alfasolar Abwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

30659 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 54455
Vorher
alfasolar Vertriebsgesellschaft mbHalfasolar GmbH
Eingetragen
28.7.1994
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von SolarwärmekollektorenHerstellung von Solarzellen und Solarmodulen
Gegenstand
Herstellung von Solarmodulen, Montagegestellen und anderen Komponenten aus dem Bereich solare Stromerzeugung, Handel, Im- und Export mit innovativen Produkten aus dem Bereich der regenerativen Energiegewinnung.

Historie

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Management

NameRolle
Martin Denz
seit 23.2.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

500.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

alfasolar GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Lagebericht 2010

der alfasolar GmbH

1. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

Die alfasolar GmbH produziert hochwertige Solarmodule auf Basis polykristalliner Solarzellen für den deutschen und internationalen Photovoltaik-Markt. In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover unterhält das Unternehmen eine moderne Produktionsstätte mit einer jährlichen Produktionskapazität von 20 MWp. Im Joint Venture ArcticSolar AB in Gällivare/Nordschweden wurde im November 2010 die Produktionskapazität um 10 MWp auf 35 MWp erhöht. An dieser hält alfasolar GmbH einen Anteil von 45 % sowie eine Nutzungsmöglichkeit von 50 % der Produktionskapazität. Alle Produktionsstätten sowie der Hauptsitz in Hannover werden mit Strom aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft und Photovoltaik) betrieben.

Die Solarmodule sowie weitere Komponenten wie Wechselrichter und Montagesysteme werden einzeln oder als fertig geplantes System über die alfasolar GmbH, Hannover und die 100 %igen Tochtergesellschaften alfasolar France SAS und alfasolar Italia Srl vertrieben. Im Werk Hannover wird weiterhin das Montagesystem alfasolar A2 für Aufdachmontage und Dachintegration gefertigt.

alfasolar beliefert über den Vertriebskanal "Business to Business (B2B)" weltweit Fachhändler, Solarteure, Energieversorger sowie Projektentwickler. Zur Pflege bestehender und Etablierung künftiger Kundenbeziehungen setzt alfasolar eigene Vertriebsmitarbeiter ein.

2. Rahmenbedingungen in der Photovoltaikbranche

Die Absenkung von Einspeisetarifen in den verschiedensten Ländern Europas war das dominante Thema der vergangenen zwölf Monate. Die PV-Industrie hat trotz dieser unsicheren Rahmenbedingungen ihre Produktionskapazitäten und ihren Absatz erhöhen können. Durch kontinuierliche Kostenreduktionen konnten die notwendigen Preisanpassungen vollzogen und die Nachfrage aufrecht erhalten werden. Für 2010 rechnen die Analysten der Bank Sarasin, deren aktuelle Nachhaltigkeitsstudie im November 2010 unter dem Titel "Solarwirtschaft - unterwegs in neue Dimensionen" veröffentlicht wurde, mit einer globalen Zuwachsrate von 87 % auf 13,8 GWp bei der neu installierten PV-Leistung. Der Studie zufolge werden in den kommenden zwei Jahren mindestens acht neue PV-Märkte mit einem Potenzial von 500 MWp pro Jahr hinzukommen. Dadurch würde die PV-Industrie die nötige Stabilität und politische Unabhängigkeit erreichen, um weiter zu wachsen und in neue Dimensionen vorzustoßen. Bis 2020 erwartet die Bank Sarasin einen Anstieg des globalen Markts auf 116 GWp.

In den Absatzplanungen der alfasolar spielen neben Deutschland insbesondere Frankreich, Italien und Belgien eine wichtige Rolle.

Deutscher PV-Markt mit Rekordzubau

Insgesamt sind in Deutschland derzeit Solarstromanlagen mit einer Leistung von etwa 17 GWp am Netz. Im Jahr 2010 wurden laut der Bundesnetzagentur etwa 7,4 GWp an PV-Leistung neu installiert. Mit diesem Rekordzubau hat sich der Markt gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Eine wesentliche Ursache dieser Entwicklung war die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Zusätzlich zur Absenkung am Jahresbeginn sanken die Einspeisetarife für Dachanlagen zum 01.07.2010 um 13 % und für Freiflächen um 12 % bzw. um 8 % bei Konversionsflächen. Zum 01.10.2010 gab es einen weiteren Kürzungsschritt von jeweils 3 %. Insgesamt sank die Einspeisevergütung von Ende 2009 bis Anfang 2011 um rund ein Drittel. Anfang 2011 reicht die Vergütung von 21,11 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Freiflächen bis 28,74 Cent für Aufdachanlagen bis 30 kWp. Zudem gibt es eine gesonderte Vergütungsstruktur für den Eigenverbrauch.

Auch im Jahr 2011 ist zum 01.07.2011 eine außerplanmäßige Absenkung der Einspeisevergütung vorgesehen. Im Januar 2011 präsentierte das Bundesumweltministerium einen Vorschlag, demzufolge im Falle eines starken Zubaus von Photovoltaikanlagen ein Teil der ursprünglich für den Jahresanfang 2012 vorgesehenen Förderkürzung auf dem 01.07.2011 vorzuziehen ist. Die Degression kann je nach Marktwachstum 3 bis 15 % betragen. Berechnungsgrundlage soll die in den Monaten März bis Mai 2011 installierte PV-Leistung sein. Dieser Vorschlag des Bundesumweltministeriums wurde einvernehmlich mit dem Bundesvorstand Solarwirtschaft (BSW) erarbeitet. Der Deutsche Bundestag hat diese Anpassung der EEG-Solarstromförderung Ende Februar 2011 verabschiedet. Die Änderung des Gesetzes wurde im März 2011 vom Bundesrat bestätigt.

Trotz teilweise kontroverser Debatten über die Förderung der regenerativen Energien durch das EEG, forciert durch die Atomindustrie und Energieversorger, gibt es weiterhin einen breiten politischen Rückhalt und gute Rahmenbedingungen für die PV-Industrie in Deutschland. Nach Angaben des BSW wurden in Deutschland mit der PV-Technologie bis Ende 2010 rund 133.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Frankreichs Solarmarkt weiterhin stark

