Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 90155
Eingetragen
8.2.2011
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Vermittlung von KreditenSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Erbringung von Finanzdienstleistungen gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG (Anlagevermittlung), gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG (Anlageberatung), gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG (Abschlussvermittlung) und gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG (Finanzportfolioverwaltung).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martina Neske
seit 8.2.2011
Geschäftsführer
Oliver Schnatz
seit 8.2.2011
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CHOM CAPITAL GmbHEigenbeteiligung
4.67%

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christoph Benner
Frankfurt am Main
40.000 €
37.35%
Oliver Schnatz
Koblenz
40.000 €
37.35%
M****** N****
20.000 €
18.67%
CHOM CAPITAL GmbH
Germany
5.000 €
4.67%
P*** A******
1.100 €
1.03%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CHOM CAPITAL GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1.1 Allgemeine Informationen zum Unternehmen

CHOM CAPITAL ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique, die den Interessen ihrer Investoren verpflichtet ist, unabhängig von Konzernvorgaben und Index-Bindungen agiert und erfolgreich auf der Grundlage einer tiefgründigen Fundamentalanalyse handelt.

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter Corporate Governance, einer sozial verantwortlichen Personalpolitik und eines ökonomisch bewussten Umgangs mit unseren natürlichen Ressourcen. In diesem Sinne ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil unserer Entscheidungen und unseres Selbstverständnisses als Unternehmer wie auch als Vermögensverwalter.

Als aktiver, langfristig orientierter Investor mit Schwerpunkt auf europäischen Aktien und ausgestattet mit langjähriger Kapitalmarktexpertise und einem engen Netzwerk versteht sich CHOM CAPITAL als Partner von Managements mit klaren und ambitionierten strategischen Visionen, die mit profitablen und bewährten Geschäftsmodellen zum Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beitragen.

Unser wertorientierter, fundamentaler Investmentprozess verbindet in einem integrierten Ansatz ohne konzeptionelle Differenzierung beide Dimensionen der Unternehmensbewertung: Nachhaltigkeitsanalyse (SUSTAINability) und die fundamentale Geschäftsmodellbetrachtung (fundAMENTALs). Das nennen wir:

PERFORMANCE DRIVEN BY SUSTAINAMENTALS®.

Für unsere Investoren bedeutet die zu 100% nachhaltig ausgerichtete Produktpalette, Renditechancen mit Investitionen in eine nachhaltige Zukunft verbinden zu können.

1.2 Auszeichnung für nachhaltige Positionierung

Im Geschäftsjahr 2023 können wir vielfältige konzeptionelle und prozessuale Weiterentwicklungen unserer Nachhaltigkeitsstrategie vermelden. Im Bereich Voting- und Engagement-Strategie haben wir weitere Schritte unseres Research-Prozesses automatisiert. Erneut erreichen wir eine Abstimmungsquote von 100% aller technisch möglichen Hauptversammlungsabstimmungen. Hauptversammlungen auf noch nicht abstimmbaren Märkten haben wir dennoch analysiert und in die Managementgespräche getragen. Wir erwarten eine schrittweise Öffnung der verbleibenden Märkte in den nächsten Jahren.

Im Sinne einer verbesserten Transparenz wurde unser zweiter Nachhaltigkeitsbericht auf der Website öffentlich zur Verfügung gestellt. Erstmalig berichten wir auch transparent über unsere Nachhaltigkeitsperformance anhand diverser KPIs. Zudem veröffentlichten wir regelmäßig proprietäre Nachhaltigkeitsanalysen (SUSTAINAMENTALS®-Insight) zu Markt und Portfoliobeteiligungen.

Als Teil unseres Investmentprozesses haben wir ebenfalls unser proprietäres Reporting-Tool zum Nachverfolgen der "Principal Adverse Impact (PAI)"-Indikatoren in Echtzeit weiterentwickelt. Wir stehen mit Blick auf anstehende regulatorische Veränderungen im engen Austausch mit der Branche.

Unsere "ESG-Teach-Ins" dienen der aktiven Wissensvermittlung für institutionelle Investorinnen und Investoren, ergänzt um Praxisvorlesungen an verschiedenen Fachhochschulen (z.B. Frankfurt School of Finance & Management), sowie die Teilnahme an Panels wie dem von LegalTegrity zum Thema Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.

