AJH Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Henryk Breitenfelder seit 9.2.2026 | Geschäftsführer |
Dirk Schär seit 12.9.2025 | Prokura |
Kirsten Bösenberg seit 9.9.2025 | Prokura |
Oliver Hagen-Maaßen seit 9.9.2025 | Prokura |
Peter Alwin Heberling seit 9.9.2025 | Prokura |
Dierk Dieter Babinsky seit 9.9.2025 | Prokura |
Björn Dohmeyer seit 9.9.2025 | Prokura |
Jörn Ladehoff seit 9.9.2025 | Prokura |
Arno Klegin seit 9.9.2025 | Prokura |
Stéfan Opperman seit 9.9.2025 | Prokura |
Nadine Anita Fischer seit 9.9.2025 | Prokura |
Ingmar Albert Holst seit 9.9.2025 | Prokura |
Stefan Maedje seit 9.9.2025 | Prokura |
Amir Delic seit 9.9.2025 | Prokura |
Burkhard Dudel seit 9.9.2025 | Prokura |
Nicole Susann Hartmann seit 9.9.2025 | Prokura |
Jacobus Johannes Cronje Grove seit 9.9.2025 | Prokura |
Frank Alber seit 9.9.2025 | Prokura |
Jacobus Francois Conradie seit 9.9.2025 | Prokura |
Stefan Wallert seit 9.9.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sasol Chemical Holdings GmbH & Co KGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Inhaltsverzeichnis Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 Konzernabschluss (IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 Inhaltsverzeichnis A. Wirtschaftliches Umfeld B. Darstellung des Geschäftsverlaufs I. Lage des Konzerns II. Vermögens- und Finanzlage III. Ertragslage C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung I. Chancen der Unternehmensgruppe II. Risikomanagementsystem III. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken IV. Produktions- und Beschaffungsrisiken V. Risikomanagement im Bereich Umweltschutz und Sicherheit VI. Finanzwirtschaftliche Risiken a) Liquiditätsrisiko b) Kreditrisiko c) Währungsrisiko d) Zinsrisiko e) Rohstoff- und Produktpreisrisiko E. Forschung und Entwicklung F. Ausblick I. Entwicklung Wirtschaftslage II. Zielsetzungen 2023/2024 A. Wirtschaftliches Umfeld Gemäß dem Quartalsbericht Q2 2023 des Verbands der Chemischen Industrie e.V. (VCI) "hat die chemisch-pharmazeutische Industrie im zweiten Quartal 2023 ihre Talfahrt fortgesetzt. Alle Indikatoren - Produktion, Kapazitätsauslastung, Preise und Umsatz - sanken. Auch der Blick in die Zukunft hat sich in Deutschlands drittgrößter Industriebranche weiter eingetrübt. Die Unternehmen rechnen für das zweite Halbjahr mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage. Angesichts einer zunehmenden Nachfrageschwäche muss die Hoffnung auf eine Erholung verschoben werden. Ob und in welchem Umfang die Branche in Zukunft von einem globalen Aufschwung profitieren kann, ist angesichts immenser Standortnachteile mehr als fraglich. Prognose: Für das Gesamtjahr 2023 rechnet der VCI mit einem Produktionsrückgang von 8 Prozent. Bei rückläufigen Preisen wird der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um 14 Prozent sinken. Produktion: Die Chemieproduktion ging im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent zurück. Im Vorjahresvergleich entsprach dies einem Minus von 8 Prozent. Die Kapazitätsauslastung der Branche sank erneut und lag zuletzt bei 77,3 Prozent. Erzeugerpreise: Die Erzeugerpreise gaben in den vergangenen Monaten deutlich nach und lagen 3,1 Prozent niedriger als ein Quartal zuvor. Damit waren chemische und pharmazeutische Erzeugnisse 0,5 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Umsatz: Auch im zweiten Quartal blieb die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen insgesamt schwach. Der Gesamtumsatz der Chemie- und Pharmaindustrie sank saisonbereinigt um 4,7 Prozent auf insgesamt 54,2 Milliarden Euro. Beschäftigung: Die Unternehmen hielten die Zahl der Arbeitsplätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie weiterhin auf hohem Niveau stabil. Aktuell sind rund 477.000 Menschen in der Branche beschäftigt." B. Darstellung des Geschäftsverlaufs I. Lage des Konzerns Die Geschäftstätigkeit der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen erstreckt sich im Wesentlichen auf die Produktion bzw. den Vertrieb von hochwertigen Tensiden, Fettalkoholen, Co-Monomeren, Ethylenoxiden und anorganischen Spezialitäten wie hochreinen und ultra-hochreinen Tonerden (Geschäftsbereiche Advanced Materials, Essential Care Chemicals und Performance Solutions der Sasol Germany GmbH). Weiterer Bestandteil der Geschäftstätigkeit ist der Vertrieb von qualitativ hochwertigen Lösemitteln und sonstigen Chemikalien (Geschäftsbereiche Base Chemicals und Performance Solutions der Sasol Solvents Germany GmbH und der Sasol Chemie GmbH & Co KG) mit jedoch geringerem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Geschäftsverlauf der Sasol Germany, der im Wesentlichen das Geschäft des Konzerns widerspiegelt, zeigt ein kumuliertes Betriebsergebnis erheblich unter dem Vorjahr und liegt damit auch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt liegen die Verkaufsmengen signifikant unterhalb des Vorjahres. Der Mengenrückgang resultiert vor allem aus der Verschlechterung der globalen makroökonomischen Rahmenbedingungen und ist insbesondere in europäischen Umsatzrückgängen offensichtlich. Der moderate Rückgang der Umsatzerlöse lässt sich im Wesentlichen auf o.g. erheblich gesunkene Verkaufsmengen zurückführen, die jedoch zu Teilen durch gestiegene Absatzpreise kompensiert werden konnten. Der Ergebnisrückgang bei der Sasol Germany resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Absatzvolumina. Dies konnte in Teilen durch höhere Margen je verkaufter Mengeneinheit kompensiert werden. Den größten Ergebnisbeitrag innerhalb der Sasol Germany liefert der Geschäftsbereich Essential Care Chemicals. Hier konnten deutlich rückläufige Verkaufsmengen durch Verkaufspreiserhöhungen und geringere Rohstoffverbräuche teilweise kompensiert werden. Der Bereich Alumina zeigt ebenfalls deutlich geringere Verkaufsmengen und verbleibt diesbezüglich weiterhin deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus. Das Geschäft ist unverändert gekennzeichnet durch erheblichen Druck auf die Margen je verkaufter Mengeneinheit, hier vor allem hervorgerufen durch die energieintensive Produktion. Das Ergebnis des Handelswarengeschäftes der Sasol Germany bewegte sich auf Vorjahresniveau, bei gestiegenen Umsätzen aufgrund der vollen Einbeziehung des Fischer-Tropsch Hard Wax Geschäftes. Die Reduzierung der gesamten Verkaufsmengen liegt bei rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die genannten Volumenentwicklungen konnten nicht wie im Vorjahr durch positive Bestandsbewertungen kompensiert werden. Die Fixkosten für das Geschäftsjahr 2022/23 liegen oberhalb des Vorjahres u.a. aufgrund von Kostenanstiegen für Instandhaltungsmaßnahmen und konzerninterne Leistungen (die teils durch Weiterbelastungen unter sonstigen Erträgen kompensiert werden). Trotz eines Mitarbeiteranstieges sinkt die Gesamtsumme der Personalkosten, da ein Anstieg bei Lohn-/Gehaltskosten und Personalrückstellungen überkompensiert werden durch niedrigere variable Vergütungen. Die Mitarbeiterzahl (inkl. der passiven Mitarbeiter) liegt oberhalb des Vorjahres. Die Summe aktiver und passiver permanenter Mitarbeiter liegt bei 1.790. Der Vorjahresvergleichswert liegt bei 1.728. Dies entspricht einer Steigerung von 4 Prozent. Das Ziel einer Verbesserung der Unfallrate gegenüber dem Vorjahr konnte im Geschäftsjahr 2022/23 nicht erreicht werden, da sich die Unfallrate von 0,17 im Vorjahr auf 0,33 im Geschäftsjahr 2022/23 erhöht hat. Ausgewählte Kennziffern stellen sich für die Sasol Germany für das Geschäftsjahr bzw. das Vorjahr zum Stichtag wie folgt dar:
Sasol Solvents Germany GmbH verzeichnete ein negatives Ergebnis aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr ertragsschwachen Butanol-Geschäftes. Die Sasol Chemie KG weist ein schwächeres Ergebnis als im Vorjahr aus. Der wesentliche Grund dieser Abweichung begründet sich in geringeren Absatzmengen in Verbindung mit niedrigeren Verkaufspreisen. II. Vermögens- und Finanzlage In den nachstehenden Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage sind die zusammengefassten Zahlen der Konzernbilanz nach Fristigkeiten und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert. Dabei wurde als kurzfristig ein Zeitraum bis zu einem Jahr unterstellt. Danach ergibt sich zum 30. Juni 2023 und 30. Juni 2022 folgendes Bild der Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die gegenüber dem Vorjahr reduzierte Bilanzsumme resultiert insbesondere aus der Verminderung der Bilanzposten Vorräte sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe hierzu auch Erläuterungen unter Geschäftsverlauf der Sasol Germany) sowie aus den stichtagsbedingten Veränderungen der einzelnen Aktiv- und Passivposten. Für weitere Erläuterungen zu den Veränderungen der Bilanzposten verweisen wir auf den Konzernanhang. Aus der Vermögens- und Kapitalstruktur ergibt sich folgender finanzieller Aufbau der Unternehmensgruppe:
Die Übersichten zeigen, dass zu den Bilanzstichtagen einerseits das langfristig gebundene Vermögen durch langfristig verfügbare Mittel finanziert war und andererseits die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch kurzfristig zur Verfügung stehende Mittel gedeckt werden konnten. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern nicht ausgenutzte Sasol konzerninterne sowie externe Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 360,3 Mio zur Verfügung. III. Ertragslage Die Ertragslage der Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 lässt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt darstellen.
