immowoba GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Magdalena Maier seit 9.12.2024 | Prokura |
Thomas Haderer seit 17.5.2024 | Prokura |
Alexander Nicolas Berthold Peinemann seit 11.9.2023 | Geschäftsführer |
Andrea Missmahl seit 5.7.2023 | Prokura |
Sebastian Nils Rohwer seit 19.10.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SMC International Holdings LLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
UNICEPTA GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023I. ALLGEMEINE ANGABEN Die UNICEPTA GmbH - mit Sitz am Salierring 47-53, 50677 Köln - ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln, Abteilung B, unter der Nummer HRB 60335 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die UNICEPTA ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Von den Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurde vollständig Gebrauch gemacht. II. Bestandsgefährdende Risiken Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt Eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die gegebene Bedrohung einer vorübergehenden Liquiditätslücke durch auslaufende Kreditverträge auf Ebene der UNICEPTA Holding GmbH, der Muttergesellschaft der UNICEPTA GmbH. Bezüglich der wichtigsten Ereignisse und Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit unseres Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen sowie sich hierauf beziehende Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zum Umgang mit diesen Ereignissen und Gegebenheiten verweisen wir auf unsere Darstellungen im Konzernlagebericht in den Abschnitten D. a.) "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" sowie D. b.) "Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken". III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz und GuV 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Anlagevermögen werden gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung und vorsichtigen Bewertung bilanziert und bewertet. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach Anschaffungspreisminderungen angesetzt und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten - nach Anschaffungspreisminderungen - bewertet und linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter unter EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden analog § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Es wurde vom Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr sind keine Forschungskosten angefallen. Es wurde selbst entwickelte Software ab dem Zeitpunkt aktiviert, zu dem das geplante Fertigstellungsdatum feststand. In die Herstellungskosten sind die direkt zuordenbaren Personalkosten der internen Entwickler sowie in Rechnung gestellte externe Entwicklungskosten von insgesamt TEUR 2.120 eingeflossen. Die Fremdarbeitskräfte sind vollumfängliche Teammitglieder und unterliegen der Regie der UNICEPTA GmbH. Das Herstellungsrisiko wird hierbei ebenfalls von der UNICEPTA GmbH getragen. Der Ausweis erfolgt durch die Bruttomethode sowohl in den "Anderen aktivierten Eigenleistungen" als auch in den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" und im "Personalaufwand". Die Software wird linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Der Ansatz von Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zum Nominalwert, zum Zeitpunkt des Erwerbs zu Anschaffungskosten, die neben dem Kaufpreis auch Anschaffungsnebenkosten sowie variable Bestandteile des Kaufpreises aufgrund von Earn-Out-Klauseln beinhalten, bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Dabei wird angenommen, dass die Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Klauseln mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gegeben sind, jedoch bleibt eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich ihrer tatsächlichen Erfüllung bestehen. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um den Buchwert der Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB anzupassen, falls am Abschlussstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert vorliegt. Sollten sich später die Gründe für die Abschreibung als nicht mehr gegeben herausstellen, ist eine Zuschreibung möglich. Bei der Bewertung der Finanzanlagen wird das Vorsichtsprinzip angewendet, um eine konservative Bewertung sicherzustellen und mögliche Risiken angemessen zu berücksichtigen. Dadurch soll die Zuverlässigkeit der Bewertung und die Vermeidung von Fehlbewertungen gewährleistet werden. Der Ansatz der Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfolgt zum Anschaffungskurs bzw. niedrigeren EUR-Stichtagskurs. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung und vorsichtigen Bewertung bilanziert und bewertet. Sie werden zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden gebildet, wenn eine Forderung im Wert gemindert ist Pauschalwertberichtigungen werden gebildet, um mögliche Forderungsausfälle zu berücksichtigen, die aus bestimmten Gründen nicht im Einzelnen erfasst werden können. Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj.TEUR 95) und eine Pauschalwertberichtigung von TEUR 36 (i. Vj. TEUR 26) vorgenommen. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden gemäß den Grundsätzen der Einzelbewertung und vorsichtigen Bewertung bilanziert und bewertet. Sie werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden gebildet, wenn eine Forderung im Wert gemindert ist. Pauschalwertberichtigungen werden gebildet, um mögliche Forderungsausfälle zu berücksichtigen, die aus bestimmten Gründen nicht im Einzelnen erfasst werden können. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 837 (i. Vj. TEUR 406) und haben insgesamt wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von einem Jahr. 4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5. Flüssige Mittel Die Bilanzierung der flüssigen Mittel erfolgt ebenfalls zum Nominalbetrag und setzt sich aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalbetrag angesetzt. 7. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklagen sind zum Nominalbetrag bewertet. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Zum Abschlussstichtag unterliegen die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 4.759 (i.Vj. TEUR 3.748) einer Ausschüttungssperre. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft zwischen der UNICEPTA GmbH und der UNICEPTA Holding GmbH werden in der Bilanz der UNICEPTA GmbH keine passiven latenten Steuern in Bezug auf die immateriellen Vermögensgegenstände ausgewiesen. Stattdessen werden diese steuerlichen Aspekte auf Ebene der UNICEPTA Holding GmbH behandelt und verbucht. 8. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen allen bis zum Aufstellungszeitpunkt erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für variable Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb der Adwired AG, Zürich, von insgesamt TEUR 356 (i. Vj. TEUR 506), Bonuszahlungen an Mitarbeiter und Tantiemen in Höhe von insgesamt TEUR 490 (i. Vj. TEUR 545), Rückvergütungen an Kunden in Höhe von TEUR 123 (i. Vj. TEUR 108), Resturlaubsansprüche in Höhe von TEUR 293 (i. Vj. TEUR 293) sowie Ansprüche aus Sozialplanmaßnahmen und sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 758 (i. Vj. TEUR 0). 9. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 1.011 (i. Vj. EUR 898) und betreffen eine Betriebsmittellinie mit einer Laufzeit von einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 2.554 (i. Vj. TEUR 2.991) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 11.621 (i. Vj. TEUR 5.236) Darlehensverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die unter dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen sind, betreffen in vollem Umfang die UNICEPTA Holding GmbH, Köln. Diese Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 9.120 (i. Vj. TEUR 5.236. 10. Andere aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen belaufen sich auf TEUR 2.087 (i. Vj. TEUR 2.044) und betreffen Entwicklungskosten für Software, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert wurden. 11. Sonstige betriebliche Erträge Es bestehen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 42), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 61 (i. Vj. TEUR 0) und weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 154). 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Weiterberechnungen der Muttergesellschaft UNICEPTA Holding GmbH, Köln, aufgrund eines Management-Service-Vertrages. Die Geschäftsführer erhalten die Vergütungen von der UNICEPTA Holding GmbH, Köln. Es bestehen Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 20) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 456 (i. Vj. TEUR 46). IV. Sonstige Angaben
V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 15. Januar 2024 hat die Muttergesellschaft UNICEPTA Holding GmbH eine Änderungsvereinbarung und damit eine Aktualisierung der bestehenden Kreditverträge abgeschlossen. Durch die Änderungsvereinbarung wurde Einigkeit darüber erzielt, dass zwei Tilgungszahlungen bis zum 31. August 2024 ausgesetzt werden. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen dazu im Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Betriebsrat der UNICEPTA GmbH gemeinsam beschlossene Mitarbeiterabbau, für den ein Interessensausgleich und Sozialplan sowie eine sog. BV Zukunft verhandelt und am 15. September 2023 unterzeichnet worden sind, wird in zwei Wellen vollzogen. Teil der zweiten Welle ist ein Freiwilligenprogramm gem. geschlossener Vereinbarungen mit dem Betriebsrat. Auf Basis des Freiwilligenprogramms können Arbeitnehmer freiwillig per Aufhebungsvertrag ausscheiden und erhalten in dem Fall einen Abfindungsanspruch analog den Regelungen des vereinbarten Sozialplans. Ziel des Programms ist das Erreichen eines weiteren Einspareffekts im Bereich von Personalkosten in Höhe von EUR 1,5 Mio. Ein Anspruch des Arbeitnehmers auf Abschluss eines Aufhebungsvertrags besteht jedoch nicht (Grundsatz der doppelten Freiwilligkeit). Meldungen zum Freiwilligenprogramm konnten bis zum 15. Februar 2024 erfolgen. Die zum 15. Februar 2024 eingegangen Meldungen zur Teilnahme am Freiwilligenprogramm überschreiten das gesetzte Einsparziel. Die entsprechenden Aufhebungsverträge werden bis zum 29. Februar 2024 abgeschlossen. Im Februar 2024 wurde beschlossen, im laufenden Geschäftsjahr Factoring als Finanzierungsinstrument einzuführen. Hierzu wurde ein Vertrag geschlossen, durch den eine gesicherte Factoringlinie in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. ab März 2024 zur Verfügung stehen wird.