Im Jahr 2010 hat der französische PV-Markt sein Wachstum fortgesetzt. Nach Angaben des Branchenverbandes Enerplan wurden 704 MWp neu installiert, gegenüber 175 MWp in 2009. Die positive Entwicklung beruht auf einer Einspeiseregelung, die insbesondere für gebäudeintegrierte Anlagen attraktive Sätze und steuerliche Erleichterungen bietet. Zudem ist die Vergütung abhängig von der Nutzung der Gebäude, auf denen die jeweilige Anlage installiert ist. Die Einspeisevergütung wird über 20 Jahre garantiert. Ab Januar 2012 soll die jährliche Degression 10 % betragen. Die Vergütungen reichen derzeit von 27,6 Cent pro kWh für Freiflächen bis zu 58 Cent pro kWh für private gebäudeintegrierte Anlagen mit weniger als 3 kWp Nennleistung. Die Solarstrom-Einspeisetarife wurden zum 01.09.2010 um 12 % gesenkt. Die Tarife für PV-Anlagen auf Wohngebäuden unter 3 kWp blieben dagegen unverändert. Zudem wurde die Steuerrückerstattung bei den Investitionskosten von 50 % auf 25 % halbiert. Die Einspeisetarife waren bereits im Januar 2010 gekürzt worden. Als Ziel für die Steuerung des PV-Marktes gab die französische Regierung im Dezember 2010 einen jährlichen Zubau von 500 MWp an. In diesem Zusammenhang würde für März 2011 eine erneute Änderung der Förderbedingungen angekündigt. Bis dahin war keine Registrierung von Neuanlagen mit mehr als 3 kWp Nennleistung möglich. Seit dem 10. März 2011 ist nun der neue Erlass der französischen Regierung in Kraft, der eine sogenannte flexible Marktbegrenzung von 500 MWp pro Jahr einführt. Für verschiedene Anlagenkategorien wurden entsprechende Zielmarken definiert. Die Vergütungstarife werden marktwachstumsabhängig jedes Quartal angepasst. Für Anlagen mit mehr als 100 kWp Nennleistung sind nur noch ein marginaler Einspeisetarif in Höhe von 12 Cent pro kWh sowie ein Ausschreibungsverfahren geplant.

Starker Zubau in Italien

Die installierte PV-Leistung in Italien ist im Jahr 2010 stark gewachsen. Laut einer Schätzung der italienischen Körperschaft für erneuerbare Energien (Gestore Servizi Energetici, GSE) waren Ende 2010 rund 200.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 7 GWp installiert. In 2009 waren es noch 1,142 GWp. Da entspräche einem Zubau von mehr als 5,8 GWp. Branchenbeobachter wie IMS Research gehen dagegen von einem Zubau von 3,5 - 4,2 GWp aus, da in den GSE-Zahlen auch nicht fertig gestellte Anlagen enthalten seien, für die der Netzanschluss bereits beantragt worden sei. Zudem seien Doppelzählungen wahrscheinlich.

Im Juli wurde eine Neufassung des "Conto Energia", der gesetzlichen Grundlage der Einspeisevergütung in Italien, verabschiedet. Für die Jahre 2011 - 2013 ist eine Degression der Einspeisevergütung von 6 % jährlich vorgesehen, wobei es im Jahr 2011 drei Absenkungsschritte geben soll. Die Tarife werden in den ersten vier Monaten 2011 gestaffelt nach Anlagengröße zwischen 36,2 und 29,7 Cent für sonstige Anlagen liegen. Gebäudeintegrierte Anlagen und Anlagen auf Konversionsflächen erhalten einen Bonus, ebenso wird eine Prämie gewährt, wenn beim Anlagenbau auf Dächern Altlasten wie Eternit oder Asbest beseitigt werden. Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre garantiert. Der Förderungsrahmen des Dekrets umfasst 3 GWp.

Zum 7. März 2011 hat der italienische Präsident ein Dekret unterzeichnet, das die Förderung der Photovoltaik in Italien neu regelt. Demnach soll das seit Januar 2011 laufende aktuelle Förderprogramm Conto Energia III nur noch bis Juni 2011 gelten. Danach soll ein neues Fördersystem in Kraft treten, bei dem mit deutlich niedrigeren Vergütungssätzen zu rechnen ist. Die Gespräche über die Neuregelung wurden auf April 2011 vertagt, erst dann ist eine Bewertung der Anpassung möglich.

Ruhige Marktentwicklung in Belgien

In Belgien wurden 2010 geschätzt rund 200 MWp neu installiert. Im Oktober hatte der Branchenverband BelPV eine neu installierte Leistung von 98 MWp bekannt gegeben. Im Jahr 2009 lag der Zubau noch bei rund 450 MWp. Regionaler Schwerpunkt des Marktes ist weiterhin Flandern, in Wallonien ist weit weniger Solarstromleistung installiert. Ein echtes Einspeisegesetz gibt es in Belgien auf nationaler Ebene nicht. Die Vergütung des Solarstroms wird regional über die sogenannten Groene Stroom Certificaten geregelt. In Flandern wurde die für 20 Jahre garantierte Grundvergütung von 35 Cent pro kWh im Vorjahr auf 33 Cent pro kWh in den ersten drei Monaten 2011 abgesenkt. Künftig erfolgt eine quartalsweise Absenkung der Vergütung. Für Anlagen unter 1 MWp werden in den ersten drei Monaten 2012 25 Cent pro kWh gezahlt. Ab 2013 wird die Vergütung nur noch für 15 Jahre gewährt.

PV-Leistung in Griechenland verdoppelt sich

Laut dem nationalen Netzbetreiber Hellenic Transmission System Operation (HTSO) gingen in 2010 knapp 107 MWp Solarstromleistung neu ans Netz. Gegenüber 2009 mit 46 MWp hat sich damit die gesamt installierte PV-Leistung innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Die Finanzprobleme Griechenlands wirken sich bisher nicht auf den griechischen PV-Markt aus. Grundlage der positiven Entwicklung ist das griechische Einspeisegesetz. Die größten Markthemmnisse waren bislang die bürokratischen Verfahren, die 2010 zum Teil abgebaut wurden: Anfang Juni 2010 wurde das Gesetz 3851/2010 verabschiedet, das die Installation von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien neu regelt. PV-Dachanlagen von einer Nennleistung von mehr als 10 kWp erhalten nun auch im privaten und kommerziellen Sektor eine Förderung. Anträge auf Erzeugungslizenzen für Freiflächenanlagen bis 1 MWp entfallen, solche bis 500 kWp benötigen keine Umweltverträglichkeitsprüfung mehr. Die Einspeisetarife bleiben unverändert hoch und sind generell über 20 Jahre gültig, bei Aufdachanlagen über 25 Jahre. Die Degression beträgt jährlich 5 %, die Tarife werden zweimal pro Jahr reduziert. Der Zubau ist nach einer Ministerentscheidung auf 2,46 GWp bis 2020 gedeckelt. Die Einspeisetarife reichen auf dem Festland von 37,28 Cent pro kWh für Anlagen mit mehr als 100 kWp Nennleistung bis zu 55 Cent für Aufdachanlagen unter 10 kWp. Auf Inseln gibt es für größere Anlagen einen Zuschlag von 5 Cent pro kWh. Damit wird Griechenland einer der interessantesten Märkte für 2011.

Aufbruchsstimmung in Großbritannien

Großbritannien hat im Jahr 2010 eine Einspeisevergütung für erneuerbare Energien eingeführt. Anfang Februar veröffentlichte das Department of Energy and Climate Change (DECC) die Vergütungssätze, die ab April 2010 galten: Demnach werden für Solarstrom je nach Anlagengröße umgerechnet zwischen 47,3 und 33,6 Cent gezahlt. Die Einspeisevergütung mit einer Laufzeit von 25 Jahren hat die Grundlage für das Entstehen eines neuen Solarstrommarktes gelegt. Im Jahr 2010 wurden in Großbritannien nach Brancheneinschätzungen bereits rund 17.000 Solaranlagen mit einer Leistung von 42 MWp installiert.