Die im Jahresvergleich gesunkenen Umsatzerlöse resultieren vor allem aus den verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbunden mit erheblich schwächerer Nachfrage in nahezu allen Geschäftsbereichen. Zu den weiteren Ergebniseinflüssen verweisen wir auf die Darstellungen unter I. Lage des Konzerns. Das Ergebnis aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um € 10,3 Mio vermindert. Nach Verrechnung der operativen Aufwendungen verbleibt ein operatives Ergebnis von € 33,2 Mio, welches u.a. in Höhe von € 41,3 Mio der Sasol Germany und in Höhe von € -9,5 Mio der Sasol Solvents Germany zuzurechnen ist. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses sowie der Ertragsteuern ergibt sich ein vom Konzern erwirtschaftetes Ergebnis von € 26,6 Mio. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Konzerngeschäftsjahres Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 29. September 2023 gemäß § 20 Abs. 1 Umwandlungsgesetz die Sasol Chemicals GmbH auf die Sasol Chemie GmbH & Co. KG sowie die Sasol Solvents Germany GmbH auf die Sasol Germany GmbH verschmolzen. Aufgrund der Verschmelzungen hat sich die Anzahl der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften geändert, jedoch ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns. Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2023 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für den Sasol Chemical Holdings Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung I. Chancen der Unternehmensgruppe Um profitabel zu wachsen, arbeitet die Unternehmensgruppe eng mit ihren Kunden zusammen. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden deren spezielle Anforderungen identifiziert und passende Lösungen entwickelt. Um die besten Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten, setzt die Unternehmensgruppe auf attraktive Entwicklungsmöglichkeiten sowie auf leistungsorientierte und am Erfolg des Unternehmens ausgerichtete Entgeltsysteme. Personalentwicklung, Fort- und Weiterbildung sowie die Vorbildfunktion der Führungskräfte sind für die Unternehmensgruppe wichtig. Des Weiteren werden von der Unternehmensgruppe systematisch Nachhaltigkeitsthemen identifiziert und hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken analysiert. Die Nachhaltigkeitsstrategie hat zum Ziel, Risiken zu vermeiden, das bestehende Geschäft zu fördern und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Die wesentlichen Chancen und Herausforderungen des Konzerns ergeben sich unter anderem aus der weiteren Optimierung des Produktportfolios der Sasol Germany und einer erfolgreichen Umsetzung bzw. Fortsetzung von strategischen Wachstums- und Optimierungsinitiativen in Abstimmung mit den Planungen des Sasol Mutter-Konzerns. II. Risikomanagementsystem Die Unternehmensgruppe hat geeignete Maßnahmen getroffen, um die wesentlichen Risiken aufgrund ihrer speziellen Geschäftstätigkeit angemessen zu überwachen. Das Risikomanagement ist dabei sowohl auf zentraler Ebene als auch dezentral in den Unternehmens- und Funktionsbereichen angesiedelt und besteht insbesondere aus folgenden Bestandteilen:
Bestandsgefährdende Risiken sind uns derzeit aus keinem dieser Bereiche bekannt. III. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken Die europäische als auch die weltweite konjunkturelle Lage beeinflusst auch das Jahresergebnis unserer Unternehmensgruppe maßgeblich und erhöht den Wettbewerb auf einigen Produktmärkten. Durch die Entwicklung konjunkturrobuster Produkte, einer hohen Produktqualität, der Präsenz auf allen relevanten Märkten sowie der Weiterentwicklung unseres Kostenmanagements können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten und verbessern. Allerdings besteht aufgrund der aktuellen makroökomischen und politischen Entwicklungen noch immer ein gewisses Risiko für die Entwicklung der weltweiten Konjunktur und damit auch für die wesentlichen Absatz- und Beschaffungsmärkte des Konzerns. Eine präzise Beurteilung der entsprechenden Risiken ist aufgrund der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung nur eingeschränkt möglich. Für eine entsprechende Einschätzung der Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns wird auf den Ausblick und die Darstellung der Zielsetzung für das Jahr 2023/24 auf Seite 16 dieses Konzernlageberichtes verwiesen. IV. Produktions- und Beschaffungsrisiken Unsere Produktion bedient sich einer Vielzahl von Verfahren mit komplexer Technik. Der etwaige Ausfall von Anlagen könnte zu Umweltbelastungen und Produktionseinbußen führen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung vorbeugender Wartungs- und Sicherheitssysteme sowie die regelmäßige interne und externe Überprüfung der Produktionsprozesse kontrollieren diese Risiken. Beschaffungsrisiken bestehen insbesondere in der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten. In diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist aktuell auch das Risiko der Stabilität und der Verfügbarkeit von globalen Lieferketten. Langfristige Bezugsverträge sowie die Herstellung von Grund- und Zwischenprodukten in eigenen Produktionsanlagen ermöglichen eine teilweise Abkopplung von Risiken des externen Beschaffungsmarktes. V. Risikomanagement im Bereich Umweltschutz und Sicherheit Die Unternehmensgruppe ist auf langfristigen Erfolg ausgerichtet und bekennt sich zum Ziel der Nachhaltigkeit. Das Erreichen höchster Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards wird dabei als Führungsaufgabe verstanden und geht über die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen hinaus. Neben den wirtschaftlichen Zielen stellt die kontinuierliche Verbesserung auf den Feldern Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz eine zentrale Erfolgsgröße der Unternehmensgruppe dar. So sind die internationalen Standards ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 und EMAS II (Umwelt) und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) implementiert. Zudem beteiligen sich die Gesellschaften aktiv an der internationalen Responsible Care Initiative der Chemischen Industrie. Risiken in den Bereichen Sicherheit, Umwelt- und Verbraucherschutz werden im Rahmen der Managementsysteme kontinuierlich bewertet, um zu erwartende finanzielle Belastungen zu antizipieren. VI. Finanzwirtschaftliche Risiken a) Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko wird durch die laufende Liquiditäts- und Finanzplanung und insbesondere die Überwachung des "working capital" und der "cash flows" gesteuert. Des Weiteren ist das Vermögen der Unternehmensgruppe durch fristenkongruentes Fremd- und Eigenkapital finanziert. Darüber hinaus stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung, die für einen kurzfristigen Bedarf an flüssigen Mitteln genutzt werden könnten. Weitere Ausführungen zum Liquiditätsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. b) Kreditrisiko Ein potenzielles Kreditrisiko besteht auf Grund von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurz- und mittelfristigen Geldanlagen. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird laufend überwacht und in bestimmten Fällen durch Kreditversicherungen abgedeckt. Für zweifelhafte Forderungen oder erwartete Ausfälle wurden entsprechende Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag vorgenommen. Darüber hinaus sind für die einzelnen Kunden bestimmte Kreditlinien vorgesehen, die von den verantwortlichen Unternehmensbereichen kontrolliert werden. Weitere Ausführungen zum Kreditrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. c) Währungsrisiko Aus den internationalen Geschäftsaktivitäten der Gruppe entstehen im Wesentlichen Währungsrisiken in US-Dollar, die aus operativ getätigten Transaktionen resultieren. Die Erfassung und Steuerung dieser Fremdwährungsrisiken erfolgt im Rahmen genehmigter Richtlinien. Weitere Ausführungen zum Währungsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. d) Zinsrisiko Die Aufwands- und Ertragspositionen sowie die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit sind weitestgehend unabhängig von Veränderungen der Kapitalmarktzinsen. Es bestehen keine signifikanten vom Marktzins abhängigen Bilanzposten mit Ausnahme der flüssigen Mittel und Finanzforderungen und -Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstituten. Weitere Ausführungen zum Zinsrisiko sind im Anhang, Kapitel "Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente", enthalten. e) Rohstoff- und Produktpreisrisiko Die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte unterliegen konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Aktuell ist zu berücksichtigen, dass ein erhöhtes Preisrisiko bei Rohstoffen, Energien und Frachten besteht. Die Gruppe setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Schwankungen der Rohstoffpreise ein. E. Forschung und Entwicklung Neben der Optimierung unseres Produktportfolios und unserer Produktionsprozesse kommt im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder auch der gemeinsam mit Kunden betriebenen Definition von neuen das Kerngeschäft stärkenden Produkten besondere Bedeutung zu. Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist uns besonders wichtig. Gemeinsam mit ihnen suchen wir Lösungen für ihre spezifischen Fragestellungen und Wünsche. F. Ausblick I. Entwicklung Wirtschaftslage Gemäß dem aktuellen Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ergeben sich die folgenden Prognosen zur allgemeinen Wirtschaftslage für die unterschiedlichen Wirtschaftsräume: Weltwirtschaft und Euroraum: Laut dem IfW Kiel "zeigt sich insbesondere in den Vereinigten Staaten die Konjunktur angesichts massiv gestiegener Zinsen überraschend robust. Insgesamt wird die Weltwirtschaft im Prognosezeitraum in moderatem Tempo expandieren. Sie dürfte in diesem Jahr um 3,0 Prozent zulegen und in den kommenden beiden Jahren um 2,8 bzw. 3,2 Prozent. Im Euroraum bleibt die wirtschaftliche Dynamik verhalten, das BIP dürfte im laufenden Jahr um 0,6 Prozent steigen, gefolgt von einem Zuwachs um 1,4 Prozent (2024) und 1,7 Prozent (2025)." Deutsche Konjunktur: Laut dem IfW Kiel "haben sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft eingetrübt. Im Vergleich zum Vorjahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,5 Prozent schrumpfen, damit revidiert das IfW Kiel seine Sommerprognose (-0,3 Prozent) leicht nach unten. Gründe sind vor allem eine schwache Industriekonjunktur, die Krise in der Bauwirtschaft sowie sinkende Konsumausgaben. Für 2024 rechnet das IfW Kiel nun mit einem Plus von 1,3 Prozent (bislang +1,8 Prozent), für 2025 mit einem Plus von 1,5 Prozent. Die Inflation dürfte sich deutlich verringern und 2024 und 2025 2,1 Prozent betragen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz Abschwung robust, der öffentliche Schuldenstand bleibt etwa konstant. Obwohl Belastungsfaktoren wie der hohe Krankenstand und die Lieferengpässe nachgelassen haben, ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch nicht wieder auf einen Expansionskurs eingeschwenkt. Erst zum Jahreswechsel dürfte die Wirtschaft erneut Fahrt aufnehmen." Laut dem Verband der chemischen Industrie (VCI) "zeichnet sich eine schnelle Erholung nach der Energie- und Lieferkettenkrise nicht ab. Einige ungünstige Rahmenbedingungen haben sich zwar inzwischen verbessert. So sind die Rohstoffpreise - insbesondere für Energie - wieder deutlich gesunken, was auch die Inflation insgesamt verringerte. Und auch die Lieferengpässe bremsten die Aktivitäten immer weniger. Die scharfe Straffung der Geldpolitik, die die Finanzierungskosten deutlich erhöht, verhindert aber eine rasche Belebung. Hinzu kommen hohe geopolitische Risiken. Die Unsicherheiten für die weitere Entwicklung bleiben damit hoch. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum wird im Jahr 2023 mit einem Anstieg von unter 2 Prozent sehr schwach ausfallen. Und auch die Aussichten für das kommende Jahr bleiben verhalten. Der Weg aus der Krise ist lang." II. Zielsetzungen 2023/2024 Die Geschäftsentwicklung des Konzerns der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird wie folgt geplant: Der Ausblick des Konzerns auf das neue Geschäftsjahr ist gekennzeichnet von einer anhaltenden Nachfrageschwäche, die in Abhängigkeit von den vorab ausgeführten allgemeinen Aussichten auf eine nur langsamere Verbesserung der makroökonomischen Rahmenbedingungen und auf die ebenfalls anhaltenden wirtschafts- und geopolitischen Unsicherheiten prognostiziert wird. Die Erwartung zwar gesunkener aber immer noch volatiler Energie- und Rohstoffpreise beeinflusst die Ergebnisperspektive zusätzlich und trägt ebenfalls zur Annahme einer nur langsameren Erholung bei. Die angenommenen Produktions- und Absatzmengen liegen leicht oberhalb des Vorjahres, ein Anstieg wird aber erst im hinteren Teil des Geschäftsjahres erwartet. Die Planung beinhaltet einen nennenswerten, inflationsbedingten Anstieg der Fixkosten bei nahezu unveränderter Mitarbeiterzahl. Kernbestandteil der jährlichen Zielsetzungen ist weiterhin die Unfallrate nachhaltig auf Null ("zero harm") zu reduzieren. Für den Konzern spiegelt sich die Summe an Erwartungen in einem prognostizierten operativen Ergebnis leicht oberhalb des Vorjahresniveaus wider und hängt u.a. auch davon ab, wann und in welcher Höhe die Nachfrage wieder ansteigt.
