Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 14519
Vorher
Herberts Möbellacke Coswig GmbH
Eingetragen
2.6.1997
Branche
Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Lacken, insbesondere Holzlacken und Industrielacken, sowie weiteren chemischen und technischen Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Dr. Gramm
seit 27.6.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herlac Coswig GmbH

Coswig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

Die Aufstellung des Lageberichts der Herlac Coswig GmbH erfolgte gemäß § 289 HGB.

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Herlac Coswig GmbH wurde am 17. April 1997 gegründet und hat ihren Sitz satzungsgemäß in Coswig. Zum Stichtag beschäftigte die Herlac Coswig GmbH insgesamt 54 Mitarbeiter (Vorjahr: 52).

a. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Herlac Coswig GmbH, als Teil der Mipa Gruppe, ist ein leistungsstarkes Unternehmen der Lackindustrie mit einer fast 200-jährigen Tradition. Der Schwerpunkt der Produktion liegt bei modernen Holzlacken und Holzbeizen. Daneben werden Industrielacke und Komponenten für Industrielacke produziert.

Neben Standardprodukten werden von Herlac für die industrielle Verarbeitung maßgeschneiderte Produkte, Know-How und Service geboten.

Besonderes Augenmerk legt die Herlac Coswig GmbH im Produktportfolio auf umweltkonforme Lösungen wie zum Beispiel Wasserlack-Systeme oder UV-Lacke. Bei der Umstellung auf diese innovativen Beschichtungen begleiten wir unsere Kunden mit unserem Wissen.

b. Strategie

Die Strategie der Herlac Coswig GmbH zielt darauf ab, den Unternehmenswert durch profitables Wachstum langfristig zu steigern. Die Basis dieser Strategie bilden Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Auftragsbearbeitung, höchste Ansprüche an die Qualität der Produkte, die Nutzung neuester Technologien und ein Rundumservice für die Kunden.

Die Betreuung der Kunden erfolgt sowohl vom Standort Coswig als auch über die Vertriebsteams der Mipa Gruppe.

Die Qualität der Produkte wird von den Kunden weltweit stark geschätzt und ist der Grundbestandteil der Unternehmensstrategie. Trotz des hohen Niveaus der Produkte strebt die Herlac Coswig GmbH ständig nach einer Verbesserung der Produkte und Prozesse.

Im Verbund mit der Mipa Gruppe verfügt die Herlac Coswig GmbH über das Wissen sowie die Stärke von sieben Produktionsstandorten in Europa.

c. Compliance

Die Einhaltung geltender Gesetze, unternehmensinterner Richtlinien sowie ethischer Standards ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Mipa Gruppe. Die Geschäftsführung der Herlac Coswig GmbH hat sich diesem Code of Conduct der Mipa Gruppe angeschlossen und die unternehmensweit gültigen Verhaltensgrundsätze allen im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern bekannt gegeben. Die Verhaltensgrundsätze sind verbindlicher Maßstab für das Handeln sowie Verpflichtung zum Schutz aller Mitarbeiter zugleich.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2020 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,37 Billionen Euro. Preisbereinigt ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent zurück. Grund für den starken Einbruch 2020 sind die Auswirkungen der Corona-Krise und der damit einhergehende Shutdown der Wirtschaft Im Jahr 2020 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach zehn Jahren Wirtschaftswachstum in Folge ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands somit erstmals wieder deutlich zurück. Zurückgegangen war das BIP zuletzt im Jahr 2009, als Deutschland wie die meisten anderen Länder weltweit von den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war.

Die Weltkonjunktur war weiterhin durch die Handelskonflikte und eine schwache globale Industriekonjunktur geprägt, überlagert von der Corona-Pandemie, welche alle bekannten Maßstäbe übertroffen hat.

