Ingenieurbüro Röhrig GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Bernshausen seit 4.1.2024 | Prokura |
Joachim Friedrich Rehse seit 4.1.2024 | Prokura |
Manuel Garcia Sierra seit 4.1.2024 | Prokura |
Jens Colloseus seit 30.5.2023 | Prokura |
Markus Sauerbier seit 30.5.2023 | Prokura |
Martin Hermann Dr. Egger seit 8.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Infrareal Holding GmbH & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pharmaserv GmbHMarburgJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Pharmaserv GmbHI. Grundlagen der GesellschaftDie Pharmaserv GmbH betreibt den Standort Behringwerke in Marburg. Der Standort Behringwerke ist ein gemischt genutzter Industriepark mit überwiegend pharmazeutischer und biotechnologischer Ausrichtung. Als Standortbetreiber bietet die Pharmaserv GmbH Leistungen aus den Bereichen Facility Management, Ver- und Entsorgung, Sprach- und Datenkommunikation, Infrastrukturelle Services, Logistik und Technische Services an. Neben dem Marburger Standort bestehen Niederlassungen in Frankfurt am Main, Köln, Groß-Gerau, Gießen-Lützellinden sowie seit 2023 in Jena. Aus diesen Niederlassungen heraus werden technische und logistische Services für unsere überwiegend pharmazeutischen Kunden angeboten. Die Grundstruktur der Pharmaserv GmbH wird geprägt durch die drei Geschäftsbereiche Standortmanagement, bestehend aus den Teilbereichen Utilities, Facilities, Site Services und IT-Solutions, sowie die Bereiche Technik und Logistik, die gemeinsam den integralen Betrieb des Standortes sicherstellen. Wesentliche kaufmännische Dienstleistungen werden als „shared services“ von der Infrareal Holding GmbH & Co. KG bezogen. Im Jahr 2023 wurden dazu weitere Betriebsteile wie die Group IT (01.01.2023) und das Qualitätsmanagement (01.05.2023) von der Pharmaserv GmbH in die Infrareal Holding GmbH & Co. KG übertragen. Die Pharmaserv GmbH ist, durch den im November 2021 vollzogenen Eigentümerwechsel am Mutterunternehmen Infrareal GmbH, Teil des neuen Konzernverbundes auf Ebene der Infrareal Holding GmbH & Co. KG. Neue Eigentümer der Infrareal-Gruppe sind die übergeordneten Gesellschafter Swiss Life Asset Management AG (55%) und Gelsenwasser AG (45%) mit mittelbar 100% der Geschäftsanteile an der Pharmaserv GmbH. II. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland hat sich auch im Jahr 2023 weiter fortgesetzt. Das Statistische Bundesamt bilanziert für das Gesamtjahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3%. Immer noch wirkt laut Bundes-Wirtschaftsministerium die Inflation infolge gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise nach. Auch die geopolitischen Krisen (Ukraine, Israel) belasten die Entwicklung der Weltwirtschaft, Kaufkraftverluste und Unsicherheiten belasten den privaten Konsum und gestiegene Zinsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Die Bauinvestitionen sind im Jahr 2023 in Deutschland um 2% zurückgegangen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust, die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse konnte um 0,7% auf einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen zulegen. Für die chemisch-pharmazeutische Industrie zeigte sich in Europa und Deutschland im abgelaufenen Jahr laut Chemieverband VCI ein zweigeteiltes Bild: Während die Produktion von Chemikalien in Westeuropa zwischen Januar und November um 8,2% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, legte die Produktion von Arzneimitteln um 4,1% zu. Doch den jüngsten Zahlen zufolge ging die Pharmaproduktion im November im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurück (- 6,2%). Die Gründe für die Entwicklung der Chemieproduktion liegen laut VCI in gestiegenen Produktionskosten und einer schwachen Nachfrage aus den Kundenindustrien. Noch deutlich negativer zeigt sich die Situation in Deutschland. Hier bilanziert der Chemieverband für das Jahr 2023 eine um 11% gesunkene Chemieproduktion und 3% weniger Pharmazeutika als im Vorjahr. Standortspezifische Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die Pharmaserv GmbH gleichermaßen von Herausforderungen und Chancen sowie einer ganzen Reihe strategischer Entscheidungen geprägt. So hat die Geschäftsführung im Mai in der Gesellschafterversammlung ihren Strategieplan vorgestellt, der auch einen Standortentwicklungsplan für die nächsten rund zwanzig Jahre beinhaltet. Der Standortentwicklungsplan sieht sowohl eine Bereinigung der bestehenden Flächen und Gebäude sowie eine Erweiterung über die heutigen Flächengrenzen hinaus vor. Insgesamt umfasst der Plan Investitionen von rund € 500 Mio. Im Rahmen eines Transformationskonzepts wurde eine Dekarbonisierungs-Roadmap für den Standort Behringwerke entwickelt und bei der BAFA zur Förderung eingereicht. Das Konzept beschreibt mögliche Maßnahmen auf dem Weg zur CO2 freien Energieversorgung des Standorts. Der Fokus liegt hierbei auf der Dampferzeugung, welche zu rund 95% für die CO2 Emissionen am Standort verantwortlich ist. Für das notwendige Monitoring wird die Infrareal-Gruppe bis Ende 2025 ein ESG-Reporting nach CSRD und EU-Taxonomie aufbauen. Geschäftsverlauf Mit einem Umsatz von € 161,4 Mio. wurde das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023 übertroffen. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit wurde durch außerplanmäßige Abschreibungen belastet. Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Neustart des ERP-Projektes im Geschäftsjahr 2023 sowie der strategischen Neuausrichtung des Werksteils Berghof belasteten das Ergebnis mit € 5,0 Mio. Bereinigt um diese Effekte beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf 2023 als positiv. Wesentliche Projekte und Sondereinflüsse des Berichtsjahres werden nachfolgend dargestellt. Standort Marburg Bedeutsame Entwicklungskonzepte am Standort Marburg waren im abgelaufenen Geschäftsjahr der Neubau und die Vermarktung eines neuen Produktions-/Laborgebäudes, die Konzeption eines neuen Office-Buildings für verschiedene Standortkunden sowie die Fortführung der Planungen für den Werksteil Berghof. Für das mit der Erschließungsplanung bereits im Jahr 2022 begonnene Parkhausprojekt im Werksteil Görzhausen wurden erste wichtige Meilensteine erreicht. Mit einem großen Standortkunden konnte bereits ein Vertrag über die Anmietung von etwa 40% der Gesamtparkfläche im neuen Parkhaus geschlossen werden. Verträge mit weiteren Kunden sind endverhandelt bzw. in Anbahnung. Die Baugenehmigung für das neue Parkhaus wurde im dritten Quartal 2023 erteilt, bereits im August erfolgte der Spatenstich. Auf dem Geländeteil SEG II wurden in diesem Zusammenhang neue Interims-Parkflächen fertig gestellt, die in den kommenden zwei Jahren bis zur Fertigstellung des Parkhauses als Ausweichflächen dienen sollen. Das Nutzungskonzept