Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 56201
Vorher
Maico Diagnostic GmbH
Eingetragen
29.9.2004
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von elektromedizinischen Geräten der HNO-Diagnostik

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Larissa Wölfle
seit 15.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Demant A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Demant A/S
Denmark
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAICO Diagnostics GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Das Unternehmen - MAICO Diagnostics GmbH

Die MAICO Diagnostics GmbH entwickelt und vertreibt fortschrittliche und hochwertige Geräte zur Hördiagnostik. Das Unternehmen bedient das gesamte Anwendungsspektrum für Hörtests vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen. Dazu gehören Audiometer für subjektive Gehörprüfung, Tympanometer zum Test der Mittelohrfunktion, Messsysteme zur Hörgeräteanpassung, OAE-Messgeräte zur Kontrolle der Innenohrfunktion sowie innovative Systeme zur Hirnstammaudiometrie.

Am Firmensitz in Berlin sind u.a. die Bereiche Entwicklung, Qualität und Marketing angesiedelt. Der ebenfalls in Berlin ansässige Vertrieb der MAICO Diagnostics GmbH mit angegliedertem Technical Customer Support betreut neben dem Inlandsmarkt sämtliche internationale Märkte mit Ausnahme der Region Amerika. Die Bereiche Finanzen und Personal betreuen neben MAICO auch weitere Konzerngesellschaften in Deutschland im Rahmen eines Shared Service Centers.

Wirtschaftliches Umfeld 2023

Im Jahr 2023 konnten die deutschen Medizintechnikhersteller (mit mehr als 20 Beschäftigten) mit ihren ca. 161.400 Mitarbeitern ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 % auf Mrd. EUR 40,4 steigern. Während der Umsatz im Inland nur um 3 % auf Mrd. EUR 13 anstieg, legte der Auslandsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf Mrd. EUR 27,4 zu. Die Exporte in die EU konnten mit + 10 % bzw. in die USA mit + 4% überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielten, hingegen wuchsen die Exporte nach China nur um 1,5 %. 1

Unternehmensentwicklung von MAICO

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis.

Der Umsatz von MAICO ist mit TEUR 17.407 im Geschäftsjahr 2023 um 7,4 % gestiegen. Damit konnte die Umsatzprognose für 2023 in Höhe von TEUR 16.800 leicht übertroffen werden. Insbesondere die Umsätze in den Absatzmärkten Türkei und Afrika könnten sich gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessern.

Das operative Ergebnis lag im Jahr 2023 mit TEUR 4.428 um 15,5 % über dem des Vorjahres. Damit konnte die Prognose für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 4.100 aufgrund von Kosteneinsparungen um 8 % übertroffen werden.

Aber auch im Vergleich zum Vorjahr liegt der Jahresüberschuss 2023 mit TEUR 3.064 um 9,9 % über dem Vorjahresergebnis.

Somit hat sich die Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 deutlich besser als erwartet dargestellt. Neben den gestiegenen Umsätzen haben auch deutliche Kostenersparnisse im Bereich Vertrieb zur positiven Ergebnisentwicklung beigetragen.

Durch die teilweise Thesaurierung des Jahresüberschusses sowie die Reduzierung der konzerninternen Verbindlichkeiten konnte die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2023 von 71,2 % auf 81,1 % gesteigert werden.

Damit verfügt MAICO weiterhin über eine ausreichende Eigenkapitalbasis, um unerwartet eintretende Ergebnisrückgänge abzufedern und die Geschäftstätigkeit fortsetzen zu können. Die Finanzlage ist im Hinblick auf die vorhandenen liquiden Mittel sowie auf das positive Working Capital und auf den positiven operativen Cashflow weiterhin zufriedenstellend.

Entwicklung

Durch unsere Entwicklungsaktivitäten streben wir an, unseren Kunden innovative und leicht bedienbare Produkte auf höchstem Niveau anzubieten. Unsere Produkte werden daher kontinuierlich weiterentwickelt. Um eine einfachere und schnellere Entwicklung moderner und kundenspezifischer Produkte ermöglichen zu können, setzen wir hierbei verstärkt auf Plattformtechnologien für die Hardware, die in Zusammenarbeit mit Konzerngesellschaften entwickelt werden. Die Entwicklung der Software und Benutzeroberfläche wird durch die eigene Entwicklungsabteilung vorgenommen.

