Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 60335
Vorher
MFS-Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter HaftungUNICEPTA Gesellschaft für Medienanalyse mit beschränkter Haftung
Eingetragen
10.5.2007
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenVerlegen von ZeitungenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
die Durchführung von Medienbeobachtungen, Medienauswertungen und Medienanalysen einschließlich der redaktionellen Bearbeitung, Herstellung und Verteilung ausgewählter Unternehmens- und Marktinformationen für Industrie, Dienstleistung und Politik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maria Magdalena Maier
seit 9.12.2024
Prokura
Thomas Haderer
seit 17.5.2024
Prokura
Geschäftsführer
Andrea Missmahl
seit 5.7.2023
Prokura
Sebastian Nils Rohwer
seit 19.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SMC International Holdings LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

UNICEPTA HOLDING GMBH
Germany
25.500 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNICEPTA GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

Stand am 30.9.2023 Stand am 30.9.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.759.502,00 3.747.904,40
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 465.228,50 667.188,50
5.224.730,50 4.415.092,90
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.735,72 312.353,72
239.735,72 312.353,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.752.146,36 2.192.843,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.671.768,79 3.233.488,63
11.423.915,15 5.426.332,49
16.888.381,37 10.153.779,11
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.261.816,62 7.869.493,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.345.007,80 406.374,08
3. Sonstige Vermögensgegenstände 133.498,93 486.178,18
8.740.323,35 8.762.045,38
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 45.787,64 93.541,07
8.786.110,99 8.855.586,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 234.797,67 189.870,16
25.909.290,03 19.199.235,72

Passiva

Stand am 30.9.2023 Stand am 30.9.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.500,00 25.500,00
II. Kapitalrücklage 4.682.577,59 4.682.577,59
III. Gewinnrücklagen 675.000,00 675.000,00
5.383.077,59 5.383.077,59
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.302.518,04 1.666.450,51
2.302.518,04 1.666.450,51
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.010.948,50 897.646,15
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.920.897,73 2.225.013,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.175.394,44 8.226.917,91
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 9.119.551,36 (i. V. EUR 5.378.767,53)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.010.362,71 698.407,88
davon aus Steuern: EUR 211.471,13 EUR 213.222,12)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (i. V. EUR 19.165,21)
18.117.603,38 12.047.985,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 106.091,02 101.722,38
25.909.290,03 19.199.235,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.626.931,39 38.868.645,57
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.087.321,00 2.043.764,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 346.581,16 346.669,62
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.512.134,65 11.100.574,08
11.512.134,65 11.100.574,08
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.977.629,57 16.380.624,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.315.948,06 3.047.833,95
davon für Altersversorgung: EUR 42.485,88 (i. V. EUR 40.913,27)
21.293.577,63 19.428.457,99
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.900.949,46 1.195.698,48
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.240.158,94 4.702.602,36
8. Erträge aus Beteiligungen 90.881,67 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 90.881,67 (i. V. EUR 0,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 485.623,13 79.343,17
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 485.419,25 (i. V. EUR 79.141,49)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 551.778,53 -16.051,17
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.223,13 11.950,00
12. Ergebnis nach Steuern -1.117.516,01 -4.483.089,16
13. Sonstige Steuern 1.180,00 1.865,00
14. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen ausgeglichene Verluste 1.116.336,01 4.881.224,16
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die UNICEPTA GmbH - mit Sitz am Salierring 47-53, 50677 Köln - ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln, Abteilung B, unter der Nummer HRB 60335 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die UNICEPTA ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Von den Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde vollständig Gebrauch gemacht.

II. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt

Eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die gegebene Bedrohung einer vorübergehenden Liquiditätslücke durch auslaufende Kreditverträge auf Ebene der UNICEPTA Holding GmbH, der Muttergesellschaft der UNICEPTA GmbH.

Bezüglich der wichtigsten Ereignisse und Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit unseres Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen sowie sich hierauf beziehende Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zum Umgang mit diesen Ereignissen und Gegebenheiten verweisen wir auf unsere Darstellungen im Konzernlagebericht in den Abschnitten D. a.) "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" sowie D. b.) "Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken".

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz und GuV

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Anlagevermögen werden gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung und vorsichtigen Bewertung bilanziert und bewertet. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach Anschaffungspreisminderungen angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten - nach Anschaffungspreisminderungen - bewertet und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter unter EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Es wurde vom Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr sind keine Forschungskosten angefallen. Es wurde selbst entwickelte Software ab dem Zeitpunkt aktiviert, zu dem das geplante Fertigstellungsdatum feststand. In die Herstellungskosten sind die direkt zuordenbaren Personalkosten der internen Entwickler sowie in Rechnung gestellte externe Entwicklungskosten von insgesamt TEUR 2.120 eingeflossen. Die Fremdarbeitskräfte sind vollumfängliche Teammitglieder und unterliegen der Regie der UNICEPTA GmbH. Das Herstellungsrisiko wird hierbei ebenfalls von der UNICEPTA GmbH getragen. Der Ausweis erfolgt durch die Bruttomethode sowohl in den "Anderen aktivierten Eigenleistungen" als auch in den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" und im "Personalaufwand". Die Software wird linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Der Ansatz von Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert, zum Zeitpunkt des Erwerbs zu Anschaffungskosten, die neben dem Kaufpreis auch Anschaffungsnebenkosten sowie variable Bestandteile des Kaufpreises aufgrund von Earn-Out-Klauseln beinhalten, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Dabei wird angenommen, dass die Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Klauseln mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gegeben sind, jedoch bleibt eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich ihrer tatsächlichen Erfüllung bestehen.

Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um den Buchwert der Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB anzupassen, falls am Abschlussstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert vorliegt. Sollten sich später die Gründe für die Abschreibung als nicht mehr gegeben herausstellen, ist eine Zuschreibung möglich.

Bei der Bewertung der Finanzanlagen wird das Vorsichtsprinzip angewendet, um eine konservative Bewertung sicherzustellen und mögliche Risiken angemessen zu berücksichtigen. Dadurch soll die Zuverlässigkeit der Bewertung und die Vermeidung von Fehlbewertungen gewährleistet werden.