für das „Berghofareal“ sowie für weitere relevante Areale im Hauptwerk und in Görzhausen wurde hinsichtlich einer künftigen Gesamtnutzung der Flächen erstmals mit Kunden besprochen. Hieraus konkretisierten sich interessante Projektinitiativen. Bauprojekte Neben dem Beginn des Parkhausbaus wurden im Jahr 2023 weitere Bauprojekte realisiert. Das neue Chemikalienlager H039, das speziell für die Produktionsversorgung eines Standortkunden im Hauptwerk gebaut wurde, konnte im Dezember 2023 an den Kunden übergeben werden. Ebenfalls im Dezember wurde die neue zentrale Feuerwache L200 für den Standort Behringwerke bezogen. Dort befinden sich neben 10 Feuerwehrfahrzeugstellplätzen moderne Umkleide-, Sanitär- und Trainingsbereiche für die Einsatzkräfte. Zusätzlich sind dort Werkstätten, Büroflächen und die Sicherheitszentrale eingerichtet. Das Gebäude wurde mit einer PV-Anlage mit einer Gesamtleistung von 66,83 kWp und einem Batteriespeicher von 22,1 kWh ausgestattet und verfügt über eine Sole-Wasser Wärmepumpe. Dabei wird die thermische Energie aus dem Erdreich zum Heizen und Kühlen des Gebäudes genutzt. Wasser- und Energieversorgung Ebenfalls im Jahr 2023 wurde die Wärme- und Kälteversorgung des neuen CSL-Laborgebäudes M600 in Betrieb genommen. Dabei kommt einer der größten Eisspeicher Deutschlands zum Einsatz. Der Eisspeicher ist eine umweltfreundliche Lösung zur Speicherung von Energie über einen längeren Zeitraum und trägt zu einer Reduzierung unserer CO2 -Emmissionen bei. Im neuen Pharma-Logistikzentrum Gießen-Lützellinden wird die vorhandene Gastherme auf eine Wärmepumpe umgerüstet. Diese soll u.a. mit grünem Strom aus der eigenen PV-Anlage betrieben werden. Flächenbereitstellung Im Bereich der Flächenbereitstellung mussten im Jahr 2023 einige Flächenrückgaben, bedingt durch kundenseitige Konsolidierungen und Verzögerungen bei der Neuvermietung, verzeichnet werden. Die Objektbetreuung im Geschäftsbereich Standortmanagement wurde neu strukturiert, um eine höhere Kundenorientierung zu erreichen. Zudem wurden verschiedene Standortentwicklungs-Initiativen begleitet: Gespräche mit Kunden über ein neues Innovation-HUB und einen möglichen Büroneubau im Werksteil Görzhausen. Die Umorganisation des Bereichs und eine Prozessoptimierung konnten termingerecht abgeschlossen und die relevanten Besetzungen durchgeführt werden. Logistik Am 23. Mai 2023 wurde das neue Lager in Gießen-Lützellinden eröffnet. Mit einer Lagerkapazität von rd. 12.000 Palettenplätzen in drei unterschiedlichen Temperaturzonen ist das Lager Grundlage für weiteres Wachstum in der Produktionslogistik. Darüber hinaus wird das Lager zukünftig für die Lagerung und Abwicklung der Handelswaren genutzt. Seit August sind alle Handelswaren aus Marburg nach Gießen-Lützellinden transferiert worden. Dadurch konnten zusätzliche Lagerkapazitäten in den Lagerbereichen M486 und M482 für unsere Standortkunden im Werksteil Görzhausen geschaffen werden. Zudem ist es gelungen, den Bürotrakt in Gießen-Lützellinden unterzuvermieten. Fresenius Medical Care konnte als Neukunde für das Lager Lützellinden gewonnen werden. Aktuell wird ein weiteres Logistikzentrum in Düsseldorf mit dem Ankerkunden WuXi Biologics projektiert. Mit diesem Schritt erfolgt die Erschließung weiterer Wachstumspotentiale insbesondere in der Produktionsversorgung für die Herstellung von temperatursensiblen pharmazeutischen Produkten und deren Distribution in Nordrhein-Westfalen. Eine passende Immobilie wurde gefunden und mit dem Bau bereits begonnen. Zunehmende Abfüllaktivitäten unserer Kunden bei Lohnherstellern (CMOs) führten zu wachsenden Umsätzen im EU-Trucking am externen Markt. Nach einer Ausschreibung für Produkttransporte von und zu Flughäfen durch einen Standortkunden verlor Pharmaserv im 4. Quartal Teile des bisherigen Transportgeschäfts (EU-Trucking). Damit einhergehende Umsatzeinbußen in 2023 konnten jedoch durch ein insgesamt höheres Transportvolumen kompensiert werden. Ab Mitte September übernahm Pharmaserv Logistics für CSL Behring den logistischen Außensupport der Produktionsgebäude M245 bis M300. Hierbei wird in Früh- / Spät- und Wochenend-Schichten u.a. die Ver- und Entsorgung bezüglich der Produktionsschleusen an den unterschiedlichen Gebäuden, Behälterreinigungen und Tankwagenanlieferungen durch Pharmaserv sichergestellt. Technik Im Geschäftsbereich Technik stand die Weiterentwicklung der Niederlassung Köln mit den Kunden WuXi Biologics und Bayer im Vordergrund. Auch die Technik-Niederlassung in Frankfurt entwickelte sich mit unseren Kunden der Pharmaindustrie positiv. Darüber hinaus wurde in Jena eine dritte Niederlassung in den Geschäftsräumen der Pharmapark Jena GmbH eröffnet. Vertrieblich konzentrierte sich der Bereich auf den Kunden BioNTech in Mainz und Idar-Oberstein, mit dem Ziel Umsätze zu generieren und Synergien mit BioNTech Marburg herzustellen. Weiteres Wachstumspotenzial bieten die in Marburg ansässigen Standortkunden. Der dazu notwendige Personalaufbau konnte erfolgreich gestaltet werden, bleibt jedoch hinter den Planungen zurück und damit eine wesentliche Aufgabe zur Schaffung weiterer Kapazitäten und Generierung von Kundenumsätzen. Am 01.05.2023 wurde die Organisationseinheit Industrial IT (IIT) aus dem Geschäftsbereich SOM vollständig in die Technik transferiert. Hierdurch wird das bestehende Produktportfolio der Technik erweitert und ausgebaut. Qualitätsmanagement Unsere Aufgaben im Standortbetrieb der Pharmaserv sowie unsere Dienstleistungen im infrastrukturellen und technischen Service und in der Pharma-/Biotech-Logistik müssen hohe Qualitätsstandards erfüllen und den pharmazeutischen Regularien (GxP-Guidelines) entsprechen. Für den Industriestandard (nach ISO) konnten Ende Januar 2024 die Zertifikate der Pharmaserv GmbH nach allen einschlägigen Normen in einem Überwachungsaudit für ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 durch den TÜV Rheinland Cert ohne Haupt- oder Nebenabweichungen bestätigt werden. Auch die Pharma- bzw. Biotech-Standards gemäß EU-GMP/GDP, US-CFR, AMWHV und AMG sowie die Konformitätszertifikate gemäß cGMP/cGDP wurden attestiert. Dies gilt ebenfalls für die Herstellungserlaubnis, die Großhandelserlaubnis und die Marketingimportlizenz nach AMG. Im Rahmen zahlreicher Behördeninspektionen und Kundenaudits in allen Geschäftsbereichen der Pharmaserv GmbH wurde der regelkonforme und angemessene Qualitäts- und operative Status ohne kritische oder schwerwiegende Abweichungen bestätigt und anerkannt. IT Im Jahr 2023 lag der Fokus auf der Erstellung einer neuen IT-Strategie, der Beschleunigung der Digitalisierung und der Modernisierung der vorhandenen IT-Infrastruktur. Der Ausbau von Schutzmaßnahmen im Bereich der IT-Security wurde konsequent fortgesetzt. Bestehende Lösungen wurden überprüft und