Der Entwicklungsaufwand ist im Jahr 2023 um 9,5 % auf TEUR 1.270 angestiegen. Damit stieg auch leicht die Quote der Entwicklungsaufwendungen (in Relation zu den Umsatzerlösen) von 7,2 % im Vorjahr auf 7,3 % an. Ursächlich dafür ist, dass in neue Entwicklungsprojekte investiert wurde.

Risiko- und Chancenbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Umsätze der Medizintechnik werden durch konjunkturelle Auswirkungen beeinflusst. Aufgrund der stark diversifizierten Vertriebsregionen ist es MAICO möglich, Umsatzrückgänge in einzelnen Ländern zu kompensieren.

Branchenspezifische Marktentwicklung

Die Branche der Medizintechnik ist in besonderem Maße abhängig von

der Finanzierung von nationalen Gesundheitsprogrammen,

den regulatorischen Anforderungen für Medizinprodukte und

dem technischen Fortschritt bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten sowie Vorsorgeuntersuchungen.

Der Ukraine-Krieg, Störungen von Lieferketten, steigende Produktionskosten sowie die Auswirkungen der europäischen Medizinprodukteverordnung belasten zunehmend das Geschäft der deutschen Medizintechnikunternehmen und stellen zusätzliche Risiken der künftigen Entwicklung dar.

Abhängigkeit vom Know-how einzelner Mitarbeiter

In einzelnen Bereichen ist das Unternehmen von dem fachspezifischen Wissen weniger oder einzelner Mitarbeiter abhängig, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Produktmanagement und Qualität. Daher spielt die Dokumentation von Produkten und Prozessen eine wichtige Rolle. Durch Nutzung einer Datenbanksoftware, in der alle notwendigen Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus gesammelt werden, versucht MAICO diese Risiken zu minimieren.

Ferner sind wir bestrebt die Mitarbeiterbindung zu stärken. Das erfolgt sowohl durch ein leistungsbezogenes Vergütungsmodell und attraktive Benefits als auch durch ein wertebasiertes Arbeitsumfeld und die Möglichkeit individueller Weiterentwicklung.

Betriebliche Risiken

Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Produktportfolio ist MAICO permanent einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.

Die Produkte von MAICO werden durch ein umfassendes Risiko- und Qualitätsmanagement regelmäßig analysiert, kontrolliert und optimiert. MAICO ist durch den TÜV Süd MDR-zertifiziert. Alle unsere Produkte erfüllen die Anforderungen der aktuellen EU- Medizinprodukteverordnung.

Rechtliche Risiken und Versicherungen

Soweit möglich und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll, haben wir uns gegen eine Vielzahl von Risiken versichert. Diese Versicherungen umfassen unter anderem Produkthaftpflicht, Sach, Transport- und Vermögensschadenrisiken. Art und Umfang des Versicherungsschutzes werden in Zusammenarbeit mit einem Versicherungsmakler regelmäßig geprüft und angepasst.

Finanz- und Ertragslage

Durch die positive Ertragssituation ist MAICO in der Lage, sein organisches Wachstum weiterhin ausschließlich aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Nicht benötigte Liquidität wird per Dividende an die Muttergesellschaft ausgeschüttet oder über einen Cashpool in die Konzernfinanzierung der Demant A/S eingebracht. Notwendige finanzielle Mittel werden durch die Konzernmutter jederzeit und bei Bedarf auch kurzfristig zur Verfügung gestellt. Die Zahlungsfähigkeit von MAICO ist damit zu jeder Zeit gewährleistet.

Währungsrisiko

Im Zusammenhang mit der Volatilität von Wechselkursen wachsen auch potenziell die Währungsrisiken. MAICO reduziert das Währungsrisiko, da es aufgrund seiner Marktposition in der Lage ist, auch Umsätze außerhalb des Euro-Raumes in Euro zu fakturieren. Davon ausgenommen sind Umsätze mit Konzerngesellschaften, die in lokaler Währung fakturiert werden. Dieses Währungsrisiko wird minimiert, in dem die Fremdwährungsforderungen über ein konzerninternes Clearingsystem in Euro umgerechnet werden, bei dem die Wechselkurse vorab für ein ganzes Geschäftsjahr fixiert wurden.

