Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 84420
Eingetragen
12.5.2010
Branche
Großhandel mit SchuhenGroßhandel mit TextilienEinzelhandel mit Schuhen
Gegenstand
der Handel mit Textilien, Schuhen und Accessoires.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Szopinski
seit 27.4.2026
Prokura
Falk Deckstein
seit 27.4.2026
Prokura
Thomas Bredlow
seit 24.9.2025
Geschäftsführer
Amela Hodzic
seit 9.12.2024
Prokura
Prokura
Philipp Dr. Semmann
seit 9.12.2024
Prokura
Geschäftsführer
Christina Böhme
seit 23.6.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sole Brothers GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.550,00 219.566,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.197,00 152.747,00 116.995,00 336.561,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 522.697,00 584.837,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.486.047,09 3.186.047,09
4.161.491,09 4.107.445,09
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 3.695.148,25 3.481.321,42
2. Geleistete Anzahlungen 395.491,29 4.090.639,54 609.484,86 4.090.806,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 344.258,48 505.311,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.814,37 176.063,86
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.906.073,21 2.294.146,06 249.354,20 930.729,90
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 554.585,29 3.323.178,56
6.939.370,89 8.344.714,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 147.321,51 101.321,57
11.248.183,49 12.553.481,40

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 3.900.000,00 3.900.000,00
III. Bilanzgewinn 4.672.458,37 4.675.386,50
9.072.458,37 9.075.386,50
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 513.071,00
2. Sonstige Rückstellungen 521.106,00 585.943,00
521.106,00 1.099.014,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.110,26 38.887,61
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 792,15 768,78
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 921.057,38 1.139.528,84
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 548.324,03 1.011.169,41
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.158,54 12.988,58
6. Sonstige Verbindlichkeiten 120.176,76 175.737,68
1.654.619,12 2.379.080,90
11.248.183,49 12.553.481,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.976.795,13 37.132.705,32
2. Sonstige betriebliche Erträge 96.635,33 85.781,25
35.073.430,46 37.218.486,57
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.393.116,26 23.204.361,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 602.866,48 23.995.982,74 593.597,91 23.797.959,13
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.482.562,73 1.200.856,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 307.246,03 1.789.808,76 247.767,97 1.448.624,38
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 306.913,08 424.809,15
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.216.163,43 8.293.936,21
7. Erträge aus Beteiligungen 200.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 615,48
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 87,08 199.912,92 2.655,19 -2.039,71
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -53.983,11 1.103.998,27
11. Ergebnis nach Steuern 18.458,48 2.147.119,72
12. Sonstige Steuern 21.386,61 5.959,58
13. Jahresfehlbetrag (i.Vj: Jahresüberschuss) -2.928,13 2.141.160,14
14. Gewinnvortrag 4.675.386,50 2.534.226,36
15. Bilanzgewinn 4.672.458,37 4.675.386,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Die Sole Brothers GmbH, Köln, Amtsgericht Köln, HRB 84420, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Sole Brothers GmbH, Köln, ist entsprechend § 290 HGB zur Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses grundsätzlich verpflichtet, jedoch nach § 291 HGB aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Deichmann SE, Essen von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der Deichmann SE wird ebenfalls im elektronischen Unternehmensanzeiger veröffentlicht. Die Deichmann SE stellt den Konzernabschluss für den größten als auch für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Die größenabhängigen Erleichterungen entsprechend § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten bei der Sole Brothers GmbH entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, in der Regel drei Jahre. Sofern den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedriger Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Die Abschreibung der Ladeneinbauten erfolgt pauschal über eine Nutzungsdauer von acht Jahren bzw. über die kürzere Restmietvertragslaufzeit. Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedriger Wert beizulegen ist, wird dem durch Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 wurden aus allgemein akzeptierten Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren planmäßig mit 20 von Hundert p.a. abgeschrieben wird.

Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 HGB, angesetzt. Sofern den Gegenständen des Finanzanlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch Abschreibungen Rechnung getragen. Bei voraussichtlich nicht dauerhafter Wertminderung wird das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 S. 6 HGB nicht in Anspruch genommen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten auf der Basis des gleitenden Durchschnittsverfahrens oder den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Einkaufspreis sowie die dem einzelnen Artikel zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Bei der Handelsware wird einer absatzbezogenen Betrachtung und den modischen und sonstigen Risiken branchenüblich durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Übriges Umlaufvermögen

Die Vermögensgegenstände des übrigen Umlaufvermögens werden mit ihren Nominalwerten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen pauschal ermittelte Wertberichtigungen.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken sowie für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die Außenverpflichtungen darstellen, in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen. Die Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst. Darüber hinaus werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten abgezinst. Der relevante Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vor dem Bilanzstichtag. Dieser Marktzins wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten in US-Dollar und in Japanischen Yen, welche zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs (1 EUR = 1,1050 USD = 156,33 JPY) umgerechnet wurden.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen.

Aktive und passive latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern, die sich aus den Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben, führt zu einem Aktivüberhang. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30%. Von dem Wahlrecht zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wird gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

3 Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen einen Geschäfts- oder Firmenwert aus der in 2020 erfolgten Übernahme einer Verkaufsstelle in Frankfurt im Rahmen eines Asset Deals, eine Online-Shoppingplattform sowie eine App. Der Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Ladeneinbauten.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen der Sole Brothers GmbH weisen im Geschäftsjahr 2023 folgende Werte aus:

Landeswährung Eigenkapital Anteile Ergebnis 2023 Beteiligungsbuchwert
in TEUR in % in TEUR in TEUR
Solebox GmbH, Wien/ Österreich EUR 738 100 99 635
Solebox Nederland B.V., Waalwijk, Niederlande EUR 1.390 100 92 800
Solebox Belgie BV, Antwerpen, Belgien EUR 1.315 100 71 1.000
Solebox Spain, S.L.., Barcelona/ Spanien EUR 968 100 -14 751
Solebox France, S.A.S., Saint-Priest/ Frankreich EUR 300 100 0 300

Forderungsspiegel

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 344.258,48 505.311,84
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 344.258,48 505.311,84
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.814,37 176.063,86
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 43.814,37 176.063,86
davon aus Lieferungen und Leistungen 43.814,37 176.063,86
Sonstige Vermögensgegenstände 1.906.073,21 249.354,20
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 1.906.073,21 249.354,20

Übriges Umlaufvermögen

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen Rückforderungen gegen Lieferanten, Steuerrückforderungen sowie gegen Geld- und Wertdienstleister aus unterwegs befindlichen Geldern ausgewiesen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Auszahlungen für Nutzungsrechte.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 500.000,00 (i.Vj. EUR 500.000,00).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB weist zum 31. Dezember 2023 einen Wert i.H.v. EUR 3.900.000,00 (i.Vj. EUR 3.900.000,00) aus.

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 4.675.386,50 (i.Vj. EUR 2.534.226,36).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Verpflichtungen, noch zu erwartende Kundenreklamationen und -retouren sowie ausstehende Eingangsrechnungen.

Verbindlichkeitenspiegel

in EUR 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.110,26 38.887,61
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 27.110,26 38.887,61
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 792,15 768,78
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 792,15 768,78
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 921.057,38 1.139.528,84
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 921.057,38 1.139.528,84
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 548.324,03 1.011.169,41
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 548.324,03 1.011.169,41
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.158,54 12.988,58
mit einer Restlaufzeit von
- bis ein Jahr 37.158,54 12.988,58
davon aus Lieferungen u. Leistungen 37.158,54 12.988,58
Sonstige Verbindlichkeiten 120.176,76 175.737,68
mit einer Restlaufzeit von 120.176,76 175.737,68
- bis ein Jahr
davon aus Steuern -1.612,01 45.456,32
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.594,58 6.839,28

3.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Einzelhandel EUR 30.467.427,23
Großhandel EUR 3.413.341,87
sonstige Umsatzerlöse EUR 1.096.026,03
EUR 34.976.795,13

Die Umsatzerlöse wurden zu 63,28 % im Inland und zu 36,72 % im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Erlöse aus Sachbezügen i.H.v. EUR 13.298,10, Versicherungsentschädigungen i.H.v. EUR 54.766,67 sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 11.478,41.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen sind in der Entwicklung des Anlagevermögens nach Einzelposten aufgegliedert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind i.H.v. EUR 1.848,53 (i.Vj.: EUR 0,00) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen i.H.v. EUR 159.265,93. Wesentlicher Bestandteil der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebsaufwendungen (u.a. Kommissionierungs- und Versandkosten).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen i.H.v. EUR 200.000,00 entfallen auf eine Dividendenzahlung der solebox GmbH, Wien, Österreich.

