten Mitarbeitern langfristige Kapitalbeteiligungsleistungen. Diese bestehen in Aktien der UCB S.A. Brüssel/Belgien, die den Berechtigten bei ungekündigtem Arbeitsverhältnis nach einem vorher festgelegten Erdienungszeitraum von grundsätzlich drei Jahren zugeteilt werden. Die entsprechende Rückstellung wird ratierlich über den Erdienungszeitraum gebildet und stichtagsbezogen mit dem aktuellen Börsenkurs der UCB-Aktie bewertet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR) dargestellt:
Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind dinglich ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, der UCB Pharma GmbH, in Höhe von TEUR 4.536 (Vorjahr: TEUR 3.326) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie der Verrechnung von Leistungen seitens der UCB Pharma GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag, wie auch im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die zu Nominalwerten angesetzt werden. Sie betreffen im Einzelnen folgende Sachverhalte:
Es bestehen zum Bilanzstichtag, wie auch im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Vorteil dieser nicht unmittelbar bilanzwirksamen Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Cash-Pooling Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbeziehung der Gesellschaft in das Cash-Pooling mit der UCB Biopharma SRL mit Sitz in Brüssel/Belgien sichergestellt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Kostenerstattungen für Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen von der UCB Biopharma SRL, Brüssel/Belgien, in Höhe von TEUR 43.632 (Vorjahr: TEUR 39.725). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 381) sowie Erträge aus der Weiterbelastung von KFZ-Kosten in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 66) enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 10). Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet vorangig Fremdleistungen aus dem F&E-Bereich. Diese sind vom Studienverlauf abhängig und belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 4.013 (Vorjahr: TEUR 2.983). Personalaufwand
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremde Aufwendungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten zudem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 19). Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 19). Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen im Sinne des § 285 Nr. 17 a) HGB. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Effekte aus dem Wahlrecht der ratierlichen, erfolgswirksamen Zuführung des Fehlbetrages der Neubewertung der Pensionsverpflichtung zu mindestens einem Fünfzehntel pro Geschäftsjahr bis spätestens 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 100. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 401 (Vorjahr: TEUR 47) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsaufwand entfällt in 2023 vollumfänglich auf den Zinsanteil der zurückgestellten Pensionen und Jubiläen mit TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 206). Der auf die Pensionen entfallende Betrag in Höhe von TEUR 234 ermittelt sich zum einen aus dem mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 453 verrechnetem Ertrag aus dem Deckungsvermögen von TEUR 218. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Zwischen der Gesellschaft und der UCB Pharma GmbH, Monheim, als herrschendem Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der UCB BioSciences GmbH, Monheim, als Organgesellschaft verbleibt kein eigenes zu versteuerndes Einkommen, welches Gegenstand einer Ertragsbesteuerung sein könnte. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern beinhalten Kfz-Steuern in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 9). V. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen. Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angaben der Bezüge der Geschäftsführung sind nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge einer Geschäftsführerin bzw. eines Geschäftsführers hätten feststellen lassen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Es liegen keine entsprechenden Ereignisse vor. Ergebnisverwendung / Gewinnabführung Die UCB BioSciences GmbH hat auf Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages den Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 3.983 (Vorjahr: TEUR 2.940) an die UCB Pharma GmbH abgeführt. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft gehört zum Konzern der UCB S.A., Brüssel/Belgien, und wird in den Konzernabschluss dieses Unternehmens, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, ist am Sitz dieser Gesellschaft in Brüssel/Belgien erhältlich und wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister gemäß § 325 HGB bekannt gemacht.