Forderungsausfallrisiko

Aufgrund des hohen Anteils von Umsätzen mit Konzerngesellschaften und der sehr hohen Kontinuität in unserem Kundenstamm sehen wir nur ein geringes Risiko von Forderungsausfällen.

Gesamtrisiko

Bei MAICO wurden keine bestandsgefährdenden Risiken im Geschäftsjahr 2023 für das Unternehmen erkennbar. Die aktuelle Bewertung zeigt auf, dass keine der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend sind. Darüber hinaus existieren keine Interdependenzen, die sich zu einer Bestandsgefährdung unseres Unternehmens aufbauen könnten. Der Fortbestand des Unternehmens war unter Substanz- und Liquiditätsaspekten zu keiner Zeit gefährdet.

Chancen

Durch die Fokussierung von MAICO auf den wachsenden Markt des Hörscreenings ergeben sich für MAICO besondere Chancen für den Fall, dass in einzelnen Ländern flächendeckende Hörscreening-Programme eingeführt werden. Investitionen der staatlichen Gesundheitsprogramme in Neu- oder Ersatzgeräte werden zunehmend in Form von größeren Ausschreibungen durchgeführt, wodurch sich Chancen auf zusätzliche hohe Absatzzahlen ergeben.

Prognosebericht

Markt

Für den Zeitraum bis 2027 erwartet die Beratungsgesellschaft Frost & Sullivan für die Medizintechnikbranche eine jährliche Wachstumsrate von 5 %. 2

Risiken werden im deutschen Markt vor allem in der kritischen finanziellen Situation vieler Kliniken und Pflegeeinrichtungen gesehen. Darüber hinaus werden die hohen Kosten, die den Unternehmen im Rahmen der neuen europäischen Medizinprodukteverordnung entstehen, kritisch betrachtet. 3

MAICO

Der Umsatz hat sich in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 schwächer als erwartet entwickelt. Für das Gesamtjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von TEUR 16.450. Aufgrund des ausgeprägten Wettbewerbs in den für uns relevanten Märkten sehen wir nur geringe Spielräume für Preiserhöhungen. Daher erwarten wir für 2024 ein operatives Ergebnis in Höhe von TEUR 3.600.

 

Berlin, den 10. Juli 2024

Larissa Wölfle, Geschäftsführerin

1 Marktdaten aus Presseinformation des Branchenverbandes SPECTARIS vom 23.05.2024
2 Marktdaten aus Presseinformation des Branchenverbandes SPECTARIS vom 23.05.2024

3 Marktdaten aus Presseinformation des Branchenverbandes SPECTARIS vom 23.05.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.799,24 7.542,45
5.799,24 7.542,45
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.135,02 12.889,71
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.438,06 123.447,20
103.372,32 143.879,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 91.628,85 15.214,84
2. geleistete Anzahlungen 10.390,00 2.840,40
102.018,85 18.055,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.538.044,94 988.968,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.031.913,00 7.159.941,31
3. sonstige Vermögensgegenstände 934.789,30 1.157.102,98
8.504.747,24 9.306.012,80
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 211.248,88 172.839,03
8.818.014,97 9.496.907,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.452,45 46.678,34
8.952.839,74 9.687.464,77

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 971.144,05 971.144,05
III. Gewinnvortrag 3.202.484,54 3.113.863,14
IV. Jahresüberschuss 3.063.872,18 2.788.621,40
7.263.065,36 6.899.193,18
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 676.372,20 720.572,62
2. sonstige Rückstellungen 413.422,50 560.240,00
1.089.794,70 1.280.812,62
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 50.504,13 64.722,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.150,52 31.842,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 441.109,90 1.335.809,24
4. sonstige Verbindlichkeiten 73.215,13 75.084,79
599.979,68 1.507.458,97
8.952.839,74 9.687.464,77

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Umsatzerlöse 17.407.063,39 16.200.339,89
Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 9.990.082,74 8.817.219,31
Bruttoergebnis vom Umsatz 7.416.980,65 7.383.120,58
Vertriebskosten 2.586.195,49 3.035.741,86
allgemeine Verwaltungskosten 1.163.885,84 1.068.283,27
sonstige betriebliche Erträge 1.188.788,93 1.150.941,39
sonstige betriebliche Aufwendungen 427.968,87 596.172,48
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 30.110,37
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 195.524,66 90.825,76
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.767,07 278,20
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.598.012,43 1.227.509,91
Ergebnis nach Steuern 3.009.464,54 2.727.012,38
Erstattung sonstiger Steuern -54.407,64 -61.609,02
Jahresüberschuss 3.063.872,18 2.788.621,40

