Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 8865 PI
Eingetragen
24.9.2010
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Handel von Farb- und Additiv-Masterbatches, Kunststoffgranulaten und Kunststoffprodukten aller Art sowie aller damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Scheffold
seit 12.4.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ROWA GROUP Holding GmbH
Germany
250.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROWA Masterbatch GmbH

Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ROWA Masterbatch GmbH, Pinneberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 27. April 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nissen-Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Schwegmann, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

EUR 31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.049.533,64 221.246,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.992,86 119.564,86
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 592.265,57
  1.165.526,50 933.077,11
  1.165.528,50 933.079,11
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.433.696,48 1.481.274,76
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 719.065,66 942.836,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.152.762,14 2.424.111,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.610.301,13 800.761,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 142.722,17 75.689,24
3. Sonstige Vermögensgegenstände 66.567,84 64.495,68
  1.819.591,14 940.946,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.104,41 301.705,38
  3.977.457,69 3.666.763,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 744,00
  5.142.986,19 4.600.586,17

Passiva

   
  EUR 31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 1.570.219,45 1.570.219,45
III. Bilanzgewinn 1.317.784,06 1.165.908,48
  3.138.003,51 2.986.127,93
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 212.351,11 58.949,13
2. Sonstige Rückstellungen 148.190,31 116.148,00
  360.541,42 175.097,13
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 193.734,58 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697.269,64 481.945,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 649.412,22 888.053,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 104.024,82 69.361,73
davon aus Steuern EUR 35.823,54 (Vj. EUR 23.329,44)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.275,14 (Vj. EUR 5.805,57)    
  1.644.441,26 1.439.361,11
  5.142.986,19 4.600.586,17

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

EUR 2015
EUR
1. Umsatzerlöse 12.874.618,24 11.785.362,57
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -223.770,58 148.917,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 125.759,06 248.303,72
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 3.098,34 (Vj. EUR 8.939,25)    
  12.776.606,72 12.182.583,29
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.189.904,88 5.944.144,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 476.781,34 414.673,45
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.236.736,27 2.196.668,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 441.196,25 450.663,35
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 165.723,48 68.718,32
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.689.872,10 2.618.228,37
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.233,62 (Vj. EUR 7.549,36)    
  12.200.214,32 11.693.096,31
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 451,83 387,87
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.408,68 25.375,65
davon an verbundene Unternehmen EUR 38.000,83 (Vj. EUR 20.981,36)    
  -39.956,85 -24.987,78
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 184.330,78 137.737,03
11. Ergebnis nach Steuern 352.104,77 326.762,17
12. Sonstige Steuern 229,19 750,28
13. Jahresüberschuss 351.875,58 326.011,89
14. Gewinnvortrag 1.165.908,48 839.896,59
15. Ausschüttung 200.000,00 0,00
16. Bilanzgewinn 1.317.784,06 1.165.908,48

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.-31.12.2016

1. Allgemeines

1.1. Erläuterungen zur Gliederung und zur Form der Darstellung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Die Bilanz ist gegliedert nach § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Vorschriften des BilRUG wurden erstmalig berücksichtigt. Es ergeben sich keine Änderungen in Bezug auf den Ausweis der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge gem. § 277 Abs. 1 HGB i.V.m. Art. 75 Abs. 2 EGHGB.

1.2. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ROWA Masterbatch GmbH mit Sitz in Pinneberg im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter der Nummer HRB 8865 PI eingetragen.

1.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1.3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Wertansatz erworbener immaterieller Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Software und Softwarelizenzen werden linear gemäß betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

1.3.2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten umfasst entsprechend § 255 Abs. 1 HGB auch Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen beträgt zwischen drei und fünfundzwanzig Jahren, die der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis fünfzehn Jahre. Die Zugänge der beweglichen Vermögensgegenstände werden monatlich pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre jeweils mit 20 Prozent p.a. abgeschrieben.

1.3.3. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den Anschaffungskosten (Einzelfeststellung) oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den angefallenen Einzelkosten, anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen der Verwaltungsgemeinkosten bewertet. Etwaige Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei älteren oder schwer veräußerbaren Warenpartien vorgenommen.

1.3.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch die Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

1.3.5. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Ausweis des Kassenbestands, der Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks erfolgt zum Nennwert.

1.3.6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Abgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

1.3.7. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten kleiner als ein Jahr wird das Wahlrecht zur Abzinsung nicht in Anspruch genommen.