teilweise angepasst, neue Lösungen implementiert sowie die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden fortgeführt. Personal und Soziales Im Zuge der strategischen Zielausrichtung der Infrareal Gruppe gingen im Verlauf des Jahres 30 Mitarbeiter aus den Bereichen Assistance Office, Group-IT, Marketing & Communications sowie Quality-, EHS- & OHS-Operations von der Pharmaserv GmbH in die Infrareal Holding GmbH & Co. KG über. Aufgrund des weiterhin hohen Personalbedarfs wurde die Zahl der MitarbeiterInnen in der Pharmaserv GmbH durch Neueinstellungen gegenüber Vorjahr gesteigert und liegt zum Ende des Jahres bei 637 Personen. Der Mitarbeiterzuwachs erfolgte insbesondere in den Geschäftsbereichen Logistik und Technik. Der Geschäftsbereich Logistik nahm 2023 ein neues Lager in Lützellinden in Betrieb und baute ein Team für den Support der Produktionslogistik eines Kunden auf. Im Geschäftsbereich Technik erfolgte ein Aufbau sowohl am Standort Behringwerke in Marburg als auch in den Niederlassungen Frankfurt und Köln. Der weitere Personalaufbau einer neuen Niederlassung in Jena wurde für 2024 vorbereitet. In allen Geschäftsbereichen wurden aufgrund organisatorischer Änderungen im Zusammenhang mit der strategischen Zielausrichtung die Leitungsfunktionen neu besetzt. Dies war teilweise verbunden mit Organisationsänderungen, welche weitere Vakanzen von Führungspositionen zur Folge hatte. Hiervon war insbesondere der Geschäftsbereich Standortmanagement betroffen, der im Rahmen eines strategischen Projekts auf die bestehenden und zukünftigen Anforderungen ausgerichtet wurde. Die Besetzung konnte in allen Fällen bereits 2023 realisiert oder vertraglich für Anfang 2024 sichergestellt werden. Mit neuen Kommunikationsformaten erfolgte die direkte Informationsweitergabe durch die Geschäftsführung in einer deutlich erhöhten Frequenz und neuen Qualität. Weiterhin wurden neue Kollaborationsformate mit den Führungskräften etabliert, die eine positive Weiterentwicklung der Führungs- und Unternehmenskultur zum Ziel haben. Die Attraktivität der Arbeitgebermarke Pharmaserv GmbH wurde 2023 erneut durch Auszeichnungen, u.a. von kununu.com, bestätigt. Frauenanteil in den oberen Führungsebenen Die Gesellschafter der Infrareal Gruppe haben im Mai 2022 eine Zielquote von 30 % für den Frauenanteil in der Geschäftsführung mit einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. Gleichlautend hat die Geschäftsführung der Pharmaserv GmbH ebenfalls im Mai 2022 Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von jeweils 30 % mit einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. In diesen beiden Führungsebenen der Pharmaserv GmbH lag der Frauenanteil Ende 2023 bei 20 %. In der Nachfolgeplanung bis zum Zieltermin Juni 2027 wird die Erreichung einer 30 %-Quote bei Pharmaserv GmbH Berücksichtigung finden. Die Pharmaserv GmbH ist ein sehr technisch geprägtes Unternehmen. Der Anteil von Frauen in MINT-Berufen liegt seit Jahren bei ca. 15 % und erhöht sich nur sehr langsam. Den größten Anteil haben Frauen im naturwissenschaftlichen Bereich (Chemie, Biologie, Physik, meist im Laborumfeld), in dem es bei Pharmaserv GmbH nahezu keine Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Auch wurden die kaufmännischen Zentralfunktionen in die Muttergesellschaft Infrareal Holding GmbH & Co. KG verlegt, sodass die Pharmaserv GmbH primär im Logistik-, Technik- und Standortmanagement einstellt. Frauen werden bei vergleichbarer Eignung - von der Ausbildungsstelle bis in unsere Führungsebenen - stets bevorzugt eingestellt, um den Frauenanteil zu erhöhen. Häufig fehlt es jedoch gerade im technischen Bereich an weiblichen Bewerbern. Der Gesamt-Anteil weiblicher Bewerber lag in den letzten 3 Jahren durchschnittlich bei ca. 20 %. Um diesen Anteil zu steigern, legen wir Wert darauf, möglichst auch weibliche Mitarbeiter in unseren Stellenanzeigen anzusprechen. Auch leben und bewerben wir Familienfreundlichkeit durch individuelle und flexible Arbeitszeitmodelle sowie Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Die Entwicklung in Führungsrollen erfolgt häufig über interne Entwicklungspfade. Auch hier gehen wir aktiv auf weibliche Potenzialträger zu und ermutigen sie zur Weiterbildung und der Übernahme von mehr Verantwortung. Dennoch sind Frauen auf unseren Führungsebenen noch immer unterrepräsentiert. Mit den genannten Maßnahmen arbeiten wir weiter daran, diesen Anteil zu erhöhen. III. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Pharmaserv steuert ihr Geschäft mit den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Investitionen, Eigenkapitalquote, Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, EBITDA und Ergebnis der Geschäftstätigkeit. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 liegt mit € 240,8 Mio. deutlich über Vorjahr (€ 210,2 Mio.). Wesentlicher Treiber bleibt hierbei das Anlagevermögen mit einem Anstieg auf € 170,8 Mio. (+ € 15,7 Mio.), wobei Anlagenzugängen aus Investitionen in Höhe von € 32,7 Mio. planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. € 16,9 Mio. gegenüberstanden. Außerplanmäßige Abschreibungen entfielen mit € 0,3 Mio. auf das ERP-Projekt (bis 2022) sowie einige ältere Bestandsgebäude im Zusammenhang mit dem geplanten Standortentwicklungskonzept für den Werksteil Berghof (€ 4,7 Mio.). Wesentlich bedingt durch die Ausgabe eines Darlehens an die Infrareal Holding GmbH & Co. KG i.H.v. € 5,5 Mio. stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um € 7,6 Mio. auf nun € 13,0 Mio. an. Aufgrund einer wesentlichen Verminderung der Sicherheitsbevorratung an Heizöl sowie der Schlussfakturierung von Aufträgen im Bereich der Technik konnte das Vorratsvermögen um € 1,7 Mio. auf nun € 4,0 Mio. reduziert werden. Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag mit € 27,6 Mio. (Vorjahr € 20,6 Mio.), was überwiegend auf die nochmals deutlich gestiegenen Umsätze, insbesondere im letzten Quartal 2023, zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote liegt bei 16,6 % (Prognose: 15,0 %). Die Rückstellungen i.H.v. € 29,1 Mio. liegen leicht über Vorjahresniveau (€ 26,3 Mio.) und enthalten als größte Posten die Pensionsrückstellungen (€ 16,6 Mio.), weitere mitarbeiterbezogene Rückstellungen (€ 5,5 Mio.) sowie Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (€ 7,1 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit € 10,8 Mio. über Vorjahresniveau (€ 8,0 Mio.) und betreffen maßgeblich Energierechnungen. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von € 7,4 Mio. auf jetzt € 2,3 Mio. ist substanziell auf die Zahlung eines Grunderwerbsteuerbescheides zurückzuführen. Weiterhin stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf € 138,0 Mio. (Vorjahr € 108,8 Mio.). Dies resultiert aus der bereits im November 2021 geänderten Finanzierungsstruktur für Investitionen durch konzerninterne Darlehen sowie aus der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Dagegen erhöhten sich die passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorwiegend aufgrund erhaltener Baukostenzuschüsse unserer Kunden am Standort Marburg auf € 20,0 Mio. (Vorjahr € 18,1 Mio.). Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei € 27,4 Mio. (Vorjahr € 21,8 Mio.). Die Abweichung zum Prognosewert i.H.v. € 26,8 Mio. resultierte maßgeblich aus der deutlich positiven Ergebnisabweichung sowie gegenläufig aus der ursprünglich bereits für das Vorjahr geplanten Zahlung der Grunderwerbsteuer sowie dem deutlichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit entfällt mit € 30,9 Mio. (Vorjahr € 28,3 Mio.) nahezu ausschließlich auf Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, größte Einzelprojekte waren dabei am Standort Marburg das Parkhaus sowie die neue Feuerwache L200. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. € 3,1 Mio. resultiert mit € 26,2 Mio. aus konzernintern erhaltenen Darlehen der Porto Parent GmbH. Gegenläufig wurden Intercompanydarlehen i.H.v. € 8,5 Mio. gewährt sowie der Ergebnisabführungsvertrag des Jahres 2022 an die Infrareal GmbH gezahlt. Die Nettokreditaufnahme für 2023 liegt bei € 23,3 Mio. Unter Berücksichtigung erhaltener Baukostenzuschüsse für laufende Investitionsprojekte i.H.v. € 1,4 Mio. stieg der Finanzmittelbestand von € 24,6 Mio. am 31.12.2022 auf € 25,7 Mio. per 31.12.2023 an. Der Finanzmittelbestand setzt sich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten von € 20,9 Mio. sowie den Forderungen aus dem InhouseCash in Höhe von € 4,8 Mio. zusammen. Die Liquidität war im Berichtsjahr zu jeder Zeit sichergestellt. Zum Bilanzstichtag betragen die Investitionsverpflichtungen aus bereits begonnenen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen € 23,0 Mio. und betreffen maßgeblich die Energieversorgung M640 sowie das Parkhaus M560. Es besteht eine freie Kreditlinie i.H.v. € 1,2 Mio. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr belaufen sich auf € 161,4 Mio. (Vorjahr € 142,6 Mio.) und entfallen maßgeblich auf die Bereiche Standortmanagement (€ 102,7 Mio., Vorjahr € 84,8 Mio.), Logistik (€ 34,5 Mio., Vorjahr € 32,6 Mio.) und Technik (€ 22,1 Mio., Vorjahr € 20,0 Mio.). Haupttreiber für den Umsatzanstieg war das positive Versorgungsgeschäft, auf das sich sowohl die Energiepreise als auch deutlich gestiegene Absatzmengen positiv auswirkten. Die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) beträgt € 162,4 Mio. (Vorjahr € 144,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. € 1,4 Mio. enthalten mit € 0,4 Mio. als größten Posten die Auflösung nicht verbrauchter Rückstellungen. Der Materialaufwand, bestehend aus den Energiebezügen, dem Verbrauch von Packmitteln und Handelswaren sowie Materialien und bezogenen Leistungen für Kundenaufträge, liegt im Berichtszeitraum bei € 54,1 Mio. (Vorjahr € 50,8 Mio.). Der leichte Rückgang der Materialaufwandsquote resultierte dabei i.W. aus der positiven Geschäftsentwicklung im Bereich Utilities. Der Personalaufwand mit einer Höhe von € 45,8 Mio. (Vorjahr € 47,1 Mio.) umfasst neben den Gehältern und darauf entfallende Sozialversicherungsbeiträge auch Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Der absolute Rückgang ist insbesondere auf die Betriebsübergänge der Group IT und des Qualitätsmanagements in die Infrareal Holding GmbH & Co. KG zurückzuführen. Der gegenläufige Anstieg begründet sich neben den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen hauptsächlich aus der Tarifentwicklung und dem weiteren Personalaufbau. Die Abschreibungen erhöhten sich von € 10,7 Mio. im Geschäftsjahr 2022 auf nun € 16,9 Mio. und enthalten mit € 11,9 Mio. planmäßige Abschreibungen auf den Anlagenbestand. Weiterhin enthaltene außerplanmäßige Abschreibungen entfielen mit € 0,3 Mio. auf die Anlagen im Bau (ERP-Projekt bis 2022) sowie auf einige ältere Bestandsgebäude im Zusammenhang mit dem geplanten Standortentwicklungskonzept für den Werksteil Berghof i.H.v. € 4,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 25,6 Mio. um € 4,1 Mio. über Vorjahr, was ausschlaggebend auf die erhöhte Dienstleistungsumlage der Infrareal Holding GmbH & Co. KG, bedingt durch die Betriebsübergänge der Group IT und des Qualitätsmanagements, zurückzuführen ist. Das negative Finanzergebnis i.H.v. € 3,5 Mio. (Vorjahr € 3,4 Mio.) enthält neben Zinserträgen aus Intercompany-Darlehen i.H.v. € 0,4 Mio. als größten Posten mit € 3,8 Mio. Zinsaufwendungen für Darlehen der Porto Parent GmbH. Vor Abzug der sonstigen Steuern (€ 0,3 Mio.) verbleibt ein Ergebnis der Geschäftstätigkeit von € 17,9 Mio. (Budget € 14,2 Mio.). Das EBITDA vor sonstigen Steuern beträgt € 38,2 Mio. (Budget € 31,1 Mio., Vorjahr € 28,0 Mio.). Für das laufende Berichtsjahr ergibt sich nach Abzug der sonstigen Steuern ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung i.H.v. € 17,5 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung € 13,7 Mio.). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Berichtszeitraum lässt sich zusammenfassend als gut bezeichnen. Tätigkeitsabschluss gem. § 6b Ansatz 3 EnWG Neben vielfältigen Investitionen durch die Pharmaserv in das eigene Stromnetz wird das Unternehmen nun mittels eines singulären Netzanschlusses, durch das vom vorgelagerten Netzbetreiber neu errichteten Umspannwerkes in Marburg-Michelbach, versorgt. Der Umsatz liegt in etwa auf Vorjahresniveau, das Ergebnis der Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr wegen höherer Abschreibungen und höheren Netzverlusten negativ. IV. Risiken, Chancen- und PrognoseberichtRisiken Gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes werden bestehende Risiken systematisch erfasst, überwacht und kontrolliert. Allen erkannten Risiken werden adäquate Gegensteuerungsmaßnahmen entgegengestellt. Die Umsetzung von risikoreduzierenden Maßnahmen wird durch die Geschäftsführung laufend überwacht. Es wird eine vorsichtsbetonte Unternehmensstrategie verfolgt. Kaum bzw. nicht zu beeinflussen sind übergeordnete konzernpolitische Entscheidungen unserer Kunden und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Standortinfrastruktur und deren Auslastung. Aufgrund der Attraktivität unseres Standorts und der hohen Nachfrage nach weiteren Flächen und Dienstleistungen sehen wir das Risiko negativer finanzieller Folgen aus teilweise reduzierten Geschäftsaktivitäten einzelner Kunden nach Ende der Pandemie als nur gering an. Nach Jahren mit erheblichem Wachstum befinden sich einige unserer Kunden aktuell in einer Phase der Konsolidierung ihrer Prozesse und teilweisen Neuausrichtung, so dass in den nächsten Jahren eine erhöhte Geschäftsaktivität mit teilweise neuen