(HRB 56201, Amtsgericht Berlin (Charlottenburg)

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Erläuterungen

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss wurde entsprechend der Größenklasse der Gesellschaft nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Inanspruchnahme sämtlicher einschlägiger größenabhängiger Erleichterungsvorschriften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Umsatzkostenverfahren Anwendung findet.

Soweit ein Wahlrecht besteht, zusätzliche Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder alternativ im Anhang zu machen, wird der Ausweis im Anhang gewählt.

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen pro rata temporis bewertet. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengüter. Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 3 bis 8 Jahre, für Maschinen und technische Anlagen 3 bis 8 Jahre sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Leih- und Vorführgeräte werden über 8 Jahre abgeschrieben.

Für Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250 netto nicht überschreiten, wird eine Sofortabschreibung vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250 netto aber maximal EUR 1.000 netto betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser Sammelposten wird einheitlich über 5 Jahre mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten.

Neben Abschreibungen auf den niedrigeren Marktpreis werden - soweit notwendig - Gängigkeits- bzw. Reichweitenabschläge auf die Vorräte vorgenommen.

Anzahlungen

Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, allgemeine Kreditrisiken werden grundsätzlich durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Liquide Mittel und erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben nachgewiesen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem 31. Dezember 2023 darstellen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für Steuern sowie für ungewisse Verbindlichkeiten werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Zinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ist die sich daraus ergebende Steuerentlastung bzw. Steuerbelastung als aktive bzw. passive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

(2) Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu den zum Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle gültigen Kursen bestimmt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Laufzeit unter einem Jahr erfolgte die Bewertung ohne Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagengitter

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.032 (Vorjahr: TEUR 7.160) resultieren aus kurzfristigen Darlehen (TEUR 3.805; Vorjahr: TEUR 3.810), aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 2.202; Vorjahr: TEUR 3.346), aus sonstigen Verrechnungen (TEUR 11; Vorjahr: TEUR 1) sowie Zinsen (TEUR 14; Vorjahr: TEUR 3).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 60) gegen die Gesellschafterin Demant A/S enthalten.

Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 51) mit einer Fälligkeit von zwei bis fünf Jahren; die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(5) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 25.564,59 (DM 50.000,00) und ist vollständig eingezahlt. Alleiniger Gesellschafter zum 31. Dezember 2023 war die Demant A/S, Smørum, Dänemark.

(6) Ergebnisverwendung

Das Ergebnis wurde wie folgt verwendet:

EUR
Gewinnvortrag aus dem Jahr 2021 3.113.863,14
Jahresüberschuss 2022 2.788.621,40
= Bilanzgewinn 2022 5.902.484,54
Ausschüttung im Jahr 2023 ./. 2.700.000,00
= Verbleibender Gewinnvortrag 2022 3.202.484,54
Jahresüberschuss 2023 3.063.842,18
Bilanzgewinn 2023 6.266.356,72

Mit Beschluss vom 15. August 2023 hat die Gesellschafterversammlung entschieden, aus dem Bilanzgewinn einen Betrag in Höhe von EUR 2.700.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.202.484,54 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe eines Teilbetrages von EUR 3.000.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten und in Höhe eines weiteren Teilbetrages von EUR 63.842,18 auf neue Rechnung vorzutragen.

(7) Rückstellungen

Wesentliche Rückstellungen waren:

31.12. 2023 31.12. 2022
TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 676 721
Bonusrückstellung 147 138
Ausstehende Eingangsrechnungen 131 281
Jahresabschlussrückstellung 44 33
Urlaubsrückstellung 41 35
Garantierückstellung 33 54
Berufsgenossenschaft 18 19
1.090 1.281

(8) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 441 (Vorjahr: TEUR 1.192) Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 144).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 42). enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Waren 8.108 6.983
Bezogene Leistungen 0 0
8.108 6.983

(10) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 3.077 3.160
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 506 511
davon für Altersversorgung: TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 4)
3.583 3.671

(11) Währungsumrechnung

Punkt 6. Sonstige betriebliche Erträge enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 981 (Vorjahr: TEUR 416).