Nach Einführung der jährlichen Spende von 10% der Fondsumsätze des CHOM CAPITAL PURE Sustainability- Small Cap Europe UI an ökologische und soziale Projekte im Jahr 2021 erfolgte wie auch in 2022 die Umsetzung mit aktivem Engagement in Projekten mit HessenForst (Pflanzung von weiteren 1000 Bäumen). Ebenfalls haben wir eine Veranstaltung mit der Organisation One Earth - One Ocean (OEOO) im Rahmen der Kieler Woche organisiert und lokale Unternehmer und Investoren für das Thema Bekämpfung des Plastikmülls in den Weltmeeren sensibilisiert, wo OEOO mit seinen Müllsammelschiffen einen großen Beitrag leistet. Weiterhin haben wir mit der KiO Kinderhilfe Organtransplantation-Sportler für Organspende e.V. ein Zuschussprogramm für eine Kunsttherapie für die lungenkranken Patienten in der Pädiatrischen Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover ermöglicht. Erstmals im Jahr 2023 haben wir das von uns mit der Frankfurt School of Finance & Management ins Leben gerufene CHOM CAPITAL Sustainable Impact Diversity Scholarship an ein junges Talent für den Master in Sustainable Finance vergeben.

Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde die gesamte Fondspalette durch das Forum Nachhaltiger Geldanlagen (FNG) mit zwei von drei möglichen Sternen des über die anspruchsvollen Mindestanforderungen hinausgehenden Stufenmodells ausgezeichnet. In den Bereichen "Institutionelle Glaubwürdigkeit" und "Produktstandards" konnte dabei erneut die Höchstnote erzielt werden. Erfreulicherweise konnte darüber hinaus eine weitere deutliche Verbesserung im Bereich Transparenz, Nachhaltigkeitsreporting und Nachhaltigkeitsperformance erzielt werden und erstmals erreichten wir auch im Bereich Voting & Engagement nach kontinuierlicher Verbesserung unserer Prozesse die Höchstnote. Vor allem im von Nachhaltigkeitsratingagenturen vernachlässigten Bereich der Nebenwerte bleibt diese Auszeichnung wegweisend.

Als Unterzeichner der Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen (UN PRI) haben wir in diesem Jahr nach freiwilligem Reporting im Geschäftsjahr 2021 unseren ersten UN-PRI-Bericht veröffentlicht und in allen Kategorien überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Unser SUSTAINAMENTALS®-Ansatz landete im Bereich "Listed Equities - Active Fundamental" mit fünf Sternen in den Top 2% aller Unterzeichner.

1.3. Marktentwicklung 2023 und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Im Jahr 2023 entfaltete sich eine äußerst erfreuliche Dynamik an den Finanzmärkten, trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und fortgesetzter Zinserhöhungen aus dem Vorjahr. Der zuvor erlebte Energiepreisschock wurde durch ein unerwartet mildes Wetter gemildert, und die zuvor durch die Coronapandemie beeinträchtigten Lieferketten erholten sich spürbar.

Die Inflationsrate verlangsamte sich im Jahresverlauf, insbesondere im letzten Quartal, was zu einer gesteigerten Hoffnung auf ein bevorstehendes Ende des Zinserhöhungszyklus und potenziellen Zinssenkungen im Jahr 2024 führte.

Aufgrund des starken Zeitversatzes, mit dem sich die Zentralbankmaßnahmen in der fundamentalen Geschäftsentwicklung der Unternehmen niederschlagen, zeigte sich jedoch im Verlauf von 2023 ein zunehmender Gegenwind aus Finanzierungskosten und Auftragsflaute insbesondere in Zins-sensitiven Sektoren. Die wirtschaftliche Gesamtleistung in vielen europäischen Kernländern war daher zumeist stagnierend bis leicht rückläufig, wurde jedoch von hohen Auftragsbeständen aus den Vorjahren abgefedert. Nach einer Auflösung der Lieferkettenprobleme profitierte die Umsatzentwicklung vom Abarbeiten der Auftragsbestände.

