Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 6992
Vorher
Pharmaserv GmbH
Eingetragen
14.9.2017
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: Die Energieversorgung für den Standort Behringwerke, das Erzeugen und Verteilen von Energien, das Betreiben und Unterhalten von Energie- und Entsorgungseinrichtungen, die Herstellung von technischen Produkten (Maschinen und Anlagen), das Vorhalten und Betreiben einer flächendeckenden Standortinfrastruktur, das Betreiben eines Immobilien- und Grundstücksmanagements, die Vermietung von Gewerbeflächen, die Erbringung von Kommunikationsdienstleistungen, Umweltschutzdienstleistungen und Gesundheitsdienstleistungen sowie die Herstellung und der Vertrieb von Kommunikationstechnik sowie die Erbringung von Logistikdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Bernshausen
seit 4.1.2024
Prokura
Prokura
Prokura
Jens Colloseus
seit 30.5.2023
Prokura
Markus Sauerbier
seit 30.5.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Infrareal Holding GmbH & Co. KG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pharmaserv GmbH

Marburg

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Pharmaserv GmbH

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Pharmaserv GmbH betreibt den Standort Behringwerke in Marburg. Der Standort Behringwerke ist ein gemischt genutzter Industriepark mit überwiegend pharmazeutischer und biotechnologischer Ausrichtung. Als Standortbetreiber bietet die Pharmaserv GmbH Leistungen aus den Bereichen Facility Management, Ver- und Entsorgung, Sprach- und Datenkommunikation, Infrastrukturelle Services, Logistik und Technische Services an. Neben dem Marburger Standort bestehen Niederlassungen in Frankfurt am Main, Köln, Groß-Gerau, Gießen-Lützellinden sowie seit 2023 in Jena. Aus diesen Niederlassungen heraus werden technische und logistische Services für unsere überwiegend pharmazeutischen Kunden angeboten.

Die Grundstruktur der Pharmaserv GmbH wird geprägt durch die drei Geschäftsbereiche Standortmanagement, bestehend aus den Teilbereichen Utilities, Facilities, Site Services und IT-Solutions, sowie die Bereiche Technik und Logistik, die gemeinsam den integralen Betrieb des Standortes sicherstellen. Wesentliche kaufmännische Dienstleistungen werden als „shared services“ von der Infrareal Holding GmbH & Co. KG bezogen. Im Jahr 2023 wurden dazu weitere Betriebsteile wie die Group IT (01.01.2023) und das Qualitätsmanagement (01.05.2023) von der Pharmaserv GmbH in die Infrareal Holding GmbH & Co. KG übertragen.

Die Pharmaserv GmbH ist, durch den im November 2021 vollzogenen Eigentümerwechsel am Mutterunternehmen Infrareal GmbH, Teil des neuen Konzernverbundes auf Ebene der Infrareal Holding GmbH & Co. KG. Neue Eigentümer der Infrareal-Gruppe sind die übergeordneten Gesellschafter Swiss Life Asset Management AG (55%) und Gelsenwasser AG (45%) mit mittelbar 100% der Geschäftsanteile an der Pharmaserv GmbH.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland hat sich auch im Jahr 2023 weiter fortgesetzt. Das Statistische Bundesamt bilanziert für das Gesamtjahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3%. Immer noch wirkt laut Bundes-Wirtschaftsministerium die Inflation infolge gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise nach. Auch die geopolitischen Krisen (Ukraine, Israel) belasten die Entwicklung der Weltwirtschaft, Kaufkraftverluste und Unsicherheiten belasten den privaten Konsum und gestiegene Zinsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Die Bauinvestitionen sind im Jahr 2023 in Deutschland um 2% zurückgegangen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust, die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse konnte um 0,7% auf einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen zulegen.

Für die chemisch-pharmazeutische Industrie zeigte sich in Europa und Deutschland im abgelaufenen Jahr laut Chemieverband VCI ein zweigeteiltes Bild: Während die Produktion von Chemikalien in Westeuropa zwischen Januar und November um 8,2% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, legte die Produktion von Arzneimitteln um 4,1% zu. Doch den jüngsten Zahlen zufolge ging die Pharmaproduktion im November im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurück (- 6,2%). Die Gründe für die Entwicklung der Chemieproduktion liegen laut VCI in gestiegenen Produktionskosten und einer schwachen Nachfrage aus den Kundenindustrien.

Noch deutlich negativer zeigt sich die Situation in Deutschland. Hier bilanziert der Chemieverband für das Jahr 2023 eine um 11% gesunkene Chemieproduktion und 3% weniger Pharmazeutika als im Vorjahr.

Standortspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war für die Pharmaserv GmbH gleichermaßen von Herausforderungen und Chancen sowie einer ganzen Reihe strategischer Entscheidungen geprägt. So hat die Geschäftsführung im Mai in der Gesellschafterversammlung ihren Strategieplan vorgestellt, der auch einen Standortentwicklungsplan für die nächsten rund zwanzig Jahre beinhaltet. Der Standortentwicklungsplan sieht sowohl eine Bereinigung der bestehenden Flächen und Gebäude sowie eine Erweiterung über die heutigen Flächengrenzen hinaus vor. Insgesamt umfasst der Plan Investitionen von rund € 500 Mio.

Im Rahmen eines Transformationskonzepts wurde eine Dekarbonisierungs-Roadmap für den Standort Behringwerke entwickelt und bei der BAFA zur Förderung eingereicht. Das Konzept beschreibt mögliche Maßnahmen auf dem Weg zur CO2 freien Energieversorgung des Standorts. Der Fokus liegt hierbei auf der Dampferzeugung, welche zu rund 95% für die CO2 Emissionen am Standort verantwortlich ist. Für das notwendige Monitoring wird die Infrareal-Gruppe bis Ende 2025 ein ESG-Reporting nach CSRD und EU-Taxonomie aufbauen.

Geschäftsverlauf

Mit einem Umsatz von € 161,4 Mio. wurde das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023 übertroffen. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit wurde durch außerplanmäßige Abschreibungen belastet.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Neustart des ERP-Projektes im Geschäftsjahr 2023 sowie der strategischen Neuausrichtung des Werksteils Berghof belasteten das Ergebnis mit € 5,0 Mio. Bereinigt um diese Effekte beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2023 als positiv. Wesentliche Projekte und Sondereinflüsse des Berichtsjahres werden nachfolgend dargestellt.

Standort Marburg

Bedeutsame Entwicklungskonzepte am Standort Marburg waren im abgelaufenen Geschäftsjahr der Neubau und die Vermarktung eines neuen Produktions-/Laborgebäudes, die Konzeption eines neuen Office-Buildings für verschiedene Standortkunden sowie die Fortführung der Planungen für den Werksteil Berghof.

Für das mit der Erschließungsplanung bereits im Jahr 2022 begonnene Parkhausprojekt im Werksteil Görzhausen wurden erste wichtige Meilensteine erreicht. Mit einem großen Standortkunden konnte bereits ein Vertrag über die Anmietung von etwa 40% der Gesamtparkfläche im neuen Parkhaus geschlossen werden. Verträge mit weiteren Kunden sind endverhandelt bzw. in Anbahnung. Die Baugenehmigung für das neue Parkhaus wurde im dritten Quartal 2023 erteilt, bereits im August erfolgte der Spatenstich. Auf dem Geländeteil SEG II wurden in diesem Zusammenhang neue Interims-Parkflächen fertig gestellt, die in den kommenden zwei Jahren bis zur Fertigstellung des Parkhauses als Ausweichflächen dienen sollen.

Das Nutzungskonzept für das „Berghofareal“ sowie für weitere relevante Areale im Hauptwerk und in Görzhausen wurde hinsichtlich einer künftigen Gesamtnutzung der Flächen erstmals mit Kunden besprochen. Hieraus konkretisierten sich interessante Projektinitiativen.

Bauprojekte

Neben dem Beginn des Parkhausbaus wurden im Jahr 2023 weitere Bauprojekte realisiert. Das neue Chemikalienlager H039, das speziell für die Produktionsversorgung eines Standortkunden im Hauptwerk gebaut wurde, konnte im Dezember 2023 an den Kunden übergeben werden.