Köln, den 29. Februar 2024 UNICEPTA GmbH Geschäftsführung Alexander Peinemann Sebastian Rohwer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens der UNICEPTA GmbH, Köln, im Geschäftsjahr 2022/2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023A. Grundlagen der Gesellschaft a) Geschäftsmodell der Gesellschaft UNICEPTA GmbH (kurz: "UNICEPTA") ist die operative Gesellschaft, deren Muttergesellschaft die UNICEPTA Holding GmbH (kurz: "UNICEPTA Holding") eine reine Holdingfunktion einnimmt. UNICEPTA ist ein globaler Anbieter für Media, Marketing und Corporate Intelligence. Mit KI-getriebener Technologie und über 450 Analyse- und Monitoring-Experten analysiert UNICEPTA weltweit verfügbare Inhalte aus Social, Online, Print, TV und Rundfunk sowie zahlreichen anderen Datenquellen - in Echtzeit und zu jedem anderen gewünschten Zeitpunkt. Kurz: UNICEPTA ermöglicht Unternehmen, besser zuzuhören und entsprechende Handlungen abzuleiten. Die Analysen und Insights dienen global agierenden und branchenführenden Unternehmen und Organisationen als Basis für Entscheidungen der Unternehmensführung sowie in Kommunikation und Marketing. Die Büros von UNICEPTA und der Gesellschaften des UNICEPTA Konzerns befinden sich in Berlin, Köln (Zentrale), London, São Paulo, Shanghai, Washington DC und Zürich. In Deutschland vertrauen eine Vielzahl von Dax-Unternehmen auf die Expertise von UNICEPTA. UNICEPTA hat eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in China namens Unicepta Information Consulting (China) Ltd., die als eine zu 100 % ausländische Kapitalgesellschaft registriert ist und eine vollumfängliche Geschäftslizenz für die Volksrepublik China besitzt. UNICEPTA hat darüber hinaus eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in den USA, UNICEPTA USA Inc., die vollumfänglich und mit einem festen Team operativ in den USA tätig ist. UNICEPTA hat darüber hinaus eine 100%-ige Tochtergesellschaft in Großbritannien, UNI-CEPTA UK Ltd., die vollumfänglich und mit einem festen Team operativ in Großbritannien tätig ist. Im Geschäftsjahr hat UNICPETA UK Ltd. den Geschäftsbetrieb durch Erwerb der Marble Global Ltd., Birmingham, England, erweitert. UNICEPTA hat im September 2022 die Adwired AG in Zürich erworben. Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft die vollumfänglich und mit einem festen Team operativ in der Schweiz und in Rumänien tätig ist und zwischenzeitlich als UNICEPTA Suisse AG firmiert. UNICEPTA hat darüber hinaus eine 100 %-ige Tochtergesellschaft in Brasilien, UNICEPTA Brasil LTDA. Darüber hinaus verfügt UNICEPTA über ein weltweites Netzwerk von rund 60 Kooperationspartnern und Medienanalysten. b) Ziele und Strategie UNICEPTA legt weiterhin den Fokus auf Kernmärkte und Kernkunden in der DACH-Region, um hier den Kunden, den gewohnten Premium Service zu liefern. Des Weiteren sollen die Zukäufe der jüngeren Vergangenheit - insbesondere in UK als weiterer Kernregon - weiter in ihren jeweiligen Märkten gefestigt und neue Kunden erschlossen werden. Darüber hinaus werden die bereits implementierten KI-Lösungen und weitere technologische Innovationen weiterentwickelt, damit der Ausbau der technologischen Kompetenz der UNICEPTA fortgeschrieben werden kann. UNICEPTA erfasst, selektiert, priorisiert und strukturiert die relevanten Informationen aus über 460 Mio. Quellen - crossmedial, global, 24/7/365 und praktisch in Echtzeit. Neueste KI-getriebene Technologien kombiniert UNICEPTA dabei mit dem Wissen seiner Experten. Neben dem klassischen Media Monitoring liegen Schwerpunkte auf Lösungen für Social Listening, Real-time Analytics und Issue-Management-Systemen für Kommunikations- und Marketingverantwortliche. Die Erfassung und Analyse des medialen und digitalen Raums mithilfe von KI-gestützten Tools liefert dabei eine Outside-In-Perspektive darauf, wie Themen, Akteure und Marken von der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert werden. Ausgeliefert werden die Informationen und Insights über digitale, individuell konfigurierte Plattformen, Apps, Reports und Newsroom-Lösungen. Die Kunden von UNICEPTA erhalten so Lösungen, um immer komplexere Informationsströme in Echtzeit im Blick zu behalten und ihre Kommunikation effektiv strategisch auszurichten, zu steuern und zu optimieren. Folgende Produkte bietet UNICEPTA seinen Kunden insbesondere an:
c) Steuerungssystem UNICEPTA wird von den Geschäftsführern Sebastian Rohwer und Alexander Peinemann (seit 24. Juli 2023) geleitet, unterstützt von vier weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung und bilden so zusammen das Management Team. Die Organisationsstruktur gliedert sich in die Bereiche Sales, Operations, Technology, Finance, People & Culture, Business Development, die jeweils durch ein Mitglied des Management Team verantwortet werden. UNICEPTA hat verschiedene interne Kontrollsysteme, um Risiken entgegenzuwirken. Das Management Team verfolgt anhand von monatlichen Umsatz- und Ergebnisberichten und KPIs die Geschäftsentwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche. In den Berichten werden verschiedene Vergleichsperioden gegenübergestellt (Budget, Vormonat, Vorjahr, Last Twelve Months (LTM)). Bei signifikanten Abweichungen erfolgt eine detaillierte Abweichungsanalyse. Darüber hinaus gibt es Freigabesysteme für Personaleinstellungen sowie für Anschaffungen und Projekte, die gewisse Wertgrenzen überschreiten. Eine detaillierte und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung bietet Transparenz auf Kunden- und Produktebene. Das in diesem Zusammenhang genutzte Projekt-Controlling-Tool, bietet Projektteams eine Software-Anwendung, um insbesondere die Personalkosten im Blick zu haben und die Profitabilität von Kunden und Projekten