Neben den fortwährenden politischen und wirtschaftlichen Ereignissen in den Absatzmärkten in Osteuropa wirkte sich vor allem die Folge der Corona-Pandemie im Jahr 2020 auf die Geschäftsbeziehungen aus. Im wichtigen Absatzmarkt Russland ist die Konjunktur im Vergleich zum Vorjahr wesentlich schwächer vorangeschritten, geplante Importe in diesen Regionen wurden von den Kunden der Herlac Coswig GmbH zum Teil weiterhin nicht realisiert bzw. noch weiter aufgeschoben.

Entwicklung der Branche

Seit Jahren kann in der Branche bei der Produktion von Lacken ein negatives Wachstum beobachtet werden. Auch 2020 (stark beansprucht durch die Corona-Krise) ist der Markt für Lacke weiterhin als angespannt zu betiteln. Neben der generellen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage zeigen auch die Konjunkturzahlen starke Schwankungen bedingt durch die anhaltende Corona-Pandemie und die dadurch weltweit aus den Fugen geratenen Lieferketten. Der Markt für Lacke hat sich rückwirkend betrachtet um rund 5 % verschlechtert.

Der Holzmarktsektor insbesondere aber der Bereich der Industrielacke, als wichtiger Zielmarkt der Produkte der Herlac Coswig GmbH, hat sich in 2020 entgegen dem Trend positiv entwickelt, ausschlaggebend war dabei insbesondere der Inlandumsatz über die Mipa Gruppe. Die führte zu einem positiven Umsatztrend trotz anhaltend schwieriger Prognosen aufgrund unsteter Kundenbestellungen.

Entlastend wirke sich dagegen eine Entspannung der Rohstoffpreise aus. Die Entwicklung der Rohstoffpreise, pendelt sich langsam ein, bleibt aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. Pandemiebedingt war jedoch bei einigen Rohstoffen ein gegenteiliger Trend mit hohen Steigerungsraten zu beobachten. Absehbar ist eine unstete Entwicklung aufgrund der pandemiebedingten Verwerfungen innerhalb der Industrien und der weltweiten Märkte.

b. Geschäftsverlauf

Entwicklung des Unternehmens

Die Umsatzzielstellung konnte 2020 weitgehend trotz zu verzeichnender Umsatzausfälle einzelner Kunden erreicht werden. Die Grundsäulen des Umsatzes der Herlac Coswig GmbH sind wie im Vorjahr Umsätze innerhalb der Mipa Gruppe, das Möbellackgeschäft in Osteuropa und der UV-Lack-Bereich. Die Lohnproduktionen für den Vertrieb innerhalb der Mipa Gruppe wurden aufgrund der zuverlässigen Lieferzeit und Qualität erweitert. Dadurch vergrößert sich das Produktionssortiment stetig. So konnten die Ausfälle in anderen Absatzgebieten ausgeglichen werden.

Der zweite Lagerneubau (Gefahrstofflager) konnte 2020 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Dadurch ist es gelungen interne Logistikprozesse effektiver zu gestalten. Zudem wurde auch in diesem Jahr an den fortwährenden Investitionen zur Modernisierung und Erweiterung der Produkt- und Fertigungsstruktur festgehalten, um effizienter und unter verbesserten Arbeitsbedingungen am Standort wirken zu können.

Trotz stark schwankender Konjunktur in Deutschland und Westeuropa, kann trotz des sichtbaren Exportrückgangs nach Osteuropa eine positive Gesamtbilanz des Geschäftsjahres gezogen werden kann. Ausschlaggebend dafür ist die positive Entwicklung der gesamten Mipa Gruppe. Im Vergleich dazu entwickelte sich der branchenweite Gesamtabsatz in einem unsteten Marktumfeld negativ -4,8%.

c. Lage

Ertragslage

Die ungünstige Entwicklung der Rohstoffpreise aus 2019 wurde teilweise pandemiebedingt bereinigt. Die Rohstoffverfügbarkeit war jedoch aufgrund der Corona-Krise sehr unstet und hatte dadurch auch Einfluss auf die Preisgestaltung, insbesondere bei auch für Desinfektionsmitteln notwendigen Rohstoffen.