Ebenfalls im Dezember wurde die neue zentrale Feuerwache L200 für den Standort Behringwerke bezogen. Dort befinden sich neben 10 Feuerwehrfahrzeugstellplätzen moderne Umkleide-, Sanitär- und Trainingsbereiche für die Einsatzkräfte. Zusätzlich sind dort Werkstätten, Büroflächen und die Sicherheitszentrale eingerichtet. Das Gebäude wurde mit einer PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 66,83 kWp und einem Batteriespeicher von 22,1 kWh ausgestattet und verfügt über eine Sole-Wasser Wärmepumpe. Dabei wird die thermische Energie aus dem Erdreich zum Heizen und Kühlen des Gebäudes genutzt.

Wasser- und Energieversorgung

Ebenfalls im Jahr 2023 wurde die Wärme- und Kälteversorgung des neuen CSL-Laborgebäudes M600 in Betrieb genommen. Dabei kommt einer der größten Eisspeicher Deutschlands zum Einsatz. Der Eisspeicher ist eine umweltfreundliche Lösung zur Speicherung von Energie über einen längeren Zeitraum und trägt zu einer Reduzierung unserer CO2 -Emmissionen bei.

Im neuen Pharma-Logistikzentrum Gießen-Lützellinden wird die vorhandene Gastherme auf eine Wärmepumpe umgerüstet. Diese soll u.a. mit grünem Strom aus der eigenen PV-Anlage betrieben werden.

Flächenbereitstellung

Im Bereich der Flächenbereitstellung mussten im Jahr 2023 einige Flächenrückgaben, bedingt durch kundenseitige Konsolidierungen und Verzögerungen bei der Neuvermietung, verzeichnet werden. Die Objektbetreuung im Geschäftsbereich Standortmanagement wurde neu strukturiert, um eine höhere Kundenorientierung zu erreichen. Zudem wurden verschiedene Standortentwicklungs-Initiativen begleitet: Gespräche mit Kunden über ein neues Innovation-HUB und einen möglichen Büroneubau im Werksteil Görzhausen. Die Umorganisation des Bereichs und eine Prozessoptimierung konnten termingerecht abgeschlossen und die relevanten Besetzungen durchgeführt werden.

Logistik

Am 23. Mai 2023 wurde das neue Lager in Gießen-Lützellinden eröffnet. Mit einer Lagerkapazität von rd. 12.000 Palettenplätzen in drei unterschiedlichen Temperaturzonen ist das Lager Grundlage für weiteres Wachstum in der Produktionslogistik. Darüber hinaus wird das Lager zukünftig für die Lagerung und Abwicklung der Handelswaren genutzt. Seit August sind alle Handelswaren aus Marburg nach Gießen-Lützellinden transferiert worden. Dadurch konnten zusätzliche Lagerkapazitäten in den Lagerbereichen M486 und M482 für unsere Standortkunden im Werksteil Görzhausen geschaffen werden. Zudem ist es gelungen, den Bürotrakt in Gießen-Lützellinden unterzuvermieten. Fresenius Medical Care konnte als Neukunde für das Lager Lützellinden gewonnen werden.

Aktuell wird ein weiteres Logistikzentrum in Düsseldorf mit dem Ankerkunden WuXi Biologics projektiert. Mit diesem Schritt erfolgt die Erschließung weiterer Wachstumspotentiale insbesondere in der Produktionsversorgung für die Herstellung von temperatursensiblen pharmazeutischen Produkten und deren Distribution in Nordrhein-Westfalen. Eine passende Immobilie wurde gefunden und mit dem Bau bereits begonnen.

Zunehmende Abfüllaktivitäten unserer Kunden bei Lohnherstellern (CMOs) führten zu wachsenden Umsätzen im EU-Trucking am externen Markt.

Nach einer Ausschreibung für Produkttransporte von und zu Flughäfen durch einen Standortkunden verlor Pharmaserv im 4. Quartal Teile des bisherigen Transportgeschäfts (EU-Trucking). Damit einhergehende Umsatzeinbußen in 2023 konnten jedoch durch ein insgesamt höheres Transportvolumen kompensiert werden.

Ab Mitte September übernahm Pharmaserv Logistics für CSL Behring den logistischen Außensupport der Produktionsgebäude M245 bis M300. Hierbei wird in Früh- / Spät- und Wochenend-Schichten u.a. die Ver- und Entsorgung bezüglich der Produktionsschleusen an den unterschiedlichen Gebäuden, Behälterreinigungen und Tankwagenanlieferungen durch Pharmaserv sichergestellt.

Technik

Im Geschäftsbereich Technik stand die Weiterentwicklung der Niederlassung Köln mit den Kunden WuXi Biologics und Bayer im Vordergrund. Auch die Technik-Niederlassung in Frankfurt entwickelte sich mit unseren Kunden der Pharmaindustrie positiv. Darüber hinaus wurde in Jena eine dritte Niederlassung in den Geschäftsräumen der Pharmapark Jena GmbH eröffnet.

Vertrieblich konzentrierte sich der Bereich auf den Kunden BioNTech in Mainz und Idar-Oberstein, mit dem Ziel Umsätze zu generieren und Synergien mit BioNTech Marburg herzustellen. Weiteres Wachstumspotenzial bieten die in Marburg ansässigen Standortkunden.

Der dazu notwendige Personalaufbau konnte erfolgreich gestaltet werden, bleibt jedoch hinter den Planungen zurück und damit eine wesentliche Aufgabe zur Schaffung weiterer Kapazitäten und Generierung von Kundenumsätzen.

Am 01.05.2023 wurde die Organisationseinheit Industrial IT (IIT) aus dem Geschäftsbereich SOM vollständig in die Technik transferiert. Hierdurch wird das bestehende Produktportfolio der Technik erweitert und ausgebaut.

Qualitätsmanagement

Unsere Aufgaben im Standortbetrieb der Pharmaserv sowie unsere Dienstleistungen im infrastrukturellen und technischen Service und in der Pharma-/Biotech-Logistik müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen und den pharmazeutischen Regularien (GxP-Guidelines) entsprechen.

Für den Industriestandard (nach ISO) konnten Ende Januar 2024 die Zertifikate der Pharmaserv GmbH nach allen einschlägigen Normen in einem Überwachungsaudit für ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 durch den TÜV Rheinland Cert ohne Haupt- oder Nebenabweichungen bestätigt werden. Auch die Pharma- bzw. Biotech-Standards gemäß EU-GMP/GDP, US-CFR, AMWHV und AMG sowie die Konformitätszertifikate gemäß cGMP/cGDP wurden attestiert. Dies gilt ebenfalls für die Herstellungserlaubnis, die Großhandelserlaubnis und die Marketingimportlizenz nach AMG.

Im Rahmen zahlreicher Behördeninspektionen und Kundenaudits in allen Geschäftsbereichen der Pharmaserv GmbH wurde der regelkonforme und angemessene Qualitäts- und operative Status ohne kritische oder schwerwiegende Abweichungen bestätigt und anerkannt.

IT

Im Jahr 2023 lag der Fokus auf der Erstellung einer neuen IT-Strategie, der Beschleunigung der Digitalisierung und der Modernisierung der vorhandenen IT-Infrastruktur. Der Ausbau von Schutzmaßnahmen im Bereich der IT-Security wurde konsequent fortgesetzt. Bestehende Lösungen wurden überprüft und teilweise angepasst, neue Lösungen implementiert sowie die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden fortgeführt.

Personal und Soziales

Im Zuge der strategischen Zielausrichtung der Infrareal Gruppe gingen im Verlauf des Jahres 30 Mitarbeiter aus den Bereichen Assistance Office, Group-IT, Marketing & Communications sowie Quality-, EHS- & OHS-Operations von der Pharmaserv GmbH in die Infrareal Holding GmbH & Co. KG über.

Aufgrund des weiterhin hohen Personalbedarfs wurde die Zahl der MitarbeiterInnen in der Pharmaserv GmbH durch Neueinstellungen gegenüber Vorjahr gesteigert und liegt zum Ende des Jahres bei 637 Personen. Der Mitarbeiterzuwachs erfolgte insbesondere in den Geschäftsbereichen Logistik und Technik. Der Geschäftsbereich Logistik nahm 2023 ein neues Lager in Lützellinden in Betrieb und baute ein Team für den Support der Produktionslogistik eines Kunden auf. Im Geschäftsbereich Technik erfolgte ein Aufbau sowohl am Standort Behringwerke in Marburg als auch in den Niederlassungen Frankfurt und Köln. Der weitere Personalaufbau einer neuen Niederlassung in Jena wurde für 2024 vorbereitet.