Produkten zu erwarten ist. Dies wird die Produktion am Standort Marburg weiter antreiben. Die Pharmaserv GmbH wird auch diese Entwicklung konstruktiv begleiten und hat nicht zuletzt dazu in den vergangenen Jahren neue Strukturen und Prozesse etabliert. Ein wichtiger Faktor für unsere Kunden der Pharmabranche sind Vorlieferungen der chemischen Industrie. Hier drohen bei anhaltend hohen Energiepreisen Probleme, weil immer mehr Chemiebetriebe ihre Produktion drosseln. Für 2024 könnte das Umfeld für die Pharmaindustrie im Hinblick auf die Beschaffung von Vorprodukten schwieriger werden. Branchenspezifische Risiken unserer größtenteils in der Pharmabranche tätigen Kunden, bestehen weniger in konjunkturellen Schwankungen als in einer Ausweitung regulierender Eingriffe zur Begrenzung der Gesundheitskosten. Dies wird zu weiterem Kostendruck führen. Wir erwarten, dass diese Tendenz mittelfristig bestehen bleibt. Für 2024 bestehen weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der Kriegshandlungen im Nahost-Konflikt. Ein makroökonomischer Abschwung, die Erhöhung von Lebensmittel- und Energiepreisen sowie Unterbrechungen von Lieferketten und zunehmender Protektionismus sind hierbei mögliche Folgen. Das Ausmaß des Risikoeintritts hängt in den nächsten Jahren weiterhin in großen Teilen von der Entwicklung der Konflikte einschließlich seiner wirtschaftlichen Folgen sowie den Auswirkungen der hohen Teuerungsraten ab. Beschaffungsrisiken im Bereich der Energieversorgung werden durch eine langfristige Absicherung von Konditionen und geeignete vertragliche Regelungen begrenzt, so dass die möglichen finanziellen Auswirkungen noch als moderat eingeschätzt werden. Die Beschaffungen für Strom sind für den Standort Marburg für 2024 vollständig abgeschlossen, die Beschaffung für 2025 liegt zum Jahresabschluss bei 30% des benötigten Volumens, für 2026 bei 10% des Volumens. Auch die Beschaffung von Gas ist für das Jahr 2024 vollständig abgeschlossen, weiterhin wurde ein Liefervertrag für die Jahre 2025 und 2026 geschlossen. Alle Beschaffungen erfolgen analog unserer langfristigen Beschaffungsstrategie. Für die Folgejahre ist eine vertragliche Fixierung derzeit nicht möglich. Das Risiko einer kurzfristigen Gasmangellage wird derzeit als gering eingeschätzt und wird daher nicht mehr im Risk-Monitor geführt. Die Not-Bevorratung von 1 Mio. l Heizöl als Ersatzbrennstoff wurde zum Jahresende aufgelöst. Derzeit ist aktives Gegensteuern, aufgrund der guten Verfügbarkeit, nicht nötig. Ein enges Monitoring der Gebäude- und Anlagensubstanz reduziert das Risiko von ungeplanten Großreparaturen an Gebäuden, Infrastruktur- und Energieanlagen und schafft gleichzeitig die Möglichkeit für präventive Erhaltungsmaßnahmen. Aufgrund der teilweise über 40 Jahre alten Bau- und Anlagensubstanz muss mittelfristig mit einer Zunahme von Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen gerechnet werden. Kontinuierliche am Bedarf ausgerichtete Ausbildungsangebote, duale Studiengänge und Praktika in unterschiedlichen Bereichen sind ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Attraktive Rahmenbedingungen und sinnstiftende Aufgabengebiete in einer interessanten Branche sorgen in Verbindung mit Gestaltungsmöglichkeiten für eine hohe Mitarbeiterbindung und eine starke Position am Arbeitsmarkt. Auch im vergangenen Jahr konnten daher nahezu alle Vakanzen besetzt werden. Die Fluktuation bewegt sich im einstelligen Prozentbereich. Einer Verknappung verfügbarer Fachkräfte begegnen wir mit dem Ausbau von Kooperationen und eigenen Ressourcen zur aktiven Personalgewinnung sowie der Erweiterung von Rekrutierungsradien. Für das nächste Jahr sind daher keine über den Marktdurchschnitt hinausgehenden Risiken in der Personalgewinnung zu erwarten. Der Sicherung unserer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit dienen verschiedene aufeinander abgestimmte Maßnahmen. Die kurz- bis langfristige Entwicklung der verfügbaren Liquidität wird mithilfe einer entsprechenden und laufend überarbeiteten Liquiditäts- und Finanzplanung überwacht. Zur nachhaltigen Unterstützung unserer Liquiditätsziele betreiben wir ein aktives Forderungsmanagement. Ergänzend für die Feinsteuerung der Liquidität und zur Finanzierung geplanter Investitionen stehen ausreichende kurz- und langfristige Kreditlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der weiter anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten begegnet Pharmaserv GmbH möglichen Liquiditätsrisiken durch den Abschluss langfristiger Kreditverträge. Der bislang moderate Anstieg des Zinsniveaus als Reaktion auf die im langjährigen Trend deutlich gestiegene Inflation, hat nicht zu einer nachhaltigen Verschlechterung der Finanzierungssituation der Pharmaserv geführt. Dennoch beobachten wir das monetäre und wirtschaftliche Umfeld aufmerksam, um nach Bedarf angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Wir rechnen insgesamt mit in Summe höheren Finanzierungskosten auf mittlere Sicht. Zinsänderungsrisiken bestehen für unsere langfristigen Festzinsdarlehen, die erst teilweise von uns in Anspruch genommen wurden, jedoch nicht. Soweit sinnvoll und angemessen, sind wir gegen Haftungsrisiken und Elementarschäden sowie weitere Risiken versichert. Trotz der hohen Deckungssumme unseres Versicherungsschutzes ist eine vollständige Absicherung von allen potenziellen Risiken aus Haftpflichtschäden nicht darstellbar. Eine regelmäßige Überprüfung der Qualitätsmanagementsysteme mit Hilfe von internen und externen Audits in Verbindung mit kontinuierlich stattfindenden Mitarbeiterschulungen vervollständigt unser Risikomanagement. Unser im Jahr 2023 neu aufgesetztes Compliance-Programm stellt sicher, dass bei den Mitarbeitern Awareness geschaffen wird. Die damit einhergehenden Compliance-Schulungen, die über die Software von Lawpilots erfolgen, wurden im Jahr 2023 bereits zu 74 % absolviert. Eine Hotline für Whistleblower wurde konform mit gesetzlichen Vorgaben zeitgerecht eingeführt. Erhöhte Risiken im IT-Bereich bestehen hier im Hinblick auf den unbefugten Zugriff (u.a. Cyberangriffe durch Externe, Social Engineering) auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien (z.B. NextGen Firewall, Multi-Faktor-Authentifizierung) und dem stetigen Austausch mit Behörden und Institutionen zur Überprüfung und Einschätzung der aktuellen Bedrohungslage. Für den Fall eines dauerhaften Verlustes wesentlicher Daten könnten sich potenziell bestandsgefährdende Auswirkungen ergeben. Zusätzlich wird die IT-Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und von der Organisationseinheit IT-Security für alle Gesellschaften sichergestellt. Die vorhandene Backup-Lösung wurde im Jahr 2023 komplett erneuert und mit zusätzlichen Funktionen und Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet. Die technischen Maßnahmen werden durch organisatorische Maßnahmen, wie z.B. kontinuierliche Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter (IT Security Awareness Programm) ergänzt. Trotz der ergriffenen Maßnahmen schätzen wir die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts von Risiken im IT-Bereich als möglich ein. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Ergebnis- und Finanzlage zusätzlich beeinflussen. Die Netto-Risikoposition hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine und den Kriegshandlungen im Rahmen des Nahost-Konflikts moderat erhöht. Chancen- und Prognosebericht Erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Aus Sicht der Bundesregierung sind die Wirtschaftsaussichten für 2024 eher verhalten: Das BMWK sieht schwache Frühindikatoren sowie anhaltende und neue geopolitische Krisen, die zu steigenden Transportkosten und Verzögerungen in Lieferketten führen können. Für das erste Quartal 2024 rechnet das Wirtschaftsministerium deshalb noch nicht mit einer konjunkturellen Trendwende. Bei einem Rückgang der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft dürften sich zentrale Belastungsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland aber im Verlauf dieses Jahres verringern und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung einsetzen. Deutlich pessimistischer ist dagegen die Sicht des Chemieverbands VCI: Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate seien negativ. Damit dürften laut VCI weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der Verband geht deshalb für das kommende Jahr nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet. Diese Prognose sei auch durch eine Mitgliederumfrage bestätigt worden: Die Mitgliedsunternehmen des VCI rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. Chancen Vision der Infrareal-Gruppe ist es, „DER INFRASTRUKTUR- und SERVICE-Partner für Pharma- und Life Science“ in Europa zu werden. Dies soll durch organisches Wachstum und durch M&A-Projekte umgesetzt werden. Wir sind überzeugt, dass Betrieb und Eigentum aus einer Hand den größten Nutzen für unsere Kunden erzeugt. Die weiterhin erkennbaren Entwicklungsbedarfe unserer bestehenden Standortkunden, aber auch der Pharma- und Biotechnologie-Branche insgesamt, eröffnen Chancen für weiteres Wachstum. Wesentliche Kriterien in den globalen Entscheidungsprozessen für die Standortwahl neuer Projekte sind neben rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen die Verfügbarkeit von Flächen, sichere infrastrukturelle Rahmenbedingungen und verfügbare Serviceleistungen. Die Investitionsmöglichkeiten des bestehenden Eigentümerkonsortiums eröffnen der Pharmaserv GmbH Chancen, um die Standortentwicklung und damit verbundene Projekte noch aktiver voranzutreiben. Auch zukünftig werden wir das Ziel verfolgen, durch gezielte Entwicklungsmaßnahmen die Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu sichern sowie durch den Ausbau unseres Serviceangebots die Attraktivität weiter zu steigern. Sowohl in der Produktion als auch im Bereich der Infrastruktur wurden in den vergangenen Jahren richtungsweisende Projekte am Standort Behringwerke in Marburg umgesetzt. Mit der Energieversorgung des Forschungsgebäudes M600, der neuen Feuerwache L200 und den weiterhin im Fokus stehenden Entwicklungen zur Verbesserung der Verkehrs- und Parkplatzinfrastruktur, wird sich der zielgerichtete Ausbau des Standortes in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Ein mittelfristig umzusetzendes Standortentwicklungskonzept für den Werksteil Berghof soll das Areal weiter attraktiv halten. Darüber hinaus sollen die Entwicklungspotentiale für den Bereich des Hauptwerkes durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen verbessert werden. Der Geschäftsbereich Standortmanagement in Marburg wird weiterhin durch die Bündelung der Funktionen eine ganzheitliche Vorgehensweise über alle Themen (Erschließen, Bauen, Versorgen, Vernetzen und Betreiben) gewährleisten. Darüber hinaus wird unter Einbindung unserer Standortkunden eine konsequente Fortführung unserer Dekarbonisierungsroadmap erfolgen, aus der eine Strategie zu erneuerbaren Energien am Standort Marburg und ein Wärmekataster entwickelt werden. Die Geschäftsbereiche Logistik und Technik konzentrieren sich weiterhin auf logistische und technische Dienstleistungen an unseren Standorten, aber auch am externen Markt. In der Logistik liegen die vertrieblichen Schwerpunkte im Aufbau eines weiteren Logistikzentrums in NRW, dem Ausbau der Dienstleistungen am Standort Marburg, dem Ausbau des Handelswarengeschäfts und der Erweiterung des Fuhrparks für den regulierten Transportbereich. Im Geschäftsbereich Technik liegt der Fokus auf der Entwicklung der bestehenden Niederlassungen mit einer künftig stärkeren Positionierung von Engineering-Leistungen. Vertriebsseitig wird sich dabei weiterhin auf A- sowie Potential-Kunden konzentriert. Als integrierte, aber eigenverantwortliche Geschäftsbereiche, können sie die Geschäftsentwicklungen den besonderen Herausforderungen im stark regulierten Pharmaumfeld entsprechend zielgerichtet steuern. Standortwachstum führt zu mehr Umsätzen in der Flächenbereitstellung und Energieversorgung, der Ausbau der Serviceleistungen an den Standorten und über die Standortgrenzen hinaus soll die gute und auch in Krisenzeiten stabile Auftragslage weiter verbessern. Prognosebericht Bei den nachfolgenden Prognosen für das Jahr 2024 handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Dies gilt insbesondere für unsere Annahmen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage im Jahr 2024. Sofern sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung infolge des Ukraine-Krieges, der Kriegshandlungen im Nahost-Konflikt oder anderer unerwarteter Geschehnisse deutlich abschwächt, kann dies auch Auswirkungen auf unsere Entwicklung im Jahr 2024 haben. Getragen durch geplante Umsatzzuwächse in den Bereichen Logistik, Services und Technik erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen weiteren Umsatzanstieg auf ca. € 170,1 Mio. Anzunehmende tarifliche und inflationäre Entwicklungen wurden in der Planung entsprechend berücksichtigt. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit, mit dem wir das operative Geschäft steuern, planen wir für 2024 bei erwarteten Abschreibungen von € 14,3 Mio. sowie einem negativen Finanzergebnis von € 3,8 Mio. mit € 15,2 Mio. Das EBITDA vor sonstigen Steuern planen wir mit € 33,3 Mio., der dabei erwartete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt bei ca. € 18,9 Mio. Bei einem verabschiedeten Investitionsbudget von € 49,8 Mio. und damit verbundenen Kreditaufnahmen rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Eigenkapitalquote gegenüber dem Berichtsjahr.
