Ingenieurbüro Wolfgang Eder GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Dr. Posch seit 1.8.2025 | Geschäftsführer |
Johannes Ametsbichler seit 22.2.2023 | Prokura |
Nina Marczell seit 11.3.2022 | Prokura |
Peter Stefan Müller seit 1.8.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
OMV Refining & Marketing GmbH | 90.00% |
OMV Aktiengesellschaft | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OMV Deutschland GmbHBurghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeine Hinweise Die OMV Deutschland GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 3 HGB und beachtet hinsichtlich Bilanzierung und Bewertung die allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 - 256a HGB sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 - 288 HGB in der aktuellen Fassung und des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformation Die Gesellschaft ist unter der Firma OMV Deutschland GmbH, mit Sitz in Burghausen, im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRB 11665 eingetragen. Treuhandverhältnis Die OMV Deutschland GmbH ist als Treugeber und Komplementärin mit jeweils 99,99 % an der OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG, Burghausen, und OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG, Burghausen, beteiligt. Des Weiteren hält die OMV Deutschland GmbH 100 % an der OMV Deutschland Services GmbH, Burghausen. Die OMV Deutschland Services GmbH hält als einzige Kommanditistin der beiden Kommanditgesellschaften die Kommanditanteile in Höhe von 0,01 % treuhänderisch für die OMV Deutschland GmbH. Durch das Treuhandverhältnis werden die Kommanditanteile der OMV Deutschland Services GmbH wirtschaftlich der OMV Deutschland GmbH zugerechnet. Dies führt dazu, dass die OMV Deutschland GmbH wirtschaftlicher Eigentümer der Forderungen oder Verbindlichkeiten der Kommanditgesellschaftsergebnisse ist (unmittelbar als Komplementär und mittelbar über die von der OMV Deutschland Services GmbH treuhänderisch für die OMV Deutschland GmbH gehaltenen Kommanditanteile). Ertragsteuerlich stellen die OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG und die OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG aufgrund des oben beschriebenen Treuhandmodells jeweils kein eigenständiges Steuersubjekt dar und bilden mit der OMV Deutschland GmbH eine ertragsteuerliche Einheit. Alle steuerlichen Vorgänge der Treuhand-KGs, sämtliche Aktiva und Passiva sowie damit auch die Jahresergebnisse, unterliegen auf Ebene der OMV Deutschland GmbH der KSt und GewSt. Des Weiteren werden latente Steuern aus den beiden Gesellschaften auf Ebene der OMV Deutschland GmbH berücksichtigt. Organschaft Mit der OMV Deutschland Services GmbH besteht ein ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis, wobei die OMV Deutschland GmbH als Organträger fungiert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen zwischen 3 und 5 Jahren vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen (pro rata temporis) sowie außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben Material- und Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sind nicht enthalten. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden überwiegend linear über eine Nutzungsdauer von maximal 40 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear bzw. degressiv auf die Nutzungsdauer von 3 bis 25 Jahren vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto- Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren gem. § 6 Abs. 2 a EStG aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Sind Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens bis zum Bilanzstichtag auf den niedrigeren Marktpreis bzw. beizulegenden Wert gesunken, werden diese durch Abschreibungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes gem. § 274 Abs. 1 HGB. Der Ausweis latenter Steuern beinhaltet aufgrund des Treuhandverhältnisses auch die temporären Differenzen der beiden Gesellschaften der OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG sowie der OMV Marketing & Trading GmbH & Co. KG. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt entsprechend den §§ 249, 246, 252 sowie 253 HGB in der aktuellen Fassung, die hier grundsätzlich verpflichtend anzuwenden sind. Als Berechnungsmethode wurde die Projected Unit Credit-Methode (PUC-Methode) bzw. das Anwartschaftsbarwertverfahren zugrunde gelegt. Der Rechnungszinssatz wird in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,80%) angesetzt und leitet sich nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bank für den November 2023 verlautbarten Zinssätzen gemäß der Restlaufzeit des Bestandes von 15 Jahren ab. Für künftige Gehaltssteigerungen werden 5,25 % (Vorjahr: 3,40%) p. a. und für künftige Pensionssteigerungen 2,25 % (Vorjahr: 2,90%) p. a. unter Verwendung der aktuellen "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Zinsanteil der Zuführung zur Pensionsrückstellung wird unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit der Nutzung eines Lebensarbeitszeitkontos. Die Guthaben sind komplett durch eine Versicherung verwaltet. Auf eine Bilanzierung der Wertguthaben und der Verpflichtung wird verzichtet, da das Wertguthaben und die Verpflichtung in gleicher Höhe bestehen. Der Zeitwert der Lebensarbeitszeitkonten beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 6.782. Die gesetzlich geltende Werterhaltungsgarantie ist über die Versicherungslösung gewährleistet. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. B. Erläuterungen zur Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist als Anlage zum Anhang in einem Anlagenspiegel dargestellt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 920 vorgenommen, außerplanmäßige Abschreibungen sind bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen nicht gegeben. Finanzanlagevermögen Die wesentlichen Beteiligungen sind in der nachstehenden Anteilsliste dargestellt. Zum Bilanzstichtag hielt die Gesellschaft folgende Anteile nach § 285 Nr. 11 HGB:
Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte der Erwerb der Anteile an der Walldürn Grundstücks GmbH, die anschließend in die Circular Feedstock Walldürn GmbH umfirmiert hat. Danach wurde eine Kapitalerhöhung bei dieser Gesellschaft vorgenommen, der Anteil der OMV Deutschland GmbH an dieser Erhöhung betrug TEUR 62.000. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen gegen das Finanzamt aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer i. H. v. TEUR 564. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert. Der Überhang aktiver latenter Steuern wurde, in Ausübung des Wahlrechts, nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,07 % zugrunde gelegt. Im Rahmen des Treuhandverhältnisses resultieren passive temporäre Differenzen im Wesentlichen aus den unterschiedlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen und bei den Finanzanlagen; aktive temporäre Differenzen ergeben sich aus Bewertungsunterschieden bei den Vorräten und Pensionsrückstellungen. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der OMV Deutschland GmbH wurde im laufenden Geschäftsjahr durch die Gesellschafter um TEUR 62.000 erhöht. Diese Zuführung wurde in 2023 zur Finanzierung der Kapitaleinlage bei der Circular Feedstock Walldürn GmbH verwendet. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn beträgt unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 i. H. v. TEUR 141.884 und eines Gewinnvortrags aus dem Vorjahr i. H. v. TEUR 2.338 zum 31. Dezember 2023 TEUR 144.222. Pensionsrückstellung Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 3.371 (Vorjahr: 16.068). Dieser beinhaltet auch die Unterschiedsbeträge, zu den in den Gesellschaften OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH &Co.KG, Burghausen, und der OMV Deutschland Operations GmbH & Co.KG, Burghausen, gebuchten Beträgen. Der Bilanzgewinn unterliegt keiner Ausschüttungssperre. Steuerrückstellung Die Steuerrückstellung beinhaltet zu erwartende Ertragsteuer-Zahlungen für die Jahre 2022 sowie die Rückstellung für die Ertragsteuern 2023 abzüglich dazu geleisteter Vorauszahlungen. Erwartete Steuernachzahlungen für die Vorjahre sind in Höhe von TEUR 789 enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen (Rückstellungen > TEUR 200) Beträge aus Personalrückstellungen i. H. v. TEUR 1.271 aus z.B. nicht konsumiertem Urlaub, Überstunden oder Bonuszahlungen, eine Rückstellung für eine Sanierungsverpflichtung i. H. v. TEUR 1.462 auf Basis umweltgutachterlicher Kostenschätzung und Verpflichtungen zur Übernahme von Instandhaltungskosten an früher im Eigentum der OMVD befindlichen Tankstellen i. H. v. TEUR 640. Verbindlichkeiten
Es wurden keine Verbindlichkeiten mit Grundpfandrechten abgesichert. Im Vorjahr bestanden keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse betragen zum 31.Dezember 2023 insgesamt TEUR 38.187 (Vj.: TEUR 21.300). Diese betreffen Haftungsverhältnisse für die OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG mit TEUR 24.837 und für die OMV Deutschland Operations GmbH & Co.KG mit TEUR 13.350. Die OMV Deutschland GmbH hat Bürgschaften i. H. v. TEUR 21.400 zu Gunsten der OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG bzw. der OMV Deutschland Operations GmbH & Co.KG verauslagt. Zu diesen Haftungsverhältnissen ist keine Sicherung durch gewährte Pfandrechte oder durch sonstige Sicherheiten gegeben. Aufgrund ausreichender Liquidität und des positiven Ergebnisses der OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co.KG, Burghausen, ist die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme sehr gering. Darüber hinaus bestehen weitere Garantieerklärungen i. H. v. TEUR 16.787 gegenüber Lieferanten der OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG. Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der positiven Ergebnissituation der OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co.KG, Burghausen, als gering einzustufen. Daneben bestehen bürgschaftsähnliche Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten aus Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 9.268. Auch in diesem Fall ist das Risiko der Inanspruchnahme aufgrund abgeschlossener Investitionen als sehr gering einzustufen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen sind sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. v. TEUR 1.639 gegeben. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Form eines Bestellobligos mit TEUR 971 und aus Mietvereinbarungen i. H. v. TEUR 668. Die Laufzeiten der Verträge betragen zwischen 12 Monaten und rund 10 Jahren. Außerbilanzielle Geschäfte Aufgrund der jederzeit, unter Fristeinhaltung, kurzfristig kündbaren Gebrauchsüberlassung werden Operate-Leasingverträge abgeschlossen. Zum Stichtag ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus Operate-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 18. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Weiterverrechnungen von Standortleistungen überwiegend an die OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 954 (Vorjahr: TEUR 382) im Wesentlichen aus IHK-Guthaben aus Vorjahren. Auflösungen von Rückstellungen liegen dabei in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 36) vor. Materialaufwand Unter dem Posten sind sowohl Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Ersatzteile) sowie Dienstleistungen als auch Energiebezüge (Strom) ausgewiesen. Der Materialaufwand untergliedert sich in:
