CHC Copia Holding CSFR GmbHLiquidiert

90449 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 29068
Eingetragen
8.11.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
Die Betätigung als Holdinggesellschaft, insbesondere Beteiligung an und Verwaltung von regionalen Kopier- und Bürotechnikhandelsunternehmen im Gebiet CSFR, sowie Handel mit Bürokommunikationssystemen und Büromaschinen, insbesondere Kopiergeräten, und sonstigen Gegenständen im Bereich der Büroelektronik nebst Zubehör sowie Service, Vermietung und Leasing von solchen Gegenständen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christopher Rheidt
seit 28.4.2017
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TA Triumph-Adler GmbH

Nürnberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

der TA Triumph-Adler GmbH, Nürnberg,

1. Grundlagen des Konzerns

Die TA Triumph-Adler GmbH ist im Wesentlichen als Muttergesellschaft des TA Triumph-Adler Konzerns bzw. der TA Triumph-Adler Gruppe tätig. Kern der Unternehmensgruppe sind die operativen Gesellschaften in Deutschland sowie Beteiligungsgesellschaften in Großbritannien, Österreich, der Schweiz und Tschechien.

Die TA Triumph-Adler Gruppe positioniert sich als der Spezialist im Dokumenten- und Informationsmanagement. Wir analysieren die Abläufe, in denen unsere Kunden Dokumente erstellen, nutzen, bearbeiten und archivieren - unabhängig davon, ob das Dokument in Papierform oder elektronisch vorliegt.

Wir beraten unsere Kunden, um ihnen Wege aufzuzeigen, diese Abläufe einfacher und effizienter zu gestalten, und erstellen hierzu individuelle organisatorische und betriebswirtschaftliche Konzepte. Wir liefern umfassende Komplettlösungen aus einer Hand, um diese Effizienzverbesserungen auch umzusetzen. Wir erarbeiten und realisieren Finanzierungsmodelle, die unseren Kunden zusätzliche Vorteile wie einen geringeren Kapitaleinsatz und eine Verkürzung ihrer Bilanz verschaffen. Darüber hinaus übernehmen wir den vollständigen Service über die gesamte Vertragsdauer für Hard- und Software.

Von der Entstehung bis zur Ablage oder zum elektronischen Archiv begleiten wir so den Lebenszyklus der Dokumente unserer Kunden.

Leistungsangebot und Erfolgsfaktoren

Die Marke TA Triumph-Adler gehört mit mehr als 120 Jahren Historie zu den traditionsreichsten Marken in der Informations- und Kommunikationstechnologie Branche und bietet Maschinen und Lösungen zur Erstellung, Bearbeitung und Archivierung von Dokumenten an. Wir sehen uns als Teil deutscher Industriegeschichte, mit einer ungebrochenen Tradition erfolgreicher Tätigkeit im Document Business und einer hohen Innovationskraft.

Bei TA Triumph-Adler erhalten Kunden ein umfassendes Leistungsangebot: Aus einer Hand werden sie über alle Funktionsgruppen (Drucken, Kopieren, Scannen, Archivieren) und über den ganzen Lebenszyklus ihrer Lösungen hinweg professionell, kompetent und auf Wunsch "rund um die Uhr" betreut. Des Weiteren positionieren wir uns auch verstärkt im IT-Umfeld und erweitern unsere Leistungskompetenz sukzessive um Digitalisierungs- und Softwarelösungen rund um das Dokumenten- und Informationsmanagement sowie IT-Infrastrukturlösungen. Für dieses Marktsegment sehen wir innerhalb unseres Kundenstammes und im Mittelstand grundsätzlich einen hohen Bedarf. Mit entsprechenden organisatorischen Maßnahmen haben wir hier in den letzten Jahren die entsprechenden Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.

Hervorzuheben ist auch die flächendeckende Präsenz in unseren Hauptmärkten. Mit unseren regionalen Standorten bieten wir unseren Kunden bundesweit ein umfassendes Serviceangebot. Dabei legen wir Schwerpunkte auf Dienstleistungen, die unseren Kunden zum Beispiel das gesamte Asset- und Systemmanagement ihrer Drucker- und Kopiererlandschaft spürbar erleichtern oder sogar ganz abnehmen. Die von unserer Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan), entwickelte und patentgeschützte EcoSys-Technologie soll unseren Kunden zudem erhebliche Effizienzvorteile im laufenden Betrieb verschaffen.

Unser Leistungsangebot findet in unseren beiden wichtigsten Absatzkanälen unterschiedliche Ausprägungen. In der Distribution vertreiben wir Büromaschinen wie Kopierer, Drucker, Scanner und Multifunktionsgeräte an Fachhändler und Distributoren im In- und Ausland. Im Direktvertrieb wenden wir uns direkt an mittelständische Unternehmen und an Einrichtungen der öffentlichen Hand. Hier steht die Beratung im Mittelpunkt der vertrieblichen Aktivitäten.

Aufgrund unseres dichten Servicenetzes können wir eine konstant hohe Servicequalität erbringen und verschaffen uns damit einen Wettbewerbsvorteil.

Unsere starken Marken TA Triumph-Adler und UTAX haben bei den Entscheidern im Mittelstand und Key Account Bereich sowie im Fachhandel einen guten Klang: Mit ihnen assoziiert man Effizienz, Qualität, Kompetenz und Zuverlässigkeit. Unser Marketing stellt sich der Herausforderung, durch einen professionellen Auftritt sowie passend abgestimmte Maßnahmen den Markenwert zu steigern, die Markenbekanntheit, Markensympathie und Kaufbereitschaft gezielt zu erhöhen und das Markenimage dabei stetig zu modernisieren.

2. Wirtschaftsbericht

Der Geschäftserfolg im Document Business hängt nicht nur vom Angebot an wettbewerbsfähigen Dienstleistungen und Systemen und von günstigen Refinanzierungskonditionen ab. Andere Einflussfaktoren sind

die konjunkturelle Entwicklung, insbesondere die Investitionsneigung unserer Bestands- und Zielkunden,

eine Vertriebsstrategie, die unsere Marktposition und unsere Wettbewerbsvorteile effizient umsetzt und die Anforderungen der Zielkunden trifft sowie

eine Kommunikationsstrategie, welche die Marken mit ihrem klaren Profil eindeutig, unverwechselbar und nutzenorientiert am Markt und bei unseren Zielgruppen positioniert.

Die Ertragskraft des Unternehmens hängt wesentlich von der Zufriedenheit unserer Kunden und der zielgerichteten Führung der gesamten Unternehmensgruppe ab.

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union ist im Jahr 2021 um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (Statista, "Europäische Union: Prognose zum Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Mitgliedsstaaten von 2020 bis 2023 (gegenüber dem Vorjahr)").

Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Im Jahr 2021 erhöhte sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) allerdings im Vergleich zum Vorjahr wieder um 2,9 %. Im Vergleich zum 4. Quartal 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021 jedoch noch um 1,1 % niedriger (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 074 vom 25. Februar 2022).

Im Jahr 2021 konnte sich die Wirtschaftsleistung in fast allen Wirtschaftsbereichen im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, erholen.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022).

Die weiterhin durch die Corona-Pandemie verursachten negativen Rahmenbedingungen auf allen relevanten Absatzmärkten in Europa sowie den weltweit gestörten Lieferketten konnte sich auch die TA Triumph-Adler Gruppe im Geschäftsjahr 2021 nicht entziehen. Analog zur gesamtwirtschaftlichen Lage konnte der Umsatz jedoch im Vergleich zum Vorjahr wieder gesteigert werden. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Punkt "2.2.1. Ertragslage".

2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Produkte: Bestand und Beschaffung

Die Anzahl der Maschinen, die bei den Kunden vertraglich gebunden sind (Machines in Field (MIF)), ist eine wesentliche Kennzahl für unsere Marktposition im Direktvertrieb und drückt unmittelbar den Erfolg unserer strategischen Ausrichtung auf Beratung und Komplettlösungen aus.

Der MIF-Bestand ist mit 319 Tsd. MIF im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr (314 Tsd. MIF) gestiegen. Der Anteil kleinerer, langsamer Schwarz-Weiß-Maschinen sinkt weiterhin leicht. Technischer Fortschritt und Preisanpassungen machen den Betrieb leistungsfähigerer, schnellerer Neugeräte attraktiv. Dabei fällt die Wahl unserer Kunden zunehmend auf Farbtechnologien. Der Bestand an Farbsystemen erhöhte sich wiederum im Geschäftsjahr um 4 %.

Über 95 % der von uns vertriebenen Multifunktionsgeräte für das Office beziehen wir von unserer Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc. Die TA Triumph-Adler Gruppe ist im Konzernverbund den übrigen Einheiten gleichgestellt. Die Fakturierung erfolgt in Euro, so dass im Einkauf keine Wechselkursrisiken entstehen.

Verantwortung und Führung

Innerhalb des Kyocera-Konzerns sind die vom Unternehmensgründer Kazuo Inamori entwickelten Unternehmensgrundsätze zentraler Bestandteil der Unternehmensführung. Darin werden die Verantwortung von Management und Mitarbeitern im wechselseitigen Umgang sowie gegenüber Kunden, Geschäftspartnern, Gesellschaft und Umwelt gruppenweit festgelegt. Wir verpflichten uns darin auf einen offenen und respektvollen Umgang miteinander und mit Dritten sowie auf eine hohe Transparenz und hohe Professionalität nach innen und außen.

Soziale Verantwortung zu übernehmen gehört bei TA Triumph-Adler zur Tradition. Seit 1996 unterstützt die von uns ins Leben gerufene Stiftung benachteiligte Kinder und ihre Familien. Unter dem Namen "Triumph für Kinder" fördert sie gezielt Einrichtungen und Initiativen in sozialen Brennpunkten, die sich der Bekämpfung der Kinderarmut widmen und sich insbesondere behutsam, kontinuierlich und nachhaltig für Bildung, bessere Ernährung und mehr Bewegung, kurz: für ein besseres Aufwachsen von Kindern, einsetzen.

In enger Zusammenarbeit mit unserer Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc. und anderen Herstellern streben wir danach, die Umweltverträglichkeit der von uns vertriebenen Technologien weiter zu verbessern. Unsere Eigenmarkengeräte zeichnen sich durch gute Energieeffizienz aus und tragen fast ausnahmslos das Siegel "Energy Star".

Wir beobachten laufend die Weiterentwicklung der Umweltschutzgesetzgebung und sorgen dafür, dass die Unternehmensgruppe alle geltenden Standards erfüllt oder übertrifft. Dies betrifft unter anderem die Entsorgung von Altgeräten, von Verpackungsmaterial und Batterien.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir steuern den Konzern nach den folgenden finanziellen Kennzahlen:

Umsatzerlöse: Diese beinhalten neben dem Hardwareumsatz vor allem die Erlöse aus dem Service- und Wartungsgeschäft.

EBT (IFRS): Das EBT berechnet sich als Konzernjahresergebnis (IFRS) vor Steuern.

EBT-Rendite: Die EBT-Rendite berechnet sich als Quotient aus EBT (IFRS) und Umsatzerlösen.

Wichtige nicht finanzielle Steuerungsgrößen sind:

MIF (Machines in field): Die MIF bezeichnen die Anzahl der Maschinen, die bei den Kunden vertraglich gebunden sind.

2.2.1 Ertragslage

Die TA Triumph-Adler GmbH hat mit EUR 5,4 Mio. im Konzern das angekündigte Ziel eines Ergebnisses vor Steuern von rund EUR 9,5 Mio. nicht erreicht (Vj.: EUR 15,1 Mio.).

Die durch Produktionsengpässe weltweit gestörten Lieferketten in Verbindung mit der andauernden Corona-Pandemie haben sich auch auf das Konzernergebnis ausgewirkt. Vor allem die fehlende Warenverfügbarkeit führte zur Planunterschreitung im Umsatz. Insbesondere deutlich gestiegene Bezugskosten (vor allem Seefracht) führten zusätzlich zu einem geringeren Rohertrag (EUR -13.0 Mio.). Das aufgesetzte Kostenoptimierungsprogramm zeigte Wirkung, die Personal- und Sachkosten konnten gegenüber dem Budget um EUR 4,5 Mio. unterschritten werden. Zusätzlich positiv wirkten höhere sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 2,5 Mio.

Die EBT-Rendite lag somit mit rund 1,9 % unter den prognostizierten 3,1 %. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Ergebnisminderung (EBT) von EUR 9,7 Mio.

Absatz

Vor dem Hintergrund der nicht ausreichenden Verfügbarkeit bestimmter Modelltypen wurden m Geschäftsjahr 2021/2022 120.971 Maschinen (Vj.: 124.453 Maschinen) abgesetzt. Davon waren mehr als 95 % Eigenmarken.

Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung

Nach dem rückläufigen Umsatz im Vorjahr liegt der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021/2022 mit EUR 285,5 Mio. um +3,6% über dem Vorjahreswert von EUR 275,5 Mio. Das prognostizierte Umsatzwachstum von 12,5 % konnte damit nicht erreicht werden.

Der nur leicht steigende Umsatz ist auf die weiterhin auftretenden Auswirkungen der Corona-Krise in Verbindung mit Produktionsengpässen in Asien sowie den daraus folgenden weltweit gestörten Lieferketten zurückzuführen. Die erhoffte deutliche Umsatzsteigerung, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, konnte somit nicht realisiert werden. Vor allem im Direktvertrieb beeinträchtigten weiterhin die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Verbindung mit der erschwerten Erreichbarkeit unserer Kunden, sowie das Fehlen einzelner Produkte zur Fertigstellung ganzer Projekte das Geschäft, was zu einem Umsatzrückgang von EUR 8,3 Mio. geführt hat, während in der Distribution ein Zuwachs von EUR 18,4 Mio. verzeichnet werden konnte.

Insgesamt ist aber die Auftragslage ausgesprochen positiv. Der anhaltend hohe Auftragseingang hat durch die geringere Warenverfügbarkeit dazu geführt, dass der Konzern mit einem Auftragsbestand von rund EUR 50,9 Mio. das Geschäftsjahr abschließt. Dieser Wert übertrifft das Vorjahr um ein Vielfaches (+387%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 8,7 Mio. auf EUR 7,3 Mio. gesunken.

Der Materialaufwand ist insbesondere im Zuge des gestiegenen Umsatzes und der erhöhten Kosten für die Eingangsfrachten von EUR 164,2 Mio. auf EUR 178,0 Mio. gestiegen. Das Rohergebnis verschlechtert sich damit von EUR 119,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 114,8 Mio.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr von EUR 67,3 Mio. auf EUR 70,0 Mio. gestiegen, wobei im Vorjahr die Zuschüsse zur Kurzarbeit kostensenkend gewirkt haben. Die Personalaufwandsquote liegt damit bei 24,5% (Vj.: 24,4 %). Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2021/2022 1.048 Mitarbeiter (Vj.: 1.080 Mitarbeiter) in der TA Triumph-Adler Gruppe beschäftigt. In diesen Zahlen sind Auszubildende und Geschäftsführer nicht enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich auf EUR 7,0 Mio. erhöht (Vj.: EUR 6,3 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 31,7 Mio. (Vj.: EUR 30,2 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen Vertriebskosten in Höhe von EUR 13,5 Mio. (Vj.: EUR 13,6 Mio.), Verwaltungskosten in Höhe von EUR 6,1 Mio. (Vj.: EUR 5,2 Mio.), Werbekosten in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vj.: EUR 3,5 Mio.), Kfz-Kosten in Höhe von EUR 3,4 Mio. (Vj.: EUR 2,9 Mio.) und Raumkosten in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vj.: EUR 1,1 Mio.).