Der Ansatz der Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfolgt zum Anschaffungskurs bzw. niedrigeren EUR-Stichtagskurs.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung und vorsichtigen Bewertung bilanziert und bewertet. Sie werden zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden gebildet, wenn eine Forderung im Wert gemindert ist Pauschalwertberichtigungen werden gebildet, um mögliche Forderungsausfälle zu berücksichtigen, die aus bestimmten Gründen nicht im Einzelnen erfasst werden können. Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj.TEUR 95) und eine Pauschalwertberichtigung von TEUR 36 (i. Vj. TEUR 26) vorgenommen.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung und vorsichtigen Bewertung bilanziert und bewertet. Sie werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden gebildet, wenn eine Forderung im Wert gemindert ist. Pauschalwertberichtigungen werden gebildet, um mögliche Forderungsausfälle zu berücksichtigen, die aus bestimmten Gründen nicht im Einzelnen erfasst werden können. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 837 (i. Vj. TEUR 406) und haben insgesamt wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von einem Jahr.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr

5. Flüssige Mittel

Die Bilanzierung der flüssigen Mittel erfolgt ebenfalls zum Nominalbetrag und setzt sich aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalbetrag angesetzt.

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen sind zum Nominalbetrag bewertet. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Zum Abschlussstichtag unterliegen die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 4.759 (i.Vj. TEUR 3.748) einer Ausschüttungssperre. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft zwischen der UNICEPTA GmbH und der UNICEPTA Holding GmbH werden in der Bilanz der UNICEPTA GmbH keine passiven latenten Steuern in Bezug auf die immateriellen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Stattdessen werden diese steuerlichen Aspekte auf Ebene der UNICEPTA Holding GmbH behandelt und verbucht.

8. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen allen bis zum Aufstellungszeitpunkt erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für variable Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb der Adwired AG, Zürich, von insgesamt TEUR 356 (i. Vj. TEUR 506), Bonuszahlungen an Mitarbeiter und Tantiemen in Höhe von insgesamt TEUR 490 (i. Vj. TEUR 545), Rückvergütungen an Kunden in Höhe von TEUR 123 (i. Vj. TEUR 108), Resturlaubsansprüche in Höhe von TEUR 293 (i. Vj. TEUR 293) sowie Ansprüche aus Sozialplanmaßnahmen und sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 758 (i. Vj. TEUR 0).

9. Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 1.011 (i. Vj. EUR 898) und betreffen eine Betriebsmittellinie mit einer Laufzeit von einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 2.554 (i. Vj. TEUR 2.991) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 11.621 (i. Vj. TEUR 5.236) Darlehensverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die unter dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen sind, betreffen in vollem Umfang die UNICEPTA Holding GmbH, Köln. Diese Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 9.120 (i. Vj. TEUR 5.236.

10. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen belaufen sich auf TEUR 2.087 (i. Vj. TEUR 2.044) und betreffen Entwicklungskosten für Software, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Es bestehen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 42), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 61 (i. Vj. TEUR 0) und weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 154).

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Weiterberechnungen der Muttergesellschaft UNICEPTA Holding GmbH, Köln, aufgrund eines Management-Service-Vertrages. Die Geschäftsführer erhalten die Vergütungen von der UNICEPTA Holding GmbH, Köln. Es bestehen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 20) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 456 (i. Vj. TEUR 46).

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für die Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 29.576 (i. V. TEUR 31.609). Die UNICEPTA Holding GmbH, Köln, hat zum Erwerb der Anteile an der Gesellschaft Bankdarlehen in Höhe von nominal TEUR 34.000 aufgenommen, welche zum 30. September 2023 mit nominal TEUR 29.576 (i. V. TEUR 31.609) valutierten. Diesen Kreditverträgen ist die Gesellschaft am 28. März 2018 beigetreten und hat die Mithaftung übernommen. Zur Besicherung der Verbindlichkeit gegenüber der Norddeutschen Landesbank (Konsortialkreditgeber der UNICEPTA Holding GmbH) bestehen nachfolgende Sicherheitsabtretungen: Abtretung aller gegenwärtigen und künftigen bedingten und unbedingten Forderungen zusammen mit den Nebenrechten, Forderungen und sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit den Gewerblichen Schutzrechten, Ansprüche auf und aus Gutschriften und Guthabenbeträge einschließlich sämtlicher Zinsansprüche Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung, der Sicherungsübereignung, der Globalzession und der verpfändeten Bankkonten wird als hoch eingestuft, da es derzeit Anzeichen dafür gibt, dass die UNICEPTA Holding GmbH ihren Verpflichtungen aus den Kreditverträgen nicht nachkommen wird.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im kommenden Jahr in Höhe von TEUR 1.245 (i. Vj. TEUR 983), über die Gesamtrestlaufzeit der Verträge (bis Mitte 2028) in Höhe von TEUR 5.054 (i. Vj. TEUR 5.158).
Anteilsbesitz Die Unicepta Information Consulting (China) Ltd., Shanghai/China, wurde Ende September 2012 gegründet. Das Stammkapital in Höhe von EUR 150.000,00 ist in Höhe von EUR 50.000,00 eingezahlt. Die Restzahlung ist nicht eingefordert und innerhalb von 30 Jahren einzuzahlen.
Das Eigenkapital zum 30. September 2023 beläuft sich auf umgerechnet EUR 2.344.827,43. Es wurde ein Jahresüberschuss von umgerechnet EUR 650.473,34. erzielt. Die UNICEPTA USA Inc., Washington, wurde Ende Februar 2014 gegründet. Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag zum 30. September 2023 in Höhe von umgerechnet EUR 112.839,11. Es wurde ein Jahresfehlbetrag zum 30. September 2023 von umgerechnet EUR 40.695,94 ausgewiesen.
Die UNICEPTA UK Ltd., Birmingham, wurde am 3. Juli 2019 gegründet. Es besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag zum 30. September 2023 in Höhe von umgerechnet EUR 2.402.132,86. Es wurde ein Jahresfehlbetrag zum 30. September 2023 von umgerechnet EUR 757.364,42 ausgewiesen.
Die UNICEPTA Suisse AG (vormals: Adwired AG), Zürich, wurde am 30. Juni 2022 gekauft (Signing). Vollzug ist am 30. September 2022 erfolgt (Closing). Das Eigenkapital zum 30. September 2022 beläuft sich auf umgerechnet EUR 653.892,14. Es wurde ein Jahresüberschuss zum 30. September 2022 von umgerechnet EUR 302.973,29 erzielt.
An allen Gesellschaften ist die UNICEPTA GmbH, Köln, zu 100 % beteiligt.
Ergebnisabführungsvertrag Die UNICEPTA schloss am 12. Juli 2013 einen Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen, der UNICEPTA Holding GmbH, Köln, ab. Der Ergebnisabführungsvertrag trat am 1. Oktober 2013 in Kraft.
Geschäftsführung - Jochen Freese, (bis 04.05.2023), CEO, Vorsitzender der Geschäftsführung
- Theres Essmann (bis 30.06.2023), Geschäftsführerin Senior Strategic Advisory
- Sebastian Rohwer, Co-CEO
- Timo Thomann-Rompf (bis 30.03.2023), Geschäftsführer Produktportfolio und USA
- Martine Meerkatt, Co-CEO (von 15.05.2023 bis 24.07.2023)
- Alexander Peinemann (seit 24.07.2023), Co-CEO
Bezüge Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Organmitglieder beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt TEUR 819.
Durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern 466 Arbeitnehmer, davon 293 Vollzeit und 173 in Teilzeit.
Organschaft Es besteht eine steuerliche Organschaft mit der UNICEPTA Holding GmbH.
Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der UNICEPTA Holding GmbH, Köln, und wird in den übergeordneten Konzernabschluss der UNICEPTA Holding GmbH, Köln, einbezogen. DIE UNICEPTA Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konzernkreis auf. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Chancen- und Risikobericht im Lagebericht.