Personalaufwand
Vom Gesamtbetrag der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen TEUR 4.050 (Vorjahr: TEUR 66.812) auf die Altersversorgung. Im Vorjahr war ein außerordentlich hoher Einfluss aus der Adaptierung der Bewertungsparameter bei der Pensionsrückstellung gegeben, deshalb ergibt sich ein Rückgang in den Personalkosten im Vergleich zu 2022. Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagevermögen belaufen sich auf TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 826). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 52.821 (Vorjahr: TEUR 60.128) und beinhalten als wesentliche Positionen die Verrechnungen von Dienstleistungen und Managementleistungen überwiegend von der OMV Downstream GmbH, Wien/Österreich, und von Leistungen für Instandhaltung und Services von der OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG. Periodenfremde Aufwendungen aus nachträglichen Verrechnungen sind nur geringfügig (Vorjahr: TEUR 104) enthalten. Erträge aus Beteiligungen
Durch das Treuhandverhältnis werden die Kommanditanteile der OMV Deutschland Services GmbH wirtschaftlich der OMV Deutschland GmbH zugerechnet. Dies führt dazu, dass die OMV Deutschland GmbH wirtschaftlicher Eigentümer der Forderungen oder Verbindlichkeiten der Kommanditgesellschaftsergebnisse ist (unmittelbar als Komplementär und mittelbar über die von der OMV Deutschland Services GmbH treuhänderisch für die OMV Deutschland GmbH gehaltenen Kommanditanteile). Der 0,01 % Anteil der OMV Deutschland Services GmbH an den Kommanditgesellschaftsergebnissen i.H.v. TEUR 25 wird direkt von den jeweiligen Kommanditgesellschaften an die OMV Deutschland GmbH abgeführt. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen handelt es sich überwiegend um Zinserträge aus dem Cash Pooling mit der OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien, und mit der OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG, Burghausen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 9.787 (Vorjahr: TEUR 1.842) auf verbundene Unternehmen und TEUR 1.767 (Vorjahr: TEUR 658) auf Gesellschafter. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von TEUR 3.665 (Vorjahr: TEUR 8.258) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von TEUR 52.026 (Vorjahr: TEUR 28.929) auf das laufende Ergebnis und in Höhe von TEUR -812 (Vorjahr: TEUR 37.755) auf Vorperioden. D. Sonstige Angaben Geschäftsführer Dr. Stefan Hölbfer, Geschäftsführer OMV Deutschland GmbH, Burghausen Gesamtbezüge Die Gesellschaft macht, da lediglich ein Geschäftsführer bestellt ist, von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet insofern auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 346. Der Betrag der für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.879. Mitarbeiter
Mutterunternehmen Die OMV Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, hält als Konzernholdinggesellschaft direkt 10 % der Anteile am Stammkapital der OMV Deutschland GmbH und erstellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss. Die OMV Refining & Marketing GmbH, Wien/Österreich, als 100 %-ige Tochter der OMV Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, hält 90 % der Anteile am Stammkapital der OMV Deutschland GmbH. Die OMV Deutschland GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, einbezogen, der nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards erstellt ist. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister in Wien hinterlegt und ist unter https://www.omv.com abrufbar. Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr Die Aufwendungen für Leistungen des Abschlussprüfers der OMV Deutschland GmbH sind im Anhang des Konzernabschlusses der OMV Aktiengesellschaft, Wien/Österreich, enthalten (§ 285 Nr. 17 HGB). Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Im laufenden Geschäftsjahr gab es keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Zum 01.03.2024 hat die OMV Deutschland GmbH mit der OMV AG, Wien, eine Vereinbarung über die Ausreichung eines Darlehens in Höhe von bis zu TEUR 200.000 zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Das Darlehen dient der finanziellen Abdeckung zukünftiger Investitionen. Weitere Informationen über Ereignisse und Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres mit nennenswerten Auswirkungen auf die Lage des Unternehmens, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, lagen bei Aufstellung des Jahresabschlusses nicht vor. Mindeststeuergesetz Ab dem Geschäftsjahr 2024 tritt in Deutschland das Mindestbesteuerungsrichtlinie- Umsetzungsgesetz (MinBestRL-UmsG) in Kraft. Die OMV hat eine Bewertung des potenziellen Risikos auf Basis der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften, der länderbezogenen Berichterstattung (Country-by-Country Reporting), der Steuererklärungen sowie der Daten der mittelfristigen Planung vorgenommen. Aus heutiger Sicht wird für die OMV Deutschland GmbH kein zusätzlicher Steuerbedarf erwartet. Vorschlag für die Ergebnisverwendung § 285 Nr. 34 HGBDie Geschäftsführung der OMV Deutschland GmbH schlägt vor, den Bilanzgewinn des abgelaufenen Jahres in Höhe von TEUR 144.222 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von TEUR 144.000 an die Gesellschafter und Vortrag des verbleibenden Betrags in Höhe TEUR 222 auf neue Rechnung.