Realisierte Investitionen, vor allem im Bereich der Energiekosten, Heizung und Lüftung, dienten der Anpassung an die erforderlichen Veränderungen in der Produkt- und Fertigungsstruktur sowie der Verbesserung der Effektivität und der Arbeitsbedingungen, vor allem durch Integration des neuen Lagergebäudes. Sie zeigen auch 2020 in vollem Umfang ihr Einsparpotenzial.

2020
TEUR
2019
TEUR
Rohergebnis 3.758 3.513
Operatives Ergebnis (EBITDA) 488 229
EBITDA-Marge in % 4,7 6,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 266 -29
EBIT-Marge in % 2,6 -0,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 242 -58
EBT-Marge in % 2,2 -1,7
Ergebnis nach Steuern 226 -79
Eigenkapitalrentabilität 15,3 0,0
Cashflow 498 179

Finanzlage

Die Geschäftsführung verfolgt das finanzpolitische Ziel, die finanzielle Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten und jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft erfüllen zu können.

Grundlage für die Liquiditätssicherung sind die jährliche Finanzplanung sowie die laufende Überprüfung des Liquiditätsstatus unter Berücksichtigung der täglich aktualisierten Daten zum Auftrags-, Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitenbestand.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2020 betrugen die liquiden Mittel TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 61). Diese bestehen aus Bankguthaben und Kassenbestand.

Vermögenslage

Die Veränderung der Produktpalette durch die stetig erweiterte Lohnproduktion innerhalb der Gruppe hat zur Folge, dass der notwendige Bestand an RHB-Stoffen erweitert werden muss. Entgegen diesem Trend minderte sich im Jahr 2020 jedoch der RHB-Vorrat um 69 T€ ggü. dem Vorjahresbestand aufgrund schwankender Einkaufsmengen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um 74 T€ auf 177 T€ reduziert werden. Insgesamt verringerten sich die Gesamtverbindlichkeiten um 450 T€.

Auch 2020 wurden Investitionen zur weiteren Sanierung der Gebäude, baulichen Anlagen und der Modernisierung von Maschinen und Anlagen sowie der Anpassung an die erforderlichen Veränderungen in der Produkt- und Fertigungsstruktur getätigt. Diese dienten fortführend der Effektivitätssteigerung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

2020 2019 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 3.995 56 4.113 56 -118 -2,9
Umlaufvermögen 3.167 44 3.286 44 -119 -3,6
davon Liquide Mittel 2 0 61 1 -59 -96,7
Übrige Aktiva 0 0 1 0 -1 -100,0
Eigenkapital 1.804 25 1.610 22 194 12,0
Sonstige Rückstellungen 331 5 397 5 -66 -16,6
Verbindlichkeiten 5.027 70 5.475 74 -448 -8,2
Bilanzsumme 7.162 100 7.400 100 -238 -3,2
statische Verschuldung 2,8 3,4

Das Eigenkapital hat sich auf Grund des Jahresüberschusses um TEUR 276 erhöht. Dem geschuldet hat sich die Eigenkapitalquote um 3 % auf 25 % erhöht. Gleichwohl liegt die Herlac Coswig GmbH damit noch über der branchenüblichen Eigenkapitalquote.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Bereichsleiter erhalten, nach Erforderlichkeit automatisch tägliche, wöchentliche oder monatliche Auswertungen von Daten des ERP-Systems, um ihre Leitungstätigkeit zu unterstützen und schnell erforderliche Entscheidungen treffen zu können.

