RAG Verkauf GmbHLiquidiert

44623 Herne, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 13500
Vorher
RAG Verkauf GmbHRVG GmbH
Eingetragen
7.2.1953
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Nach Änderung: ist der An- und Verkauf von festen Brennstoffen, Gas, Kohlenwertstoffen, Bergematerialien, mineralischen Reststoffen, Sekundärbrenn- und sonstigen Wertstoffen sowie anderen Erzeugnissen, deren Aufbereitung, Veredelung, Lagerung und Transport, sowie Abfallrecycling und die Durchführung von Abbruch- und Verfüllungsmaßnahmen einschließlich Anund Verkauf der anfallenden Materialien incl. des dazugehörigen Stoffstrommanagements sowie die Vermietung von Gleisinfrastrukturen und die Durchführung aller Aufgaben, die mit diesem Zweck in Zusammenhang stehen.

Historie

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Management

NameRolle
Manfred Müller
seit 3.8.2011
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
515.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

RVG GmbH

Essen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von festen Brennstoffen, Gas, Kohlenwertstoffen und anderen Erzeugnissen, deren Aufbereitung und Transport sowie die Durchführung aller Aufgaben, die mit diesem Zweck im Zusammenhang stehen.

Bislang lagen 51 % der Anteile an der RVG GmbH (RVG) bei der Evonik Steag GmbH, Essen (Steag) und 49 % bei der RAG Beteiligungs-GmbH, Herne.

RVG vermarktet vorwiegend Steinkohle und Steinkohleprodukte aus der Förderung der RAG Aktiengesellschaft, Herne (RAG). Im Zusammenhang mit dieser Aufgabe werden zusätzlich Importkohlemengen vertrieben sowie Logistikdienstleistungen erbracht.

Als Vermarktungsgesellschaft der RAG ist damit die weitere Bereitstellung von Steinkohle aus der heimischen Förderung der RAG von entscheidender Bedeutung.

Durch die in 2007 getroffenen politischen Entscheidungen und Regelungen war eine rechtliche Absicherung der Beihilfefinanzierung erreicht worden. Entsprechend der zwischen Bund, Bergbauländern, IG BCE und der RAG geschlossenen Rahmenvereinbarung vom August 2007 sowie dem am 28. Dezember 2007 in Kraft getretenen Gesetz zur Finanzierung der Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus zum Jahr 2018 (Steinkohlefinanzierungsgesetz) soll der deutsche Steinkohlenbergbau bis zum Ende des Jahres 2018 sozialverträglich beendet werden. Dabei steht die Regelung unter dem Vorbehalt der sogenannten Revisionsklausel, wonach im Jahr 2012 überprüft wird, ob die Entscheidung ggf. revidiert wird.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat auf dieser Grundlage am 28. Dezember 2007 u. a. einen Bewilligungsbescheid für die Jahre 2009 bis 2012 an die RAG erlassen. Am 17. Dezember 2009 hat die EU-Kommission die deutschen Beihilfen zugunsten des Steinkohlenbergbaus für das Jahr 2010 genehmigt.

Zum 31. Dezember 2010 ist die der Genehmigung zugrunde liegende Kohleverordnung 1407/2002 des Rates vom 23. Juli 2002 fristgemäß ausgelaufen. Nach intensiven Verhandlungen hat der EU-Ministerrat am 10. Dezember 2010 eine neue EU-Beihilferegelung 2010/87/EU beschlossen. Hiernach sind bis zum 31. Dezember 2018 Betriebsbeihilfen für still zu legende Steinkohlenbergwerke in der Europäischen Union erlaubt. Die neue Regelung ist am 1. Januar 2011 in Kraft getreten.

Im Zusammenhang mit den Bemühungen um eine mit dem deutschen Kohlekompromiss zu vereinbarende neue EU-Beihilferegelung, hat das Bundeskabinett am 17. November 2010 beschlossen, die im Steinkohlefinanzierungsgesetz verankerte Revisionsklausel zu streichen und eine entsprechende Gesetzesänderung in 2011 auf den Weg zu bringen.