Burghausen, den 28. März 2024 Dr. Stefan Hölbfer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht 2023A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Wirtschaftliches und politisches Umfeld als externe Einflussfaktoren Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) ist der Energieverbrauch in Deutschland 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Die AG Energiebilanzen rechnet mit einem Rückgang um 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ). Damit liegt der Verbrauch an Primärenergie in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nach Berechnungen der AG Energiebilanzen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demographischen Entwicklung aus. Der Verbrauch von Mineralöl sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 5,5 Prozent. Während der Verbrauch von Ottokraftstoff um 2,3 Prozent zunahm, verringerte sich der Verbrauch von Dieselkraftstoff um gut 4 Prozent. Der Verbrauch von Flugkraftstoff stieg um 3,9 Prozent. Der Absatz von leichtem Heizöl verringerte sich dagegen leicht um 2,3 Prozent. Die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie sanken um 16,7 Prozent. Die energiebedingten CO 2 -Emissionen nahmen nach Schätzung der AG Energiebilanzen 2023 infolge des gesunkenen Gesamtverbrauchs insbesondere bei den fossilen Energieträgern um gut 10 Prozent ab. Auf Grund des anhaltenden Ukraine-Krieges hatten die Unternehmen der Mineralölindustrie weiterhin mit Unwägbarkeiten insbesondere in der physischen Versorgung zu kämpfen. Dessen ungeachtet hielten die Raffinerien, Tanklager, Pipeline-Gesellschaften, Tankstellen und Heizöllieferanten in Deutschland die Versorgung von Verbrauchern und Unternehmen mit Mineralölprodukten auch im abgelaufenen Jahr kontinuierlich aufrecht. Die hohe Bedeutung der kritischen Infrastruktur - zur Gewährleistung von Versorgungssicherheit - und damit auch der OMV Deutschland GmbH (OMVD) mit ihren Tochtergesellschaften OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG, Burghausen (OMVDO) und OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG, Burghausen (OMVDM) wird somit noch einmal deutlich. Im Jahr 2023 lag der Durchschnittspreis für die Rohölsorte Brent bei rund 82 USD/bbl und damit 19 USD/bbl unter dem Mittelwert des Vorjahres. Über den Jahresverlauf hinweg verhielt sich die Notierung relativ stabil wobei im dritten Quartal ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen war. Das höchste Niveau wurde im September mit einem Monatsmittel von rund 94 USD/bbl erreicht. Geschäftstätigkeit Die OMVD ist im Bereich Mineralölverarbeitung, -vertrieb und Petrochemie tätig. Gegenstand der deutschen OMV-Gesellschaften, an denen die OMVD wie nachfolgend dargestellt beteiligt ist, sind Herstellung, Verarbeitung, Ein- und Ausfuhr von und Handel mit Rohöl und Erzeugnissen der Ölindustrie und petrochemischen Industrie sowie alle damit zusammenhängende Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmungen zu beteiligen, Unternehmungen zu erwerben und Zweigniederlassungen zu gründen. Gegenstand des Unternehmens ist auch die Übernahme der unbeschränkten Haftung bei anderen Handelsgesellschaften, insbesondere als Komplementärin der OMVDO sowie der OMVDM. Die Kennzahlen der OMVD sind damit wesentlich durch die wirtschaftliche Entwicklung der operativen Beteiligungsgesellschaften OMVDO und OMVDM beeinflusst. Aufgrund der seit 2020 bestehenden Unternehmensstruktur - die im nachfolgenden Schema dargestellt wird - nimmt die OMVD vor allem Holdingfunktionen für die Tochtergesellschaften wahr. Somit sind in der OMVD die Geschäftsleitung der OMV Deutschland Gruppe, Querschnittsfunktionen, Infrastrukturleistungen und das Beteiligungsmanagement angesiedelt. Ihre Dienstleistungen werden größtenteils für Konzerngesellschaften erbracht, nach Bedarf aber auch Dritten zur Verfügung gestellt wie beispielsweise die Personalabwicklung sowie die Bereitstellung von allgemeinen Infrastrukturleistungen für die Borealis Polymere GmbH, Burghausen.
Wesentliche Ereignisse Die OMV Deutschland GmbH errichtete in einem Joint Venture mit der Alba Recycling GmbH, einem Anbieter von Kreislauflösungen, eine Sortieranlage zur Herstellung von Rohstoffen für das chemische Recycling. Insgesamt wird der OMV-Konzern über EUR 170 Mio. in den Bau dieser hochmodernen Anlage im süddeutschen Walldürn investieren. In diesem Zusammenhang erfolgte im laufenden Geschäftsjahr der Erwerb der Anteile an der Walldürn Grundstücks GmbH, die anschließend in die Circular Feedstock Walldürn GmbH umfirmierte. Anteilseigner ist zu 89,9 Prozent die OMV Deutschland GmbH. Die restlichen 10,1 Prozent der Anteile am Joint Venture entfallen auf die Alba Recycling GmbH, dem Anbieter für Kreislauflösungen. Gesellschafter Gesellschafter der OMVD sind die OMV Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, (OMV AG) und die OMV Downstream GmbH, Wien, Österreich, mit folgenden Anteilen:
Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a) Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der OMVD wird im Wesentlichen durch die Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften und den daraus resultierenden Beteiligungserträgen beeinflusst. Trotz der geopolitischen Lage und der wirtschaftlichen Stagnation im Inland war der Geschäftsverlauf der OMVDO im Jahr 2023 als gut zu bezeichnen, die Entwicklung der OMVDM sogar als sehr zufriedenstellend. b) Ertragslage Die im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 34,61 Mio. (2022: EUR 39,71 Mio.). Da die OMVD die Aufgaben einer Management-Holding und die Bereitstellung von Infrastrukturdienstleistungen wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Tochtergesellschaften verrechneten Servicedienstleistungen. Der Materialaufwand belief sich im Jahr 2023 mit EUR 7,93 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (2022: EUR 6,73 Mio.). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der OMVD tätig waren, beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 97 (2022: 98) und verringerte sich somit geringfügig. Der Personalaufwand in Höhe von EUR 16,99 Mio. reduzierte sich im Jahr 2023 deutlich (2022: EUR 79,95 Mio.), was auf einen Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen ist. Bei diesen war im Vorjahr ein außerordentlich hoher Einfluss aus der Adaptierung der Bewertungsparameter bei den Pensionsrückstellungen gegeben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 52,82 Mio. (2022: EUR 60,13 Mio.) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Konzernleistungen, welche von der OMV AG und der OMV Downstream GmbH in Höhe von EUR 38,13 Mio. in Rechnung gestellt wurden. Das Betriebsergebnis 1 beträgt EUR -42,70 Mio. (2022: EUR 385,96 Mio.). Der Rückgang im Betriebsergebnis resultiert im Wesentlichen aus einem Sondereffekt von EUR 493,51 Mio. aus dem Verkauf des deutschen OMV Tankstellennetzes der im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten war. Positive Effekte resultieren im Geschäftsjahr 2023 vor allem aus dem Rückgang der Personalkosten. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr wegen der geringeren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen um EUR 62,96 Mio. reduziert. Der Finanzerfolg beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 235,72 Mio. (2022: EUR 132,84 Mio.). Das Finanzergebnis der OMVD als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 246,09 Mio. und lagen damit deutlich über dem Niveau von 2022 (EUR 145,55 Mio.). Der Steueraufwand beträgt EUR 51,21 Mio. (Vorjahr: EUR 66,68 Mio.). Auf Grund des Treuhandvertrages werden zur Ermittlung des Steueraufwandes der OMVD die Ergebnisse der OMVD, der OMVDM und der OMVDO konsolidiert betrachtet. Der sich daraus ergebende Steueraufwand wird somit nur auf Ebene der OMVD ausgewiesen. Der Jahresüberschuss beträgt EUR 141,88 Mio. (2022: EUR 452,16 Mio.). Der Jahresüberschuss entwickelte sich trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes auf Grund der unsicheren geopolitischen Lage in der Ukraine und dem Nahen Osten stabil und konnte den für 2023 prognostizierten Wert (IFRS) von EUR 56,65 Mio. deutlich überschreiten. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 1.028,99 Mio. (31.12.2022: EUR 800,20 Mio.). Die Investitionen für Immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen (IV/SA/FA) beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 63,06 Mio. Davon entfielen im Bereich Sachanlagevermögen EUR 0,35 Mio. auf Vorprojektkosten für Infrastrukturmaßnahmen sowie EUR 0,59 Mio. auf den Bezug von IT-Equipment. Die Zugänge im Finanzanlagevermögen beziehen sich auf die Beteiligung der OMV Deutschland GmbH an der Circular Feedstock Walldürn GmbH in Höhe von EUR 62,02 Mio. und auf die Beteiligung am Reallabor Burghausen - Chemdelta Bavaria gGmbH. Die Forderungen von EUR 430,28 Mio. (31.12.2022: EUR 253,01 Mio.) bestehen hauptsächlich aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Anstieg zum Vorjahr ist i.W. durch höhere Beteiligungsergebnisse begründet als auch durch deutlich höhere Forderungen aus Cash Pooling. Die Rückstellungen sind von EUR 285,20 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 304,41 Mio. im Jahr 2023 gestiegen und enthalten i. W. Pensionsrückstellungen, wobei die Veränderung zum Vorjahr auf höhere Steuerrückstellungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten betragen EUR 408,36 Mio. (31.12.2022: EUR 402,67 Mio.) und bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert aus dem Cash Pooling. Das Eigenkapital wurde zum 31. Dezember 2023 mit EUR 316,22 Mio. ermittelt (31.12.2022: EUR 112,34 Mio.). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 betrug 30,73 % (31.12.2022: 14,04 %). Finanzielle Kennzahlen
d) Finanzlage Die OMVD finanzierte sich generell im Geschäftsjahr 2023 über das kurzfristige Cash Pooling des OMV Konzerns. Das Cash Pooling gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien, Österreich, wies einen positiven Saldo (Forderung) zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 19,78 Mio. (31.12.2022: EUR -116,81 Mio.) aus. Die Referenzwährung für das Cash Pooling war im Berichtszeitraum der Euro. Die Zinsstruktur für Konzernfinanzierungen orientiert sich an marktüblichen Referenzzinssätzen. Der Cash Flow (frei verfügbarer Cash Flow = Veränderung des Cash Pool-Bestandes) beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR +136,59 Mio. Der positive Cash Flow resultiert bei der OMVD i. W. aus dem positiven Jahresergebnis, welches in 2024 zur Dividendenzahlung verwendet wird. Im Vorjahr ist neben der Dividendenzahlung bereits eine Vorabausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 erfolgt. Als Cash-Pooling-Führerin tritt lediglich die OMVD gegenüber dem Konzern auf. Die beiden KGs finanzieren sich durch ein nationales Teilkonzern-Cash Pooling innerhalb Deutschlands. Zum 01.03.2024 hat die OMV Deutschland GmbH mit der OMV AG, Wien, eine Vereinbarung über die Ausreichung eines Darlehens in Höhe von bis zu EUR 200,00 Mio. zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Das Darlehen dient der finanziellen Abdeckung