Finanzielle gesamtbetriebswirtschaftliche Auswertungen erfolgen fortlaufend monatlich, um aktiv die weitere Entwicklung steuern zu können.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft weiterhin überwiegend mittels Lieferantenkrediten und Kreditlinien verschiedener Banken und Darlehen des Gesellschafters. Bei allen Lieferantenzahlungen wird konsequent der vereinbarte Skontoabzug genutzt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Gesamtaussage

Die Geschäftsleitung der Herlac Coswig GmbH schätzt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als stabil ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist stabil.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Prognosebericht

Der IWF prognostiziert für 2021 einen weltweiten Anstieg der Wirtschaftsleistung nach den Rückgang in 2020 um ca. 6% und rechnet mit einer anhaltenden globalen Rezession wie seit 100 Jahren nicht erlebt. Die Prognosen für Deutschland und die EU sehen eine Erholung zwischen 4-5% vor. Diese Prognosen sind allerdings mit extremer Unsicherheit belastet, da insbesondere die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie derzeitig noch nicht abschätzbar sind.

Ebenso bestehen weiterhin wirtschaftspolitische Unsicherheiten wie z. B. aus dem Brexit sowie dem Handelsstreit zwischen den USA und China.

Die Geschäftsführung rechnet auch in 2021 mit einem positiven Jahresergebnis.

Schwerpunkt der vertrieblichen Arbeit bleibt weiterhin die Erschließung neuer Absatzmärkte sowie der Ausbau bereits bestehender Kundenbeziehungen außerhalb der politisch unsteten Märkte. Dabei wird der zentrale Vertrieb der Marke Herlac zukünftig weiter ausgebaut. Klassische Lackprodukte der Holz- und Möbelindustrie in osteuropäischen nicht EU-Ländern verlieren durch ungünstige Währungswechselkurse weiter als Importware an Attraktivität. Zusätzlich wandelt sich der Markt der echtholzverarbeitenden Industrie hin zu preiswerten Möbelprodukten. Wir begleiten unsere Kunden bei diesem Prozess und bieten auch für die neuen Technologien Beschichtungssysteme an. Der Trend im Bereich echtholzverarbeitender Hersteller geht zu Manufakturware ohne die Absatzmengen des Massenmarkts erreichen zu wollen.

Ziel ist es, hochwertige Produkte stärker am Markt platzieren und rentabel verkaufen zu können. So werden Projekte vor allem im UV-Lack-Bereich in Deutschland und der Europäischen Union verstärkt angegangen und erfolgreich umgesetzt.

In der Mipa Gruppe wird es im Rahmen von Fertigungs- und Vertriebsoptimierungen zu weiteren Lohnproduktionen bei der Herlac Coswig GmbH kommen. Dies hilft uns auch weiterhin der schwierigen Marktsituation in den Absatzmärkten der Marke Herlac zu begegnen.

Geplante Investitions- und Bauvorhaben wurden aufgrund der unsteten wirtschaftlichen Lage mit Beginn 2020 neu bewertet und terminiert, sind jedoch aufgrund der Pandemielage und der damit einhergehenden unsicheren Entwicklung stetig auf dem Prüfstand, so dass der Produktionsstandort trotz aller Unwägbarkeiten eine stetige Modernisierung erfährt. So wird die Neuinstallation der BMA auch 2021 forciert fortgesetzt. Aufgrund der in 2021 stark nachgefragten Produkte und nie gesehenen hohen Auftragslage seit Mai 2021 sind weitere Investitionen in Abfüll- und Lageranlagen geplant.

b. Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Flexibilität, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Dies und die geschaffenen Voraussetzungen hinsichtlich analoger Fertigungstechnologien zur Konzernmutter MIPA SE ermöglichen es uns, vor allem Unternehmen der Mipa Gruppe mit schnell benötigten Produkten oder ganzen Produktgruppen als Lohnfertigung zu bedienen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf einen effektiven Einkauf im Rahmen der Mipa Gruppe zurückgreifen. Dies zeigt sich umso wichtiger, je instabiler der Rohstoffmarkt ist. Veränderungen in der Kundenstruktur sowie die Umstellung auf umweltfreundliche Produkte haben auch weiterhin Potential, sich ertragssteigernd auszuwirken.

c. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Wettbewerbsrisiken größtenteils unverändert geblieben. Die gesamte Lackbranche konnte 2020 kein Wachstum verbuchen. So sank der Absatz der Gesamtbranche um fast 5 % zum Vorjahr.