1.3.8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

1.3.9. Latente Steuern

Bestehen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so ist eine daraus sich ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer anzusetzen. Eine

sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuer angesetzt werden. Die Bewertung hat mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz zu erfolgen.

Aktive latente Steuern werden von der Gesellschaft gem. § 274 HGB mit passiven latenten Steuern verrechnet; im Falle eines sich ergebenden Aktivüberhangs wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern kein Gebrauch gemacht.

2. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 13) enthalten.

2.3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 250.000,00; die alleinige Anteilseignerin ist die ROWA GROUP Holding GmbH.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.570 umfasst andere Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB).

2.4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem personalbezogene kurzfristige Rückstellungen in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 37), Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 0), Rückstellungen für Abschlussprüfungskosten und Kosten zur Erstellung von Steuererklärungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 11), Rückstellungen für Berufsgenossenschaft in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 25) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 31).

2.5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen in Höhe von TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 887) sonstige Verbindlichkeiten und in Höhe des Restbetrags von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 1) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 887) betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

2.6. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 16), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 82)

2.7. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverpflichtungen mit folgenden Laufzeiten:

(Werte in TEUR) Gesamt 2016 (2015) Restlaufzeit bis 1 Jahr 2016 (2015) Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2016(2015) Restlaufzeit>5 Jahre 2016(2015)
Mietverpflichtungen verbundene Unternehmen 126 (127) 126 (127) 0 (О) О (О)

2.8. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

2.9. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Sicherheiten aus Kontokorrentkreditrahmen für Verbindlichkeiten zugunsten der ROWA GROUP Holding GmbH, der ROWA Lack GmbH und der RO- MIRA GmbH (alles verbundene Unternehmen) in Höhe von TEUR 8.500 gestellt. Diese Kontokorrentkreditrahmen wurden zum Stichtag von keiner Gesellschaft in Anspruch genommen.

Zudem besteht eine gesamtschuldnerische Mitverpflichtung für Verbindlichkeiten zugunsten der ROWA GROUP Holding GmbH zusammen mit drei weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.134 (Vorjahr TEUR 3.604).

Eine Inanspruchnahme aus der Bestellung von Sicherheiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

3. Sonstige Angaben

3.1. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer ist bestellt:

Herr Bernhard Scheffold, Dipl. Ing. (FH), Bad Sobernheim

Von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3.2. Angaben zu Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 53 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung).

Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 2016 Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 2015
Gewerbliche Mitarbeiter 31 31
Angestellte Mitarbeiter 22 20
Mitarbeiter gesamt 53 51

3.3. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor eine Ausschüttung eines Betrags von TEUR 140 an die Gesellschafter vorzunehmen und den restlichen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

3.4. Konzernangaben

Die ROWA Masterbatch GmbH, Pinneberg, wird in den Konzernabschluss der Georg Nordmann Holding Aktiengesellschaft, Hamburg, einbezogen. Die Georg Nordmann Holding Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht, in den die ROWA GROUP Holding GmbH mit ihren Tochterunternehmen einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss beinhaltet den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen und wird gemäß § 325 HGB im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3.5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

3.6. Abschlussprüferhonorar

Bezüglich der Angaben gem. § 285 Nr. 17 wird auf die Angabe im Konzernabschluss der Georg Nordmann Holding Aktiengesellschaft, Hamburg, verwiesen.

 

Pinneberg, den 15. März 2017

ROWA Masterbatch GmbH

B. Scheffold, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.033,12 0,00 0,00 0,00 37.033,12
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.567.822,58 372.284,68 24.910,73 592.265,57 4.507.462,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.713,88 25.892,23 38.143,18 0,00 497.462,93
3. Geleistete Anzahlungen 592.265,57 0,00 0,00 -592.265,57 0,00
  4.669.802,03 398.176,91 63.053,91 0,00 5.004.925,03
  4.706.835,15 398.176,91 63.053,91 0,00 5.041.958,15
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.031,12 0,00 0,00 37.031,12
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.346.575,90 136.261,25 24.908,69 3.457.928,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 390.149,02 29.462,23 38.141,18 381.470,07
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.736.724,92 165.723,48 63.049,87 3.839.398,53
  3.773.756,04 165.723,48 63.049,87 3.876.429,65
Buchwerte
31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.049.533,64 221.246,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.992,86 119.564,86
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 592.265,57
  1.165.526,50 933.077,11
  1.165.528,50 933.079,11

Lagebericht für 2016

A. Grundlagen des Unternehmens

Seit über 35 Jahren ist die ROWA Masterbatch GmbH, Pinneberg, (im Folgenden: ROWA Masterbatch) Partner der kunststoffverarbeitenden Industrie für Farb-, Additiv- und Kombinationsmasterbatches. Mit Kompetenz und Kreativität schafft sie individuelle Lösungen für neue, kundenspezifische Anforderungen und stellt die Einhaltung exakter Standards bereits entwickelter Produkte sicher.