Finanzergebnis

2023 2022
EUR EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 615,48
davon an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -87,08 -2.655,19
davon an verbundene Unternehmen 11,78 0,00
-87,08 -2.039,71

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand der Gesellschaft. Sie entfallen i.H.v. EUR -55.835,01 (i.Vj.: EUR 543.126,53) auf die Körperschaftsteuer und i.H.v. EUR 1.851,90 (i.Vj.: EUR 560.871,74) auf die Gewerbesteuer. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen für Vorjahre i.H.v. EUR -53.983,11 (i.Vj.: EUR 61.552,27) enthalten.

4 Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Finanzielle Verpflichtungen innerhalb der nächsten 5 Jahre Darüber hinausgehende finanzielle Verpflichtungen Insgesamt
in TEUR in TEUR in TEUR
Mietverträge Immobilien 563 0 563
- davon an verbundene Unternehmen 76 0 76
Leasingverträge Mobilien 28 0 28
Summe 591 0 591

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB sowie weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht aus dem Jahresabschluss ersichtlich sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Angaben zu Organmitgliedern

Im Geschäftsjahr 2023 waren Geschäftsführer der Gesellschaft (Kaufleute):

 

Herr Sven Voth, operativer Geschäftsführer, Köln (bis zum 26.04.2023)

 

Herr Aljoscha Kondratiew-Kreißel, operativer Geschäftsführer, Köln (ab dem 26.04.2023)

 

Herr Tim Spickenbom, kaufmännischer Geschäftsführer, Oberhausen

Auf die Angabe der Bezüge wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschaftsversammlung vor, den Jahresverlust von EUR 2.928,13 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag von EUR 4.675.386,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

Mitarbeiteranzahl

Die Anzahl der bei der Sole Brothers GmbH durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Verkauf & Verwaltung 24,75 22
Aushilfen 17,50 14,75
Summe 42,25 36,75

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von EUR 28.700,00 berechnet.

 

Köln, 15. März 2024

Sole Brothers GmbH, Köln

Aljoscha Kondratiew-Kreißel

Tim Spickenbom

Entwicklung des Anlagevermögens in 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 645.031,90 0,00 0,00 0,00 645.031,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 220.782,46 0,00 0,00 0,00 220.782,46
865.814,36 0,00 0,00 0,00 865.814,36
II. SACHANLAGEN
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.510.596,77 60.959,08 0,00 0,00 1.571.555,85
1.510.596,77 60.959,08 0,00 0,00 1.571.555,85
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.186.047,09 300.000,00 0,00 0,00 3.486.047,09
3.186.047,09 300.000,00 0,00 0,00 3.486.047,09
5.562.458,22 360.959,08 0,00 0,00 5.923.417,30
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 425.465,90 137.016,00 0,00 0,00 562.481,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 103.787,46 46.798,00 0,00 0,00 150.585,46
529.253,36 183.814,00 0,00 0,00 713.067,36
II. SACHANLAGEN
Betriebs- und Geschäftsausstattung 925.759,77 123.099,08 0,00 0,00 1.048.858,85
925.759,77 123.099,08 0,00 0,00 1.048.858,85
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.455.013,13 306.913,08 0,00 0,00 1.761.926,21
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.550,00 219.566,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.197,00 116.995,00
152.747,00 336.561,00
II. SACHANLAGEN
Betriebs- und Geschäftsausstattung 522.697,00 584.837,00
522.697,00 584.837,00
III. FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.486.047,09 3.186.047,09
3.486.047,09 3.186.047,09
4.161.491,09 4.107.445,09

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Der vorliegende Lagebericht der Sole Brothers GmbH, Köln (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Sole Brothers" genannt), wurde gemäß § 289 Handelsgesetzbuch ("HGB") erstellt.