Nach der Abkühlung des Inflationsschubs aus 2022 waren viele Unternehmen mit überteuertem Inventarbeständen konfrontiert, deren Abbau durch die Schwäche vieler Exportmärkte, insbesondere China, nur langsam voranschritt.

Wegen der unterschiedlichen Verhandlungs- und Preissetzungsmacht von großen und kleinen Unternehmen hat diese komplexe fundamentale Gemengelage zu einer bemerkenswerten Spreizung in der Performance von Large- und Small-Cap-Unternehmen geführt. Während die Blue Chips der jeweiligen Länderbenchmarks, wie im Falle des DAX (Deutschland), CAC 40 (Frankreich), IBEX 35 (Spanien) und FTSE MIB (Italien) in Q4 neue Allzeithochs erklommen, war die Mehrheit der Small und Mid Caps zum zweiten Jahr infolge in der Performance abgeschlagen.

Während der STOXX 600 Europe als marktbreiter Europäischer Aktienindex im Jahr 2023 um 15,8% zulegte, war der STOXX Europe Total Market Small mit 11,5% schwächer. In den USA war die Ausprägung dieses Phänomens noch deutlicher zu beobachten, aufgrund der Konzentration der Märkte auf wenige Technologieunternehmen mit hoher Marktkapitalisierung verzeichnete der Technologieindex NASDAQ eine Rendite von 55,1%, während die Referenz für kleinere Unternehmen, der Russel 2000 Index, auf eine Jahresperformance von 16,9% kam.

Der Umsatz aus Beratervergütungen von CHOM CAPITAL für das Geschäftsjahr 2023 belief sich auf TEUR 718 (2022 TEUR 638), was einem Anstieg um 13% entspricht. Zu der Erlösentwicklung hat bei stabilen durchschnittlichen verwalteten Vermögen die Wertsteigerung unserer Produkte beigetragen. So verzeichnete der Fonds CHOM CAPITAL Active Return UI eine Rendite von 9,0% und der CHOM CAPITAL Pure Sustainability - Small Cap Europe UI erzielte einen Kursanstieg von 12,0%, welcher erneut über dem Vergleichsindex lag. Die Nettoerlöse von CHOM CAPITAL (Umsatz minus Provisionsaufwand) konnten um erfreuliche 16% auf 641 TEUR (2022 TEUR 553) gesteigert werden.

Durch ein anhaltend konsequentes Management der Kosten und ein leicht rückläufiges Gerüst sowohl bei den Personalaufwendungen als auch bei den Verwaltungsaufwendungen wurde es möglich, dass der Deckungsbeitrag aus dem erhöhten Umsatz sich voll im Ergebnis niederschlug. Der Vorjahresverlust in Höhe von TEUR -342 konnte in der Folge um 25% auf TEUR 236 reduziert werden.

Insgesamt konnten innerhalb der letzten fünf Jahre die gesamten Kosten des Unternehmens um die Hälfte reduziert werden bei gleichzeitiger Realisierung von Investitionen in ein optimiertes zukünftiges Setup sowie Aufwendungen zur Kundenpflege.

Die Bilanzstruktur ist weiterhin sehr solide und schlank. Die Aktivseite ist schwerpunktmäßig von liquiden Mitteln geprägt. Die Forderungen gegen Kreditinstitute (TEUR 1.039) und Forderungen an Kunden (TEUR 43) machen wie im Vorjahr 91% der Bilanzsumme (TEUR 1.186) aus und gewährleisten die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft. Die liquiden Mittel des Unternehmens sind damit mehr als dreizehnmal so hoch wie die aufsichtsrechtliche Liquiditätsanforderung.

Die Passivseite der Bilanz ist - in gleicher Weise wie die Aktivseite von Liquidität - von Eigenkapital dominiert. Das Eigenkapital beträgt TEUR 981 (2022: TEUR 1.226), was einem Anteil in Höhe von 83% an der Bilanzsumme entspricht. Die aufsichtsrechtlich wichtigen Eigenmittel-Kostenrelation sehen weiterhin sehr gut aus und betragen das 4,7-fache des nach Artikel 9 IFR geforderten Wertes. Die Eigenmittel betragen 118% der Kosten und liegen damit weit über der Mindesterfordernis von 25%. Die sonstigen Passiva in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 173) sind alle unverzinslich und kurzfristig. Sie bestehen aus Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten und betreffen im Wesentlichen ausstehenden Rechnungen für Research-Leistungen, Provisionsaufwendungen sowie Reserven im Fonds für allgemeine Bankrisiken.