In allen Geschäftsbereichen wurden aufgrund organisatorischer Änderungen im Zusammenhang mit der strategischen Zielausrichtung die Leitungsfunktionen neu besetzt. Dies war teilweise verbunden mit Organisationsänderungen, welche weitere Vakanzen von Führungspositionen zur Folge hatte. Hiervon war insbesondere der Geschäftsbereich Standortmanagement betroffen, der im Rahmen eines strategischen Projekts auf die bestehenden und zukünftigen Anforderungen ausgerichtet wurde. Die Besetzung konnte in allen Fällen bereits 2023 realisiert oder vertraglich für Anfang 2024 sichergestellt werden.

Mit neuen Kommunikationsformaten erfolgte die direkte Informationsweitergabe durch die Geschäftsführung in einer deutlich erhöhten Frequenz und neuen Qualität. Weiterhin wurden neue Kollaborationsformate mit den Führungskräften etabliert, die eine positive Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur zum Ziel haben. Die Attraktivität der Arbeitgebermarke Pharmaserv GmbH wurde 2023 erneut durch Auszeichnungen, u.a. von kununu.com, bestätigt.

Frauenanteil in den oberen Führungsebenen

Die Gesellschafter der Infrareal Gruppe haben im Mai 2022 eine Zielquote von 30 % für den Frauenanteil in der Geschäftsführung mit einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. Gleichlautend hat die Geschäftsführung der Pharmaserv GmbH ebenfalls im Mai 2022 Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von jeweils 30 % mit einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. In diesen beiden Führungsebenen der Pharmaserv GmbH lag der Frauenanteil Ende 2023 bei 20 %. In der Nachfolgeplanung bis zum Zieltermin Juni 2027 wird die Erreichung einer 30 %-Quote bei Pharmaserv GmbH Berücksichtigung finden.

Die Pharmaserv GmbH ist ein sehr technisch geprägtes Unternehmen. Der Anteil von Frauen in MINT-Berufen liegt seit Jahren bei ca. 15 % und erhöht sich nur sehr langsam. Den größten Anteil haben Frauen im naturwissenschaftlichen Bereich (Chemie, Biologie, Physik, meist im Laborumfeld), in dem es bei Pharmaserv GmbH nahezu keine Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Auch wurden die kaufmännischen Zentralfunktionen in die Muttergesellschaft Infrareal Holding GmbH & Co. KG verlegt, sodass die Pharmaserv GmbH primär im Logistik-, Technik- und Standortmanagement einstellt. Frauen werden bei vergleichbarer Eignung - von der Ausbildungsstelle bis in unsere Führungsebenen - stets bevorzugt eingestellt, um den Frauenanteil zu erhöhen. Häufig fehlt es jedoch gerade im technischen Bereich an weiblichen Bewerbern. Der Gesamt-Anteil weiblicher Bewerber lag in den letzten 3 Jahren durchschnittlich bei ca. 20 %. Um diesen Anteil zu steigern, legen wir Wert darauf, möglichst auch weibliche Mitarbeiter in unseren Stellenanzeigen anzusprechen. Auch leben und bewerben wir Familienfreundlichkeit durch individuelle und flexible Arbeitszeitmodelle sowie Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Die Entwicklung in Führungsrollen erfolgt häufig über interne Entwicklungspfade. Auch hier gehen wir aktiv auf weibliche Potenzialträger zu und ermutigen sie zur Weiterbildung und der Übernahme von mehr Verantwortung. Dennoch sind Frauen auf unseren Führungsebenen noch immer unterrepräsentiert. Mit den genannten Maßnahmen arbeiten wir weiter daran, diesen Anteil zu erhöhen.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Pharmaserv steuert ihr Geschäft mit den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Investitionen, Eigenkapitalquote, Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, EBITDA und Ergebnis der Geschäftstätigkeit.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 liegt mit € 240,8 Mio. deutlich über Vorjahr (€ 210,2 Mio.). Wesentlicher Treiber bleibt hierbei das Anlagevermögen mit einem Anstieg auf € 170,8 Mio. (+ € 15,7 Mio.), wobei Anlagenzugängen aus Investitionen in Höhe von € 32,7 Mio. planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. € 16,9 Mio. gegenüberstanden. Außerplanmäßige Abschreibungen entfielen mit € 0,3 Mio. auf das ERP-Projekt (bis 2022) sowie einige ältere Bestandsgebäude im Zusammenhang mit dem geplanten Standortentwicklungskonzept für den Werksteil Berghof (€ 4,7 Mio.). Wesentlich bedingt durch die Ausgabe eines Darlehens an die Infrareal Holding GmbH & Co. KG i.H.v. € 5,5 Mio. stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 7,6 Mio. auf nun € 13,0 Mio. an.

Aufgrund einer wesentlichen Verminderung der Sicherheitsbevorratung an Heizöl sowie der Schlussfakturierung von Aufträgen im Bereich der Technik konnte das Vorratsvermögen um € 1,7 Mio. auf nun € 4,0 Mio. reduziert werden. Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag mit € 27,6 Mio. (Vorjahr € 20,6 Mio.), was überwiegend auf die nochmals deutlich gestiegenen Umsätze, insbesondere im letzten Quartal 2023, zurückzuführen ist.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 16,6 % (Prognose: 15,0 %).

Die Rückstellungen i.H.v. € 29,1 Mio. liegen leicht über Vorjahresniveau (€ 26,3 Mio.) und enthalten als größte Posten die Pensionsrückstellungen (€ 16,6 Mio.), weitere mitarbeiterbezogene Rückstellungen (€ 5,5 Mio.) sowie Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (€ 7,1 Mio.).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit € 10,8 Mio. über Vorjahresniveau (€ 8,0 Mio.) und betreffen maßgeblich Energierechnungen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von € 7,4 Mio. auf jetzt € 2,3 Mio. ist substanziell auf die Zahlung eines Grunderwerbsteuerbescheides zurückzuführen.

Weiterhin stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf € 138,0 Mio. (Vorjahr € 108,8 Mio.). Dies resultiert aus der bereits im November 2021 geänderten Finanzierungsstruktur für Investitionen durch konzerninterne Darlehen sowie aus der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Dagegen erhöhten sich die passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorwiegend aufgrund erhaltener Baukostenzuschüsse unserer Kunden am Standort Marburg auf € 20,0 Mio. (Vorjahr € 18,1 Mio.).

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei € 27,4 Mio. (Vorjahr € 21,8 Mio.). Die Abweichung zum Prognosewert i.H.v. € 26,8 Mio. resultierte maßgeblich aus der deutlich positiven Ergebnisabweichung sowie gegenläufig aus der ursprünglich bereits für das Vorjahr geplanten Zahlung der Grunderwerbsteuer sowie dem deutlichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit entfällt mit € 30,9 Mio. (Vorjahr € 28,3 Mio.) nahezu ausschließlich auf Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, größte Einzelprojekte waren dabei am Standort Marburg das Parkhaus sowie die neue Feuerwache L200.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. € 3,1 Mio. resultiert mit € 26,2 Mio. aus konzernintern erhaltenen Darlehen der Porto Parent GmbH. Gegenläufig wurden Intercompanydarlehen i.H.v. € 8,5 Mio. gewährt sowie der Ergebnisabführungsvertrag des Jahres 2022 an die Infrareal GmbH gezahlt. Die Nettokreditaufnahme für 2023 liegt bei € 23,3 Mio.

Unter Berücksichtigung erhaltener Baukostenzuschüsse für laufende Investitionsprojekte i.H.v. € 1,4 Mio. stieg der Finanzmittelbestand von € 24,6 Mio. am 31.12.2022 auf € 25,7 Mio. per 31.12.2023 an. Der Finanzmittelbestand setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten von € 20,9 Mio. sowie den Forderungen aus dem InhouseCash in Höhe von € 4,8 Mio. zusammen. Die Liquidität war im Berichtsjahr zu jeder Zeit sichergestellt. Zum Bilanzstichtag betragen die Investitionsverpflichtungen aus bereits begonnenen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen € 23,0 Mio. und betreffen maßgeblich die Energieversorgung M640 sowie das Parkhaus M560. Es besteht eine freie Kreditlinie i.H.v. € 1,2 Mio.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr belaufen sich auf € 161,4 Mio. (Vorjahr € 142,6 Mio.) und entfallen maßgeblich auf die Bereiche Standortmanagement (€ 102,7 Mio., Vorjahr € 84,8 Mio.), Logistik (€ 34,5 Mio., Vorjahr € 32,6 Mio.) und Technik (€ 22,1 Mio., Vorjahr € 20,0 Mio.). Haupttreiber für den Umsatzanstieg war das positive Versorgungsgeschäft, auf das sich sowohl die Energiepreise als auch deutlich gestiegene Absatzmengen positiv auswirkten. Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) beträgt € 162,4 Mio. (Vorjahr € 144,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. € 1,4 Mio. enthalten mit € 0,4 Mio. als größten Posten die Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen.