V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 15. Januar 2024 hat die Muttergesellschaft UNICEPTA Holding GmbH eine Änderungsvereinbarung und damit eine Aktualisierung der bestehenden Kreditverträge abgeschlossen. Durch die Änderungsvereinbarung wurde Einigkeit darüber erzielt, dass zwei Tilgungszahlungen bis zum 31. August 2024 ausgesetzt werden. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen dazu im Chancen- und Risikobericht im Lagebericht.

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Betriebsrat der UNICEPTA GmbH gemeinsam beschlossene Mitarbeiterabbau, für den ein Interessensausgleich und Sozialplan sowie eine sog. BV Zukunft verhandelt und am 15. September 2023 unterzeichnet worden sind, wird in zwei Wellen vollzogen. Teil der zweiten Welle ist ein Freiwilligenprogramm gem. geschlossener Vereinbarungen mit dem Betriebsrat. Auf Basis des Freiwilligenprogramms können Arbeitnehmer freiwillig per Aufhebungsvertrag ausscheiden und erhalten in dem Fall einen Abfindungsanspruch analog den Regelungen des vereinbarten Sozialplans. Ziel des Programms ist das Erreichen eines weiteren Einspareffekts im Bereich von Personalkosten in Höhe von EUR 1,5 Mio. Ein Anspruch des Arbeitnehmers auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags besteht jedoch nicht (Grundsatz der doppelten Freiwilligkeit). Meldungen zum Freiwilligenprogramm konnten bis zum 15. Februar 2024 erfolgen. Die zum 15. Februar 2024 eingegangen Meldungen zur Teilnahme am Freiwilligenprogramm überschreiten das gesetzte Einsparziel. Die entsprechenden Aufhebungsverträge werden bis zum 29. Februar 2024 abgeschlossen.

Im Februar 2024 wurde beschlossen, im laufenden Geschäftsjahr Factoring als Finanzierungsinstrument einzuführen. Hierzu wurde ein Vertrag geschlossen, durch den eine gesicherte Factoringlinie in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. ab März 2024 zur Verfügung stehen wird.

 

Köln, den 29. Februar 2024

UNICEPTA GmbH

Geschäftsführung

Alexander Peinemann

Sebastian Rohwer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens der UNICEPTA GmbH, Köln, im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2022 Zugänge Abgänge Stand am 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.627.782,71 2.120.391,23 0,00 6.748.173,94
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.129.610,02 458.388,81 25.750,00 4.562.248,83
8.757.392,73 2.578.780,04 25.750,00 11.310.422,77
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.599.782,85 84.939,02 0,00 2.684.721,87
2.599.782,85 84.939,02 0,00 2.684.721,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.192.843,86 559.302,50 0,00 2.752.146,36
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.233.488,63 5.438.280,16 0,00 8.671.768,79
5.426.332,49 5.997.582,66 0,00 11.423.915,15
16.783.508,07 8.661.301,72 25.750,00 25.419.059,79
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.10.2022 Zugänge Abgänge Stand am 30.9.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 879.878,31 1.108.793,63 0,00 1.988.671,94
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.462.421,52 634.598,81 0,00 4.097.020,33
4.342.299,83 1.743.392,44 0,00 6.085.692,27
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.287.429,13 157.557,02 0,00 2.444.986,15
2.287.429,13 157.557,02 0,00 2.444.986,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
6.629.728,96 1.900.949,46 0,00 8.530.678,42
Buchwerte
Stand am 30.9.2023 Stand am 30.9.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.759.502,00 3.747.904,40
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 465.228,50 667.188,50
5.224.730,50 4.415.092,90
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239.735,72 312.353,72
239.735,72 312.353,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.752.146,36 2.192.843,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.671.768,79 3.233.488,63
11.423.915,15 5.426.332,49
16.888.381,37 10.153.779,11

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell der Gesellschaft

UNICEPTA GmbH (kurz: "UNICEPTA") ist die operative Gesellschaft, deren Muttergesellschaft die UNICEPTA Holding GmbH (kurz: "UNICEPTA Holding") eine reine Holdingfunktion einnimmt.

UNICEPTA ist ein globaler Anbieter für Media, Marketing und Corporate Intelligence. Mit KI-getriebener Technologie und über 450 Analyse- und Monitoring-Experten analysiert UNICEPTA weltweit verfügbare Inhalte aus Social, Online, Print, TV und Rundfunk sowie zahlreichen anderen Datenquellen - in Echtzeit und zu jedem anderen gewünschten Zeitpunkt. Kurz: UNICEPTA ermöglicht Unternehmen, besser zuzuhören und entsprechende Handlungen abzuleiten. Die Analysen und Insights dienen global agierenden und branchenführenden Unternehmen und Organisationen als Basis für Entscheidungen der Unternehmensführung sowie in Kommunikation und Marketing. Die Büros von UNICEPTA und der Gesellschaften des UNICEPTA Konzerns befinden sich in Berlin, Köln (Zentrale), London, São Paulo, Shanghai, Washington DC und Zürich. In Deutschland vertrauen eine Vielzahl von Dax-Unternehmen auf die Expertise von UNICEPTA.

UNICEPTA hat eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in China namens Unicepta Information Consulting (China) Ltd., die als eine zu 100 % ausländische Kapitalgesellschaft registriert ist und eine vollumfängliche Geschäftslizenz für die Volksrepublik China besitzt.

UNICEPTA hat darüber hinaus eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in den USA, UNICEPTA USA Inc., die vollumfänglich und mit einem festen Team operativ in den USA tätig ist.

UNICEPTA hat darüber hinaus eine 100%-ige Tochtergesellschaft in Großbritannien, UNI-CEPTA UK Ltd., die vollumfänglich und mit einem festen Team operativ in Großbritannien tätig ist. Im Geschäftsjahr hat UNICPETA UK Ltd. den Geschäftsbetrieb durch Erwerb der Marble Global Ltd., Birmingham, England, erweitert.

