Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 737310
Vorher
PROJAHN Präzisionswerkzeuge GmbH
Eingetragen
29.2.2000
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Gesellschaften sowie das Verwalten eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Birgit Marlies Dreps
seit 28.9.2018
Geschäftsführer
Markus Dreps
seit 28.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

60594 Frankfurt am Main
340.000 €
33.33%
88361 Altshausen
340.000 €
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMC Beteiligungs GmbH

Ravensburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht 2023

Grundlagen des Konzerns

Der BMC Konzern ist eine mittelständisch geprägte international tätige Unternehmensgruppe der Werkzeugbranche. Die Produktpalette besteht aus Präzisions- und Handwerkzeugen für Handwerk und Industrie.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 steht Deutschland und Europa vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Seit Kriegsbeginn sind die Energiepreise massiv angestiegen, was zu erheblichen Kaufkraftverlusten führt und energieintensive Produktionen stark belastet. Es werden sinkende Wachstumsraten durch das schwache weltwirtschaftliche Umfeld erwartet. Für die Industrieproduktionen liegt das tatsächliche Wachstum bei 1,5%. Die weltwirtschaftliche Entwicklung wird von einem schwachen Produktivitätswachstum und sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen begleitet. Insgesamt ergab sich weltweit ein Wachstum von 3,0 %. In der Eurozone ergab sich ein Anstieg von 0,7 %. Das Wachstum für Deutschland lag bei -0,5 %. (Quelle Jahresgutachten 2023/2024 Sachverständigenrat, BMWI Schlaglichter 12/23 Konjunktur)

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Das Geschäftsjahr verlief vor dem Hintergrund unverändert starker weltwirtschaftlicher und politischer Einflüsse zufriedenstellend. Der Konzernumsatz konnte im Vergleich zum Vj. um 2,1 % gesteigert werden. Sowohl die Inlandsumsätze wie auch die Auslandsumsätze konnten ausgebaut werden. Der BMC Konzern schließt das Geschäftsjahr bei einem Umsatz von T€ 41.114 (Vj. T€ 40.272) mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.087 (Vj. T€ 3.147) ab. Im Vorjahr konnte durch Buchgewinne durch die Veräußerung einer nicht mehr benötigten Betriebsimmobilie ein einmaliger positiver Ergebnisbeitrag erzielt werden. Ursächlich für die konstante Ergebnisentwicklung sind weitgehend stabile Kostenstrukturen und eine nur leicht erhöhte Wareneinsatzquote.

Bei der französischen Tochtergesellschaft zeigt sich eine nachhaltige Ergebnisverbesserung. Das neue Logistikkonzept hat sich bewährt, es wurde ein positiver Konzernbeitrag erwirtschaftet.

Die Wareneinsatzquote liegt bei 61% (Vj. 58 %). Die Personalaufwandsquote hat sich bei leicht verminderter Betriebsleistung erhöht und liegt bei rd. 20 %. Der BMC Konzern beschäftigte im Quartalsdurchschnitt 194 Mitarbeiter (Vj. 195).

Die Tochtergesellschaft WELU Shanghai konnte an das Vorjahresergebnis nicht vollständig anschließen, in 2023 wurde ein weitgehend ausgeglichenes Ergebnis geleistet. Die Gesellschaft verstärkt den Konzern in den Bereichen Einkauf, Lieferantenauswahl und Qualitätssicherung.

Darstellung der Lage

Das Konzernbetriebsergebnis hat sich von T€ 4.028 im Vorjahr auf T€ 1.724 deutlich verringert. Das Betriebsergebnis im Vorjahr war beeinflusst durch den Verkauf einer Betriebsimmobilie der französischen Tochtergesellschaft. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses und der Ertragssteuern weist der Konzern einen Konzernjahresüberschuss vor Anteilen fremder Gesellschafter von T€ 1.215 (Vj. T€ 3.388) aus.

Der Konzern hat im Jahr 2023 Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen von T€ 95 vorgenommen. Die Investitionen betreffen hauptsächlich den Ausbau der Logistiksoftware. Die wesentlichen Zugänge im Sachanlagevermögen (T€ 625) betreffen Ersatzinvestitionen im Fuhrpark sowie Hardwareinfrastruktur bei der Tochtergesellschaft Projahn und WELU sowie den Ausbau der Lagerausstattung und Mietereinbauten bei der Tochtergesellschaft WELU in ein angemietetes Betriebsgebäude. Die Investitionen wurden eigenfinanziert.

