Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 218832
Eingetragen
2.6.2015
Branche
Bauträger für WohngebäudeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von IT-Lösungen für die Immobilienwirtschaft

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Schindlmeier
seit 2.6.2015
Geschäftsführer
Oliver Stamm
seit 2.6.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

12 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 12 angezeigt

Digital Growth Fund II GmbH & Co. KG
Germany
24.571 €
27.02%
High-Tech Gründerfonds II GmbH & Co. KG
Germany
13.077 €
14.38%
Clusterfonds Seed GmbH & Co. KG
Germany
9.503 €
10.45%
Urban Smarts Ventures GmbH
Germany
8.796 €
9.66%
Stamm Holding UG (haftungsbeschränkt)
Germany
8.796 €
9.66%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

casavi GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

der casavi GmbH

Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Allgemeines und Geschäftsmodell

Die casavi GmbH entwickelt eine Kommunikations- und Produktivitäts-Plattform für die digitale Immobilienverwaltung. Die Software ermöglicht Kommunikations- und Servicevorgänge im Immobilienumfeld einfach, effizient und kundenfreundlich zu gestalten. Zu den wichtigsten Funktionen zählen ein digitales Vorgangsmanagement, eine Mieter- und Eigentümer-App sowie Schnittstellen zur vorhandenen Abrechnungssoftware.

Seit der Gründung wird die Software überwiegend als SaaS (Software-as-a-Service) vertrieben. Daneben bietet die casavi GmbH auch Trainings und Consulting für die eigene Software an.

Rechtliche Informationen

Die casavi GmbH wurde 2015 in München gegründet und ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz der Gesellschaft ist die Sandstraße 33, 80335 München, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter HRB 218832. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklungstätigkeiten sind für die casavi GmbH weiterhin sehr wichtig und unterstreichen den Anspruch der Gesellschaft Vorreiter für die Kommunikations- und Produktivitäts-Plattform in der digitalen Immobilienverwaltung zu sein. Daher stellen die Aufwendungen neben den Vertriebs- und Marketingkosten den wesentlichen Kostenfaktor dar.

Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt in der Produktentwicklung im Ausbau der Skalierbarkeit sowie Performance der casavi Plattform, Erweiterungen bestehender Kernfunktionen (v.a. Vorgangsmanagement) als auch in der Vorbereitung für den internationalen Markteintritt in Italien und Spanien. Zudem wurden erste AI-basierte Funktionen realisiert, welchen das Unternehmen mittel- bis langfristig ein sehr hohes Produktivitätssteigerungs-Potenzial zumisst.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 ist ein herausforderndes Jahr für die Tech-Branche gewesen: Über 240.000 Jobs wurden gestrichen, 50% mehr als im Vorjahr. Große Namen wie Google, Amazon und Microsoft, aber auch Startups in verschiedenen Sektoren, mussten in Hinblick auf gesteigerte Kapitaleffizienz massive Kürzungen vornehmen. Trotz Hoffnungen auf eine Erholung des Tech-Sektors bleiben Unternehmen in der Technologiebranche vorsichtig und setzen auf Effizienz und Profitabilität statt Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt 2023 & www.digitaleconomics.de).

Die Zielgruppe der casavi GmbH umfasst vor allem Immobilienverwaltungen und Wohnungsunternehmen, und damit einen Wirtschaftszweig, der weiterhin nur periphere wirtschaftliche Konsequenzen durch die vorherrschende makroökonomische Entwicklung erlebt. Ein Rückgang der Nachfrage nach den Dienstleistungen dieser Unternehmen konnte nicht beobachtet werden. Auch die verringerten Aktivitäten in vorgelagerten Branchenbereichen, insbesondere Bau und Projektentwicklung, haben keine signifikanten Auswirkungen auf die Auftragslage von Verwaltungsunternehmen mit Schwerpunkt Wohnimmobilien. Lediglich der gestiegene Kostendruck durch inflationsbedingte Anpassung der Gehälter von Immobilienverwaltungen ist ein relevanter wirtschaftlicher Faktor, der jedoch zeitgleich zu erhöhtem Bedarf nach effizienzsteigernder Software führt, wie sie die casavi GmbH anbietet.