1.4. Risikomanagement

Die Verantwortung für die Risikostrategien liegt bei der Gesamt-Geschäftsführung. Für einzelne Bereiche bestehen besondere Zuständigkeiten innerhalb der Geschäftsleitung, ohne dass damit die Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung berührt wird.

Die Geschäftsleitung hat für den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft angemessene Risikostrategien und Kontrollmechanismen bzw. Leitlinien für die Risikoabsicherung und Risikominderung und Strategien und Verfahren zur Überwachung der laufenden Wirksamkeit, der zur Risikoabsicherung und Risikominderung der getroffenen Maßnahmen installiert, die zwingend zu beachten sind.

Die Strategien und deren Dokumentation werden einmal jährlich im Rahmen einer Geschäftsführerversammlung überprüft und ggf. überarbeitet. Anschließend erfolgt eine Vorstellung und Erörterung im Gesellschafterkreis im Rahmen einer Gesellschafterversammlung.

Eine Ad-hoc-Berichterstattung bei Auftreten neuer Risiken oder bei einer Risikoveränderung ist ebenso gewährleistet wie die Umsetzung eines konsequenten Kostensenkungsplanes gemäß Notfallkonzept.

Sowohl das Risikomanagementsystem der Gesellschaft als auch das des Fonds erfolgen mit der Unterstützung proprietärer Excel-basierter Modelle. Das Risiko-Analyse und Controllingsystem des Unternehmens enthält Stresstest-Analysen für die GuV und Bilanz, die den Charakter eines Frühwarnsystems besitzen und die quantitative Basis für ggf. notwendige Restrukturierungsmaßnahmen bilden. Das Risikomanagementtool des Fonds ist zusätzlich mit Bloomberg- bzw. FactSet -Daten verlinkt und kann auf die von der Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal zur Verfügung gestellten Risikokennzahlen zugreifen.

Die Leitungsorgane des Unternehmens bekleiden keine Leitungs- und Aufsichtsfunktionen in Unternehmen, an denen die Investmentfonds beteiligt sind.

1.5 Entwicklung an den Märkten, Wettbewerbsumfeld und zukünftige Entwicklung

In Europa, dem Zielmarkt für Investitionen und Beteiligungen von CHOM CAPITAL, startet das Jahr 2024 trotz eines zurückhaltenden Startes der Kapitalmärkte mit einer Aufholchance. Nachdem insbesondere angelsächsische Investoren in Anbetracht geopolitischer und wirtschaftlicher Risiken sich in den letzten zwei Jahren aus Europa zurückgezogen haben, könnten die Rahmenbedingungen für eine Umkehrung dieser Mittelabwanderung die Marktentwicklung im laufenden Jahr beflügeln. Die teils drastischen Prognosen für den europäischen Wirtschaftsraum sind nicht eingetreten und insbesondere die Arbeitsmärkte auch in den Peripherie-Ländern, die vor einem Jahrzehnt noch das große Sorgenkind waren, sind so resilient wie lange nicht mehr.

Erste Frühindikatoren wie das ZEW-Sentiment zeigen bereits seit der zweiten Jahreshälfte 2023 eine Stabilisierung und sequenzielle Verbesserung, wenn auch zunächst auf noch niedrigen Niveaus. Bestätigen sich diese Daten, könnte Europa über den eigenen Kontinent hinaus wieder verstärkt auf der Agenda von Investoren stehen.

Mit zwei Jahren schwacher Performance bietet sich die Chance auf Aufholpotenzial, insbesondere im Vergleich zu den USA und für Unternehmen kleinerer und mittlerer Marktkapitalisierung. Seit Einführung der paneuropäischen Aktienindizes um die Jahrtausendwende ist empirisch messbar, dass diese Unternehmen nach zyklischen Abschwächungen und Zinssenkungen besonderes Potential entfalten.