abzubilden. Des Weiteren fungiert Salesforce als CRM Tool für ein effizienteres Sales- und Kundenaccount-Controlling. Eine jährliche Risikobewertung über alle Bereiche (Reputation, Business, Finance, HR, Cyber etc.) mit konkreten Annahmen zur Wahrscheinlichkeit des Eintritts sowie zum maximalen Schaden, schafft Transparenz für Management und Fachbereiche über das grundsätzliche Risikopotential. UNICEPTA hat verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren definiert, die bezogen auf die operative Gesellschaft regelmäßig berichtet, verfolgt und zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren in diesem Zusammenhang sind das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA sowie der Umsatz. Das EBITDA ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt: Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsergebnis und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Media Intelligence Markt war im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt von einer Mischung aus wirtschaftlicher Erholung, technologischer Innovation, digitaler Transformation, regulatorischen Veränderungen und soziopolitischen Faktoren. Zu den Schlüsselfaktoren gehören: Globale Wirtschaftsschwankungen: Das Jahr zeigte eine moderate globale wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie, allerdings mit regionalen Unterschieden. Einige Volkswirtschaften erlebten ein robustes Wachstum, das die Werbe- und Medienausgaben ankurbelte, was sich positiv auf den Sektor der Medienintelligenz auswirkte. Dieses Wachstum wurde jedoch durch inflationäre Drucke und geopolitische Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt gedämpft, was zu vorsichtigen Ausgaben in einigen Bereichen führte. Technologische Fortschritte: Rasante technologische Fortschritte, insbesondere in den Bereichen Kl und maschinelles Lernen, setzten ihre Umgestaltung des Medienintelligenzmarktes fort. Diese Technologien verbesserten die Fähigkeiten von Medienüberwachungstools und ermöglichten präzisere und Echtzeitanalysen. Diese Verschiebung stimulierte nicht nur die Nachfrage, sondern intensivierte auch den Wettbewerb zwischen den Anbietern, um innovative Lösungen anzubieten. Digitale Mediennutzungstrends: Es gab einen signifikanten Anstieg im digitalen Medienkonsum, ein Trend, der durch die COVID-19-Pandemie beschleunigt wurde und weiterhin anhält. Diese Verschiebung erforderte eine stärkere Konzentration auf digitale Kanäle innerhalb der Medienintelligenzdienste und trieb das Wachstum in diesem Sektor voran. Unternehmen, die sich schnell an diese Veränderung anpassten, indem sie ihre digitalen Medienüberwachungskapazitäten erweiterten, erlangten einen Wettbewerbsvorteil. Regulatorisches Umfeld: Datenschutz- und -nutzungspraktiken unterliegen weltweit einer zunehmenden regulatorischen Aufmerksamkeit. Dieser gestiegene regulatorische Druck beeinflusste die Art und Weise, wie Medienintelligenzfirmen Daten sammeln, verarbeiten und nutzen, und erforderte Investitionen in Compliance und Datenschutzmaßnahmen. Soziopolitische Faktoren: Das soziopolitische Klima, einschließlich Ereignissen wie Wahlen und sozialen Bewegungen, hatte einen signifikanten Einfluss auf Medien-Narrative. Dies steigerte die Nachfrage nach Medienintelligenzdiensten, da Organisationen versuchten, die sich entwickelnde Medienlandschaft zu verstehen und zu navigieren. Wirtschaftspolitische Veränderungen: Geld- und fiskalpolitische Maßnahmen in Schlüsselmärkten, die darauf abzielten, die Inflation einzudämmen und das Wirtschaftswachstum zu stimulieren, hatten gemischte Auswirkungen auf den Mediensektor. Während einige Politiken den Konsum und die Werbung ankurbelten, führten andere zu reduzierten Marketingbudgets, was die Nachfrage nach Medienintelligenzdiensten beeinflusste. Die Marktentwicklung hat zu einer verstärkten Nachfrage nach Echtzeit-Monitoring- und Analyse-Leistung geführt, da Unternehmen das Krisenmanagement im Blick behalten müssen. Gleichzeitig werden die Budgets kritisch überprüft, neu verteilt und Entscheidungen von Budgetverantwortlichen verzögern sich. Die Qualitätsanforderungen an den digitalen Newsflow und die Medienanalysen steigen. Neben quantitativen Analysen werden zunehmend qualitative Auswertungen und damit zusammenhängende Beratungsdienstleistungen nachgefragt. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erhöht die Nachfrage nach Corporate Intelligence Produkten zur Einhaltung der dort definierten Sorgfaltspflichten und der Einhaltung von Menschenrechten. UNICEPTA hat im Geschäftsjahr signifikante Beträge in die Weiterentwicklung des Produktportfolios und in die Personal- und Organisationsstruktur investiert. Permanente Weiterentwicklung bei globalen Content Providern als auch kontinuierliche Anpassungen und Weiterentwicklungen der UNICEPTA Dashboards- und Portallandschaft sowie neuen Produkten werden im Markt äußerst positiv angenommen und dienen dem Ausbau der Innovations- und Marktführerschaft. C. Geschäftsverlauf Einige Wachstumsinitiativen der Vergangenheit waren nicht erfolgreich, bzw. nicht so schnell erfolgreich wie sie geplant worden sind. Des Weiteren schreitet der Ausbau und die Nutzung von technologischen Lösungen voran, sodass am Ende des Jahres der Betriebsrat und die Geschäftsführung der UNICEPTA GmbH einen Interessensausgleich und Sozialplan verhandelt haben um sich in zwei Wellen von in Summe 85 Mitarbeiter*innen zu trennen. Die