Durch das niedrigere Rohergebnis sowie die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist das Betriebsergebnis von EUR 16,1 Mio. auf EUR 6,0 Mio. gesunken.

Das Finanzergebnis (einschließlich des Zinsanteils an den Pensionsaufwendungen) belief sich auf EUR -0,6 Mio. (Vj.: EUR -1,0 Mio.). Daraus resultiert ein im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,7 Mio. niedrigeres Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von EUR 5,4 Mio. Die EBT-Rendite des aktuellen Geschäftsjahres beträgt 1,9 % (Vj.: 5,5 %).

Das Jahresergebnis nach Steuern reduziert sich von EUR 14,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,5 Mio.

2.2.2 Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die liquiden Mittel um EUR 19,4 Mio. auf EUR 9,6 Mio. (Vj.: EUR 29,0 Mio.). Dies ergibt sich aus einem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 7,2 Mio. (Vj.: EUR 19,3 Mio. Mittelzufluss), einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von EUR 15,8 Mio. (Vj.: EUR 7,3 Mio. Mittelabfluss) sowie einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von EUR 10,8 Mio. (Vj.: EUR 3,7 Mio. Mittelzufluss).

Die Liquiditätssituation zum 31. März 2022 ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Wir gehen davon aus, auch im laufenden Geschäftsjahr alle geschuldeten Tilgungen und Zinsen leisten zu können. Wir sehen - insbesondere vor dem Hintergrund der Eingliederung in die Kyocera-Gruppe - keine finanziellen Bestandsrisiken für die in den Konzern eingebundenen Gesellschaften.

Mit Datum vom 7. Mai 2018 wurde die bestehende Patronatserklärung der Kyocera Document Solutions Inc. verlängert. Diese gewährleistet der Gesellschaft entsprechende finanzielle Unterstützung bis zum 31. März 2023.

2.2.3 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme belief sich zum Stichtag 31. März 2022 auf EUR 380,1 Mio. und lag damit um 4,5 % unter dem Wert vom 31. März 2021 (EUR 398,0 Mio.).

Auf der Aktivseite sanken die langfristigen Vermögenswerte auf EUR 206,5 Mio. (Vj.: EUR 209,8 Mio.) und die kurzfristigen Vermögenswerte auf EUR 173,6 Mio. (Vj.: 188,2 Mio.). Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr auf 54,3 % (Vj.: 52,7 %) gestiegen, der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte hat sich auf 45,7 % (Vj.: 47,3 %) reduziert.

Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen bei den langfristigen Vermögenswerten der Rückgang der Forderungen aus Finanzierungsleasing auf EUR 145,1 Mio. (Vj.: EUR 156,7 Mio.), was durch die gestiegenen Immateriellen Vermögenswerte auf EUR 56,4 Mio. (Vj.: EUR 49,1 Mio.) teilweise ausgeglichen wurde. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sanken die Forderungen aus Finanzierungsleasing von EUR 71,2 Mio. auf EUR 68,4 Mio., die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von EUR 29,0 Mio. auf EUR 9,6 Mio., sowie die sonstigen kurzfristigen Forderungen von EUR 40,2 Mio. auf EUR 32,3 Mio. Dazu gegenläufig sind die Vorräte von EUR 47,7 Mio. auf EUR 63,2 Mio. gestiegen,

Auf der Passivseite verringerte sich das negative Eigenkapital auf EUR 146,8 Mio. (Vj.: EUR 150,9 Mio.). Ursächlich hierfür war insbesondere das positive Jahresergebnis in Höhe von EUR 3,5 Mio.

Die langfristigen Schulden stiegen auf EUR 333,1 Mio. (Vj.: EUR 304,1 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Finanzschulden auf EUR 111,8 Mio. (Vj.: EUR 71,9 Mio.), dem ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing auf EUR 122,7 Mio. (Vj.: EUR 127,2 Mio.), sowie der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf EUR 97,3 Mio. (Vj.: EUR 103,3 Mio.) gegenüber stehen. Die kurzfristigen Schulden sanken auf EUR 193,8 (Vj.: EUR 244,7 Mio.). Dies resultierte insbesondere aus der Reduzierung der Finanzschulden auf EUR 12,2 Mio. (Vj.: EUR 58,0 Mio.), der sonstigen Verbindlichkeiten auf EUR 100,4 Mio. (Vj.: EUR 104,4 Mio.) und der sonstigen Rückstellungen auf EUR 9,1 Mio. (Vj.: EUR 11,8 Mio.).

Die Veränderung der Finanzschulden beruht im Wesentlichen aus der Umgliederung eines Darlehens gegenüber der Kyocera Document Solutions Inc. in Höhe von EUR 42 Mio. aufgrund der Fristigkeit.

Insgesamt betragen die Finanzschulden gegenüber der Kyocera Document Solutions Inc. EUR 124,0 Mio. (Vj.: EUR 129,9 Mio.).

Ein wesentlicher Bilanzposten sind weiterhin die Pensionsrückstellungen. Diese beliefen sich zum 31. März 2022 auf EUR 104,5 Mio. (Vj.: EUR 110,7 Mio.), davon betreffen EUR 97,3 Mio. langfristige Pensionsrückstellungen. Der Rückgang resultiert auf geleisteten Rentenzahlungen bei einem gestiegenen Abzinsungssatz.

2.2.4 Konzerneigenkapital

Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 80,3 Mio. Das Konzernjahresergebnis des Geschäftsjahres zum 31. März 2022 von EUR 3,5 Mio. verringert den Bilanzverlust auf EUR 187,8 Mio.

Zuzüglich des direkt im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinns aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. sowie der Unterschiede aus der Währungsumrechnung von EUR 0,5 Mio. beträgt das Konzerneigenkapital der TA Triumph-Adler GmbH damit zum 31. März 2022 EUR -146,8 Mio. gegenüber EUR -150,9 Mio. zum 31. März 2021.

Insgesamt beurteilen wir die wirtschaftliche Lage der TA Triumph-Adler Gruppe, insbesondere im Hinblick auf das positive Jahresergebnis und dem sehr hohen Auftragsbestand, als gut.

2.2.5 Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Mit dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst" vom 24. April 2015 hat der Gesetzgeber große deutsche Unternehmen verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in den obersten Führungsetagen festzulegen.

Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der TA Triumph-Adler GmbH beträgt derzeit 0 %. Die Gesellschaft hatte es sich zum Ziel gemacht, den Anteil von Frauen in diesem Gremium auf 33 % bis 30. Juni 2017 zu steigern. Diese Erhöhung konnte nicht umgesetzt werden. Auf Ebene der Geschäftsführung beträgt die Frauenquote 0 %; eine Änderung war bzw. ist nicht vorgesehen. Beim Blick auf die beiden nachfolgenden Führungsebenen der Gesellschaft beträgt sie derzeit 19 %. Die geplante Steigerung bis 30. Juni 2017 von 15 % wurde erreicht.

3. Nachtragsbericht

Zwischen dem 31. März 2022 und dem Aufstellungszeitpunkt wurde die TA Pension GmbH, Nürnberg, per 30. April 2022 veräußert.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

Die TA Triumph-Adler Gruppe ist bei ihren Aktivitäten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit des Konzerns ist ein systematisches Risikomanagementsystem, dessen Aufgabe insbesondere darin besteht, strategische und bestandsbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen und zu analysieren.

Darüber hinaus ist die TA Triumph-Adler Gruppe in das konzernweite Risikomanagement der Kyocera Corporation, Kyoto (Japan), als oberste Konzernmuttergesellschaft eingebunden.

4.2 Risiken

Folgende Risiken werden - unverändert zum Vorjahr - als wesentliche Risiken angesehen, die, unter Berücksichtigung der von der Gesellschaft getroffenen Maßnahmen, in ihrer potentiellen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft insgesamt als "gering bis moderat" eingestuft werden:

Unzureichendes Ergebnis/Rendite

Kreditrisiko bei Kunden

Risiken aus langfristigen Miet-/Leasingverträgen mit Kunden

Fremdwährungsrisiken

Zins- und Liquiditätsrisiken

Diese Risiken sind wie folgt charakterisiert:

Unzureichendes Ergebnis / Rendite. Die Unternehmensgruppe ist unter anderem verpflichtet, das operative Ergebnis zur Erfüllung der laufenden Verpflichtungen einzusetzen. Um Fixkosten aus dem laufenden Kerngeschäft zu erwirtschaften, ist eine stabile Profitabilität notwendig. Wir streben unverändert an, die Umsätze zu steigern und weiterhin Gewinne zu erzielen. Trotz der in 2022 immer noch herrschenden Pandemie, den damit verbundenen Lieferschwierigkeiten und den gestiegenen Transportkosten ist es uns gelungen, ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Wir sehen das als Beleg eines ergebnisstabilen Geschäftsmodelles, um unter anderem mit dem Ausbau des Neukundengeschäftes, vertraglich abgesicherter Serviceeinnahmen und der konsequenten Ausrichtung auf effiziente Betriebsabläufe mit entsprechenden Kostenoptimierungen weiterhin positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Insgesamt sehen wir deshalb das Risiko als gering an.

Kreditrisiko bei Kunden. Die Kundenstruktur der TA Triumph-Adler Gruppe - es handelt sich weit überwiegend um mittelständische Firmen - birgt Kreditrisiken. Mögliche Forderungsausfälle könnten die Ergebnissituation verschlechtern. Zudem besteht das Risiko, dass Refinanzierer vermehrt Finanzierungskonstruktionen anbieten, mit denen TA Triumph-Adler vermehrt selbst ins Obligo gehen müsste.

Um diesem Risiko zu begegnen, analysieren wir detailliert und regelmäßig die Debitorenstruktur und führen ein stringentes Forderungsmanagement durch. Die Konditionen und Vereinbarungen mit Refinanzierern werden laufend optimiert. Aufgrund dieser Maßnahmen stufen wir dieses Risiko normalerweise als gering ein. Der Corona-Effekt hat bisher zu keinem spürbaren, höheren Risiko geführt. Wir sind auch deshalb der Überzeugung, dass dieses Risiko unser Unternehmen nicht signifikant gefährdet. Weiterhin liegt das Obligo im Direktvertrieb zu einem signifikanten Teil bei unseren Refinanzierern und unsere Forderungen im indirekten Kanal, das heißt im Vertrieb an Fachhändler und Distributoren, versichern wir prinzipiell gegen Ausfall bei entsprechenden Agenturen.

Risiken aus langfristigen Miet- / Leasingverträgen mit Kunden. Durch den Abschluss der branchenüblich eher langfristigen Miet- / Leasingverträge mit Kunden sind wir vor allem bezüglich unserer Servicedienstleistungen während der in der Regel zwischen 36 und 72 Monaten betragenden Vertragslaufzeit an die zu Vertragsbeginn kalkulierten und vereinbarten Konditionen gebunden. Im Rahmen der Kalkulation zu Vertragsbeginn ist es dabei in Folge der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung erforderlich, bestimmte Parameter wie zum Beispiel das Druck- und Kopierverhalten oder die erwartete Serviceintensität des Kunden zu bestimmen. Im Vertragsverlauf kann es zu Abweichungen kommen, welche im Einzelfall zu einem wirtschaftlichen Nachteil für die TA Triumph-Adler Gruppe führen und selbst mit Gegenmaßnahmen nicht abzuwenden sind.

Um diesem Risiko zu begegnen, haben wir bei größeren Kundenverträgen ein entsprechendes zentrales Vertragscontrolling eingerichtet, welches bereits vor Vertragsabschluss mit dem Kunden die Vertragskonditionen und Kalkulationen überprüft. Ein Vertragsabschluss ist erst nach erfolgter Freigabe durch das Vertragscontrolling möglich. Aufgrund dieser Maßnahmen wird dieses Risiko als gering bis moderat eingestuft.

Darüber hinaus bestehen weitere grundsätzliche Risiken. Der Konzern ist international tätig und infolgedessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert. Der Anteil an Fremdwährungsgeschäften ist aktuell von geringem Umfang, so dass dieses Risiko als gering eingeschätzt wird.

Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten. Um dem Liquiditätsrisiko zu begegnen, besteht die Aufgabe des Liquiditätsrisikomanagements insbesondere darin, die für den Konzern erforderlichen Kreditlinien aufrechtzuerhalten und für ausreichend flüssige Mittel zu sorgen. Aufgrund der bestehenden Finanzierung über unsere Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc. werden diese beiden Risiken als gering eingestuft.

4.3 Chancen

Als Teil der Kyocera-Gruppe macht sich die TA Triumph-Adler Gruppe deren Konzernziele zu eigen. Unverändert ist die Grundlage unserer Aktivitäten das Geschäftsmodell mit unserer Zwei-Marken-Strategie in den beiden Vertriebskanälen. Als Lösungsanbieter für unsere Kunden setzen wir dabei auf unsere Markenstärke, die flächendeckende Präsenz, unsere Servicestärke und auf die Produkte und Technologien unserer Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc. Insbesondere die Vielzahl unserer Kunden und deren hohe Zufriedenheit bieten uns gute Möglichkeiten, unser Geschäft weiter auszubauen. Diese Grundlagen werden wir nutzen, um unser Geschäftsmodell stabil und nachhaltig weiter zu entwickeln und schon im laufenden Geschäftsjahr zu weiterem profitablem Wachstum zu gelangen. Positiv wirkt sich hierauf auch die Anreicherung unseres Kerngeschäfts um neue digitale Lösungen aus. Viele Unternehmen stehen nach den praktischen Erfahrungen mit dem Arbeiten im Home-Office einer stärkeren Digitalisierung positiv gegenüber. Die TA Triumph-Adler Gruppe kann mit entsprechenden Softwarelösungen (ECM, DMS, digitale Personalakte etc.) dazu beitragen, Print- und Digitalinformationen prozesstechnisch effizient abzubilden.

Die TA Triumph-Adler Gruppe verfügt über eine ausreichende Liquiditätsposition aufgrund der vorhandenen Konzernfinanzierung und der von unserer Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc. ausgestellten Patronatserklärung.

Die Eingliederung in die Kyocera-Gruppe bietet der Unternehmensgruppe zudem hohe operative und finanzielle Stabilität. Sie eröffnet darüber hinaus tendenziell neue strategische Möglichkeiten.

4.4 Gesamturteil zur Risikosituation

Die finanziellen Verpflichtungen der Unternehmensgruppe können aus dem Bestand an liquiden Mitteln sowie erforderlichenfalls im Konzernverbund der Kyocera-Gruppe bedient werden. Die Corona-Pandemie sollte sich durch Weiterentwicklung von Impfstoffen zumindest nicht verstärken, sondern eher abschwächen. Die Entwicklung kann aber nicht zweifelsfrei vorhergesehen werden. Auf Basis der Erfahrungen und Geschäftsergebnisse im abgelaufenen Jahr können wir aber generell auf unsere langjährigen Kundenverbindungen und einem auf Effizienz und Kostenoptimierung ausgerichteten internen Kontrollsystem vertrauen. Wir sehen daher derzeit keine akuten Risiken für den Fortbestand der TA Triumph-Adler GmbH und der TA Triumph-Adler Gruppe. Die finanzielle Unterstützung durch die Gesellschafterin wurde über eine Patronatserklärung bis zum 31. März 2023 zugesichert.