Ziel der Entwicklungen der ROWA Masterbatch ist die zuverlässige Bedienung bestehender Märkte und die Erschließung neuer Potenziale - für die Produkte unserer Kunden. Von der Entwicklung bis zum Serienprodukt wird eng mit den Kunden zusammengearbeitet, Aufgaben vor Ort gelöst und durch effiziente Betriebsabläufe kürzeste Lieferzeiten realisiert.

Kompromisslose Qualitätsstandards sind für die ROWA Masterbatch obligatorisch. Von der Rohstoffauswahl über die Verarbeitung bis zur Endkontrolle bei Auslieferung gelten höchste Ansprüche. Deshalb können sich die Kunden jederzeit auf die gesicherte Qualität der Produkte der ROWA Masterbatch verlassen.

Die Produkte von ROWA Masterbatch sind z.B. exakt nach Kundenanforderung eingestellte Farbkonzentrate oder Additivmasterbatches, die die Eigenschaften von Polymeren gezielt verändern, um die Anforderungen der Kunden zu erfüllen. Die ROWA Masterbatch versteht sich als Spezialist für polymerspezifische Masterbatches, die in allen thermoplastischen Kunststoffen, verstärkten Kunststoffen und Polymerblends eingesetzt werden können.

B. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Trotz weltpolitischer Unwägbarkeiten (u.a. Krieg in Syrien, Islamistischer Terror, Brexit, etc.) verlief das Jahr 2016 für die deutschsprachige Kunststoffbranche überwiegend positiv.

Es ist ein typisches Merkmal der Masterbatchindustrie, dass in einem regional überschaubaren Umkreis die abnehmenden Kunden sitzen. Mit der Produktionsstätte in Pinneberg hat die ROWA Masterbatch einen Standort, der geografische Nachteile mit sich bringt, da sich die Kunststoffindustrie in Deutschland auf die Gebiete Süd- und Westdeutschland konzentriert. Obwohl der Markt mit einer großen Anzahl von Herstellern von Masterbatches besetzt ist, konnte sich die ROWA Masterbatch erfolgreich behaupten. Dies lässt sich mit dem sehr spezialisierten Produktportfolio begründen. Als Hersteller von polymerspezifischen Masterbatches überwiegend im Bereich der technischen Kunststoffe und für anspruchsvolle Anwendungen hat die ROWA Masterbatch Alleinstellungsmerkmale. Deshalb begegnet man in diesem Bereich nur einer überschaubaren Anzahl an Mitbewerbern.

Es wird erwartet, dass laufende Aktivitäten und Projekte bei Bestands- und Neukunden sowie geplante Investitionen die Grundlage einer deutlichen Ergebnisverbesserung sein können. Durch die weitere Fokussierung auf diese Stärken können Marktanteile hinzugewonnen werden, bei denen auch noch zufriedenstellende Margen möglich sind. Im vergangenen Jahr konnten neue Projekte erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Darüber hinaus konnte die Bindung zur Großchemie ausgebaut werden.

Ganz grundsätzlich ist zu beobachten, dass nicht nur die Großchemie in Asien und Südamerika Kapazitäten neu aufbaut bzw. verlagert, sondern sich auch beim Mittelstand eine ähnliche Bewegung abzeichnet. Das bedeutet, dass der Lieferant dem Verbraucher folgt und sich somit einem schrumpfenden Markt in Deutschland und Europa gegenübersieht.

Diese Bewegung ist besonders deutlich in der Automobilindustrie zu erkennen, die zu einem großen Teil Kunststoffverarbeiter ist und deren Bedürfnisse von lokalen Lieferanten bedient werden.

Die ROWA Masterbatch hat nach wie vor ihre Verkaufsschwerpunkte in Deutschland und den europäischen Anrainerstaaten. Mit der Konzentration auf technisch anspruchsvolle Produkte und der Entwicklung neuer Spezialitäten wird angestrebt, auch in anderen Regionen besser Fuß zu fassen, da es in diesen Fällen etwas weniger auf die kommerzielle Wettbewerbsfähigkeit ankommt, sondern mehr auf Produkteigenschaften, die teilweise von anderen Wettbewerbern nicht geboten werden können.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatz- und Auftragsentwicklung spiegelt die Umsetzung der zwei wesentlichen Strategiekomponenten wider. Zum einen die Bindung zur Großchemie und zum anderen den Fokus auf polymer- und kundenspezifische Produktlösungen.