Geschäftsverlauf

Trotz der makroökonomischen Herausforderungen verlief die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 günstig für die casavi GmbH.

Durch die Weiterentwicklung der Produkte, den Ausbau der Kundenbeziehungen sowie die Skalierung bestehender und den Aufbau neuer Marketing- und Vertriebskanäle konnte das Wachstum im Jahr 2023 kontinuierlich fortgesetzt werden. Die casavi GmbH konnte ein Umsatzwachstum von 38% verzeichnen.

Um dieses starke Wachstum zu erzielen, wurden im Jahr 2023 entsprechende Investitionen in den Ausbau unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten getätigt.

Entwicklung der Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 8.591,9 100,0% 6.239,4 100,0% 2.352,6 37,7%
Gesamtleistung 8.591,9 100,0% 6.239,4 100,0% 2.352,6 37,7%
Sonstige betriebliche Erträge 146,2 1,7% 17,4 0,3% 128,8 741,8%
Rohergebnis 8.738,1 101,7% 6.256,7 100,3% 1.714,1 39,7%
Materialaufwand -1.545,8 18,0% -1.007,9 16,2% -537,9 53,4%
Personalaufwand -10.096,9 117,5% -7.804,2 125,1% -2.292,8 29,4%
Abschreibungen -31,3 0,4% -83,9 1,3% 52,6 -62,7%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.206,5 37,3% -3.113,6 49,9% -92,9 3,0%
-6.142,5 71,5% -5.752,9 92,2% -389,6 6,8%
Finanzergebnis -241,2 2,8% -267,9 4,3% 26,7 -10,0%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17,2 0,2% 0,0 0,0% -17,2 0,0%
Ergebnis nach Steuern -6.400,9 74,5% -6.020,8 96,5% -380,1 6,3%
Jahresüberschuss -6.400,9 74,5% -6.020,8 96,5% -380,1 6,3%

1 Bezugsgröße sind die Umsatzerlöse

Umsatzerlöse

Die Gesamtleistung der casavi GmbH hat sich aufgrund der neu gewonnenen Kunden und der relativ geringen Abwanderungsrate bei Bestandskunden verbessert. Insgesamt konnten 219 Neukunden gewonnen werden.

Bemerkenswert ist die starke Dynamik in den Plattformgebühren. Im Jahr 2023 stiegen die Plattformumsätze um 45% auf 6,9 Mio. und der Gesamtumsatz um 38% auf 8,6 Mio. EUR. Das Umsatzwachstum ist vor allem begründet durch den Abschluss von Neuverträgen und den Nachverkauf von weiteren Lizenzen (Upselling) bei bestehenden Verträgen. Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

Art der Umsätze Beträge
in TEUR
Umsätze aus Lizenzgebühren 6.888
Umsätze aus Nutzung digitalen Postversands 1.345
Umsätze aus Servicegebühren 323
Umsätze aus Partner Provisionen 36
Gesamt 8.592

Materialufwendungen für bezogene Leistungen

Die Kosten für den Materialaufwand sind um 54,4% auf 1,6 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen sind diese Kosten für die Nutzung der Leistung der Drittanbieter für den elektronischen Postversand entstanden. Ebenfalls enthalten sind hier die Hosting Kosten, welche für die Bereitstellung der Clouddienste anfallen.

Entwicklung der Personalaufwendungen

In 2023 sind die Personalaufwendungen um 29,4% auf 10,1 Mio. EUR gestiegen. Diese sind vor allem auf die 84 Neuzugänge im Jahr 2022 zurückzuführen, die in der zweiten Jahreshälfte begonnen haben. casavi aktiviert nicht die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Aufgrund der anhaltenden Tech-Krise und einem verstärkten Fokus auf Kapitaleffizienz, wurde die Belegschaft im Jahr 2023 um ca. 10% reduziert. Im Ergebnis konnten die fixen laufenden Kosten dadurch signifikant reduziert werden, insbesondere in Vorbereitung für 2024.

