HvA Holding GmbH
Gadelander Straße 120, 24539 Neumünster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Ludwig seit 5.1.2026 | Prokura |
Frank Eduard Breuer seit 30.1.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HvA Holding GmbHGadebuschKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020V. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS 118 Ich habe dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 und dem Konzernlagebericht der HvA Holding GmbH, Gadebusch, in den diesem Bericht als Anlagen I (Konzernabschluss) und II (Konzernlagebericht) beigefügten Fassungen folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HvA Holding GmbH, Gadebusch Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der HvA Holding GmbH, Gadebusch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der HvA Holding GmbH, Gadebusch, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle." Den vorstehenden Bericht habe ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.) erstattet.
Hamburg, den 22. Dezember 2021 UNIVERSA
Prüfungs- und
Hübotter, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020HvA Holding GmbH, GadebuschAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2020HvA Holding GmbH, Gadebusch
Kapitalflussrechnung zum 31.12.2020HvA Holding GmbH - Konzern
Konzerneigenkapitalspiegel der HvA Holding GmbH, Gadebusch
1) Bei der Einstellung in die
Kapitalrücklage handelt es sich um die Einbringung von
Geschäftsanteilen eines einbezogenen Unternehmens in
das Mutterunternehmen (T€ 62.622) sowie der Einzahlung
eines Gesellschafters des Mutterunternehmens (T€ 208).
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020der HvA Holding GmbH, GadebuschI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020 erfolgte nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen, insbesondere nach den Vorschriften der §§ 290 ff HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Der Konzernabschluss ist beim Betreiber des Bundesanzeigers offenzulegen. Der Konzern der HvA Holding ist zum 1. März 2019 entstanden. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vorjahreszahlen umfassen somit nur einen Zeitraum von 10 Monaten und sind mit den Zahlen des Jahres 2020 nur eingeschränkt vergleichbar. Im Einzelabschluss des Mutterunternehmens wurde der Beteiligungsansatz an einem einbezogenen Tochterunternehmen (Heinrich von Allwörden GmbH, Mölln) angepasst (Korrektur zum 1. Januar 2020). Diese erfolgsneutrale Korrektur hatte im Konzernabschluss Auswirkung auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung (- TEuro 7.347) und auf die Kapitalrücklage (- TEuro 7.347). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Abschlussstichtag der HvA Holding GmbH sowie der einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2020. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Die nachfolgenden Übersichten zeigen die zum 31. Dezember 2020 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Einbezogenes Mutterunternehmen
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Die einbezogenen Tochterunternehmen Heinrich von Allwörden GmbH, Mölln, Nur Hier GmbH, Hamburg, Dallmeyers Backhus GmbH, Neumünster und Hanse Frisch GmbH, Rellingen, haben die Befreiungsvorschrift des § 264 III HGB hinsichtlich der Aufstellung sowie der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses im Berichtsjahr in Anspruch genommen. Das einbezogene Tochterunternehmen Grönauer Bäckerei Knaack GmbH & Co. KG, Groß Grönau, hat die Befreiungsvorschrift des § 264b HGB hinsichtlich Aufstellung sowie der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses im Berichtsjahr in Anspruch genommen. Das einbezogene Tochterunternehmen Heinrich von Allwörden GmbH, Mölln, hat als unteres Mutterunternehmen die Befreiung von der eigenen Konzernrechnungslegungspflicht gem. § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Nicht einbezogene Tochterunternehmen
Auf die Einbeziehung wurde aufgrund der nur untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Bilanzsummen der Abschlüsse jeweils kleiner als 1 % der Konzernbilanzsumme sind. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) auf den Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Zwischenergebnisse werden ertragswirksam eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzerngesellschaften wurden eliminiert. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche und gegenüber dem Vorjahr unveränderte Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den Vorschriften des HGB an. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ausschließlich linear vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen Filialübernahmen und haben sämtlich Nutzungsdauern von mehr als fünf Jahren. Die Nutzungsdauer basiert auf den Mietvertragslaufzeiten der übernommenen einzelnen Filialen. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden vereinfacht linear über eine durchschnittliche Restlaufzeit der Filialmietverträge abgeschrieben, da hierdurch der tatsächliche Wertverzehr zutreffend dargestellt wird. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und in der Vergangenheit außerplanmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ausschließlich linear vorgenommen. Entsprechend den steuerrechtlich zulässigen Regelungen werden bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von Euro 250,00 bis Euro 800,00 im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven im Sachanlagevermögen erfolgen linear über die voraussichtliche Restnutzungsdauer. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips (Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert). Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten (produktionsbezogene Vollkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB). Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten. Einzeln abgrenzbare Debitorenrisiken wurden dabei separat beurteilt und entsprechend durch Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert einzelwertberichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des um die einzelwertberichtigten Forderungen und um Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes ausreichend Rechnung getragen. Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag. Die liquiden Mittel werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden in dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Der Konzerngewinnvortrag resultiert aus dem Auseinanderfallen des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter-Verhältnisses und dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Diese Ergebnisvorträge stammen aus den Einzelabschlüssen einbezogener Unternehmen und wurden direkt aus den in den Konzernabschluss übernommen (DRS 23 Tz. 147a i.V.m. Tz. 148). Bei dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung handelt es sich um technische Unterschiedsbeträge i.S.v. DRS 23 Tz. 147 b. Die Auflösung des Unterschiedsbetrages erfolgt ertragswirksam in Analogie zu der Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven im Sachanlagevermögen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten zum 31. Dezember 2020 auf Basis der Generationentafeln nach Prof. Heubeck (RT 2018 G). Die Rückstellungen decken alle vertraglich zugesicherten Versorgungsleistungen ab. In 2020 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 2,34 % (Vorjahr 2,71 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt, es war keine Gehaltsdynamik zu berücksichtigen, die Rentendynamik wurde mit 2,0 % eingerechnet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt und einer 15-jährigen Restlaufzeit entspricht. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB ist der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung mit den Verpflichtungen aus Pensionszusagen verrechnet worden. Die Bewertung des verrechneten Aktivwertes erfolgte entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert. Es wird unterstellt, dass die Änderungen des Abzinsungssatzes am Ende der Periode eingetreten ist. Die Effekte aus der Zinsänderung werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen sind dabei in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass die Änderung des Abzinsungssatzes erst am Ende des Geschäftsjahres eingetreten ist. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Die Effekte aus der Zinsänderung werden unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Rückstellung für Mitarbeiterjubiläen wurde eine Fluktuation von 40 % bis 49 % in Ansatz gebracht. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden in dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. entsprechend den zugrundeliegenden Abnahmemengen von Lieferanten. Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Der Abbau der Differenzen kann zu steuerlichen Be- und Entlastungen führen. Die Bewertung dieser Differenzen erfolgte mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer (30,0 %). Das Wahlrecht eines gesonderten Ausweises von aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht angewandt. Die latenten Steuern aus Einzelabschlüssen führen insgesamt zu einem Aktivüberhang, die nach dem Wahlrecht des § 306 Satz 6 HGB nicht angesetzt wurden. V. Angaben zur Konzernbilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in Form eines Bruttoanlagenspiegels auf der Folgeseite dargestellt. KonzernanlagenspiegelHvA Holding GmbH
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind der folgenden Tabelle zu entnehmen: Übersicht der Nutzungsdauer-Bandbreiten
Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter von TEuro 2.507. Die liquiden Mittel des Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2020 TEuro 9.026 (Vj. TEuro 16.340). Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrug zum Beginn des Wirtschaftsjahres TEuro 529. Im Geschäftsjahr 2020 erfolgte eine ertragswirksame Auflösung in Höhe von 322 TEuro (Vj. TEuro 335). Der zum 31. Dezember 2020 bestehende Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEuro 1.634 (Vj. TEuro 1.466) wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Aktivwert (Anschaffungskosten und beizulegender Zeitwert) aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEuro 570 (Vj. TEuro 515) verrechnet. In geringem Umfang wurden Zinserträge mit Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verrechnet. Bei der Bewertung ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz von sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag von TEuro 216 (Vj. TEuro 211). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von insgesamt TEuro 2.091 (Vj. TEuro 2.516), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEuro 502 (Vj. TEuro 495) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEuro 204 (Vj. TEuro 262). Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel (RLZ - Restlaufzeit) zusammengefasst dargestellt.