UNICEPTA hat im September 2022 die Adwired AG in Zürich erworben. Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft die vollumfänglich und mit einem festen Team operativ in der Schweiz und in Rumänien tätig ist und zwischenzeitlich als UNICEPTA Suisse AG firmiert.

UNICEPTA hat darüber hinaus eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in Brasilien, UNICEPTA Brasil LTDA.

Darüber hinaus verfügt UNICEPTA über ein weltweites Netzwerk von rund 60 Kooperationspartnern und Medienanalysten.

b) Ziele und Strategie

UNICEPTA legt weiterhin den Fokus auf Kernmärkte und Kernkunden in der DACH-Region, um hier den Kunden, den gewohnten Premium Service zu liefern. Des Weiteren sollen die Zukäufe der jüngeren Vergangenheit - insbesondere in UK als weiterer Kernregon - weiter in ihren jeweiligen Märkten gefestigt und neue Kunden erschlossen werden. Darüber hinaus werden die bereits implementierten KI-Lösungen und weitere technologische Innovationen weiterentwickelt, damit der Ausbau der technologischen Kompetenz der UNICEPTA fortgeschrieben werden kann.

UNICEPTA erfasst, selektiert, priorisiert und strukturiert die relevanten Informationen aus über 460 Mio. Quellen - crossmedial, global, 24/7/365 und praktisch in Echtzeit. Neueste KI-getriebene Technologien kombiniert UNICEPTA dabei mit dem Wissen seiner Experten.

Neben dem klassischen Media Monitoring liegen Schwerpunkte auf Lösungen für Social Listening, Real-time Analytics und Issue-Management-Systemen für Kommunikations- und Marketingverantwortliche. Die Erfassung und Analyse des medialen und digitalen Raums mithilfe von KI-gestützten Tools liefert dabei eine Outside-In-Perspektive darauf, wie Themen, Akteure und Marken von der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert werden. Ausgeliefert werden die Informationen und Insights über digitale, individuell konfigurierte Plattformen, Apps, Reports und Newsroom-Lösungen.

Die Kunden von UNICEPTA erhalten so Lösungen, um immer komplexere Informationsströme in Echtzeit im Blick zu behalten und ihre Kommunikation effektiv strategisch auszurichten, zu steuern und zu optimieren.

Folgende Produkte bietet UNICEPTA seinen Kunden insbesondere an:

Strategische Medienspiegel, die eine Übersicht über die kundenspezifisch priorisierten Themen aus der Medienlandschaft bieten

Briefings und Abstracts zur aktuellen Lage oder spezifischen Themen, von multilingualen Redaktionsteams in bis zu 26 Sprachen erstellt

Social Listening - auch in Form von Newsfeeds und Alerts

Real-time Monitoring/Analytics

CEO- und Corporate-Reputation

Medienanalyse - beinhaltet auch Ad-hoc-Reports, Event-Analysen bis hin zu strukturierten Issue-Betrachtungen, in Bezug auf individuelle Fragestellungen zu Themen und Trends, die Reputation, den Wettbewerb, Kampagnen und Events, Stakeholder und Influencern

Issue Monitoring zur frühzeitigen Erkennung von Risken und Chancen

c) Steuerungssystem

UNICEPTA wird von den Geschäftsführern Sebastian Rohwer und Alexander Peinemann (seit 24. Juli 2023) geleitet, unterstützt von vier weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung und bilden so zusammen das Management Team. Die Organisationsstruktur gliedert sich in die Bereiche Sales, Operations, Technology, Finance, People & Culture, Business Development, die jeweils durch ein Mitglied des Management Team verantwortet werden.

UNICEPTA hat verschiedene interne Kontrollsysteme, um Risiken entgegenzuwirken. Das Management Team verfolgt anhand von monatlichen Umsatz- und Ergebnisberichten und KPIs die Geschäftsentwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche. In den Berichten werden verschiedene Vergleichsperioden gegenübergestellt (Budget, Vormonat, Vorjahr, Last Twelve Months (LTM)). Bei signifikanten Abweichungen erfolgt eine detaillierte Abweichungsanalyse. Darüber hinaus gibt es Freigabesysteme für Personaleinstellungen sowie für Anschaffungen und Projekte, die gewisse Wertgrenzen überschreiten. Eine detaillierte und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung bietet Transparenz auf Kunden- und Produktebene. Das in diesem Zusammenhang genutzte Projekt-Controlling-Tool, bietet Projektteams eine Software-Anwendung, um insbesondere die Personalkosten im Blick zu haben und die Profitabilität von Kunden und Projekten abzubilden. Des Weiteren fungiert Salesforce als CRM Tool für ein effizienteres Sales- und Kundenaccount-Controlling. Eine jährliche Risikobewertung über alle Bereiche (Reputation, Business, Finance, HR, Cyber etc.) mit konkreten Annahmen zur Wahrscheinlichkeit des Eintritts sowie zum maximalen Schaden, schafft Transparenz für Management und Fachbereiche über das grundsätzliche Risikopotential.

UNICEPTA hat verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren definiert, die bezogen auf die operative Gesellschaft regelmäßig berichtet, verfolgt und zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren in diesem Zusammenhang sind das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA sowie der Umsatz. Das EBITDA ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt: Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsergebnis und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Media Intelligence Markt war im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt von einer Mischung aus wirtschaftlicher Erholung, technologischer Innovation, digitaler Transformation, regulatorischen Veränderungen und soziopolitischen Faktoren. Zu den Schlüsselfaktoren gehören:

Globale Wirtschaftsschwankungen: Das Jahr zeigte eine moderate globale wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie, allerdings mit regionalen Unterschieden. Einige Volkswirtschaften erlebten ein robustes Wachstum, das die Werbe- und Medienausgaben ankurbelte, was sich positiv auf den Sektor der Medienintelligenz auswirkte. Dieses Wachstum wurde jedoch durch inflationäre Drucke und geopolitische Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt gedämpft, was zu vorsichtigen Ausgaben in einigen Bereichen führte.

Technologische Fortschritte: Rasante technologische Fortschritte, insbesondere in den Bereichen Kl und maschinelles Lernen, setzten ihre Umgestaltung des Medienintelligenzmarktes fort. Diese Technologien verbesserten die Fähigkeiten von Medienüberwachungstools und ermöglichten präzisere und Echtzeitanalysen. Diese Verschiebung stimulierte nicht nur die Nachfrage, sondern intensivierte auch den Wettbewerb zwischen den Anbietern, um innovative Lösungen anzubieten.

