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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TheraSelect GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2006 bis zum 30.11.2007Bilanz zum 30. November 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2006 bis 30. November 2007
Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. November 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2006/2007der TheraSelect GmbH, MünchenI. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft unterschreitet zum Bilanzstichtag 30. November 2007 erstmalig die in § 267 Abs. 2 HGB genannten Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft. Dennoch ist sie für Zwecke dieses Abschlusses als große Kapitalgesellschaft zu behandeln, da die Rechtsfolgen der Merkmale nach § 267 Abs. 1 bis 3 HGB gem. § 267 Abs. 4 HGB erst eintreten, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen über- bzw. unterschritten werden. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes die Gesellschaften mit beschränkter Haftung betreffend (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB unter Zugrundelegung der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbHG beachtet. Immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. SachanlagenDie Bewertung der Sachanlagen erfolgte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Sie werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige und Unfertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgte unter Zugrundelegung des gleitenden Durchschnittswertes. Die Herstellungskosten berücksichtigen die Rohstoffeinzelkosten sowie variable und fixe Fertigungskosten. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Stichtagswert angesetzt. Im Falle von Einzelrisiken werden entsprechende Einzel Wertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen. Liquide MittelLiquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen des kommenden Geschäftsjahres darstellen. PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen sind nach § 6a EStG unter Zugrundelegung der Richttafel 2005G von Dr. Klaus Heubeck und eines Zinssatzes von 6 % ermittelt worden. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeitenForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; falls der Kurs zum Anschlussstichtag für Forderungen niedriger bzw. für Verbindlichkeiten höher ist, erfolgt die Bewertung zum Wechselkurs des Bilanzstichtages. Die angewandten Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr wird in einem gesonderten Anlagegitter als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.187) und sonstige Forderungen (TEUR 1.108). 3. Liquide MittelDie liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten 4. EigenkapitalDas Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 101 und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag. Durch die anhaltende Verlustsituation ist das Eigenkapital der Gesellschaft vollständig aufgebraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 30. November 2007 beläuft sich auf TEUR 15.095 (Vorjahr: TEUR 4.857). Zur Abwendung einer drohenden Insolvenz hat die alleinige Gesellschafterin PlasmaSelect AG eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 16 Mio. abgegeben. 5. Sonstige Rückstellungen
6. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten bis auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und den sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 23.460 haben TEUR 10.567 eine Restlaufzeit von mehr als einem aber weniger als fünf Jahren. TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 1.597) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, TEUR 10.567 (Vorjahr: TEUR 10.742) Darlehensverbindlichkeiten und TEUR 12.840 betreffen sonstige Verbindlichkeiten zum größten Teil aufgrund des Cash-Pooling. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 21.685 (Vorjahr: TEUR 44.935) die Gesellschafterin PlasmaSelect AG Die sonstigen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen aufteilen:
Dabei wurden 92,4 % (Vorjahr: 93,7 %) der Umsätze im Inland (TEUR 24.941; Vorjahr: TEUR 35.451) und 7,6 % (Vorjahr: 6,3 %) im Ausland erzielt. 2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen des Aolagenvermögens und auf SachanlagenDiese Position enthält außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.794 TEUR (Vorjahr: TEUR 0). Aufgrund der Produktionsprobleme am Standort der Gesellschaft in Marburg wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der vorhandenen Produktionsanlagen und -ausstattung vorgenommen. Der erzielbare Betrag der betroffenen Vermögensgegenstände wurde auf Grundlage ihrer Nutzungswerte bestimmt. Die Überprüfung ergab, das die Nutzungswerte unter den Buchwerten lagen, dementsprechend wurde bei den betroffenen Vermögensgegenständen eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Teilwert basierend auf den niedrigeren Nutzungswerten vorgenommen. 5. Verbundene UnternehmenDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 2.627 (Vorjahr: TEUR 1.605) verbundene Unternehmen. V. Sonstige Angaben1. PersonalIm Jahresdurchschnitt waren 127 Mitarbeiter (Vorjahr 112) beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeiter war 102, die restlichen Mitarbeiter waren Angestellte. 2. Finanzielle VerpflichtungenEs bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
VI. Organe der GesellschaftAls Geschäftsführer waren bestellt: Dr. Jahne Guardiola (Dipl. Kaufmann), Homburg, bis zum 11. Januar 2008 Prof. Dr. med. Burghard Weidler (Mediziner), Ober-Mörlen, verstorben 13. Februar 2008 Bernhard Giessel (Dipl. Betriebswirt), München, vom 14. Februar 2008 bis 25. März 2009 Als Geschäftsführer wurden bestellt: Dieter Krautzig (Rechtsanwalt), Feldafing, ab dem 25. März 2009 Dr. Jaime Guardiola (Dipl. Kaufmann), Homburg, ab dem 13. August 2009 Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. VII. KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der PlasmaSelect AG, München einbezogen. Dieser wird beim Amtsgericht München, HRB 152795, offen gelegt.