In 2016 konnte die ROWA Masterbatch Umsatzerlöse in Höhe von 12.875 T€ erzielen. Dies entspricht einer Erhöhung um + 9,2 %. Die Rohertragsmarge konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

3. Personalbereich

Die Entwicklung von Strategien zur Unterstützung wichtiger interner Veränderungsprozesse bezieht maßgeblich den Personalbereich mit ein. Die strukturellen Gegebenheiten innerhalb der ROWA Masterbatch wurden weiter optimiert und dem organischen Wachstum angepasst. Zur Stärkung einer partizipativen Führungskultur wurde ein umfassendes modulares Führungskräftetraining fortgeführt. Die Anzahl der Mitarbeiter im gewerblichen und kaufmännischen Bereich wurde entsprechend der oben beschriebenen Strategie angepasst.

4. Beschaffungsbereich

Die ROWA Masterbatch unterhält zu ihren Lieferanten langjährige Beziehungen und setzt auf eine gute Zusammenarbeit. Im Berichtsjahr sind keine Versorgungsschwierigkeiten aufgetreten, die sich auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt haben.

Auf dem Gebiet der Trägermaterialien wird es immer Preisbewegungen geben, die die Marktlage der globalen Verfügbarkeit widerspiegeln. Es entstehen große neue Kunststoffkapazitäten in Nahost und in Asien, die dafür sorgen werden, dass die Lieferpreise selbst bei einem Anziehen der Konjunktur nicht übermäßig ansteigen werden.

5. Investition

In 2016 wurden Investitionen im Bereich der Anlagenperipherie und -Steuerung in Höhe von T€ 398 durchgeführt. Auch in Zukunft wird in die Erhaltung und Optimierung der Fertigungsprozesse zur Sicherstellung der hohen Qualitätsstandards investiert.

Die durchschnittliche Abschreibungsquote hat sich gegenüber Vorjahr aufgrund der getätigten Investitionen um 0,7% erhöht.

6. Finanzierungsbereich

Der Zinsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund höherer durchschnittlicher Inanspruchnahme interner Finanzierungsmittel höher.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 61,0 % (Vorjahr 64,9%).

Die Fremdkapitalquote liegt bei 39,0 % und ist somit um 3,9 %-Punkte höher als im Vorjahr. Dabei hat eine Verschiebung der Finanzierungsmittel stattgefunden. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen sind, wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebaut.

Somit ist die ROWA Masterbatch ein substanzstarkes mittelständisches Unternehmen. Die Bilanz zeigt eine solide Liquiditätsposition. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Finanzierungsmittel, die das operative Geschäft und weitere Investitionen sicherstellen.

Der Forderungsausfall ist als durchschnittlich zu bezeichnen und durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss 2016 vollständig abgedeckt.

7. Darstellung des Geschäftsergebnisses

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um + 9,2 % gesteigert werden. Die Steigerung der Umsatzerlöse wurde mit 24,8 % überwiegend im Ausland realisiert. Im Inland konnten die Umsätze um + 3,9 % gesteigert werden.

In 2016 konnte das Ergebnis nach Steuern auf T€ 352 gesteigert werden. Dies entspricht einer Nettoumsatzrendite von 2,7 %. (Vorjahr 2,8 %). Die Rohertragsmarge konnte im Berichtsjahr ebenso leicht gesteigert werden. Die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss entsprachen der Vorjahresprognose.

Vor dem Hintergrund einer stabilen Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie eines guten Geschäftsverlaufs beurteilt die ROWA Masterbatch ihre wirtschaftliche Lage insgesamt positiv.