sonstige Verbindlichkeiten:
Durch Pfandrechte (Buchgrundschulden) erfolgt eine vollständige Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ferner bestehen für Verbindlichkeiten branchenübliche bzw. kraft Gesetz haftende Sicherheiten (Eigentumsvorbehalt). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen vollumfänglich auf Gesellschafter. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen. Die Veränderung der passiven latenten Steuern beläuft sich auf TEuro 385 (Ertrag). Der Saldo der passiven latenten Steuern zum Jahresende beläuft sich demnach auf TEuro 746. VI. Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEuro 277 (Vj. TEuro 253). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich planmäßige Abschreibungen. Die Aufwendungen und Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEuro 352 (Vj. TEuro 282) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 417 (Vj. TEuro 375), die überwiegend im Zusammenhang mit Nebenkostenabrechnungen der Filialen stehen. Daneben sind vor allem die Verluste aus Anlagenabgängen mit TEuro 137 (Vj. TEuro 411) zu nennen. Im Geschäftsjahr hat der Konzern Coronahilfen (November- und Dezemberhilfen) in Höhe von TEuro 3.661 erhalten (außergewöhnliche Erträge). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung nach § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEuro 37 (Vj. TEuro 40). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEuro 385 (Vj. TEuro 430) enthalten. VII. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es besteht eine Patronatserklärung (Haftungsverhältnis aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten) zugunsten eines nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmens (1. VA-Beteiligungsgesellschaft mbH, Mölln). Danach verpflichtet sich der Konzern, die Gesellschaft jederzeit finanziell so auszustatten, dass die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. Bei der begünstigten Gesellschaft handelt es sich um eine Gesellschaft ohne Geschäftsbetrieb und nennenswerte Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEuro 94.769 (Vj. TEuro 118.603) und betreffen ausschließlich langfristige Mietverpflichtungen sowie Leasingverpflichtungen im Zusammenhang mit v.a. Ladeneinrichtungen. Die langfristige Anmietung der Filialen dient der Sicherung der Absatzbasis des Konzerns. Die Geschäfte sind in Form von Operate-Leasing-Verträgen ausgestaltet, bei denen der Vermieter bzw. Leasinggeber wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögens bleibt. Hierdurch ergibt sich im Vergleich zum Eigentumserwerb für den Konzern ein Liquiditätsvorteil. Jedoch verbleibt die Chance zukünftiger Wertsteigerungen bzw. das Risiko der Wertminderungen beim rechtlichen Eigentümer. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften Im Rahmen von sale-and-lease-back-Geschäften wurden der Unternehmensgruppe neue Filialeinrichtungen zugeführt. Der Zweck liegt in einer Optimierung der Liquidität und der bilanziellen Kennzahlen. Im Geschäftsjahr 2020 wurden vom HvA Holding GmbH-Konzern erworbene Filialeinrichtungen, technische Anlagen und Maschinen sowie Fahrzeuge in Höhe von TEuro 10.218 (Vj. TEuro 10.834) an Leasinggesellschaften veräußert und zurückgeleast (sale and lease back). Die hieraus einschließlich ähnlicher Geschäfte in Vorjahren resultierenden Leasingraten belaufen sich in 2020 auf eine Höhe von insgesamt TEuro 8.856 (Vj. TEuro 7.890). Angaben zur Kapitalflussrechnung nach DRS 21 Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und das Bankguthaben sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer ergibt sich - eingeteilt nach Gruppen - wie folgt:
Daneben werden 111 (Vj. 147) Auszubildende beschäftigt. Gesellschaftsorgane Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren im abgelaufenen Geschäftsjahr die Herren
Die Geschäftsführer Stefan Giese, Martin Steinmetz und Arne Schröter erhielten für ihre Geschäftsführungstätigkeit in der Muttergesellschaft und in den einbezogenen Tochterunternehmen keine Vergütungen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie der Hinterbliebenenbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 S.2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gegen Geschäftsführer der Muttergesellschaft bestehen Darlehensforderungen in Höhe von TEuro 119 (Vj. TEuro 116), die mit 2,5 % p.a. verzinst sind. Dem Aufsichtsrat der Muttergesellschaft gehörten im Berichtsjahr folgende Personen an:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Aufsichtsrates wird gemäß § 314 Abs. 3 S.2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorare für den Abschlussprüfer Das voraussichtliche Honorar für Abschlussprüferleistungen beläuft sich auf TEuro 105 (Vj. TEuro 105) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Personen Der Konzern hat im Geschäftsjahr Geschäfte mit nahestehenden Personen in folgendem Umfang getätigt:
Gadebusch, den 15. Dezember 2021 Ralf von Allwörden Manfred von Allwörden Stefan Giese Arne Schröter Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 1.1.2020 - 31.12.2020Vorbemerkung Der HvA Holding GmbH-Konzern ist mit Wirkung zum 01.03.2019 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) durch Einbringung von Geschäftsanteilen an der Heinrich von Allwörden GmbH, Mölln durch die Zweite Candy-Beteiligungs GmbH, Gadebusch, und die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH, Neumünster, in die HvA Holding GmbH, Gadebusch, entstanden. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Dallmeyers Backhus GmbH, Neumünster, als Tochtergesellschaft der Heinrich von Allwörden GmbH in den Konzernverbund integriert. Gesellschafter der HvA Holding GmbH sind die Zweite Candy-Beteiligungs GmbH, Gadebusch, sowie die EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH, Neumünster. Konjunkturbericht Geschäfts- und Rahmenbedingungen Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Eckdaten Auch in 2020 erwies sich das Deutsche Bäckerhandwerk als stabile Säule des deutschen Mittelstandes. So konnte sich das Bäckerhandwerk trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen behaupten. Der Jahresumsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 0,77 Mrd. Euro auf 14,45 Mrd. Euro, der durchschnittliche Umsatz pro Betrieb sank ebenfalls von TEuro 1.451 auf TEuro 1.419. Mit 10.181 Meisterbetrieben und rund 255.300 Mitarbeitern zählt das deutsche Bäckerhandwerk auch 2020 zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Deutschlands. Die Ausbildungsberufe Bäcker/in bzw. Bäckerei-Fachverkäufer/in mussten in 2020 erneut einen Rückgang hinnehmen. Insgesamt absolvierten rund 13.400 Lehrlinge ihre Ausbildung zur/m Bäcker/in oder Bäckereifachverkäufer/in. Während die Zahl der Beschäftigten im Bäckerhandwerk innerhalb des letzten Jahrzehnts um ca. 12,7 % abgenommen hat, reduzierte sich die Zahl der Absolventen einer Ausbildung im gleichen Zeitraum um mehr als die Hälfte. Es bleibt eine Herausforderung - der sich die von Allwörden Gruppe weiterhin aktiv stellt - Nachwuchs für das Bäckerhandwerk zu begeistern. Alljährlich ermittelt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Marktdaten für den Brotmarkt. Laut dieser Studie kauften die privaten Haushalte 2020 in Deutschland rund 1.682.000 Tonnen Brot. Dieses entspricht einer Zunahme von 4,4% gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn der Wandel der Gesellschaft weiter voranschreitet und die drei Hauptmahlzeiten am heimischen Tisch längst durch viele kleine Snacks zwischendurch ersetzt worden sind, erfreut sich das Brot weiterhin einer großen Beliebtheit bei den Konsumenten. Die Käuferreichweite für Brot lag bei 97,6%, das heißt von 1.000 Haushalten in Deutschland kauften 976 im Jahr 2020 mindestens einmal Brot. Dieser Wert ist - trotz vieler neuer Ernährungstrends - seit Jahren relativ stabil. Die durchschnittliche Einkaufsmenge von Brot je Käuferhaushalt lag im Jahr 2020 bei 37,9 kg. Im Jahr 2019 waren es noch 39,9 kg, jedoch ist dabei zu berücksichtigen, dass es immer mehr Ein- oder Zweipersonenhaushalte in Deutschland gibt. Durchschnittlich fanden pro Käufer und Jahr 45,4 Einkäufe statt (im Vorjahr 44,0). Neben dem Handel mit Back- und Konditoreiwaren ist der Außer-Haus-Markt der zweite wichtige Absatzkanal für das Bäckerhandwerk. Das Jahr 2020 war ein besonderes Jahr, in dem auch das Snacking-Verhalten der Verbraucher durch die Pandemie nachhaltig beeinflusst wurde (laut "State of Snacking"-Studie, Mondelez International). Der Alltag der Verbraucher spielte sich verstärkt zu Hause ab, soziale Kontakte waren meist eingeschränkt Snacking ist Teil der "neuen Normalität" und wird es auch bleiben: Knapp drei Viertel (71 Prozent) der Erwachsenen wollen weiterhin kleine Snacks über den Tag verteilt zu sich nehmen anstatt großer Mahlzeiten. Besonders die 24- bis 30-jährigen Millennials (86 Prozent) leben nach der Devise "Lieber snacken als aufwändig kochen". Die Corona-Krise stellte die Rahmenbedingungen der deutschen Gastronomielandschaft jedoch komplett auf den Kopf. Durch die Auswirkungen der Pandemie verlor die Systemgastronomie, welche in den Vorjahren durchschnittliche Umsatzsteigerungen von 4 % aufwies, im Jahr 2020 über 24 % aller Besuche, der Umsatzrückgang der Systemgastronomie von 2019 auf 2020 belief sich auf rund 22 % (npd-group). Entwicklung der Energie- und Rohstoffmärkte Die Energiekosten verhielten sich gemäß Statistischem Bundesamt in 2020 gegenüber dem Vorjahr uneinheitlich. Die Industriestrompreise (inklusive Stromsteuer und Netzentgelten) stiegen im Vergleich zum Vorjahr im zweiten Halbjahr 2020 um mehr als 12 Prozent. Währenddessen sanken die Kosten für die Gasbeschaffung für deutsche Unternehmen durchschnittlich um knapp 2 Prozent und der Preis für Erdöl gab im gleichen Zeitraum sogar im Durchschnitt um 34 Prozent nach. Die seit der zweiten Jahreshälfte 2019 steigenden Weizenpreise gaben im Sommer 2020 kurzfristig deutlich nach, um ab dem dritten Quartal 2020 in einem volatilen Markt bis Ende 2021 ein neues 10-Jahres-Hoch zu erreichen. Insbesondere vor dem Hintergrund der überdurchschnittlichen Erntemengen in 2021 scheint dieser Trend konträr. Es steht zu vermuten, dass die weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hier einen temporären Effekt auf den Handelspreis haben. Gleiches gilt auch für die Großhandelspreise für Mehl und Getreideprodukte. Der enorme Kostendruck, der das Bäckereihandwerk bereits in früheren Jahren in unterschiedlichem Maße begleitet hat, blieb aufgrund dieser Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin angespannt. Bäckerhandwerk im Strukturwandel Wie schon in den vergangenen Jahren unterliegt das Backgewerbe einem wirtschaftlichen Strukturwandel, der in den letzten Jahren durch einen deutlich erkennbaren Konzentrationsprozess auf dem Backwarenmarkt