Digitale Mediennutzungstrends: Es gab einen signifikanten Anstieg im digitalen Medienkonsum, ein Trend, der durch die COVID-19-Pandemie beschleunigt wurde und weiterhin anhält. Diese Verschiebung erforderte eine stärkere Konzentration auf digitale Kanäle innerhalb der Medienintelligenzdienste und trieb das Wachstum in diesem Sektor voran. Unternehmen, die sich schnell an diese Veränderung anpassten, indem sie ihre digitalen Medienüberwachungskapazitäten erweiterten, erlangten einen Wettbewerbsvorteil.

Regulatorisches Umfeld: Datenschutz- und -nutzungspraktiken unterliegen weltweit einer zunehmenden regulatorischen Aufmerksamkeit. Dieser gestiegene regulatorische Druck beeinflusste die Art und Weise, wie Medienintelligenzfirmen Daten sammeln, verarbeiten und nutzen, und erforderte Investitionen in Compliance und Datenschutzmaßnahmen.

Soziopolitische Faktoren: Das soziopolitische Klima, einschließlich Ereignissen wie Wahlen und sozialen Bewegungen, hatte einen signifikanten Einfluss auf Medien-Narrative. Dies steigerte die Nachfrage nach Medienintelligenzdiensten, da Organisationen versuchten, die sich entwickelnde Medienlandschaft zu verstehen und zu navigieren.

Wirtschaftspolitische Veränderungen: Geld- und fiskalpolitische Maßnahmen in Schlüsselmärkten, die darauf abzielten, die Inflation einzudämmen und das Wirtschaftswachstum zu stimulieren, hatten gemischte Auswirkungen auf den Mediensektor. Während einige Politiken den Konsum und die Werbung ankurbelten, führten andere zu reduzierten Marketingbudgets, was die Nachfrage nach Medienintelligenzdiensten beeinflusste.

Die Marktentwicklung hat zu einer verstärkten Nachfrage nach Echtzeit-Monitoring- und Analyse-Leistung geführt, da Unternehmen das Krisenmanagement im Blick behalten müssen. Gleichzeitig werden die Budgets kritisch überprüft, neu verteilt und Entscheidungen von Budgetverantwortlichen verzögern sich. Die Qualitätsanforderungen an den digitalen Newsflow und die Medienanalysen steigen. Neben quantitativen Analysen werden zunehmend qualitative Auswertungen und damit zusammenhängende Beratungsdienstleistungen nachgefragt. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erhöht die Nachfrage nach Corporate Intelligence Produkten zur Einhaltung der dort definierten Sorgfaltspflichten und der Einhaltung von Menschenrechten.

UNICEPTA hat im Geschäftsjahr signifikante Beträge in die Weiterentwicklung des Produktportfolios und in die Personal- und Organisationsstruktur investiert.

Permanente Weiterentwicklung bei globalen Content Providern als auch kontinuierliche Anpassungen und Weiterentwicklungen der UNICEPTA Dashboards- und Portallandschaft sowie neuen Produkten werden im Markt äußerst positiv angenommen und dienen dem Ausbau der Innovations- und Marktführerschaft.

C. Geschäftsverlauf

Einige Wachstumsinitiativen der Vergangenheit waren nicht erfolgreich, bzw. nicht so schnell erfolgreich wie sie geplant worden sind. Des Weiteren schreitet der Ausbau und die Nutzung von technologischen Lösungen voran, sodass am Ende des Jahres der Betriebsrat und die Geschäftsführung der UNICEPTA GmbH einen Interessensausgleich und Sozialplan verhandelt haben um sich in zwei Wellen von in Summe 85 Mitarbeiter*innen zu trennen.

Die Kündigungen sind zum größten Teil bereits ausgesprochen und ein Großteil der betroffenen Mitarbeiter wird das Unternehmen zum Dezember 2023 verlassen.

Diese Maßnahme war erforderlich, um Ergebnisziele zu erreichen und die Liquidität zu entlasten, da diese Ressourcen nicht mehr benötigt werden bzw. durch technologische Lösung ersetzt werden/worden sind.

a) Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft beträgt im Berichtszeitraum TEUR 40.627 (i. Vj. TEUR 38.869) und liegt damit um TEUR 1.758 (+4,5 %) über dem Vorjahr und innerhalb der Erwartungen. Es konnten sowohl im Heimatmarkt Deutschland als auch international neue Großkunden hinzugewonnen werden und Kundenverluste aus dem Bestand überkompensiert werden

Im Geschäftsjahr wurden Eigenleistungen im Bereich selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.087 (i. Vj. TEUR 2.044) aktiviert. Diesbezüglich verweisen wir auf die Analyse der Vermögenslage.

Hauptbestandteil der betrieblichen Aufwendungen sind die Personalaufwendungen. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.294 (i. Vj. TEUR 19.428). Sie beinhalten Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungen im Rahmen des Sozialplans in Höhe von TEUR 988 (i. Vj. n/a). Die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft belief sich zum 30. September 2023 auf 489 Mitarbeiter*innen (Vj. 462).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Zuge der Umsatzsteigerung von TEUR 11.101 auf TEUR 11.512 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf vermehrtes Outsourcing im Dienstleistungserstellungsprozess im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Den bezogenen Entwicklungsleistungen stehen die aktivierten Eigenleistungen für neue Produkte und die Optimierung der Dienstleistungserstellungsprozesse gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.538 (+54,0 %) gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Einkauf von IT-Entwicklungsleistungen von der Tochtergesellschaft Ubermetrics in Höhe von TEUR 2.086. Im Rahmen der strategischen Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr IT-Entwicklungsleistungen von der Gesellschaft an die Ubermetrics ausgelagert. Den bezogenen Entwicklungsleistungen stehen die aktivierten Eigenleistungen für neue Produkte und die Optimierung der Dienstleistungserstellungsprozesse gegenüber.

Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 457 enthalten. Höhere IT-Kosten (+TEUR 336 bzw. +52,5 %), Reisekosten (+TEUR 97 bzw. + 52,6 %) und Mietaufwendungen (+TEUR 113 bzw. +12,4 %) wurden kompensiert durch geringere Aufwendungen für Personalbeschaffung (TEUR -265 bzw. -72,8 %) und niedrigere Beratungskosten (TEUR -331 bzw. -32,9 %). Die Beratungskosten des Vorjahres waren geprägt vom Erwerb von Finanzanlagen und der Umsetzung der Unternehmens- und Wachstumsstrategie.

