Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
ABN AMRO Commercial Finance GmbHLiquidiert
50670 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Schamuhn seit 7.12.2017 | Prokura |
Ulf Neumeier seit 18.10.2016 | Prokura |
Stefan Wagner seit 27.8.2015 | Geschäftsführer |
Holger Lingen seit 29.12.2008 | Prokura |
Hans-Joachim Kader seit 4.1.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BerichtigungAufgrund eines technischen Versehens ist die Veröffentlichung vom 15.08.2017 fehlerhaft.ABN AMRO Commercial Finance GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016der ABN AMRO Commercial Finance GmbH, KölnAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016der ABN AMRO Commercial Finance GmbH, Köln
Anhang für das Geschäftsjahr 20161. AllgemeinesDie ABN AMRO Commercial Finance GmbH mit Sitz in Köln ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 20394 eingetragen. Sie erfüllt aufgrund der erteilten Teilbanklizenz die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft nach § 340a Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss der ABN AMRO Commercial Finance GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2016 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, nach den Vorschriften des GmbH Gesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (im folgenden RechKredV) erstellt. Für die Gewinn und Verlustrechnung hat die Bank die Staffelform gewählt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften maßgebend: Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen werden um die Wertberichtigungen gemindert. Die Beteiligungen sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde nicht ausgeübt. Transitorische Posten sind in die Rechnungsabgrenzung eingestellt. Aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiviert. Anzeichen für eine Wertminderung liegen nicht vor. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Rückstellungen sind mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen passiviert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck verwendet. Diese Rückstellungen werden gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV zum Stichtag 30. November 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins von 4,01 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es werden ein Gehaltstrend sowie eine Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenzen von jeweils 2,50 % und ein Rententrend von 1,75 % zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 133. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Stichtag mit dem Devisenkassakurs bewertet. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken wird offen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH verwendet zur verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs die periodische (GuV-orientierte) Betrachtungsweise. Die mit aus aktuellen Markttransaktionen abgeleiteten fristenadäquaten Geld- und Kapitalmarktsätze am Abschlussstichtag diskontierten Periodenergebnisse des Bankbuchs weisen zum Bilanzstichtag einen positiven Saldo auf. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung gemäß § 340a HGB i. V. m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB war nicht erforderlich. Der Ausweis der negativen/positiven Zinsen erfolgt über die offene Absetzung in eine neue zusätzliche Vorspalte der Zinserträge/Zinsaufwendungen. 3. Erläuterungen zur BilanzAktiva Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Angabe der Fremdwährungsposten ( § 35 RechKredV)
Anlagevermögen
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.417 (i.Vj. TEUR 3.509) enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen und Erstattungsansprüche für Körperschaft-und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 2.130. Die aktiven latenten Steuern wurden auf die Unterschiedsbeträge zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bei den Pensions- und Urlaubsrückstellungen gebildet. Die latenten Steuern wurden auf Basis eines Gesamtsteuersatzes von 32,45% ermittelt. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beträgt TEUR 0 (i.Vj. TEUR 20). Das Deckungsguthaben aus Altersteilzeitverpflichtung wurde nach Beendigung der Altersteilzeitverpflichtung in 2016 zurückgeführt. Passiva Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftspartnern aus Kaufpreiseinbehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit und Kündigungsfrist umfassen mit TEUR 223.543 (i.Vj. TEUR 169.978) die Refinanzierung durch die Gesellschafterin ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V. Angabe der Fremdwährungsposten ( § 35 RechKredV)
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 237 (i.Vj. TEUR 581) handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus dem Umsatzsteuerverrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 184 (i.Vj. TEUR 216). Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.770 (i. Vj. TEUR 4.285) beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die ungewissen Rückforderungsansprüche in Höhe von TEUR 1.481 (i. Vj. TEUR 2.700). Darüber hinaus enthalten die anderen Rückstellungen solche für den Personalbereich in Höhe von TEUR 602 (i. Vj. TEUR 623) und Rückstellungen für die Archivierung in Höhe von TEUR 105 (i. Vj. TEUR 186) sowie für Mietnebenkosten in Höhe TEUR 90 (i. Vj. TEUR 285). Eigenkapital
Zum 31. Dezember 2016 werden sämtliche Anteile an der Gesellschaft durch die ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande, gehalten. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 12. August 2016 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 1.308 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Bilanzgewinn 2016 soll ebenfalls in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden. Angaben unter dem Strich Bei den Unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von TEUR 14.227 (i.Vj. TEUR 12.710) handelt es sich um den Unterschiedsbetrag zwischen den eingeräumten Finanzierungsrahmen und den tatsächlichen Inanspruchnahmen zum Bilanzstichtag. Die unwiderruflichen Kreditzusagen können im Wesentlichen durch Einreichung von Forderungen bzw. Erhöhung des Lagerbestandes jederzeit in Anspruch genommen werden. Je nach Kreditart werden teilweise Rahmenzusagen über 12 Monate eingeräumt. Im laufenden Jahr wurde im Rahmen der Überprüfung der Kreditzusagen festgestellt, dass im Vorjahr ein Betrag von insgesamt TEUR 10.548 nicht in den unwiderruflichen Kreditzusagen enthalten war. Die Vorjahreszahl wurde im laufenden Abschluss entsprechend korrigiert. 4. Erläuterungen zur Gewinn und VerlustrechnungDer Ausweis der negativen/positiven Zinsen erfolgt über die offene Absetzung in einer zusätzlichen Vorspalte der Zinserträge/Zinsaufwendungen. Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften enthalten Zinsaufwendungen aus der Geldanlage bei der Bundesbank in Höhe von TEUR 51 (i.Vj. TEUR 6). Die Zinsaufwendungen aus dem Bankgeschäft beinhalten Zinserträge aus der Aufnahme von Termingeldern bei der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 466 (i.Vj. TEUR 51). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 335 (i.Vj. TEUR 140) aus der Auflösung von anderen Rückstellungen sowie Erträge aus der Weiterbelastung von Personalkosten an die ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V., s`Hertogenbosch/Niederlande, in Höhe von TEUR 179 (i.Vj. TEUR 214). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 17 (i.Vj. TEUR 124). Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen TEUR 1.673 (i.Vj. TEUR 668) auf laufende Steuern. Aus der Veränderung von bilanzierten latenten Steuern resultiert ein Nettoaufwand von TEUR 2 (i.Vj. Nettoertrag in Höhe von TEUR 14). 5. Sonstige Angabena) Beirat Der Beirat setzt sich wie folgt zusammensetzt:
Herr Lucas Henricus Geradus Mannaerts ist zum 10. November 2016 aus dem Beirat ausgeschieden. Herr Adrianus Willem Valk ist mit Wirkung vom 01. November 2016 neues Mitglied und neuer Vorsitzender des Beirats. Der Beirat hat für das Geschäftsjahr 2016 keine Bezüge erhalten. b) Geschäftsführung und Vertretung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2016:
Die Geschäftsführer sind gemeinsam vertretungsberechtigt. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. c) Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 der ABN AMRO Commercial Finance GmbH wird über die ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande, in den Konzernabschluss der ABN AMRO Group N.V., Amsterdam/Niederlande, einbezogen, welcher im Internet unter www.abnamro.nl erhältlich ist. d) Mitarbeiteranzahl Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 87 Mitarbeiter beschäftigt (i. Vj. 84), davon war die Hälfte weiblich. e) Angabe der Abschlussprüferhonorare gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 Das an den Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses berücksichtigte Gesamthonorar beträgt TEUR 144, davon entfallen TEUR 19 auf die Jahresabschlussprüfung 2015. Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden in 2016 durch Abschlussprüfer nicht erbracht. f) Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 250 (i.Vj. TEUR 119) und resultiert aus aktivierten latenten Steuern und dem Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB. g) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich zum Stichtag wie folgt dar: Sonstige Verpflichtungen
6. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Köln, den 12. Mai 2017 ABN AMRO Commercial Finance GmbH Stefan Wagner, Sprecher der Geschäftsführung Hans Joachim Kader, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016Gliederung
1. Grundlagen1.1 Geschäftsmodell der ABN AMRO Commercial Finance GmbH Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH gehört seit 1990 zu den Factoring-Anbietern in Deutschland. Sie ist über die ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V., s'Hertogenbosch, in die Konzernstrukturen der niederländischen ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, eingebunden und richtet sich insbesondere in Bezug auf Organisation, Compliance und Risikomanagement nach deren Standards aus. Sie bietet Finanzierungslösungen im Bereich Factoring und komplementäre Bankprodukte, wie zum Beispiel Lagerfinanzierungen, an. Schwerpunkt des Geschäfts ist das so genannte echte Factoring, also Factoring mit Übernahme des Delkredererisikos. Zusätzlich werden Kunden mit geeigneter Bonität auch Factoring im unechten Verfahren sowie individuelle Lösungen zur kurzfristigen Finanzierung anderer Umlaufvermögenswerte auf der Basis verschiedener, banküblicher Sicherheiten angeboten. Kunden der ABN AMRO Commercial Finance GmbH sind überwiegend mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 2,5 Mio. EUR und 500 Mio. EUR. Diese sind in verschiedenen Branchen tätig. Bei der Auswahl der Kunden achtet die ABN AMRO Commercial Finance GmbH neben der Factorabilität der angekauften Forderungen gegen Debitoren auch in besonderem Maße auf die Kreditwürdigkeit der Kunden. Die internen Risiko- und Rentabilitätskriterien werden im Rahmen des Kundenannahmeprozesses und der Kreditentscheidung auf jeden Neukunden angewendet und während der Geschäftsbeziehung fortlaufend überwacht. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, gehört der Geschäftsbereich Commercial Finance zu deren Kerngeschäft. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH repräsentiert innerhalb der ABN AMRO Commercial Finance Gruppe die Aktivitäten dieses Geschäftsbereichs in Deutschland. Weitere Schwestergesellschaften sind in den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich operativ tätig. Die Geschäftspolitik der ABN AMRO Commercial Finance GmbH ist dabei sowohl auf die traditionell mittelständische Kundschaft in Deutschland sowie weiterhin verstärkt auf niederländische Kunden der ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, mit geschäftlichen Aktivitäten in Deutschland ausgerichtet. Wegen der besonders hohen Intensität der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden ist die Position der ABN AMRO Commercial Finance GmbH innerhalb des ABN AMRO Commercial Finance Gruppe sowie innerhalb des Netzwerks der ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg des Geschäftsmodells. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH ist Mitglied im Deutschen Factoring-Verband e.V., im Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V. sowie der Factors Chain International, Amsterdam. Auf Basis der Regularien des internationalen Factoring-Verbandes wickelt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH auch den Forderungsankauf bzw. das Forderungsmanagement für grenzüberschreitende Transaktionen ab. Diese Transaktionen erfolgen auf Basis von mit internationalen Factorpartnern geschlossenen Vereinbarungen. 1.2 Steuerungssysteme Die Steuerungssysteme der ABN AMRO Commercial Finance GmbH haben die Zielsetzung, den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern und potenzielle Risiken zu minimieren. Der Bereich Finance & Controlling nimmt Steuerungsfunktionen im Zusammenhang mit der Ergebnisplanung der Bank wahr. Dabei erfolgt die Steuerung des Instituts mittels Kennzahlenberechnungen auf Grundlage des IFRS-Accounting-Zahlenwerks. Das monatliche Management-Reporting gibt Aufschluss darüber, ob sich die Bank hinsichtlich ihrer operativen und strategischen Ziele innerhalb ihres Zielkorridors bewegt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wirtschaftliche Leistung wie auch die weitere Entwicklung der ABN AMRO Commercial Finance GmbH werden maßgeblich auch durch nichtfinanzielle Faktoren beeinflusst. So stehen die Kundenzufriedenheit und die unternehmerische soziale Verantwortung insbesondere gegenüber den Mitarbeitern im Fokus der Bank. Richtungsweisend sind gleichermaßen Aspekte, die der Qualität der Mitarbeiter sowie deren Mitwirkung am Erfolg der ABN AMRO Commercial Finance GmbH dienen. Auch im Jahr 2016 gab es eine umfassende Befragung von Kunden sowie Vermittlungspartnern der ABN AMRO Commercial Finance GmbH. Hierbei ging es erneut um das Thema Factoring und Asset Based Lending sowie im speziellen um den Bekanntheitsgrad oder die Zufriedenheit mit den Dienstleistungen der Bank. Das Ergebnis spiegelt sich im sogenannten Net Promotor Score wider. Die Untersuchung des Net Promoter Score beinhaltet die Befragung von Kunden und Vermittlern der ABN AMRO Commercial Finance GmbH durch einen unabhängigen Dienstleister. Anhand eines Fragenkatalogs werden umfangreiche Informationen gesammelt. In der Analyse wird dann ermittelt, welcher Prozentsatz der Befragten der Bank und ihren Produkten uneingeschränkt positiv gegenüberstehen und diese daher weiter empfehlen würde. Die Unternehmenskultur ist weiterhin ein entscheidender Faktor für den Erfolg der ABN AMRO Commercial Finance GmbH. Die Bank setzt dabei auf Fairness als den zentralen Wert und lebt ihn auf vielerlei Weise. Insbesondere ist das Institut ein fairer Partner für seine Mitarbeiter. Kennzeichnend dafür ist eine Kultur, die von einer offenen Kommunikation, kurzen Entscheidungswegen und der Anerkennung besonderer Leistungen geprägt ist. Der Bank ist ein Arbeitsumfeld wichtig, das geprägt ist von Wertschätzung, Fairness, Toleranz und Chancengleichheit. Hierzu gehören insbesondere das Akzeptieren von Unterschiedlichkeit, ein partnerschaftliches Miteinander und das Interesse am anderen. Eine offene, vielfältig zusammengesetzte Belegschaft fördert die Motivation und Leistung und erbringt damit einen wichtigen Beitrag zur Unternehmenskultur und zur Zukunftsfähigkeit als Arbeitgeber. Dementsprechend wurde auch im Jahr 2016 die Erhebung "Employee Engagement Survey" durchgeführt. Analog zum Vorjahr handelt es sich hierbei wiederum um einen anonymisierten, umfangreichen Fragenkatalog, aus dem dann Schwerpunktthemen für die Bewertung des Unternehmens durch die Mitarbeiter ausgewertet werden. Finanzielle Leistungsindikatoren Den größten Einfluss auf die Ertragslage der ABN AMRO Commercial Finance GmbH hat das Zinsergebnis, welches somit auch eine der wichtigsten Kennzahlen im Rahmen der Steuerungssysteme der Bank darstellt. Weitere zentrale Kennzahlen, die zu Steuerungszwecken des Unternehmens betrachtet werden, sind das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich der unwiderruflichen Kreditzusagen) sowie die "Funds in Use" (Kunden zur Verfügung gestellte Liquidität), durch welche das Wachstum der Bank bestimmt wird. Zur Steigerung dieser Größen wird neben der Kundenbindung weiterhin eine kontinuierliche Neugewinnung von Kunden angestrebt. Das Neugeschäftsvolumen mit im Geschäftsjahr neu akquirierten Kunden stellt unverändert einen wichtigen Einflussfaktor auf die Höhe der zinstragenden Aktiva dar und hat demzufolge auch wie bisher maßgeblichen Einfluss auf die zukünftige Ertragskraft bzw. Entwicklung des Zinsergebnisses. Der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen und die Effizienz werden mit der Cost-Income-Ratio als eine relative Kennziffer gemessen. Diese ebenfalls wesentliche Kennziffer stellt das Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu operativen Erträgen dar. Eine weitere wesentliche Kennziffer zur Steuerung des Unternehmens ist die sogenannte Burn-Rate, die sowohl für Kunden als auch für Debitoren das Verhältnis der Risikovorsorge zum durchschnittlichen Forderungsvolumen beinhaltet. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat ihr moderates Wachstum in 2016 fortgesetzt. Die konjunkturelle Lage im Gesamtjahr war durch ein stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Für das Gesamtjahr 2016 ergab sich ein Anstieg von insgesamt 1,9%. Positive Impulse kamen erneut aus dem Inland, besonders durch die Erhöhung der staatlichen Konsumausgaben. Aber auch die private Inlandsnachfrage konnte sich durch die weiterhin positive Entwicklung am Arbeitsmarkt verbessern. So stieg die Anzahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal des Jahres erneut um 0,6% auf 43,7 Millionen. Die außenwirtschaftliche Entwicklung hingegen war zuletzt leicht rückläufig. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamt vom 14. Februar 2017) Insgesamt haben sich die positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Umsatzzahlen zahlreicher Kunden der ABN AMRO Commercial Finance GmbH niedergeschlagen und den Markt für Factoring vergrößert, da Factoring ein ideales Instrument zur Finanzierung von Wachstum ist. 2.2 branchenbezogene Rahmenbedingungen Factoring konnte in der ersten Hälfe des Jahres 2016 nicht ganz an das starke Wachstum des Vorjahres anknüpfen. Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes erhöhten sich im ersten Halbjahr 2016 um 4% - nach einem Zuwachs von 10,1% im Gesamtjahr 2015 auf eine neue Bestmarke von 209 Mrd. Euro. Die im ersten Halbjahr 2016 weiter um 8% auf 20.740 gestiegenen Kundenzahlen verdeutlichen zusätzlich, dass der Wachstumstrend von Factoring als alternatives Finanzierungsinstrument weiterhin intakt ist. Der Umsatz der 33 Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes steht dabei für über 98% Prozent des gesamten verbandlich organisierten Factoring-Volumens in Deutschland und ist entsprechend repräsentativ. Insbesondere das Export-Factoring konnte erneut neue Rekordmarken verzeichnen, auch ein Ergebnis der Exportstärke der deutschen Wirtschaft. Der Umsatz im Factoring nahm im ersten Halbjahr 2016 um 14,9% auf 30,8 Mrd. Euro zu. Das Importgeschäft dagegen sank im gleichen Zeitraum um 8,4% auf 1,8 Mrd. EUR, nachdem es im Vorjahr noch ein deutliches zweistelliges Wachstum ausweisen konnte. (Quelle: Jahresbericht 2015 und Pressemitteilung vom 24.08.2016 des Deutschen Factoring-Verbandes e.V.). Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH sieht sich als solider, moderner und innovativer Partner für Finanzierungslösungen, der sich auch im Geschäftsjahr 2016 am Markt bewährt hat und sich von anderen Marktteilnehmern insbesondere durch die angebotenen Produkte sowie durch die Möglichkeit innerhalb der ABN AMRO Commercial Finance Gruppe, Finanzdienstleistungen in mehreren Ländern anbieten zu können, vom Wettbewerb absetzt. Neben dem in 2016 wiederum gestiegenen Geschäftsvolumen äußert sich dieses in einer hohen Reputation am Markt, was sich unter anderem in einem sehr guten Net Promotor Score bei den Kunden von 44 (Prozentwert aktiv Empfehlende minus Kritiker) niederschlägt. In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld steht die ABN AMRO Commercial Finance GmbH jedoch in unmittelbarem Wettbewerb zu den anderen Marktteilnehmern, bezogen sowohl auf Factoring als auch auf klassische Bankfinanzierungen. Dieser intensive Wettbewerb hat somit einen deutlichen Einfluss auf die zu erzielenden Margen. Daher ist es das erklärte Ziel der Bank, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Merkmale zu festigen, die auch die Preissensitivität reduzieren. Hierbei legt die Bank ihr Hauptaugenmerk auf Merkmale, die gegenüber dem Wettbewerb erkennbare Vorteile bieten. Gerade im Verbund mit den ausländischen Schwestergesellschaften ergeben sich attraktive Optionen, die verstärkt genutzt werden sollen, um die Marktstellung der Bank weiter zu verbessern. 2.3 Geschäftliche Entwicklung im Überblick In einem, zumindest in Deutschland, wieder aufstrebenden konjunkturellen Umfeld mit einer ausgeprägten privaten Konsumneigung verzeichnete die ABN AMRO Commercial Finance GmbH einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Zum Ende des Geschäftsjahres stiegen die Kundenforderungen der Bank auf 394,1 Mio. EUR gegenüber 387,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Das Geschäftsjahr 2016 schließt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 3,5 Mio. EUR (i.Vj. 1,3 Mio. EUR) ab. Aufgrund des weiterhin bestehenden Margendrucks erhöhte sich das Zinsergebnis trotz angestiegenem Volumen lediglich um 0,1 Mio. EUR. Der Personalaufwand erhöhte sich zwar aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl, dieser Aufwand konnte aber durch deutlich reduzierte Beratungskosten und Kosteneinsparungen im Bereich der anderen Verwaltungsaufwendungen überkompensiert werden. Insgesamt reduzierten sich die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen daher gegenüber dem Vorjahr um fast 4%, was sich auch in der um 5 Prozentpunkte reduzierten Cost/Income-Ratio ausdrückt. Das Ergebnis aus Risikovorsorge beträgt in 2016 1,7 Mio. EUR nach 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Nettozuführungen zu Wertberichtigungen auf Kunden- und Debitorenforderungen erhöhten sich um 1,5 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR. Dagegen konnte aber die im Vorjahr gebildete Rückstellung für potentielle Rückforderungsansprüche aus einer möglichen Rechtsstreitigkeit mit einem ehemaligen Kunden größtenteils wieder aufgelöst werden, was zu einer Nettoauflösung der Rückstellungen im Kreditgeschäft von 1,2 Mio. EUR führt. Aufgrund des gestiegenen Ergebnisses aus der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich der Steueraufwand um 1,0 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR. 2.4 Entwicklung der Segmente Factoring und komplementäre Bankprodukte Factoring Durch einen Anstieg der angekauften Forderungen von bestehenden sowie neu akquirierten Kunden innerhalb und außerhalb des ABN AMRO Netzwerks konnte die ABN AMRO Commercial Finance GmbH ihren Factoringumsatz, die Summe aller angekauften Forderungen, in 2016 weiter steigern. Die Steigerungsrate des Vorjahres von 16,9 Prozent konnte dabei aber nicht erreicht werden. Der Factoringumsatz stieg in 2016 um 178,3 Mio. EUR auf 4.538,7 Mio. EUR, was einer Steigerung von 4,1% entspricht.
Durch die Gewinnung neuer Kunden, insbesondere aus dem Lebensmitteleinzel- und Großhandel und aus dem Bereich Industrieprodukte veränderte sich die Branchenstruktur, im Folgenden anhand der Vorauszahlungen an Kunden, dargestellt vom Jahresende 2015 zum Jahresende 2016, wie folgt:
Die eingeräumten Kreditlinien an Kunden erhöhten sich um 65,8 Mio. EUR bzw. 12,4 Prozent auf 598,8 Mio. EUR. Besonderes Augenmerk legte die ABN AMRO Commercial Finance GmbH hierbei auf eine ausgewogene Strukturierung des Kundenportfolios und konzentrierte sich auf margenstärkere Kunden mit beherrschbarem Risikopotenzial. Komplementäre Bankprodukte Neben dem Kerngeschäft Factoring gehören Lagerfinanzierungen sowie Darlehen mit kurzer Laufzeit zum Produktangebot der ABN AMRO Commercial Finance GmbH. Diese Finanzierungsformen bietet die Bank jedoch grundsätzlich nur im Rahmen bestehender Factoring-Kundenbeziehungen als Komplementärprodukte (Commercial Finance) an. Die Nachfrage nach diesem Produktangebot ist nach wie vor stabil. Aufgrund einer geringeren Auslastung zum Jahresende sowie einer erhöhten Wertberichtigung für einen Kunden verringerten sich die Forderungsbestände aus diesem Produkt jedoch um 6,7 Mio. EUR bzw. 28,3 Prozent auf 17,0 Mio. EUR. Aufgrund der strategischen Ausrichtung der Bank, ihrer Einbindung innerhalb des ABN AMRO Bank Konzerns sowie durch die Attraktivität des Produktes Factoring sieht die Geschäftsführung das Unternehmen stabil aufgestellt und nachhaltig gut positioniert. 2.5 Steuerungsgrößen des Geschäftsjahres 2016
Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH konnte im Geschäftsjahr die Anzahl ihrer Kunden weiter ausbauen. Dies ist unter anderem das Resultat der hohen Kundenzufriedenheit. Von einem bereits hohen Niveau in 2015 konnte die Zufriedenheit anhand der Befragung in 2016 nochmals gesteigert werden. Über 90% aller Befragten war mit der Geschäftsverbindung mindestens zufrieden oder sehr zufrieden. Dabei spielte auch eine weiterhin hohe Servicequalität und die Zufriedenheit mit der Kundenbetreuung als zentrale Elemente des Geschäftsmodells der ABN AMRO Commercial Finance GmbH eine wesentliche Rolle. Die Zufriedenheitsbefragung der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsumfeld und der Bank im Allgemeinen wurde auch im Geschäftsjahr 2016 durchgeführt. Dabei zeigte sich gegenüber dem Vorjahr eine deutlich gestiegene Mitarbeiterzufriedenheit. Aus den gesamten Befragungsergebnissen wurden weiterhin geeignete Maßnahmen abgeleitet, um das Zufriedenheitsniveau in der Organisation weiter zu steigern. Das erwartete Volumen aus abgeschlossenem Neugeschäft, gemessen am Factoringumsatz, lag mit 580,5 Mio. EUR deutlich unter dem Planwert und unter dem Vorjahr. Der Vorjahreswert war allerdings stark von Umsatzerwartungen aus einem internationalen Neugeschäft in der ABN AMRO Commercial Finance Gruppe gekennzeichnet, die sich in dieser Form jedoch nicht realisiert haben. Im Übrigen hat sich der Abschluss eines größeren Neugeschäfts auf den Jahresanfang 2017 verschoben. Unter den Erwartungen gebliebene Finanzierungsinanspruchnahmen von Bestandskunden sowie das preisintensive Wettbewerbsumfeld haben letztlich ergänzend dazu geführt, dass die ursprünglichen Planannahmen für das Geschäftswachstum nur teilweise realisiert werden konnten. Die Cost-Income Ratio reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozentpunkte auf 61 Prozent. Dieses begründet sich im Wesentlichen durch Kosteneinsparungen, die zu einer Reduzierung der anderen Verwaltungsaufwendungen um 16% geführt haben. Die Kunden-Burnrate hat sich aufgrund der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung im Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Die Debitoren-Burnrate hat sich dagegen aufgrund von notwendigen Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 0,15 Prozentpunkte auf 0,32 Prozent erhöht und liegt über dem prognostizierten Wert. 2.6 Ertragslage
Zinsergebnis Aufgrund des Wettbewerbes gerieten die Margen auch im Jahr 2016 weiter unter Druck. So reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr die Marge auf der Gebührenseite um einen Basispunkt und die Zinsmarge um 6 Basispunkte. Dieser Effekt konnte durch den erhöhten Factoringumsatz und die leicht erhöhten "Funds in Use" nicht ausgeglichen werden, so dass sich die Einnahmen aus Zinsen und Gebühren um 0,4 Mio. EUR auf 16,9 Mio. EUR reduzierten. Davon entfallen 0,8 Mio. EUR auf das Segment komplementäre Bankprodukte. Die Zinsaufwendungen sind im aktuellen Geschäftsjahr mit - 0,3 Mio. EUR negativ (i.Vj. 0,2 Mio.). Dies ergibt sich aus dem niedrigen, teilweise negativen Zinsniveau für die Refinanzierungsseite. Das Zinsergebnis blieb daher mit 17,2 Mio. EUR nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr (17,1 Mio. EUR). Verwaltungsaufwendungen Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere aufgrund einer gestiegenen Mitarbeiterzahl um 3,5 Prozent (0,3 Mio. EUR) auf 7,2 Mio. EUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen konnten trotz eines Anstiegs der an die ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V. zu zahlenden Umlagen (+ 0,3 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio. EUR bzw. 16,3 Prozent auf 3,2 Mio. EUR reduziert werden. Neben der erwarteten Reduzierung der Beratungskosten und der Mietaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich hier auch der Effekt aus nachhaltigen Kosteneinsparungen. Wertberichtigungen auf Kunden und Debitoren Das Risikoergebnis, der Saldo aus Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft, den Erträgen aus Zuschreibungen zu Forderungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft und der Zuführung Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug im Geschäftsjahr 1,7 Mio. EUR (i.Vj. 4,3 Mio. EUR). Die im laufenden Geschäftsjahr vorgenommenen Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR (i. Vj. 1,0 Mio. EUR) konnten durch Nettoauflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft in Höhe von 1,2 Mio. EUR (i. Vj. - 2,7 Mio. EUR) teilweise kompensiert werden. Unter Beibehaltung vorsichtiger und strenger Bewertungsmaßstäbe wurde allen am Bilanzstichtag erkennbaren Kreditrisiken durch Bildung von Einzelwertberichtigungen in angemessenem Umfang Rechnung getragen. 2.7 Finanzlage Die Finanzlage der ABN AMRO Commercial Finance GmbH ist geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH refinanziert sich aufgrund konzerninterner Vorgaben im Wesentlichen bei ihrer Gesellschafterin. Hierfür wird der Bank seitens der Muttergesellschaft, der ABN AMRO Commercial Finance Holding B.V., 's-Hertogenbosch, eine Kreditlinie in Höhe von 400 Mio. EUR (i. Vj. 300 Mio. EUR) zur Verfügung gestellt. Der aus den Vorauszahlungen auf unter Haftungszusage angekauften Forderungen resultierende Bedarf an Refinanzierungsmitteln wurde im Wesentlichen durch Aufnahme von Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu 6 Monaten innerhalb der genannten Kreditlinie bei der Muttergesellschaft gedeckt. Die Refinanzierung wird im Wesentlichen in Euro aufgenommen, die Refinanzierungslinie kann aber auch in Fremdwährungen genutzt werden. Zum Bilanzstichtag wurden der Bank seitens der Gesellschafterin die folgenden Darlehen zur Verfügung gestellt:
Die auf die Refinanzierung entfallenden Zinsen werden für die EUR-Refinanzierung auf Euribor-Basis berechnet. Die Berechnung für die Refinanzierung in Fremdwährung erfolgt auf Libor-Basis. Zur kurzfristigen Refinanzierung des Geschäftes steht darüber hinaus eine Kreditlinie in Höhe von 10,0 Mio. EUR bei der ABN AMRO Bank N.V., Frankfurt Branch zur Verfügung. Diese wurde zum 31. Dezember 2016 nicht in Anspruch genommen. Die Liquiditätskennziffer gemäß § 11 KWG betrug zum Bilanzstichtag 2,21 (i.Vj. 2,18). Die Mindestanforderung liegt bei 1,0. 2.8 Vermögenslage Bilanzsumme Unter anderem gestützt durch das Unternehmenswachstum, jedoch besonders durch stichtagsbezogene hohe Bankguthaben, stieg das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent (54,9 Mio. EUR) auf 498,3 Mio. EUR während die Bilanzsumme sich ebenfalls um 12,4 Prozent (53,4 Mio. EUR) auf 484,0 Mio. EUR erhöhte. Die größten in der Bilanz der Bank enthaltenen Positionen bestehen weiterhin aus den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Zum Jahresende 2016 stiegen im Zuge des Geschäftswachstums die Forderungen gegen Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Mio. EUR bzw. 1,8 Prozent auf 394,1 Mio. EUR. Die außerbilanziellen Verpflichtungen aufgrund von nicht ausgenutzten unwiderruflichen Kreditzusagen erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 1,5 Mio. EUR bzw. 11,9 Prozent auf 14,2 Mio. EUR. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt und beträgt unverändert zum Vorjahr 62,5 Mio. EUR. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 von 1,3 Mio. EUR wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 12. August 2016 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 soll, vorbehaltlich eines entsprechenden Gesellschafterbeschlusses, ebenfalls im Unternehmen verbleiben. Die für die Bank vorgegebene Mindestrelation von haftendem Eigenkapital zu den Risikoaktiva von 8,5 Prozent hat die Bank zum Stichtag mit 28,66 Prozent (i.Vj. 29,47 Prozent) eingehalten. Die Eigenmittelunterlegung gemäß Art. 91 Abs. 1 CRR wurde im Berichtsjahr jederzeit erfüllt. Rückstellungen Die Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 6,1 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR. Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf der Auflösung einer Rückstellung für das Kreditgeschäft in Höhe von 2,1 Mio. EUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (i.Vj. 1,0 Mio. EUR) begründen sich im Wesentlichen durch langfristige Miet- und Leasingverträge im Zusammenhang mit den angemieteten Büroräumen und geleasten Kraftfahrzeugen. 2.9 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit der ABN AMRO Commercial Finance GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr spiegelt sich im moderaten Ausbau des Kundengeschäfts wieder, die in Verbindung mit einem wettbewerbsintensiven Umfeld zu einer stabilen Erlössituation geführt hat. Neben deutlichen Reduzierungen der Verwaltungsaufwendungen hat insbesondere die Verbesserung des Risikoergebnisses zu einem verbesserten Ergebnis im Geschäftsjahr geführt. Die Bank sieht sich insofern in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage um auch künftig ihre Geschäftsentwicklung voranzutreiben. Die solide Eigenkapitalausstattung trägt hierzu ebenfalls bei. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 4. VergütungsberichtDie ABN AMRO Commercial Finance GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2016 81 Mitarbeiter und zwei Geschäftsführer. Der Anteil der Mitarbeiterinnen betrug dabei 50 Prozent. Sieben Mitarbeiter traten neu in das Unternehmen ein und neun Mitarbeiter schieden aus. Die Anstellung und Vergütung der Mitarbeiter auf Sachbearbeiterebene erfolgt grundsätzlich auf Basis der Tarifverträge für das private Bankgewerbe und der öffentlichen Banken in der jeweils gültigen Fassung. Darüber hinaus erhalten die Tarifbeschäftigten - auf freiwilliger Basis - eine leistungsunabhängige Sonderzahlung in Höhe eines halben Monatsgehaltes. Diese Sonderzahlung ist zusätzlicher Bestandteil der mit den Tarifbeschäftigten geschlossenen Arbeitsverträgen und ist bei Kündigung des Mitarbeiters unter bestimmten Voraussetzungen an die Bank zurückzuzahlen. Mitarbeiter mit besonderen Anforderungen (qualifizierte Sachbearbeitung) sowie Leitungspositionen werden auf Basis von Einzelverträgen außerhalb des Bankentarifes angestellt. Für diese einzelvertragliche Gestaltung nutzt das Institut einen Standardvertrag zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit. Im Rahmen dieser Einzelverträge wird der Bezug sowohl fixer als auch variabler Gehaltsbestandteile geregelt. Entsprechend interner Vorgaben sind die variablen Gehaltsbestandteile für den hierfür berechtigten Personenkreis grundsätzlich auf maximal 50 Prozent des fixen Gehaltes für Vertriebsmitarbeiter und 40 Prozent des fixen Gehaltes für Mitarbeiter anderer Fachbereiche begrenzt und werden auf Basis der individuellen Zielerreichung und der Gesamtlage der Bank festgelegt. Die Gesamtbeträge der für das jeweilige Geschäftsjahr vorgesehenen Vergütungen der außertariflich beschäftigten Mitarbeiter werden durch die Geschäftsleitung mit dem Beirat abgestimmt. Aufgrund der mit den beiden Geschäftsführern geschlossenen Verträge erhält jeder der Geschäftsführer ein jährliches Fixgehalt. Über dieses fixe Gehalt hinaus wird eine variable Vergütung gezahlt. Die maximale Höhe dieser variablen Vergütung ist entsprechend konzerninterner Vorgaben begrenzt und wird an Zielvorgaben gebunden, die nach konzerninternen Kriterien strukturiert sind. Über die Vergütung hinaus fördert die ABN AMRO Commercial Finance GmbH intensiv die Weiterbildung der Mitarbeiter. Im Jahr 2016 nahmen wieder zahlreiche Mitarbeiter an fach-und themenbezogenen Weiterbildungen teil, deren Kosten vollständig übernommen wurden. 5. Chancen- und RisikoberichtMit einem ausgewogenen Verhältnis aus Chancen- und Risikomanagement führt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH ihr erfolgreiches Geschäftsmodell fort. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Die geschäftliche Entwicklung der Bank ist wesentlich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sowie der Konsumnachfrage in denjenigen Branchen, in denen die Kunden und Debitoren der Bank tätig sind, abhängig. Insbesondere bei einem über den Wirtschaftsprognosen liegenden Wirtschaftswachstum in Deutschland, ist mit einem Umsatzanstieg bei Bestandskunden zu rechnen. Diese Chance betrifft auch die Produktpalette im Bereich der komplementären Bankprodukte. Ein geringeres Wirtschaftswachstum stellt hingegen ein Risiko für die Erreichung der Ergebnisplanung des Jahres 2017, insbesondere innerhalb des Zinsüberschusses und des Risikoergebnisses, dar. Strategische Chancen Die Bank sieht besondere strategische Chancen beim internationalen Ausbau ihrer Produktpalette, insbesondere mit Kunden der ABN AMRO Bank Gruppe. Ein international einheitliches Geschäftsabwicklungssystem für das Factoringgeschäft, das sich gruppenweit in Umsetzung befindet, wird hierfür entsprechende Voraussetzungen bieten. Darüber hinaus hat die Bank mit der Segmentierung ihres Kundenbestandes begonnen, um verschiedenen Kundengruppen in der Zukunft noch bedarfsgerechtere Lösungen anbieten zu können. Chancen und Risiken aus Kreditrisiken Eine Chance bzw. ein Risiko aus Kreditrisiken kann sich ergeben, sofern die eingetretenen Verluste aus dem Kreditgeschäft geringer bzw. höher ausfallen als die vorher berechneten erwarteten Verluste. Risikostrategie und Risikosteuerung Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und aufbauend auf einer Inventur aller Risiken verabschiedet und veröffentlicht die Geschäftsführung ihre Risikostrategie. Diese und die darauf aufbauenden Richtlinien, Handbücher und Limitsysteme bilden die Basis für das Risikomanagement der ABN AMRO Commercial Finance GmbH. Das Risikomanagement der Bank leitet sich aus dem betriebenen Factoringgeschäft sowie aus den komplementär angebotenen Kreditgeschäften ab. Die damit verbundenen Risiken bedürfen der Einzelbetrachtung, werden separat identifiziert und hinsichtlich ihrer Höhe bewertet. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung, wobei verschiedene Aufgaben unterschiedlichen organisatorischen Bereichen zugeordnet sind. Die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) wurde im Berichtsjahr kontinuierlich vorgenommen. Die Risikostrategie der ABN AMRO Commercial Finance GmbH wurde letztmalig im Dezember 2016 überarbeitet. Die Veröffentlichung der aktuellen Version erfolgte mit Wirkung vom 29. Dezember 2016. Im Wesentlichen sind für das Institut Adressenausfallrisiken, Operationelle Risiken, welche auch die Veritätsrisiken beinhalten, Liquiditätsrisiken und Marktpreisrisiken relevant. Die Interne Revision überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements im Rahmen jährlicher Regelprüfungen. Die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) hat die ABN AMRO Commercial Finance GmbH durch Nutzung des Standardansatzes umgesetzt. Die Offenlegungsanforderungen werden auf Gruppenebene durch die ABN AMRO Bank N.V., Amsterdam, erfüllt. Risikoinventur Die jährlich durchzuführende Risikoinventur hat das Ziel, die wesentlichen Risikoarten zu identifizieren. Dafür werden alle bekannten Risikoarten daraufhin untersucht, ob diese bei der ABN AMRO Commercial Finance GmbH vorkommen. Die Risikoarten werden in der Risikoinventur erhoben und anschließend in ihrer Wesentlichkeit für die Bank bestimmt. Die Risikoinventur kam zu dem Ergebnis, dass die Risikoarten Adressenausfall, Liquidität, Marktpreis sowie das Operationelle Risiko, zu dem auch die Veritätsrisiken gehören, als wesentliche Risikoarten einzustufen sind. Die Bank hat einen Kapitalplanungsprozess implementiert, um unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung und der ansteigenden Kapitalanforderungen der kommenden 4 Jahre frühzeitig die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Kapitalausstattung zu erkennen. Zudem berücksichtigt die Bank im Kapitalplanungsprozess eventuelle ungeplante Entwicklungen. Risikotragfähigkeit, Risikolimitierung und Stresstesting Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH hat ihre Risikotragfähigkeit vierteljährlich ermittelt. Als Risikodeckungsmasse hat die Bank die anrechenbaren Eigenmittel gemäß CRR definiert. Weiterhin werden die Eigenmittel zur Sicherung der Mindestkapitalausstattung in Abzug gebracht. Damit hat die Bank das Risikodeckungskapital unter den Aspekten der Unternehmensfortführung und dem Schutz der Gläubiger ermittelt. Von diesem einsetzbaren Risikodeckungspotenzial zieht die Bank, entsprechend ihrer Risikoneigung, noch einen zusätzlichen Risikopuffer von derzeit ca. 35,5 Mio. EUR ab. Hieraus ergibt sich per 31.12.2016 ein eingesetztes Risikodeckungspotenzial in Höhe von 19,2 Mio. EUR, welches auf die verschiedenen Risiken allokiert wird und diese somit limitiert. Die Limitauslastung wird vierteljährlich geprüft. Per 31. Dezember 2016 sind folgende Limits den Risikoarten zugeordnet: Risk capital allocation 31.12.2016
Zum 31. Dezember 2016 lag die Ausnutzung des Risikokapitals in der Summe bei 55,6 Prozent. Die höchste Auslastungsquote hat das Adressenausfallrisiko mit 63,1 Prozent. Damit weisen die Limits ausreichend ungenutztes Risikokapital aus, welches die Bank zum weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeiten nutzen kann, ohne neues Kapital zu benötigen. Die Auslastung bzw. Einhaltung der Limits wird im Rahmen des quartalsweise erstellten Risikoberichts aufbereitet. Weiterhin hat die ABN AMRO Commercial Finance GmbH ein Stresstestkonzept verabschiedet, in dessen Rahmen eine Reihe von Stresstests für die wesentlichen Risiken durchgeführt und dokumentiert wurden. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH arbeitet kontinuierlich an der Optimierung ihrer Risikomanagement- und Risikoklassifizierungssysteme. Risikoarten Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht die Bank die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Vertragspartner. Das Adressenausfallrisiko ist ein wesentliches Risiko der ABN AMRO Commercial Finance GmbH. Daher hat die Bank umfassende Maßnahmen getroffen, diesem Risiko zu begegnen. Diese Maßnahmen werden nach dem für die Bank relevanten Kreditnehmer, im echten Factoring ist es der Debitor und bei allen weiteren Produkten der Kunde, unterschieden. Die Adressenausfallrisiken werden mittels eines 11-stufigen Risikomodells klassifiziert. Die Zuordnung zu den Risikoklassen basiert auf der Ausfallwahrscheinlichkeit und dem erwarteten prozentualen Ausfall je Forderung. Die Multiplikation der beiden Komponenten ergibt die Risk Ratio. Die folgende Übersicht gibt Auskunft über die Zuordnung der Risk Ratios zu den Risikoklassen:
Den Risikoklassen hat die Bank wiederum Limits zugeordnet, die in ihrer Summe mit dem für das Adressenausfallrisiko zugeordneten Risikokapital korrespondiert. Die Limits unterstützen einerseits die Überwachung der Ausnutzung des Risikokapitals. Andererseits weisen sie aber auch auf die Chancen hin, die die Bank aufgrund ihres noch ungenutzten Risikokapitals realisieren kann. Bei der Zuordnung der Einzelrisiken zu den vorab erwähnten Risikoklassen nutzt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH grundsätzlich Methoden des ABN AMRO Konzerns. Bei der Ermittlung von Kundenrisiken arbeitet die Bank mit einem System, welches auf Basis eines Einzelratings, gestützt auf Bilanzanalysen sowie Bewertungen von Sicherheiten, das potentielle Risiko je Kunde ermittelt. Darüber hinaus werden im Bereich der Kunden Migrationsrisiken und Branchenkonzentrationen berücksichtigt. Bei den Debitorenrisiken greift die Bank auf externe Ratings zurück und berücksichtigt die relevanten Sicherungsmaßnahmen (insbesondere durch Kreditversicherungen). Darauf basierend wird das Risiko pro Debitor und Forderung bewertet. Die Summe dieser Einzelrisiken stellt für die Bank das gesamte Adressenausfallrisiko dar. Die vorgenannten Kalkulationen nimmt die Bank sowohl unter Berücksichtigung der jeweiligen Salden zum Stichtag als auch der zugesagten Kreditlimits vor. Bei der Kalkulation der Auslastung des zugeordneten Risikokapitals berücksichtigt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH die eingeräumten Limits, da diese das aktuell relevante potentielle Risiko ausdrücken. Bei den Debitorenrisiken berücksichtigt die Bank jedoch, dass erfahrungsgemäß diese Limits nicht zeitgleich in Anspruch genommen werden. Auf Basis historischer Zeitreihen erfolgt daher eine angemessene Anpassung. Länderrisiken sind für die Bank von untergeordneter Bedeutung, da die Forderungen aus grenzüberschreitenden Geschäften im Wesentlichen Länder der Europäischen Union und die Schweiz betreffen und das Transfer- und Konvertierungsrisiko bei diesen Ländern als gering eingestuft wird. Einem Emittentenrisiko ist die Bank aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht ausgesetzt. Per 31. Dezember 2016 ist das zugeordnete Risikokapital in Höhe von 10,0 Mio. EUR zu 63,1 Prozent bzw. 6,3 Mio. EUR ausgenutzt. Der Bank steht demnach ausreichendes Risikokapital zur Verfügung um die Adressenausfallrisiken aus einem weiteren Portfolioanstieg akzeptieren zu können. a) Debitorenrisiken Die Bank räumt jedem Forderungsschuldner (Debitor) auf Antrag des Kunden Kreditlimits ein. Die Limitvergabe erfolgt intern im Rahmen der eingeräumten Kompetenzen und richtet sich nach der Kreditwürdigkeit, die anhand verfügbarer Informationen ermittelt wird. Alle angekauften Forderungen werden stichprobenartig verifiziert und laufend überwacht. Überfällige Forderungen werden gemahnt und Kreditlimits ab einer bestimmten Mahnstufe für den Ankauf weiterer Forderungen gekündigt. Für ausgemahnte Forderungen erfolgt die Einleitung notwendiger Inkassomaßnahmen. Die Bank hat durch entsprechende Limits der Gefahr von Risikokonzentrationen Rechnung getragen. Diese Limits fokussieren auf die maximale Höhe von Einzelengagements bzw. Kreditnehmereinheiten sowie auf Branchen und Länder. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH schließt zur Absicherung von Schäden aufgrund des Ausfalls von Debitoren Kreditversicherungsverträge ab. Seit dem 1. Januar 2014 ist die Compagnie Française d'Assurance pour le Commerce Extérieur S.A., Niederlassung in Deutschland (Coface), der relevante Kreditversicherer der Bank. Diese endete am 31.12.2016. Ab dem 1. Januar 2017 ist die Atradius Kreditversicherung Niederlassung Köln für die Bank der zentrale Versicherer für Debitorenausfallrisiken. Darüber hinaus wurden im Rahmen spezieller Vertragsgestaltungen auch Ansprüche aus Kreditversicherungsverträgen von den Kunden an die Bank abgetreten. b) Kundenrisiken Kundenrisiken entstehen für die ABN AMRO Commercial Finance GmbH im Rahmen der komplementären Bankprodukte oder bei Factoringlösungen ohne Übernahme des Delkredererisikos (unechtes Factoring). Auf Basis einer umfassenden Analyse der Bonität sowie der zugrundeliegenden Sicherheiten wird den Kunden gegen Stellung der vereinbarten Sicherheiten ein Kreditlimit eingeräumt. Die Vergabe der Kreditlimits erfolgt im Rahmen der eingeräumten Kompetenzen. Nach Erstauszahlung werden die Kundenbeziehung und die Werthaltigkeit der Sicherheiten laufend überwacht. Im Rahmen dieser Überwachung erfolgen regelmäßige Auswertungen der finanziellen Verhältnisse der Kunden mit Vor-Ort Prüfungen sowie Prüfungen und Bewertungen der gestellten Sicherheiten. Zur Bewertung von Beständen im Bereich Lagerfinanzierung sind externe Dienstleistungsunternehmen eingeschaltet. Das Risikomanagement ist in die Prozesse involviert und wird fortlaufend über die Ergebnisse dieser Überwachung informiert. Zudem erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Einhaltung der unternehmenseigenen Vorgaben durch die Interne Revision. Die Bank hat durch entsprechende Limits der Gefahr von Risikokonzentrationen Rechnung getragen. Diese Limits fokussieren auf die maximal Höhe von Einzelengagements bzw. Kreditnehmereinheiten sowie auf Branchen und Länder. c) Risiko aus Korrespondenten im internationalen Factoring (Factorpartner) Diese Risiken ergeben sich aus der Übernahme von Zahlungs- und Inkassoverpflichtungen der Factorpartner im Bereich Export. Auswahl und Überwachung der eingeschalteten Factorpartner erfolgt unter Berücksichtigung von Länderrisiken sowie unter laufender Kontrolle der Bonität durch Auswertung von Jahresabschlüssen, Gesellschafterhintergrund bzw. im Rahmen der konzerninternen und eigenen Richtlinien. Die Bank hat durch entsprechende Limits der Gefahr von Risikokonzentrationen Rechnung getragen. Diese Limits fokussieren auf die maximale Höhe von Einzelengagements bzw. Kreditnehmereinheiten. Operationelle Risiken Im Rahmen der laufenden Erbringung der Dienstleistungen der Bank können technische und menschliche Fehler auftreten. Gefahren ergeben sich außerdem durch unangemessene Kontrollen und Arbeitsabläufe. Durch laufende, in die Arbeitsabläufe integrierte Kontrollen (beispielsweise Vier-Augen Kontrollen), werden diese Risiken gemindert. Ferner verfügt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH über eine Interne Revision, welche die implementierten Prozesse bzw. die integrierten Kontrollen regelmäßig überprüft. Fortlaufend werden Analysen interner Risiken durchgeführt und dokumentiert. Die Bank hat ein Verfahren zur Meldung und Erfassung operationeller Risiken implementiert. Identifizierte Vorfälle werden analysiert und gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen getroffen. Die Bank überwacht die Umsetzung der Maßnahmen. Wesentliche Risiken sind zudem durch Versicherungen abgedeckt. Im Rahmen der Risikotragfähigkeit berücksichtigt die Bank die operationellen Risiken nach dem Basisindikatoransatz. Zusätzlich ermittelt die Bank Risikokapital für die Veritätsrisiken, da diesen im Geschäftsmodell der Bank einen hohe Relevanz zukommt. Die Bank hat Notfallpläne erstellt. Für den Fall eines zeitweiligen oder totalen Ausfalls der EDV-Anlagen existiert ein detaillierter und getesteter Notfallplan, der die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs innerhalb einer angemessenen Frist ermöglicht. Ergänzend liegen auch Pläne vor, die bei Beschädigung des Bürogebäudes zum Tragen kommen. Auch hier unternimmt die Bank Tests zur Überprüfung der Notfallpläne. Die Risiken, des für einen Bankbetrieb wichtigen EDV-Managements, fallen ebenfalls unter die Kategorie der operationellen Risiken. Neben den bereits erwähnten Regelungen für Betriebsunterbrechungen und Katastrophen- und Störfällen, gehören hierzu insbesondere die Zugriffsberechtigungen, das Incident-Management, die Netzwerksicherheit und die Datensicherungen. Unter den operationellen Risiken erfasst die ABN AMRO Commercial Finance GmbH auch die Rechtsrisiken. Rechtsrisiken können der Bank aus ungewollten rechtlichen Verpflichtungen sowie aus nicht durchsetzbaren Ansprüchen gegenüber anderen Vertragspartnern entstehen. Diesen Risiken wurde durch die Verwendung weitgehend standardisierter Vertragsmodule für das Factoring- und Kreditgeschäft Rechnung getragen. Abweichungen hiervon unterliegen der sachgerechten Prüfung der Rechtsabteilung sowie externer Rechtsberater. Andere vertragliche Unterlagen werden ebenfalls grundsätzlich juristisch überprüft. Reputationsrisiken begegnet die Bank in erster Linie durch ein umfassendes Complianceregelwerk, welches auch Verhaltensregeln für die Mitarbeiter der Bank beinhaltet. Zudem orientiert sich die Bank am Code of Conduct der ABN AMRO Bank N.V. und hat darüber hinaus im Rahmen ihrer schriftlichen Ordnung weitere Verhaltensgrundregeln erlassen. Das Beschwerdemanagement wurde im Jahr 2016 nochmals verbessert und erlaubt eine strukturierte Bewertung und Bearbeitung von Kundenbeschwerden. Im Rahmen eines jährlichen Produktreviewprozesses wird die Marktkonformität der Standardprodukte der Bank überprüft. Ebenfalls gehören Risiken aus der Auslagerung von Prozessen zu den operationellen Risiken der Bank. Die Bank begegnet diesen Risiken durch Risikoanalysen vor Verlagerung von Prozessen und durch regelmäßige Beurteilungen der Dienstleistungen des Outsourcingpartners. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH berücksichtigt die operationellen Risiken im Rahmen ihrer Risikotragfähigkeitsberechnung durch Kalkulation des Basisindikatoransatzes. Der Risikobetrag per 31. Dezember 2016 beträgt 2,5 Mio. EUR. Die Bank hält diesen Wert auf Basis der bis dahin erfassten Meldungen für angemessen. Insgesamt hat die Bank ein Risikokapital von 3,0 Mio. EUR den operationellen Risiken im Rahmen des Basisindikatoransatzes zugeordnet. Hieraus ergibt sich eine Auslastung in Höhe von 84,0 Prozent. Die Bank sieht daher auch bei den operationellen Risiken weiterhin die Möglichkeit, das geplante Wachstum zu realisieren. Operationelle Risiken - Veritätsrisiken Veritätsrisiken entstehen der Bank im echten Factoring aus einer mangelnden Werthaltigkeit der an die ABN AMRO Commercial Finance GmbH verkauften Forderungen. Die Struktur des Managements der Veritätsrisiken beinhaltet eine hohe Übereinstimmung mit den Prozessen zum Risikomanagement der Kundenrisiken. Dies begründet sich darin, dass die effektive Wirkung eines Veritätsrisikos dann schlagend wird, wenn der jeweilige Kunde in Insolvenzgefahr gerät. Ansonsten hat die Bank das vertragliche Recht, auftretende Veritätsrisiken wieder auf den jeweiligen Kunden zu übertragen. Diesem Gedanken folgend hat die Bank auch eine separate Zuordnung des Risikokapitals vorgenommen. So wurde dem Veritätsrisiko ein Risikokapital von 4,0 Mio. EUR zugeordnet. Die jeweilige Auslastung des Risikokapitals wird anhand der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kunden und der Dilution (nicht-werthaltiger Anteil der Forderungen) ermittelt. Das zugeordnete Risikokapital wurde per 31. Dezember 2016 mit 20,6 Prozent bzw. 0,8 Mio. EUR in Anspruch genommen. Das ungenutzte Risikokapital eröffnet der ABN AMRO Commercial Finance GmbH die Chance, weitere Kunden zu akquirieren und das geplante Wachstum zu erreichen. Um diese Risiken zu identifizieren hat die Bank ein System konsequenter Risikoüberwachung installiert. Dazu gehört die laufende betriebswirtschaftliche Auswertung der Gesamtentwicklung der Kunden ebenso wie die in der Regel jährlich stattfindende Außenrevision eines jedes Engagements. Die Einhaltung entsprechender Richtlinien und Arbeitsanweisungen wird fortlaufend dokumentiert und überprüft. Zudem sind Prozesse implementiert, die laufend die Werthaltigkeit der Forderungen gegen Debitoren überprüfen. Die Geschäftsführung ist in diese Prozesse stets eingebunden. Die interne Revision überprüft regelmäßig die Einhaltung entsprechender Richtlinien und Kompetenzen. Liquiditätsrisiken Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH unterscheidet im Bereich des Liquiditätsrisikos das Zahlungsunfähigkeitsrisiko und das Refinanzierungsrisiko. Ein Zahlungsunfähigkeitsrisiko ergibt sich aus der Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Ausreichende Refinanzierungsmittel standen im Jahr 2016 durch Kreditzusagen zweier Kreditinstitute sowie durch die Gesellschafterin jederzeit zur Verfügung. Die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt im Rahmen des Liquiditätsmanagements durch den Bereich Finance. Die relevanten Messgrößen in diesem Zusammenhang stellen die Liquiditätskennziffer gemäß Liquiditätsverordnung und die Liquidity Coverage Ratio (LCR) gemäß CRR dar. Per 31. Dezember 2016 ergab sich für die Liquiditätskennziffer ein Wert in Höhe von 2,21 und für die LCR ein Wert in Höhe von 87,7 Prozent. Das Refinanzierungsrisiko ist die Gefahr, zukünftige Refinanzierungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Zinsen beschaffen zu können. Dementsprechend wird in der Risikotragfähigkeitsrechnung eine unerwartete Erhöhung der Refinanzierungskosten der Bank berücksichtigt. Hieraus ergab sich per 31 Dezember 2016 eine Auslastung des allokierten Risikokapitals (1,7 Mio. EUR) in Höhe von 1,0 Mio. EUR, bzw. 56,0 Prozent. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH hat ihre Herangehensweise im Risikomanagement der Liquiditätsrisiken schriftlich dokumentiert. Marktpreisrisiken Unter Marktpreisrisiken versteht die Bank mögliche Ertragseinbußen oder Verluste aus der Veränderung von Marktpreisen für Wertpapiere, Devisen und Derivate sowie Änderungen von Zinssätzen und Zinsstrukturen. Entsprechend ihres Status als Bank mit einer Teilbanklizenz, tätigt die ABN AMRO Commercial Finance GmbH keine Handelsgeschäfte oder sonstigen Geschäfte mit Wertpapieren und Edelmetallen. Eventuelle Kursrisiken für angekaufte Forderungen in fremden Währungen im Normalbetrieb trägt der jeweilige Vertragspartner. Die Bank trägt jedoch ein verbleibendes Währungsrisiko, welches im Insolvenzfall eines Debitors einer Forderung in fremder Währung entsteht. Dies ergibt sich aufgrund der Tatsache, dass die Kreditversicherung derzeit ausschließlich in EUR denominiert ist. Da die Kursdifferenzen aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen im Normalfall gering sind und der Anteil der Forderungen in fremder Währung überschaubar ist, handelt es sich hierbei nicht um ein wesentliches Risiko für die Bank. Die Bank sieht sich einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Grundsätzlich werden Marktzinsänderungen taggleich an die Kunden weitergegeben. Die Refinanzierung jedoch erfolgt mit einem festen Zinssatz für die Laufzeit. Im Jahr 2016 betrug die maximale Laufzeit der Refinanzierung 156 Tage. Zur Überwachung der Zinsänderungsrisiken hat die Bank einen Risikomanagementansatz entwickelt und eine laufende Überwachung im Rahmen eines Limitsystems implementiert. Die Bank kalkuliert das Zinsänderungsrisiko mithilfe einer Value at Risk-Berechnung (Konfidenzniveau: 99,95%; Haltedauer: 250 Tage) auf Basis einer historischen Simulation der Zinsänderungen seit 1.1.2007. Für das Zinsänderungsrisiko wurde per 31. Dezember 2016 Risikokapital in Höhe von 0,5 Mio. EUR bereitgestellt. Die Auslastung betrug 11,7% bzw. 0,1 Mio. EUR, so dass die ABN AMRO Commercial Finance GmbH ausreichend nicht genutztes Risikokapital zur Verfügung hat um das geplante Wachstum der Bank zu realisieren. Sonstige Risiken Unter den sonstigen Risiken versteht die Bank auch Risikokonzentrationen in ihrer Ertragsstruktur (Produkte, Branchen, Kunden). Die Bank unterliegt dem Risiko, dass bei rückläufigem Geschäft oder aber bei einem Ausfall eine kurzfristige signifikante Ertragsschmälerung verkraftet werden muss. Die Bank weist aufgrund ihrer Geschäfts- und Produktstrategie eine starke und erwünschte Konzentration auf das Factoringgeschäft auf. Sollte das Factoringgeschäft durch gesetzliche oder steuerrechtliche Änderungen negativ beeinflusst werden, hat die Bank die Möglichkeit im Rahmen der erlaubten Bankgeschäfte alternative Finanzierungsprodukte anzubieten. Derzeit sieht die Bank hierzu aber keine Veranlassung. Risikovorsorge Bei Kunden mit Zahlungsverzug, bei insolventen Kunden sowie bei Kunden bei denen eine Rückführung der Forderung nicht sichergestellt ist, unterbreitet der Fachbereich Risk Management einen Vorschlag für die Bildung einer Einzelwertberichtigung. Die Höhe dieser Einzelwertberichtigung richtet sich nach dem jeweiligen Forderungsbestand abzüglich der erwarteten Zahlungseingänge durch Debitoren bzw. des erwarteten Wertes der vorhandenen Sicherheiten. Der verbleibende Blankoanteil wird einzelwertberichtigt. Bei Debitoren werden Einzelwertberichtigungen mit Leistung der sogenannten "Delkrederezahlung" (Zahlung des Restkaufpreises an den Kunden) gebildet. Die Bank leistet Delkrederezahlungen bei Insolvenz des Debitors bzw. regelmäßig 120 Tage nach Fälligkeit der angekauften Forderung. Die Höhe der Einzelwertberichtigung richtet sich dabei nach der Höhe der jeweiligen Delkrederezahlung abzüglich der Zahlungen durch die Kreditversicherung. Der verbleibende Blankoanteil wird einzelwertberichtigt. Die Bank hat die Genehmigungskompetenzen und die Informationswege bei Bildung von Einzelwertberichtigungen schriftlich geregelt. Die fortlaufende Überprüfung hinsichtlich der Angemessenheit der Einzelwertberichtigungen erfolgt laufend durch den Fachbereich Risk Management und wird fortlaufend an die Geschäftsführung und den Gesellschafter der Bank berichtet. Zusammenfassende Darstellung Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH geht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verantwortungsbewusst Risiken ein. Grundlage hierfür ist ein umfassendes System zur Identifizierung, Messung, Analyse sowie Überwachung und Steuerung von Risiken als Bestandteil eines ganzheitlichen risiko- und renditeorientierten Steuerungssystems. Die Bank hatte 2016 stets ausreichendes Risikokapital zur Verfügung. Die Risikotragfähigkeit war dementsprechend immer gegeben. Zum 31. Dezember 2016 ergab sich folgende Auslastung des Risikokapitals:
Das nicht in Anspruch genommene Risikokapital zeigt, dass die Bank angemessene Chancen hat, ihre Wachstumspläne umzusetzen. Auch die harte Kernkapitalquote gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) liegt mit 28,66 Prozent per 31. Dezember 2016 (i.Vj. 29,47 Prozent) weit über den aufsichtsrechtlich geforderten Mindestquoten. Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH hat daher ausreichendes Kapital zur Verfügung, ihr geplantes Wachstum zu realisieren. Zudem stehen der Bank auch angemessene liquide Mittel zur Verfügung. Auch in 2017 erfolgte durch Anpassung in Methoden und Modellen, Prozessen und der IT, eine stetige Weiterentwicklung dieses Systems. Das Unternehmen wird auch weiterhin an einer Optimierung des Steuerungs- und der Risikomanagementsystems arbeiten, um den betriebswirtschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen für die Kontrolle und Steuerung der Risiken gerecht zu werden. 6. PrognoseberichtErwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird voraussichtlich solide bleiben, da der robuste Arbeitsmarkt, die niedrigen Zinssätze und die leicht expansive Fiskalpolitik dem privaten Verbrauch und den Wohnungsbauinvestitionen Auftrieb geben. Es wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Jahren 2017 und 2018 im Jahresdurchschnitt um jeweils 1,7% zunehmen wird. Hinsichtlich der Beschäftigung gehen die Prognosen weiterhin davon aus, dass die Arbeitslosenquote auf historisch niedrigem Niveau verharrt. Die Nachfrage aus den aufstrebenden Volkswirtschaften und den Ländern des Euroraums wird voraussichtlich nur langsam anziehen, was die Unternehmensinvestitionen bremst. Der Leistungsbilanzüberschuss wird voraussichtlich leicht zurückgehen, aber weiterhin hoch bleiben. Auch im Durchschnitt des Euroraums wird ein weiteres Wachstum erwartet. Die Prognosen gehen davon aus, dass das BIP in der Währungsunion in 2017 um 1,6 Prozent und 2018 um 1,7 Prozent zunehmen wird. Trotz der akkommodierenden Geldpolitik und einer leichten Lockerung der Fiskalpolitik im Verlauf von 2016-2018 bleibt die Binnennachfrage verhalten, da sie durch eine schwache Investitionstätigkeit, eine nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit und hohe Bestände an notleidenden Krediten in einigen Ländern gebremst wird. Die Exporte werden von einer stärkeren Importnachfrage der Vereinigten Staaten profitieren. Allerdings dürften in den nächsten beiden Jahren auch die negativen Effekte eines schwächeren Nachfragewachstums im Vereinigten Königreich sowie der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Europäischen Union zum Tragen kommen. (Quelle: OECD Wirtschaftsausblick 2016/2, 28. November 2016). Erwartete Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Deutsche Factoring-Verband hofft auch für das Jahr 2017 auf ein erfolgreiches Jahr. Die Attraktivität des deutschen Factoring-Marktes wird nicht zuletzt durch das Interesse ausländischer Banken für diesen Markt belegt, aber auch durch den Mitgliederzuwachs im Deutschen Factoring-Verband. Zudem hat die Bedeutung von Factoring für internationale Handelsgeschäfte, insbesondere das Export-Factoring, in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Volkswirtschaften hat das Factoring in Deutschland weiterhin Nachholbedarf. Für die deutsche Factoring-Branche dürfte das Jahr 2017 aufgrund des wettbewerbsintensiven Umfeldes und der Zinspolitik in der Eurozone gleichwohl erneut ein anspruchsvolles Jahr werden. Durch die Verankerung von Factoring als zunehmend regelmäßiger und weiter wachsender Bestandteil von Unternehmensfinanzierungen, sind die grundlegend positiven Aussichten und Chancen jedoch weiterhin uneingeschränkt gegeben. Erwartete Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage Die ABN AMRO Commercial Finance GmbH erwartet, dass der Bedarf an Finanzierungslösungen im Jahr 2017 bei einer weiterhin guten gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland sowie in den für die deutsche Wirtschaft relevanten Märkten unverändert sein wird. Factoring ist alternativ oder ergänzend zur klassischen Hausbankfinanzierung ein anerkanntes Instrument, den Bedarf mittelständischer Unternehmen an Liquidität auf der Basis von Sicherheiten in Form von Forderungen bedarfsgerecht zu decken. Durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und durch die geplante Ausweitung der von der ABN AMRO Commercial Finance GmbH angebotenen Finanzprodukte und Factoringdienstleistungen wird erwartet, dass sich die Factoringumsätze und das Neugeschäftsvolumen 2017 erneut deutlich erhöhen werden. Die Bank erwartet, dass das Geschäftsvolumen und damit auch die "Funds in Use" in den kommenden Geschäftsjahren wesentlich anwachsen werden. Schwerpunkt hierbei ist auch die weitere Stärkung des Angebotes für Konzernkunden der ABN AMRO Bank Gruppe mit Aktivitäten in Deutschland. Insgesamt geht die ABN AMRO Commercial Finance GmbH allerdings auch von einem gleichbleibend hohen Wettbewerbsdruck aus. Einhergehend mit dem erwarteten Anstieg des Geschäftsvolumens erwartet die Bank, dass sich das Zinsergebnis moderat erhöhen wird, jedoch in Verbindung mit leicht gesunken Zinsmargen. Im Bereich der komplementären Bankprodukte ist für die nächsten Geschäftsjahre ebenfalls eine schrittweise leichte Erhöhung des Forderungsbestandes vorgesehen. Chancen aus der gegenüber reinen Factoringanbietern erweiterten Produktpalette der Bank sollen punktuell genutzt werden. Hierbei wird die Bank auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die risikoadäquate Strukturierung des Kunden- und Produktportfolios legen. Die Bank erwartet für die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit das gute Niveau aufgrund vielfältiger Maßnahmen zu erhalten bzw. leicht zu erhöhen. Für die kommenden Jahre geht die Bank aufgrund von Geschäftswachstum und Effizienzgewinnen, unter anderem durch Modernisierung von EDV Systemen, von weiteren deutlichen Verbesserungen der Cost-Income Ratio aus. Des Weiteren geht die Bank davon aus, dass sich die Burn-Rate für Kunden und Debitoren in den folgenden Jahren aufgrund weiterer Optimierungen im Risikomonitoring plankonform entwickeln wird. Die Eigenkapitalausstattung der Bank wird den aufsichts- und geschäftsbezogenen Entwicklungen weiter voll Rechnung tragen. Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren und der Marktentwicklung geht die ABN AMRO Commercial Finance GmbH davon aus, dass die Margen aufgrund des Wettbewerbsdrucks in den nächsten Jahren nochmals leicht nachgeben werden. Ausgehend von einem steigenden Geschäftsvolumen erwartet die Bank für die kommenden Jahre einen leichten Anstieg des operativen Ergebnisses vor Risikovorsorge. Diese Steigerung resultiert überwiegend aus einer deutlichen Erhöhung der Factoringgebühren und Zinserträge aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens bei unterproportional steigenden Verwaltungsaufwendungen. Des Weiteren geht das Unternehmen davon aus, dass sich die Risikovorsorgeaufwendungen plankonform entwickeln. In Summe wird somit ein über dem Vorjahr liegender Jahresüberschuss von rund 4 Mio. EUR erwartet.
Köln, den 12. Mai 2017 ABN AMRO Commercial Finance GmbH Stefan Wagner, Sprecher der Geschäftsführung Hans-Joachim Kader, Geschäftsführer N. Bestätigungsvermerk1 Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ABM AMRO Commercial Finance GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, 22. Mai 2017 Ernst
& Young GmbH
Werthmann, Wirtschaftsprüfer Stier, Wirtschaftsprüfer |
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