München, im September 2009 TheraSelect GmbH Die Geschäftsführung LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. DEZEMBER 2006 BIS ZUM 30. NOVEMBER 20071. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1. Geschäft und Eingliederung in den aligna (vormals PlasmaSelect) KonzernDie TheraSelect GmbH (nachfolgend auch "TheraSelect" oder "die Gesellschaft" genannt) ist ein deutsches Tochterunternehmen der aligna AG (bis 8. Juli 2009 PlasmaSelect AG), München und gehört zum aligna (vormals PlasmaSelect) Konzern. Im Berichtszeitraum war der PlasmaSelect Konzern im Pharma- und Gesundheitsbereich aktiv, mit Schwerpunkten auf Produktion und Vertrieb von Generika, Infusions- und Spüllösungen sowie Medizinprodukten für Patienten im stationären, ambulanten und niedergelassenen Bereich. Dabei werden die Produkte im Direktvertrieb (Außendienst) an Krankenhäuser (stationärer Bereich), über den Großhandel (ambulanter und niedergelassener Bereich) sowie über Distributoren (Export) vertrieben. Die Produktpalette umfasste im Geschäftsjahr 2006/2007 insbesondere Infusions- und Spüllösungen sowie injektabile Generika. Der deutsche Geschäftsbereich injektabile Generika wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2007 veräußert. Des Weiteren vertreibt der PlasmaSelect Konzern im Berichtszeitraum Medizinprodukte wie elastomerische Infusionspumpen, Infusions- und Transfusionsbestecke sowie weitere Applikationssysteme. Eingesetzt werden diese Produkte vor allem in den Bereichen Anästhesie, Chirurgie, Notfall- und Intensivmedizin sowie Schmerztherapie und Nephrologie. Der PlasmaSelect Konzern konzentriert sich im Vertrieb vorwiegend auf den Krankenhausbereich. Die TheraSelect stellt für den PlasmaSelect Konzern Infusions- und Spüllösungen sowie injektabile Generika her, die im Geschäftsjahr über verbundene Unternehmen (DeltaSelect und NovaSelect) vertrieben werden. Die Produktionsstandorte der Gesellschaft befinden sich in Marburg und im schwäbischen Pfullingen. Am Standort Marburg werden Infusions- und Spüllösungen in Plastik (in Polyäthylen) für die DeltaSelect und die NovaSelect produziert. Hierbei kommt das sogenannte Bottelpack-Verfahren zur Anwendung, bei dem aus Polyäthylen-Kugeln in einem Verfahren die Infusionsflaschen geformt, befüllt und verschlossen werden. Die Fertigung nach diesem Verfahren erfolgt auf drei Maschinen (BP 305, BP 360 und BP 321), die die Formate 250 ml, 500 ml und 1.000 ml abdecken. Auf der BP 305 wird Haemaccel ® (Volumenersatzmittel), für den Export in ca. 60 Länder, hergestellt. Am Standort in Pfullingen werden Infusions- und Spüllösungen in Glas sowie injektabile Generika in 50 ml - oder 100 ml Glasflaschen gefertigt. 2. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Situation2.1. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2006/2007 machte sich der zunehmende Preis- und Konkurrenzdruck im Bereich injektabiler Generika in einer sich verändernden gesundheitspolitischen Landschaft in Deutschland sowie dem zunehmendem Konkurrenzdruck global agierender Generikakonzerne immer stärker bemerkbar. Deswegen hat sich der Vorstand der PlasmaSelect AG - trotz noch sehr guter EBIT-Margen in diesem Segment - zum Verkauf des deutschen Generika-Geschäftsbereiches entschieden. Am 1. Oktober 2007 konnte der deutsche Generika-Geschäftsbereich der DeltaSelect GmbH im Rahmen eines Asset-Deals an die Firma Actavis GmbH Deutschland veräußert werden. Am Standort Marburg mussten wir in diesem Geschäftsjahr eine Reihe von technischen Problemen mit einer der BP-Maschinen verkraften, was auch zu Ausfällen der Belieferung der Kunden, insbesondere der DeltaSelect, führte. Die geplante Produktionsleistung wurde weit verfehlt. Wenn auch durch Fremdbezug versucht wurde, die Kundennachfrage zufrieden zu stellen, ergaben sich dennoch einige Lieferabrisse. Diese Situation belastete aufgrund der bestehenden Lieferbeziehungen auch den Verkaufserfolg unseres verbundenen Unternehmens DeltaSelect und erschwerte es, die vom PlasmaSelect Konzern erreichte Marktposition zu halten. Der Standort in Pfullingen konnte seine Budgetvorgaben einhalten und belieferte - weitgehend