CARElean GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Ulke seit 23.12.2024 | Geschäftsführer |
Dominik Korbinian Limbach seit 17.4.2024 | Geschäftsführer |
Ralf Tölle seit 12.10.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INTERSEROH Pfand-System GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007LageberichtVorbemerkungDer INTERSEROH-Konzern ist einer der führenden Dienstleistungs- und Rohstoffkonzerne in Europa. Als Dienstleister für Unternehmen, die pfandwerthaltige Einweggetränkeverpackungen in Verkehr bringen und/oder zurücknehmen, hat sich die INTERSEROH Pfand-System GmbH darauf spezialisiert, die seit dem 1. Mai 2006 geltenden gesetzlichen Verpflichtungen aus der VerpackVo für ihre Kunden zu erfüllen. Nach dieser Verordnung muss i. d. R. jeder, der PET-, Glas- oder Doseneinweggebinde verkauft, diese auch zurücknehmen, unabhängig davon, ob sie auch bei ihm gekauft wurden. Mit dieser Regelung ist die Notwendigkeit des Zählens, Transportierens, Verwertens und der Dokumentation und Abwicklung der Daten- und Zahlungsströme entstanden. Außerdem umfasst das Tätigkeitsgebiet der INTERSEROH Pfand-System GmbH noch die Erstellung des Mengenstromnachweises für die Verpflichteten nach der VerpackVo. A. Analyse des Geschäftsverlaufs und wirtschaftliche Lage1. Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Wachstumsimpuls vor allem durch Investitionen Die deutsche Konjunktur befand sich im Berichtsjahr 2007 auf einem robusten Wachstumspfad. Verantwortlich dafür waren insbesondere die durch die expandierende Weltwirtschaft begünstigten Exportüberschüsse sowie die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen. Letztere profitierten auch davon, dass Projekte auf Grund der schlechteren Abschreibungsbedingungen seit Anfang 2008 vorgezogen wurden. Wie erwartet, brach der private Konsum zu Jahresbeginn 2007 ein, als Spätfolge der vor der Mehrwertsteuererhöhung stark erhöhten Nachfrage. Ab dem zweiten Quartal zeigten sich die privaten Haushalte wieder etwas konsumfreudiger, da die verfügbaren Einkommen mit der Verbesserung der Arbeitsmarktlage zunahmen. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum entwickelte sich analog zur deutschen Volkswirtschaft. Auch hier stieg das Bruttoinlandsprodukt vornehmlich im ersten und dritten Quartal. Die wirtschaftliche Dynamik in den asiatischen Ländern kompensierte das in der zweiten Jahreshälfte durch die Finanzmarktturbulenzen verlangsamte Wachstum in den Vereinigten Staaten. Ökonomen bezeichneten China und Indien in diesem Zusammenhang erstmals als globale Wachstumsmotoren. Die Entwicklung des ISP-Geschäfts im Jahr 2007 ist in Kapitel A. 2. a) beschrieben. b) Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Prognosen gehen von einem weltweit verlangsamten Expansionstempo im laufenden Geschäftsjahr aus. Die Exporte würden daher einen geringeren Beitrag zum deutschen Wachstum leisten als bisher. Maßgeblich verantwortlich für die Abschwächung seien die Turbulenzen auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt, die sich negativ auf die US-amerikanische Wirtschaft und den Kurs des Dollars auswirkten. Ökonomen setzen neben der stabilisierenden Wirkung der Wirtschaftsentwicklung Asiens auf die Inlandsnachfrage und hier vornehmlich auf den privaten Konsum. Begründet wird dies mit gestiegenen Löhnen und Renten sowie dem weiteren, wenn auch gebremsten Abbau der Arbeitslosigkeit und damit steigenden, verfügbaren Einkommen. Es wird allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Inflationsfurcht auf Grund steigender Preise für einige Nahrungsmittel sowie Mineralölprodukte die Kauflaune der Deutschen weiterhin drückt. Unternehmensinvestitionen würden im laufenden Jahr an Schwung verlieren - ein Effekt der 2007 vorgezogenen Käufe sowie verschlechterter Finanzierungsbedingungen auf Grund höherer Risikoprämien infolge der Finanzmarktturbulenzen. 2. Darstellung und Beurteilung des Geschäftsverlaufs a) Anstieg von Umsatz und Ergebnis Gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2006 (vom 1. Mai bis 31. Dezember 2006) sind die Umsatzerlöse absolut um 90,5 % gestiegen. Gleichzeitig haben sich aber auch die durchschnittlichen Monatserlöse von EUR 2,2 Mio in 2006 auf EUR 2,8 Mio im Berichtsjahr erhöht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Zählmengen in den Zählzentren (von monatlich durchschnittlich 38 Mio in 2006 auf 43 Mio in 2007) und bei den Point of Sale (POS) - Rücknahmeautomaten der einzelnen Filialen (von durchschnittlich 15 Mio in 2006 auf 32 Mio in 2007) zurückzuführen. Darüber hinaus haben die positiven Preisentwicklungen für die Altkunststoffe (PET und Folien) erhöhte Vermarktungserlöse erzeugt. Umsatzentwicklung der INTERSEROH Pfand-System GmbH in Mio EUR:
Die Rohertragsquote hat sich gegenüber 2006 um 8 Prozentpunkte verbessert. Diese Entwicklung ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Berichtsgesellschaft seit dem 1. Juli 2007 die Organisation und Abwicklung der Zentrallager- und Kleinmengenlogistik in die eigenen Abläufe integriert hat und damit Kostenvorteile erzielt. Zum anderen haben sich nachträgliche Vertragsanpassungen für den Bereich der Abholung kompaktierter Ware von Anfallstellen mit POS-Rücknahmeautomaten in 2007 entsprechend günstig bemerkbar gemacht. Das ordentliche Unternehmensergebnis der INTERSEROH Pfand-System GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz der erhöhten IT-Beratungsaufwendungen und nach Bereinigung der sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr von den Ergebnisauswirkungen eines Forderungsverzichts durch die Muttergesellschaft (EUR 3,5 Mio), deutlich verbessert. Das insgesamt positive Jahresergebnis 2007 (EUR 0,2 Mio; i. Vj. EUR -0,7 Mio) resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und damit der Verbesserung des periodenfremden Ergebnisses. Das Geschäft der INTERSEROH Pfand-System GmbH entwickelte sich grundsätzlich positiv. Die Umsatzausweitung basierte im Wesentlichen auf der Tatsache, das das Jahr 2006 auf Grund des Inkrafttretens der gesetzlichen Pfandregelung zum 1. Mai nur ein Rumpfgeschäftsjahr war. In 2007 positiv gewirkt haben aber auch der steigende Konsum an Einwegpfandgetränken, das größere Geschäftsvolumen der Kunden von INTERSEROH und nicht zuletzt die steigenden Rohstoffpreise. Eine Analyse der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage wird in Kapitel B. vorgenommen. b) Personal- und Sozialbereich: Qualifizierungsmaßnahmen verbessert Weiterbildung und Förderung im Mittelpunkt Im Berichtsjahr installierte Interseroh erstmalig Einzelcoachings, um Führungskräfte bei aktuellen Problemlösungen zu unterstützen oder auf zukünftige Aufgaben bedarfsorientiert vorzubereiten. Interseroh hat sich verstärkt bei Veranstaltungen von Hochschulen engagiert, Praktikumsplätze angeboten und Diplomarbeitsthemen vergeben. So soll der Kontakt zwischen Interseroh und Führungsnachwuchskräften schon vor Abschluss des Studiums aufgebaut werden. Auch im Geschäftsjahr 2007 bot Interseroh den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterbildung in EDV-, Fach- und Persönlichkeitsentwicklungsseminaren. Corporate Citizenship-Aktivitäten ausgebaut Corporate Citzenship-Aktivitäten haben in verschiedenen Unternehmen der INTERSEROH-Gruppe seit Jahren einen festen Platz, wurden im Berichtsjahr sukzessive ausgebaut und reichen von Corporate Giving (ethisch motiviertes, selbstloses Spenden) bis Corporate Volunteering (gemeinnütziges Arbeitnehmerengagement). Für die im Zusammenhang mit der langjährigen Patenschaft mit einem Kölner Kinderheim durchgeführten Projekte verlieh das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen der Muttergesellschaft der INTERSEROH Pfand-System GmbH, der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, am 12. Dezember 2007 eine Auszeichnung. Siehe hierzu auch im Internet unter www.interseroh.de -> Presse -> Corporate Citizenship c) Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Bei der INTERSEROH Pfand-System GmbH ist über folgende wesentliche Vorgänge im Geschäftsjahr 2007 zu berichten: Störungen der Datenbank Die Datenbank zum Einladen und zur Verarbeitung aller eingehenden Rohdatensätze ist auf Grund technischer Störungen in der Berichtsperiode zweimal für längere Zeiträume ausgefallen. Die Gründe für die jeweiligen Störungen konnten ermittelt und abgestellt werden. Es waren jedoch erhebliche Aufwendungen zur Beseitigung der Störung, zum Verhindern von Wiederholungen und zum Ausgleich der mittelbaren Schäden vorzunehmen. Weiteres Zählzentrum Zur Jahresmitte wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Betreiber eines Zählzentrums geschlossen, das auf der Basis der gleichen Technologie wie die übrigen INTERSEROH-Zählzentren arbeitet. Dadurch konnte die logistische Situation im Südwesten Deutschlands verbessert werden. d) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die INTERSEROH Pfand-System GmbH ergeben. B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage1. Ertragslage