Monheim, 26. März 2024 UCB BioSciences GmbH Die Geschäftsführung Prof. Dr. Iris Löw-Friedrich Afshin Risseh Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Mit der UCB BioSciences GmbH in Monheim verfügt die UCB-Gruppe über einen rechtlich selbständigen Entwicklungsstandort in Europa. Die UCB-Gruppe konzentriert sich auf die Erforschung, Entwicklung, Zulassung, Herstellung und Vermarktung einer Palette pharmazeutischer Produkte und Dienstleistungen. Die wesentlichen Indikationsgebiete sind Neurologie, Immunologie und Osteoporose. Die UCB BioSciences GmbH ist im Auftrag der UCB- Gruppe für klinische Entwicklung, Projektmanagement und Steuerung von Zulassungsverfahren zuständig. Für ihre Dienstleistungen erhält die Gesellschaft verursachungsgerechte Vergütungen von den anderen Konzerngesellschaften mit vertraglich festgelegten Gewinnzuschlägen. II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland 1 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wurde von den Folgen des Ukraine-Krieges und den damit einhergehenden gestiegenen Preisen sowie Material- und Lieferengpässen geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % unter dem Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe sank um 2,0 %. Gegenläufige Effekte kamen vorrangig aus der Automobilindustrie. Auch waren energieintensive Industriezweige auf Grund von weiterhin hohen Energiekosten beeinflusst. Positive Trends setzten sich in den meisten Dienstleistungsbereichen fort und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der größte Zuwachs mit 2,6 % war im Bereich Kommunikation zu verzeichnen. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland insgesamt liegt im Jahresdurchschnitt mit 45,9 Millionen Personen 0,7 % über dem Vorjahresniveau. III. Branchenentwicklung 2023 Ausgabenentwicklung Im Kalenderjahr 2023 stieg der Umsatz des Pharma-Gesamtmarktes (Klinik und Apotheke) gegenüber dem Vorjahr um 5,7 % auf knapp 60,0 Mrd. Euro. 2 Die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Umsatzwerte beziehen sich auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers abzüglich des Herstellerabschlages in Höhe von 7 % und der Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach § 130b SGB V. Einsparungen aus Rabattverträgen sind gemäß § 130a Abs. 8 SGB V nicht berücksichtigt. 3 Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) 4 Die GKV-Arzneimittelausgaben sind 2023 um 3,4% auf 52 Mrd. Euro angestiegen. Erwartungsgemäß ist hier wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die GKV spart im Kalenderjahr 2023 durch Herstellerzwangsabschläge und Rabatte auf Erstattungsbeträge 10,0 Mrd. Euro (+32 %) ein. Die pharmazeutischen Hersteller sind auch den privaten Krankenkassen gegenüber zur Zahlung der Abschläge verpflichtet. Dadurch ergeben sich im gesamten Jahr weitere 1,4 Mrd. Euro an Einsparungen (+26 %). Apothekenmarkt 5 Der Umsatz im Apothekenmarkt 2023 wuchs um 2,0 % auf 47,5 Mrd. Euro, was in etwa 1,7 Mrd Packungen entspricht. Klinikmarkt und Versandhandel 6 Der Umsatz des Klinikmarktes wuchs im Kalenderjahr 2023 um 5,7 % auf rund 59,8 Mrd. Euro bei einem Rückgang der Absatzmenge um 2,0 %. Über den Versandhandel bestellten Verbraucher 276 Mio. Packungen von rezeptfreien Produkten im Wert von 3,2 Mrd. Euro. Die wichtigste Produktsparte sind OTC-Arzneimittel mit einem Umsatzanteil von 49 % (Steigerung um 4,8 %) gefolgt von Gesundheitsmitteln, die einen Anteil von 29 % (Steigerung um 3,4 %) verzeichnen.