In Zusammenhang mit der Veräußerung der TA Pension GmbH, Nürnberg, im folgenden Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte weiterhin eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der TA Triumph-Adler GmbH durch die Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan) in Höhe von T€ 103.300, was zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft führte. Zusammen mit der Planung positiver Ergebnisse für die Folgejahre gehen wir von einer weiteren Verbesserung der Eigenkapitalsituation aus.

5. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Eine zuverlässige Vorhersage des weiteren Verlaufs der Corona-Krise sowie deren Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 lassen sich derzeit nur eingeschränkt treffen. Die konjunkturellen Folgen hängen maßgeblich vom weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens und neuer Mutationen ab. Durch den Wegfall der Pandemiebeschränkungen erlebt die Konjunktur einen Auftrieb, der allerdings durch fehlende Produktverfügbarkeiten sowie durch Lieferengpässe aufgrund von gestörten Lieferketten gedämpft wird.

Der Krieg in der Ukraine belastet die Konjunktur zusätzlich auf Angebots- und Nachfrageseite. Die Verteuerung der Energierohstoffe und die Unsicherheit über die wichtigen Gaslieferungen für die deutsche Wirtschaft aus Russland, führen zu einem anhaltend hohen Preisauftrieb.

Für das Kalenderjahr 2022 geht die Europäische Kommission von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone von 2,7 % aus. Für Frankreich rechnet die Europäische Kommission im Kalenderjahr 2022 mit einem Wachstum von 2,4 % und für Italien mit einem Wachstum von 2,9 %.

Für Deutschland wird von einem Wachstum von 1,4 % ausgegangen (Europäische Kommission, Institutionel Paper 183, July 2022, "European Economic Forecast, Summer 2022").

Planung der TA Triumph-Adler Gruppe

Bei allen weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit der Pandemie bzw. Post-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine gehen wir von einem Wachstum der europäischen Wirtschaft aus. Zusätzlich stabilisierend für die Planung des neuen Geschäftsjahres wirkt dabei der sehr hohe Auftragsbestand. Insgesamt gehen wir von einer deutlich erhöhten Warenverfügbarkeit spätestens im 2. Halbjahr 2022/2023 aus. Darauf basierend planen wir ein Umsatzplus von rund 8,6% für das Geschäftsjahr 2022/2023. Der MIF-Bestand soll auf 338 Tsd. MIF wachsen. Weiterhin streben wir im nächsten Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern von rund EUR 9,4 Mio. und eine EBT-Rendite von ca. 3,0 % an.

 

Nürnberg, den 30. September 2023

Die Geschäftsführung

Christopher Rheidt, Geschäftsführer

Hiroshi Takenaka, Geschäftsführer

Yukio Ikeda, Geschäftsführer

Yuji Doura, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.03.2022 31.03.2021
A. Langfristige Vermögenswerte (Anhang Tz. 14)
I. Sachanlagen 3.139.486 1.874.570
II. Immaterielle Vermögenswerte 56.360.206 49.126.417
IV. Forderungen aus Finanzierungsleasing 145.143.970 156.732.587
V. Sonstige langfristige Forderungen 1.889.205 2.037.108
206.532.867 209.770.682
B. Kurzfristige Vermögenswerte (Anhang Tz. 16-18)
I. Vorräte 63.262.599 47.675.133
II. Forderungen aus Finanzierungsleasing 68.394.798 71.194.698
III. Sonstige kurzfristige Forderungen 32.281.778 40.170.596
IV. Steuererstattungsansprüche 24.376 210.956
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.603.849 28.974.581
173.567.400 188.225.964
380.100.267 397.996.646

Passiva

31.03.2022 31.03.2021
A. Eigenkapital (Anhang Tz. 19)
I. Gezeichnetes Kapital 80.302.822 80.302.822
II. Kapitalrücklage 8.420.330 8.420.330
III. Andere Rücklagen -47.729.046 -48.262.570
IV. Bilanzverlust -187.787.408 -191.325.536
-146.793.302 -150.864.954
B. Langfristige Schulden (Anhang Tz. 20)
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 97.323.189 103.292.029
II. Sonstige Rückstellungen 1.212.686 1.721.188
III. Finanzschulden 111.836.016 71.885.549
IV. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 122.726.093 127.248.578
333.097.984 304.147.344
C. Kurzfristige Schulden (Anhang Tz. 20)
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.178.611 7.441.641
II. Steuerschulden 2.150.132 522.343
III. Sonstige Rückstellungen 9.095.292 11.799.671
IV. Finanzschulden 12.171.461 57.986.793
V. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 62.831.513 62.605.004
VI. Sonstige Verbindlichkeiten 100.368.576 104.358.804
193.795.585 244.714.256
380.100.267 397.996.646

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

01.04.2021-31.03.2022
01.04.2020-31.03.2021
1. Umsatzerlöse (Anhang Tz. 5) 285.499.853 275.515.398
2. Sonstige betriebliche Erträge (Anhang Tz. 6) 7.270.577 8.653.804
3. Materialaufwand (Anhang Tz. 7) -178.018.410 -164.221.766
4. Rohergebnis 114.752.020 119.947.436
5. Personalaufwand (Anhang Tz. 8) -70.017.129 -67.258.220
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (Anhang Tz. 9) -7.040.770 -6.322.508
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (Anhang Tz. 10) -31.684.848 -30.218.051
8. Betriebsergebnis 6.009.273 16.148.657
9. Finanzertrag (Anhang Tz. 11) 8.936.093 7.573.181
10. Finanzaufwand (Anhang Tz. 11) -9.548.036 -8.575.923
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.397.330 15.145.915
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Anhang Tz. 12) -1.723.435 -462.890
13. Sonstige Steuern -135.767 -156.454
14. Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 3.538.128 14.526.571
15. Jahresergebnis des Konzerns 3.538.128 14.526.571
- davon auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend 3.538.128 14.526.571
16. Unterschiede aus der Währungsumrechnung 445.468 4.646
17. Bewertung Pensionsverpflichtung (versicherungsmathematische Gewinne)
(Vj.: Verluste) 88.056 -4.285.937
18. Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 533.524 -4.281.291
19. Gesamterfolg 4.071.652 10.245.280
- davon auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend 4.071.652 10.245.280

Geänderter Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 - 31. März 2022

ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Vorbemerkung

Sämtliche inländischen Tochtergesellschaften (siehe Beteiligungsliste) der TA Triumph-Adler GmbH in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften sollen gemäß den im Bundesanzeiger veröffentlichten Gesellschafterbeschlüssen grundsätzlich von den Befreiungsmöglichkeiten gemäß

§ 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen. Eine der Voraussetzungen zur Inanspruchnahme dieser Befreiungsmöglichkeit ist, dass diese im Konzernanhang der TA Triumph-Adler GmbH, die als Mutterunternehmen der zu befreienden Tochtergesellschaften einen Konzernabschluss erstellt, angegeben wird. Dies wurde im ursprünglich erstellten Konzernabschluss unterlassen. Entsprechend wird nunmehr im geänderten Konzernabschluss unter Abschnitt 2. "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs ein entsprechender Unterabschnitt "Offenlegung Jahresabschlüsse" ergänzt.

1. Grundlegende Informationen

Die TA Triumph-Adler GmbH und ihre Tochtergesellschaften vertreiben im Wesentlichen unter den Marken TA Triumph-Adler und UTAX Kopiergeräte, Multifunktionsgeräte und Drucker und erbringen den damit zusammenhängenden Service.

Bei der TA Triumph-Adler GmbH handelt es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Nürnberg, Südwestpark 23. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Nürnberg unter der Nummer HRB 27276 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. April 2021 bis zum 31. März 2022 wurde entsprechend den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung des Konzerns darstellt. Alle Beträge im Konzernanhang werden in Tausend Euro (T€) angegeben, soweit nicht explizit anders dargestellt.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/-einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsistent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss der TA Triumph-Adler GmbH ist gemäß § 315e HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. den International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Interpretationen (IFRIC, SIC) erstellt.

Der Konzernabschluss basiert auf historischen Kosten außer bei der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten.

Die Erstellung des Konzernabschlusses im Einklang mit IFRS erfordert die Verwendung von Schätzungen. Sie verpflichtet das Management auch dazu, bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beurteilungen abzugeben. Die Gebiete, bei denen Annahmen und Schätzungen für den Konzernabschluss wichtig sind, werden unter Gliederungspunkt 4. Schätzungen und Unsicherheiten bei der Bilanzierung und Bewertung, dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Offenlegung Jahresabschlüsse

Sämtliche inländischen Tochtergesellschaften in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften werden in den Konzernabschluss der TA Triumph-Adler GmbH einbezogen. Die TA Triumph-Adler GmbH ist als Mutterunternehmen zur Verlustübernahme analog zu § 302 AktG verpflichtet. Die Tochterunternehmen machen daher grundsätzlich von den Befreiungsmöglichkeiten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Angaben

Nachfolgend werden Änderungen von Standards und Interpretationen und deren Anwendungspflicht sowie die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss dargestellt.

a) Interpretationen und Standards, für die im Geschäftsjahr 2021/2022 eine erstmalige Anwendungspflicht besteht

Standards (IAS/IFRS), Titel Änderung Wesentliche Auswirkungen im TA-Konzern
Interpretationen (IFRIC)
IFRS 9/IAS 39/ IFRS 7/ IFRS 4/ IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze (Phase 2) Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung im Zeitpunkt der Ablösung eines bestehenden Referenzzinssatzes durch einen alternativen Zinssatz. Keine
In der EU besteht Anwendungspflicht für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2021 beginnen.
IFRS 4 Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von der Anwendung von IFRS 9 Das Auslaufen der vorübergehenden Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 in IFRS 4 wird auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Keine
In der EU besteht Anwendungspflicht für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2021 beginnen.
IFRS 16 Covid-19-bezogene Mietkonzessionen Verlängerung des Anwendungszeitraums, mit der Leasingnehmern eine Befreiung von der Beurteilung gewährt wird, ob eine auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzession eine Leasingmodifikation darstellt. Keine
In der EU besteht Anwendungspflicht für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2021 beginnen.

b) Interpretationen und Standards deren Anwendungspflicht in der Zukunft liegt

Standards (IAS/IFRS), Interpretation (IFRIC) Titel Anwendungspflicht im TA Konzernabschluss ab dem Geschäftsjahr Vorzeitige Anwendung im TA- Konzern
IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 2022/2023 Nein
IAS 37 Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrags 2022/2023 Nein
IAS 16 Erzielung von Erlösen, bevor sich ein Vermögenswert in seinem betriebsbereiten Zustand befindet 2022/2023 Nein
IFRS 17 Bilanzierung von Versicherungsverträgen 2023/2024 Nein
IAS1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 2023/2024 Nein
IAS 1 Angabe von wesentlichen Informationen in Bezug auf Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2023/2024 Nein
IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 2023/2024 Nein
IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 2023/2024 Nein
Standards (IAS/IFRS), Interpretation (IFRIC) Übernahme durch EU erfolgt Wesentliche Auswirkungen auf den TA-Konzernabschluss
IFRS 3 Ja Keine
IAS 37 Ja Keine
IAS 16 Ja Keine
IFRS 17 Ja Keine
IAS1 Nein Keine
IAS 1 Ja Keine
IAS 8 Ja Keine
IAS 12 Nein Keine

Veränderungen im Konsolidierungskreis

In der Zeit vom 01. April 2021 bis zum 31. März 2022 gab es durch die Gründung der TA Pension GmbH, Nürnberg eine Veränderung im Konsolidierungskreis.

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist mit dem Bilanzstichtag des Mutterunternehmens (31. März) identisch.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Tochtergesellschaften

Neben der TA Triumph-Adler GmbH wurden 5 (Vj.: 4) inländische und 4 (Vj.: 4) ausländische Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konzernabschluss der TA Triumph-Adler GmbH werden sämtliche Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Möglichkeit hat, die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Kapitalkonsolidierung wird bei allen Gesellschaften nach der in IFRS 3 beschriebenen Erwerbsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte und Schulden werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht beherrschenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Wenn die Anschaffungskosten geringer sind als der beizulegende Zeitwert der übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen auf Anteile sowie auf Forderungen an einbezogenen Unternehmen werden zurückgenommen. Unrealisierte Gewinne und Verluste bei Geschäftsvorfällen zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Bei Vorhandensein unrealisierter Verluste wird dies jedoch als Indikator zur Notwendigkeit der Durchführung eines Wertminderungstests für den übertragenen Vermögenswert genommen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden soweit erforderlich geändert, um sicherzustellen, dass diese mit den Methoden des Konzerns übereinstimmen.

Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung (IAS 21) umgerechnet. Die funktionale Währung ist die Landeswährung, da die in den Konzernabschluss einbezogenen Auslandsgesellschaften ihr Geschäft selbständig in ihrer Landeswährung betreiben. Demnach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wird erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Bei der Veräußerung von ausländischen Tochtergesellschaften werden die zugeordneten Währungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. Die Darstellung erfolgt unter den anderen Rücklagen.

In den Einzelabschlüssen der TA Triumph-Adler GmbH und der konsolidierten Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs bewertet.

Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt.

Der Ausweis der erfolgswirksamen Währungsdifferenzen erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen".

Für die Währungsumrechnung wurden bezüglich der relevanten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

Durchschnitt Stichtag
01.04.2021-31.03.2022
01.04.2020-31.03.2021
31.03.2022
31.03.2021
1 Britischer Pfund 1,17534 1,12063 1,18085 1,1719
1 Schweizer Franken 0,93893 0,92678 0,97031 0,90490
1 Tschechische Krone 0,03954 0,03764 0,04088 0,03829

Ertragsrealisierung

Nach IFRS 15 werden die Umsatzerlöse aus Waren oder Dienstleistungen mit Übergang der Kontrolle vom Konzern auf den Kunden zeitpunkt- oder zeitraumbezogen nach Erfüllung der Leistungsverpflichtung mit dem Betrag bilanziert, auf den der Konzern erwartungsgemäß Anspruch hat.

Umsatzerlöse aus Kundenverträgen enthalten insbesondere Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs. Die Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer, Rabatten, sonstigen Erlösminderungen und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren werden erfasst, wenn die Produkte einem Kunden geliefert wurden, der Kunde die Ware angenommen hat und die Einbringlichkeit der Forderung als ausreichend sicher anzusehen ist.

Beim Abschluss eines Finanzierungsleasingvertrages mit einem Kunden geht das wirtschaftliche Eigentum auf den Kunden über. Es werden daher in diesem Fall wie beim Verkauf von Waren Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren erfasst.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Dienstleistungen werden in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem die Dienstleistungen erbracht werden.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Beteiligungserträge werden ausgewiesen, wenn das Recht begründet wurde, entsprechende Zahlungen zu erhalten.

Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Es werden keine Neubewertungen auf den beizulegenden Zeitwert durchgeführt. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beinhalten alle Ausgaben, die dem betreffenden Objekt direkt zurechenbar sind. Fremdkapitalzinsen werden aktiviert, soweit sie im Zusammenhang mit der Anschaffung bzw. Herstellung von qualifying assets entstehen. Im Übrigen werden sie sofort aufwandswirksam erfasst. Im TA Triumph-Adler Konzern bestehen keine qualifying assets.

Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögenswertes oder - sofern einschlägig - als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden in dem Jahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie tatsächlich anfallen.

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Alle weiteren Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage folgender Nutzungsdauern ermittelt:

Gebäude und Gebäudeteile 20-40 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-7 Jahre

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Der Buchwert eines Vermögenswertes wird sofort auf seinen erzielbaren Betrag reduziert, wenn der Buchwert des Vermögenswertes seinen erzielbaren Wert übersteigt.

Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

a) Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochtergesellschaften dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund der Akquisition von Tochtergesellschaften wird unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung getestet und zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen angesetzt. Für den Werthaltigkeitstest wird der Geschäfts- oder Firmenwert auf die Zahlungsmittel generierenden Einheiten verteilt. Die Zahlungsmittel generierenden Einheiten entsprechen den Geschäftsbereichen der TA Triumph-Adler GmbH. Einmal durchgeführte Wertminderungen werden bei Geschäfts- oder Firmenwerten auch bei einem eventuell später wieder erhöhten Wert nicht revidiert. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf eines Geschäftsbereichs beinhalten auch den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der auf diesen Geschäftsbereich entfällt.

b) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei wird Computersoftware über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Soweit die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllt sind, werden Entwicklungsausgaben, die auf konzerninternen Leistungen beruhen, als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Entwicklungskosten werden über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Im Konzern fielen keine Forschungskosten an.

Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie zum Beispiel der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (Zahlungsmittel generierende Einheiten). Wenn der Grund für einen früher erfassten Wertminderungsverlust entfallen ist, erfolgt - soweit zulässig - eine Zuschreibung auf die um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden nach IAS 9 klassifiziert und bewertet. Hierbei werden die Kategorien Derivate, Fremdkapital- und Eigenkapitalinstrumente unterschieden. Dabei hängt die Klassifizierung eines finanziellen Vermögenswerts als Fremdkapitalinstrument oder als Eigenkapitalinstrument davon ab, welchem Geschäftsmodell der finanzielle Vermögenswert zugeordnet wird.

Ein Fremdkapitalinstrument ist durch die Geschäftsmodelle "Halten" und "Halten und Verkaufen" definiert. Beide Modelle sehen vertragliche Zins- und Tilgungszahlungsströme vor. Im Gegensatz gibt es bei einem Eigenkapitalinstrument keine Zins- und Tilgungszahlungsströme auf den ausgereichten Betrag.

a) Klassifizierung

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 neben der Kategorie "Derivate" in die Kategorie "Fremdkapitalinstrumente" und in die Kategorie "Eigenkapitalinstrumente". Die Klassifizierung ist abhängig von dem Zweck, zu dem die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

aa) Eigenkapitalinstrumente mit dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen"

Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er ursprünglich mit der Absicht angeschafft wurde, ihn innerhalb einer kurzen Zeit wieder zu verkaufen und wenn Zins- und Tilgungszahlungen erfolgen. Erfolgt eine Fair-Value-Bewertung, werden die Fair-Value-Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Erfolgt keine Fair-Value-Bewertung werden Bewertungsänderungen im Kapital abgebildet.

ab) Eigenkapitalinstrumente mit dem Geschäftsmodell "Halten"

Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er ursprünglich mit der Absicht angeschafft wurde, ihn zu behalten und wenn Zins- und Tilgungszahlungen erfolgen. Erfolgt eine Fair-Value-Bewertung, werden die Fair-Value-Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Erfolgt keine Fair-Value-Bewertung werden Wertänderungen in den Abschreibungen gezeigt.

Ausleihungen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sie werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, außer wenn ihre Restlaufzeit mehr als 1 Jahr beträgt. Diese werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns umfassen Forderungen aus Finanzierungsleasing, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, andere Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

b) Ansatz und Bewertung

Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Alle finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Vermögenswerte, deren Fair-Value-Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, werden mit ihrem Fair Value zuzüglich Transaktionskosten eingebucht. Finanzielle Vermögenswerte, deren Fair-Value-Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, werden zunächst zum Fair Value eingebucht. Die Transaktionskosten werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte aus Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Finanzielle Vermögenswerte, deren Fair-Value-Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, werden in den Folgeperioden mit dem Fair Value angesetzt. Alle anderen werden in den Folgeperioden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Da für die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns kein aktiver Markt besteht bzw. es sich um nicht am Kapitalmarkt notierte Vermögenswerte handelt, werden die beizulegenden Zeitwerte mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Soweit sich hieraus keine anderen Anhaltspunkte ergeben, entspricht der beizulegende Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskosten.

Zu jedem Bilanzstichtag wird anhand geeigneter Methoden überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Erforderlichenfalls werden Wertberichtigungen in der notwendigen Höhe vorgenommen. Im Bereich der Forderungen werden aufgrund von Erfahrungswerten Wertberichtigungen nach dem Expected-Credit-Loss-Modell (Simplified Approach) gebildet.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Derivative Finanzinstrumente werden erstmalig am Tag des Vertragsabschlusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden ebenfalls mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Im Konzern werden als derivative Finanzierungsinstrumente Devisentermingeschäfte eingesetzt. Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken abgeschlossen; sie werden nicht als Sicherungsinstrumente im Sinne einer Hedge-Accounting-Bilanzierung qualifiziert. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird unter Anwendung der Devisenterminkurse am Bilanzstichtag ermittelt. Positive Zeitwerte werden unter den Sonstigen kurzfristigen Forderungen, negative Zeitwerte unter den Sonstigen kurzfristen Verbindlichkeiten bilanziert. Gewinne und Verluste des beizulegenden Zeitwertes werden dabei sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Leasingverhältnisse

Die Bilanzierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IFRS 16. Es sind folgende Möglichkeiten zu unterscheiden:

a) Leasingverhältnisse für im Konzern selbst genutzte Vermögenswerte

Für Leasingverhältnisse, bei denen die TA Triumph-Adler Gruppe Leasingnehmer ist, erfolgt im Zeitpunkt der Nutzungsüberlassung eines zugrunde liegenden Vermögenswerts der Ansatz eines Nutzungsrechts in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen mit korrespondierender Leasingverbindlichkeit. Es wird die Trennung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten vorgenommen. Erleichterungsvorschriften für low value- und short term - Mietverhältnisse werden nicht in Anspruch genommen.

Bei der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht nach dem Anschaffungskostenmodell bewertet und linear über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird um den Zinsaufwand der Periode aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert.

b) Leasingverhältnisse im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft

Die Vermietung von Kopier-, Druck- und Multifunktionssystemen stellt das Kerngeschäft der TA Triumph-Adler Gruppe dar.

Mit den Kunden werden dabei Leasingverträge über eine feste Grundlaufzeit zwischen 36 und 72 Monaten abgeschlossen. Nach Ablauf der Grundlaufzeit werden die Geräte von den Kunden zurückgegeben. Soweit der Kunde den Vertrag nicht unter Einhaltung der festgelegten Kündigungsfrist kündigt, verlängert sich der Vertrag um eine im Vertrag von vornherein festgelegte Laufzeit. Eine Kaufoption besteht nicht.

Endkundenverträge werden beim TA Triumph-Adler Konzern in der Regel als Finanzierungsleasing eingestuft, da der Kunde die mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem vereinbarten Mietverhältnis trägt. Als Entscheidungskriterium für die Einstufung wurden im Konzern eine Vertragslaufzeit von mindestens 75% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Leasinggegenstände sowie der Barwert der Mindestleasingzahlungen von mindestens 90 % des beizulegenden Zeitwertes der vermieteten Vermögensgegenstände festgelegt. Da der Kunde als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist, werden im TA Triumph-Adler Konzern für diese Verträge Forderungen aus Finanzierungsleasing ausgewiesen, die mit dem Nettoinvestitionswert angesetzt werden. Der Zinsanteil der eingehenden Leasingraten wird unter den Zinserträgen ausgewiesen. Bei diesen Verträgen werden sowohl der Umsatz als auch der Wareneinsatz im Zeitpunkt der Lieferung der Leasinggegenstände in vollem Umfang realisiert. Die vom Kunden eingehenden Mietraten werden dann im Hinblick auf die Leasingforderungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil zerlegt.

In vielen Fällen werden Kundenverträge refinanziert. Im Wesentlichen sind in diesem Zusammenhang zwei Refinanzierungsformen zu unterscheiden. Die Refinanzierungen erfolgen im Wege des Sale-and-Leaseback bzw. Head-Lease / Sub-Rent oder durch fristenkongruente Darlehensaufnahme.

Seit 2017 kann sich der TA Triumph-Adler Konzern über ein Darlehen bei der Kyocera Document Solutions Inc. finanzieren. Die entsprechenden Kundenverträge werden dabei fristenkongruent bei der Muttergesellschaft refinanziert.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Refinanzierungsform Direktleasing durch das sog. Head-Lease / Sub-rent abgelöst. Der bisher "off-balance" bilanzierte Vertragsbestand wird ab diesem Geschäftsjahr vollständig als Leasingforderung bzw. -verbindlichkeit in der Bilanz ausgewiesen. Im gleichen Zug haben sich die darauf anfallenden Zinserträge und -aufwendungen erhöht. Aufgrund gleichlautender Finanzierungen ergeben sich die Änderungen auf der Aktiv- und Passivseite bzw. in den Zinserträgen bzw. -aufwendungen in gleicher Höhe.

Bei der Refinanzierung im Wege des Sale-and-Leaseback bzw. Head-Lease / Sub-Rent werden die Mietgegenstände an ein Refinanzierungsinstitut verkauft und von diesem mit dem Recht zur Untervermietung zurückgeleast. Die Forderungen gegenüber den Kunden dienen dabei als Sicherheit für das Refinanzierungsinstitut. Bei der Refinanzierung der Kundenverträge ist der TA Triumph-Adler Konzern je nach vertraglicher Ausgestaltung nach Ablauf der unkündbaren Grundmietzeit des Leasingvertrages verpflichtet, auf Verlangen des Refinanzierers (Andienungsrecht des Refinanzierers) das juristische Eigentum an den Produkten zurück zu erwerben.

Für Sale-and-Leaseback-Transaktionen gibt der neue Standard IFRS 16 im Vergleich zum IAS 17 strengere Vorgaben für die Entscheidung, ob die Übertragung eines Vermögenswertes als Verkauf zu bilanzieren ist. Für diese Entscheidung sind die Vorschriften des IFRS 15 maßgeblich.

Die Analyse der vorhandenen Sale-and-Leaseback Transaktionen im TA Triumph-Adler Konzern und der vereinbarten Vertragsbedingungen hat ergeben, dass die Kriterien des IFRS 15 für die Umsatzrealisierung nicht erfüllt sind, und damit die Übertragung des Vermögenswertes keinen Verkauf darstellt. Aus diesem Grund hat TA Triumph-Adler als Verkäufer bzw. Leasingnehmer den übertragenen Vermögenswert weiterhin zu erfassen und eine finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 in Höhe der von den Refinanzierungsinstituten gezahlten Kaufpreise zu bilanzieren. Diese werden unter den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, der Zinsanteil der Leasingzahlungen unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

TA Triumph-Adler als Händler hat im nächsten Schritt dann als Leasinggeber am Bereitstellungsdatum für jedes seiner Finanzierungsverhältnisse mit dem Endkunden Umsatzerlöse (niedrigerer Wert aus beizuliegendem Zeitwert und Barwert der Leasingzahlungen), Umsatzkosten (Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswertes abzgl. des Barwertes des nicht garantierten Restwertes) sowie einen Veräußerungsgewinn oder -verlust (Differenz zwischen Umsatzerlös und Umsatzkosten) zu erfassen. Auch diese Verträge werden als Finanzierungsleasing eingestuft und nach dem obigen Vorgehen bewertet.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungskosten werden dabei grundsätzlich auf Basis von Durchschnittspreisen ermittelt. Die Herstellungskosten enthalten direkt zurechenbare Einzelkosten (wie Fertigungsmaterial und -löhne) sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalkosten. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungserlöse werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungspreis gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwandes erfasst. Das vorfinanzierte Zubehör (Tonereinheiten bei Kundengeräten vor Ort) wird auf Basis der geschätzten Mengen bzw. geschätzten durchschnittlichen Anschaffungskosten je Gerätetyp angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Abzug von Wertminderungen unter Verwendung des Expected-Credit-Loss-Modells (Simplified Approach) bewertet. Dabei werden bei der Erstbewertung keine Wertberichtigungen vorgenommen, da vor jedem neuen Kundenvertrag eine Bonitätsprüfung erfolgt. Bei der Folgebewertung wird eine Wertminderung dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Bedeutende finanzielle Schwierigkeiten eines Debitors werden als Indikator angesehen, dass die Forderung wertgemindert ist. Die Höhe der Wertminderungen ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und der Höhe der erwarteten zukünftigen Cashflows. Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wenn eine Forderung uneinbringlich ist, wird sie abgeschrieben. Die Abschreibung wird gegen die Wertminderung gebucht. Spätere Geldeingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte.

Laufende und latente Steuern

Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr umfasst nur laufende Steuern. Steuern werden grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, mit Ausnahme der Teile, die mit Sachverhalten verbunden sind, die direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall werden auch die Steuern direkt im Eigenkapital erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird auf der Basis der am Bilanzstichtag gültigen Steuergesetze der Länder berechnet, in denen die Tochtergesellschaften tätig sind und steuerpflichtiges Einkommen erzielen. Die Gesellschaft überprüft periodisch Positionen, die bei den Steuererklärungen vertreten wurden, unter Berücksichtigung von Situationen, bei denen die Anwendung von Steuergesetzen Anlass zu Interpretationen geben.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt. Zusätzlich sind für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen aktive latente Steuern zu berücksichtigen.

Die Ermittlung der Steuersätze erfolgt auf Basis der zum Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften und der Steuersätze, die bei der Umkehrung der Differenzen erwartet werden. Hierbei werden die lokalen Steuersätze für alle Gesellschaften angewendet.

Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn es ein Recht gibt, auch die laufenden Steuerforderungen und -verbindlichkeiten zu saldieren und wenn die latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde in derselben Periode bestehen.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der TA Triumph-Adler GmbH wird als Eigenkapital ausgewiesen.