Für die RVG als Vermarktungsgesellschaft der deutschen Steinkohle hat sich damit das Maß an Planungssicherheit deutlich erhöht. Das Auslaufen der heimischen Förderung in 2018 wird jedoch nicht mehr unter Vorbehalt stehen und ein stetiger Absatzrückgang ist vorgegeben.

Entsprechend der bereits heutigen Geschäftsaktivitäten im Bereich Hochofenkoks und Anthrazit hat RVG mit Vertrag vom 23. Dezember 2010 von der Evonik Trading zum 31. Dezember 2010,24.00 Uhr, den Betriebsteil "Gießereikoks" gekauft. Im Rahmen des Betriebsübergangs hat die RVG 9 Mitarbeiter übernommen. Für RVG gilt es, diesen Produktbereich zügig zu integrieren sowie den Absatzmarkt und die Ertragslage zu stabilisieren. Dabei müssen Synergien im Vertriebs- und Verwaltungsbereich genutzt werden.

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden mit mehreren größeren Abnehmern aus der Kraftwirtschaft Vertragsverlängerungen bzw. neue Verträge geschlossen. Weitere Verträge sind unterschriftsreif verhandelt. Mit den Abnehmern aus der Eisen schaffenden Industrie bestehen z. T. längerfristige Verträge. Weitere Verträge sind in Vorbereitung.

Zwischen der Evonik Steag GmbH als herrschendem Unternehmen und der RVG als beherrschtem Unternehmen ist mit Datum vom 11. April 2008 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden. Evonik Steag GmbH und Evonik Industries AG sind übereingekommen, dass die Evonik Steag GmbH ihre Beteiligung an der RVG mit Wirkung zum 31.12.2010,24.00 Uhr an die Evonik Industries AG überträgt. Vor diesem Hintergrund haben Evonik Steag GmbH und RVG vereinbart, dass der bestehende Gewinnabführungsvertrag zum 31.12.2010 aufgehoben wird.

Damit entfällt auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift des §264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses, wovon RVG seit 2005 Gebrauch gemacht hatte.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach dem weltweiten Konjunktureinbruch Ende 2008 und 2009, der sich in einem stark gesunkenen Energiebedarf und einem Verfall der Weltmarktpreise niedergeschlagen hat, trat in 2010 schneller als erwartet eine konjunkturelle Erholung ein. Während die Rohstahlerzeugung fast wieder auf das Ausgangsniveau von 2008 gestiegen ist, hat die Stromerzeugung und hier insbesondere die auf Basis von Steinkohle ihren Erzeugungsrückgang noch nicht wieder ausgleichen können.

Mit einem Gesamtabsatz von 2,5 Mio. t, was einem Anstieg von 0,8 Mio. t gegenüber 2009 entspricht, konnte RVG das im Vorjahr stark eingebrochene Absatzniveau wieder deutlich erhöhen. Gleichwohl wurde der Budgetansatz von 4,0 Mio. t nicht erreicht. Der Absatz erfolgte fast ausschließlich an die Kraftwirtschaft.

Mit 16,2 Mio. t blieb die Handelsmenge - Vermarktung heimischer Kohle und Koks und Beschaffung von Importkokskohle für die Kokerei Prosper- gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert und lag 0,8 Mio. t über Budget. RVG erhält für die Vermarktung dieser Produkte von der RAG ein Vermarktungsentgelt. Im Vorjahresvergleich standen Rückgängen im Absatz an die Kraftwirtschaft gleich hohe Zuwächse an die Eisen schaffende Industrie gegenüber. Am stärksten stieg die Beschaffung von Importkokskohlen für die Kokerei Prosper der RAG. Die Erlöse für heimische Produkte wurden vollständig an die RAG Aktiengesellschaft und die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Ibbenbüren, weitergeleitet.