3. Geschäftsverlauf

Überdurchschnittliches Wachstum im Geschäftsjahr 2010

Durch den Aufbau der Produktion in Hannover und einer Projektabteilung für Großanlagen im Geschäftsjahr 2009 wurde es alfasolar möglich, im Geschäftsjahr 2010 im Bereich der MWp-Anlagen mehrere Aufträge zu erhalten. Hierbei hat sich alfasolar gegen deutlich größere Wettbewerber aufgrund der hervorragenden Qualität der Solarmodule durchsetzen können. So wurde von April bis Anfang Juni 2010 eine 4-MWp-Anlage in Zweimen bei Leipzig geliefert. Ende 2010 wurde eine weitere 2 MWp-Anlage nach Norddeutschland geliefert. In Italien wurden zwei 1 MWp-Projekte beliefert.

Insgesamt hat die alfasolar GmbH in 2010 den Gesamtumsatz um 114,3 % steigern können.

Der deutsche Markt hat im ersten Halbjahr 2010 durch Vorzieheffekte der außerplanmäßigen Absenkung der Einspeisevergütung eine Sonderkonjunktur erlebt. alfasolar hat durch eigene Effizienzsteigerung in der Produktion, sowie günstigeren Einkauf an Vorprodukten, marktgerechte Preise geboten und so überdurchschnittlich vom Marktwachstum profitiert. Im 2. Halbjahr hat die Nachfrage aus dem Ausland deutlich zugenommen, so dass hier ein größerer Anteil abgesetzt werden konnte. Gegen Ende 2010 hat alfasolar auch bedingt durch vorgezogene Preissenkungen eine weitere Sonderkonjunktur erlebt. Wie 2009 war der November in 2010 der mit Abstand umsatzstärkste Monat des Jahres.

alfasolar Solarmodule und Solarsysteme werden bei allen Typen von Anlagen und Betreibern eingesetzt: vom privaten Endkunden, über Landwirte, große Projektierer, auf Industriedächern und Freiflächenanlagen. Neben den Solarmodulen wurden komplette Photovoltaik-Systeme stark nachgefragt. In den Bereichen Wechselrichter und Montagegestell konnte alfasolar ein ebenso starkes Wachstum verzeichnen.

Erstmals wurden in 2010 größere Mengen unseres Solarmodules alfasolar Pyramid 80 mit Leistungen bis 326 Wp gefertigt und geliefert. Mit diesem Produkt werden die nachgelagerten Kosten für Montage und Transport deutlich reduziert.

Im Bereich Dünnschicht wurden die Lagerbestände weitgehend in mittleren und größeren Anlagen verkauft. Der Geschäftsbereich wird 2011 eingestellt, um sich auf die eigenen Produkte zu fokussieren.

alfasolar bietet seinen Kunden umfassende Unterstützung, die vom Marketingsupport über das Training bei der alfasolar Akademie bis zur technischen Anlagenauslegung reicht. Auch nach der Lieferung steht alfasolar mit einem eigenem Serviceteam dem Kunden vor Ort mit Rat und Tat zu Seite.

Neben den genannten Ländern wurden von alfasolar relevante Umsätze in Israel, Griechenland und Portugal erzielt.

Strategische Rohstoffaktivitäten

Neben einem europäischen Lieferanten für Solarzellen, mit dem ein Langfristvertrag bis 2015 besteht, wurden 2010 vermehrt Drittlieferanten genutzt, die gute Qualitäten mit hohem Wirkungsgrad zu marktgerechten Preisen bereitgestellt haben. Die Geschäftsbeziehungen wurden hier gestärkt.

Solarmodulproduktion ArcticSolar AB, Gällivare, Schweden

ArcticSolar AB ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Naps Systems Oy, des Geschäftsführers Vesa Hirvonen und der alfasolar GmbH, wobei die alfasolar GmbH einen Geschäftsanteil von 45 % hat. Die Gesamtproduktion in 2010 liegt bei 9,9 MWp (7,1 MWp in 2009) und damit um 39,4 % über dem Vorjahr. Für die alfasolar wurden in 2010 5,3 MWp (3,2 MWp in 2009) und damit 65,6 % mehr produziert. Die Gesellschaft hat im Jahr 2010 ein positives Ergebnis erzielt. Im November 2010 wurde die bestehende Technik im Bereich automatische Solarzellenverlötung modernisiert und weitere Maschinen für Solarzellenverlötung und Layup installiert. Die Produktionskapazität bei ArcticSolar AB stieg dadurch im Jahr 2010 auf 35 MWp.

Erschließung neuer und Ausbau bestehender Märkte

Im Jahr 2010 erzielte alfasolar eine Exportquote von 35,5 % (46,5 % in 2009). Hohe Zuwächse konnten vor allem in Italien und Frankreich erzielt werden. Absolut wurde im Ausland mehr Umsatz generiert, wenn auch die Exportquote aufgrund der starken deutschen Nachfrage gesunken ist.

alfasolar vertreibt vornehmlich Anlagen bis 100 kWp in Frankreich. Der französische Markt bleibt nach Klärung der Bedingungen nach wie vor ein interessanter Absatzmarkt für alfasolar.

In Frankreich wurde die alfasolar France SAS, Lyon, als 100 % Tochter der alfasolar GmbH durch zusätzliches Personal und Anmietung von Büro- und Lagerflächen in Lyon gestärkt. Da alfasolar vornehmlich Anlagen bis 100 kWp in Frankreich vertreibt, bleibt der französische Markt nach Klärung der Bedingungen nach wie vor ein interessanter Absatzmarkt für alfasolar.

Mit der Gründung der alfasolar Italia srl, Milano, im November 2010 wurde der Aufbau des italieni-schen Vertriebs vor Ort begonnen. alfasolar ist bereits seit vielen Jahren im italienischen Markt vom Sitz in Hannover aus aktiv.

Der Vertrieb von alfasolar wurde in 2010 personell gestärkt, sowohl für den Inlands- als auch für den Auslandsbereich.

Innovation und Qualität

Die alfasolar GmbH ist seit 2009 nach ISO 9001 Qualitätsmanagement zertifiziert. Das Folgeaudit in 2010 wurde erfolgreich bestanden. alfasolar ist seit 2010 Mitglied bei PV Cycle. Bei PV Cycle handelt es sich um ein freiwilliges Rücknahmesystem für Solarmodule, die bei Transportschäden oder nach dem Ende ihrer Lebenszeit wieder dem Rohstoffkreislauf zugeführt werden. alfasolar Solarmodule werden somit dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt.

In 2010 wurde mit einer umfassenden Zertifizierung der alfasolar Solarmodule nach IEC 61215, IEC 61730, UL, cUL und CEC begonnen. Hierfür wurde das Prüfinstitut Underwriters Laboratories in Neuisenburg bei Frankfurt beauftragt.