Kündigungen sind zum größten Teil bereits ausgesprochen und ein Großteil der betroffenen Mitarbeiter wird das Unternehmen zum Dezember 2023 verlassen. Diese Maßnahme war erforderlich, um Ergebnisziele zu erreichen und die Liquidität zu entlasten, da diese Ressourcen nicht mehr benötigt werden bzw. durch technologische Lösung ersetzt werden/worden sind. a) Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft beträgt im Berichtszeitraum TEUR 40.627 (i. Vj. TEUR 38.869) und liegt damit um TEUR 1.758 (+4,5 %) über dem Vorjahr und innerhalb der Erwartungen. Es konnten sowohl im Heimatmarkt Deutschland als auch international neue Großkunden hinzugewonnen werden und Kundenverluste aus dem Bestand überkompensiert werden Im Geschäftsjahr wurden Eigenleistungen im Bereich selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.087 (i. Vj. TEUR 2.044) aktiviert. Diesbezüglich verweisen wir auf die Analyse der Vermögenslage. Hauptbestandteil der betrieblichen Aufwendungen sind die Personalaufwendungen. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.294 (i. Vj. TEUR 19.428). Sie beinhalten Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungen im Rahmen des Sozialplans in Höhe von TEUR 988 (i. Vj. n/a). Die Beschäftigtenzahl der Gesellschaft belief sich zum 30. September 2023 auf 489 Mitarbeiter*innen (Vj. 462). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Zuge der Umsatzsteigerung von TEUR 11.101 auf TEUR 11.512 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf vermehrtes Outsourcing im Dienstleistungserstellungsprozess im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Den bezogenen Entwicklungsleistungen stehen die aktivierten Eigenleistungen für neue Produkte und die Optimierung der Dienstleistungserstellungsprozesse gegenüber. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.538 (+54,0 %) gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Einkauf von IT-Entwicklungsleistungen von der Tochtergesellschaft Ubermetrics in Höhe von TEUR 2.086. Im Rahmen der strategischen Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr IT-Entwicklungsleistungen von der Gesellschaft an die Ubermetrics ausgelagert. Den bezogenen Entwicklungsleistungen stehen die aktivierten Eigenleistungen für neue Produkte und die Optimierung der Dienstleistungserstellungsprozesse gegenüber. Darüber hinaus sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 457 enthalten. Höhere IT-Kosten (+TEUR 336 bzw. +52,5 %), Reisekosten (+TEUR 97 bzw. + 52,6 %) und Mietaufwendungen (+TEUR 113 bzw. +12,4 %) wurden kompensiert durch geringere Aufwendungen für Personalbeschaffung (TEUR -265 bzw. -72,8 %) und niedrigere Beratungskosten (TEUR -331 bzw. -32,9 %). Die Beratungskosten des Vorjahres waren geprägt vom Erwerb von Finanzanlagen und der Umsetzung der Unternehmens- und Wachstumsstrategie. Das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung beläuft sich auf TEUR 1.116 (i. Vj. TEUR 4.881). b) Vermögenslage Im Geschäftsjahr wurden selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.087 aktiviert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software zur weiteren Automatisierung des Produkterstellungsprozesses und um neue Produktangebote für die Zielgruppe Media Intelligence sowie Produktangebote für neue Zielgruppen. Im Vorjahr hat UNICEPTA ihren internationalen Footprint durch den Erwerb der Adwired AG um die Schweiz erweitert. Im Zuge der Akquisition wurden Earnout-Zahlungen in Abhängigkeit der Erreichung bestimmter Performance-Ziele vereinbart. Im Geschäftsjahr wurde die Auszahlung weiterer Earn-out Tranchen als hinreichend sicher eingestuft. Entsprechend sind nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 409 angefallen. Die Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Ausgabe eines neuen Darlehens an UNICEPTA UK Ltd. (TEUR 4.200) zur Finanzierung der Akquisition der Marble Global Ltd., Birmingham, England, durch die UNICEPTA UK Ltd. sowie aus der Ausgabe weiterer Darlehen im Rahmen der konzerninternen Finanzierung. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2023 betrug TEUR 7.262 (i. Vj. TEUR 7.870). Aufgrund der hohen Bonität der UNICEPTA-Kunden besteht keine wesentliche Gefahr von Wertberichtigungen. c) Finanzlage und Kapitalstruktur Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum 30. September 2023 TEUR 46 (i. Vj. TEUR 93). Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang jedoch auf Abschnitt D.a). Das Eigenkapital betrug zum 30. September 2023 TEUR 5.383 und ist aufgrund der Gewinnabführung unverändert zum Vorjahr geblieben. Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr um 38% gestiegen und reflektieren die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Die Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Abfindungen und Freistellungen im Rahmen des vereinbarten Sozialplans in Höhe von TEUR 758. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 18.118 (i. Vj. TEUR 12.048). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Zuge der Konzernfinanzierung zurückzuführen, die als Ausleihungen an Tochtergesellschaften weitergereicht wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt um TEUR 5.949 auf TEUR 14.175 angestiegen. Diese zusätzlichen Mittel wurden verwendet, um die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und der Finanzanlagen (siehe hierzu Analyse der Vermögenslage) zu finanzieren und stellen ein wesentliches Finanzierungsinstrument der Gesellschaft dar. Sie umfassen Verbindlichkeiten aus Darlehen und Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11.621 (i. Vj. TEUR 5.236) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.554 (i. Vj. TEUR 2.991) enthalten. Der UNICEPTA wurde eine Betriebsmittel-Rahmen-Linie in Höhe von TEUR 3.000 zur Verfügung gestellt. Diese wurde im Berichtszeitraum zur Finanzierung des Working Capitals in Höhe von TEUR 1.011 (i. Vj. TEUR 898) in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind mit TEUR 1.921 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (i. Vj. TEUR 2.225). d) Gesamtaussage und Leistungsindikatoren Wie oben bereits beschrieben, sind die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA sowie der Umsatz. Das EBITDA ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt: Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsergebnis und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Das EBITDA der Gesellschaft beträgt im Berichtszeitraum TEUR 3.014 (i. Vj. TEUR 6.027). Darin enthalten sind als einmalig klassifizierte Personalaufwendungen im Wesentlichen aus den eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.619 sowie einmalige oder periodenfremde sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge in Höhe von TEUR 910. Somit ergibt sich ein bereinigtes EBITDA in Höhe von TEUR 5.542 (i. Vj. TEUR 7.094). UNICEPTA konnte im Vergleich zum Vorjahr den Umsatz um 4,5 % steigern, was leicht über den Erwartungen des Vorjahres liegt. Wesentlicher Grund hierfür ist die Gewinnung neuer Großkunden, die Kundenverluste aus dem Bestand überkompensiert haben. Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.550 (-21,9 %) gesunken, was deutlich hinter der Vorjahresprognose liegt. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Kosten aus bezogenen Entwicklungs- und sonstigen Fremdleistungen sowie auf einen Anstieg der Personalkosten zurückzuführen. Die UNICEPTA GmbH ist ein Unternehmen, dass seine Daseinsberechtigung am Markt durch seinen guten Kundenzugang und seinen sehr guten Vertriebserfolg (Anzahl gewonnener Pitches im Verhältnis zur Gesamtanzahl der Pitches) belegt. Der Ausbau der technologischen Lösungen sowie die Ergebnisverbesserung durch die Effekte aus dem Interessensausgleich und Sozialplan werden die Marktposition und Lage der UNICEPTA weiter stärken. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die gegebene Bedrohung einer vorübergehenden Liquiditätslücke durch auslaufende Kreditverträge auf Ebene der UNICEPTA Holding GmbH, der Muttergesellschaft der UNICEPTA GmbH. Hierbei muss drauf hingewiesen werden, dass die UNICEPTA GmbH von der UNICEPTA Holding über ein Cash-Pooling mit finanziellen Mitteln ausgestattet wird und die UNICEPTA GmbH selbst über keine entsprechenden Kreditverträge verfügt. Daher wird im Folgenden auf dem UNICEPTA Konzern verwiesen. Die finanziellen Mittel für die Unternehmensfortführung basieren auf den laufenden Einnahmen der Medienanalyse abzüglich der Personal-, Verwaltungs- und Finanzierungskosten. Bei ausbleibenden Einnahmen und/oder steigenden Kosten besteht daher grundsätzlich das Risiko eines Liquiditätsengpasses, der vom Hintergrund einer stabilen Unternehmensentwicklung lediglich temporär gälte. Wie für eine Leverage-Buyout Transaktion üblich, bedient das Mutterunternehmen Bankendarlehen, auch um die operativen Schwankungen der Betriebsmittel aufzufangen. Teile der aktuellen Darlehen laufen planmäßig innerhalb des Prognosezeitraums von einem Jahr aus und sind gegenwärtig noch nicht durch eine Anschlussfinanzierung gesichert. Entsprechende Gespräche laufen aktuell, sind aber noch nicht abgeschlossen. Sollte eine Anschlussfinanzierung auslaufender Finanzverbindlichkeiten nicht, nur teilweise oder nur zu wesentlich schlechteren Konditionen als geplant erreicht werden können, kann dies dazu führen, dass der UNICEPTA Konzern einschließlich der UNICEPTA GmbH zusätzliche Maß-nahmen zur Generierung finanzieller Mittel ergreifen muss, da ansonsten ein finanzieller Engpass besteht. Weiterhin kann zusätzlicher Liquiditätsbedarf aus Ereignissen resultieren, die außerhalb des geschäftlichen Einflussbereichs von UNICEPTA liegen. Zudem hat der Mehrheitsgesellschafter der UNICEPTA Holding GmbH in der Vergangenheit, zum Beispiel in Rahmen von Zukäufen, stets dafür Sorge getragen, dass der Kapitalbedarf des Konzerns sichergestellt ist. Es ist aktuell nicht davon auszugehen, dass dies künftig nicht der Fall sein wird. Um dieses Risiko zu begegnen, hat der Mehrheitsgesellschafter für den Prognosezeitraums eine entsprechende Absichtserklärung abgegeben. Im Falle, dass eine Anschlussfinanzierung nicht gesichert werden kann und die seitens des UNICEPTA Konzerns bzw. dessen Mehrheitsgesellschafter ergriffenen Maßnahmen den entstehenden Bedarf an finanziellen Mitteln nicht decken können, besteht das Risiko, dass der UNICEPTA Konzern einschließlich der UNICEPTA GmbH seine Geschäftstätigkeit nicht weiterführen kann. Die Geschäftsführung geht auf Basis der Planungen davon aus, dass dies künftig nicht der Fall sein wird. b) Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken Im vergangenen Geschäftsjahr kam es auf Ebene der UNICEPTA Holding zu einem Verstoß gegen Covenant Auflagen der Kreditvereinbarungen. Fällige Tilgungszahlungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Kreditgeber gestundet. Am 15. Januar 2024 hat die Muttergesellschaft der UNICEPTA eine