Das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung beläuft sich auf TEUR 1.116 (i. Vj. TEUR 4.881).

b) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr wurden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.087 aktiviert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software zur weiteren Automatisierung des Produkterstellungsprozesses und um neue Produktangebote für die Zielgruppe Media Intelligence sowie Produktangebote für neue Zielgruppen.

Im Vorjahr hat UNICEPTA ihren internationalen Footprint durch den Erwerb der Adwired AG um die Schweiz erweitert. Im Zuge der Akquisition wurden Earnout-Zahlungen in Abhängigkeit der Erreichung bestimmter Performance-Ziele vereinbart. Im Geschäftsjahr wurde die Auszahlung weiterer Earn-out Tranchen als hinreichend sicher eingestuft. Entsprechend sind nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 409 angefallen.

Die Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Ausgabe eines neuen Darlehens an UNICEPTA UK Ltd. (TEUR 4.200) zur Finanzierung der Akquisition der Marble Global Ltd., Birmingham, England, durch die UNICEPTA UK Ltd. sowie aus der Ausgabe weiterer Darlehen im Rahmen der konzerninternen Finanzierung.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2023 betrug TEUR 7.262 (i. Vj. TEUR 7.870). Aufgrund der hohen Bonität der UNICEPTA-Kunden besteht keine wesentliche Gefahr von Wertberichtigungen.

c) Finanzlage und Kapitalstruktur

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum 30. September 2023 TEUR 46 (i. Vj. TEUR 93). Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang jedoch auf Abschnitt D.a).

Das Eigenkapital betrug zum 30. September 2023 TEUR 5.383 und ist aufgrund der Gewinnabführung unverändert zum Vorjahr geblieben.

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr um 38% gestiegen und reflektieren die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Die Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Abfindungen und Freistellungen im Rahmen des vereinbarten Sozialplans in Höhe von TEUR 758.

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 18.118 (i. Vj. TEUR 12.048). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Zuge der Konzernfinanzierung zurückzuführen, die als Ausleihungen an Tochtergesellschaften weitergereicht wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt um TEUR 5.949 auf TEUR 14.175 angestiegen. Diese zusätzlichen Mittel wurden verwendet, um die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und der Finanzanlagen (siehe hierzu Analyse der Vermögenslage) zu finanzieren und stellen ein wesentliches Finanzierungsinstrument der Gesellschaft dar. Sie umfassen Verbindlichkeiten aus Darlehen und Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11.621 (i. Vj. TEUR 5.236) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.554 (i. Vj. TEUR 2.991) enthalten.

Der UNICEPTA wurde eine Betriebsmittel-Rahmen-Linie in Höhe von TEUR 3.000 zur Verfügung gestellt. Diese wurde im Berichtszeitraum zur Finanzierung des Working Capitals in Höhe von TEUR 1.011 (i. Vj. TEUR 898) in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind mit TEUR 1.921 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (i. Vj. TEUR 2.225).

d) Gesamtaussage und Leistungsindikatoren

Wie oben bereits beschrieben, sind die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA sowie der Umsatz. Das EBITDA ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt: Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsergebnis und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.

Das EBITDA der Gesellschaft beträgt im Berichtszeitraum TEUR 3.014 (i. Vj. TEUR 6.027). Darin enthalten sind als einmalig klassifizierte Personalaufwendungen im Wesentlichen aus den eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.619 sowie einmalige oder periodenfremde sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge in Höhe von TEUR 910. Somit ergibt sich ein bereinigtes EBITDA in Höhe von TEUR 5.542 (i. Vj. TEUR 7.094).

UNICEPTA konnte im Vergleich zum Vorjahr den Umsatz um 4,5 % steigern, was leicht über den Erwartungen des Vorjahres liegt. Wesentlicher Grund hierfür ist die Gewinnung neuer Großkunden, die Kundenverluste aus dem Bestand überkompensiert haben. Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.550 (-21,9 %) gesunken, was deutlich hinter der Vorjahresprognose liegt. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Kosten aus bezogenen Entwicklungs- und sonstigen Fremdleistungen sowie auf einen Anstieg der Personalkosten zurückzuführen.

Die UNICEPTA GmbH ist ein Unternehmen, dass seine Daseinsberechtigung am Markt durch seinen guten Kundenzugang und seinen sehr guten Vertriebserfolg (Anzahl gewonnener Pitches im Verhältnis zur Gesamtanzahl der Pitches) belegt. Der Ausbau der technologischen Lösungen sowie die Ergebnisverbesserung durch die Effekte aus dem Interessensausgleich und Sozialplan werden die Marktposition und Lage der UNICEPTA weiter stärken.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die gegebene Bedrohung einer vorübergehenden Liquiditätslücke durch auslaufende Kreditverträge auf Ebene der UNICEPTA Holding GmbH, der Muttergesellschaft der UNICEPTA GmbH.

Hierbei muss drauf hingewiesen werden, dass die UNICEPTA GmbH von der UNICEPTA Holding über ein Cash-Pooling mit finanziellen Mitteln ausgestattet wird und die UNICEPTA GmbH selbst über keine entsprechenden Kreditverträge verfügt. Daher wird im Folgenden auf dem UNICEPTA Konzern verwiesen.

Die finanziellen Mittel für die Unternehmensfortführung basieren auf den laufenden Einnahmen der Medienanalyse abzüglich der Personal-, Verwaltungs- und Finanzierungskosten. Bei ausbleibenden Einnahmen und/oder steigenden Kosten besteht daher grundsätzlich das Risiko eines Liquiditätsengpasses, der vom Hintergrund einer stabilen Unternehmensentwicklung lediglich temporär gälte. Wie für eine Leverage-Buyout Transaktion üblich, bedient das Mutterunternehmen Bankendarlehen, auch um die operativen Schwankungen der Betriebsmittel aufzufangen. Teile der aktuellen Darlehen laufen planmäßig innerhalb des Prognosezeitraums von einem Jahr aus und sind gegenwärtig noch nicht durch eine Anschlussfinanzierung gesichert. Entsprechende Gespräche laufen aktuell, sind aber noch nicht abgeschlossen.

Sollte eine Anschlussfinanzierung auslaufender Finanzverbindlichkeiten nicht, nur teilweise oder nur zu wesentlich schlechteren Konditionen als geplant erreicht werden können, kann dies dazu führen, dass der UNICEPTA Konzern einschließlich der UNICEPTA GmbH zusätzliche Maß-nahmen zur Generierung finanzieller Mittel ergreifen muss, da ansonsten ein finanzieller Engpass besteht. Weiterhin kann zusätzlicher Liquiditätsbedarf aus Ereignissen resultieren, die außerhalb des geschäftlichen Einflussbereichs von UNICEPTA liegen.