Weiterhin wurde beim TÜV Rheinland mit der Zertifizierung/Prüfung der alfasolar-Solarmodule auf Ammoniak-Beständigkeit begonnen. Der Test wurde im März 2011 erfolgreich abgeschlossen.

Mit dem TÜV Süd in Zusammenarbeit mit dem British Approvals Board for Telecommunications (BABT) wurde die Zertifizierung nach dem Microgeneration Certification Scheme (MCS), dem erforderlichen Standard für den Erhalt der Einspeisevergütung in Großbritannien begonnen. Das Zertifikat hierfür wurde ebenfalls im März 2011 ausgestellt. Hierbei wird im Detail die Qualität der Modulproduktion geprüft.

Darüber hinaus hat alfasolar an einem Entwicklungsprojekt für Solarmodulverpackungen im Jahr 2010 teilgenommen. Erfreulicherweise hat hierbei die Verpackung der alfasolar-Solarmodule sehr positiv abgeschnitten. Untersucht wurden hierbei neben anderen Aspekten die Transportsicherheit, die Umweltfreundlichkeit sowie die Kosten der Verpackung. alfasolar hat im Jahr 2010 ein Rücknahmesystem mit Wiederverwendung der eingesetzten Stapelecken eingeführt.

Arbeitssicherheit und Mitarbeiterentwicklung

Bei der Arbeitssicherheit will alfasolar nicht nur den gesetzlichen Vorschriften genügen, sondern darüber hinaus durch vorausschauendes Handeln die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahrnehmen. Im Jahr 2010 wurden umfangreiche Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit durchgeführt. Neben der Gefährdungsbeurteilung und den daraus folgenden Betriebs- und Arbeitsanweisungen wurden umfassende Schulungen durchgeführt. In allen Bereichen wurden Sicherheitsbeauftragte benannt und Ersthelfer ausgebildet. Die hierzu erstellen Dokumente wurden dem QM-Dokumentenmanagementsystem im hauseigenen Intranet zugefügt.

Jeder Mitarbeiter bei alfasolar hat Anspruch auf ein Fortbildungsbudget, das jährlich neu auflebt und zusätzlich zum normalen Gehalt gezahlt wird. Viele Mitarbeiter haben dies in 2010 genutzt und an internen und externen Weiterbildungen teilgenommen. Damit steigt die Qualifizierung der Mitarbeiter und die Identifikation mit dem Unternehmen.

4. Ertragslage

Die alfasolar GmbH hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Gewinn nach Steuern von 1.884 Tsd. € abgeschlossen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Umsatzerlöse bei gesunkenen Verkaufspreisen überwiegend aus dem mengenbedingt erhöhten Absatz von Solarmodulen und Wechselrichtern mehr als verdoppelt. Diesen standen leicht überproportional gestiegene Materialaufwendungenen sowie unterproportional gestiegene sonstige operative Aufwendungen gegenüber. Als Ergebnis dieser Ausweitung der Geschäftstätigkeit liegt das EBIT (= Earnings before Interest and Tax) im Geschäftsjahr bei 3.178 Tsd. €. Gegenüber der ursprünglichen Planung wurden die operativen Werte weitgehend erreicht.

Es wurden neben Komplettsystemen auch einzelne Komponenten verkauft. Das Geschäftsfeld Solarmodule ist im Umsatz um 115,7 % trotz geringerer Verkaufspreise gestiegen, wobei 80,6 % der erzielten Umsätze in diesem Geschäftsfeld aus der Eigenproduktion mit höheren Margen stammt.

Der Umsatz im Geschäftsfeld Montagesysteme ist um 33,9 % gegenüber 2009 gestiegen. Im Bereich Netzeinspeisegeräte wurde eine Steigerung um 126,3 % erreicht. Damit erreicht die Gesellschaft eine Eigenkapitalrendite (unter Berücksichtigung der Einlage der stillen Beteiligung) in Höhe von 44,4 % nach Steuern.

5. Finanz- und Vermögenslage

Das Stammkapital der alfasolar GmbH beträgt 500.000 €. Das Eigenkapital der alfasolar GmbH liegt bei 4.630.685 €. Die bestehenden Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt und Kapitalbelassungserklärung liegen wie 2009 bei 185.500 €.

Die stille Beteiligung der MBG Niedersachsen GmbH hat sich um 20 Tsd. € auf 560 Tsd. € verringert.

Weiterhin besteht eine stille Beteiligung mit der NKB in Höhe von 1.200.000 €. Die Kontokorrent-Linien der drei Hausbanken sind unverändert vorhanden.

Insgesamt schließt die alfasolar GmbH das Geschäftsjahr 2010 mit einer um 1.315 Tsd. € erhöhten Bilanzsumme ab. Der Lagerbestand hat sich auf 4.494 Tsd. € erhöht. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt unter Berücksichtigung der Einlage der stillen Beteiligung und der Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt zum 31.12.2010 bei 56,9 % gegenüber 44 % im Vorjahr. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.401 Tsd. € lag über den Investitionen in Höhe von 371 Tsd. €. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei -1.000 Tsd. €. Insgesamt erfolgte eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um 1.030 Tsd. €. Zum Stichtag bestehen ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 2.250 Tsd. €.

6. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Die Bedeutung des Risikomanagements für alfasolar ergibt sich durch die unternehmerische Tätigkeit und dem Ziel, das Unternehmen nachhaltig zu führen und zu entwickeln. Damit verbunden sind Chancen und Risiken, die identifiziert und bewertet werden, damit zeitnah Maßnahmen eingeleitet werden können, um die Chancen in einem technologisch anspruchsvollen Zukunftsmarkt wahrzunehmen und Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und gegebenenfalls gegensteuern zu können. Um den Fortbestand von alfasolar zu sichern und die positive Entwicklung des Unternehmens zu stützen und weiterzuentwickeln, stellt das Risikomanagement ein wichtiges Kernelement dar, das als kontinuierlicher Prozess in alle wesentlichen Unternehmensabläufe integriert ist.

Grundlage des alfasolar-Risikomanagements sind klar geregelte, im QM-Handbuch dokumentierte Prozesse, eine eindeutige Zuordnung von Zuständigkeiten und Stellvertretern in der Organisation und ein angemessenes Berichtswesen. Die konzernweite Sammlung und Aufbereitung der maßgeblichen Informationen liegt im Bereich Finanzen und Controlling sowie im Bereich der Geschäftsführung, die für die Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit zuständig sind.

Neben der kontinuierlichen Bewertung der Unternehmensrisiken ist die Unternehmensplanung ein weiteres Element des Chancen- und Risikomanagements. Die Planrechnung wird fortlaufend mit den aktuellen Gegebenheiten abgestimmt und bei Bedarf angepasst.

Zentrale Elemente hier im Hause sind der regelmäßige Informationsaustausch im Unternehmen über den Führungskreis sowie regelmäßige Treffen in den einzelnen Abteilungen und Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften.