störungsfrei - die Märkte. Nach dem Verkauf der deutschen Generikasparte wird der Standort Pfullingen für mindestens fünf Jahre injektabile Generika - vor allem Lokalanästhetika und Antibiotika - weiter herstellen und an die Actavis-Gruppe liefern. Außerdem produzieren wir am Standort Pfullingen für zahlreiche Drittkunden im Rahmen von Lohnfertigungsverträgen. Dieses Geschäft war über die Jahre stabil und trug in 2007 nicht unerheblich zum Umsatz und Ergebnis des Standortes bei. Bis August 2007 lag der Zentraleinkauf für die deutschen Gesellschaften bei der TheraSelect. Aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen im Konzern wurde der Zentraleinkauf ab August 2007 eingestellt. Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt in diesem Geschäftsjahr, aufgrund der vorgenannten Gründe, ungünstig verlaufen, was sich am deutlichsten in dem sehr negativen Jahresergebnis von -10,2 Mio. € niedergeschlagen hat. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage3.1. ErtragslageDer Umsatz 2006/2007 in Höhe von TEUR 26.982 (Vorjahr: TEUR 37.834) lag 28,7 % unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatzrückgang resultiert zum einen aus den produktionsbedingten Belieferungsengpasse am Standort Marburg und aus Minderumsätzen, die sich entgegen unserer Planung entwickelt haben. Zum anderen liegt ein wesentlicher Grund für den reduzierten Umsatz auch im Wegfall der Konzernumsätze aus dem Zentraleinkauf, ab August 2007, in Höhe von ca. 6 Mio. €. Der Materialaufwand ging ebenfalls, im Zusammenhang mit der Einstellung des Zentralkaufes, um ca. 6 Mio. € zurück. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der deutschen Generikasparte an Actavis ergaben sich keine Umsatzeinbußen, da aufgrund rechtlicher Besonderheiten vertraglich vereinbart wurde, dass die TheraSelect für die nächsten fünf Jahre für Actavis Generika produzieren wird. Aufgrund der großen Schwierigkeiten mit denen am Standort Marburg eingesetzten BP-Maschinen kam es zu großen Produktionsausfällen und die geplante Produktionsleistung wurde nicht erreicht. In diesem Zusammenhang haben wir die Werthaltigkeit der am Standort vorhandenen Produktionsanlagen und -ausstattungen überprüft. Der beizulegende Wert der betroffenen Vermögenswerte wurde auf Basis ihrer Nutzungswerte bestimmt. Die Überprüfung ergab, dass der Buchwert der Maschinen erheblich über dem beizulegenden Wert lag, so dass im Ergebnis eine außerplanmäßige Abschreibung der Vermögenswerte in Höhe von 1,7 Mio. € vorzunehmen war. Des Weiteren wurde auch die Werthaltigkeit der Vorräte überprüft und festgestellt, dass auch hier eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1 Mio. € notwendig ist. Aufgrund der oben genannten Sachverhalte schloss die TheraSelect GmbH das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ergebnisabführung (EBIT) in Höhe von -10,2 Mio. € ab. Zur Finanzierung des operativen Geschäfts wurden Zinsen in Höhe von 2,7 Mio. € aufgewendet, das ergibt einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 1 Mio. €. Alle im Geschäftsjahr aufgetretenen Faktoren kumuliert haben zu einem Verlust der Gesellschaft in Höhe von 10,2 Mio. € geführt. 3.2. FinanzlageDie TheraSelect nimmt am Cash-Pooling System der deutschen Konzerngesellschaften teil. Trägerin des Cash-Pooling-Systems ist die Muttergesellschaft PlasmaSelect AG. Daneben verfügt die TheraSelect zusätzlich aber auch noch über eigene Bankkonten. Darüber hinaus hat die PlasmaSelect AG der TheraSelect zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 10,6 Mio. € (Vorjahr 31,5 Mio. €) für die Ausweitung und Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit gewährt. Die Darlehen werden mit 5,59 % p.a. (8,4 Mio. €) bzw. 5,5 % (2,2 Mio. €) verzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber der PlasmaSelect AG aus dem Cash Pooling in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) dienen primär zur Finanzierung laufender Geschäftsaktivitäten. Der Rückgang der Cash-Pooling-Verbindlichkeiten beruht auf der im Geschäftsjahr 2006/2007 erfolgten Konsolidierung der Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzernverbunds. Der PlasmaSelect Konzern verfügt zum Abschlussstichtag über Kreditlinien in Höhe von 10 Mio. €, auf die alle deutschen Konzerngesellschaften die am Cash-Pooling teilnehmen, somit auch TheraSelect, zurückgreifen können. Zum Stichtag 30. November 2007 waren im Konzern Kreditlinien in Höhe von 1,5 Mio. € in Anspruch genommen, davon entfallen auf die TheraSelect 0,5 Mio. €. 