Zudem hat der Mehrheitsgesellschafter der UNICEPTA Holding GmbH in der Vergangenheit, zum Beispiel in Rahmen von Zukäufen, stets dafür Sorge getragen, dass der Kapitalbedarf des Konzerns sichergestellt ist. Es ist aktuell nicht davon auszugehen, dass dies künftig nicht der Fall sein wird. Um dieses Risiko zu begegnen, hat der Mehrheitsgesellschafter für den Prognosezeitraums eine entsprechende Absichtserklärung abgegeben.

Im Falle, dass eine Anschlussfinanzierung nicht gesichert werden kann und die seitens des UNICEPTA Konzerns bzw. dessen Mehrheitsgesellschafter ergriffenen Maßnahmen den entstehenden Bedarf an finanziellen Mitteln nicht decken können, besteht das Risiko, dass der UNICEPTA Konzern einschließlich der UNICEPTA GmbH seine Geschäftstätigkeit nicht weiterführen kann. Die Geschäftsführung geht auf Basis der Planungen davon aus, dass dies künftig nicht der Fall sein wird.

b) Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken

Im vergangenen Geschäftsjahr kam es auf Ebene der UNICEPTA Holding zu einem Verstoß gegen Covenant Auflagen der Kreditvereinbarungen. Fällige Tilgungszahlungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Kreditgeber gestundet. Am 15. Januar 2024 hat die Muttergesellschaft der UNICEPTA eine Änderungsvereinbarung und damit eine Aktualisierung der bestehenden Kreditverträge abgeschlossen.

Insgesamt sind bei der UNICEPTA Holding GmbH zum 31. August 2024 zwei Tilgungszahlungen von insgesamt EUR 3,8 Mio. zu leisten. Weitere Tilgungs- und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. sind zum 30. September 2024 fällig.

Außerhalb des angesetzten Prognosezeitraums sind die verbleibenden Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag in Höhe von EUR 24,4 Mio. am 31. März 2025 fällig.

Das Cashmanagement und die Refinanzierung oder Prolongation der bestehenden Kreditlinien ist vor dem Hintergrund von auslaufenden Kreditlinien und dem fällig werden der gestundeten Tilgungen noch wichtiger für das Management der UNICEPTA.

Vor dem Hintergrund des Covenant-Verstoßes hat sich das Risiko für die finanzielle Lage der UNICEPTA jedoch deutlich erhöht.

Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen und die Refinanzierung/Prolongation der Kreditlinien entsprechend prioritär im Fokus - siehe Ausführungen oben. Diese Maßnahmen umfassen die aktuellen Restrukturierungsmaßnahmen, die Intensivierung von Bemühungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie Maßnahmen zur Evaluierung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten. Die Maßnahmen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Verbleibende Risiken bestehen im operativen Bereich. Insbesondere wurde initiiert, im laufenden Geschäftsjahr Factoring als Finanzierungsinstrument einzuführen. Hierzu wurde im Februar 2024 ein Vertrag geschlossen, durch den eine gesicherte Factoringlinie in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. ab März 2024 zur Verfügung steht. Diese Maßnahme ist Teil unserer strategischen Finanzplanung und zielt darauf ab, die finanzielle Flexibilität und Stabilität des Unternehmens zu stärken und das Working Capital Management zu optimieren. Durch die Einführung von Factoring sowie die Kostenmaßnahmen und das bewährte, stringente Cashmanagement geht die Geschäftsführung bei planmäßigem Unternehmensverlauf davon aus, die fälligen Tilgungs- und Zinszahlungen im laufenden Geschäftsjahr bedienen zu können. Darüber hinaus erhielt die Konzernmutter am 15. Februar 2024 eine Liquiditätszusage zur Schließung von etwaigen Liquiditätslücken zum 31. August 2024 sofern und soweit bis dahin nicht die Einführung von Factoring bei der Gesellschaft erfolgt ist und zu einem Liquiditätszufluss im Hochlauf von mindestens 2,7 Mio. EUR geführt hat.

Zusammengefasst steht die Gruppe vor bedeutenden finanziellen Herausforderungen, die ein umsichtiges und proaktives Finanzmanagement erfordern. Maßnahmen wurden ergriffen und die Geschäftsführung ist entschlossen, weitere erforderliche Maßnahmen zu ergreifen, um die finanzielle Stabilität wiederherzustellen und langfristig zu sichern.

c) Weitere Risiken, Chancen und Prognose

Die Prognosen für 2023 deuten auf ein gemischtes Bild der weltwirtschaftlichen Entwicklung hin. Laut OECD und IWF ist mit einer moderaten Wachstumsverlangsamung zu rechnen. Dies ist hauptsächlich auf die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Spannungen, sowie Lieferkettenprobleme zurückzuführen. Der Inflationsdruck bleibt ein zentrales Thema, wesentlich getrieben durch steigende Energiepreise und anhaltende Lieferengpässe.

Die OECD hat in ihrem jährlichen Wirtschaftsausblick, vorgestellt im November 2023, prognostiziert, dass das Wirtschaftswachstum, insbesondere in Europa, schwach bleiben wird, trotz sinkender Inflation. Globale geopolitische Spannungen, Kriege, Digitalisierung und Anpassungen in der Klimapolitik werden als Faktoren genannt, die die Weltwirtschaft belasten. Es wird erwartet, dass die Wirtschaftszahlen für 2024 schwach bleiben, mit Deutschland als Beispiel, wo ein Wachstum von nur 0,6 % für das kommende Jahr prognostiziert wird. Für 2024 wird ein globales Wachstum von 2,7 % erwartet, nach einem Wachstum von 2,9 % im Jahr 2023. Die OECD beschreibt die Situation als "moderate Verlangsamung", gefolgt von einer Normalisierung, wobei das Wachstum bis 2025 zu nahezu trendmäßigen Raten zurückkehren und die Inflation zu den Zielen der Zentralbanken konvergieren soll. 1

Der Weltwirtschaftsausblick des IWF vom Juli 2023 prognostiziert, dass das globale Wachstum von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,0 % in den Jahren 2023 und 2024 zurückgehen wird. Diese Prognose ist leicht höher als frühere Vorhersagen, bleibt aber historisch gesehen schwach. Der Anstieg der Zentralbankpolitikzinsen zur Bekämpfung der Inflation wirkt sich weiterhin auf die wirtschaftliche Aktivität aus. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,8 % im Jahr 2023 und 5,2 % im Jahr 2024 sinkt, wobei die Kerninflation langsamer zurückgeht und die Inflationsprognosen für 2024 nach oben korrigiert wurden. 2