geprägt ist. Einer rückläufigen Anzahl an Betrieben steht bis 2019 ein Umsatz- und Mitarbeiterwachstum je Betrieb gegenüber. In 2020 ergab sich coronabedingt auch ein Umsatz- und Mitarbeiterrückgang. Der steigende Investitions- und Kostendruck führt weiterhin allmählich zu einem Aussterben der kleineren Bäckereihandwerksbetriebe. Daneben rücken Veränderungen im Konsumentenverhalten stärker in den Fokus der Aktivitäten. Die erhöhte Nachfrage nach regionalen Produkten und BIO-Produkten sowie umfangreicher Gastronomie- und Snackangebote stellen zentrale Herausforderungen für das Bäckereihandwerk dar. Die von Allwörden-Gruppe sieht sich in diesen Punkten gut aufgestellt. Wettbewerbssituation Die vorgenannte Konsolidierung auf dem Backwarenmarkt führt weiterhin zu einer angespannten Wettbewerbssituation. In einem vergleichsweise stabilen Absatzmarkt für Brot- und Backwaren müssen sich Handwerksbäckereien gegenüber den Angeboten von Supermärkten und Discountern behaupten. Im Bereich der Gastronomie- und Snackangebote besteht ein Wettbewerb zu den Fast-Food-Ketten. Wirtschaftsbericht Grundlagen des Konzerns Der HvA Holding GmbH-Konzern, im Folgenden auch "von Allwörden-Gruppe", ist ein am Markt gut positioniertes, erfolgreich expandierendes Familienunternehmen mit über 100-jähriger Tradition. Mit rund 2.300 Mitarbeitern und rund 500 Filialen in Schleswig-Holstein, Hamburg, dem nördlichen Niedersachsen und in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns gehört unsere Gesellschaft heute zu den größten Handwerksbäckereien im Norden. Dabei ist sie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region. Unser wirtschaftliches Handeln richten wir an der Qualität unserer Produkte aus. Dabei setzen wir neben Geschmack vor allem auf Regionalität und Frische. Regelmäßige Qualitätskontrollen, auch durch externe Sachverständige, gewährleisten einwandfreie, hochwertige Backwaren- und Konditoreiprodukte. Daneben zählen Mittagsgerichte und Snacks, die ständig weiterentwickelt werden, zum ständig wechselnden Angebot in den Filialen. Der Ausschank von kalten und warmen Getränken, beispielsweise auch von verschiedenen Kaffeespezialitäten, rundet das Angebot in den Filialen ab und positioniert die von Allwörden-Gruppe in dem oben beschriebenen Wettbewerbsumfeld an der richtigen Stelle. Umsatzerlöse und Ertragslage Vorbemerkung Aufgrund der erstmaligen Konzernbildung zum 1. März 2019 beinhalten die im folgenden genannten Vorjahreswerte - soweit es sich nicht um Stichtagswerte handelt - jeweils nur einen Zeitraum von 10 Monaten. Dieses ist bei Vorjahresvergleichen zu berücksichtigen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des HvA Holding GmbH-Konzerns betrugen im Geschäftsjahr Euro 144,5 Mio. (VJ: Euro 134,0 Mio.). Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass für 2019 zwei Monate in der Betrachtung des Umsatzes fehlen, sollte ein deutlicher Umsatzanstieg zu verzeichnen sein. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die durch die erlassenen Schutzmaßnahmen bedingte niedrigere Kundenfrequenz konnte keine bessere Umsatzentwicklung erzielt werden. Die für 2020 geplanten unkonsolidierten Umsatzerlöse von Euro 172,8 Mio. konnten aufgrund der coronabedingt vorsichtig geänderten Planung um Euro 9,3 Mio. übertroffen werden. Die von Allwörden-Gruppe betriebt zum Bilanzstichtag 492 (VJ: 503) Filialen. In 2020 gab es 17 Neueröffnungen und 28 Schließungen von Filialstandorten. Regional teilen sich die Filialen wie folgt auf:
Zum Jahresende waren 247 (VJ: 234) Filialen an Franchisenehmer verpachtet. Dieses entspricht einer Quote von 50,2 % (VJ: 46,5 %). Es wurde eine Optimierung der Filialstruktur vorangetrieben, welche die sich verändernden Kundenansprüche adaptieren und das Feld des Außer-Haus-Marktes besser erschließen soll. Weiter angepasst wurde in diesem Zusammenhang auch das gastronomische Angebot in Form von Snacks, Salaten und warmen Speisen, wobei dessen Nachfrage auch durch die zeitweise deutliche Intensivierung der Homeoffice-Tätigkeit beeinflusst wurde. Ertragslage Bei einer Gesamtleistung von Euro 144,7 Mio. (VJ: Euro 134,1 Mio.) belief sich das Rohergebnis auf Euro 124,9 Mio. (VJ: Euro 114,5 Mio.). Umsatzbezogen ist ein Anstieg von 1,0 %-Punkten festzustellen, der mit Euro 3,7 Mio. auf die gewährten einmaligen Coronahilfen zurückzuführen ist. Der Personalaufwand betrug insgesamt Euro 54,6 Mio. (VJ: Euro 49,0 Mio.). Umsatzbezogen ist dabei ein Anstieg von 1,3 %-Punkten zu verzeichnen, wobei hier die coronabedingte Umsatzentwicklung zu berücksichtigen ist. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich auf insgesamt 2.235 (VJ: 2.313) Arbeitnehmer (einschließlich Auszubildender). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt Euro 10,8 Mio. (VJ: Euro 10,2 Mio.). Davon entfielen Euro 0,1 Mio. auf immaterielle Wirtschaftsgüter, Euro 3,7 Mio. auf Sachanlagen, Euro 1,3 Mio. auf im Rahmen der Erstkonsolidierung neubewertete Sachanlagen sowie Euro 5,7 Mio. auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckte Geschäfts- oder Firmenwerte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf Euro 65,5 Mio. (VJ: Euro 56,7 Mio.). Darin enthalten waren Filialmieten und Raumkosten in Höhe von Euro 34,1 Mio. sowie Aufwendungen für Mietleasing von Filialausstattungen in Höhe von Euro 7,9 Mio. Umsatzbezogen ergibt sich ein Anstieg von 3,0 %-Punkten, wobei 1,3 %-Punkte aus dem Anstieg der Aufwendungen für Geschäftsräume und weitere 1,1 %-Punkte aus dem Anstieg der der Aufwendungen für die Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren. Der Anstieg bei den Aufwendungen für Geschäftsräume ist unter anderem auf gestiegene Stromkosten zurückzuführen, während sich in den Aufwendungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung höhere Leasingaufwendungen niederschlagen. Die Zinsaufwendungen des HvA Holding Konzerns beliefen sich auf Euro 0,9 Mio. Nach Verrechnung des Steueraufwands für laufende Ertragsteuern (Euro 0,5 Mio.) und für sonstige Steuern (Euro 0,1 Mio.) wird für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag von Euro 7,5 Mio. ausgewiesen. Umsatzbezogen ist ein weiterer Rückgang von 2,0 %-Punkten zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist bedingt durch die Corona-Pandemie in Verbindung mit der dadurch negativ beeinflussten Umsatzentwicklung zu sehen. Durch die vorsichtige und coronabedingt geänderte Planung konnte das für 2020 geplante Ergebnis vor Steuern und neutralen Abschreibungen (Abschreibungen auf Firmenwerte und aufgedeckte stille Reserven) von Euro -3,0 Mio. mit einem erzielten Ergebnis von Euro 1,2 Mio. und der gewährten einmaligen Coronahilfen übertroffen werden. Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme des Geschäftsjahres 2020 beträgt Euro 101,7 Mio. (VJ: Euro 118,4 Mio.), das Eigenkapital Euro 52,5 Mio. (VJ: Euro 67,4 Mio.) Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag Euro 0,1 Mio. 1) Vermögensstruktur Auf der Vermögensseite ist vor allem das Anlagevermögen abschreibungsbedingt um Euro 16,0 Mio. rückläufig. Das Verhältnis von Anlagevermögen zum Gesamtvermögen (Anlagenintensität) betrug zum Bilanzstichtag 71,2 % (Vj. 74,7 %). Daneben ist bei den liquiden Mittel ein Rückgang von € 7,3 Mio. zu verzeichnen, während die Sonstige Vermögensgegenstände um Euro 6,5 Mio. gestiegen sind. Bei den Sonstigen Vermögensgegenständen wirken sich unter anderem die hier erfassten Coronahilfen mit Euro 3,4 Mio. und die Forderungen gegen Gesellschafter mit Euro 2,5 Mio. erhöhend aus. 2) Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 51,7 % (Vj. 56,9%). Das Verhältnis von Eigenkapital zum Anlagevermögen (Anlagendeckung I) lag zum Bilanzstichtag bei 72,5 % (Vj. 76,1 %). Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben Euro 18,1 Mio. (Vj. Euro 20,7 Mio.) eine Restlaufzeit größer einem Jahr. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 12,1 Mio. (Vj. Euro 12,6 Mio.) mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahren. Im Rahmen von sale and lease back-Geschäften wurde in Filialeinrichtungen, Maschinen und in den Fuhrpark in einem Umfang von Euro 10,2 Mio. (VJ: Euro 10,8 Mio.) investiert. Die Leasingverpflichtungen für die Zukunft (Betrachtungszeitraum von einem bis 61 Monate) beliefen sich auf insgesamt Euro 22,2 Mio. zum Bilanzstichtag. 3) Liquidität Die Liquidität des HvA Holding GmbH Konzerns belief sich zum Bilanzstichtag auf Euro 9,0 Mio. (VJ: Euro 16,3 Mio.). Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren jederzeit sichergestellt. Die Veränderung des Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung resultiert aus dem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit von Euro 4,3 Mio., dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von Euro 2,3 Mio. sowie dem Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von Euro 1,2 Mio. 4) Investitionen Die Investitionen in das Konzernanlagevermögen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Euro 2,6 Mio. (Vj. Euro 6,0 Mio.). Die wesentlichen Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens entfielen auf Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung (Euro 1,5 Mio.) sowie auf Anlagen im Bau (Euro 0,7 Mio.). Mitarbeiter & Ausbildung Beschäftigt wurden im Jahresdurchschnitt insgesamt 2.124 (VJ: 2.166) Mitarbeiter, davon 1.660 (VJ: 1.811) kaufmännische Angestellte und 464 (VJ: 355) gewerbliche Arbeitnehmer. Daneben waren durchschnittlich 111 (VJ: 147) Auszubildende beschäftigt. Durch den sukzessiven Ausbau unseres Franchise-Systems reduziert sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei gleichbleibender Anzahl der Filialen, da die bislang in eigenen Filialen unserer Gesellschaft tätigen Verkäuferinnen und Verkäufer dann bei dem Franchisenehmer angestellt sind. Eine unserer wichtigsten Aufgaben bleibt dennoch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung des Bäcker- und Konditorhandwerks durch eine qualifizierte Ausbildung des Nachwuchses. Die von Allwörden-Gruppe hat Kampagnen und Schulungsmaßnahmen aufgelegt bzw. führt diese fort, um sowohl das eigene als auch das von Franchisenehmern beschäftigte Verkaufspersonal in einem stetigen Prozess weiter zu qualifizieren. Gleiches gilt für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Produktion und Verwaltung. Gesamtaussage zum Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr war vor allem durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Es galt, die Produktion und auch die Distribution der Waren den veränderten Gegebenheiten anzupassen. Auch die Umstellung von Verwaltungsabläufen erforderten zusätzliche Anstrengungen. Es ist jedoch im Laufe des Geschäftsjahres gelungen, alle Abläufe in den bestehenden Strukturen zu optimieren. Vor diesem Hintergrund können wir unsere wirtschaftliche Lage im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend betrachten. Unsere gesetzten Ziele haben wir erreichen können. Das negative Konzernergebnis ist beeinflusst durch hohe Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie integrationsbedingte Mehrkosten aus der Übernahme der Dallmeyers Backhus GmbH. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Die HvA Holding mbH setzt zur Unternehmenssteuerung und Risikoüberwachung umfangreiche betriebswirtschaftliche Instrumente ein, um Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Durch das Controlling werden regelmäßig Berichte zur Unternehmenssteuerung für die Entscheidungsträger und -gremien erstellt. Das Risikomanagement integriert alle Unternehmensbereiche in ein strukturiertes Meldesystem, um eine einheitliche, systematische Bewertung der Risiken zu gewährleisten. Die Risiken werden aggregiert und quartalsweise oder bei Bedarf ad hoc der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung birgt für die von Allwörden-Gruppe nur geringe allgemeine Marktrisiken, da Brot und Backwaren Grundnahrungsmittel sind und insofern keine große Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen besteht. Branchenspezifische Risiken Das Auftreten von Discount-Bäckereien als Marktteilnehmer wird auch weiterhin zu einer Verschärfung des Wettbewerbs im Bereich Backwaren führen. Discount-Bäckereien bieten jedoch nur ein schmales Sortiment von Backwaren in relativ einfach ausgestatteten Läden an und unterscheiden sich damit deutlich von der Firmenphilosophie der von Allwörden-Gruppe, die von handwerklich hoher Qualität, gutem Service und Produkt-Vielfalt geprägt ist. In Kombination mit Regionalität, einer guten Ausbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie einem freundlichen und kompetenten Service nutzt die von Allwörden-Gruppe ihre Möglichkeiten, um sich gegenüber Discount-Ware und -Anbietern abzugrenzen. Darüber hinaus plant die von Allwörden-Gruppe, wie schon in den Jahren zuvor, für die nächsten Jahre weiterhin verstärkte Marketingaktivitäten, die das Profil der Marken "von Allwörden", "Nur Hier", "Knaack" und "Dallmeyers Backhus" weiter schärfen sollen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Marketingkampagne fortgesetzt, die die Regionalität der eigenen Produkte in den Vordergrund stellt. Ertragsorientierte Risiken Unsere ertragsorientierten Risiken minimieren wir weiterhin durch geeignete Kontrollmaßnahmen. Die zeitnahe Überwachung der Forderungsbestände, insbesondere im Bereich der Franchisenehmer, hat den Bedarf an Risikovorsorgemaßnahmen minimieren können. Auch zukünftig werden die Forderungen zeitnah überwacht. Des Weiteren wird im Rahmen unseres Forderungsmanagements darauf geachtet, dass die Forderungen gegen einzelne Pächter eine gewisse Höhe nicht überschreiten, so dass bei wider Erwarten auftretenden Forderungsausfällen die Höhe des Verlustes überschaubar bleibt. Vor Abschluss neuer Franchise-Verträge erfolgt eine Bonitätsüberprüfung des Pachtinteressenten. Im Bereich der Franchisenehmer kann nicht ausgeschlossen werden, dass rechtliche Risiken in Form von Ausgleichsansprüchen der Vertriebspartner bestehen. Die Rechtsverhältnisse werden durch uns ständig überprüft und der aktuellen Entwicklung angepasst. Hinsichtlich der Risiken im Beschaffungsbereich wird spätestens ab 2022 ein weiterer Anstieg der Energiepreise, insbesondere auch durch die weltweite wirtschaftliche Erholung nach den Corona-Einschränkungen der Vorjahre, erwartet. Laufend sucht der Konzern nach Möglichkeiten eines effizienteren Energieeinsatzes sowie nach Konzepten zu Energierückgewinnungsmöglichkeiten. Im Geschäftsjahr konnte die Unternehmensgruppe dann auch ihr im Jahr 2016 erstmals zertifiziertes Energiemanagementsystem nach der ISO-Norm 50001 erneut erfolgreich rezertifizieren lassen. Neben steigenden Energiepreisen sind auch Steigerungen im Bereich der anderen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von Allwörden-Gruppe möglich, welche durch gut abgestimmte und weitsichtige Einkaufsstrategien zumindest teilweise abgefedert werden können. Darüber hinaus wird die über alle Unternehmen der von Allwörden-Gruppe gebündelte Nachfrage die jeweilige Verhandlungsposition stärken. Steuerliche und rechtliche Risiken Die von Allwörden-Gruppe ist den üblichen steuerlichen Risiken, insbesondere durch Betriebsprüfungen, ausgesetzt. Hieraus resultierende Risiken werden regelmäßig bewertet und sind zutreffend im Konzernabschluss abgebildet. Zur Wahrung der eigenen Interessen arbeitet die von Allwörden-Gruppe eng mit Steuerberatern und Rechtsanwälten zusammen. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken sind aufgrund unserer stabilen Kapital- und Finanzierungsstruktur sowie der Integration in den Verbund der von Allwörden-Gruppe nicht zu erwarten. Wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung Bestätigt durch unsere bisherige erfolgreiche Expansionsstrategie ist auch in 2021 eine moderate Expansion sowie Konsolidierung im Bereich Verkaufsstellen geplant. Weniger profitable Filialen sollen geschlossen und durch eine Verlagerung an attraktivere Standorte ersetzt werden. Daneben sollen weitere neue Standorte gesucht und besetzt werden. Die Entscheidungsfindung diesbezüglich folgt der Maxime Qualität vor Quantität und den weiter oben beschriebenen Kriterien. Dieses Vorgehen soll, den Regeln eines gesättigten Marktes folgend, vornehmlich der Steigerung der Umsatzrentabilität dienen. Die laut npd-group wichtigen Themen der Zukunft sind zum einen lokales Engagement, verbunden mit Loyalität und Vertrauen. Die lokalen Netzwerke am Standort der Filiale sollten zwingend genutzt und ausgebaut werden. Gezielte Werbeaktivitäten oder Promotion sind hier gefragt. Die Gäste wollen auch nach einer Beruhigung der Infektionslage wieder ihr Cafe besuchen. Zum anderen Speisen, die glücklich machen, aber nicht unbedingt gesund sein müssen. Gäste suchen in schweren Zeiten den "little treat", vermissen die Spezialität ihres Stammrestaurants oder -cafes oder wollen einfach einmal wieder etwas Neues, etwas Spezielles ausprobieren. Dies sollte im Angebot berücksichtigt werden. Diese Themen sind bereits seit Jahren im Fokus der von Allwörden-Gruppe und werden auch zukünftig weiter forciert werden. Dabei wird das veränderte Käuferverhalten - insbesondere durch die drastische Ausweitung von Homeoffice-Arbeitsplätzen - auch nach Ende der Pandemie-Situation teilweise beibehalten werden. Die Standortauswahl neuer Filialen und das Warenangebot wird stetig vor diesem Hintergrund überprüft und optimiert. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation Nach Beurteilung der gesamten Chancen- und Risikosituation sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Covid 19-Pandemie Aktuelle Situation, Risiken und Auswirkungen Seit März 2020 beherrscht die weltweite Ausbreitung der Covid 19 Virusinfektion den Alltag und die wirtschaftliche Situation in der Bundesrepublik Deutschland. Aufgrund gesetzlicher Anordnung mussten im Frühjahr 2020 während eines zweimonatigen sogenannten Lockdowns die Café-Bereiche aller Filialen der von Allwörden-Gruppe geschlossen werden. Der Verkauf von Brot und Backwaren, Snackartikeln sowie Kaffeespezialitäten konnte als systemrelevant jedoch weiterhin ungehindert stattfinden. Die stark reduzierte Mobiliät von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Schülerinnen und Schülern sowie Studentinnen und Studenten durch home-office und home-schooling waren ebenso wie die reduzierte touristische Reisetätigkeit anhand von Umsatzeinbußen - insbesondere bei Snacks, Kaffeespezialitäten und Konditorwaren - vor allem an Hochfrequenz-Standorten teilweise deutlich zu spüren. Im zweiten Halbjahr 2021 belaufen sich die Tagesumsätze im Durchschnitt aller Filialen der Gruppe wieder auf ca. 90 Prozent des vergleichbaren Vor-Corona-Zeitraums. Die von Allwörden-Gruppe hat staatliche Hilfen zur Minderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in Höhe von Euro 3,7 Mio. für 2020 und Euro 6,6 Mio. für 2021 beantragt und erhalten. Getroffene Maßnahmen aufgrund der Covid 19-Pandemie Bereits unmittelbar zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 hat die Geschäftsleitung der von Allwörden-Gruppe Maßnahmen eingeleitet, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Café-Schließungen so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehörten die sofortige Einführung und Umsetzung von Hygienekonzepten zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ebenso wie die zeitweise Reduzierung von Personal in Verkauf und Produktion mit Hilfe von Kurzarbeit. Weiterhin die tägliche Bewertung der Rentabilität einzelner Standorte und daraus folgend auch die zeitweise Schließung einzelner Filialen vorwiegend während des Lockdowns. Diese Maßnahmen werden auch in 2021 unvermindert überprüft, angepasst und entsprechend angewandt. Zur Sicherung der Liquidität des Konzerns wurden im Frühjahr 2020 Stundungsmöglichkeiten bei Finanzamt, Sozialversicherungsträgern und teilweise auch bei Vermietern genutzt, sämtliche gestundeten Beträge sind aber bereits im Sommer 2020 zurückgeführt worden. Der Zahlungsmittelbestand der von Allwörden-Gruppe lag durchschnittlich in den Monaten Januar bis Juni 2021 (vor Auszahlung von Coronahilfen) über Euro 2,8 Mio., zwischen Juli und Oktober 2021 lag der Zahlungsmittelbestand bei konstant über Euro 10 Mio. Die Liquidität war stets gesichert, der Konzern konnte allen seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollumfänglich nachkommen. Prognosebericht Ziel der von Allwörden-Gruppe wird es sein, die erfolgreiche und bewährte Tradition der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte der Bäckerei von Allwörden zu bewahren, für strategische Kontinuität zu sorgen und sich gleichzeitig den neuen Herausforderungen eines sich ständig verändernden Marktes zu stellen. Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs ist festzustellen, dass auch das Jahr 2021, trotz der Anknüpfung an die positive Entwicklung der vergangenen Jahre, durch die Covid 19- Pandemie so einschneidende Restriktionen erlebt, dass die Unternehmensziele neu zu justieren sind. Die Geschäftsleitung sieht jedoch den Konzernverbund aufgrund der bisherigen Erfahrungen gut aufgestellt hinsichtlich der weiteren Entwicklungen in 2021 und 2022. Für das Geschäftsjahr 2021 planen wir mit Konzernumsatzerlösen (unkonsolidiert) in Höhe von Euro 141,6 Mio. nach Euro 182,1 Mio. (unkonsolidiert) in 2020. Als Ergebnis vor Steuern und neutralen Abschreibungen (Abschreibungen auf Firmenwerte und aufgedeckte stille Reserven) sind ohne zukünftige Lockdowns und bei aktueller Einschätzung der öffentlichen Überbrückungshilfe Euro 2,3 Mio. geplant.
Gadebusch, 15. Dezember 2021 |
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