Techniplas Schwäbisch Gmünd GmbH
Selbe AdresseBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
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GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AGSchwäbisch GmündJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Lagebericht für das Geschäftsjahr 20111. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2011 der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Schwäbisch Gmünd, (im Folgenden kurz: "GfO") war geprägt durch Kundenabrufe die deutlich über den Planzahlen lagen, was eine permanente Erweiterung der Fertigungskapazitäten und Aufstockung der Mitarbeiter zur Folge hatte. Ermöglicht wurde dies durch die gute wirtschaftliche Entwicklung in 2010, in der die finanzielle Basis für notwendige Investitionen gelegt wurde. Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Ergebnis nach Steuern erzielt, das die Planung deutlich übertraf. Wie in 2010 trug entscheidend das starke Wachstum in der Automobil Industrie dazu bei. Die im 4. Quartal 2010 vollzogene Übernahme von 51 % des GfO Aktienkapitals durch die Nanogate AG beschleunigte den Restrukturierungsprozess der GfO, so dass die Verbindlichkeiten des Unternehmens deutlich zurückgeführt werden konnten. Gemeinsame Auftritte der beiden Unternehmen auf Messen und Veröffentlichungen in einschlägigen Publikationen stärkten die Marktposition der GfO als Anbieter von innovativen Hochleistungsoberflächen. Der Umsatz konnte gegenüber dem guten Geschäftsjahr 2010 nochmals um 2,4 Mio. EUR bzw. 14,4 % auf 19,1 Mio. EUR gesteigert werden. Von dieser Umsatzgröße wurden ca. 55 % im Inland und ca. 45 % im Ausland erwirtschaftet. In den beiden Produktbereichen ELAMET® und SICRALAN® wurde ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt, wobei der Umsatz im Bereich SICRALAN® überproportional anstieg. Produktbereich ELAMET® Der Umsatzzuwachs ist zurückzuführen auf den Anlauf neuer Produkte, die gestiegenen Abrufzahlen der bestehenden Kunden und den erhöhten Abschirmungsbedarf einzelner Produkte aus dem Automobil Bereich. Produktbereich SICRALAN® Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Produktbereichs SICRALAN® im Geschäftsjahr 2010 setzte sich in 2011 fort. Die sehr hohe Auslastung und die Erweiterung der bestehenden Lackierkapazitäten ist auf den Anlauf neuer Produkte und das Alleinstellungsmerkmal in der Inkjet Lackiertechnik und AF Beschichtung (Antifog) von Scheinwerfern zurückzuführen. Ertrag 2011 Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 vor Ertragsteuern einen Jahresgewinn von EUR 1.864.227,00. 2. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 von 11,4 Mio. EUR auf 13,4 Mio. EUR erhöht. Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 7,7 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR auf nunmehr 7,5 Mio. EUR reduziert. Die Investitionen des Berichtsjahres unterschreiten die Abschreibungen des Berichtsjahres um rd. 0,2 Mio. EUR; das Anlagevermögen der Gesellschaft ist zu rd. 41 % (Vj. 21 %) durch Eigenkapital gedeckt. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 2,9 Mio. EUR um 2,4 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR erhöht. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von rd. 3,0 Mio. EUR erwirtschaftet, woraus die Investitionen vollumfänglich finanziert werden konnten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten weiter verringert werden; sie betragen 5,7 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr konnte das Kreditengagement um 0,4 Mio. EUR reduziert werden. Ertragslage Die Umsatzsteigerung von 14,4 % im Geschäftsjahr 2011 verteilt sich gleichermaßen auf die Hauptabsatzbereiche SICRALAN® und ELAMET®. Bedingt dadurch ist die Betriebsleistung um 2,4 Mio. EUR angestiegen. Die Materialaufwandsquote hat sich von 37,3 % im Vorjahr auf 33,4 % in 2011 reduziert. Im Zusammenhang mit der erhöhten Auslastung, bei gleichzeitig um absolut 1,3 Mio. EUR erhöhten Personalaufwendungen, stieg die Personalaufwandsquote auf 40,3 % (Vj. 38,1 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen auf Grund der zurückgegangenen Mietbelastungen um rd. 0,8 Mio. EUR zurückgegangen. Insgesamt konnte ein um 1,7 Mio. EUR erhöhtes Betriebsergebnis erzielt werden. Zusammengefasst in Kennzahlen stellt sich die Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
3. Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr 2011 dienten wie bereits im Vorjahr vor allem der Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen. Die Investitionen betrugen in 2011 0,6 Mio. EUR; die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 0,8 Mio. EUR. 4. Produktentwicklung Im Bereich Produktentwicklung wurden kombinierte Schichtsysteme aus Kratzfestlackierung und dekorativer Metallisierung zur Produktreife entwickelt. Einer der Schwerpunkte lag wieder auf der Auswahl und Applizierung von geeigneten UV --Lacksystemen auf Kunststoffen, die mit der GfO Inkjet-Technologie und Spritzlackierung aufgetragen werden können. 