1 Grundlagen der Gesellschaft

Die Gesellschaft und die mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen betreiben Einzelhandel mit Schuhen, Textilien und Accessoires in Deutschland und vier weiteren europäischen Ländern über ihre Tochtergesellschaften.

Sole Brothers ist in der Sneakerbranche tätig und betreibt neben dem weltweit zugänglichen Onlineshop insgesamt drei Verkaufsstellen in Deutschland. Die Gesellschaft hat vier Tochtergesellschaften in Europa, die jeweils eine Verkaufsstelle betreiben. Die Belieferung der Tochtergesellschaften erfolgt über Sole Brothers.

Die Verkaufsstellen haben alle ein eigenes Designkonzept und stehen für sich - was sie verbindet, ist das sorgfältig ausgewählte Sortiment. Sowohl die neuesten Sneaker als auch Streetwear aus verschiedenen Kontinenten und auch einige Teile aus der High Fashion Welt lassen sich bei Sole Brothers finden. Die Gesellschaft und die mit ihren verbundenen Tochterunternehmen verfügen über keine eigenen Produktionsstätten.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die für die Gesellschaft maßgeblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Wesentlichen durch die Entwicklungen in Deutschland sowie den weiteren Absatzmärkten in Europa bestimmt. Indikatoren für diese Entwicklungen sind die jeweiligen Bruttoinlandsprodukte ("BIP"). Die verwendeten volkswirtschaftlichen Rahmendaten stammen im Wesentlichen aus der ifo Konjunkturprognose Winter 2023 des Ifo Instituts, München.

Deutschland

Im Jahr 2023 ging das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3 % zurück. Die Wirtschaft trat im Gesamtjahr 2023 auf der Stelle. Zwar hat die Inflationsrate im Verlauf des Jahres wieder nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum auch deshalb bislang aus, weil ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde. Impulse durch den globalen Warenhandel und die globale Industrieproduktion blieben ebenfalls aus. Deshalb setzten auch die deutschen Exporte ihre Talfahrt fort.

Für das Jahr 2024 ist eine Erholung der deutschen Wirtschaft in Sicht. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen, und die Beschäftigung ist hoch. Damit wird auch die Kaufkraft zurückkehren und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wieder zulegen. Zudem dürfte angesichts der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Im Frühsommer wird eine erste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank erwartet. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen. Das BIP dürfte im Jahr 2024 um 0,9 % zunehmen.

Am Arbeitsmarkt zeigen sich die Auswirkungen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwächephase erst nach und nach. Die abnehmende Arbeitsproduktivität deutet auf ein Horten von Arbeitskräften hin, denn passende Qualifikationen sind weiterhin schwer zu finden. Die Arbeitslosenquote liegt im Jahr 2023 bei 5,7%. Trotz einer zu erwartenden leichten Erholung der Konjunktur im Jahr 2024 wird die Arbeitslosenquote - nicht zuletzt infolge der verzögerten Reaktion - noch weiter ansteigen und wird im Jahresdurchschnitt bei 6,0% erwartet.

In der Schuheinzelhandels-Branche zeichnete sich auf Basis der durch das Statistische Bundesamt vorgelegten Statistik nach einer deutlichen Erholung im Vorjahr insbesondere bedingt durch das Ende der COVID-19-Pandemie im Jahr 2023 erneut ein starker Anstieg ab. In Deutschland stiegen die Umsätze der Branche gegenüber dem Vorjahr um 9,6 % (i. Vj.: + 34,3 %).