zukünftiger Investitionen. e) Leistungsindikatoren Da im OMV-Konzern internationale Rechnungslegungsgrundsätze (IFRS) führend sind, erfolgt auch die kaufmännische Steuerung der OMVD zusammen mit den operativen Beteiligungen OMVDM und OMVDO auf Basis internationaler Bilanzierungsgrundsätze (IFRS) und über eine unternehmensspezifische Profit-Center- und Kostenstellenrechnung vorrangig mit Hilfe der klassischen Leistungsindikatoren wie Fixkosten, Operating Result, sowie branchenüblich Operating Result CCS Clean. Der wichtigste Leistungsindikator für die OMVD ist - wie für eine Holdinggesellschaft typisch - der Jahresüberschuss, welcher maßgeblich durch die Erträge ihrer Beteiligungen bestimmt wird. Auf Gesellschaftsebene werden als weitere Indikatoren unter anderem Cash Flow und Net Working Capital zur Steuerung der Unternehmensziele verwendet. Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren der OMVD resultieren aus den Kernthemen der Arbeits- sowie Prozesssicherheit, die als solche in den Fokusbereichen der OMV Konzern Strategie 2023 fest verankert sind. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind für die OMVD wie für alle OMV-Konzerngesellschaften zentrale Werte. Die Integrität der Betriebsanlagen der OMV, Schadenverhütung, proaktives Risikomanagement und Umweltschutz sind entscheidend für die Verwirklichung der HSSE-Mission der OMV: "Committed to Zero Harm - Protect People, Environment and Assets". Im Jahr 2023 ereignete sich bedauerlicherweise ein Unfall mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) bei einem eingesetzten Vertragsunternehmen. Damit lag die LTIR bei 0,47 (2022: 1,46) und die Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) bei insgesamt 1,86 (2022: 4,60). Dies war dadurch bedingt, dass sich drei weitere berichtspflichtige Arbeitsunfälle bei den eingesetzten Vertragsunternehmen ereigneten. f) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Lageberichts weiterhin sehr zufriedenstellend. Mit einer Eigenkapitalquote von rund 31 % ist die Gesellschaft weiterhin stabil und robust für die Herausforderungen des Marktes aufgestellt. B. Risikomanagement Generelles Ziel der Risikopolitik des OMV Konzerns und der OMVD ist es, dass die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen, kalkulierbaren Risiken nur dann eingegangen werden, wenn ein adäquater Mehrwert geschaffen werden kann. OMV hat einen konzernweiten Risikomanagementprozess (UWRM) implementiert, dessen Hauptziel die Transparenz und Verbesserung des Risikobewusstseins sowie der Risikosteuerung ist. Unter Verwendung eines zentral gesteuerten elektronischen Risikoerfassungs- und Bewertungssystems werden konzernweit Risiken für die Gesellschaft identifiziert, bewertet, priorisiert und überwacht, sowie die möglichen Auswirkungen von Schlüsselrisiken beurteilt. Ferner erfolgt eine Dokumentation aktueller Entwicklungen und getroffener Maßnahmen hinsichtlich Risikoreduktion. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und dem Vorstand sowie dem Audit Committee präsentiert. Die OMVD steuert innerhalb des Gemeinschaftsbetriebes im Rahmen der Querschnittsfunktionen für alle Tochtergesellschaften auch die Betrachtung und das Management von Risiken. Eine zentrale Rolle spielen dabei das integrierte Management System (IMS). Integriertes Management System (IMS) Das Integrierte Management System (IMS) der OMV Deutschland (OMVD, OMVDM, OMVDO) soll die Qualität ihrer Produkte und Prozesse, die Sicherheit der Anlagen, die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie den Schutz der Umwelt gewährleisten und stetig weiter verbessern. Das Integrierte Managementsystem der OMV Deutschland ist ein Bestandteil des zentralen Integrierten Management Systems (C-IMS) von Fuels and Feedstock. Die Einhaltung der umfangreichen Rechtsvorschriften, die Entwicklung und fortlaufende Verbesserung der Organisation, sowie die übergreifende Koordination und Integration der Unternehmensstandorte, wird u.a. durch ein integriertes Managementsystem (IMS) gewährleistet, welches für die Themen Qualität (ISO 9001), Umwelt (ISO 14001 und EMAS III), Energie (ISO 50001) sowie Sicherheit (ISO 45001 und OHRIS) zertifiziert ist. Im Rahmen der internen Systemaudits wurde gemeinsam mit einem externen Auditor eine Legal- Compliance-Prüfung (Stichproben) durchgeführt. Dabei wurden im Jahr 2023 einige Empfehlungen und Hinweise zu den geprüften Normen gegeben, welche zur weiteren Verbesserung des bestehenden Managementsystems beitragen. Die jährliche Umweltbetriebsprüfung (UBP) entsprechend EMAS fand im Juni 2023 statt. Die aktualisierte Umwelterklärung wurde Anfang November 2023 veröffentlicht. B. 1 Risikobericht Genauso wie die gesamte Öl- und Gasbranche ist die OMVD über Ihre Beteiligung an den operativen Gesellschaften OMVDM und OMVDO einer Reihe von Risiken ausgesetzt, wie beispielsweise Markt- und finanziellen Risiken sowie operativen Risiken. Markt- und finanzielle Risiken entstehen durch die Volatilität der Preise für Rohstoffe, Wechselkurse und Zinssätze. Kreditrisiken, werden durch das Unvermögen von Vertragspartnern, einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen, ausgelöst und sind ebenfalls von Bedeutung. Operative Risiken beinhalten vor allem mit Anlagen verbundene Risiken (u.a. Auswirkungen auf die technische Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Auslastung der Anlagen), Health, Safety, Security & Environment (HSSE)-, regulatorische bzw. Compliance- oder Projektrisiken. Im Folgenden ist in Klammern der Zeitraum angegeben, in