Die casavi GmbH beschäftigte zum Jahresende 2023 111 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren es 127 Mitarbeiter inkl. Werkstudenten und Praktikanten. Die Mitarbeiter sind in 4 Funktionsbereiche aufgeteilt:

Product 47
Revenue (Sales & Marketing) 44
Operations (HR & Legal) 16
Finance 4
Summe 111

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3,3% auf 3,2 Mio. EUR gestiegen und umfassen im Wesentlichen die Plattform- und Softwarekosten für die Bereitstellung und den Betrieb von Cloudanwendungen, die Vertriebs- und Marketingkosten und allgemeine Verwaltungskosten.

Die Entwicklung der Plattform- und Softwarekosten ist sehr stark durch die Investition in Produkt- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr geprägt.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis ist wie im Vorjahr durch die Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten geprägt. Im Jahr 2021 hat die casavi GmbH ein langfristiges Darlehen für die Finanzierung des operativen Geschäfts aufgenommen.

Entwicklung der Finanzlage

2023 2022
Kapitalflussrechnung (verkürzt) TEUR TEUR
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.334 8.924
Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5.722 -5.018
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 43 -147
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit -617 4.575
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -6.296 -590
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.038 8.334

Das Geschäftsjahr wurde insgesamt mit einem negativen Cashflow in Höhe von 6,3 Mio EUR abgeschlossen. Entscheidend für den erzielten negativen Cashflow waren die Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit, welche im Wesentlichen durch die Neueinstellungen von Personal im Geschäftsjahr 2022 geprägt waren. Der Personalabbau vom August 2023 führte fristenbedingt erst im November 2023 zur Entlastung in den Personalkosten.

Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich vor allem aus den Zinserträgen von Festgeldanlagen.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus den Rückzahlungen von Darlehensbeträgen, welche zur Finanzierung von operativen Kosten aufgenommen wurden.

Die Liquidität der casavi GmbH war - auch aufgrund des vorhandenen Finanzmittelbestandes - jederzeit im Verlauf des Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sichergestellt.

Vermögenslage

AKTIVA 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
immaterielle Vermögensgegenstände 20,1 0,6% 20,1 0,2% 0,0 0,0%
Sachanlagen 73,9 2,3% 99,7 1,0% -25.8 0,4%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 496,6 15,7% 455,4 4,7% 41,2 -0,6%
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.037,8 64,5% 8.334,1 86,1% -6.296,3 96,5%
Rechnungsabgrenzungsposten 536,5 17,0% 772,7 8,0% -236,2 3,6%
3.164,9 100% 9.682,0 100% -6.517,1 100,0%
PASSIVA
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
buchmäßiges Eigenkapital -1.227,4 53,4% 5.173,4 53,4% -6.400,8 98,2%
Rückstellungen 654,2 6,4% 616,2 6,4% 38,0 -0,6%
Verbindlichkeiten 1.950,4 24,9% 2.406,8 24,9% -461,9 7,1%
Rechnungsabgrenzungsposten 1.787,8 15,3% 1.485,7 15,3% 302,1 -4,6%
3.164,9 100% 9.682,0 100% -6.522,6 100%

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund von Gebrauch in Betriebs- und Geschäftsausstattung um 22 TEUR geschrumpft.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände umfassen darüber hinaus im Wesentlichen die Kundenforderungen und die Kautionen für neue Räumlichkeiten. Aufgrund der Einzelwertberichtigungen sind die Forderungen leicht zurückgegangen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund der geleisteten Anzahlungen angestiegen.

Kassenbestand

Die Entwicklung der Zahlungsmittel wird unter der Position Finanzlage erläutert.

Rückstellungen

Der Anstieg in Rückstellungen um 38 TEUR resultiert insbesondere aus noch nicht abgerechneten Partnerprovisionen für das 4. Quartal.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungsposten auf 1.788 TEUR ist insbesondere auf ein gesteigertes Vertragsabschlussvolumen im 4. Quartal zurückzuführen. Die Ertragsrealisierung erfolgt in den folgenden Geschäftsjahren.