Beim Media Intelligence Markt handelt es sich weiter um einen nach wie vor fragmentierten Markt, in dem eine Vielzahl von Anbietern Medienspiegel, Medienanalysen und Social Media Monitoring/Analysen anbieten. Während jedoch eine zunehmende Konsolidierung im Kernmarkt zu beobachten ist, treten durch den steigenden Bedarf an KI-Technologien sowie Beratungsdienstleistungen zunehmend neue Anbieter in den Wettbewerb ein. Der Markt ist signifikant beeinflusst von der aktuellen Entwicklung im Bereich der digitalen Transformation getrieben durch technologischen Fortschritt insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz und insbesondere geprägt von folgenden Faktoren:

Globalisierung und steigender Informationsbedarf in Unternehmen

Handhabbarkeit der immer größer werdenden Datenmassen durch Reduktion auf Wesentliches und actionable Insights

Steigende Nachfrage nach der eigenen Kredibilität im Kontext von Nachhaltigkeitskriterien / ESG

Zunehmender Informationsbedarf bezüglich eigener Lieferanten und Kunden (Lieferketten Sorgfaltspflichten in Lieferketten, Businessrisiken)

Zunehmende Digitalisierung und Echtzeitbelieferung im Bereich Monitoring, aber auch All Media Analytics über erstklassige Dashboard- und Portalanwendungen

Zunehmende Digitalisierung und Verdichtung der Medien

Realtime-Analytics und Newsroom Konzepten

1 OECD (2023) Economic Outlook, November 2023 7a5f73ce-en.pdf (oecd-ilibrary.org)
2 IMF World Economic Outlook Update, July 2023: Near-Term Resilience, Persistent Challenges World Economic Outlook Update July 2023: Near-Term Resilience Persistent Challenges (imf.org)

Dies führt dazu, dass Unternehmen intelligente und globale Media Intelligence Dienstleistungen als unersetzlich und als Kernservices für moderne Kommunikations- und Marketingabteilung sowie für Vorstandsstäbe einstufen. Für UNICEPTA ergibt sich daraus zusätzliches weltweites Wachstumspotenzial.

Die Positionierung der UNICEPTA als Innovations- und Qualitätsführer im Markt für Media Intelligence Lösungen wird zudem durch die stetig steigende Komplexität von Informationen und die damit verbundene Nachfrage nach intelligenten und passgenauen Konzepten für das digitale Informationsmanagement weiter gestärkt.

Nachfolgend sind die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angegeben:

Einige Kundenverträge der UNICEPTA haben eine Laufzeit von nur zwölf Monaten mit einer automatischen Verlängerung, wenn nicht drei Monate vor Jahresablauf gekündigt wird. Hier sieht die Geschäftsführung ein Risiko, welches aber durch engen Kundenkontakt versucht wird einzuschränken. Große Aufträge haben in der Regel eine Laufzeit von drei Jahren und werden dann wahlweise erneut ausgeschrieben. In der Vergangenheit ist es dem Unternehmen überwiegend gelungen, Ausschreibungen bei bestehenden Kunden zu gewinnen.

Als weiteres Risiko sieht UNICEPTA bei der ausreichenden Verfügbarkeit und Gewinnung von qualifizierten Fachkräften in einem umkämpften Arbeitsmarkt. Jedoch wirkt UNICEPTA dieser Entwicklung entgegen, indem sie die Rekrutierungskanäle permanent überprüft und erweitert und zudem gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Unternehmensattraktivität und der Mitarbeiterbindung durchführt.

Die Geschäftsführung erwartet für das neue Geschäftsjahr einen Umsatz auf Niveau des Vorjahres verbunden mit einer leichten Verbesserung des um Einmaleffekte bereinigten EBITDAs durch die verabschiedeten und bereits umgesetzten Maßnahmen. Geplant sind weitere Investitionen in die bestehenden Auslandsmärkte und in innovative, technologiebasierte Produkte bei gleichzeitiger Optimierung der Leistungserstellungsprozesse.

Die Geschäftsführung geht für das kommende Geschäftsjahr von einer stabilen Vermögens- und Finanzlage aus.

 

Köln, den 29. Februar 2024

UNICEPTA GmbH

Geschäftsführung

Alexander Peinemann

Sebastian Rohwer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die UNICEPTA GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der UNICEPTA GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNICEPTA GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt II. "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und in den Abschnitten D. a.) "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" sowie D. b.) "Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts. Hier beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft finanziell von ihrem Mutterunternehmen abhängig ist und dass im Konzern die Refinanzierung der in den Jahren 2024 und 2025 auslaufende Kreditverträge eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darstellt.

Im vergangenen Geschäftsjahr kam es auf Ebene der UNICEPTA Holding zu einem Verstoß gegen Covenant Auflagen der Kreditvereinbarungen. Fällige Tilgungszahlungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Kreditgeber gestundet. Am 15. Januar 2024 hat die Muttergesellschaft der UNICEPTA eine Änderungsvereinbarung und damit eine Aktualisierung der bestehenden Kreditverträge abgeschlossen.

Insgesamt sind bei der UNICEPTA Holding GmbH zum 31. August 2024 zwei Tilgungszahlungen von insgesamt EUR 3,8 Mio. zu leisten. Weitere Tilgungs- und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. sind zum 30. September 2024 fällig.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde initiiert, Factoring als Finanzierungsinstrument einzuführen. Hierzu wurde im Februar 2024 ein Vertrag geschlossen, durch den eine gesicherte Factoringlinie in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. ab März 2024 zur Verfügung steht. Darüber hinaus erhielt die Konzernmutter am 15. Februar 2024 eine Liquiditätszusage zur Schließung von etwaigen Liquiditätslücken zum 31. August 2024 sofern und soweit bis dahin nicht die Einführung von Factoring bei der Gesellschaft erfolgt ist und zu einem Liquiditätszufluss im Hochlauf von mindestens 2,7 Mio. EUR geführt hat.

Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen, um die Refinanzierung sichern zu können. Diese Maßnahmen umfassen die aktuellen Restrukturierungsmaßnahmen, die Intensivierung von Bemühungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie Maßnahmen zur Evaluierung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten. Die Maßnahmen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Verbleibende Risiken bestehen im operativen Bereich.

Durch die Einführung von Factoring, die Kostensenkungsmaßnahmen und das bewährte stringente Cashmanagement geht die Geschäftsführung bei planmäßigem Unternehmensverlauf davon aus, die fälligen Tilgungs- und Zinszahlungen im laufenden Geschäftsjahr bedienen zu können.

Wie in Abschnitt II. "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und in den Abschnitten D. a.) "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" sowie D. b.) "Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 29. Februar 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer

Michael Klotz, Wirtschaftsprüfer

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