Weiterhin werden die Finanzpartner monatlich in Berichten über die Unternehmensentwicklung informiert. Zweimal im Jahr finden ausführliche Gesprächsrunden mit den Finanzpartnern am Hauptsitz statt. In den Treffen werden mögliche Chancen und Risiken besprochen, gemeinsam bewertet und daraus bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Durch die flache Unternehmenshierarchie, klare Eigentümerstruktur und offensive Kommunikation nach außen können Entscheidungen schnell getroffen werden.

Die zentrale Risikoverantwortung liegt bei der Geschäftsleitung. Derzeit sind keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bekannt.

Wesentliche Risiken und Chancen für die alfasolar GmbH betreffen folgende Sachverhalte:

Marktbezogene Risiken

Die Geschäftstätigkeit der alfasolar GmbH ist von der staatlichen Förderung von Photovoltaikanlagen abhängig, ohne die die solare Stromerzeugung noch nicht wettbewerbsfähig ist. Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen können die Nachfrage nach unseren Produkten reduzieren oder sogar ganz zum Erliegen bringen. Insbesondere die sehr enge Terminierung der Absenkungen schafft zusätzliche Unsicherheit bei Kunden, finanzierenden Banken und produzierenden Unternehmen. Auch für die Zukunft ist mit Veränderungen der Förderbedingungen zu rechnen. alfasolar geht davon aus, dass die Entscheidungen gerade in Hinblick auf die zu Beginn 2011 aufgetretene Reaktorkatastrophe in Fukushima, Japan, mit Weitblick getroffen werden, um den Umbau der Energieversorgung auf Erneuerbare Energieträger zu forcieren. alfasolar schätzt somit dieses Risiko als moderat ein.

Photovoltaische Anlagen werden häufig über Fremdkapital finanziert. Ein deutlicher Anstieg der Zinssätze würde die Rentabilität von Solaranlagen negativ beeinflussen und die Nachfrage würde möglicherweise sinken. Aus Sicht von alfasolar besteht nur ein geringes Risiko für die Finanzierung von privaten Aufdachanlagen. Aus demselben Grund sieht alfasolar, anders bei solaren Großkraftwerken, keine grundsätzliche Verknappung der Finanzierungsmittel der von alfasolar vertriebenen Solaranlagen. Bei den solaren Großkraftwerken werden die Rahmenbedingungen sicherlich eine wichtige Rolle für den Fortbestand dieses Marktes spielen.

alfasolar sieht wie auch bisher ihren Hauptschwerpunkt bei den kleinen und mittleren Anlagen. Diese Anlagengrößen werden weiterhin national und international den größten Anteil im Markt haben und zeichnen sich durch ein begrenztes Risiko aus. Mit dem Segment der Großanlagen kann ein deutliches Wachstum von alfasolar und eine Abdeckung der Fixkosten der eigenen Produktion generiert werden. Da im Großanlagengeschäft eigene Preise und besondere rechtliche Rahmenbedingungen üblich sind, ist hiermit auch ein höheres Risiko bei veränderten Grundmaterialpreisen, Lieferzeiten und Haftung verbunden.

alfasolar ist durch den bedeutenden Anteil der Solarzellen an den gesamten Ausgangsmaterialien im Besonderen von der Preisentwicklung der Solarzellen abhängig. Durch den Langzeitliefervertrag besteht bei niedrigeren Preisen im Spotmarkt ein Risiko, ebenso durch die vertraglich geregelte Abnah-meverpflichtung. Bei hoher Nachfrage und damit begrenzter Verfügbarkeit von Qualitätsware und damit hohen Marktpreisen besteht eine Chance. Das Risiko kann durch Zukauf am Spotmarkt begrenzt werden, unterliegt jedoch auch dort Währungskursrisiken.

In einem oligopolistisch organisierten Markt entstehen Abhängigkeiten, die in Zeiten von Materialengpässen zu Lieferschwierigkeiten bzw. sogar zu Produktionsausfällen führen können mit entsprechend negativen Auswirkungen auf das Ergebnis der alfasolar. Wir gehen davon aus, dass die Lieferanten-und Kundenstruktur zwischenzeitlich hinreichend diversifiziert ist, werden diese jedoch weiter optimieren.

Die Exportquote von alfasolar hat sich in 2010 durch die starke deutsche Nachfrage reduziert, wird sich jedoch in 2011 wieder steigern. Dennoch wird ein entscheidender Anteil der Produktion in Deutschland verkauft. Insofern besteht eine Abhängigkeit vom deutschen Solarmarkt. Sollte dieser stagnieren, bedingt bspw. durch Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen, könnte sich eine Verschlechterung des operativen Ergebnisses einstellen. Auch in den Auslandsmärkten ist der Absatz wesentlich von politischen Rahmenbedingungen abhängig. Wir begegnen diesem Risiko durch fortlaufende Entwicklung neuer Märkte für unsere Produkte.

In den für alfasolar wichtigen Kundenmärkten und -segmenten erwarten wir eine überwiegend günstige Entwicklung. Interessante Märkte entstehen durch günstige politische Rahmenbedingungen in Großbritannien, Griechenland und Israel. Insbesondere bleiben die Perspektiven für den Weltsolarmarkt dauerhaft positiv. Für das Jahr 2011 sehen wir durchaus auch die Möglichkeit eines Verdrängungswettbewerbs mit Preisverfall in Deutschland speziell im 3. Quartal 2011, wenn eine zu starke Absenkung der Vergütungssätze des deutschen EEG zum 01.07.2011 umgesetzt wird. Die damit einhergehende sinkende Marktnachfrage sehen wir jedoch als zeitlich begrenzt an. Wir erwarten dann im 4. Quartal bedingt durch die erwartete Reaktion (Preissenkung) der Vorlieferanten und die dann Anfang 2012 erfolgende Vergütungsdegression ein umsatzstarkes 4. Quartal 2011.

Unternehmensbezogene Risiken

Das starke Wachstum der alfasolar stellt hohe Anforderungen an unsere interne Organisationsstruktur. Durch enge Zusammenarbeit und regelmäßige und rechtzeitige Information der Verantwortlichen wird ein möglichst reibungsloser Ablauf gewährleistet. Gerade in 2010 hat sich die alfasolar GmbH hier deutlich positiv entwickelt.

Auch wenn alfasolar hohe technische und sicherheitstechnische Standards beim Bau, beim Betrieb und bei der Instandhaltung der Produktionsanlagen anlegt, sind Betriebsstörungen nicht auszuschließen. Der Ausfall von Produktionsanlagen kann zu Lieferengpässen führen und sich auf die Erfolgs- und Finanzlage des Unternehmens auswirken. Das vorhandene Produktionsausfallrisiko verringern wir durch laufende Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter sowie die kontinuierliche Optimierung und Weiterentwicklung unseres Maschinenparks.