Wenn sich also die Markterwartungen von mehreren Zinssenkungsschritten im Jahr 2024 bewahrheiten und sich gleichzeitig die gesamtwirtschaftliche Lage verbessert, wären die Voraussetzungen für ein gutes Börsenjahr und die Zielmärkte von CHOM CAPITAL gegeben. Ein solches Szenario hängt jedoch von einer weltwirtschaftlichen Lage ab, die sich trotz geopolitischer Schocks und der anhaltenden Wachstumsschwäche von China nicht weiter eintrübt. Die Disruption der Handelsrouten über den Suez-Kanal infolge von Angriffen auf zivile Handelsschiffe zum Jahresstart 2024 zeigte erneut, dass weitere solcher Schocks nicht auszuschließen sind.

Das Wettbewerbsumfeld für kleinere und unabhängiger Asset Manager gestaltet sich angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und einer Konsolidierung der Dienstleister weiterhin anspruchsvoll. Der ungebrochene Zufluss in Indexfonds der großen Benchmarks ist das Gegenstück dieser Entwicklung. CHOM CAPITAL erkennt darin gleichzeitig auch eine Chance. Durch den fundamentalen Investmentprozess, geprägt von 600 Managementgesprächen pro Jahr, eröffnet sich in einem Markt mit sinkender Marktabdeckung zusätzliches Alpha-Potenzial für die Investmentstrategien.

Die Umsatzentwicklung des Unternehmens CHOM CAPITAL bleibt weiterhin stark abhängig vom Kundenverhalten und dem Verlauf der Kapitalmärkte. Eine Prognose der Erlös- und Ergebnisentwicklung des kommenden Geschäftsjahres bleibt daher in einem so frühen Stadium des Jahresverlaufes schwierig. Wir führen viele vielversprechende Kundengespräche und profitieren bereits von ersten vorsichtigen Neupositionierungen. In unseren Budgets planen wir allerdings erwartete Zuflüsse nicht mit ein. Basierend auf den beratenen Mitteln zum Ende des Jahres 2023 würde der Umsatz unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Bilanzstruktur mit ihrer starken Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sollte trotz eines negativen Ergebnisses weiterhin sehr gut sein.

Durch die im vergangenen Geschäftsjahr erreichte Verbesserung unseres Setups, die Fortschritte bei der Digitalisierung und durch die Verbreiterung der Kundenbasis sehen wir uns als Unternehmen für langfristiges Wachstum gut aufgestellt.

Für unsere Kunden ist in der aktuellen Marktphase die Suche nach langfristiger, möglichst stetiger Performance unter Beachtung nachhaltiger Kriterien von besonderer Bedeutung. CHOM CAPITAL ist überzeugt, hier als aktiver Manager mit Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Handeln nach klaren Prinzipien attraktive Beiträge zum langfristigen Vermögensaufbau liefern zu können.

Die konsequente Ausrichtung auf die Erzielung eines nachhaltigen Mehrwerts sind für uns Leitbild und Anspruch zugleich. Herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen zu verbinden, steht im Zentrum unseres Denkens und Handelns.

 

Herr Christoph Benner

Frau Martina Neske

Herr Oliver Schnatz

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 178.941,89 272.098,08
b) andere Forderungen 860.000,00 1.038.941,89 950.750,00
2. Forderungen an Kunden 42.725,94 53.782,38
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145,00 577,00
4. Sachanlagen 59.173,00 70.220,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 36.574,45 45.860,30
6. Rechnungsabgrenzungsposten 8.619,65 5.861,00
1.186.179,93 1.399.148,76

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 54.604,98 21.831,98
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 529,00
b) sonstige Rückstellungen 67.100,00 67.100,00 75.650,00
3. Fonds für allgemeine Bankrisiken 83.000,00 75.000,00
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital gezeichnetes Kapital 107.100,00 107.100,00
eigene Anteile 6.000,00- 101.100,00 5.000,00-
b) Kapitalrücklage 717.750,00 717.750,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 48.000,00- 40.000,00-
d) Bilanzgewinn 210.624,95 446.287,78
1.186.179,93 1.399.148,76