Änderungsvereinbarung und damit eine Aktualisierung der bestehenden Kreditverträge abgeschlossen. Insgesamt sind bei der UNICEPTA Holding GmbH zum 31. August 2024 zwei Tilgungszahlungen von insgesamt EUR 3,8 Mio. zu leisten. Weitere Tilgungs- und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. sind zum 30. September 2024 fällig. Außerhalb des angesetzten Prognosezeitraums sind die verbleibenden Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag in Höhe von EUR 24,4 Mio. am 31. März 2025 fällig. Das Cashmanagement und die Refinanzierung oder Prolongation der bestehenden Kreditlinien ist vor dem Hintergrund von auslaufenden Kreditlinien und dem fällig werden der gestundeten Tilgungen noch wichtiger für das Management der UNICEPTA. Vor dem Hintergrund des Covenant-Verstoßes hat sich das Risiko für die finanzielle Lage der UNICEPTA jedoch deutlich erhöht. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen und die Refinanzierung/Prolongation der Kreditlinien entsprechend prioritär im Fokus - siehe Ausführungen oben. Diese Maßnahmen umfassen die aktuellen Restrukturierungsmaßnahmen, die Intensivierung von Bemühungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie Maßnahmen zur Evaluierung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten. Die Maßnahmen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Verbleibende Risiken bestehen im operativen Bereich. Insbesondere wurde initiiert, im laufenden Geschäftsjahr Factoring als Finanzierungsinstrument einzuführen. Hierzu wurde im Februar 2024 ein Vertrag geschlossen, durch den eine gesicherte Factoringlinie in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. ab März 2024 zur Verfügung steht. Diese Maßnahme ist Teil unserer strategischen Finanzplanung und zielt darauf ab, die finanzielle Flexibilität und Stabilität des Unternehmens zu stärken und das Working Capital Management zu optimieren. Durch die Einführung von Factoring sowie die Kostenmaßnahmen und das bewährte, stringente Cashmanagement geht die Geschäftsführung bei planmäßigem Unternehmensverlauf davon aus, die fälligen Tilgungs- und Zinszahlungen im laufenden Geschäftsjahr bedienen zu können. Darüber hinaus erhielt die Konzernmutter am 15. Februar 2024 eine Liquiditätszusage zur Schließung von etwaigen Liquiditätslücken zum 31. August 2024 sofern und soweit bis dahin nicht die Einführung von Factoring bei der Gesellschaft erfolgt ist und zu einem Liquiditätszufluss im Hochlauf von mindestens 2,7 Mio. EUR geführt hat. Zusammengefasst steht die Gruppe vor bedeutenden finanziellen Herausforderungen, die ein umsichtiges und proaktives Finanzmanagement erfordern. Maßnahmen wurden ergriffen und die Geschäftsführung ist entschlossen, weitere erforderliche Maßnahmen zu ergreifen, um die finanzielle Stabilität wiederherzustellen und langfristig zu sichern. c) Weitere Risiken, Chancen und Prognose Die Prognosen für 2023 deuten auf ein gemischtes Bild der weltwirtschaftlichen Entwicklung hin. Laut OECD und IWF ist mit einer moderaten Wachstumsverlangsamung zu rechnen. Dies ist hauptsächlich auf die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitische Spannungen, sowie Lieferkettenprobleme zurückzuführen. Der Inflationsdruck bleibt ein zentrales Thema, wesentlich getrieben durch steigende Energiepreise und anhaltende Lieferengpässe. Die OECD hat in ihrem jährlichen Wirtschaftsausblick, vorgestellt im November 2023, prognostiziert, dass das Wirtschaftswachstum, insbesondere in Europa, schwach bleiben wird, trotz sinkender Inflation. Globale geopolitische Spannungen, Kriege, Digitalisierung und Anpassungen in der Klimapolitik werden als Faktoren genannt, die die Weltwirtschaft belasten. Es wird erwartet, dass die Wirtschaftszahlen für 2024 schwach bleiben, mit Deutschland als Beispiel, wo ein Wachstum von nur 0,6 % für das kommende Jahr prognostiziert wird. Für 2024 wird ein globales Wachstum von 2,7 % erwartet, nach einem Wachstum von 2,9 % im Jahr 2023. Die OECD beschreibt die Situation als "moderate Verlangsamung", gefolgt von einer Normalisierung, wobei das Wachstum bis 2025 zu nahezu trendmäßigen Raten zurückkehren und die Inflation zu den Zielen der Zentralbanken konvergieren soll. 1 Der Weltwirtschaftsausblick des IWF vom Juli 2023 prognostiziert, dass das globale Wachstum von 3,5 % im Jahr 2022 auf 3,0 % in den Jahren 2023 und 2024 zurückgehen wird. Diese Prognose ist leicht höher als frühere Vorhersagen, bleibt aber historisch gesehen schwach. Der Anstieg der Zentralbankpolitikzinsen zur Bekämpfung der Inflation wirkt sich weiterhin auf die wirtschaftliche Aktivität aus. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,8 % im Jahr 2023 und 5,2 % im Jahr 2024 sinkt, wobei die Kerninflation langsamer zurückgeht und die Inflationsprognosen für 2024 nach oben korrigiert wurden. 2 Beim Media Intelligence Markt handelt es sich weiter um einen nach wie vor fragmentierten Markt, in dem eine Vielzahl von Anbietern Medienspiegel, Medienanalysen und Social Media Monitoring/Analysen anbieten. Während jedoch eine zunehmende Konsolidierung im Kernmarkt zu beobachten ist, treten durch den steigenden Bedarf an KI-Technologien sowie Beratungsdienstleistungen zunehmend neue Anbieter in den Wettbewerb ein. Der Markt ist signifikant beeinflusst von der aktuellen Entwicklung im Bereich der digitalen Transformation getrieben durch technologischen Fortschritt insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz und insbesondere geprägt von folgenden Faktoren:
1 OECD (2023) Economic Outlook, November 2023
7a5f73ce-en.pdf (oecd-ilibrary.org)
Dies führt dazu, dass Unternehmen intelligente und globale Media Intelligence Dienstleistungen als unersetzlich und als Kernservices für moderne Kommunikations- und Marketingabteilung sowie für Vorstandsstäbe einstufen. Für UNICEPTA ergibt sich daraus zusätzliches weltweites Wachstumspotenzial. Die Positionierung der UNICEPTA als Innovations- und Qualitätsführer im Markt für Media Intelligence Lösungen wird zudem durch die stetig steigende Komplexität von Informationen und die damit verbundene Nachfrage nach intelligenten und passgenauen Konzepten für das digitale Informationsmanagement weiter gestärkt. Nachfolgend sind die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angegeben: Einige Kundenverträge der UNICEPTA haben eine Laufzeit von nur zwölf Monaten mit einer automatischen Verlängerung, wenn nicht drei Monate vor Jahresablauf gekündigt wird. Hier sieht die Geschäftsführung ein Risiko, welches aber durch engen Kundenkontakt versucht wird einzuschränken. Große Aufträge haben in der Regel eine Laufzeit von drei Jahren und werden dann wahlweise erneut ausgeschrieben. In der Vergangenheit ist es dem Unternehmen überwiegend gelungen, Ausschreibungen bei bestehenden Kunden zu gewinnen. Als weiteres Risiko sieht UNICEPTA bei der ausreichenden Verfügbarkeit und Gewinnung von qualifizierten Fachkräften in einem umkämpften Arbeitsmarkt. Jedoch wirkt UNICEPTA dieser Entwicklung entgegen, indem sie die Rekrutierungskanäle permanent überprüft und erweitert und zudem gezielt Maßnahmen zur Steigerung der Unternehmensattraktivität und der Mitarbeiterbindung durchführt. Die Geschäftsführung erwartet für das neue Geschäftsjahr einen Umsatz auf Niveau des Vorjahres verbunden mit einer leichten Verbesserung des um Einmaleffekte bereinigten EBITDAs durch die verabschiedeten und bereits umgesetzten Maßnahmen. Geplant sind weitere Investitionen in die bestehenden Auslandsmärkte und in innovative, technologiebasierte Produkte bei gleichzeitiger Optimierung der Leistungserstellungsprozesse. Die Geschäftsführung geht für das kommende Geschäftsjahr von einer stabilen Vermögens- und Finanzlage aus.
Köln, den 29. Februar 2024 UNICEPTA GmbH Geschäftsführung Alexander Peinemann Sebastian Rohwer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die UNICEPTA GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der UNICEPTA GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UNICEPTA GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt II. "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und in den Abschnitten D. a.) "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" sowie D. b.) "Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts. Hier beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass die Gesellschaft finanziell von ihrem Mutterunternehmen abhängig ist und dass im Konzern die Refinanzierung der in den Jahren 2024 und 2025 auslaufende Kreditverträge eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darstellt. Im vergangenen Geschäftsjahr kam es auf Ebene der UNICEPTA Holding zu einem Verstoß gegen Covenant Auflagen der Kreditvereinbarungen. Fällige Tilgungszahlungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Kreditgeber gestundet. Am 15. Januar 2024 hat die Muttergesellschaft der UNICEPTA eine Änderungsvereinbarung und damit eine Aktualisierung der bestehenden Kreditverträge abgeschlossen. Insgesamt sind bei der UNICEPTA Holding GmbH zum 31. August 2024 zwei Tilgungszahlungen von insgesamt EUR 3,8 Mio. zu leisten. Weitere Tilgungs- und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. sind zum 30. September 2024 fällig. Im laufenden Geschäftsjahr wurde initiiert, Factoring als Finanzierungsinstrument einzuführen. Hierzu wurde im Februar 2024 ein Vertrag geschlossen, durch den eine gesicherte Factoringlinie in Höhe von bis zu EUR 3,5 Mio. ab März 2024 zur Verfügung steht. Darüber hinaus erhielt die Konzernmutter am 15. Februar 2024 eine Liquiditätszusage zur Schließung von etwaigen Liquiditätslücken zum 31. August 2024 sofern und soweit bis dahin nicht die Einführung von Factoring bei der Gesellschaft erfolgt ist und zu einem Liquiditätszufluss im Hochlauf von mindestens 2,7 Mio. EUR geführt hat. Die Geschäftsführung hat Maßnahmen ergriffen, um die Refinanzierung sichern zu können. Diese Maßnahmen umfassen die aktuellen Restrukturierungsmaßnahmen, die Intensivierung von Bemühungen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sowie Maßnahmen zur Evaluierung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten. Die Maßnahmen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Verbleibende Risiken bestehen im operativen Bereich. Durch die Einführung von Factoring, die Kostensenkungsmaßnahmen und das bewährte stringente Cashmanagement geht die Geschäftsführung bei planmäßigem Unternehmensverlauf davon aus, die fälligen Tilgungs- und Zinszahlungen im laufenden Geschäftsjahr bedienen zu können. Wie in Abschnitt II. "Bestandsgefährdende Risiken" im Anhang und in den Abschnitten D. a.) "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" sowie D. b.) "Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, 29. Februar 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer Michael Klotz, Wirtschaftsprüfer |
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