Eine länger anhaltende Rezession und damit einhergehende Nachfrageschwäche hätten Auslastungsrisiken zur Folge. Diese würden sich über geringere Skalen- und Größeneffekte negativ auf die Ertragslage auswirken. Wir wirken dem Risiko durch ein flexibles Arbeitszeitmodell im Bereich der Produktion entgegen.

alfasolar ist als Hersteller und Verkäufer von Photovoltaik-Modulen Garantie- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt, für die wir angemessene Rückstellungen bilden. Wir haften hier im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen und darüber hinaus im Rahmen der von uns dem Kunden gewährten erweiterten schriftlich formulierten Garantie- und Gewährleistungsbedingungen. Daneben haften wir für etwaige Mängel im Rahmen der von uns vereinbarten Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die alfasolar GmbH verfolgt das Ziel der Ertrags- und Wirkungsgradführerschaft bei der Herstellung von polykristallinen Solarstrommodulen und -systemen. Die Erträge der alfasolar Solarmodule werden durch kontinuierliche Weiterentwicklung gesteigert, was jedoch auch Einflüsse auf die Einstandskosten hat. Durch die in der Gesamtbetrachtung verbesserte Wirtschaftlichkeit konnten in 2010 gerade im Segment der Großanlagen viele Aufträge abgeschlossen werden, obwohl die anfänglichen Investitionskosten höher liegen als beim Wettbewerb. Hier sieht sich die Gesellschaft insbesondere internationalen Großkonzernen im Wettbewerb gegenüber. Die Konkurrenzsituation innerhalb des Marktsegmentes der alfasolar nimmt zu. Die Fähigkeit der alfasolar GmbH, wirtschaftlich vertretbare Margen auf einem sich durch intensiven Preiswettbewerb auszeichnenden Absatzmarkt erzielen zu können, kann durch die zunehmende Konkurrenz beeinträchtigt werden. Im 1. Halbjahr 2010 konnten nach marktgerechter Preisreduzierung die Modulverkaufspreise konstant gehalten werden. Die Rohmarge bei alfasolar ist im 3. und 4. Quartal 2010 deutlich gesunken, was durch den vermehrten Einsatz von Solarzellen aus dem Langzeitliefervertrag zu begründen ist. Trotz Anpassung der vertraglich vereinbarten Preise werden hier deutlich höhere Preise als aktuell marktüblich verlangt. Für das Jahr 2011 werden bedingt durch die veränderten Rahmenbedingungen beim deutschen Energie-Einspeisegesetz weitere deutliche Preisrückgänge erwartet. Die Preise für die Grundmaterialien dürften sich jedoch dem Markt mehr und mehr anpassen. Der Einkauf der alfasolar-Gruppe arbeitet kontinuierlich an der Senkung der Einkaufspreise unter Beibehaltung der hohen Qualitätsansprüche. Die Preisdifferenz im Verkaufspreis der alfasolar Solarmodule ist 2010 gegenüber asiatischen Markenanbietern deutlich gesenkt worden. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit von alfasolar verbessert.

alfasolar bietet dem Kunden hochwertigste cSi-Solarmodule. Neben den Modulen werden auch vermehrt Komponenten wie Wechselrichter und Montagegestelle sowie komplette Systeme angeboten. Im Bereich Wechselrichter sehen wir durch deutlich gesteigerte Abnahmemengen und günstige Einkaufspreise gute Chancen, den Verkauf deutlich zu steigern. Im Gegenzug verkaufen immer mehr Anbieter auf dem Markt ihre Technik, was sich negativ auf den Verkaufspreis und die Marge auswirken kann. Ein Preisverfall kann zu Wertverlusten im Lagerbestand führen.

alfasolar verfolgt das Ziel der Qualitätsführerschaft bei der Herstellung von Solarstrommodulen und - systemen. Da die Technologie einem stetig fortlaufenden Wandel unterliegt, ist es für die alfasolar von wesentlicher Bedeutung, kontinuierlich ihre Technologien - sowohl im Herstellungsprozess als auch bei den Produkten - zu verbessern und insbesondere auch an die Kundenanforderungen anzupassen. Dies könnte jedoch im Spannungsfeld mit dem herrschenden Kostendruck und begrenzter Personalkapazität stehen. Wir entgegnen diesem Risiko mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Produkten mit Alleinstellungsmerkmal wie den alfasolar Pyramid Solarmodulen und der Einstellung hoch qualifizierter Mitarbeiter.

Finanzierungsrisiken

Das starke Wachstum von alfasolar erfordert auch weiterhin einen hohen Kapitalbedarf. Die voranschreitende Internationalisierung und technologische Weiterentwicklung machen Investitionen notwendig. Stetiges Umsatzwachstum geht einher mit Ausweitung des Working Capital. Die Eigenkapitalquote der alfasolar GmbH konnte erneut gesteigert werden und betrug Ende 2010 40,1 %.

alfasolar sieht sich damit gut gerüstet für die weitere Expansion des Unternehmens.

Durch Erhöhung der Lagerumschlagshäufigkeit in 2010 sowie im Vergleich zu unterjährigen Bestandserhöhung deutliche Bestandsreduzierung der fertigen Güter Ende 2010 wurden deutliche liquide Mittel freigesetzt. Unabhängig davon sind jedoch aufgrund des extremen Marktwachstums für alfasolar weitere fremdfinanzierte Mittel erforderlich, um mit dem Markt mitzuhalten.

alfasolar finanziert sich durch einen gesunden Mix aus Eigenkapital, langfristigen Darlehen und Kreditlinien der Hausbanken für die kurzfristige Finanzierung.

Zunehmende Marktnachfrageschwankungen können für alfasolar signifikante Cashflow- sowie Ergebnisrisiken zur Folge haben. Unser operatives Geschäft wird von Änderungen der Fremdwährungskurse, Zinssätze sowie dem allgemeinen Marktpreisniveau beeinflusst. In erster Linie versuchen wir diese Risiken im Rahmen unserer laufenden Geschäfts- und Finanzaktivitäten zu steuern und zu überwachen. Große Teile des Geschäfts laufen mit Vorkasse und reduzieren somit das Liquiditätsrisiko.

Rechtliche Risiken

Um rechtlichen Risiken zu begegnen, erfolgt bei der Schließung von Verträgen regelmäßig eine Begutachtung durch interne oder unter Umständen auch externe Berater hinsichtlich juristischer und wirtschaftlicher Fragestellungen.

Die Qualitätsmarke "alfasolar" wird in allen relevanten Regionen angemeldet und unter den Schutz der dortigen Markenrechtsordnung gestellt.

Gewährleistungs- und Haftungsrisiken unserer Produkte begegnen wir mit der Bildung von Rückstellungen sowie über eine Betriebshaftpflichtversicherung.

Für die Absicherung von Zahlungsausfällen bei Kunden haben wir eine Warenkreditversicherung, die uns vor Zahlungsausfällen der Kunden schützt.