Pandemiebedingte Rohstoffengpässe könnten kurzfristig zu Lieferproblemen führen. Dem kann nur durch intensive Koordination der Lagerbestände (höhere Sicherheitsbestände gefährdeter Rohstoffgruppen) entgegnet werden. Die wirkt sich jedoch sowohl in der Liquidität als auch im Ertrag nachteilig aus.

Der anhaltende Preiswettbewerb durch Überkapazitäten ist weiterhin und absehbar in allen Märkten und Lack-Einsatzgebieten hoch. Viele holzverarbeitende Betriebe als Endabnehmer unserer Produkte in unserem Hauptliefergebiet sind von der anhaltenden und durch die Corona-Pandemie verstärkten Rezession und Währungskrise in Osteuropa betroffen, da Russland der Hauptmarkt auch für Zulieferer aus dem benachbarten Ausland (v.a. ehem. GUS-Staaten) ist. Maßgeblichen Einfluss nehmen dabei die ungünstige Entwicklung der lokalen Währungen gegenüber dem Euro und die Fokussierung auf inländische Produkte ohne Euro-Bindung.

Die gesamte Branche ist weiterhin von einer Konsolidierungswelle erfasst, wovon nicht nur mittelständische Unternehmen betroffen sind. So gehen auch führende Marken in international tätigen Konzernen auf. Dieser starken Wettbewerbssituation müssen wir uns weiterhin durch höchste Qualität, flexible Fertigungsstrukturen sowie kundenspezifische Produkte stellen.

Ertragsorientierte Risiken

Die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse in unseren Hauptexportländern führen speziell in Weißrussland, der Ukraine und Russland zu deutlich geringerem Absatz als gehofft. Die Corona-Pandemie kommt verstärkend und die Umbruchprozesse in Zuge dessen beschleunigend hinzu.

Die allgemeine Marktentwicklung und internationale Wettbewerbseinflüsse könnten sich entsprechend deutlich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Kundenspezifische Risiken (z.B. bevorstehende Generationenübergabe in Familienunternehmen und Restrukturierungen ausländisch bestimmter Gesellschaften) haben ein hohes Potential den geplanten Umsatz und Ertrag zu gefährden.

Zu bemerken ist die anhaltende pandemiebedingte Wirtschaftskrise vor allem bei Automobilzulieferern, wo unser Absatz durch interne Verlagerungen beim Kunden bereits deutlich rückläufig ist. Mit dem Totalverlust des Geschäftsbereichs ist, da nur ein Kunde mit verschiedenen Werken bedient wird, zu rechnen.

Das Hauptertragsrisiko sind die nach einer Stabilitätsphase stark ansteigenden Rohstoffkosten. Hauptsächlich sind dies Löse- und Bindemittel sowie Pigmente auf TiO2-Basis. Durch Übernahmen in der rohstoffherstellenden Industrie entzerrt sich auch hier die Wettbewerbssituation, was sich ebenfalls negativ auf die Kostenentwicklung auswirken dürfte.