Hamburg, den 29. September 2023 Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH Francois Conradie Inhaltsverzeichnis Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzernanhang Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Konzernbilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 30. Juni 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023Einleitung Die Geschäftstätigkeit der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden "Sasol Chemical Holdings Konzern" oder "Konzern") erstreckt sich im Wesentlichen auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Tensiden, Fettalkoholen, Co-Monomeren, Ethylenoxiden und anorganischen Spezialitäten wie hochreinen und ultra-hochreinen Tonerden (Geschäftsbereiche Advanced Materials, Essential Care Chemicals und Performance Solutions) sowie den Vertrieb von qualitativ hochwertigen Lösemitteln (Geschäftsbereich Base Chemicals). Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in 20537 Hamburg, Anckelmannsplatz 1 und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRA 95495 geführt. Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird mit ihren Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Sasol Ltd., Johannesburg, Südafrika, einbezogen. Das Geschäftsjahr des Konzerns erstreckt sich vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023. Entsprechend betreffen die Vergleichszahlen des Vorjahres den Zeitraum 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022. Ein Verzeichnis der Konzerngesellschaften sowie deren Abkürzungen befindet sich unter Punkt 40 dieses Konzernanhangs. Grundlagen Der Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG zum 30. Juni 2023 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den dazugehörigen Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board, London (IASB), herausgegeben und im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (EU-Endorsement durch die EU) angenommen wurden, aufgestellt. Darüber hinaus wurden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee beachtet. Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Konzernabschluss enthält zusätzlich die nach dem deutschen Handelsrecht geforderten Angaben und ist somit gemäß §§ 290, 315e HGB ein befreiender Konzernabschluss. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind einige Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns komprimiert dargestellt. Für diese Posten befinden sich in diesem Konzernanhang separate Erklärungen. Die Darstellung der Werte erfolgt insbesondere in tausend Euro (T€), die Rundungsdifferenzen aufweisen können. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht. Die folgenden Unternehmen sind im Rahmen der Bestimmungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB, § 264a HGB, § 264b HGB, § 11 PubIG sowie §291 HGB u.a. von der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse bzw. Konzernabschlüsse befreit:
Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, nutzt die Erleichterungen des § 264b HGB. Die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denjenigen, die im Abschluss zum 30. Juni 2022 angewendet wurden mit Ausnahme der retrospektiven Anwendung der folgenden Änderungen bestehender Standards, welche jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern hatten:
Noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards Im Folgenden werden die für den Konzern relevanten noch nicht anzuwendenden Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards dargestellt. Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" Die Änderungen betreffen die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und somit den Ausweis von Schulden in der Bilanz, aber sie haben keine Auswirkungen auf den Betrag oder den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen oder Aufwendungen oder auf die Angaben, die zu diesen Posten zu machen sind. Die Änderungen stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basieren muss, die zum Bilanzstichtag vorliegen und die dem Unternehmen eine Aufschiebung der Erfüllung einer Verpflichtung um mindestens zwölf Monate ermöglichen. Darüber hinaus wird klargestellt, dass die Klassifizierung nicht von den Erwartungen abhängt, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Die Änderungen sind für den Konzern ab dem 1. Juli 2024 anwendbar und werden retrospektiv umgesetzt. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet. Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" Die Änderungen betreffen Erleichterungen bei der Bilanzierung latenter Steuern resultierend aus der bevorstehenden Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung (Pillar II) der internationalen Steuerreform der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Diese Änderungen umfassen:
Die Regelung betreffend die Ausnahme zur Bilanzierung latenter Steuern ist unmittelbar nach Veröffentlichung der Änderungen an IAS 12 durch das IASB anzuwenden, während die den Anhang betreffenden Änderungen erst für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 01. Januar 2023 beginnen. Für den Konzern sind diese Änderungen jedoch erst nach dem entsprechenden EU Endorsement verpflichtend zu berücksichtigen. In Deutschland werden die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung (Pilar II) erst für Wirtschaftsjahre, die nach dem 01. Januar 2024 beginnen, in nationales Recht umgesetzt. Der Konzern beurteilt derzeit die möglichen Auswirkungen der OECD Steuerreform sowie der Änderungen an IAS 12 auf den Konzernabschluss. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings sind alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Sasol Chemical Holdings direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften hat. Ein derart beherrschender Einfluss im Sinne des IFRS 10 ist dann gegeben, sofern gleichzeitig drei Kriterien erfüllt sind:
Neben der Muttergesellschaft Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wurden 4 weitere Gesellschaften (Vorjahr: 4) im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Entsprechend dem Vorjahr hat keine dieser Gesellschaften ihren Sitz im Ausland. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a. Grundlagen zur Aufstellung des Konzernabschlusses Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt, soweit nicht anders in diesem Konzernanhang angegeben, auf Basis der Bilanzierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind originäre, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, derivative Finanzinstrumente und Verbindlichkeiten aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen hinsichtlich aktienbasierter Vergütungen, die jeweils am Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses basiert auf der Annahme der Unternehmensfortführung ("going-concern"). Sofern nicht anderweitig angegeben, entsprechen die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Geschäftsjahres denen des Vorjahres. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich im Konzern angewendet. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Konzernabschluss und Lagebericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. b. Grundsätze der Konsolidierung Der Konzernabschluss spiegelt die finanziellen Ergebnisse des Konzerns wider. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden vollkonsolidiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Ein einbezogenes Unternehmen kann eine Kapitalgesellschaft, eine Gruppe von Personen oder eine personenbezogene Gesellschaft einschließlich der betrieblichen Vermögenswerte und der damit verbundenen Verbindlichkeiten sein. Die Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt der Akquisition bis zum Kontrollverlust konsolidiert. Konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Gewinne und Verluste (Zwischenergebnisse, soweit wesentlich) werden eliminiert. c. Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in der funktionalen Währung der Unternehmen aufgestellt. Der Konzernabschluss ist in Euro, auf Tausend gerundet, dargestellt, der für den Sasol Chemical Holdings Konzern die funktionale und Berichtswährung ist. Erträge und Aufwendungen in fremder Währung werden zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs am Bilanzstichtag in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Umrechnung und Abwicklung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf "cash flow hedge" Aktivitäten. d. Sachanlagen Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und ggf. anfallender Wertminderungsaufwendungen ("impairment"), bilanziert. Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Aufwendungen für Material, direkte Lohnkosten und angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Herstellungskosten umfassen auch geschätzte Kosten der Demontage, der Beseitigung sowie der Wiederherstellung, soweit diese sich auf den Bau der Anlage beziehen. Sofern regelmäßig wiederkehrende Großinspektionen Bedingung zur Fortführung des Betrieb von Sachanlagen sind, sind die Kosten als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zu aktivieren. Die Kosten für die Entwicklung, Erweiterung und wesentliche Verbesserung der Sachanlagen und der Anlagen im Bau werden ebenfalls aktiviert. Direkt zurechenbare Finanzierungskosten werden, soweit wesentlich, auf Sachanlagen, deren Herstellung sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, für den Zeitraum bis zur Fertigstellung aktiviert. Bestehen Maschinen und technische Anlagen aus Hauptkomponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden diese Komponenten separat abgeschrieben. Aufwendungen aus der Ersatzbeschaffung oder Verbesserung wesentlicher Bestandteile der Anlage werden aktiviert und separat über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein aus der vorhergehenden Ersatzbeschaffung bestehender Restbuchwert wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht. Alle anderen Erhaltungsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sachanlagen werden planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer, wie auf Seite 44 dieses Konzernanhangs dargestellt, abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode, die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer und die Restbuchwerte werden jährlich überprüft. Der Buchwert von Sachanlagen wird bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus dem Gebrauch der Sachanlagen erwartet wird, ausgebucht. Gewinne und Verluste aus dem Abgang einer Sachanlage werden durch Ermittlung der Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Restbuchwert der Sachanlage bestimmt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. e. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte, ausgenommen des Geschäfts- oder Firmenwertes, werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und ggf. anfallender Wertminderungsaufwendungen ("impairment") bilanziert. Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen künftige wirtschaftliche Vorteile aus den immateriellen Vermögenswerten zufließen und die Kosten für die immateriellen Vermögenswerte verlässlich ermittelt werden können. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode und die geschätzte verbleibende Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich überprüft. Die den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zu Grunde gelegten Nutzungsdauern sind auf Seite 43 dieses Konzernanhangs zusammengefasst. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderungen ("impairment") überprüft. Die Einschätzung, dass die geschätzte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte unbestimmt ist, wird einmal jährlich überprüft. Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden auf die bestehenden Vermögenswerte nur aktiviert, wenn diesen ein wirtschaftlicher Nutzen zugrunde liegt. Alle anderen Ausgaben werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bezogen auf die Gewinnung neuer technischer Erkenntnisse, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungsaufwendungen für die Produktion neuer oder wesentlich verbesserter Produkte oder Prozesse werden aktiviert, wenn die Kosten verlässlich ermittelt werden können, die Produkte oder Prozesse technisch und wirtschaftlich realisierbar sind, ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist, und der Konzern beabsichtigt und über ausreichende Ressourcen verfügt, um die Entwicklung und Nutzung oder den Verkauf des Vermögenswertes zu realisieren. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Die Aufwendungen umfassen die Ausgaben für Materialien, direkte Lohnkosten und den Projekten zuordenbare angemessene Gemeinkosten. Kosten für erworbene Software sowie direkte Kosten im Zusammenhang mit der Anpassung und der Installierung werden aktiviert. Ausgaben für selbstgeschaffene Software werden aktiviert, sofern die Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Alle anderen Softwareentwicklungsaufwendungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufwendungen für bezogene Patente und Marken werden aktiviert. Aufwendungen für die Erweiterung der Patente oder Marken werden ebenfalls aktiviert. Alle anderen Aufwendungen in diesem Zusammenhang werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Von einer Regierung oder einer staatlichen Behörde erhaltene Emissionsrechte (Zertifikate) und Ausgaben für den Erwerb der Zertifikate werden als sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer mit dem Marktpreis zum Erwerbszeitpunkt aktiviert und jährlich auf Wertminderung überprüft. Registrierungsaufwendungen im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens für chemische Stoffe REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) werden aktiviert und mit Erteilung der Zulassung über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. f. Wertminderung auf nicht-finanzielle Vermögenswerte Die nicht-finanziellen Vermögenswerte des Konzerns, mit Ausnahme von Vorräten und aktiven latenten Steuern, werden auf das Vorliegen von Indikatoren für Wertminderungen zu jedem Bilanzstichtag oder wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert nicht mehr erzielbar ist, überprüft. Ein "impairment" Test ist für Geschäfts- oder Firmenwerte, noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte und für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer zu jedem Bilanzstichtag vorzunehmen. Der Wertminderungsaufwand ("impairment") in der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag wird für einzelne Vermögenswerte basierend auf Annahmen ermittelt. Falls die Ermittlung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, wird der erzielbare Betrag für die nächst höhere zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, zu der der Vermögenswert gehört. Gemeinschaftliche Vermögenswerte erzeugen keine gesonderten Mittelzuflüsse. Wenn daher Anzeichen vorliegen, dass ein gemeinschaftlicher Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit bestimmt, zu der der gemeinschaftliche Vermögenswert gehört. Bezogen auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden Wertminderungen zuerst auf den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes, der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet ist und dann anteilig auf die anderen Vermögenswerte der Einheit verteilt. Mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten wird eine früher erfasste Wertminderung zurückgenommen, sofern sich die Schätzungen aufgrund des Eintretens eines Vorfalls, nach der die Wertminderung festgestellt wurde, geändert haben. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die Zuschreibung wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. g. Finanzielle Vermögenswerte Der Konzern klassifiziert und bewertet finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Kategorien:
Die Klassifizierung basiert auf dem Geschäftsmodell, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird. Der Konzern bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung und überprüft die Klassifizierung mindestens zu jedem Bilanzstichtag um zu beurteilen, ob sich das Geschäftsmodell geändert hat. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Konzern verwaltet diese Investitionen und nimmt Kauf- und Verkaufsentscheidungen gemäß den beizulegenden Zeitwerten vor. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, sobald der Konzern Vertragspartei wird und die Rechte auf die wirtschaftlichen Vorteile erhält. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn diese Rechte nicht mehr bestehen oder übertragen worden sind. Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einschließlich anfallender Transaktionskosten, welche direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Sofern der finanzielle Vermögenswert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden die Transaktionskosten als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zinserträge von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt. Gemäß IFRS 9 kann in Abhängigkeit der Art und der Absicht des Haltens eines Eigenkapitalinstruments ein Unternehmen entscheiden einen finanziellen Vermögenswert als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet zu designieren. Wenn ein Unternehmen die Option zur Designierung eines Investments in ein Eigenkapitalinstrument als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet ausübt, ist eine Reklassifizierung des kumulierten Effektes aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des Eigenkapitalinstruments in die Gewinn- und Verlustrechnung nicht zulässig. Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte basieren auf Börsen- bzw. Marktpreisen oder auf mit Hilfe eines diskontierten Cash-Flow-Modells abgeleiteten Werten. Der beizulegende Zeitwert von nicht börsennotierten Anteilen ist mit Methoden geschätzt, die den spezifischen wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligungen, die den Marktwert dieser Anteile beeinflussen, entsprechen. Auf- oder Abschläge, die sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes und der Forderung am Fälligkeitstag ergeben, werden nach der Effektivzinssatzmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt die Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Diese Ermittlung berücksichtigt Anzeichen, ob ein Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern in finanziellen Schwierigkeiten ist, den Ausfall oder die Verzögerung von Zahlungen, die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz des Schuldners sowie weitere zukunftsgerichtete, beobachtbare Daten, welche auf eine messbare Verringerung der erwarteten zukünftigen "cash flows" hindeuten. Der erwartete Kreditverlust wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der Forderungshöhe bei Ausfall ermittelt. Auf Grundlage von externen und internen Informationen erfolgt die Zuordnung der Ausfallwahrscheinlichkeiten. Kredite und Forderung werden abgeschrieben, wenn es keine realistische Erwartung bezüglich ihrer zukünftigen Einbringlichkeit gibt. Die Höhe der Wertminderung für einen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswert ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und der Buchwert der Kredite und Forderungen wird entsprechend vermindert. Wenn nachfolgend ein Ereignis eine Reduzierung der Wertminderung begründet, wird die Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung zurückgenommen. h. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu dem Zeitpunkt bilanziert, sobald der Konzern Vertragspartei wird und dadurch eine vertragliche Verpflichtung hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese Verpflichtungen abgeführt, aufgehoben oder erloschen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einschließlich angefallener Transaktionskosten angesetzt. In der Folgebewertung werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. i. Vorräte Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungspreis bewertet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen Aufwendungen für den Erwerb und die Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen auch einen Anteil der direkt zurechenbaren produktionsbezogenen Gemeinkosten. Die Verteilung der Gemeinkosten erfolgt auf der Grundlage der Normalkapazität oder einer tatsächlich höheren Produktionsauslastung. Aufwendungen aus einer etwaigen Ineffizienz in der Produktion werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden wie folgt bewertet:
Der Nettoveräußerungspreis ist der geschätzte erzielbare Verkaufspreis im normalen Geschäftsverlauf abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. j.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Transaktionspreis entspricht, angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, abzüglich etwaiger Wertminderungen, bilanziert. Eine vereinfachte Methode zur Bemessung des erwarteten Kreditverlustes wird für den Ansatz und die Bewertung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet, bei der zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste und die Veränderungen der Wertberichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden abgeschrieben, wenn keine berechtigte Erwartung für die Rückforderung fälliger Beträge besteht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente. k. Flüssige Mittel Flüssige Mittel umfassen Barmittel und Sichteinlagen sowie beschränkt verfügbare flüssige Mittel. Flüssige Mittel sind zum Nennwert, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht, bilanziert. Beschränkt verfügbare flüssige Mittel sind gesondert im Konzernanhang in Höhe ihres Nennwertes dargestellt. l. Eigenkapital Die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist alleinige Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und gemäß Gesellschaftsvertrag vom 13. Februar 2001 (zuletzt geändert am 24. Juni 2010) allein stimmberechtigt. Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG ist als Konzernobergesellschaft in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft organisiert, bei der die Gesellschafterin durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes, das durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden kann, die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten kann. Gemäß den Vorgaben des im Jahr 2008 überarbeiteten IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Diese Bedingungen sind für die Kapitaleinlagen der Kommanditistin bei der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass diese im Konzern- Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Gewinnentnahmen der Kommanditistin werden dementsprechend in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals als Gesellschaftertransaktion ausgewiesen. m. Schulden Schulden, die eine finanzielle Verbindlichkeit darstellen, werden in kurz- und langfristig klassifiziert. Schulden werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der angefallenen Transaktionskosten angesetzt und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn der Konzern die Verpflichtung zur Rückzahlung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag hat. Eine Schuld wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung bezahlt, gemäß Vertrag erlassen wird oder abgelaufen ist. Gewinne oder Verluste aus Auf- oder Abschlägen, die sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Schuld und dem Erfüllungsbetrag bei Fälligkeit ergeben, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Finanzaufwendungen nach der Effektivzinsmethode erfasst. Der Netto-Gewinn oder -Verlust aus der Änderung einer Schuld wird unmittelbar erfasst, wenn die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuld geändert wird. n. Leasing Verträge werden zu Vertragsbeginn beurteilt, um zu bestimmen, ob diese ein Leasingverhältnis begründen oder beinhalten. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern Leasingverbindlichkeiten bewertet zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen umfassen:
Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, werden als Aufwendungen in der Periode erfasst, in der das auslösende Ereignis oder die auslösende Bedingung die entsprechende Zahlung veranlasst, es sei denn diese Zahlungen werden als Bestandteil der Vorräte oder der Anlagen im Bau aktiviert. Bei der Bestimmung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern den Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz im Allgemeinen nicht ohne Weiteres ermittelbar ist. Der Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Nach dem Bereitstellungsdatum werden Finanzierungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, sodass ein über die Perioden konstanter Zinsaufwand auf die verbleibende Leasingverbindlichkeit für jede Periode entsteht. Der Buchwert der Leasingverbindlichkeit wird neu bewertet bei einer Änderung des Leasingverhältnisses, bei einer Änderung der Laufzeit des Leasingverhältnisses, bei einer Änderung der künftigen Leasingzahlungen (zum Beispiel bedingt durch eine Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Indexes oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert. Der Konzern wendet die Regelungen zur Freistellung vom Ansatz für kurzfristige Leasingverhältnisse (Leasingverhältnisse, deren Laufzeit am Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption beinhalten) und für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, an. Die entsprechenden Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls anfallender Wertminderungsaufwendungen, sowie berichtigt um Neubewertungen von Leasingverbindlichkeiten. Die Kosten des Nutzungsrechts umfassen:
Nutzungsrechte werden planmäßig linear bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder - sollte dies früher eintreten - bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Sofern die Ausübung einer Kaufoption durch den Konzern hinreichend sicher ist, wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. Die Aufwendungen für Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie werden als Bestandteil der Vorräte oder der Anlagen im Bau aktiviert. Des Weiteren unterliegen Nutzungsrechte einer Wertminderungsprüfung ("impairment" Test). o. Rückstellungen Rückstellungen werden bilanziert, wenn für den Konzern eine gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, ein Mittelabfluss wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe des Betrags möglich ist. Insbesondere für die Ermittlung der langfristigen Rückstellungen trifft das Management verschiedene Ermessensentscheidungen, da Schätzungen für die Bestimmung der zukünftig zu erwartenden Kosten zur Begleichung der entsprechenden Verpflichtungen erforderlich sind. Für die Bewertung langfristiger Rückstellungen werden die erwarteten zukünftigen Auszahlungen auf den Barwert abgezinst. Die Zuführungen aufgrund der Aufzinsung werden als Zinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Langfristige Rückstellungen für Umwelt und Rückbau betreffen aufgrund von Umweltgesetzen geschätzte Verpflichtungen zur Einhaltung behördlicher Auflagen, Wiederherstellungsverpflichtungen und mit der Stilllegung von Anlagen im Zusammenhang stehende Sachverhalte, basierend auf der Umweltpolitik des Konzerns unter Berücksichtigung der aktuellen technologischen, ökologischen und rechtlichen Anforderungen. Eine Rückstellung für Rückbau wird bilanziert, sobald die Umweltverpflichtung entstanden ist. In dem Umfang, in denen die Verpflichtungen den Rückbau einer Anlage betreffen, werden diese als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes aktiviert. Spätere Änderungen der für die Schätzung der Verpflichtung zugrunde gelegten Annahmen, werden als Anpassung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes bilanziert. Nachträgliche Änderungen der Verpflichtungen, die keinen Bezug zur Herstellung des Vermögenswertes haben, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Eine Erhöhung der diskontierten langfristigen Rückstellungen infolge des Zeitablaufs wird als Finanzierungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Kosten für die Stilllegung von Anlagen und Maschinen werden als geschätzter Barwert der künftigen Stilllegungskosten unter Berücksichtigung der aktuellen ökologischen und rechtlichen Bestimmungen als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlagen aktiviert, soweit sie mit dem Bau der Anlage im Zusammenhang stehen und als Verpflichtung entstanden sind. Diese Schätzungen werden mindestens einmal jährlich überprüft. Die Auswirkungen von späteren Änderungen der für die Schätzung der Verpflichtung zugrunde gelegten Annahmen, werden als Anpassung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes bilanziert. Nachträgliche Änderungen der Verpflichtungen, die keinen Bezug zur ursprünglichen Konstruktion des Vermögenswertes haben, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Laufende Ausgaben für Umweltsanierungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. p. Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind solche, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Geschäftsjahr, in dem die Dienstleistungen erbracht wurden, gezahlt werden. Vergütungen der Mitarbeiter werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für nicht genommenen Urlaub, Incentive Bonus und andere kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer werden Abgrenzungen ("accruals") unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Der Konzern hält leistungsorientierte Versorgungszusagen für seine Mitarbeiter, die über Rückstellungen finanziert sind. Darüber hinaus bestehen beitragsorientierte Altersversorgungssysteme. Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird jährlich auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Die leistungsorientierten Versorgungszusagen werden durch die Bewertung der in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdienten Leistungen, auf der Grundlage der erbrachten Leistungen der Arbeitnehmer ermittelt. Zur Bestimmung des Barwerts der zukünftigen Ansprüche werden die erwarteten Auszahlungen abgezinst. Die jährliche Bewertung durch versicherungsmathematische Gutachter wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") durchgeführt. In Übereinstimmung mit IAS 19 (rev. 2011) wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand im Zeitpunkt der Planänderung erfolgswirksam als Teil des Jahresergebnisses berücksichtigt. In Übereinstimmung mit IAS 19 (rev. 2011) werden versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) erfolgsneutral als sonstiger Ergebnisbestandteil verrechnet. Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (z. B. Direktversicherungen, Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand erfasst. Rückstellungen werden dafür nicht gebildet, da der Konzern in diesen Fällen neben der Verpflichtung zur Beitragszahlung keiner zusätzlichen Verpflichtung unterliegt. Sasol Ltd., die oberste Konzernmuttergesellschaft, hat Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ("equity-settled") aufgelegt. Im Fall von "equity-settled"- Vergütungen ermöglicht der Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten bestimmten Mitarbeitern über einen festgelegten Zeitraum, Aktien der Sasol Ltd. zu erwerben. Solche aktienbasierten Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bilanziert. Der Zeitwert am Gewährungsstichtag der auf Eigenkapitalinstrumenten basierenden Vergütungen wird als Personalaufwand und korrespondierend als Anstieg der im Eigenkapital ausgewiesenen Rücklage für das Aktienprogramm erfasst. Die Erfassung wird linear über den Erdienungszeitraum verteilt bis der Mitarbeiter bedingungslos anspruchsberechtigt wird und die gewährten Aktien verkaufen kann. Hierzu sind Schätzungen der Geschäftsführung zum Umfang der bezogenen Aktien, unter Berücksichtigung von nicht marktbasierten Ausübungsbedingungen, erforderlich. Der beizulegende Zeitwert dieser Rechte wird mit Hilfe von stochastischen Modellen berechnet. Die erwarteten Laufzeiten, die in den Modellen unterstellt wurden, basieren auf Schätzungen der Geschäftsführung, die die Auswirkungen der Ausübungsbeschränkungen, Fluktuation, Volatilität, Dividendenrendite und Erdienungszeitraum berücksichtigen. Der beizulegende Zeitwert berücksichtigt die Bedingungen, unter denen diese Vergütungen gewährt werden und das Ausmaß der von den Mitarbeitern zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen. Abfindungen werden als Verbindlichkeit bilanziert, wenn der Konzern nachweislich einen detaillierten Plan zur vorzeitigen freiwilligen Kündigung, vor dem Zeitpunkt der regulären Pensionierung oder Kündigung des Arbeitsverhältnisses, ohne realistische Möglichkeit des Rücktritts anerkannt hat oder wenn der Konzern Abfindungen aufgrund eines Angebots zur Förderung eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheiden gewährt hat. Im Falle eines Angebots zum freiwilligen Ausscheiden werden die Abfindungen auf der Grundlage der erwarteten Zahl der Beschäftigten gemessen, die das Angebot voraussichtlich annehmen. Abfindungen, die voraussichtlich erst mehr als 12 Monate nach Ende des Berichtszeitraums ausgezahlt werden, werden auf ihren Barwert abgezinst. q. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig über die Zeiträume in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die erforderlich sind, um sie mit den anfallenden Kosten, für die sie gewährt wurden, zu verrechnen. Zuwendungen im Zusammenhang mit langfristigen Vermögenswerten werden in der Bilanz entsprechend als langfristige Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und auf der Grundlage der unterstellten Nutzungsdauer der Vermögenswerte erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Einnahmen vor Auslieferung oder vor Erbringung einer Dienstleistung werden in der Bilanz als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und erst in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die unter Punkt t. "Erlöse" erläuterten Ansatzkriterien erfüllt sind. r. Steuern Ertragsteuern werden auf der Grundlage des Jahresüberschusses vor Steuern für das Jahr berechnet. Sie betreffen laufende und latente Steuern. Laufende Steuern werden auf das zu versteuernde Einkommen für das Jahr mit verabschiedeten Steuersätzen berechnet und berücksichtigen zusätzlich etwaige Anpassungen auf Steuerverbindlichkeiten der Vorjahre. Zwischen der Sasol Chemie KG (Organträgerin), der Sasol Solvents Germany GmbH, der Sasol Chemicals GmbH sowie der Sasol Germany GmbH (Organgesellschaften) besteht eine steuerliche Organschaft (einschließlich Ergebnisübernahmevereinbarung) hinsichtlich der Körperschaft- und Gewerbesteuer einerseits und der Umsatzsteuer andererseits. In diesem Zusammenhang und aufgrund der Besteuerung der Sasol Chemie KG als Personengesellschaft trägt diese in Deutschland nur die Gewerbesteuer. Die Sasol Chemical Holdings als Kommanditistin der Sasol Chemie KG trägt in Deutschland ebenfalls nur die Gewerbesteuer, da auch die Sasol Chemical Holdings eine Personengesellschaft ist. Die deutschen Körperschaftsteuern und Solidaritätszuschläge auf die Gewinne der betreffenden Gesellschaften trägt die Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings, die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., eine Tochtergesellschaft der obersten Sasol Muttergesellschaft, Sasol Ltd. Latente Steuern werden unter Anwendung der bilanzorientierten Methode auf alle temporären Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerbilanzwerten sowie auf etwaige steuerliche Verlustvorträge gerechnet. Auf die folgenden temporären Differenzen werden keine latenten Steuern berechnet:
Die latente Steuer wird unter Verwendung verabschiedeter bzw. angekündigter Steuersätze am Bilanzstichtag berechnet, die voraussichtlich zur Anwendung kommen, wenn der Vermögenswert realisiert oder die Verbindlichkeit ausgeglichen wird. Ein latenter Steueranspruch wird in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das der latente Steueranspruch verbraucht werden kann. Die bilanzierten latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten spiegeln die steuerlichen Konsequenzen aus der erwarteten Realisierung oder Abrechnung der Buchwerte der Aktiva und Passiva wider. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie sich auf dieselbe Fiskalbehörde beziehen und die Möglichkeit der Aufrechnung besteht. s. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zum Erfüllungsbetrag bewertet. t. Erlöse Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn durch die Erfüllung einer Leistungsverpflichtung die Verfügungsgewalt an Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen worden ist. Eine Leistungsverpflichtung kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden. Der Konzern erfüllt seine Leistungsverpflichtungen im Wesentlichen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die erfassten Erlöse entsprechen der Gegenleistung, die der Konzern für jede eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtung nach Abzug von indirekten Steuern, Rabatten und Preisnachlässen voraussichtlich erhalten wird und bestehen im Wesentlichen aus dem Verkauf von chemischen Produkten. Zur Bestimmung der Erlöse erfolgt die Aufteilung auf Basis der Einzelveräußerungspreise. Die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung durch den Kunden überschreitet 12 Monate nicht und es erfolgt keine Anpassung für den Zeitwert des Geldes durch den Konzern. Der Konzern erfüllt seine Leistungsverpflichtung beim Übergang der Verfügungsgewalt an den chemischen Produkten auf den Kunden. Als Lieferbedingungen werden hauptsächlich die Incoterms FCA (frei Frachtführer) und CPT (frachtfrei) vereinbart, sodass der Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden erfolgt, sobald die Ware an einen vereinbarten Ort oder an den Frachtführer geliefert worden ist. u. Finanzierungsaufwendungen Wesentliche Finanzierungsaufwendungen für Sachanlagen werden im Zusammenhang mit qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Diese Finanzierungsaufwendungen werden über den Zeitraum, in dem der Vermögenswert erworben oder hergestellt wird und Fremdkapital aufgenommen wurde, aktiviert. Die Aktivierung wird beendet, wenn der Bau des Vermögenswertes über einen längeren Zeitraum unterbrochen oder weitgehend abgeschlossen ist. Zukünftige Finanzierungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In dem Umfang, in dem der Konzern Fremdmittel speziell für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aufnimmt, wird der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten als tatsächlich angefallene Fremdkapitalkosten abzüglich etwaiger Anlageerträge aus der vorübergehenden Zwischenanlage dieser Mittel bestimmt. In dem Umfang, in dem der Konzern Fremdkapital allgemein aufgenommen und für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes verwendet hat, wird der Betrag der aktivierbaren Fremdkapitalkosten durch Anwendung eines Finanzierungskostensatzes auf die Ausgaben für diesen Vermögenswert bestimmt. Als Finanzierungskostensatz wird der gewogene Durchschnitt der Fremdkapitalkosten für solche Kredite des Konzerns zugrunde gelegt, die während der Periode bestanden haben, einschließlich des speziell für die Beschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts aufgenommenen Fremdkapitals, solange bis der entsprechende Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf fertig gestellt worden ist. Der Betrag der während einer Periode aktivierten Fremdkapitalkosten darf die in der betreffenden Periode insgesamt angefallenen Fremdkapitalkosten nicht übersteigen. v. Kritische Schätzungen und Annahmen Die Geschäftsführung des Konzerns nimmt Schätzungen und Annahmen im Hinblick auf die Zukunft bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vor. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, die sich aus Schätzungen und Annahmen ergeben, abweichen. Im Konzernanhang werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie Angaben über sonstige am Abschlussstichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten angegeben. Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere bei den folgenden Sachverhalten vorgenommen:
Die Geschäftsführung analysiert in regelmäßigen Abständen ihre Schätzungen und Annahmen, basierend auf Erfahrungen und sonstigen Faktoren, einschließlich der Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Änderungen werden in der Periode vorgenommen, in der die Schätzungen überprüft werden. Auswirkungen auf Folgeperioden werden entsprechend berücksichtigt. w. Anpassungen der Vergleichsinformationen (Vorjahreszahlen) im Anhang Teilweise wurden für das Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Informationen im Anhang bereitgestellt. Für das Vorjahr wurden entsprechende Informationen ergänzt. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden die Verkäufe an nahestehende Unternehmen ausschließlich mit den Unternehmen aus der weltweiten Sasol Ltd. Gruppe als sonstige nahestehende Unternehmen getätigt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach den Geschäftsbereichen des Konzerns:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von € 80,2 Mio (30. Juni 2022: € 65,7 Mio). Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden die sonstigen betrieblichen Erträge von nahestehende Unternehmen ausschließlich mit den Unternehmen aus der weltweiten Sasol Ltd. Gruppe als sonstige nahestehende Unternehmen erzielt. Darüber hinaus waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Vorjahr Währungsgewinne in Höhe von T€ 1.638 berücksichtigt. 3. Material- und Energieaufwand
4. Personalaufwand
Die Zahlungen des Arbeitgeberanteils in Deutschland zur gesetzlichen deutschen Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr €11,5 Mio (30. June 2022: € 11,3 Mio). Zum Bilanzstichtag waren im Konzern insgesamt 1.803 Mitarbeiter (30. Juni 2022: 1.741) in unbefristeten Arbeitsverhältnissen (Permanente Mitarbeiter) beschäftigt. Im Durchschnitt wurden im Berichtsjahr insgesamt 1.783 (30. Juni 2022: 1.687) Mitarbeiter beschäftigt. Die für obige Zwecke ermittelte Anzahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt auf die Funktionsbereiche auf:
5. Vertriebskosten In den Vertriebskosten sind alle Kosten enthalten, die durch den Verkauf und Vertrieb der Produkte an den Kunden entstehen. Dazu gehören vor allem Logistikkosten, Frachtkosten, spezielle Versicherungen für den Versand der Waren, Zölle, Verbrauchssteuern und Kommissionen an die Agenten. 6. Instandhaltungsaufwand Die Position berücksichtigt alle Aufwendungen, die dem Erhalt der Vermögenswerte, insbesondere der Produktionsanlagen, dienen. 7. Abschreibungen Die Abschreibungen, unterteilt nach planmäßigen Abschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen ("impairment" Abschreibungen), betreffen das Konzernanlagevermögen wie folgt:
Im Geschäftsjahr wurden "impairment" Tests durchgeführt, welche jedoch zu keinen "impairment" Abschreibungen für die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten führten. 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Prüfungskosten betreffen Leistungen des Jahresabschlussprüfers für die Prüfung der Jahresabschlüsse der in diesen Konzernabschluss vollkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 714 (30. Juni 2022: T€ 613). Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr Währungskursverluste in Höhe von insgesamt T€ 1.961. 9. Währungsgewinne und -verluste Währungskursgewinne und -verluste werden zum Stichtag saldiert und entsprechend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Folgende Tabelle veranschaulicht die Zusammensetzung des Währungskursergebnisses:
Die Währungsgewinne auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrafen im Geschäftsjahr insbesondere USD-Forderungen. 10. Betriebsaufwendungen und -erträge Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge, aufgeteilt nach externen und nahestehende Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Die internen und externen Aufwendungen für Forschung betrugen im Berichtsjahr € 14,9 Mio (30. Juni 2022: € 15,1 Mio). 11. Zinsen und ähnliche Erträge Im Geschäftsjahr wurden Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von insgesamt T€ 1.762 (30. Juni 2022: T€ 186) erwirtschaftet. Davon betreffen T€ 1.411 (30. Juni 2022: T€ 0) Zinserträge von nahestehenden Unternehmen. 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand gliedert sich wie folgt:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lassen sich auf den fiktiven Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Sasol Chemical Holdings in Höhe von 16,45 % (30. Juni 2022: 16,45 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, wie folgt überleiten:
14. Konzern-Gesamtergebnisrechnung Das Konzerngesamtergebnis betrifft die folgenden sonstigen Ergebnisbestandteile:
Die in den sonstigen Ergebnisbestandteilen des Konzerngesamtergebnisses enthaltenen Steuereffekte betreffen die folgenden Posten:
Erläuterungen zur Konzernbilanz 15. Sachanlagen, Nutzungsrechte, sonstige immaterielle Vermögenswerte Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens wird in den Anlagespiegeln auf den folgenden Seiten dargestellt. Die den Sachanlagen zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die den immateriellen Vermögenswerten zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022
Die Investitionen in Sachanlagen lassen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammenfassen:
Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betreffen zum 30. Juni 2023 mit einem Buchwert von T€ 21.848 (30. Juni 2022: T€ 20.599) auch Emissionsrechte. Emissionsrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern bei Vorliegen entsprechender Indikatoren auf potenzielle Wertminderungen geprüft. Die Emissionsrechte werden mit dem Marktpreis zum Zugangszeitpunkt aktiviert und die Anschaffungskosten am Zuteilungstag der Emissionsrechte betragen zum 30. Juni 2023 T€ 21.848 (30. Juni 2022: T€ 20.599). Emissionsrechte werden bei Verbrauch ausgebucht. 16. Impairment und Wertaufholungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte sowie auf sonstige immaterielle Vermögenswerte Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden auf Sachanlagen und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte keine "impairments" erfasst. 17. Finanzanlagen Die Finanzanlagen des Konzerns in Höhe von T€ 34.841 (30. Juni 2022: T€ 29.162) betreffen im Wesentlichen als "at fair value through OCI" klassifizierte Anteile des Allianz Global Investmentfonds (AGI Investmentfonds). Zum Bilanzstichtag wurden Kursgewinne, vor Steuereffekten, in Höhe von T€ 1.273 (30. Juni 2022: Kursverluste, vor Steuereffekten, in Höhe von T€ 3.436) berücksichtigt. Diese wurden erfolgsneutral gegen die Rücklage aus Neubewertungen gebucht. Darüber hinaus wurde im Vorjahr mit Eintragung im Handelsregister am 31. Mai 2022 die Gesellschaft Concrete Chemicals GmbH mit einer Kapitalbeteiligung von 33,33 % durch die Sasol Germany gegründet. Wie im Vorjahr wurde die Gesellschaft zum 30. Juni 2023 nicht in den Konzern einbezogen, sondern als Finanzanlage in Höhe von T€ 10 ausgewiesen. Zudem sind langfristig beschränkt verfügbare flüssige Mittel in Höhe von T€ 738 (30. Juni 2022: T€ 1.005) im Bilanzposten Finanzanlagen ausgewiesen und betreffen im Wesentlichen ein Altersteilzeitprogramm. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
Die kurzfristigen Kreditforderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen Geldanlagen bei der Sasol Financing International Ltd., Johannesburg, Südafrika, einem Unternehmen aus der weltweiten Sasol Ltd. Gruppe, welches ein sonstiges nahestehendes Unternehmen darstellt. Die Forderungen aus vertraglich begründeten Ansprüchen betreffen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von T€ 18.064 (30. Juni 2022: T€ 20.391) abzüglich einer Risikovorsorge in Höhe von T€ 15.504 (30. Juni 2022: T€ 13.030). Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten und Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 19. Forderungen (langfristig) Die langfristigen Forderungen in Höhe von insgesamt T€ 35.882 (30. Juni 2022: T€ 38.140) betreffen in Höhe von T€ 6.684 (30. Juni 2022: T€ 7.881) Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen. Das sich auf diese Forderungen ergebende versicherungsmathematische Bewertungsergebnis in Höhe von €-1,5 Mio (30. Juni 2022: € -5,1 Mio) wurde entsprechend der Regelungen des IAS 19 (rev. 2011) in den sonstigen Ergebnisbestandteilen berücksichtigt. Darüber hinaus enthält der Posten in Höhe von € 29,2 Mio (30. Juni 2022: € 30,3 Mio) langfristige Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen, die nicht an Pensionsberechtigte abgetreten wurden. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 35.882 (30. Juni 2022: T€ 38.140). Die Forderungen haben zu den Bilanzstichtagen die folgenden Restlaufzeiten:
20. Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vorräte enthalten Bestände mit einem Buchwert in Höhe von T€ 48.208 (30. Juni 2022: T€ 45.595), die zum Bilanzstichtag mit dem geringerem Nettoveräußerungswert bilanziert werden. Die entsprechenden Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert betragen im Geschäftsjahr T€ 8.996 (30. Juni 2022: T€ 15.358). 21. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Einzelheiten zu der Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes für finanzielle Vermögenswerte befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 22. Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen gegen das Mutterunternehmen betreffen im Wesentlichen weitergeleitete Steuerforderungen. Bei den Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen dem beizulegenden Zeitwert. 23. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungsposten für Wartungen und Personalkosten. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb eines Jahres fällig. 24. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel betreffen:
Die kurzfristig beschränkt verfügbaren flüssigen Mittel betreffen Barhinterlegungen für Zölle und Verbrauchsteuern. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 25. Eigenkapital Unter dem Eigenkapital werden gemäß IAS 32 auch das Kommanditkapital und die Rücklagen der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG ausgewiesen. Das Kommanditkapital der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG beträgt zum 30. Juni 2023, im Vergleich zum Vorjahr unverändert, € 5,0 Mio. Die sonstigen Rücklagen betragen zum 30. Juni 2023, im Vergleich zum Vorjahr unverändert, € 172,8 Mio. Das erwirtschaftete Konzernkapital beträgt zum 30. Juni 2023 € 622,7 Mio und steht allein der Kommanditistin zu. Das erwirtschaftete Konzernkapital umfasst die bis zum Geschäftsjahr 2023 erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen soweit diese nicht an die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd. ausgeschüttet worden sind. Ein weiterer Bestandteil des erwirtschafteten Konzernkapitals resultiert aus Transaktionen im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprograms Sasol "long term incentive scheme" bei Ausübung der entsprechenden Rechte sowie bei Abrechnung mit Sasol Ltd. Die Kapitaleinlagen in die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG sind gemäß IAS 32 als kündbare Finanzinstrumente zu klassifizieren. Aufgrund der herrschenden Gesellschafterstellung der Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist mit der vollständigen Rückzahlung der kündbaren Finanzinstrumente grundsätzlich nicht zu rechnen. Die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, ist alleinige Kommanditistin der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG und gemäß Gesellschaftsvertrag allein stimmberechtigt. Der Kommanditistin stehen alle Gewinne und Verluste sowie ein etwaiger Liquidationserlös zu. Zu einer detaillierten Darstellung verweisen wir auf die Übersicht "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" als Bestandteil dieses Konzernabschlusses. 26. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen erworbene Ansprüche der aktiv beschäftigten Arbeitnehmer sowie der ehemaligen Arbeitnehmer und deren Angehörige. Die Ausgestaltung der Versorgungsleistungen richtet sich nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in Deutschland und umfasst leistungsorientierte Versorgungssysteme ("defined benefit plans"). Die leistungsorientierten Versorgungssysteme bestehen im Sasol Chemical Holdings Konzern aus rückstellungsfinanzierten Zusagen ("unfunded plans"). Außerdem bestehen rückdeckungsfinanzierte Pensionsverpflichtungen. Die Rückdeckungen sind im Wesentlichen unverpfändet und stellen daher kein Planvermögen im Sinne des IAS 19 (rev.2011) dar. In Deutschland werden unterschiedliche Pläne durchgeführt. Im Allgemeinen wird die Höhe der Leistungszusagen anhand der Betriebszugehörigkeit und des Gehaltes bei Rentenantritt ermittelt, daneben gibt es aber auch Zusagen, die sich nach der Betriebszugehörigkeit und einem festen EUR- Wert bemessen. Der einzige für Neuzugänge ab dem 1. März 2001 (Sasol Germany) bzw. 1. Januar 2006 (Sasol Solvents Germany) noch offene Plan ist ein leistungsorientierter Plan, zu dem die Mitarbeiter freiwillige Beiträge leisten können. Die Auszahlungen der Pensionen erfolgen durch den Arbeitgeber. Aus den oben beschriebenen Plänen ergeben sich keine außergewöhnlichen Risiken i.S. von IAS 19.139 b) (rev.2011). Die wesentlichen Bewertungsparameter lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen stellen sich folgendermaßen dar:
Die Pensionsverpflichtungen betreffen die Tochtergesellschaften Sasol Germany und Sasol Solvents Germany und entwickelten sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Die ergebniswirksamen Effekte einschließlich der ergebnisneutralen OCI-Effekte gem. IAS 19 (rev.2011) (Bewertungsergebnis) lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
Die für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarteten Aufwendungen für die rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungspläne bemessen sich nach Angaben der versicherungsmathematischen Gutachten auf insgesamt T€ 9.494. Das Fälligkeitsprofil der erwarteten Auszahlungen stellt sich auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten folgendermaßen dar:
Die Duration der Pensionsverpflichtungen liegt bei 15 Jahren (30. Juni 2022: 15 Jahre). Eine Veränderung der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen i.S. einer Sensitivitätsanalyse um jeweils etwa 1 %-Punkte nach oben und nach unten führt auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten zu den folgenden Veränderungen der Leistungsverpflichtungen:
Eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen bezüglich einer um jeweils 1 Jahr verlängerten oder verkürzten Lebenserwartung führt gemäß Heubeck Richttafeln 2018G auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten zu einer Erhöhung von € 14,6 Mio bzw. Minderung von € -15,3 Mio der Leistungsverpflichtung. 27. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen haben die folgende Fälligkeitsstruktur:
Langfristige sonstige Rückstellungen werden in Abhängigkeit von der Fälligkeitsstruktur mit Zinssätzen bis 4,0 % p.a. abgezinst. Die im Vergleich zum Vorjahr zu berücksichtigenden Zinsanpassungen betragen T€ - 542,6 (30. Juni 2022: T€ - 3.320,0) und sind unter den Auflösungen ausgewiesen. Vor Abzinsung betragen die sonstigen Rückstellungen zum 30. Juni 2023 insgesamt € 26,5 Mio (30. Juni 2022: €40,9 Mio). Die ausgewiesenen Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Altersteilzeitprogrammen und Jubiläumsgratifikationen. Die Auflösung der Personalrückstellung im Geschäftsjahr in Höhe von € 7,9 Mio. ist im Wesentlichen durch die Neuverhandlung der Gesamtbetriebsvereinbarung für Jubiläumsgratifikationen bedingt. Die Rückstellung für Umwelt und Rückbau betrifft im Wesentlichen Abgabeverpflichtungen von Emissionsrechten für getätigte Emissionen sowie Verpflichtungen zur Beseitigung von Umweltverunreinigungen und zu einem kleinen Teil Verpflichtungen zum Rückbau bestehender Anlagen nach Ende der Nutzung dieser Anlagen. Die Rückstellung für Rabatte und Boni betrifft im Wesentlichen erwartete Erlösschmälerungen. Die Ermittlung der Rückstellungshöhe für Kundenabzüge erfolgt auf der Basis spezifischer Kundenvereinbarungen. 28. Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen Vereinbarungen mit diversen Sasol-Konzerngesellschaften, jederzeit liquide Mittel im Sasol Chemical Holdings Konzern anzulegen. Die Vereinbarungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verzinsung ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge, bei negativem Zins minimal null. Aufgrund der variablen Verzinsung dieser Finanzverbindlichkeiten sowie des konstanten Risikoprofils der Unternehmensgruppe im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entspricht der beizulegende Zeitwert dem Buchwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 29. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten betreffen ein von der IKB Deutsche Kreditbank AG, Düsseldorf, gewährtes Darlehen. Das festverzinsliche Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026 und dient der Finanzierung des Neubaus einer Gasturbine am Standort Brunsbüttel. Der vereinbarte Zinssatz beträgt 1,95 % p.a. Die Aufnahme des Darlehens ist an bestimmte Bedingungen geknüpft, welche zum Bilanzstichtag alle erfüllt sind. Die Fälligkeitsstruktur der sonstigen Finanzverbindlichkeiten ist wie folgt:
Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Tilgung der sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von insgesamt € 2,3 Mio (30. Juni 2022: € 2,3 Mio). Der beizulegende Zeitwert der sonstigen Finanzverbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 6.294 (30. Juni 2022: T€ 8.596). Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 30. Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr ergaben sich aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von insgesamt € 21,5 Mio (30. Juni 2022: € 20,4 Mio), welche Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 1,7 Mio (30. Juni 2022: € 1,6 Mio), umfassen. Die Veränderung der Leasingverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr resultiert zudem aus dem Abschluss neuer Leasingverträge sowie aus der Modifikation bestehender Leasingverträge. Darüber hinaus erfolgten Auszahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von T€ 195 (30. Juni 2022: T€ 66) und für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.215 (30. Juni 2022: T€ 1.013). Weitere Angaben zu den Leasingverbindlichkeiten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Aufgrund der im Wesentlichen kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 32. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen dem beizulegenden Zeitwert. Weitere Angaben nach IFRS 7 zu den Finanzinstrumenten befinden sich unter Punkt 39 dieses Konzernanhangs. 33. Rechnungsabgrenzungsposten (passiv) Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Zuwendungen für das Anlagevermögen, die in einem Posten auf der Passivseite der Bilanz gesondert von den Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten (Emissionsrechten) ausgewiesen werden, für die die Zuwendungen bestimmt sind.
34. Forderungen aus Steuern Die Forderungen aus Steuern lassen sich wie folgt darstellen:
Die Forderungen aus Steuern betreffen jeweils das laufende Jahr. 35. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
36. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn sie sich auf dieselbe Fiskalbehörde beziehen und die Möglichkeit der Aufrechnung besteht. Die Veränderungen der saldierten latenten Steuern gliedern sich wie folgt:
Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen wie folgt:
Die latenten Steuern beinhalten in Höhe von € -16,7 Mio (30. Juni 2022: € -24,5 Mio) Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres realisiert werden. Die latenten Steuern werden im Regelfall ergebniswirksam gebildet. Die im Eigenkapital ergebnisneutral erfassten aktiven und passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 16,3 Mio (30. Juni 2022: € 18,2 Mio). Aktive latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft wahrscheinlich ist. Der Konzern kalkuliert zum 30. Juni 2023 aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 64. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 37. Veränderungen "working capital" Die Veränderungen im "working capital" stellen sich wie folgt dar:
Übrige Angaben 38. Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Derzeit gewährt Sasol Ltd. ausgewählten Führungskräften des Sasol Chemical Holdings Konzerns das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Sasol "long term incentive scheme", welches nachfolgend erläutert wird. Darüber hinaus sind im Vorjahr für das bereits beendete und noch bis zum 30. Juni 2021 bestehende Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Sasol "share appreciation rights scheme" (mit und ohne Berücksichtigung von mittelfristigen Unternehmenszielen) die noch verbliebenen erdienten Rechte der Mitarbeiter durch Zahlung im Vorjahr abgegolten worden. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogram Sasol "long term incentive scheme" (LTI) ist von der Muttergesellschaft Sasol Ltd. aufgelegt und wird gegenüber den Führungskräften auf Basis des südafrikanischen Rand (ZAR) abgerechnet. Die folgenden Darstellungen betreffen die von der Sasol Ltd. zur Verfügung gestellten Informationen mit Bezug auf dieses Mitarbeiterbeteiligungsprogram (in ZAR). Der im Berichtsjahr anzuwendende Umrechnungskurs beträgt 1 € = 18,6192 ZAR (30. Juni 2022: 1 € = 17,1547 ZAR). Zu den Erträgen/Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wird auf Punkt 4 dieses Konzernanhangs verwiesen. Des Weiteren sind die bilanziellen Auswirkungen in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals unter der Rücklage für das Mitarbeiter Aktienprogramm berücksichtigt. Zum 30. Juni lässt sich für den Sasol Chemical Holdings Konzern die Anzahl der jeweiligen gewährten Rechte wie folgt überleiten:
Das LTI Programm, das "equity-settled" ist, bietet bestimmten leitenden Angestellten eine zusätzliche Vergütung, die an bestimmte "corporate performance targets" (CPTs) gekoppelt sind. Zuteilungen der LTIs sind mit der Leistung verbunden - sowohl die der Sasol Gruppe als auch die des Einzelnen. Bei Kündigung durch den Arbeitnehmer verfallen nicht ausgeübte LTIs. Im Todesfall werden die LTIs sofort ausgeübt und an den Nachlassverwalter des Verstorbenen ausgezahlt. Bei der Berechnung der Höhe wird erwartet, dass die CPTs erfüllt sind. Im Falle des Ruhestands oder von Entlassungen werden die LTIs sofort ausgeübt. Die Höhe muss innerhalb von 40 Tagen nach Kündigung festgelegt werden. Dabei werden die erwarteten CPTs berücksichtigt. Es gibt keinen verkürzten Erdienungszeitraum für das Top Management. Die für die Bewertung der aktienbasierten Vergütungen getroffenen Annahmen stellen sich wie folgt dar:
Der Zinssatz für risikolose Anlagen für die Zeiträume innerhalb der Vertragslaufzeit der Rechte basiert auf der ZAR- und USD "swap curve" zum Zeitpunkt der Bewertung der gewährten Rechte. Die erwartete Volatilität des Wertes der gewährten Rechte wird anhand der historischen Volatilität des Sasol-Aktienpreises bewertet. Die erwartete Dividendenrendite der eingeräumten Rechte wird anhand der erwarteten Dividendenzahlungen der Sasol Stammaktien bewertet. Die Bewertung der aktienbasierten Vergütungsaufwendungen erfordert ein hohes Maß an Schätzungen durch das Management. 39. Finanz-Risikomanagement und Finanzinstrumente Die Aktivitäten der Gruppe sind mit den Effekten aus Marktpreisschwankungen an den Kapitalmärkten, Schwankungen der Fremdwährungskurse und der Zinssätze einer Vielzahl von Finanzrisikofaktoren ausgesetzt. Darüber hinaus unterliegen die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Das Finanz-Risikomanagement wird von den Finanzabteilungen der Konzerngesellschaften unter enger Abstimmung der Risikopolitik mit den Geschäftsleitungen und zuständigen Managementkomitees durchgeführt. Die Finanzabteilungen der Konzerngesellschaften identifizieren, evaluieren und sichern Finanzrisiken in enger Kooperation mit den operativen Geschäftsbereichen im Konzern. Die Geschäftsleitung gibt schriftlich enge Grenzen für das Risikomanagement-Programm vor und erteilt Anweisungen zu bestimmten Risikogebieten, wie dem Fremdwährungswechselkursrisiko, dem Zinssatzrisiko, dem Kreditrisiko sowie zur Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten und der Anlage von überschüssiger Liquidität. Risikofaktoren Das Risikomanagement der Gruppe ist auf die Risiken der Finanzmärkte fokussiert und bestrebt, die negativen Effekte für die Gruppe zu minimieren. Kapitalrisikomanagement Das Kapitalmanagement des Konzerns umfasst die Rücklagen, die Kreditaufnahmen, das "working Capital", die flüssigen Mittel und die Zahlungsmitteläquivalente. Eine flexible Kapitalstruktur soll die Kapitalkosten auf ein akzeptables Risikoniveau reduzieren und die Unternehmensfortführung unter Nutzung strategischer Chancen sichern. Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur und passt diese an die Marktveränderungen und die besonderen Risiken der Vermögenswerte an. Entsprechend werden Einlagen/Entnahmen der Gesellschafterin und Kreditaufnahmen/-rückzahlungen durchgeführt. Liquiditätsrisiko Ein umsichtiges Liquiditätsmanagement sichert die jederzeitige Verfügbarkeit von ausreichend flüssigen Mitteln und angemessenen Kreditlinien um jederzeit fällige Verbindlichkeiten begleichen zu können. Vor dem Hintergrund der Volatilität des zu Grunde liegenden Geschäfts hält der Konzern ausreichende, kurzfristig abrufbare interne und externe Kreditlinien vor, um potenzielle Engpässe in den flüssigen Mitteln zu finanzieren. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern nicht ausgenutzte externe und konzerninterne Kreditlinien in Höhe von insgesamt € 360,3 Mio (30. Juni 2022: € 360,3 Mio) zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
In der Tabelle dargestellte als "Fair Value through OCI klassifizierte Finanzanlagen in Höhe von € 34,1 Mio (30. Juni 2022: € 28,2 Mio) wurden gemäß der Hierarchiestufe 1 bewertet. Für sämtliche übrige Finanzinstrumente entspricht insbesondere aufgrund der kurzfristigen Laufzeit sowie der vereinbarten variablen Verzinsung der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthalten die folgenden Effekte aus Finanzinstrumenten:
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 7 nach der Quelle der Bewertung unter Anwendung der Hierarchiestufe 1 dargestellt. Auf Stufe 1 werden an aktiven Märkten gehandelte Finanzanlagen zum Bilanzstichtag zum öffentlich notierten Marktpreis bewertet. Kreditrisiko Im Konzern bestehen mögliche Ausfallrisiken auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und flüssige Mittel. Es besteht keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken. Vorschriften und Anweisungen stellen innerhalb des Konzerns sicher, dass Verkäufe von Produkten und Serviceleistungen nur an Kunden mit angemessener Kreditwürdigkeit getätigt werden. Als Gegenpartei für flüssige Mittel fungieren ausnahmslos renommierte Finanzinstitute. Aufgrund einer breiten Kundenbasis ist das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begrenzt. Das immanente Risiko eines einzelnen Kunden ist gering in Relation zur gesamten Anzahl aller Kunden. Die eingerichteten Kreditlinien werden regelmäßig von den jeweiligen Geschäftsleitungen der entsprechenden Konzerngesellschaften überprüft. In einigen Fällen werden Forderungen durch Sicherheiten wie Warenkreditversicherungen bzw. Garantien besichert. Gemäß den Vorgaben des IFRS 9 wird der erwartete Kreditverlust auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der Forderungshöhe bei Ausfall unter Berücksichtigung bestehender Besicherungen ermittelt. Auf Grundlage von externen und internen Informationen erfolgt die Zuordnung der Ausfallwahrscheinlichkeiten. Ein Großteil der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte besteht aus Forderungen gegen Kunden, für die ein externes Rating verfügbar ist und der Konzern verwendet den Durchschnitt der von Moody's, Fitch sowie S&P für diese Unternehmen ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Für Kunden bzw. Schuldner, die nicht von einer Rating-Agentur gerated werden, verwendet der Konzern interne Bonitätsratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten basierend auf zukunftsorientierten Informationen sowie dem entsprechenden Schuldnerprofil und Finanzstatus. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte, werden die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste ermittelt. In Anlehnung an die Umsatzerlöse verteilt sich das Kreditrisiko nach Regionen wie folgt:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 218,2 Mio (30. Juni 2022: € 279,6 Mio) betreffen u.a. Großkunden aus Produktion und Handel. Die Altersstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann wie folgt dargestellt werden:
Das potentielle Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine regelmäßige Bonitätsprüfung aller Kunden minimiert. Darüber hinaus hat der Konzern Sicherheiten u.a. in Form von Kreditversicherungen und Garantie- oder Patronatserklärungen in Höhe von € 389,5 Mio (30. Juni 2022: € 396,9 Mio) erhalten, denen zum Bilanzstichtag offene Forderungen in Höhe von € 98,6 Mio (30. Juni 2022: € 133,8 Mio) gegenüberstehen. Die oben dargestellten Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen in Höhe von € 0,3 Mio (30. Juni 2022: € 0,2 Mio) die über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste sowie in Höhe von € 1,6 Mio (30. Juni 2022: € 1,3 Mio) Einzelwertberichtigungen auf spezifische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt:
Das potentielle Ausfallrisiko von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird auf der Basis gutachterlicher Stellungnahmen zur individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit der jeweils betroffenen Forderung berücksichtigt. Diese Forderungen werden Level 3 zugeordnet. Für weitere Erläuterungen zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird auf Punkt 18 dieses Konzernanhangs verwiesen. Währungsrisiko Aus den internationalen Geschäftsaktivitäten der Gruppe entstehen im Wesentlichen Währungsrisiken in US-Dollar, die aus operativ getätigten Transaktionen resultieren. Die Erfassung und Steuerung dieser Fremdwährungsrisiken erfolgten dezentral im Rahmen genehmigter Richtlinien. Die zum Bilanzstichtag durch den Konzern gehaltenen Finanzinstrumente lassen sich wie folgt aufgliedern:
IFRS 7 fordert eine Sensitivitätsanalyse, welche Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse am Bilanzstichtag auf die Gewinn- und Verlustrechnung und das Eigenkapital untersucht. Dabei werden die hypothetischen Wechselkursänderungen auf den Bestand der Finanzinstrumente, welche nicht in ihrer funktionalen Währung, sondern in Fremdwährung, und monetärer Art sind, bezogen. Es wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Hypothetische Wechselkursänderungen haben einen erfolgswirksamen Einfluss auf die Fremdwährungsergebnisse aus der Stichtagsbewertung der auf fremde Währung lautenden Salden von externen Bankkonten sowie internen und externen Darlehen. Zusätzlich unterstellt die Sensitivitätsanalyse, dass alle anderen Variablen konstant bleiben. Bezogen auf das Fremdwährungsrisiko aus externen Finanzinstrumenten hätte eine Aufwertung des EURO gegenüber sämtlichen Währungen zum 30. Juni 2023 um 10 % einen Rückgang des Ergebnisses um € 3,3 Mio (30. Juni 2022: € 2,2 Mio) zur Folge gehabt. Eine Abwertung des EURO würde zu exakt gegenläufigen Sensitivitäten führen. Für die wesentlichen Währungsumrechnungen wurden folgende Kurse zu Grunde gelegt:
Zinsrisiko Die Aufwands- und Ertragsposten sowie die Zahlungsströme aus operativer Tätigkeit sind weitestgehend unabhängig von Veränderungen der Kapitalmarktzinsen. Es bestehen keine signifikanten vom Marktzins abhängigen Bilanzposten mit Ausnahme der flüssigen Mittel und Finanzforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Finanzinstituten. Zum Bilanzstichtag besteht ein langfristiges, festverzinsliches Darlehen gegenüber der IKB Deutsche Kreditbank AG. Für weitere Erläuterungen zu diesem Darlehen wird auf Punkt 29 dieses Konzernanhangs verwiesen. Zur Erläuterung des Zinsrisikos werden die verzinslichen Bilanzposten wie folgt zusammengefasst:
Dem Teilkonzern stehen Kreditlinien bei Sasol Financing International Limited, Johannesburg, Südafrika, und externen Kreditinstituten zur Verfügung. Die Verzinsung dieser Darlehen ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen zuzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Darüber hinaus bietet der Sasol Chemical Holdings Konzern anderen Sasol- Konzerngesellschaften aus dem europäischen Ausland die Möglichkeit der kurzfristigen Anlage überschüssiger Finanzmittel. Die Verzinsung dieser Verbindlichkeit ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Des Weiteren steht dem Teilkonzern die Möglichkeit der kurzfristigen Anlage von Finanzmitteln bei der Sasol Financing International Limited, Johannesburg, Südafrika, zur Verfügung. Die Verzinsung dieser Anlage ist variabel und basiert auf kurzfristigen Referenzzinssätzen abzüglich einer Marge mit einer Zinsuntergrenze von 0 %. Das Zinsänderungsrisiko aller kurzfristigen Positionen wird nicht abgesichert. Die angewandten Zinssätze können wie folgt dargestellt werden:
Eine Änderung der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte im Geschäftsjahr, bezogen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente, zu einer Verminderung/Erhöhung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von € 1,9 Mio (30. Juni 2022: € 2,3 Mio) geführt. Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen unverändert bleiben. Die Annahme gilt analog für das Vorjahr. Rohstoff- und Produktpreisrisiko Die Marktpreise für Rohstoffe und Chemieprodukte unterliegen konjunkturabhängigen Preisschwankungen. Die Gruppe setzt derzeit keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Schwankungen der Rohstoffpreise ein. Kursrisiko Das vom Konzern als Finanzanlage gehaltene Eigenkapitalinstrument, welches erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt wird, unterliegt einem Kursrisiko. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden Börsenkurse um +10% bzw. -10% hätte im Geschäftsjahr zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rücklage aus der Neubewertung von Finanzanlagen in Höhe von € +/- 3,4 Mio (30. Juni 2022: +/- € 2,8 Mio) geführt. Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen unverändert bleiben. Die Annahme gilt analog für das Vorjahr. 40. Konzernunternehmen und Anteilseigner Im Folgenden sind die Gesellschaften des Sasol Chemical Holdings Konzerns zusammengefasst. Die Holdinggesellschaft des übergeordneten Konzerns in Südafrika ist die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika (SCHI).
41. Investitionsverpflichtungen Die Investitionsverpflichtungen lassen sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:
42. Kaufverpflichtungen Zum 30. Juni 2023 hat der Konzern verschiedene ausstehende Verpflichtungen, hauptsächlich aus dem Einkauf von Rohstoffen, Utilities und Dienstleistungen. Diese Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Vereinbarungen mit Lieferanten. Grundsätzlich werden diese Vereinbarungen zu Marktpreisen abgeschlossen. Die Gesamtverpflichtungen stellen sich zum 30. Juni 2023 bzw. zum Vorjahresstichtag folgendermaßen dar:
43. Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten Zum 30. Juni 2023 hat der Konzern, wie im Vorjahr, nicht bilanzierungspflichtige Bürgschaften und Garantien in Höhe von insgesamt € 1,7 Mio herausgegeben. Darüber hinaus ist der Konzern in verschiedene offene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultieren. Da diese Fälle noch nicht abgeschlossen sind, kann der Aufwand aus einer etwaigen Inanspruchnahme noch nicht mit hinreichender Sicherheit vorhergesagt werden. 44. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von T€ 26. Einziges Organ der persönlich haftenden Gesellschafterin ist die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr war Herr Francois Conradie, Kaufmann, Pinneberg, zum Geschäftsführer der Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH bestellt. 45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 29. September 2023 gemäß § 20 Abs. 1 Umwandlungsgesetz die Sasol Chemicals GmbH auf die Sasol Chemie GmbH & Co. KG sowie die Sasol Solvents Germany GmbH auf die Sasol Germany GmbH verschmolzen. Aufgrund der Verschmelzungen hat sich die Anzahl der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften geändert, jedoch ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns. Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2023 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für den Sasol Chemical Holdings Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. 46. Beziehungen zu nahestehenden Personen Die Gesamtbezüge mit Ausnahme der Aufwendungen für Altersvorsorge für die zum Management in Schlüsselpositionen zählenden Personen, die aus dem Konzern der Sasol Chemical Holdings bezahlt wurden, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 6.789 (30. Juni 2022: T€ 4.630). Darin enthalten sind Auszahlungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogram Sasol "long term incentive scheme" in Höhe von T€ 1.799 (30. Juni 2022: T€ 206). Darüber hinaus wurden für den betreffenden Personenkreis Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von T€ 264 (30. Juni 2022: T€ 283) erfasst. Der zum Management in Schlüsselpositionen gehörende Personenkreis setzt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr aus 15 Personen und für das Vorjahr aus 12 Personen zusammen, die für die Steuerung der Sasol Chemical Holdings Gruppe zuzurechnenden Geschäftsbereiche verantwortlich sind, einschließlich der Mitglieder der Geschäftsführung. 47. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG wird beherrscht durch die Sasol Chemical Holdings International (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika, welche sämtliche Kommanditanteile der KG besitzt. Komplementärin ohne Gesellschafteranteile ist die Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH, Hamburg, Deutschland. Die oberste Muttergesellschaft der Sasol Ltd. Gruppe ist die Sasol Ltd., Johannesburg, Südafrika. Während des Berichtszeitraumes tätigten die Konzerngesellschaften diverse Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen aus der weltweiten Sasol Ltd. Gruppe, Joint-Operations sowie Joint-Ventures. Diese Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten unter Bedingungen, wie sie mit fremden Dritten getätigt werden ("at arms length"). Für die Darstellung der wesentlichen Erträge und Aufwendungen verweisen wir auf die tabellarische Darstellung unter den Punkten 1 und 10 dieses Konzernanhangs. Die wesentlichen Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus diesen Transaktionen sind unter den Punkten 18, 22, 28 und 32 dieses Konzernanhangs erläutert.
Hamburg, den 29. September 2023 Sasol Chemical Verwaltungs-GmbH Francois Conradie BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sasol Chemical Holdings GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 7. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer ppa. Axel Bott, Wirtschaftsprüfer |
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