Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 209640
Vorher
JEN.meditec GmbH
Eingetragen
10.4.2003
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.Herstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung, die Fertigung und der Vertrieb von Erzeugnissen der Medizintechnik und der Feinwerktechnik sowie die Vermittlung von Handelsgeschäften verschiedener Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Dallmann
seit 5.7.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Occlutech AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Occlutech AG
Switzerland
52.650 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Occlutech GmbH

Jena

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Das Unternehmen

1.1 Occlutech-Gruppe

Occlutech ist ein führender Spezialanbieter von minimal-invasiven strukturellen Herzimplantaten mit dem Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit Herzerkrankungen zu verbessern. Unsere Vision ist es, ein weltweit führender Spezialist für Herzimplantate zu werden, der sich mit angeborenen Herzfehlern, Schlaganfallprävention und Herzinsuffizienzen befasst. Seit 2003 entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen Okkluder und interatriale Shunt-Produkte. Occlutech verfügt über ein breites und bewährtes Portfolio, das auf proprietärer Technologie basiert, und über 200 Patente mit mehr als 146.000 verkauften Produkten beinhaltet. Das Unternehmen vermarktet und verkauft seine Produkte in rund 85 Ländern. Occlutech bietet eine vollständige Produktpalette an, bestehend aus Okkludern für Atrium Septum Defekte (ASD), Persistierendes Foramen Ovale (PFO), Paravalvuläres Leck (PLD), Persistierendes Ductus Arteriousus (PDA) und Ventrikel Septum Defekte (VSD) sowie den Atrial Flow Regulator (AFR) und zahlreiche Zubehörteile. Die Occlutech Holding AG als Dachgesellschaft der Occlutech-Gruppe ist eine in der Schweiz eingetragene Aktiengesellschaft.

1.2 Occlutech GmbH

Die Occlutech GmbH befindet sich auf dem Beutenberg-Campus in Jena, Thüringen. Der Beutenberg Campus bildet das Kompetenznetz aller auf dem Jenaer Beutenberg zusammengeschlossenen Forschungs-, Betreiber- und Gründerzentren. Dort befinden sich neun Forschungsinstitute und zwei bereits mehr als 50 Firmen betreuende Technologiezentren mit dem Ziel, durch optimale Synergie Mehrwerte zu schaffen. Die Gesellschaft ist nicht nur ein wesentlicher Produktionsstandort innerhalb der Occlutech-Gruppe. Eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung sichert zudem die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft. Die Gesellschaft beschäftigte hierfür im Berichtsjahr durchschnittlich 12 Mitarbeiter. Im Mittelpunkt steht wie im Vorjahr die Verbesserung der Qualität bei gleichzeitiger Verbesserung der Produktionsprozesse und Kosten. Hierfür sind im Jahr 2022 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 2.071 TEUR (Vj. 2.216 TEUR) angefallen.

In den Produktionsanlagen der Occlutech GmbH werden die folgenden Produkte (Okkluder) hergestellt: ASD (Atrial Septical Defect), PFO (Patent Foramen Ovale) und UNI (Uniform Occluder).

Die Gesellschaft produziert und liefert die Okkluder zunächst ausschließlich für und an die schwedische Schwestergesellschaft Occlutech International AB.

Der Vertrieb in Deutschland erfolgt durch Vertriebsmitarbeiter der Occlutech GmbH. Lieferungen an deutsche Kliniken und Forschungseinrichtungen erfolgen durch die Occlutech International AB, Helsingborg/ Schweden. Dabei unterhält die Occlutech GmbH zum Teil Konsignationslager bei den Abnehmern.

2. Marktumfeld

Medizinische Geräte ist das größte Segment des Medizintechnik-Markts weltweit. Die Industrie ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die Nachfrage nach innovativen Produkten führt zu erhöhten Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Entwicklung von Medizintechnologien. Die komplexen regulatorischen Prozesse, Erstattungsbeschränkungen und der sehr kostspielige Prozess der Entwicklung fortschrittlicher Technologien erhöhen jedoch die Herausforderungen für diese Branche. Unter den Segmenten der Medizintechnik nehmen die kardiologischen Geräte eine Spitzenposition ein.