Der Materialaufwand, bestehend aus den Energiebezügen, dem Verbrauch von Packmitteln und Handelswaren sowie Materialien und bezogenen Leistungen für Kundenaufträge, liegt im Berichtszeitraum bei € 54,1 Mio. (Vorjahr € 50,8 Mio.). Der leichte Rückgang der Materialaufwandsquote resultierte dabei i.W. aus der positiven Geschäftsentwicklung im Bereich Utilities.

Der Personalaufwand mit einer Höhe von € 45,8 Mio. (Vorjahr € 47,1 Mio.) umfasst neben den Gehältern und darauf entfallende Sozialversicherungsbeiträge auch Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Der absolute Rückgang ist insbesondere auf die Betriebsübergänge der Group IT und des Qualitätsmanagements in die Infrareal Holding GmbH & Co. KG zurückzuführen. Der gegenläufige Anstieg begründet sich neben den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen hauptsächlich aus der Tarifentwicklung und dem weiteren Personalaufbau.

Die Abschreibungen erhöhten sich von € 10,7 Mio. im Geschäftsjahr 2022 auf nun € 16,9 Mio. und enthalten mit € 11,9 Mio. planmäßige Abschreibungen auf den Anlagenbestand. Weiterhin enthaltene außerplanmäßige Abschreibungen entfielen mit € 0,3 Mio. auf die Anlagen im Bau (ERP-Projekt bis 2022) sowie auf einige ältere Bestandsgebäude im Zusammenhang mit dem geplanten Standortentwicklungskonzept für den Werksteil Berghof i.H.v. € 4,7 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 25,6 Mio. um € 4,1 Mio. über Vorjahr, was ausschlaggebend auf die erhöhte Dienstleistungsumlage der Infrareal Holding GmbH & Co. KG, bedingt durch die Betriebsübergänge der Group IT und des Qualitätsmanagements, zurückzuführen ist.

Das negative Finanzergebnis i.H.v. € 3,5 Mio. (Vorjahr € 3,4 Mio.) enthält neben Zinserträgen aus Intercompany-Darlehen i.H.v. € 0,4 Mio. als größten Posten mit € 3,8 Mio. Zinsaufwendungen für Darlehen der Porto Parent GmbH.

Vor Abzug der sonstigen Steuern (€ 0,3 Mio.) verbleibt ein Ergebnis der Geschäftstätigkeit von € 17,9 Mio. (Budget € 14,2 Mio.). Das EBITDA vor sonstigen Steuern beträgt € 38,2 Mio. (Budget € 31,1 Mio., Vorjahr € 28,0 Mio.).

Für das laufende Berichtsjahr ergibt sich nach Abzug der sonstigen Steuern ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung i.H.v. € 17,5 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung € 13,7 Mio.).

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Berichtszeitraum lässt sich zusammenfassend als gut bezeichnen.

Tätigkeitsabschluss gem. § 6b Ansatz 3 EnWG

Neben vielfältigen Investitionen durch die Pharmaserv in das eigene Stromnetz wird das Unternehmen nun mittels eines singulären Netzanschlusses, durch das vom vorgelagerten Netzbetreiber neu errichteten Umspannwerkes in Marburg-Michelbach, versorgt. Der Umsatz liegt in etwa auf Vorjahresniveau, das Ergebnis der Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr wegen höherer Abschreibungen und höheren Netzverlusten negativ.

IV. Risiken, Chancen- und Prognosebericht

Risiken

Gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes werden bestehende Risiken systematisch erfasst, überwacht und kontrolliert. Allen erkannten Risiken werden adäquate Gegensteuerungsmaßnahmen entgegengestellt. Die Umsetzung von risikoreduzierenden Maßnahmen wird durch die Geschäftsführung laufend überwacht. Es wird eine vorsichtsbetonte Unternehmensstrategie verfolgt.

Kaum bzw. nicht zu beeinflussen sind übergeordnete konzernpolitische Entscheidungen unserer Kunden und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Standortinfrastruktur und deren Auslastung. Aufgrund der Attraktivität unseres Standorts und der hohen Nachfrage nach weiteren Flächen und Dienstleistungen sehen wir das Risiko negativer finanzieller Folgen aus teilweise reduzierten Geschäftsaktivitäten einzelner Kunden nach Ende der Pandemie als nur gering an. Nach Jahren mit erheblichem Wachstum befinden sich einige unserer Kunden aktuell in einer Phase der Konsolidierung ihrer Prozesse und teilweisen Neuausrichtung, so dass in den nächsten Jahren eine erhöhte Geschäftsaktivität mit teilweise neuen Produkten zu erwarten ist. Dies wird die Produktion am Standort Marburg weiter antreiben. Die Pharmaserv GmbH wird auch diese Entwicklung konstruktiv begleiten und hat nicht zuletzt dazu in den vergangenen Jahren neue Strukturen und Prozesse etabliert.

Ein wichtiger Faktor für unsere Kunden der Pharmabranche sind Vorlieferungen der chemischen Industrie. Hier drohen bei anhaltend hohen Energiepreisen Probleme, weil immer mehr Chemiebetriebe ihre Produktion drosseln. Für 2024 könnte das Umfeld für die Pharmaindustrie im Hinblick auf die Beschaffung von Vorprodukten schwieriger werden. Branchenspezifische Risiken unserer größtenteils in der Pharmabranche tätigen Kunden, bestehen weniger in konjunkturellen Schwankungen als in einer Ausweitung regulierender Eingriffe zur Begrenzung der Gesundheitskosten. Dies wird zu weiterem Kostendruck führen. Wir erwarten, dass diese Tendenz mittelfristig bestehen bleibt.

Für 2024 bestehen weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der Kriegshandlungen im Nahost-Konflikt. Ein makroökonomischer Abschwung, die Erhöhung von Lebensmittel- und Energiepreisen sowie Unterbrechungen von Lieferketten und zunehmender Protektionismus sind hierbei mögliche Folgen. Das Ausmaß des Risikoeintritts hängt in den nächsten Jahren weiterhin in großen Teilen von der Entwicklung der Konflikte einschließlich seiner wirtschaftlichen Folgen sowie den Auswirkungen der hohen Teuerungsraten ab.

Beschaffungsrisiken im Bereich der Energieversorgung werden durch eine langfristige Absicherung von Konditionen und geeignete vertragliche Regelungen begrenzt, so dass die möglichen finanziellen Auswirkungen noch als moderat eingeschätzt werden. Die Beschaffungen für Strom sind für den Standort Marburg für 2024 vollständig abgeschlossen, die Beschaffung für 2025 liegt zum Jahresabschluss bei 30% des benötigten Volumens, für 2026 bei 10% des Volumens. Auch die Beschaffung von Gas ist für das Jahr 2024 vollständig abgeschlossen, weiterhin wurde ein Liefervertrag für die Jahre 2025 und 2026 geschlossen. Alle Beschaffungen erfolgen analog unserer langfristigen Beschaffungsstrategie. Für die Folgejahre ist eine vertragliche Fixierung derzeit nicht möglich. Das Risiko einer kurzfristigen Gasmangellage wird derzeit als gering eingeschätzt und wird daher nicht mehr im Risk-Monitor geführt. Die Not-Bevorratung von 1 Mio. l Heizöl als Ersatzbrennstoff wurde zum Jahresende aufgelöst. Derzeit ist aktives Gegensteuern, aufgrund der guten Verfügbarkeit, nicht nötig.

Ein enges Monitoring der Gebäude- und Anlagensubstanz reduziert das Risiko von ungeplanten Großreparaturen an Gebäuden, Infrastruktur- und Energieanlagen und schafft gleichzeitig die Möglichkeit für präventive Erhaltungsmaßnahmen. Aufgrund der teilweise über 40 Jahre alten Bau- und Anlagensubstanz muss mittelfristig mit einer Zunahme von Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen gerechnet werden.