3.3. VermögenslageDie Gesellschaft weist zum 30. November 2007 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 15 Mio. € (Vorjahr; 5 Mio. €) aus. Zur Abwendung einer Überschuldung besteht zum Stichtag eine Rangrücktrittserklärung der PlasmaSelect AG in Höhe von 21 Mio. €. Daneben bestehen Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,3 Mio. € (Vorjahr: 32,7 Mio. €), denen entsprechende Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen in Höhe von 23,5 Mio. € (Vorjahr: 44,9 Mio. €) gegenüberstehen. Die die Forderungen gegen verbundene Unternehmen überschreitenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vor allem Verbindlichkeiten gegenüber der PlasmaSelect AG aus gewährten Darlehen für die Ausweitung und Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit sowie Verbindlichkeiten aus Cash Pooling in Höhe von 10,6 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) zur Finanzierung laufender Geschäftsaktivitäten. Der Rückgang der Forderungen und der Verbindlichkeiten im Verbundbereich, im Vergleich zum Vorjahr, beruht auf der im Geschäftsjahr durchgeführten Konsolidierung der Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns. Per Saldo ist jedoch bei der TheraSelect ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu verzeichnen insbesondere aufgrund der schlechten Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2006/2007. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 Mio. € zurückgegangen. Zum größten Teil aufgrund der Konsolidierung der Intercompany-Forderungen und Verbindlichkeiten, aber auch aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen bei den Sachanlagen und Wertberichtigung auf Vorräte im Umlaufvermögen. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des GeschäftsjahresDie PlasmaSelect Gruppe hat ihre Zulassungen, Marken, Exportverträge und deutschen Lagerbestände des Produktes Haemaccel® an die indische Piramal Healthcare Gruppe mit Wirkung zum 30. Juni 2008, 24:00, Uhr veräußert. Der Kaufpreis beträgt ca. 8 Mio. €. Die aligna (vormals PlasmaSelect) Gruppe vertreibt zunächst für Piramal das Produkt Haemaccel® in Italien und Deutschland weiter und hat dieses Produkt auch bis Mai 2009 im Werk Marburg produziert. Des Weiteren wurde im Rahmen der Umsetzung der Restrukturierung und Neuausrichtung des Konzerns damit begonnen Teile der Produktion von Pfullingen nach Italien zu verlagern. Ziel dieser Verlagerung ist es die Effizienz und optimale Auslastung der Produktionskapazitäten im aligna Konzern weiter zu optimieren. Der Standort Marburg der TheraSelect GmbH wurde im Juli 2009 endgültig geschlossen. Die Belieferung der DeltaSelect GmbH mit der bisher in Marburg hergestellten Lösungen auf Basis der Blow-Fill-Seal-Technologie übernimmt ein ausländischer Lohnhersteller, mit dem ein mehrjähriger Vertrag geschlossen wurde. 5. Risiken und Chancen der zukünftigen EntwicklungDie Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft ist insbesondere von exogenen Faktoren abhängig, deren Eintritt nicht immer vorhersehbar und nur zum Teil oder gar nicht von der Gesellschaft beeinflussbar ist. Hieraus resultieren Risiken, deren Eintritt nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TheraSelect haben können. Nach dem Verkauf des deutschen Geschäftsbereichs Generika an Actavis, wird am Standort Pfullingen injektabile Generika - vor allem Lokalanästhetika und Antibiotika, - hergestellt und an die Actavis-Gruppe geliefert. Ferner sollen großvolumige Infusions- und Spüllösungen für DeltaSelect hergestellt werden. Das Volumen dieser Aufträge sowie die Auslastung durch weitere Lohnfertigungen werden das Ergebnis der Gesellschaft positiv beeinflussen. Die in der Vergangenheit in Pfullingen durchgeführten Investitionen in die Produktionsanlagen