Gesamtrisikoposition

Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens sehen wir als angemessen und nicht bestandsgefährdend an. Der Markt für Photovoltaikanlagen ist weiterhin attraktiv und intakt. alfasolar verfügt über ein hohes Marken- und Qualitätsimage mit Alleinstellungsmerkmalen der Produkte. Die Produktionsanlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik, die Kapitalausstattung ist angemessen und die Mitarbeiter sind qualifiziert, leistungsstark und engagiert. Wir sehen uns damit gut gerüstet für die zukünftige Marktentwicklung.

Trotz größter Sorgfalt kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich bedeutende bisher nicht erkannte Risiken negativ auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken. Weder im Geschäftsjahr 2010 noch zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Geschäftsberichtes waren bestandsgefährdende Risiken zu erkennen.

Chancen des Unternehmens

alfasolar hat sich in 2010 positiv für ein weiteres Wachstum aufgestellt. Dies kann durch den Ausbau der Produktion am Standort Hannover sowie die Entwicklung weiterer interessanter aufstrebender Märkte erfolgen. Die erforderlichen Produktzertifizierungen wurden in 2010 begonnen.

Im Bereich der Großanlagen hat sich alfasolar erfolgreich etabliert und kann damit auch international erfolgreich agieren. Durch die hohe technische Kompetenz, die langjährige Erfahrung im Bereich der Solarstromtechnik und die schnelle Entwicklung im Hause sowie durch die Unterstützung externer Forschungsinstitute und Lieferanten hat alfasolar die Chance, die Alleinstellungsmerkmale seiner Produkte weiterzuentwickeln. Die Fachkompetenz unserer Mitarbeiter ermöglicht uns, weitere Wertschöpfungsstufen in Richtung B2C international zu entwickeln.

8. Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung

Für den Beginn des Jahres 2011 erwarten wir eine starke Nachfrage ab Februar aus dem internationa-len Geschäft, die das erste Quartal vorrangig trägt. Im Januar 2011 haben wir Wartungs- und Weiterentwicklungsarbeiten in unserer Produktion in Hannover mit entsprechend verminderter Produktion durchgeführt. Abhängig von der Marktpreisentwicklung für Solarzellen und Solarmodule gehen wir für das 2. Quartal von einem anziehenden Markt in Deutschland aus, auch getrieben durch die zu Mitte des Jahres anstehende Vergütungsabsenkung. Nach einem abflauenden Markt im 3. Quartal gehen wir von starker Nachfrage im 4. Quartal aus. Insgesamt sieht alfasolar wieder ein zweistelliges Umsatzwachstum trotz reduzierter Verkaufspreise. Im Ergebnis erwarten wir geringere bis gleiche Erträge wie in 2010. Auch in 2012 erwarten wir ein ähnliches Ergebnis wie in 2010.

 

Hannover, 26. April 2011

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

Vorjahr
Tsd. €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 55.918,00 65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.780.059,00 2.384
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.636,00 340
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1
2.206.695,00 2.725
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.889,53 21
3. Beteiligungen 71.789,00 72
230.678,53
2.493.291,53 2.933
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.354.147,19 787
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.139.646,68 1.486
3. Geleistete Anzahlungen 2.177.316,89 3.348
6.671.110,76 5.621
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 218.491,22 191
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 37.241,18 347
255.732,40 585
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.104.399,87 1.074
9.031.243,03 7.280
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.750,42 24
11.552.284,98 10.237

PASSIVA

Vorjahr
Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Gewinnrücklagen 191.485,47 0
III. Gewinnvortrag 2.054.928,52 1.641
IV. Jahresüberschuss 1.884.271,48 414
4.630.685,47 2.555
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 719.390,54 528
2. Sonstige Rückstellungen 1.274.283,68 1.236
1.993.674,22 1.764
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.300.002,30 3.400
2. Erhaltene Anzahlungen 45.259,81 145
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.774,21 191
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.247,06 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24.165,50 1
6. Verbindlichkeiten gegenüber still Beteiligten 1.783.150,00 1.696
7. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 185.500,01 186
8. Sonstige Verbindlichkeiten 453.626,40 299
4.861.725,29 5.918
D. Passive latente Steuern 66.200,00 0
11.552.284,98 10.237

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010

Vorjahr
Tsd. €
1. Umsatzerlöse 47.821.488,19 22.298
2. Veränderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 1.169.223,94 16
48.990.712,13 22.314
3. Sonstige betriebliche Erträge 112.161,79 343
49.102.873,92 22.657
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.876.871,89 17.446
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 73.400,41 30
38.950.272,30 17.476
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.627.456,88 1.439
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 497.636,15 288
davon für Altersversorgung: €12.490,10 (Tsd. € 12)
3.125.093,03 1.727
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 808.724,21 583
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Gesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 220.339,89 0
1.029.064,10 583
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.852.203,73 1.828
8. Erträge aus Beteiligungen 47.388,10 0
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.615,42 0
davon von verbundenen Unternehmen: € 1.615,42 (Tsd. € 0)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.741,84 2
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 385.587,23 374
-333.841,87 -372
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.812.398,89 671
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 908.116,78 224
14. Sonstige Steuern 1.810,63 2
1.902.471,48 445
15. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 18.200,00 31
16. Jahresüberschuss 1.884.271,48 414

Anhang zum 31. Dezember 2010

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches erstellt. Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte erstmals die Anwendung sämtlicher durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Vorschriften. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010.

Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechtes des Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gliederung der Bilanz entsprechen § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Bei den Angaben wurden von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

A. Angaben der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist mit Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer und, wenn steuerlich zulässig sowie handelsrechtlich angemessen, auch der degressiven Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungszeiträume orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen, sofern diese sich mit eigenen Erfahrungen hinsichtlich der Nutzungsdauern decken.

In Vorjahren wurde für abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten netto Euro 150,01 bis Euro 1.000,00 betragen haben und die einer selbstständigen Nutzung fähig waren, ein Sammelposten gebildet. Diese Sammelposten werden jeweils über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Seit dem Berichtsjahr werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 410,00 im Jahr des Zugangs sofort vollständig abgeschrieben.

2. Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Waren wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Es wurden zudem angemessene Teile der Kosten für die allgemeine Verwaltung aktiviert. Soweit erforderlich erfolgte eine Bewertung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert, soweit dieser unter den Anschaffungs- und Herstellungskosten liegt. Zum Bilanzstichtag erfolgte die körperliche Aufnahme der fertigen Erzeugnisse und Waren.

Seit dem Jahr 2008 ist eine Vorauszahlung auf Vorräte, die aus dem Tausch des Bezugsrechts für Solarzellen resultiert, bilanziert. Diese Vorauszahlung wird auf den Bezug von Solarzellen bis zum Jahr 2015 angerechnet.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertung Rechnung getragen.

Eine Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe 2 % gebildet.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von Euro 8.450,00.

4. Stammkapital

Das Stammkapital beträgt Euro 500.000,00.

Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von Euro 414.446,20 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Kapital der stillen Gesellschafters

Der Posten wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen, da im Vertrag keine laufende Verlustbeteiligung vereinbart worden ist.