Der Geschäftsverlauf der WSA GmbH, Herne (WSA) einer 100 %-igen Tochter der RVG, hat sich in 2010 sehr positiv dargestellt. Dieses gilt auch für den Geschäftsverlauf der BAV Aufbereitung Herne GmbH, Herne (BAV), der sich in 2010 wieder deutlich besser zeigte.

Mit Investitionen in Höhe von 0,95 Mio. € wurde das Vorjahresniveau von 0,03 Mio. € deutlich überschritten. Rd. 0,9 Mio. € entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände infolge der Übernahme der Gießereikoksaktivitäten. Der restliche Betrag entfällt auf geringwertige Wirtschaftsgüter. Das Budget wurde um 0,1 5 Mio. € unterschritten.

Entsprechend der deutlichen Absatzerhöhung bei den Importprodukten stieg der Umsatz stark an. Mit 233,5 Mio. € ist ein Zuwachs von 30 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der Bereich Importkohle trug mit 193,4 Mio. € zum Umsatz bei. Der ursprünglich erwartete Umsatzzuwachs auf 306,3 Mio. € konnte infolge der hinter dem Budget zurückbleibenden Mengenentwicklung nicht erreicht werden.

Jahr 2010 2009 2008
Umsatz (Mio. €) 233,5 179,5 373,4

Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit konnte in 2010 gesteigert werden. Einem Anstieg aus der Erhöhung des Vermarktungsentgelts und der Gewinnabführung der WSA stehen dabei höhere Pensionsverpflichtungen gegenüber. Insgesamt beträgt das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10,892 Mio. € und liegt rd. 1,0 Mio. € über dem Wert von 2009.

Jahr 2010 2009 2008
Ergebnis (Mio. €) 10,9 9,8 15,3

In 2010 waren bei RVG durchschnittlich 94 Arbeitnehmer beschäftigt. Damit reduziert sich der Personalstand um 9 Mitarbeiter. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitvereinbarung sowie dem sozialverträglichen Abbau im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen. Der Mitarbeiterzugang aus der Übernahme des Gießereikoksbereichs ist hier nicht berücksichtigt.

Jahr 2010 2009 2008
Arbeitnehmer 94 103 110

Die Finanzlage der RVG war in 2010 geordnet. Der Liquiditätsbedarf war jederzeit gesichert, wobei eine Einbindung ist das Cash-Pooling der Evonik Industries AG erfolgt.

Die Bilanzsumme der RVG hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 65 Mio. € auf 416 Mio. € reduziert. Die Veränderung resultiert insbesondere aus den um 74 Mio. € niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden infolge der Ende 2010 deutlich niedrigeren Lagerverkäufe.

Entsprechend der Weiterleitung der Erlöse an die RAG findet dieser Tatbestand seinen Niederschlag in den Verbindlichkeiten auf der Passivseite. Zusammenfassend stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr als geordnet dar.

3. Risikobericht

Aufgrund der Anteilseignerstruktur und der Funktion der RVG als Vermarktungsgesellschaft der RAG ist die RVG sowohl in das Risikomanagementsystem der Evonik Industries AG (BU Energy) als auch der RAG eingebunden. Das Risikomanagement ist zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Entsprechende Kennzahlen werden systematisch monatlich/quartärlich/jährlich aufbereitet, analysiert und berichtet. Der Risikomanagementprozess ist Teil der Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichterstattungsabläufe. Sowohl das Risikomanagementsystem des Evonik-Konzerns wie auch der RAG dienen der Früherkennung von Chancen und Risiken, der Bewertung ihrer Auswirkungen sowie der Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen einschließlich ihrer Überwachung.