führten zu einer deutlichen Reduzierung der Störzeiten, so dass nunmehr die Gesamtkapazität der Produktionsanlagen erreicht werden konnte. Dadurch unterliegen die Anlagen jedoch einer erhöhten Abnutzung insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch hier noch ältere Produktionsanlagen im Einsatz sind. Der Konzern hat sich in 2008 zunächst mit der Stabilisierung des verbleibenden Produktportfolios beschäftigt. Hierzu hat er Teile des Produktportfoilios des Werkes Pfullingen in das italienische Werk nach Potenza transferiert, um die Auslastung der konzernweiten Produktionskapazitäten zu optimieren. Die Betriebsstätte in Marburg wurde im Juli 2009 geschlossen. Die bis dahin in Marburg hergestellten Lösungen werden von einem griechischen Lohnhersteller produziert und geliefert. Hierzu wurden zwei Produktionslinien an den Hersteller übergeben und ein mehrjähriger Lieferantenvertrag abgeschlossen. Ferner wurde mit dem italienischen Unternehmen DIACO das Joint Venture DIACO Medical Group gegründet und die beiden italienischen Töchter AltaSelect und NovaSelect eingebracht. Über die Kooperation mit DIACO Medical Group sollen Synergiepotentiale realisiert werden, die das gesamte Lösungsgeschäft wettbewerbsfähiger machen bzw. auf neuen Wachstumskurs bringen soll. Es besteht jedoch das Risiko, dass es nach dem Verkauf des profitablen Geschäftsbereichs injektabile Generika und den im Jahr 2008 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen im Produktionsbereich nicht gelingt, das verbleibende, von einem starken Preis- und Konkurrenzdruck geprägte Geschäft mit Infusions- und Spüllösungen zu entwickeln und in die Gewinnzone zu führen, was sich direkt negativ auf das Ergebnis der TheraSelect auswirken würde. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr ihre Umsätze fast ausschließlich, abgesehen von der Lohnfertigung für fremde Dritte, mit den Schwestergesellschaften DeltaSelect GmbH, Dreieich, und NovaSelect S.p.A. in Potenza/Italien. Die Entwicklung der TheraSelect ist somit entscheidend von den Absatzergebnissen der Vertriebsgesellschaften im Konzern abhängig. Um diesem Risiko entgegen zu wirken soll ab 2008 die Lohnfertigung durch Gewinn weiterer Kunden ausgebaut werden. Aufgrund der laufenden Verlustsituation gestaltet sich die Finanzlage der TheraSelect schwierig. Sie ist geprägt durch eine gewisse Abhängigkeit gegenüber der aligna AG, die letztlich in der aktuellen Situation für die Finanzierung sorgen muss. Durch die anhaltende Verlustsituation ist das Eigenkapital der Gesellschaft vollständig aufgebraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 30. November 2008 beläuft sich auf 25 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €). Zur Abwendung einer drohenden Insolvenz hat die alleinige Gesellschafterin PlasmaSelect AG eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 24,7 Mio. abgegeben. Die DeltaSelect GmbH, ein Schwesterunternehmen im PlasmaSelect-Konzern, hat ebenfalls eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von EUR 2,1 Mio. abgegeben. Die Gesellschaft wird weiter fortgeführt, nicht zuletzt um auch die längerfristigen Verträge erfüllen zu können. 6. AusblickNach dem Verkauf der injektabilen Generika konzentriert sich der Konzern im Inland auf den Ausbau der Qualität und Lieferbeständigkeit der Hospital Solutions. Im deutschen Markt der Hospital Solutions gewinnen die Kunststoffflaschen im Vergleich zu Glas an Bedeutung. Die kommenden zwei Geschäftsjahre werden wesentlich im Zeichen der Umsetzung der geplanten Wachstumsstrategie stehen mit Konzentration auf das Infusions- und Spüllösungsgeschäft. Wie in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich umgesetzt, sollen zum Portfolio ergänzende Produktlinien wieder neu aufgebaut und vermarktet werden. Die Neuausrichtung des Konzerns hinsichtlich des Produktionsbereiches im Health Care Segment befindet sich wie weiter oben beschrieben derzeit in der finalen Phase. Es ist bereits erkennbar, dass die Restrukturierungsmaßnahmen greifen.
München, im September 2009 TheraSelect GmbH Die Geschäftsführung |
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