2 IQVIA Marktbericht: "Entwicklung des deutschen
Pharmamarktes im Jahr 2023", S. 3-5; 10
IV. Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 Ertragslage Die UCB BioSciences GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von TEUR 44.975 erzielen (Vorjahr: TEUR 40.101). Diese wurden vollumfänglich im Verbundbereich erwirtschaftet. Die Entwicklung der Umsatzerlöse steht im Einklang mit dem Volumen und Fortschritt der von der Gesellschaft betreuten klinischen Studien. Das Umsatzvolumen liegt dabei am oberen Ende der Schätzung aus dem Vorjahr von ca. 40-45 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 539) und beinhalten im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 381). Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für bezogene Leistungen, im Wesentlichen für Forschungsaktivitäten eingekaufte Dienstleistungen von TEUR 4.013 (Vorjahr: TEUR 2.983) und Aufwendungen für bezogene Waren von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 123). Die Materialeinsatzquote liegt aufgrund der verstärkten Nutzung externer Ressourcen mit 9,1 % etwas über dem Niveau des Vorjahres von 7,7 %. Die Personalkosten liegen mit TEUR 32.949 um TEUR 2.904 über dem Vorjahr (TEUR 30.045), korrespondierend hat sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 189 auf 202 erhöht. Neben allgemeinen Inflationsanpassungen wurde die Entwicklung bestimmt durch erhöhte Prämienansprüche bei rückläufigen Aufwendungen für Altersversorgung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 4.326 (Vorjahr: TEUR 4.033). Sie entfallen unverändert im Wesentlichen auf konzerninterne Kostenumlagen (TEUR 2.285), Reisekosten (TEUR 705) sowie Mieten und Instandhaltung (TEUR 380). Die Effekte aus der Umstellung der Bewertung der betrieblichen Altersversorgungen auf die Vorschriften nach dem BilMoG betragen wie im Vorjahr TEUR 100 und wurden gemäß BilRUG den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht der ratierlichen erfolgswirksamen Zuführung des Fehlbetrages zu mindestens einem Fünfzehntel pro Geschäftsjahr bis spätestens zum 31. Dezember 2024 bei der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen in Anspruch. Das Finanzergebnis beträgt TEUR 188 (Vorjahr: TEUR -227) und entfällt vor allem auf Zinserträge aus kurzfristigen Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen und Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung von TEUR +3.983 ab (Vorjahr: TEUR +2.940) und lag damit oberhalb der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite (TEUR +2.900 - 3.400), vor allem bedingt durch erhöhte Zinserträge. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 8,9 % (Vorjahr: 7,3 %). Das Ergebnis wurde aufgrund des mit der UCB Pharma GmbH, Monheim, bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt. In der Gesamtbetrachtung beurteilt das Management die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum aufgrund der im Jahresvergleich stabilen Ertragslage als zufriedenstellend. Vermögenslage Die Vermögenslage der UCB BioSciences GmbH ist hauptsächlich geprägt durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche mit TEUR 27.969 (Vorjahr: TEUR 23.282) den Großteil der Bilanzsumme von TEUR 30.495 (Vorjahr: TEUR 26.021) ausmachen. Aktiva Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.542 (Vorjahr: TEUR 1.453) entfällt, wie im Vorjahr, im Wesentlichen auf Laborausstattungen. Der Anstieg der Buchwerte ergab sich, bei planmäßigen Abschreibungen von TEUR 273, aus Zugängen von TEUR 362, die überwiegend auf Labortechnik entfielen. Die als Finanzanlagen ausgewiesenen Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen belaufen sich - vor Saldierung als Deckungsvermögen - mit den abgesicherten Verpflichtungen zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.087 (Vorjahr: TEUR 3.958). Darin enthalten sind Aktivwerte in Höhe von TEUR 3.961 (Vorjahr: TEUR 3.829), die im Rahmen des "Deferred Compensation" Programms ausschließlich zur Deckung der den partizipierenden Mitarbeitern gegenüber ausgesprochenen Versorgungszusagen bestimmt sind. Die UCB BioSciences GmbH bilanziert die Vermögenswerte nach handelsrechtlichen Grundsätzen in ihrer Bilanz (Verwaltung durch Mercer im Rahmen eines CTA). Die Aktivwerte sind, soweit diese verpfändet sind, mit den jeweiligen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 28.779 nach TEUR 24.408 im Vorjahr und entfallen im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen sowie Finanzforderungen im Verbundbereich. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0), da vorhandene Liquidität zum Stichtag im Cash-Pool der UCB-Gruppe zur kurzfristigen Disposition angelegt wurde. Passiva Das Eigenkapital beträgt aufgrund der Ergebnisabführung an die Organträgerin unverändert zum Vorjahr TEUR 489. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag 1,6 % (Vorjahr: 1,9 %). Mit TEUR 23.359 stellen die Rückstellungen wie im Vorjahr (TEUR 20.857) den höchsten Passivposten dar. Dabei erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend des versicherungsmathematischen Gutachtens auf TEUR 12.388 nach TEUR 12.346 im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 10.970 nach TEUR 8.510 zum 31. Dezember 2022. Sie enthalten im Wesentlichen Kapitalbeteiligungsleistungen (TEUR 4.952) und Prämien (TEUR 4.184). Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 6.635 nach TEUR 4.669 im Vorjahr, wobei mit TEUR 4.536 der Großteil gegenüber dem Gesellschafter, vorrangig aufgrund der Ergebnisabführung, besteht. Finanzlage Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung beträgt TEUR 3.983 (Vorjahr: TEUR 2.940). Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in das Cash-Pooling sowie die Finanzierung über die UCB-Gruppe ist die Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt. Zum Stichtag bestanden kurzfristige Finanzforderungen aus Cash-Pool-Guthaben von TEUR 13.677. Gleichzeitig war auch der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 mit TEUR 723 positiv. Die Gesellschaft war daher im zurückliegenden Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Bei der Gesellschaft sind keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren im Einsatz, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind und zur internen Steuerung herangezogen werden. V. Forschung und Entwicklung Die UCB-Gruppe konzentriert sich auf die Erforschung, Entwicklung, Zulassung, Herstellung und Vermarktung einer Palette pharmazeutischer Produkte und Dienstleistungen. Die wesentlichen Indikationsgebiete sind die Neurologie und die Immunologie. Die UCB BioSciences GmbH, Monheim, ist im Auftrag der UCB-Gruppe für klinische Entwicklung, Projektmanagement und Steuerung der Zulassungsverfahren zuständig. Die im Rahmen der planmäßigen Durchführung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte anfallenden Aufwendungen betragen TEUR 41.484. Zum Jahresende waren 198 Mitarbeiter in diesem Bereich tätig. Entwicklungspipeline Zu den Indikationen, die im Fokus der Arbeit stehen, gehören analog zum Vorjahr in der Neurologie die unterschiedlichen Ausprägungen der Epilepsie sowie die Parkinson-Erkrankung. Die Autoimmun-Erkrankungen umfassen vor allem Rheumatoide Arthritis, psoriatische Arthritis, Psoriasis, Morbus Bechterew, Morbus Crohn und Lupus Erythematodes. Ein weiteres Feld ist die Osteoporose. VI. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Risikomanagement-System Die UCB BioSciences GmbH ist in das Risikomanagement-System der UCB-Gruppe eingebunden. Für die UCB-Gruppe stellt das Risikomanagement einen wesentlichen und unverzichtbaren Bestandteil der Unternehmensführung und -steuerung dar. UCB überwacht - unter anderem durch ein zentrales und permanentes Controlling - die Geschäftsentwicklung sämtlicher Gesellschaften der Gruppe. Neben einem Planungs- und Prognose-System werden regelmäßig interne Berichte erstellt, die die Geschäftsführung und die verantwortlichen Managementebenen frühzeitig und umfassend über alle signifikanten Risiken informieren. Wettbewerbsrisiken UCB und somit auch die UCB BioSciences GmbH befindet sich im Wettbewerb mit anderen pharmazeutischen Unternehmen. Durch Markt- und Wettbewerbsbeobachtung werden Risiken für die eigene Marktposition regelmäßig analysiert und - soweit möglich - Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die UCB BioSciences GmbH ist ausschließlich im Auftrag verbundener Unternehmen tätig, daher ist das Risiko begrenzt. Risiken der zukünftigen Marktzulassung und erfolgreichen Markteinführung Wie für jedes forschende Pharmaunternehmen stellt auch für die UCB-Gruppe die Unsicherheit über die zukünftige Marktzulassung und erfolgreiche Markteinführung der in der Entwicklungspipeline befindlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekte ein zentrales Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Für das laufende Monitoring dieser Risiken verfügt UCB über Projektbewertungssysteme sowie eine adäquate Projektmanagement- Organisation. Das Markt-/Zulassungsrisiko trägt der Rechteinhaber bzw. Auftraggeber, daher ist das Risiko für die Gesellschaft begrenzt. Risiken durch die Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen Die Auswirkungen tendenziell zunehmender staatlicher Eingriffe in die nationalen Gesundheitssysteme (z.B. durch die Einführung bzw. Modifikation unterschiedlicher Formen von Preisreglementierungen) können