Leistungen an Arbeitnehmer

a) Pensionsverpflichtungen

Der Konzern hat sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pläne.

aa) Leistungsorientierte Pläne

Bei den leistungsorientierten Plänen wurden für die Mitarbeiter Pensionszahlungen vereinbart, die sie bei Erreichen des Rentenalters erhalten. Die Zahlungen sind abhängig vom Alter, von der Dienstzeit und dem Gehalt des Mitarbeiters. Die daraus resultierenden Verpflichtungen werden als Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO). Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beruhen, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

ab) Beitragsorientierte Pläne

Im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zahlt der Konzern Beiträge an privat oder öffentlich verwaltete Pensionsversicherungen auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis. Der Konzern hat keine weiteren Verpflichtungen, sobald diese Beiträge bezahlt sind. Die Beiträge werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Personalaufwand erfasst, sobald sie fällig sind.

b) Abfindungen

Abfindungen sind zu bezahlen, wenn das Beschäftigungsverhältnis durch den Konzern vor dem Erreichen des Rentenalters beendet wird. Der Konzern erfasst die Abfindungen zu dem Zeitpunkt, in dem sie definitiv vereinbart werden.

Übrige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung ermittelt werden kann.

Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Dabei wird von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Wahrscheinlichkeit ausgegangen. Es werden keine Rückstellungen für künftige operative Risiken gebildet.

Finanzschulden

Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede wesentliche Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung entsprechend der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzschulden werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

Finanzschulden werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung eingelöst oder storniert wird.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die Verpflichtung eingelöst oder storniert wird.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Inanspruchnahme nicht wahrscheinlich ist. Daneben beinhalten sie auch mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch unsichere künftige Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, erst noch bestätigt werden, oder Verpflichtungen, die nicht erfasst werden, weil die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Sie werden in der Bilanz nicht erfasst. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem zum Bilanzstichtag ermittelten Haftungsumfang.

Kurzarbeitergeld

Die erhaltenen Zahlungen aufgrund von Kurzarbeit stellen Zuschüsse aus öffentlicher Hand dar. Es handelt sich bei dem erstatteten Kurzarbeitergeld um einen durchlaufenden Posten, der nicht unter das Saldierungsverbot nach IAS 1.32 fällt. Die Personalaufwendungen werden daher direkt gekürzt. Die erstatteten Sozialversicherungsbeiträge werden erfolgswirksam erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht in Anspruch genommen.

3. Finanzrisikomanagement

Finanzrisikofaktoren

Im Rahmen des operativen Geschäftes ist der Konzern einer Reihe von finanziellen Risiken ausgesetzt: Marktrisiko, Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko. Das Risikomanagement konzentriert sich auf die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte und versucht, mögliche negative Effekte für den Konzern zu minimieren.

Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan), hat am 2. März 2014 eine Patronatserklärung zur Verfügung gestellt, die nach erfolgter Verlängerung zum 7. Mai 2018 eine entsprechende finanzielle Unterstützung sowie einen Rangrücktritt bis zum 31. März 2023 gewährleistet.

In Zusammenhang mit der Veräußerung der TA Pension GmbH, Nürnberg, im folgenden Geschäftsjahr erfolgte eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der TA Triumph-Adler GmbH durch die Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan) in Höhe von T€ 103.300, was zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft führte. Zusammen mit der Planung positiver Ergebnisse für die Folgejahre gehen wir von einer weiteren positiven Entwicklung der Eigenkapitalsituation aus.

Das diesbezügliche Risikomanagement wird von einer zentralen Treasury-Abteilung nach von der Geschäftsführung genehmigten Geschäftsprinzipien wahrgenommen. Die Treasury-Abteilung identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen ab. Die Geschäftsführung gibt die allgemeinen Grundsätze für das Risikomanagement vor und legt die Vorgehensweise bei der Absicherung des Fremdwährungsrisikos, des Kreditrisikos und des Zinsänderungsrisikos fest.

Marktrisiko

a) Fremdwährungsrisiko

Der Konzern ist international tätig und infolgedessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden insbesondere Fremdwährungsgeschäfte in Schweizer Franken, Tschechischen Kronen und Britischen Pfund getätigt. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen sowie bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Ein Fremdwährungsrisiko entsteht, wenn zukünftige Geschäftstransaktionen, bilanzierte Vermögenswerte und Schulden auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung entspricht.

Der Konzern hält Beteiligungen an ausländischen Geschäftsbetrieben, deren Nettovermögen dem Risiko von Wechselkursänderungen unterliegt.

Hätte sich zum 31. März 2022 der Kurs des Euro zum CHF um 10% verändert, wäre das Ergebnis vor Steuern um T€ 150 (Vj.: T€ 182) höher bzw. niedriger gewesen.

Hätte sich zum 31. März 2022 der Kurs des Euro zum GBP um 10% verändert, wäre das Ergebnis vor Steuern um T€ 528 (Vj.: T€ 386) höher bzw. niedriger ausgefallen.

Hätte sich zum 31. März 2022 der Kurs des Euro zur CZK um 10% verändert, wäre das Ergebnis vor Steuern um T€ 31 (Vj.: T€ 15) höher bzw. niedriger gewesen.

b) Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung setzen den Konzern einem Cashflow-Zinsrisiko aus.

Wären am 31. März 2022 die Zinssätze 50 Basispunkte niedriger gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Ergebnis vor Steuern um T€ 460 (Vj.: T€ 480) höher gewesen, hauptsächlich weil der Zinsaufwand auf variabel verzinsliche Verbindlichkeiten geringer gewesen wäre.

Wären am 31. März 2022 die Zinssätze 50 Basispunkte höher gewesen und gleichzeitig alle anderen Variablen unverändert geblieben, wäre das Ergebnis vor Steuern um T€ 460 (Vj.: T€ 480) niedriger gewesen, hauptsächlich weil der Zinsaufwand auf variabel verzinsliche Verbindlichkeiten höher gewesen wäre.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hier ist vor allem zu unterscheiden zwischen Forderungen gegen Distributoren und Forderungen im Direktvertrieb.

Bei den Forderungen gegen Distributoren handelt es sich hauptsächlich um Forderungen aus der Lieferung von Kopiergeräten, Multifunktionsgeräten und Druckern. Die Belieferung geschieht ausschließlich durch die TA Triumph-Adler GmbH und die UTAX (UK) Ltd., Swindon (Großbritannien). Die Überwachung der Risiken aus diesem Geschäft erfolgt bei der TA Triumph-Adler GmbH.

Bei den Forderungen im Direktvertrieb handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Leasingverhältnissen, da die Belieferung von Endkunden hauptsächlich im Wege des Leasings geschieht. Die Überwachung des Kreditrisikos unterliegt hier den Vertriebsgesellschaften.

Es wird davon ausgegangen, dass durch die vorgenommenen Wertminderungen -insbesondere auf Forderungen - das tatsächliche Verlustrisiko aus den Finanzinstrumenten abgedeckt ist.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisikomanagement besteht insbesondere darin, die für den Konzern erforderlichen Kreditlinien aufrechtzuerhalten und für ausreichend flüssige Mittel zu sorgen. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements unterhält der Konzern eine rollierende Liquiditätsplanung.

Die folgende Tabelle analysiert die Finanzverbindlichkeiten eingeteilt nach relevanten Fälligkeitszeiträumen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag, bezogen auf die vertraglich vereinbarte Endfälligkeit. Die dargestellten Beträge sind die vertraglichen undiskontierten Cashflows bis zum jeweiligen Fälligkeitstermin.

31.03.2022 Fälligkeit
< 1 Jahr
T€
1-2 Jahre
T€
2-5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Finanzschulden 12.722 10.015 102.534 101 125.372
Verbindlichkeiten aus 70.398 55.566 70.946 4.808 201.718
Finanzierungsleasing
Sonstige Verbindlichkeiten 100.369 0 0 0 100.369
183.489 65.581 173.480 4.909 427.459
31.03.2021 Fälligkeit
< 1 Jahr
T€
1-2 Jahre
T€
2-5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Finanzschulden 58.566 60.021 12.402 113 131.102
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 69.720 58.139 77.163 1.982 207.004
Sonstige Verbindlichkeiten 104.359 0 0 0 104.359
232.645 118.160 89.565 2.095 442.465

Kapitalrisikomanagement

Das Ziel des Kapitalrisikomanagements des Konzerns ist es, die Fähigkeit des Konzerns sicherzustellen, als laufendes Unternehmen fortzubestehen, um Rückflüsse für die Gesellschafter und Nutzen für andere an dem Unternehmen interessierte Personen zu erreichen. Ziel des Konzerns ist es, das derzeit negative Konzerneigenkapital so schnell wie möglich zu beseitigen. Unter Kapital versteht der Konzern das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital.

Fair-Value-Schätzungen

Der IFRS 7 sieht unter anderem die Einführung einer dreistufigen Hierarchie für die Durchführung von Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten im Sinne des IFRS 13 vor:

Stufe 1. Quotierte Preise (unverändert) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Preise innerhalb dieser Gruppe werden aufgrund Ihrer Verfügbarkeit auf aktiven Märkten zum Bilanzstichtag zu Grunde gelegt.

Stufe 2. Inputfaktoren mit Ausnahme quotierter Preise, die auf Stufe 1 enthalten sind, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar sind - entweder unmittelbar (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt abgeleitet aus Preisen).

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, wird aufgrund von Bewertungsmethoden bestimmt. Diese Bewertungsmethoden optimieren den Einsatz von beobachtbaren Marktdaten, wo diese verfügbar sind und stützen sich so wenig wie möglich auf Schätzungen. Wenn alle wichtigen Inputfaktoren, die benötigt werden, um den beizulegenden Zeitwert eines Finanzinstrumentes zu bestimmen, beobachtbar sind, ist das Finanzinstrument in Stufe 2 enthalten.

Stufe 3. Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Liegen Inputfaktoren nicht auf der Grundlage von beobachtbaren Marktdaten vor, so ist das Finanzinstrument in Stufe 3 enthalten.

Bewertungsmethoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts beinhalten die Anwendung von Discounted-Cashflow-Verfahren.

4. Schätzungen und Unsicherheiten bei der Bilanzierung und Bewertung

Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen.

Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen können, werden im Folgenden erörtert.

Auf Basis der durchgeführten Impairmenttests ergaben sich keine Abwertungen auf den Goodwill. Dem Impairmenttest lagen Planungen auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode zugrunde. Selbst wenn die geplante Steigerung des EBIT um 10 % geringer ausfällt als von der Geschäftsleitung gewertet, würde dies zu keiner Wertminderung des Goodwills führen.

Die Einschätzung der Nutzungsdauern von Anlagevermögen erfolgt auf Basis der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzbarkeit der Vermögenswerte.

Da eine jährliche, vollständige Bestandsaufnahme aller beim Kunden lagernden Verbrauchsmaterialien nicht praktikabel ist, unterliegt die Bilanzierung dieses Teils der Vorräte bestimmten Schätzparametern.

Forderungen aus Mehrkopienabrechnungen zum Bilanzstichtag unterliegen bestimmten Schätzannahmen, da aus Zeitgründen eine vollständige Auswertung und Abrechnung aller Kopienzähler innerhalb des Aufstellungszeitraums für den Konzernabschluss nicht möglich ist.

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgt auf Basis von Einschätzungen, dass die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme mehr als 50 % beträgt.

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen wird Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtungen haben. Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsverpflichtungen entsprechen.

ANGABEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

5. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Inhalten und Regionen wie folgt auf:

Inhalte

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Hardware 125.640 133.652
2. Wartung und Dienstleistung 96.171 92.067
3. Verbrauchsmaterial, Papier und Folie 53.225 40.530
4. Übrige 11.504 10.160
5. Gewährte Skonti, Boni -1.040 -894
285.500 275.515

Regionen

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Deutschland 197.741 199.687
2. Europa 79.895 69.704
3. nicht europäische Ausland 7.864 6.124
285.500 275.515

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt verändert:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Sachzuwendungen 2.741 2.879
2. Auflösung von Rückstellungen 1.489 1.286
3. Erträge aus Kursdifferenzen 1.143 1.024
4. Erträge aus Ablösen und Entschädigungen 1.015 1.321
5. übrige sonstige betriebliche Erträge 882 2.092
6. Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen 1 52
7.271 8.654

Die Sachzuwendungen umfassen im Wesentlichen den geldwerten Vorteil aus der PKW-Überlassung an Arbeitnehmer.

7. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 175.531 162.529
2. Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.487 1.693
178.018 164.222

8. Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Löhne und Gehälter 59.743 56.689
2. Gesetzliche soziale Abgaben 9.790 9.866
3. Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 484 703
70.017 67.258

Die Erstattung von Kurzarbeitergeld in Folge der Corona-Pandemie von der Bundesagentur für Arbeit hat zu einer Kürzung der Personalaufwendungen in Höhe von T€ 5 (Vj.: T€ 1.128) geführt. Der Personalaufwand beinhaltet Beiträge zu gesetzlichen Rentenversicherungen in Höhe von T€ 4.526 (Vj.: T€ 4.582).

Im Jahresdurchschnitt teilen sich die Mitarbeiter auf folgende Bereiche auf:

2021/2022 2020/2021
Technik 497 516
Vertrieb 315 327
Verwaltung 184 182
Logistik 52 55
1.048 1.080

9. Abschreibungen

Auf Sachanlagen entfallen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.131 (Vj.: T€ 968), auf die immateriellen Vermögenswerte T€ 5.909 (Vj.: T€ 5.355).

Planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte wurden gemäß IFRS 3 nicht vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von T€ 37 vorgenommen (Vj.: T€ 0).

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Vertriebskosten 13.512 13.612
2. Verwaltungskosten 6.091 5.234
3. Werbekosten 3.732 3.473
4. Kfz-Kosten 3.375 2.902
5. Raumkosten 1.287 1.140
6. Beratungskosten 1.616 1.132
7. übrige betriebliche Aufwendungen 1.002 1.305
8. Kursverluste 572 631
9. Wertberichtigungen auf Forderungen 160 528
10. Betriebskosten 337 261
31.684 30.218

Die Beratungskosten enthalten Honorare für den Konzernabschlussprüfer in folgender Höhe:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Für Abschlussprüfungen 395 395
2. Für sonstige Bestätigungsleistungen 0 0
3. Für Steuerberatungsleistungen 0 0
4. Für sonstige Leistungen 0 46
395 441

11. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ergibt sich wie folgt:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Beteiligungsergebnis 6 0
2. Zinsen und ähnliche Erträge 8.930 7.573
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.374 -6.953
4. Zinsanteil der Pensionsrückstellungen -1.174 -1.623
-612 -1.003

Die Zinsen und ähnliche Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Forderungen aus Finanzierungsleasing 8.875 7.551
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55 22
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0
Zinsen auf Steuerforderungen 0 0
8.930 7.573

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
- Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 7.800 6.355
- Finanzschulden 239 252
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 335 346
- Zinsen auf Steuernachzahlungen 0 0
Verbindlichkeiten, die zu fair Value bewertet sind
- derivative Finanzinstrumente 0 0
8.374 6.953

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge betreffen in- und ausländische Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Effektive Steuern
- Inland 1.560 363
- Ausland 163 100
Gesamt 1.723 463
Latente Steuern
- Inland 0 0
- Ausland 0 0
Gesamt 0 0
1.723 463

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer sowie anrechenbare Steuern.

Der mit jedem Bestandteil des sonstigen Ergebnisses in Zusammenhang stehende Ertragsteuerbetrag beträgt T€ 0.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Der Steuersatz beträgt 30 % (Vj.: 30 %). Er wurde ermittelt auf Basis eines Gewerbeertragsteuersatzes von 14 % (Vj.: 14 %) und eines Körperschaftsteuersatzes (inkl. Solidaritätszuschlag) von 16 % (Vj.: 16 %).