Das wesentliche Risiko für RVG besteht in der mengenmäßigen Bereitstellung der Produktion der RAG für den Absatz, der abhängig ist von der Höhe der Gewährung von Beihilfen für die RAG. Entsprechend der Absatzmenge bemisst sich die Höhe des Vermarktungsentgelts. Das Risiko aus den Verträgen trägt die RAG. Auf der Basis der politischen Entscheidungen, gesetzlichen Regelungen und des an die RAG erteilten Bewilligungsbescheides hat RVG Verträge mit Kraftwerkskunden und Kunden aus dem Bereich der Eisen schaffenden Industrie geschlossen. Die Beschaffung von Importkohlen und Importkokskohlen erfolgt im Wesentlichen back to back und im Falle von Kraftwerkskohlen über die Evonik Trading GmbH, so dass RVG neben dem Mengenrisiko keinem nennenswerten Preisrisiko unterliegt.

Ein von RVG geführter Schiedsstreit wurde zwischenzeitlich beendet. Im Rahmen der Vergleichsvereinbarung wurde eine für beide Parteien einvernehmliche Regelung gefunden.

4. Prognosebericht

Durch das Steinkohlefinanzierungsgesetz sowie die jüngste EU-Beihilferegelung ist die Anstellung heimischer Kohle weiter gesichert. Aufgrund des Auslaufens in 2018 ist jedoch eine rückläufige Mengenentwicklung vorgegeben.

Entsprechend der politischen Vereinbarungen wird die heimische Förderung am 31.12.2018 beendet. Der Umsatzerlös aus Vermarktungsentgelt wird sich parallel zur rückläufigen Förderung entwickeln.

Für die nächsten 2 Jahre ist kein überproportional starker Mengenrückgang der Handelsmenge geplant.

Unabhängig hiervon gilt es für RVG, den Prozess der Weiterentwicklung von Aktivitäten in anderen Geschäftsbereichen fortzusetzen. Hierzu gehört insbesondere der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich Importkohle und Logistik sowie im Bereich Bergewirtschaft und Bodenmanagement. Eine weitere Maßnahme zur Kompensierung des mittelfristig vordefinierten Absatzrückgangs aus heimischer Kohle liegt in der Entwicklung des übernommenen Gießereikoksgeschäftes.

Durch alle diese Tätigkeiten gilt es, den Ergebnisrückgang teilweise zu kompensieren. Darüber hinaus wird die rückläufige Mengenentwicklung durch eine konsequente Umsetzung des Personalanpassungskonzeptes flankiert. Hierzu sind weitere Altersteilzeitverträge vereinbart worden.

Für die nächsten Jahre wird ein niedrigeres, jedoch relativ stabiles Ergebnis prognostiziert, welches zwischen 7 und 9 Mio. € erwartet wird. Dabei steht insbesondere einem preis- und mengenbedingten Umsatzanstieg bei der Importkohle auf über 300 Mio. € eine annähernd äquivalente Aufwandsentwicklung gegenüber.

Im Rahmen eines möglichen Verkaufs der RAG Kokerei Prosper an ArcelorMittal wird RVG vertraglich vereinbaren, in die Beschaffung und Vermarktung der Produkte für die Kokerei Prosper weiterhin eingebunden zu bleiben.

5. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten.

 

Essen, 18. Februar 2011

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

31.12.2010
31.12.2009
A. Anlagevermögen 889.900,00 5.886,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
II. Sachanlagen 2.437.728,00 2.684.326,00
III. Finanzanlagen 562.753,23 585.053,37
3.890.381,23 3.275.265,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 38.634.131,95 30.807.199,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 373.520.041,06 446.537.866,29
412.154.173,01 477.345.065,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.826,70 58.073,52
416.109.380,94 480.678.404,46

Passiva

31.12.2010
31.12.2009
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 515.000,00 515.000,00
II. Gewinnrücklagen 756.761,44 0,00
1.271.761,44 515.000,00
B. Rückstellungen 43.189.827,81 74.787.294,02
C. Verbindlichkeiten 371.647.791,69 405.376.110,44
416.109.380,94 480.678.404,46