Die Voraussagen zur aktuellen Entwicklung (Mitte 2021) zusammen mit den erwarteten Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit einer rückläufigen Gesamtwirtschaft werden durch den sichtbaren Beginn der Erholung und damit Erhöhung der Rohstoffpreise bestätigt. Erwartet wird kurzfristig eine Berg- und Talfahrt der Kosten, langfristig eine Stabilisierung auf Vorkrisen-Niveau.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken, die unter Beachtung der latenten Gefahr einer weiteren Zuspitzung der gegenseitigen Wirtschaftssanktionen zwischen der EU und Russland, über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind für die Geschäftsführung derzeit nicht erkennbar. Der zu erwirtschaftende Ertrag ist dabei maßgeblich von der Entwicklung des Rohstoffkostenindex und dem realisierbaren Umsatz abhängig. Eine Weitergabe von Kostensteigerung in den Absatzmärkten der Marke Herlac ist, wenn überhaupt, nur zeitverzögert möglich und kann sich, trotz defensiver Planung, negativ auf das zu erwirtschaftende Ergebnis auswirken.

IV. Bericht über Forschung und Entwicklung

Unser Standort ist innerhalb der Mipa Gruppe Entwicklungszentrum für UV-Lacktechnologien. Durch Eigenentwicklungen in strategischen Produktgruppen, vor Allem im Bereich von leistungsfähigen UV-Beschichtungssystemen, wird das Ziel verfolgt, konkurrenzfähige und umweltfreundliche Produkte mit effektiven Technologien zu produzieren und zu vermarkten.

Zudem ist die Herlac Coswig aktiv in im WIR!-Projekt "Gravomer" als Industriepartner beteiligt.

V. Vorgänge mit besonderer Bedeutung nach Abschluss des Wirtschaftsjahres

Es haben sich keine dieser Vorgänge ereignet.

 

Coswig, den 31.März 2021

Dr. Stefan Gramm, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 3.994.795,06 4.113.520,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.298,00 17.259,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 14.298,00 17.259,00
II. Sachanlagen 3.980.497,06 4.096.261,76
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.655.317,59 2.925.932,59
2. technische Anlagen und Maschinen 118.212,00 181.940,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.353,82 187.224,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.613,65 801.164,35
B. Umlaufvermögen 3.166.678,90 3.285.951,13
I. Vorräte 2.436.378,12 2.450.439,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 727.836,97 774.239,55
1. sonstige Vermögensgegenstände 727.836,97 774.239,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.463,81 61.271,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 228,88 709,78
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.161.702,84 7.400.181,67

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 1.804.493,98 1.528.682,03
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 226.284,59 226.284,59
III. Gewinnvortrag 802.397,44 881.290,99
IV. Jahresüberschuss 275.811,95 -78.893,55
B. Rückstellungen 267.953,41 283.513,85
C. Verbindlichkeiten 5.026.560,80 5.475.435,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 177.383,64 251.178,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17.383,64 51.178,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 160.000,00 200.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.849.177,16 5.224.256,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.849.177,16 5.224.256,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 50,00
E. Passive latente Steuern 62.694,65 112.500,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.161.702,84 7.400.181,67

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 3.682.275,25 3.512.679,34
2. Personalaufwand 2.055.943,92 2.007.214,39
a) Löhne und Gehälter 1.710.198,82 1.691.808,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 345.745,10 315.405,92
3. Abschreibungen 221.933,65 258.283,53
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 221.933,65 258.283,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.135.689,23 1.276.079,31
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 247,24 0,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.518,52 0,00
davon aus Abzinsung 13.096,52 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.351,34 29.568,98
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -49.805,02 -0,33
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 528.350,09 0,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 478.544,74 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 291.680,65 -58.466,54
9. sonstige Steuern 15.868,70 20.427,01
10. Jahresüberschuss 275.811,95 -78.893,55

Anhang

Allgemeine Hinweise

Die Herlac Coswig GmbH ist im Bereich der Chemischen Industrie tätig.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften gemäß § 267 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden die Einzelposten des Jahresabschlusses grundsätzlich in TEUR ausgewiesen. Durch kaufmännische Rundungen können sich bei der Addition der Einzelwerte Abweichungen zu den andernorts angegebenen Summen und Werten ergeben.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Registerinformationen

Die am 17.04.1997 gegründete Gesellschaft ist unter der Firma Herlac Coswig GmbH mit Sitz in Coswig im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 14519 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte, bestehend aus Handelswaren, werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den jeweils niedrigeren Marktpreisen angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Annahmen und Schätzungen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfordert in bestimmten Umfang Annahmen bzw. Schätzungen, welche insbesondere Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben. Annahmen und Schätzungen sind insbesondere bei der Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögensgegenständen, den Sachanlagen und den Vorräten sowie bei dem Ansatz und der Beurteilung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten zu treffen.