Kontinuierliche am Bedarf ausgerichtete Ausbildungsangebote, duale Studiengänge und Praktika in unterschiedlichen Bereichen sind ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Attraktive Rahmenbedingungen und sinnstiftende Aufgabengebiete in einer interessanten Branche sorgen in Verbindung mit Gestaltungsmöglichkeiten für eine hohe Mitarbeiterbindung und eine starke Position am Arbeitsmarkt. Auch im vergangenen Jahr konnten daher nahezu alle Vakanzen besetzt werden. Die Fluktuation bewegt sich im einstelligen Prozentbereich. Einer Verknappung verfügbarer Fachkräfte begegnen wir mit dem Ausbau von Kooperationen und eigenen Ressourcen zur aktiven Personalgewinnung sowie der Erweiterung von Rekrutierungsradien. Für das nächste Jahr sind daher keine über den Marktdurchschnitt hinausgehenden Risiken in der Personalgewinnung zu erwarten.

Der Sicherung unserer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit dienen verschiedene aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Die kurz- bis langfristige Entwicklung der verfügbaren Liquidität wird mithilfe einer entsprechenden und laufend überarbeiteten Liquiditäts- und Finanzplanung überwacht. Zur nachhaltigen Unterstützung unserer Liquiditätsziele betreiben wir ein aktives Forderungsmanagement. Ergänzend für die Feinsteuerung der Liquidität und zur Finanzierung geplanter Investitionen stehen ausreichende kurz- und langfristige Kreditlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der weiter anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten begegnet Pharmaserv GmbH möglichen Liquiditätsrisiken durch den Abschluss langfristiger Kreditverträge. Der bislang moderate Anstieg des Zinsniveaus als Reaktion auf die im langjährigen Trend deutlich gestiegene Inflation, hat nicht zu einer nachhaltigen Verschlechterung der Finanzierungssituation der Pharmaserv geführt. Dennoch beobachten wir das monetäre und wirtschaftliche Umfeld aufmerksam, um nach Bedarf angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Wir rechnen insgesamt mit in Summe höheren Finanzierungskosten auf mittlere Sicht. Zinsänderungsrisiken bestehen für unsere langfristigen Festzinsdarlehen, die erst teilweise von uns in Anspruch genommen wurden, jedoch nicht.

Soweit sinnvoll und angemessen, sind wir gegen Haftungsrisiken und Elementarschäden sowie weitere Risiken versichert. Trotz der hohen Deckungssumme unseres Versicherungsschutzes ist eine vollständige Absicherung von allen potenziellen Risiken aus Haftpflichtschäden nicht darstellbar. Eine regelmäßige Überprüfung der Qualitätsmanagementsysteme mit Hilfe von internen und externen Audits in Verbindung mit kontinuierlich stattfindenden Mitarbeiterschulungen vervollständigt unser Risikomanagement.

Unser im Jahr 2023 neu aufgesetztes Compliance-Programm stellt sicher, dass bei den Mitarbeitern Awareness geschaffen wird. Die damit einhergehenden Compliance-Schulungen, die über die Software von Lawpilots erfolgen, wurden im Jahr 2023 bereits zu 74 % absolviert.

Eine Hotline für Whistleblower wurde konform mit gesetzlichen Vorgaben zeitgerecht eingeführt.

Erhöhte Risiken im IT-Bereich bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff (u.a. Cyberangriffe durch Externe, Social Engineering) auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (z.B. NextGen Firewall, Multi-Faktor-Authentifizierung) und dem stetigen Austausch mit Behörden und Institutionen zur Überprüfung und Einschätzung der aktuellen Bedrohungslage. Für den Fall eines dauerhaften Verlustes wesentlicher Daten könnten sich potenziell bestandsgefährdende Auswirkungen ergeben. Zusätzlich wird die IT-Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und von der Organisationseinheit IT-Security für alle Gesellschaften sichergestellt. Die vorhandene Backup-Lösung wurde im Jahr 2023 komplett erneuert und mit zusätzlichen Funktionen und Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet. Die technischen Maßnahmen werden durch organisatorische Maßnahmen, wie z.B. kontinuierliche Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter (IT Security Awareness Programm) ergänzt. Trotz der ergriffenen Maßnahmen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts von Risiken im IT-Bereich als möglich ein.

Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Ergebnis- und Finanzlage zusätzlich beeinflussen. Die Netto-Risikoposition hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine und den Kriegshandlungen im Rahmen des Nahost-Konflikts moderat erhöht.

Chancen- und Prognosebericht

Erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aus Sicht der Bundesregierung sind die Wirtschaftsaussichten für 2024 eher verhalten: Das BMWK sieht schwache Frühindikatoren sowie anhaltende und neue geopolitische Krisen, die zu steigenden Transportkosten und Verzögerungen in Lieferketten führen können. Für das erste Quartal 2024 rechnet das Wirtschaftsministerium deshalb noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende. Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen.

Deutlich pessimistischer ist dagegen die Sicht des Chemieverbands VCI: Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate seien negativ. Damit dürften laut VCI weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der Verband geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet. Diese Prognose sei auch durch eine Mitgliederumfrage bestätigt worden: Die Mitgliedsunternehmen des VCI rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung.

Chancen

Vision der Infrareal-Gruppe ist es, „DER INFRASTRUKTUR- und SERVICE-Partner für Pharma- und Life Science“ in Europa zu werden. Dies soll durch organisches Wachstum und durch M&A-Projekte umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass Betrieb und Eigentum aus einer Hand den größten Nutzen für unsere Kunden erzeugt.

Die weiterhin erkennbaren Entwicklungsbedarfe unserer bestehenden Standortkunden, aber auch der Pharma- und Biotechnologie-Branche insgesamt, eröffnen Chancen für weiteres Wachstum. Wesentliche Kriterien in den globalen Entscheidungsprozessen für die Standortwahl neuer Projekte sind neben rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen die Verfügbarkeit von Flächen, sichere infrastrukturelle Rahmenbedingungen und verfügbare Serviceleistungen.

Die Investitionsmöglichkeiten des bestehenden Eigentümerkonsortiums eröffnen der Pharmaserv GmbH Chancen, um die Standortentwicklung und damit verbundene Projekte noch aktiver voranzutreiben. Auch zukünftig werden wir das Ziel verfolgen, durch gezielte Entwicklungsmaßnahmen die Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu sichern sowie durch den Ausbau unseres Serviceangebots die Attraktivität weiter zu steigern.

Sowohl in der Produktion als auch im Bereich der Infrastruktur wurden in den vergangenen Jahren richtungsweisende Projekte am Standort Behringwerke in Marburg umgesetzt. Mit der Energieversorgung des Forschungsgebäudes M600, der neuen Feuerwache L200 und den weiterhin im Fokus stehenden Entwicklungen zur Verbesserung der Verkehrs- und Parkplatzinfrastruktur, wird sich der zielgerichtete Ausbau des Standortes in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Ein mittelfristig umzusetzendes Standortentwicklungskonzept für den Werksteil Berghof soll das Areal weiter attraktiv halten. Darüber hinaus sollen die Entwicklungspotentiale für den Bereich des Hauptwerkes durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen verbessert werden.

Der Geschäftsbereich Standortmanagement in Marburg wird weiterhin durch die Bündelung der Funktionen eine ganzheitliche Vorgehensweise über alle Themen (Erschließen, Bauen, Versorgen, Vernetzen und Betreiben) gewährleisten. Darüber hinaus wird unter Einbindung unserer Standortkunden eine konsequente Fortführung unserer Dekarbonisierungsroadmap erfolgen, aus der eine Strategie zu erneuerbaren Energien am Standort Marburg und ein Wärmekataster entwickelt werden.

Die Geschäftsbereiche Logistik und Technik konzentrieren sich weiterhin auf logistische und technische Dienstleistungen an unseren Standorten, aber auch am externen Markt.

In der Logistik liegen die vertrieblichen Schwerpunkte im Aufbau eines weiteren Logistikzentrums in NRW, dem Ausbau der Dienstleistungen am Standort Marburg, dem Ausbau des Handelswarengeschäfts und der Erweiterung des Fuhrparks für den regulierten Transportbereich.

Im Geschäftsbereich Technik liegt der Fokus auf der Entwicklung der bestehenden Niederlassungen mit einer künftig stärkeren Positionierung von Engineering-Leistungen. Vertriebsseitig wird sich dabei weiterhin auf A- sowie Potential-Kunden konzentriert.

Als integrierte, aber eigenverantwortliche Geschäftsbereiche, können sie die Geschäftsentwicklungen den besonderen Herausforderungen im stark regulierten Pharmaumfeld entsprechend zielgerichtet steuern.