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Ergebnis vor Steuern 5.397 15.146
Sonstige Steuern 136 156
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.533 15.302
Erwarteter Steuersatz 30% 30%
Erwarteter Steueraufwand 1.660 4.591
Verbrauch nicht aktivierter Verlustvorträge -12 -824
Nicht aktivierte Steuern auf laufende Verluste 5.605 24
Veränderungen der nicht angesetzten latenten Steuern und Effekte aus der Zwischenergebniseliminierung -5.623 -3.326
Abweichende ausländische Steuersätze 97 26
Periodenfremde Steuern 14 4
Sonstiges -18 -32
1.723 463

Die Steuersätze für latente Steuern im Konzern betragen 30 % (Vj.: 30 %). Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Stand 01.04 0 0
Im Eigenkapital erfasste Veränderung 0 0
Aufwand (-)/Ertrag (+) in der Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Abschreibung (-)/Zuschreibung (+) aktive latente Steuern 0 0
Stand 31.03 0 0

Aktive latente Steuern werden grundsätzlich in Höhe des Betrags angesetzt, der auf Basis einer Planung des Ergebnisses vor Steuern verbraucht werden kann.

Die Steuerabgrenzungen sind den nachfolgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

31.03.2022 31.03.2021
Aktivisch
T€
Passivisch
T€
Aktivisch
T€
Passivisch
T€
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 10.889 10.889 8.564 8.564
Umlaufvermögen 92 92 65 65
Rückstellungen 680 680 843 843
11.661 11.661 9.472 9.472

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Aus diesem Grund wurden die oben angegebenen aktivischen und passivischen Steuerabgrenzungen miteinander saldiert und nicht in der Bilanz angesetzt.

Die nicht erfassten Unterschiedsbeträge, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden, betragen T€ 78.534 (Vj.: T€ 74.150).

Zum Bilanzstichtag bestehen körperschaftsteuerliche Verlustvorträge (incl. Ausland) von T€ 125.046 sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 89.484. Auf die Verlustvorträge wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragbar.

13. Nettowährungsgewinne/(-verluste)

Die Währungsdifferenzen setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Währungskursgewinne
realisiert 1.128 974
unrealisiert 15 50
Währungskursverluste
realisiert -572 -631
unrealisiert 0 0
571 393

ANGABEN ZUR BILANZ

14. Anlagevermögen

I. Sachanlagen

Grundstücke, Bauten auf fremden Grundstücken
T€
Betriebs- und Geschäftsausstattung
T€
Anlagen im Bau
T€
Summe
T€
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 01.04.2020 403 9.037 0 9.440
Währungsanpassungen 0 -16 0 -16
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 611 43 654
Abgänge 0 482 0 482
Umbuchungen 0 0 0 0
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.03.2021 403 9.150 43 9.596
Währungsanpassungen 0 80 0 80
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 2.275 162 2.437
Abgänge 55 708 0 763
Umbuchungen 0 205 -205 0
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 31.03.2022 348 11.002 0 11.350
Kumulierte Abschreibungen 31.03.2020 353 6.884 0 7.237
Währungsanpassungen 0 -14 0 -14
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 968 0 968
Abgänge 0 470 0 470
Umbuchungen 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.03.2021 353 7.368 0 7.721
Währungsanpassungen 0 71 0 71
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 37 1.095 0 1.132
Abgänge 55 658 0 713
Umbuchungen 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.03.2022 335 7.876 0 8.211
Buchwert 31.03.2021 50 1.782 43 1.875
Buchwert 31.03.2022 13 3.126 0 3.139

II. Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert
T€
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte
T€
Geleistete Anzahlungen
T€
Summe
T€
Anschaffungs- oder Her stellungskosten 1.04.2020 38.571 23.919 1.202 63.692
Währungsanpassungen 0 -8 0 -8
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 5.336 1.319 6.655
Abgänge 0 2.278 0 2.278
Umbuchungen 0 0 0 0
Anschaffungs- oder Her stellungskosten 31.3.2021 38.571 26.969 2.521 68.061
Währungsanpassungen 0 119 0 119
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 12.008 1.358 13.366
Abgänge 0 2.937 0 2.937
Umbuchungen 0 0 0 0
Anschaffungs- oder Her stellungskosten 31.3.2022 38.571 36.159 3.879 78.609
Kumulierte Abschreibungen 01.04.2020 193 15.666 0 15.859
Währungsanpassungen 0 -6 0 -6
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 5.355 0 5.355
Abgänge 0 2.273 0 2.273
Umbuchungen 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.03.2021 193 18.741 0 18.934
Währungsanpassungen 0 77 0 77
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 0 5.909 0 5.909
Abgänge 0 2.672 0 2.672
Umbuchungen 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.03.2022 193 22.055 0 22.248
Buchwert 31.3.2021 38.378 8.227 2.521 49.126
Buchwert 31.3.2022 38.378 14.103 3.879 56.360

Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte einmal pro Jahr zum Jahresabschluss per März. Dabei stellt jeder Geschäftsbereich für den Impairmenttest des Konzerns eine Cash Generating Unit dar. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt durch einen Vergleich der Buchwerte der Cash Generating Unit mit dem Nutzungswert. Die Ermittlung der Nutzungswerte erfolgt auf Basis der Discounted-Free-Cashflow-Methode.

Für den Geschäftsbereich Direktvertrieb wurde ein Kapitalisierungszins von 8,82 % (Vj.: 8,03 %) zugrunde gelegt. Der verwendete Kapitalisierungszinssatz ist ein Vorsteuerzinssatz. Die zukünftigen Free Cashflows wurden unter Heranziehung eines langfristigen Unternehmensmodells ermittelt. Ausgangspunkt ist dabei die Fünfjahresplanung auf Konzernebene. Die ewige Rente wird mit 1 % berücksichtigt. Im Jahre 2021/22 wurde wie im Vorjahr auf dieser Basis kein Wertminderungsbedarf ermittelt.

Für den Geschäftsbereich Distribution wurde ein Kapitalisierungszins von 8,82 % (Vj.: 8,03 %) zugrunde gelegt. Der verwendete Kapitalisierungszinssatz ist ein Vorsteuerzinssatz. Die zukünftigen Free Cashflows wurden unter Heranziehung eines langfristigen Unternehmensmodells ermittelt. Ausgangspunkt ist dabei die Fünfjahresplanung auf Konzernebene. Die ewige Rente wird mit 1 % berücksichtigt. Im Jahre 2021/22 wurde wie im Vorjahr auf dieser Basis kein Wertminderungsbedarf ermittelt.

Die Firmenwerte verteilen sich auf die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wie folgt:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
Distribution 7.723 7.723
Direktvertrieb 30.655 30.655
38.378 38.378
Potentielle Wertminderung, wenn die diskontierten Geldflüsse um 10 % sinken Keine Keine
Potentielle Wertminderung, wenn der Diskontierungszinssatz um 10 % höher ausfällt Keine Keine

Die Sonstigen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen in Höhe von T€ 10.559 (Vj.: T€ 5.123) Nutzungsrechte für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken und in Höhe von T€ 2.789 (Vj.: T€ 1.997) Nutzungsrechte für Technische Anlagen und Maschinen sowie in Höhe von T€ 756 (Vj.: T€ 1.107) Software.

Die den Nutzungsrechten zugrunde liegenden Leasingverträge haben Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die sich maßgeblich auf die Abschreibungsdauer der Nutzungsrechte auswirken können, wenn sie hinsichtlich ihrer Inanspruchnahme als hinreichend sicher eingeschätzt werden.

Im Geschäftsjahr betrugen die korrespondierenden Abschreibungen auf die Nutzungsrechte T€ 2.405 (Vj.: T€ 2.845) für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken und in Höhe von T€ 1.700 (Vj.: T€ 2.107) für Technische Anlagen und Maschinen.

Die Zahlungsmittelabflüsse für die Leasingverhältnisse betrugen T€ 3.706 (Vj.: T€ 4.848). Der Zinsaufwand T€ 136 (Vj.: T€ 26).

15. Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Insgesamt ergeben sich auf Basis der bestehenden Kundenverträge im operativen Kerngeschäft folgende zu erwartende Leasingeinnahmen:

31.03.2022
2022/2023
T€
2024-2027
T€
ab 01.04.2027
T€
Total
T€
Leasingeinnahmen 76.864 153.584 1.455 231.903
Abzinsungsbeträge 8.469 9.872 23 18.365
Barwerte 68.395 143.712 1.432 213.539
31.03.2021
2021/2022
T€
2023-2026
T€
ab 01.04.2026
T€
Total
T€
Leasingeinnahmen 79.331 166.876 1.963 248.170
Abzinsungsbeträge 8.145 12.064 34 20.243
Barwerte 71.186 154.812 1.929 227.927

Der aus den Kundenverträgen resultierende nicht garantierte Restwert der Leasingobjekte zum 31.03.2022 beträgt T€ 6.793 (Vj.: T€ 6.776).

Den Einnahmen aus den im Wege des Sale and Leaseback refinanzierten Verträgen stehen folgende Leasingverpflichtungen an die Refinanzierer gegenüber soweit die den Einnahmen zugrunde liegenden Verträge refinanziert worden sind:

31.03.2022
2022/2023
T€
2024-2027
T€
ab 01.04.2027
T€
Total
T€
Leasingverpflichtungen 70.398 126.512 4.808 201.718
Abzinsungsbeträge 7.566 8.570 24 16.160
Barwerte 62.832 117.942 4.784 185.558
31.03.2021
2021/2022
T€
2023-2026
T€
ab 01.04.2026
T€
Total
T€
Leasingverpflichtungen 69.719 135.303 1.982 207.004
Abzinsungsbeträge 7.114 10.002 34 17.150
Barwerte 62.605 125.301 1.948 189.854

16. Finanzinstrumente nach Kategorien

Für Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 13 erweiterte Angaben über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert anhand der nachfolgenden dreistufigen Hierarchie vorzunehmen:

Stufe 1: Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (zum Beispiel Wertpapiere).

Stufe 2: Preise mit Ausnahme der Preise, die auf Stufe 1 enthalten sind, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar sind - entweder unmittelbar (d.h. als Preis) oder indirekt (das heißt abgeleitet aus Preisen). Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, wird aufgrund von Bewertungsmethoden bestimmt.

Stufe 3: Daten für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (nicht beobachtbare Inputfaktoren). Liegen Daten nicht auf der Grundlage von beobachtbaren Marktdaten vor, so ist das Finanzinstrument in Stufe 3 enthalten.

Umgruppierungen zwischen den einzelnen Stufen erfolgten im Geschäftsjahr nicht.

Die Finanzinstrumente werden in folgende Kategorien eingeteilt (Werte in T€):

Buchwert 31.03.2022 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Bewertungskategorie gem. IFRS 9
Langfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing 145.144 145.144 n/a
Sonstige langfristige Forderungen 1.889 1.889 Fair value through P/L (Stufe 2)
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing 68.395 68.395
Sonstige kurzfristige Forderungen 32.282 27.120 Amortised cost (Stufe 2)
Davon Derivate ohne Hedging Beziehung 3 3 Fair value through P/L (Stufe 2)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.604 9.604 Amortised cost (Stufe 2)
Summe Vermögenswerte 257.314 252.152
Langfristige Schulden
Finanzschulden 111.836 111.836 Amortised cost (Stufe 2)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 122.726 122.726 n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 Amortised cost (Stufe 2)
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 12.171 12.171 Amortised cost (Stufe 2)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 62.832 62.832 n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 100.369 88.110 Amortised cost (Stufe 2)
Davon Derivate ohne Hedging Beziehung 60 60 Fair value through P/L (Stufe 2)
Davon Derivate mit Hedging Beziehung 0 0 n/a
Summe Verbindlichkeiten 409.934 397.675
Buchwert 31.03.2021 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Bewertungskategorie gem. IFRS 9
Langfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing 156.733 156.733 n/a
Sonstige langfristige Forderungen 2.037 2.037 Fair value through P/L (Stufe 2)
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing 71.195 71.195
Sonstige kurzfristige Forderungen 40.171 34.499 Amortised cost (Stufe 2)
Davon Derivate ohne Hedging Beziehung 24 24 Fair value through P/L (Stufe 2)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28.975 28.975 Amortised cost (Stufe 2)
Summe Vermögenswerte 299.111 293.439
Langfristige Schulden
Finanzschulden 71.886 71.886 Amortised cost (Stufe 2)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 127.249 127.249 n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 Amortised cost (Stufe 2)
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 57.987 57.987 Amortised cost (Stufe 2)
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 62.605 62.605 n/a
Sonstige Verbindlichkeiten 104.359 89.152 Amortised cost (Stufe 2)
Davon Derivate ohne Hedging Beziehung 97 97 Fair value through P/L (Stufe 2)
Davon Derivate mit Hedging Beziehung 0 0 n/a
Summe Verbindlichkeiten 424.086 408.879

Die Buchwerte der in der Tabelle dargestellten Vermögenswerte und Schulden entsprechen den beizulegenden Zeitwerten.

Kreditqualität von Finanzinstrumenten

Die Kreditqualität von Finanzinstrumenten, die weder überfällig noch wertgemindert sind, kann durch externe Kreditratings (soweit verfügbar) oder auf Basis historischer Informationen über die Ausfallraten gemessen werden.

17. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 63.263 47.675
2. Geleistete Anzahlungen 0 0
63.263 47.675

Die im Geschäftsjahr erfassten Wertminderungen betragen T€ -351 (Vj.: T€ -382). Der Buchwert der zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebskosten angesetzten Vorräte beträgt T€ 704 (Vj.: T€ 313).

In der Berichtsperiode wurden Vorräte in Höhe von T€ 175.531 (Vj.: T€ 162.529) als Aufwand erfasst.

18. Forderungen aus Finanzierungsleasing

Von den Forderungen aus Finanzierungsleasing hat ein Teilbetrag in Höhe von T€ 145.144 (Vj.: T€ 156.733) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen stehen im Zusammenhang mit der Vermietung von Büromaschinen. Sie betreffen sämtliche mit Endkunden abgeschlossenen Leasingverträge.

Das Ausfallrisiko für die Forderungen aus Finanzierungsleasing liegt im Wesentlichen bei den Refinanzierern (ca. 3/4 dieser Forderungen). Das maximale Ausfallrisiko für Forderungen aus Finanzierungsleasing im eigenen Obligo (ca. 1/4 dieser Forderungen) ist der Buchwert der Forderungen. Im Falle von Zahlungsstörungen wird der Leasingvertrag vorzeitig beendet. Die ausstehenden Leasingraten werden in vollem Umfang in Rechnung gestellt. Es handelt sich dabei dann um Forderungen aus Schadenersatz, die nicht unter den Forderungen aus Finanzierungsleasing, sondern unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden.

Bezüglich der Leasingeinnahmen, die aus den unter den Forderungen ausgewiesenen Forderungen aus Finanzierungsleasing zu erwarten sind, verweisen wir auf IV. Bilanzierung von Leasingverhältnissen.