Bezüglich der Entwicklung von Umsatzerlösen und Rohertrag verweisen wir auf das Kapitel A. 2. a) Darstellung und Beurteilung des Geschäftsverlaufs. Der Rückgang der anderen betrieblichen Erträge ist dadurch zu erklären, dass im Vorjahr in diesem Posten ein Forderungsverzicht des Gesellschafters in Höhe von TEUR 3.500 ausgewiesen war. Der Personalaufwand ist im Zuge der Geschäfts- und Organisationsentwicklung um EUR 0,3 Mio angestiegen. Im Jahresdurchschnitt wurden 8,3 Mitarbeiter zusätzlich beschäftigt. Die Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen haben sich vor allem auf Grund der stark gestiegenen IT-Beratungs- und Datenverarbeitungsaufwendungen erhöht, die für die Betreuung und Weiterentwicklung der Rohdatenverarbeitung in einer von der Muttergesellschaft betriebenen Datenbank notwendig waren. Im periodenfremden Ergebnis der Gesellschaft wird im Wesentlichen die Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung gezeigt. Durch die Kündigung des entsprechenden Vertrages zum 31. Dezember 2007 hat sich diese Risikovorsorge erübrigt. 2. Vermögenslage
Bei Jahresabschreibungen in Höhe von EUR 1,2 Mio und Neuinvestitionen von EUR 0,7 Mio hat sich das Anlagevermögen um EUR 0,5 Mio vermindert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich insgesamt umsatzbedingt um EUR 0,3 Mio erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich dagegen die durchschnittlichen Außenstandstage erheblich reduziert. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 1,6 Mio ist im Wesentlichen auf den Abbau von Pfandforderungen zurückzuführen. Hier haben sich die intensivierten Bemühungen um größere IT-Prozessstabilität sowie die Bereitstellung clearingrelevanter Arbeitsinstrumente im vierten Quartal des Berichtsjahres bei der Rohdatenverarbeitung positiv bemerkbar gemacht. Der Anstieg der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen resultiert vor allem aus periodischen Abgrenzungen für noch ausstehende Rechnungen sowie für drohende Kompensationszahlungen an Kunden auf Grund von ausgefallenen und erst zu einem späteren Zeitpunkt realisierten Pfandforderungsläufen. Im Bereich der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ist der Anstieg um insgesamt EUR 6,1 Mio vor allem durch eine kurzfristige Zwischenfinanzierung der INTERSEROH AG (EUR 5,0 Mio) zur stichtagsbedingten Rückzahlung von Anzahlungen eines Kunden zu erklären. Die Anzahlungen wurden zur Vorfinanzierung von Pfandgutschriften an die Filialorganisation des Kunden geleistet und werden im neuen Geschäftsjahr der Berichtsgesellschaft wieder in gleicher Höhe zur Verfügung gestellt. Ferner hat die Muttergesellschaft der INTERSEROH Pfand-System GmbH ein Darlehen in Höhe von EUR 1,5 Mio zur Verfügung gestellt, um die laufenden Logistikverbindlichkeiten fristgerecht bedienen zu können. Auf Grund von Liquiditätsengpässen bei der Berichtsgesellschaft wurde die Tilgung der Altdarlehen des Gesellschafters im letzten Quartal 2007 vorerst eingestellt. Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den Abbau der Pfandverbindlichkeiten gegenüber der bundesweiten Filialstruktur und den selbständigen Einzelhändlern eines Großkunden zurückzuführen (EUR 8,5 Mio). 3. Finanzlage
Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Berichtsgesellschaft als angespannt zu beurteilen. Die Hintergründe hierfür resultieren vor allem aus den in 2007 aufgetretenen technischen Schwierigkeiten im Pfandgeldclearing, welche zu hohen Außenständen bei den Pfandforderungen und Pfandverbindlichkeiten geführt haben. Die Höhe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für in Rechnung gestellte Dienstleistungen wie das Transportieren, Zählen und dem erwähnten Pfandgeldclearing steht in einem unmittelbaren Abhängigkeitsverhältnis zu den Leistungen im Pfandgeldclearing. Zur Lösung dieser Problematik wurden und werden auch in 2008 umfangreiche Maßnahmen getroffen, die erhöhte IT-Beratungs- und Programmierungsaufwendungen zur Folge hatten und haben werden. C. Prognosebericht1. Umsatz- und Ergebnisentwicklung/Voraussichtliche Entwicklung sowie mögliche Chancen und Risiken Für 2008 geht die INTERSEROH Pfand-System GmbH von einem deutlichen Umsatzrückgang aus. Hauptgründe hierfür liegen in den sinkenden Zählmengen in den Zählzentren, dem Insourcing des Bereiches Pfand bei einem Kunden und dem Verlust des Transportauftrages sowie der Wegfall der Vermarktung von Eigengebinden eines anderen Kunden. Damit verbunden ist auch ein Ergebnisrückgang. Im 1. Quartal 2008 wird über die Fortführung der Verträge mit einer bedeutenden Kundengruppe entschieden. Für den sehr unwahrscheinlichen Fall der Nicht-Kontrahierung ist von einer bestandsgefährdenden Situation für das Unternehmen auszugehen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind die wirtschaftlichen Rahmendaten der Vertragsverlängerung vereinbart. Es liegen eindeutige Willensbekundungen der Entscheidungsgremien des Kunden vor, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Die Variabilität der DPG-Teilnahmebedingungen sowie kundenspezifische Anforderungen zur Prozessoptimierung können zu unvorhergesehenen Investitionen in den Bereich IT führen. Generell ist zu beachten, dass auf Grund der Gesetzeslage die Bundesregierung zum 1. Januar 2010 die derzeitige Pfandregelung überprüfen soll. Auf Grund der starken Bedeutung der Vermarktungserlöse für den Gesamtumsatz des Unternehmens stellt die Volatilität der Rohstoffpreise sowohl Chance als auch Risiko dar. Chancen bestehen in dem potenziellen Wachstum des Einwegmarktes, der weiteren Optimierung der Kostenstrukturen und der Ausweitung des Geschäftsmodells auf alternative Märkte und Zielgruppen. Vor dem Hintergrund der in 2007 erfolgten Fokussierung auf eine größere Stabilität sämtlicher operativer und IT-gestützter Prozessabläufe, die sich darüber hinaus in 2008 weiter fortsetzen wird, rechnet die Gesellschaft mit einer Entspannung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage gegenüber 2007. Siehe hierzu auch die Erläuterungen zur Finanzlage 2007 im Abschnitt B. 3. Zum Bilanzstichtag liegen keine Erkenntnisse über weitere in 2008 geplante Zuführungen von Finanzmitteln durch die Muttergesellschaft vor. 2. Risikomanagementbericht Die US-Subprimekrise führte weltweit zu hohen Verlusten. Verursacht wurde sie durch die internationale Vermarktung verbriefter, hochriskanter und in der Folge notleidender Einzeldarlehen aus der Immobilienfinanzierung an Investoren, unter anderem im Bankenbereich. Die Krise wirkt insbesondere negativ auf den Interbanken-Kreditmarkt. Auf die entstandene Risikoaversion der Kreditinstitute reagierend, statteten die Notenbanken den Geldmarkt mit hoher Liquidität aus, um Funktion und Stabilität des Bankensystems zu stützen. Investitionen in Anlageklassen des Subprime-Umfelds hat Interseroh nicht getätigt. Interseroh ist auf Grund der risikoorientierten Politik einer jederzeit ausreichenden Liquidität und vertraglicher Vereinbarungen im Rahmen des ABS-Programms nur unwesentlich von den Verwerfungen im Kreditmarkt betroffen. Die Risikostrategie von Interseroh sieht vor, bestimmte Risiken nicht einzugehen oder abzusichern beziehungsweise zu versichern. Dabei handelt es sich um operative, originäre Risiken, die sich aus dem Tagesgeschäft ergeben. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen auf Grund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglichen. Die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems zur notwendigen und erfolgreichen Unterstützung der unternehmerischen Segmente der Interseroh-Gruppe war auch im Geschäftsjahr 2007 Aufgabe und Ziel des Vorstandes der INTERSEROH AG und der operativ Verantwortlichen. Die Definition, die Erkennung, die Evaluation und die Reaktion auf bestehende Risiken werden als Bestandteile des Risikomanagementsystems laufend auf ihre Vollständigkeit überprüft. Der Nutzen daraus zeigt sich auch im Berichtsjahr in Form einer stabilen Geschäftsentwicklung. Chancen und Risiken aus dem Marktumfeld Knappe natürliche Ressourcen bestimmten die Entwicklung der Sekundärrohstoffpreise. Asien, insbesondere China, hatte auch im Berichtsjahr durch das steil ansteigende Wirtschaftswachstum einen sehr hohen Bedarf an Rohstoffen jeglicher Art. Risiken für eine stabile Fortentwicklung werden im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr vornehmlich in der sich durch die Immobilienkrise ausgelösten abzeichnenden Verringerung des Wachstums in den USA gesehen. Dadurch könnte sich die Weltwirtschaft abkühlen. Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem erstreckt sich integrativ auf alle operativen Einheiten der Interseroh- Gruppe. Es umfasst die folgenden prägenden Elemente:
Aus originären Finanzinstrumenten ist Interseroh Risiken ausgesetzt, die sich auf Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auswirken können. Individuelle Sicherungsgeschäfte (derivative Instrumente) werden eingesetzt gegen Ausfallrisiken im Kontokorrent, gegen Preisänderungsrisiken und gegen Liquiditätsrisiken, unter anderem aus Währungskursund Zinsänderungen. Die Sicherungsverträge dienen ausschließlich der Absicherung von Cash Flows und haben immer einen konkreten originären Bezug. Für Handels- oder Spekulationszwecke sind die Sicherungsinstrumente in der Interseroh-Gruppe nicht zugelassen. Alle Finanzinstrumente der Tochterunternehmen werden monatlich auf Einzelgesellschaftsebene dem Vorstand berichtet. Kreditrisiko Generell werden für alle Debitoren Warenkreditversicherungen mit den geschäftsüblichen Selbstbehalten bei international agierenden Partnern der Versicherungswirtschaft abgeschlossen. Preisänderungsrisiko Bei einigen Nichteisen-Metallschrotten wird durch Hedging handelbarer Positionen an geeigneten Börsen (z. B. London Metal Exchange) ein bestimmtes Marktpreisniveau gesichert, soweit bei dem jeweiligen Grundgeschäft ein für die geplante Marge wesentliches Risiko auftreten kann. Preisänderungsrisiken werden außerdem durch eine konservative Lager- und Bewertungspolitik gering gehalten. Währungskursrisiko Die Absicherung von Devisengeschäften ist den Gesellschaften der Interseroh-Gruppe ab einer Transaktion in Höhe des Gegenwertes von 25.000 Euro vorgeschrieben. Fremdwährungspositionen oberhalb dieser Grenze werden unmittelbar nach dem Geschäftsabschluss an Banken veräußert. Liquiditätsrisiko Eine auch unter den gegebenen Schwankungen der Zahlungsströme und des Working-Capital-Bedarfs jederzeit ausreichende Liquidität der Interseroh-Gruppe ist durch kurzfristige Anlagen sowie bedarfsorientierte Fazilitäten bei den Interseroh-Bankpartnern gewährleistet. Die verantwortlichen Segmentvertreter (Leitung Kernbereiche) haben, jeweils quartalsweise aktuelle Einschätzungen der als bestandsgefährdend qualifizierten Risiken vorgenommen. In die Einschätzungen, die die Kernbereiche betreffen, sind die Kenntnisse aus dem Tagesgeschäft und aus den Gesamtzusammenhängen der relevanten Märkte eingebracht worden. Dadurch stellt Interseroh sicher, dass sämtliche Risiken aus dem Umfeld der jeweiligen operativen Aktivität unmittelbar beurteilt werden können. Die bestandsgefährdenden Risiken (Hauptrisiken) sind wie folgt definiert:
Diesen Hauptrisiken sind jeweils Glossare (Unterrisiken) zugeordnet, die von den Verantwortlichen ebenfalls zur Beurteilung herangezogen werden. Zusammen mit der Erhebung der bekannten Hauptrisiken wurden die Verantwortlichen aufgefordert, von ihnen gegebenenfalls erkannte Neurisiken zu benennen und zu beurteilen. Nennungen sind nicht erfolgt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Hauptrisiken im Beurteilungszeitraum 2007 wird im Vergleich zu 2006 in zwei von acht Risikobereichen als höher angesehen und übersteigt in zwei Fällen den Bereich "niedrig". Sie betrifft in den Segmenten Dienstleistung sowie Rohstoffhandel den zunehmenden Wettbewerbsdruck sowie Investitions- und Finanzierungsrisiken. Im Dienstleistungsbereich besteht weiterhin das Risiko von Ergebnis- und Marktanteilsbeeinträchtigungen durch den Umbau der Entsorgungsbranche. In Bezug auf das Segment Stahl- und Metallrecycling sowie die anderen durch Interseroh gehandelten Rohstoffe erhöht sich auf Grund von Konzentrationstendenzen auf Seiten der Abnehmer bei gleichzeitig steigendem Wettbewerb in den Beschaffungsmärkten das Risiko eines Marktungleichgewichts. Die erneut verbesserte Beurteilung der