Standortwachstum führt zu mehr Umsätzen in der Flächenbereitstellung und Energieversorgung, der Ausbau der Serviceleistungen an den Standorten und über die Standortgrenzen hinaus soll die gute und auch in Krisenzeiten stabile Auftragslage weiter verbessern.

Prognosebericht

Bei den nachfolgenden Prognosen für das Jahr 2024 handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Dies gilt insbesondere für unsere Annahmen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage im Jahr 2024. Sofern sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung infolge des Ukraine-Krieges, der Kriegshandlungen im Nahost-Konflikt oder anderer unerwarteter Geschehnisse deutlich abschwächt, kann dies auch Auswirkungen auf unsere Entwicklung im Jahr 2024 haben.

Getragen durch geplante Umsatzzuwächse in den Bereichen Logistik, Services und Technik erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen weiteren Umsatzanstieg auf ca. € 170,1 Mio. Anzunehmende tarifliche und inflationäre Entwicklungen wurden in der Planung entsprechend berücksichtigt.

Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit, mit dem wir das operative Geschäft steuern, planen wir für 2024 bei erwarteten Abschreibungen von € 14,3 Mio. sowie einem negativen Finanzergebnis von € 3,8 Mio. mit € 15,2 Mio.

Das EBITDA vor sonstigen Steuern planen wir mit € 33,3 Mio., der dabei erwartete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt bei ca. € 18,9 Mio.

Bei einem verabschiedeten Investitionsbudget von € 49,8 Mio. und damit verbundenen Kreditaufnahmen rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Eigenkapitalquote gegenüber dem Berichtsjahr.

 

am 26. April 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 829 885
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.864 106.505
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.590 25.304
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.392 6.392
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.139 16.068
169.985 154.269
170.814 155.154
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.953 4.001
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.053 1.669
4.006 5.670
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.573 20.593
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.015 5.435
(davon gegen Gesellschafter T€ 12; Vorjahr T€ 15)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.689 1.401
42.277 27.429
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.875 19.691
67.158 52.790
C. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten 2.869 2.248
240.841 210.192

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30 30
II. Kapitalrücklage 39.842 39.842
39.872 39.872
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 3 3
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.616 15.930
2. Steuerrückstellungen 0 1
3. Sonstige Rückstellungen 12.532 10.393
29.148 26.324
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50 280
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 632 1.488
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.834 8.045
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138.000 108.760
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.325 7.350
(davon aus Steuern T€ 702; Vorjahr T€ 6.443)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 63; Vorjahr T€ 59)
151.841 125.923
E. Rechnungsabgrenzungsposten 19.977 18.070
240.841 210.192

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse 161.393 142.649
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -616 581
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.658 1.264
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.356 2.868
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 1; Vorjahr T€ 1)
163.791 147.362
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -18.104 -19.381
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -36.027 -31.380
-54.131 -50.761
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -36.315 -35.492
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.529 -11.600
(davon für Altersversorgung T€ 2.889; Vorjahr T€ 5.304)
-45.844 -47.092
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -16.900 -10.676
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.577 -21.501
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 0; Vorjahr T€ 2)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 782 140
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 398; Vorjahr T€ 140)
(davon Erträge aus Abzinsung T€ 175; Vorjahr T€ 0)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.258 -3.508
(davon an verbundene Unternehmen T€ 3.960; Vorjahr T€ 3.108)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 296; Vorjahr T€ 394)
11. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Gewinnabführung 17.863 13.964
12. Sonstige Steuern -314 -314
13. Aufwand aus Gewinnabführung -17.549 -13.650
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0 0

Anhang 2023

Grundlagen

Die Pharmaserv GmbH mit Sitz in Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg mit der Nummer HRB 6992 seit dem 14. September 2017 eingetragen.

Die Infrareal GmbH, Marburg, registriert beim Amtsgericht Marburg unter HRB 2300, ist Gesellschafterin der Pharmaserv GmbH mit einem Stammkapital von T€ 30.

Seit November 2021 ist die Infrareal GmbH 100%iges Tochterunternehmen der Porto Parent GmbH geworden, die ihrerseits wiederum 100%iges Tochterunternehmen der Infrareal Holding GmbH & Co. KG ist, an der die GELSENWASSER AG (mit 45 %) und Swiss Life AG bzw. ein Swiss Life Infrastruktur-Fonds (mit 55 %) beteiligt sind.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften nach § 267 HGB erstellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der Pharmaserv GmbH wird gemäß § 290 HGB in den Konzernabschluss der Porto Parent GmbH, Marburg, (kleinster Konsolidierungskreis) und der Infrareal Holding GmbH & Co. KG, Marburg, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch eingereicht.

Grundsätze der Rechnungslegung

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre. Dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen bei Gebäuden 10 - 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 10 - 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2018 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Danach werden abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit Anschaffungskosten bis € 250,00 netto als Betriebsausgabe erfasst. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, mindert sich der Sammelposten nicht.

Die Gegenstände des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungs- (Durchschnittswertverfahren) oder Herstellungskosten bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungs- bzw. Wiederherstellungskosten oder vom Verkaufspreis abgeleitete realisierbare Preise sowie alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit am Bilanzstichtag ergeben, werden durch Abschreibungen auf den niedrigeren Wert berücksichtigt. Bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet.

Die unfertigen Leistungen sind zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Zinsen auf Fremdkapital werden generell nicht aktiviert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen angesetzt.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wird ertragswirksam korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird ermittelt, indem die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) abgezinst werden. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Die „Richttafeln 2018G“ von Prof. Klaus Heubeck werden seit 2018 angewendet. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Einmalig wurde im Geschäftsjähr eine zusätzliche Erhöhung innerhalb des Rentenanpassungstrends in Höhe von T€ 436 vorgenommen.

Folgende ökonomische Rechnungsgrundlagen sind enthalten:

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31.12.2023 31.12.2022
Pensionsalter für Männer und Frauen 65 65
Einkommenstrend p.a. 0,00 % 0,00 %
Erhöhung der BBG p.a. 2,50 % 2,50 %
Rentenanpassungstrend p.a. 2,10 % 2,10 %

Bei der Fluktuation wurden, wie im Vorjahr, alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Die Prozentsätze liegen zwischen 0,00% und 12,50%.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Der Ansatz der Rückstellungen für Jubiläen (T€ 914, Vorjahr: T€ 1.068) erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018G“ von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 0,00 % (Vorjahr 2,75 %) angenommen. Der Diskontierungszinssatz beträgt 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,45 % p.a.). Bei der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,03 % p.a. (Vorjahr 0,52 % p.a.) und auf der Grundlage der „Richttafeln 2018G“ von Prof. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,10 % (Vorjahr 2,10 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurde der lnsolvenzschutz für Altersteilzeitguthaben, wie im Vorjahr, durch eine Kautionsversicherung sichergestellt.

Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Mittel- und langfristige Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Kursen am Tag der Entstehung oder einem niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Mit den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungseingänge zeitanteilig abgegrenzt, die Ertrag für zukünftige Zeiträume darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin, d. h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Das im Geschäftsjahr 2023 in den immateriellen Vermögensgegenständen außerplanmäßig abgeschriebene ERP-Projekt in Höhe von T€ 305 wurde im Vorjahr noch unter dem Posten geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen (Vorjahr T€ 305). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Vorräte

Die unentgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert von einem Euro und die im November 2019 erworbenen CER-Emissionsrechte für T€ 8 unter den Vorräten ausgewiesen. Der Zeitwert (Börsenpreis) der Emissionsrechte am 31. Dezember 2023 beträgt T€ 4.046.

Von den 1,3 Mio. Litern Heizöl, die im Jahr 2022 zur Absicherung einer eventuell eintretenden Gasmangellage zusätzlich beschafft wurden, wurden im Jahr 2023 1,0 Mio. Liter verkauft. Kursveränderungen wurden durch Kundenverträge abgesichert. Der Wert des Heizöls beträgt zum Stichtag T€ 447 (Vorjahr T € 1.595).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 58), Forderungen aus Intercompany-Darlehen in Höhe von T€ 5.500 (Vorjahr T€ 0) und Forderungen aus dem Cash Pooling mit der Pharmapark Jena GmbH in Höhe von T€ 4.781 (Vorjahr T€ 4.953). Des Weiteren sind enthalten debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 2.390 (Vorjahr T€ 55).