Insgesamt hat sich die Kapitalstruktur gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund des hohen operativen Verlustes deutlich verschlechtert. Dieser ist vor allem auf die Neueinstellungen von Mitarbeitern im Jahr 2022, Anstieg in Materialaufwendungen und in sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wie im o. g. Geschäftsverlauf dargestellt, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr ihre Strategie auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Als zentrale Steuerungsgrößen der Gesellschaft fungieren in dieser Wachstumsphase die jährlich wiederkehrenden Einnahmen (ARR), die Umsatzerlöse sowie der Cash Bestand, da aus den drei Größen wesentliche Maßnahmen zur Steuerung der Gesellschaft abgeleitet werden können.

Gesamtaussage zu der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und die wirtschaftliche Lage von der casavi GmbH als positiv. Im Jahr 2023 weist casavi GmbH einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB des Unternehmens ausgeht. Für die Gewährleistung der positiven Fortführungsprognose wurde ein Darlehen (Growth Loan) aufgenommen, welches die Liquidität bis zur Erreichung der Profitabilität sicherstellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein deutliches Wachstum erreicht und wichtige Weichen für die weitere Entwicklung in der Zukunft gestellt. So konnte der Umsatz insgesamt um 38 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, während die Kundenzugewinne vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 bereits einen wichtigen Beitrag zur Erreichung einer vergleichbaren Wachstumsrate im Jahr 2024 geliefert haben.

Aufgrund der zunehmenden Gewinnung von Kunden mit Interesse an einer langfristigen vertraglichen Bindung an die casavi GmbH konnte ein signifikanter Anteil des geplanten Umsatzes bereits für das Folgejahr gebunden werden. Dies lässt sich an der erheblichen Steigerung der Umsatzabgrenzung (passiver Rechnungsabgrenzungsposten +20%) erkennen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Das weitere Wachstum der casavi GmbH wird in der Zukunft maßgeblich davon abhängen, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und auch zu halten. Es ist nicht auszuschließen, dass es nicht in allen Bereichen gelingt, genügend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, bzw. dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Dies betrifft vor allem den Hauptstandort München sowie die Niederlassungen in Berlin und Frankfurt a. M., jedoch zukünftig auch verstärkt Mitarbeiter in nationalen Niederlassungen, die beim Markteintritt und -ausbau eine zentrale Rolle spielen.

Das im Vorjahr etablierte People Operations Leadership Team konnte vor allem im Bereich Active Sourcing und Recruiting-Effektivität neue Standards setzen, während parallel dazu eine Vielzahl von unternehmensweiten HR-Prozessen - z.B. Leadership-Training, Personalgespräche, Career Levelling - implementiert wurden.

Risiken aus mangelndem Betriebskontinuitätsmanagement

Als SaaS-Anbieter ist die Kundenzufriedenheit und damit der Erfolg der casavi GmbH maßgeblich davon abhängig, dass die Software den Kunden entsprechend dem Leistungsversprechen zur Verfügung steht. Leistungseinbußen können sich in Schadensersatzzahlungen oder erhöhten Kündigungsraten und damit Umsatzeinbußen niederschlagen.

Um die Verfügbarkeit und Funktionalität der casavi Plattform sicherzustellen, erfolgen der Betrieb und die Weiterentwicklung der Plattform nach definierten Prozessen unter Einbeziehung des DevOps-und QA-Teams. Die casavi GmbH setzt Überwachungssysteme ein und hat Notfallprozesse eingerichtet und dokumentiert, die kontinuierlich verbessert werden. Die Entwicklung erfolgt nach den Prinzipien des Agile Developments. Ein Risikomanagementsystem für Anwendungen und Systeme ist implementiert. Ausgelagerte Dienstleistungen (z. B. Datencenter) werden in den Überwachungsprozess einbezogen, ferner werden adäquate Service-Level-Vereinbarungen abgeschlossen.

Risiken aus mangelnder Innovationsfähigkeit oder versäumten Produktinnovationen

Der Markt für Gebäudemanagement-Software entwickelt sich durch den gesteigerten Digitalisierungsgrad aller Ökosystemteilnehmer merkbar und beschleunigt weiter. Die Fähigkeit zur prompten Umsetzung von intern vorangetriebenen Innovationen sowie aktuelle Markttrends sind zwingende Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg. Zusätzlich zur Innovations- und Umsetzungsfähigkeit ist es von grundlegender Bedeutung, Trends und Innovationschancen zu erkennen und zu analysieren. Diesbezügliche Versäumnisse können zum Verlust von Marktanteilen und zu geringerer Wettbewerbsfähigkeit führen.