Punkt 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 561).

(12) Zinsen

Punkt 8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 30) und entfallen auf verbundene Unternehmen.

(13) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, wie im Vorjahr, keine periodenfremden Erträge enthalten.

Sonstige Angaben

(14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mietverträge 240 407
Leasingverträge 51 38
291 445
Mietverträge 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Bis 1 Jahr 169 167
1 bis 5 Jahre 71 240
Über 5 Jahre 0 0
240 407
Leasingverträge 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Bis 1 Jahr 24 21
1 bis 5 Jahre 27 17
Über 5 Jahre 0 0
51 38

Die Gesellschaft bürgt für Zahlungsverpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 246).

Im Namen der Gesellschaft wurden durch die Danske Bank in Dänemark drei Bankgarantien in Höhe von TUSD 312 für Gewährleistungszwecke ausgestellt. Davon haben zwei Garantien in Höhe von insgesamt TUSD 258 eine Restlaufzeit von einem Jahr, eine Garantie in Höhe von TUSD 54 hat eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren.

(15) Mitarbeiter

Die Gesellschaft hatte im Jahr 2023 im Durchschnitt 52 Mitarbeiter (Vorjahr: 54), dabei handelt es sich um 37 Mitarbeiter in Vollzeit (Vorjahr: 37) und 16 Mitarbeiter in Teilzeit (Vorjahr: 17).

(16) Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer:

Herr Andreas Kurzbuch, kaufmännischer Geschäftsführer, Berlin (bis 3. Mai 2024)

Frau Larissa Wölfle, technische Geschäftsführerin, Berlin

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Nr. 4 HGB haben wir Gebrauch gemacht.

(17) Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Demant A/S, Smørum, Dänemark, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt beim Handelsregistergericht Kopenhagen, Dänemark, unter der Registernummer 71186911.

(18)Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Sanktionen gegenüber der russischen Föderation, aufgrund deren militärischen Angriffs auf die Ukraine, haben keinen direkten Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit, da nur sehr geringe Geschäftsbeziehungen mit dort ansässigen Kunden bestanden.

Gleichwohl sind wir durch indirekte Auswirkungen wie gestörte Lieferketten oder den Anstieg der Inflationsrate betroffen. Welche Auswirkungen diese Effekte auf das Kaufverhalten unserer Kunden haben werden, lässt sich gegenwärtig nur schwer einschätzen. Es wird an dieser Stelle auf die weiteren Erläuterungen im Prognosebericht als Teil des Lageberichts der Gesellschaft, verwiesen.

 

Berlin, 10. Juli 2024

Larissa Wölfle, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge € Abgänge € Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 431.202,96 0,00 0,00 431.202,96
431.202,96 0,00 0,00 431.202,96
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.154.221,34 1.588,05 0,00 1.155.809,39
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.556.824,42 18.042,61 -1.381,38 1.573.485,65
2.711.045,76 19.630,66 -1.381,38 2.729.295,04
3.142.248,72 19.630,66 -1.381,38 3.160.498,00
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2023 Zugänge € Abgänge € Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -423.660,51 -1.743,21 0,00 -425.403,72 5.799,24 7.542,45
-423.660,51 -1.743,21 0,00 -425.403,72 5.799,24 7.542,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -1.141.331,63 -11.342,74 0,00 -1.152.674,37 3.135,02 12.889,71
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.433.377,22 -47.051,75 1.381,38 -1.479.047,59 94.438,06 123.447,20
-2.574.708,85 -58.394,49 1.381,38 -2.631.721,96 97.573,08 136.336,91
-2.998.369,36 -60.137,70 1.381,38 -3.057.125,68 103.372,32 143.879,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAICO Diagnostics GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAICO Diagnostics GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAICO Diagnostics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Zucker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ann-Kathrin Klischat, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.

Feststellung und Gewinnverwendung des Jahresabschlusses der MAICO Diagnostics GmbH zum 31.12.2023:

Der Jahresabschluss wurde am 15. Oktober 2024 durch die Gesellschafterin festgestellt.

Darüber hinaus hat die Gesellschafterin in der Gesellschafterversammlung am 15. Oktober 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss von EUR 3.063.872,18 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

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