"Der Umsatz weltweit im Markt Medizintechnik wird etwa 565,30 Mrd. EUR im Jahr 2023 betragen. Mit einem prognostizierten Marktvolumen von 459,10 Mrd. EUR ist Medizinische Geräte das größte Segment des Marktes im Jahr 2023. Es wird erwartet, dass der Umsatz eine jährliche Wachstumsrate (CAGR 2023-2027) von 4,35 % aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 670,20 Mrd. EUR im Jahr 2027 führt. Im globalen Vergleich wird der größte Teil des Umsatzes in den USA erwartet (195,00 Mrd. EUR im Jahr 2023)." 1

"Einer der wichtigsten Treiber für das stabile Wachstum des Markts für Medizintechnik ist die alternde Bevölkerung. Diese zieht einen anhaltenden Kapitalfluss in die Forschung und Entwicklung, den Ausbau von Gesundheitsdiensten und die Umsetzung der derzeitigen technologischen Veränderungen nach sich. Dennoch verlangsamt die stark regulierte Struktur des Markts für Medizintechnik die Einführung innovativer Produkte und so die Einführung neuer Technologien, wodurch auch das Wachstum etwas gebremst wird." 2

"Die Umsatzentwicklung der Medizintechnik-Branche in Deutschland zeigt sich nach den Ergebnissen der BVMed-Herbstumfrage 2022 mit einem prognostizierten Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr leicht erholt. Die Gewinne der MedTech-Branche werden 2022 jedoch aufgrund der dramatischen Kostensteigerungen bei den Transport-, Rohstoff- und Energiepreisen sowie den regulatorischen Mehraufwand durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) insgesamt zurückgehen. Dennoch schaffen die Unternehmen neue Arbeitsplätze und investieren in Produktionsstandorte)." 3

"Aufgrund der dramatischen Kostensteigerungen werden die Gewinne der Unternehmen aber deutlich zurückgehen. Nur noch 11 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen. 62 Prozent gehen von einer Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Trotz des erheblichen Drucks auf die Branche erhöhen über ein Viertel der Unternehmen auch in diesem Jahr ihre Investitionen am Produktionsstandort Deutschland. Bei knapp der Hälfte bleibt die Höhe der Investitionen unverändert. Nur noch 18 Prozent der befragten BVMed-Unternehmen geben an, die Investitionen in Forschung erhöhen zu können." 3

"Als große Stärken des Standorts Deutschland nennen die befragten MedTech-Unternehmen vor allem die gut ausgebildeten Fachkräfte sowie die gute Infrastruktur. Die Werte sind aufgrund der Krisenauswirkungen mit steigenden Kosten und des spürbaren Fachkräftemangels aber um über 10 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr." 3

"Bei den größten Hemmnissen für die Unternehmensentwicklung in der deutschen Medizintechnik sind 2022 zu den zuvor dominierenden MDR-Themen die dramatischen Kostensteigerungen hinzugekommen. Weitere Faktoren sind der Fachkräftemangel und Unsicherheiten bei Zulieferern und Lieferketten. Die Hemmnisse durch die MDR bleiben jedoch weiterhin ein beherrschendes Thema. So sehen 68 Prozent der befragten BVMed-Unternehmen die steigenden Kosten und gebundenen Ressourcen durch die MDR als großes Hindernis für ihre künftige Entwicklung an. Ein weiterer Faktor ist der Innovationsstopp durch die MDR." 3

Üblicherweise ist das Unternehmen auf nationalen und internationalen Messen und Kongressen stark vertreten. Diese Veranstaltungen haben im 1. Halbjahr des vergangenen Jahres pandemiebedingt gar nicht oder nur digital stattgefunden. Ab dem 2. Halbjahr des Berichtsjahres gab es eine Normalisierung der Lage.

1 https://de.statista.com/outlook/hmo/medizintechnik/weltweit
2 https://de.statista.com/outlook/hmo/medizintechnik/weltweitRauteanalystenmeinung
3 https://www.bvmed.de/de/branche/standort-deutschland/lage-der-brancheRaute:~:text=Presse-,Die%20Lage%20der%20MedTech%2DBranche%202022%3A%20Medizintechnik%2DBranche,
durch%20dramatische%20Kostensteigerungen%20unter%20Druck&text=Die%20Umsatzentwicklung%20der%20.https

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Bereits im 2. Halbjahr 2021 war die einsetzende Erholung von der Corona-Krise aus dem Jahr 2020 spürbar. Die Gesellschaft konnte ihr Geschäftsergebnis im Vergleich zum Jahr 2021 leicht verbessern. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Gesellschaft im Wesentlichen ihre Ziele für das Jahr 2022 erreicht hat und durch die Investitions- und Finanzierungsstrategie der Grundstein für weiteres Wachstum gelegt wurde.