5. Entwicklung im Personalbereich Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die GfO 164 (Vj. 136) festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben der Qualifikation unserer Belegschaft durch Weiterbildungsmaßnahmen bildet das Unternehmen Nachwuchs im eigenen Haus aus. 6. Chancen und Risiken Risiko-Management-System Das Risikomanagement-System nimmt bei der GfO einen hohen Stellenwert ein. Im I. Quartal 2012 wurde gemeinsam mit einem externen Berater ein ausführliches Audit durchgeführt und ein integriertes Risikomanagement-System eingeführt. Die Chancen- und Risikosteuerung der GfO ist wegen des starken Preis- und Kostendrucks und der hohen Qualitätsanforderungen in der Automobilindustrie insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltig profitablen Wachstums bei der GfO ausgerichtet. Frühzeitige Reaktionen auf die Veränderung von betrieblichen und marktrelevanten Kennzahlen sind hierbei dringend erforderlich. Bei der GfO besteht das Risiko-Management-System aus einer Reihe vielschichtiger ineinander verzahnter Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme. Die relevanten Risiken werden in einem Risikokompass erfasst. Sie schließen alle Bereiche des Unternehmens ein und werden kontinuierlich an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Mit Hilfe der Liquiditätsplanung erfolgt eine detaillierte Überwachung der Zahlungsströme. Diese gibt jederzeit Einblick in die aktuelle Finanzsituation. Die mittel- und langfristige Finanzierung sehen wir durch entsprechende Darlehens- und Finanzierungsvereinbarungen mit den kreditgebenden Banken als gesichert an. Ein EDV-gestütztes Forderungsmanagement und die Überprüfung von Neukunden hinsichtlich ihrer Zahlungsfähigkeit wirken Zahlungsausfällen entgegen. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Im Marktsegment Automobil, Exterieur und Interieur, geht der Trend zu hochwertigen Oberflächen ungebremst weiter zu Hochglanz, hoher Belastbarkeit, angenehmer Haptik und Cooltouch. Dies sind Eigenschaften, die durch GfO Beschichtungs-Know-How und Fertigungskapazitäten auf hohem Niveau abgebildet werden können. Mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten und der Weiterentwicklung der Prozesstechnik in den Bereichen ELAMET® (Abschirmschichten) und SICRALAN® (Inkjetlackierung und AF-Beschichtung) können auch zukünftig die Kundenanforderungen erfüllt werden. Durch die systematische Verbesserung der Fertigungseinrichtungen durch die GfO-Produktionstechnik kann das Unternehmen den Kundenanforderungen, hinsichtlich geforderter Stückzahlen und Qualität, umfassend gerecht werden. Risiken bestehen in der Möglichkeit, dass einige Kunden aus Kostengründen zukünftig eigene Beschichtungskapazitäten aufbauen werden. Dem wird durch ständige Kosten- und Prozessoptimierungen bzw. einer ständigen Pflege der Kunden- Lieferantenbeziehungen entgegengewirkt. Qualitätsrisiken Durch die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2000 und des jährlichen Überwachungsaudits wird über die reine Qualitätssicherung der Produkte hinaus gewährleistet, dass die Prozesse innerhalb des Unternehmens eindeutig bestimmt sind und auch angewandt werden. Durch regelmäßig stattfindende interne Überwachungsaudits werden die Abläufe einer ständigen Kontrolle unterzogen und weiter verbessert. Neben dem Qualitätsmanagement ist ein umfassendes Umweltmanagement Bestandteil der Unternehmensstrategie. Ziel ist es, Risiken für die Umwelt frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Risikovermeidung zu ergreifen. Dabei orientiert sich die GfO an den gesetzlichen Standards. Wir verstehen Umweltschutz als ganzheitlichen Ansatz, der die gesamten innerbetrieblichen Prozesse und die Interaktion mit unseren Lieferanten und Kunden umfasst. Chancen und Risiken im Beschaffungsbereich Auf Grund unserer Abhängigkeit von verschiedenen Materialien ist die GfO, wie alle anderen Industrieunternehmen auch, Preisrisiken ausgesetzt. Auf Grund des relativ geringen Materialanteils am Gesamtprozess führte der Anstieg der Beschaffungskosten im Jahr 2011 nur zu einem moderaten Betrag; in 2012 erwarten wir keine gravierenden Veränderungen. Chancen und Risiken im Personalbereich Das Geschäftsjahr 2011 war gekennzeichnet durch die Qualifizierung neuer Mitarbeiter, die notwendig waren um den Ausbau der Fertigungskapazitäten personell abdecken zu können. Dieser Prozess vollzog sich über den gesamten Zeitraum 2011. Insgesamt wurde die Qualität der Mitarbeiter verbessert. Die Motivation und die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter bestimmen die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. Um dies nachhaltig abzusichern, werden regelmäßig Mitarbeitergespräche geführt. Mit Schlüsselpersonen im Unternehmen wurden längere Kündigungszeiten vereinbart. 7. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Der Vorstand der GfO gibt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 folgende Schlusserklärung ab: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Im Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 wurden nach unseren Kenntnisstand und uns vorliegenden Unterlagen Rechtsgeschäfte oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der Nanogate AG, Quierschied-Göttelborn, und anderer verbundener Unternehmen weder getroffen noch unterlassen." 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Abschluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ein. 9. Prognosebericht Auf Grund der allgemein guten wirtschaftlichen Lage im Bereich der Automobilindustrie erwartet die GfO für 2012 weiterhin eine hohe Auslastung der vorhandenen Produktionsanlagen. Negative Folgen resultierend aus der bestehenden Finanzkrise, sind für uns direkt nicht vorhanden. Es gibt keine nennenswerten Geschäftsbeziehungen zu den kritischen südeuropäischen Ländern Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Nach dem sehr starken Wachstum im Geschäftsjahr 2011 erwartet der Vorstand für 2012 einen Umsatz auf einem etwas niedrigeren Niveau als dem Vorjahr, aber mit einem gleichfalls deutlich positiven Ergebnis (vor Steuern). Der Umsatzrückgang ist auf den Auslauf einiger Produkte und den nicht zeitgleichen Anlauf neuer Produkte zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2012 wird auf Grund der anstehenden Tarifverhandlungen über Lohnerhöhungen und Arbeitszeitverkürzung mit einem Anstieg der Personalkosten gerechnet. In der Planung wurden entsprechende Veränderungen berücksichtigt. Der Umsatz im Bereich der Inkjet-Beschichtung wird in 2012 weiter zunehmen.