Die Gesamtvergütung im Geschäftsjahr 2010 von Euro 129.004,92 teilt sich in eine Festvergütung von Euro 110.804,92 und eine gewinnabhängige Vergütung von Euro 18.200,00.

Die feste Vergütung wird unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen", die gewinnabhängige Vergütung unter dem Posten "aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne" ausgewiesen.

6. Rückstellungen

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrages angesetzt. Soweit zutreffend wurden Kostensteigerungen berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen wurden mit fristadäquaten Zinssätzen gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung diskontiert.

Von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die Auflösungsbeträge, die sich aus der Neubewertung langfristiger Rückstellungen zum 01. Januar 2010 ergeben haben, wurden erfolgsneutral in die Gewinnrücklage eingestellt.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen zur Bilanz

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere folgende wesentliche Posten:

Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 0,5 % bis 2 % des Umsatzes der letzten Jahre an Eigenprodukten. Der %-Satz wurde in Abhängigkeit der verwendeten Materialien gewählt und wird an laufende Erfahrungswerte angepasst.

Rückstellung für ausstehende Rechnungen

Rückstellung für ausstehenden Urlaub und Zeitguthaben

Rückstellung für Personalkosten

Rückstellungen für interne und externe Abschlusskosten

Rückstellung für Instandhaltungsmaßnahmen

Rückstellung für Aufbewahrungskosten

Rückstellungen für interne und externe Abschlusskosten

Bei der Neubewertung der Gewährleistungsrückstellungen zum 1. Januar 2010 aufgrund der erstmaligen Anwendung der durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften des HGB wurden laufzeitadäquate Zinssätze in Höhe von 3,82 % bis 5,39 % verwandt, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht worden sind. Geschätzte Preissteigerungsraten von jährlich 2 % wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Bewertung der Gewährleistungsrückstellungen zu 31. Dezember 2010 erfolgte mit Diskontierungssätzen zwischen 3,75 % und 5,24 %. Analog zur Neubewertung wurde mit einer Preissteigerungsrate von 2 % gerechnet. Aus der Aufzinsung den Gewährleistungsrückstellungen resultierte ein Aufwand von Tsd. € 19.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2010

Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von Jahren
bis zu 1
1 bis 5
über 5
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.300.002,30 600.002,30 1.700.000,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen 45.259,81 45.259,81 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.774,21 58.774,21 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.247,06 11.247,06 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24.165,50 24.165,50 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber den still Beteiligten 1.783.150,00 543.150,00 40.000,00 1.200.000,00
7. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 185.500,01 0,00 0,00 185.500,01
8. Sonstige Verbindlichkeiten 453.626,40 453.626,40 0,00 0,00
Stand zum 31. Dezember 2010 4.861.725,29 1.736.225,28 1.740.000,00 1.385.500,01
- davon aus Steuern: 426.781,26 (Vorjahr: € 268.514,99)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.959,45 (Vorjahr: € 4.384,06)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten im Rahmen zweier Sicherheitenpoolverträge zwischen alfasolar GmbH, der Deutschen Bank AG, Hamburg, der Sparkasse Hannover und der UniCredit Bank AG, Hannover:

Raumsicherungsübereignung des gesamten Warenlagers

Importfinanzierung (Mantelvertrag) mit Sicherheitenbestellung

Globalzession für Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen

Abtretung von Ansprüchen aus Warenkreditversicherungsvertrag bei der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG

Importsicherungsvertrag

Sicherungsübereignung der im Zusammenhang mit Solarmodulfabrikation angeschafften Wirtschaftsgüter am Standort Ahrensburger Str. 4-6, Hannover

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Passive latente Steuern

Passive latente Steuern resultieren aus der von den steuerlichen Vorschriften abweichenden Bewertung langfristiger Gewährleistungsrückstellungen (Tsd. € 66).

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 31,6 %.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Rückstellungsauflösungen in Höhe von Euro 12.622,40, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von Euro 7.280,15 sowie übrige periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 18.965,79 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 19.688,14.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Bewertung von Steuerlatenzen in Höhe von Tsd. € 24 enthalten.

C. Sonstige Angaben

Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält an der ArcticSolar AB, Gällivare, Schweden einen Anteil von 45 % am Stammkapital von SEK 1.300.000,00.

Im Berichtsjahr weist die ArcticSolar ein vorläufiges Jahresergebnis in Höhe von Euro 376.366 nach Steuern aus.

Die Gesellschaft hält an der alfasolar France SAS, Frankreich einen Anteil von 100 % am Stammkapital von Euro 50.000,00.

Im Berichtsjahr weist die alfasolar France SAS ein vorläufiges Jahresergebnis in Höhe von Euro -338,57 nach Steuern aus.

Die Gesellschaft hält an der alfasolar Italia Srl, Italien einen Anteil von 100 % am Stammkapital von Euro 50.000,00.

Im Berichtsjahr weist die alfasolar Italia Srl ein vorläufiges Jahresergebnis in Höhe von Euro 16.438,00 vor Steuern aus.

Unternehmensorgane

Geschäftsführer:

Herr Dipl.-Ing. Martin Denz, Hannover

Kredite an Organmitglieder wurden nicht gegeben. Der Geschäftsführer erhielt im Dezember 2010 einen Vorschuss für die Tantieme für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Zahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich beschäftigt:

Geschäftsführung 1
Kaufmännische Angestellte 37
Gewerbliche Mitarbeiter 45
83

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die derzeit genutzten Büro- und Lagerräume wurde ein Mietvertrag bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen. Daraus resultieren jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Euro 344.189,52.

Ferner wurden Einkaufsverpflichtungen in Höhe von Tsd. Euro 654 eingegangen.

 

Hannover, den 26. April 2011

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2010
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 143.458,00 28.831,90 1.451,10 170.838,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.854.385,14 40.717,99 2.048,20 2.893.054,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 521.647,11 215.364,32 37.409,00 699.602,43
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.365,00 0,00 1.365,00 0,00
3.377.397,25 256.082,31 40.822,20 3.592.657,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00 0,00 100.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.117,73 58.938,66 21.166,86 58.889,53
3. Beteiligungen 71.789,00 0,00 0,00 71.789,00
142.906,73 108.938,66 21.166,86 230.678,53
3.663.761,98 393.852,87 63.440,16 3.994.174,69
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2010
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 78.299,00 38.071,90 1.450,10 114.920,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 470.601,14 642.522,99 128,20 1.112.995,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 181.672,11 128.129,32 36.835,00 272.966,43
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
652.273,25 770.652,31 36.963,20 1.385.962,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
730.572,25 808.724,21 38.413,30 1.500.883,16
Buchwerte
Stand am 31.12.2010
Vorjahr
Tsd. €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 55.918,00 65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.780.059,00 2.384
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 426.636,00 340
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1
2.206.695,00 2.725
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.889,53 21
3. Beteiligungen 71.789,00 72
230.678,53 143
2.493.291,53 2.933

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der alfasolar GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der alfasolar GmbH, Hannover, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 26. April 2011

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