3.1 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Occlutech GmbH beläuft sich zum Stichtag auf 12,4 Mio. EUR (Vorjahr 16,1 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung von Investitionen im Anlagevermögen in Höhe von 402 TEUR (Vj. 1.052 TEUR) ist der Wert der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände im Wesentlichen abschreibungsbedingt gesunken.

Die Vorräte sind um 22,3 % auf 4,9 Mio. EUR zum Stichtag gestiegen. Bereits im Jahr 2019 startete eine Bevorratungsstrategie, bei der eine Bestandsreichweite von bis zu einem Jahr angestrebt wurde. Im Geschäftsjahr wurde begonnen, eine Bestandsreichweite von zwei Jahren zu gewährleisten. Somit ist sichergestellt, dass bei Ausfall eines Lieferanten die Fortführung der Produktion und Belieferung der Kunden gewährleistet ist.

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage kann in einer verkürzten, vereinfachten Kapitalflussrechnung wie folgt verdeutlicht werden.

2022
in TEUR
2021
in TEUR
Zu- /Abflüsse aus Geschäftstätigkeit -1.568 3.651
Zu- /Abflüsse aus Investitionstätigkeit -402 -1.015
Zu- /Abflüsse aus Finanzierungstätigkeit -521 -333
Bewegung der flüssigen Mittel -2.491 2.303

Die Gesellschaft ist ein Produktionsstandort innerhalb der Occlutech-Gruppe. Daher resultiert der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit aus Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen und Maschinen. Die im Jahr 2020 begonnenen Investitionen zur Erweiterung der Produktionsräume konnten im Jahr 2022 abgeschlossen werden.

Im Geschäftsjahr 2020 hat die Gesellschaft im Zuge der Corona-Krise und zur Sicherung der Liquidität über die Hausbank ein KfW-Unternehmerkredit in Höhe von 2,5 Mio. EUR aufgenommen. Dieser Kredit ist mit 1 % p.a. verzinst und wird ab September 2021 über eine Laufzeit von fünf Jahren quartalsweise getilgt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden 500 TEUR Tilgung nebst Zinsen geleistet, woraus im Wesentlichen der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert.

Das operative Geschäft der Gesellschaft hat sich im Vergleich zu 2021 leicht verbessert (siehe 3.3 Ertragslage). Der negative Cashflow aus Geschäftstätigkeit in 2022 resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Intercompany Verbindlichkeiten sowie dem Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte infolge der verfolgten Bevorratungsstrategie.

3.3 Ertragslage

Der Umsatz aus den Produkten stellt den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator dar. Dieser setzt sich zusammen aus den Umsätzen zu Fremdvergleichsgrundsätzen an die schwedische Schwestergesellschaft Occlutech International AB, dem Umsatz in Deutschland, dem Umsatz aus der Weiterbelastung der Aufwendungen aus Forschung und Entwicklung an die Muttergesellschaft Occlutech Holding AG sowie sonstigen Umsätzen und Erlösschmälerungen.

2022
TEUR
2021
TEUR
Umsätze aus der Weiterbelastung von internen 8.503 5.485
Verrechnungspreisen im Konzernverbund
Umsätze in Deutschland 5.115 5.280
Umsätze mit Occlutech International AB, Helsingborg/Schweden 4.463 5.319
Sonstige Umsätze und Erlösschmälerungen
17.910 15.911

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.1 Chancen

Die Gesellschaft erwartet weiteres Wachstum durch den Vertrieb der bestehenden Produkte. Des Weiteren wird die Occlutech-Gruppe weitere Länder auf dem internationalen Markt erschließen.

Im Mai 2022 wurde eine Zertifizierung durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für den Atrium Septum Defekte (ASD) angestrebt. Die entsprechende Zulassung wird für spätestens Ende 2023 erwartet. Ferner soll der Persistierendes Foramen Ovale (PFO) zur Durchführung von klinischen Studien in den USA durch die FDA bestätigt werden. Nach dem Abschluss der klinischen Studien wird ebenfalls eine Zertifizierung durch die FDA angestrebt. Diese Maßnahmen dienen als Voraussetzung für den Eintritt in den US-Markt. Hierdurch, aber auch durch die erwartete allmähliche Erholung des internationalen Vertriebs, geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Absatzvolumen sowohl national als auch an die schwedische Occlutech International AB, welche für den internationalen Vertrieb der Okkluder zuständig ist, steigen wird.