Um diesem Risiko zu begegnen, hat die casavi GmbH in den vergangenen 12 Monaten das Product Leadership Team weiter ausgebaut und gefestigt. So ist sichergestellt, dass Markt- und Kundeninformationen rechtzeitig Eingang in die Produktentwicklung finden.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko ergibt sich hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, und unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit in geringerem Umfang auch aus vertraglichen finanziellen Ansprüchen gegenüber anderen Parteien, wie z. B. bei Termingeldern und Bankguthaben. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einem aktiven Forderungsmanagement. Die bereits 2022 eingeführten verbesserten Prozesse konnten sich im Vorjahr erneut bewähren. Zudem besteht aufgrund der Kundenstruktur nur ein geringes Klumpenrisiko.

Liquiditätsrisiko

Unter Beachtung des aufgenommenen Darlehens und der monatlichen Cash-Burn-Rate wurde die Planung für die nächsten Jahre so ausgelegt, dass die casavi GmbH die Gewinnschwelle erreicht.

Finanzierungsrisiko

Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung, insbesondere im Tech-Bereich, sind die Investoren mit der Finanzierung sehr vorsichtig geworden. Mit dem aufgenommenen Darlehen verfügt die casavi GmbH über genügend Liquidität, um das operative Geschäft betreiben zu können. Außerdem verfügt die casavi GmbH über ein stabiles und wachstumsorientiertes Geschäftsmodell, womit eine weitere Finanzierung bei Bedarf aus den bestehenden Mitteln oder für neue Investoren mit geringerem Risiko darstellt. Die casavi GmbH strebt an, mit dem aufgenommenen Darlehen den Break Even Point zu erreichen.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko ist definiert als das Risiko aus Änderungen der tatsächlichen und prognostizierten auf Fremdwährung lautenden Ertrags- und Aufwandspositionen infolge schwankender Wechselkurse, was sich negativ auf das Finanzergebnis der Gesellschaft auswirken kann.

Die casavi GmbH ist hauptsächlich in der DACH-Region tätig, fakturiert ausschließlich in EURO und somit keinen Währungsrisiken auf der Absatzseite ausgesetzt. Im Rahmen der Beschaffung werden keine wesentlichen Umsätze in der Fremdwährung getätigt, so dass sich daraus keine wesentlichen Währungsrisiken ergeben.

Absatzrisiko

Das Absatzrisiko ist das Risiko einer negativen Abweichung des tatsächlichen Absatzvolumens oder der Umsatzerlöse von der Unternehmensplanung. Absatzrisiken können sowohl durch negative gesamtwirtschaftliche Entwicklungen bedingt sein, als auch durch eine Verschlechterung der Positionierung gegenüber den Wettbewerbern. Die casavi GmbH adressiert dieses Risiko vor allem durch die Ausgestaltung seiner Kundenverträge als jährlich erneuerbare SaaS-Verträge, die bei fortgesetzter Nutzung durch unsere Kunden entsprechend wiederkehrende Umsätze sichern, verbunden mit einem starken Fokus auf die Kundenzufriedenheit, um die Kündigung von SaaS-Verträgen zu minimieren.

Insgesamt sind aus Sicht der Geschäftsführung für die casavi GmbH keinerlei bestandsgefährdende Risiken absehbar. Falls sich bestehende Risiken realisieren, mag sich dies allenfalls auf die Wachstumsgeschwindigkeit der casavi GmbH auswirken, jedoch nicht auf ihren Bestand.

Chancen

Die casavi GmbH zählt seit ihrer Gründung 2015 zu einem der ersten PropTech Unternehmen im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt Immobilienverwaltung und Gebäudemanagement und konnte sich in den vergangenen Jahren mit mehr als 1.300 Kunden eine herausragende Marktposition erarbeiten. Dies führt dazu, dass mittlerweile über 130.000 Gebäude in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie mehr als 2,7 Millionen Wohneinheiten mit Hilfe der casavi Software gemanagt werden.