Die weiteren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit T€ 222 (Vorjahr T€ 369) auf Forderungen aus der Vorsteuerabgrenzung aufgrund der seit dem 01.01.2022 bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Infrareal Holding GmbH & Co. KG sowie mit T€ 55 (Vorjahr T€ 0) auf sonstige Forderungen gegenüber der Infrareal Holding GmbH & Co. KG.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber dem Hauptzollamt für die Jahre 2022 und 2023. Von den Forderungen gegen das Hauptzollamt entsteht ein Betrag von T€ 532 rechtlich erst in 2024, da die notwendigen Anträge zum Bilanzstichtag noch nicht gestellt werden konnten. Die Forderung für 2022 über T€ 502 wurde in 2023 noch nicht erstattet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Wesentlichen, mit Ausnahme der Aktivwerte für Lebensarbeitszeitkonten i.H.v. T€ 542 (Vorjahr T€ 280), - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind - wie im Vorjahr - keine Disagien enthalten.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt T€ 39.872. Es setzt sich aus dem Gezeichneten Kapital von T€ 30 sowie der Kapitalrücklage von T€ 39.842 zusammen.

Sonderposten mit Rücklageanteil

Die aufgrund § 7d EStG gebildeten Sonderposten werden über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände passivisch abgegrenzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) eine um T€ 129 höhere Verpflichtung (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB).

Sonstige Rückstellungen

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31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Mitarbeiterbezogene Rückstellungen 5.474 5.104
Ungewisse Verbindlichkeiten 7.058 5.289
Gesamt 12.532 10.393

Die mitarbeiterbezogenen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Altersteilzeit, für Jubiläumszahlungen, für die Mitarbeitererfolgsbeteiligung sowie sonstige Personalkosten. Die Rückstellung für Altersteilzeit beträgt T€ 695 (Vorjahr T€ 697). Die ungewissen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen T€ 4.741 (Vorjahr T€ 3.443) für ausstehende Rechnungen sowie T€ 1.519 (Vorjahr T€ 1.048) für Umsatzminderungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst:

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31.12.2023 31.12.2022
Restlaufzeit Gesamt Gesamt
Art der Verbindlichkeit ≤ 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
≤ 1 Jahr
T€
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 37 13 0 50 280 230
2. Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 298 334 0 632 1.488 149
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 10.834 0 0 10.834 8.045 8.045
4. Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen 39.209 98.791 98.791 138.000 108.760 17.653
davon Lieferung u. Leistung (1.878) (0) (0) (1.878) (9) (9)
davon ggü. Gesellschafter (19.900) (0) (0) (19.900) (15.781) (15.781)
davon kreditorische Debitoren (12) (0) (0) (12) (0) (0)
davon aus Darlehen (15.841) (98.791) (98.791) (114.632) (91.107) (0)
davon aus UST-Organschaft (1.578) (0) (0) (1.578) (1.863) (1.863)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.325 0 0 2.325 7.350 7.350
52.703 99.138 98.791 151.841 125.923 33.427

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 1.878 (Vorjahr T€ 9) Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, mit T€ 114.632 (Vorjahr T€ 91.107) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Porto Parent GmbH, Verbindlichkeiten gegenüber der Infrareal GmbH aus Cashpooling in Höhe von T€ 2.351 (Vorjahr T€ 2.131) sowie die Gewinnabführung in Höhe von T€ 17.549 (Vorjahr T€ 13.650). Weiterhin sind enthalten kreditorische Debitoren in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 0) und eine Verbindlichkeit im Rahmen der seit 2022 bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Infrareal Holding GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 1.578 (Vorjahr T€ 1.863).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

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2023
T€
2022
T€
Utilities 57.976 38.807
Facilities 30.954 32.546
Technik 22.054 20.044
Logistik 34.478 32.554
Site Services 13.801 13.427
Sonstige 2.130 5.271
Gesamt 161.393 142.649

Unter den sonstigen Umsatzerlösen werden insbesondere Umsätze aus IT-Solutions ausgewiesen. Die Umsatzerlöse wurden unverändert annähernd zu 100% im Inland erwirtschaftet.

Abschreibungen

Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB in Höhe von T€ 4.983 (Vorjahr T€ 0) vorgenommen. Diese betreffen mit T€ 305 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und mit T€ 4.678 Abschreibungen auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insgesamt T€ 566 (Vorjahr T€ 2.280) periodenfremde Erträge. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 365; Vorjahr T€ 2.200) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die sonstigen periodenfremden Posten belaufen sich auf T€ 201 (Vorjahr T€ 80), wovon T€ 21 (Vorjahr T€ 0) den periodenfremden Erträgen aus Intercompany-Verrechnungen zuzuordnen sind.

Daneben ist als größter Einzelposten der Ertrag aus dem Ökosteuer-Spitzenausgleich 2023 (T€ 260; Vorjahr T€ 241) enthalten. Die hier erfassten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten betragen wie im Vorjahr T€ 1.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf T€ 55 (Vorjahr T€ 20).

Zinsergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 398 (Vorjahr T€ 140) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 175 (Vorjahr T€ 0). Darin enthalten ist ein Zinsertrag in Höhe von T€ 102, der sich im Jahr 2023 aus der Änderung des Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen sowie für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen ergibt. Im Vorjahr dagegen wurde ein Zinsaufwand in Höhe von T€ 136 ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.960 (Vorjahr T€ 3.108) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 296 (Vorjahr T€ 394). Gemäß BilMoG sind die Zinsanteile, die in Rückstellungen mit über 1-jähriger Laufzeit enthalten sind, im Zinsaufwand verbucht.

Sonstige Angaben

Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

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2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 356 324
Angestellte 262 262
Abzüglich Auszubildende 28 20
Gesamt 590 566

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Pharmaserv GmbH macht von der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch, da das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss angegeben wird.

Verpflichtungen aus Bestellungen für begonnene Investitionsvorhaben

Die Verpflichtungen (Obligen) aus Bestellungen für begonnene Investitionsvorhaben betrugen zum Abschlussstichtag T€ 22.990 (Vorjahr T€ 18.011).

Haftungsverhältnisse

Zur Sicherung der Darlehensschuld eines verbundenen Unternehmens, der Porto Parent GmbH, über T€ 171.134 (Vorjahr T€ 132.684) (Rahmenvertrag über T€ 205.000), sind die Geschäftsanteile sowie bestehende Bankkonten in Höhe von T€ 368 (Vorjahr T€ 19.687) der Pharmaserv GmbH verpfändet worden. Daneben gibt es mit einem verpfändeten laufenden Konto verbundene Termingelder in Höhe von T€ 4.507 (Vorjahr T€ 0) sowie ein Tagesgeldkonto in Höhe von T€ 15.995 (Vorjahr T€ 0). Bei Fälligkeit können die liquiden Mittel aus Termingeldern ausschließlich auf das verpfändete Bankkonto gebucht werden. Das gleiche gilt für das Tagesgeldkonto. Für Risiken aus diesem Haftungsverhältnis (Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten) waren keine Rückstellungen zu bilden, da bis zum Aufstellungszeitpunkt keine entsprechenden Ansprüche gestellt oder erkennbar waren. Die Porto Parent GmbH kann nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der guten wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der positiven Planung ihrer Beteiligungen ihre Zahlungsverpflichtungen in Zukunft erfüllen.

An Bürgschaften wurden T€ 819 (Vorjahr T€ 819) in Form von Avalen gewährt. Für Risiken aus diesen gesicherten Gewährleistungen waren keine Rückstellungen zu bilden, da bis zum Aufstellungszeitpunkt keine entsprechenden Ansprüche gestellt oder erkennbar waren. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen wurden bis zum Aufstellungszeitpunkt erfüllt, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Es liegen uns keine erkennbaren Anhaltspunkte vor, die eine andere Beurteilung erforderlich machen.

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 50.913 (Vorjahr T€ 29.633), wovon T€ 6 (Vorjahr T€ 0) sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen. Die Laufzeiten teilen sich wie folgt auf: T€ 6.163 (Vorjahr T€ 3.561) weniger als ein Jahr, T€ 16.689 (Vorjahr T€ 8.071) zwischen einem und drei Jahren und T€ 28.061 (Vorjahr T€ 18.000) über drei Jahre. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Mieten, Leasing sowie um Wartungsgebühren. Die Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

Es besteht außerdem eine wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin Infrareal Holding GmbH & Co. KG in Form eines Dienstleistungsvertrages (Kaufmännischer Support, Personalmanagement, Group IT, Qualitätsmanagement und Marketing), dieser läuft unbestimmt, solange er nicht von einer Vertragspartei gekündigt wird. Der Umfang der Abrechnung betrug im Jahr 2023 T€ 8.619 (Vorjahr T€ 4.776). Darüber hinaus bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte.

Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6 b Abs. 2 EnWG

Es bestehen keine Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen, die aus der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen.

Angabe zur Anwendung des EnWG n. F.

Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG), die am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Aufgrund der geänderten Vorschriften hat die Pharmaserv GmbH als ehemaliger Objektnetzbetreiber den Antrag auf den Betrieb eines geschlossenen Verteilernetzes im Jahr 2011 gestellt, der im Jahr 2014 positiv beschieden wurde. Als geschlossenes Verteilernetz unterliegt die Pharmaserv den Vorgaben zur buchhalterischen Entflechtung (§ 6b EnWG).

Für Pharmaserv ergeben sich die folgenden Tätigkeitsbereiche:

Elektrizitätsverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs

Intelligenter Messstellenbetrieb

Mit unserem Tätigkeitsabschluss 2023 erfüllen wir die Berichtspflicht nach § 6b des EnWG. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung und für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs. Für die Elektrizitätsverteilung erstellen wir eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) gemäß den Anforderungen nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Geschäftsführung

Herr Dipl.Ing. Thomas Görge, Wohratal (bis 16. Januar 2023)

Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführung Standortmanagement

Herr Dr. Martin Egger, Marburg

Sprecher der Geschäftsführung (ab 16. Januar 2023), Geschäftsführung Standortmanagement und Logistik

Herr Dipl.-Ing. Peter Michael Weimar, Oberweimar

Geschäftsführung Technik

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Infrareal GmbH, Marburg, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. der Gesellschafterin ist erfasst.

 

Marburg, den 26. April 2024

Dr. Martin Egger, Geschäftsführer

Peter Michael Weimar, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.641 106 435 -635 6.547
6.641 106 435 -635 6.547
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 215.591 9.997 7.044 -84 232.548
2. Technische Anlagen und Maschinen 76.501 4.077 3.681 -508 83.751
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.160 2.823 437 -3.234 27.186
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.068 15.668 -11.597 0 20.139
335.320 32.565 -435 -3.826 363.624
341.961 32.671 0 -4.461 370.171
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Abschreibungen
01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.756 597 -635 5.718
5.756 597 -635 5.718
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.086 9.682 -84 118.684
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.196 4.400 -436 55.160
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.768 2.222 -3.196 19.794
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
181.050 16.304 -3.716 193.638
186.806 16.901 -4.351 199.356
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Restbuchwerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 829 885
829 885
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.864 106.505
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.590 25.304
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.392 6.392
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.139 16.068
169.985 154.269
170.814 155.154

Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 6b Absatz 3 EnWG

Allgemeine Erläuterungen:

Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG), die am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Aufgrund der geänderten Vorschriften hat die Pharmaserv als ehemaliges Objektnetz den Antrag auf geschlossenes Verteilernetz im Jahr 2011 gestellt, der im Jahr 2014 positiv beschieden wurde. Als geschlossenes Verteilernetz unterliegt die Pharmaserv den Vorgaben zur buchhalterischen Entflechtung (§ 6b EnWG).

Für Pharmaserv ergeben sich die folgenden Tätigkeitsbereiche:

Elektrizitätsverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs

Intelligenter Messstellenbetrieb

In 2016 ist das Messstellenbetriebsgesetz mit Änderungen hinsichtlich der Entflechtung in Kraft getreten. Die rechtlichen Anforderungen daraus kamen nicht zur Anwendung, da noch keine intelligenten Zähler verbaut worden sind, weil für den Anwendungsfall RLM (Registrierende Leistungsmessung) intelligente Zähler nicht marktverfügbar sind. Pharmaserv hat sich bereits mit dem Thema befasst und die Kontentrennung durch die Einrichtung einer neuen Kostenstelle sichergestellt. Entsprechende Aufwendungen oder Erlöse sind bisher jedoch nicht angefallen.

Mit unserem Tätigkeitsabschluss 2023 erfüllen wir die Berichtspflicht nach § 6b des EnWG. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung und für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs. Für die Elektrizitätsverteilung erstellen wir eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) gemäß den Anforderungen nach § 6b Absatz 3 EnWG.

Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG:

In Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 der Pharmaserv GmbH.

Für die Berichterstattung wurden die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zum großen Teil direkt zugeordnet. Das Anlagevermögen, die Forderungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden vollständig direkt zugeordnet. Personalbezogene Rückstellungen wurden weitestgehend direkt zugeordnet. Weitere Rückstellungen und der Overhead wurden geschlüsselt. Die geschlüsselten Positionen wurden anhand des Anlagevermögens (AK, HK), des Umsatzes, der FTE und des EBIT zugeordnet.

Tätigkeits-Bilanz Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160 183
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.022 1.058
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.911 4.556
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17 25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 435 83
7.385 5.722
7.545 5.905
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 580 573
2. Forderung gegen verbundene Unternehmen 251 0
(davon gegen die Gesellschafterin T€ 251; Vorjahr T€ 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 24 0
855 573
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0 319
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.638 1.756
10.038 8.553

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 2 2
II. Kapitalrücklage 2.203 2.203
Ausgleichsposition Bilanz Stromnetz 2.764 760
4.969 2.965
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17 16
2. Sonstige Rückstellungen 782 933
799 949
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 620 333
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 226
(davon gegenüber der Gesellschafterin T€ 0; Vorjahr T€ 226)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 24 63
(davon aus Steuern T€ 8; Vorjahr T€ 50)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 1; Vorjahr T€ 1)
644 622
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.626 4.017
10.038 8.553

Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse 6.273 5.897
2. Sonstige betriebliche Erträge 15 26
3. Materialaufwand -4.373 -3.784
4. Personalaufwand -944 -828
5. Abschreibungen -808 -646
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -433 -438
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -1
8. sonstige Zinsen und änhliche Erträge 21 0
9. ERGEBNIS DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT -250 226
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0
11. Sonstige Steuern 0 0
12. ERGEBNIS NACH STEUERN -250 226
13. Aufwand aus Gewinabführung 0 -226
14. Ertrag aus Verlustübernahme 250 0
15. JAHRESÜBERSCHUSS 0 0

Tätigkeits-Anlagengitter Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Umbuchung
T€
31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.002 0 0 1.002
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.929 17 0 1.946
Technische Anlagen und Maschinen 15.564 1.917 157 17.638
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609 0 0 609
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83 431 -79 435
18.185 2.365 78 20.628
19.187 2.365 78 21.630
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Abschreibungen
01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 820 23 0 843
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 871 54 0 925
Technische Anlagen und Maschinen 11.009 717 0 11.726
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 583 14 -5 592
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
12.463 785 -5 13.243
13.283 808 -5 14.086
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Restbuchwerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 160 183
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.022 1.058
Technische Anlagen und Maschinen 5.911 4.556
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17 25
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 435 83
7.385 5.722
7.545 5.905

Tätigkeitsabschluss - Sonstige Angaben Elektrizitätsverteilung zum 31.12.2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 580 573
davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 251 0
davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 24 0
davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr 0 0
855 573

In 2023 ist in den Forderungen der Verlustausgleich des Stromnetzes enthalten.

Rückstellungen

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31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17 16
Steuerrückstellungen 0 0
Sonstige Rückstellungen 782 933
799 949

Bei den sonstigen Rückstellungen zum 31.12.2023 und zum 31.12.2022 handelt es sich im wesentlichen um die Rückstellungen für Umsatzminderungen.

Verbindlichkeiten

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31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0
davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 0 0
Verbindlichlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 620 333
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 620 333
davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 0 0
Verbindlichlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 226
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 226
davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 0 0
Sonstige Verbindlichlichkeiten1, 2 24 63
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 24 63
davon Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 0 0
644 622
1 davon aus Steuern 8 51
2 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Netzabgaben Dezember und Ausgaben für Investitionen.

 

Marburg, den 26. April 2024

Dr. Martin Egger

Peter Michael Weimar

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pharmaserv GmbH, Marburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pharmaserv GmbH, Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pharmaserv GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit „Elektrizitätsverteilung“ nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Kassel, den 26. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oliver Böhm, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. Mai 2024 festgestellt.

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