Der Zinssatz, der in den Leasingverträgen enthalten ist, wird beim Abschluss des Leasingvertrages für die gesamte Laufzeit des Leasingvertrages vereinbart. Der durchschnittliche Zinssatz beläuft sich auf ungefähr 4,2 % (Vj.: 4,2 %) pro Jahr.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen

Die Forderungen gliedern sich wie folgt auf:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.975 26.888
2. Übrige Forderungen 11.084 15.284
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 112 36
34.171 42.208

Die ausgewiesenen Buchwerte der in diesen Positionen erfassten monetären finanziellen Vermögenswerte entsprechen den Marktwerten.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach dem Simplified Approach gemäß IFRS 9 setzen sich für die beiden Geschäftsbereiche Distribution und Direktvertrieb wie folgt zusammen:

31.03.2022:

Distribution nicht fällig 0-60 Tage überfällig 61-120 Tage überfällig 121-180 Tage überfällig
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 0 % 0 % 0 % 35 %
Bruttoforderungen in T€ 14.696 0 0 3
Wertberichtigung in T€ 6 0 0 1
Distribution 181-270 Tage überfällig mehr als 270 Tage überfällig Summe
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 0 % 0 %
Bruttoforderungen in T€ 0 0 14.699
Wertberichtigung in T€ 0 0 7
Direktvertrieb nicht fällig 0-60 Tage überfällig 61-120 Tage überfällig 121-180 Tage überfällig
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 0 % 1 % 49 % 65 %
Bruttoforderungen in T€ 6.346 1.658 180 39
Wertberichtigung in T€ 0 24 88 25
Direktvertrieb 181-270 Tage überfällig mehr als 270 Tage überfällig Summe
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 71 % 78 %
Bruttoforderungen in T€ 41 840 9.104
Wertberichtigung in T€ 29 653 820

31.03.2021:

Distribution nicht fällig 0-60 Tage überfällig 61-120 Tage überfällig 121-180 Tage überfällig
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 0% 2% 0% 0%
Bruttoforderungen in T€ 16.797 248 0 0
Wertberichtigung in T€ 3 4 0 0
Distribution 181-270 Tage überfällig mehr als 270 Tage überfällig Summe
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 0% 100%
Bruttoforderungen in T€ 0 10 17.055
Wertberichtigung in T€ 0 14 21
Direktvertrieb nicht fällig 0-60 Tage überfällig 61-120 Tage überfällig 121-180 Tage überfällig
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 0% 2% 45% 61%
Bruttoforderungen in T€ 7.049 2.395 407 48
Wertberichtigung in T€ 4 57 183 29
Direktvertrieb 181-270 Tage überfällig mehr als 270 Tage überfällig Summe
Erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit 77% 77%
Bruttoforderungen in T€ 69 919 10.887
Wertberichtigung in T€ 53 707 1.033

Auf die Übrigen Forderungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen.

Von den Sonstigen Forderungen hat ein Teilbetrag in Höhe von T€ 1.889 (Vj.: T€ 2.037) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und ist in der Bilanz unter den langfristigen Forderungen ausgewiesen.

Das durchschnittliche Zahlungsziel der Kunden beläuft sich auf 27 Tage (Vj.: 33 Tage).

Bevor ein neuer Kunde aufgenommen wird, wird eine Bonitätsprüfung des Kunden vorgenommen.

Zum 31. März 2022 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Verträgen mit Kunden in Höhe von T€ 971 (Vj.: T€ 2.471) überfällig, aber nicht wertberichtigt. Die Altersstruktur dieser Forderungen stellt sich wie folgt dar:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
1. Bis zu 3 Monaten überfällig 971 2.471
2. 3 bis 6 Monate überfällig 0 0
3. Mehr als 6 Monate überfällig 0 0
971 2.471

Aufgrund der Bonitätsbeurteilung der Schuldner und aufgrund der Tatsache, dass die Überfälligkeit des überwiegenden Teils dieser Forderungen weniger als 30 Tage beträgt, werden diese Forderungen als werthaltig betrachtet.

Die Wertberichtigungen zu den Forderungen aus Verträgen mit Kunden entwickelten sich wie folgt:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
1. Stand 01.04. 1.054 1.290
2. Verbrauch -387 -757
3. Zuführung 161 573
4. Auflösung -1 -52
Stand 31.03. 827 1.054

Im Hinblick auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine Konzentration von Kreditrisiken, da der Konzern eine große Anzahl von Kunden an unterschiedlichen Standorten hat.

Die übrigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Pensionsverpflichtungen gegenüber der Olivetti-Gruppe in Höhe von T€ 1.845 (Vj.: T€ 1.994) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten von T€ 4.777 (Vj.: T€ 4.207).

Das maximale Kreditrisiko ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den anderen Forderungen der Fair Value der Forderungen.

Bezüglich des Erstattungsanspruchs aus Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen zu den Pensionsrückstellungen, die sinngemäß auf diesen Vermögenswert anzuwenden sind. Der Erstattungsanspruch ist mit dem Barwert unter Verwendung eines Zinssatzes von 2,00 % (Vj.: 1,10 %) angesetzt. Änderungen des Zinssatzes erfolgen analog zu den Anpassungen bei den Pensionsrückstellungen.

20. Eigenkapital

Etwaige künftige Gewinnausschüttungen sind vom Ausschüttungspotential des Einzelabschlusses der TA Triumph-Adler GmbH abhängig.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der TA Triumph-Adler GmbH ist eingeteilt in einen Geschäftsanteil mit Nr. 1 im Nennwert von € 80.302.822.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage (Typ 4 gem. § 272 Abs. 2 HGB) hat sich gegenüber dem 31. März 2021 nicht verändert.

Andere Rücklagen

Die anderen Rücklagen entwickelten sich wie folgt:

Währungsdifferenzen
T€
Andere Gewinnrück lagen
T€
Rücklage für Pensionsrückstellung
T€
Gesamt
T€
Stand 01.04.2020 162 156 -44.299 -43.981
Bewertung von Pensionsverpflichtungen (versicherungsmathematische Verluste) 0 0 -4.286 -4.286
Veränderung Währungskursdifferenzen 4 0 0 4
Stand 31.03.2021 166 156 -48.585 -48.263
Bewertung von Pensionsverpflichtungen (versicherungsmathematische Verluste) 0 0 88 88
Veränderung Währungskursdifferenzen 445 0 0 445
Stand 31.03.2022 611 156 -48.497 -47.729

21. Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die betriebliche Altersversorgung besteht aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Versorgungssystemen.

a) Beitragsorientierte Versorgungspläne

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht das Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen. Im Berichtsjahr sind Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von T€ 47 (Vj.: T€ 47) erfolgt.

b) Leistungsorientierte Versorgungspläne

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen. Leistungsorientierte betriebliche Altersversorgungszusagen bestehen im Konzern im Wesentlichen bei der TA Triumph-Adler GmbH. Die Versorgungszusagen bestehen bei der TA Triumph-Adler GmbH für alle Mitarbeiter, die vor dem 07. Juni 1995 eingetreten sind. Für nach dem 07. Juni 1995 eingetretene Mitarbeiter bestehen keine Altersversorgungszusagen. Bei Tochtergesellschaften bestehen Altersversorgungszusagen bei der TA Triumph-Adler Deutschland GmbH. Bei Erreichen des Rentenalters erhalten die Berechtigten eine Rente entsprechend dem Versorgungsplan. Die bestehenden Pläne sind nicht fondsfinanziert. Es handelt sich um Versorgungszusagen in Deutschland.

Die Finanzierung der leistungsorientierten betrieblichen Altersversorgung erfolgt über Pensionsrückstellungen. Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachter unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) berechnet.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst.

Die DBO entwickelte sich im Geschäftsjahr und in den vier vorhergehenden Geschäftsjahren wie folgt:

T€
31.03.2022 104.502
31.03.2021 110.734
31.03.2020 112.404
31.03.2019 125.582
31.03.2018 124.043

Das in den versicherungsmathematischen Verlusten (Vj.: Verluste) zum 31.03.2022 enthaltene Experience Adjustment beträgt T€ -73 (Vj.: T€ -363).

Die Pensionsverpflichtung (DBO) und damit die Pensionsrückstellung hat sich wie folgt entwickelt:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Stand 01.04 110.734 112.404
Verbrauch -7.362 -7.630
Dienstzeitaufwand 44 51
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 1.174 1.623
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -88 4.286
Stand 31.03 104.502 110.734

Durch die leistungsorientierten Versorgungspläne ist der Konzern einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Das wesentliche Risiko ist die Lebenserwartung: Die Verpflichtung des Unternehmens besteht darin, zugesagte Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter ein Leben lang zu erfüllen. Eine Steigerung der Lebenserwartung würde somit zu einer Steigerung der Pensionsrückstellungen führen.

Der gewichtete Durchschnitt der Duration der leistungsorientierten Pensionspläne ist 10,34 Jahre (Vorjahr: 11,00 Jahre).

Zukünftig ist mit folgenden Pensionszahlungen zu rechnen:

T€
2022/2023 7.206
2023/2024 7.586
2024/2025 7.306
2025/2026 7.025
2026/2027 6.754
Für die darauffolgenden 5 Jahre 18.909

Der Aufwand für das Geschäftsjahr setzt sich wie folgt zusammen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Laufender Dienstzeitaufwand 44 51
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 1.174 1.623
1.218 1.674

Der Aufzinsungsaufwand in Höhe von T€ 1.174 (Vj.: T€ 1.623) wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Dienstzeitaufwand wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen.

Vorliegende versicherungsmathematische Verluste/Gewinne sind wie folgt im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Im sonstigen Ergebnis in der Periode erfasster Betrag
der versicherungsmathematischen Gewinne (Vj. Verluste) -88 4.286
(vor Steuern)
Im sonstigen Ergebnis kumulativ erfasster Betrag
der versicherungsmathematischen Verluste (vor Steuern) 48.497 48.585

Zur Ermittlung der wesentlichen Pensionsverpflichtungen wurden folgende Prämissen zugrunde gelegt:

31.03.2022
in Prozent
31.03.2021
in Prozent
Zinssatz 2,0 1,1
Gehaltssteigerungstrend 2,5 2,5
Rentensteigerungstrend 2 1,5

Als biometrische Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck benutzt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden nicht berücksichtigt.

Eine Erhöhung des Zinssatzes um 0,5 % würde zu einer um 4,89 % niedrigeren DBO führen, eine Reduzierung des Zinssatzes um 0,5 % würde zu einer um 5,35 % höheren DBO führen.

Eine Erhöhung des Rentensteigerungstrends um 0,5 % würde zu einer um 4,63 % höheren DBO führen, eine Reduzierung des Rentensteigerungstrends um 0,5 % würde zu einer um 4,29 % niedrigeren DBO führen.

Die Veränderung des Gehaltssteigerungstrends hätte nur geringfügige Änderungen der DBO zur Folge, da nur noch 6 aktive Anwärter vorhanden sind.

Die oben aufgeführten Sensitivitätsaussagen basieren auf der Veränderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant bleiben. Dies ist in der Praxis unwahrscheinlich, da die Veränderungen der Annahmen wahrscheinlich in einem direkten Zusammenhang stehen. Bei der Berechnung des DBO unter Berücksichtigung von Sensitivitäten bei signifikanten versicherungsmathematischen Annahmen wie Zinssatz und Rentensteigerungstrend wurde dieselbe Methode (Anwartschaftsbarwertmethode (Project Unit Credit Method)) angewandt, wie bei der Berechnung der bilanzierten Pensionsrückstellung. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich keine Änderung in der Berechnungsmethode.

Im Zuge der geplanten Veräußerung der TA Pension GmbH wurde für die laufenden Rentner (ohne Vorstand) eine einmalige Rentenanpassung zum 01. Januar 2023 in Höhe von 10,5 % unterstellt. Für die Folgejahre wurden langfristige Rentenanpassungen von 2,00% jährlich zugrunde gelegt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden im Dezember 2002 mit steuerlicher Wirkung auf den TA Unterstützungsverein übertragen. Dadurch wurde die unmittelbare zu einer mittelbaren Verpflichtung. Auf die Höhe der Rückstellung hatte die Transaktion keine Auswirkung.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Vorjahr und im Geschäftsjahr wie folgt:

Anfangsbestand 01.04.2021
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Endbestand 31.03.2022
T€
Ablösezahlungen 6.520 6.520 0 4.209 4.209
Sonstige Personalverpflichtungen 1.846 1.338 103 1.212 1.616
Drohende Verluste 1.976 864 0 63 1.175
Gewährleistungen 732 403 0 492 821
Werbekostenzuschüsse 412 366 46 899 900
Übrige Rückstellungen 2.035 290 288 130 1.587
13.521 9.781 437 7.005 10.308
Anfangsbestand 01.04.2020
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Zuführung
T€
Endbestand 31.03.2021
T€
Ablösezahlungen 7.018 7.018 0 6.520 6.520
Sonstige Personalverpflichtungen 1.927 1.199 223 1.341 1.846
Drohende Verluste 2.382 439 7 40 1.976
Gewährleistungen 889 693 0 536 732
Werbekostenzuschüsse 387 372 15 412 412
Übrige Rückstellungen 1.509 95 497 1.118 2.035
14.112 9.816 742 9.967 13.521

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Ablöseverpflichtungen für vorzeitig beendete Verträge in Höhe von T€ 4.209 (Vj.: T€ 6.520), Rückstellungen für sonstige Personalverpflichtungen in Höhe von 1.616 (Vj.: T € 1.846) sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften T€ 1.175 (Vj.: T€ 1.976). Aufgrund der Unsicherheiten über den Zeitpunkt des Abflusses wurden die Rückstellungen im Wesentlichen als kurzfristig ausgewiesen.

In der Bilanz sind Rückstellungen in Höhe von T€ 1.213 (Vj.: T€ 1.721) unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Diese beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften T€ 654 (Vj.: T€ 1.206).

22. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

bis 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Stand 31.03.2022
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 12.171 111.736 100 124.007
Finanzschulden 12.171 111.736 100 124.007
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing 62.832 118.064 4.784 185.558
Sonstige Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lief-
erungen und Leistungen 73.068 0 0 73.068
Übrige Verbindlichkeiten 27.300 0 0 27.300
Sonstige Verbindlichkeiten 100.369 0 0 100.369
bis 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Stand 31.03.2021
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 57.987 71.784 101 129.872
Finanzschulden 57.987 71.784 101 129.872
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing 62.605 125.301 1.948 189.854
Sonstige Verbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten aus Lief-
erungen und Leistungen 74.601 0 0 74.601
Übrige Verbindlichkeiten 29.758 0 0 29.758
Sonstige Verbindlichkeiten 104.359 0 0 104.359

Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Vertragsrückstellungen in Höhe von T€ 10.524 (Vj.: T€ 8.774), im Voraus vereinnahmte, abgegrenzte Miet-, Hardware- und Wartungserlöse in Höhe von T€ 1.844 (Vj.: T€ 2.151), Verbindlichkeiten gegenüber der VG Wort in Höhe von T€ 590 (Vj.: T€ 2.063), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von T€ 2.708 (Vj.: T€ 3.338), Verbindlichkeiten gegenüber dem Zoll in Höhe von T€ 4.670 (Vj.: T€ 6.728), Rückstellungen für Urlaub in Höhe von T€ 1.847 (Vj.: T€ 1.679) und Rückstellungen für Provisionen in Höhe von T€ 943 (Vj.: T€ 1.297).