Jahr 2019 2020 2021 2022 2023
Branchenentwicklung (in % zum Vorjahr) +2,3 % -20,5 % -4,4 % * +34,3% +9,6 %
Indexbetrachtung (Jahr 2019 = 100,0) 100,0 79,5 76,0 78,6 86,1

* Korrektur gegenüber Vorjahresbericht

Europa

Das BIP im Euroraum stieg im Gesamtjahr 2023 um 0,6%. Das Wirtschaftswachstum wurde insbesondere belastet durch verschärfte Finanzierungsbedingungen und Verluste bei der Wettbewerbsfähigkeit. Auch die Konsumnachfrage der privaten Haushalte hat sich angesichts der ungünstigen Reallohnentwicklungen abgeschwächt. Zudem belastet der Energiepreisschock des Vorjahres noch die Industriekonjunktur. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass das Wachstum wieder anziehen dürfte, da das real verfügbare Einkommen steigt - unterstützt durch eine sinkende Inflation, robuste Lohnzuwächse und eine stabile Beschäftigung - und das Exportwachstum durch eine steigende Auslandsnachfrage wieder anziehen wird. Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum weiterhin durch die restriktive Geldpolitik der EZB und die ungünstigen Kreditbedingungen. Diese dämpfenden Effekte werden im weiteren Verlauf des Jahres abklingen. Insgesamt wird für das Gesamtjahr 2024 ein BIP-Wachstum von 0,8 % erwartet. Die Arbeitsmärkte im Euroraum sind weiterhin angespannt. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2023 lag bei 6,5%. Für das Jahr 2024 wird ein leichter Anstieg auf 6,6% erwartet.

2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Sole Brothers GmbH sind bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren

die Umsatzerlöse sowie

die Jahresergebnisse vor Steuern (berechnet als Summe der in den Gewinn- und Verlustrechnungen ausgewiesenen Positionen "Ergebnis nach Steuern" und "Steuern vom Einkommen vom Ertrag").

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind

die verkauften Schuhe (Paarzahl).

Ein bedeutendes Steuerungsinstrument der Gesellschaft ist das interne Kontrollsystem ("IKS"). Es dient im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der gesamten Unternehmensgruppe insbesondere dazu, eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sicherzustellen. Ziel ist, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sole Brothers GmbH und ihrer Tochtergesellschaften richtig und vollständig darzustellen.

Für Auswertungen zur internen Steuerung der Gesellschaft wie zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft werden neben den bedeutsamsten Leistungsindikatoren auch aus ihnen berechenbare weitere Kennzahlen (z.B. Durchschnittspreis als Quotient aus Umsatzerlösen und Paarzahl) sowie weitere wichtigen Leistungsindikatoren (z.B. gelistete Marken bzw. Lieferantenbeziehungen) verwendet.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch das Einzelhandelsgeschäft und die Großhandelsfunktion für die Tochtergesellschaften gekennzeichnet. Das Sach- und das Finanzanlagevermögen stellen zusammen mit den Vorräten und den sonstigen Vermögensgegenständen die wesentlichen Aktiva zum 31. Dezember 2023 dar. Die Anzahl der Verkaufsstellen hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Sämtliche Verkaufsstellen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben.

Im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag verringerte sich das Sachanlagevermögen trotz Investitionen von TEUR 61 abschreibungsbedingt auf TEUR 523. Das Finanzanlagevermögens erhöhte sich durch die Gründung der Solebox SAS, Saint-Priest Frankreich, um TEUR 300 auf TEUR 3.486. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 249 auf TEUR 1.906 gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Rückforderungen aus Steuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 981 aus dem Anstieg debitorischer Kreditoren um TEUR 680 auf TEUR 879 zu erklären.

Die liquiden Mittel sind auf TEUR 555 (i. Vj. TEUR 3.323) zurückgegangen.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft entwickelte sich in den letzten Jahren wie folgt:

Jahr 2019 2020 2021 2022 2023
Eigenkapitalquote 85,5% 74,0% 77,7% 72,3% 80,7%

Die gestiegene Eigenkapitalquote ergibt sich aus dem Rückgang der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 1.140 auf TEUR 921 und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 1.011 auf TEUR 548 zurückgegangen. Die Steuerrückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuerzahlungen aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 513 wurden im Berichtsjahr gezahlt.

Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -2.607 (i. Vj. TEUR 2.513). Ausgehend von dem leicht negative Jahresergebnis in Höhe von TEUR -3 (Vj. TEUR 2.141) führen im Wesentlichen der Rückgang der Rückstellungen um TEUR 578 und die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.657 die Ursachen für den rückläufig gen Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit um TEUR -5.120 auf TEUR -2.607.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit ist mit TEUR -161 (i. Vj. TEUR -610) im Vorjahresvergleich um TEUR 453 gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 61 (i. Vj. TEUR 588).