Der internationale Vertrieb läuft weiterhin über das Schwesterunternehmen in Schweden, der Umsatz wird aufgrund der Transferpreismethodik (Kosten plus Markup) leicht steigen.

Die hierfür notwendigen Kapazitäten wurden durch die erweiterte Produktionsfläche, die angeschafften Maschinen und die Aufstockung der Produktionsmitarbeiter geschaffen.

4.2 Risiken

Implantationen der Okkluder bei Patienten in den Kliniken sind schwer planbar. Deshalb stellt die Einschätzung der Absatzmengen im nationalen sowie internationalen Vertrieb eine relativ große Unsicherheit dar. Aufgrund des Geschäftsmodells ist die Gesellschaft bezüglich Produktions- und Absatzmengen sowie Finanzierung von der schwedischen Schwestergesellschaft Occlutech International AB abhängig. Ebenso sind die Weiterbelastungen der Forschungs- und Entwicklungsleistungen an die Occlutech Holding AG vom Erfolg am Weltmarkt abhängig. Hier besteht insbesondere das Risiko, dass eine Fixkostendeckung durch Transferpreise nicht mehr gewährleistet werden kann. Nichtsdestotrotz umfasst das Leistungsangebot der Gesellschaft Medizinprodukte, welche bei entsprechender medizinischer Indikation lebensnotwendige Produkte darstellen.

Weitere Risiken ergeben sich aus den derzeitigen inflationsbedingten Preissteigerungen. Für die Gesellschaft ergeben sich somit im Wesentlichen Risiken in den Bereichen Energiepreise, die Beschaffung von Rohstoffen sowie mögliche Lieferkettenengpässe. Durch die bereits in Punkt 3.1 beschriebene Bevorratungsstrategie wirkt die Gesellschaft diesen Risiken entgegen.

Durch die starke Einbindung in den Konzernverbund ist die Occlutech GmbH nicht nur erfolgsmäßig, sondern auch finanziell von der Entwicklung in der Gruppe abhängig. Die Verantwortung der Occlutech Holding AG für den Forschungs- und Entwicklungsbereich setzt eine entsprechende Finanzkraft voraus. Liquiditätsrisiken sind aufgrund von durchgeführten Finanzierungsrunden auf Ebene der Occlutech Holding AG kurz- bis mittelfristig sowohl auf Konzern- als auch auf Gesellschaftsebene nicht vorhanden. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch ein variables Darlehen mit der Occlutech Holding AG sowie eine Kreditlinie in Höhe von 500 TEUR gesichert.

Unsere Kunden in Deutschland beurteilen wir regelmäßig im Hinblick auf das Ausfallrisiko. Ein erhöhtes Ausfallrisiko sehen wir gegenwärtig jedoch nicht.

Als Medizintechnik-Unternehmen unterliegt die Occlutech GmbH nunmehr den Anforderungen der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) für unser Qualitätsmanagementsystem, die internen Prozesse, die Dokumentation und die Produkte. Hierbei gelten, aber auch strenge Richtlinien für die Rohstofflieferanten der Unternehmen im Hinblick auf Qualitätsstandards, welche sie ebenso halten wie auch weiter entwickeln müssen. Insofern besteht in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten sowohl eine Abhängigkeit zu Lieferfähigkeit als auch deren Qualität. Auch im Hinblick darauf hat das Unternehmen reagiert und wie bereits unter Punkt 3.3. erläutert, seinen Sicherheitsbestand an Rohwaren erhöht.

Es sind noch Rechtsstreitigkeiten gegenüber der Finanzverwaltung aus bisherigen Betriebsprüfungen anhängig. In den wichtigsten Punkten wurde bereits zu Gunsten von Occlutech geurteilt, in den noch offenen Entscheidungen geht man von einem geringen Risiko aus.

Es bestehen Transaktionen in US-Dollar zur Beschaffung von Rohstoffen. Diese sind jedoch von untergeordneter Bedeutung, so dass Wechselkursschwankungen kein bedeutsames Risiko für die Gesellschaft darstellen.

Für Occlutech ergaben sich im Berichtsjahr weder durch Einzelrisiken noch durch die Aggregation von Risiken eine Bestandsgefährdung. Derzeit sind für uns auch keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

5. Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung aufgrund der beschriebenen Chancen und der Erweiterung der Produktionskapazitäten im Vergleich zum Vorjahr leicht steigende Umsatzerlöse sowie ein ebenfalls leicht gestiegenen Jahresüberschuss. Die erwarteten Zahlungsüberschüsse sollen unter anderem zum Abbau der Verschuldung eingesetzt werden.