Finanzschulden

Bei den Finanzschulden handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 124.007 (Vj.: T€ 129.872) für Darlehen gegenüber der Kyocera Document Solutions Inc.

Die Finanzschulden gliedern sich nach Währungen wie folgt:

31.03.2022
T€
31.03.2021
T€
Euro 124.007 129.872

Der Konzern hat zum Bilanzstichtag ungenutzte Kreditlinien in Höhe von T€ 1.692 (Vj.: T€ 3.171).

SONSTIGE ANGABEN

23. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. März 2022 bestehen Verpflichtungen aus Gewährleistungen, Wechsel- und Scheckbürgschaften von T€ 4.552 (Vj.: T€ 5.122). Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die von Bedeutung sind:

Fälligkeit
bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Verpflichtungen aus Mietverträgen 516 1.097 709 2.322
Sonstige Verpflichtungen 301 241 0 542
816 1.338 709 2.864

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen den Serviceanteil von Miet- und Leasingverträgen. Die sonstigen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen KFZ-Leasingverträge.

24. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Währungsanpassungen sind in der Position Veränderungen bei sonstigen Bilanzpositionen zusammengefasst ausgewiesen. Die gezahlten und erhaltenen Zinsen werden unter der Finanzierungstätigkeit gezeigt, da sie im Wesentlichen auf die Leasingforderungen und -verbindlichkeiten entfallen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand setzt sich ausschließlich aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen.

Die nachfolgende Überleitung zeigt die Entwicklung vom Anfangs- zum Endbestand der Finanzverbindlichkeiten anhand der Cash-Flows aus Finanzierungstätigkeit:

Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungsunwirksame Veränderungen
01.04.2021
T€
Auszahlungen
T€
Einzahlungen
T€
Umgliederungen
T€
31.03.2022
T€
Langfristige Finanzschulden 71.886 0 10.955 28.995 111.836
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 127.249 0 55.272 -59.795 122.727
Kurzfristige Finanzschulden 57.987 -16.820 0 -28.995 12.172
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 62.605 -60.763 0 60.989 62.831
Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungsunwirksame Veränderungen
01.04.2020
T€
Auszahlungen
T€
Einzahlungen
T€
Umgliederungen
T€
31.03.2021
T€
Langfristige Finanzschulden 120.832 0 15.075 -64.021 71.886
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 21.367 0 53.020 52.862 127.249
Kurzfristige Finanzschulden 9.168 -17.052 1.850 64.021 57.987
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 15.572 -49.811 0 96.844 62.605

25. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bezüge des Managements:

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Kurzfristige Leistungen 3.987 3.611
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Andere langfristige Leistungen 4 6
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 75 0
Anteilsbasierte Vergütung 0 0
4.066 3.617

Gegenüber den Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen keine Versorgungszusagen.

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr T€ 1.836 (Vj.: T€ 1.815). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden mit T€ 33.282 (Vj.: T€ 36.001) zurückgestellt.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurde für das Geschäftsjahr eine Vergütung für ihre Aufsichtsratstätigkeit von insgesamt T€ 0 (Vj.: T€ 1) gewährt.

Nahestehende Unternehmen

Die Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan) hielt zum 31. März 2022 100% der Anteile an der TA Triumph-Adler GmbH. Oberste Mutter ist die Kyocera Corporation, Kyoto (Japan). Der Kyocera Konzernabschluss wird auf der Homepage der Tokyo Stock Exchange Inc. veröffentlicht.

Zum Stichtag bestehen Forderungen gegen Gesellschaften der Kyocera Gruppe in Höhe von T€ 112 (Vj.: T€ 36) und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 190.850 (Vj.: T€ 200.303). Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen mit T€ 124.007 (Vj.: T€ 129.872) Darlehen und mit T€ 66.779 (Vj.: T€ 70.364) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan) war im Jahre 2022 Hauptlieferant der TA Triumph-Adler-Gruppe. Das Einkaufsvolumen bei der Kyocera Gruppe belief sich im Zeitraum vom 01. April 2021 - 31. März 2022 auf T€ 160.344 (Vj.: T€ 141.922).

Nahestehende natürliche Personen

Die nahestehenden natürlichen Personen umfassen im Wesentlichen das Management und die Mitglieder des Aufsichtsrates. Im Berichtsjahr bestanden keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen mit diesen Personen.

26. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem 31. März und dem Aufstellungszeitpunkt wurde die TA Pension GmbH, Nürnberg, per 30. April 2022 veräußert. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der TA Triumph-Adler GmbH durch die Muttergesellschaft Kyocera Document Solutions Inc., Osaka (Japan) in Höhe von T€ 103.300, was zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft führte.

27. Liste der Beteiligungsunternehmen

Liste des Mutterunternehmens und der

Beteiligungsunternehmen

Stand: 31.03.2022

lfd. Nr. Bezeichnung Eigenkapital Ober - gesell - schaft lfd. Nr. Beteiligung s- anteil der Ober - gesell - schaft
in %
Beteiligungs - anteil der TA Triumph - Adler GmbH
in %
Jahres - ergebnis in Landes - währung
1000 TA Triumph-Adler GmbH, Nürnberg Nicht durch EUR
Eigenkapital - 10.696.586,57
gedeckter
Fehlbetrag
EUR 131.984.679,14
2104 TA Triumph-Adler Schweiz AG, Embach (CH) CHF 3.761.603,92 1000 100,00 100,00 CHF 371.299,87
2203 TA Triumph-Adler Deutschland GmbH, Nürnberg EUR 15.589.552,22 1000 100,00 100,00 EUR 0,00 *
2404 TA Triumph-Adler Österreich GmbH, Wien (A) Nicht durch 2203 100,00 100,00
Eigenkapital EUR -12.939,88
gedeckter
Fehlbetrag
EUR 3.969.849,17
2405 CHC Copia Holding CSFR GmbH, Nürnberg EUR 982.043,05 2203 100,00 100,00 EUR 0,00 *
2409 TA Triumph-Adler Czeska republika s.r.o., Prag (CR) CZK 67.634.676,04 2203 1,00 100,00 CZK 1.783.448,87
2405 99,00 100,00
2501 UTAX (U.K.) Ltd., Swindon (GB) GBP 740.003,99 1000 100,00 100,00 GBP 97.759,48
2610 TA Leasing GmbH, Fellbach EUR 779.000 1000 100,00 100,00 EUR 0,00 *
2620 Triumph-Adler Output Solution GmbH, Nürnberg EUR 40.109.302,15 1000 100,00 100,00 EUR 0,00 *
2630 TA Pension GmbH, Nürnberg Nicht durch 1000 100,00 100,00 EUR
Eigenkapital -16.352.156,65
gedeckter
Fehlbetrag
EUR 7.538.158,97
* Ergebnisabführungsvertrag

28. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

 

Christopher Rheidt, Hamburg, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH, CEO (seit 01. April 2017)

 

Hiroshi Takenaka, Nara, Japan, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH (seit 1. April 2021)

 

Yuji Doura, Osaka, Japan, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH (seit 1. April 2022)

 

Hirofumi Nishino, Osaka, Japan, Geschäftsführer der TA Triumph-Adler GmbH (bis 31. März 2022)

Mitglieder des Aufsichtsrats

 

Hironori Ando, Osaka, Japan, Vorsitzender, President KYOCERA Document Solutions Inc. (ab 1. April 2021)

 

Norihiko Ina, Osaka, Japan, Director, KYOCERA Document Solutions Inc. / Director, Managing Executive Officer, Executive General Manager of Solution Business, KYOCERA Corporation

 

Takuya Marubayashi, Amsterdam, Niederlande, President, KYOCERA Document Solutions Europe B.V.

 

Tateki Kuri, Aichi, Japan, Director, Senior General Manager Corporate Management Control Division, Corporate General Affairs Division KYOCERA Document Solutions, Inc. (seit 1. April 2021)

 

Hiroaki Niwa, Kyoto, Japan, Senior Managing Director, Executive General Manager of Headquarters, KYOCERA Document Solutions Inc. (bis 31. März 2022)

 

Matthias Reinhardt, Leipzig, Senior Vertriebsbeauftragter Regionalvertrieb (Region Ost-Mitte), TA Triumph-Adler Deutschland GmbH

 

Thorsten Klein, Dortmund, Sachbearbeiter Logistikmanagement, TA Triumph-Adler Deutschland GmbH

 

Nürnberg, den 30. September 2023

Die Geschäftsführung

Christopher Rheidt, Geschäftsführer

Hiroshi Takenaka, Geschäftsführer

Yukio Ikeda, Geschäftsführer

Yuji Doura, Geschäftsführer

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Andere Rücklagen
T€
Bilanzverlust
T€
Eigenkapial Gesamt
T€
Stand 01.04.2020 80.303 8.420 -43.981 -205.852 -161.110
Bewertung Pensionsverpflichtungen 0 0 -4.286 0 -4.286
Veränderung Währungsdifferenz 0 0 4 0 4
Veränderungen direkt im Eigenkapital erfasst 0 0 -4.282 0 -4.282
Jahresergebnis laufendes Jahr 0 0 0 14.527 14.527
Gesamtergebnis vom 01.04.2020-31.03.2021 0 0 -4.282 14.527 10.245
Stand 31.03.2021 80.303 8.420 -48.263 -191.325 -150.865
Bewertung Pensionsverpflichtungen 0 0 88 0 88
Veränderung Währungsdifferenz 0 0 445 0 445
Veränderungen direkt im Eigenkapital erfasst 0 0 534 0 533
Jahresergebnis laufendes Jahr 0 0 0 3.538 3.538
Gesamtergebnis vom 01.04.2021-31.03.2022 0 0 534 3.538 4.071
Stand 31.03.2022 80.303 8.420 -47.729 -187.787 -146.793

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

01.04.2021-31.03.2022
T€
01.04.2020-31.03.2021
T€
Jahresergebnis des Konzerns 3.538 14.527
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Anhang Tz. 12) 1.723 463
Abschreibungen auf Anlagevermögen (Anhang Tz. 9) 7.041 6.323
Veränderung der Pensionsrückstellungen (Anhang Tz. 20) -6.144 -5.957
Erstattete (+)/gezahlte (-) Ertragsteuern 91 -15
Zinsergebnis -556 -621
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 305 8
Cashflow 5.998 14.728
Veränderung der Leasingforderungen langfristig 10.910 -7.547
Veränderung der sonstigen Forderungen langfristig 148 59
Veränderung der Vorräte -15.587 -583
Veränderung der Leasingforderungen kurzfristig 4.673 -1.093
Veränderung der sonstigen Forderungen kurzfristig 7.889 8.679
Veränderung der sonstigen Rückstellungen langfristig -509 -174
Veränderung der sonstigen Rückstellungen kurzfristig -2.704 -417
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten kurzfristig -3.990 5.683
Wechselkursveränderungen 393 6
I. Mittelzufluss / Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 7.221 19.341
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 10 9
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.437 -654
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -13.366 -6.655
II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -15.793 -7.300
Aufnahme von Finanzschulden 10.955 16.925
Tilgung von Finanzschulden -16.820 -17.052
Aufnahme von Verbindlichkeiten für Finanzierungsleasing 55.272 53.020
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -60.763 -49.811
Erhaltene Zinsen 8.932 7.573
Gezahlte Zinsen -8.373 -6.952
III. Mittelabfluss/Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -10.797 3.703
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (I+II+III) -19.369 15.744
Finanzmittelbestand am Jahresanfang 28.973 13.229
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -19.369 15.744
Finanzmittelbestand am Jahresende 9.604 28.973

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TA Triumph-Adler GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der TA Triumph-Adler GmbH, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TA Triumph-Adler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 2. September 2022 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 22. Januar 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung der Angaben in Abschnitt "2. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Konzernanhangs bezog. Auf die Darstellung der Änderung durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitt "Vorbemerkung", wird verwiesen.

 

Nürnberg, den 22. Januar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco See, Wirtschaftsprüfer

Norbert Heinzelmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der TA Triumph-Adler GmbH hat während des gesamten Geschäftsjahres die Geschäftsführung der Gesellschaft im Rahmen der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorgaben überwacht. Er ließ sich kontinuierlich über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichten.

In den Sitzungen vom 11. Oktober 2021 und 10. Juni 2022 erörterte der Aufsichtsrat die laufende Geschäftsentwicklung und die aktuelle Unternehmenssituation. In der Aufsichtsratssitzung vom 10. Juni 2022 wurde zusätzlich der Masterplan 2023 diskutiert.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Oktober 2021 wurde erneut die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (im Folgenden "PwC"), Nürnberg, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt. Die Geschäftsführung hat PwC daraufhin am 14. April 2022 mit der Prüfung beauftragt. Der Abschlussprüfer hat den vorliegenden Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 und den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchhaltung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Gleiches gilt für den Konzernabschluss zum 31. März 2022 sowie den Bericht über die Lage des Konzerns. Auch sie wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Allen Aufsichtsratsmitgliedern lagen die durch die PwC testierten Jahresabschlüsse (Einzelabschluss der TA Triumph-Adler GmbH sowie Konzernabschluss der TA Triumph-Adler GmbH) für das Geschäftsjahr 2022 (1. April 2021 bis 31. März 2022) nebst Lageberichten vor.

Den Einzelabschluss und den Konzernabschluss der TA Triumph-Adler GmbH, jeweils nebst Lagebericht zum 31. März 2022 (Stichtag) hat der Aufsichtsrat geprüft, ebenso den Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Jahresergebnisses. Unrichtigkeiten oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder Tatsachen, die den Bestand der TA Triumph-Adler Gruppe gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Gesellschaftsvertrag erkennen lassen, hat der Aufsichtsrat nicht festgestellt.

Nach pflichtgemäß durchgeführter Prüfung ist der Aufsichtsrat, wie auch der Abschlussprüfer, der Auffassung, dass die Jahresabschlüsse (Einzelabschluss und Konzernabschluss) und Lageberichte der TA Triumph-Adler GmbH zum 31. März 2022 insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermitteln. Aus diesem Grund schließt der Aufsichtsrat sich dem Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse (Einzelabschluss und Konzernabschluss) und der Lageberichte durch den Abschlussprüfer an. Zu dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung erhebt er keine Einwendungen; er billigt die von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschlüsse (Einzelabschluss und Konzernabschluss) der TA Triumph-Adler GmbH zum 31. März 2022 (Stichtag).

Seit dem letzten Bericht des Aufsichtsrats gab es eine Veränderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Herr Thorsten Klein ist von der Arbeitnehmerschaft in den Aufsichtsrat gewählt worden und besetzt damit den durch das Ausscheiden von Herrn Bruhn freigewordenen Sitz im Aufsichtsrat.

Die Geschäftsführung der TA Triumph-Adler GmbH hatten im Berichtszeitraum Herr Christopher Rheidt, Herr Hiroshi Takenaka und Herr Hirofumi Nishino inne.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie den Arbeitnehmervertretern für die geleistete Arbeit sowie für das in einem erneut von vielen Herausforderungen geprägten Geschäftsjahr Erreichte.

 

Osaka, 25. Oktober 2022

Hironori Ando, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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