Im vergangenen Jahr wurden erstmal AI-gestützte Funktionen in die casavi Plattform integriert. Hier sieht das Unternehmen für die Zukunft großes wirtschaftliches Potenzial, um durch die damit einhergehenden Produktivitätssteigerungen bei den eigenen Kunden höhere Umsatzerlöse erzielen zu können.

Im vergangenen Jahr wurde zudem der erste Schritt in Richtung einer Internationalisierung über den deutschsprachigen Wirtschaftsraum hinaus getätigt, indem mit der Erschließung des italienischen Markts für Immobilienverwaltungssoftware begonnen wurde. Zu diesem Zweck wurde bereits ein kleines Team an hiesigen Vertriebs- und Marketingexperten eingestellt und erste Kunden gewonnen. Auch wenn mit einem signifikanten Umsatzanteil durch Kunden aus Italien vorerst für 2024 noch nicht gerechnet werden kann, so ist das wirtschaftliche Expansionspotenzial in Italien und anderen europäischen Ländern bedeutend und die Erfahrungen aus dem Italienischen Markteintritt ein wichtiger Entwicklungsbeitrag für weitere Markterschließungen.

Prognose / Voraussichtliche Entwicklung

Die casavi GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 neben einem deutlich gesteigerten Jahresumsatz vor allem wichtige Kosteneinsparungsmaßnahmen eingeleitet, die den prognostizierten Fehlbetrag für 2024 deutlich reduzieren und somit den Weg zur Profitabilität verkürzen konnten. Diese Entwicklung wird durch einen für 2024 im Jahresmittel stabilen Personalstand bei erneut starkem Umsatzwachstum von ca. 35% im Jahresvergleich begünstigt. Zudem bestehen weiterhin keine Anzeichen, dass die im makroökonomischen Gesamtvergleich günstige wirtschaftliche Lage der Zielbranche im neuen Jahr keine Fortsetzung erfährt.

Gesamtaussage der Geschäftsführung der casavi GmbH

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und die wirtschaftliche Lage der casavi GmbH als positiv. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein deutliches Wachstum erreicht und wichtige Weichen für die weitere Entwicklung in der Zukunft gestellt.

Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Produktangebots sowie der weiteren Effektivitätssteigerung unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten gehen wir davon aus, in 2024 erneut eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2023 verzeichnen zu können.

Aufgrund frühzeitiger korrigierender Maßnahmen im Vorjahr werden sich die Personalkosten im Vorjahresvergleich sogar reduzieren. Insgesamt wird sich das Jahresergebnis in 2024 dadurch deutlich verbessern.

Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder anderen Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.

 

München, 21. März 2024

Peter Schindlmeier, Geschäftsführer

Oliver Stamm, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.100,75 20.100,75
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.857,00 99.680,00
Summe Sachanlagen 73.857,00 99.680,00
Summe Anlagevermögen 93.957,75 119.780,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 55.093,52 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 441.523,42 455.385,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.037.783,80 8.334.131,48
Summe Umlaufvermögen 2.534.400,74 8.789.517,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 536.532,72 772.717,64
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.227.418,06 0,00
Bilanzsumme Aktiva 4.392.309,27 9.682.015,64

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 87.527,00 87.527,00
II. Kapitalrücklage 19.153.759,11 19.153.759,11
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag -14.067.850,72 -8.047.064,32
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -5.173.435,39 -6.020.786,40
Summe Eigenkapital 0,00 5.173.435,39
B. Rückstellungen 654.169,36 616.160,15
C. Verbindlichkeiten 1.950.380,39 2.406.764,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.787.759,52 1.485.655,84
Bilanzsumme Passiva 4.392.309,27 9.682.015,64

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 7.192.275,73 5.248.857,62
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -8.552.378,81 -6.433.654,10
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.544.568,51 -1.370.536,08
Summe Personalaufwand -10.096.947,32 -7.804.190,18
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -31.304,78 -83.916,44
Summe Abschreibungen -31.304,78 -83.916,44
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.206.492,10 -3.113.626,43
5. Ordentliches Betriebsergebnis -6.142.468,47 -5.752.875,43
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.219,28 60,59
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -306.405,50 -267.971,56
8. Finanzergebnis -241.186,22 -267.910,97
9. Ergebnis vor Steuern -6.383.654,69 -6.020.786,40
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.198,76 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -6.400.853,45 -6.020.786,40
12. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -6.400.853,45 -6.020.786,40

