Bildau Vermögensverwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Harald Dr. Oels seit 13.12.2018 | Prokura |
Christian Kroll seit 6.10.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ecosia GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023Ecosia GmbH, BerlinAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
AnhangAllgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer HRB 170873 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Für den Darstellungswechsel sind folgende Gründe anzuführen: Die gehaltenen Anteile an der WF World Fund I GmbH & Co. KG wurden in 2023 unter den Wertpapieren des Anlagevermögens ausgewiesen. In 2022 erfolgte ein Ausweis unter den Beteiligungen. Die Anteile an Climate Action Energy Fund Purpose GmbH wurde im Vorjahr unter "Anteile an verbundenen Unternehmen" und im Geschäftsjahr unter "Beteiligungen" ausgewiesen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Darlehen gegen CAEF Purpose GmbH wurden im Vorjahr unter "sonstige Vermögensgegenstände" und im Geschäftsjahr unter "Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" ausgewiesen. Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Die Bilanzierung von latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzeptes vorgenommen. Demnach werden auf sämtliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Unter Verzicht auf die Ausübung des Wahlrechtes von § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird ein Aktivüberhang an latenten Steuern nicht angesetzt. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Euro 881.273,57 vorgenommen. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 1.274.475,25 (Vorjahr: Euro 1.132.000,00). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 5 HGB:
Angaben und Erläuterung zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Ergebnis aus Währungsumrechnung Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 31.692,67 (Vorjahr: Euro 16.518,43). Periodenfremde Aufwendungen Im Geschäftsjahr 2023 wurden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 93.825,00 erfasst. Sonstige Pflichtangaben Haftungsverhältnisse Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 9.187.120,82 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Als Kommanditist und Investor der WF World Fund I GmbH & Co. KG hat die Gesellschaft eine Kapitalzusage für den Fonds in Höhe von Euro 10.000.000,00 abgegeben. Die bis zum Bilanzstichtag getätigten Investition belaufen sich auf Euro 4.014.049,00. Es besteht ein abrufbarer Rahmendarlehensvertrag über Euro 3.000.000,00 mit der CAEF Portfolio 1 GmbH & Co. KG. Hiervon wurden bis zum Bilanzstichtag Euro 1.570.000,00 abgerufen, woraus sich eine finanzielle Verpflichtung über Euro 1.430.000,00 ergibt. Es besteht ein abrufbarer Rahmendarlehensvertrag über Euro 300.000,00 mit der aQysta holding B.V. Hiervon wurden bis zum Bilanzstichtag Euro 125.000,00 abgerufen, woraus sich eine finanzielle Verpflichtung über weitere Euro 175.000,00 ergibt. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Jahresergebnis in Höhe von Euro 7.861.086,60 wird auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen. Namen der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:
Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 105 (Vorjahr: 98). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 19. November 2024 Christian Kroll Angaben zur Fertigstellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023Ecosia GmbH, Berlin