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 472.722,42 19.546,22 0,00 492.268,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 890.237,00 0,00 890.237,00
472.722,42 909.783,22 0,00 1.382.505,64
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.008.614,64 0,00 0,00 1.008.614,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.756.971,21 0,00 4.305,10 4.752.666,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.052.101,38 35.493,29 125.915,36 961.679,31
6.817.687,23 35.493,29 130.220,46 6.722.960,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 490.000,00 0,00 0,00 490.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 70.053,37 0,00 22.300,14 47.753,23
585.053,37 0,00 22.300,14 562.753,23
7.875.463,02 945.276,51 152.520,60 8.668.218,93
Wertberichtigungen
01.01.2010
Zugänge
Abgänge
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.836,42 6.462,22 0,00 473.298,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 19.307,00 0,00 19.307,00
466.836,42 25.769,22 0,00 492.605,64
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 731.204,64 21.532,00 0,00 752.736,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.745.314,21 156.207,00 3.547,10 2.897.974,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 656.842,38 80.022,29 102.343,36 634.521,31
4.133.361,23 257.761,29 105.890,46 4.285.232,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.600.197,65 283.530,51 105.890,46 4.777.837,70
Nettobuchwerte
31.12.2010
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.970,00 5.886,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 870.930,00 0,00
889.900,00 5.886,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 255.878,00 277.410,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.854.692,00 2.011.657,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 327.158,00 395.259,00
2.437.728,00 2.684.326,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 490.000,00 490.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 47.753,23 70.053,37
562.753,23 585.053,37
3.890.381,23 3.275.265,37

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

2010
2009
1. Umsatzerlöse 233.505.341,77 179.470.002,65
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.995.885,77 11.594.777,59
3. Materialaufwand -207.998.346,84 -159.396.824,47
4. Personalaufwand -11.171.686,34 -8.818.452,58
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -283.530,51 -885.906,93
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.865.243,34 -11.920.833,77
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.598.938,22 707.499,91
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 161.272,67
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.869,87 4.289,01
10. Zinsergebnis -1.891.848,52 -1.091.154,50
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10.892.380,08 9.824.669,58
12. Außerordentliche Aufwendungen -435.995,00 0,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.264.461,62 -3.010.631,04
14. Sonstige Steuern -10.937,30 -11.479,30
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -6.512.443,16 -6.802.559,24
16. Jahresfehlbetrag/-überschuss -331.457,00 0,00
17. Entnahme aus der Gewinnrücklage 331.457,00 0,00
18. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

I. Grundlagen des Jahresabschlusses

A) Allgemeine Erläuterungen

Im Interesse der Klarheit werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die RVG GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Gemäß Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB wurden die Vorjahreszahlen im Rahmen der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 29. Mai 2009 nicht angepasst.

B) Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis sieben Jahre. Geschäfts- und Firmenwerte werden über 4 Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Für angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:

Maschinen und Apparate 6 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 7 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 25 Jahre

Steuerliche Sonderposten, die in vor dem 1. Januar 2010 beginnenden Geschäftsjahren gebildet worden sind, werden unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB, beibehalten. Niedrigere Wertansätze, die auf steuerrechtlich begründeten Abschreibungen beruhen, werden entsprechend fortgeführt.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die unter den Vorräten bilanzierten Kohleprodukte werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für Einsatzkohlen gelten vertragliche Abnahmegarantien zu Anschaffungskosten. Daher ist eine Abwertung im Rahmen der verlustfreien Bewertung nicht erforderlich. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Besonderen Risiken im Forderungsbestand tragen wir durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck.

Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Lohnfortzahlung und Jubiläum werden versicherungsmathematisch berechnet.

Die Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Der für die Bewertung angewandte Zinssatz beträgt 5,15 % (Stand November 2010 und Dezember 2010). Der Zinssatz betrug im Vorjahr für alle Rückstellungen 4,75 %.

Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

in % 2010
Künftige Entgeltsteigerungen 2,5
Fluktuation 4,5
Künftige Rentensteigerungen 2,0

Der zum 1. Januar 2010 ermittelte Differenzbetrag der Pensionsrückstellungen zwischen dem zurückzustellenden Betrag nach altem Recht und nach BilMoG wurde im Geschäftsjahr erfasst.

Die Gesellschaft hat für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben und in Altersteilzeit gehen werden, die Aufstockungs- und Abfindungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt.

Des Weiteren wurden Rückstellungen gebildet. Die Bilanzierung erfolgte gemäß der geschätzten wahrscheinlichen Inanspruchnahme.

Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB erstmalig mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Wertminderungen der Rückstellungen, die sich aus der Anwendung der neuen Bewertungsvorschriften gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. ergeben, wurden im Geschäftsjahr in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verrechnung berücksichtigt.

Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig oder angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32,6 %. Dieser setzt sich zusammen aus 15,0 % Körperschaftsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie 16,8 % Gewerbesteuer.

Die RVG GmbH ist Organträger einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die laufenden und latenten Steuern der Organschaft werden bei ihr ausgewiesen (formale Betrachtungsweise).

Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen.

Steuerpflichtige zeitlich begrenzte Differenzen bestehen nicht. Aktive latente Steuern (Aktivüberhang) auf temporäre Differenzen wurden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. zum höheren Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu historischen Entstehungskursen bilanziert und mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive Wertansätze unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden erstmalig auch positive Wertansätze berücksichtigt. Zum Stichtag 31. Dezember 2010 sind keine Forderungen und Verbindlichkeit in Fremdwährung vorhanden.

Die Bewertung der Cash-Pool-Forderungen/Verbindlichkeiten sowie der Bankbestände erfolgt zum Devisenkassamittelkurs.

II. Erläuterung der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihrer Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt.

Die Anteilsbesitzliste der RVG GmbH sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Sitz Anteil
%
Geschäftsjahr Währung Eigenkapital Bilanzgewinn/
-verlust
Anteile an verbundenen Unternehmen
1. WSA GmbH *) Essen 100 2010 EUR 25 O
Beteiligungen
1. BAV Aufbereitung Herne GmbH Herne 49 2009 EUR 490 O

*) Zwischen den Gesellschaften WSA GmbH und RVG GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich marktüblich verzinste Wohnungsbaudarlehen für Mitarbeiter in Höhe von 48 T€.

(2) Vorräte

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
fertige Erzeugnisse und Waren 38.504 30.469
geleistete Anzahlungen 130 338
38.634 30.807

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 292.095 - 292.095 394.947
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.967 - 72.967 43.746
davon gegenüber Gesellschafter
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Sonstige Vermögensgegenstände 8.458 - 8.458 7.845
373.520 - 373.520 446.538

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Finanzforderungen 803 1.531
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 68.666 40.309
Sonstige Forderungen 3.498 1.906
72.967 43.746

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind unter anderem Forderungen aus EAV sowie Cash-Pool-Forderungen gegen die Evonik Industries AG enthalten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche aus der Vorsteuer in Höhe von 5.796 T€.

(4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für den Bochumer Verband in Höhe von 46 T€ (Vorjahr: 49 T€).

(5) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt 515.000,00 €.

(6) Gewinnrücklagen

Der Bilanzposten beinhaltet nur andere Gewinnrücklagen.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurden nachfolgende Beträge ergebnisneutral in die Gewinnrücklage eingestellt:

in T€ 2010
Einstellung in die Gewinnrücklage 1.088
Entnahme aus der Gewinnrücklage 331
757

Die Einstellung in die Gewinnrücklage betrifft i. W. die Abbruchverpflichtungen in Höhe von 965 T€.

(7) Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 1.272 T€ (Vorjahr: 515 T€).