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

CHOM CAPITAL GmbH

Frankfurt am Main

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit - und Geldmarktgeschäften 27.841,22 2.909,10
2. Zinsaufwendungen 11,58- 0,00
27.829,64 2.909,10
3. Provisionserträge 717.874,74 637.652,09
4. Provisionsaufwendungen 76.821,54- 84.431,79-
641.053,20 553.220,30
5. Sonstige betriebliche Erträge 44.405,89 70.782,57
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 297.386,56- 306.443,52-
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 80.938,26- 84.298,69-
378.324,82- 390.742,21-
- darunter: für Altersversorgung EUR -21.280,60 (EUR -25.307,05)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 530.040,12- 540.680,75-
908.364,94- 931.422,96-
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 13.845,98- 16.258,19-
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.777,22- 15.591,65-
9. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 8.100,00 15.600,00
10. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 8.000,00- 21.000,00-
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 235.599,41- 341.760,83-
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,33 27.032,09
13. Sonstige Steuern 63,75- 90,36-
63,42- 26.941,73
14. Jahresfehlbetrag 235.662,83- 314.819,10-
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 446.287,78 761.106,88
16. Bilanzgewinn 210.624,95 446.287,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die CHOM Capital GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Registernummer 90155.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Als Finanzdienstleistungsinstitut sind jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu beachten.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 288 sowie 340 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbHG aufgestellt. Für den Jahresabschluss gelten die Rechnungslegungsvorschriften nach dem Bankbilanzrichtlinien-Gesetz und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV).

Die Gliederung der Bilanz und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert abzüglich gebildeter Risikovorsorgen angesetzt.

Forderungen an Kunden sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt abzüglich gebildeter Risikovorsorgen.

Die immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear und pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, der Abgang wird im Geschäftsjahr unterstellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die in den Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzten Ausgaben werden in Höhe der vorausgezahlten Beträge angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Diese sind mit dem Geldkurs am Tag ihrer Entstehung gebucht. Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt TEUR 0, der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, beträgt TEUR 2.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden beinhalten ausnahmslos kurzfristig fällige Forderungen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Körperschaftsteuerrückforderung von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 27) enthalten.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf EUR 188 (Vorjahr: EUR 188).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Rückzahlung von Beratervergütungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 13).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es wurden keine Sicherheiten gewährt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalaufwand TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 9), ausstehende Rechnungen TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 36) sowie Aufbewahrungspflichten TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 17) und Jahresabschlusskosten TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 14).

Es wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine offene nicht zweckgebundene Vorsorgereserve gemäß § 340g HGB in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 75) zu bilden.

IV. Sonstige Angaben

1. Gesamthonorar Abschlussprüfer

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 11 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251 und 285 Nr. 3 HGB.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine ungewöhnlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

3. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich 4 Mitarbeiter beschäftigt.

4. Organe

Im Berichtszeitraum waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:

 

Herr Christoph Benner, Kaufmann, Frankfurt am Main;

 

Herr Oliver Schnatz, Kaufmann, Koblenz;

 

Frau Martina Neske, Kauffrau, Bad Soden am Taunus.

 

Frankfurt am Main, den 17. Januar 2024

CHOM CAPITAL GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
3. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 14.681,93 0,00 1.131,17 13.550,76
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.488,18 2.377,98 9.901,88 153.964,28
Einbauten in fremde Grundstücke 8.524,76 0,00 0,00 8.524,76
170.012,94 2.377,98 9.901,88 162.489,04
184.694,87 2.377,98 11.033,05 176.039,80
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
3. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 14.104,93 430,00 1.129,17 13.405,76
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.381,18 12.338,98 9.892,88 98.827,28
Einbauten in fremde Grundstücke 3.411,76 1.077,00 0,00 4.488,76
99.792,94 13.415,98 9.892,88 103.316,04
113.897,87 13.845,98 11.022,05 116.721,80
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
3. Immaterielle Anlagewerte
EDV-Software 145,00 577,00
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.137,00 65.107,00
Einbauten in fremde Grundstücke 4.036,00 5.113,00
59.173,00 70.220,00
59.318,00 70.797,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CHOM CAPITAL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CHOM CAPITAL GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gensingen, den 26. Februar 2024

App Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen App, Wirtschaftsprüfer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Gesellschaft:

CHOM Capital GmbH

Sitz: Frankfurt am Main
Handelsregister: Amtsgericht Frankfurt am Main
Registernummer: B 90155

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 8. März 2024 festgestellt.

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