II. Lage der Gesellschaft / Finanzielle Leistungsindikatoren

1. Wesentliche Kennzahlen

Geschäftsjahr 2016 2015
Umsatz T€ 12.875 11.785
Materialaufwandsquote * % 51,8 54,0
Personalaufwandsquote * % 20,8 22,5
Mitarbeiter Anzahl 53 52
Personalaufwand pro Kopf T€ 50,5 50,9
durchschn. Abschreibungsquote * % 1,3 0,6
Abschreibungen imm. VG u. Sachanlagen T€ 166 69
Investitionen T€ 398 664
Finanzergebnis T€ -40 -25
Ertragssteuern T€ 184 138
Jahresergebnis T€ 352 326
Umsatzrentabilität % 2,7 2,8
Eigenkapitalrentabilität % 11,5 11,5
Bilanzstichtag   2016 2015
Bilanzsumme T€ 5.143 4.601
Anlagevermögen T€ 1.166 933
Umlaufvermögen T€ 3.977 3.667
Eigenkapital T€ 3.138 2.986
Eigenkapitalquote % 61,0 64,9
Rückstellungen T€ 361 175
Verbindlichkeiten T€ 1.644 1.439
Fremdkapitalquote % 39,0 35,1
Anlagendeckungsgrad % 269,1 320,0

* bezogen auf die Umsatzerlöse

2. Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von T€ 12.875 erzielt. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung in Höhe von T€ 1.090. Zur Verteilung der Steigerung auf das In- und Ausland siehe Abschnitt I. 7.

Bei einem Materialaufwand von T€ 6.667 errechnet sich eine Materialaufwandsquote in Höhe von 51,8 %. Die Personalaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die in

Höhe von T€ 2.690 sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Weiterbelastungen der ROWA GROUP Holding aus Geschäftsbesorgung, Distributionskosten sowie Instandhaltungsaufwendungen.

Das Zinsergebnis resultiert insbesondere aus der Verzinsung von Verrechnungskonten. Unter Einbeziehung der Ertragsteuern von T€ 184 ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 352.

3. Finanz- und Vermögenslage

Planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 166 und Investitionen in Höhe von T€ 398 in Sachanlagen haben zu einem Anstieg des mittel- und langfristigen Vermögens geführt.

Im kurzfristig gebundenen Vermögen hat sich die Reduzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Fertigen Erzeugnisse und Waren ausgewirkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen während die flüssigen Mittel im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind.

Auf der Finanzierungsseite führte das Jahresergebnis unter Berücksichtigung der vorgenommenen Ausschüttung zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 152. Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um T€ 390 gestiegen. Grund hierfür ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Auf der anderen Seite konnten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduziert werden.

Weiterhin existieren zugesagte Kreditlinien, die im Jahr 2016 nicht im vollen Umfang genutzt wurden.

Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen von T€ 1.166 wird durch Eigenkapital (T€ 3.138) vollständig gedeckt.

Die Gesellschaft konnte Ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2016 jederzeit nach- kommen.

Vor dem Hintergrund der stabilen Liquidiäts- und Finanzierungsbasis sowie des im Ergebnis guten Geschäftsverlaufs beurteilt die ROWA Masterbatch ihre wirtschaftliche Lage insgesamt positiv. Aufgrund der getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für die Umsetzung angestrebter Wachstumsziele geschaffen.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die ROWA Masterbatch ist in ein konzernweites Risikomanagementsystem eingebunden. Das Risikomanagement hat das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Als international tätiges Unternehmen ist es einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt, die sich unmittelbar aus der operativen Tätigkeit ergeben. Ausgehend vom vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet die Geschäftsführung, welche Risiken eingegangen werden, auch um Chancen nutzen zu können, die sich dem Unternehmen bieten. Einzelne Risiken werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß bewertet. Die Koordinierung und Weiterentwicklung des Systems obliegt dabei dem CFO der ROWA GROUP Holding GmbH.

Das Risikomanagement bezieht sich auf die definierten Felder externer Risiken, operativer Risiken, Finanzrisiken und personeller Risiken. Dabei erfolgt entsprechend der Aufbauorganisation eine Zuordnung zu funktionalen Kategorien wie beispielsweise Einkauf, Produktion und Vertrieb.

Die ROWA Masterbatch bezieht alle Rohstoffe von einer Vielzahl von Lieferanten. Damit verbunden sind Risiken in Form von unerwarteten Lieferengpässen, Lieferung von nicht typgerechter Ware, und/oder Preissteigerungen. Das Einkaufsmanagement ermöglicht eine Überwachung und Steuerung der Beschaffungsaktivitäten und trägt so zur Reduzierung dieser Risiken bei. Zusätzlich werden, teilweise in Form von Lieferantengesprächen, regelmäßig Lieferantenüberprüfungen durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden bestehende Vereinbarungen in der Lieferkette von strategisch wichtigen Rohstoffen weiterentwickelt. Des Weiteren hat die ROWA Masterbatch erkannt, dass sich Chancen bieten, wenn die Qualifizierung von Alternativprodukten betrieben wird.