am 26. April 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Anhang 2023GrundlagenDie Pharmaserv GmbH mit Sitz in Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg mit der Nummer HRB 6992 seit dem 14. September 2017 eingetragen. Die Infrareal GmbH, Marburg, registriert beim Amtsgericht Marburg unter HRB 2300, ist Gesellschafterin der Pharmaserv GmbH mit einem Stammkapital von T€ 30. Seit November 2021 ist die Infrareal GmbH 100%iges Tochterunternehmen der Porto Parent GmbH geworden, die ihrerseits wiederum 100%iges Tochterunternehmen der Infrareal Holding GmbH & Co. KG ist, an der die GELSENWASSER AG (mit 45 %) und Swiss Life AG bzw. ein Swiss Life Infrastruktur-Fonds (mit 55 %) beteiligt sind. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften nach § 267 HGB erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der Pharmaserv GmbH wird gemäß § 290 HGB in den Konzernabschluss der Porto Parent GmbH, Marburg, (kleinster Konsolidierungskreis) und der Infrareal Holding GmbH & Co. KG, Marburg, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch eingereicht. Grundsätze der RechnungslegungEntgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre. Dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen bei Gebäuden 10 - 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 10 - 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2018 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Danach werden abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit Anschaffungskosten bis € 250,00 netto als Betriebsausgabe erfasst. Bei Anschaffungs- und Herstellungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, mindert sich der Sammelposten nicht. Die Gegenstände des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungs- (Durchschnittswertverfahren) oder Herstellungskosten bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungs- bzw. Wiederherstellungskosten oder vom Verkaufspreis abgeleitete realisierbare Preise sowie alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit am Bilanzstichtag ergeben, werden durch Abschreibungen auf den niedrigeren Wert berücksichtigt. Bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet. Die unfertigen Leistungen sind zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Zinsen auf Fremdkapital werden generell nicht aktiviert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen angesetzt. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wird ertragswirksam korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Der Barwert der Verpflichtung (DBO) wird ermittelt, indem die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) abgezinst werden. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Die „Richttafeln 2018G“ von Prof. Klaus Heubeck werden seit 2018 angewendet. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Einmalig wurde im Geschäftsjähr eine zusätzliche Erhöhung innerhalb des Rentenanpassungstrends in Höhe von T€ 436 vorgenommen. Folgende ökonomische Rechnungsgrundlagen sind enthalten: scroll
Bei der Fluktuation wurden, wie im Vorjahr, alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Die Prozentsätze liegen zwischen 0,00% und 12,50%. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Ansatz der Rückstellungen für Jubiläen (T€ 914, Vorjahr: T€ 1.068) erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018G“ von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 0,00 % (Vorjahr 2,75 %) angenommen. Der Diskontierungszinssatz beträgt 1,74 % p.a. (Vorjahr 1,45 % p.a.). Bei der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,03 % p.a. (Vorjahr 0,52 % p.a.) und auf der Grundlage der „Richttafeln 2018G“ von Prof. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,10 % (Vorjahr 2,10 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurde der lnsolvenzschutz für Altersteilzeitguthaben, wie im Vorjahr, durch eine Kautionsversicherung sichergestellt. Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Mittel- und langfristige Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Kursen am Tag der Entstehung oder einem niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Mit den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Zahlungseingänge zeitanteilig abgegrenzt, die Ertrag für zukünftige Zeiträume darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin, d. h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Das im Geschäftsjahr 2023 in den immateriellen Vermögensgegenständen außerplanmäßig abgeschriebene ERP-Projekt in Höhe von T€ 305 wurde im Vorjahr noch unter dem Posten geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen (Vorjahr T€ 305). Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Vorräte Die unentgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert von einem Euro und die im November 2019 erworbenen CER-Emissionsrechte für T€ 8 unter den Vorräten ausgewiesen. Der Zeitwert (Börsenpreis) der Emissionsrechte am 31. Dezember 2023 beträgt T€ 4.046. Von den 1,3 Mio. Litern Heizöl, die im Jahr 2022 zur Absicherung einer eventuell eintretenden Gasmangellage zusätzlich beschafft wurden, wurden im Jahr 2023 1,0 Mio. Liter verkauft. Kursveränderungen wurden durch Kundenverträge abgesichert. Der Wert des Heizöls beträgt zum Stichtag T€ 447 (Vorjahr T € 1.595). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 58), Forderungen aus Intercompany-Darlehen in Höhe von T€ 5.500 (Vorjahr T€ 0) und Forderungen aus dem Cash Pooling mit der Pharmapark Jena GmbH in Höhe von T€ 4.781 (Vorjahr T€ 4.953). Des Weiteren sind enthalten debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 2.390 (Vorjahr T€ 55). Die weiteren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit T€ 222 (Vorjahr T€ 369) auf Forderungen aus der Vorsteuerabgrenzung aufgrund der seit dem 01.01.2022 bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Infrareal Holding GmbH & Co. KG sowie mit T€ 55 (Vorjahr T€ 0) auf sonstige Forderungen gegenüber der Infrareal Holding GmbH & Co. KG. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber dem Hauptzollamt für die Jahre 2022 und 2023. Von den Forderungen gegen das Hauptzollamt entsteht ein Betrag von T€ 532 rechtlich erst in 2024, da die notwendigen Anträge zum Bilanzstichtag noch nicht gestellt werden konnten. Die Forderung für 2022 über T€ 502 wurde in 2023 noch nicht erstattet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Wesentlichen, mit Ausnahme der Aktivwerte für Lebensarbeitszeitkonten i.H.v. T€ 542 (Vorjahr T€ 280), - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind - wie im Vorjahr - keine Disagien enthalten. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt T€ 39.872. Es setzt sich aus dem Gezeichneten Kapital von T€ 30 sowie der Kapitalrücklage von T€ 39.842 zusammen. Sonderposten mit Rücklageanteil Die aufgrund § 7d EStG gebildeten Sonderposten werden über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände passivisch abgegrenzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) eine um T€ 129 höhere Verpflichtung (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB). Sonstige Rückstellungen scroll
Die mitarbeiterbezogenen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Altersteilzeit, für Jubiläumszahlungen, für die Mitarbeitererfolgsbeteiligung sowie sonstige Personalkosten. Die Rückstellung für Altersteilzeit beträgt T€ 695 (Vorjahr T€ 697). Die ungewissen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen T€ 4.741 (Vorjahr T€ 3.443) für ausstehende Rechnungen sowie T€ 1.519 (Vorjahr T€ 1.048) für Umsatzminderungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 1.878 (Vorjahr T€ 9) Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, mit T€ 114.632 (Vorjahr T€ 91.107) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Porto Parent GmbH, Verbindlichkeiten gegenüber der Infrareal GmbH aus Cashpooling in Höhe von T€ 2.351 (Vorjahr T€ 2.131) sowie die Gewinnabführung in Höhe von T€ 17.549 (Vorjahr T€ 13.650). Weiterhin sind enthalten kreditorische Debitoren in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 0) und eine Verbindlichkeit im Rahmen der seit 2022 bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Infrareal Holding GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 1.578 (Vorjahr T€ 1.863). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen scroll