Die Annahmen und Schätzungen basieren jeweils auf dem aktuellen Kenntnisstand und den aktuell verfügbaren Daten. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von den erwarteten Werten abweichen und zu entsprechenden Anpassungen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung führen.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die vertraglich vereinbarte Leistung erbracht wurde, die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Erwerber übergegangen sind und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann sowie die Erfüllung der damit verbundenen Forderung wahrscheinlich ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke für Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche für Vorsteuer, Einfuhrumsatzsteuer sowie Ertragsteuern und Mietkautionen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie aus Cash-Pooling.

Verbindlichkeiten:

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 5.026,3 (Vorjahr: TEUR 5.475,4), davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 4.159,6 (Vorjahr: TEUR 4.318,6).

Sicherheiten für Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind durch eine Bürgschaft der MIPA SE gegenüber der Deutschen Bank in Höhe von 350 TEUR und gegenüber der Commerzbank in Höhe von 250 TEUR gesichert.

Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Stichtag TEUR 268.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Aufwendungen für Miet- und Leasingverpflichtungen für das Jahr 2020 und die folgenden Jahre belaufen sich auf TEUR 230. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2024.

Für die Ertragssteuern ist für 2020 ein kombinierter Steuersatz von 27,3 % angewendet worden, die Steuern betreffen das Jahr 2020.

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr unverändert an

Dr. Stefan Gramm, Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2020 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beläuft sich auf:

2020 2019 Veränderung
absolut %
Angestellte 51 50 1 2
Beschäftigte 51 50 1 2
Auszubildende 2 2 0 0
Gesamt 53 52 1 2

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 haben.

 

Coswig, 31.03.2021

Dr. Stefan Gramm, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge Abgänge -
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 126.305,65 112.007,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.576.024,18 28.135,43 820.009,15 768.851,17
2. technische Anlagen und Maschinen 3.708.091,11 3.589.879,11
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 866.855,84 27.614,07 716.116,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 801.164,35 47.458,45 820.009,15-
Sachanlagen 8.952.135,48 103.207,95 5.074.846,37
9.078.441,13 103.207,95 5.186.854,02
Abschreibungen - Zuschreibungen vom 01.01.2020 bis 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.961,00 14.298,00 17.259,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 118.759,58 3.655.317,59 2.925.932,59
2. technische Anlagen und Maschinen 63.728,00 118.212,00 181.940,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.485,07 178.353,82 187.224,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 28.613,65 801.164,35
Sachanlagen 218.972,65 3.980.497,06 4.096.261,76
221.933,65 3.994.795,06 4.113.520,76

Bericht des Aufsichtsrats

Entsprechend des Gesellschaftsvertrages wurde kein Aufsichtsrat im Sinne des §52 GmbHG bestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Coswig, den 30.03.2021

gez. Dr. Stefan Gramm, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.12.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Gemäß §328 (1a) HGB wird darauf hingewiesen, dass bei der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 für die Herlac Coswig GmbH für das Geschäftsjahr 2020, die Offenlegung nur teilweise, das heißt nicht in vollem Umfang und entsprechend gesetzlicher Auflagen gekürzt (§276, §288, §327 HGB), erfolgt ist.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Herlac Coswig GmbH, Coswig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Herlac Coswig GmbH, Coswig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herlac Coswig GmbH, Coswig, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 17. September 2021

ks auditing GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kffr. Steffi Krätzschmar, Wirtschaftsprüferin

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