Die ROWA Masterbatch hat langjährige Verbindungen zu europäischen Herstellern aufgebaut und kann davon ausgehen, dass die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleistet ist. Es wird im weiteren Verlauf des Jahres 2017 mit einem Anstieg bei den Farbmittelpreisen zu rechnen sein. Bei Titandioxid ist Ende 2016 eine Verknappung zu beobachten. Damit verbunden sind deutliche Preisanstiege für 2017 zu erwarten. Der in 2015 stattgefundene Preisrückgang bei einigen Polymeren hat sich im 4. Quartal 2016 in Richtung Preisanstieg umgekehrt. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Preise auf dem Niveau des Jahres 2015 wieder einpendeln oder ob dieses sogar überschritten wird.

Hinsichtlich der Produktion trägt die ROWA Masterbatch die damit verbundenen Risiken, wie zum Beispiel Kapazitätsengpässe bzw. Überkapazitäten, Produktionsausfälle, überhöhte Ausschussraten und eine hohe Working Capital-Bindung. Durch sorgfältige Planung der Produktionskapazitäten, die Nutzung variabel einsetzbarer Maschinen in Verbindung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie die kontinuierliche Überwachung des Produktionsprozesses werden diese Risiken begrenzt und reduziert. Als Chance werden Verbesserungsprozesse in der Fertigung betrachtet, in dessen Rahmen kontinuierliche Überprüfungen und entsprechend aktueller Anforderungen Optimierungen stattfinden. Auch die präventive Wartung der Maschinen zählt dazu.

Zudem stellt die Qualitätssicherung durch umfangreiche Prüfungen sicher, dass die Produkte höchsten Ansprüchen genügen. Die erfolgreiche Absolvierung einer Vielzahl jährlicher Kunden- Audits sowie die Zertifizierung nach ISO 9001 dokumentieren den hohen Qualitätsstandard der Produkte und Prozesse. Unabhängig davon ist die ROWA Masterbatch in signifikantem Umfang gegen Produkthaftungsrisiken versichert.

Denkbare Risiken des Vertriebs bestehen in einer unerwarteten Änderung der Nachfragestruktur, in einem zunehmenden Preisdruck, in Form von Zahlungsausfällen sowie in der Nichteinhaltung mit Kunden getroffener Liefervereinbarungen.

Risiken aus dem Bereich der Kundenforderungen sind überschaubar und im Wesentlichen durch die Warenkreditversicherung abgedeckt und in Verbindung mit einem funktionierenden Forderungsmanagement gut beherrschbar.

Die relativ stabilen Rohstoffmärkte, die langjährigen Verbindungen zu Lieferanten und Abnehmern lassen ein konstantes Jahr 2017 erwarten, in dem größere Überraschungen ausbleiben sollten. Voraussetzung ist natürlich, dass die Eurozone in Takt bleibt und politisch oder weltwirtschaftlich unvorhersehbare Ereignisse ausbleiben. Dazu zählen z. B. auch der Krieg in Syrien, Islamistischer Terror, der Brexit, Protektionismus der USA für Produkte aus Mexiko, Einfluss der Handelsbeziehungen mit den USA, etc., deren Auswirkungen nicht vorhergesagt werden können.

Wir sehen die erwartete positive Entwicklung der kunststoffverarbeitenden Industrie als Chance für ein Wachstum im Markt. Die Nähe zu unseren Lieferanten und Kunden sowie die stetige Verbesserung und Ausweitung des Produktsortiments der ROWA Masterbatch sind dabei die wesentlichen Säulen.

II. Prognosebericht

Ungeachtet der benannten Risiken ist die ROWA Masterbatch stabil in das neue Geschäftsjahr 2017 gestartet. Die Gesamtlage und deren individuelle Einschätzung durch die Geschäftspartner im Kunden-, Lieferanten- und Wettbewerbsbereich werden kontinuierlich abgefragt. Dies führt in der Summe zu einem optimistischen Bild im Hinblick auf die Erwartungen an die Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2017.

Aus den vorgenannten Gründen gehen wir daher von einem leichten Umsatzwachstum im Jahr 2017 aus. Falls die Rohstoffpreissteigerungen vollumfänglich weitergegeben werden können, sollte sich das Jahresergebnis 2017 gegenüber dem Vorjahr entsprechend leicht verbessern.

 

Pinneberg, 6. März 2017

Bernhard Scheffold

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