(8) Rückstellungen

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.650 10.821
Steuerrückstellungen - 162
Sonstige Rückstellungen 29.540 63.803
davon entfallen auf
- Personal 4.494 2.608
- Verkaufsbereich 16.306 47.533
- übrige sonstige Rückstellungen 8.740 13.662
43.190 74.786

In den sonstigen Rückstellungen sind i. W. Rückstellungen für den Verkaufsbereich und Abbruchverpflichtungen.

Vom Gesamtbetrag der Rückstellungen entfallen 24.875 T€ (Vorjahr: 26.079 T€) auf Anteile mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(9) Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Gesamt
Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Anleihen - - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.023 - - 1.023 1.784
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 365.193 600 1 50 365.943 400.581
davon gegenüber Gesellschafter 10.182 10.182 9.193
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.622 - - 2.622 1.423
Sonstige Verbindlichkeiten 2.060 - - 2.060 1.588
davon aus Steuern 79 - - 79 109
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 38 - - 38 44
370.898 600 150 371.648 405.376
Vorjahr 405.376 - - 405.376 -

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2010 31.12.2009
Finanzverbindlichkeiten 52.160 25.344
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307.660 349.893
Sonstige Verbindlichkeiten 6.123 25.344
365.943 400.581

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung und Steuerumlagen gegenüber Evonik Steag GmbH in Höhe von 10.182 T€ (Vorjahr: 9.193 T€). Die Organschaft wurde mit Aufhebungsvereinbarung des Gewinnabführungsvertrags vom 22. Dezember 2010 mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 zwischen Evonik Steag GmbH als herrschendem Unternehmen und RVG GmbH als beherrschendem Unternehmen beendet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis betreffen i. W. das Finanzkonto der BAV Aufbereitung Herne GmbH.

III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die Berichtseinheiten der RVG GmbH auf:

in T€ 2010 2009
Steinkohle einschl. Briketts 194.370 135.494
sonstige Produkte und Dienstleistungen 39.135 43.976
233.505 179.470

Im Geschäftsjahr wurde die Berichtsstruktur reorganisiert. Die Vorjahreszahlen werden in der im Vorjahr gültigen Berichtsstruktur angegeben.

Die regionale Differenzierung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

in T€ 2010 2009
Inland 228.669 177.900
Übriges Europa 4.836 1.570
233.505 179.470

(11) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2010 2009
Erträge aus der Herabsetzung von WB auf Forderungen 2.453 -
sonstige betriebliche Erträge w/BAV Aufbereitung Herne GmbH 1.840 2.246
übrige sonstige betriebliche Erträge 1.081 1.779
Erträge aus Kursgewinnen 31 10
Periodenfremde Erträge:
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.587 7.570
Erträge aus Anlagenabgängen 4 -
9.996 11.605

(12) Materialaufwand

in T€ 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 189.471 133.070
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.527 26.327
207.998 1 59.397

(13) Personalaufwand

in T€ 2010 2009
Löhne und Gehälter 8.048 6.853
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.124 1.965
davon für Altersversorgung 1.747 817
11.172 8.818

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2010 2009
Aufwendungen aus Mieten und Pachten 1.472 1.470
Vertriebsaufwendungen 3.269 4.419
Aufwendungen aus Dienstleistungsentgelten 1.416 2.681
Verwaltungsaufwendungen und übrige 6.708 3.351
Periodenfremde Aufwendungen: - -
12.865 1 1.921

(15) Beteiligungsergebnis

in T€ 2010 2009
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.599 707
Erträge aus Beteiligungen - 161
davon aus verbundenen Unternehmen
1.599 868

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sind auf das Ergebnis der WSA GmbH zurückzuführen.

(16) Zinsergebnis

in T€ 2010 2009
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens -3 -4
davon aus verbundenen Unternehmen - -
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -180 -275
davon aus Abzinsung von Rückstellungen - -
davon aus verbundenen Unternehmen - -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.072 1.366
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen 823 0
davon an verbundene Unternehmen 1.142 1.215
Zinsergebnis (+ Aufwand/- Ertrag) 1.889 1.087

Erstmals sind im Zinsergebnis Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und langfristig Personalrückstellungen erfasst. Im Vorjahr wurden die Aufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Personalaufwendungen erfasst.