 

Jena, den 26. Mai 2023

Occlutech GmbH

Dr. Luis Martin-Parras, Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 8.308,54 39.386,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.010.526,85 1.155.693,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.255.607,30 1.177.043,05
2.266.134,15 2.332.736,87
2.274.442,69 2.372.123,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.376.210,46 957.168,93
2. Unfertige Erzeugnisse 1.144.805,60 447.627,48
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.353.497,00 2.582.164,00
4.874.513,06 3.986.960,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.133.525,02 310.976,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.376.621,31 6.525.626,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 470.959,44 136.619,51
4.981.105,77 6.973.222,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 232.243,63 2.723.071,27
10.087.862,46 13.683.254,55
12.362.305,15 16.055.378,12

Passiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.650,00 52.650,00
II. Kapitalrücklage 3.355.257,99 3.355.257,99
III. Gewinnvortrag 4.313.307,41 3.740.150,08
IV. Jahresüberschuss 604.909,86 573.215,40
8.326.125,26 7.721.273,47
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 110.345,00 677.236,00
2. Sonstige Rückstellungen 991.167,92 714.035,19
1.101.512,92 1.391.271,19
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.750.000,00 2.270.688,10
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.670,38 8.898,87
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 761.808,44 345.046,40
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 256.337,19 4.174.759,17
5. Sonstige Verbindlichkeiten 155.850,96 143.440,92
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 32.136,04 (Vorjahr: EUR 20.459,74)
2.934.666,97 6.942.833,46
12.362.305,15 16.055.378,12

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 17.910.013,80 15.910.925,91
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 773.254,12 569.521,28
3. Sonstige betriebliche Erträge 249.866,69 143.423,93
davon aus Währungsumrechnung: EUR 22.022,51 (Vorjahr: EUR 21.973,63)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.687.734,61 4.751.227,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 876.418,72 1.847.903,28
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.532.669,99 5.497.279,44
b) Soziale Abgaben 1.260.108,03 1.142.265,06
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 500.061,80 378.644,65
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.081.098,72 2.116.366,71
davon aus Währungsumrechnung: EUR 41.790,54 (Vorjahr: EUR 45.862,94)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 12.043,99
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 12.043,99)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 80.809,10 33.793,81
davon an verbundene Unternehmen EUR 59.061,39 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 309.323,78 295.219,60
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 604.909,86 573.215,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundsätzliche Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Occlutech GmbH, Jena (nachfolgend auch Occlutech), zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Jena/Thüringen und wird im Handelsregister unter HRB 209640 beim Amtsgericht Jena geführt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB. Sie nimmt teilweise die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Gemäß bzw. analog § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurden einige Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung hinsichtlich deren Bezeichnung zwecks Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst.

Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) bewertet und um die planmäßige Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert.

Der Wertansatz der Sachanlagen berechnet sich aus den Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände und Hardware betragen drei Jahre und für die übrigen Sachanlagen acht bis maximal zehn Jahre.

Die Abschreibungen werden linear ermittelt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden nach § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten über 5 Jahre abgeschrieben, sofern ihnen kein niedrigerer Wert am Stichtag beizulegen ist. Im handelsrechtlichen Jahresabschluss wird analog verfahren.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (Einzelfeststellung) sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagesbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S. 2 HGB bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der durch die Fertigung verursachte Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt wurden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag, ggf. unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen bilanziert.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nominalwert erfasst.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 Investitionszuschüsse in Höhe von 125 TEUR sowie 443 TEUR in den Vorjahren, entgegen der herrschenden Literaturmeinung, jeweils sofort in voller Höhe erfolgswirksam vereinnahmt und nicht als Sonderposten abgegrenzt. Die Vereinnahmung in 2022 in Höhe von 125 TEUR (Vj. TEUR 94) gilt als außergewöhnlich im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB.

Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger waren dabei die §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

Im Zusammenhang mit der Einführung von SAP wurde u.a. der Kontenrahmen neugestaltet und Bilanzierungsanweisungen geändert. Dies führte dazu, dass eine Verschiebung der Erfassung von Aufwendungen zwischen den Aufwendungen für bezogene Leistungen in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgte. Der Effekt hieraus beziffert sich im Berichtsjahr auf TEUR 462.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) beigefügt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.377 TEUR (Vj. 6.526 TEUR) dar. Diese enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 2.322 TEUR (Vj. 5.389 TEUR).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von 529 TEUR (Vj. 444 TEUR), für ausstehende Eingangsrechnungen (inkl. Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe) in Höhe von 3867 TEUR (Vj. 202 TEUR) sowie Kundenboni in Höhe von 76 TEUR (Vj. 64 TEUR).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von 500 TEUR (Vj. 521 TEUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sowie in Höhe von 1.250 TEUR (Vj. 1.750 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Diese sind in Höhe von 1,75 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR) durch Bürgschaften des Gesellschafters, durch eine Globalzession aller Forderungen A-Z sowie durch eine Sicherungsübereignung für die Betriebs- und Geschäftsausstattung und dem Warenlager besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen 48 TEUR (Vj. 165 TEUR) sowie Darlehensverbindlichkeiten (inkl. Zinsen) 209 TEUR (Vj. 4.010 TEUR). Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von 156 TEUR (Vj. 130 TEUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Geschäftsjahr bestehen keine langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten (Vj. 13 TEUR).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren bestehen nicht.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2023
TEUR
2024 bis 2028
TEUR
aus Leasing- und Wartungsverträgen 110 58
aus Mietverträgen 479 1.917
589 1.975

Der Fuhrpark der Gesellschaft ist überwiegend mittels Leasinggeschäften finanziert. Hieraus generiert sie vor allem Liquiditätsvorteile. Risiken sind - bis auf die finanziellen Verpflichtungen - dagegen nicht ersichtlich, bspw. entfällt das Verwertungsrisiko.

Darüber hinaus bestand zum 31. Dezember 2022 ein Bestellobligo in Höhe von 893 TEUR.

Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 117 Mitarbeiter beschäftigt, welche sich in folgende Gruppen aufteilen: Produktion und Logistik (68), Verwaltung (23), Vertrieb (14) und Forschung und Entwicklung (12).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr waren:

Dr. Luis Martin-Parras, Executive Vice President Supply Chain & Manufacturing (Occlutech Group)

Oshri Budana, Executive Vice President Clinical & Regulatory Affairs/ Quality (Occlutech Group), bis 28. März 2023.

Entsprechend § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9a HGB wird von der Befreiungsvorschrift bezüglich der Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gebrauch gemacht.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Occlutech GmbH wird auf freiwilliger Basis in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft (kleinster und größter Kreis von Unternehmen)

Occlutech Holding AG

Feldstraße 22

CH-8200 Schaffhausen

einbezogen. Dieser wird entsprechend den schweizerischen gesetzlichen Bestimmungen nicht offengelegt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Ergebnisvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach erheblichen internen Umstrukturierungen weg von der Standortorganisation hin zu Funktionsebenen und damit der Betonung der Bedeutung der jeweiligen Abteilungen beschloss die Occlutech-Gruppe im Jahr 2022, ihre Transfer Pricing Policy anzupassen und die Occlutech GmbH zum zentralen "Entrepreneur" zu machen, der die wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten als auch die wesentlichen Fertigungsaktivitäten durchführt. Mittels eine Asset Purchase Agreement (APA) vom 1. März 2023, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die Occlutech Holding AG, Schaffhausen/Schweiz, der Occlutech GmbH sämtliche Patente und Trademarks veräußert. Die Finanzierung erfolgt mittels IC-Darlehen mit der Gesellschafterin.

Weitere Geschäftsvorfälle oder Ereignisse, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 haben, traten nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht ein.

 

Jena, den 26. Mai 2023

Occlutech GmbH

Dr. Luis Martin-Parras

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 132.236,59 1.435,00 0,00 133.671,59
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.027.886,94 73.200,02 0,00 3.101.086,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.850.033,75 327.805,66 0,00 2.177.839,41
4.877.920,69 401.005,68 0,00 5.278.926,37
5.010.157,28 402.440,68 0,00 5.412.597,96
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 92.849,89 32.513,16 0,00 125.363,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.872.193,12 218.366,99 0,00 2.090.560,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 672.990,70 249.241,41 0,00 922.232,11
2.545.183,82 467.608,40 0,00 3.012.792,22
2.638.033,71 500.121,56 0,00 3.138.155,27
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 8.308,54 39.386,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.010.526,85 1.155.693,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.255.607,30 1.177.043,05
2.266.134,15 2.332.736,87
2.274.442,69 2.372.123,57

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Occlutech GmbH, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Occlutech GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Occlutech GmbH, Jena, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter- für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 26. Mai 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer

Victoria Elwerr, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde zum 12. Oktober 2023 festgestellt.

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