Anhang für 2023

casavi GmbH, München

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist die Bilanz zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 1.227.418,06 aus. Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da die Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB des Unternehmens ausgeht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma casavi GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 218832 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss wird unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden nicht abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen sowie um notwendige außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettobetrag von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelfall Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Bewertung von Forderungen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet gezahlte Beiträge bzw. fällige Ausgaben, die gemäß § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Als Kapitalrücklage werden gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB die Beträge ausgewiesen, die bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Bezugsanteilen über den Nennbetrag hinaus erzielt werden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und werden, sofern vorhanden, gemäß § 253 Abs. 2 HGB bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeit-adäquaten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

In passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus vereinnahmte Umsätze ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden entsprechend § 256a Satz 1 HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Restlaufzeit für die Kautionen beträgt abweichend dazu mehr als ein Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 113), offene Forderungen ggü. unserem Zahlungsanbieter Stripe in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 31) und geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 0).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet gezahlte Beiträge bzw. fällige Ausgaben, die gemäß § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Weiterhin ist unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ein Damnum in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 609) ausgewiesen.

Stammkapital

Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 654 (Vorjahr TEUR 616) und wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (Urlaubsanspruch, Provisions-, Abfindungs- und Bonuszahlungen), ausstehender Rechnungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2023 (31.12.2022) Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.000,00 5.000,00 0,00
(10.649,80) (10.649,80) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 441.494,73 441.494,73 0,00
(352.416,39) (352.416,39) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.503.885,66 940.067,88 563.817,78
-davon im Rahmen sozialer Sicherheit 18.441,65 (6.102,51)
-davon aus Steuern 137.733,18 (80.207,78)
(2.043.698,07) (860.386,16) (1.183.311,91)
Verbindlichkeiten 1.950.380,39 1.386.562,61 563.817,78
(2.406.764,26) (1.223.452,35) (1.183.311,91)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Umsatzerlöse 8.592 6.239 2.353
davon einmalige Serviceleistungen 323 428 -105
davon mtl. Plattformgebühren 6.888 4.752 2.136
davon SmartPost Credits 1.345 1.022 323
davon Partnerprovisionen 36 37 -1

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr TEUR 17) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr TEUR 8), um Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0,5 (Vorjahr TEUR 0,2) um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1 (Vorjahr TEUR 3), um Erträge aus Vermietung und Verpachtung TEUR 52 (Vorjahr TEUR 0) und um Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr TEUR 3), sowie sonstige unregelmäßige Erträge in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) und aperiodische Erträge in Höhe von 0,5 TEUR (Vorjahr: 0).

Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen

Bei den Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 1.546 (Vorjahr TEUR 1.008) handelt es sich im Wesentlichen die Kosten für den elektronischen Postversand TEUR 967 (Vorjahr TEUR 775) sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen TEUR 322 (Vorjahr TEUR 0) und Hosting Kosten TEUR 257 (Vorjahr TEUR 233).

Personalaufwand

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand betrug TEUR 10.097 und gliedert sich wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 8.552 6.434
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung 1.555 1.371
davon für Altersvorsorge 19 236

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.206 (Vorjahr TEUR 3.114) handelt es sich im Wesentlichen um Recruiting TEUR 58 (Vorjahr TEUR 287), Marketingkosten TEUR 227 (Vorjahr TEUR 276), Reisekosten für Arbeitnehmer TEUR 125 (Vorjahr TEUR 125), Partnerprovisionen TEUR 660 (Vorjahr TEUR 435), Office Software TEUR 597 (Vorjahr TEUR 389), Miete und Mietnebenkosten TEUR 496 (Vorjahr TEUR 371), Mietleasing TEUR 29 (Vorjahr TEUR 17), Fremdleistungen TEUR 146 (Vorjahr TEUR 235), Entwicklungskosten TEUR 197 (Vorjahr TEUR 199), Fortbildungskosten TEUR 37 (Vorjahr TEUR 146), Plattformbetrieb TEUR 58 (Vorjahr TEUR 58), Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 0,5 (Vorjahr TEUR 0,3) und Beratungsleistungen TEUR 180 (Vorjahr TEUR 256).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 121 Personen (Vorjahr 103 Personen).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024
TEUR
2025
TEUR
Ab 2026
TEUR
Gesamt
TEUR
Mietverträge (Gebäude) 318 81 - 399
Operatives Leasing (Laptops) 15 9 3 27
ComCo - - - -
Summe 333 90 3 426

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Im Jahr 2023 gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen.