Unter den sonstigen Umsatzerlösen werden insbesondere Umsätze aus IT-Solutions ausgewiesen. Die Umsatzerlöse wurden unverändert annähernd zu 100% im Inland erwirtschaftet. Abschreibungen Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB in Höhe von T€ 4.983 (Vorjahr T€ 0) vorgenommen. Diese betreffen mit T€ 305 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und mit T€ 4.678 Abschreibungen auf Sachanlagen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insgesamt T€ 566 (Vorjahr T€ 2.280) periodenfremde Erträge. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 365; Vorjahr T€ 2.200) resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen. Die sonstigen periodenfremden Posten belaufen sich auf T€ 201 (Vorjahr T€ 80), wovon T€ 21 (Vorjahr T€ 0) den periodenfremden Erträgen aus Intercompany-Verrechnungen zuzuordnen sind. Daneben ist als größter Einzelposten der Ertrag aus dem Ökosteuer-Spitzenausgleich 2023 (T€ 260; Vorjahr T€ 241) enthalten. Die hier erfassten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten betragen wie im Vorjahr T€ 1. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf T€ 55 (Vorjahr T€ 20). Zinsergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 398 (Vorjahr T€ 140) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 175 (Vorjahr T€ 0). Darin enthalten ist ein Zinsertrag in Höhe von T€ 102, der sich im Jahr 2023 aus der Änderung des Abzinsungssatzes für Pensionsrückstellungen sowie für Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen ergibt. Im Vorjahr dagegen wurde ein Zinsaufwand in Höhe von T€ 136 ausgewiesen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.960 (Vorjahr T€ 3.108) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 296 (Vorjahr T€ 394). Gemäß BilMoG sind die Zinsanteile, die in Rückstellungen mit über 1-jähriger Laufzeit enthalten sind, im Zinsaufwand verbucht. Sonstige AngabenZahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter scroll
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Pharmaserv GmbH macht von der Befreiungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch, da das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Konzernabschluss angegeben wird. Verpflichtungen aus Bestellungen für begonnene Investitionsvorhaben Die Verpflichtungen (Obligen) aus Bestellungen für begonnene Investitionsvorhaben betrugen zum Abschlussstichtag T€ 22.990 (Vorjahr T€ 18.011). Haftungsverhältnisse Zur Sicherung der Darlehensschuld eines verbundenen Unternehmens, der Porto Parent GmbH, über T€ 171.134 (Vorjahr T€ 132.684) (Rahmenvertrag über T€ 205.000), sind die Geschäftsanteile sowie bestehende Bankkonten in Höhe von T€ 368 (Vorjahr T€ 19.687) der Pharmaserv GmbH verpfändet worden. Daneben gibt es mit einem verpfändeten laufenden Konto verbundene Termingelder in Höhe von T€ 4.507 (Vorjahr T€ 0) sowie ein Tagesgeldkonto in Höhe von T€ 15.995 (Vorjahr T€ 0). Bei Fälligkeit können die liquiden Mittel aus Termingeldern ausschließlich auf das verpfändete Bankkonto gebucht werden. Das gleiche gilt für das Tagesgeldkonto. Für Risiken aus diesem Haftungsverhältnis (Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten) waren keine Rückstellungen zu bilden, da bis zum Aufstellungszeitpunkt keine entsprechenden Ansprüche gestellt oder erkennbar waren. Die Porto Parent GmbH kann nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der guten wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der positiven Planung ihrer Beteiligungen ihre Zahlungsverpflichtungen in Zukunft erfüllen. An Bürgschaften wurden T€ 819 (Vorjahr T€ 819) in Form von Avalen gewährt. Für Risiken aus diesen gesicherten Gewährleistungen waren keine Rückstellungen zu bilden, da bis zum Aufstellungszeitpunkt keine entsprechenden Ansprüche gestellt oder erkennbar waren. Die zugrundeliegenden Verpflichtungen wurden bis zum Aufstellungszeitpunkt erfüllt, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Es liegen uns keine erkennbaren Anhaltspunkte vor, die eine andere Beurteilung erforderlich machen. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 50.913 (Vorjahr T€ 29.633), wovon T€ 6 (Vorjahr T€ 0) sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen. Die Laufzeiten teilen sich wie folgt auf: T€ 6.163 (Vorjahr T€ 3.561) weniger als ein Jahr, T€ 16.689 (Vorjahr T€ 8.071) zwischen einem und drei Jahren und T€ 28.061 (Vorjahr T€ 18.000) über drei Jahre. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Mieten, Leasing sowie um Wartungsgebühren. Die Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Es besteht außerdem eine wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Gesellschafterin Infrareal Holding GmbH & Co. KG in Form eines Dienstleistungsvertrages (Kaufmännischer Support, Personalmanagement, Group IT, Qualitätsmanagement und Marketing), dieser läuft unbestimmt, solange er nicht von einer Vertragspartei gekündigt wird. Der Umfang der Abrechnung betrug im Jahr 2023 T€ 8.619 (Vorjahr T€ 4.776). Darüber hinaus bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte. Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6 b Abs. 2 EnWG Es bestehen keine Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen, die aus der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen. Angabe zur Anwendung des EnWG n. F. Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG), die am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Aufgrund der geänderten Vorschriften hat die Pharmaserv GmbH als ehemaliger Objektnetzbetreiber den Antrag auf den Betrieb eines geschlossenen Verteilernetzes im Jahr 2011 gestellt, der im Jahr 2014 positiv beschieden wurde. Als geschlossenes Verteilernetz unterliegt die Pharmaserv den Vorgaben zur buchhalterischen Entflechtung (§ 6b EnWG). Für Pharmaserv ergeben sich die folgenden Tätigkeitsbereiche:
Mit unserem Tätigkeitsabschluss 2023 erfüllen wir die Berichtspflicht nach § 6b des EnWG. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung und für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs. Für die Elektrizitätsverteilung erstellen wir eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) gemäß den Anforderungen nach § 6b Abs. 3 EnWG. Geschäftsführung
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Gewinnverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Infrareal GmbH, Marburg, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. der Gesellschafterin ist erfasst.
Marburg, den 26. April 2024 Dr. Martin Egger, Geschäftsführer Peter Michael Weimar, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
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Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 6b Absatz 3 EnWGAllgemeine Erläuterungen:Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG), die am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Aufgrund der geänderten Vorschriften hat die Pharmaserv als ehemaliges Objektnetz den Antrag auf geschlossenes Verteilernetz im Jahr 2011 gestellt, der im Jahr 2014 positiv beschieden wurde. Als geschlossenes Verteilernetz unterliegt die Pharmaserv den Vorgaben zur buchhalterischen Entflechtung (§ 6b EnWG). Für Pharmaserv ergeben sich die folgenden Tätigkeitsbereiche:
In 2016 ist das Messstellenbetriebsgesetz mit Änderungen hinsichtlich der Entflechtung in Kraft getreten. Die rechtlichen Anforderungen daraus kamen nicht zur Anwendung, da noch keine intelligenten Zähler verbaut worden sind, weil für den Anwendungsfall RLM (Registrierende Leistungsmessung) intelligente Zähler nicht marktverfügbar sind. Pharmaserv hat sich bereits mit dem Thema befasst und die Kontentrennung durch die Einrichtung einer neuen Kostenstelle sichergestellt. Entsprechende Aufwendungen oder Erlöse sind bisher jedoch nicht angefallen. Mit unserem Tätigkeitsabschluss 2023 erfüllen wir die Berichtspflicht nach § 6b des EnWG. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung und für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs. Für die Elektrizitätsverteilung erstellen wir eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) gemäß den Anforderungen nach § 6b Absatz 3 EnWG. Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG:In Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 der Pharmaserv GmbH. Für die Berichterstattung wurden die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge dem Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zum großen Teil direkt zugeordnet. Das Anlagevermögen, die Forderungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden vollständig direkt zugeordnet. Personalbezogene Rückstellungen wurden weitestgehend direkt zugeordnet. Weitere Rückstellungen und der Overhead wurden geschlüsselt. Die geschlüsselten Positionen wurden anhand des Anlagevermögens (AK, HK), des Umsatzes, der FTE und des EBIT zugeordnet. Tätigkeits-Bilanz Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
Tätigkeits-Anlagengitter Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023scroll
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Tätigkeitsabschluss - Sonstige Angaben Elektrizitätsverteilung zum 31.12.2023Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
In 2023 ist in den Forderungen der Verlustausgleich des Stromnetzes enthalten. Rückstellungen scroll
Bei den sonstigen Rückstellungen zum 31.12.2023 und zum 31.12.2022 handelt es sich im wesentlichen um die Rückstellungen für Umsatzminderungen. Verbindlichkeiten scroll
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Netzabgaben Dezember und Ausgaben für Investitionen.
Marburg, den 26. April 2024 Dr. Martin Egger Peter Michael Weimar BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Pharmaserv GmbH, Marburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pharmaserv GmbH, Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pharmaserv GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit „Elektrizitätsverteilung“ nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Kassel, den 26. April 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Markus Küfner, Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Böhm, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. Mai 2024 festgestellt. |
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