Die Warenbestände haben sich im Vergleich zum Vorjahr bei leicht steigenden Umsätzen wieder auf ein normales Niveau eingependelt. Durch teilweise erheblich verzögerte Wareneingänge im Vorjahr waren die Bestände 2022 deutlich erhöht. Die Warenverfügbarkeit war im gesamten Jahr 2023 wieder auf einem normalen Niveau. Die Eigenkapitalquote beträgt am Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung von Fremdanteilen 53% (Vj. 47%). Unter Einbeziehung der Fremdanteile ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 67% (Vj. 59%).

Die Liquiditätslage kann als gut bezeichnet werden, die vorhandenen Kredite werden planmäßig zurückgeführt.

Künftige Entwicklung Chancen und Risiken

Für das Jahr 2024 wurde ein leichtes Wachstum mit einem positiven Ergebnis auf Vorjahresniveau geplant, das mit Bestandskunden sowie durch die Erschließung neuer Märkte realisiert werden soll.

Die Beschaffungsseite war 2023 von Steigerungen der Einkaufspreise sowie Transportkosten geprägt. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Einflüsse in 2024 wieder normalisieren werden.

Die im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg zunehmend instabile weltwirtschaftliche Lage stellt sowohl beschaffungs- als auch verkaufsseitig ein schwer kalkulierbares Risiko dar. Durch die diversifizierten Absatzmärkte wird für das Gesamtjahr 2024 dennoch ein positives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Als Handelskonzern ist die Gruppe in geringerem Maße als andere von den drastischen Steigerungen der Energiepreise betroffen - hauptsächlich mittelbar über steigende Bezugskosten.

Aufgrund der hohen Importquote und einer langfristig wachsenden Exportquote ist das Unternehmen zunehmend abhängig von der weltwirtschaftlichen Entwicklung und beeinflusst durch Devisenschwankungen. Die jährlichen Preiserhöhungen werden konsequent umgesetzt, sodass von einer stabilen Marge auszugehen ist.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch eine regelmäßige Überwachung der Forderungen begegnet. Bilanziellen Risiken im Forderungsbereich wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Alle anderen wesentlichen Risiken sind durch ausreichende Versicherungen abgedeckt. Weitere als die branchenüblichen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

 

Ravensburg 12. Dezember 2024

BMC Beteiligungs GmbH

Geschäftsführung

gez. Christian Dreps

Konzernbilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 109 165
2. Geschäfts- oder Firmenwert 321 321
3. Geleistete Anzahlungen 80 -
510 486
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.149 4.226
2. Technische Anlagen und Maschinen 84 112
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.612 1.479
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -
5.845 5.817
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 53 53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 79 61
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.677 15.901
3. Geleistete Anzahlungen 1.358 2.558
14.114 18.520
II. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.136 3.228
2. Sonstige Vermögensgegenstände 708 537
3.844 3.765
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.327 1.516
C. Rechnungsabgrenzungsposten 100 84
D. Aktive latente Steuern 181 172
28.974 30.413

Passiva

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.020 1.020
II. Gewinnrücklagen 5.631 5.631
III. Gewinnvortrag 7.670 4.523
IV. Konzerngewinn/ - verlust 1.087 3.147
V. Währungsdifferenzen 47 22
VI. Anteile anderer Gesellschafter 3.770 3.642
19.225 17.985
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 56 892
2. Sonstige Rückstellungen 364 377
420 1.269
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.250 1.750
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.177 2.447
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.138 1.145
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.735 5.751
9.300 11.093
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1 5
E. Passive latente Steuern 28 61
28.974 30.413