(17) Außerordentliches Ergebnis

in T€ 2010 2009
Außerordentliche Erträge - -
Außerordentliche Aufwendungen 436 -
436 -

Das aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG entstandene außerordentliche Ergebnis verteilt sich wie folgt:

in T€ 2010
Außerordentliche Aufwendungen:
Pensionsrückstellungen 348
Sonstige langfristige Rückstellungen 88
436

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit dem Gesellschafter Evonik Steag GmbH bestand seit 2008 ein Gewinnabführungsvertrag, der zum 31.12.2010 24.00 Uhr aufgehoben wurde.

Der laufende Aufwand aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr beträgt 4.264 T€. Davon sind aus der Körperschaftsteuer-Umlage der Evonik Steag GmbH an die RVG GmbH in Höhe von 1.470 T€ (Vorjahr: 850 T€) sowie einer Gewerbesteuer-Umlage in Höhe von 2.200 T€ (Vorjahr: 1.540 T€) enthalten.

IV. Sonstige Angaben

(19) Periodenangaben

Materialaufwand

in T€ 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 189.471 133.070
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.527 26.327
207.998 159.397

Personalaufwand

in T€ 2010 2009
Löhne und Gehälter 8.048 6.853
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.124 1.965
davon für Altersversorgung 1.747 817
11.172 8.818

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2010 *) 2009
AT-Mitarbeiter 39 43
Tarif-Mitarbeiter 49 53
Auszubildende 6 7
94 103

*) Der Jahresdurchschnitt der Mitarbeiter 2010 beinhaltet keine Mitarbeiter aus der Übernahme des Gießereikoksbereichs der Evonik Trading GmbH.

Wirtschaftsprüferhonorare

Das Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB verteilt sich wie folgt:

in T€ 2010 2009
Abschlussprüfung 104 95
Andere Bestätigungsleistungen 62 18
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen - 47
166 160

(20) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

zum 31. Dezember 2010
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen
fällig 2011 596
fällig 2012 560
fällig 2013 477
fällig 2014 340
fällig 2015 325
fällig nach 2015 2.275
Summe 4.573
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 4.260
Bestellobligo aus Investitionen 0
4.573
Verpflichtungen aus langfristigen Abnahmeverträgen
fällig 2011 -
fällig 2012 -
fällig 2013 -
fällig 2014 -
fällig 2015 -
fällig nach 2015 -
Summe 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -
Verpflichtungen aus Rechtsverhältnissen als Gesellschafter
fällig 2011 -
fällig 2012 -
fällig 2013 -
fällig 2014 -
fällig 2015 -
fällig nach 2015 -
Summe 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -

(21) Organe der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung

Klaus Nadolny, Vorsitzender

Hans Jürgen Meiers, Bereich Back Office

Manfred Müller, Bereich Front Office

(22) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf 507 T€ (Vorjahr: 319T€).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sowie für Übergangsgelder sind Rückstellungen von 1.124 T€ (Vorjahr: 1.046 T€) gebildet.

Die Gesamtbezüge des Beirats belaufen sich auf 1 52 T€ (Vorjahr 151 T€).

(23) Einbeziehung in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG

Die RVG GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(24) Anteilsbesitzliste

WSA GmbH, Essen 100%

BAV Aufbereitung Herne GmbH, Herne 49%

 

Essen, 18. Februar 2011

RVG GmbH

Die Geschäftsführung

Nadolny

Meiers

Müller

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 18. Februar 2011 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RVG GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer, sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Düsseldorf, den 18. Februar 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Joachim Gorgs, Wirtschaftsprüfer

ppa. Lothar Delvenne, Wirtschaftsprüfer

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