Schwäbisch Gmünd den 20. März 2012 GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG Gerd Leichner Dr. Dieter Gwinner Michael Jung Rolf Paul Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011VorbemerkungMit notariell beurkundetem Verschmelzungs- und Übernahmevertrag vom 8. September 2010 hat die Gesellschaft das gesamte Vermögen und die Schulden der GfO Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Schwäbisch Gmünd, zu Nettobuchwerten am Übernahmestichtag 7. September 2010 übernommen. Die GfO Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG wurde somit auf die GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik mbH verschmolzen. Im Zusammenhang mit der Verschmelzung mit der GfO Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Schwäbisch Gmünd, sind die einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. A. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Die GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG (kurz: GfO AG) ist im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn-und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen weil die ursprünglich zugrunde gelegten Umsatz- und Ergebniserwartungen nicht wie geplant eingetreten sind. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf eine Restlaufzeit von sechs Jahren abgeschrieben, da von einer entsprechend gleichmäßigen Nutzung über diese Zeit ausgegangen wird. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, die unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach linearer Methode berechnet werden. Die angesetzten Nutzungsdauern liegen bei den Anlagegütern zwischen drei bis fünfzig Jahren. Die Neuzugänge von Anlagegütern werden ab dem Zugangsmonat (pro rata temporis) abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis von EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 wurden 2009 und 2010 mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben; seit 1. Januar 2011 erfolgt wieder die Sofortabschreibung bis EUR 410,00. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Prinzips der verlustfreien Bewertung. Die Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Herstellungskosten setzen sich aus Material- und Lohnkosten sowie den aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte nach der retrograden Methode. Ausgehend vom Verkaufspreis wurde ein Abschlag für noch anfallende Kosten und nicht aktivierungspflichtige Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie für einen kalkulierten Gewinn vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Zur Berücksichtigung von Risiken und Wertminderungen werden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Zweifelhafte Forderungen wurden einzeln in ihrem Wert berichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den Nettobestand der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Die Gesellschaft hat das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern in Anspruch genommen und den Überhang der aktiven Steuerlatenzen nicht angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Den Berechnungen liegen die Heubeck Richttafeln 2005 G (RT 2005 G) zugrunde. Die Bewertung erfolgte gemäß dem zugrundegelegten Abzinsungssatz von 5,14 % (Vj. 5,15 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Weiter werden erwartete Gehaltssteigerungen von 2 % und Aktiventrends bis 2 % zugrunde gelegt. Die Anpassungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden im Berichtsjahr zu 1/15 ergebniswirksam erfasst. Der noch anzusammelnde Fehlbetrag beträgt TEUR 223. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde der Aktivwert der für einen Teil der Pensionsverpflichtungen bestehenden insolvenzfesten Rückdeckungsversicherungen mit den betreffenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 273 verrechnet. Die auf die Rückdeckungsversicherung entfallenden Anschaffungskosten betragen TEUR 266. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und passivierungspflichtigen ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Rückstellungsbildung sind künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Weiter wurden Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgte zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung von § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2011 ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind unbefristete verzinsliche Darlehen an Organmitglieder in Höhe von EUR 42.938,60 enthalten. Die Verzinsung der Darlehen erfolgt mit 5,75 % bzw. 6 % p. a. Es ist von einer faktischen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auszugehen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Es besteht eine Grundschuld zugunsten der Kreissparkasse Ostalb in Höhe von EUR 7.557.588,60; diese ist zum 31. Dezember 2011 mit TEUR 5.421 valutiert. Maschinen und Anlagen wurden den Banken sicherungsübereignet. Die Sicherheiten umfassen weiter die Abtretung sämtlicher gegenwärtigen und künftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sämtliche Eigenschutzrechte. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 115, die im wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und einer Beitragsrückerstattung resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen mit TEUR 135 (im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen und Wertberichtigungen auf Umlaufvermögen) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 37 enthalten. Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 51; diese entfallen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 25, die im Wesentlichen aus Gewerbesteuererstattungen resultieren. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 17 resultieren aus dem Zuführungsbetrag zu den Pensionsverpflichtungen aufgrund der geänderten Bewertungsmethoden durch die erstmalige Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010. E. EigenkapitalDas Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2011 EUR 373.045,00 und ist in 373.045 Stückaktien zu einem rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt. Die Aktien sind als Namensaktien ausgegeben. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 9. Dezember 2010 von EUR 310.000,00 auf EUR 373.045,00 durch Ausgabe neuer Aktien in Höhe von EUR 63.045,00 erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 12. Januar 2011. Der Kapitalrücklage wurden EUR 436.955,00 aus dem Aufgeld aus der Grundkapitalerhöhung vom 9. Dezember 2010, deren Eintragung ins Handelsregister am 12. Januar 2011 erfolgte, zugeführt. Im Posten "Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalrücklage geleistete Einlagen" wurden im Vorjahr EUR 63.045,00 (Erhöhung des Grundkapitals) und EUR 436.955,00 (Aufgeld aus der Grundkapitalerhöhung vom 9. Dezember 2010) geleistete Einlagen ausgewiesen, da die Eintragung der Erhöhung des Grundkapitals im Handelsregister erst am 12. Januar 2011 erfolgte. F. Sonstige AngabenNicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die GfO AG hat aufgrund der Beschaffung liquider Mittel Verpflichtungen aus Leasingverträgen im Rahmen eines Sale-and-lease-back Geschäfts. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Mietverpflichtung zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 19, die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 414. Derivate Finanzinstrumente Zur Absicherung des Zinsrisikos aus einem variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von ursprünglich TEUR 830 hat die Gesellschaft Zinssicherungsgeschäfte (Zins-Swaps) mit einer Laufzeit von über 5 Jahren abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Marktwert der Zins-Swaps TEUR 105 zu Ungunsten der Gesellschaft. Das ursprünglich zugrunde liegende Grundgeschäft ist im Geschäftsjahr 2011 weggefallen. Den Risiken aus dem Zins-Swap wurde mit einer Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von TEUR 105 Rechnung getragen. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
Mitglieder des Vorstandes und Auszubildende wurden nicht berücksichtigt. Vorstand Vorstand im Geschäftsjahr 2011 waren:
Die Gesamtbezüge der Vorstände für das Geschäftsjahr 2011 betrugen TEUR 469. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus:
Die Gesamtbezüge der Aufsichtsräte für das Geschäftsjahr 2011 betrugen TEUR 10. Mutterunternehmen Die Gesellschaft wird in den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss der Nanogate AG, Quierschied-Göttelborn, einbezogen. Alle in diesen Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen gelten im Verhältnis zur Gesellschaft als verbundene Unternehmen.
Schwäbisch Gmünd, den 19. März 2012 Gesellschaft für Oberflächentechnik AG Gerd Leichner Dr. Dieter Gwinner Michael Jung Rolf Paul Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang)
Abgänge Buchverluste: 94.851,20 Vorstehende zur Offenlegung bestimmte Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung nebst Anhang der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Schwäbisch Gmünd, zum 31. Dezember 2011 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang − unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Schwäbisch Gmünd, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 5. April 2012 CM
Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Mehltretter, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn vom 31. Dezember 2011 in Höhe von EUR 1.608.052,50 auf neue Rechnung vorzutragen. Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDie Hauptversammlung der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Schwäbisch Gmünd, hat beschlossen, den Jahresüberschuss zum 31.12.2011 in Höhe von EUR 1.450.471,66 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Feststellung des JahresabschlussesDer Aufsichtsrat der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Schwäbisch Gmünd, hat am 24.05.2012 den Jahresabschluss der GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Schwäbisch Gmünd, zum 31.12.2011 festgestellt. |
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