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keinen Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (i.Vj. TEUR -3).

Ertragslage

Die sehr guten Umsätze des Jahres 2022 konnten im Geschäftsjahres 2023 vor dem Hintergrund der hohen Inflationswerte und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung nicht gehalten werden, sodass sich die Umsatzerlöse von TEUR 37.133 um TEUR 2.156 auf TEUR 34.977 verringerten.

Sowohl im stationären Geschäft sind die Umsätze um TEUER 514 auf TEUR 4.732 zurückgegangen als auch im Onlinegeschäft um TEUR 1.912 auf TEUR 24.648. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf ein rückläufiges Kaufverhalten der Kundschaft aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation zu erklären. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel, die Umsatzerlöse deutlich zu steigern, konnte im Jahr 2023 nicht erreicht werden.

Im Einzelhandel wurden Umsatzerlöse von TEUR 30.467 (i.Vj. TEUR 32.564) und im Großhandel sowie den sonstigen Erlösen von TEUR 4.509 (i. Vj. TEUR 4.568) erzielt. Die Umsatzrückgänge im Einzelhandel verteilen sich prozentual in etwa gleich stark auf die beiden Vertriebswege. Da auch die Umsatzerlöse der internationalen Solebox- Gesellschaften rückläufige Umsätze erwirtschaftet haben, sind auch die Umsatzerlöse aus dem zugehörigen Großhandelsgeschäft rückläufig. Innerhalb der sonstigen Erlöse konnte eine Steigerung im Bereich der Marketingerlöse von TEUR 544 erzielt werden.

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen in Deutschland und im europäischen Ausland erzielt und entfallen zu circa 90,8% auf Schuhe. Die Umsatzerlöse im Einzelhandel entfallen zu 84% auf den Onlinehandel (i. Vj. 83 %) und zu 16% auf den stationären Handel (i. Vj. 17%). Die Rohertragsquote (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist von 35,9 % im Vorjahr auf 31,4 % im Jahr 2023 gesunken, was u.a. durch Preisreduzierungen, sowie höheren Einkaufspreisen zu erklären ist.

Die Anzahl verkaufter Schuhe ist von 261 Tsd. Paar im Jahr 2022 auf 254 Tsd. Paar im Jahr 2023 gesunken. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel, die Anzahl verkaufter Schuhe deutlich zu steigern, wurde verfehlt.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.449 um TEUR 341 auf TEUR 1.790 gestiegen. Die Erhöhung ergibt sich aus Lohn- und Gehaltssteigerungen, sowie Neueinstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls von TEUR 8.294 um TEUR 922 auf TEUR 9.216 an. Die Verwaltungsaufwendungen sind um TEUR 152 zurückgegangen, während die Betriebsaufwendungen um TEUR 455 und die Vertriebsaufwendungen um TEUR 477 gestiegen sind. Die höheren Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Marketing- und Logistikkosten. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023 weist die Sole Brothers GmbH ein im Vergleich zum Vorjahr negatives Jahresergebnis vor Steuern von TEUR -36 (i. Vj. TEUR 3.251) aus. Der im Vorjahr prognostizierte besonders stark wachsender Anstieg des Jahresergebnisses wurde verfehlt.

Die Sole Brothers GmbH blickt, mit Berücksichtigung der Herausforderungen aus dem sich abzeichnenden langen Ukrainekrieges und den belastenden Effekten auf das Konsumvertrauen in Europa, insgesamt auf ein unbefriedigendes Jahr 2023 zurück. Die erreichte Marktpositionierung konnte in einem schwierigen Marktumfeld stabil gehalten werden.

3 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Chancenbericht

Die Sole Brothers GmbH agiert im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in einem Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir bspw. Markt- und Wettbewerbsanalysen aus und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, über die die Geschäftsführer im Rahmen der Geschäftsplanung entscheiden.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sole Brothers GmbH. Sollten sich die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltiger erholen als wir in unserer Prognose dargestellt haben, könnten sich positive Auswirkungen auf Paarzahlen, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse vor Steuern ergeben.