Geschäftsführung

Peter Schindlmeier, Geschäftsführer, München,

Oliver Stamm, Geschäftsführer, München.

Für Organmitglieder i. S. von § 285 Nr. 9a HGB wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Vergütungen von TEUR 50 gewährt. An die Geschäftsführer wurden Gehälter in Höhe von TEUR 288 gezahlt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Die im Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers setzen sich wie folgt zusammen:

Gesetzliche Abschlussprüfung 2023 TEUR 12

Nachtragsbericht

Für die Gewährleistung der positiven Fortführungsprognose wurde ein Darlehen (Growth Loan) aufgenommen, welches die Liquidität bis zur Erreichung der Profitabilität sicherstellt.

 

München, 21.03.2024

gez. Peter Schindlmeier, Geschäftsführer

gez. Oliver Stamm, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.100,75 0,00 20.100,75
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.563,57 5.481,78 315.045,35
Summe Sachanlagen 309.563,57 5.481,78 315.045,35
Summe Anlagevermögen 329.664,32 5.481,78 335.146,10

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 209.883,57 31.304,78 241.188,35
Summe Sachanlagen 209.883,57 31.304,78 241.188,35
Summe Anlagevermögen 209.883,57 31.304,78 241.188,35

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.100,75 20.100,75
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.857,00 99.680,00
Summe Sachanlagen 73.857,00 99.680,00
Summe Anlagevermögen 93.957,75 119.780,75

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die casavi GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der casavi GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der casavi GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

HINWEIS ZUR HERVORHEBUNG EINES SACHVERHALTS - FINANZIERUNGS - UND LIQUIDITÄTSRISIKO

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2015 als Startup gegründet. Ziel ist die Entwicklung und Vermarktung einer Internetplattform als Dienstleistung für Hausverwaltungen, WEG's und ähnliche. In diesem Zusammenhang ist die Gesellschaft stark abhängig von den finanzierenden Gesellschaftern als auch der erfolgreichen Vermarktung des Produktes. Die Vermarktung läuft, dennoch hat das Unternehmen entgegen den Vorjahresprognosen, den Break-even noch nicht erreicht. Die Geschäftsleitung als auch die Gesellschafter gehen in den Planungen weiterhin von der erfolgreichen Vermarktung des Produktes aus. Aufgrund der Umsatzentwicklung als auch den Prognosen bestehen bei der Geschäftsführung keine Zweifel an der Unternehmensfortführung.

Im Jahr 2024 wurden weitere finanziellen Mittel dem Fremdkapital zugeführt. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass im Rahmen der Fortbestehensprognose im Jahr 2026 ausreichend Erträge erwirtschaftet werden, um die durch die externe Finanzierung entstandene Kapitalkosten zu bedienen sowie insgesamt eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ohne weiterem Finanzierungsbedarf zu erreichen.

Die vorgelegte Prognose erscheint grundsätzlich plausibel. Dennoch sehen wir weiterhin eine starke finanzielle Abhängigkeit der Gesellschaft von den Kapitalgebern. Wir sehen dahingehend ein erhöhtes Risiko, dass bei Nichterreichung der Ertragsprognosen weitere finanzielle Mittel der Geldgeber nötig sein werden. Unter diesen Voraussetzungen wird der Fortbestand des Unternehmens dann ausschließlich vom Willen der Geldgeber abhängen, weitere finanzielle Mittel bereitzustellen.

Die Einschätzungen der Geschäftsleitung sind nicht insgesamt anzuzweifeln. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks

 

Landshut, den 25.03.2024

SL Revision GmbH

Michael Schiekofer, Wirtschaftsprüfer

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