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023
TEUR
2.022
TEUR
1. Umsatzerlöse 41.114 40.272
2. Sonstige betriebliche Erträge 444 2.714
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 25.551 - 24.924
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - -
- 25.551 - 24.924
4. Personalaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- - 6.582 - 6.239
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Altersversorgung und für Unterstützung - 1.569 - 1.550
- 8.151 - 7.789
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 661 - 702
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5.471 - 5.543
7. Ergebnis vor Beteiligungs- und Finanzergebnis und Steuern 1.724 4.028
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33 9
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 111 - 20
10. Beteiligungs- und Finanzergebnis - 78 - 11
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag - 428 - 622
12. Latente Steuern 42 35
13. Ergebnis nach Steuern 1.260 3.430
14. Sonstige Steuern - 45 - 42
15. Konzernjahresüberschuss vor Anteilen
anderer Gesellschafter am Ergebnis 1.215 3.388
16. Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis - 128 - 241
17. Konzerngewinn 1.087 3.147

Konzernkapitalflussrechnung 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
Periodenergebnis 1.215 3.388
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 661 702
Veränderung der Rückstellungen -13 126
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -34 -1.829
Korrektur Zinsaufwendungen/Erträge 78 11
Ertragsteueraufwand /-Ertrag 428 622
Ertragsteuerzahlungen -1.544 -569
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte
andere Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.582 -3.343
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.330 -496
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.043 -1.388
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 44 2.719
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -629 -886
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -95 -16
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens - -
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - -
Gezahlte Zinsen -78 -11
Wechselkursbedingte Veränderung Sachanlagen 1 -1
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -757 1.805
Saldo Auszahlung von (Finanz-)Krediten -500 -500
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -500 -500
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 2.786 -83
Währungskursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 25 6
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.516 1.593
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.327 1.516

Konzernanhang 2023

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die BMC Beteiligungs GmbH mit Sitz in 88214 Ravensburg wird unter der Nummer 737310 im Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm geführt. Das Mutterunternehmen hat nach den Vorschriften des HGB für kleine Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt.

Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konsolidierungskreis besteht neben der BMC Beteiligungs GmbH, Ravensburg aus folgenden Unternehmen:

PROJAHN Präzisionswerkzeuge GmbH Dietzenbach, Deutschland 73,68 %
Schill Outillage SAS Goussainville , Frankreich 100,00 %
WELU GmbH Salzweg, Deutschland 100,00 %
WELU Shanghai Co., Ltd. Shanghai, China 100,00 %

Die inländischen Tochtergesellschaften PROJAHN Präzisionswerkzeuge GmbH, Dietzenbach und WELU GmbH, Salzweg, machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung Gebrauch.

Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB) angewandt. (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausgleich). Dabei erfolgt die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss.

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende aktive Unterschiedsbetrag (TEUR 3.268) wurde in der Konzernbilanz als Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Die Umrechnung von auf fremde Währung lautender Abschlüsse erfolgt analog § 308a HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der BMC Beteiligungs GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden auf eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear zeitanteilig abgeschrieben. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden planmäßig linear über die Nutzungsdauer oder auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Firmenwerte wird entsprechend der Branchenerfahrung auf sechs Jahre geschätzt. Der Posten betrifft mit TEUR 321 unverändert einen Firmenwert aus Einzelanschlüssen der Tochterunternehmen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden im Berichtsjahr linear wie auch degressiv in Anlehnung an die steuerlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € wurden bis zum Anschaffungsjahr 2009 gemäß § 6 Absatz 2 EStG voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150,00 € bis 1.000,00 € wurden bis zum Anschaffungsjahr 2009 gemäß § 6 Absatz 2a EStG in einem Sammelposten geführt und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden gemäß § 6 Absatz 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, vermindert um Wertberichtigungen, unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Forderungen in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sofern Kurssicherungen bestehen erfolgt die Bewertung mit den Terminkursen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Bankguthaben in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive und passive latente Steuern werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung bzw. Steuerbelastung unter Anwendung des konzerneinheitlichen durchschnittlichen Steuersatzes angesetzt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Finanzanlagen

Von den sonstigen Ausleihungen haben 53 T€ (Vj. 53 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 T€, (Vj. 0,00 T€) 3.136 3.228
Sonstige Vermögensgegenstände 708 537
davon mit einer Restlaufzeit vonmehr als einem Jahr T€ 0, (Vj. T€ 0)
3.844 3.765

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Gebühren, Beiträge, Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuern enthalten.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung. Bei der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Die Veränderung im Geschäftsjahr beträgt T€ 9.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Urlaubsansprüche für Arbeitnehmer, Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten und Aufbewahrungskosten sowie ausstehende Rechnungen.

Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten

31.12.2023
< 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500 750 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.177 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.138 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.225 - 4.510
(davon aus Steuern) (249) (-) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (99) (-) (-)
4.040 750 4.510
Gesamt 9.300
31.12.2022
< 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 500 1.250 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.447 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.145 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.101 - 4.650
(davon aus Steuern) (88) (-) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (113) (-) (-)
5.193 1.250 4.650
Gesamt 11.093

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betreffen in Höhe von TEUR 4.510 Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden (TEUR 4.000) besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 1.1.2023 Veränderung Stand 31.12.2023
Passive latente Steuern TEUR 61 TEUR -33 TEUR 28

Der Ausweis betrifft unterschiedliche Nutzungsdauern bei digitalen Wirtschaftsgütern bei den inländischen Gesellschaften.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 118 (Vj. TEUR 586) Währungskursdifferenzen und mit TEUR 35 Buchgewinne (Vj. TEUR 1.829).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 279 Währungskursdifferenzen (Vj. TEUR 198).

Sonstige Angaben

Vom Konzernabschlussprüfer wurden für das Geschäftsjahr ausschließlich Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 34 berechnet.

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 194 (Vj. 195) Mitarbeiter beschäftigt.

Angestellte 98 (Vj. 99)
Arbeiter 96 (Vj. 96)

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Frau Birgit Dreps, Diplom-Kauffrau, und Herr Christian Dreps, Dipl.-Ing. sowie Herr Markus Dreps, Diplom-Kaufmann. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Ravensburg, den 12. Dezember 2024

Geschäftsführung

gez. Christian Dreps

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.912 15 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.537 0 0
3. geleistete Anzahlungen 0 80 0
6.449 95 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.779 4 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 254 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.661 625 159
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
9.694 629 159
III. Finanzanlagen
4. Sonstige Ausleihungen 53 0 0
53 0 0
16.196 724 159
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchung
TEUR
Währung
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 1.927
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 4.537
3. geleistete Anzahlungen 0 0 80
0 0 6.544
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 0 4.783
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0 254
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -5 5.122
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
0 -5 10.159
III. Finanzanlagen
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 53
0 0 53
0 -5 16.756
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.747 71 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.216 0 0
3. geleistete Anzahlungen 0 0 0
5.963 71 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 553 81 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 142 28 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.182 481 149
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
3.877 590 149
III. Finanzanlagen
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0
0 0 0
9.840 661 149
Aufgelaufene Abschreibungen
Währung
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 1.818
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 4.216
3. geleistete Anzahlungen 0 0
0 6.034
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 634
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 170
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -4 3.510
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
-4 4.314
III. Finanzanlagen
3. Sonstige Ausleihungen 0 0
0 0
-4 10.348
Nettobuchwerte
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109 165
2. Geschäfts- oder Firmenwert 321 321
3. geleistete Anzahlungen 80 0
510 486
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.149 4.226
2. Technische Anlagen und Maschinen 84 112
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.612 1.479
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
5.845 5.817
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 53 53
53 53
6.408 6.356

Konzerneigenkapitalspiegel 2023

in TEUR Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzern EK Eigenkapital Währungsdifferenzen
01.01.2022 1.020 10.154 11.174 16
Konzernjahresüberschuss 3.147 3.147 6
31.12.2022 1.020 13.301 14.321 22
01.01.2023 1.020 13.301 14.321 22
Konzernjahresüberschuss 1.087 1.087 25
31.12.2023 1.020 14.388 15.408 47
in TEUR Anteile Fremder Konzerneigenkapital
01.01.2022 3.401 14.591
Konzernjahresüberschuss 241 3.394
31.12.2022 3.642 17.985
01.01.2023 3.642 17.985
Konzernjahresüberschuss 128 1.240
31.12.2023 3.770 19.225

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BMC Beteiligungs GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der BMC Beteiligungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BMC Beteiligungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

● entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

● vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

● beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

● holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

● beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Saulgau, den 12. Dezember 2024

Oberschwäbische Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Knies, Wirtschaftsprüfer

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