welchem sich die beschriebenen Chancen und Risiken einstellen könnten. Die Risiken werden in der Reihenfolge nach ihrer Bedeutsamkeit für das Unternehmen dargestellt. Markt- und Preisrisiken Die Absatz- und Produktionsrisiken durch den Ukrainekonflikt haben sich reduziert. Die Gesellschaft analysiert und bewertet nichtsdestotrotz kontinuierlich die entsprechenden Entwicklungen und hat bereits entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Langfristig drohende Nachfragerückgänge aus dem gesellschaftlichen Ziel der Klimaneutralität begegnet das Unternehmen durch die Konzernstrategie im Bereich petrochemische Integration und Verlängerung der Wertschöpfungskette in den Bereich Chemie hinein. Im Downstream-Geschäft ist die OMVD mittelbar über ihre Beteiligungsgesellschaften volatilen Raffineriemargen und Erdgaspreisen sowie Preisrisiken bei Lagerbeständen ausgesetzt (< 1 Jahr). Risiken im Energiesektor Steigende Energiekosten bzw. die steigenden administrativen Anforderungen in diesem Bereich stellen für die Gesellschaft eine Herausforderung dar, da die Energiekosten einen Wettbewerbsnachteil im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz bedeuten (< 1 Jahr). Die Gesellschaft analysiert und bewertet kontinuierlich die entsprechenden Entwicklungen und leitet entsprechende Maßnahmen daraus ab, um diesem Risiko angemessen begegnen zu können. Rechtliche Risiken Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 stellt eine weitere Herausforderung für die Gesellschaft dar (> 1 Jahr). Die Gesellschaft beobachtet die Entwicklung der Bestimmungen zu Klimawandel und Dekarbonisierung sehr genau und adaptiert laufend entsprechende Prozesse um die sich ändernden gesetzlichen Anforderungen des Brennstoffemmissionshandelsgesetzes (BEHG) zu erfüllen. Finanzielle Risiken / Kreditrisiken Signifikante Zahlungsausfälle von Großkunden, z.B. bei länger andauernder Konjunkturschwäche, Sanktionsmaßnahmen im Rahmen des Ukraine-Konfliktes oder Marktversagen stellen ebenfalls ein Risiko dar (<= 1 Jahr). Das Kreditrisiko der Hauptkontrahentinnen und Hauptkontrahenten wird auf Konzern- und Gesellschaftsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartnerinnen bzw. Geschäftspartner und Sicherheitengeberinnen bzw. Sicherheitengeber überwacht und gesteuert. Gesamtrisikoeinschätzung Aus Sicht der Geschäftsführung der OMVD sind auf Basis der aktuellen Bewertungen keine der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend. Darüber hinaus konnten keine Interdependenzen erkannt werden, die sich zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens aufbauen könnten. Bezogen auf die Geschäftstätigkeit sieht die Geschäftsführung keine wesentliche Veränderung der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr. B. 2 Chancenbericht Die Entwicklung und der Unternehmenserfolg der OMVD hängen stark von dem sich verändernden Markt für Mineralölprodukte, den regulatorischen Rahmenbedingungen insbesondere in Deutschland und der Konzernstrategie ab. Die OMV AG hat sich im Rahmen der Konzernstrategie 2030 vorgenommen, Antworten auf eine sich verändernde Welt und auf die Herausforderungen des Klimawandels zu geben. Bis spätestens 2050 hat sie sich verpflichtet, klimaneutral zu sein. Das bedeutet den wahrscheinlich grundlegendsten strategischen Wandel in der Geschichte des Unternehmens. Die OMVD wird sich gemäß der OMV Konzernstrategie zu einem integrierten Anbieter von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Werkstoffen mit einem starken Fokus auf Lösungen für die Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln. Die OMVD sieht folgende Chancen, um auch künftig ein attraktiver und wirtschaftlich starker Standort zu bleiben:
In Summe wurden in 2022 über EUR 100 Mio. für Überprüfung, Wartung, Instandsetzung und neue TÜV-Genehmigung für den weiteren sicheren und umweltfreundlichen Betrieb der Anlagen sowie neuer Anlagen und Anlagenteile ausgegeben. Der Fokus liegt dabei auf der Nachhaltigkeit in der Produktion. Mit der Erweiterung der Ethylen-Anlage und der Propylen-Produktion wurden Kapazitäten ausgebaut sowie Energieeffizienz und CO 2 -Einsparung nochmals gesteigert. Die Transformation des Standorts wird als Grundlage für die Energiewende und nachhaltiges Wachstum konsequent vorangetrieben. Nachhaltig produzierte Kraftstoffe für die Luftfahrt, sogenannte Sustainable Aviation Fuels, kurz SAF, bilden zukünftig die Grundlage für eine weitgehend treibhausgasneutrale Luftfahrt und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Aktuell engagiert sich die OMVD in den zwei Projekten, CleanTech in der Luftfahrt und Methanol-to-SAF. Weitere Chancen ergeben sich durch folgende Maßnahmen parallel zur Konzernstrategie:
Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt) Der OMV Konzern hat sich im Bereich des Umweltschutzes als Ziel gesetzt, seinen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen des Klimawandels zu leisten. Er hat sich auf den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen für Kraftstoffe, Chemikalien und Werkstoffe mit klarem Fokus auf Lösungen für die Kreislaufwirtschaft gemacht, welcher einem grundlegenden Wandel in der Strategie des Unternehmens folgt. Auf dieser Transformation liegt der Schwerpunkt der OMV Konzern Strategie 2030. Die Umstellung der Wertschöpfungskette von einem linearen auf ein zirkuläres Modell wird eine der Prioritäten sein, um die OMV zu einem nachhaltigen Unternehmen zu machen. Mit dem Narrativ "Burghausen auf der Reise" wird die Transformationsreise des Standorts Burghausen in