Die Geschäftsführer der Sole Brothers GmbH sind sich der Tatsache bewusst, dass sich Chancen für das Unternehmen ergeben können, wenn der Bekanntheitsgrad durch die fortschreitende Expansion gesteigert werden kann. Durch die zwei Konzepte "Sole Brothers" und "MBCY" und die Konzentration der Expansion auf den nationalen und internationalen Onlinehandel, geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Unternehmen erfolgreich weiter an Bekanntheit zulegen und die Marktanteile erhöhen wird. Das Konzept MBCY bietet der Sole Brothers GmbH die Möglichkeit, weiteres Umsatzwachstum zu realisieren.

Risikobericht

Die aus dem Ukraine-Konflikt resultierenden makro-ökonomischen Entwicklungen können sich für Sole Brothers GmbH und deren Tochterunternehmen wie beispielsweise durch eine mögliche Rezession und eine damit verbundene Konsumzurückhaltung unserer Kunden, steigende Inflation und höhere Bezugskosten für Handelswaren auswirken.

Die Geschäftsleitung beobachtet die Situation sorgfältig und ist darauf vorbereitet, je nach Anforderung auf die Situation flexibel zu reagieren.

Die Sole Brothers GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Die internen Controlling-Prozesse sind darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken und der Risikobegrenzungsmaßnahmen, kombiniert mit den geschätzten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wird eine Klassifizierung der Risiken als "hoch", "mittel" oder "gering" im Hinblick auf mögliche negative Abweichungen in Bezug auf den bedeutsamsten Leistungsindikator Jahresergebnis vor Steuern für die Gesellschaft vorgenommen.

Sole Brothers ist wie jedes Unternehmen im Einzelhandel stark vom Konsumverhalten der Verbraucher sowie vom modischen Wandel abhängig ("Moderisiko"). Durch intensive und frühzeitige Analyse der Modetrends und deren Entwicklung kann die Gesellschaft dieses Risiko gut kontrollieren und führt Maßnahmen zu dessen Begrenzung durch, indem durch den unternehmensinternen Abstimmungs- und Auswahlprozess, der von Sole Brothers angebotenen Handelswaren eine innovative Sortimentsentwicklung gefunden wird. Das Moderisiko wird unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt.

Die Gesellschaft beschafft die Handelswaren bei namhaften Lieferanten und hat keine eigenen Produktionsstätten. Diesen Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch eine genaue Analyse der aktuellen Beschaffungsmärkte sowie etwaiger Alternativen. Die Beschaffungsrisiken eines negativen Einflusses auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - insbesondere Jahresergebnisse - werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt.

Das Wettbewerbsumfeld der Gesellschaft wandelt sich stetig durch voranschreitende Digitalisierung und zunehmenden Onlinehandel ("Wettbewerbsrisiken"). Sole Brothers stellt sich diesem Wettbewerb durch die Weiterentwicklung und enge Verzahnung von stationärem und Online- Geschäft im Rahmen einer Omnichannel-Strategie. Darüber hinaus sind Veränderungen im Kundenverhalten, auch durch einen signifikanten Anstieg der Inflation, als indirekte Folge aus den kriegerischen Ereignissen in der Ukraine und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Veränderungen in Europa spürbar und in der künftigen Entwicklung noch nicht einschätzbar. Die Wettbewerbsrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt.

Durch die Anmietung von Verkaufsstellen werden Risiken infolge der Langfristigkeit der Mietverträge eingegangen ("Mietrisiken"). Sole Brothers reduziert diese Mietrisiken durch die sorgfältige Auswahl von Standorten. Die Mietrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als gering eingeschätzt.

Als Einzelhandelsunternehmen mit einem Omnichannel-Vertriebsansatz ist das Funktionieren der IT-Systeme notwendig. Ein Ausfall der IT-Systeme würde die lokalen Vertriebsaktivitäten und den ordnungsgemäßen Betrieb des Warenflusses des Unternehmens einschränken ("IT-Risiken"). Diese Risiken werden begrenzt durch das neue Rechenzentrum der Muttergesellschaft, welches dem TÜViT Trusted Site Infrastructure (TSI) Level 3 entspricht. Das bedeutet: Kein Single Point of Failure (SPoF) in der Versorgung, erhöhte Einbruchhemmung, Absicherung der Versorgungsstraßen sowie Überwachung der Zustände sowie Brandbeherrschung. Damit gilt das Rechenzentrum als ausfallsicher und die IT-Risiken können als gering eingeschätzt werden.

Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihrer Auswirkungen grundsätzlich weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Angesichts dieser Tatsachen werden wir den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2024 begegnen können.

Prognosebericht

Die dargestellten Prognosen basieren im Wesentlichen auf qualifiziert komparativen Prognosen und beinhalten alle zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts den Geschäftsführern bekannten Informationen. Die Prognosen sind vorbehaltlich von Änderungen, die sich in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung im Zusammenhang mit der weltpolitischen Lage ergeben, und bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar sind.

Aufgrund der angespannten Marktsituation werden für 2024 keine positiven Effekte auf Paarzahlen, die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis erwartet. Die Gesellschaft setzt damit insgesamt auf Synergieeffekte zwischen Internetauftritt, Onlineshop und stationärem Einzelhandel und schärft ihr Produktportfolio weiter, um bei einer Entspannung der Marktlage wieder steigende Umsätze erzielen zu können.

Für das Jahr 2024 werden bei der Gesellschaft Umsatzerlöse besonders stark unterhalb der Umsatzerlöse von 2023 erwartet. Dementsprechend entwickeln sich auch die verkaufte Paarzahl besonders stark nach unten. Nach dem negativen Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2024 ein besonders stark wachsendes Jahresergebnis vor Steuern. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann die tatsächliche Umsatzentwicklung und das Jahresergebnis vor Steuern wesentlich von diesem Ziel abweichen und die Paarzahl, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse dementsprechend beeinflussen.

Die Steigerung der Kundenzufriedenheit über die Verknüpfung des Online- und Offline-Geschäfts sowie auch die Excellenz je Kanal stehen nach wie vor im Fokus. Zu Ende 2024 ist im Zuge einer umfassenden Transformation der Umzug auf eine zentral neu aufgesetzte Onlineshop- Plattform Scayle vorgesehen, um signifikantes Wachstum und eine deutlich effizientere Ausrichtung zu ermöglichen.

Die Sole Brothers GmbH ist weiterhin bestrebt, die Kundenwünsche mit einer Omnichannel- Lösung in Kombination aus einem modernen Onlineshop und Verkaufsstellen mit einzigartigen Designs zufrieden zu stellen. Die Gesellschaft setzt damit insgesamt auf Synergieeffekte zwischen Internetauftritt, Onlineshop und stationärem Einzelhandel, die insbesondere die Paarzahlen, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse positiv beeinflussen können.

Die Geschäftsführung der Sole Brothers GmbH, Köln, erklären, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihnen in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch nicht benachteiligt wurde. Andere berichtspflichtige Maßnahmen haben im Berichtszeitraum nicht vorgelegen.

 

Köln, 15. März 2024

Sole Brothers GmbH

Aljoscha Kondratiew-Kreißel

Tim Spickenbom

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sole Brothers GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sole Brothers GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sole Brothers GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 17. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marcus Finke, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift der Gesellschafterversammlung der Sole Brothers GmbH gem. § 10 der Satzung

Die Snipes SE, Köln, ist 100%-ige Gesellschafterin der im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 84420 eingetragenen Sole Brothers GmbH mit einem Stammkapital von EUR 500.000,00. Die unterzeichnende Gesellschafterin fasst unter Verzicht auf sämtlichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Frist- und Formvorschriften folgende, einstimmige Beschlüsse:

1.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird genehmigt und ist damit festgestellt.

2.

Der Bilanzgewinn - bestehend aus

Gewinnvortrag EUR 4.675.386,50
Jahresüberschuss EUR -2.928,13
EUR 4.672.458,37

wird entsprechend dem Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

4.

Als Prüfer für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 wird die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Huyssenallee 58, 45128 Essen, bestellt.

 

Köln, 10. Juni 2024

Snipes SE

vertreten durch

Tim Spickenbom

Peter Buse

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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