zu einem signifikanten zusätzlichen Margendruck bei wichtigen Umsatzträgern führen und sich auf die Ergebnissituation nachteilig auswirken. UCB begegnet diesen Risiken durch kontinuierliche Maßnahmen zur Kosteneffizienz und das ständige Bestreben, neue Umsatzpotentiale zu entwickeln. Risiken hinsichtlich der IT-Infrastruktur Die UCB-Gruppe begegnet IT-Risiken mit einem strategischen Ansatz für die Cybersicherheit und das Datenmanagement, sowie aktiven Programmen für eine angemessene Prävention, Identifizierung und Reaktion. Dazu gehören auch die ständige Überwachung und Analyse, die Identifizierung und Ergreifung von Maßnahmen bei Zwischenfällen oder einem Eindringen, Sicherheitstests sowie Schulungen und Kampagnen zur Sensibilisierung der Benutzer. Personalrisiko Die aktuelle Stellenbesetzung sowie die Bedarfsplanung werden regelmäßig im Rahmen etablierter Prozesse überprüft. Weiterhin arbeitet UCB mit verschiedenen langfristigen Partnern zusammen, um bestmögliche Ergebnisse bei Personalsuche und Rekrutierung sicherzustellen. Finanzrisiken Die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken erfolgt im Wesentlichen im Rahmen des Konzernverbundes der UCB-Gruppe. Den aktuell anhaltenden Inflationsrisiken wird durch ein gezieltes Kostenmanagement begegnet, wobei aus Sicht der UCB BioSciences GmbH mit Blick auf die Finanz- und Ertragslage - aufgrund der Weiterbelastung entstandener Kosten an die beauftragenden Konzerngesellschaften - hieraus keine nennenswerten Risiken erwachsen. Die UCB BioSciences GmbH ist in das Cash-Pooling der UCB-Gruppe eingebunden und dadurch jederzeit mit ausreichender Liquidität ausgestattet. Rechtliche Risiken Die Gesellschaft ist darüber hinaus auch rechtlichen Risiken ausgesetzt. Derzeit ist die Gesellschaft im Zuge ihrer normalen Geschäftstätigkeit in keine Gerichtsverfahren involviert. Schutz vor Schadensrisiken Das Risiko von Sach- und Haftungsschäden ist, soweit möglich und ökonomisch sinnvoll, durch Versicherungen in ausreichendem Maß abgedeckt. Gesamtbeurteilung der Risikosituation Auf Basis des UCB Risikomanagementsystems werden wesentliche Risiken identifiziert und verfolgt. Die aktuelle Analyse ergab aus unserer Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken, so dass der Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet ist. Die Risikosituation ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Durch das Geschäftsmodell der Forschung und Entwicklung im Auftrag verbundener Unternehmen sind die potenziellen Auswirkungen im Risikofall begrenzt.
Wesentliche Chancen Wesentliche Chancen in den nächsten Jahren ergeben sich aus der vielversprechenden Pipeline und den oben erwähnten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie aus möglichen Lizensierungen von Molekülen. VII. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 Ein wesentlicher Teil der UCB-Entwicklungsaktivitäten wird auch in 2024 durch die UCB BioSciences GmbH erbracht bzw. koordiniert werden. Mit dem Ziel, ein führendes patientenzentriertes Biopharmaunternehmen zu sein, wird die klinische Entwicklung auch zukünftig ein wichtiger Investitionsbereich für die UCB-Gruppe bleiben. Schwerpunkt der Tätigkeit der UCB BioSciences GmbH ist die Erlangung der Marktzulassung für Projekte in der UCB-Entwicklungspipeline. Neben der Durchführung und Koordination von Aktivitäten für die klinische Entwicklung durch Mitarbeiter der Gesellschaft wird ein wesentlicher Anteil der Studienaktivitäten durch externe Partner, sogenannten CROs ("Contract Research Organisationen"), erbracht. Die Gesellschaft belastet die Kosten für die Entwicklung inklusive Gewinnaufschlag an andere Konzerngesellschaften, die die Rechte für die jeweiligen Projekte bzw. Produkte innehaben. Für das Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung Umsatzerlöse zwischen TEUR 40.000 - 45.000 und entsprechend ein Ergebnis vor Gewinnabführung im Bereich von TEUR 3.100 - 3.600. Die Geschäftsführung erwartet keine wesentliche Änderung in der Auslastung der internen Ressourcen.
Monheim, 26. März 2024 Prof. Dr. Iris Löw-Friedrich Afshin Risseh BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die UCB BioSciences GmbH, Monheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der UCB BioSciences GmbH, Monheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UCB BioSciences GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 18. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer Susanne Schaefer, Wirtschaftsprüferin Weitere offenzulegende Informationen zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 11. Juni 2024 festgestellt. |
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