eine nachhaltige und klimaneutrale Zukunft kommunikativ begleitet und reflektiert. Wesentliche Kernthemen bei der OMVD und ihren Tochterunternehmen sind die Bereiche der Arbeitssicherheit und der Anlagensicherheit, die als solche in den Fokusbereichen der OMV Konzern Strategie 2030 fest verankert sind. Hinsichtlich des Normungsstandards für das angewandte Arbeitsschutzmanagementsystem wurde im Jahr 2023 erneut das bayrische OHRIS, welches auch soziale Arbeitsschutzaspekte berücksichtigt, erfolgreich zertifiziert. Bei der regelmäßigen behördlichen Inspektion nach Störfallverordnung in der Raffinerie Burghausen und im Tanklager Feldkirchen wurden keine störfallrelevanten Mängel festgestellt. Umweltschutz betrachtet die OMVD als integralen Bestandteil der Unternehmenspolitik. Dieser ist ebenfalls als Fokusbereich in der bereits genannten OMV Konzern Strategie 2030 verankert und wird u. a. durch Realisierung von Energieeinsparmaßnahmen und von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zum Ausdruck gebracht. Die OMVD unterliegt gemeinsam mit ihren operativen Beteiligungsunternehmen bei ihrer Geschäftstätigkeit Umweltschutzgesetzen und -vorschriften. Für das Betreiben der Produktionsanlagen benötigt die Gesellschaft Genehmigungen und Emissionsrechte u.a. nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BlmSchG), Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG), Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) und dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG). Zur Abwicklung von Genehmigungsverfahren für neue Projekte oder Änderungen von Anlagen wird seit vielen Jahren erfolgreich ein Konzessionierungsmanagement benutzt. Ein Anlagen- Dokumentationssystem stellt sicher, dass Auflagen und Nachweise lückenlos dokumentiert und erfüllt werden. Ein umfassendes, integriertes Managementsystem (IMS) unterstützt die Gesellschaft, neben der Qualität der Produkte und Prozesse auch die Sicherheit der Anlagen, die Gesundheit der Mitarbeiter und den Schutz der Umwelt zu gewährleisten und stetig zu verbessern. Die EMAS Re-Zertifizierung nach § 32 des Umweltauditgesetzes wurde im Oktober 2023 erfolgreich durchgeführt. C. Ausblick Marktumfeld Die OMV Deutschland GmbH erwartet für das Jahr 2024 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von 80 USD/bbl (2023: 82 USD/bbl). Der durchschnittliche Wechselkurs wird nach Erwartungen der Gesellschaft für das Jahr 2024 mit 1,10 USD/EUR gesehen. Es wird eine Raffineriemarge erwartet, die in etwa 39 % unter dem Vorjahr liegt. Trotz dieses starken Rückgangs werden die Raffineriemargen damit auf einem moderaten Niveau verbleiben. Es werden Petrochemie-Margen für Ethylen von 490 EUR/t (2023: 508 EUR/t) und für Propylen von 370 EUR/t (2023: 390 EUR/t) erwartet. Die Prognosen in Bezug auf das Marktumfeld stellen konzerneinheitliche Planungsparameter dar und wirken im Wesentlichen auf die Ergebnisse der Tochtergesellschaften, und damit auf das Beteiligungsergebnis der OMVD. OMV beobachtet aufmerksam geopolitische Entwicklungen, insbesondere den anhaltenden russischen Krieg gegen die Ukraine sowie die politischen Unruhen im Nahen Osten. Das Unternehmen überprüft regelmäßig die Auswirkungen möglicher weiterer Eskalationen auf seine Geschäftstätigkeit. Anhaltende und/oder verstärkte Störungen der russischen Rohstoffströme nach Europa könnten zu einem weiteren Anstieg der europäischen Energiepreise führen. Bedingt durch die vorgenannte geopolitische Situation bestehen im Hinblick auf die oben genannten Annahmen, sowohl für das Marktumfeld und die generelle konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und Europa, anhaltend nicht quantifizierbare Unwägbarkeiten. Bestandsgefährdende Risiken für die OMVD werden nicht gesehen. Operatives Geschäft und Sondereffekte Auf Basis der Planannahmen des OMV Konzerns (Marktumfeld) wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 ein positiver Jahresüberschuss erwartet. Unter Berücksichtigung der oben genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wird der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2024 etwa zwischen EUR 60,00 Mio. und EUR 90,00 Mio. erwartet. Prozesssicherheit und Kontraktorenmanagement werden auch 2024 oberste Priorität haben. Ebenso werden die Anstrengungen zur Verbesserung der Sicherheitsleistung fortgesetzt. Die Ziele im Jahr 2024 im Bereich HSSE lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Burghausen, den 20. März 2024 Dr. Stefan Hölbfer Abkürzungen und Definitionen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OMV Deutschland GmbH, Burghausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OMV Deutschland GmbH, Burghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OMV Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den J ahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 9. August 2024 KPMG
AG
Servos, Wirtschaftsprüfer Kavun, Wirtschaftsprüferin GesellschafterbeschlussDie OMV Aktiengesellschaft und die OMV Downstream GmbH fassen in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter der OMV Deutschland GmbH unter Verzicht auf sämtliche Formen und Fristen der Ladung hiermit folgende Gesellschafterbeschlüsse:
Wien, den OMV Aktiengesellschaft Dr. Oliver W. Dillenz, MBA, geb. 16.12.1970, 14.08.2024 Ing. Mag. rer. soc. eoc. Christian Grubl, 19.08.2024 beide Prokuristen der OMV AG OMV Downstream GmbH ppa Katharina Binder-Pöchacker, 14.08.2024 ppa Michael Sattler, 14.08.2024 beide Prokuristen der OMV Downstream GmbH |
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