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Ecosia GmbH ist eine GmbH, die im Jahre 2010 gegründet wurde. Zweck der Ecosia GmbH sind Dienstleistungen im Internet, insbesondere der Betrieb einer Suchmaschine und verschiedener Browser, Öffentlichkeitsarbeit für einen ökologisch, sozial und finanziell nachhaltigen Lebensstil sowie die Entwicklung ökologisch, sozial und finanziell nachhaltiger Projekte, insbesondere im Bereich Klimaschutz, Wiederaufforstung, erneuerbare Energien und Landwirtschaft. Ecosia ist ein "Purpose" Unternehmen. Damit ist es uns nicht möglich, Gewinne privatnützig auszuschütten. Stattdessen wird das Geld entweder reinvestiert oder für eine schnelle Klimawende ausgegeben. Darüber wacht als Gesellschafterin mit Vetorecht die Purpose Stiftung. Ecosia betreibt mittelbar über verbundene Unternehmen Solaranlagen. So wird nach Einschätzung der Gesellschaft mindestens doppelt so viel grüner Strom ins Netz gebracht, wie für ihre Suchen erforderlich, inklusive der größten Zulieferer. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist Ecosia damit als einzige Suchmaschine der Welt zu weit über 100% erneuerbar. Ecosias große Wettbewerber haben sich stattdessen im letzten Jahr selbst von ihren weniger ambitionierten diesbezüglichen Zielen bis 2030 verabschiedet. Diese Solaranlagen hält Ecosia in der 1.000 Prozent EE Ecosia GmbH & Co. KG, die von der ebenfalls Ecosia-eigenen Erneuweb Verwaltungs GmbH geführt wird. Um dieses Wertversprechen auszuweiten und um es anderen Firmen zu erleichtern, ebenfalls 200% erneuerbar zu werden, haben wir in 2021 den Climate Action Energy Fund gegründet. In kleinerem Umfang investiert Ecosia auch in regenerative Landwirtschaft und hat zu diesem Zweck die Soil Ventures GmbH gegründet. 2. Wirtschaftsbericht Geschäftstätigkeit Derzeitiges Hauptprodukt der Ecosia GmbH ist die Suchmaschine Ecosia.org. Wir finanzieren uns im Wesentlichen über die dort ausgespielte Werbung. Hauptanreiz und wesentliches Alleinstellungsmerkmal für die Nutzung von Ecosia ist es, dass Ecosia 100% der Überschüsse für eine schnelle Klimawende nutzt. Das sind insbesondere Wiederaufforstungsprojekte und Erneuerbare Energie Anlagen. Bis Ende 2023 wurden so von unseren Baumpflanzpartnern fast 200 Millionen Bäume in ca. 30 Ländern weltweit gepflanzt. Dadurch wird CO 2 gebunden und die Gemeinschaften vor Ort werden ökonomisch und ökologisch gestärkt. Ein weiteres Produkt ist der Verkauf von Baumpflanzleistungen, zum einen direkt an Unternehmen, zum anderen über unseren Tree Onlineshop an Internetnutzer:innen. Darüber hinaus haben wir im Umfang von 6,5 Mio EUR Eigenkapital und Darlehen in Unternehmen investiert, die die regenerativen Infrastrukturen von morgen aufbauen. Die Ecosia GmbH möchte durch ihre Tätigkeiten insbesondere andere Unternehmen zu regenerativem Wirtschaften anregen. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die ungünstige, gesamtwirtschaftliche Lage resultierte aus einem weiterhin hohen Preisniveau, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat trotz deutlichter Umsatzsteigerung (10,70%) ein absolutes Jahresergebnis auf Vorjahresniveau (+3%) erzielt. Ursächlich sind folgende wesentliche Entwicklungen: Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr von 35.763.966,90 Euro um 10,70% auf 39.590.683,53 Euro gesteigert werden. Damit liegen wir 10% über unserer ursprünglichen Erwartung. Dies liegt vor allem daran, dass unsere Werbung höhere Preise erzielen konnte. Der Personalaufwand ist im gleichen Zeitraum überproportional um 34,41% gestiegen. Der Anstieg ist vor allem durch weitere Neueinstellungen bedingt. Die Gesellschaft hat 2.340 TEuro mehr für Browser-Dienste und Marketing ausgegeben und gleichzeitig die Baumpflanzleistungen um 2.363 TEuro reduziert. Dadurch konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt stabil gehalten werden. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und kurzfristige Darlehen sind nahezu auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig verbesserte sich das Finanzergebnis um rd. 502 TEuro. Der Ertragsteueraufwand stieg proportional um 1.290 TEuro. Wirkung auf Klima und Biodiversität Durch unsere Finanzierung von Aufforstungsinitiativen erwarten wir von den von uns in 2023 geleisteten Zahlungen ca. 23 Millionen zusätzliche Bäume in 14 Biodiversity Hotspots. Diese Erwartung berücksichtigt die anfänglich höhere Mortalität und betrifft nur Bäume, von denen wir annehmen, dass sie die ersten drei Jahre überleben. Finanzlage Der operative Cashflow ist deutlich positiv mit 12.661 TEuro. Die Liquidität wurde überwiegend in Finanzanlagen (6.03 Teuro) und Darlehen (1.457 Teuro) investiert. Die übrige Liquidität hat das Bankguthaben von 21.552 TEuro auf 26.572 TEuro erhöht. Vermögenslage Die Entwicklung unseres World Fund Investments ist noch nicht seriös absehbar, weil es sich hier um einen Venture Capital Fund handelt, der sich noch in der Investmentphase befindet. Bei den Anlagen in regenerative Landwirtschaft sehen wir bis auf zwei Firmen keine Bewertungsrisiken, da sich alle anderen Unternehmen erfolgreich zeigen. Das kurzfristig verfügbare Vermögen bestehend aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie Bankguthaben übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen deutlich. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war und ist deshalb gesichert. 3. Prognosebericht Die kommenden zwei Jahre werden erheblich durch Verschiebungen bei unseren Lieferanten bestimmt. Dabei erwarten wir insgesamt für 2024 negative und ab 2025 positive Veränderungen. Für 2024 prognostizieren wir den Umsatz der Ecosia GmbH ähnlich wie in 2022 auf 35 Mio EUR. Bei leicht steigenden Kosten rechnen wir daher mit einem Gewinn vor Steuern von 6 Mio EUR. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir eine Umsatzsteigerung um rd. 20% auf 42 Mio EUR und eine Kostensteigerung um 10%, so dass wir mit rd. 10 Mio EUR Gewinn vor Steuern rechnen. Unsere liquiden Mittel dürften leicht absinken, aber über 20 Millionen Euro bleiben. 4. Chancen- und Risikobericht Risiken Unsere Geschäftsgrundlage ist in ganz erheblichem Maß von den Lieferanten unserer Werbung und Suchergebnisse abhängig. Hier bestehen Risiken, aber auch Chancen. Insbesondere der Wechsel von einem einzigen Syndication-Provider im Vorjahr auf zwei Anbieter kann auf unseren finanziellen Erfolg einen ganz erheblichen Einfluss haben. Die Verträge mit den Syndication Providern werden in der Regel für eine feste Laufzeit geschlossen. Dies birgt das grundsätzliche Risiko, dass der Vertrag möglicherweise nicht verlängert werden kann; aber auch die Chance bessere Konditionen zu verhandeln. Die Geschäftsführung überwacht die Vertragsrisiken laufend und tritt rechtzeitig mit den Partnern in neue Vertragsverhandlungen. Sollte ein Vertrag wegfallen, kann das Geschäftsvolumen voraussichtlich über andere Vertragspartner abgewickelt werden. Außerdem hat die Ecosia GmbH Darlehen an Start-ups im Bereich regenerative Landwirtschaft und Klimawende vergeben und zum Teil auch Eigenkapital gezeichnet. Ebenso wurde in größerem Umfang in Unternehmen investiert, die Solaranlagen betreiben. Es besteht ein mittleres Risiko, dass diese Darlehen nicht zurückgezahlt werden können. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie sich diese Beteiligungen entwickeln. Die konjunkturellen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und steigender Inflation in unseren Hauptmärkten Deutschland, Frankreich, UK und US sind bisher nicht absehbar, könnten aber erheblich sein. Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen. Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Chancen Die weltweit fortschreitende Regulierung großer Plattformkonzerne birgt Chancen für uns, höhere Marktanteile zu erlangen und höhere Einnahmen pro Nutzer:in zu erzielen. Hervorzuheben ist hier der Digital Markets Act ("DMA") der EU, dessen Regelungen ab März 2024 greifen.
Berlin, 19. November 2024 Christian Kroll BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ecosia GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ecosia GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ecosia GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 29. November 2024 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Müller,Wirtschaftsprüfer Kaufhold, Wirtschaftsprüferin |
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