Interseroh-Aktivitäten in Frankreich betrifft insbesondere die Investitions- und Finanzierungsrisiken. Die Risikoauswirkung schätzen die Verantwortlichen in vier Fällen geringfügig höher ein als im Vorjahr. Höher bewertet werden Risiken aus dem vertrieblichen Bereich, aus der Integration von Akquisitionen und aus geplanten Akquisitionen und deren Finanzierung. Insgesamt bleibt die Tragweiteneinschätzung unverändert im Bereich einer mittleren Risikoauswirkung. Diese Bandbreiten-Einschätzung ist seit 1999 im Wesentlichen unverändert und gibt nach wie vor keinen Anlass zu kurzfristig angelegten Maßnahmen. Risikoinventur auf Segmentebene Die Risikoinventur pro Segment ist aktualisiert worden. Die entsprechenden Einzelrisiken wurden mit Eintrittswahrscheinlichkeiten belegt, mögliche Auswirkungen auf die Ergebnissituation abgeschätzt und mit entsprechenden Maßnahmen flankiert. Aus Konzernsicht ergeben sich in der Analyse folgende risikorelevante Themen:
Im Zuge der Diskussion der einzelnen Risiken werden die Segmente laufend im Hinblick auf Gegensteuerungsmaßnahmen sensibilisiert. Risiken, die für Interseroh in einem umfassenden Sinne wesentlich oder bestandsgefährdend sein können, sind derzeit nicht ersichtlich. 3. Forschung und Entwicklung Im INTERSEROH-Konzern haben Marktforschung und Marktbearbeitung angesichts der Tätigkeitsfelder einen hohen Stellenwert. Forschung und Entwicklung im üblichen Sinne betreibt die Gesellschaft nicht.
Köln, 5. Februar 2007 INTERSEROH Pfand-System GmbH Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2007I. Allgemeine Angaben/Vergleichbarkeit zum VorjahrDie Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat zum Bilanzstichtag gemäß § 267 Abs. 4 an zwei aufeinanderfolgenden AbschlussStichtagen die Größenmerkmale überschritten und bilanziert somit erstmals als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen für Hersteller und Vertreiber von Lebensmitteln, insbesondere Getränken, in Einwegverpackungen, insbesondere solcher Dienstleistungen, die bei der Umsetzung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes namentlich der Verpackungsverordnung dienlich sind, einschließlich der Organisation des Ver packungs- und Pfandgeldkreislaufs, dabei insbesondere der Koordination der in ein Pfandkonzept eingebundenen Dienstleister und der Überwachung und Kontrolle der am Verpackungsund dem Pfandgeldkreislauf beteiligten Wirtschaftssubjekte, sowie die Vornahme aller jeweils damit zusammenhängenden Geschäfte. Die Gesellschaft erstellt erstmals gemäß § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB einen Lagebericht. Das Geschäftsjahr 2006 kann vor dem Hintergrund der Tatsache, dass auf Grund verpackungsrechtlicher Rahmenbedingungen (siehe Abschnitt II.) abrechnungsrelevante Leistungen erst ab dem 1. Mai erbracht worden sind, als Rumpfgeschäftsjahr bezeichnet werden. Ein Vergleich der Geschäftsjahreszahlen mit denen des Vorjahres ist somit nur bedingt aussagekräftig. II. Besondere verpackungsrechtliche RahmenbedingungenAm 1. Mai 2006 trat die Änderung der Verpackungsverordnung voll in Kraft, das heißt, dass die so genannten "Insellösungen" für die Rücknahme von pfandwerthaltigen Gebinden abgeschafft wurden und darüber hinaus weitere Getränke unter die Pfandpflicht fallen. Mit diesem Datum begann für die Gesellschaft die eigentliche operative Tätigkeit. Mit Datum vom 27. März 2006 wurde die Gesellschaft als Pfandkonto- und Forderungssteller dienstleister von der DPG Deutsche Pfandsystem GmbH, Berlin, zugelassen. Die DPG stellt den organisatorischen und rechtlichen Rahmen für die pfandsystemrelevanten Aufgabenfelder. Sie wurde vor dem Hintergrund der genannten verpackungsrechtlichen Veränderungen von Handel und Industrie gegründet. III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wurde nach dem für mittelgroße Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Jahresabschlussposten werden unter Abschnitt V. des vorliegenden Anhangs vorgenommen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. IV. Besondere Bilanzierungsmethoden aus dem Pfand-ClearingDie Gesellschaft hat mit bestimmten bundesweit operierenden Handelsgesellschaften Verträge über den Kauf von restentleerten pfandwerthaltigen Einweggebinden sowie den an diesen Gebinden anhängenden Pfandgeldforderungen abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund werden die Pfandgeldforderungen an die Pfandkontoführer oder Erstinverkehrbringer sowie die aus dem Vertrag resultierenden Kaufpreisverbindlichkeiten gegenüber den Vertragspartnern unsaldiert in der Bilanz ausgewiesen. Die aus der Pfandabwicklung abgeleiteten Pfanderlöse sowie Rückpfandaufwendungen werden dagegen in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert. V. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungBilanz Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger bzw. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen linear. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Zur Entwicklung des Anlagevermögens in 2007 wird auf die Anlage 1 zum Anhang verwiesen. Umlaufvermögen Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um der Verwertung zuzuführende und entwertete Pfandgebinde sowie um Säcke und Talons für die Weitergabe an den Handel. Die Materialien für die Verwertung werden mit den Verwertungserlösbeteiligungen an den Handel bewertet. Die Gewichte der zum 31. Dezember 2007 aufgenommenen Bestände mussten teilweise auf der Grundlage von vorab festgelegten Verfahren geschätzt werden. Zur Wahrung des strengen Niederstwertprinzips wurde zum 31. Dezember 2007 ein pauschaler Abschlag von 10 % auf den Bestand vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen unter Berücksichtigung der Forderungsausfallversicherung abgedeckt. Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr bestehen nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus den noch ausstehenden Vermarktungsvergütungen für zur Verwertung entwertete und aufbereitete Pfandgebinde und stellen in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Fremdwährungsforderungen waren nicht zu bilanzieren. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft erstmals eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzeln wertberichtigten Nettoforderungen gegenüber Dritten vorgenommen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter anderem Leistungen erfasst, die zwar im laufenden Jahr realisiert sind, aber erst im Folgejahr abgerechnet werden. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft erstmals Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber bestimmten Geschäftspartnern saldiert ausgewiesen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 28.364; i. Vj. TEUR 29.963) werden im Wesentlichen die Pfandgeldforderungen gegen Pfandkontoführer ausgewiesen (TEUR 27.478; i. Vj. TEUR 29.930). Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt (TEUR 2.240; i. Vj. TEUR 5.805). Von diesem Gesamtbetrag bestehen zum Bilanzstichtag TEUR 1.661 (i. Vj. TEUR 4.993), die zwecks Pfandgeldabwicklung zeitnah an die entsprechenden Forderungssteller weitergeleitet werden. Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen ausgewiesen: Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 4.579; i. Vj. TEUR 1.291), Rückstellungen für erwartete Reklamationen (TEUR 218), Rückstellungen für die Kompensation von Liquiditätsschäden und Fehllesungen der Hochleistungszählautomaten (TEUR 520) sowie Rückstellungen für Personal (TEUR 110). Unter diesen Posten wird darüber hinaus auch eine Rückstellung für Gewerbesteuer (TEUR 4) ausgewiesen. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Verbindlichkeiten Die gesamten Verbindlichkeiten der Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2007 sind in der Anlage 2 zum Anhang nach ihren Restlaufzeiten aufgegliedert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden vor allem noch ausstehende Erlösbeteiligungen für die Vermarktung von diversen Materialfraktionen an den Handel, Gutschriften an die Zählzentrumsbetreiber, Rechnungen für die IT-Beratungen sowie Abrechnungen für die Überlassung von Zeitpersonal ausgewiesen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.615 ausgewiesen. Der Posten beinhaltet die Abrechnungen bezüglich der von der Muttergesellschaft geleisteten Kleinmengen- und Zentrallagerlogistik. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden die Ansprüche der Muttergesellschaft auf Zinszahlungen und auf Umsatzsteuer auf Grund des bestehenden umsatzsteuerrechtlichen Organschaftsverhältnisses sowie auf Grund diverser Umlagen ausgewiesen (EUR 558; i. Vj. TEUR 1.415). Darüber hinaus werden hier vom Gesellschafter ausgegebene Darlehen gezeigt. Bei den Darlehen handelt es sich um insgesamt vier Ausreichungen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 2.263, mit einer Gesamtlaufzeit von ein bis vier Jahren und einer Verzinsung von 4 bis 6 % p. a. Zur kurzfristigen Zwischenfinanzierung einer zum Stichtag vereinbarten Rückzahlung von erhaltenen Anzahlungen eines Kunden hat die Berichtsgesellschaft von der INTERSEROH AG ein Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2008 und einer Verzinsung von 6 % aufgenommen. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 23.756; i. Vj. TEUR 33.313) handelt es sich vor allem um Pfandgutschriften an Anfallstellen/Rücknehmer (TEUR 23.589; i. Vj. TEUR 32.116). Zum Bilanzstichtag sind darüber hinaus in diesem Posten bereits eingenommene, aber noch nicht mit den Ausgangsrechnungen verrechnete Pfandgelder sowie noch abzuführende Lohn und Kirchensteuer enthalten. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse bestehen im Wesentlichen aus den weiterberechneten Entgelten für die Dienstleistungen Transportieren, Zählen, Forderungsstellung, Pfandkontoführung, Verwertung sowie alle in diesem Zusammenhang stehenden Nebenleistungen wie der Versand von Säcken und Talons und der Vermietung von Behältern. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.087), aus dem Forderungsverzicht der Muttergesellschaft für Logistikdienstleistungen des Jahres 2006 (TEUR 202) sowie aus Anlageabgängen (TEUR 99). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 935 enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Dabei handelt es sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträgen aus Anlageabgängen. Materialaufwand Im Materialaufwand sind überwiegend die Aufwendungen für die Zentrallager- und Kleinmen genlogistik, für das Zählen der pfandwerthaltigen Gebinde in eigenen und fremden Zählzentren, für die Sack- und Talonslogistik sowie für die Vermarktungsbeteiligung enthalten. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft in der Gewinn- und Verlustrechnung den fehlerhaften Ausweis von Logistikkosten in den Aufwendungen für bezogene Waren für das Vorjahr korrigiert. Zwecks besserer Vergleichbarkeit zum Vorjahr wurden die genannten Logistikkosten in Höhe von EUR 5.538.207,12 von den Aufwendungen für bezogene Waren in die Aufwendungen für bezogene Leistungen für 2006 umgegliedert. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 382 enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Dabei handelt es sich vor allem um die Zuführungen zu den Wertberichtigungen im Berichtsjahr (TEUR 249). Außerplanmäßige Abschreibungen Im Geschäftsjahr 2007 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 80) vorgenommen. VI. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen zum 31. Dezember 2007 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 630 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 221). Die finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus bestehenden Softwareimplementierungs- und Wartungsverträgen, Mietverpflichtungen sowie einem mit dem Gesellschafter geschlossenen Dienstleistungsvertrag. VII. EventualverbindlichkeitenEs existiert eine Eventualverbindlichkeit über EUR 75.000,00. VIII. Sonstige AngabenBeschäftigte Bei der Gesellschaft wurden im Berichtsjahr im Durchschnitt 21,75 Arbeitnehmer beschäftigt. Dabei handelt es sich um 20,75 Angestellte und um einen gewerblichen Mitarbeiter. Organe
Die Geschäftsführer handeln gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird unter Berücksichtigung der Möglichkeit der Unterlassung gemäß des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. IX. KonzernabschlussDie INTERSEROH Pfand-System GmbH, Köln, ist ein verbundenes Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, und wird in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Köln, 5. Februar 2008 INTERSEROH Pfand-System GmbH Christoph Ley Doris Wiesner
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2007
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007
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Erbringung von Logistikdienstleistungen
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